ts ÄU. lllllg SU ilttel bei eilen Er- mt gedeiht nur In ht zu verwechieln trö/iren- (ßron- na, Athemnoth, lieh aber derjenige eite eich den Abnie für nann, Atteste' ,'ratJl eben. AD, Lager in Regel' Hands-W!u sstraße SS- id- eh' 1895 Dienstag den 26. November Erstes Blatt Nr. 27« vierteljähriger ij JWoaartaeabrretot V 2 Mark 20 Psg. mtt Zl,nts- und Anzcigeblatt für den ttreis Gieren. Hralisöeikage: Hießener Aamilienökätter. »u sind der am Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für dea folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Corrn. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux de» In- und Auslande» nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchatftrahe Zkr.7. Fernsprecher 51. $se*fc* »bä Gieße«, den 25. November 1895 ** Der Geburtstag Sr. Kgl. Hoheit des GroßherzogS Rom. 24. November. Infolge einer Erkältung hütet der Papst daS Bett. Rom. 24. November. Nach einem Telegramm ouS Constanttnopel, dessen Bestätigung abzuwartrn bleibt, wurde von Armeniern die gefüllte muselmanische Moschee Merstvan in die Lust gesprengt. 200 Muselmanen sollen q et ö bet wnrden fein. Antwerpen. 24. November. Die htefiege deutsche Kolonie gab gestern den Veteranen von 1870/7 1 ein Fest, das von 15 Personen besucht war und glänzend verlief. Zu der Theater - Ausführung waren Künstler aus Köln a. Rh. eingetroffen. Pari». 23. November. Wie versichert wird, soll Admiral Gervais, der Befehlshaber des Mittelmeer Geschwaders, zur Disposition gestellt werden, und zwar wegen des Unfalles der drei Panzerschiffe. Paris. 23. November. Die Blättermeldung, daß Präsident Faure dem Ministerpräsidenten Bourgeois die Unterzeichnung einiger Decrete verweigert habe, wodurch mehrere Beamte des Ministeriums und der politischen Verwaltung abgesetzt oder zur Disposition gestellt werden sollten, wird sowohl von parlamentarischen Kreisen als auch von Seiten der Minister als vollständig erfunden bezeichnet. Madrid. 23. November. Wettere 12000 Mann zu dem angestammten Fürstenhause Ausdruck zu geben. ES geschieht dies seit dem vorigen Jahre um so freudiger, weil unser Großherzog nicht allein bleie Feier begeht, sondern die Geburtstagsfreuden iheilt mit seiner hohen Gemahlin, unserer allverehrten Großherzogin Victoria Mellta, die an demselben Tage ihr 19. Lebensjahr vollendet. An dieser Doppelfeier nimmt daS hessische Volk freudig Antheil,- allenthalben hat man sich feit Wochen gerüstet, dteselbe fest, ltch zu begehen und dabei Ausdruck zu verleihen den Ge- fühlender Verehrung und Dankbarkeit, deren sich von Generation zu Generation unser hessisches Regentenhaus zu erfreuen hatte. Wir sind der freudigen Zustimmung aller unserer verehr- ltchen Leser gewiß, wenn wir dem Wunsche Ausdruck geben, daß auch ferner GotttS Segen über unserer Grobherzoglichen Familie walten möge. »» Geburtstagsfeier Ihrer Königlichen Hoheiten des Groß- Herzogs Ernst Ludwig und feiner hohen Gemahlin Victoria Melita. Die deutsche Schule hat es sich von Alters her nicht nehmen taffen, die Geburtstagsfeier Ihres Landesvaters, zu welcher ein glücklicher Zufall auch noch diejenige unserer geliebten LandeSmutter, der Großherzogin, hinzugefügt hat, tn festlicher Welse zu begehen. Und sie hat hierzu wohl auch die Pflicht, da sie die Bestimmung hat, in den Herzen der ihr anvertrauten Jugend die Liebe zu Fürst und Vaterland zu erwecken und zu pflegen. Jndeffen kommt sie in unserer Zeit dieser Verpflichtung In etwas geänderter Form nach gegen ehedem- denn während bet früheren derartigen Veranstaltungen großes Gewicht auch auf die äußerliche Feier, auf Feste und Spiele, gelegt wurde, tritt die Feier nach dieser Seite hin aus diesem Rahmen heraus, indem sie es vo-. zieht und vom Standpunkte der erziehlichen Einwirkung aus auch rechtfertigt, den Schwerpunkt der festlichen Feier -em Fassungsvermögen des Kindes anzupaffen. Die soeben beendete Schulfeier In der Stadtknabenschule zu Ehren unsere« hockverchrten Regentenpaares darf wohl von obigen Gesichtspunkten aus beurthellt werden. Sie bot des Guten und Schönen in Wort und Lieb sehr viel und begann mit dem Psalm 23: .Der Herr Ist mein $irt". Hieran schloß sich eine zu Herzen gehenbe Ansprache an die Jugend, '-welche in klarer Weise die Pflichten der großen und kleinen Staatsbürger zeichnete und darzuthun suchte, daß diese Pflichten und Opfer für Fürst und Vaterland nothwendlg feien und von uns gerne übernommen und getragen werden müßten. An das Lied „Heil Hnferm Fürsten, Heil!" schloß sich bet Vertrag patriotischer Gedichte und eines Stückes hessischer einzufinden. Petersburg, 23. November. Der Regierungsbore melbet, daß in der Zett vom 6 Nomber bis sitzt tn Petersburg 38 choleraähnliche Fälle vorgekommen, von denen 19 tödtlich verliefen. In Aerztekreiseu glaubt man an wnk liche Cholera. ________________________________ Neueste Nachrichten. AolffS telegraphisches Eorrespondenz-Bureau. Berlin, 24. November. Wegen MajestätSbeleidi. gung wurde der polnische Arbeiter Kupczyk aus Neu- Weißensee zu fünf Monaten und zwei Wochen Gefängntß verurtheckt. Er hatte tn betrunkenem Zustande die Bilder an der Wand seiner Wohnung zertrümmert, darunter auch das Bild deS Kaisers, wobei er Schtmpsworte auSstieß. Seine eigene Frau hatte ihn deswegen benunctrt. Loudon. 24. November. Gladstone lehnte die Bitte seiner Freunde, vor den Armeniern sich öffentlich gegen baß Vorgehen bet Türkei auszusprechen, mit ber Motivirung ab, bag er in dem Moment, wo bie türkische Frage in ein ent« schi'dkneS Stadium getreten sei, nicht sprechen könne. 2) er -l-ßener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de» Montag». Die Gießener yamtrter Prrffe wird zu diesem Zweck organifirt werden. Geschichte, an welche sich der Tchlußgesang: „Wun danket Alle ©ott* reihte. DaS Ganze klang in einem dreimaligen Hoch auf unser edleS Fürstenpaar au». Möge der durch Wort und Lied in die Herzen der Kinder eingestreute Samt auf fruchtbaren Boden gefallen sein, dort Wurzel fassen und dereinst in Thaten auSretfen, die zum Segen unseres Fürstenhauses und zum Wohle unseres Hessenlandes gereichen. Daß walte Gott! • * Die militärische Feier de» Geburtstage» Ihrer Koaigl. Hoheiten wurde heule Morgen 6 Uhr eingelenet durch Tage-« reoeille drr Musik und Sp elleute deS Infanterie Regiments Kaiser Wilhelm. Um >/,8 Uhr fand Choralblasen der RegimentSmufik von der Stadtkirche, um 9'/a Uhr Militär« gotteSdienst, um 11 Uhr Parade auf Oswalds Garten statt. Bon dem üblichen Zapfenstreich am Vorabend wurde deS gestrigen TodtenfesteS wegen abgesehen. Die Kasernen find mit Fahnen und Tannengewinde geschmückt, viele Privathäuser beflaggt. Daö übliche Festessen fand um 7,2 Uhr im Saale des Gesellschaft-Vereins statt. Für die Mann- sedaflen de» Regiment» sind Festlichkeiten in versch ebenen Localen der Stadt vorgesehen. • • Sine Anzahl von Ordensverleihungen h^ben aus Anlaß des Geburtstages Sr. Kgl. Hoheit des GroßherzogS statt« gefunden. Wir werden einen Auszug aus der Liste der Decorierten noch veröffentlichen, theilen aber heute schon mit, daß fich unter denselben auch Herr GaSwerkdirector Bergen befindet. * * Segen die Stadtverordneteu Wahl sind während der achttägigen Frist für die Offenlegung des WahlprotocollS Einwendungen nicht erhoben worden. Die Wahl- act-n wurden deshalb an Großh. Kreisamt abgegeben. * * Kriegerdenkmal. Der Ausschuß für Errlchtung eines K-iegerdenkmals in Gießen wird kommenden Mittwoch A'?end» 8Va Uhr im Saale deö Hotel Einhorn eine all- g meine Versammlung abhalten, in welcher über die seitherige Thätigkeit deS engeren Ausschusses Bericht erstattet wird, sowie über die weiter vorzunehmenden Schritte be« rathen und beschlossen werden soll. * * Theater-Verein. In Rücksicht auf baß Gastspiel deS Fräulein Bernhard hat der Theater Verein die für den 29. November geplante Vorstellung verschoben. Dafür ist jetzt definitiv der Freitag 5. December bestimmt werden und wird an diesem Tage daS Wiesbadener Refidenz^Tbeater, w-lcheS bereits hier zweimal mit größtem Erfolge gastirte, fp len. Die Directton hat sich bereit erklärt, eine Novität z bringen, wir werden also baß letzte, reizende Lustspiel von Moser, welches erst ganz kürzlich in Berlin seine Erstaufführung erfuhr, zu hören bekommen. Der Titel desselben ist „ Der M ilitärstaut" und soll daS Stück eines der amüsantesten des eben so fruchtbaren als beliebten Autors sein. * * Concert-Verein. Am nächsten Sonntag findet das zweite Concert statt, und wird dasselbe gleich dem ersten cm Sympbonieconcert sein. Beethovens achte Symphonie wird baß Concert etnleiten und Weberß Oberon-Ouverture dasselbe beschließen, beides Werke von unvergleichlicher Schönheit. Als Solisten sind ausersehen Fräulein Ni ess en aus Dresden, deren Gewinnung wir der liebenswürdigen Vermittlung der Frau M art e Wittich verdanken. F'äuletn Ntessen ist von Geburt Deutschrussin, eine Schülerin beß DreSbener ConservatoriumS unb später ber Frau Kammersängerin Ltlt Lehmann Berlin- in Wien, Dresden, Berlin und London hat fie alß Lieder« unb Oratoriensöngerin bcdeu- tenbe Erfolge erzielt, unb hat man überall ihre prächtige Altstimmi: unb vornehme GesangSwetse lobend anerkannt. Alß Pianist ist Herr Felix Drehschock gewonnen, derselbe ist ein Neffe des berühmten Componisten Alexander Dreh schock unö Sohn der geschätzten GesangSlehrerin unb früheren Concertsängerin Elisabeth D. Er selbst ist ein sehr geschätzter Claviervinuose unb zählt zu den hervor« ragendsten jüngeren Pianisten. Herr Musikdirector Krausse hat auch sür dieses zweite Concert die Direktion gütigst Übernommen. • • Concert beß Sängerkranzeß. Die musikalischen Darbietungen des Sängerkranzeß haben in den letzten Jahren eine höhe erreicht, die für daß Musikleben in Gießen ent» sch eben von Bedeutung sind unb btefe Bedeutung würde sich noch steigern, wenn sich der geschätzte Verein mehr der Oeffentltchkeit dienstbar machte. Herr Franz Bauer, der Dirigent der Sängerschaar, welcher neben einem auß- gesprochenen Directionßtalent unermüdlichen Fleiß unb immense Zähigkeit besitzt, hat zielbewußt den Verein auß- gebaut und ihn nicht nur an Zahl, sondern vor allen Dingen an GeiangSsähigkett erweitert. Eine volle Bestätigung dieie» UrtheilS fand durch baß Concert am SamStag den 23. November statt. Geschmackvoll gewählt unb vielseitig außge- stattet war daß Programm, die Ausführung desselben eine wohlgelungene. Wir erlaffen unS die Aufzählung und Besprechung jeder einzelnen Nummer, da ja doch bet Darbietungen ei-ieS Vereines der Gesammteindruck das Entscheidende tft, unb dieser hat n cht nur voll unb ganz befriedigt, sondern würde auch jede» tiefere Eingehen recht wohl vertragen. Sehr glücklich war die VereinSleitung in der Wahl ber Solisten, betbc, Sängerin wie Sänger waren unß liebe Bekannte, bie sich hier schon manchen Erfolg ersungen haben. Frau Balser, die bis vor Kurzem als geschätzte Gesangs- lehrerin in Gießen wirkte, besitzt eine schöne, wohlausgebildete Sopran « Stimme, die in ber hohen Mittellage am wohllautendsten ist. Ein mufikalischer, fein durchdachter Vortrag zeichnet bie Künstlerin ganz besonder» au» und kam diese schöne Eigenschaft namentlich in der Wiedergabe beß Solo- partes in Mendelssohns Lo r eley-Finale jur höchsten W rkung; ächt dramatisch zeichnete sie bie sagenumwobene, geheimnisvolle Gestalt ber Leonore. Aber auch im Lieder- vortrag unb in der Wieoergabe der Duette mit ihrem Partner, folgte fie den Intentionen des Componisten in Vlnstlerischer Ausdruckßwetse. Herr Theodor Haubach, ber bie Baßsoli übernommen hatte, ist zwar kein Berufsfänger, seine erst kürzlich sehr ehrenvoll anerkannten Verdienste liegen auf einem ganz anderen Gebiete, trotzdem zeigte seine Art und Weise zu singen, daß er durchaus nicht Autodidakt ist, sondern sehr fl ißige Studien bei guten Gesangsmeistern gemacht hat. D'.e Chorleistungen — sowohl im Frauen- al» auch im gemischten, wie im Männerchor waren sehr beachten-werth- mit absoluter Sicher heit und schönster Tonfülle fanden die fleißig vo bereiteten Werke unter sicherer unb temperamentvoller Leitung eine tabellose W edergabe. Da» Orchester hielt sich sehr brav unb half wacker mit, daß Schlußwerk beß Abends, baß „Loreley-Finale", zu einem geradezu sensationellen Erfolg zu g-stalten. E. Feuerwehr-StiftungSfest. Am Samstag Abend feierten in „Steins saaibau" unsere beiden Freiwill gen Feuerwehren das 40. Stiftungsfest durch emen großen Commers. Demselben wohnten u. A. bei Abordnungen der Feuerwehren zu Lollar, Klein-Linden, Gioßen-L nden, Grünberg, Butzbach, Annerod, sow-e der Gießener Pflichtfeurrwehr, ferner die Vertreter ber Staats- unb Stadtbehörden, sowie des Militärs. Herr Branddirektor Schm an bt, welcher dem Commers präfidirte, hob In seiner Begrüßungsansprache bie große Bedeutung der Feuerwehren für die Stadt Gießen hervor, sowie bie Opferfreudigkeit unb Selbstlosigkeit ihrer Mitglieder- er gedachte beß ©rünberß ber zuerst inß Leben gerufenen Galoschen Feuerwehr, bei Herrn Gg. Ph. Gail, sowie ber Verdienste, bie fich bie folgenden Commandeure derselben, die Herren Louis Köhler, Jacob Reiber, Georg Marx um dieselbe erworben. In einem kurzen Rückblick auf bie Geschichte der Gießener Freiwilligen Feuerwehr, wie fie aus ber ehemals städtischen Feuerwehr hervor- gegangen, hob er daS Wirken der Führer Heinrich Ferber, Christoph Rübsamen, Fr. Chr. Pietsch, Ottmar Weidig, sowie ber an der späteren Reorganisation betheiligt gewesenen Herren LouiS Petri II., Redacteur Scheyba usw. hervor. Her Branbbirector Schmandt gab angesichts beß bisherigen erfolgreichen Zusammenwirken- der Feuerwehren der Hoffnung Ausdruck, daß dies immer so bleiben möge und schloß mit einem dreifachen „Gut Wehr^ auf die Gießener Feuerwehren. — Herr Prov'nzialdirector Frhr. v. Gagern feierte hierauf die Gießener Feuerwehren als Geschwister und Zwillinge, alß Kinder der Stadt Gießen, bei deren Geburt die Bürgertugenden zu Gevatter gestanden. Er rühmte beß Weiteren bie Treue ber Feuerwehren für das angestammte Fürstenhaus, hinweisenb auf ben Empfang unseres Groß- herzogSpaareß gelegentlich beffen Besuch im September b. I., wo bie Feuerwehr mit alß Ehrenwache gestanben. Unser Großherzog bringe ber Feuerwehr stets hoheß Jntereffe entgegen, wie allem, waß ber Wohlfahrt beß Laubes unb feiner Bürger biene. Von unferm Großherzog wenbe fich ber Blick auf unseren Kaiser, besten Thatkraft wir verdankten die Wohlfahrt und Machtstellung Deutschland» nach innen unb außen unb beffen Bestreben eß sei, bie Segnungen beß FriebenS allen Culturvölkern zu erhalten. Herr Provinzial- btrector Frhr. v. Gagern brachte hierauf ein Hoch aus auf Se. Königl. Hoheit unfern Großherzog unb Se. Majestät unfern Kaiser- unter dem Gesang der Nationalhymne erhob sich ber Vorhang unb auf der Bühne erschienen in prachtvoller Beleuchtung inmitten einer schönen Pflanzengruppe bie Büsten beß Kaiserß unb beß Großherzogß. — Herr Oberbürgermeister Gnauth gab hierauf alß Vertreter der Stadt Gießen deren herzlichsten Glückwünschen zum gemeinsamen Begehen des Stiftungsfeste» Außdruck. Die Zweitheilung der Gießener Feuerwehr fei kein Schaben für bie Stadt gewesen, denn sic habe verdoppelt den Wetteifer aller Angehörigen der Feuerwehr, Dank auch der Hingebung ber leitenben Persönlichkeiten- eß habe fich ein schöne» Verhältniß zwischen beiden Wehren heraußgebildet und auch Feste befestigten baß Bund, welche» alle verknüpfe. Alß Vertreter ber Stabt liege ihm aber auch bie Pflicht ob, ber Feuerwehr für ihre bißherige aufopferung-frohe Thätigkeit zum Wohle ber Stabt zu banken, für baß reiche Maß von Hingebung zum Schutze von Leben unb Eigemhum ber Mitbürger. Die Thätigkeit ber Feuerwehr werde allenthalben bankend anerkannt, in Gießen habe diese Anerkennung Außdruck gefunden durch bie Betheiligung aller Kreise am vorjährigen Verdandßfeste, alle Kreise hätten gewetteifert zu Ehren der Kameraden. Er gebe den Glückwünschen ber Stad: unb bem Danke der- selben Außdruck, indem er die Anwesenden bitte, mit ihm einzustimmen in ein Hoch auf die freiwilligen Feuerwehren Gießen». — Herr M. Lo o ß, Kreiß - Feuerwehr - Inspektor und Hauptmann der Freiw. Gail'schen Feuerwehr, wie» in feiner Ansprache auf die Beweggründe hin, welche vor 40 Jahren eine Anzahl Bürger zur Errichtung einer Feuerwehr veranlaßt. Die Feuerwehr werde fich in ben Zielen, die sich die Gründer gestellt, zu vervollkommnen suchen, in strenger Pflichterfüllung und eifriger Arbeit zur Rettung von Leben unb Eigenthum der Mitbürger glaube fie da» Gebot zu erfüllen: „Du sollst Deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Die Feuerwehr habe ihr Z el nicht auß ben Äugen verloren, sie werde auch in Zukunft streben, ihren Mitbürgern sich h Isrrich zu erweisen. Von 36 Bürgern, die einem Ausruf beß Herrn Gg. PH. Gail im Jahre 1855 zur G Ündung einer Feuerwehr folgten, lebten noch 7, davon feien noch 3 Mitglieder beß Corps. Für die Sympathie, die dem Corpß baß Hau» Gail in so reichem Maaße zuwende, wie für die bem Corp» von der Stadt unb Bürgerschaft gewordene Anerkennung sei baß Corpß dankbar, eß verspreche, zu jeder Zeit seine Schuldigkeit zu thun - daß bie Feuerwehr bisher ihre Schuldigkeit gethan, dürfte fie nach den anerkennenden Worten au» dem Munde der Vertreter der Behörden an- nehmen- er danke namenß de» Corps für die e Anerkennung- die Feuerwehr freue sich über baß allgemeine Interesse. welche da» Feuerlöschwesen allgemein gtfunben. Dem Dante für da» bisher dew eiene Wohlwollen wolle er Au-druck geben durch ein Hoch auf die Vertreter der Behörden. — Herr L. Gail, Hauptmann der Gießener Freiw. Feuerwehr, drückte ebenfalls seine Befriedigung über die Vergangenheit der Feuerwehren auß, sowie über die Fürsorge ber Stadtbehörde durch Au'chaffu g neuer und Verbesserung vorhandener Geräthe, infolge dessen die Feuerwehr ste:» bereit und in der Lage sei, 8ua*rottfe finden sich die Damen tn ben literarhistorischen Loll g'en von Pro'-ffor Erich Schmtbt und beim Kunsthistoriker n ofeffor Frey ein. Such die Historiker Schrffer-Boichotst, Delbrück unb Schiemann, der Bertret-r der englischen Philologie, Profeffor örgnbl, der Cultur- und Literarhistoriker P,of. Geiger u. A. baden v ibliche Hörer. Eine Dame nimmt an ben mikroskopischen Hebungen be5 P ofrffor Han4 Virchow T^etl. Neuerdings war eS mehrfach benerkt worben, daß zu einigen Vorlesungen nicht nur bk «um tz-ren berechktgten, sonbern auch andere Damen erschienen. Der R'ctor, G deimrath Wagner, Hal daher angeorbnet, daß b'e Haus- teamten darüber wachen sollen, batz keine unbefugten Zuhörerinnen sich et. Nellen. In der vorigen Woche wurden bereits zwölf Damen zurückgewiesen. Einige Proiessorm sind aber auf die Damen, die ihren Dorletung'n als Hotp tantinnen beiwohnen, nicht gut zu sprechen. Professor Erich Schmidt soll, nach dem .Börien-Courter'', beim Eultusminister Schritte gethan haben, die bezwecken, daß die vrmist.r.elle Erlaubnih ,um Besuch seiner Vorlesungen nicht weiter erlheilt werde. Pros. v. Treitschke hielt milten in einer Vor esung inne, als er eine Dame «m dichtgesüllten Auditorium erblickte, kam vom Katheder herab und 'übrtc die Dame am Arme hinaus. Privatim Luhe• te er zu einem Collegen — das genannte Blatt gibt die Worte deS Ueiversitäislrhre s gemildert —: „Ick w'll das Weibervolk tn meinen Vorlesungen nicht mehr sehen! Ich werde mir den großen Pedell vor die Thür stellen, der kann sie hinauSwersen l Technische Fortschritte. — Der «erpentinstei« al» Ersatz für Marmor. Der in Zöblitz bet Mari.noerg im sächsischen E zg.btrge gebrochene Eerpenttnstein ist tn seiner Verwendung als Material zu allerhand kleinen Gegenständen, wie Feuerzeugen, Reibschalen, Wärmsteinen, Leuchtern, Baten rc. weithin bekannt, datz er aber auch zu größeren Brutheilen j-tzt verarbeitet wird, dürste wohl Vielen neu sein. Die in Zöblitz bestehende Serpenttnstein-Gesellschaft Wieland u. Eo. hat nun aber tn der Neuzeit sehr große hervorragende Ausführungen gehabt, die wegen ihrer Vo zügltchketl verdienen, weiteren Kreisen bekannt zu werden; to nunben von ihr die Ballustraben ber Deppen in den großartiaen Bahnhofsbauten, sowie im neuen königl. Finanzministerium zu Dresden geliefert, ferner nach Berlin für bas Museum In der Nationalgallerie große Thürgewänbe und viele andere größere Arbeiten, 'wie Kamine, Grabdenkmäler, kirchliche Gegenstände rc., für das In- und Ausland. Einen bedeutenden Aufschwung hat auch die Anfertigung von Aschen-Urnen und die Herstellung von Isolatoren für elec'rische Leitungen genommen. In ber großartig eivgerichteten, mit Wasierbetrteb versehenen unb den besten mascht- en. Ä 5 töll«bneten 5* Mk tt .^nhitn h" 8mtl. >’ '«He», btt D6tt, Sato, hinaus b ni)e ihn aut b°8 ferne« Zeiten hauyi. ?• Wigand W sehr bei, Dt, ' Hnr besonders dn ,Un8 au«; (ein Lchrerig acker unvereills, Turnern hen°r ? Feuerwehren Dorstände du rector und dl sle Itn flamen iir den genieß« t WM der bar Rammen- mit einem -Hörde, die dar ng übeibrM jeirn und tranl wir bei untern jetzigen den Geist und Kö' per übermäßig anstrengenden socialen Ve hä tntssen, all Genußmtnel rote 6affft stählendes, alle K'rpersasern zum Lebenskämpfe erfrischendes BelebungSmtttel ist unser Geiundh^tS- Caffee, dem ich schon so manchs schöne diätetische Hetl- r.lultat verdanke. ll»>it den verschiedensten Eaffeetorten habe ich bei allen möglichen Kranken Experimente gemacht, doch allein befrirdigeud hinsichtlich deS aromatischen Wohlgeschmackes und ber leichten Ver- daul chkett habe ich nur den Krausc'ichen Gesundhetitz-Eoffee befunden. PNten en, mit Magengeschwür und Magenkrebs behaftet, denen der Maiz-El.fi c rote Blei >m Magen lag und denen derselbe souretz Aus- stoß-n und Blähung v ru fachte, waren glücklich, in dem GesundhettS- Eafiee ein Getränk gefurben zu haben, daS alle obigen schädigenden Bitz'ände des Ma'z Eoff^es beserttgte. Alle Newastheniket, Hypochonder, unterleibsieldende Frauen, denen der Malz- und Bohnen- Coff c C ngest oncn, Herzklopten, flüchtige Hitze, Magendruck u. s. w. verursachie, priesen den G sundheilS-C> fiee als ein wahres Lavsa . Solche Erfahrungen, rrbärtet auf Grund vielfacher Erperimente, d irsen der leitenden Me-nschhrit nicht Vorbehalten werden, nem sie müssen Gemeingut der Menschheit w-rden, welche dem Drucke der iocia'en Verhältnisse zu erliegen droht und der ein hygienisches, ve- lebendeS und kräftiges Genußmtttel der Rettungsanker werden ,oll. Ich habe den Kause'schrn Gesw dheittz Caffee seit einem Jahre_ in meiner Heilanstalt zur orohen Befriedigung der Kurgäste eingetuhrt und wünsche nur aufs Herzlichste, daß er als tadelloses hygienisches Genußmtttel bei Gesunden und Kranken bald allgemeine Anerkennung fi.iden möge. . , _ . Dr. med. Walser, dtrig. Arzt, Nalurheilanstalt Glotterbad _______________________ bet Freiburg tn Baden. Die Rentabilität jeder maschinellen Anlage Wird bedeutend erhöht durch Aufstellung eines ökonomisch arbeitenden Betrtebsmoiors. Als sparsamste BetriebSmaschinen sind vre Locomobilen mitausziehbarenRöhrenkesseln von A. Wolf t, Magdeburg-Bucka« -ekannt u. zu Tausenden tn allen Zweigen der JndustrieundLa-dwirtyschaftverbrettet. Gering er Brenn Materialverbrauch, große Leistungsfähigkeit u. Dauerhaftigkeit find dir Haupt- Vorzüge dieser Maschinen, vermöge deren sie nicht nur auf allen deutschen LocomobiftConcurrenzen stets den Steg daoongetragen haben, sondern auch auf zahlreichen Ausstellungen (u. a. in Chicago) mit den höchsten Pretfen ausgezeichnet find. V1“* nellen Einrichtungen auSgestatteten Fabrik genannter Fi ma herrscht regeS L.ben, sie ist sehr gut beschäftigt und kann all>! SGeisteSzustandei i aber die Z«B tv haben, denn Uaterfuchun8sh°!> Iefchworenen |1™ GlÜlk von diesmallgen G-' :Ho- 318’ ,1101» -r Herrscht -tappte hierbei^ !, w «"£ , | tut* OM J,t! IW“ 3 ?! B-dnd«-" "I “ ®it S-i° i«t ne »«'* * rttersteigerung 9891 9880 len eingetroffeii. 9893 9894 Schellfische, Bratbücklinge Blumentische, Rohrsessel, Nähtische, Automatenstühle, Bauerntische, Noten Etagören, Servirtische, Teppiche, Bettvorlagen, Pelz-Muffe von 90 Psg. an, sowie Käppchen und Boas Mittwoch den 27 Novbr. II., Nachmittags 2 Ubr, Mrflefgere ich im früher Bramm'schen Saale t SophaS, Commoden, Glas- und Kleider schränke, Spiegel, Bilder, ein Veriicow, 1 vollst. B-tt, 1 gr Saal regulateur, 1 Brandkiste, 1 Oelbild, 1 goldene Damenuhr, 1 Oelgemälde (Winterlandschaft), 1 Kupferstich ivor Gericht), oerfch Stahlstiche, Btlder- rahmen, Spiegelgläser, 6 Biergläser und -K-üge, versch. Po^zellanwaaren, 1 Woschmaschtne, 1 Waschmangel, 1 Scbw in, 2 Hobelbänke, (Siebens und Buchenwerkholz, 1 Jagdgewehr (Dreiläufer) u a. Versteigerung theilweise bestimmt. $888 «ettzler. Gerichi^vollzieher. | Atelier für Portraitsmalerei. «,«- farb beute frif» eingetroffen Portraits in Del und Kreide in künstl. Ausführung nach Karlsruher Schule. Auch 87V96* J. H. Sehullxef. Unterricht. Otte Frit®, Kunstmaler. 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Außerdem wurden ca. 800 Stück ungehcft-t einem Theile der Aufla e meine« Blattes beig-fügt. M. van der Walde sagt also abermals die Unwahrheit, wenn er die Zahl ber gebrückten Festschritt n aut 2000 Stück an^iebt. Bemerken muß ich noch, baß da« in Aussicht stehende gi öftere Absatzgebiet mir dadurch entzogen wurde, daß von dem Eomitü de« Turnteste« kurz vor der Drucklegung meiner Festschrift beschlofien wurde, keine Festz itung auf dem Festplotz zuzulassen, damit der von dem Festausschuß herauSgegebenen F ftzeitung keine Concurren, erwachse. Die Inserenten waren jedoch babud) entschädigt, daß die Pietse für Annoncen durchweg unter dem Normalsatz berechnet wurden und gerade ber Annoncensammler van ber Walbe war e«, welcher viele Inserate zur Hälfte de« veranschlagten Preise« auf.-.ahm. Im Uedrigen würbe meine Festzeitung auf den Straßen, in allen äff ntiichen Lokalen und durch die Eilaubniß de« Vorsitzenden des DergnügungSauSschusse« vom zweiten Turnsist'age an auf dem Frstp'atze ausgegeben unb den Inserenten aiso auch baburch hinreichend Rechnung getragen. Du'ch oorftebenbe Ausführungen habe ich bewiesen, baß pp. van ber Walbe dreimal wissentlich die Unwahrheit gefagt unb ha« all S nur, um mich in ber grhä'signen Weise zu oerläumben und mein Geschäft zn fchstdtOea. Iebc-t verwerfl'che unb unmoralische Mittel ist bleiern von mir entlassenen unb daher rachsüchtige« Menschen recht. De Handlungsweise diese« Menschen, welcher mein vertrauen In ber schnödesten Weise mißbraucht hat, zu beurtheilen, überlaste ich getrost tm geschätzten L fern. Gießen, 25. November 1895. Emil Bommcrt, 9904 Belege' der „Gießener Zeitung" (Tageblatt). Coursbericht nee J.Knrz dcOo., Giessen, tohllhofürahk GS Frankfurter Börse vom 23. November 1896. 4>/»a/o Oefterr Ltlbcrrenta 103 85 98 9! 103 95 OHO 106.60 4»/o Üng. Gold-Rente 3°/o Portugfcsm 6*/- Mexicaner /b°/q 0^- Hvp. Sred. V. 101.' 0 4i/P DL^sch«Grbfch^.mrkch.l9O4 106 10 31/1 ö/j bto. 101.60 3'/al>/oHambrgr.Hpp.Bk.unkch.l9OV 101 70 3«/,°/vPreuß Hpp.A Bf.unkch.19OO 10 60 41/0 Pomm Hvp.A Bk.unk d 1804 106 50 c. !' , 101.20 Rordd. Lloyd . HöchsterFardw. Bochumer Guß 106.30 102.50 3 Türk. fr«. 400 34.5» 11.75 4 1890 . . . . do. Man «An( 31.80 —.— 3 25.8< 4 4 Estfab.-B stfr. Xaschau Dderb. 103.25 103.20 4 4 do. Hyp. Ered. do. 1905 unk 101.80 101.80 436.— 155.70 437.— 155.80 ffiiniiel.Oefr tn ftöJf m »f. b Jtal. Ale- 6t stnte-efci. v. 1891 . . . ——. - 102.05 S 27 . . . 105.20 105.20 Dortm. Union . 5ö.3o 54.81 Anabacherft. 7 46.80 __ 1000—4000 85.90 84 6l 8' . Franks, v. 1893 102.- 101.95 4 Lombardische . 101.40 101.70 l1 , S 28 ... 101 — 101.- Gelfenk. Brgw. 173.40 172.80 Augsbura , 7 26.40 26 50 8 do....... 51.70 50.95 8‘ . Darmst. 88 94 101.35 —.— 1 Lombard, sche . 70.75 70.40 k1 , Ldw.Cred Bk. 103.05 103.05 Harpen. Brgw. 169.— 169 40 Bnchw.Thlr 20 106.20 10« 20 4 Dest.öold Rie 102.31 37, Wiegen . . . . 101.50 101.65 5 Deft. Staatsb 117.40 117.20 4 Hamburg. Hyp. 100 50 Ber. fkdnrgs- u. 147.80 149.50 F'nnländ. , 10 57.50 47. O.stSitt'..Rte 84.10 84.11 3‘ Mamz..... 102.40 101 15 4 do....... 104.— 104.- 4 do. unk. b. 1900 103 50 103.50 Laura . . . Frerburg fe.15 28.5(1 |H 10 8 Cefterr 'jocalb. 4 Dfienb. d.1892 108.50 103 50 i bo.l.-VIIL6m. 91.95 92 35 do....... 100.10 tiffib.-Jirtifi. «etlänber , 10 13 75 13 10 oerftaatl. 81.10 81.5 3 ißieob. „ 1887 102.50 102.51 < do. fX. tim. . 90.20 4 fKctn £mp alt# 10".25 100.3« 5)efi.Ludwrg«b. 118.— 117.30 Meininger fi. 7 24.25 14 1» Port. 6t. Anl. 40.— 40 35 4 DormS . . . 105.50 105.51 < do. v. 1885 . . 8*80 88.55 4 do. new# 104.10 lO4.3i Ufac. Agram . — — 220 — Bappenb. , 7 26.10 f« 40 8 *>5 V' 25 95 R‘ WnmtS —.— —. 3 do. 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