Freitag den 26. Zuli 189* Erstes Blatt Rr. ü73 Viertkljähriger Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießer» Gratisbeilage: Gießener Kamilienblätter.^ ».Lager: i der d-° 0 5 für das Deutsche Reich Winterweizen 2,5, der 2,5, Sommerspelz 1,5, 2,6, Sommergerste 2,6, 2,5, Wiesen 2,3, wobei stblätter tlero. eres Lagers zu H räumt. G ne Blollse nach i Depeschen des Bure«« »Herold^. Berlin, 24. Juli. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Bekanntmachung, laut welcher Demjenigen, der einen Anfertiger oder wissentlichen Verbreiter der fortwährend ctrculirenden falschen Reichskassenschetne zu 50 Mk. zuerst ermittelt, eine Belohnung bis zu 3000 Mk. zugefichert wird. Berlin, 24. Juli. Beim ersten Bataillon des Kaiser-Franz- Garde-Grenadter-Regiments ist der Typhus ausgebrochen. Nach sechstägiger Krankheit ist am vorigen Samstag der Grenadier Blankenburg von der ersten Compagnie gestorben, fünf Mann sind erkrankt. Auch bei den anderen Compagnien sind mehrere Leute am Typhus erkrankt- dieselben befinden sich im Garnisonlazareth in Tempelhof. Ein zweiter Mann soll gestern Nacht gestorben sein. Die genaue Zahl der Erkrankungen und deren Ursache konnte noch nicht ermittelt werden. In der Kaserne, in welcher der Typhus ausbrach, befindet sich das ganze Regiment. Berlin, 24. Juli. Zu der Meldung von den thphus- werde sich wie folgt gestalten: DoS Gardecorps rückt nach der Herbstparade in fünf Tagesmärschen vom 3. bis 8. September heran, rückt' also am 9. September von Südwesten her in die Uckermark ein; dem Gardecorps gesellt sich, von Südosten kommend , das 3. Armeecorps zu, welches am 7. September gegen Königsberg (Neumark) den Anmarsch antritt. Das 2. ArmeecorpS, das am 7. September zur Kaiserparade bei Stettin versammelt ist, marschirt dem Feinde aus dem Nordosten in der Richtung nach Südwesten entgegen, während das 9. Armeecorps von Nordwesten her die Verbindung mit dem 2. Armeecorps herzustellen sucht. Berlin, 24. Juli. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de« folgenden Lag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Bringerlohn. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schutftrahe Ar.7« Fernsprecher 51. artigen Erkrankungen beim Kaiser-Franz Regiment wird noch berichtet, daß bisher im Ganzen 16 Mann erkrankt find. Zwei davon find gestorben. Der Zustand der Erkrankten wird als ein kritischer nicht erachtet. Anscheinend sind die Erkrankungen hervorgerufen durch den Genuß verdorbenen TrtnkwasferS. Berlin, 24. Juli. Aus Sofia läßt sich da« „Kleine Journal" telegraphiren: Vorgestern Nachmittag um 4 Uhr wurde von Soldaten in einem Weizenfelde bet dem Dorfe Bojana, etwa eine Stunde von Sofia entfernt, ein angeblicher Student Namens Wtddin Jwanoff verhaftet. Hinten am Halse hatte er eine stark blutende Wunde, welche von dem Revolverschuß herrührt, den der Diener StambulowS auf ihn abgegeben hat. Er wurde halb verhungert und durch Blutverlust geschwächt aufgefunden. Der Mörder steht im Alter von 19 bis 20 Jahren. Die Beweise für seine Schuld find überzeugend. Weiter wird dem Blatt berichtet, daß gestern Nachmittag nach osficiellen Mittheilungen auch der dritte Mörder, Namens Halu, verhaftet worden ist. Berlin, 24. Juli. £)em „B. T." wird aus London gemeldet, daß sich Kaiser Wilhelm auf einige Tage von Cowes nach Lowther Castle (Westmoreland) zur Jagd begibr, wo er Gast deS Lord Lonsdale sein wird. Die Royal Dragoons werden zum Empfang des Kaisers die Ehrenwache stellen. Frankfurt a. M.. 24. Juli. Die „Franks. Ztg." meldet aus London: Der Petersburger Correspondent der „Times hat mit dem Präsidenten der Sobranje und anderen Mitgliedern der bulgarischen Kranzdepuration vor deren Abreise aus Petersburg eine Unterredung gehabt, in der sich der Präsident, sowie dessen Collegen über die Ermordung Stambulows gar nicht merklich berührt zeigten, dagegen, die Enthaltung der Regierung und der Armee an der Theil- nähme der Leichenfeier völlig billigten. Ueber den Empfang der Deputation durch den Czaren äußerte sich der Minister- Präsident hoch erfreut. Bonn, 24. Juli. In der letzten Nacht ist in dem hiesigen Reichshallentheater Feuer ausgebrochen und zwar in der Garderobe. Dasselbe verbreitete sich mit rasender Schnelligkeit, sodaß das Gebäude theilweise vollständig auS- brannte. Eine Frau, welche aus dem zweiten Stockwerk sprang, trug mehrere Verletzungen davon. München, 24. Juli. Vor einiger Zeit brachte der hiesige „General-Anzeiger" die Mittheilung, daß den Gendarmen unter Androhung von Arreststrafen verboten worden sei, mit Vertretern der Presse oder Land- und Reichstags-Abgeordneten in Verkehr zu treten. Vor ungefähr 14 Tagen erschien -ein osficiöses Dementi, in welchem diese Nachricht entschieden in Abrede gestellt wurde. Heute veröffentlicht das genannte Blatt nun einen Compagniebefehl vom Jahre 1874, wonach den Gendarmerie-Mannschaften verboten wird, sich Preßvertretern gegenüber über dienstliche Angelegenheiten zu äußern, ferner einen Corpsbefehl von 1893, welcher dieses Verbot auch auf den Verkehr mit Abgeordneten ausdehnt. Um diese Zeit verkehrten nämlich einige Gendarmen in einem hiesigen Restaurant mit einem socialdemokratischen Abgeordneten, weshalb dieselben ihres Dienstes entlassen wurden. Wien, 24. Juli. In hiesigen diplomatischen Kreisen glaubt man nicht, daß Fürst Ferdinand abdanken wird. London, 24. Juli. Nachdem General Wolseley definitiv als Nachfolger des Herzogs von Cambridge bezeichnet worden ist, betrachten die Blätter das Project der Erbauung einesTunnels zwischen England undFrankretch unter dem Canal als nun für lange Zeit begraben, da Wolseley aus strategischen Gründen ein heftiger Gegner dieses Tunnelbaues ist. Sofia, 24. Juli. Mit der Ordnung der Hinterlassenschaft Stambulows wurde ein Stambulow befreundeter Advocat betraut. Nach einer vorläufigen Ueberficht wird die Ordnung der Papiere sehr schwierig sein. Die Activa bestehen nur in Grundstücken, welche unter Sequester stehen. Dagegen ist eine Schuldenlast vorhanden, welche von den Advokaten auf über 300000 Frcs. geschätzt wird. Sofia, 24. Juli. Ein deutscher Offizier a. D., Richard von Mack, welcher feit längerer Zeit in Sofia Correspondent mehrerer großer auswärtiger Journale ist, veröffentlicht eine Broschüre über die Lage in Macedonien. Er schildert dieselbe ausführlich und sagt u. A., die Macedonier hatten viel unter der Herrschaft der Türkei zu leiden. Der Verfasser zweifelt nicht daran, daß es um Macedonien zwischen Bulgarien und der Türkei zum Kampfe kommen werde- er glaubt, oatz das Fürstenthum in diesem Kampfe nicht unterliegt, wenn die englische Flotte die Heranziehung türkischer Streitkräfte aus Asien verhindert und Serbien sich neutral verhalt. Im un- Auöruf ausgeftoßen worden wäre, so würde das gegen das Gymnasium nichts beweisen, ebenso wenig wie der Umstand, daß vor wenigen Jahren ein Schüler des protestantischen Gymnasiums wegen Majestätsbeleidigung, verübt während der Kaisersgeburtstagsfeier in jenem Gymnasium, vor Gericht bestraft wurde, etwa auf einen an dieser Anstalt herrschenden deutsch-feindlichen Sinn schließen laffen könnte. 2) Niemals ist eine Kaiserbüste von Schülern des bischöflichen Gymnasiums zerstört worden. Wohl aber ist eine kleine Kaiserbüste aus Gyps beim Transport eines Klaviers, das zum Zwecke der Kaisersgeburtstagsfeier in einen anderen Saal getragen wurde, von ihrem Postamente heruntergestürzt. Wenn hier eine Schuld vorltegen sollte, so träfe sie den Diener. Es wird ohne Zweifel eine Ungeschicklichkeit desselben sein, wie sie im Leben häufig vorkommt. 3) Von Majestätsbeleidigungen, am bischöflichen Gymnasium oder von Schülern desselben begangen, konnten wir nur dies erfahren: Ein Schüler der Tertia wird einer solchen in- criminirt - der Angeschuldigte betheuert aber beständig seine Unschuld- nur ein einziger Schüler zeugt gegen ihn, wo die Wahrheit und Lüge steckt, ist noch nicht constatirt. 4) Unwahr und verläumderisch ist das, was über die „französisch-chauvinistischen Einflüffe" der JnternatSleitung gefabelt und benuncirt wird. den Saaten st ands - Bericht Mitte Juli. Danach steht der Sommerweizen 2,7, Winterspelz Winterroggen 3, Sommerroggen 1 fördieleereFla* zuruckvergütet. hen enthalten ächte 607$ ieeeme Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. eiti'TigUuiEs”g- e,t*vonanilet°t 'M festens empfohlen Mach. Neueste Nachrichten. r Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 24. Juli. Die „Post" erfährt, der Anmarsch vier Armeecorps zu den großen Kaisermanövern Hafer 2,8, Kartoffeln 2,4, Klee 1 = sehr gut, 2 = gut, 3 = mittel bedeutet. Berlin, 24. Juli. Die „Nordd. Allgem. Ztg." be- I Deutscher Reich. Straßburg, 24. Juli. Ueber das bischöfliche Gymnasium in Straßburg sind durch eine Anzahl Blätter Angriffe der schwersten Art in die Welt gesetzt korben. ES heißt da, an der betreffenden Anstalt scheine (in bedenklicher Geist zu herrschen, denn die Schüler hätten -bct verschiedenen Gelegenheiten Vive la France ^ufe auS- .zcftoßen, eine Kaiserbüste umgestoßen und sich in Majestäts- Beleidigungen ergangen. Gerüchte dieser Art, wie sie jetzt durch die Presse weiter verbreitet werden, waren allerdings in Straßburg schon seit längerer Zeit im Umlauf und hatten nur Folge, daß die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung -tlnleitete, die zur Zeit noch im Gange ist. Vorläufig sieht idj der „Elsässer" veranlaßt, um weitere Verdrehungen und -Entstellungen zu verhüten, Folgendes zu erklären: 1) An iea bischöflichen Gymnasien sind niemals Vive la France - Rufe auSgestoßen worden. Und wenn auch ein derartiger *••*•*.* Der siebener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener Al«mtkie«vtä1ter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. ldeersaft, wasser v , 4831 zeichnet die Blättermeldungen über Bautenforderungen des Marine-Etats nur als Excerpt aus dem laufenden Etat, da der Schluß naheliege, daß bett bewilligten ersten Raten weitere folgen werben. Ueber ble Gestaltung des künftigen Etats sei noch nichts festgestellt. Wöllstein, 24. Juli. Amtliches Wahlresultat. Bei der am 20. Juli erfolgten Reichstags - Stichwahl im Wahlkreise Bomst-Meseritz-Posen 3 erhielten: Ritterguts- befitzer v. Dziembowski, Meseritz (Reichspartei) 9481, Probst Szymanski, Groß-Dammer (Pole) 8817 Stimmen. Ersterer ist somit gewählt. Rom, 24. Juli. Der „Italia militare" zufolge beschlagnahmten die Engländer in den letzten Tagen infolge des Einfuhrverbotes von Waffen nach Abessynien 20,000 Gewehre, welche durch die englischen Besitzungen nach Abessynien eingesührt werden sollten. Deutschlands Führer im großen Jahre 1870/71. In den schönen Erinnerungstagen an die vor fünfund- zMnztg Jahren vollbrachten nationalen Großthaten gilt es tor allen Dingen auch der erlauchten und hochherzigen, oeoialen und gewissenhaften Führer zu gedenken, welche Deutschlands Volk und Heer in der großen Werdezeit lenkten. Wir dürfen dabei getrost ausrufen, daß niemals ein Volk in kritischer Zeit bessere und größere Führer gehabt hat als Deutschland im Jahre 1870/71. Allen voran leuchtete der damalige schon allverehrte König Wilhelm I. von Preußen, dessen ehrwürdige, greise Heldengestalt, dessen glänzende Manneswürde, dessen strenge Gerechtigkeit und über alles Lob erhabene Pflichttreue das größte Vertrauen sowohl bei seinen fürstlichen Bundesgenossen als auch im ganzen deutschen Volke einflößte. Mit vollem Rechte hat Kaiser Wilhelm II. seinen ewig unvergeßlichen kaiserlichen Großvater „Wilhelm den Großen" genannt, denn in seiner Charactergröße und in seiner Weisheit und Würde ist Wilhelm I. schwerlich von einem anderen berühmten Herrscher je erreicht worden. Und welche Männer standen dem Kaiser Wilhelm I. zur geile! In erster Reihe sein ritterlicher Sohn, der damalige 5r»nprinz Friedrich Wilhelm, der im patriotischen Sturme die Herzen der Süddeutschen für den neuen Bund gewann imlh Preußen, Bayern, Württemberger, Hessen, Badenser und Thüringer, ein in der früheren deutschen Kriegsgeschichte oot) nie dagewesener Fall, zum Siege gegen den fränkischen Widersacher führte. Neben dem Kronprinzen glänzte auch Prinz Friedrich Karl von Preußen, dessen Löwenmuth, unbeugsame Thatkraft und hervorragende militärische Erscheinung allen Deutschen Vertrauen und allen Feinden Schrecken ein- \inb welchen Staatsmann hatte sich Kaiser Wilhelm I. aal gewählt! Den damals schon weltberühmten eisernen Bundeskanzler Grafen Bismarck, der gegen eine Welt voll Femde in den Jahren 1862 bis 1870 Preußen und den omen Norddeutschen Bund diplomatisch, politisch, militärisch unb selbst auch finanziell so stark gemacht hatte, daß mit besten Aussichten auf Erfolg an das große Werk der Nieder- tversung des Erbfeindes und der Wiederaufrichtung des ganzen Reiches gegangen werden konnte. Mit großartiger, durch unermüdliche Arbeit gestählter Genialität stand auch der General von Moltke, der Chef des Großen Generalstabes, auf dem Plane und in dem General ton Roon hatte das Heer den gewissenhaftesten und zuverlässigsten Kriegsminister, Organisator und Administrator, den <8 je gegeben hat. Gleich würdig an Geist und Tugend flössen sich diesen großen militärischen Leitern alle deutschen Heerführer an, wie der Kronprinz (jetzige König Albert) von Sachsen, die Generäle v. Manteuffel, v. Göben, v. Werder, t, Bose, v. Kirchbach, v. Voigts-Rheetz, v. Kamecke, t. Blumenthal, von der Tann und viele Andere. Groß und herrlich ist auch das Verdienst der deutschen AundeSfürsten am Einigungswerke. Eifrig waren die Könige ton Sachsen und Württemberg, sowie die Großherzöge von Baben, Hessen, Weimar usw., ihre Kräfte und ihren Einfluß irr Wiedergeburt Deutschlands zu widmen, und unvergeßlich bleibt auch auS jener kritischen Zeit, daß König Ludwig der Zweite von Bayern unverzüglich die Mobilmachung des bayerischen Heeres für die deutsche Sache befahl und im verlaufe des ruhmreichen Krieges die Wiederaufrichtung der bkutschen Kaiserwürde anregte. So war im großen Jahre Mi Segen Deutschlands auch Einmüthigkeit unter Deutsch- Im ds Führern und so soll eS immer sein! *etten, 4233 »NNM i>t AM w LMckmMiU.SM Mgsten Preisen, m । Itück aus Lager. 'er.MrotjW Meszener Anzeiger General-Anzeiger. ItflCIV. »wert. dH)»«* 5 rieferuugnu Bitte R-ihe »Ott W । ittlttejN" Wl- tzrlebiW euz au8 den ie Ähren t« 1870'71 günstigen Falle werde sich Bulgarien darauf verlassen, daß eine andere Macht von außen her dem Streit ein Ende macht ober Rußland es rettet, womit sofort seine Macht roteber* hergestellt ist. Der Verfasser meint nämlich, baß Fürst Ferdinand sich für die Macedonier erklären müsse oder mau tbn zwingen werde, abzudanken. Macedouien setze alle Hoss- nungen auf Rußland und eß werde von diesem sicher nicht im Stich gelassen werden. II. Breslau, 25. Juli. Der gestern Abend 9 Uhr 53 Mm. von Lteguitz in Raubten angekommene Eisenbahnzug tft, wahrscheinlich infolge Versagen- der Bremse, auf ein falsche- Geleise gerathen und in den Wartesaal hineingelausen. Die Wagen thürwten sich aufeinander. Zwei Zugbeamte sind, tobt, eine Anzahl Passagiere verletzt. Der Krieg von 1870|71, geschildert durch Ausschnitte aus Zeitungs-Nummern jener Zeit (Nachdruck verboten.) 26. 3nlt. Die beste Nachricht vom Krieg-ichauplatze ist die, daß keine Nachricht da ist. Da- ist ein Beweis, daß Napoleon kostbare Tage des BorspruvgS verloren hat, daß er den Tigersprung auf halb Wehrlose nicht machen konnte, weil er trotz seineß voreiligen Gebrülls nicht fertig war. Die Preußen und Bayern haben mit SturmeSeile und seltener Energie Massen von Truppen an die bedrohten Punkte ge* warfen und mir der Ueberrumpelung istS nichts mehr. Das Gerücht, daß der Kaiser Napoleon in einem unzurechnungsfähigen Zustande nach St. Cloud zurückgekehrt sei, ist heute so verbreitet, daß wir eS wenigstens nicht ganz Übergehen können. Daß ein Grad geistiger Verrücktheit zu e nrm derartigen Verfahren, wie eS der Kaiser in jüngster Zeit eingehalten hat, nothwendig sei, ist allerdings von Hause auS anzunehmen, immerhin dürfte es auch nicht Wunder nehmen, wenn die unerwarteten Schläge, die der Kaiser schon vor dem Beginn der Feindseligkeiten von allen Seiten erhält, auf fein geschwächtes Gehirn einwirkten. Kietzen, den 25. Juli 1895. ♦ * Bestätigung. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädigst geruht, am 16. Juli der am 4. l. Mts. durch die Stadtverordneten - Versammlung zu Gießen erfolgten Wahl des Regierungsassessors H a n S Wolff zum besoldeten Beigeordneten der Provinzialhauptstadt Gießen die Bestätigung zu ertheilen. * • Empfang. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen am 24. Jultu.A. den Hauptmann Werner vom 6. Pommerschen Infanterie,Regiment Nr. 49, den Hauptmann Kreut er ä la suite des Infanterie - Regiment« Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.') Nr. 116, Compagnie- führer an der Unteroffizier - Schule in Biebrich, den Amtsrichter Frey von Lauterbach. * * Da« neue Eiukommensteuergeseh vom 25. Juni d. I. tritt für das nächste Steuerjahr in Wirkung und es erfolgt die für dasselbe bevorstehende Veranlagung der Einkommen- steuer bereits nach den Bestimmungen des neuen Gesetzes. An den eigentlichen Grundlagen der Steuerpflicht und der Veranlagung de.r Steuer ist bekanntlich nichts geändert. Nach wie vor beginnt die Steuerpflicht mit einem Einkommen von 500 Mk., die erste Abtheilung der Steuerpflichtigen mit einem solchen von 2600 Mk. In der zweiten Abtheilung sind die Steuersätze etwa- geringer wie bisher, in der ersten steigen sie in erhöhter Progression bis zu 4 pCt. des Einkommens. Neu ist für die erste Abtheilung: die Verpflichtung zur Abgabe der Steuererklärung. Diese ist nach Art. 20 des Gesetzes von jedem Steuerpflichtigen mit einem Jahreseinkommen von 2600 Mark oder mehr' schriftlich abzugeben und zwar nach einem allgemein vor- geschriebenen, auf jeder Bürgermeisterei und jedem «Steuer« eommissariat erhältlichen Formular, je nach Wahl des Pflichtigen oss-n oder verschlossen, binnen einer jährlich bekannt gemacht werdenden Frist, bei der betreffenden Bürgermeisterei oder auch bei dem Steuercommiffariar abzuliefern. Auf der ersten Seite der Steuererklärung werden die verschiedenen Arten des Einkommens unter hierzu vorgezeichneten einzelnen Nummern eingetragen, auf der zweiten Seite die gesetzlichen Abzüge nebst dem Abschluß des zu versteuernden GesammtbetragS mit Datum und Unterschrift des Steuer pflichtigen; die dritte Seite enthält die wichtigsten bezüglichen Gesetzesbestimmungen, die vierte eine Anweisung zum Vollzug der Erklärung. Die Einrichtung de« Formulars bietet den Vortheil, daß der Steuerpflichtige unter den einzelnen Nummern auf der ersten Seite diejenigen Einkommenbezüge, zu denen er Erklärungen abzugeben hat, ebenso auf der zweiten Seite die einzelnen Arten der möglichen Abzüge, verzeichnet findet, so daß in der Regel eine weitere Vergleichung der Gesetzes- stellen nicht erforderlich ist. Die letzteren sind indeffen für ZweifelSfälle in wörtlichem AuSzuge abgedruckt, wie oben erwähnt unter Beifügung einer Anleitung zur Benutzung des Formulars. Im Uebrigen werden die Steuercommissariate jede für die Anwendung de» neuen Gesetze» und insbesondere für den Vollzug der Erklärung von einem Steuerpflichtigen gewünscht werdende Auskunft bereitwilligst ertheilen. ** Z>r Beachtung. Nach § 24 der Schlachthausordnung ist da» Betreten der Schlachthausanlage ohne Erlaubniß des Aufsehers nur Personen gestattet, welche mit der Ausübung de» Schlachten» beschäftigt ober der Aufsicht betraut sind. Da diese» Verbot in letzter Zeit öfter« unbe- a^et geblieben ist, ist die Schutzmannschaft und da» AufsichtS- personal angewiesen worden, strenger vorzugehen und gegen die Nichtbeachter de» Verbot» Anzeigen zu erheben. •• Seltenheit. Herr Oeconom Kitz hat beim Schneiden de» Roggen» verschiedentlich 2, 3, 4, 5 und 6 Aehr en an einem Halm gefunden. Fürwahr eine gesegnete Ernte' •» Prnnkmagen. Im Festzuge des landwirthschaft- lichen Festes zu Biedenkopf, in welchem 42 Prunk wagen eingestellt waren, befand sich auch ein solcher des Kreises Rodheim a. d. Bieber. Derselbe war auf Veranlassung des Herrn Commerzienrath Gail hier und des Herrn Bürgermeisters Schlierbach zu Rodheim von Gießener DecorationSfirwen gestellt und arrangirt. DaS prächtige Arrangement versinnbildlichte die Tabak-Industrie und die Landwirtbschaft. »♦ Den berühmten Meiker auf dem Gebiete der Moment- Photographie, Cttomor Anschütz, wird das Gießener Publikum im großen Saale deS Stein'schen Gartens am Freitag Abend 8^ Uhr zum ersten Male in seinen vortrefflichen, zum Theil epochemachenden Arbeiten kennen lernen. Der erste Vortrag, betitelt „Bilder aus dem geben", bringt neben Scenen aus der neuesten Zeitgeschichte, prächtige Manöver- und Thier- bilder (unter letzteren die vielbewunderten Storchbilder), vor allen Dingen in den beweglichen Bildern (lebende Photo- graphieen) eine vorzügliche Erkenntniß der physiologischen Vorgänge an dem in Bewegung befindlichen Menschen- bezw. Thierkörper. Auf die ersten dieser Arbeiten von Anschütz hat schon im Jahre 1887 im preußischen Abgeordnetenhause der CultuSminifter nachdrücklich hingewiesen, und auch eine staatliche Subvention für Anschütz erwirkt. Um den Reiz zu verstehen, welchen die Projectionsvorträge auf Jeden aus- übten, der ihnen bisher beiwohnte, vergegenwärtige man sich, daß bei den in diesen Vorträgen gezeigten Momentaufnahmen die Beleuchtungsdauer der photographischen Platte bis auf Vsooo Secunde herunterging. So gelang eS Anschütz, Bewegungen festzuhalten, die ob ihres schnellen Vollzuges von dem menschlichen Auge niemals wahrgenommen werden können, und Gruppen aufzunehmen, die, ganz abgesehen von ihrem culturhistorischen und künstlerischen Werthe, vor allem durch die wundervolle Wiedergabe der Details geradezu verblüffen. DieS gilt auch von den erwähnten lebensgroßen, beweglichen Bildern, bei denen, vermöge der gleichfalls von Anschütz erdachten sinnreichen Art der Projection, der Beschauer jede einzelne Phase einer Bewegung und die damit verbundene physiologische Veränderung am lebenden Körper in Gemächlichkeit ftudiren kann. Ein Meisterstück photographischer Technik ist die Aufnahme eines fliegenden Geschosses. Von bedeutendem Werth für militärische Zwecke und zugleich hochinteressant für Laien find die Aufnahmen, welche vom Luftballon aus gemacht worden find. Selbst Character-Eigen schäften einzelner Thiere haben die Anschütz'schen Aufnahmen enthüllt, die mit dem Begriff, den wir von den betreffenden Thieren haben, gar nicht in Einklang zu bringen sind. Die Bilder eines „vorsichtigen" Bären und eines durch einen geringfügigen Umstand „erschrockenen" Löwen, der in feiner „zusammengefahrenen" Pose einen geradezu tragikomischen Eindruck macht, beweisen dies zur Genüge. Diese Art von Projectionsvorträgen ist zum ersten Mal im vergangenen Winter in Berlin veranstaltet worden, woselbst der Sitzungssaal des alten Reichstagsgebäudes Herrn Anschütz kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Auch Mitglieder der kaiserlichen Familie haben die Vorträge besucht. Den begleitenden Vortrag wird Herr Dr. Emil Kindler-Charlottenburg halten. ** Heffendenkmal bei Gravelolte. Aus M e tz wird Darmstädter Blättern gemeldet, daß an dem Hessendenkmal am Bois de la Cusse gegenwärtig zwei Bildhauer und drei Maler in voller Thätigkeit sind. Noch vor Ende dieses Monats wird dasselbe wiederhergestellt sein. Auch werden an dem Weg neben der Eisenbahn, nahe Station Amanweiler, und da, wo der Fußpfad zum Denkmal selbst diesen Weg verläßt, Wegweiser angebracht. Uebrigens ist der vor dem Denkmal liegende Acker mit Getreide bestellt, nach dessen Abmähung man quer über den Stoppelacker birect zum Denkmal gelangen kann, baö man bereits, vom Bahnhof aus Eommenb, links vorwärts liegen sieht. Die Verhanblungen zur Anlegung eines breiten, bequemen Weges, statt deS von der Eisenbahn auS am Militärfriedhof vorbei nach dem Denkmal hinaufführenden PfadeS, find noch im Gange und läßt sich über den voraussichtlichen Erfolg noch nichts Bestimmtes sagen. ** Die Frage der Militärdienstzeit der Volksschullehrer ist jetzt in einer den Wünschen der Lehrer entsprechenden Weise gelöst worden. AIS in der Sitzung des Reichstages vom 7. März d. I. über den von der Budgetcommisfion gestellten Antrag, „die verbündeten Regierungen zu ersuchen, es möge Bestimmung getroffen werden, daß der erfolgreiche Besuch eines Lehrerseminars die Berechtigung zum Dienste als Einjährig Freiwilliger in sich schließt", berathen wurde, erklärte bekanntlich der Vicepräsident des preußischen Staatsministeriums Dr. v. Boetticher, daß in der Wehrordnung die Entscheidung darüber, welche Anstalten die Berechtigung haben zur Ausstellung deS Freiwilligen-Zeugnisses, in die Hand des Reichskanzlers gelegt sei, daß der Reichskanzler aber eine Bestimmung auf diesem Gebiete niemals erlasse, ohne vorher da« Gutachten der zuständigen Reichsschulcommission eingeholt zu haben. Die Reichsschulverwaltung hat sich nun dafür ausgesprochen, daß die Lehrerseminare die Befugniß erhalten, giltige Zeugnisse über die wissenschaftliche Befähigung zum einjährig freiwilligen Dienst auS- zustellen, wie es ja in Bayern schon jetzt der Fall ist. Auch daS preußische Staatsministerium hat sich dieser Auffassung angeschlossen, so daß voraussichtlich vom nächsten Jahre ab den BolkSschullehrern die Berechtigung zum einjährig - freiwilligen Dienst zugestanden werden wird. Mit Rücksicht darauf, daß ein Lehrermangel, der bei sofortiger Durch- führung dieser Besttmmung zweifelsohne entstehen würde, möglichst vermieden werden soll, bedarf eß noch umfassender Vorkehrungen, so daß die in der Cabinetsordre vom 27. Januar d. I. angedeuteten Ziele schwerlich vor 1898 in vollem Umfange sich werden erreichen lassen. Heber die im Reichstag und in der Presse vielfach erörterte Frage, ob und biß zu welchem Umfange die Schulver- Haltungen der einzelnen ©unbeßftaaten materielle Bei- Hilfen gewähren sollen, um den BolkSschullehrern die ihatsächliche Ableistung beß Militärbiensteß alß Einjährig-Fre mittige zu ermöglichen, hat man noch feine Entscheidung getroffen, doch ist man in maßgebenden Streifen emmüthig der Ansicht, daß auch diese Frage nur in einer einheitlichen Weise entschieden werden könne und dürfe, wenn nicht schwere Unzuträglichkeiten entstehen sollen. •' Versichert Eure Mobilien. Daß „Schmalk. Tgbl.« enthält mit Hinweis auf baß Bran bunglück in Brotterode folgende beherzigenSwerthe Mahnung: Versichert Eure Mobilien!; Eß kann nicht dringend genug empfohlen werden, gegen Fenerßgefahr Hab und Gut zu schützen. Ist erst ein Unglück geschehen, dann kommt die Reue zu spät und alle guten Vorsätze helfen nichtß mehr. Gar zu oft ist diese Nachlässigkeit — in den meisten Fällen ist eß solche — tjajt gestraft worden, daß sehen wir wieder bei dem Unglück hi Brotterode. Vielfach wird der Aufforderung zur Versicherung cntgegengehalten, daß es genug der Abgaben und diese kau« zu erschwingen seien. Dem gegenüber muß hervorgehoben werden, daß die meisten Versicherungen P/2 Mk. von Tausend alß jährliche Prämie erheben, und diese Abgabe sehr wohl im Hinblick auf die Sicherheit beß Eigenihumß zu erschwingen sein wird, selbst von minder Bemittelten. Namentlich in ländlichen Kreisen steht man der Versicherung unverantwortlich gleichgiltig gegenüber, obwohl in den Ortschaften oft die Gefahr fast großer, als bei den mehr ober weniger gut gebauten Häusern der Stadt. Der Lanbmann verfügt außerdem in der Regel über werthoolle Dorräthe an Landes- producten und über Geräthe, namentlich auch über Vieh, bteß alles sollte in einem geordneten Haushalte versichert fein. Die Frage: wo man versichern soll, bedarf kaum der Erwägung- eS bestehen eine große Anzahl Versicherungen, von denen über die eine ober andere Auskunft zu geben, wohl jeder Ortsvorstand in der Lage fein dürfte. -a- Hause», 24. Juli. Nächsten Montag den 29. Juli findet auf dem Schiffenberg die übliche Familien-Con- ferenz statt. Alle Pfarrfamilien der Umgegend, auch die verehrten xPfarrwittwen nebst Kindern in Gießen, werden hierzu wie seither freundlichst eingeladen. Bei günstiger Witterung wird die Theilnahme voraussichtlich eine recht zahlreiche werden. Bad Salzhausen, 22. Juli. Die Zahl der Kurgäste beginnt, veranlaßt durch die seitherige günstige Witterung, sich zu heben. Augenblicklich sind 50 Kurgäste im Kurhotel einlogirt, ohne die zahlreichen Badegäste, die, von außen kommend, Bäder nehmen. Die Zahl der in dem Zeiträume vom 12. Juni bis 15. Juli verabreichten Bäder beträgt 897, eine starke Zunahme gegen das Vorjahr. Darmst. Ztz. Oppenheim a. Rh., 24. Juli. Heute trat hier auf Einladung des Freiherrn v. Heyl-WormS daS Provinz- Comitv zur Wahrung der wirthschaftlichen Interessen Rheinhessens zusammen, um wegen der Verstaatlichung der Hessischen LudwigSbahn resp. der Verlegung de» Sitzes der Verwaltung zu beraten. ES wurde eine Eingabe an die hessische Staatsregierung beschlossen, worin im Interesse der Stadt Mainz die Bitte ausgesprochen wird, den Sitz der Verwaltung nach der Verstaatlichung der Hessischen LudwigSbahn in Mainz zu belassen, um einer etwaigen Schädigung der Stadt vorzubeugen. Ober-Flörsheim, 20. Juli. In diesem Jahre sind in unserer Gemarkung bereits 914 Hamster und 359,000 Mäuse gefangen und abgeliefert worden - für jeden Hamster werden 10 Pfg., und für jede Mauß 1 Pfg. vergütet. Berhängnitzvolle Aehnlichkeiteu. Ein höchst merkwürdiges Natur spiel ist die täuschende Aehnlichkeit mancher Gesichter, die unß in besonders weitgehenden Fällen, wo Verwechslungen ganz unvermeidlich scheinen, von sogenannten „Doppelgängern" sprechen iä£f. Bei Blutsverwandten kommt unß diese Aehnlichkeit nicht so überraschend vor, während sie bet ganz fremden Personen etwas verblüffendes bat. Eine solche Doppclgängerei hat oft genug schon zu Kriegen geführt, indem falsche Kronprätendenten auftraten, die durch ihre Aehnlichkeit mit ver- fiorberen ober verschollenen Regenten einen Anhang fände» und nun ihre Ansprüche auf den Thron mit Gewalt durchzusetzen suchten- Solcher historischer Doppelgänger weist die Geschichte vom Pseudo Smerdis bis zum falschen Demetrius und dem falschen Waldemar, von Tile Krolup und Pugatichew bis zu Naundorff eine große Menge auf, und gewöhnlich waren diese Aehnlichkeiten so groß, daß selbst sehr vorsichtige und besonnene Leute sich täuschen ließen. Auch zahlreiche geschichtliche oder hervorragende Personen der Neuzeit haben ihre Doppelgänger gehabt. Mit Napoleon I. hatte der berühmte Geiger Alexander Boucher eine solche Aehnlichkeit, daß er deßwegen unter der Bourbonenherrschaft in Paris nicht hatte auftreten dürfen. Dem ersten Napoleon glich ferner fein jüngster Bruder Jerome ganz außerordentlich, wie auch dessen Sohn Plon-Plon, der bekanntlich dem Schlachtenkaiser wie auS dem Gesichte geschnitten ähnlich sah. Endlich war der österreichische Abgeordnete Mühlfeld dem großen Korsen so ähnlich, wie sein College Schindler (als Dichter unter dem Pseudonym Julius v. d. Traun bekannt und 1885 gestorben) dem kleinen Neffen. Auch ein Wächter des Boulogner Wäldchens soll Napoleon III. dermaßen geglichen haben, daß dieser den entsprechend costümirtm Mann oft dem Photographen sitzen ließ, wenn eS galt, durch dessen gesundes Aussehen die üblen Gerüchte zu widerlegen, die über des Kaisers Befinden in Umlauf waren. Kaiser Wilhelm I. hatte verschiedene Doppelgänger, s« z. B. den verstorbenen Kammerdiener de» Kaisers Franz Josef, Havakamp, und den nur wenige Tage nach ihm — am 21. März 1888 — verschiedenen Wiener Musiker Leidenfrost. Bon dem unglücklichen Röntg Ludwig II. wird berietet, er habe auch einen Doppelgänger gehabt- der Betreffende sott noch leben, und versichern, des König» Rotte wiederholt auf dessen Wunsch und Befehl gespielt zu haben. Fürst BiSmarck hat seine Doppelgänger und in ganz Frank- tfiX -" 8t!l4 «and . Mit aüfwch' L ^aWn6et L ™ J «* 11 :llel I. -l-f* ' -.„u W 1»* ., lit 6D1 er blieb 8N< St» öeromdm ,. beging ntf ein rtftM 0elanLe trautet Freund be» errtraf und ihn d°n E°S er 'einen w ex inzwischen noch übt batte.____ Verkehr, 6 HttCtb 25 tCiienmarft wer w stieren 200 btö 2o ►afür erzielten Pre 1 Cual. würben oe FjO dis 800 Mk. per? Stiere lüfteten Klon bühzeittg gSnzli, 'M diS 1600 Thiere -,:tli>iih war nicht vor "4i bi« 40 W., 12 bis ■i ijLhchk ßiuier wutl 110 bi§ 120 Mk. per 2 rrtt Mk. 10 pro Stück Tie Preise waren bind s Wir bringen h Blutungen für dir KL-.r. im EMassr erhoben n Bi; M ß. $ Euarlieitragem gec Gießen, de &: Mau i Vergebung bet «,■ ."W e ®'C^, 20. Vorbezeichnete 2 ''Eichen Angebots tie (Mammtmi '2r WMi«at Ka U^m LchichM W M ww jH) cbw Grndenlm Die Angebote 61 3« ab auf bem ilit Änncht offen w Wa bezogen wer *'< Angebot, .V" Vormstta ; J?°W ;u Mer - I L[*ung ,rfl(gt J de» 1 «329 j ft$ie verchliü bewert i " - ^°°'°« de, ' S-Äe bei Ca «Nm und eilte Derkeh*, Cawb* unb Vott-wivthschaft. Gießen, 25 Juli. Viehmarktbericht. Der gestrige Lchsenmarkt war wenig befahren. Es mochten im Ganzen mit Stieren 200 bis 250 Stück Vieh am Markt gewesen sein. Die dafür erzielten Preise waren gegen den letzten Markt höher. 1. Qual, wurden verkauft mit 900 bis 950 Mk., 2. Qual, mit 750 bis 800 Mk. per Paar, 3. Qual, und Fettvieh war nicht am Markt. Junge Stiere kosteten 400 bis 450 Mk. per Paar. Der Markt war schon srühzeitig gänzlich geräumt. — Auf dem Schweinemarkt waren 1400 bis 1600 Thtere aufgetrieben. Das Geschäft ging schleppend. Fettoieh war nicht vorhanden. - 8 bis 12 Wochen alte Ferkel kosteten 30 bis 40 Mk., 12 bis 16 Wochen alte 40 bis 50 Mk. per Paar, jährige Läufer wurden verkauft mit 60 bis 100 Mk., 1 jährige 100 bis 120 Mk. per Paar. Besonders starke Läufer wurden selbst mit Mk. 70 pro Stück bezahlt und war hiernach starke Nachfrage. Tie Preise waren durchschnittlich etwas höher als beim letzten Markt. lungen den Anlaß bieten. Nur ein Beispiel, ein Fall, den die deutsche Criminal- geschichte aufweist, sei hier wiedergegeben, der zu Ende des 18. Jahrhunderts spielt, und der ein ganzer Roman ist. Damals machte der sog. „HundSsattler", der Räuber und Mörder Mohring, viel von sich reden. Einer seiner Genossen kam als Diener in eine gräfliche Familie und sah dort ein Btldntß von dem Bruder des Grafen, daS Mohring, einem schönen, kräftigen Manne, glich. Er meldete das diesem, und nachdem der Räuber erkundet hatte, daß jener Bruder deS Grafen in Italien sich auf Reisen befand, während dieser selbst sich in England aufhielt, erschien er eines Tages in eleganter Equipage auf dem Schlosie, und stellte sich als der zurückgekehrte, seit Jahren abwesende Bruder vor. Die Gräfin empfing den vermeintlichen Schwager auf's Veste, er blieb Monate lang, betrog und bestahl seine angeblichen Verwandten und deren adelige Nachbarn gehörig, und beging noch eine ganze Menge sonstiger Schandthaten. Schließlich gelang es ihm noch zu entwischen, als ein vertrauter Freund des noch immer in Italien weilenden Grafen eintraf und ihn dann entlarvte. Erst mehrere Jahre später empfing er seinen verdienten Lohn auf dem Schaffot, nachdem er inzwischen noch verschiedene Morde und Räubereien verübt hatte. ^°ntag den 29. pmilietHon, auch ü- w Gtetzen, werk- 7' 8ti günstig, "«schlich eine rtt: der KurK günstige Bte, uWe ta flurtjon ", die, van außn ir dem Znttauw i Bäder beträgt 891, Darmst. Zlz. >eute trat hier a. WormS das Proviii astlichen Jvtrt> “’s: Hützen. Ä W toen,9tt gut o, "onto ",ü’t * ;7at^ an Landet ? °uch über ^ushalte verficht '^bedarf kaum d, zahl Verfichttungtt Auskunft zu geL a dürfte. 'vuxt a. M. kannte man die erst vor wenigen Jahren verstorbene sogen. „Frau Windthorft", eine Blumenverkäufertn, die durch ihre frappante Aehnlichkett mit der „kleinen Excel« f lenz" von Meppen selbst die Centrumsmitglieder in Erstaunen setzte. Ein Wiener Pferdebahn-Conducteur, Namens Teufelbauer, war dem Gesichte nach sogar ein zweiter ,. Moltke. Aehnliche^ Curiofitäten lassen sich noch zu Hunderten i berichten. Sie wirken meist komisch, wie überhaupt der- I. gleichen wunderbare Naturspiele zu vielen heiteren, oft auch ■ tragikomischen, manchmal aber auch tragischen Berwechs. Ueberschüssig am Markt blieben ca. 400 bis 500 Schweine, meistens Ferkel. Der Markt war um 1 Uhr schon beendet. eimbtttg# 24. Juli. Fruchtmarkt. Rother Weizen X 12.90, weißer Weizen X 12.55, Korn X 9.85, Gerste •* 7.70, Hafer X 625. — Der soeben erschienene 81. Rechenschafts-Bericht der Renten- und Lebens - Versicherungsanstalt zn Darmstadt unterscheidet sich von seinen Vorgängern vortheildafl durch größeres Format und größeren Druck, was namentlich bet den Zahlenlabellen der Conti angenehm berührt. Wir entnehmen dem Bericht folgende Thatsachen, die für das große Publikum Interesse haben dürsten: 1) Die sog. steigenden Renten als solche, die statutengemäß nicht finken können, sind in sämmtlicken Jahresgesellschaften gestiegen. In den höchsten Altersklassen der Jahresgesellschasten 1844 und 1845 betragen dieselben 165 Mk 14 Pf. resp. 257 Mk. 14 Pf. und 93 Mk. 64 Pf. resp. 148 Mk. 95 Pf. für die Einzeleinlage von 100 Gulden. Der Stand der Rentencapitalien wird bedingt durch die Erbanfälle der versterbenden Mitglieder derselben Altersklasse und Jahresgesellschaft. Die verschiedene Sterblichkeit bedingt, daß bei einer ganzen Reihe von Fällen die Rente der jüngeren Alters- klasien höber ist, als die von älteren, so 1844 I, 1845 I, 1846 I, 1854 I, 1855 I, 1857 I u a. m. Die'geringeren mit den steigenden Renten den Einlegern zugute kommenden Dividenden — den Ueber- schüssen aus dem Verwaltungssonds — sind bedingt durch das Sinken des Zinsfußes und die dadurch bewirkte Mindereinnahme aus Eapitalzinsen; es dürfte fraglich sein, ob sich bei dem fortwährenden Sinken des Zinsfußes für die Zukunft überhaupt noch solche Ueber- schüsse erzielen lassen. Die Anstalt hat jetzt 18 Jahresgesellschaften und ist eine weitere seit 1. Januar 1895 eröffnet. Für jüngere Personen, die auf einen steigenden Zinsgenuß in späteren Jahren reflecttren, dürste stch die Betheiligung bei der Anstalt dringend empfehlen. — 2) Das Lebens - Versicherungsgeschäft hat sich im Jahre 1894 gehoben. Die neuen Versicherungen überschreiten die Abgänge des Jahres 1894 um 407 000 Mk. Die große Concurrenz gerade in dieser Branche des Versicherungsgeschäfts und die Scheu der Verwaltung, große Beträge auf Acquisitionskosten zu verwenden, wie dies alle andere Gesellschaften bis dahin gethan haben und fortwährend thun, mag an der früheren Stagnation des Versicherungsgeschäfts Schuld getragen haben. Da hierin inzwischm Wandel eingetreten ist, so dürfte die Hoffnung, daß dem Versicherungsgeschäft durch Neuversicherungen frisches Blut zugesührt und dasselbe mehr prosperiren werde, sich wohl bestätigen. Sehr zugenommen haben die Ankäufe von Leibrenten. Zurückzuführen ist diese Steigerung auf das Sinken des Zinsfußes, da viele Personen sich Angesichts des Sinkens des Zinsfußes auf diese Art eine'gleichbleibende Rente verschaffen und durch Aufzehren des Capitals nicht der Gefahr aussetzen wollen, bet längerem Leben keinen Rentenertrag mehr beziehen zu können. — 3) Bezüglich der Vermögens - Verwaltung wird wiederum ein Sinken des Durchschnittszinsfußes der verzinslich angelegten Capttalten constatirt. Diesmal freilich nur um 0,01 pCt. Es wird über die steigende Schwierigkeit für die statutmäßtge Ausleihung von Geldern — namentlich heroorgerufen durch die starke Concurrenz — geklagt, indessen constatirt, daß der Anstalt Angesichts ihrer coulanten Behandlung der Schuldner auch bei Neuanlethen überall Vertrauen entgegengetragen werde und es dadurch ermöglicht worden sei, den großen Effectenbestand zu verringern und dafür sichere Hypotheken zu erzielen. Der Effectenbestand hat sich um 90 365 Mk. vermindert. Ebenso die Lombarddarlehen um 397 Mk., während die Darlehen auf Hypotheken um 281581 Mk., die an Gemeinden um 1270 Mk. und Policedarlehen um 9417 Mk. und die Cautionsdarlehen um 2610 Mk. sich vermehrt haben. Der Bericht constatirt seit 1870 ein Sinken des durchschnittlichen Zinsfußes um 1,07 pCt. — damals 5,22, jetzt 4,15 pW. Da die böcsengängigen Effecten seit Jahren relativ gringen Zinsertrag geliefert haben, aber der gegenwärtige hohe Coursstand der börsengängigen Papiere einen Gewinn gegen den Ankaufspreis sichert, so kann das Bestreben der Verwaltung auf Verringerung des EffectenfestandS — der am 31 Decemler 1894 bezifferte sich auf 822 740 Mk. — nur gebilligt werden, zumal da die Nebenbetriebe der Anstalt einen der Art hohen Effectenbestand behufs eventueller sofortiger Geldbeschaffung wohl nicht nothwendig machen. — 4> Die Verwaltung beabsichtigt das Geschäft der Aufbewahrung geschlossener Depots aufzugeben, da dasselbe im Jahre 1894 nur 588 Mk. ertragen hat. ' Da damit aber eine ganz enorme Verantwortlichkeit der Anstalt verbunden ist, kann dieser Entschluß nur mit Freuden begrüßt werden, wenn es auch aus der anderen Seite den Personen, die bisher usuell der Anstalt ihre Werthsachen anvertraut haben, nicht geiade angenehm sein wird, einen paraten und billigen Aufbewahrungsort entbehren zu muffen. — Im Bericht ist weiter constatirt, daß weder ein Capitalverlust eingetreten, noch ein solcher zu befürchten sei, und die klaren und verständlichen Darlegungen des Jahresberichts lassen die Versicherung als durchaus glaubhaft erscheinen und empfehlen die gut und vorsichtig verwaltete Anstalt allen denen, die von einer der angedeuteten Geschäftsbranchen Gebrauch zu machen in der Lage sind. — Schließlich noch die Bemerkung, daß das Capttalvermögen der Anstalt, welches in erster Reihe für die Ansprüche der Gläubiger, also namentlich der auf Leben und mit Leibrenten Versicherten, haftet, Ende 1894 über 8 410 000 Mk. betragen hat. Witterungsbericht vom 24. Juli. i lieber Central-Europa hat sich das Niveau des Luftdruckes noch weiter gehoben. Ein keilförmiges Gebiet mit mehr als 765 Mm. Barometerstand ragt vom westlichen Mittelmeerbecken über Central- Frankreick, das Alpengebiet und Süddeutschland bis Oberschlesim hinein. Dasselbe läßt einen kleinen Kern über dem südlichen Bayern erkennen. Dagegen ist übet den britischen Inseln eine neue Depression erschienen, welche für ihre nähere Umgebung trübes, unruhiges und regnerisches Wetter gebracht hat. Auch über Nord-Scandinavien ist noch ein Rest des abziehenden Minimums vorhanden. Im südlichen Deutschland fanden gestern mehrfach Gewitter statt, welche vorübergehend beträchtliche Abkühlung brachten, doch war heute Morgen in Mittel-Deutschland das Wetter wieder größtentheils heiter, indeß lagen die Temperaturen noch etwas tiefer als gestern, dieselben haben sich jedoch im Laufe deS Tages wieder merklich gehoben. voranSstchttiche Witterung: Allgemein heiteres und warmes Wetter. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 25. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 16Vi°, Luft 20° im Schattm. Rübsamen'sche Bade- und Schwimmanstall. Henneberg-Seide — nur ächt, wenn birect ab meiner Fabrik bezogen — schwarz, weiß und farbig, von 60 Pf. bisMk. 18.65 per Meter— glatt, gestreift, farrirx gemustert, Damaste rc. (ca. 240 versch. Qual und 2000 versch. Farben, Dessins rc.), porto- und steuerfrei Ins Haus. Muster umgehend. 197 Seiden-Fabrik 6. Henneberg (k. k. ho«.), Zürich. wegen der Verswi j. der Verlegung Id t mürbe eine Qfiugol i, worin im Intern wird, btn Ntz k hi'ffvchrn ttmigtn Schatz^ liesim Jahre sind it ifltr und 359,000 en; für jeden Hachi 1 Psg. vergütet. || '■■I111 Bekarrrrrrnachmrg. Wir bringen hierdurch zur Kenntniß der Quartierträger, daß die Vergütungen für die vom H>. bis Juni l. Js. dahier stattgefundene Einquartirung von heute aff an den gewöhnlichen Zahltagen bei der Etadtkaffe erhoben werden können. Bis zum $£ August nicht abgeholte Beträge werden den betreffenden Quartierträgern gegen eine Vergütung von 10 Pfg. zugestellt. Gießen, den 24. Juli 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Georgi, Beigeordneter. 6345 Reuting. 6329 «§228 zur Einsicht offen und können auch — Zeichnungen ausgenommen — von ebenda bezogen werden. Die Angebote sind bis spätestens Samstag, den 3. August d. I., Vormittags IO Uhr, bei obengenannter Stelle einzureichen, woselbst zu dieser Zeit in Gegenwart etwa erschienener Jntereffenten die 'Eröffnung erfolgt. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 23. Juli 1895. Großh. Baubehörde für die Universitäts-Neubauten zu Gießen. flichkeiteu. lief ist bie tauscht^ । in befonberß mc gattj unüermeibV. ern" sprechen W AehnliäM nicht iz fremden Perser Doppeltzängerei V- inbtm falsche Km Die Angebotunterlagen liegen von Donnerstag, den 25. Juli d. I. ab auf dem Baubüreau der Jrrenklinik, Frankfurterstraße 103, Gewerbebank zu Gießen eingett. Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht. Der Vorsitzende des Anffichtsraths: Carl Loos. Die verehrlichen Mitglieder der Gewerbebank zu Giessen Ieingetrag. Genossenschaft mit unbeschr. Haftpflicht lverden zu der Montag den 29. Juli l. I., Abends 8 Uhr -im Saale des Cafe Leib abzuhaltenden mßnMnMM ®tnnalottfammlun8 «eiygeladen und um allseitiges Erscheinen gebeten. Tages-Ordnung: „Wahl eines dritten Borstands-Beamten." Gießen, 20. Juli 1895. Neubau der Jrrenklinik zu Gießen. Vergebung der Planirungs-, der Pflasterer- und Weg- befestiguugsarbeiten. Vorbezeichnete Arbeiten sollen in 1 oder 2 Loosen auf dem Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Gesammtmaffe der zu bewegenden Erde beträgt rt. 7200 cbm, -an Wegbefestigungsarbeiten sind vorgesehen ca. 560 qm Chaussirung, ca. 110 qm Schichtpflaster, ca. 65 qm Mosaikpflaster, ca. 2300 qm Gartenwege mit Keffelschlacken- und Steinschrottengestück, sowie Lieferung von 200 cbm Grubenkies. Sehnlichkeit mit M1 einen Anhang x mit Gen-alt b* )cppelgWr weist du fttotup . alf. unb je» J™ ’j (dbft leit”1'64"1' .habt, - l r iMer M ÄÄ W°j MW» b. w 3“ X «•* 1 inen Wn m n eö galt/^' herüchtt zu 2ßtener irb he ern, -n Mittwoch den 14 August, Nachmittags 3 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgerickt bie dem Kaufmann Aritz glimm in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 1 Nr- 9HVio — 64 qm Hofraithe in der Wallthorstraße, Flur 1 Nr 912s/io — 206 qm Hofraithe daselbst, Flur 1 Nr. 9135/io — 531 qm Grabgarten daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 24. Juli 1895. Großh. OrtSgertcht Gießen. ____________I. A.: Boat.________6325 Großh. Hessische Ltaatseisenbahueu. Verdingung der Bauausführung drS StationSgebLudeS fammt Güterschuppen und NebengebLude in Londorf für die Reubaulinie Grünberg—Londorf. Die obige Bauausführung soll im Ganzen oder nach den einzelnen Arbeitstiteln getrennt öffentlich verdungen werden. Die Zeichnungen, Berechnungen und Bedingungen sind im Bureauzimmer Nr. 3 der unterzeichneten Behörde in Gießen (Frankfurterstraße 64) oder im Bureau der Neubau^Abteilung Hl in Grünberg (Gasthaus zum englischen Hof) einzusehen. Die Verdingungsanschlag - Formulare und auf Wunsch auch die Bedingungen oder Theile derselben, sowie UmdruckS- zeichnungen der Entwürfe werden nur von der erstgenannten Stelle gegen Entrichtung von 10 H für jeden Actenbogen ober jedes einzelne Actendlatt, beziehungsweise gegen Bezahlung von 1 X für jedes Zetchnungsblatt in Normalformat abgegeben. Angebote find postfrei und unter entsprechender Aufschrift an dieselbe Behörde in Gießen bis zum Eröffnungstermin Montag den 12. August d. I , Vormittags 11 Uhr, einzureichen. Zuschlagsfrist drei Wochen. Großh. Baubehörde für Nebenbahnen _____________in Oberhessen.________6327 SM. SchllllWss. Freibank. [6316 Heute und morgen: Schweinefleisch nicht ladenrein, pr. Pfd. 45 Wo- Ochsenfleisch nicht ladenrein, pr. Pfd. 50 Pfg. Schnürenpudel, 8 Wochen alt, pechschwarz, garantirt raffeecht, zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 6318 Verkauf. Erbvertheilungshalber wollen die Erben des Karl Kliebe zu Allendorf a. d. Lumda ihre daselbst belegens Hofraithe, bestehend aus geräumigem Wohnhaus nebst Scheuer - und Stallgebäuden, verkaufen. — Günstige Lage als Eckhaus an zwei verkehrreichen Straßen und belebter Umgebung, machen die Hofraithe sowohl zum Betrieb der Landwirthschaft, als auch zum Betrieb eines Gewerbs- oder Wirthschafts Geschäfts geeignet. — Reflectanten wollen sich an Joh. Carl Damm daselbst wenden, welcher zur Auskunft und Vorzeigung gerne bereit ist. 6321 Zitherunterricht Wird ertheilt. 2752 Zu erfragen in der Musikalienhandlung «rnst Ehallier (Rudolphs Nachf.) Gutachten. Herr Carl Retter in München Übergab mir eine als „Haarwasser“ bezeichnete Flüssigkeit mit dem Gesuche, dieselbe zu prüfen unb gutachtlich darüber zu berichten. Dieses Haarwasser enthält der damit angestellten Analyse zufolge durchaus keine den Haaren nachtheilige Materien; ihre Bestandtheile sind vielmehr solcher Art, daß von dem Gebrauche des Mittels eher ein wohl- thätiger Einfluß auf das Wachsthum der Haare zu erwarten ist unb steht daher ihrer Anwenbung keinerlei Bebenken ent» gegen- 403 München, 7. September 1867. (L. 8.) Dr. K g. Wittstein. Zu haben L 40 Pfg. u. Mk. 1.10 bei I. H. Fuhr, Sonnenstraße 25. ■ ■ KaUl. mit vielen Anerkenn, grat. ■ F»hT» Gegründet 1880. ■ rüder Hummels la. Speisekartoffeln (Krührosa) liefert den Centner zu 4 Mk. frei ins Haus, bei größeren Abnahmen entsprechend billiger. Ohr. Hebe, Landwirth, 6343_________ZozelSgaffe S._________ Feinster Schellfisch in EiSpackung billigst. 6328 Eduard Fuckert, Neuenbäuen 15. Pa Bienenhonig, aus ber Bienenzüchterei (pramiirt 1894) H. A. Linbenstruth HL, Beuern, empfiehlt Hch. 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Wallenfel» (Telephon 46). (Cafe Leib.) Direktion: Tresper Baars Freitag, den 26. Juli 1895, unter Mitwirkung der hiesigen Regiments - Capelle : awr Zum ersten Male: m Cavalleria rusticana (Sicilianische Bauernehre). Oper in 1 Aufzuge von Pietro Mascagni. SMF Vorher: Weiblicher Eigensinn oder Gott fei Dank, der Tisch ist gedeckt. Schwank in 1 Act von G. Moser. 6322 Die Billets sind heute schon im Vorverkauf zu habe«. Steins Garten in Gießen. ©ftomar AnHüh' JJtojtrtions-yoritäjt gehalten von Dr. Emil Kindler. Freitag, den 26. Juli, Abends 8*/, Uhr: „Bilder aus dem Leben" darunter: Momentaufnahmen, welche im Auftrage bed Königl. preutz. Kriegs- und laudwirthschaftlichen Ministeriums gefertigt wurden; historische und Manöverscenen, Aufnahmen vom Ballon aus, vom fliegenden Geschoß, sowie solche, welche das geheimste Leben der Thierwelt enthüllen; ferner bewegliche Bilder (lebende Photo- graphieen) rc. — Alle Bilder werden mittels 5kalklichtes in einer Größe von 5:4m projtcirt. Numerirter Platz: 1.50 Mk. (im Vorverkauf 1.25 Mk.), 1.'Platz: 1 Mk. (Vorverkauf 75 Pf.), 2. Platz: 50 Pfg. Kinder zahlen für den numerirten Platz 75 Pfg. und für den 1. Platz 50 Pfg. — Billet»» Vorverkauf in der Musikalienhandlung des Herrn Srust Challier und in vermischte Anzeigen. Entlaufen. 6332] Ein junger, schottischer Schäferhund entlaufen. Adzugeben gegen Be» lobnuna Starkenburger EorpShau». Vor Ankauf wird gewarnt._________ Zugelaufen »Wei junge Hunde (Windspiele) braun. Gegen Jnseratgebühr und Stziuttergeld abzuholen in der Restauration 6326 „Zu den Aposteln“. "63241 Die gegen Herrn Lehrer Borgauer dahier in der Wirthschaft des Heinrich Binz III. hier am 21. d. Mts. ausgesprochene Beleidigung nehme ich hiermit zur« ck. Allendorf a.d.Lahn, 24. Juli 1895. Philipp Findt. Q. F. F. 6337 Uebung Freitag, 26 Juli, fällt auS Nächstk Krbung: 5. August.