18SK Mittwoch bett 26. Juni Nr 147 Gießener Anzeig er Keneral-Wnzeiger. Aints« nnd Anzeigeblatt für den Areis Giefzen Redaction, ®^pebitior und Druckerei: KLutstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Die Gießener Di««trten0rslter werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. Der Gkßever Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Vierteljähriger Avonnemcntspreis r 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. ; Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Annahme dDh Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Gratisbeilage: chießener Kamitienötätter. Alle Annoncen-Bureaux beS In- unb AuSlanbeS nehmen Anzeigen für ben „Gießener Anzeiger" entgegen. Deutsche» Reich. Berlin, 24. Juni. D»e Gerüchte von der angeblich beschlossenen Convertirung vorerst dervierprocentigen preußischen Staatsschuldverschreibungen sind aufS Neue aufgetaucht. In einem süddeutschen Blatte wurde sogar schon ein genauer Convertirungsplan mitgeiheilt, welche Veröffentlichungen sich, wie es hieß, auf Mitiheilungen aus ,,bester Berliner Quelle" stützten. Trotzdem aber handelt es sich auch jetzt nur um bloße Vermuthungen in der Convertirungs- frage, ein bestimmter Entschluß ist von der preußischen Regierung in dieser wichtigen Sache offenbar noch nicht gefaßt worden,- freilich wird es immer wahrscheinlicher, daß die Lonvertirunq früher oder später doch kommt. Neueste Nachrichten» Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Kiel, 24. Juni. Der Kaiser wohnt um 8 Uhr dem -für die deutschen Offiziere auf der „Royal Sovereign" gegebenen Festessen bei. Morgen geht die englische Flotte nach Kopenhagen. Bremerhaven, 24. Juni. Um 10V< Uhr Vormittags trafen die Lloyddampfer „Kaiser Wilhelm II." und „Trave" mit etwa 250 Reichs- und Landtagsabgeordneten und 60 Mitgliedern der deutschen und ausländischen Preffe en Bord hier ein, die auf Einladung des Norddeutschen Lloyd die Fahrt von Kiel nach Bremen um Cap Skagen herum gemacht hatten. Die Gäste auf „Kaiser Wilhelm II." wurden am Samstag bei dem Diner vom Präsidenten Plate herzlich begrüßt. Abgeordneter Fritzen dankte Namens des Reichstags. Abgeordneter Alexander Meyer toastete auf das Glück, welches darin liege, Lloydpaffagter zu sein. Während am Samstag das Wetter prächtig war, trübte es sich am Cap Skagen. Der Regen jedoch und der gestern Nachmittag stetig steigende Sturm vermochten nur kurze Zeit das Wohlbefinden der Lloydgäste zu stören. Die Leuchtthürme an der Wesermündung begrüßten heute früh die Theilnehmer in vollem Flaggen- schmuck. An Bord war Alles wohl auf. Einstimmig gelobt wurde die gastfreundliche Aufnahme an Bord der prächtigen vortrefflich eingerichteten Dampfer. Nach längerem Aufenthalte erfolgte um 12 Uhr 30 Min. die Abfahrt von Bremerhaven mittelst eines vom Lloyd gestellten Extrazuges nach Bremen, wo um 4 Uhr 30 Min. auf Einladung deS Senats eine Rundfahrt durch Stadt und Freihafen und Abend- Begrüßung m Rathskeller stattfindet. Bremen, 24. Juni. Die Mitglieder des Reichstages, sowie die Vertreter der Presse trafen um 1 Uhr 15 Min. Nachmittags hier ein und wurden vom hiesigen Festcomitö auf daS Wärmste empfangen und begrübt. Die Stadt ist reich beflaggt, daS Wetter ist regnerisch. Depeschen deS Bureau .Herold". Berlin, 24. Juni. DaS Staatsministertum trat heute Nachmittag um 2 Uhr unter dem Vorsitze des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe zu einer Sitzung zusammen. Berlin, 24. Juni. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Verleihung des Rothen AdlerordenS erster Klaffe mit Eichenlaub und Schwertern am Ringe an den comman- direnden Admiral Knorr. Berlin, 24. Juni. Im Preußischen Landtage wurde heute die Vorlage betr. Verstaatlichung der Weimar- Geraer, der Saale- und Werra Eisenbahn der Budget-Commission zur Vorbereitung überwiesen. Ferner wurde die Novelle zur Apothekerordnung in erster und zweiter Lesung und der Gesetzentwurf betr. die Erbschaftssteuer in zweiter Lesung genehmigt. Morgen Interpellation Sattler betr. Mellage-Proceß und Gesetzentwurf betr. Entschädigung bei Schweineseuchen. Berlin, 24. Juni. Die „Voss. Ztg." meldet aus Stock- Holm: K a i s e r W i l h e l m, der dies Jahr nicht nach Norwegen geht, sondern Schweden besucht, trifft am Mittwoch den 3. Juli oder einem der nächstfolgenden Tage in Stockholm ein. Hannover, 24. Juni. In der hier stattgefundenen Pro- vtnzialverfammlung des Bundes der Landwirt he hielr der Bundesdirector vr. Suchsland-Berlin einen längeren Vortrag über die großen und Ile.r en Mittel zur Hebung der Landwtrthschaft. Redner empfahl den Antrag Kanitz und verlangte eine durchgreifende Börsenreform. Der Staat müffe, führte Redner aus, das Programm Friedrichs des Großen verwirklichen. Der Deutschsociale Dr. Lindstroem- Goslar sprach über die Interessen deS Mittelstandes in Stadt und Land und forderte zum Zusammenwirken auf. Schließlich < theilte der Geschäftsführer mit, daß der Bund der Provinz ; Hannover 10000 Mitglieder zähle. Stiel, 24. Juni. DaS Befinden der Kaiserin ist zufriedenstellend. Kiel, 24. Juni. Das italienische Geschwader hat heute früh den hiesigen Hafen verlaffen. DaS amerikanische Geschwader wird voraussichtlich bis Anfang Juli hier bleiben. Hamburg, 24. Juni. Gestern sind infolge eines heftigen WinduoßeS zahlreiche Segelboote auf der'Unterelbe umgeftürzt. Soviel bekannt, sind dabei acht Personen ertrunken. Leipzig, 24. Juni. Die Verhandlung im Spionage- Pro ceß gegen den Kohlenhändler Hanns aus Metz findet am 8. Juli vor dem Reichsgericht statt. Partenkirchen, 24. Juni. Der norddeutsche Tourist, welcher am Freitag Morgen von der Zugspitze abgestürzt ist und sofort tobt blieb, wurde als der städtische Beamte Simon aus Berlin recognosctrt. Der gleichzeitig ab- gestürzte Führer Kose befindet sich bereits auf dem Wege i der Besserung. Budapest, 24. Juni. Die Durchführung und die Vorbereitungen für die Einführ un g der kirchenpolitischen Gesetze stoßen in vielen Landestheilen auf offenen Widerstand, besonders in den Comitaten Preßburg, Neutra und Turocz, weshalb die Regierung die Verstärkung der Gendarmerie verfügte. Triest, 24. Juni. Nach Meldungen, welche aus Konstantinopel eingetroffen find, soll sowohl in Konstantinopel, wie in der asiatischen Türkei die Cholera in bedrohlicher Weise herrschen. In Konstantinopel sollen täglich 10 bi- 15 Todesfälle vorkommen. Paris, 24. Juni. Heute findet eine Gedenkfeier für Carnot statt. Bereits gestern find aus Paris und den Provinzen zahlreiche Kränze eingetroffen, welche im Pantheon niedergelegt werden. Eine große Anzahl Häuser hatten Trauerschmuck angelegt. Zahlreiche Beileidstelegramme sind bet der Wittwe eingetroffen. Man erwartet heute vor dem Pantheon und der Madelaine-Kirche große Menschenansammlungen. Petersburg, 24. Juni. Hiesige Blätter melden, daß die russische Staatsregierung, angeregt durch die Eröffnung deS Nord Ostsee-Canals, eine Canalverbindung deS Schwarzen Meeres mit der Ostsee projectire. Sofia, 24. Juni. DaS Gebiet des macedonischeu Aufstandes umfaßt bte Vilajets Bonaster und Ueskueb. Zwischen den stark bewaffneten Aufständischen und den Türken kam es zu zahlreichen blutigen Gefechten, bei denen auf beiden Seiten viele Todte und Verwundete biteben. In den Straße« von Palanka und Preschowo wurden abgeschnittene Köpfe herumgetragen. Die Erbitterung ist jetzt auf beiden Seiten aufs Höchste gestiegen. Das macedontsche Comttö hat eine Fenilleton. „F a r l> r n d l i« b“. Von Marie Treuter. (2. Fortsetzung.) Als er eines Tages baß Schulgebäude verließ, hatte tr sie wiedergesehen. Sie kam aus einem Grünkramkeller, dog aber sofort um die nächste Straßenecke und war bald in dem Menschengewühl feinen ihr sehnsuchtsvoll folgenden Blicken entschwunden. Schnell entschloffen trat er in den betreffenden Grün- ^ramkeller und ließ sich von der dicken Besitzerin einiges Obst abmeffen. „Wiffen Sie vielleicht, wer die Dame war, welche eben Ihr Geschäft verlassen hat?" fragte er bei dieser Gelegenheit schüchtern. „Ick kenne ihr nich," war die etwas mürrische Antwort. „Bei Müllers nach der Akazienallee Nr. 38, Hof drei Treppen, soll ick ihr den Kram hinschicken." Nun, das war vor der Hand genug, und mehr, als Arminius Werter zu erfahren erwartet hatte. Also Müller hieß seine Angebetete. Warum mußte sie gerade Müller heißen, wie sein Feind? Amanda, seine Tanzftundeuflamme, hieß übrigens auch Müller. Der Name schien sein Berhängniß zu sein. Aber hieß denn nicht die halbe Welt Müller? Bon dem nächsten Tage an wohnte ArminiuS Werter in dem Hinterzimmer der Madame Koch, deffen Fenster nach dem Hofe des Hauses Akazienallee 38 hinauSführteu, und blickte „nach dem Fenster seiner Liebe, bis vaS Fenster klang, biß die Liebliche fich zeigte". Ja, fie zeigte sich zuweilen, die holde Aglaja, wie er sie, die Vornameulose zu nennen pflegte. So wie diese ungefähr, vermochte ler sich eine der drei Grazien vorzustellen. Die Küchenfenfter ihrer elterlichen Wohnung führten ckuch nach dem Hofe hinaus und befanden fich gerade gegen- a6er von Arminius Werter- Domicil. Aglaja hatte viel in der Küche zu thun zur großen Freude ihres Verehrers. Vielleicht weilte sie nur so gern daselbst, weil — nun — er erröthete bei dem Gedanken — weil fie ihn von hier auS sehen konnte. Sie begrüßten fich bei dieser Gelegenheit, daS war aber auch alles. Einem liebeglühenden Herzen aber genügt auf die Dauer eine Liebe per Distance nicht. Arminius Werter wollte und mußte seine Angebetete näher kennen lernen. Aber wie, wo, wann? Auf der Straße begegnete er ihr merkwürdiger Weise nie mehr. Amanda und Lucilie hatte er in der Tanzstunde kennen gelernt. Bon seiner Liebe zu Aglaja hatte Niemand, nicht einmal seine intimsten Freunde, eine Ahnung. Sie war ihm zu wahr, zu heilig, als daß er fie dem etwaigen Gespött seiner Commilitoneu preisgegeben hätte. Sollte er ihr durch einen Strauß ober ein Gebicht seine Liebe zu erkennen geben? Amanba unb Lucilie hatten solche Aufmersamkeiten stets hulbvoll entgegengenommen, aber Aglaja war so ganz anberß wie jene. Wie würbe fie es aufnehmen? Jnbeffen Arminius Werter war ein energischer Character. Eines Tages kaufte er einen wunderbar schönen Rosen- strauß, welchen er nebst einem schwungvollen Gedicht per Dienstmann seiner Angebetenen Übersandte. ES wäre in- discret, wollten wir den Inhalt deS Gedichtes den profanen Blicken der Welt preisgeben. Jedenfalls waren es Worte, so schön, wie fie ein zum ersten Male liebendes Jünglings- herz hervorzustammeln vermag. So viel nur will ich ver- rathen, daß viel von Aglaja und ihren braunen Augen die Rede war. Zerstreut und nervös vor Unruhe um die noch nicht abzusehenden Folgen seiner kühnen That, begab fich Arminius Werter nach einer fast schlaflos verbrachten Nacht in die Schule. Die erste Unterrichtsstunde ertheilte Profeffor Alfred Gottfried Müller. Trotzdem Arminius Werter nicht abergläubisch war, so hätte er viel darum gegeben, wenn - er diesem Manne heute nicht hätte zu begegnen brauchen. Und gerade heute sah er ihn mit einem so cynischen Lächeln an unb richtete fast permanent bte Fragen an ihn. Es war zum Tollwerben. AlS er enblich Mittags mübe unb abgespannt sein Domicil erreichte, übergab ihm Madame Koch ein für ihn etngegangeneß Schreiben. Zitternd vor Aufregung laS er folgende, augenscheinlich von einer Frauenhand geschriebene Zeilen: Sehr geehrter Herr Werter! Wir erlauben uns, Sie zu einer Familienfeier, dem Geburtstage unserer. Tochter, hiermit ergebenst einzu- laden und erwarten Sie Nachmittags 5 Uhr in unserer Wohnung, Akazienallee 38, 3. Etage. Ergebenst Müller. Müller? Nun, er wußte ja, wer Müller war. Bet dem Cigarrenhändler, wo er seinen Bedarf an Cigarretten entnahm, hatte er in einem, allerdings schon antiken, Adreß- buche nachgeschlagen. „Müller, Rentier, Akazienallee 38, eine Treppe," hatte er gelesen. Nun, baß konnte verbruckt sein, ober war er eine Etage höher gezogen. Jebenfalls würbe er bte Familie ja heute kennen lernen, die Familie, zu der er einst gehören würde. Einst? O, das konnte ja gar nicht so entsetzlich lange mehr dauern. In zwei Monaten war baß Abiturienten-Examen, bann gingS drei Jahre auf bk Universität, im vierten Semester machte er ben Doctor. Sechß Jahre höchstenß! Dann war er fünfunbzwanzig unb er konnte sein Mädchen mit den braunen Augen heim- führen. — Vergeffen war alles Hangen und Bangen der früheren Zett, selbst das cynische Lächeln deß Profeffors dünkte ihm in der rosigen Beleuchtung seiner momentanen Stimmung huldvoll und glückverheißend. (Schluß folgt.) Versammlung einberufen und hält vorläufig Rücksprache mit den Führern aller Parteien. Die bulgarische Regierung versucht die Unruhen auf jede Weise zu unterdrücken. Die Enthüllung des Ohly-Denkmals auf der Neunkircher Höhe. (Eigenbericht deS „Gießener Anzeiger.") Z. Darmstadt, 24. Juni. Auf der höchsten Höhe des hessischen Odenwaldes ist gestern eine herrliche Feier begangen worden, die wohl allen Theilnehmern unvergeßlich in Erinnerung bleiben wird. Der Odenwaldclub hat seinem unermüdlichen Leiter, dem verblichenen Oberbürgermeister Albrecht Ohly ein dauerndes Monument geweiht, das noch vielen künftigen Geschlechtern das Lob des begeisterten Naturfreundes, dem der Odenwald so viel zu danken hat, verkünden wird. Die Feier war nicht in allzu großem Maßftabe geplant, aber die Theil- nähme der vielen Tausenden, die gestern in dem lieblichen Dörfchen zusammenströmten, gab ihr einen ganz allgemeinen, voiksthümlichen Character. Schon am Tage zuvor hatte in allen Theilen des Odenwaldes eine wahre Wallfahrt nach Neunkirchen begonnen und am Festtage selbst war ein Massenaufgebot von Fuhrwerken aller Art in der ganzen Umgegend riöthig, um die Fahrlustigen alle befördern zu können. Der O'enwaldclub marschirte über Lützelbach zum Festorte und srierte den für seine Geschichte bedeutungsvollen Tag durch ein Festmahl in dem genannten Dorfe am Fuße der Neun- ki.cher Höhe. Neunkirchen selbst legte in der ersten Morgenstunde des Sonntag ein buntes Festkleid au und allenthalben riefen fröhliche Inschriften den zuströmenden Gästen ein herzliches „Willkommen" zu. Nach 12 Uhr begann die Feier am verhüllten Denkmal, um das sich Tausende ge° schaart hatten. Ein imposanter Festzug brachte die Sänger, die sich aus den Gesangvereinen sämmtlicher ringsumher liegenden Dörfer versammelt hatten. Zuerst begrüßte der Vorsitzende der Section „Oberes Modauthal" des Odenwaldclubs die Anwesenden. Dann bestieg der Vorsitzende des Gesammtvereins, Herr Juwelier Müller, die festlich geschmückte Rednertribüne und hielt die Weiherede. Er wies darin auf die unvergänglichen Verdienste Albrecht Ohlys um den Odenwaldclub und um den Odenwald selbst hin. Noch vor wenig Jahren sei der breite Touristenstrom am Odenwald und seinen prachtvollen Schönheiten achtlos vorübergegangen, und jetzt kämen alljährlich Tausende aus allen Gauen Deutschlands in das Starkenburger Bergland, um Kraft und Gesundheit zu erlangen. Das sei nicht zuletzt ein Verdienst der unermüdlichen Propaganda Albrecht Ohlys und darum gebühre ihm an einer landschaftlich so wundervollen Stätte ein bleibendes Erinnerungszeichen für sein Wirken. Das Denkmal solle den Odenwäldern eine Mahnung sein an all das Gute, was ihnen Ohly gethan, sie möchten es deshalb wohl pflegen und nie auch nur die geringste Beschädigung dulden. Sein Zustandekommen sei in erster Linie der hochherzigen Förderung begeisterter Naturfreunde zu danken. Vor allem gebühre Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog für seine huldvolle Förderung Dank, desgleichen den Behörden für ihre Unterstützung. Namentlich aber müsie man dem Schöpfer des Werkes, dem jungen Bildhauer, Herrn Ludwig Habich, Dank sagen für die glänzende Lösung seiner schwierigen Aufgabe. Allgemein sei der Wunsch, daß dieses Anfangswerk dem jungen Künstler ein Sporn sein möge zu weiterem rastlosen Schaffen, das dann sicher auch den gleichen Erfolg ernten werde. Als nun die Hülle von dem Denkmal fiel, da zeigte sich die lebensgroße Broncebüste Ohlys auf einer hohen Granitsäule, die ein muschelförmig gestaltetes Brunnenbecken krönt. Ein Löwenkopf spendet frisches Quellwaffer in das große Becken. An der Säule selbst ist eine große Erztafel angebracht, die eine von Eichenlaub umrankte Widmung enthält. Das Staunen über die frapptrende Aehnltchkeit und die künstlerische Vollendung der lediglich nach Photographieen modellirten Büste war allgemein und ein allgemeines lautes Bravo schallte dem Schöpfer des Werkes uls Dank der zahllosen Anwesenden entgegen. Nach dem Chorvortrage eines Liedes übernahm dann der Bürgermeister von Neunkirchen im Namen des Dorfes das Denkmal und versprach, es treulich Pflegen und erhalten zu wollen. Dann richtete der Vertreter der anwesenden Familienmitglieder Ohlys, Herr Amtmann Braun, herzliche Worte des Dankes an alle Anwesenden und darauf folgten zahlreiche Ansprachen von Vertretern benachbarter Touristenvereine, die meist prachtvolle Kranzspenden überbrachten. Zuerst ergriff Herr Geh. Hofrath Professor Dr. Behaghel aus Freiburg i. B. das Wort, um im Namen des Schwarzwaldvereins zu sprechen, dann folgten Huldigungen des Vogelsberger Höhenclubs, für den Herr Professor Schweisgut sprach, des Taunusclubs u. s. w. Gemeinsamer Chorgesang schloß die würdevoll verlaufene Feier. Nun strömte Alles zn dem nahegelegenen Festplatz, wo die heitere Festesfreude bald zu ihrem Rechte kam. Das Gedränge wurde hier mitunter beängstigend, doch herrschte allgemein die ausgelassenste Fröhlichkeit. Allmählich zogen die Touristenschaaren wieder von dannen, um nach mehrstündiger Wanderung die Stationen der Odenwald- oder Main-Neckarbahn zu erreichen. Wie es Abends in Neunkirchen zuging, kann Ihr Referent nicht mittheilen, da er schon in den letzten Nachmittagsstuuden an den Rückmarsch denken mußte. Das Fest aber bildet für den Odenwaldclub einen Ruhmes- und Ehrentag, er hat sich selbst ein schönes Denkmal gesetzt, indem er seinem Leiter und Freunde eine pietätvolle Huldigung darbrachte. Die vorstehenden Zeilen vermögen dem, der nicht an der Feier theilgenommen, nur ein schlechtes Bild von dem prächtigen Verlaufe zu geben, aber sie sollen doch in kurzen Zügen von einem der schönsten Feste berichten, das jemals im Odenwald gefeiert worden ist und zugleich sollen sie dazu beitragen, dem schonen Berglande des südlichen Hessen noch mehr Freunde zuzuführen. tsccdtes rmö HeovLnzLeSes. Meßen, bett 25. Juni 1895. * * Kr. Schenkung. Der Director der Großh. badischen Kunstgewerbeschule zu Karlsruhe, Professor K. Götz, hat der Landesuniversität eine Anzahl werthvoller kunstgewerblicher Publikationen, größtentheilS nach seinen eigenen Werken veranstaltet, in prächtiger Ausstattung zum Geschenk gemacht. Die Bücher sollen als „Götz-Schenkung" vereinigt bleiben und dem Institut für Kunstwissenschaft überwiesen werden. * * Anschluß der Blitzableiter au die Gas- und Wasser- leituugeu betreffeud. Wie wir von zuständiger Seite erfahren, wird von dem Städtischen GaS- und Wasserwerk demnächst eine Erklärung seines Verhaltens in vorstehender Frage veröffentlicht werden, welche geeignet sein wird, die durch die jüngst erfolgten „Eingesandt" etwa beunruhigten Gemüther wieder zu beruhigen. — Genannte Verwaltung möchte ihren Standpunkt in dieser Frage durch theilweise noch zu erwartende AuSkunftsertheilung seitens maßgebender Stellen belegen. * * 22. Mittelrheinisches Turnfest. Morgen (Mittwoch) Abend findet die erste Gesammtprobe der vereinigten Männergesangvereine statt. (Siehe Inserat.) * * 22. Mittelrheinisches Kreis - Turnfest. Der Festkarten - Verkauf hat bei den in den Plakaten bekannt gegebenen Verkaufsstellen begonnen und dürften hierzu folgende Mittheilungen von Interesse sein: Die Familien- und Einzel-Festkarten haben Giltigkeit zur Vorfeier am Sonntag den 30. Juni und zur Hauptfeier vom Samstag den 6. bis Mittwoch den 10. Juli. Die Familien karten kosten 4 Mk. und bestehen aus einer Hauptkarte und zwei Beikarten, welche auf Namen ausgestellt werden. Anspruch auf Familien-Beikarten haben: 1) nur solche Personen, die wirklich zur Familie gehören, 2) alle weibliche Personen, einschließlich des von auswärts kommenden 'Besuches weiblichen Geschlechts und der Dienstmädchen, 3) männliche Familienglieder bis zum 18. Jahre. Diese Familien-Beikarten sind nach Bedarf zur Hauptkarte für je 1 Mk. zu beziehen. Kinder von 10—14 Jahren zahlen hierfür 50 Pfg. Die Einzel-Fe stkarten kosten 2 Mk. 50 Pfg. und find von allen männlichen Personen vom 18. Lebensjahre an zu lösen. Die Respectirung dieser Bestimmungen wird die Arbeit der Verkaufsstellen erleichtern und wolle man bet Lösung der Karten genau auf richtige Eintragung deS Namens Bedacht nehmen, da die Karten ohne genaue NamenSauSstellung oder mit Namensänderungen am Eingänge des Festplatzes eingezogen werden. * • 22. Mittelrheinisches Turnfest. Es haben sich .bis heute 140 Vereine mit 1921 Turnern zur Theilnahme am Mittelrheinischen Turnfest gemeldet. Eine größere Anzahl von Vereinen deS Gaues Hessen, sowie solche aus dem Gau Frankfurt a. M. stehen noch auS. Nach dem bis jetzt vorliegenden Meldeergebniß wird Darmstadt am stärksten mit 160 Turnern hier erscheinen, indeß wird mitgetheilt, daß die Theilnahme der Turner Frankfurts eine weit größere sein wird. Musterriegen find 115 gemeldet, doch sind noch mehr als 10 Meldungen zu erwarten, so daß wir nach dieser Richtung dem Darmstädter Fest wohl mit 125 Mufterriegen über sein werden. Das erste Mal werden Damenriegen auf einem mittelrheinischen Fest bet uns auf dem Platze sein und dadurch das Interesse für die turnerischen Uebungen bedeutend beleben. Von den Musterriegen kommen auf die Gaue Rhein-Mosel 5, Offenbach - Hanau 8, Frankfurt 17, Nahe-Idar 5, Süd-Nassau 5, Rheinhessen 10, Saar-Blies 2, Main-Rhein 6, Main 4, Hessen 33, Lahn- Dill 2, Unter-Nahe 1, Main-Taunus 12, Mittel-Taunus 1, Wiesbaden 6, Unter-Mosel 2. Die Musterriegen vertheilen sich auf die einzelnen Geräthe wie folgt: Barren 54, Reck 22, Pferd 22, Fechten 5, Eisenstab 5, Sprungtisch 1, Spielreigen 4, Damenreigen 2, außerdem Fechtübungen im Kreis 1, Gauringen im Gau Hessen 1. — Gespannt ist man allgemein auf die Fechtübungen, weil diese in der letzten Zeit einen sehr großen Aufschwung genommen haben. — Wir hören auch, daß die Eisenbahu- Direction Frankfurt a. M. Extrazüge etnstellen wird, um den zum Turnfest zu erwartenden Massenverkehr bequem und schnell erledigen zu können. Wünschenswerth wäre, wenn auch aus der Richtung Kassel Sonderzüge für die Turnfestbesucher eingerichtet würden, denn auch von jener Gegend erwarten wir einen Strom von Feftbesuchern, die mit den fahrplanmäßigen Zügen wohl schwerlich prompt und bequem befördert werden können. * * Feldbergsest. Am Sonntag den 23. Juni wurde das Feldbergfest abgehalten, an welchem sich 25 Turner des Gaues Hessen betheiligten, von denen nur einer durchfiel, ein anderer zurücktrat. Es wurde zum ersten Mal der Fünfkampf borgenommen, und zwar wurden geturnt volkSthümliche Uebungen, Stabhoch-, Freihoch- und Freiweitsprung, Stein- stoßen und Stemmen von 75 Pfd. mit zwei Händen. Es waren im ganzen 604 Wettturner angetreten, wovon etwa 300 Preise errangen. Die beiden Turnvereine Gießens entsandten 10 Wettturner, welche alle als Sieger hervor- gingen. Es erhielten Preise: Chr. Weeg (Turnverein) den 19. mit 36 Punkten, Wilhelm Ziegler (Turnverein) den 22. mit 341/2, Heinrich Weller (Männerturnverein) den 23. mit 34, Emil Marx (Turnverein) und Adolf Schäfer (Männerturnverein) den 25. mit 33, Hermann Haubach (Turnverein) und Ferdinand Nennstiel (Männerturnverein) den 26. mit 311/2, Hermann Krö cker (Turnverein) den 28. mit 311/z, Rudolf Hahn (Männerturnverein) den 33. mit 291/2, Heinrich Pieper (Turnverein) den 37. Preis mit 27 Punkten. • * Schwindlerin. Gestern Nachmittag erschwindelte ein Frauenzimmer von auswärts in einem hiesigen Schuhwaaren- geschäft drei Paar ausgeschnittene Damenschuhe. Man ist der Thäterin auf der Spur. * * Unfall. In der Bahnhofstraße gerieth gestern ein vier Jahre altes Kind unter ein Fuhrwerk, glücklicherweise ohne ernstere Verletzungen davonzutragen. • * Sachbeschädigung. In vergangener Nacht wurden an mehreren Einfriedigungen in der Gartenstraße die Capitäle heruntergeworfen und theilweise beschädigt. Hoffentlich gelingt es, die Thäter zu ermitteln. * * Die Newyorker Handelskammer warnt hiermit wiederholt Buchhalter, Handlungögehülsen und ähnliche Stellensuchende vor der Auswanderung nachNord-Amerika, ohne vorheriges festes Engagement. Es giebt in diesen Branchen gegenwärtig Hunderttausend Stellenlose und auf beffere Aussicht ist in nächster Zukunst nicht zu hoffen. Bon amerikanischen Firmen werden dagegen sehr häufig Adressen von Personen als Agenten und Vertreter in allen Branchen für Deutschland, Oesterreich, Schweiz, rc. verlangt, und ist das Secretariat: Room 79, Whitehall Str. 15, New-Aork, gerne bereit, an Reflectanten die Liste dieser Firmen und nähere Details kostenlos mitzutheilen. R. Reichelsheim. 24. Juni. Die Lage der Bahnhöfe und Haltestellen, die Zu- und Abfahrwege an unserer Bahnlinie Friedberg—Salzhausen—Nidda, find von einem Rathe des OberbaucollegS eingesehen worden und können daher jetzt als definitiv feststehend angesehen werden. Die Haltestelle für unsere Nachbargemarkung Bingenheim wird etliche hundert Meter weiter östlich bis an die große Staatsstraße verlegt, welche von Bingenheim nach Gettenau führt und von der südlichen Seite deS Dorfes die Horloff überschreitet. Hier an dieser Stelle müßte doch ein ständiger Wärter verwandt werden, weil der Verkehr ein lebhafter und in Zukunft, wenn Bahn, Brücke und Staatsstraße zusammentreffen, auch zugleich ein nicht ungefährlicher ist. Der Wärter kann zugleich das Aus- und Etnsteigen der Reisenden, den Verkauf der Fahrkarten und das Oeffnen und Schließen der Schlagbäume überwachen. Bingenheim und Gettenau erhalten also einen gemeinschaftlichen Haltepunkt. Derjenige von Echzell wird weiter nach Osten verlegt. Die Einwohner von Echzell auf der Westseite können den Haltepunkt von Gettenau benutzen, denn Echzell und Gettenau berühren sich« — Für die Imker macht sich der Sommer doch besser als man vor einigen Wochen fürchtete. Die Bienen tragen, durch den reichlich blühenden Klee begünstigt, sehr gut ein. Die zu Grunde gegangenen Völker find freilich noch nicht ersetzt und eö wird auch in diesem Jahre nicht mehr geschehen. — Bei uns, in der mittleren Wetterau, ist es außerordentlich trocken geworden- während rund herum mitunter starke Regengüsse niedergingen, haben wir nichts erhalten. Die Gemüsepflanzungen in den Gärten leiden empfindlich darunter. L. Bleicheubach, 24. Juni. Die Erträge der Kirschbäume an unseren Staatsstraßen find an einigem Plätzen recht befriedigend ausgefallen, obgleich wir in diesem Jahre gar kein Kirschenjahr haben und die Bäume von den Maikäfern mitunter recht geschädigt worden sind. Bis zur Stunde finden sich noch Maikäfer an Eichen, Haselnuß, Weiden, Kirschen und Roßkastanien in Menge. Auf die Ktrschenerträge zurückkommend, bemerken wir, daß auch das Nidderthal hinauf bis Ltßberg Kirschen mit Erfolg ange- pflanzt werden können. Es giebt hier eine Partie Bäume,, welche trotz der ungünstigen Witterungsverhältnisse einen halben Gentner Früchte angesetzt haben und gut bezahlt worden find. An den Staatsstraßen finden sich Kirschbäume bis an die südliche Grenze unserer Provinz in der Nähe von Gelnhausen. — Die Weinberge in Büdingen haben kräftig ausgetrieben, wenn auch starke Frostschäden zu melden sind. Die Traubenblüthe steht nahe bevor. n. Bönstadt. 23. Juni. Heute wurde hier daß 14. BÜndeSfest des Nidderthal-SängerbundeS abgehalten, das bei schönstem Wetter einen großartigen Verlauf nahm. Um die Mittagszeit strömten die Festgäste ohne Zahl herbei, während die 23 Bundesvereine sich schon vorher eingestellt hatten. Nachdem die Begrüßungsfeierlichkeiten vorüber waren, begannen sofort die Einzelgesänge der Bundesvereine auf der vom Präsidenten des Bundes, dem. Herrn Grasen Oriola zu Büdesheim gestifteten Tribüne Hiernach fand der stattliche Festzug statt. Eröffnet wurde er von einer Anzahl Festreiter, denen die Schuljugend sich anschloß. Unter den Klängen von zwei im Zug vertheilten Mufikcapellen setzte sich derselbe in Bewegung, um nach dem Pasflren des Orts wieder nach dem Festplatz zurückzukehren« Herr Pfarrasfisteut Peters hielt die Festrede, in der er iw- warmen Worten die Aufgabe der Gesangvereine und die Macht und veredelnde Wirkung des deutschen Liedes schilderte. Begeistert wurde das Hoch auf Sc. Majestät den Kaiser und- Se. König!. Hoheit den Großherzog ausgenommen. Das nächste Hoch galt dem Bundespräsidenten, dem Herrn Grafen' Oriola, der von Kiel ein Begrüßungstelegramm gesandt hatte. Damit endete der officielle Theil und bald erklangen die Tanzweisen, die trotz der heiß herabbrennenden Junisonne die Jugend aus den schattigen Zelten hinaus auf die beiden Tanz- böden lockte. = Aus dem Kreise AlSfeld, 24. Juni. Ein H e u s e g e n ist bei der jetzt zu Ende gehenden Heuernte eingeheimst worden, dergleichen in den letzten Jahrzehnten nicht dagewesen ist. Die Heuschober, Heuviertel und Heuböden sind bis oben hin voll gefüllt des trefflichen Futters. Bei diesem ungemein reichen Quantum ist auch die Qualität des diesjährigen Heues eine ganz ausgezeichnete. Einmal noch meist voller Blüthen gemäht, ein Zeitpunkt, darinnen das Heu am werthvollsten', ist es das andermal in vollkommenster Art gedörrt in die Scheuer gebracht worden. Ein solch reicher Futtersegen setzt nun den Landwirth nach zwei Jahren der Futterarmuth wieder in die Lage, seinen Viehstand auf die gewohnte Höhe zu bringen. Die Lücken, die das Futter- NothftandSjahr 1893 dem Viehstande gebracht, dürften Heuer in der Thal wieder ausgeglichen werden können. In den 'WW-lllSMM « Bahnhöfe Bahn- ’^ou ehitm unb t6ttntn werden. Ur anheim wird I06t Staais- ittenau führt öorlvff übet. e>n ständiger ebhafter und e zusammni- ■ ist. Der ■i Reifenden, ab LEHen ab Gettenau i- Derjenige t Einwohner itepunkt von 'Nühten fith. id) befitt als tragen, buch ut ein. Die i) nicht ersetzt geschehen. - ijerorbentlid) tunter starke galten. Die >iich darunter, träge der d an einigen vir in diese« Ml mw dea d. BiS M i, hafeinutz, ze. Auf die daß auch bafr Erfolg ange-’ artie Säume, altuisse einen gut bezahlt Kirschbäme er Mhe von ngen haben •n zu melden w«* ?. ; bis oben Hf« sem nogeveu» Tw* i mtif1 * eu °» * V£ s-l-d «* .-I 6panb «”f , d°-S«" anen. )t hier daö igerbunbei i großartigen die Frstgäsik eine stch fö6tt ßungSfeierlich- ,clgessnge der Bundes, dc« ;ten TribSne. r'üstnet wurde huljugend fich tilg verthrilten um nach dem zurückzukehren. in der er w und die Mi schilderte. Sven Kaiser nrt jmmen. ®a£ Herrn Grasen gesandt H°M' erklangen w Junifoune die . beiden Tanz' $,a" Ift btt .gestern eh a8 °>'A° n $ tffltgl ??“ Mrt«. 7 ®ttUen. •l' W ülf ?’Ten- S.« 'S« »rtfj« • M« Wb Ift virrnen und Vernmifchtes. n IIIilI!i>,I>>iW»>I!I!!>!!!I!!III!U!^WMMM So brannte das Gebäude bis auf die lich lahm gelegt. Gerettet konnte fast nichts werden. Grundmauern nieder. Ä Sowohl das Gebäude, wie das in demselben befindliche Inventar find versichert. Uebrigens gewährte der starke Brand, der von der Höhe aus weithin sichtbar war, in der Dunkelheit einen schaurig-schönen Anblick. * Wien, 24. Juni. Heute früh um 9 Uhr 6 Minuten langte in dem Rad. Wettfahren Triest-Wien als Erster Fi sch er-München an. Er hat die Strecke in 24 Stunden 6 Minuten 2 Secunden zurückgelegt und somit den bisher besten Rccord um volle 4 Stunden geschlagen. Als Zweiter kam RehetS-Berlin, als Dritter Kobl-München an. Viehställm sieht man aus diesem Grunde sehr vieles Jungvieh stehen, und der Landwirth setzt eben fast nichts ab, müßte ihn anders nicht der ungewöhnlich hohe Preis dazu verführen. Der Futterreichthum hat die Butter auf eine selten vorkommende tiefe Stufe sinken lassen,- man bezahlt eben von den Händlern nur 60 Pfennig für das Pfund Butter. Auf dem Lande fehlt eben die Einnahme zu viel und die „Butterkreuzer", wie man zu sagen pflegt, müfien die kleinen HaushaltungSbedürfniffe bestreiten helfen, sonst sollte man die Butter bei diesem Minimalpreise zu Haushaltungszwecken einschmelzen. Deffenungeachtet beachtet man auch auf dem Lande den Werth der eingeschmolzenen Butter doch zu wenig, kauft lieber RÜböl, daS nicht viel weniger kostet, aber bei Weitem nicht dem besten Schmalz, eben der Butter, nahe kommt. Hause, wie eS heißt, durch die Explosion einer Petroleumlampe, ein Feuer ausgebrochen, welches sich mit ungeheurer Schnelligkeit weiter verbreitete. Bald stand das ganze Gebäude in Flammen. Die städtische Feuerwehr war zwar bald zur Stelle, allein ihre Thätigkeit war durch den vollständigen Wasiermangel, der auf dem hochgelegenen, isolirten, nur mit einem Brunnen versehenen Anwesen herrschte, gauz- Schaufpiel-aus. Mittwoch den 26. Juni: Shakespeare-Cyclus 10. Abmd. König Richard TU. Donnerstag den 27. Juni geschloffen. Freitag dm 28. Juni: Shokespeare-Cyclus, 11. Abmd. Kaufmann von Venedig. Samstag dm 29. Juni: Die Journalisten. Sonntag den 30. Juni: Alt-Frankfurt. Montag den 1. Juli: Fedora. Dienstag den 2. Juli: Shakespeare-CycluS, 12. Abend. Röntg Lear. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumm gemefien am 25. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 17°, Luft 14° im Schatten. Rübsamen'sche Bade- und Schwimmanstalt. • Wetzlar, 24. Juni. Gestern Abend nach 10 Uhr ertönte plötzlich die Feu.erglocke. Es brannte auf der „Schönen Aussicht". Während der Wirth mit einigen Gästen in der Wirrhsstube würfelnd zusammeufaß, war oben im Verkehr, Land- und VoUrwirthschaft. •Utm» 25. Juni. Marktbericht. Auf bcm heutigen «ochenmarkt kostete: Butter pr. Bfd. X 0,80-0,90, Hühnereier pr. St. 5—6 4, 2 6t 00 4, Enteneier pr- St 6 4, GLnseeier pr. St 10—11 4, Kitse pr. 6t. 5-8 4, Küsemotte pr. 6t. 8 4, Erb?'« pr. Liter 15 4, Lüsten vr. Liter 26 4, Tauben pr. Paar X 0 6) bis 0,75, Hühner pr. Stück X 0,90 bis 1,20, Hahnen pr. Stück X 1.00-1,30, Enten pr. St. X 1,80-2,00, Ochseufleisch pr. 72—76 4, Kuh.u. Rindfleisch pr. Pfd. 66-684, Schwein, fleisä pr. Psd. 60—70 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 60-68 4, Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 6,50—8,00 X, Wetßkr.i i pr. Stück 4, Wtntfo pr- Eentner 9,00—10,00 X, Milch pr. Liter 16—20 4, Kirschen pr. Pfund 18—25 4- Eingesandt. Gießen, 25. Juni 1895. Es verdient an öffentlicher Stelle scharf gerügt zu werden, daß an der Festhalle am vergangmen Sonntag von der frühsten Morgenstunde an wahrend der ganzen Zett des FrühgottesdiensteS bis um VelO Uhr (Beginn des HauptgottesdimsteS) mit lautem Hämmern und Klopfm gearbeitet wurde. Abgesehen davon, daß die Anwohner, die die ganze Woche hindurch unter den lauten Zurüstungen zu leiden haben, selbst am Sonntag Morgen zu keiner Ruhe kommen konnten, liegt hier ein Verstoß gegen die gesetzliche Sonntagsruhe vor, deffen Gewährenlaffen oin polizeilicher Seite um so mehr auffällt, weil in allen geschäftlichen Dingen — und hier handelt es stch doch um die Vorbereitung zu einem Fest — das Gesetz so streng gehandhabt wird. Besonders aber sind Viele in ihren religiösen Gefühlen verletzt und in ihrer gottesdimstltchen Andacht gestört worden. Wir bitten und hoffen zuversichtlich von unserer Behörde, daß sie an den kommenden Sonntagen, zum wenigsten in den gottesdienstlichen Stunden (auch während des FrühgottesdiensteS) am Vormittag, den werktäglichen Arbeiten Einhalt gebieten wird.-n. Freitag dm 28. Juni: Le Marquis de Villemer. SamStaS den 29. Juni: Janie. Sonntag den 30. Juni, Nachmittags 31/« Uhr: Sommernachtstraum. Abends 7 Uhr: Bastien und Bastienne. Cavalleria rusticana. Die Nürnberger Puppe. Unterhaltungen zu Bad-Nauheim in der Woche vom 26. Juni bis 30. Juni. Die Kurcapelle spielt täglich Morgens von 7—8 Uhr an dem Kurbrunnen, Nachmittags und Abmds siehe unten, bei weniger als 10° R. Wärme im großen Speifesaale des Kurhauses. Mittwoch dm 26. Juni, Nachmittags von 5 bis 7 Uhr Concert und von 8>/r bis 10 Uhr Stnfonie-Concert der Kurcapelle auf der Terraffe. Abends 8 Uhr im Saale Theatervorstellung. Der Bibliothekar. Donnerstag den 27. Juni, Nachmittags von 5 bis 7 und von 8V2 bis 10 Uhr: Eoncert der Kurcapelle auf der Terrasse. 93on 8Ve bis 10 Uhr werden Tänze gespielt und kann auf dem nordwestlichm Theile der Terrasse getanzt werden. Freitag den 28. Juni, Nachmittags von 5 bis 7 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kurcapelle. Der Registrator auf Reisen. Samstag den 29. Juni, Nachmittags von 41/« bis 7 und von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse: Doppel-Concert des süddeutschen Männer-Quartetts Bleicher aus Stuttgart und der Kurcapelle. Vorläufige Anzeige: Sonntag den 30. Juni, Nachmittags auf der Terraffe: Concert von der Capelle des König!. Schwedischen Gardehusarm-Reaimmts. Zur Feier de8 60jährigen Bestehens der Badeanstalt findet Abends 10 Uhr am Sprudel Feuerwerk und Beleuchtung des Sprudels statt. Quelle Nr. 12 wird 10 Minuten lang in voller Höhe springen.___________ Spidplmi der vereinigten Frankfurter «adttheater VpEvauA. Mittwoch den 26. Juni: Le petit Lord. Les jurons de Cadillace. Donnerstag dm 27. Juni: Janie. Witterung* am 25. Juni Mittag« 12 Uhr (Wetterhäuschen in der Südanlage). Barometerstand. 9 nr~. Thermometer r min. 4- f 8° R., max. 4-13° R. Hygrometer: Trocken. Aufgebot: Marie Christine Der«, geboren am 6. Februar 1819, Tochter des Melchior Dern und deffen Ehefrau Katharine Elisabeth, geb. Archin, von Watzenborn, hat sich vor ungefähr 60 Jahren angeblich nach Eng- land begeben und ift seitdem ver- schollen. Ihr elterliches Erbtheil wurde curatorisch verwaltet und beträgt dermalen ungefähr 520 Mk. Auf Antrag des Curators Jacob Dern IV. und der Verwandten Jacob Dern II. und Anna Elisabeth Burk, von Watzenborn, werden Marie Christine Dern oder deren Leibes- oder Teftamentserben aufgefordert, sich im Termin — Donnerstag den 19. September I. ZS Vormittags 9 Uhr — in Selbstperson oder durch gehörig legitimirte Bevollmächtigte zur Empfangnahme des Vermögens bei dem unterzeichneten Gericht (Sitzungssaal Nr. 18) einzufinden, als sonst Marie Christine Dern für tobt erklärt und ihr Vermögen den aufgetretenen Erbinter- effenten, vorerst gegen Sicherheitsleistung, ausgeliefert werden würde. Alle Diejenigen, die Erbansprüche zu haben vermeinen, werden ebenfalls aufgefordert, spätestens im obigen Termin diese Ansprüche geltend zu machen und zu begründen, als sonst sie bei der Theilung nicht berücksichtigt werden könnten. Gießen, den 19. Juni 1895. Großherzogliches Amtsgericht. 5527 Langermann. Angebote auf die Spenglerarbeite« für einen dritten Zellenflügel der hiesigen Sttafanstalt, ein drittes Beamtenwohn- «ebäude, Werkstättenbau, Holz- und Kohlenschuppen und ein MagazingebSude (in 3 Loosen einzeln oder zusammen zu vergeben) sowie auf 320 qm Schiefer» deckerarbeiten für das drttte Beamtenwohngebäude werden bis SamStag de« 6. Juli l. I , Vormittags 10 Uhr, entgegengenommen. Bis dabin liegen die Verdingungsunterlagen zur Einsicht offen. Ueberdrucke der Verdingungsanschläge mit Skizzen und der Bedingungen werden gegen Entrichtung oon 1 X für ein Loos und X 150 für alle Loose portofrei übersandt Zuschlagsfrist: 4 Wochen. Butzbach, den 22. Juni 1895. Großherzogliche Baubehörde für die Zellenstrafanstalt Butzbach. Daudt_______5538 SM. MchthW. Freibank. [5529 Heute und morgen: Schweinefleisch nicht labenrein, pr. Pfb. 45 Pfg. Bekanntmachung. Die Lieferung von 400 Ctr. Gasflammförberkohlen 1. Sorte, 2560 Ctr. Nußkohlen 2. Sorte, 500 Ctr. Braunkohlen 1. Sorte vomHeffenbrücker Hammer unb 200 Ctr. Braunkohlen-Briquets an bie stäbtischen Anstalten fürs Etatsjahr 1895/96 soll unter ben auf unserem Büreau, Zimmer Nr. 15, offen liegenben Bebingungen vergeben werben. Offerten, in welchen ber Preis per Doppelwaggon franco Bahnhof Gießen anzugeben ist, sinb bis zum 5. Juli d. I., Vormittags 12 Uhr, mit ber Aufschrift „Kohlenlieferung" versehen, im Zimmer Nr. 15 abzugeben. Gießen, ben 24. Juni 1895. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth, ________Oberbürgermeister. 5512 Vergebung von Weißbinderarbeit. Die Herstellung bes äußeren Verputzes unb Anstrichs am Hauptgebäude des städtischen Hospitals soll Dienstag, 2. Juli ds. Js., Vormittags IV/2 Uhr, öffentlich verbungen werben. Plan, Arbeitsbeschreibung unb Bebingungen liegen währenb ber Amtsstunben bei uns offen unb sinb Angebote bis zum genannten Termin auf vorgeschriebenem Formular an uns einzureichen. Gießen, 25. Juni 1895. Das Stabtbauamt. _________Schman bt._____5555 Gr.WerhkWt Eisenbahnen Die Lieferung von 570 m Weichenschwellen aus Eichenholz für Nebenbahnen soll vergeben werden. Die Bedingungen sind bei unserer MagazinSoerwaltung, sowie den Stationen Hungen und Nidda einzusehen, Angebote bis zum 6. Juli hier einzureichen. Gießen, den 24. Juni 1895. 5533___________________Gr. Direction- Mittwoch den 26. Juni l. I., Nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen Saale — Neustadt 55 — versteigert: Möbel aller Arten, Silber, darunter 1 Oelgemälde, 1 Aquarium, 2 Hobelbänke, buchene Bohlen u. a. 5534 Seitzler, Gerichtsvollzieher. 11 Neuen Baue 11 iefi»d-t sich jetzt das [4826 CiMtN-Spkliai-GeMt ... Richard Buchacker früher Bahnhofstraße 48. Butzbach. 5330 wenden. 5453 Wachstuch, Ledertuch, «ummitifchzeug, in Siückwaare und abgepaßten Decken Bett-Eirrlage«, Spindborde re. empfiehlt zu herabgesetzten Preisen 2798___________Heinrich Wallach. Qß-eue Landauer, Mylord, wV Halbverdeck, Break, Ge- schästswagen, in großer Auswahl unb gebrauchte Wagen zu verkaufen bei Grauer, Wagenbauer, Molkerei- Süßrahm - Butter, feinste Qualität, stets frisch, per Psund 1,20 Mk. bei 2088 A. & G. Wallenfels, Marktplatz 21, Fernsprecher Sie. 4«. Bienenhonig, frischer, zu haben bei 5415 Lehrer Spitz, Steinstraße 57. aw Neue Kartoffel«. Der Versandt beginnt Nächste« Montag in Prima-Waare. 50 Kilo mit Sack ab Frankfurt a. 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Salomon & Co., Kirchenplatz 11. C. W. Bogel, Zimmermstr., Siegen. Aechte holländische Büttenpapiere (Handpapier) sowie Pergamente für Drucksachen in altdeutscher Manier geeignet, empfiehlt 5345 Curt v. Münchowj Grossh. Hof- u. Universitätsbuchdruoker. 1648. — Man wolle die Gewinne gegen Rückgabe der Gewinnloose im Pfarrhaus, Südanlage 8, baldigst abholcn lassen. Gießen, am 24. Juni 1895. Faiirplan der auf Station Gießen vom 1. Mai 1895 ab verkehrenden Eisenbahnzüge Rinn S Cloos Heuchelheim. 5522 JSM Entree 40 Pfg. 'WG Bei schlechter Witterung findet das Concert im Saale statt. Verloosnng. Bei der heute auf hiesigem Polizeiamt vorgenommenen Verloosung von 123 Gegenständen wurden folgende Loosnummern mit Gewinnen gezogen: 6, 37, 41, 47, 67, 84, 121, 134, 150, 159, 166, 170, 174, 175, Vermischte Anzeigen. Vovlnrnn ■ Medaillon mit Kette V Ci IUI Cll ■ auf dem Wege von der neuen Kaserne nach Wieseck. Gegen Belohnung abzugeben in der Expedition d- Bl.5551 5 o Steins Garten Donnerstag, den 27. Juni Wilhrhott aus guter Familie. WtUVCytrU welches längere Zeit in einem Geschäft thätig war, sncht Stelle al- Berkänferin unter bescheidenen Ansprüchen, gleich welcher Branche. Näheres Hochfeinen Gebirgs-Himbeersaft, sowie sämmtliche Mineralwasser stets frischer Füllung empfehlen 4831 A. & G. Wallenfels, Marktplatz 21. Südanlage 5. | Der Eckladen (3 gr. Schaufenster, 2 Nebenzimmer) ist baldigst — und eine Mansarden - Wohnnng von vier Zimmern, Corridor, Küche rc. zum 1. October an ruhige Mietber zu ver, mietben. Näherei daselbst im HiMerhause. 5489] Eine geräumige Werkstatt zu vermiethen.Läwengasse 80. mü Pneumatic, fast OOVil.lll' noch neu,preiswerth zu verkaufen. Näheres 64H .Russischer Hof." zwei tüchtige Mädchen nach Bad - Nauheim. Lobn 20 Frau Hüttenberger, 5550 Seltersweg 67. 22. Wittelrheinisches Kreis-Hurnfeg. Mittwoch den 26. Juni, Abends 9 Uhr: Gesammt - Probe der am Fest-Concert betheiligten Männer-Gesangvereine (^^üchtige Cigarren-und z^/ Wickelmacher gesucht Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Universitäts-Buch- und St«ndruckerei (Pietsch & Scheqdch in Gießen. National-Concert der preisgekrönten Sänger, Instrumentalisten und Schuhplattler Georg Lechner mit Gesellschaft genannt die „Rosenheimer Singvögel" Buam und Diandln in Tyroler National - Tracht. Ckutral-KrimKku- uud Äerdekasse der Tischler. Mitgliederversammlung, Donnerstag den 27. Juni, Abends 9 Uhr bei Herrn Löb, Kaplansgaffe 19. Tages.Ordnung: 1. Abrechnung. 2. Wahl der Ortsverwaltung. Zahlreiches Erscheinen erwartet [5548 Die Ortsverwaltnng. Ausverkauf wegen Umzug! SMK* Große Parthien unseres Lagers sind int Preise bedeutend herabgesetzt. Wer für 10 Mark kauft, erhält eine Blouse Seetion Gießen. Deutsch-Oesterreich. Alpen-Verein Donnerstag, 27. Juni: Wochen-Nersammlsug auf dem Schissenberg. Abmarsch 6 Uhr vom Ludwigsplatz. [5526 Per sofort gesucht freundl. Wohnung von 2 Zimmern und Küche in der Nähe des Wallthors. Offert, mit Preisangabe unter Nr. 5505 an die Exped. d. Bl. erbeten. 5505 Danksagung. Mehrere Jahre litt ich an einem furchtbaren Magen- und lleberletden, verbunden mit Darm Catarrh. Ich stand schreckliche Schmerzen aus und brachte viele Nächte schlaflos zu und war sogar eine Bett lang vollständig arbeitsunfähig. Alle Mittel versuchte ich ohne jeden Erfolg; ich consulttrte viele Aerzte, welchen es aber trotz vieler Mühe nicht gelang, mich von dem Leiden zu befreien. Schließlich auf den Rath eines Bekannten wandte ich mich an den homSopathischen Arzt Herr« Dr. med. Bolbedtng in Düsseldorf, SSnigSallee 6, welcher mich schon in kurzer Zeit von meinem Leiden befreite. Ich kann deshalb Herrn Dr. Volbeding nicht genug danken und empfehle denselben ollen leidenden Menschen. ffriedr. Barle«, [4255 Speldorf bei Mülheim a- d Ruhr. Dir Nachtzeiten von 6 Uhr Kbenb« bi« 0» Uhr früh stad durch Unterstreichen bet Minutenzahlen an«ge«tchae1. Die fetten Ziffern bezeichnen die Schnellzüge. Dir mit • bezeichneten Züge führen nur 1. und 2. »taffe. —) Nur bis Alsfeld. §) Rur an Sonn- und Feiertagen. f) Nur Sonntags bl« Stehen, an Wochentagen nur dir Ntdba. ff) Nur an Sonn« und Montagen bl« Büdingen. An Werttagen wird Morgens ö23 in Großen-Buseck ein Zug 3. Kl. abgelassen, welcher 5.*? in Gießen ein trifft._________________________________________________________ Fahrpreis 10 Pfg. »o« und nach de« Bahnhof. Fahrpreis 10 Pfg. 6 Uhr Morgen». Omnibus-Verbindung 10 Uh- Abend«. von «nd «ach de» Schissenberger Wald Sonn- und Feiertags Nachm. 3 Uhr alle 20 Min. 1 Labrnrets Werktags Nachm. 3 und 3" Uhr ??? &* Ab Wald 7 Uhr I 2 ____ Das Buch der Praktischen Erwerbslehre Eine Quelle des Wohlstandes für Jedermann, zumal für Geschäftsleute, Landwirthe, Capi- talisten und Handwerker. 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Grünbergerstratze 28, part. 1856] Möblirtes Zimmer mit Gabtnet; PflQctorarhöit mit oder ohne und einfach möblirtes Zimmer zu ver- 4 lldolül dl Müll Material- 5525] TÜchttger Arbeiter zum Kohlenfahren gesucht. ________G. Rnppel, Schillerstraße 5. 5543] Ein Bnrsche sofort gesucht. ____________«rünbergerstrasse 18. Lehrling gesucht für ein hiesiges ffabrikgeschäft zum baldigen Eintritt. 2Bo? sagt die Exped. dieses Blattes.______________________5532 5470] Eine gute Cigarren fortireriu findet dauernde Beschäftigung bei _________Louis Scheid. 5452] Sesncht wird eine HarrS- hälterin für einen Wittwer mit zwei Kindern. Stntritt alsbald. Näheres bet Frau Müller, Teufelslustgärtchen 26. Ordeatl., jjlügrres Mädchen tagsüber zu Kindern gesucht. 5423 Nordanlage 29, n. den 792 Gebrauch haben, sie verfeinert Teint und macht die Haut schön und zart. Erhältlich Bk überall. 40 Pfg. per Stück. A für die menschliche Haut sind alle schlechten, ätzscharfen Füllseifen. f Eine gute Toiletteseife muß streng neutral, rein, mild und fettreich sein. Hierin iftDoering’s Seife mit der Eule unerreicht; zufolge dessen sollte sie Jedermann für seine Toilette im 1226 137 809 1006 H&9 |26 >55 309 4&7 ß25 762 939 950 1120. Krankfnrt 263 463 519 6^6 ßO2* 813 1Q1» 218 504 567 728 800$ 813 909. 540 (führt 2.-4. Klaffe). Kriedberg (Localzug) 6*2 (führt 2.-4. Klaffe). 239 514 767* 1Q08 1168 466 562 7I8 Z0« 906 1136. Sosse, 1230 104 420 820 1016 1206 130 A69 505 769 954*. 239 514 ß46 747 7°7* 1008 1168 21« 4dS 562 7I8 808 906 1136. Marburg 1230 164 420 560 820 1Q16 1206 130 j59 313 505 769 954» 1006. 311 (führt 2.-4. Klasse). Aronhansen (Localz.) 210 (führt 2.-4. Klaffe) 1208 1220 6°0 763 943 1148 1200 |06 412 457 718 766 836. Wetzlar 524 6t>2 8" IO12 IO26 1210 1238 246 506500 610820 957 1005 1208 943 1200 106 412 718 8B «m»—«oblenz 524 81410121210 2*0500 600820 1220 1148 467 766. Dentz—«Sln 662 1026 1238 612. 767 1164 463 1000. Knlda 626** 817 12io 520** 822. 950 325 721 1038-}-. «elnhansen 600 8i4 1225 146 (bis Laubach) 506 81&tt- 647 960 326 721 1038f. Sttdda bezw. «choerev 600 1226 506 812tf- 960 326 721 1038-}-. »evern, Lanbach bezw. Stockheim 600 8" 1226 145 506 810+t-