W, m ^tUckeWttQ5j, 'Äabru. en reis 40 U . 45, * 55, . 63, "Drogerie »rsweg 39 ♦♦ ▲ »rr< ▲ troffen. ▲ unter Ein- | 2320 Lner ♦ Vaumwoüe der- er, .SlriimpltHseta 2438 2400 •ritz, Kunstmln. MSe« ss*; Ltück auf » erMsM / Piaoiflos aller renom- rtu Fabrik® «00, 650, 700, \i. 1200 2^ izsaitige F'#Sel 1000.- «" Pianinos billigst io 100, 120, ISO ’o'bi. 1200 M.* Alle Vortheile. W,ra”'«h’w* Nene»*eg zeü, 'lL» ,'lfi Sattler )roß'/. 14. Neustadt 23. Malerei. Nr. 97 ---------X----- Der chieheaer Anzeiger crscheint täglich, mit Ausnahme des Montags. Die Gießener AamttienvtLtter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal brigelrgt. Erstes Blatt.Freitag den 26 April 1895 Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Lierteljähriger > Aöonnementsprei» t 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Poft btzoge» 2 Mark 50 Pfg. Rcdacrion, TrpeditivK und Druckerei: Schutftraße Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblutt für den Ureis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Jamilienökätter Alle AnnoncM'Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für dm „Gießener Anzeiger" entgegen. T Amtlichem Thril. Bekanntmachung, betreffend die Maul- und Klauenseuche. Die zu Rommelhausen, Kreis Büdingen, ausgebrochene Maul- und Klauenseuche ist erloschen und die Gehöft- und Gemarkungssperre aufgehoben. Gießen, den 24. April 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen. __________________v. Gagern. _______________ ^ttus den Verhandlungen der Zweiten Kammer der hessischen Stände. nn. Darmstadt, 24. April 1895. Die Sitzung wird um 9 Uhr eröffnet. Vor Eintritt in die Tagesordnung berichtet der Abg. Friedrich, daß der Antrag Metz-Darmstadt, die Stellungnahme der Regierung zur Umsturz-Vorlage betr., wegen der Wichtigkeit der Sache und anderer dringlicher Gegenstände erst für morgen spruchreif werde. Hierauf tritt das Haus in die Weiterberathung der Nachtragsforderung für die Bahn Schlitz-Salzschlirf, wofür jetzt 600000 Mk. mehr gefordert werden als die früher bewilligte Summe. Weitaus der größte Theil dieser Mehrforderung entfällt auf die Anforderungen des Reichseisenbahnamtes, welches für diese Strecke Forderungen gestellt hat, wie sie beim Bau von Vollbahnen vorgeschrieben sind. Man scheint diese Strecke als eine Thetlstrecke einer zukünftigen Verbindung von HerSfeld nach Frankfurt hin zu betrachten. Auch soll die Einführung der Bahn in den Bahnhof Schlitz eine andere werden, und durch den weiteren Geländeerwerb in Salzschlirf werden noch erhebliche Kosten entstehen. Der Ausschuß hat sich bezüglich der Verwilligung der Summe in zwei Parteien getheilt. Die Abgg. Jöckel, Haas und Wolfskehl halten es nicht für angezeigt, jenen LandeStheil unter den auf allgemeinen Gründen beruhenden Anforderungen der RetchSbehörden leiden zu lassen. Sie beantragen daher Beitritt zum Beschluß Erster Kammer. Die Abgg. Schroeder, Mollinger und Vogt wünschen die Entscheidung auf spätere Zeit verschoben. Nach längerer Debatte, in welcher die Abgg. Wolfskehl, Jöckel, Hechler, Zinßer für, und Abg. Schroeder gegen Verwilligung der Forderung sprechen, wird die Nachtragsforderung doch schließlich einstimmig angenommen, und für die Bahn Salzschlirf- Schlitz die Summe auf 1,260,000 Mk. erhöht. Bezüglich des Antrags des Abg. Wolz, die Herstellung einer Bahnverbindung von Seligenstadt mit der Rodgaubahn, beschließt die Kammer entgegen den Beschlüßen Erster Kammer, auf ihrem früheren Beschluß zu beharren. Desgleichen auch in Bezug des Antrags Schönberger und Genossen, bezüglich Erbauung einer Nebenbahn ReichelSheim-Fürth. Zu der Rückäußerung Erster Kammer bezüglich der Vorlage Großh. Regierung, den Gesetz-Entwurf den Wildschaden betr., insbesondere Umänderung der Art. 8 und 9 deS Gesetzes nach den Vorschlägen Erster Kammer, beantragt die Majorität Beitritt zum Beschluß Erster Kammer. Die Minorität beantragt Beharren auf der früheren Faffung. Nach lebhafter Debatte, an welcher die Abgg. Jöckel, Schmitt, Osann u. A. theilnehmen, beschließt die Kammer gegen vier Stimmen, das Gesetz in der neuen Faffung anzunehmen. Einem Antrag des Abg. Mühlberger und Genoffen auf Uebernahme der Kosten der Volksschulen auf die Staatskasse resp. einem von Zweiter Kammer gestellten Ersuchen ist die Erste Kammer nicht beigetreten und hat damit einem von der Majorität des Ausschußes Zweiter Kammer gestellten ablehnenden Antrag Ausdruck gegeben. Die Minorität des Ausschusses (Schroeder und Haas) beantragten auch heute, die Kammer wolle auf ihrem am 16. Januar 1895 gefaßten Beschluß beharren und die Regierung ersuchen, Vorschläge zu machen, wie allmählich und planmäßig die persönlichen Ausgaben für die Volksschulen im Lande von dem Staat übernommen und damit die Gemeinden entlastet werden und wie unter entsprechender Deckung der Ausfälle die Erhebung von Schulgeld für den Unterricht an den Volksschulen beseitigt werden kann. Für dieses Ersuchen sprechen die Abgg. Schroeder, Ullrich, Mühlberger u. A. und wird schließlich mit allen gegen 3 Stimmen Beharren auf früherem Beschluß beschloßen. Damit sind die Rückäußerungen Erster Kammer erledigt. Nunmehr tritt die Kammer in die Berathung der Vorlage Großh. Regierung, betreffend Forderung von 136500 Mk. für bie innere Einrichtung und den Betrieb der psychiatrischen Klinik zu Gießen. Der Ausschuß beantragt Bewilligung der geforderten Summe und beschließt die Kammer demgemäß. Ebenso werden । für die innere Einrichtung des Hauptgebäudes und des Chemiegebäudes der technischen Hochschule zu Darmstadt der Betrag von 357000 Mk. ohne Debatte genehmigt. — Für den Ankauf eines Hauses für Unterbringung der chemischen PrüfungS- station werden von der Regierung 68640 Mk. gefordert. Der Ausschuß beantragt Genehmigung dieser Anforderung und wird der Betrag ohne Debatte genehmigt. — Für Anschaffung einer Bibliothek für die Großh. Prüsungs- und Auskunftsstation für die Gewerbe sind 3000 Mk. gefordert. Auch diese werden genehmigt. Ein Antrag der Abgg. Ullrich und Genossen auf freie Ausübung der Jagd im Großherzogthum wird nach eingehender Begründung Seitens des Ausschußes gegen die Stimmen der Antragsteller abgelehnt. Ein Antrag des Abg. Wern her und Genossen, die H.eegzeit der Feldhühner für die Theile des Groß- herzogthums, in welchen viel Weinbau getrieben wird, in der Art zu kürzen, daß die Jagd am 15. August aufgeht und mit dem 1. Februar geschloßen wird, ruft eine längere Debatte hervor. Abg. Reinhardt erklärt sich gegen diesen Antrag. Derselbe ist der Ansicht, daß es sich nicht empfehle, die 1882 eingeführte Verlängerung der Heegzeit für Feldhühner wieder aufzuheben. Auch der von dem Antragsteller angeführte Schaden sei kein so beträchtlicher, daß von einem Mißstand gesprochen werden könne. Die Abgg. Christ und Wernher sprechen für Verkürzung der Heegzeit. Der Ausschuß beantragt ebenfalls Verkürzung der Schonzeit für Rebhühner um 1 Monat und beschließt das Haus gegen 1 Stimme demgemäß. Eine Vorlage Großh. Regierung, den Gesetz-Entwurf, die Abänderung der Städteordnung betreffend, insbesondere Art. 13 derselbe , (Stimmfähigkeit der Wähler) wird ohne Debatte genehmigt. Ebenso eine Vorlage der Regierung, die Umwandlung der dermaligen höheren Bürgerschule zu Gernsheim in eine staatliche Realschule zu Lasten der Staatskasse und Bewilligung eines nachträglichen Staatsbeitrags von 15800 Mk. findet ebenfalls ohne Debatte die Zustimmung des Hauses. Damit wird die Sitzung um 12 Uhr geschlossen. Deutscher Reichstag. 75. Sitzung. Mittwoch, den 24. April 1895. An Stelle des zurückgelretenen Abg. Holleufer wird der Abg. von Normann (cons.) -um Schriftfübrer gewählt. Fortsetzung der zweiten Berathung der Zolltarifnovelle. Der Vorschlag der Commission, den Zoll für Maaren aus unedlen Metallen auf Mk. 175 festzusetzen, während er für Maaren aus Celluloid, Bernstein rc. auf Mk. 200 verbleiben soll, wird angenommen. Der Zoll auf künstlichen Honig soll auf Mk. 36 erhöht werden; der auf Wabenhonig soll mit Mk. 20 unverändert bleiben. Ein Antrag Letocha (Centr.) will den Zoll auf Honig überhaupt auf Mk. 36 erhöht wissen. Abg. Grtllenberger (Soc.) ist gegen zede Zollerhöhung auf Honig. Gehetmrath Henle, bestreitet, daß die Honigkuchen-Industrie durch die Zollerhöhung geschädigt werde. Abg. Weiß (frs. Volksp.) bekämpft die Zollerhöhung auf Honig. Abg. Meyer-Halle bekämpft ebenfalls die Erhöhung. Abg. v. Kar dorff tritt für die Vorlage ein, ebenso Schatz- secretär v. Posadowsky. Nachdem noch die Abgg. Beckh (frs. Vp.) und Wurm (Soc.) gegen die Vorlage gesprochen, wird der Antrag Letocha angenommen, ebenso wird die Erhöhung des Zolles auf Cacao-Butter von" Mk. 9 bezw. Mk. 20 auf Mk. 45 debatlelos angenommen. Eine Regierungsvorlage will den Zoll auf Baumwollsamen-Oel von Mk. 4 auf Mk. 10 erhöhen und nur für denaturirtes Del auf Mk. 3Vr ermäßigen. Die Commission will nur rasfinirtes Del mit Mk. 10 verzollen, ein Antrag Wenders (Ctr.) will den Zoll auf denaturirtes Del auf Mk. 4 belassen. Abg. Graf Schwertn-Loewitz befürwortet die Regierungsvorlage. Abg. Bubbeberg (frs. Vp.) und Wurm (Soc.) bekämpfen die Vorlage, Geheimrath Henle, GrafPosadowsky, Kanitz (cons.) und Gamp (Rp.) treten für dieselbe ein. Weiterberathung morgen 1 Uhr. Nerreste Nachrichten. WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 24. April. Die officiöse „Berl. Corr." schreibt: In einem rheinischen Blatte finden sich lebhafte Klagen über Un zutr äglich ke it en , die sich beim Uebergange der Eisenbahnverwaltungen in die neuen Verhältniffe herauSgestellt hatten. Alle Thatsachen, worauf das rheinische Blatt seine Aussagen gründet, sind völlig unbewiesen - auch habe über Klagen, daß bei dem Uebergange in die neuen Verhältniffe erhebliche Verwirrung hervorgetreten sei, an zuständiger Stelle bisher nichts verlautet. Berlin, 24. April. Der „Reichsanzeiger" schreibt: In Columbien ist durch ein Gesetz vom 21. November 1894 die Liquidation der dortigen Nationalbank angeordnet, daS Decret vom 10. Februar 1893, welches den Einfuhrzoll für verschiedene Artikel erhöhte, aufgehoben und der Einfuhrzoll auf Tabak und Cigarren ermäßigt worden. Nach einem Circular an die Zollämter soll der bisherige Zollzuschlag nicht auf einmal fortfallen, sondern die Abänderung der Einfuhrzölle monatlich mit je */io pCt. Zuschlag bewirkt werden. Darnach tritt der Zolltarif vom 21. November 1894 in allen Theilen in Kraft. Nur folgende Positionen werden geändert: Der Einfuhrzoll für Cigarren beträgt 4 Pesos, für geschnittenen Tabak oder Tabak in anderer Form 2 PesoS. Die Einfuhr von Cigarretten und Cigarrettentabak seitens Privater ist verboten. FriedrichSruh, 24. April. Eine Deputation au» Köln unter Führung des Oberbürgermeisters Becker überreichte dem Fürsten Bismarck eine Adreffe nebst einem goldenen Becher. Deputationen aus Lauenburg a. d. Elbe unb Mölln überbrachten Ehrenbürgerbriefe. Ferner wurde eine Deputation des plattdeutschen Vereins in Braunschweig empfangen. Kaffel, 24. April. Bei der Reichstags-Ersatzwahl in Rinteln» Hofgeismar erhielt, soweit bis jetzt bekannt ist, Vielhaben (Antisemit) 6000, Waechter (Social- demokrat) 1600, Souchau (nat.-lib.) 861, Virchow (Fr. Volksp.) 280 und Martin (Rechtspartei) 87 Stimmen. DaS Resultat aus 90 Ortschaften steht noch auS. Laibach, 24. April. Auch heute fanden neue Erd- erschütterungen statt. Der Gesundheitszustand ist normal. Die Baucommissionen sind unausgesetzt thätig. Bukarest, 24. April. Die Donau steigt andauernd. In Braila sind die tiefer gelegenen Stadttheile überschwemmt. Bei Calaraschi find vier Personen ertrunken, eine große Zahl Vieh ist zu Grunde gegangen. Im Dorfe Chirnogi konnte die Hälfte der Bewohner sich nicht mehr rechtzeitig retten. Dieselben wurden vom Hochwaßer der Oltenitza eingeschlossen. Da daS Waffer fortschreitet, find die Bewohner in großer Besorgniß. In Giurgewo ist der Damm und Hafen bedroht. Paris, 24. April. Der Strike der Omnibusbeamten scheint abzunehmen. Heute kamen nur bedeutungs- lose Zwischensälle und einige Verhaftungen vor. Nachmittags sammelten sich zahlreiche Ausständige, von der Polizei überwacht, auf der place de la republique, um den Beginn der Versammlung im Tivoli Vauxhall abzuwarten. — Die Omnibus-Verwaltung machte den Strikenden einige Corcessionen, aber die Versammlung der Strikenden im Tivoli Vauxhall erachtete die Concessionen für ungenügend und beschloß die Fortsetzung des StrikeS. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 24. April. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Abberufung des bisherigen Gesandten am bayrischen Hofe, Freiherrn v. Thielmann, von diesem Posten behufs anderweitiger Dienstverwendung. Berlin, 24. April. Die „Nordd. Allg. Ztg." bestätigt, daß die in Vorbereitung befindliche Novelle zum Zuckersteuergesetz dem Reichstage demnächst zugehen wird. Nach derselben soll die auf Grund deßelben Gesetzes bevorstehende weitere Herabsetzung der Ausfuhrvergütung suspendirt werden. Berlin, 24. April. Die Einweihung der Kaiser- Wilhelm-Gedächtnißkirche ist definitiv auf den 1. September festgesetzt. Die Feier wird einen vorwiegend militärischen Character tragen. Berlin, 24. April. Die Commission zur Berathung der Umsturzvorlage trat heute Vormittag unter dem Vorsitz des Abg. Dr. Böttcher zur Feststellung des vom Abg. Buchka verfaßten Berichts zusammen. Die nationalliberalen Mitglieder waren nicht erschienen. Abg. Lenzmann erstattete zunächst den Bericht über die noch ein» gegangenen Petitionen. Dieselben weisen Hunderttausende von Unterschriften aus allen Kreisen der Bevölkerung auf und erklären sich iämmtlich gegen die Vorlage in ihrer jetzigen Faffung. Bezüglich des vom Abg. v. Buchka zur Verlesung gebrachten Berichts wurde beschloßen, demselben das von der Regierung der Commission unterbreitete Material beizufügen. Ein vom Abg. Bebel gestellter Antrag, auch die von den Regierungsvertretern zur Verlesung gebrachten Citate aus Zeitungen usw. dem Berichte gedruckt anzuschließen, wurde mit allen gegen 6 Stimmen abgelehnt. Die Berathung wird morgen Vormittag fortgesetzt. Berlin, 24. April. Der „Localanzeiger" meldet aus Krakau. In den großen Fabrikorten Congreß-Polens, Lodz und Zirardow, wurden über hundert Arbeiter wegen socia- listischer Umtriebe verhaftet und nach der Warschauer Citadelle überführt. In Warschau selbst wurden zahlreiche Haussuchungen vorgenommen, wobei zwei Ingenieure und fünf junge Damen arretirt wurden. Die Warschauer Ciradelle ist überfüllt. Berlin. 24. April. Die „Sreuzztg." berichte: auS Belgrad: Man nimmt jetzt hier allgemein an, die Königin Natalie werde dauernd ihren Aufenthalt hier nehmen, während der König Milan Serbien für immer verläßt. Berlin, 24. April. Der Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe wird heute Abend von Schillingsfürst hier wieder emtreffen. Berlin. 24. April. Bor etwa 1000 Personen sprachen gestern Abend in den Germaniasälen die ReichSmgSabgeord- neren Ahlwardt und Dr. Böckel über daS Thema: Der freiheitliche Antisemitismus, ein Bollwerk gegen Reaction und Rechtsbeugung, und die Umsturzvorlage, das Grab deutscher Freiheit. Ahlwardt ergriff zunächst das Wort. ®r_ sprach sein Bedauern aus, gegen seine früheren Parteigenoffen sprechen zu müssen. Böckel, der seine fünfzigste Rede gegen daS Umsturzgesetz hielt, wendete sich in schärfster Weise gegen dieses Gesetz. Die Dersammlung nahm eine Resolution an, worin sie sich mit Ahlwardt und Böckel einverstanden erklärt, die Umsturzvorlage als ein Attentat auf die Freiheit de» deutschen Volkes verurtheilt und sich verpflichtet, für den freiheitlichen Antisemitismus zu wirken. Frankfurt a. M., 24. April. Die „Franks. Zeitung" meldet auS Remscheid, daß die Narioualliberalen und .jreiconservativen beschloffen haben, bei der Stichwahl für tin freisinnigen Candidaten zu stimmen. Karlsruhe. 24. April. Kaiser Wilhelm traf heute Bormittag 9'/, Uhr hier ein. Der Großherzog, der Erb- großherzog uno der commandirende General deS 14. Armee- corpS, von Schlichting, waren am Bahnhofe zum Empfang anwesend. Um 11 Uhr 20 Min. traf die Königin von England mit Extrazug hier ein. Der Kaiser, das Großherzogliche und daS erbgroßherzogliche Paar begabeu sich in den Wagen der Königin und verblieben dort längere Zeit. Rach 10 Minuten Aufenthalt setzte die Königin von England ihre Reise nach Darmstadt fort. Um 2l/t Uhr wird sich der Kaiser mit dem Erbgroßherzog nach Gernsbach im Murgthal und von dort nach Kaltenbronn zur Auerhahnjagd begeben. Brüffel, 24. April. DaS Votum der Lütticher Handelskammer, welche sich mit großer Mehrheit für die Annexion des Tonga st aates ausgesprochen hat, ruft hier große Erregung Hervor. Paris, 24. April. Nach einer Meldung aus Lyon sind daselbst elf Soldaten wegen anarchistischer Umtriebe verhaftet worden. Loudon. 24. April. DaS Blatt „Mercury" in Shanghai veröffentlicht ein Telegramm auS Peking, wonach der Friedensvertrag umgeändert werden soll. Anstatt Peking soll der Hafen von Nanking und anstatt Hu-chone soll der Hafen Woo-choo dem Handel geöffnet werden. Weihaiwei soll während zehn Jahren von den Japanern besetzt bleiben, als Gewähr für Ausführung der Bestimmungen des Vertrages. H. Darmstadt. 25. April. Die Kaiserin Friedrich, Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen sind in der Mittagsstunde von Eronberg angekommen und vom Großherzog und Prinzessin Heinrich am Bahnhof empfangen und zur Königin Victoria geleitet worden. feceJk* nn» pvoeteiieOe* Gießet», den 25. April 1895. ♦♦ Bou der Universität. Aus Grund deS § 16 der Vorschriften, betreffend die Prüfung der NahrungS- mittelchemiker, ist die pharmaceutisch-chemische Abtheilung des chemischen Laboratoriums der LandeSuniverfität den staatlichen Anstalten zur Untersuchung der NahrungS- und Genußmittel gleichgestellt worden. ♦* Protest. Versammlung. Die vom Freisinnigen Verein auf gestern Abend in den „Gießener Festsaal" einberufene Versammlung zum Zwecke der Stellungnahme gegenüber der U m st u r z v o r l a g e war nicht so zahlreich besucht, wie man im Hinblick darauf, daß alle Parteien vertreten waren, hätte annehmen sollen. Das einleitende Referat erstattete, nachdem Herrn F. T. B. Koch der Vorsitz übertragen worden war, Herr Rechtsanwalt Grünewald. Er erklärte, daß die freisinnige Partei deshalb mit einer Kundgebung hierorts gewartet habe, bis eine Anregung auS wiffenschaftlichen Kreisen gegeben würde, denn die Frage interessire alle Parteien. ES scheine hiernach auch selbstverständlich, daß die Bevölkerung Gießen» Stellung nehmen werde dieser Vorlage gegenüber, der Unwille gegen den Gesetzentwurf erhebe sich auS allen Schichten der Bevölkerung, in allen Kreisen, die politisch denken- er bedauere da- Fehlen der Jugend, die dadurch schlecht auShalte den Vergleich mit der früheren Jugend aus der Zeit der Freiheitskriege sowohl wie der freiheitlichen Bewegung, er hoffe, daß der Protest auch in diese Kreise dringen werde. Hierauf ging Herr Grünewald auf die Entstehung deS Umsturz-Gesetz- EntwurfS ein, knüpfte an die Ermordung TarnotS, den Ruf des Kaisers zum Kampfe für Sitte, Religion und Ordnung an, zog Vergleiche zwischen dem ursprünglichen, von den Nationalliberalen mit veranlaßten Entwurf und dem jetzigen, nach Gefallen deS TentrumS zugestutzten- in dem von letzterem eröffneten Kampfe gegen alle freiheitlichen Regungen, die Freiheit des Gewissens und Bekennens reichten ihnen die Tonservativen die Hand zum Bunde, die Nationalliberalen sähen ein, zu wa» sie eigentlich den Anlaß gegeben und heute kämpften sie Schulter an Schulter mit den Freisinnigen, e» set mit Genugthuung zu begrüßen, daß von einem nationalliberalen Abgeordneten im hessischen Landtage der Antrag auf Ablehnung der Umsturzvorlage eingebracht worden sei. Der Geist der Umsturzvorlage sei, den freien Geist, die freie Liffenschast und Forschung, die Freiheit der Kunst und Literatur in Fesseln zu schlagen. Redner nahm hierauf die einzelnen, die Bestandtheile der Vorlage bildenden Paragraohen deS Strafgesetzbuches durch und legte dar, wohin es führen würde, wenn die Lerke unserer besten Dichter und Denker, unserer Künstler, ;a nur deren Veröffentlichung und An- küudigung auSgeliefert würden dem Strafrichter, lediglich deshalb, weil findige Staatsanwälte darin Vergehen wider die ©Ute, Religion, das Eigenthum, die Familie u. s. w. finden und die Angeschuldigten mit den schweren, im Gesetz angedrohten Strafen belegen würden- jede noch so berechngte, ja vielleicht uothwendige Shrttit würde unmöglich, daS Gebiet der Muse verschloffen, jede Rechtfertigung auS Noth begangener Vergehen, der Vortrag wahrer Thatsachen Über militärische :c. Einrichtungen strafbar gemacht, Wissenschaft und freie Forschung, wenn sie sich mit diesen Gegenständen beschäftigten, in Fesseln gelegt, strafbar würden ferner die auf daS Gebiet der Religon sich beziehenden Schriften Luthers und Anderer, die Kritik des Unfehlbarkeitsdogmas, dar Susstellen und Anpreisen von Schriften und Abbildungen, sobald darin von irgend einem Polizeibeamten die Kriterien der Unanständigkeit vermuthet würden, bedroht sei ferner die Kunst, und der Umgang mit Kunstwerken werde schließlich für Verkäufer, Buchhändler usw. so gefährlich, wie der Umgang mit Spreng- stoffen - in hohem Maße gefährdet sei aber die Preffe, sie werde der ConfiScatiou und damit dem Untergänge ausgeliefert durch die Polizei, deren Organe mitunter recht unklare Begriffe von dem hätten, was Anstoß zu erregen geeignet sei, der Presse, die die Pflicht habe, besonders die socialen Mißstände zu besprechen, werde lebe Kritik derselben abgeschnitten. DaS neue Gesetz bedrohe die höchsten Güter, die Freiheit der Wiffenschast, deS Glaubens und BekenntniffeS - ein Volk aber, dem die Freiheit .des Wortes beschnitten werde, sei nicht mehr stark genug, revolutionären Bewegungen von oben wie von unten Widerstand zu leisten, deshalb würden mit Annahme des Gesetzes btc Socialdemokraten den Vortheil von demselben haben- das Gesetz enthalte einen Angriff auf daS freie, directe und geheime Wahlrecht, so etwas hätte man dem deutschen Volke 25 Jahre nach seiner Einigung und Erhebung doch nicht bieten sollen- der VolkSgetst müffe sich mächtig regen und dahin wirken, daß der Reichstag die Vorlage ablehne. — Herr Herrn. Eichenauer brachte hierauf folgende Resolution ein, dieselbe zur Annahme empfehlend: „Diel heute zu Gießen tagende Versammlung von Männern aller! Parteien erhebt Protest gegen die Annahme eines Gesetzes,! wie eS gegenwärtig auf Grund der Beschlüffe der Reichs-! tagScommifsiou als Vorlage gegen den Umsturz in Berathung! steht. Sie erblickt in dieser Vorlage eine Bedrohung der! Freiheit der Wiffenschast, des Denkens und Bekennens, eine! Unterdrückung des freien Wortes. Im Jntereffe der gedeih-M lichen Entwickelung unseres Volkslebens fordert die VerI sammlung die Ablehnung eines Gesetzes, das den cultur-I feindlichen Bestrebungen die Wege ebnen würde."—Herr« Prof. Schwarz bemerkte gegenüber der Eingangs seines Referats geäußerten Verwunderung deS Herrn Grünewald über daS bisherige passive Verhalten der Wiffenschast, daß die Wiffenschast sich die Freiheit noch nie habe beschneiden lassen, sie würde sich immer wehren, wenn dies versucht werde - was die studirende Jugend betreffe, so denke er besser von ihr, wie der Vorredner, wenn die Jugend sich nicht betheilige an allen Partei-Bewegungen, so könne noch lange keine Rede davon sein, daß sie das Erworbene aufgebe, diese Erklärung glaube er der Universität schuldig zu sein. AlS Mitglied der nationalliberalen Partei aber erkläre er sich einverstanden mit den Ausführungen des Vorredners, er halte eS für die Pflicht der nationalliberalen Partei, gegen die Umsturzvorlage Stellung zu nehmen- er habe schwere Bedenken gegen die leitende und führende Rolle der Clericalen und halte cS für die Pflicht der National- liberalen, solchen Uedergriffen entqegenzutreten, im Uebrigen sei er mit der Resolution einverstanden. — Herr Rechtsanwalt Dr. Fuhr hebt die bereit» auf dem Frankfurter Parteitag von der nationalliberalen Partei eingenommene Stellung hervor - daS Socalistengefetz sei gefallen, weil die Partei nicht für eine Verlängerung desselben zu haben gewesen sei, die Partei wolle nicht die sociale Bewegung treffen, sondern nur entgegeugrtreten wissen den auf gewaltsamen Umsturz deS Bestehenden gerichteten Bestrebungen, die vom deutschen Bürgerthum geschaffene Tultur dürfe aber auch nicht gefährdet werden und daher solle nun durch Beseitigung vorhandener Mängel in der Gesetzgebung ein einheitlicher Weg gegangen werden zum Schutz deS Bestehenden, ohne Cautelen zu schaffen, die die freie Entwickelung unseres socialen und geistigen Lebens irgendwie gefährden könnten - hierfür geeignet scheine aber auch ein gewisses Einhalten in der socialen Gesetzgebung, man solle daS bis jetzt Geschaffene sich erst auswachsen lassen, aber vor Allem die Regierung in den Stand setzen, sich gegen gewaltsamen Umsturz zu schützen- er könne den Widerstand der nationalliberalen Partei gegen den Gesetz-Entwurf in Aussicht stellen. — Herr Dr. Gut fleisch weist hierauf auf einige Gegensätze zwischen Freisinn und Nationalliberalismus in der Behandlung deS Gesetzentwurfs wie unserer staatlichen und socialen Entwickelung hin- eS handle sich nicht nur darum, daß große revolutionäre Bewegungen bekämpft würden, cS handle sich darum, die Ursachen der Unzufriedenheit auf geistigem und socialem Gebiete aufzusuchen und zu beseitigen, die sociale und geistige Bewegung ließen sich durch Gesetze, wie Tocia- listengesetz und Umsturzvorlage nicht beseitigen, c» seien hierin schon recht verfehlte Experimente gemacht worden- die Jurisprudenz habe z. B. au» dem Socialistengesetz alle möglichen Angriffspunkte geschaffen (er erinnere nur an die Betrachtung der Stimmzettel als verbotene Drucksachen), dies führe zur Verwilderung der Jurisprudenz, und sei schon im Interesse der Juristen zu wünschen, daß daS Umsturzgesetz falle. An Allem, wa» jetzt unternommen werde, sei daS Volk selbst schuld, die Regierung würde e» nicht gewagt haben, dem Volke etwas derartige» zu bieten, wenn das Volk nicht zu schläfrig und in Versumpfung gerochen sei und da» Unvermögen documentirt hätte, große GesichtSpunke in die Be- rachungen der Parteien hineinzubringen. von der Freiheit deS Denken» wolle man nicht» wissen, kleinliche Fragen intereffirren mehr, aber dann dürse man sich auch nicht wundern, wenn die Regierung dem Volke so etwa» biete, e» sei angesichts der traurigen Verhältnisse in unserem ge ammten Volk»- und Parreileben besser, wenn alle Jahre eine Umsturzvorlage komme, die da» Volk aufrüttele, letz.eres sei da» einzige Su:e, waS die gegenwärtige Vorlage mit sich gebracht. — Herr Scheide- mann warf in seiner nun folgenden Rede u. A. den Nationalliberalen vor, daß sie nicht» gegen die Umsturzvorlage gethan hätten, wenn sie nicht selbst durch daS Bündniß zwischen Tonservativen und Tlericalen gefährdet wären, die anderen Parteien sollten sich nicht so um die Ideale der Jugend streit^, denn die Jugend werde der Sozialdemokratie zufallen, auch er sei der Ansicht, daß die Umsturzvorlage daS Volk auf rüttele; er widerlege die Behauptung, daß die Sozialdemokratie den Umsturz wolle, die Umstürzler seien ganz wo ander» zu suchen, eine Veranlassung zu der Vorlage sei also gar nicht vorhanden, denn Anarchisten hätten wir in Deutschland nicht, Dank der Sozialdemokratie. — Herr Prof. Schwarz widerspricht hierauf der Behauptung, daß die Nationalliberalen die Geschädigten seien und wiederholt die Versicherung de» Einverständnisse» mit den Ausführungen deS Herrn Dr. Gutfl eifch. — Herr Grünewald verwahrt sich gegen den Verdacht, der Jugend Vorwürfe zu machen, er habe nur bezwecken wollen, daß eine Petition zu Stande komm:, er bedauere die Untätigkeit deS Bürgerthum» gegenüber dem Petitionssturm und hob unter Hinweis auf de» preußischen Schulgesetzentwurf den Werth de» Petitionierens hervor- er habe gewartet mit einer öffentlichen Kundgebung gegen die Vorlage in der Annahme, daß die Wiffenschast, die in erster Linie von thr betroffen werde, die Initiative ergreifen würde. Daß die Jugend, sowohl die studirende wie die erwerbende, so wenig Interesse der Vorlage gegenüber zeige, und sich nicht darum kümmere, inwieweit dadurch ihre Zukunft beeinflußt werde, bedauere er. Richt ein vor- wurf gegen die Lehrer, sondern ein Mahnruf an die Jugend sei eS gewesen, den er erhoben. — Herr Orbig erhielt hierauf daS Wort, um zunächst den seiner Ansicht nach vom Vorredner ungerecht erhobenen Vorwurf der Lauheit auch der sozialdemokratischen Bürger zurückzuweisen- Herr Grünewald habe als Veranstalter der Bewegung hier die Pflicht gehabt, auch die sozialdemokratischen Bürger einzuladen, man solle deshalb gegen diese keinen Vorwurf erheben. — Herr Grünewald entgegnete, daß zur Unterzeichnung der Petition jeder Bürger durch die Zeitung elngeladen und angegeben worden sei, wo die Petition ausliege, der Vorwurs treffe alle Bürger. — Herr Orbig entgegnete, die socialdemokratischen Bürger, die man übrigens durch neuerliche Saalverweigerung al. Bürger zweiter Klasse behandelte, seien Arbeiter, die nicht über ihre Zeit so verfugten, um in die Läden zu gehen und Petitionen zu unterschreiben, das Verhalten der anderen Parteien fei. in der Praxis das Gegentheil von dem wa» ausgesprochen werde- in derartigen Dingen sollte man practisch vorgehen, in Bezug auf Praxis könnten die anderen Parteien von der ©ocinlbemofratte lernen, mitihrwerdc man inZukunft rechnen müssen, denn bat frühere freisinnige Gießen sei gewesen, jetzt sei die Socialdemokratie oben. — Herr Oberbürgermeister Gnan th erklärte, daS Wort genommen zu haben, um nur weniges zu sagen, nämlich den Schluß der Debatte zu beantragen - er habe sich gefreut, daß alle Parteien eingeladen worden und alle Parteien sich für die Frage interessirten, auch darüber, daß in der Behandlung der Frage in der heutigen Versammlung eine durchgängige llcbcreinftimmung in der Auffassung geherrscht habe, er wünsche nur noch, daß die verlesene Resolution einstimmig angenommen werde. — Nachdem Herr Grünewald noch auf die Ausführungen des Herrn Orbig entgegnet, daß die Socialdemokralie ja auch die Initiative hatte ergreifen können, wird die Resolution einstimmig angenommen. Herr Grünewald schloß hierauf die Versammlung mit der Aufforderung an alle Bürger, nicht müßig zu fein in der Abwehr eines Attentats gegen daS freie Denken und Forschen, und hoch zu halten die bürgerliche Freiheit unb daS deutsche Vaterland, auf welches in ein Hoch einzustimmen er die Anwesenden aufforderte. « Fechivereiu Waisenschuh. Am Sonntag, den 9. Juni, findet hier die Lande»oers ammlung deS hessischenFecht- Vereins Waisenschutz statt. Die auswärtigen Delegirten werden voraussichtlich, wenn nicht früher, an dem Tage vormittag gegen 10 Uhr hier eintreffen. Um 11 Uhr beginnen die Berathungen im Gießener Festsaal (Tasv Leib). Nach denselben findet gemeinsamer Rundgang durch die Stadt statt. Abend» sst in Steins Garten Toncert und Ball und am Montag Vormittag Frühschoppen. ** Petroleumabschlag. AuS Darmstadt wird gemeldet: Durch die Deutsch Amerikanische Petroleum Gesellschaft ist daS amerikanische Petroleum wieder gehörig geworden worden und ist der Preis feit gestern im Rückgang begriffen. Die hiesigen Tolonialwaarenhändler haben sich erfreulicherweise sofort dem billigen Preise angeschlossen. •* Erledigte Lehrerstelle. Erledigt ist: Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinte- schule zu Undenheim, Kr. Oppenheim, mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden jährlichen Gehalte von 900 bis 1000 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. " Lchuldienst-Rachrichte«. Am 27. März wurde dem Schullehrer Leonhard Lutz zu Hamm eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Eppelsheim, mit Wirkung vom 1. Mai an, — am 30. März wurde dem SchulamiSaSptranten Heinrich Scheppler au» Mainz eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Mörlenbach, Kr. Heppenheim, übertragen, __ am 5. April wurde der von dem Herrn Grasen zu SolmS-Laubach auf die erste Lehreistelle an der Gemeindeschule zu Freienseen, SH. stotten, präsentirte Schullehrer Heinr. Zimmer das. für diese Stelle, — am 6. April wurde bet von dem Herrn Grasen zu Erbach-Schönberg auf die ' zweite Lehrerstelle an ter Gemeindeschule zu König, Kr. -la Mst" 2tstLthw £ sr. M Ztiiss fcgentbu® » awtistl, 5ejt eit dtm ©catronf- ‘ Mftrt 3** fit bald W suni erlaubt Treiben, «bk cegtnM iul y 8M wirt 1-t »* ’ ‘fr Ä -c nach Qir Vutroig« Machtvoll gtV nat den umlii «Irnberg uni rntlitr wegen Mr ost zu Tp noch regeren ' der Stadt &i man ]t|t @eü m dem Walde ii refommen. KtßkN und St u. Äiei tat - seit 2 peügen öhepa, pidijeit zu 5obann Di |tt Seiet, chti« haust i cnctitgntt tt daß an Lemsr in Thüringen zeigt m unser . r'.beioutztm rc.'Higer z 3ui t®ung ge Herten, die m Gebiete der Macht, sind i stelle ifit die r Vx Mch durch tuUMkiümi 8nntrpn\itn Sang im All Vulttrpreise r fcten keine $h roll ständigen 1 geben. Auch Jir Gründung -rapit-l ist bet dsst,bliche Mül Tie jun '^erlichen tz Simsla lul ui ; «rffchcht vm temm bei bei ßieße Die am 22 ^iftticter : r|en H "Nke in k. S-- tl fei ? n,en« ’ “’k ' ■Ä 2*5 "£ d°°l, d- ■ *{> d-- daß dir S». ^let seien 9Qn, |U der Vorlage ie X*?*“ ÄÄ 1 JjÄS ."«ch i« Buk ““«Ion ju Siaat 'urgerthums qeqcn, Himeis ans de» ,t6 Petitionierens Kundgebung ■ die Wissenichnst, tw» die Initiative °°hl die studirende der Vorlage gegen. . inwieweit dadurch r- Nicht ein Vor- rus an die Jugend big erhielt hinauf ht nach vom Dor« Lauheit auch der ; Herr Grünewald die Pflicht gehabt, rzuladen, man solle erheben. - Herr eichnung der Petition mb angegeben worden ireffe alle Bürger. - atischen Bürger, die igerung als Bürger die nicht über ihre ehen und Petitionen eren Parteien sei in ausgesprochen werde/ -gehen, in Äezug auj 3ociathtmofratiekt= M,drMdasirühnr die EmiaidMvtratie auth erklärte, das zes zu sagen, nämlich er habe sich gefreut, nd alle Parteien sich >r, daß in der Bc- ammlung eine durch- üng geherrscht fjebe,. Resolution einstimmig Grünewald »och ; entgegnet, dag die Meergreisen können, imen. Herr Grünender Aufforderung in der Abwehr eines forschen, und hoch ö« t deutsche Baterlan , r die Anwesenden auf- donntag, dend.Juni. g des hessischen Fecht- zwärtigen Delegi ,r an dem Tag- Um U ft*£ rttf * - 6*'®« m« W* ’f1, s.tx Gemew"' e an vtt . w mit einew " 0 hi6 GehM ,,, i.m )7, W. n, an der WirklwS tzaspiran'e" Int »I« g!«!'“61' [Itlt ei»* ptäf< Will - »n; o«f £' Erbach, präsentirte SchulamtSaSpirant Heinrich Ost heim aus Heppenheim a. b. B. für diese Stelle bestätigt; — am 9. April wurde dem Schullehrer Joh. Greb zu VeitShain die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu HebloS, Kreis Lauterbach, übertragen; — am 10. April wurde dem SchülamtsaSpiranten Egid ThomaSberger aus Hammel« bach die Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Ober-Scharbach, Str. Heppenheim, übertragen. *• Zeitgemäße Warnung. Jetzt wo die Knospen springen, ist auch die Mahnung wieder am Platze, das Eigenthum Anderer pflichtmäßig zu schonen. Es ist kein Zweifel, daß man dem ländlichen Eigenthume nicht gleiches Recht mit dem anderen Besitzthume zugestehen will. Da tritt man, statt auf dem Fußpfade zu bleiben, daneben auf den hohen Saatrand. Dort bricht man Zweige, hier pflückt man, ohne bessere Zwecke, ganze Sträuße Feld- und Wiesenblumen, um sie bald daraus wieder halbwelk wegzuwerfen. Der Landmann erlaubt ja verständnißvollen Sammlern sehr gern eine Freiheit, aber eben deshalb mahne ein Jeder, Unbefugten gegenüber, zum Maßhalten. X Lollar, 25. April. Nächsten Sonntag den 28. d. M. wird die von Herrn L. Rohrbach an dem Lollarer Kopf, an der Seite nach dem Dorfe zu, errichtete Sommer-Wirthschaft „Zur Ludwigshöhe" mit Concert eröffnet. Der überaus prachtvoll gelegene Platz bietet eine wunderschöne Aussicht nach den umliegenden höheren Punkten wie Gleiberg, Vetzberg, Altenberg und dem Lahnthal entlang. Der Lollarer Kopf, welcher wegen seiner schönen Wege von den hiesigen Bewohnern sehr oft zu Spaziergängen gewählt wird, dürfte sich nun eines noch regeren Besuchs zu erfreuen Huben, besonders auch von der Stadt Gießen und den umliegenden Ortschaften, nachdem man jetzt Gelegenheit hat, nach einem gesunden Spaziergang in dem Walde ein gutes GlaS Exportbier rc. zu civilen Preisen zu bekommen. Die erbaute große Halle bietet Schutz gegen Regen und Sonnenschein. as. Alten-Buseck, 22. April. Schon wieder in kurzer Zeit — seit Weihnachten das zweite Mal — war es einem hiesigen Ehepaar vergönnt, das seltene Fest der goldenen Hochzeit zu feiern. Es waren dies der Ackermann Johann Wilhelm Volz und seine Ehefrau Justine geb. Becker, welche gestern von dem Ortsgeistlichen in ihrem Hause in Gegenwart von Kindern und Kindeskindern eingesegnet wurden. Ein schönes Zusammentreffen war es, daß an demselben Tage ihre jüngste Tochter in Altengottern in Thüringen ihre „grüne" Hochzeit feierte. A Groß-Felda, 24. April. Das Molkereiwesen zeigt tn unserem Kreise einen stetigen Fortschritt. Dank der --klbewußten Wirkung des Herrn Landwirthschaftslehrers Lc'tHiger zu Alsfeld hat dasselbe einen kaum geahnten Aufschwung genommen. Die Vorurtheile und Voreingenommenheiten, die man den fördernden Bestrebungen auf diesem Gebiete der Landwirthschaft vielfach anfänglich entgegengebracht, sind völlig beseitigt und aufgehoben und an ihre Stelle ist die richtige Erkenntntß der besseren Verwerthung der Milch durch das Molkereiwesen getreten. Wohl haben die Molkereien gegenwärtig ein wenig unter den sehr niederen Bulterpreisen zu leiden, deffen ungeachtet ist der Geschäftsgang im Allgemeinen ein flotter. Die sehr gesunkenen Bulterpreise werden zweifellos wieder in die Höhe gehen; denn keine Kunstbutter, weß Namen sie auch führt, vermag vollständigen Ersatz für echte, ungefälschte Naturbutter zu geben. Auch in unserem Ort hat sich eine Genoffenschaft zur Gründung einer Molkerei gebildet. Das erforderliche Capital ist bereits gezeichnet und eine in der Nähe des Orts befindliche Mühle für den Preis von 18,000 Mk. erworben Von einem nach Tausenden rufen begrüßt, fuhr sodann geschmückte Rheinstraße nach selbe nebst ihrem Gefolge zählenden Publikum mit Hoch- die Königin durch die festlich dem alten Palais, woselbst die- Wohnung genommen hat. In worden. Die sonstigen baulichen Veränderungen und maschinellen Einrichtungen find mit ca. 17,000 Mk. veranschlagt. Bei der im Orte selbst, sowie auch den Nachbarorten bestehenden vortrefflichen Milchproduction ist ein flotter Gang der neuen Molkerei voraussichtlich. V. Aus dem Bogelsberge, 24. April. Die oberste Forst- und Cameral-Verwaltung hat den Forstbeamten befohlen, sogleich und mit allen Kräften gegen die Maikäfer vorzugehen, sobald sie sich zeigen. Dabei sollen die Erfahrungen verwerthet werden, welche im vorigen Jahre bei Vertilgung dieses JnsecteS gemacht worden sind. Der „Gießener Anzeiger" brachte vor einigen Wochen einen Aufsatz, worin nachgewiesen wurde, daß die Oberförstereten im vorigen Jahre viele Millionen Maikäfer vernichtet haben. nn. Darmstadt, 24. April. Die Ankunft der Königin von England erfolgte heute Nachmittag. Punkt Va2 U$r fuhr der aus sechs Wagen bestehende, mit zwei Locomotiven bespannte Extrazug, geführt von dem Obermaschinenmeister Becker, in den mit Fahnen und Blumen geschmückten Bahnhof der Main-Neckar-Bahn ein. Zum Empfang der Königin hatte sich Seine König!. Hoheit der Großherzog, die Großherzogin, Prinzessin Heinrich von Preußen, Prinzessin Battenberg, Prinz Wilhelm von Hessen eingefunden. Nachdem der Zug hielt, wurde die zum Aussteigen der Königin extra hergestellte und reich decorirte Rampe an den Salonwagen gebracht, worauf als Erster Seine Königl. Hoheit der Großherzog den Wagen der Königin betrat und diese begrüßte. Ihm folgte die Großherzogin, sowie Prinzessin Heinrich von Preußen. Nach kurzem Verweilen der hohen Herrschaften im Wagen der Königin wurde dieselbe sodann durch ihren Kammerdiener und einen der im Gefolge befindlichen Indier zur Rampe und von in den mit Blumen geschmückten Empfangssalon geleitet, woselbst der Königin die Hofstaaten' vorgestellt wurden. Hierauf begab sich die Königin zu dem für sie bereit stehenden vierspännigen Wagen, wo sie neben der Großherzogin dem Großherzog gegenüber Platz nahm. Begleitung der Königin befand sich ihre Tochter, Prinzessin Heinrich von Battenberg, sowie ein aus ca. 30 Köpfen bestehendes Gefolge. Die Königin ist fett ihrem letzten Hiersein merklich gealtert, was man am meisten beim Gehen wahrnimmt, da sie hierbei geführt werden muß./ Das Publikum begrüßte sie durch öfteres Kopfnicken. Um 0V2 Uhr fuhr,die Königin in Begleitung des Großherzogs zum Mausoleum auf der Rosenhöhe, woselbst sie am Grabe ihrer Tochter, der Großherzogin Alice und des GroßherzogS Ludwig IV. längere Zen verweilte und Blumen niederlegte. Mainz, 22. April. Die Verwaltungsbehörden haben hier entschieden, daß verbotenes Glücksspiel in einer Wirthschaft, in diesem Falle besonders das sogen. „Zwicken", den Verlust der Concession zum Betriebe einer Wirthschaft nach sich zieht, wenn der Inhaber der Wirthschaft von dem Spiele Kenntniß hatte. Kastel, 23. April. Um das linkeAuge gekommen ist gestern in der Mittagsstunde ein Pionier Hierselbst. Derselbe hatte scherzweise einem Kameraden seinen Eßnapf auf den Kopf gestülpt, wobei der Napf in Stücke ging. Der Kamerad wurde über den Scherz derart aufgebracht, daß er mit einem Stück des zerbrochen Napfes nach seinem Peiniger chlug und ihn so unglücklich am Auge traf, daß der Soldat sofort nach dem Lazareth überführt wurde, wo die Aerzte oen Verlust der Sehkraft feststellten. vermischtes. * Gute Waschmittel find für alle sorgsamen Hausfrauen unentbehrlich. Da jedoch in diesen Artikeln ungemein viele, verschiedenartige Fabrikate auf den Markt gebracht werden, so steht die Hausfrau oft diesem massenhaften Angebot gegenüber rathlos da. Es wird daher gewiß mit Freuden begrüßt werden, wenn auf ein Waschmittel aufmerksam gemacht wird, das in Betreff seiner Güte und chemischen Reinheit gegenwärtig unerreicht dasteht: „L uhn S Wasch - Extract" nämlich vereinigt alle Eigenschaften in sich, die für eine vorsichtige und sparsame Hausfrau ein Waschmittel werthvoll machen. Es wird daher auch mehrfach nachgeahmt und mit ähnlichem Namen in den Handel gebracht. Ein gleiches Fabrikat darf jedoch nicht von fremden Firmen in den Handel gebracht werden, da daS Herstellungsverfahren zum Patent angemeldet und die Verpackung patentamtlich geschützt ist. Um Sicherheit wegen Echtheit des Artikels zu haben, braucht man beim Einkauf nur auf die Schutzmarke: einen „Halbmond mit Anker" zu achten. Der Gebrauch von LuhnS Wasch-Extract kann nach allen bisher gewachten Erfa^ungen nur aufs Wärmste empfohlen werden. llttwcrfifäte - Nachrichten. Leipzig, 24. April. Professor Ludwig, der berühmte Physiologe, ist gestorben. Er war 79 Jahre alt Schisfsirachrichten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Earl L00S und I. M. Schulhof. Bremen. 23. April. lPer transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer Weimar, Eapitan E. Steencken, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist gestern 11 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Der Postdampfer „Pennland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 22. April wohlbehalten in Philadelphia angekommen. Der Postdampfer „Westernland" der „Red Star Line" in Antwerven ist laut Telegramm am 23. April wohlbehaltm in Rew- york angekommen. Witterungsbericht vom 24. April. Der größte Thetl Europas gehört einem ausgedehnten Depressionsgebiete an, welches auch heute sein Eentrum im Nordwesten ausweist. Dasselbe hat jedoch an Tiefe verloren. Der Einfluß des niederen Drucke? erstreckt sich in südöstlicher Richtung bis zu den Alpen herab; im Gebirge und im südlichen Deutschland war heute Morgen das Wetter trübe und fielen daselbst vielfach Niederschläge. Das barometrische Maximum behauptet seine Stellung im Innern Rußlands und hat neuerdings an Intensität etwas gewonnen. Die Temperaturen sind im Allgemeinen wenig verändert, nur in Süddeutschland sind sie etwas gestiegen. BorauSstchttiche Witterung: Vorerst noch wenig Aenderung. □00000000000000000000 0 Frühjahrs- u. Sommer-Herren-Kleiderstoffe 0 Q echt englischer, sowie bester deutscher Qualitäten ä Mk. 8.95 Q Oper Meter bis Mk. 13.75 versenden in beliebiger Meter- * 1118 zahl franco ins Haus V 0 Versandtgeschäft Oettinger & Co., Frankfurt a. 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April 1895. NB- Fässer leihweise von 25 Liter Inhalt an. s----- ’ ' ---- Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. G nauth. 2990] Möblirtes Zimmer mit Eabinet zu verm- Joh. Hamel, Südanlage 7, Nebenhaus link* ll St. 3713) Dammstratz, 32 ein möblirtes Zimmer zu vermiethen-_______________ 3473) Ein möblirtes Zimmer zu ver-i miethen. Alieestratze 23, Mansarde. | neben den Marktlauben sofort ober nr,rnl später zu vermiethen. 153 genommen. 37o8! , r 1 Q7QO I. Rothenberger, Lindenplatz 8. Groese* L.ager shalt sich bestens empfohlen 3789Daselbst: 1 Kassenschrank, 1 Secretär, seiner u. feinster ausgebanter) Frau Arndt, Kaplansgasse 10. 1 Schreibpult zu verkaufen. Original-Flaschenweine, 377Gj Ein Kinderwagen zu ver- über welche Liste gerne gesandt wird. kaufen. Bahnhofstraße 40. (Schellfische, Lahnhechte und . . I Weissfische, alle Sorten 3780 Wummen Moselwein.! zu haben billig wram is. I892r u. 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Bk. bto. 31/i«/o Ostanlage 35. 3791 »rirf gesucht. 149.201 Oftm. Yredst.«csten 330'1 Dannft Bk.'NcNen Erved- d- Vl. erbeten- 3236 Dresden, Dermoferstr. 8379 104.85 98 35 104 70 104.30 105.10 4 597 052.96 1 261 420148 1 403 985.— 426 465 — 24 414 482.45 1 728 190.51 84.75 102.80 25.75 80.10 35.00 102.00 106 20 1O2.( D 101 « 106 50 104.20 MT Stellensuchen de jeden Beruf» plactrt )(5ndIKenter,M Hureaa. Md 16.24 • 20.42 20.38 4.20 4.16 4Ve*/o Oefterr. SUberrmte 4®/0 Ung. Gold'Rente 3% Portugiesen 6®/o Mexicaner 4% Monopol'tSrtechen von 1887 •«!> 16J2O Frau Moritz Sann, Westanlage 89. •d> 81 10 167 "5 ■|4.16«/| Wegen Perheirathnng meines jetzigen Mädchens suche ich zu baldigem Eintritt ein tüchtiges Mädchen für Stiidic und Hausarbeit. Frau Professor (Haehtgerrs, 46 726 618.— 1 500 000.- 31 021 456.51 20 Frtmkeu-St. Lngl. Sovereign» Doll«» te Sold Anmeldungen neuer Mitglieder nimmt der akademische Musikdirektor in seiner Wohnung, Bismarckstrabe 22, II, von 2—2s/t Uhr Ein in allen Hausarbeiten durchaus erfahrenes und zuverlässiges Mädchen, welches auch etwas kochen kann und sich über ihre Leistungsfähigkeit durch Zeugnisse oder Empfehlungen auszuweisen vermag, findet per 15. Mai er. gute Stelle. Ludwigstr. 44, II. 3684) Tinen Ha«»d«rschen sucht Emii -roll. 8692| Tin tüchtiger Fuhrmann ge» focht, der auch mit Chaisen umgehen kann. Wo? sagt die Trved d. Bl- Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen (Ziesten, Mainz, den 24. April 1895. 2162] Lehrling gesucht. Wilh. vohltng. Tapezier, Alicestrahe 24. Auskunft wird erthcilt und Prospecte und Antrags-Formulare werden gratis verabreicht in Frankfurt am Main bei der General-Agentur (w. E. Peieer, Elshoimerstrasso 8, und in Glennen bei Horm Philipp Hohmeier, W eisabindermeieter, sowie bei ■ Ära rötlich en Agenten der Geeellsohaft. 3772 Hamburg, April 1895. Die DLreetion. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen Lebens- und Pensions-Versicherungs-Gesellschaft in Hamburg. Errichtet am 1. Februar 1848. Akademischer Gesangverein. Montag den 39. April d. I., Abends 8 Uhr, in der Auszug aus dem Rechenschafts-Berichte vom 6. April 1895. l’itimo 1894 waren In Kraft: X Franz. Banknoten LeNcrr. bto. Smertc. 32 296 Lebens-Versicherungen mit 1 423 Renten- und Pensions-Versicherungen mit jährlich zu zahlenden Pensionen von....... . . v Die Einnahme in 1894 betrag: An Prämien und Kapital-Zahlungen......... - Zinsen .... .............. Schmerzerfüllt theilen wir Freunden und Verwandten mit, daß unsere innigstgeliebte Gattin, Mutter, Schwester, Schwägerin und Schwiegertochter Frau Weinrich, geb. Seipp im Alter von 39 Jahren dem Herrn sanft entschlafen ist. Tostes-Anzeige. verwandten, Freunden und Bekannten bringen wir die traurige Nachricht, daß unsere liebe Mutter, Schwiegermutter* und Großmutter Frau Marg. Kling Wwe. gestern Abend 8 Uhr sanft dem Herrn entschlafen ist. Die trauernde« Hinterbltedeuen. Gießen, den 25. April 1895. Die Beerdigung findet Freitag Nachmittag 4'/, Uhr, vom Sterbehause, Tiefenweg 3, au« statt. 3785 3708) Gesucht für baldigst oder Anfang Mat ein erfahrene» tüchtige» Hausmädchen (Lohn 15—16 Mk ). Mit Zeugnissen zu melden. «arbnrgerstratze 20. 3629] vp. Tred. B. ... . _ dsch.B.unkch-1904 106.00 4«/» Bomm.Hyr « Bk.urtk.b.1904 Verausgabt wurden: Für 498 Todesfälle ...... ....... „ 202 bei Lebzeiten fällig gewordene Versicherungen . . Seit ihrer Gründung zahlte die Gesellschaft Oberhaupt an Versicherungs-Kapitalien und Renten...... Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt Die Reservefonds belaufen sich auf......... Davon sind angelegt: In Hypotheken........... . . „ Darlehne gegen Unterpfand n Darlehne auf Policen der Gesellschaft . . . . 8ÄeUr Omnibus-Verbindung L 6 U»t *',* ■* ***** te Are heutige Kummer umsatzt 6 Seiten. t« ßMüdw fotttaä1 f-, eeslti