eT Auswahl, Henn, rnip. ig. rsweg 87. 5 ilon imgarne brilaten n jowie meine Lecke» und reeller B.dleniy (»ü .Wwe. , SeÜersweg 51 LübliaskL straße 30 rporiis* 00**' ■ Ncißwein, er w* ufcwM u'W [ m> *■ ..tafcunb b« biejelta fmenfarrig "'>tetra'1 „■ dem D-«U!M, sich biei«"1" 1” E ttcrn m-m-Ich » n md swd s" * \ tot »»«'*' " täumen,« tu" in ®*A jo durchlässig D' „ur la*®*1* S“ Ärt, Wi« °°» ^ihrtSkne«' iU<«l birf *Ä #-■ $2 $••*** hl nnB Sruchi, MS>55 !*,».* - Dienstag den 26. März 1S95 Erstes Blatt. Nr. 72 Gichcner Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. Zlintr- und 2ln,jeigcblrttt fiir den Ureis Gieren. Rebaction, Txpeditio» und Druckerei: Kchutstrahe ^r.7« Fernsprecher 51. vierteljähriger Avonuementspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit vringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener AamilieuSkätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal hergelegt. Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Hraiisöeikage: Hießener Aamitienökätter. Alle Annoncm-Burecmx deS In« und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für den tokgenden Tag erscheinenden Nun^ner bi» Corrn. 10 Uhr. Deutscher Reich. Darmstadt, 24. März. In Anwesenheit der gesummten Großherzogttchen Familie, der Herzoglich Coburgtschen Familie» deS Prinzen und der Prinzessin Friedrich Carl von Hegen, sowie zahlreicher Würdenträger fand heute die Taufe der jüngst geborenen Prinzessin statt. Die Prinzessin erhielt die Namen Elisabeth Marte Alice Victoria. Der Rufname ist Elisabeth. Berlin, 23. März. Der Reichstag lehnte mit 163 gegen 146 Stimmen den Antrag des Präsidenten, den Fürsten Bismarck zu beglückwünschen, ab. v. Levetzow legte darauf daS Präsidium unter rauschendem Jubel der Rechten nieder. (Wiederholt, weil nur in einem Theile der SountagS-Nummer abgedruckt. Red.) Berlin, 23. März. Seine Majestät der Kaiser haben an den Fürsten von Bismarck nachstehendes Telegramm abgesandt: „An den Fürsten von Bismarck, Herzog von Lauenbnrg. ” FriedrichSruh. „Eurer Durchlaucht spreche ick den Ausdruck tiefster Entrüstung über den eben gefaßten Beschluß des Reichstags aus. Derselbe steht im vollsten Gegensatz zu den Gefühlen aller deutschen Fülsten und ihrer Völker. gez. Wilhelm I. R." (Durch Anschlag an unserer Expedition bereits gestern mitgetheilt. Red.) Berlin, 23. März. Dem Kaiser ging nachstehendes Telegramm aus FriedrichSruh zu: „Seiner Majestät dem Kaiser und König, Berlin. Euer Majestät bitte ich den ehrfurchtsvollen Ausdruck meiner Dankbarkeit für die allerhöchste Kundgebung entgegenzunehmen, durch welche Majestät jede mir noch unbekannte Unerfreulichkeit meiner alten politischen Gegner zum Anlaß einer erfreulichen Genugthuung für mich umwandeln. Bismarck." Berlin, 23. März. Im Reichstage waren heute die Tribünen in ganz ungewöhnlicher Weise überfüllt; auch die Hof- und Diplomatenlogen wiesen keinen leeren Platz auf und schon vor Beginn der Sitzung fanden sich die Abgeordneten auf ihren Plätzen ein, so daß, als der Präsident daS erste Klingelzeichen gab, die Sitzung sofort beginnen konnte. Als Präsident v. Levetzow die Ermächtigung zur Beglückwünschung Bismarcks nachsuchte, merkte man seiner Stimme die Erregung au; bekannt ist, daß er für den Fall der Ablehnung sein Abschiedsgesuch bereits geschrieben hatte. F. Z. — Die „Post" meldet aus Jena, in ganz Thüringen werden Protestkundgebungen anläßlich des gestrigen Reichs- tagSbeschlusies vorbereitet. — Auf Grund einer zwischen den Fractioneu getroffene» Vereinbarung soll, wie die „Kreuzztg." meldet, der Antrag Kanitz am 28. März und an den folgenden Tagen im Reichstage zur Verhandlung kommen. — Die Präsidentenwahl soll nach den bisher getroffenen Dispositionen am nächsten Mittwoch stattfindeu. Die Conservativen und die Nationalliberalen lehnen es ab, an der Bildung des Präsidiums mitzuwirken. So bleibt e» dem Centrum überlasten, den ersten Präsidenten zu stellen. klären, daß wir dem Vorschläge nicht zustimmen. Wi haben auch keine Veranlassung batu. Fürtt Bismarck trieb ausschließlich Politik ; zum Vorihetl der besitzenden Klassen. Das Volk bat er durch seine : Zoll- und Wtrthschaslspoiitik schwer geschädigt (Gelächter rechts). Er hat besonders die socialdemokratische Paitei dis zur Aechlung durch Ausnahmegesetze verfolgt. Er hat alw keinen Anspruch unsererseits auf Dank und Anerkennung. Als Vertreter der stärksten politischen Partei in Deutschland lehnen wir daher den Vorschlag ab (Gelächter rechts) und bitten den Herrn Präsidenten, einen Beschluß des HauseS herbeizuführen. . Abg. Rickert (frs. Vg.): Meine politischen Freunde sind nahezu einmüthig damit einverstanden daß der Reichstag dem Präsidenten die Eimächtigung zur Beglückwünschung des Fürsten Bismarck er- theile. (Bravo!) , Abg. Fürst Radziwtll (Pole): Namen« meiner Fracilon habe ich zu erklären: Wir erblicken in dem Vorschläge des Präsidenten eine eminent politische Kundgebung, dazu bestimmt, der Begeisterung für das politische Wirken des Fürsten Bismarck Auidruck zu geben. Daran theilzunehmen verbietet uns die Rücksicht auf das amtliche und außeramtliche Wirken des Fürsten Bismarck, welcher nur allzu oft an unseren verbrieften Rechten rüttelte. Wir sehen uns daher außer Stande, dem Vorschläge des Präsidenten statt- zugebnr. $arborff (Refchsp.): Den Widerspruch des Herrn Singer und seiner Partei wird Fürst Bismarck jedenfalls verschmerzen. (Bravo!) Wenn die Herren Singer und Richter den Versuch machen, den Reichstag auf das Niveau des Votums der Berliner Stadtverordnetenversammlung herabzudrücken, so ist das ihre Sache. Aber wenn unser Votum im Sinne der Herren ausfallen sollte, so kann ich nur sagen: daß der Reichstag sich gegenüber dem Vaterlande, gegenüber ganz Europa, ja gegenüber der ganzen Welt in Gegenwart und Zukunft unsterblich lächerlich machen wurde. (Lebhafter Beifall rechts und bei den Nationalliberalen, Widerspruch links, Händeklatschen auf der Tribüne.) Abg. v. Hodenberg (Welfe): Meine politischen Freunde und ich müssen den Herrn Präsidenten bitten, uns bet einer etwaigen Beglückwünschung in Friedrichsruhe ausdrücklich auszunehmen. Es würde uns Hannoveranern schlecht ansteh-n, wollten an der Ehrung eines Mannes theilnehmen, welcher unter Nichtachtung aller Rechte Hannover zu einer preußischen Provinz gemacht hat. (Zuruf v. Kardorffs: Gott sei Dank, daß er das gethan hat! 'Ör0DVbg. Graf Inn- u. Knyphausen (Hospitant bet den Conservativen): Der Herr Vorredner bat nicht im Namen aller Hannoveraner gesprochen. (Lebhafter Beifall) Ich fühle mich verpflichtet, an der Ehrung eines Mannes theilzunehmen, der das Verdienst hat, daß wir überhaupt die Mäglichkeit haben, hier in diesem Hause zu ^"'Abg^Äebermann v. Sonnenberg (Res.-Partei). Wir nehmen freudigen Herzens an dieser Beglückwünschung Theil als der Erfüllung einer Pflicht der Dankbarkeit. Ein Unterlassen dieser Pflicht würde das Vertrauen und das Ansehen Deutschlands schwer schädigen und den Spott aller Welt herausfordern. Der Humor der Weltgeschichte aber wird es dereinst fügen, daß, wenn der Name Bismarck noch alle Welt erfüllen wird, man die Namen der Herren von drüben höchstens noch kennen wird als die Namen von Personen, von denen man sagen wird: ach, das find die sonderbaren Leute, welche dereinst dem Fürsten Bismarck den Glückwunsch versagen wollten. (Beifall.) . „ .. , 0 Nunmehr erfolgt die von den Abgeordneten v. Manteuffel und v. Bennigsen beantragte namentliche Abstimmung. DerVor- schlag des Präsidenten, gegen welchen Centrum, freisinnige VolkS- pattei, Socialdemokraten, Elsässer, Welsen, Polen und der Abgeordnete Barth von der freisinnigen Vereinigung stimmten, wird mit 163 gegen 146 Stimmen abgelehnt. Präsident o. Levetzow bemerkt nach Verkündigung dieses Er- aebnisies' Demnach ist mein Vorschlag abg.lehnt und diese« Resultat veranlaßt mich, da» Präsidium dies«» Hause» «iederruUge«. (Stürmisches, minutenlanges Bravo im Hause und auf den Tri- ^^Rackcern alsbald Vicepräfident v. Buol das Präsidium übernommen und mit Hilfe der Glocke endlich Rübe hergestellt hat, bemerkt derfelbe: Auf den sehr bedauerlichen Beschluß des Herrn Prä- fidenten werde ich am Schlüsse der Sitzung zuruckkommen. Wir treten in die Tagesordnung ein. Abg. v. Bennigsen (natl.) zur Geschäftsordnung. Ueber eine etwaige Entschließung des zweiten Vicepräsitenten Herrn vr. Bürcklin, der nicht anwesend ist, kann ich Bestimmtes »war nicht mittheilen. Aber ich glaube schon jetzt im Einverstandn ß mit meinen Partei- genosien sagen zu können, daß wohl kein Zweifel vorliegt daß Herr vr Bürcklin dem Beispiel des Herrn Präsidenten folgen wird. (Abermaliger stürmischer Beifall, auch auf den Tribünen.) ( Abg Richter: Wenn auch diefe ungewöhnlichen Erklärungen aar keine politische Bedeutung baden, so glaube ich doch erklären zu können daß es auch ohne die beiden Herren gehen wird (Lebhafter Bestall links) und daß sich sicherlich Abgeordnete finden werden, welche geeignet und gewillt sind, das Präsidium zu führen. Nunmehr tritt daS Haus in die Tagesordnung ein. Der Etat der Reichseisenbahnen wird ohne erhebliche Debatten und bei Anwesenheit einer nur sehr geringen Anzahl von Abgeordneten erledigt. Es folgt der Etat der Zölle und Verbrauchssteuern. Die Commission hat die Einnahme Ansätze an Zöllen um 960000 Mk. und an Zuckersteuer um 2903000 Mk. erhöht. »um Etat der Brausteuer liegt der Antrag Auer vor, daS Brausteuergesetz dahin zu ändern, daß zur Bierbereitung nur Wasser, Malz. Hopfen und Hefe benutzt werden dürfen. Sei dem Etat der Zölle beklagt sich Aba. Jebsen (natl.) über dieVerzwanzigfachung deS russischen Klaaaenzolles, wodurch die deutschen Rbeder geschädigt würden. DaS Reich möge letzteren durch eine Entschädigung zu Hilfe kommen. Schatzsecretär Graf Posadowsky lehnt diesen Gedanken entschieden ab. Würde das Reich sich auf dergleichen einlafien, so würd.n die fremden Staaten gegen deutsche Jntereffen künftig um f0 rücksichtsloser vorgehen in der Erwägung: oie Leute können» au»- halten, denn das deutsche Reich steht ja hinter ihnen! Deutscher Reichstag 68. Sitzung. Samstag, den 28. Marz 1896. HauS und Tribünen sind stark besetzt, ebenso der BundeSrathStisch. Rach einigen geschäfilich-n Mittheilungen bemerkt der Präsident o. Levetzow: Meine Herren: Am 1. April feiert Fürst vtemmck seinen 80 Geburtstag. Es Meint mir geboten, daß der Reichstag seiner Theilnahme an dem Tage Ausdruck gibt, wo der letzte große Mann, welcher zu der Einigung Deutschlands beigetragen hat, ein Alter erreicht, welche- so Wenigen beschieden ist. (Bravo«.) ompesch (Ctr.): Ramms meiner Freunde habe ich zu erklären: Tie geplante Beglückwünschung gilt einer politischen Persönlichkeit und ift ein politrscher Act, und zwar um so mehr, als fiit Wochen ein desfallstger Schritt deS Reichstages als eine besondere Ehrung des Staatsmannes angedeutet wurde. DaS Centrum kann sich an unterschiedsloser Billigung der von dem Fürsten Bismarck verfolgten politischen Grundsätze nicht betheiligen. Als solche Billigung aber würde es gelten können, wenn das Centrum dem Dm schlage des Präsidenten nicht widersprechen würde. De Rücksicht, die wir vor 10 Jahren übten, sällt in dem Augenblick, wo der Fürst BtSmarck aus dem Amte schied. (Widerspruch rechts.) Nicht minder können für uns diej nigen Ehrenbezeugungen in Betracht kommen, die anderen Reichsiagsmitgliedern erwiesen worden find, («ha! rechts.) Die Person des Fürsten BtSmarck tonn auch von seinem Amte nicht getrennt werden. (Sehr richtig! links.) Wir find deshalb zu unserem Bedauern nicht im Stande, dem vor- geschlagenen Glückwünsche zuzustimmen (Beifall im Centrum und ltnkS). Wir verzichten auf die Auszählung derjenigen Gründe, welche e« uns im Einzelnen unmöglich machen, in diese Kundgebung einzustimmen. (Lachen.) ES würde dies die ohnehin großen Schwierigkeiten erhöhen. . , Abg. v. Bennigsen (nl.): Meine politischen Freunde halten e» für eine Ehrenpflicht, dem Fürsten BtSmarck, dem wir unsere nationale Einbeit und unsere Machtstellung in der Welt verdanken, (Bravotz) zu seinem 80. Geburtstage unseren Glückwunsch auszudrücken. Viele Tausend Deutsche aller BerutSklassen und politischen Anschauungen rüsten sich in dec Heimath und in der Ferne, den tag würdig zu feiern. Nicht begreifen würde man es in unserem Vaterlande und außerhalb, wenn allein der Deutsche Reichstag, welcher nicht t$lftiren würde (Stürmischer Beifall), wenn nicht Fürst Bismarck gewesen wäre, unthätig und grollend zur Seite stehen wollte. Ich weiß sehr wohl, daß für eine so große umfassende Tdätigkeit und für ein solches im Dienste des Vaterlandes zugebracht.s Leben auch ein überaus großes Maß von Wtllenskrast und Leidenschaft erforderlich war. Ich weiß, daß das vielfach Veranlassung gegeben hat zu scharfen Gegensätzen und zu lebhaften Kämpfen um die innere Politik. Aber es wäre ein bedauerliches Zeichen für die Vertretung der Nation, wenn sie nicht bet einer so seltenen Feier eines Marines, der seit Jahren aus jeder politischen thättgkeit ausgeschieden ift und mit keiner Partei mehr im politischen Kampfe steht, nicht alle anderen Erwägungen unbefangen zurücktreten lassen wollte, hinter die Verdienste einer so großen Persönlichkeit. (Lebhaster Beifall.) p' '« Abg. Richter (frs. 93p.): Namens der freisinnigen Volks- partei und zugleich der deutschen Volkspartei habe ich folgende Er- Aärung abzugeben: Die angeregte Beglückwünschung als einfache Betonung menschlicher Theilnahme tür den hochbejahrten Staatsmann aufzufassen, verhindert uns die Art, wie ein Theil der Anhänger deS Fürsten BtSmarck beflisien ist, die Geburtstagsfeier zu einem politischen Huldigungsoct auszugestalten (Zustimmung »nd Widerspruch) und zu politischen Parteizwecken für sich selbst auSzunutzen. Wir verkennen nicht die großen Verdienste Bismarcks um daS deutsche Etntgungswerk (Großes Gelächter rechts). Ihre ünterdrechungen bekunden ja, wie Sie diese Kundgebung für Ihre Parteipolitik ausnutzen wollen (Lebhafte Zustimmung links). Wir anerkennen die Verdienste des Fürsten Bismarck um die auswärtige Politik unseres Vaterlandes. Aber die Persönlichkeit des Fürsten BtSmarck muß beanspruchen ganz und ungeibellt beurteilt zu werden (Zustimmung links). Er ist zugleich der Träger eines politischen Systems, das wir als dem Liberalismus und dem parlamentarischen Wesen entgegengesetzt ansehen müssen und deshalb im Interesse von Volk und Vaterland zu bekämpfen, für unsere patrio: ische Pflicht erachtet haben. Insbesondere hat der Fürst Bismarck im letzten Abschnitte seiner amtlichen Wirksamkeit jene, die Volkseinheit zersetzenden Jntereffenkämpfe entzündet und geschürt (Lachen und Beifall), welche auf weitere Kreise der Bevölkerung politisch demoraltsirend wirken, welche die Gegenwart schwer belasten und uns für d e Zukunft unserer nationalen Entwickelung mit Beforgntß erfüllen. (Ach! Ach! recht».) Auch nachdem der amtlichen Thättgkeit des Fürsten Bismarck ein Ziel gefitzt ift, sucht derselbe mit der ganzen Autorität seiner Person auf die öffentliche Meinung einzuwirken, um einer Richtung vorzubeugen, die ein Einlenken der inneren Politik in gefunberc Bahnen erleichtert (Zustimmung links). Wir bedauern daher, dem Wunsche des Herrn Präsidenten keine Folge geben zu können. (Beifall und Zischen.) . Abg. v. Manteuffel (cons.): Namens meiner politischen Freunde habe ich zu erklären, daß wir dem Wunsche deS Herrn Präsidenten Folge geben. Das deutsche Volk wurde es nicht verstehen (Bravo), wem der deutsche Reichstag demnächst unter den Gratulanten in Friedrichsruhe fehlen sollte. Verdankt doch der deutsche Reichstag sein Bestehen gerade dem Fürsten Bismarck Auf die Ausführungen des Herrn vom Centrum will ich nur eins antworten. Graf Hompesch sagte: Fürst Bismarck sei untbeilbar. Den Versuch, ihn zu tbetlen, haben Sie gar nicht gewagt (Bravo). Das spricht für die Große seiner Persönlichke't. Einer so großen Persönlichkeit gegenüber sollten Sie alle Bedenken fd)®dgcn lassen. Welche Cons quenz auch gegen Ihr Verhalten im Jahre 1885! Damals stimmten Sie der Beglückwünschung zum 70. Geburtstag ohne Einwand zu! Was bat sich denn seitdem zu Ungunsten des Fürsten Bismarck geändert? Im Gegentheil, es ist doch gerade sehr Biele» geschehen, was das Verhältniß zwischen ibm und den Par leien, namentlich dem Centrum, geändert hat. DaS sollten Sie bedenken und mit uns für den Vorschlag des Herrn Präsidenten stimmen. Abg Singer (Soc.): Ich habe Namens meiner Partei zu er- Bei dem Etat der Zuckersteuer widerspricht Schatzficretär Gras Posadowsky der Erhöhung deS Einnahme- Ansatzes. Es harmonire das auch nicht mit bem verfassungsmäßigen Gebrauch. Das Haus beschließt gemäß dem Vorschläge der Commission. Bei dem Etat der Brausteuer empfiehlt Abg. Wurm (Soc.) die Resolution Auer, dabei unter Anderem auf das schlechte Hamburger Bier exempl'ficlrend. Abg. R ö ficke (wtldlib.) ist zwar mit dem Prtnclp des Anträge» einverstanden, ei klärt aber trotzdem gegen denselben stimmen zu müssm, da er hier nicht her gehöre. Staatssecretär Graf Posadowsky: Im Jnteresie der expor- tirenden Brauereien sind gewtsie Surrogate, namentlich Reitz und Mucker, für die Bierbereitung unentbehrlich. Das allerdings ist nicht zu bezweifeln, daß wenn wir in fpäierer Zeit mit einem Biersteuer- gkfitz kommen werden, auch daS Surrogaten-Verbot sofort fern drohendes Haupt erheben wird. „ Abg. Rich ter: Wenn aber die Biersteuer ihr drohendes Haupt erheben sollte, so wird sie sicher auf den Kopf gefchlagen werben. (£)eiterTeit.)^n^^ ^uer wird angenommen, die Position «Brau- fteucr" genehmigt. Sodann vertagt sich das Hau». Vicepräsident Frhr. v. Buol schlagt vor, am Dienstag die Präsidentenwahl fiattfinden zu lassen. Abg. vr. Lieber (Ctr.) wünscht Herausschiebung der Präsidentenwahl, um Besprechungen darüber »u ermöglichen. Abg. Richter (fr. 93p.) bittet, um den Etat rechtzeitig fertigzustellen, jedenfalls die Präsidentenwahl am Dienstag »u halten. Abg. v. Rarborff (RchSv.) hat Bedenken, eine Sitzung zu halten, ehe der Präsident gewählt ist. Der Dicepräsident v. Buol zieht daraus seinen Vorschlag, die Präsidentenwahl am Dienstag vorzunebmen, zurück. Dienstag: Rest des Etats. Zolltarifnovelle. I AIS der in Aussicht genommene Candidat wird der Abgeordnete Spahn bezeichnet. Den ersten Vizepräsidenten hätte nach der FractionSstärke die Sozialdemokratie zu stellen. Dieselbe scheint indeß gewillt, auf eine Vertretung im Präsidium zu verzichten und ihre Ansprüche an die BolkSpartei abzutreten. Letztere hat sich über die Personenfrage noch nicht schlüssig gemacht. Die nächststärkste Partei wären alsdann die Polen. — Wie eine parlamentarische Correspoodrnz wissen will, beabsichtigt man im Reichstage, zunächst den zurückgetretenen Präsidenten v. Levetzow wiederzuwähleo. — Der heutigen ReichStagSfitzung wohnte in der Hofloge der Großherzog von Baden bei. — Zu der heutigen Reichstagsverhandlung wird der „Kreuzztg." gemeldet, daß der StaatSsecretär v. Bötticher das Ergebniß der Abstimmung über den Antrag Levetzow rasch auf das Papier warf und sofort an den Kaiser sandte. Bremerhaven. 23. März. Dor dem hiesigen Seeamte begann heute Vormittag 9 Uhr die Verhandlung, betreffend die Lollision und den Untergang deS Schnelldampfers „Elbe". Der Gerichtshof besteht aus dem Amtmanne Dr. Dommeö als Vorsitzenden, dem NavigationSschuldirector JungclauS, dem Oberlootsen Mioffen, dem Hafenmeister Gerlach und dem Schiffsbesichtiger Heincks als Beisitzenden. Al-Reichscommtffar fungirt NavigationSschuldirector Dr. Romberg. Als Zeugen find geladen: Oberinlpector Berdrow, SchiffSbauingenieur Walter, Ladeunrernehmer Htnsch, der L oyd'Ageut v. Riegen, die dreizehn Geretteten von der Mannschaft der „Elbe", der gerettete Weserlootse de Harde und der gerettete Passagier Schiffskoch Botheu. Zur Perle ung sollen kommen die Aussagen deS geretteten Fräulein Böker, deS geretteten englischen Lootsen Greenhum und die vor dem deutschen Generalconsul in Newyork gemachten eidlichen Aussagen deS Passagiers Schlegel. Die Aussagen der Besatzung der „Erathie" sind nicht zu erlangen gewesen. Arr-land. Wien, 24. März. Der gestrige Beschluß des deutschen Reichstages hat nach der „Post" auch hier großes Aufsehen hervorgerufen. Die „N. Fr. Pr." sagt, Bismarck bleibt, waS er ist, auch ohne die Glückwünsche des Reichstages, al er dieser wird die tiefe Wunde spüren, die er durch seine Verkündigung an dem Nationalgefühl und an dessen achtzigjährigem Liebling sich selbst beigebracht hat. Das „Fremdenblatt" sagt, im AuSlande müsse die Haltung deS Reichstags Befremden erregen, man sieht darin Undankbarkeit oder Mangel an jenem übermächtigen Gemeinsinn, der die Natio- nulschaft groß macht und dem Fremden Respect einflößt. DaS ultramontane „Vaterland" nützt das Votum des deutschen Reichstags aus, den österreichischen Verehrern BtSmarckS eine Lection zu geben und fügt, Bezug nehmend auf das kaiserliche Telegramm hinzu, eS sei hierin eine Situation geschaffen, auf deren AuSgang ganz Europa gespannt sei. Innsbruck, 23. März. Heute Abend findet im großen Stadtsaale cm von den deutschnationalen Studenten veranstalteter BiSmarck-Eommer- statt, welcher in keinem Zusammenhänge mit der BiSmarck-Adresse steht. Es werden Ruhestörungen befürchtet. Die bereits angesetzt gewesene große Uebui.g der hiesigen Garnison ist deßhalb abgesagt worden. Brüssel, 23. März. Der Finanzminister hat der Kammer einen Tabaksteuer-Gesetzentwurf unterbreitet, dem zufolge für Cigarren und Cigarretten 500 Francs für 100 Kilo EtngangSsteuer erhoben werden soll. Die inländische Steuer beträgt 1 bis l1/? Centimes für jede Pflanze. Charleroi, 23. März. Ein schreckliches Grubenunglück hat gestern in Firstaux stattgesunden. Drei Arbeiter wurden durch niederfallende Steine getödtet. Die Leichen konnten bis jetzt noch nicht gefunden werden. Madrid, 23. März. In Folge einer Versammlung von Offizieren und Journalisten ist jedes zwischen denselben bestehende Mtßverständntß ausgeglichen. London, 22. März. AuS Hongkong wird der ,Times" gemeldet, daß in Mutluk, Provinz Kwangtung, ein Aufstand auSgebrochen ist, der sich auf andere benachbarte Städte auödehnt. Von Canton zur Bestrafung der Rebellen ab- gesandte Truppen wurden mit schweren Verlusten zurückgeschlagen. ES werde beabsichtigt, über Muiluk den Belagerungszustand zu verhängen. Petersburg, 23. März. In panslavisttschen Kreisen hat die Abberufung deS Generals v. Werder lebhafte Befriedigung hervorgerufen. In der „Peterburger Zeitung" spricht ein rusfischer Politiker seine Genugthuung über die Abberufung v. WerderS aus. Für Deutschland, meint der „Panslavtst", sei freilich WerderS Abberufung ein Mißgeschick, da eS einen besseren Vertreter in Petersburg nicht haben könne, für Rußland dagegen sei dies ein Glück. Welche Gefahr sei cS, einen solchen Mann in Petersburg zu wissen, der die Verwaltung so genau kennt wie die Russen selbst. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphische« Correspondenz-Bureau. Derliu, 24. März. Wie die „Nat.-Ztg." erfährt, ist gestern Abend bet Bennigsen ein Telegramm von Bürcklin aus Montreux eingetroffen, worin er anzeigt, daß er sein Amt als zweiter Vicepräsident deS Reichstag« niederlege. München. 24. März. Der CultuSminister Dr. v. Müller ist heute Nachmittag kurz nach 3 Uhr gestorben. Leus, 24. März. Der Congreß der Grubenarbeiter ist beendet- der Antrag zu Gunsten eines allgemeinen Strike« wurde abgelehnt. Madrid, 24. März. DaS neue Sabinet ist wie folgt constituirt: Vorfitz: Eanova«, Aeußere«. Herzog von Tetuan, Justiz: Römers, Krieg: Azcarraga, Marine: Beranger, Finanzen: Reverter, Inneres: CoSgayon, Arbeiten: Bosch, Kolonien: Castellano«. Die Vereidigung fand gestern Abend statt. Cocale» und Lrovinziellcr. Siebe«, den 25. März 1895. * • Kirchliche Tieustuachrichteu. Am 28. Februar wurde dem Caplan Thomas zu Gießen die katholische Pfarrstelle zu Haßloch, Decauat Darmstadt, mit Wirkung vom 14. März an, übertragen. H. Neues Theater. Unter dem jubelnden Beifall eines sehr großen Sonntagpublikums ging gestern Abend „Der Trompeter von Säkkingeu" über die Bühne. Besetzung und Darstellung waren denen der frühtren Aufführungen gleich mit dem Unterschied, daß an Stelle der Frau Steiners Fräulein Egger die Margarethe recht hübsch spielte. — Za unserer Genugthuung können wir heute melden, daß die Theaterdirection vielfach geäußerten Wünschen nachgebend nicht daS franzöfische Schauerstück „Odette", sondern MoreioS reizendes Lustspiel „Donna Diana" mit Frau Lange - Praeto riuS in der Titelrolle zur Aufführung bringen wird. * • 22. Mittelrheinisches Turnfest zu Gieheu 1895. Zur Erlangung von Entwürfen für die Festhalle und den Haupteingang ist ein Preisausschreiben erlassen worden, welches folgende Bedingungen enthält: 1. Am Wettbewerb kann sich jeder in Gießen ansässige Archittct oder Bautechniker betheiligen, mit Ausnahme der im Preisgericht fitzenden. 2. Die Entwürfe sind spätestens bis zum 6. April, Mittags 12 Uhr, an den Vorsitzenden des Bau Ausschusses Herrn Stadtbaumeister Schmandt, Ludwigstr. 30, dahier, verschlossen einzureichen und müssen statt bd$ Namens mit einem „Kennwort" bezeichnet fein. Ein verschlossener, den Namen des Verfassers enthaltender Briefumschlag mit gleichem Kennwort ist den Entwürfen beizusügen. 3. Es werden verlangt: a) von der Festhalle 1 Grundriß mit Eintheilung der Sitze, Gänge rc., 1 Längsschnitt, mindestens 1 Haupt ansicht, Maßstab 1:100, 1 Querschnitt, Maßstab 1:50; b) von dem Haupteingang: 1 Grundriß, 1 Ansicht, Maß stab 1:100; c) Lageplan mit Einzeichnung der Bauten, Maßstab 1:500. Mit den Entwürfen ist ein Kostenanschlag über beide Bauten, pro qm überbauter Flache und pro cbm umbauten Raumes, gerechnet von Terrainhöhe bis Höhe der Dachtraufe, einzureichen, wobei der Rückgang des gesammten Baumaterial- an die Unternehmer zu berücksichtigen ist. Die Bauten sollen in gezimmertem Holz auS- geführt werden. 4. Als Prelle find festgesetzt: 1. Prei« 150 Mk., 2. Preis 100 Mk., 3. Preis 50 Mk., doch bleibt Vorbehalten, die zur Verfügung stehende Summe von 300 Mk. nach Maßgabe der Qualität der einlaufenden Entwürfe auch in anderer Weise, aber keinesfalls unter Verringerung der Preise, zu vertheilen. Durch Zuerkennung eines Preises gehen die betreffenden Entwürfe in das Eigenthum deS Festausschusses über. Dem Verfertiger des besten, geeignetsten Entwurses kann die specielle Bauleitung, vorbehaltlich besonderer Vereinbarung hierüber, übertragen werden. 5. Die. Bauten sollen auf „Oswalds Garten" errichtet werden. Zu berücksichtigen ist, daß zwischen dem einzufrie- digenden Turnplatz und der Festhalle ein angemessener freier Raum verbleibt und daß die Bäume und Anlagen weitgehendste Schonung erheischen. Die Kirchstraße ist für den Verkehr thunlichst frei zu halten. 6. Die Fe st Halle von 1800 bis 2000 qm Grundfläche muß enthalten: a) Sitzplätze ebener Erde für 2500 Personen; b) an geeigneter Stelle ein Podium für Schaustellungen für 150 Personen (ca. 100 qm) nebst Garderobe darunter ober in unmittelbarer Nähe; c) eine Musiktribüne etwa 50 qm groß; d) einen erhöhten Ehrenplatz für 30 bis 40 Personen; e) vier Räume von je 12 bis 15 qm Grundfläche für Poft, Presse, SanitätSwachr und Dienstzimmer. Die Anbringung von Fontainen und Wasserkünsten vor oder in der Festhalle ist zulässig; f) Vorsorgungsräume für die Fefthalle, im Ganzen etwa 500 qm und zwar 1 große Küche, 1 Spülküche, 1 Schwenkraum, 1 Raum für den Festwirth, 1 deS- gleichen für G äser und Kisten, 1 bis 2 Räume für Weinausgabe (Schalter), 2 Räume für Aufenthalt des männlichen und deS weiblichen Dienstpersonals, 1 Büffet für warme, 1 für kalte Speisen; g) Pissoirs und Aborte, getrennt für Männer und Frauen in der Nähe der Festhalle. 7. Der Haupteingang muß enthalten: a) 2 Kassenzimmer von je 10 biS 12 qm; b) 1 Raum für Feuerwache, c) 1 Raum für AuskunftSbureau, je 12 bis 15 qm Grundfläche. Eingänge und Ausgänge sind streng von einander zu trennen. • * Vortrag im Kaufmännische« LehrlingSheim. Gestern Abend hielt Herr Pfarrer Bangel im LehrlingSheim de« Kaufmännischen Vereins einen Vortrag über die Entwickelung der anglikanischen Kirche im 16. und 17. Jahrhundert und die sich hieran knüpfenden politischen Wirren In England. Im Anschluß hieran wird Pfarrer Bangel am kommenden Sonntag in einem weiteren Vortrage eine Biographie über Benjamin Franklin geben. Der Redner verstand eS meisterhaft, in einer den jugendlichen Hörern faßlichen Form in gedrängten Bildern die gewaltigen Kämpfe deS englischen Volks packend vorzuführen und folgten die zahrelch versammelten kaufmännischen Lehrlinge mit großem Interesse den Ausführungen des Redners. * * Versammlung deutscher Historiker. Die Einladungen zu der diesjährigen am 18., 19. und 20. April zu Frankfurt a. M. stattfindenden Versammlung deutscher Historiker find nunmehr zur Versendung gelangt. Die Hauptpunkte deS Programm« find: In der ersten Sitzung 18. April, Vormittags 9 bl« 1 Uhr eine Berathung über die Anlage deS historischen Studium« auf der Universität. Berichterstatter über diese hochwichtige Frage find der bekannte Professor der Geschichte an der Universität Graz Dr. von Zwiedineck-Südenhorst, der Ghmnafialdirector zu Braunschweig Dr. Holdeweg und der Gymnasialprosessor Bogt in Augsburg. In der zweiten Sitzung, die am selben Tage, Nachmittags statlfindet, spricht Professor Dr. Bücher au« Leipzig über den Haushalt der Stadt Frankfurt im Mittelalter. Freitag den 19. April wird in der dritten Sitzung Über die Grundsätze, welche bei der Herausgabe von Actenstücken zur neueren Geschichte zu befolgen sind, berathen. Professor Dr. Stiere aus München und Geh. Regierung«- rath Professor Dr. Ulmann au« Greis«wald haben die Berichterstattung übernommen. An diese Sitzung schließt sich um 2»/, Uhr da« Festessen im großen Saal der Alemannia. Am folgenden Tag hält Professor Dr. Eduard Meyer au« Halle einen Vortrag über die wirthschaftliche Entwicklung deS Attenham« Für Sonntag den 21. April ist ein Ausflug nach der Daaiburg bei Homburg unter Führung einiger Mitglieder der LimcScommiffion geplant. Für die Dauer der Versammlung find Räume der Alemannia für die T heil- nehmer referoirt. Den Inhabern von Theilnehmerkarte« find ferner folgende Deraünstigungen gewährt: Der Eintrittspreis zu den beiden Festvorstellungen am Freitag Im Schauspiel- und am SarnStag im Opernhaus, sowie zum Besuch des PalmengartenS und Zoologische^ ©arten« ist auf die Hälfte ermaß gt. Der Besuch de« Römer«, de« Goethehause«, de« historischen MuleumS, der Leseräume de« Bürgervereins und de« Hochstift« ist für die Inhaber frei. * • Unfall. Auf der Margarethenhütte wurde beute Vormittag der Arbeiter Jung von Hochelheim durch Quetschung anscheinend schwer verletzt, tterfelbe wurde in die chirurgische Klinik verbracht. * • Einbruch. In der Nacht von SamStag auf Sonntag wurde am Braunsteinbergwerk eine verschlossene Bude erbrochen und verschiedene Gegenstände daran- entwendet. "Pseudo-Lorch, welcher, wie wir s. Z. meldeten, in Cassel in Hast genommen wurde, ist, nachdem wegen seiner Persönlichkeit hier Recogno-cirungen vorgenommen, vorerst nach Worm« übersührt, wo er wegen ähnlichen Schwindel- vor den Strafrichter gestellt werden wird. Som Wetter. Falb bleibt dabei, daß wir noch einen Nachwinter zu erwarten haben, indem er neuerdings wieder prophezeit: „Vom 19. ab erwarten wir kältere« Wetier mit leichten Schneefällen; um den 26. aber (kritischer Tag zweiter Ordnung mit Sonnen Flnsterniß) kurze- Thau- weiter, worauf nach dem 27. wieder Schneeiälle mit Frost und in den letzten Tagen de« Monat« auch ziemlich stürmisches Wetter folgen dürfte." Zuzutreffen braucht» « aber nicht. * • Der Cetttralvarstand bei Allgemeine« D.'Nischen Hand- toetferbunbel sieht sich gegenüber verschiedenen Ausstreuungen und Versuchen zu der bestimmten und festen Erklärung ver anlaßt, daß der 8. Allgemeine Deutsche Handwerkertag unter allen Umständen Dom 21. bi« 23. April d. I«. zu Halle a. S. staltfindet. ♦ ♦ Gebrauchsmuster Eintragung. Besteck zum Entfernen Don Stopfbüchfenpackungen au« den Büchsen, Paul Derer bürg, Büdingen, 4. 2. 95. * ♦ Der Setreibemarkt. Da die BefÜrchtungeu, daß weitere Frostschäden in Frankreich, Rußland und Nordamerika die künftige Ernte beeinträchtigen würden, so ziemlich geschwunden sind, so machte sich in der letzten Woche auf alle« Märkten ein stärkere« Angebot an Getreide geltend, doch find die Preise nur ganz unbedeutend gesunken, denn die Verkäufer legten sich bei dem Preisrückgänge Zurückhaltung im Angebote auf. In Berlin und Leipzig wurde gekauft: Weizen per 20 Centner für 124 bi« 143 Mk., Roggen 114 bi« 120 Mk., Gerste für 94 bi« 165 Mk., Hafer für 106 bi- 138 Mk. X Butzbach, 22. März. Unsere Stadt wird dem Altreichskanzler Fürsten BiSmarck al« Attribut der hauptsächlichsten hiesigen Gewerbe ein Paar Reiterstiefel zum Geburtstag widmen. Die Stiefeln sind Don einem Butz- bacher Meister au« Butzbacher Leder hergestellt und in ihrer natürlichen Farbe belassen worden, sie werden kunstvoll mit Brandmalerei Dersehen. C. Darmstadt, 21. März. Der Postgehülfe Pütt- mann ist seit dem 18. März 8 Uhr 30 Min. Borm. au« seinem Beschäftigung-Orte Vlotho verschwunden, anscheinend unter Mitnahme eine- nicht nachweisbaren WerthstÜck- an die AnsiedlungScommission in Posen über 13,480 Mk., enthaltend 13 Rollen Doppelkronen zu 1000 Mk. und eine Rolle mit 480 Mk. in Kronen. Auf die Ergreifung de« PÜttmann und Wiedererlangung de« Geldes ist eine Belohnung von 750 Mk. gefetzt. Personbeschreidnng Name: Friedrich Wilhelm Karl Püttmann. Geburtsort: Unna (Kreis Hamm). Geburtstag: 19. Juli 1874. Größe: 1 Meter 55 Zentimeter. Gestalt: klein, untersetzt. Augen: dunkelbraun. Nase: gewöhnlich. Haare: dunkelblond. Gesicht: schmal. GesichtSsarbe: gesund. Bart: blonder, dünner Schnurrbart. Kleidung: graubrauner Havelock, olivgrüner weicher Filzhut mit Pfauenfedern. Ohne besondere Kennzeichen. A Mainz, 24. März. Weinetnfuhr. Im ad« gelaufenen Monat Februar wurden in hiesige Stadt 2611 Hectoliter inländische Weine gegen 5845 Htctoliter im Februar vorigen Jahre« elngrsührt. Dieser beträchtliche Rückgang der Einfuhr ist wohl zum Theil auf Rechnung de« durch die Kälte gehemmten Transporte- zuzuschretben. PermiWto. • Marburg, 23. März. Eine Mordthat ereignete sich gestern auf der Groß'eelheimer-Straße, im Walde kurz vor dem Dorfe Bauerbach. Nach eintretender Feierabendstunde begaben sich eine Anzahl Holzhauer von ihrer Arbeit nach Hause. Zwei von denselben, die 19jährigen Burschen Schröder au» Großseelheim und Weitzel au« Bauerbach folgten in einiger Entfernung den Vorangehenden. Daß zwischen Beiden Ttreitigkeiten vorgekommen wären, ist nicht bemerkt worden, wohl aber wurde Weitzel später al- Leiche im Chausseegraben aufgesunden. Ein Messerstich In« Herz hatte feinen sofortigen Tod zur Folge gehabt. Schröder, der über den Vorfall zur Rede gestellt wurde, hat alflbalb da« Geftändniß abgelegt, daß er seinen Gefährten nach vor- au«gegangenem Streite erstochen habe. Noch gestern Abend wurde Schröder verhaftet und in da« hiesige ArntSgerichtS- gefängniß eingeliefert. N @e6 2' l'Sijil & blt ®w bet’ä? '6tr^ iStj, K,?“""1«. r-Ks W. $*tlQrtt” «n Krein 5ntxlttfl’ 6, l0t0 08 18«itM f 'NS, dk«v» , dir r frxj, ^nvercins 'ötte wurde I)tuh».T Xbe in diechirurgischr taKuf W^W«M ^chloßenr SUbe t” °°rauS entwendet. 11Z- meldeten, In CM 1 wegen seiner Petsön. ^«men, vorerst nach ulichen Schwindels vor dabei, dah »vir noch ' ^dem er neuerdings erwarten wir kälterer den 26. aber (kritischer mftttnifc) kurze» Lhau. Schneeiälle mit Frost ! auch ziemlich ftürmb n brauchest aber nicht, »einru Deutsche» haib hiedrnru Ausstreuung» srstrn Erklärung ver che handwerkertag untei lPril d. IS. zu Halle Besteck zum Entserr-! Büchsen, Paul Vera ’t StfUtdjtungtn, bafc jlanb und Noröameri/a rden, so ziemlich gr« .etztrn Wache aus alle» reibe geltend, dach stnd iken, denn die Verkäufer ilckizaltMg im Angebote gelaust'. Weizen ptt ioggenU4biSl20Mk, siir 106 bis 138 Ak. ee Stadt wird de« Alt- Attribut der hauptsäch r Reiterstiefel zu« sind von einem N hergestellt und in ihrer Itt werden kunstvoll mit Ott M«* W’ it 30»-«“ eiibartn M»«e “ über 13,<80 W, * u 1000 «. «18 * juf ti- S'I-- !°°8 ‘' ! @iimi P Il"e, ® Pk,sl«itlt>tld«»! wo» 19. IM 1»^. W ■ ■ein, unt«l I i. t Regen und Wind. I * ■eeetfewr Di« puukstrtt Btak M der v-romet-rsral« gibt d« 6tetrt M »orhergehentzen Tage» tu. wittevnngranrsichten am 25. März Mittags 12 Uhr (Wetterhäuschen In der Südanlagc). Barometerstand. nnnnnn UMUMMMMMW 1* 0- |®> 1» 71 70 69 W 1 __—_ —3 -J -J «5 O» »f* O* -4 AlrchttcheAnzeigen der evarrg. Gemeinde. Montag den 25. März, Abends 8 Uhr: »ibelsiunbe im Confirmandensaal der Johcmnetzkirche- Markus Cap- 15, JesuS vor PilatuS. Pfarrer vr. Naumann. Mittwoch den 27. Mär», AdendS 6 Uhr: V. PasfionSandacht in der JohanneSktrche: Pfarrer Dingeldey- Am Sonntag den 31. März beginnen die Abendgottesdienste ausnahmsweise um 6 Uhr. ' Meßmer»» Thee ä Mk. 2.80 und 3 50 pr. Psd. in höchst« Kreisen eingembrt, genießt Weltruf: der beliebteste und verbreitetste Thee. Probepackete 60 und 80 Pf. bei Eonditor He'tler. 206» I Holzversteigerung. Schlossers Weltgeschichte, Donnerstag d. 28*. März l.I., »• «M», 18 Bd°, zu »«taufen. Slnrmittnn« 9 Ubr onfanaenb. Näheres bei der Exped. d. Bl. 2827 Vormittags 9 Uhr anfangend, Eichen-Stämme mit 1,13 fm, // 2629 5. Vergebung zweier Actien. Der Vorstand Wellen Buchen-Reisholz, u rm Buchen-Stockholz. "igßßj Möblirtes Zimmer zu oermiethen » cmpiicyu hu, 8. itzrohnhLuser, Mäusburg 7. Anna Hatteuhauer, , 15031 Möbltrieb Zimmer zn ver« Näberin, 1 - • .............- **"—* Sdersiratze 4. Summa 2257.33 34 10 44 2 42 L. Beck. — versteigert: Salon- und Zimmereinrichtungen, 3 Sophas, 1 Buffet in Eichen, 1 Schreibtisch, 1 Ptanino, 2 vollst. 1105] Die seither von Herrn Fabrikant Barnaß innegehabte Wohnung ist anderweitig zu vermietben. Martin Dörr, Nordanlage 18. 2533] Zimmer und Küche an einzelne Person zu oerm. chtrchenplatz 18. 2497] Laden mit Wohnung zu ver- mikihen-Selterbweg 16. „ Eichen- „ Nadel- Gebildete Damen mit großem Bekanntenkreis finden lohnen- d n Nebenverdienst durch den Verkanf unserer Damenkleidersioffe hauptsächlich belferen Genres nach reichhaltigen Mustercoll'ctionen. Geehrte Reflectantinnen belieben fid) nt wenden an 2624 »arth & Hercher, Gera, Reuß, Kleidcrstoff^BersandgeschLft I. Ranges. Haupt - Agentur für eine gut eingeführte erste deutsch« LebenSverficheruugs- Anstatt ist cun hiesigen Platze zu besetzen.l____ AcquistttonsbefShigte Herren belieben ihre Offerten unter 2500 bei der Exped. 2622) Eine Wohnung, 3 kleine Zimmer, Küche u Zubehör, Parterre oder 1. Slock, per 1. Mai ober später zu mietherr gesucht. Offerten mit Preis unter J. K. 120 an bie Expeb. b- Bl.__________ neben den neuen VTÄ* Kliniken, nebst au» grenzenber, mit Obstbäumen bepflanzter Wiese, sofort zu verpachten. Frau e. KatzeusteiM, 2510 Wilhelmftraße 1. „ Knüppelholz, in Kraft gesitzt. Diese Drucksachen finb bei unserer gir^lV-Wiese in ‘ näbereÄuskunft über b^enJ^hglt ertheilen L inab^n q ® ” «ui sämmtüche Absertigungsstellen fflur ▼ Nr. 20- 1269 qm Wiese baselbst, ' Gießen, ben 18. Marz 189^. -lur T Nr.26-1512qmWiesebaselbst, 2651 —— — freiwillig meistbietenb versteigert werben- Ex. Odkryklsilltzk EllkNllllhllkN. Gießen, ben 23. März 1895. Mit Wirkung vom 1. b. Mks- ab bis Großh. Ortsgericht Gießen- 1. Mai 1897 werben für Düngemittel ___________I 21-: Vogt.________2413 Frachiermäßigungen in ber Weise gewährt, 1 ba6 für Senbungen von minbestens 10000 kg, ober Frach zahlung hierfür, die um 20°/o ermäßigten Frachtsätze bes Spezialtarifs III be.w. bes bett- Aus- nahmetmifS, unb für Senbungen von mindestens 5000 kg, ober Frachtzahlung hierfür, die um 2Wo ermäßigten F acht» sätze des Spezialtarifs II eingeräumt werden in den Waldungen der Gemeinde Allendorf a. d. Lda, District Neuerwald, Rödern, Dörnbach rc., versteigert: Dermiethungen. 2637] Eine Wohnung im zweiten Stock, am OSwaldsgarten, bestehend au3 fünf Zimmern, Küche rc., ist auf 1- Juli anderweitig »u oermiethen- Auf Wunsch kann noch ein Mansardenzimmer beigegeben werben._________Brauerei Lextor. —2638] Im Hinterhause, «sterweg ist eine Wohnung von 2 Zimmern, Küche rc., per sofort beziehbar, zu oermiethen- ______________Brauerei Texlor^ 2654) EineFamilienwobnung an ruhige Leute zu oerm. Teufeltzlustgärtchen 5. 2351) Freundliche Wohnung im zweitm Stock, 6 eoent- 5 Zimmer mit allem Zubehör, am 1- Juli eoent-15. Juni, billigst zu oermiethen. I. M. Schulhof. ^?2^)^^ir^leims^ögis^^vermiethew Heinrich Rinn V., Ärofborferftr. 9. Alicestraßc 13 Bel Etage, 7 Zimmer mit Zubehör, zu oermiethen. Näheres daselbst 3. St. (1110 MWbrand schen Hause Marburgcrstrahe 9, ist bie Parterre- Wohnung, 9 Zimmer nebst Zubehör, iu oermiethen und am 1- April z beziehen. 1083 Betten, Oelb lber, Kupferstiche; an Maaren: 1 Pattie C'garren, Ungar» wein, Cichorien, Seifenpulocr. Besen, Schwämme, Bürsten, Wollwaaren, Bleichioba, Arbeiteranzüge, Baurn» wollflanell u. A 2634 Geißler, Gerichtsvollzieher. Ki>ln(r.)-MbttheWkr Vkrkkhr. Zu bem Gütertarif für den vorb z-ich, seien Berkchr gelangt am 1. April d. I. ber Nachtrag IX zur Einführung. Nähere Auskunft ertheilen die Güter- abferttgungen. Gießen, den 22. März 1895. Gr- Direktion der Oberhesfischen Eisenbahnen. 2650 2436] Ein Einspänner»Wage« steht mj verlaufen. Schmoll, Bleicher. 2337] Eins. möbl. freundl. Zimmer t bonum Hinterhause per 1 April zu oermiethen. werden preiswürdig l__LouiS Sony, Bahnhoistr. 27. ' 1985] Ein gut möblirtes Zimmer zu Dcrmietben Bahutzosstratze 15, II- T><1 nlrfianlta 2408] Ein möblirtes Zimmer zu ver- JDCVvJHLXldvllv miethen. Atteesiratze 28, Mansarde. Todes-Anzeige Heute Abend 7 Uhr ist unsere inniggeliebte Gattin, Mutter, Schwester, Schwiegermutter und Grosemutter Emilie Hoffmann, geb. Habicht, nach längerem Leiden sanft verschieden. Giessen, den 23. März 1895. Die Beerdigung findet statt Dienstag den 26. März, Nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause, Ostanlage 30, aus. 202« 261t -655 Familie Lanz zu betheiligen gedenken. 2632 NB. Ter Eintritt ist nur Mitgliedern gestattet. 1631 •J6M Tuchhandlung Seltersweg 87 (Lari Volk 8 i ch « rstratzeS (Sraifamtn (diverse Sorte»), Lhymothee, Sieqgra», Wicken Im Namen der Hinterbliebenen: K. Hoffmann, Hofgerichtsrath I. P XXII, Mittrlrhkinischks tittis-TllrM vom 6.—11. Juli 1895 zu (ließen. Die Bewirthfchaftung der Festholle wird hiermit zur Vervachtunz ausgeschrieben. Die Bedingungen können von dem Unterzeichneten kostenfrck bezogen werden. Angebote sind spätestens bis zum 19. April ds. Js., Akademischer Gesangverein. Heute Dienstag Abend, pünktlich um S1/* Uhr, in brr kleinen Aula Zusammenkunft derjenigen hier anwesenden BereinSmib glieder, welche sich an der am nächsten Sonntage in Stein» Saalbau stattfindenden Vorfeier zum 80. Geburtstage des Fürsten Bismarck mittags 3 Uhr bei dem Unterzeichneten einzureichen. Ter WiNhschaftSaußschuh. I. A. Jean Kirch Vorsitzender. (Cafe Leib). Lteustap, den 26. MLr» ILVSr 1. Saflspiel (lharlotte fflngr-präloriuo. Hinter Konntmttii. Donna Diana oder Stok und Liebe. Lustspiel tn b Alten von Morrto. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme von Nah und Fern, sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden bei dem uns betroffenen schweren Verluste sagen wir Allen, insbesondere dem Gastwirthe-Verein Gießen und Umgegend, sowie Herrn Pfarrer Liebrich für die trostreichen Worte am Grabe den innigsten Dank. Wistmar, den 24. März 1895. Aeskesft erthelltdleFrledhof-Commleelo». j Z j Neues Theater Giessen 1 SChCCI « ÜOIÜD (Direction: Adam Reinere.) • (■ieNMener Festaaal 1036 264t Der Vorstand. Zhu Sailou offeriren Cheviots und Kammgarne in deutschen und englischen Fabrikaten Sängerkranz. Donnerstag den 28. d. Mts., Abends 8 Uhr: Abeiidiiiiterhaltung im Festsaale des Cafö Leib. Der Vorstand. RotdKlee, , Gwtgen »1«, SBcift «le<, Schwedische« Plrantfart a. !R., Wtngertstr. tl — Die md"n M'Nschen leiden, ohne «6 zu wtsten, an diesem Uebrl und «erden grätztenthetl- all Blutarme und Bletchsüchtiae behände t. Kennzeichen find rldgang nudel- »bet kürdtsrernarttger «lt.der > laue Ringe um die Aug.n mot'er Blick,-ppetitlo'okeiß, Heißhunger, Uebelkeit, Ohnmachien bei nüchternem Magen, Au'stelaen eine» Knäuels, bl6 zum Halse, Sodbrennen, Mager säure Verschleimung, Kopsschmer,, Schwind r Asteejucken, wellenart. Beweg, u. saug Schmer, t. d- bärm, bel. Zunge, Herzu Seltersweg 87. 2633] «in tüchtiger «.vilse fl<- sucht. Schneidermeister Stumpf, _ ______Sonuenstratze 0._____ 2632] Ein solider Arbeiter auf jährliche Beschäftigung gesucht- P. Aos. «Sh» Seifenfabrik. 2162] ÄeDrline g. sucht. _______Bilt. Böhling, Tapezier. 26IM eilt Lehrling gesucht. Locktrer Boge» Damm strotze «. Mr Gartenarbeiten Srau oder Mädchen, sowie innger mrsche vom Lande sorletch grsncht. 2630) Bravei Mädchen gt sucht, welches |e Haus schlafen kann. Steinstr. 85, II 26Z6J LanfmÜdchen gebucht ________________Steinstratze 13, pari. 2öO4iJ Sefuidt werden Ltiädchen, welche gut bürgerlich kochen kännrn sowie ein günaeres Mädchen tagsüber von Frau Müller Teufetslustgärtchen 26. 2620] Junger Mann sucht per 1. Avr^l Stellung für Comptoir oder Reise Grfl Offert, unt. W. L. 2U an die Exped. d Bl. erbeten.___________ ungetz Mädchen von Auswärts, im Bügeln u. Weißz^ugnähen erfahr., wünscht in einer dies. b«ff Fam lie auf Ostern Stelle, wo ihm @<» legenhett geboten ist, do« Kochen ju erlernen. Auf toben Lohn wird mcht gerechnet. ®tfl. Offerten unter 6. B 300 an die Exped. d Bl. erb' ten 2f53 Coursbericht bon Conrad Dietz, Bankgeschäft, Gießen, Schulstraße 10 Rrtectien: 1. Scher,de. — Druck und Verlag der vrilhl'fchen Uinvrrtz,ä,»-V»ch. do. Tal;. Rte. 78.50 78.20 8»' 101 20 101 20 4 Sicil. v. 1891 86.20 86.3< Buderus E W 105 — 105.— Jtl.Mtttelmeer 94 — 93.70 •7i s 4 do....... do....... vad. St. Obl v. 1886. . 104.75 98.40 106.95 101.71 98.70 106.90 4 5 l 1 Spanische Rte. Türk.Zoll DM. bo.conv.Lit.C. do. LiLD. 78.30 102.50 27.45 79.1* 112.40 27*45 3'/, 3 7» do. Solms-Lich do.Isnb. Birst. ®rfl. S.-Laub. 101.— 91.40 101.— 101.- 91.50 101.— 5 4 4 5 To-camsche. Ruff. Südwest Rjäsan UralSk Anatolische B. 93.45 103.35 108.75 97.- 93.15 103.15 104.15 95.80 4 Eisend. Rtenbk. DtscheReichsbk 101.50 160- 101.50 160- 4 Pr.Henri l Lxb.) fleqiiil. («fr tn fre.fnue. «ad. Th. 100 . Bayer. LH. 100 Donau Reg. . EülN'Mmden 102.201 146 — 99 H 146 — 4 Bayr. St Obl. 106.90 106.85 4 Ung. Gld. Rte. 103.05 103.24 ffifen b. > «rierit. l Portug. v. 86 . 67.70 68.1« Frankstr. Bank 168.35 166.30 4 150 65 149 H »7, do. Eilb. Obl. 104.80 104.8; 4 do Kron.'Rte. 97.45 97.30 reuische. 4‘, do. v. 1889 . . 37 85 38.- Berl.Hdlsges.. 157.90 158.— 5 119.20 119.50 >7, vrem.St.'Anl. 1'. do.E.B.Gold 4 Heff. Ludw. v. 3 Salon. Mon. 66.10 66.1U Darmst. Bank. 150.10 154.95 31 , »7, 4 S'., v. 1892. . . Hamd.St. Rte v. 1893 . . . Hess. St. Obl. do.. , . . 103 20 102.70 105.90 104.85 102.90 102.65 iu5.6' 104.6« •*„ v/t 4 d. 1889 . . . Arg. inn. Anl. do. Sufi.0.1888 ChinesischeAnl. Egyptischeunif. 105.70 53.81* 44.90 105.- 105.20 105.80 53.90 44.74 102.9b 14 5.40 t 1 3 7. 47, ' 1868z69 . . do.v. 1874 . . bo.ö. 1875 78 do....... Homburger I. . 103.50 103.50 103.60 103.50 103.60 103.60 103.- 103.— 1 t Ifiibtrirfe. D. Grndschuld- bank V-VI do. I—II 105.— 100.65 101 20 105.- 100.6«. 101 2( Deutsche Bank Disct. - Eomm Dresdner Bank M'tteld. Cr.Bk. Oest.Crd. Anst. 185.50 215.20 158.40 109.— 332»/, 184.70 222.- 160.1V 329>,4 4 3 LH. 100 Madrid . . Mein LH. 100 Ceftrrr v 1860 Oldenb. LH. 40 143.50 51.20- 140.40 134.- 142.65 53.— 140 80 135 20 129 26 Ausländisch«. 6 Mexic. v. 1890 79.10 79.24 4 Pfälzer Rordb. 103.75 103.95 4 5'kf.Htzp'Br.lIf do....... do. Hyp. Ered. do. 1905 unk 105.05 105.2« Iilitrif^rtiei 85.90 415.30 141.80 2' , Raab-Graz 100 98 60 98 50 6 4 Griech EB v 1890 . . . do. Mon -