Iroh di« n- Mitekt"pioi ^äSt? 5s«F- und fttf n,?0^Un(! -' i« iv? ‘9t Leute ,u?"^ * ’0ttcD"*w nebst Wohn«». ^erl.Jgy,,^ 5Ii^arkthlatzS, *1 Shnmtr ?! ----Muödurtz 1 ^SiWtiu^etk ®y^tabJ8, pon ftcunbl möbl älöäiü __ TKdanlaßt S, ii _____®»66ta|H7, meS Zimmer zu vermtk^i! _ «ahnhMch SS, irl^ zimmer jumM-m Küraße II, mlltl. 6id blirte Simmtr ptt Äond, ! bei L®M rflltw*. Matz t», n. r mibllttt Zimmer, ntnl. iflon, |u onmiethru. nnen noch einige hmei erWen. Ml. Zimmer mit Sablnd SchulKraie 7, H- rt,spart,et,ztamee,r 6ränhtrfl,rflr. Jl.jm 5 tnibllrtti Bhnmtr $e tbtn. Mtrtvif 6 L äS&ggl 8>'' * "ZE- jd nwj|Wi) ,s W5n StWtgjSir «Miete 8<*wt le r« MX s//N kW, uni) * «’N W iwieth«. ibl Vmmee wmWbr. Südaviage U> Ul iTÄO®®tT^: -nston. ju *rmlM -ieoenbiuen 10i raut mSdlirleS Zimw-H VahadofftratzN^ isFnÄOÄ -rorvanlagt», )ßes, neu möbltrt^ M nB/2ttbwW«5JJL n lihonrö, möblteter .W>r Md-rMder-a» ÄÄbba. ^LsU E»®©?’ M. 251 1 r------------ Der chießener A«reiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Vießener JamittenötLtter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal keigelrgt. ErAes Blatt. Freitag den 25 Oktober 189» "■'----- Mehener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. vierteljähriger Avo»«em,atipreiF 1 2 Mart 20 Pfg. mit vringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Lxpeditia» und Druckerei: -chulstratze Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- und Zlnzeigeblatt für den Ureis Gieren. ..........» ....«j - I Hrati-önlagr: chi-ßm-r Kamiti-nSkitt-r. fefgenber. Tag erfchemmden Rümmer biS Dorm. 10 Uhr. s y Z___f_________________________________________ Deutsche- Reich. Setlii, 23. October. Im ersten Jubeljahre der deutschen Siuhett findet an diesem SamStag die glanzvolle Ein« nethung deS neuen ReichSge richtögebäudeS in Leipzig statt. ES ist dieses Zusammentreffen wohl nur eia Zufall, aber ein bedeutsamer, denn für alle patriotischen R reife unseres Volkes muß der Gedanke, daß gerade inmitten der Silberfeier der großen Ereigntffe von 1870 sich die Weihe deS ReichSjustizpalasteS in Leipzigs Mauern vollzieht, eta überaus erhebender Hin. Bringt doch das Prachtgebäude, i, welchem der höchste Gerichtshof Deutschlands nun bereits ft ft einigen Wochen seiu Heim aufgeschlagen hat, abermals die erfolgte nationale und politische Einigung unseres Ge- fLmmtvaterlandeS zum bleibenden symbolischen Ausdruck, ist doch mit ihm aufs Neue ein herrliches und gewaltiges Monument deutscher Einheit, Macht und Größe errichtet norden. Darum werden gewiß alle deutschen Patrioten im Seifte lebhaften Antheil an der bedeutungsvollen Feier nehmen, welche am 26. October in dem altehrwürdigen Leipzig vor sich geht und sicherlich wird der Wunsch zu dem sistltchen Ereigniffe ein allgemeiner sein, daß auch im neuen ReichSgerichtSgebäude nur ein guter Stern über den Be- schlüffen des obersten deutschen Gerichtshofes leuchten möge. — Der Einweihung des neuenReichSgerichtS- g eb äud eS wird von fürstlichen Gästen außer dem Kaiser unb dem König Albert von Sachsen voraussichtlich nur noch Prinz Georg von Sachsen beiwohnen. Die beiden Monarchen treffen, wie bekannt, in der zwölften VormittagS- fiunbe des 26. October kurz hintereinander auf dem Dres- bener Bahnhof in Leipzig ein und begeben sich dann gemetn- fitn durch die hierzu bestimmten Einzugsstraßen nach dem Festgebäude. Hier findet sofort nach Ankunft der erlauchten Festgäste die feierliche Schlußsteinlegung nach dem festgesetzten Programm in Gegenwart des Reichskanzlers, der Bundes- rathsbevollmächtigten, der Herren deS ReichStagSpräfidiumS, der ShesS der ReichSämter, der Mitglieder deS Bundesraths- ausschuffeS für Justizwesen, der Vertreter deS sächsischen Staatsministeriums und der Leipziger Behörden, der Mit. giieder des Reichsgerichtes u. f. w. statt. Nach einer Besichtigung des Gebäudes nehmen die Majestäten sowie die vornehmsten übrigen Festgäste ein Frühstück in den Reprä- stataiionSräumen der Wohnung des ReichSgerlchtspräsidenten ein, der Kaiser und der König fahren hierauf nach dem Bayerischen Bahnhofe und reisen von letzterem gemeinschaftlich wieder ab. Während König Albert nach Dresden resp. Pillnitz zurückreist, gedenkt Kaiser Wilhelm, wie verlautet, von Leipzig auS zunächst an einer Jagd in Liebenberg, der Besitzung des deutschen Botschafters in Wien, Grafen Eulenburg, theilzunehemen. WolffS telegraphisches Eorrespondenz-Bureau. Berlin, 23. October. Die „Post" erfährt: Eine der Hauptforderungen bei den einmaligen Ausgaben deS außerordentlichen Etats der Marine Verwaltung für das bevorstehende Rechnungsjahr wird die einer ersten Rate zum Bau eines großen Trockendocks auf der Kaiserlichen Werft zu Kiel sein, sür die eine Million Mark nöthig sein Berlin, 23. October. Resultat der seitens der Internationalen Vereinigung sür Zuckerstatistik angestellten Umfragen vom 10./21. October 1895: Zuckerproduktion 1895/96 1894/95 voraussichtlich Tons k 1000 Kilo Deutschland 1,431,000 1,831,624 Oesterreich-Ungarn 716,100 1,044,516 Frankreich 618,523 745,073 ®eIn0ie"j 311,400 321,400 Holland \ Rußland 603,000 591,391 Leipzig, 23. October. Nach amtlicher Ermittelung gab der Schutzmann August Ziegenbalg drei Schüffe aus den Polizeidirector Dr. Brettschneider ab, von denen zwei eine in einer Actenmappe unter dem Arme getragene 25 Blatt starke Denkschrift, betreffend die Grundsteinlegung des neuen ReichSgerichtSgebäudeS, durchschlugen und dem Polizeidirector bis auf das untere Hemd in der Gegend des Herzens drangen. Der Polizeidirector ist unverlctzt. DaS Publikum hatte den Thäter festgenommen. Derselbe erklärte mit größter Gelaffenheit, daß er den Polizetdirctor am Rathhause abgelauert und erschoffen hätte, wenn er einen anderen Weg genommen hätte. Depesche« bei Bure« „Herold*. Berlin, 23. October. Prinz und Prinzessin Heinrich haben sich heute Vormittag im neuen PalaiS verabschiedet und find nach Kiel abgereist. Brux. 23. October. Am Bahnkörper der Aussig-Teplitzer Bahn hat wieder ein Erdbruch stattgefunden. Man arbeitet energisch an der Wiederherstellung des beschädigten Bahnkörpers. Paris, 23. October. Die französische Regierung hat die Mttthetlung erhalten, daß die belgische Regierung an der Ausstellung im Jahre 1900 theilnehmen werde. Paris, 23. October. Ueber das Eisenbahnunglück auf dem Bahnhofe Mont Parnaffe wird weiter gemeldet: Die Maschine des Schnellzuges, welche sich von diesem loSriß, stürzte von 10 Meter Höhe auf die Straße herab, nachdem sie vorher eine Mauer eingestoßen hatte. Von den Paffagieren deS Zuges waren zehn Reifende leicht verletzt, getvdtet Niemand. Heizer und Maschinist sprangen rechtzeitig von der Maschine ab. Der Unfall ist auf Nichtfunctioniren der Bremse zurückzuführen. Eine Zeitungsfrau wurde von der herabfallenden Maschine zermalmt. Von der rechtzeitig an- haltenden Straßenbahn wurde nur ein Wagen beschädigt, dagegen erlitten einige Omnibuswagen durch herabfallende Steine schwere Beschädigungen, wobei ein Conducteur starke Verletzungen davontrug. Paris, 23. October. Ein Luftballon, welcher vor einigen Tagen ohne Begleitung zu wiffenschaftlicheu Zwecken aufgelaffen worden war, wurde gestern im Seinedepartement unweit Marne aufgefunden. Die im Ballon angebrachten Instrumente zeigten, daß derselbe eine Höhe von 17 000 Metern erreicht hatte und daß die Temperatur in dieser Höhe 75 Grad unter Null war. DaS Thermometer im Innern deS BallonS war auf 11 Grad herabgesunken. Havre, 23. October. Der russische Dampfer „Wladimir", welcher den Städten Lyon, Paris und Marseille Geschenke deS Czaren überbringt, wird stündlich hier erwartet. Loudon, 23. October. Die Friedensgesellschaft hat gestern in Birmingham eine Versammlung abgehalten, in welcher energisch gegen die KriegSrüstungen, die den Bankerott nach sich ziehen, Stellung genommen wurde. Die Gesellschaft drückt ihre Freude über die Zunahme der Schied«- gerichte aus. Konstantinopel, 23. October. Neuerdings ist hier wieder ein Palast-Zerstörungs'Complott entdeckt worden. Zahlreiche Verhaftungen find erfolgt. Die Paläste der Mi- nister wurden militärisch besetzt. Der Krieg von 1870|71, «schildert durch Ausschnitte «us ZeitungS-Nummern jener Zett. (Nachdruck verboten.) 25. Oktober. Die guten Deutschen werden jetzt von allen Seiten bestürmt, daß sie den armen Franzosen nicht zu wehe thun. Es ist die alte Geschichte: wenn es nicht gelingt, den deutschen Michel durchzuprügeln oder zu überlisten, dann appellirt man an sein Herz. Von ihren Brüdern in Frankreich und Italien sind u. a. die Freimaurer oufgesordert worden, dafür zu wirken, daß Elsaß bei Frankreich bleibe. Die deutschen Brüder stellen sich aber, als ob sie weder französisch noch italienisch verständen. Auch die englischen VermittelungS- versuche finden taube Ohren. Manche Berichterstatter auS Wilhelmshöhe glauben wahr- hastig an den neu ausgehenden Stern Napoleons. D.S Feuilleton. Aus Liter Zeit. (8. Fortsetzung.) „Bleibet, decket mich vor ihm- soll mir nit nahen, will wie die Thalleute glauben." Ja, glaubt nur, wie wir drunten in Marpurg glauben, holde Maid, aber," und plötzlich hatte ich Muth zu solch wunderbarer Red, „glaubt auch mir, daß ich Euch liebe, Rothraut, so recht von Herzen." Da hat fie mir seelig lächelnd in die Augen geschaut. ,«ommt," sagte sie. „Dein Hand soll mich stützen, da ich heimgehe." Dann sind wir unter die Bäume treten Hand in Hand, doch hat sie öfter« sich gewendet, nach dem entschwundenen Mönchlein schauend. Hab ihn ja nur einen Augenblick gesehen, ein also bleich und hager Antlitz aber batte nie erblickt, gleich einem grinsenden Todtenschädel unter ber dunklen Kutte, so er übergeschlagen. Der sollte meinem Mägdlein kein Leids thnu. Da er jedoch sich entfernet, so «rächte sein nit gebauten. Hohe Freud aber hatte mein Herz ^füllet, da ich itzo ihr Heimmcsen sollt erschauen. Glaubt ich doch, den Wald genügtem durchstreift zu haben vordem, und dennoch, allhie war ich nit hinkommen, diese mächtigen Eichen sah ich nimmer. Da thönt ihr hold Vtimmlein an mein Ohr und inS Herze hinein, wie lieblicher Sang: „Dein Wort, mein Daniel, ist süß. zu süß, doch bi:a ich gar zu matt, die Ruh ist itzo süßer." Dabei schaute st« zu mir innig auf, daß ich sie mit meinen Armen um- Maßen, wenn ihr Händlein meine Rechte nit also fest gefallen, wie ichS ihr nimmer zugetraut. So hab gesagt: .Gielholde Rothraut, mein Leben ist Dein, Dein Leben ist mein, willst harren eine Weil, daß ich mich Dir eine?" | Lächelnd sagte fie: „Ich warte Dein." Sind alsdann auf einen schmalen Pfad getreten und könnt ich deutlich vermerken, wie so gar leicht ihr schwebender Gang, als werde fie getragen. „Sag an, mein Lieb," hab gefraget, „so die Eltern Dir nit mehr leben, wer schützt meine süße Rothraut, hast wol Geschwistrige, die mit Dir Hausen?" Da hat sie ihre rechte gehoben und hingewiesen, wo durch die Stämme gar mott, wie im Nebel liegend, ein Gehöft ist sichtbar worden. „Dort ist mein Kämmerlein, ich Hause ganz allein, die lieben Eltern beide hin, das einzig Kind in die Flamme ging." En starker Erdruch ist mir in die Nase fliegen, da ich erschreckt ob solch dunklen Wortes sie angeblicket. Sie halte aber die Angen müd geschloffen und stüsterte: „Kehr um, mein Herr, fahr wohl, Du siehst mich nimmermehr, bis ich Dich holen soll." Da könnt mich nit enthalten, voll bangem Wehs ob solcher Trennung wollt fie an mein Herze drücken. Plötzlich aber erthönet groß Getös vom Hofe her. Durch das groß Thor kommt ein seltsamer Zug daher, gleich einer Prozession. Vorauß einige Mönch mit Kreuz und wehender! Fahnen, fie führten gebunden einen Mann mit weißem Haare und ein all Mütterlein, dahinter ein wüster Haufe mit mancherlei Gewaffen, Männer und Weiber, alle aber angethan, wie ichS niemalen erschauet. Da haben fie ein Lied angehoben, gleich einer Litanei. Indem ich also in starrem Staunen gestanden, höre, wie fie, die ich im Arme gehalten, gesagt: „Lieb Vater und Mütterlein schleppen fie fort," daß ich mich meiner Sinne nit mehr mächtig zu ihr gewendet. Doch kann nimmer sagen, wie mir ist worden- Rothraut war ver- schwunden- in meiner Hand hab nur ihr Kopftüchlein halten. Stand gebannt auf dem Platz- sah den nahen Hof- hörte den Sang und sah, wie der Alte fein Haupt zurückgewendet zum Haufe. Siehe, am offenen Fensterlein stand Rothraut weinend und taufte fich das Haar. Da bin ich meiner Glieder mächtig worden und herzugeeilel. Die letzten der Gesellen verließen lachend den Hof, da ich ins Thor gestürzct. Sie hatten mein nit Acht, und ich sah nur sie im Fensterlein. Hab des Weges fein Augenmerk gehabt, der unachtsame Fuß stolperte und ich lag auf der Erden. Muß wol ohn Besinnung sein gewest, denn da ich er- wachte, war das Zwielicht schon gar dunkel, ich aber lag auf den moosigen Steinen der Waldlichtung. Heiliger Gott, was wars, daS ich erlebet? Ist mir ein groß Grauen kommen, daß ich nit macht ein Glied können heben, hab gebebet am ganzen Leib. Da ich mich ein wenig ermannet und meiner S'nne ganz bin mächtig worden, da hab in der Hand ihr Tüchlein halten. Wo toar sie? — War ich irre? — Mein Verstand wollt mich schier abermals verlaffen, und ist itzo daS Grauen so groß worden, daß ich hinweggeftürzel von dieser unheilvollen Stätte. Bin gelaufen, als wenn die ganz Hölle hinter mir sei, zum Walde hinaus. DaS Tüchlein aber habe fest in Händen halten, das sollt mir Niemand nehmen. Droben am Himmel stand der bleiche Mond über den Baumwipfeln und kühler Lusthauch strich herauf vom Thale her. Weiß nit, wie ich bin Heimkommen, weiß gar nicht, waS ich gethan. Hab mich aber beim Erwachen in meinem Bette funben, efi war helllichter Tag und hat die Wittib in der Kammer standen und ein Töpflrin in Händen hallen. (Fortsetzung folgt). Bild, das sie von dem Kaiser entwarfen, als er auß Sedan nach WilhelmShöhe kam, war ziemlich erbarmungswürdig/ seitdem sind sie aber unter die Retoucheure oder Hofmaler gegangen. Den Schnurrbart, der dem Kaiser verwildert unter der Nase hing, haben sie bereits auSgekämmt und auf- gewichst, die schlaffen Züge find wieder fest geworden, das halb gebrochene Auge sprüht wieder Feuer und fieht schars in die Welt, der schonende Fuß tritt fest auf und die leichte Neigung deS Körpers nach der Linken ist verschwunden. Die Regierung von TourS hat den Maire von Beaugency erschießen laffen, weil er angeblich zu freund» lich gegen die Preußen gewesen. Die Vorposten um Metz machen von den ihnen auS der Kriegsbeute von Sedan übergebenen Chaffepotgewehren bereits tüchtigen Gebrauch. Unseren Truppen kommt dabei sehr zu Statten, daß fie beffer zu schießen verstehen als die Feinde. Dazu kommt noch die Leichtigkeit und bequeme Handlichkeit der Waffe, das leichte Kaliber, welches eine größere Menge Patronen ermöglicht. Des Krieges vollen Jammer hat ein wenig bemittelter Mann in Görlitz (Hoheozolleru) zu tragen. Drei Söhne und vier Schwiegersöhne find ihm bet Metz ge» fallen und er ist der einzige Tröster und Ernährer der Wittweo und ihrer 21 Kinder. Heute eine neue Siegesnachricht: Schlettftadt hat am 24. capitulirt, nachdem Tags vorher die förmliche Be» lagerung begonnen hatte. Es wurden 2400 Gefangene ge» macht und 120 Geschütze genommen. Kn in Epernay wohnender Franzose schreibt: „Wir baben zuerst acht Tage lang fünf Württemberger bei unS im Quartier gehabt, darauf drei Bayern, darauf drei andere, welche wir acht Tage hatten. Alle führten sich sehr gut und einige hatten Thränen in den Augen, als sie abmarschtrten. Nach diesen bekamen wir drei Preußen inS Quartier. Oh, diese also wollen unS aufeffen! Gewiß, die Bayern, die Württemberger, die Polen, die Badener, die Sachsen gehen noch an, aber die Preußen! vor denen, sagt man unS, müffen wir uns hüten! — Ich habe aber niemals so gesittete Leute gesehen wie diese Preußen. Am Abend bin ich mit ihnen, und namentlich mit einem, welcher Kinder hat, zusammen und spiele mit ihnen Dame oder wir nehmen gegenseitig Unter« richt im Deutschen und im Französischen. Sie schlafen im Eßfaale auf Matratzen und hatten beinahe Furcht, unS Un» bequemlichkeiten zu verursachen. Nach und nach sind fie dreister geworden und verkehren nach ihrem Gefallen in HauS und Hof seit vier Wochen, ohne daß auch nur eine Stecknadel abhanden gekommen wäre. Unsere Mutter ist fast fortwährend beschäftigt, die Küche zu besorgen mit den Rationen, die fie vollständig herbeibringen/ dann geben fie dem Vater Tabak und nennen die Mutter: „meine gute kleine Mutter!" So sind sie, diese grausamen Lichtverzehrer von 1815, welche unS unsere Großväter in ihren Geschichten als Wilde, welche Menscheufleisch äßen, dargestellt haben. Ich bin überzeugt, daß sie denselben Character zu jener Zeit batten wie sttzt." Gieße», den 24. October 1895. * * Empfang. Seine Königliche Hoheit der Groß» Herzog empfingen am 23. October u. A. den Seconde» lieutenant Busse vom Infanterieregiment Kaiser Wilhelm Nr. 116, den Kreisassistenzarzt Dr. Walger von Gedern, den AmtSgerichtSrath Dorn fei ff von Gießen. * • Bon der Universität Mit Hinweis auf die gestrige Notiz, betr. die Theilnahme von Vertretern der Universität bei der Einweihung der Technischen Hochschule zu Darmstadt wird uns mitgetheilt, daß als weiterer Delegirter der Universität Herr Geh. Hofrath Prof. Dr. Heß nach Darmstadt entsendet wird. * • Der gestrige Vortrag des Herrn Professor Hausen im großen Festsaale deS Casü Leib war wieder stark besucht/ kein Wunder, die Vorträge über daS geheimmßvolle Wesen deS HypnotiSmuS und der Suggestion und mehr noch die wunderbaren Wirkungen bet an in hypnotischen Schlaf ver- sktzten Medien sind überaus feffelnd und überraschend. Auf vielseitigen Wunsch wird Herr Hansen nächsten Sonntag noch einen Vortrag halten, deffcn Besuch wir bestens empfehlen können. ♦ * Telegraphische Boraulbestelluug zufammeustellbarer Fahrscheinhefte. ES lft zulässig, ebenso tote gewöhnliche Fahrkarten auch zujammenstellbare Fahrscheinhefte bei allen Stationen telegraphisch vorauszubeftellen. Die Fassung der Depesche ist nach neuerer Anordnung deS Ministers der öffentlichen Arbeiten dem Besteller überlassen/ für die Wortzahl wird die tarifmäßige Depeschengebühr berechnet. • • Handel» ist besser, als viele Worte, so heißt eS, aber das Handeln, von welchem hier die Rede sein soll, ist nicht empfehlrnSwerth, zumal eS noch mit vielen Worten verknüpst ist. Keiner Nation ist da- Feilschen so eigenthümltch, wie der deutschen, und daS kann man doch gewiß nicht sagen, daß bei uns ein ungebührliches Erhöhen der Preise stattfindet. In anderen Ländern ist wohl ein Land-Fremder genöthigt, sich auf daS Feilschen zu legen, aber daS Landespublikum felgst macht davon doch auch nicht entfernt den Gebrauch, wie die- bei un- der Fall. Mit dem Deutschen kann man freilich über alles Mögliche gut reden, nur nicht über Geld angelegenheiten/ das ist schon eine alte Erfahrung, und auf den deutschen Reichstagen des Mittelalters stöhnte schon mancher Staatsmann, daß man von den Deutschen Alle- verlangen dürfe, nur fein Geld. Und im Mittelalter haben eö besonders die Städte trefflich verstanden, sich für eine jede Geldgewährung mit kostbaren Privilegien bezahlen zu lassen. Aber zurück zu unserem Eapitel vom Handeln oder Feilschen. Die guten Zeiten, zu welchen mit einem ansehnlichen Verdienst gearbeitet wurde, find nun einmal dahin, der Verdienst ist für den Geschäftsmann und Gewerbtreiben den um so kleiner geworden, je mehr das Publikum ein anspruchsvolleres wurde, und die Unkosten stiegen. Unser deutsches Publikum sollte seine Zeit erkennen und einsehen, daß die Zeit de- Handelns vorüber ist, wenn es bei streng reellen Geschäftsleuten kauft. Und wer durch Feilschen einen wirklich wesentlichen Preisnachlaß erzielt, der sollte lieber schweigen, anstatt davon viel zu reden, denn — zu kurz gekommen ist er dabei doch. Mag daS besonders für die kommende regere Einkaufszeit der nächsten beiden Monate beachtet werden, wer baar bezahlt, der erhält von vornherein schon bei ihm bekannten Geschäftsleuten solche Preise, daß er eS nicht nölhig hat, zu handeln. Damit verdirbt er nur sich und dem Gewerbtreibenden die gute Laune. Und wer hat beute die reichsten Abgaben unb Lasten zp leisten? Der Nähr» stand, und Niemand sonst, al- der Nährftaud. Der Wettbewerb ist heute ein solcher, daß nicht Tausende im Handumdrehen verdient werden können, da bringen schon viele Wenig kaum ein Viel. Baar kaufen, nicht handeln! Publikum und Verkäufer fahren gleich wohl dabei. Srüuberg, 22. October. Heute wurde der neugewählte Beigeordnete der Stadt Grünberg, Herr Kupferschmied Jacob Henrich, vor versammeltem Stadtvorftand verpflichtet und in sein Amt eingewiesen. D. Z. X Rüddingshausen, 22. October. Gestern fand dahier eine außergewöhnlich starke Ergänzung deS Gemeinderaths statt/ eS waren nämlich sechs Mitglieder zu wählen, da im Laufe von zwei Jahren drei Mal je ein Mitglied aus dem Gemeinderathe zum Beigeordneten bestimmt wurde und für drei weitere Mitglieder die Wahlperiode nunmehr abläuft. Dementsprechend war die Agitation vor der Wahl eine regere und aus der Wahlurne kamen 22 Eandidaten zum Vorschein, obgleich nur 65 Wahlberechtigte abstimmten. Wiedergewählt wurden: Heinrich Krug III. mit 39 und Johannes Loth III. mit 35 Stimmen/ neugewählt find: Heinrich Dietz VII. mit 35, Philipp Schepp mit32, Heinrich Faul st ich VI. mit 31 und JohS. Becker mit 29 Stimmen. -m- Aus Starkenburg, 23. October. Die HauptstaatS- kaffe hat auch in diesem Jahre wieder angeordnet, daß am 31. October d. IS. eine Münzstatiftik durch sämmtliche fiscalische Kaffen vorgenommen und geschaffen werden soll. Zu diesem Zwecke müsse» die Kaffen sämmtliche Münzen, welche am 31. October vorhanden find, genau zählen und verzeichnen. Zuerst kommen die Doppelkronen, dann die ganzen und halben Kronen. Letztere sind fast ganz auS dem Verkehre verschwunden/ fie sind zu klein und unhandlich, schleifen fich leicht ab und werden daher wohl ganz eingezogen. Die Kronen (Zehnmarkstücke) sind immer noch seltener im Verkehr als die Doppelkronen, haben sich aber im letzten halben Jahre vermehrt. Die Einthalerstücke müssen getrennt aufgeführt werden, je nachdem sie in Oesterreich ober in Deutschland geprägt worden find. Die Reichsfilbermünzeu find nach Fünsmarkstücken, Zweimarkstücken, Einmarkstücken, Fünszigpfennigstücken und Zwanzigpfenntgstücken aufzuführen. Nickel- und Kupfermünzen werden zusammen notixt, d. h. die Zwanzig-, Zehn- und Fünfpfennigstücke für fich in eine Summe und die Ein- und Zweipfennigstücke für fich in eine Summe. Mit dem Papiergelde wird eß folgendermaßen gehalten: Die Reichskassenscheine zu fünfzig Mark, zwanzig Mark unb fünf Mark kommen in eine Summe / die Reichsbanknoten desgleichen unb bie Prvatbanknoten ebenfalls. Sämmtliche Aufnahmen müssen int Laufe des 31. October gemacht unb bie Melbung davon noch an dem gedachten Tage zur Post gegeben werden, so daß die Hauptstaatskaffe am 1. November den Geldumlauf in den staatlichen Kassen zusammenstellen kann. A Mainz, 23. October. Aus Vorschlag der hessischen Regierung ist Seitens des StaatSsecretärS im Reichsjustiz, amt der Präsident der hiesigen Handelskammer, Geh. Com- merzienrath C. S. Michel, als Vertreter Hessens in die Eommission zur Berathung des Entwurfes eines neuen H andelSg efetzbucheS berufen worden. — Laut einer Bekanntmachung der Special - Direction der Hessischen LudwigSbahn können vom 1. November an die Rück f a h rts» karten einschließlich der Sonntagskarten zwischen Frankfurt einerseits, unb Mainz, Kastel, Bingen, Bingerbrück unb Rübesheim anberfeitß, für bie Rückfahrt auf der Hessischen LudwigSbahn und auf der StaatSdahnlörliebig benutzt werden. AuS dieser Publication läßt sich leicht erkennen, daß bie Verhältnisse zwischen bett preußischen Staatsbahnen unb der Hessischen LudwigSbahn nicht mehr gespannt find, wie bisher. Vermißtes. * Eine erfreuliche Einladung. In einem Marburg naheliegenden Dorfe hatte dieser Tage ein Landbriefträger einer Bauersfrau den Betrag einer Postanweisung aus- suzahlen. Als die Summe auf dem Tische lag und die Frau darüber quittirt hatte, wollte die gute Person doch zeigen, daß sie Lebensart besitze/ fie lud den Beamten zu einem Frühstück ein mit den Motten: „Wolle Se da net e paar warme Kartoffeln esse, aich hun grab e Dippe voll fer bie Sau gekocht." Merkwürdiger Weise lehnte der StephanSjünger bie Einladung ab. M. T. * Sine äußerst wichtige Einführung für die Besucher der Berliner Gewerbe-AuS ftellnng 1896 können wir heute unseren Lesern anzeigen, bie nicht verfehlen wird, all- gemeinen Beifall zu finden. Unter dem Namen „Courier" st unter Führung der Rheinisch Westfälischen Bank eine Ge- «llschast in Berlin gegründet worden, die nach französischem unb englischem Muster allen Bewohnern deS Deutschen Reiches den Besuch der Berliner Gewerbe Ausstellung 1896 unter außerordentlich billigen und coulanten Bedingungen ermög- icht. Die Gesellschaft gewährt jedem Theilhaber durch volle icben Tage in den Monaten Juni, Juli ober August: Freie Reife dritter Klaffe nach Berlin und zurück/ gutes Logis in kparaten, schönen Zimmern, nebst Bedienung, Frühstück/ Mittag- und Abendbrod in den besten Restaurationen Berlins und der Ausstellung/ täglich freien Besuch der Ausstellung und eines Th aterS, EircaseS ober sonstigen Vergnügung-^ Etablissements, Unfallversicherung und noch sonstige Ver- jünft,gütigen gegen den geringen Preis von 105 Mark, roeüber Betrag in wöchentlichen Raten ä 3 Mark vom 1. November d. I. bi- 28. Juni 1896 bezahlt werden kann. Wir können nicht umhin, unsere Leser auf dieses Unternehmen, daS Dom Präsidium der Gewerbe-AuSstellung aufs Wärmste empfohlen ist, aufmerksam zu machen, und wir find überzeugt, daß der deutsche „Courier- (Berlin, Unter den Linden 15) beim deutschen Publikum bald ebenso populär sein w rd, wie seine Collegen in England und Frankreich — sodaß daS Ehecbüchlein desselben sogar ein willkommene- großartiges Weihnachtsgeschenk in den meisten Familien werden dürfte. Anfragen find zu richten an die Direction des „Courier", Berlin, Unter den Linden 15. • Ei» „räuberischer Ueberfall" wird auS der Umgebung von Berlin gemeldet. Eine Heerde von 62 Hammeln unb Lämmern hatte ein Treiber an einem der letzten Abende vom Berliner Biehhof nach Segefeld bei Spandau zu führen. Etwa gegen 8 Uhr — eß war schon ziemlich dunkel — befand er fich mit feiner Heerde zwischen den Tegeler Waffer- werken unb Hasseihorst, zwischen Schanze 2 unb 3, al- plötzltch auS dem Walde ein Fuchs in bie Heerde hineinfprengte. Die Heerde stob entsetzt auseinander/ trotz aller Mühen, trotz Locken und Pfeifen gelang eS dem Treiber nur, 32 Thiere zu sammeln. Er trieb diese nach Segefeld, da er weitere- Suchen bei der Dunkelheit auf» geben mußte. Am nächsten Bormittag wurde große Suche nach den fehlenden 30 Thieren angestellt. Man fand i» Tegel, in Saatwinkel, auf der Haide gegen 20 lebende Thiere unb gegen 8 tobte/ einem Thiere war der Kopf ab» gefressen. Reinicke hat also seinen Fang gemacht. Der Wald ist dort mit Brombeerfträuchen dicht bewachsen, einige Lämmer werben sich dort noch aufhalten, aber schwer z» finden fein. Die wiedergefundenen lebenden Lämmer find durch die Brombeersträucher vielfach verletzt worben. * Hannover, 23. October. Als der Comptoirdiener der Firma König-warter & Ebell heute Vormittag gegen 11 Uhr die Reichsbank mit mehreren Gkldbeuteln verließ, wurde er im Hausflur von einem jungen, schwächlichen Burschen Überfällen und mit einem Hammer hinterrücks niedergeschlagen, jedoch nicht tödtlich getroffen. Auf die Hilferufe beß UeberfaQenen eilten Leute herbei und er» griffen den Verbrecher, der auf dem Transport zur Polizei die ihn führenden Beamten mit einem Messer bedrohte. Die Polizei konnte die Personalien beß Individuum- noch nicht feststellen, glaubt aber in ihm einen gewiegten Verbrecher zu erkennen. * Bonn, 22. October. Heute sprang ein Rekrut in der hiesigen Jnfanteriecaserne beß 28. Regiment- auß einem Fenster herauß unb erlitt so schwere innere Verletzungen, daß er im Laufe beß Nachmittagß im hiesigen Garnison- lazareth starb. * Bon der Saar, 21. October. Ein Eifersuchtsdrama hat sich in der Nacht zum Sonntag in SaargemÜnd zugetragen. . Der Erdarbeiter Kinzel hat auf der Straße den in Urlaub befindlichen Soldaten kodier vom 92. Infanterie- Regiment nach Doraußgcgangtntm Wortstreit eine» Mädchen- wegen erstochen. Der durch mehrere Stiche Berietzte starb auf dem Transport nach der Wohnung seiner Mutter. Der Thäter ist verhaftet. * Der erste Helgoländer Freiwillige in der deutschen Armee, der Schreiner Heinrich Schmidt, ist am 15. October in baß Garde-Pionier-Bataillon in Berlin eingetreten. In ber deutschen Marine dienen fünf Helgoländer freiwillig. * Kinberbrandstiftungen. lieber die in letzter Zeit fi häufig vorkommenden Feuerßbrüvste, durch Kinder veranlaßt, bringt die in München (Verlag Ph. L- Jung) erscheinende Zeitschrift „Feuerwehr Kamerad" wieder mehrere betrübende Fälle, wonach Eltern nicht genug gewarnt werden können, ihren Kindern das Feuerzeug fernzuhalten. Die traurigen Folgen solcher Fahrlässigkeit sah man kürzlich in Höchberg bei Würzburg. Zwei vierjährige Knaben zündeten einen nahe bei dem Dorfe aufgerichteten Strohhaufen an unb baß Feuer griff so rasch um sich, daß im Nu vier daneben befindliche Strohhaufen sowie ein ca. 150 Ctr. schwerer Kleehaufen in Flammen standen. Löschungßversuche waren vergeblich/ nur der Windstille ist eß zu danken, daß bet der jetzt herrschenden Wasserßnoth ein größere- Unglück vermieden wurde. Von den Beschädigten ist keiner versichert. Beide Knaben sollen schon unlängst in der Nähe einer Scheune Feuer angezündet haben. Am 16. September d. I gerieth bei ber Oeconomenß - Wittwe Kunigunde Steck tu Bühlß, Gemeinde Willofs (Allgäu), ein vor ihrem Anwesen gelagerter Strohhaufen (etwa 200 Centner) in Brand und äscherte denselben vollständig ein. Die Feuerwehr der Gemeinde Willofs erschien am Brandplatze und hatte vollauf zu thun, daS Anwesen der Steck vor dem so rasch nm fich greifenden und verheerenden Elemente zu schützen. Der Brand wurde von zwei Kindern im Alter von 4 und 5 Jahren, welche am Strohhaufen mit Feuerzeug spielten, verursacht. Daß Spielen kleiner Kinder mit Feuerzeug hätte beinahe wieder ein größeres Brandunglück verursacht. Zwei Kinder ind nämlich durch die vergitterten Parterreienster in ein zn dem Bad Kohlgrub (Oberbayern) gehörige- Logixhau- einge» jeftiegen und zündeten am Dachboden Feuer an. In kürze land die eine Seite des Dachstuhles in Flammen. Rasch zur Stelle gekommene Arbeit-lente, unterstützt durch Curgäste, Ortsbewohner und die Feuerwehr, bewältigten bald den Brand. Auch der fürchterliche Brand in Friesach (Kärnthen) ist durch Knaben, bie mit Zündhölzern spielten, entstanden. • Schönheit»sacht nab ihre Folgen. Auß Wien (Neo- tabt) wird berichtet: Im hiesigen Spital starb die Dienst- magd Kohlhauser ap Phosphorvergiftung. Sie hatte, den Rath einer Freundin befolgend, täglich em Zündhölzchen eingenommen, um schön zu werden. Nach zehn Tagen lag fie im Spital auf dem Sterbebette. 6 don iAr" . Jung) erscheinende ser mehrere betrübende ewarut »erben können, euft ^eruzuhalten. Mil iah man W oti vierMige Knaben ft ankerüteten w *-*“Ä „i» w** JVW’jf w= !i°°v°d- b, ."'2 taÄv D'- tot W |o " ” W nente ] h äit«r 4mä 'Mkb Los an M-t Feuer -- fJgÄ» ** Sfit-i ß-'i gl, flW '"“fftin m Kotie8dleust in bet Synagoge Samstag den 26. October: Vorabend 5 Uhr, Morgens 9 Uhr, Nachmittags 3 Uhr, -Sabbathautzgang 6 Uhr. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft. Freitag 4“ Uhr, SamStag Vormittag S45 Ubr, Nachmittag 3 Uhr, SabbathauSgang 6 Uhr. Wochengottesdienst Morgens 7 Uhr, Abends 8 Uhr Witterungsbericht vom 23. Oktober. Nachdem das Barometer seit gestern fortgesetzt sehr beträchtlich gesunken ist, steht fast ganz Europa unter dem Einfluß niederen Druckes und sind innerhalb deS Depressionsgebietes selbst wieder mehrfach Thrilminima eingebettet. Das Wetter ist zumeist trübe und lallen ausgedehnte Niederschlage. Das barometrische Maximum beschränkt sich auf den äußersten Osten deS Erdtheils. tBitUrottfl i TrubeS Wetter mit Niederschlägen. □OOOOOOOOOOOOOOOOOOOQ 0 Cheviots, Loden, Kammgarn und Buxkin 0 0 ä Mk. 1.35 per Meter 6626 Q Q doppeltbreit, nadelfertig, in den vorzüglichsten Qualitäten, Q 0 versenden in einzelnen Metern portofrei in’s Haus Tuchversandtgeschäft Oettinger L Co., Frankfurt a. M. * Q —^7^ Muste raus wähl umgehend franco. ----- Q □OOOOOOOOOOOOOOOOOOOQ — Mehr al» zwei Millionen Personen sind augenblicklich bei den 40 deutschen Lebensversicherungs-Gesellschaften versichert. Hiervon entfällt ungefähr der vierte TheU ober mehr als eine halbe Million versicherter Personen allein auf die Gesellschaft „Friedrich Wihelrn" in Berlin, was sich daran« erk art, daß diese Anstalt durch ihre Arbeiterverstcherung (Lebensv rfiche- runq gegen Wochenbeiträge) Jedermann — auch dem weniger Bemittelten — Gelegenheit zu wohlfeiler und vortbeilhaftrr Versicherung bietet. Gegen ganz geringe wöchentliche Beiträge schon von 10 Pf. an kann Jeder bet der Gesellschaft für sich selbst oder für seine Angehörigen ein kleines Capital versichern, und die Bedingungen, unter denen die Versicherung abgeschlosien wird, sind für den Bersichertrir viel vorthetlhafter wie z. B bet den „Sterbekassen" unb den sogen. „Dolksoersicherungsgesellschaften". So wird die volle Versicherungssumme tm Todesfälle schon nach einjährigem Bestehen — bei jedem Unfall mit tödtlichen Folgen auch im ersten Versicherungsjabre — ausbezahlt; ferner ist die Wiederherstellung der Versicherung deiner' fäumter Prämienzahlung noch Innerhalb eines ganzen Jahres zulässig, unb kein Antragsteller wird wegen sogenannter „Serufögefflbr' in der VerficherungSnahmc beschränkt, auch erstreckt sich die Versicherung ohne Extraprämie auf den Einschluß der Kriegsgefahr für alle ges tzlich Wehrpflichtigen. — Ein ungefähres Bild, rokokl Nutzen die Gesellschaft „Friedrich Wilhelm" mit ihrer Arbeiter- Versich'rung schon gestiftet bat, liefert wohl die Thafache. daß 584,330 M-rk Versicherungssumme allein im Jahre 1894 an die Hinterbliebenen von 5388 im Laufe des Jahres verstorbenen Versickerten der Arbetteroersicherung rur Auszahlung gelangt sind. 8909 Bekanntmachung. Samstag den 26. Cctobcr 1895 sollen auf dem Bahnhof zu ließen circa 1000 Stück alte Bahnschwelleu öffentlich meist- bietend verkauft werden. Der Verkauf beginnt Vormittags um 9 Uhr am ehemals Cöln-Mindener Güterschuppen. Königliche Bahnmeisterei 17. _____R. Fürnrohr. 8901 Freitag den 25. Moder, Nachmittag» 2 Uhr, werden Reustadt 55 (Gasthaus zum Vfa«) eine große Partie Bücher verschiedenen Inhalts, Büsten, Figuren, NipprS, Bilder, »karten u. dgl-, sowie rochfolgende, sehr gut erhaltene, tbeilweise neue Möbeln: 1 vollständiges Beit mit Loßbaarmatratze(Muschelbettstellepolirt), 1 Bett mit Wollmatratze, 1 hochfeine Kinderbettsielle, Kleiderschrank, Weißzeugschrank, Secretär, Küchenschrank, Tische, Stühle, Teppiche, Spiegel sowie sonstige Gegenstände (ein großer unb ein feinerer Regulator) gegen Baarzahlung versteigert. 3376__I. A.: Schneider. Versteigerung. Montag den 28. Oetbr. l. I., Nachmittags 2 Uhr, werben im ^Rheinischen Äof* dahier — Frankfurterftraße — versteigert: 12 vollständige Betten, 9 viereckige und runde Wtrth»tische, 42 tvirthschaftsstühle, 1 ««stet, 1 Bterapparat, 1 Regulator, ein Sopha, 1 Waschcommode, 2 Näh, tische, 1 Sessel, 1 gut erhaltenes Ptanino u. a. Die «ersteigern«- findet »an, be- fihmmt statt. 8911________Beitzler, Gerichtsvollzieher. Montag den 28. October 1895 sollen in der Wohnung zum „Rheinischen Hof", Frankfurter- ftraße 30, gegen Baarzahlung ver- steigert werden: ein Eisschrank, eine Wirthstheke und zwölf Stühle. 3894 Kemmer, Pfandmeister. Kursus. Gründliche Erlernung aller Futzarbeiten in 50 Stunden. Preis 15 Mark, krfolg garantirt. Schülerinnen »erben täglich angenommen. Frau A. Friesse, 8903 Ludwigstraße 12, part. IJXtiFa werden für 1 Mk. filUpiU angefertigt. H. Plank, Frifeur, -8918 Kaplansgaffe 2. 4 ior Jraehahmanffen wtrd dringend gewarnt. 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Berfichert Anfang 18951 474,811 Pcrnonen mit 129,782,459 Mt. «»arantte Capital «nd Reserven ««fang 1895 ca. 28 Millionen Mk. Bisher an B.rficherte au»ge,ahlte Capitalien 22,218,180 Mark. Die Gesellschaft hat vor mehr als 13 Jahren die Ar bei ter-Versicherung, b h die LebeaSverstcherung mit wöärentticher Beitragszahlung tn Deutschland eingeführt und ist heute nicht nur sonach die Lltestc, sondern auch die grStzte Anstalt dieser Art. Der wöchentliche Beitrag zur Arbeiter-Versicherung beträgt 10, 15, 20, 25, 30, 40 ober nO Picnnige, sodaß also Jedermann, auch der Mindest« bemittelte, ohne Rücksicht auf Alter, Beruf oder Geschlecht schon für einen wöchentlichen Beitrag von 10 P'ennig ein kleine» Capital für fich oder für seine Angehörige« versichern kann. Für Kinder unter 15 Jahren kann eine Kinderversicherung (Eonstr- mation»« oder AnSstener« und gleichzeitig Begrübnißgeldverstchernng) mit einem Wochenbettrage von 10, 20 oder 50 Pfg abgeschloffen werden. Die Berficherungsbedingvngen sind für die Bei sicherten so vorlheil« haft, wie «irgend ander». Heroorgeoob-n sei nut: Seine Beschränkung der Berstcherung und keine Kürzung de» Capital» wegen soaenannter »BerofSgefahr^. Zahlung der vollen BerficherungSsumme schon nach einjährigem Beheben der Versicherung; bei jedem Unfall mit tSotlichen »folgen auch tm ersten Derficheruagsjahre. Unanfechtbarkeit der Police; Zahlung der vollen verficherung»- summe auch tm Falle de» Selvstmord» nach drei]ährigem Bestehen der Versicheren^. Aufrechterhaltung der Bersichernng auch gegen Kriegsgefahr ohne Extraprämie. Wtederherstellung erloschener Versicherungen innerhalb eine» vollen Jahres nhne jegliche Kosten. Auszahlung im Todedfalle sofort, kostenfrei u. oh ae jeden Abzug. Zum Avichlusse von Versicherungen empfiehlt sich der Vertreter der Ge- sellschast H. Vogt, Ludwigstraße 20. Ncue Agenturen werden an ehrenwerthe und rührige Personen jederzeit vergeben. Näheres bterüber sowie jede andere Auskunft durch die 89)9. Skllkral-Igkiitur H. Dietrich, Klkichstraßk 4, pt, Frankfurt a. M J-de Hausfrau, die. ihre Freude daran bat, ein-^n schönen dauerhaften, jedem Haushalt zur Zierde gereichenden Leinen- unb Wäsche-Vorrath zu besitzen, wende sich an die Geschäftsstelle des Thüringer Weber-Vereins zu Gotha, die von dem zur Unterstützung der armen Hausweber gebildeten Comit6 ins Leben gerufen worden ist Mit der Freude an einem stattlichen Linnenschatze erwirbt fich die Hausfrau zugleich das Verdienst, zur Linderung deS in der Handweberei der Handarbeit kcincswegs hoch. Wir off er ir en: Handtücher, grob und fein. Wischtücher in diversen DesfinS. Küchentücher in bteerfen Dessins. Staubtücher in diversen Dessins. Taschentücher, leinene. Scheuertücher. Servietten in allen Preislagen. Tischtücher am S'ück und abgepaßt- Rein Leine« zu H mben u. s. w. Rein Leinen zu Betttüchern und Bettwäsche. Halblttne« zu Hemden und Bettwäsche. herrschenden Nothstandes beigetragen zu haben Für die Echtheit und Dauerhaftigkeit der von dem Vereine belogenen Waarea wird jede gewünschte Bürgschaft geleistet. Auch die Preise sind angcfichtS der Solidität Bettzeug, weiß unb bunt. Bettbarchent, roth und gestreift. Drell unb Flanell, gute Waare. : Halbwollenen Stoff zu Frauenkleibern. Altthüringische Tischdecke« mit Sprüchen. Altthüringische Tischdecke« mit der Wartburg. «estrickte Jagdwesen. Fertige Kanien-Unterräcke von Mark 2 dis 3 pro Stück. Alles mit der Hand gewebt, wir liefern nur gnte unb dauerhafte Waare. Hunderte von Zeugniffen bestätigen dies. Muster und PretS-Courante stehen gerne gratis zu Diensten Die kaufmännische Leitung besorgt Unterzeichneter unentgeltlich. Wir bitten um gütige Aufträge; wer die bittere Roth der arme« Weber« bevSlkerung kennt, giebt uns solche gewiß gerne. Der Leiter des Lhücinger Weber-Vereins. Kaufmann C. F. Grübet. Tödes - Anzeige Die trauernden Hinterbliebenen. Giessen, den 23. October 1895. Die Beerdigung findet statt: Freitag den 25. October, Vormittags 11 Uhr, vom Sterbehause, Bahnhofstrasse 89. 8908 "V heute Morgen 10 Uhr nach langem, schweren Leiden sanft dem Herrn entschlafen ist. Verwandten, Freunden und Bekannten machen wir die schmerzliche Mittheilung, dass unser guter, unvergesslicher Bruder und Schwager Herr Wilhelm Bernhard Sandner Rmibcrtroffcnc Auswahl Neuester Jaguets von Mk. 5 bis zu den feinsten Modells, Neuester Kragen und Umhänge von Mk. 4 bis zu den feinsten Modells, Neuester Abendmäntel von Mk. 12 bis zu den elegantesten, Neuester Regenmäntel in allen Preislagen. 8916 S. Weimersheim Nadillgr. Hotel Einhorn. 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Cctober er., Abends 8 Uhr im Festsaal (Cafe Leib) 8 Letzter Vortrag nebst Experimenten im Gebiete de» 8928 MM" „Hypnotismus“ von Professor Carl Hannen au» Copenhagen. villets zum reservirteu Platz k Mk 1.— , zum Saal k 60 Pfg., für Studenten und Schüler A 50 Plg., zur Gallerte k 40 Pfg sind vorher in der Buch« Handlung der Herren Aree- & Lascht, sowie an der Abendkaffe m hab« E. A. V. Sonntag den 27. October, Abends 8 Uhr: Vortrag des Herrn Pfarrer W e n ck au» Darmstadt über ____ Die Geschichte der Presse. 8913 Zahlreiches Erscheinen wird erwartet.Der Vorstand. van Houten’s Cacao. Bester — im Gebrauch billigster. 8572 - Probe - Local --------— Bahnhofstrasse Nr. 1. Chocolade ...... per Tasse 10 Pfg. Milch-Chocolade . . . n ,, 15 „ Geöffnet von Morgens 8 Uhr bis Abends 8 Uhr. Pelzwaaren. 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AbendS präcis 8*/2 Uhr, im Gamdrinusr General - Versammlung und Vorstandsneuwahl. Anmeldungen neuer Mitglieder werden daielbst entgegengenommen.[8919 Kaufmännischer Verein Glessen. Beitrag für unterRüfcenbc Mt'glieder . . X 10.—, ordentliche Mitglieder . . . r 6.—, EintritiSgeld nur für Letztere. „ 2.—, - Fachschule ~ (sremdsprachlicher Unterricht). Vergünstigungen r Bibliothek, 10(0 BSnde. - VortrSge (Eintritt frei). — Gesellige Unterbab tunfltn. — PreiSermätzigung bet Eulers Warmbäder, Anstalt; Neue» Theater; Theatcr-Verein; Concert-Verein; Krauße- schen Abonnement Concerten. 7199 Vereineabend: Freitag». Veremslocal: »Postteller^. 8930] «n meinem Bügelcatfo» rönnen nod) Mädchen theiinehmen. ______________BUiafttahe 2. H. 71rt?hhniib mittlere Gröhe, ge. jyrrljUtHlh, braucht, |n raufen gefncht. Offerten mit Pret» unt. «5. F. an die tkxoed d Bl. 8902 Tüchtige Ofenbeschlag Schlaffer gesucht. | Main-Weser-Hütte Lollar. 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Bk. 10SW ■■ nü; Ist. § dient a. — Druck uno Verlag der Brüb! lchen tinwersträks-Biich- und Stetnbrudem Pretitd A 6 ck> rvda) in Gießen. Die heutige Kummer 6 Seite«.