In. er. 7070 3 Uhr, ■ Neuen kücket lNgs- 5371 d'trahk'. Ann, Lberh. »llers- rftr. 1. p räch: , Musikalien- 6849 maße. Hotel kiohm. abend W aus. rstaud^^. SL. fahrt nai im im SN HÜ lltg mit 3"9 , Ulchille i« ;ne List- i“r BotNL mit von )bl 85.61 103.* 27/ 90 1887 //fO 10059 ,,1906 102.00 ^1900101.50 uS* 10bK 10300 ed. 337'/» Sonntag den 25. August 1898 Erstes Blatt Nr. 199 Gießener Anzeig er Kenerat-Mnzeiger. Rtbaction, ExprditioS und Druckerei: Schulstraße Ar.7. Fernsprecher 51. vierteljähriger AvonuemeutspreiZ: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener Aamilie« d kälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montag-. Zlnits- und Anzeigeblutt für den Tiveis Giefzen. »Z | OratisSeitage: Gießener Jamilienötätt-r. Alle Annoncen-Burcaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Marktnetz, 1 Zwicker, 1 Taschentuch, 1 Kinderschuh, 1 Kinderstrohhut, 1 Peitsche, 1 Sack mit Waschklammern und 10 Körbe. Gießen, den 24. August 1895. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. __________________I. V.: Roth.__________________ ZumWiederaufblühendesGeschäftslebens. DaS böse Verhängniß der wirthschaftlichen KristS der verflossenen drei Jahre bestand hauptsächlich darin, daß alle Cuiturstaaten der Welt, ganz besonders aber die Bereinigten Staaten von Nordamerika mit ihrer enormen Production und ihrem riesigen Bedarf in diese KristS gerathen waren. Wir erwähnen dabet, daß die große Production Nordamerikas dem Geschäftsleben nicht nachtheilig sein kann, wenn die Ge« schäfte an sich in Amerika blühen, denn bei blühender Geschäftslage ist der Bedarf der Vereinigten Staaten in ausländischen Maaren unter allen Umständen schon wegen der vielen Bauten und DolkSvermehrung ein so bedeutender, daß er die Concurrenz der amerikanischen Waare ziemlich aufwiegt. Und bei flottem Geschäftsgang sind die Amerikaner für englische, deutsche, französische Fabrikate u. s. w. immer gute Käufer. Die Amerikaner hatten sich aber durch eine bodenlos verkehrte Währungspolittk, die mit Gesetz und Gewalt den Preis für ihr massenhaft producirtes Silber steigern sollte, selbst den größten Schaden zugesügt. Außerdem hatten sie auch mit ihrer übertriebenen Schutzzollpolitik ihrem Handel Daumschrauben angelegt. Diese Fehler sind nun zwar noch nicht ganz beseitigt, aber sie wurden durch einige Reformen gemildert. Dank dieses Umstandes und Dank des großen natürlichen Reichthums der Vereinigten Staaten blüht dort Las GeschäftSleben von Monat zu Monat mehr auf und wird bald auch seinen belebenden Einfluß auf die wirthschaftlichen Verhältnisse Europas zeigen. Wie schlimm die Geschäfte in Nordamerika darnieder« lagen und wie sie sich zu bessern begonnen haben, beweist die Thatsache, daß das erste Quartal 1895 in den Verein. Staaten schon eine bedeutende Abnahme der Bankerotte zeigt, und zwar von 47,813,683 Doll, gegen 64,137,633 Doll, im entsprechenden Quartal des Vorjahres. Es zeigen die weifte Abnahme die Oststaaten von 12 auf 17 Millionen, die Mittelstaaten von 23 auf 14 Millionen, ebenso die Süd-, Südwest«, West- und Pacifischen Staaten, während die Centralstaaten eine nicht unbeträchtliche Zunahme der Zahlungseinstellungen, von 7,238,000 Doll, auf 9,781.000 Doll., aufzuweisen haben. Genau dieselbe Erscheinung zeigt das andere Barometer wirthschastlicher Verhältnisse: das Clearing- Haus-Ergebniß. ES sanken die Umsätze in New-York in der aesammten Union 1891 33,749,322,000 Doll. 56-/3 Millarden Doll. 1892 36,662,469,000 // 617/8 // // 1893 31,261,037,000 H 53,9 n // 1894 24,445,709,000 // 451/s n Ein Abstand von 16 Milliarden Dollars — 65 Milliarden Mark ist bezeichnend genug für die Schwere der Krisis und für die rapide Entwickelung der wirthschaftlichen Liquidation. Dagegen zeigen die vier ersten Monate des laufenden Jahres nicht nur einen Stillstand deS Zersetzungsprocesses, sondern eint, wenn auch nicht allzu bedeutende Besserung. ES stiegen nämlich die Umsätze in New-York vom 1. Januar bis 30. April 1894 auf..... gegen 1. Januar bis 30. April 1895 auf..... Dollar: 7,956,733,000 8,873,333,000 in der aesammten Union Dollar: 14,759,715,000 15,116,391,000 Nerrefte Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 23. August. Zu der Nachricht über die Berufung des Jmmediat Comitos zur Prüfung der Frage, in welchen Punkten eine Vereinfachung der Kranken-, Unfall- und Invaliditäts-Versicherung eintreten könne, melden die Abendblätter, in der vordersten Reihe stehe der Wunsch, verschiedene Doppeleinrichtungen zu beseitigen, wie die doppelten Schiedsgerichte, außerdem daS Rentenwesen bei der Jnvaliditätsversicher-ung zu vereinfachen. Ob es möglich sei, bei der Krankenversicherung wesentliche t er- eiufachungen durchzuführen, wird von zuständiger Seite einst- nkbtlen stark bezweifelt. Berlin, 23. August. Dem „Reichsanzeiger" zufolge ergaben die Zölle und gemeinsamen Verbrauchssteuern an Einnahmen für den Zeitraum vom 1. April bis 31. Jult 1895 gegen den gleichen Zeitraum des Vorjahres: Zölle Plus 10,771,307 Mk., Tabaksteuer Minus 34 597 Mk. Zuckersteuer PluS 75,661 Mk., Maisbottich- und Brannt- weinmaterialsteuer Minus 350.375 Mk., Branntweinverbrauchsabgaben Minus 1,981,414 Mk., Brausteuer Plus 292,094 Mk., Bierübergangßabgaben Plus 25,548 Mk, Summa PluS 9,023,945 Mk., Stempelsteuer für Werthpapiere Plus 2,811,672 Mk., für den Kauf sonstiger Anschaffungsgeschäfte Plus 2,939,618 Mk., für Privatlotterien Plus 369,827 Mk., für Staatslotterien PluS 933,793 Mk. für Spielkartenstempel Plus 6,350 Mk., Wechselstempelfteuer Plus 86,346 Mk., Post- und Telegraphenverwaltung PluS 6,662,712M.,Reichs-Eisenbahnverwaltung PluS 1,140,000 M. Cassel, 23. August. Die erste deutsche Samariter- Versammlung, die den Zweck hat, alle Bestrebungen auf dem Gebiete deS freiwilligen Rettungswesens durch Schaffung eines Bundes zusammenzufassen, wurde heute zu Cassel eröffnet. Den Vorsitz führten Sanitätsrath Endemann-Cassel und Dr. Aßmus Leipzig. Die Versammlung war zahlreich besucht, u. A. erschienen aus Berlin Dr. Max Bauer, die Directoren Knoblauch und Max Schlesinger, Dr. Pannewitz - ferner Dr. Kohler München, Dr. Duems-Leipzig. Oberpräsident Magdeburg begrüßte die Versammlung im Namen der Regierung, Landesrath Dr. Knorz im Namen der Stadt. Wien, 23. August. Wie verschiedene Blätter melden, entstand in der dichtgefüllten Kirche von Rogozus bei Samboe während der Meffe in Folge Uwstürzevs einer brennenden Kerze eine Panik, bei der 3 Personen ums Leben kamen und mehrere schwer verletzt wurden. Marseille, 23. August. Der deutsche Dampfer „Neapel", mit Kohlen- und Rindviehladung von Newport, Tanger, kommend, stieß mit dem Dampfer „Alix", nach Agde-Südfrankreich unterwegs, zusammen. Die „Alix" sank. Der Schaden ist bedeutend. Loudon, 23. August. Eine kleine Anzahl der Mannschaften des East - L an cashire-Regiments, das zu einer Waffenübung in Hampshire einberufen wurde, widersetzte sich der Schließung der Cantinen während gewisser Stunden und weigerte sich anstrengenden Dienst zu thun. Die Rädelsführer wurden darauf zu kurzen Arreststrafen verurtheilt und unter Bedeckung nach Aldshot abgeführt. Petersburg, 23. August. Die großen Manöver zwischen ZarSkoje Sselo und KraSnoje Sselo endeten gestern mit einer Entscheidungsschlacht bei Krasnoje Sselo. Das Kaiserpaar, welches den Manövern beiwohnte, blieb in Krasnoje Sselo. — Der russische „Invalide" gibt die Errichtung eines ostfibirischen Sappeur-Bataillons bekannt. Depeschen deS Bureau .Herold". Berliu, 23. August. Wie aus Mainz gemeldet wird, lehnte der Kaiser dankend das ihm vom Großherzog von Heffen angebotene Frühstück im Palais ab. Der Kaiser wird daher nicht tn die Stadt einziehen, sondern fährt vom Paradefeld birect nach Cronberg. Berliu, 23. August. Den Meldungen einzelner Blätter, daß der Kaiser in Stettin an Bord des Avisos „Grille" am 6. September eintreffen werde, ist berichtigend und ergänzend hinzuzufügen, daß der Kaiser am 6. September früh sich zu einer Schießübung nach Swtnemünde zu begeben gedenkt und nach deren Beendigung in Swinemünde an Bord der „Grille" gehen wird, um von dort nach Stettin zu fahren. Die Ankunft in Stettin erfolgt am Freitag den 6. September, Nachmittags. Berliu, 23. August. Die Ernennung eines neuen Dtrecrors im Reichsschatzamt darf zum 1. October mit Sicherheit erwartet werden. Berlin, 23. August. Die neuerliche Abwesenheit des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe von Berlin wird höchstens 14 Tage dauern. Möglicherweise kehrt der Reichskanzler schon nach acht Tagen auf seinen Posten zurück. Berlin, 23. August. An der Festtafel, welche die Stadt B.rlin anläßlich des Sedan tag es veranstaltet, werden etwa 600 Personen theilnehmen. Abends findet große Illumination statt. Berlin, 22. August. Der Pariser „Figaro" brachte dieser Tage einen Brief des französischen Generals Muuier, in welchem derselbe behauptet, daß ein hoher deutscher Offizier, welcher sich während den Krieges von 1870/71 von AmtSwegen bei einem Gutsbesitzer an einem der wichtigsten Punkte des Maasthales installirt hatte und aufS höflichste daselbst empfangen worden sei, Wäsche und Schmucksachen aus verschlossenen Schränken gestohlen habe. Dazu schreiben die „Berliner Neuesten Nachrichten": Es ist daS unseres Wissens der erste Fall, daß man sich von französischer Seite erdreistet, die Ehre deS deutschen Offizier-CorpS anzugretfen. Da dies ohnehin von einem französischen General öffentlich mit Namensuvterscknift geschah, so zweifeln wir keinen Augenblick, daß sich die deutsche Regierung dieser Angelegenheit bemächtigen und dem deutschen Osfiziercorps Genugthuung verschaffen wird. Berliu, 23. August. Die Meldung der „Staatsbürger Zeitung" von der Entdeckung der Absender der Höllenmaschine ist nach den Meldungen der heutigen Abendblätter darauf zurückzuführen, daß infolge einer anonymen Denunciation zwei Schuhmachergesellen auf dem Polizeipräsidium fistirt wurden. Die beiden Angeschuldigten wurden aber, da die Haltlosigkeit der Denunciation sich alsbald herausstellte, im Laufe des gestrigen Nachmittags wieder entlassen. Wilhelmshaven, 23. August. Der allein noch in Marokko zurückgebliebene Kreuzer „Marie" hat Befehl erhalten, nach der Heimath zurückzukehren. München, 23. August. Der Verein für Hebung der Fluß« inib Canal-Schiff fahrt tn Bayern hat sich in einer Petition bahin ausgesprochen, eS solle die Ausarbeitung einer Detail-Projectirung für Herstellung einer für die Großschifffahrt geeigneten Main Donau-Weserstraße in Aussicht genommen werden. Oedenburg, 23. August. In der Unterstadt, wo zahlreiche Lumpen- und Lederhändler wohnen, ist eine Typhus- Epidemie ausgebrochen. 14 Erkrankungen, darunter einige Todesfälle, find bereits zu constatiren. Preßburg. 23. August. Die Stadt Sil lein steht seit gestern Abend 7 Uhr in Flammen. Der ganze Marktplatz ist abgebrannt. Bisher ist es nicht gelungen, das Feuer zu bekämpfen. Rom, 23. August. Bei Manfredania kam es zwischen einer Räuberbande und der Polizei zu einem heftigen Kampfe. Polizei und Gensdarmerie verfolgte schließlich dieselben, welche jedoch entkamen. Ancona, 23. August. Bei der Ankunft des Dampfers „William" constotirte der Capitän, daß an verschiedenen Stellen der Name Caserto geschrieben stand. Er ordnete eine sofortige Untersuchung an, deren Ergebniß auf ein beabsichtigtes anarchistisches Attentat schließen läßt. Der Untersuchungsrichter Hierselbst wurde hiervon benachrichtigt. Madrid, 23. August. Aus der Provinz Malaga wird gemeldet,»daß daselbst ein 21 Srcunden dauerndes Erd- beben verspürt wurde, welches jedoch keinen großen Schaden anrichtete. Sofia, 23. August. Gestern fand durch die Polizei mit militärischer Hilfe eine vollständige Durchsuchung eines ganzen StadttheilS statt, welche jedoch resultatloS blieb. Veranlaßt wurde diese Durchsuchung durch ein anonymesSchreiben, welches meldete, daß sich zwei Mörder StambulowS, welche verwundet seien, in dem durchsuchten Stadttheile verborgen hielten. Newyork, 23. August. Zur Theilnahme an deutschen Sedan-Feierlichkeiten haben sich im Ganzen nur 210 Personen, nicht, wie ursprünglich gemeldet wurde 2000, ehemalige deutsche Soldaten auf dem Dampfer „Fulda" nach Deutschland eingeschifft. Cdcolt« Gießen, den 24. August 1895. * Laudwirthschaftliche Ausstellung iu Gießen. Freiherr von Riedesel, welcher im Kreise Lauterbach sehr bedeutend künstliche Fischzucht betreibt, wird Mitte September seine Karpfenteiche abfischen und hat sich in liebenswürdiger Weise bereit erklärt, sämmtliche Spielarten, oder eine besonders ausgewählte Collection dieser Fische für die Abteilung Fischerei der Landwirthschaftlichen Ausstellung zur Verfügung zu stellen. ♦♦ Sedaufeier. Zum Zweck einer Besprechung über die Feier des diesjährigen SedantageS hatte ein aus acht Herrn zusammengesetzter provisorischer Ausschuß auf gestern Abend in das ,,Hotel Einhorn" eingeladen. An die Behörden und in alle Kreise der Bürgerschaft, ohne Rücksicht auf politische oder sonstige Parteirichtungen, waren die Einladungen ergangen. Unter den Erschienenen war Herr Provinzialdirector Baron von Gagern, dem für sein Kommen besonders gedankt wurde ■, Herr Obrrst von Rosenberg hatte mit Worten warmer Theilnahme für die Sache sein Nichrkommen entschuldigt. Herr Jean Kirch begrüßte die Versammelten und leitete die Besprechung. Er hob hervor, daß der mehr zufällig gebildete sogen, provisorische Ausschuß keineswegs die Veranstaltung Und Leitung einer patriotischen Sedanfeier in die Hand nehmen wolle, daß es ihm vielmehr nur darum gegolten habe, die gewünschte Anregung zu geben. Die Feierlichkeiten am 16. und 18. August seien doch zu wenig der ganzen Bürger« schäft zugänglich gewesen- eine allgemeine Sedanfeier sei allerdings in den letzten Jahren bei uns nicht begangen worden — nur der Krtegerverem habe stet- eine Feier veranstaltet. Allein jetzt bei der 25jährigen Wiederkehr der Gedenktage jener gewaltigen Ereignisse, durch die unter blutigen Kämpfen, Mühen und Entbehrungen unserer deutschen Krieger de- deutschen Reiche- kräftige Wiedererstehung und Einigung gewonnen wurde, rege sich, wie in allen Orten Deutschlands, auch hier da- Verlangen, eine allgemeine patriotische Festfeter zu begehen, die hauptsächlich auch als eine dankbare Ehrung für unsere Kriegsveteranen sich darstellen solle. — Bei den Verhandlungen kam eS zur Sprache, ob nicht doch zur allgemeinen Feier ein anderer Tag gewählt werden solle, etwa der künftige 18. Januar (Wiedererrichtung de- deutschen KaiserthumS) oder der 10. Mai (FriedenSschluß)- allein eS wurde einmüthig geltend gemacht, daß am 18. Januar, mitten im Winter, keine VolkSfeter, sondern nur eine solche in engeren Kreisen könne gehalten werden, und daß der 10. Mat nie im deutschen Volk so hervorgetreten sei, um an ihm eine ungekünstelte allgemeine Begeisterung erwarten zu können. Der geeignetste Festtag sei zweifellos der Sedan- tag, der, ob am 1. oder 2. September gefeiert, uns nicht als ein Schlachtentag, sondern als der herrliche Tag der Grundsteinlegung deutscher Herzens- und Reichseinheit gelte. Bet der näheren Besprechung über eine solche Sedanfeter — man hatte dabet im Auge einen großen FeldgotteSdtenst aus dem Trieb, Jugendsptele, Banket mit Ansprachen u. A. — traten nun aber mächtige Hindernisse hervor. Zunächst wurde bestätigt, daß die Festhalle in Oswalds Garten nicht zu haben sei, weil die dort für die landwirthschaftliche Ausstellung begonnenen Arbeiten unmöglich unterbrochen werden könnten,- ferner wurde hervorgehoben, daß in der jetzigen Ferienzeit unsere Jugend nicht so könne herangezogen werden, wie eS zur Pflege vaterländischer Gesinnung zu wünschen sei. Besonders aber stand man vor der Unmöglichkeit, schon wegen der Kürze der Zett die städtische Verwaltung zu einer solchen Mitwirkung und Leitung des Feste- zu gewinnen, wie eS für eine einmüthige, die ganze Bürgerschaft sammt Stadtrath und Oberbürgermeister umfassende vaterländische Festfeier geboten sei. Unter solchen Umständen wurde schließlich von dem Anfangs Geplanten abgesehen und beschlossen, dem hiesigen Kriegerverem, unter Mitwirkung deS Veteranen- und Marinevereins, die Veranstaltung und Leitung einer Sedanfeier in die Hand zu geben und alles von diesen Vereinen zu Unternehmende mit Rath und That zu unterstützen. Die Vorstände der genannten Vereine nahmen den Beschluß an und wollen alsbald daS Wettere tn Berathung nehmen. So wird Gießen eine Sedanfeter erhalten. Möge die ganze Bürgerschaft die Veranstaltungen unserer Militär- Vereine freundlich aufnehmen und durch allgemeine Bethei- liqung an der Festfeier ihre patriotische Gesinnung bethätigen! Da tn der Versammlung lebhaft der Wunsch kundgegeben wurde, noch etwas Besonderes zur Freude und Ehre unserer ruhmreichen Veteranen zu thun, so wurde beschlossen, bet den Einwohnern Gießens Beiträge zu sammeln, um einer- seilS den Vereinen die wohl nicht hohen Kosten des Festes zu decken und um andererseits dem Krieger- und Veteranen- Verein für ihre Krankenkassen einen möglichst hohen Betrag als Festgabe zu überreichen. Ohne Säumen sollen die Sammellisten herumgegeben werden. Die Einwohner Gießens werden gebeten, auch auf diesem Wege einen Theil des Dankes abzustatten, den wir als Bürger deS neuerstandenen deutschen Reiches unseren wackeren Veteranen schuldig sind. ** Arbeiterruhe. Die Actien-Brauerei Gießen hat ihren Arbeitern anläßlich deS Sedantages einen Feiertag bewilligt, selbstverständlich bekommen die Feiernden den Tag bezahlt. ** Krieg-eriuueruugeu an 1870. Der Verlust der hessischen Division in der Schlacht bei Gravelotte-St. Privat betrug an Todt en oder in Folge der Verwundung Gestorbenen: Offiziere 33, Unteroffiziere 32, Mannschaften 353, Pferde 73. Verwundeten: Offiziere 53,Unteroffiziere 102, Mannschaften 1073, Pferde 70. Der Munitions-Verbrauch war in abgerundeten Zahlen 1 Bat. des 1. Inf.- Regts. 13,530 Zündnadelpatronen, 2. Bat. des 1. Jnf.-RegtS. 32,400, 1. Bat. des 2. Jnf.-RegtS. 15,010, 2. Bat. des 2. RegtS. 25,450, 1. Jägerbataillon 70,000, 1. Bat. des 3. Jnf.-RegtS. 3900, 2. Bat. des 3. Inf.-Regts. 7260, 1. Bat. deS 4. Jnf.-RegtS. 3140, 2. Jägerbataiüon 26,170. In Summa 196,860 Zündnadelpatronen 1. schwere Fuß- Batterie 651 Granaten, 2. schwere Fuß-Batterie 564, 1. leichte Fuß-Batterie 920, 2. leichte Fuß-Batterie 960, 3. leichte Fuß-Batterie 776, Reitende Batterie 576 Granaten. Summa 4447 Granaten. Die Stärke der Division betrug am 18. August an Combattanten ohne Offiziere und Trainsoldaten: Infanterie und Pioniere 10,136 Mann. Die Cavallerte zählte 1126 Pferde, die Artillerie 36 bespannte Geschütze. Zur Beurtheilung der Zahl der verfeuerten Patronen ist zu bemerken, daß daS 1. Jägerbataillon 997 Mann, daS 2. Jägerbataillon 989 Mann zählte. § TraiS-Horloff, 23. August. Dahier verbrannte in der gestrigen Nacht ein dem Director hiesiger Briketts- fabrik gehöriger Haufen Stroh, welcher Tags vorher gedroschen worden war, ab. E-r. Reilkirchen, 23. August. Wohl war „der Ver- fasser deS Briefe- über die Gravelotte Feier in Reiskirchen, E-r. in Nr. 195 dS. Bl." mindesten- ebenso richtig mformirr, wie e- der Einsender bez. Verfasser Vn der Berichtigung in Nr. 197 dS. Bl. gewesen zu sein scheint. Der Präsident deS hiesigen Kriegerverein» hat denjenigen Mitgliedern, die den Wunsch auSsprachen, nach Darmstadt zu reisen, erklärt, daß ihnen von den 80 Mk, welche die Gemeinde dem Kriegerverei» bewilligt habe, eine Reisevergütung bezahlt würde und sie darum auch al- Vertretung deS Verein- gelten würden. Als Deputation sind die betreffenden Verein-Mitglieder auch in Darmstadt angemeldet worden. Sollte der Gebrauch deS „entsandt" ein so großer Fehler gewesen sein, daß er eine Berichtigung verdient?? Daß „die Deputation" nicht „au- eigenem Antrieb" oder nicht „auf eigene Kosten" „nach dorren ging" ist nicht vom E-r. behauptet und auch nicht durch daS Wort „entsandt" angedeutet worden, folglich ist auch die Berichtigung hier nicht am Platze. Weil aber die vermeintliche Berichtigung bezüglich der Reisevergülung mit folgenden Worten: „eS hat aber bis jetzt eine solche Vergütung an die betreffenden Veteranen noch nicht stattgefunden", schließt, so sei auf diese Veröffentlichung nur erwidert, daß die Vergütung schon vor der Reise von den betreffenden BereinSmirgliedern tn Empfang genommen werden konnte und auch jetzt noch jederzeit abgeholt werden kann. Wünscht vielleicht Herr Vn, vorausgesetzt, daß er empfangsberechtigt ist, seine Reisevergütung inS HauS gebracht oder per Post übersandt, so beliebe er nur dem Vereinspräfidenten seine werthe Adresse anzvgeben — und hiermit Schluß? R. ReichelSheim, 25. August. Bei der Ergäuzungs- wähl für den Gemeinderath wurden folgende Herren die höchftbestimmten: August Groß mit 57 Stimmen, Adolf Zimmer mit 50 Stimmen, Hermann Koburg'er mit 43 Stimmen. Die Wahl ging sehr ruhig ab, denn von 156 Stimmberechtigten haben nur 86, also wenig mehr als die Hälfte von ihrem Stimmrechte Gebrauch gemacht. B. Berstadt, 23. August. Der Bau unserer Nebenbahnstrecke Hungen—Friedberg, welche am hiesigen Orte nahe vorüberführt, nimmt mit dem 1. September l. IS. ihren Anfang, nachdem ihm die entgegenftehenden Schwierigkeiten glücklich beseitigt werden konnten. Wir erhalten hierher ein Baubüreau, für welche- die erforderlichen Räumlichkeiten gemiethet worden find. Die Vorhersage, daß die Strecke Hungen—Berstadt—Beienheim bi- zum Herbste 1896 fahrbar fein würde, scheint sich zu erfüllen. Vielleicht gelingt eö sogar, das Stück Beienheim—Friedberg, bei welchem die meisten und schwierigsten Kunstbauten aus- geführt werden müssen, bis zu jenem Zeitpunkte zu bewältigen. Bad-Rauheim, 22. August. Ein Act großer Rohheit fand heute die gerichtliche Sühne. Der 40jährige Taglöhner Konrad Bachmann von Rödgen hat seinen neunjährigen Jungen, der bei der Besorgung eine- Auftrags etwas länger auSblieb, bei dessen Rückkunft in die Höhe gehoben und ihn mit solcher Wucht auf den Fußboden aufgestoßen, daß der untere linke Schenkelknochen brach. Nicht genug damit, hat der Wütherich das wimmernd daliegende Kind noch getreten und mit einem Besenstiel mißhandelt. Als er auf polizeiliche Anzeige von der Vernehmung vor Gericht zurückkehrte, drohte er, seine Frau „mit dem Messer kalt zu machen", falls er auch nur eine Stunde Strafe bekäme. In der That hat auch die eingeschüchterte Frau bei der heutigen Verhandlung vor dem hiesigen Schöffengerichte von dem Rechte der Zeugnißverweigerung Gebrauch gemacht. DaS Gericht erkannte auf eine Gefängnißftrafe von 15 Monaten und ließ den wegen Körperverletzung wiederholt vorbestraften Angeklagten sofort in Arrest abführen, zur sichtlichen Befriedigung seiner Frau, die offenbar weitere Mißhandlungen für sich und ihr Söhnchen befürchtete. Bachmann ist dem Trünke ergeben- ist er berauscht, so find die Mitglieder seiner Familie nie vor Mißhandlungen sicher. Wegen Mißhandlung seiner Frau, die er vor drei Jahren mit einem abgebrochenen Sensenstiel tracttrt hatte, war er s. Zt. mit zwei Monaten Gefängniß bestraft worden. Darmst. Ztg. Darmstadt, 22. August. Vor der Fertenstrafkammer des Landgerichts II standen heute sechs jugendliche Uebel- thäter aus Bürstadt im Alter von 13 bis 15 Jahren. Angeklagt waren dieselben, an der Telegrafenleitung von Bürstadt nach Lampertheim ca. 40 Isolatoren durch Steinwürfe zertrümmert zu haben. Der Hauptübelthäter und Anstifter Berg hat nach seinem eigenen Geständniß allein 15 Isolatoren au8 reinem Muthwillen zerstört. Nach dem Unheil des Sachverständigen ist durch diese rohe That eine nicht unbedeutende Betriebsstörung bei den Telegraphenstationen hervorgerufen worden, da hierdurch verschiedene Nebenschlüsse entstanden sind. Der dem Reich zugefügte Schaden beläuft sich auf 25 bi- 30 Mk. Der Gerichtshof dictirte denn auch den Bürschchen eine ganz exemplarische Strafe, indem er gegen die zwei Haupturheber der That Berg und Hartmann eine Gefängnißftrafe von je 14 Tagen, gegen die übrigen 4 Beihelfer eine solche von je 7 und 3 Tagen und Tragung der Gerichtskosten aussprach. Dieser Denkzettel wird den Buben zeitlebens im Gedächtniß bleiben._____________ vermischtes. * Berlin, 23. August. Die Beerdigung des Gerichtsassessors Augustin, dessen Leiche von Frankfurt a. M. hierher überführt worden ist, erfolgte heute Vormittag auf dem Matthäi-Kirchhose bei Schöneberg unter zahlreicher Be- theiligung. Die junge Gattin wohnte der Trauerfeter nicht bei, da sie schwer krank darniederliegt. * Er kennt sein Geschäft. Zwei Sprachlehrer unterhalten sich über ihre Beschäftigung. „Bezahlen denn auch Deine Zöglinge daS Geld am ersten jeden Monats?" fragte einer von ihnen. „Nein, das thun sie nicht!" versetzte der andere. „Ich muß oft wochenlang warten, bevor ich mein Geld empfange, und manchesmal erhalte ich eS sogar dann nicht ganz!" „Warum machst Du eS denn nicht so wie ich? Ich empfange mein Geld regelmäßig!" „Wie fängst Du dieS an?" „DaS ist sehr einfach. Nehmen wir an, ich gebe einem Schüler französischen Unterricht und am ersten de- MonatS bekomme ich mein Geld nicht. In diesem Falle gebe ich dem Schüler folgende- Exercitium, welche- er zu Hause laut zu übersetzen und niederzuschreiben hat: Der Mensch braucht Geld. Der Monat ist um. Hast Du Dein Geld empfangen? Haben nicht Deine Eltern Geld empfangen? Ich brauch sehr viel Geld. Warum hast Du mir heute Morgen fein Geld gebracht? Gab Dir Dein Vater kein Geld? Har er nicht Geld von feine- Onkel- Großtante in der Tasche? .... Siehst Du, mein Freund, die- zündct. Am nächsten Morgen bringt mir jener Knabe daS Geld! • Ein Barlheil der Berufszählung. A.: „Unser Freund Maier kommt mir in letzter Zeit ganz ander- vor!" B.: „Ja, weißt Du, bei der Berufszählung hat seine Frau zugeben müssen, daß doch eigentlich er der HauShaltungSvorstand fei, und nun kennt er sich vor Stolz gar nimmer au«!" Citeratur und Knnft. — „Der Stein der Weisen" eröffnet fein dies- malige- (17.) Heft mit einer gehaltvollen Abhandlung über „Die Lebensdauer", an welche ein reich mit Anschauungsmitteln (22 Figuren) auSgestatteter Aussatz über „Die Gesetze der Wellenbewegung" anschließt. Außerdem enthält bas vorliegende Heft eine malerische Schilderung der bosnischen „Via mala", welche dem Leser in einer größeren Zahl von gelungenen Äbbllbungen vorgeführt wird. Hervorzuheben sind ferner: Einfluß deS Klima- auf Pflanten und Thiere, Forstwirthschaftliche Mitthellungen. Cognac, Fliegende Crustaceen, Tunnelbaumethoden, Metamorphose der Zellformen und und Entstehung der Gewebe, Eine neue Flugmaschine u. s. w. Insgesammt enthält dieses Heft de- „Stein der Weisen" (A. Hartleb ens Verlag, Wien) nicht weniger als 45 Abbildungen und Figuren, außerdem die Städtepläne von Berlin, Dre-den, Moskau und St. Petersburg und mancherlei Notizen. Der Eifer, mit welchem die beliebte populärwissenschaftliche Reone daS ihr vorgefteckte Ziel im Auge behält, ist sehr anerkennenSwerth. — lieber Transpiration der Zyüße handelt ein Artikel der beliebten Familien Zeitschrift »Zur Guten Stunde" (Berlin W„ Deutsches VerlagShaus Bong & (So., Preis des VierzehntagShefteS 40 Pfg.), der um so beachtenSwerther erscheint, al- er sehr vernünftige Rathschläge enthält: „Auf Grund jahrelanger Erfahrung", sagt der Verfasser, ein namhafter Specialarzt, „habe ich speciell das FlieS- ober Saugpapier als ein ausgezeichnetes Schutzmittel gegen Schweißfüße gefunden. Ich verfahre gewöhnlich so, baß ich au- mehrfach zusammengelegtem Seidenpapier zwei Streifen machen lasse; den einen ca. 21, g (Zentimeter breit und so lang, daß er zwischen den Zehen, dieselben von einander trennend, durchgeflochten wird und die beiden Enden nach der Sohlenfläche gelegt werden, den andern so breit wie die Fußsohle ist und einige (Zentimeter länger, al- der Fuß; letzterer wird an die bloße Fuß ohle und das Dordet- enbe um die Zehen gelegt, darüber die Strümpfe gezogen. Der Zehenzwifchenstreifen hat Die Aufgabe, den Schweiß zwischen den Zehen aufjufangen und nach dem Sohlenstreifen zu leiten, in dessen großer Fläche er sich rasch und gleichmäßig vertheilt. Damit erzi-le ich die betten Erfolge; der Fuß bleibt stets trocken, gleichmäßig warm, und die weiteren Folgen, al8 Maceration der Oberhaut, Wundlaufen, widerlicher Geruch ufw bleiben au- Katarrhalische Assertionen werben verhindert, die bestehenden chronischen verschwinden entweder von selbst ober bei geeigneter Behandlung nach oerhältniß- mäßig kurzer Zeit, während sie sonst sehr hartnäckig aller Behandlung trotzten". — Neben diesem Artikel wird der dem deutsch-sran- zosischm Kriege gewidmete Gedenkartikel naturgemäß sich am lebhaftesten mit den ausgezeichneten Romanen und anderen Beiträgen in daS Interesse des Lesers theilen. Die Illustrationen sind wie immer meisterlich in Stoss und Ausführung. A«OMg cm» den Sfan&exmrtMrcgiftam der Stadt •Ufte«. Oufgeoot«. August: 17. Jacob Atzbach, Steinhauermeister dahier, mit Marie Schadeck zu Lollar. 19. Heinrich Pitz, Arbeiter zu Hamburg, mit Friederike Bertha Therese Warncke zu Hamburg. 19. Wilhelm Friedrich Mühlberger, Architrct und Lehrer dahier, mit Anna Elisa- betha Barthel zu Gießen. 22. Friedrich Landmann, Psarroerwalter zu Merlau, mit Clara Helene Bertha Luise Mathilde Caroline MöbiuS Hierselbst. 23. Heinrich Emrich, PosthilfSboie dahier, mit Elisabethe Hausmann zu Röthges. Mottiu. August: 11. Dem Dreher Max Schneider eine Tochter, Magdalena Clara Jula. 14. Dem Schlosser Johannes Roth ein Sohn. 16. Dem Tapezier Jacob Henn eine Tochter. 16. Dem Flaschenbier Händler Alois Blum ein Sohn, Wilhelm Karl. 17 Dem Schreiner Friedrich Drahn ein Sohn, August Louis Emil. 19. Dem Bureau- diener Ernst Rohm ein todtgeborenes Kind männlichen Geschlechte. 20. Dem Taglöhner Georg Schmidt ein Sohn, Heinrich. 22. Dem Kaufmann Fritz Egly ein Sohn. Sefbebme. August: 17. Amalie Pauline Conrad, geb. Rogg, 50 Jahre alt, Ehesrau deS Friseurs Karl Franz Conrad dahier. 18 Franz Sei er, 31 Jahre alt, von Äloppenbeim. 19. Philipp Werner, 14 Tage alt, Sohn von Straßenkehrer Philipp Werner dahier. 19 Luise Rödel, 2 Monate alt, Tochter von Schwimmlehrer Andreas Röbel bahier. 21. Balthaser Brückel, 34 Jahre alt, Fabrikarbeiter von Watzenborn. 22. Wilhelm Schmidt, 32 Jahre alt, Lanbwirth von Steinborf. 23. Lina Philippine Henriette Christine Elssabetbe Wagner, 11 Jahre alt, Tochter von Schuhmachermeister Johannes Wagner bahier. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Soangelifche Gemeinde. Getränte. MarkuSgemeinde. Den 18. August. Heinrich Ludwig Lich, Spengler in Gießen, und Elisabeth Sann, Tochter deS verstorbenen Schneidermeister- Johann Kaspar Sann zu Burggemünden. Getantee. Matth äu-gemeinde. Den 18. August. Dem Schlosser Karl Alt ein Sohn, Eduard Wilhelm Karl Heinrich, geboren den 29. Juni. Denselben. Dem Schneidermeister Jost Schneider ein Sohn, August Christian Friedrich, geboren den 3. August. Denselben. Dem Dienstknecht Heinrich Böcher ein Sohn, Heinrich, geboren den 13. Juli. MarkuSgemeinde. Den 18. August. Dem Locomotiosührer Hermann Dttmano eine Tochter, Anna Elisabeth, geboren den 31. Juli. Denselben. Dem Schneider Heinrich Heinze ein Sohn, Richard, geboren ben 11. April. Denselben. Dem Lackiergehilfen Karl Ludwig Barba- eine Tochter, Louise Wilhelmine Sophie Charlotte, geboren ben 18. Juli. LukaS gemeinde Den 18. August. Dem Hilfsbremser Wilhelm Köhler eine Tochter, Wilhelmine Margarethe Elisabeth, geboren ben 20 Juli Denselben. Dem Schuhmacher Christian Schmidt ein Sohn, Wilhelm Christian, geboten ben 10. Juli. Johannesgemeinde. Den 18. August. Dem Taglohner Friedrich Keller ein Sohn, Heinrich, geboren ben 27. Juii. Dm 19. August. Dem Taglöhner Phllipp Werner ein Sohn, Philipp, geboren den 5. August. Dm 20. August. Dem Heilgehilfen und Zahntechniker Friedrich Lehrmund ein Sohn, Carl Philipp, geboren ben 25. Juni. * 40 1895. gestern. 63 voraussichtlich« Witterung r Warmes mit roethfelnber B-woik», g 1 2 2 36 Pfg. Taunus-Brunnen Grosskarben Natürlich 55 55 55 egiftm» 55 55 5763 Suppen-Würze. // // August 1895. Das Neueste ! Das Grummetgras 7110 von vier Wiesen verkauft 7098 A. Lyncker. icherit Marburgerstr. 22 miethen. Erhältlich in Gießen Lindenplatz 7. mietben. iflrt >rn« MAGGI5 42 60 ein S°h". etn^' Taunus” Taunus” Taunus” Taunus” Taunus” 1332.— 108.— 215.— 38 42 44 Suppen, würze. fein *.r, mit amburg, < Itz. Ißtibtlm It Anna SlKo: Pjarronwalln Hilde ^roltm le dihier, mit Chaussirarbeiten Stetnlieferung Steinsetzen Sandlieferung Gießen, den 24. Zu haben bei C. G. Kleinhenn, Bahnhofstraße. Bestens empfohlen werden Maggi’s praktische Gietzhähnchen zum spar, samen und bequemen Gebrauch der veranschlagt zu Mk. 688.- Das Grummetgras von mehreren Wiesen zu verkaufen. t, 14 ley alt, 9 M Mil, 6 SRBbel dohln- lon Watzenbom von StiMvrl> ignrr, U Jcht ner dahier. Witterungsbericht vom 23. August. Den Nordwesien deü Erdtheils bedeckt eine umfangreiche De- preiston, welcher zwei Sufiläufer über Irland und der Nordsee vor- ge'.agerl stnd. Dagegen stehl Central-Europa noch unter der Herrschaft hohen Druckes. Im Westen hat der selbe etwas an Intensität verloren. Das W-tter ist auf dem ganzen Continent beiter und warm geblieben. Die Temperaturen lagen am Morgen meist roch etwas Häher als Der auAwärttgen Bäcker. Kg. (2 Pfd.) Weißbrod bei W. Weitzel von Lang-GonS Aug. Deibel von Wieseck Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bei Gg.Ant. Heuser von Gr.-Linden L Schmidt von Gr.-Linden W. Weitzel von Lang-GönS Wilh. Fabel von Wieseck, Ka. (4 Pfd.) Schwarzbrot» bei Gg.A. Heuser v. Gr.-Linden 8 1 ' Joh. Kd. Belte v. Kirch-Gons, Louis Schmidt v. Gr.-Linden, W. Weitzel v. Lang-Göns d)ter, Magda- b ein Soho. Flaschenbter- >em Streiner Bem Bureau- o WM- j). 22. Dm Viel besser als Putzpomade ist Globus-Putz-Extract von Fritz Echulz jun., Leipzig. Verkehr, Land- nnd VoUrwirthschast. GietzM, 24. August. Marktbericht. Auf dem heutigen WoLenmarkt kostete: Butter vr. Pfd. JL 0,90—1,00, Hühnereier pr. Sr. 00 ,$, 2 St. 11—14 H, Enteneier pr. St 00 4, Gänseeier pr. St. 00—00,$, Kale pr. St. 5—8 Kasematte pr. St. 3 H, Erbsen pr. Liter 15 ,$ Linsen pr. Liter 26 .$, Tauben pr. Paar ji. 0,60 bis 0,70, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,10, Hahnen pr. Stück 0,50—0,75, Enten pr.. Stück JL 1,50—1,80, Ochsenfleisch pr. Pfd. 72—76 H, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 66—68,$, Schweinefleisch pr. Pfd. 60 bis 70 H, Kalbfleisch pr. Pfd. 64—00,$, Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,00 - 7,00 JL, Weiß kraut pr. Stück —H, Zwiebeln pr. Centner 6,00—7,00 Mk., Milch pr. Liter 16-20 H. Brodpreis e vom 25. August bis 8. September Der hiesigen Bäcker. eh »ttttti (Berlin W„ '"tagshestes Ühr ver- stzahrun-" \W bei Mü Wn W) aut hen machen g6 er zwischen -flochten 2 werben, ba Imdet länf- 1 das Borde sezogkn. Da imliditn bnt '/ iy Neueste telFuralle Zy induna l Metall«“jy.i— .. « , Nur ächt mit Z X .. Schulz^ Firma uEkbos/^ Ein Versuch genügt, um Touristen und Schweißfußleidende zu überzeugen, daß die Apotheker Achenbach’* Schweis* - Sohlen das Beste sind, was auf diesem Felde jetzt geboten wird. Achenbach’s Schweiss-Sohlen werden zwilchen Strumpf und Fußsohle eingelegt, belästigen nicht, sind durchaus nicht gesundheitsnachtheilig und in zwei Größen zu haben- Achenbach’s Schweiss-Sohlen saugen den Fußschweiß auf ohne das Ausschwitzen des Fußes zu beeinträchtigen oder gar zu verhindern, sie desinficiren nur. Achenbach’s Schweiss-Sohlen lassenden üblen Schweiß, geruch nicht aufkommen und sind ein erprobter Schutz gegen das Wundlaufen der Füße. Achenbach’s Schweiss-Sohlen sind durchaus nicht tkeuer, ein Carton mit 10 Paar Schweiss - Sohlen reicht auf 4 bis 6 Wochen und kostet nur 1 Mark. Touristen, Schweitzfutzleidende! in eurem Jntercsse liegt es, machet mit ACHENBACH’S SCHWEISS-SOHLEN einen Versuch- 7078 der Hirsch - Apotheke und Pelikan - Apotheke. Grummetgras' Versteigerung Dienstag, den 27 August K I, Vorm. von ’/.S Uhr an, soll das Grummetgras von den Alten- Busecker Gemeindewiesen an Ort und Stelle versteigert werden. Der Anfang ist am Großen- Busecker Weg an der Lehmkaute. Alten-Buseck, 22. August 1895. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck. Krämer. 7096 Die Grummetgras-Verffeigerung vom 22. und 23. August von den Domanialwiesen ist genehmigt rind können die Abfuhrscheine bet Großh. Rentamt Gießen vom 28. d. M. an abgeholt werden. Gießen, den 24. August 1895. Großh. Oberförsterei Gießen. .7103 Block. Jeder Vers«» führt z« dauernder Benutzung. Nur echt mit Schutzmarke: Globus im rothe« Streifen. Erhältlich in Dosen L 10 und 25 Pfg. in den meisten durch Plakate kenntlichen Drogen-, Colonial-, Seifen-, Kurz- und Etsenwaaren-Geschäften.(6911 Den oerehrlichen Hausfrauen diene, daß auf keine Art fcche Suppen wohlschmeckender und kräftiger gemacht werden können, als- mit______________ Zu beziehen durch den Generalvertreter: J■ Bb. Spl6S, GißSSCD und Wilhelm Mayer, Giessen. 7099] Möblirtes Zimmer zu vermiethen. _____________Bahnhofstraße 40. 71(6] Möblirtes Parterre-Zimmer zu vermiethen. Bleichstraße 36. Dermiethungen. 6989] Goethestr. 33: zweiter Stock, 5—6 Zimmer mit Zubehör, zu vermiethen 7090] Kleines Logis zu vermiethen. _________________Löwengasse 17. 70891 Der durch den Wegzug des Herrn Rentier Spies freiwerdende erste Stock, 5 Zimmer und Küche, Wafferleitung, Bleichplatz nebst Zubehör, ist zu oer- Iamstag den 31. I. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen in der Gemeinde Treis a. d. Lda. nachstehende Arbeiten und Lieferungen öffentlich in den Accord gegeben werden D.R.G.M. In Anwendung. Schweitzfutz-Sohle als Einlage. Barometerstand. « S Thermometer: min. 4- 12’ R., max. 4- 23° R. Hygrometer: Gewitterbildung. TUT MWM ■ MMtaimi Giessen «.iw» liiieritnllniiiilen erhielt bei der in Hiiiiclien Sie eieiCU*,t61 w dlnr w° 1(1 a« *55« °-.S ani 22. 1. M. für ihre ausgestellten Biere unter 37 Bewerbern die höchste Auszeichnung; 711fr * 4 Uvo-Hv" ri iflfnfflbfn Taz EXT Goldene Medaille ti*g im l um d Aiilimmengrsttlit und Ehrendiplom. Kirchweihfest __ zn Heuchelheim. Sonntag den 25. und Wontag den 26. August, wozu freundlichst einladen 1 7079 Sämmtliche Wirtfee. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. 7094] Wegen Bauveränderung ein kupferner Wafchkessel, Wormser Ofen rc. rc. billig zu verkaufen bei L. Süß, Schuhlager, Marktstr. 9 und Wettergasse. Wieseck. Sonntag den 25. und Montag den 26. August: Äenes Theater. Giessen. (Cat£ Leib). Sonntag den 25. und Montag den 26 Auguat 1S95. Der Irre von Mariaberg. Unwiderruflich nur zwei Vorstellungen. Der Billet-Vorverkauf ist bei Herrn E. Challior, Neuenweg 9 7080 Preise der Plätze: An der Abendkasse: Sperrsitz X 2. —, Erster Platz X 1.25, Zweiter Platz X 0.60, Estrade X 1.—, Gallerie X 0.80. — Im Vorverkauf: Sperrsitz X 1.50, Erster Platz X L—, Zweiter Platz X 0.50, Estrade X 0.75. 3MT" Philosophenwal-. ^HWL Heute Sonntag, den 25. August: CONCERT der hiesigen Regiments-Musik. Anfang 4*/« Uhr. [7114] (Kntr^e 25 Pfg» Restauration Karl Dorfeld WIESECK. Gelegentlich der .Kirchweihe bringe einem verehrlichen Publikum meine Localrtäten in empfehlende Erinnerung. 7102 Schöner schattiger Garten. Vermischte Anzeigen. 7112 Der Vorstand "B* 7117 Zitherverein Alpenröschen. Heute Ausflug nach öura Kleibcrg. Ausamenkunft 2'» Uhr auf der Lahnbrücke. 7091_____________Der Vorstand.__ (tzießener Männer - (ßefangumin Heute Samdtaa, den 24. «ugust: Abend - Unterhaltung im Caf£ Leib. 0 0 Seine treuen Freunde. Montag «vend 8 Uhrr Ueduog. Sämmtliche active Mitglieder haben zu erscheinen. Pnflanfon tin kleiner, schwarzer, uUlidUluU kurz geschorener Hund. IVartc 4054. Mitthetlung gegen Be, lobnung Steinstr. 57, 2. St, erbeten. Iw nehme das beleidigende Wort, welches rch gegen Elifab. Freihöfer am 17. d. M. gesagt, zurück. 7067 M. Krölker, Gießen. 0 ooooooooooooo Doooooooooooa 0 M Leihgestern. i § 0 Unserem lieben Freunde 0 Heinrich Krapt 0 V zu seinem 28 Wiegenfeste ein 0 Q dreifach donnerndes Hoch! Q Kirchweihfesi, wozu freundlichst einladen 7088 Die W i r t h e: Adam Ziegler, ,,Zum kühlen Grund", Georg* Dorfeld. Anmeldungen von Annoncen für den Katalog der landwirthsch. Aufstellung in Gießen werden noch in der (Expedition dieses Blattes entgegengenommen. Preise: 1 Seite 20 Mark, 1' 19 li - // ,/ 8 „ 7052 prima Altikn-Ciporttiikr. Gute S’prifrn. llrurr girftelturpflng m" H,lz«rBndel und SelbstfQhrung Ausserordentlich beliebt in mittleren und kleine» Wirtschaften, wird in drei verschiedenen Grössen geliefert von PH. MAYFARTH & Co. 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