39. Mrch 24 ar— *" «h m. in. ?•« Bra^ » 18' Sonnten, Malern. chfolger, tr. 3, ife. GkW. I, |l. erung. ifle 6. 7<6 n T. Von. ierM, im (Se > in der Theorie !chre, Kontrapunkt, tation ic.) eüheilt 628 , Kapellmeister, i e 2 pt._____________ t FrankfurtA i am Main. | ilt am Platze I I Wäsche. I n 40 Mk. Ul n 50 Mk. an.l w taiw MvMr. men, welche solche | nfreie Ausbildung, M. G. MARTENS. J Neuheit: tt*w. yonstrnction, herr- ehe Tonfälle. ati* und franco. S? ist De[i osr;.«- ine 9Bo6nunfl, 17^ MLH ubebor, P« f »uM [T ffotflk J ei. 2. Nl* t'u, I“ SL- 1895 Freitag dm 25. Januar Erstes Blatt. Rr. 21 Gießener Anzeiger Vierteljähriger Kenerat-Anzeiger. Zinrts- und Zlnzeigeblatt für den Tkveis Giefzen 1 Hratisöeikage: chießener Kamitienökätter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Burcaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Redaction, Expedition und Druckerei: Schutstrahe Mr.7. Fernsprecher öl. Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener Anmilien b tatter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt Der KleKener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. 1) AvonnementsprelZr tir 2 Mark 20 Pfg. mit Amtlicher Theil. Bekanntmachung, betreffenb die Zulassung von Mannheimer Pferdemarktloosen im Großherzogthum Hessen. Die Directionen des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Mannheim und des badischen RennoereinS Mannheim werden aus Anlaß des Anfangs Mai l. I. in Mannheim abzuhaltenden Pferde- und Rindviehmarktes eine Verloosung von Pferden, Rindvieh und gewerblichen Gegenständen veranstalten, bei welcher 30000, eventuell bis zu 50000 Loose 1 2 Mk. ausgegeben und Gewinne im Gesammtwerthe von Mk. 39000, eventuell bis zu 65 000 Mk. verloost werden sollen. Den gedachten Unternehmern ist seitens des Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz gestattet worden, die zur Ausgabe gelangenden Loose im Großherzogthum zu vertreiben. Gießen, den 23. Januar 1895. Großherzoglrches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Aus den Verhandlungen der Zweiten Kammer der hessischen Stände. nn. Darmstadt, 23. Januar 1895. Am RegierungStische: Finanzmintster Weber, Ober- Ktnanzrath v. Krug, Steuerrath Bitte! und En gisch. Die Sitzung beginnt um 9 Uhr. Die gestern mit Artikel 19 abgebrochenen Verhandlungen werden heure fortgesetzt. Der Artikel 19 bestimmt: Die von dem Steuerpflichtigen zum Erwerb und zur Eihaltung seines Einkommens zu bestreitenden Auslagen kommen bet der Einkommensteuer- Berechnung in Abzug. Außerdem werden bei der Feststellung des steuerbaren Einkommens auch die Zinsen erweis- ucher Schulden, sonstige aus Rech soerbindlichkeuen beruhende, das Einkommen schmälerndeLasten, und die aufdievon demSteuer- pfl chtigen zu zahlende Grund-, Capttalrenten« und Gewerbe- steuelcapitalten fallenden Communalumlagen, ferner die Zinsen und Dividenden von Actien inländischer Gesellschaften jedoch Aur in demjenigen Verhältniß, nach welchem deren Ueber- schüffe bereits der Einkommensteuer unterworfen sind, in Abzug gebracht. Ebenso sind abzuziehen die von dem Steuerpflichtigen gesetz- oder vertragsmäßig zu entrichtenden Beitrage zur Kranken-, Unfall-, Alters- .und Jnvaltdenversiche- rungS-, Witiwen', Waisen- und Pensionskossen- desgleichen Versicherungsprämien bis zu 400 Mk. jährlich bezw. Theile von solchen bis zu diesem Betrage, welche für Versicherungen für den Steuerpflichtigen bis zu dessen Todes- oder LebenS- fall gezahlt worden, ferner die regelmäßigen jährlichen Abschreibungen und Abnutzungen der den landwirthschaftlichen Betrieben dienenden Gebäude, Maschinen und Betriebsmittel. Die Beträge solcher Abschreibungen dürfen j:doch in keiner anderen Form, insbesondere nicht durch Verrechnung als Be- rriebsausgabe nochmals an dem Einkommen in Abzug gebracht werden. Für den Unterhalt des Steuerpflichtigen und der zu seiner Haushaltung zählenden nicht selbstständig besteuerten Familienangehörigen findet keinerlei Abzug statt. — Abg. Reinhardt kann sich mit dem Schluß des Artikels nicht einverstanden erklären, indem hier eine ungerechte Heranziehung zur Steuer ausgesprochen werde. Er stellt einen dahingehenden Abänderungsantrag, dem sich auch der Abg. Westernacher anschlteßt. — Die Abgg. Werner und Schönberger stehen auf dem Standpunkt der Regierungsvorlage, die schließlich gegen 7 Stimmen angenommen wird. Der Antrag Reinhardt wird abgelehnt. — Zu Art. 20, Declaration des Einkommens, wünscht der Abg. Köhler, daß jedem Steuerpflichtigen eine Erklärung zur Berechnung seines Einkommens in die Hand gegeben werde. Der Art. wird sodann nach der Regierungsvorlage angenommen. Ebenso die Art. 21—35. Zu Art. 36: Die Hinterziehung ist mit Geldstrafe in der Höhe des achtfachen Fahresbetrages der Steuer zu belegen, deren Hinterziehung unternommen wurde, beantragte der Abg. Schroeder, der den achtfachen Jahresbetrag der Steuer als Htnterz'ehuugs- itrafe für zu hoch hält, einzuschalten vier- bis achtfachen. Er rechtfertigt diesen Antrag mit der Motivirung, daß doch bei geringen Fällen mit dem vierfachen Sieuerbetrag genügend gestraft sei. Er wolle ja den achtfachen Betrag nicht aus- geschlossen haben, daß sofort diese Strafe eintrete. — Steuerrath Bitte! bittet, den Antrag abzulehnen. Das Finanz- Ministerium werde in geeigneten Fällen schon eine Miloeruug Antreten lassen. Bei der Capitalrentensteuer seien nur wenige Hinterziehungen vorgekommeu und diese seien in entsprechender Weise bestraft worden.— Abg. Scbmidt stimmt dem Antrag Schroeder voll und ganz zu. Die von dem Regierungsvertreter erwähnten Gründe sprächen eher für als gegen den Antrag. — Abg. Osann ist ebenfalls für den Antrag, besonders, wenn derselbe von der practtschen Seite aus betrachtet würde. Der Ausschußantrag möge dahin geändert werden. — Abg. Köhler (Antis) ist für den Antrag, weil gerade bet der ersten Einschätzung die kleinen Bauern mit der Einschätzungsart nicht umzugehen verständen. — Oberfinanzrath Krug sucht diese Bedenken des Abg. Köhler zu widerlegen. Gegen den Antrag Schroeder sprechen die Abg. Schönberger, Metz-Gießen, Jöckel, Müller und Ullrich. Letztere wollen den zehnfachen Steuersatz als Strafe festgesetzt wissen. Der Antrag der Regierung wird angenommen und der Antrag Schroeder abgelehnt. Die Kammer erledigt noch die Art. 37—44 und vertagt sich bis morgen früh 9 Uhr. Deutscher Aeichrtag. 21. Sitzung. Mittwoch, den 23. Januar 1895. Die Berathung der Ant>äge auf Abänderung der Gewerbeordnung, und zwar zunächst der Anträge Kropatschek und Gamp, betr. Organisation des Handwerks (Handwerkerkammern und Befähigungsnachweis) wird fortgeirtzt. Adg. B eckh (fretf. Volksp.): Auch wir nehmen die Interessen deS Handwerks gern wahr. Wir in Boyern wollen ober unsere Verhäiin sie durchaus nicht gegen andere eintaufchen, auch nicht gegen Handwerketkammein. Wir haben bet uns treffliche Einrichtungen, die von freien Vereinigungen geschaffen wurden, und formen Ihnen in Preußen nur tagen: machen Sie uns das doch nach! Herr G->mp empfahl als neue Weisbett Ausnutzung vorhandener Wass rk Lite. U >s tst das gar nichts Neues. Ja Nürnberg beispielsweise haben wir es. Der Befähigungsnachweis tst lästig und wirkungslos, das hat sich in Oesterreich gezeigt. Herr Gamp verlangt birecte Staats- unte'stützung für das Handwerk, das ist aber doch schon ein starkes Stück Staatssoztairsmus. Der Staat toll lieber die Fachschulen unterstützen, das liegt im Interesse des Handwerks. Vom Staate sollte man sonst nur verlangen, daß er nicht der Thättgkett des Einzelnen den W g verlegt. F etß und Sparsamkeit stnd das Einzige, was dem Handwerker Helten kann. Abg. Metzner (Eentr.): Was wir eben gehört haben, war wieder das bekannte Lied. Staalssecretär v. Böttcher hat mir neulich eiger: 'ch leid gethan, denn er batte wieder einmal den alten Siandpu kl der R gterung zu oertheidtgen, an dem doch nichts zu verthetdlgn tst. D°w Herr Staatsfrcretär meinte, die Handwerker- kammern würden einen guten Betrath für die Regierung abgeben. Wenn die Regierung jetzt noch nicht weiß, was sie für das Handwerk thun soll, dann wrrd sie es nach Anhörung der Kammern auch nicht wissen. Man hat hier wieder so viel auf Oesterreich hin- gewiesen, aber dort liegt die Ausführung de« Ges tzes tn den Händen liberaler Handelskammern. Hub doch sind die Handwerker dort mit dem Befäotgungsnachwetszufrieden. Die Freisinnigen,auchtn Bayern, haben gar keine Handwerker hinter sich. Hätten sie solche für sich, würden sie schon mit Ihnen paradiren. Heber den Werth der Zwangstnnungen könnte sich der Vorredner aus der L teratur unterrichten, besonders auch aus dem Buche des Collegen H tze. Dieser hat sich mit Abschlagszahlungen begnügt. So bescheiden vtn ich nun nicht. Denn es verschwinden täglich tausende von Handwerkern, und wenn die Regierung nicht bald dngrdft, dann wird es schließlich kein Handwe k mehr geben, dem man zu Hu fe kommen kann. Es tst wirklich Zeit, daß die Regierung die alten Versprechen endlich einmal erfüllt, statt daß sie nur ab und zu dem Handwerk einen Knochen hinwirft. , t , Staatssec etär v. Bötticher: Der Vorredner thut der Regierung mit seinen Vorwürfen wirklich Unteum zu den Schlußfolgerungen, daß die deutschen Socialistensührer mit dem französischen Revanchegeneral landesven ätherische Verbindungen unterhalten haben und daß Boulanger auß dem ihm zur Verfügung gestandenen Kriegsfonds Gelder zur Bezahlung deutscher Social sten verwandt habe, damit er auf deren Unterstützung rechnen könne. In einem angekündigten zweiten Artikel will der Verfasser diese schweren Anschuldigungen noch näher begründen- an geharnischten Erwiderungen hierauf aus dem socialdemokcatischen Lager wird es natürlich nicht fehlen. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Emrespondenz-Bureau. Berlin, 23. Januar. In der gestrigen Hauptversammlung des Vereins Berliner Künstler wurde beschlossen, im Jahre 1896 eine große intern ationale Kunst» ausstellung in Berlin zu veranstalten. Anton v. Werner wurde zum Ehrenmitglied gewählt. Berlin, 23. Januar. Im weiteren Verlaufe der Sitzung der Commission zur Berathung der Umsturzvorlage begründete der Regierungsvertretcr Freiherr v. Seckendorf den § 110, betreffend die Bestrafung der Verherrlichung gewisser Verbrechen. Redner betonte, Leistungen der Kunst und Wissenschaft sollten keineswegs gefährdet werden. Man müsse zu den Richtern daö Vertrauen haben, daß sie das Gesetz nach dessen Geiste und nach den Motiven ouSlegen. Minister v. Köller berichtigt das Protocoll der gestrigen Sitzung be- züglich seiner Äußerungen über den Journalisten Reuß und stellt fest, daß er von Reuß niemals Mittheilungen empfange» und ihm niemals irgend welchen Auftrag ertheilt hat, er möchte die Zuziehung von Stenographen empfehlen. Mannheim, 23. Januar. Der anttsemitische „VolkSbote^ wurde hier und in Heidelberg confiscirt wegen eines Artikels „Sang au Abram". Wien, 23. Januar. Hrute Morgen starb hier der frühere Eisenbändler Josef Treitl, welcher der Akademie der Wissenschaften für astronomische Zwecke eine Million ver« machte. Niemand ahnte, daß der Verstorbene, der sehr einfach lebte, ein solches Vermögen besaß. Wien, 23. Januar. Die „Polit. Corresp." meldet au« Konstantinopel, daß die Untersuchungscommissiou für Armenien am 18. Januar in Musch eingetroffen ist. Der erste Bericht der CommissionSdelegirteu wird im Laufe der Woche in Konstantinopel erwartet. Budapest, 23. Januar. Der Bürgermeister u*b Waisen- ünhlvorftanb, der Lontroleur und der Sasfirer der Stobt Ung vor wurden wegen vielfacher Unregelmäßigkette« ihrer Stellen enthoben. Die Acten in dieser Angelegenheit wurden dem Gericht übergebe«. Rotterdam, 23. Januar. Es herrscht hier Nordwest - st urw. DaS Wasser erreichte bei Höckvauhollanb die gleiche Höhe wie die Nothflurh am 22. December. Biele Straßen find unter Wasser. Man sieht hier der Rächt mit Besorgniß entgegen. Paris, 23. Januar. Bourgeois hatte heute Bor« mittag eine längere Unterredung mit mehreren zur CabinetS- bildung in Aussicht genommenen Persönlichkeiten und wird sich heute Nachmittag nach dem Elyl6e begeben. — Der Dtrector der Jnfanterie-Abtheilung im Kriegsministerium, Tournier, ist zum Chef deS militärischen HauSstaateS des Präsidenten der Republik ernannt. Madrid, 23. Januar. Der Kriegsminister General Lopez Dominquez ist zum Marschall ernannt morde«. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 23. Januar. Der demokratische Verein hielt gestern eine gut besuchte Versammlung ab, in welcher der süddeutsche Demokrat Kröber sprechen sollte, welcher jedoch in letzter Stunde abgereist war. An seiner Stelle äußerten sich einige andere Redner scharf abfällig über die Haltung deS Mitgliedes der freisinnigen Volkspartei, Lenzmann, welcher zu Gunsten eines Comprowisses betreffend die Umsturzvorlage eingetreten war. In der Versammlung wurde erklärt, man würde bei einer solchen Haltung der freisinnigen Volkspartei bei den Wahlen lieber mit den Socialdemokcaten zusammen g-hen. Schließlich wurde eine Resolution angenommen, in welcher die Verwerfung der Umsturzvorlage entschieden verlangt wird. Berlin, 23. Januar. Fürst Bismarck hat an die conservattve Fraction deS Reichstages ein Schreiben gerichtet, worin er für die Beileidsbezeugung anläßlich deS Ablebens der Fürstin Bismarck seinen Dank ausspricht. — Die in dem n neu Ballspielhause des Kaisers eingerichteten Ankleidezimmer des Kaisers mit Zubehör find heute Bormittag vollständig ausgebrannt. Der Betrieb des Hauses ist e nc Zeit lang gestört. — Wie die „Nationalztg." hört, hat die Commission der wtrthschaftlichen Bereinigung, welche gestern den Antrag Kanitz berieth, beschlossen, die Bereinigung solle alSbald den Antrag im Reichstage ein« bringen. Berlin, 23 Januar. Der „Localanzeiger" meldet, dem Grafen Herbert Bismarck sei bereits zur Zeit des Reichskanzlers Caprivi ein Botschafterposten angeboten worden. Derselbe habe aber damals abgelehnt. Berlin, 23. Januar. Die hiesigen Anarchisten hatten auf gestern Abend eine Versammlung einberufen, welche von ca. 600 Personen besucht war. Schlaffer Wiese sprach über die Umgestaltung der Gewerkschaften zu freien Arbeiter- genoffenschaften. Nach einem historischen Rückblick über die Gewerkschaften seit dem Jahre 1855 empfahl Redner die Gründung von Berufsgenossenschaften. In der DtScussion rHärten sich mehrere Redner gegen diese Gründung. Trotzdem kündigte Wiese in seinen Schlußworten an, daß er die Gründung von Berufsgenossenschaften einleiten werde, um die Gegner durch gute Erfolge überzeugen zu können. Luzern, 23. Januar. Andauernde starke Schneefälle bedrohen den Verkehr auf beiden Setten des St. Gotthardt. Loudon, 23. Januar. Der englische Minister Asquith hat gestern in Hüll eine Rede gehalten, worin er für das nächste Jahr eine Flottenvermehrung in Aussicht stellte, welche die des gegenwärtigen Jahres noch bedeutend übertrifft. Der Minister erklärte dann, daß diese Rüstung nicht in kriegerischer Absicht gemacht werde, sondern deshalb, um England die Oberherrschaft auf dem Waffer und den Frieden zu fichern. London, 23. Januar. In colonialen Kreisen zeigt man sich sehr erregt über die stetige Ausdehnung der französischen Flotte. Man glaubt nicht, daß es gerathen sei, eine weitere Abrüstung zu Waffer befürworten zu können, wenn man sich nicht Frankreich gegenüber vollständig bloß» stellen wolle. Man verlangt daher von der Marine-Ver- waltung eine Reorganisat on und Vermehrung der Flotte, um die englischen Küsten bester vertheidigen zu können. Loudon, 23. Januar. Im Monat Juli wird hier eine internationale AuSstellung für Musikinstrumente aller Zeiten staitfinden, an welche sich ein Congreß aller Mufiktnstrumenten-Fabrikanten schließen wird. Warschau, 23. Januar. ES wird hier die Herausgabe eines neuen russischen Blattes geplant, daS sich in rege Fühlung zu dem Generalgouverneur Schuwalow setzen will. Der „WarschawSki Dnewnik" dürfte sich fernerhin auf feine Eigenschaft als Amtsblatt beschränken. Konstantinopel, 23. Januar. Der türkische RegierungS- dampfer „Mabrouk", welcher 75000 Lire in Gold an Bord trug, ist in der Nähe von Bcyrut gesunken. Kairo, 23. Januar. Der hiesigen Regierung ging die amtliche Mittheilung zu, daß Großfürst Georg mit der Kaiserin-Wittwe von Rußland sich in dieiem Winter nicht nach Aegypten begeben werde. Der Großfürst werde ober wahrichcinlich bei Beginn der nächsten Wintersaison längeren Aufenthalt in Aegypten nehmen. Shanghai, 23. Januar. Die Landung des dritten japanischen ArmeecorpS in Poung-Chou hat in Peking und Tientsin die größte Bestürzung hervorgeruseu. Die chinesischen Bevollmöchttgten erhielten den Befehl, sich unverzüglich nach Japan einzuschiffen und den Frieüensveitrag um jeden Preis herbeizuführen. Die telegraphische 83er« bnbung m:t Chefou und Poung-Chou ist unterbrochen; man glaubt, daß sich beide Ortschaften schon in den Händen der Japaner bestaden. Großer Schneefall verhindert den Fortschritt der Operationen der japanischen Armee von Dei-hai-wei. totales unb prot>htiUrUs, 6leben, den 24. Januar 1895. ** Empfang. Seine Königl. Hoheit der Großherzog empfingen am 23. Januar den Handelsrichter Koch von der Handelskammer für die Provinz Oderhesten und den Pfarrer Koller von Herchenhain. •* In der Seueralverfammlung der Oberheffifche« Gesellschaft für Natur- und Heilknude am 15. Januar sprach Herr Dr. Köppe über den osmotischen Druck. Nach einem gedrängten historischen Rückblick von Rollet 1748 biß vau't Hoff 1885 definirt der Redner den Begriff deß osmotischen Druckes wie folgt: Schichtet man vorsichtig auf eine Lösung von Salz ober Zucker reines Waffer, so wandern allmählich die gelösten Salztheilchen in das Waffer, und eß ist nun nicht mehr unten Salzlösung und oben reines Waffer vorhanden, sondern der ganze Raum enthält jetzt eine Salzlösung von überall gleicher Concentration. Diese Bewegungs- erschetnung der Theilchen heißt Diffusion. Trennt man vorher Waffer und Lösung durch eine sogenannte halbdurchläsfige Wand d. i. eine solche, die wohl Waffer aber nicht den gelösten Stoff durch sich hindurch läßt, so drücken die in der Lösung befindlichen Theilchen in ihrem Bestreben, auch den jenseits der Wand liegenden Raum zu erfüllen, auf diese Wand. Diesen Druck nennt man den osmotischen Druck der Lösung. Rach van't HoffS „Theorie der Lösungen" gelten für dieselben die GaSgesetze, wen« man in diesen den oSmo- tischen Druck an Stelle des GaSdruckS fetzt. — Der osmotische Druck läßt sich nun erstens direkt messen mit Hülfe der halbdurchlälsigen Wände. So bestimmte ihn Pfeffer für Rohrzucker lösungenmittelftTraubescherNiederschlagSmembranen. (Redner demonstrirte solche Membranen aus Ferrocyankupser, die entstehen, wenn man vorsichtig Kupfersulsat ösung in Ferrocyankaliumlösung eintaufen läßt ober umgekehrt). Zweitens läßt sich der osmotische Druck inbirect aus isosmo- tischen Lösungen bestimmen, d. h. aus solchen Lösungen, bie denselben osmotischen Druck haben. Derartige Lösungen taffen sich einmal durch physikalische Methoden ermitteln, so unter anderen durch Bestimmung der Gefrierpunktserniedrigung ober ber Siebepunkiserhöhung ber Lösungen. Sodann kann man isosmotische Lösungen mittelst physiologischer Methoden fest« stellen wie nach ber von be Vries unb ber von Hambnrger- Donbers. Eine solche physiologische Methode hat Herr Dr. Köppe außgearbeitet. Dieselbe stützt sich auf die Eigenschaft ber rothen Blutkörperchen in bünnen Salzlösungen zu quellen unb in concentrirteren zu schrumpfen. Diese Votumensoeränberungen ber rothen Blutkörperchen taffen sich durch einen kleinen von dem Vortragenden conftruirtcn Apparat — Hacmatokrit genannt — messen. Diejenigen Salziöjungen, in denen die Blutkörperchen baß gleiche Volumen zeigen, sinb isosmotische. Aus den mit bem Hacmatokrit bestimmten isos- motischen Lösungen läßt sich nun von den einzelnen Salzen die Diffociation d. i. die Spaltung der Salzmoleküle in kleinere beim Auflösen berechnen. Die so festgestellten Zahlen stimmen mit den nach physikalischen Methoden gefundenen gut überein. Ebenso ergibt sich aus Versuchen mit dem Haematokrit die Gültigkeit der Avogadro'schen Regel unb beß Henry Dalton'schen Gesetzeß auch für Lösungen, woburch die van't Hoff'sche Theorie der Lösungen bestätigt wirb. Auß bieser Ucberetnftimmung ber Ergebnisse ber Haematokrit- Methode mit benen ber physikalischen Methoben folgt weiter, daß der osmotische Druck auch im thierischen Organismus wirkt. — Zum Schluß wies ber Redner darauf bin, daß bie Salzlösungen als Träger des osmotischen Druckes bem Körper ziemlich bebeutenbe Kräfte zuführen, was man bisher nicht berücksichtigt hat. ** Liederabend C. Buff. Gießen hat das Glück, auf bem Gebiete ber Musik und vornehmlich in der Gesangs« kunft bedeutende Talente erzogen zu haben. Ganz an hervorragender Stelle stehen aber zwei, Marie Wittich und C. 83uff. Erstere erfreut unß hin und wieder einmal, wenn auch lange nicht oft genug, letzterer aber ist seit Jahren nicht hier gewesen, ober doch nur so en passant, baß eß kaum intimen Kreisen bekannt würbe. Jetzt ist eß seinen Freunben gelungen, unseren LanbSmann Gießen (bleß ber Künstlername C. Buffs) für einen Cieberabenb zu tntereffiren. Gießen-Busf ist augenblicklich Hosopern- fünfer am Kgl. Hostheater zu Wiesbaden, wahrend er mehrere Jabre vorher die Zierde der Weimarer Hofoper war. Als Partnerin für baß Concert, welches Sonntag ben 17 Februar im Clubsaal statifinden wirb, ist Fräulein E. v. Wurmb gewonnen worden. Dieselbe ist eine noch jugendliche, aber vortreffliche Concertsängerin, Schülerin von Meister Stockhausen und Frau Schröder-Hanfstängel; die junge Künstlerin hat in diesem Winter in Berlin unb anberen großen Stäbien Deutschlanbs, auch in Holland mit schönstem Erfolge gesungen. Eb. Lassen, ber bekannte Componist unb berühmte Dirigent, hat auß befonberem Interesse für Buff-Gießen die Begleitung übernommen. Das Programm, welches in aller Kürze bekannt gemacht werden wird, cn'hält Lieder von Lassen unb anberen hervorragenden Componisten. Vormerkungen auf Reservirung von Sperr« sitzen können jetzt schon bei Challler bewirkt werben. ** Zot« Mittelrheivischeu Turnfest, das bekanntlich im Eommenben Sommer hier in Gießen statifinbet, rüstet sich bereits kräftig der Butzbacher Turnverein. Erfordert mit Hinweis auf baß Fest die männliche Jugend auf, einer | Ehrensache ber alten Turnerstadt Butzbach bie no hige Geltung zu verschaffen, sich rege ber Tnrnerei zu widmen und nicht durch die neuerdings entstandenen verschiedenartigen, baß Interesse von ber Turnerei ablenkenden Clubs sich von ber Turnsache ablenken ;« lassen. *♦ Die Eisbahn bei eilwetehil ist heute «riebet eröffnet worden. Die Bahn ist sehr schön. R. Neichelßhei», 24. Januar. Bor einiger Zeit berichtete der „Gießener Anzeiger", daß ein Postunfall durch Bärenführer bei unß herbeigksührt wurde. Die Bärenführer kamen ohne Buße durch, weil man nichts bei ihnen fand. Man vermuthet aber, baß sie ihr Gelb unb ihre Werthfachen so schlau zu verstecken wußten, baß man nichts finden konnte. Der Postoerwaltung sinb burch den Unfall bedeutende «osten entstanden, denn der schwer beschädigte Wagen mußte nicht bloß reparirt werben, sondern ber Reisende, welcher durch den umstürzenben Wagen baß Bein brach, wird von der Postverwaltong vollständig geheilt und verpflegt. W. Aus der Jöettera«, 24. Januar. Man spricht oft von einem „Straußenmagen" und will damit andeuten, daß em solcher Vieles vertragen kann. Daß ein Gänsemageu auch leistungsfähig ist, beweist folgende Thatsache: Eine zur Zucht bestimmte GanS fing an zu trauern und ging trotz vorzüglichen FutterS nicht mehr richt vorwärts. DaS Thier wurde geschlachtet. In dem Magen sand sich ein 4 Zentimeter langer Drahtnagel, ber sich in die Magenwanb eingebohtt hatte. Um diesen Nagel harte sich eine feste Masse von Kieß und Sandkörnern in der Größe eines mäßigen Hühnereies gebildet. Der Magen war zum größten Theile außer Thätigkeit gesetzt unb trotzdem lief baß Thter mit ben übrige« Gefährten tagelang umher, ohne baß man ihm viel anmerkte. Also auch ein Gansemagen kann viel vertragen. X Mucke, 23. Januar. Ein ergötzlicher Vorfall ereignete sich gestern hier. Zwei Metzgerburschen von Grün« berg hatten in Wettsaasen ein zum Schlachten bestimmtes Rind geholt. Angestrengt von einem beschwerlichen Marsche, thaten die beiben Burschen, wie Busch in seinen Schnake« unb Schnurren sagt: „Bei einem Wirth ba kehrten sie et« unb tiefen sich einen Branntewein". Dem draußen äuge« koppelten Rinde mochte aber die Frühstückspause zu lange dauern, eß riß sich loß. Als man baß ben beiden Burschen mittheilte, stürmten sie zur THÜre heraus, dem Rinde nach. . Als letzteres sich verfolgt sah, gab es erst recht Fersengeld unb stürzte schnurstracks bem über seine Ufer getretenen Seenbach zu. Hier gerieth es in den reißenden Strom, j durchschwamm denselben unb faßte enblich Posto auf einer j inselartigen Erhebung. Nun hieß eß, des entflohenen Thwreß . habhaft zu werden, eine bet bem großen Wasser nicht leichte [ Aufgabe. Man versuchte halb dies, bald baß Mittel, sie ! erwiesen sich crfolgloß; man hetzte Hunbe hinüber, daß Rind ■ aber wich unb wankte nicht von der Stelle. Schon drei ■ Stunden hatte man sich vergeblich bemüht, maß nun thun? Da entschloß sich Gastwirth Reitz von Flensungen, dem Riade . auf den Leib zu rücken. Entschlossen durchschwamm er den > Strom, gefolgt von feinem Hunde. Ihm gelang eß alSbald ! mit Hilfe seines Hundes, baß ftörrige Thier durchs Wasser : in bie Hände der am Ufer Stehenden zu jagen. O Vom Vogelsberg, 23. Januar. Noch waren die R fte ‘ beß letzten starken Schneefalls nicht ganz gewichen, im oberen i Gebirg lagerten noch hohe Schneemassen, und schon stellt sich ‘ abermals ein heftiges Schneegestöber ein. Da der ! Untergrund fest gefroren, so ist ein abermaliges längeres । Liegenbleiben beß Schnees zu erwarten. Die Vögel gerathe« ! roieöerum in Noth,- man vergesse ihrer auch jetzt nicht! O. Aus Oberheffeu, 24. Januar. Durch baß eingetretene Thauwetter haben sich viele Wiesenbesitzer bewegen lasse«, bie Stauschleußen herabzulassen unb baß Wasser auf die Wiesen zu treiben. Da wieder Frost eingetreten ist sei man mit bem Bewässern vorsichtig, benn eß kann sich eine starke Eisdecke über ber Grasnarbe bilden, was Letztere sehr Übel vermerkt. Bel einigermaßen stärkerem Froste soll man vom i Wässern lieber absehen, weil dadurch mehr geschadet als ' genützt wird. Offenbach, 22. Januar. Der Geschäftsreisende Herr ! Adolf Reining von hier wurde vor einigen Tagen während beß Thauwetterß in Nürnberg burch EiS- unb Schneemaffeu, die von einem Dache herabstürzten, am Kopfe verletzt. Herr Reining wurde alsbald inß Krankenhaus verbracht, die Verletzung u waren aber leider so schwerer Natur, daß die ärztliche Kunst den Verunglückten, der seinen Verletzungen erlegen ist, nicht retten konnte. A Mainz, 23. Januar. Die Gefahr deS EinttittS von Hochwasser hat sich wieder bettächtlich vermehrt. Während am Montag fast ©tiflftanb im Wachsen eingetreten war, ist der Rhein in verflossener Nacht hier wieder nahezu Vi Meter gestiegen, in welchem Maße er auch heute im Laufe beß Tages zugenommen. Gegenwärtiger Stand, 8 Uhr AbendS, ' 2.17 Meter. Gefahrdrohender lauten die auß Mannheim । unb Maxau von heute Morgen vorliegenben amtlichen Nachrichten, welche von btiben Orten anhaltenbeS ftarkeß Steige« melden. Bei dem wieder eingetretenen Schnee« unb Regenwetter ist weiteres rasches Zunehmen zu befürchten. — Die Suche nach focialist'schen Schriften fanb vorgestern, wie im ganzen deutschen Reiche, auch hier gleichzx.tig in alle« Kasernen statt, unb zwar in der eingehendsten Weise. Nach j bem „Mainzer Tageblatt" war baS Resultat ber Untersuchung j an bem hiesigen Platz, baß bet einem Soldaten eine social- ■ bemokratische Schrift gesunden wurde. Der Soldat wurde । nach dem genannten Blatte zu einer mehrtägigen Gesängniß- | strafe verurtheilt, nach deren Verbüßung er in eine andere ; Garnison kommen würde. B. Mainz, 24. Januar. (Telegramm.) Der berüchtigte Einbrecher Dunkel ist in verflossener Nacht aus dem hiesige« Gesängniß auSgebrochen und entkommen. Vermischte». * Ms. flegel, 23. Januar. Explosion. I« der Papierfabrik, Holzschleiferei ?c. von Wertheim « Eomp. i« nute ®Srt6. 1 S iQn7 föD,eu k L- Maa ?ichs fo ffibibieit«V»T ?"«'« »lit. ■ 'M Mrt* ‘ bu,‘l »«fliegt. °° d,r 0,1 l66t,‘ln®hSi 81,7* 6«b M, , ^77 D..'Z 7 ei" Lintia t» toiMeffi oonfti,, ”6l«en A ° tto äuget 2**1* Mrlle, ttttagtQ. '^^icher Sorfall ß** Don Grim- e*k*t!n bestimmter ”t|d)to(rlid)en Marsche, Im leinen Tchvakca rl6 da kehlten fit di Dem draufiea äuge* Mspaufe zu langt den btlbtn Burschen '“8/ dem Rinde nach, erst recht tzersengetd iröt Ustr getxeteneu )tn ttifituben Strom, vdlich Posto aus einer des enifiohenen ThiereS Ben Wasser nicht leichte bolb baß Mittel, sie mbe hinüber, ba6 Rind r Stelle. Schon drei niihl, was nun thun? Kiensungen, dem Rinde i durchschwamm er den Khm gelang eS alsbald t Thier durchs Wasser gu jagtn. Roch waren biedre Ul, gmrchrv, \tn vberea M, Mb schon stellt sich estöber ein. Da der in abermaliges längerer en. Die Sögel geralhe, 'er auch jetzt nicht I Durch baß eingetretene nbcsitzer bewegen lassen, das Wasser aus die ringetrelen ist. sei man eL kann sich eine Parke war Lttzttrr sehr Übel m Froste soll mn r>m ,rd) mehr geschadet a!6 te» qn der «•* “ »6 »'* Geschäftsreisende Hen reinigen Tagen während W- und StneeMsseo, am Lasse verletzt- Hen Sau« m-d»*' 7? , bmeter N->°-, lai b bet feinen Setlefungen i,ch vermehrt- W eingetreten ^ wieder nahezu /r "T-l* hier gleiches "^ttYbei Unteriuchll^ Resultat der e« Sollten ' «rtrlifl«-1 .„e „he# büßung (r tgramut') hies'Sea dem Dorfe Speele (Kreis DtSnben) an der Kaffeler Bahn st gestern ein Dampfkessel explodirt, wodurch großer Schaden angerichter wurde. Eine Person wurde sofort ge* tödtet, ferner wurden noch drei andere Arbeiter unter den Trümmern hervorgezogen, die durch Verbrühung rc. lebens- qefährlrch verletzt find. Der KreiSphyfikuS wurde aus Münden sofort telegraphisch beordert, war sehr bald zur Stelle und ordnete die Ueberführung der Verletzten in das Krankenhaus na h Münden an. Die Entftehungsursache der Explosion ist noch nicht ermittelt. • Aegirs Grotte. In Göttingen wird ein Studenten- scberz viel belacht. Bei den hohen Schneefällen der letzten Loche hatten sich einige Musensöhne in einem Garten an der Ecke der Buhlstraße und des Nckolausberger Weges eine Schneehütte gebaut. Diese ist kegelförmig angelegt, an der Nordseite befindet sich eine mit Vorhängen versehene Thür, über welcher in großen Buchstaben die Worte prangen: /'legirs Grotte." In der Grotte steht ein runder 3>ch und um diesen sahen allabendlich beim warmen Getränke die Erbauer und spielten Skat. Die auf dem Tische brennende Lampe gab dem Ganzen etwas kalten Vergnügen ein ganz behagliches Anlehen. Noch steht „Aegirs Grotte", bei dem jetzt eingetretenen Thauwetter dürste sie sich bald in Wohlgefallen auflöien. * 'S werd Kaaner weh' abgeschvitte. Im Odenwald erhängte sich vor längerer Zeit em Taglöhner. Bei Ankunft er gerichtlichen Urkundspersoneu fragte der Landrichter einen die Leiche Bewachenden, warum sie die Leiche nicht ab- ^eichnitten hätten, worauf die christlich begründete Antwort erfolgte: „Noa, Herr Landrichter, 's werd Kaaner weh' abqeschnitte, mer hawwr vor e paar Jahr emol an abge- schnitle, der ist Widder zu sich lumme, und es Hot hernach den greschte Lump im Ort gewe, so daß ’n de Geman noch verhalte hat müsse." Literatur und Aunst. Die Abenteuer des oierblätterigen Kleeblattes, Athos, PortboS, AramiS und d'Artagnon, dieser P-achtschöpfung der dichterischen Phantasie dcS älteren Dumas, werden noch heute in zahllosen lieber; setzungen und Bearbeitungen mit Freuden gelesen, wo immer man Herz und Sinn für eine frische, fröhliche Enäbleikunst hat. In keiner Aufgabe werden aber „Die drei VluSkettere^, diese Perle der aesammten Erzählungtzliieiaiur, die Herren aller Leser so ganz im Sturme erobern, als in der illufirirten Pracht-Ausgabe, von der die.Deutsche Verlags Anstalt in Stuttgart soeben die zehnte Lieferung hat erscheinen lassen Der in mustergtttioer Weise übersetzte T«xt hat durch die beiden französischen Meister Maurice Leloir und M. Huyot einen künstlerischen Scdmuck erhalten, wie es bisher wohl keinem Werke der gefammten Weltliteratur zu Theil wmde. Daß die Ausstattung in Druck und Papier eine glänzende ist, bedarf bet einem Werke der genannten Derlagshandlung kaum noch der Erwähnung. Aber auch tn d-m Punkte, d r dem deutschen Leser leider der allerwichtigste ist: in Betreff der Billigkeit des Werkes ist das Menschenmögliche geleistet; eine 3 btS 4 Bogen starke, reich illustrirte Lieferung kostet nur 50 Pfennig. So könnm wir denn dieses in jeher Hinsicht einzig dastehende Prachtwerk unseren Lesern auf das Wärmste empfehlen. — Die in Berlin bei Friedrich Schirmer erscheinende Wochenschrift »Dies Blatt gehört der u6fcau!* hat auch in diesem Quarta« eine große Anzahl neuer Verehrerinnen gewonnen. Das ist leicht erklärlich, denn der Inhalt deö Blattes ist ein derartiger, daß e6 bei seinen Leserinnen Beifall finden muß. Nichts Oberflächliches, aber auch nichts Pedantisch.s wird geboten; alle Artikel sind durchgeistigt von einem zielbewußten Streben, welches den Interessen edler Weiblichkeit dient. Ob es wohlgemeinte Rathschläge sind, ober unterhaltende.erzählende Beiträge, ob die Erscheinungen auf d»m Gebiete der Mode, ober biejenigen im Bereich der practischen Neuerungen und Eifindungen Berücksichtigung finden, alles wirb tn gefälliger., ansprechenber Form geboten. Und darin liegt das Gcheimniß der großen Verbreitung von „Dies Blatt gekört der Hausfrau!" Mit Vergnügen empfehlen wir diese Zeitschrift unfein Leserinnen. Jede Buchhandlung ober Postanstalt vermittelt Abonnements. Verkehr, lanö* «nb VoKstotrtbfcbaff, T 23 Januar ' Fruchtmarkt. Rother 9Betw X 11M weißer Weizen JL 00.00, Korn 825, Gerste M. 6.65, Hafer JL 520. Gottesdienst tu der Synagoge. Samsiaa, den 26. Januar. i"-' Vorabend 5<° Ubr, Morgens Uhr, Celebrierung des Geburtstages Sr- M'festät des Kaisers. Nachmittags 3«> Uhr, Sabbathausgang ö45 Uhr. Gottesdienst der israelitischen Religiousgesellschast. Freitag Abend 45» Ubr, SamStag Vormittag 8« Ubr, Nachmittag 3 Uhr, Sabbathausgang 5“ Uhr. Ball-Seidenstoffe v. 60 kfg. bis 18.65 p. Met. — foroi' schwarze, weiße und farbige Henueberg- Teide von 60 Pf. bis Mk. 18.65 p. Met. glatt, fleftreift, farttirt, fl-mufteit, Damaste rc. lca. 240 oei sch. Qual, unb 2000 verfch. Farben, Dessins rc.), porto- end steuerfrei ins Haus. Muster umgehenb. [19T Seiden-Fabrik 6. Henneberg (k. k. Ho«.), Zürich. — Seit nun mehr als 27 Jahren bringt die Firma Earl Netter in München ein amtlich grpiüftes und begutachtetes Haarwasser auf den Markt, besten allgemeine Vorzüge derart sind, daß rott nicht unterlassen wollen, unsere verehrt. Lesir im Intarsie einer rationellen Haarpflege hierauf btto ders hinzuweisen. Neben anerkannter Billigkeit (40 Pfg. bezw. Mk. 1 10 per Flacon) genießt dasselbe den Vorzug, ein wirkliches Miltcl zu sein, das die Haare nicht nur dauernd gesund erhält unb beten Wachsthum foib^rt, fonbern auch ben Kopf van allen lästigen Hautübeln gänzlich befreit. Was Wunber, baß dasselbe ganz enorm deg hrt wirb und bei Hoch unb Nieder feiner allgemeinen Vorzüge wegen gleich beliebt ist. >Au haben ist dasselbe stets in sibrr Apotheke unb Drogu rie, sowie bei ben burch Inserate btfonber§ bekannt gegebenen Verkaufsstellen. 403 Bekanntmachung i ML Mchthans rm Hamburg, Ltnben'ir 51. 846 // Faulstich. 847 Anfang ist am Buchenholz an der Niederbessingener Grenze Morgens Großh. Bürgermeisterei Ettingshausen. Görnert. 845 Vermischte Anzeigen. mit 178 [182| Gnauth. 790 63 Handlungsgehilfen (Nichtmitgl.) 2,/t Strebel-Tinte // // 99 107 67 1770 Buchen-Scheitholz, Hainbuchen-Nundscheit, BuchenKnüppel, Hainbuchcn-Knüppel, Eichen-Knüppel, Buchen-Reisig, Eichen-Reisig, Buchen-Stöcke, Eichen-Stöcke. werden: 270 i 10 80 26 34 416 208 106 46 Der ’ forftungswellen^, Nachmittags 1 Uhr im Distriet Waldshut Zusammenkunft auf der Licher- Krofdorf, 23. Januar 1895. Der Bürgermeister: Kleine. Holzversteigerung. Im Etttngshausener Gemeindewald, District Grauborn, soll Donnerstag den 31. Januar 1895 nachoerzeichneles Holz versteigert Jagdvcrpachtung. Samstag den 9 Februar d. I., Vormittags 10 Uhr, soll die der Gemeinde Weitershain zttstehende Feld» und Waldjagd, auf dem Bürgermeisterei - Büreau unter ben vorher bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf 6 Jahre verpachtet werben. Weitershain, am 22. Jan. 1895. Großh. Bürgermeisterei Weitershain. Stet» neue Sostüme am raget. 195] Ein frdl. ukövl. Zimmer, iss au «inen ruhigen Herrn, wenn»' möglich Beamter, sofort zu ver miethen. Neustadt 78, 1 Treppe, am OSwaldS Garten. 810] Kleiner Pinscher zugelaufen. Läberstraße 15. und Zubehör, auf 1. April zu vermittben Näheres Rechtsanwalt Katz, Bahnhof- ftlaße 76.__________________ 844 Telephon b6, empfiehlt: la. Schellfisch, — , Cobliau, Hecht, .Xander, Steinbutt Salm, Schollen rc. Welsche Hahnen u. Hennen, Poularden, (Japannen, Enten Gänse, Wildschwein rc. J^d. Donnerstag betr. die Heichelheim'sche Stiftung. Aus obiger Stiftung sind am 27. April d. Js. die halbjährigen stnsen mit 525 Mark an eine in Gießen wohnhafte würdige und be»! -ürftige christliche Familie oder Person zu vergeben. Anmeldungen werden ■ Weichbolz-, 2 rm Nadel - Knüppel, 5540 Buchen-, l;80 Eichen-, 100 Nadelholz-Wellen. F'chten - Stämme, Schnittholz und Bauholz — 31,01 fm; 147 Fichten- Derbstangen— 12/23fm; 317Fichten- Reisslängen — 1,83 fm. 723] Schön möblirtes Zimmer zu ver- miethen.Seltersweg 571II. 176) Der 2 Stock meines Hauses, Asterweg 40, Ecke der Noidanlage, bestehend aus 7 Zimmern Bleichplatz u s w. per 1. April zu oermiethen. Ehr. SLwalh. 24,70 Meter gebrauchter, roher Hanfschlauch, 40mm Durchmeffer, mit 5 Messinggewinden, billig abzu- geben.M- ' ■ - . 795 C Gail, Seltersweg 22. von W Karnbach Markt 17, 2 Xr. empfiehlt in größterAuS- wahl Eostüme unb Dominos für Damen und Herren leibweise und zam Verkauf. 849 strasie, 2. Schneise: - Fichten- und Kiefern-Stämme mit 81,67 fmz darunter Schnittholz, rm Nadel-Scheitholz, „ Nadel Knüppelholz, Gießen, den 20. Januar 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 85 <] Zwei unmöbl Zimmer zu ver- wieihen. Dammstraße 41. 520] Möbl. Zimm. pr. fofort zu Derrn. Louis F-ohnbäuser, Mäusbu g 7. _________Kleines Colonial- 611] Ein Laden mit oder - waaren-Geschäft °^21C Ätilieg. großen Lager- zu kaufen event. zu miethen gesucht, resp. Ausstellungsräumen ift Angeb. u. R. A. 10 a. d. Exped. 837 nebst Wohnung per 1. Juli zu verm. Neuenweg 9 3U oermiethen. f «VUWll«r-uzplatz 4 468] Lade« mit Logis im Win decker- ichen Hause am Kreuz sofort zu ver- mietben Näheres bei Herrn Rechtsanwalt Labroisse. Holzversteigerung: trn Samstag den 2. ^ebr. er., i van Vormittags 9 Uhr ab, in ter Wirthschaft von Pfaff zu Kinzenbach: Tiichl. Büglerin ffSM* dem Haufe. Westanlag« 45 L 77 und Freitag fst. gemäss. Stockfisch. 855 BcsteFahrrädcr mit allen 95er Neubeiten erhält man bald umsonst pr. Caffa unb auch auf Theilzahlung. Prospecte gratis unb franco durch bea Vorstand d Bicycle- Club Favorite Herrn Otto Büttner, „ Nadel-Stockholz, Wellen Nadel-Reisig. Gießen, den 20. Januar 1895. Großh. Bürgermeisterei Gießen. WlMrßcigming in der fürstlilhen Vberförßerci sich. 5lm District Meilbach sollen versteigert werden: Montag den 28 Januar, von Vormittags 9l/8 Uhr an: 453 rm Buchen-Scheiter; 198 rm Buchen-, 6rm Eichen-Knüppel; 19^> rm Buchen-, 14 rm (Heben Siöcke; 3780 Buchen-, 12 Eichen-Wellen. 3 Eichen - Schneidklötze, 54, 47 und 54 cm Durchm, 2,6—6,6 unb 8 m Länge,zusammen—3,60km. 2Buchen, 74 unb 47 cm Durckm., 5 und 5,4 m Länge, zusammen 3,09 fm. 2 Els« beerftämtne — 0,55 fm; 44 Fichien- Derbstangen — 2,66 fm. DienStag den 29. Januar, von Vormittags 9*/i Uhr an: 265rm Bucken Scheiter: 217 rm Buchen-, ?4 rm Eichen-, 11 rm Birken- unb Wilhelmstr. 3 Part.! Molkerei-Sützrahm Butter ^bffiÄu^^arÄ^biD6t5rr= i« und V, Pfd -Ltücken. Mk. 1.20 per Pfd. -mpftM miethen. Näheres Marktplatz 10. 834 E- JUgnarat. Leihbibliothek billig zu verkaufen. Auskunft bet der Expedition d. Bl. 805 DaS Masken-Gardcrobe-Geschäft 9 Uhr. „ Ettingshausen, am 23. Jan. 1895.1 Freibank. [854 Heute Ochsenfleisch Holzversteigerung ün Gießener Stadtwald. Montag, 28. Januar 1895 fallen im Gießener Stadtwald versteigert werden: n) Vormittags 9'/z Uhr im District Heegftrauch mit Zusarnmenlunft auf der Licher- straße, 1. Schneise: 4274 Stück Fichten-Derb- und Reisslängen mit 53,61 fm, da runter Wechbinder-, Spalier- und Bohnenstanaen, 5050 Wellen Nadel-Reisig (Durch- aon heute an bis 10. Februar d. Js. im Bürgermeisterei-Bureau, Zimmer nicht ladenrein, pr. Pfd. 56 WsU Nr. 3, entgegen genommen. __ C. G. KleinbennS Delicateffen-, Fisch- ! und Geflügel-Handlung, Bahnhofstr r>9, 710] Eine perauwig- Werkstätte spart )__ vermietben große Müh^gaffe wort ,u Tüchtiger Kutscher Plank, Babn"ofstraße 18. ' auf sofort gesucht. 833 Das! ^Sprechen Schreiben, Lesen u. Verstehen d. cngl. und franz. Sprache (bei Fleiß u. Ausdauer) ohne Lehrer sicher zu eneid eü 1 durch die in 43 Aufl. vervoük. Original-Unterrichtsbriefe nach der Nie- thode Toussaint- Langenscheidt. Probcbriefe ä 1 M. Langenscheidt— VerL-Buchhdtg., Berlin SW 46, Hallesohe Strasse >. w Wie der Prospekt durch Namens- I angabe nachweist, haben Viele, die nur diese Briefe (nicht mündlichen Unterricht) benutzten, das Examen dis Lehrer des Englischen und Französischen gut bestanden. fo>cht «ehr all »ttben dürsei •ui bem Ber iinix ju oerir Der Verl Idtilet. Ziehen De« L flbttr Psrrb bei 3"ntrn 1 mx£> Herbße Tagen je ein zuhalten und iehM von tänben nach d vielem Plane Mm 400 zuM unb Inlaut von hieb der sto berzoglbumtz Siehe . Cicialpoi 5g*|e und A". - Dir 20.351 ft* bditim iÄ*F n au Ks i®ri^ Mit! 6f,rU| gRtli;njh. Ur» nSÄ8 bi W*? i Sk** ün ijjrut NE l£iV*fc 3! L'M' * »Ltz Dr. L. v. Schmalkalder Landgerichtsrath i. P. n unsere Mitbürger! sei, um 1887 101« 1 0.60 3383T Darmst. Bk.-AcNen *«u Brut 16.22 16.18 I Frc 20.38 20.34 Oe 4.20 4.16 I Ätr ranz. Banknoten 20.38 Ämetk. 537 unserer es ver- Hebung 82.86 102 10 25*0 .71 20 33.35 104 8 97 30 104.0 103 70 104 20 104.80 100.70 106 50 103 JO 20 Franken-Hl. fcnoL Sovereigns Dolla I tu Gold c o a r f t: 162.451 Oesterr. Crcdtt-Actten 4<)/o DeutschcGrdsch. 3c*>* Äste A SetteasW««—Kttatz—Marll—Daüthar—Mar6««erstratze. Sto* 1 BebMnUbn* SUrU—Wtue* Bdw-ertnbcr«cdte*. Photographische Anstalt Neuen.Bäue LU(lwig* Orth Täglich geöffnet von Morgens 9 bis Nachmittags 5 Uhr, auf vorheriges Bestellen bis Abends 9 Uhr. Neu! Photographie bei Nacht. Neu! 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