'UM. lchölle Wohmma^ u 3*0*5 7-L^ia>raßt-z. per 15. Odehfr li Laden M* ptt * M®®ö®Oi6 öitutS Sunatt |u D ___|UöHw|r *i&er?u DtT*- ?W*Rtt|£_i8, perl, tunbl möbl ZimU eü-avlagt i. ii - vttMj, n, ItiBhnmtrjüflmnM'ff Laho-Ms-, te KMjL-motchm^ MHUIffl. Siod, ri 2 Mark 20 Pfg. mit vringerlohn. Durch die Post bezog» 2 Mark 50 Psg. Die Kießencr A«»itte«dtä1ter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Der chiehcner Anzeiger erscheiiit täglich, mit Ausnahme deS Montags. Anrts- und Anzeigeblutt füv den Aveis Gieren. chratisbeitage: Gießener Kamitienökätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für d» sokgendcn Tag erscheinenden Nummer bi» Vorm. 10 Uhr. All: Annoncen-Bureaux deS In» und Auslandes nehm» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Thett. Bekanntmachung, betreffend: Unfallversicherung,- hier: Ernennung von Ber- M trauensmännern der Berufsgenossenschaften. TS wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Seitens der Nahrungsmittel«Industrie « BerufSgenoffenschast Lommerzienrath Otto Rüger, Chocoladesabrikant in Sobrigau im Lokwitzgrund bei Dresden zum Vorsitzenden des Genossen« fchaftSvorftandeS, sowie: 1) Fabrikant Carl Kaden, in Firma Franz Kaden, Nudelfabrik in Mainz, 2) Metzgermeister Aea» Falk, in Firma I. B. Falk, Metzgermeister in Mainz, zu Vertrauensmännern für den XXXII. Bezirk (Großherzog- thum Hessen) bestellt worden sind. Gießen, 19. October 1895. Großherzogliches KretSamt Gießen, v. Gagern. Gießen, 19. October 1895. Bett.: Unfallversicherung- hier: Ernennung von Vertrauensmännern der BerufSgenossenschaften. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an da- Großh. Polizeiamt Gießen und die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung weisen wir Sie auf Grund deS § 54 deS Unfallversicherungs- Gesetzes vom 6. Juli 1884 hierdurch an, die Benachrichtigung kber die Einleitung einer Untersuchung über die bei Mit- gliedern der Nahrungsmittel. Industrie-Berufsgenossenschaft eingetretenen Unfälle an den genannten Vertrauensmann, bezw. dessen Stellvertreter zu richten. v. Gagern. Bekanntmachung, betreffend: Maßregeln gegen die Maul- und Klauenseuche. Mit Rücksicht darauf, daß der angrenzende Regierungs- Bezirk Caffel sehr stark mit Maul- und Klauenseuche verseucht ist, und daher für den diesseitigen Kreis erhöhte Seuchen- gefahr besteht, erklären wir hiermit die in dem Ministerial- auSschreiben vom 10. Juli I. I. unter B § 7, 8 u. 9 enthaltenen Maßregeln zu Zeiten erhöhter Seuchengefahr für den diesseitigen Kreis bis aus Weiteres für anwendbar. Indem wir dies zur allgemeinen Kenntmß bringen, weisen wir darauf hin, daß nach den genannten Bestimmungen Folgendes zu beachten ist: 1) Der Biehhandel unterliegt einer ständigen Controle durch die Ortspolizetbehörde (Bürgermeisterei). Zu diesem Zweck hat jeder Viehhändler nach beiliegendem Formular B.*) rin fortlaufendes Register über seinen Bestand an Klauen« vteh oder Schweinen zu führen. In dieses Register sind alle Zu- und Abgänge alsbald, mindestens aber innerhalb 24 Stunden, einzutragen. Diese Einträge find durch den Ortspolizeibeamten oder Viehbeschauer, und zwar, soweit eS sich um Vteh handelt, welches im Wohnort des Händlers • Formular B. des Viehhändlers eingestellt wird, nach vorheriger Besichtigung jedes neu zu« gegangenen Thieres, durch NamenSunterschrift unter Hinzu- fügung deS Datums zu bestätigen. Genannte AufsichtS« Personen sind befugt, jeder Zett die Viehbestände der Händler zu besichtigen und letztere sind verpflichtet, ihnen dieselben vorzuzetgen. 2) Alle von Händlern zum Zweck öffentlichen Verkaufs ausgestellten oder öffentlich auSgebotenen Rtndviehbestände unterliegen der Beaufsichtigung durch den zuständigen KreiS- Veterinärarzt (§ 17 des Reichsviehseuchengesetzes) dergestalt, daß der Verkauf untersagt ist, so lange nicht durch kreis- veterinärärztliche Untersuchung das Nichtvorhandensein der Maul« und Klauenseuche festgestellt worden ist. Zu diesem Zweck haben sowohl der betreffende Händler, als der Besitzer von Gasthof- oder Privatstallungen, in denen Händlervieh eingestellt wird, und zwar spätestens im Verlauf von zwölf Stunden der Ortspolizeibehörde Anzeige von der Aufstellung von Rindvieh zu erstatten. 3) Die vorhergehenden Bestimmungen finden keine Anwendung auf Händler, welche ausschließlich mit Schlachtvieh handeln und deren Schlachtviehbestände gemäß § 17 des Retchsvtehseuchengesetzes der ständigen Beaufsichtigung durch den beamteten Thterarzt unterstellt sind. Gießen, 22. October 1893. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Gießen, 22. October 1895. Betr.: Maßregeln gegen die Maul- und Klauenseuche. Großherzogliche Kreisamt Gießen arr die Großh. Bürgermeistereien des Kreises und das Polizeiamt Gießen. Unter Bezuguahme auf vorstehende Bekanntmachung weisen wir Sie an, die hierdurch angeordneten Maßregeln in Ihren Gemeinden ortsüblich bekannt zu machen und besonders die Viehhändler auf dieselben hinzuweisen. Das Ministerial-Ausschreiben vom 10. Juli 1895 ging Ihnen in dem Separatabdruck über Abwehr und Unterdrückung der Viehseuchen mit Verfügung vom 31. August l. I., Kreisblatt Nr. 207, zu. Sie selbst haben auf genaue Befolgung der getroffenen Bestimmungen zu achten und den Ihnen ob« liegenden Verpflichtungen gewissenhaft nachzukommen. Zuwiderhandlungen find zur Anzeige zu bringen. Zugleich bemerken wir, daß die Ihnen nach pos. 2 obiger Bekanntmachung zu machenden Anzeigen von Händlern oder Stallbesitzern über Aufstellung von Rindvieh sofort an das Großh. Kreisveterinäramt weiter zu geben find. v. Gagern. Gießen, 22. October 1895. Betr.: Maßregeln gegen die Maul- und Klauenseuche. Da- Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Gendarmerie des Kreises. Wir machen Sie auf die obenftehende Bekanntmachung rubricirten Betreffs aufmerksam. v. Gagern. Register ................-----..............zu Ord.-Nr der Rinder. Zahl der Schafe, Ziegen oder Schweine. Gattung Geschlecht. Alter. Rasse. Farbe. Abzeichen. Zugegangen Abgegangen Eintrag deS Controlbeamten. Datum. Name des Verkäufers. Datum. Name deS Käufers. Datum. Bemerkungen und NarnenS« beisüguvg. ■ Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 22. October. Wie die „Post" erfährt, find zu Mitgliedern der Commission zur Abänderung des Handelsgesetzbuches u. A. folgende Herren ernannt worden: Landgerichtsrath Munk in Berlin, Reichsgerichts- roth Balze in Leipzig, Oberlandesgerichts-Präsident Dr. Siebe klag in Hamburg, Geh. Commerztenrath Frentzel in Berlin, Aeueralsecretär deS CentralverbaudeS deutscher Industriellen Bueck in Berlin, Geh. Commerzieuralh Georgi in Sachsen und Kaufmann Schutte in Bremen. verlt», 22. October. Saatenstaudsbericht und Ernteschätzungen in Preußen Mitte October. Ernte« Aussichten: Kartoffeln 2,4, Klee 2,8. Stand der jungen Saaten: Winterweizen 2,6, Winterspelt 3,1, Winter, roggen 2,6, Klee 2,9 (1 bedeutet sehr gut, 2 gut, 3 mittel, 4 gering). Ernteertrag nach Probedruschen Winterweizen 1769, Sommerweizen 1564, Winterspelt 1353, Sommergerste 1743 Kilogr. pro Hectar. Wien, 22. October. Erzherzog Otto ließ, nur für die Mitglieder des Kaiserhauses, ein Werk über seine vorjährige Reise auf der Halbinsel Sinai, betitelt: „Drei Wochen auf der Halbinsel Sinai" erscheinen. Zwei Exemplare hat der Erzherzog gestern nach Gödöllö an das Kaiser- paar abgeschickt. Depeschen deS Bureau ,tzeroll>*. Berliv, 22. October. Am Hose wird heute der Ge- burtStag der Kaiserin gefeiert. Um 9 Uhr fand zunächst Gratulation deS engsten Familienkreises statt. Sodann coucertirte vor dem neuen Palais die RegimentScapelle des Garde-du-CorpS-Regiments. Um 11 Uhr erfolgte Gratulation für die nächste Umgebung deS Kaiserpaares, woran sich da» Frühstück schloß. Die Abendtafel findet um 8 Uhr im neuen PalaiS zu 16 Gedecken statt. Zu derselben sind der engere Hofstaat der Majestäten, die Flügel-Adjutanten des Kaisers und die Cowmandeure der Regrmcnter, deren Chef die Kaiserin ist, geladen. Berlin, 22. October. Wie die „Post" erfährt, wird sich der Kaiser nach der Einweihung deS Reichsgerichts- gebäudeö am nächsten SamStag von Leipzig nach Liebenberg begeben, um auf eine Einladung des Grafen Philipp zu Eulenburg an der Jagd theilzunehmen. Berlin, 22. October. Der Generalfeldmarschall Graf von Blumenthal war, wie die „Kreuzztg." meldet, durch leichtes Unwohlsein, welches er jetzt wieder überwunden hat, zu seinem Bedauern genöthigt, der Enthüllungsfeier deS Katser-Friedrich-DenkmalS bet Wörth fernzubleiben. Der Generalfeldmarschall wurde am 18. Oktober vom Kaiser durch ein sehr gnädiges Telegramm und die Verleihung der Brillanten zum Schwarzen Adler-Orden ausgezeichnet. Berlin, 22. October. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Verordnung betreffend die Ausführung des Gesetzes über die Ausdehnung der Unfall- und Kranken - Verstcherung (28. Mai 1895) vom 10. October 1895. Berlin, 22. October. Wie aus Aachen gemeldet wird, beschloß die dortige Handelskammer, bet der Reichspost- Verwaltung die Einrichtung einer direkten F ern sprech - ltnie Aachen-Berlin zu beantragen. Berlin, 22. October. Der bekannte anarchistische Agitator Schlosser Wiesenthal wurde heute von der 9. Strafkammer des Landgerichts I wegen Aufreizung zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt, wovon ein Monat auf die erlittene Untersuchungshaft gerechnet wurde. Breslau, 22. October. Der verantwortliche Redacteur der socialdemokratischen „VolkSwacht", Ernst Zahn, wurde wegen Majestätsbeletdigung in einem Artikel vom September: „DaS Deutschthum der Hohenzollern" zu vier Monaten Gefängniß verurtheilt. München, 22. October. Der Reichskanzler Fürst Hohenlohe folgte heute mit seiner Gemahlin einer Einladung deS preußischen Gesandten am hiesigen Hofe zum Frühstück. — Der Zweck der Reise deS Reichskanzlers ist rein privater Natur. Wien, 22. October. Dem „Extrablatt" wird aus New« Orleans gemeldet: Ein großer Brand wüthet feit Samstag in der Vorstadt Algier. 260 Häuser sind zerstört. Der Schaden beträgt 400 000 Dollar. 700 Personen sind obdachlos, doch sind Menschenleben nicht zu beklagen. Wien, 22. October. DaS „Extrablatt" meldet auS Newyork: Furchtbare Waldbrände verheeren die Districte Minnesota, Süd-Dakota und Manietoba. Hundert Meiereien find niedergebrannt und ungeheure Futtervorräthe vernichtet. Viele Menschenleben find zu beklagen. Triest, 22. October. ES laufen fortgesetzt Meldungen über Schiffsunfälle ein, welche der letzte Orkan v-r- ursachte. Die Segler Sau Martiny und Partie, sowie viel- Fischerboote find untergegangen. Die Barke ves VaronS Corfi, worin sich der Baron mit seinen beiden Söhnen befand, wurde zwar geborgen, doch starb der Baron infolge des ausgestandenen Schreckens. Paris, 22. October. Auf dem Bahnhose Mont-Parnasse stürzte heute Nachmittag eine Lokomotive mit Tender über die Brüstung auf die Straße, ohne weiteren Schaden anzurichten. Paris, 22. October. Obschon heute der Zusammentritt der Kammer stattfindet, find die Wandelgänge sehr wenig belebt. Die erste Sitzung wird voraussichtlich sehr stürmisch sein. Die 25 ersten Interpellationen werden von ihren Etnbringern mit großer Energie vertheidtgt werden und vor allen Anderen den Borrang ihrer Anträge verlangen. Zwei Interpellationen, diejenige über den Ausstand in Carmaux und diejenige über Madagaskar, werden jedenfalls mehrere Sitzungen beanspruchen und großes Aufsehen erregen. Die Interpellation über Madagascar wird wahrscheinlich zuerst zur Verhandlung kommen. Die Opposition hofft daS Mi- ntstertum Ribot zu stürzen. DaS Budget wird wahrscheinlich erst nach mehreren Wochen zur DtScussion gelangen. H. Leipzig, 23. Ocrober. Heute Morgen wurde auf den Polizeidirector Brettschneider von dem ehemaligen Schutzwanne Ziegenbalg ein Attentat verübt. Don den abgegebenen drei Schüffen wäre einer tödtlich gewesen, wenn der Polizeidirector nicht eine Actentasche gehabt, woran die Kugel abprallte. Der Attentäter, welcher anscheinend nerven« krank gewesen und dehhalb auf Veranlassung Brettschneiders entlasten worden war, wurde verhaktet. Der Krieg von 1870|71, geschildert durch Ausschnitte sichtigt in demselben, wie seither, Metzgerei und Wtrthschast zu betreiben. ♦ ♦ Der Gießener Cigarrendieb und Einbrecher Puh vor Gericht. In der Montagssitzung wegen der Diebsbande Pütz und Genoffen begründete der Staatsanwalt Dr. Buff die von ihm in umsichtiger Weise erhobene Anklage. Gegen Pütz beantragte er, da ein schwerer Diebstahl vor Erlaß deS auf 12 Jahre Zuchthaus in Esten verkündigten UrtheilS verübt wurde, die Erhöhung dieser Strafe auf 15 Jahre, und wegen der neuen Serie und des Widerstandes nochmals 15 Jahre Zuchthaus. Wegen Führung eineß falschen Namens wurden sechs Wochen Haft als entsprechende Strafe beantragt. Gegen den Joseph Zimmermann wurden wegen Diebstahl und Hehlerei 6 Jahre Zuchthaus nebst Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte und Zulaffung der Polizei- aufficht vorgeschlagen. Für den Michael Adam Hock brachte die Staatsbehörde eine Gesammlstrafe von 5 Jahren 1 Monat 3 Tage Zuchthaus nebst Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte aus 10 Jahre und Zulaffung von Polizeiaufsicht in Ansatz. Darin find bereits früher erkannte Gefängnißstrafen mitei thalten. Wegen Hehlerei sah der Staatsanwalt gegen die Katharine Hock, die von den Dieben richt gut behandelt wurde, 1 Jahr 2 Monate Gefängniß unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 3 Jahre und Aufrechnung der Untersuchungshaft, vor. Viel bedeutender ist die erst 18 Jahre alte Katharine Frohnhöfer bei den Verbrechen be- theiligt. Gegen diese beantragte der Staatsanwalt 3 Jahre Zuchthaus, Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre und Zulassung von Polizeiaufsicht. Der Vater Frohnhöfer soll zu 4 Jahren Zuchthaus unter Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre, Zulassung von Polizeiaufsicht, ver- urtheilt und gegen ihn wegen Fluchtverdachts Haftbefehl en lassen werden. Die Frau Frohnhöfer beantragte die Staatsbehörde, falls Hehlerei angenommen werde, zu 4, falls nur Begünstigung angenommen werde, zu 2 Monaten Gefängniß zu verurtheilen. Die Rechnung der Brandscheid beläuft fich erheblich höher- für diese wurden 2 Jahre Zuchthaus sowie Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte beantragt. Den alten Zimmermann beantragte der Staatsanwalt zu 9 Monaten Gefängniß zu verurtheilen, unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 3 Jahre. Dabei wurde nur eine einfache Hehlerei angenommen. Etwa um 1/a8 Uhr Abends wurde das Urtheil verkündigt. Dasselbe lautete gegen Pütz wegen eines der früheren Serie zugehörigen schweren Diebstahls einschließlich der rechtskräftigen Strafe von 12 Jahren auf 14 Jahre Zuchthaus. Dazu kommen wegen 20 weiteren Diebstählen neueren Datums und wegen des Widerstandes nochmals 15 Jahre Zuchthaus, so daß die Gesammtftrafe 29 Jahre Zuchthaus beträgt. Wegen Führung eines falschen Namens kamen dazu 6 Wochen Haft. Joseph Zimmermann büßt seine Unthaten mit 5 Jahren 9 Monaten, Michael Adam Hock die seinige unter Einbeziehung zweier in Mainz erkannter kleiner Gefängniß' strafen mit 4 Jahren 9 Monaten 3 Tagen Zuchthaus. Den drei Verurtheilten wurden die bürgerlichen Ehrenrechte auf 10 Jahre aberkannt und Polizeiaufsicht zugelaffen. Dem Hock wurden 4 Monate Untersuchungshaft angerechnet. Die Kath. Frohnhöfer wandere auf 1 Jahr 6 Monate, deren Vater 2 Jahre ins Zuchthaus. Der Katharine Brandscheid blüht 1 Jahr 3 Monate Zuchthaus. Alle drei gehen der bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre verlustig. Polizeiaufsicht ist zulässig. Die Katharina Hock kam mit 7 Monaten Gefängniß durch, wovon 6 Monate verbüßt sind. Die Angeklagten Frau Frohnhöfer, deren Hehlerei nur geschah, um ihre Angehörigen vor Bestrafung zu schützen, und Johann Zimmermann wurden freigesprochen. Letztere wurden sofort aus der Haft entlasten, dagegen wurde wegen der Höhe der Strafe Franz Frohnhöfer verhaftet. Jnterestant ist, daß die gegen Pütz erkannte Strafe für die 20 Diebstähle und den Widerstand, falls nicht die Vorschrift bestände, daß nicht mehr alö 15 Jahre zeitige Zuchthausstrafe erkannt werden darf, 47 Jahre 8 Monate Zuchthaus betragen wird. Der Staatsanwalt hatte an Tinzelstrafen die Summe von 167 Jahren beantragt, diese mußten aber aus deoselben Gründen auf 15 Jahre herabgesetzt werden. Die meisten Verurtheilten waren mit dem Urtheil nicht unzufrieden. Nur Pütz erklärte, er werde Beschwerde einlegen, und Franz Frohnhöfer will reclamiren. Die Hauptsache ist, daß die Menschheit vor einigen Verbrechern eine Zeit lang Ruhe hat. ♦* Wo soll man kaufen? Der October-AuSgang und November-Anfang sind in ganz hervorragendem Maße eine Zett der Einkäufe, und Waarenverzeichniste und Preislisten fliegen von allen Ecken und Enden den Leuten nur so ins HauS. Wahl macht Qual, aber man sollte sich bei der Wahl der Bezugsquelle nicht gar zu viel quälen, sondern vor allen Dingen auch der einheimischen Geschäftswelt das zukommen lasten, worauf fie einen Anipruch hat. Damit soll allerdings kein Schlagbaum vorS Stadtthor gelegt werden, daß nur kein Pfennig Geld hinauSgetragen werde, aber da Alle zu den städtischen Lasten gleicherweise beisteuern müsten, ist auch die weitgehendste Berücksichtigung der Mitbürger geboten. n. Friedberg, 22. October. Der am 27. März d. I. hier gegründete Geflügelzuchtverein gedenkt im Herbst 1896 eme LocalauSstellung zu veranstalten, um einmal öffentlich Rechenschaft von seiner Thätigkeit abzulegen und um ferner daS Jntereffe am Verein und an der Geflügel- zücht zu fördern. Der Verein ist bestrebt, die Geflügelzucht in unserer Gegend zu heben. Dor allem hat ex die Förderung der Nutzgeflügelzucht im Auge, daneben aber trägt er auch der Liebhaberei Rechnung. Dem Kundigen ist es ja keim Geheimniß, daß gerade auS unserer Gegend noch sehr viel Geld für junges Geflügel, namentlich Hühner, außer Landes wandert. n. Bo« der Ridda, 22. October. Die Metzger habe« unS am Ende der vorigen Woche eine angenehme Überraschung durch einen merklichen Abschlag deS Schweinefleisches bereitet. Während ein Pfund davon seither nämlich auf dem Laden nicht unter 60 Pfg. zu haben war, kostet eS jetzt nur noch 52 Pfg DaS Pfund Spanferkel stellt sich zwischen 30 und 40 Psg. — Im Felde ging eS seither fleißig zu. Die WinterauSftellung ist bald beendet. Die Frucht geht bester auf, als man vor Kurzem noch annahm. — Um die Aussaat und den Klee vor den Mäusen, die in großen Masten im Felde zu treffen find, zu sichern, schritt man in Nieder-Mockstadt bereit- in voriger Woche zur Vergiftung. Andere Orte werden nach geschehener Ausstellung folgen. Man wendet dabei Weizen an, der mit Phosphor vergiftet ist, geht aber dabei oft sehr unvorsichtig zu Werk, indem man die vergifteten Körner in kleinen Häufchen vor den Emgang deS MauSlocheS legt, wodurch sie auch den Vögeln zugänglich werden, während man fie sehr leicht mit besonders dazu constrnirten Röhren in die Gärige bringen kann. § Vom höheren Vogelsberg, 20. Oktober. In den letzten Nächten hatten wir hier mitunter Nachtfröste- eS dürfte dies etwa- zu früh erscheinen, da immer noch ziemlich viel Feldarbeiten zu verrichten sind, besonders auch noch Weizen zu säen ist. Dermuthlich Haden wir einen frühen Winter zu erwarte.', auch spricht dafür, daß vorgestern schon die ersten Schneegänse hier durch nach dem Süden gezogen sind. Als Vorboten der Weihnachtsfeier find einige Händler mit Christbäumchen aus Hanau, Frankfurt a. M. u. f. w. zu betrachten, die in hiesiger Gegend solche Bäumchen zu kaufen suchten, wobei schon Adschlüste zu Stande kamen. Die Händler zahlen 12, 15 und 17 Psg. für das Stück. Der Christbaum Verkauf bildet mitunter eine ganz schöne Neben- Einnahmequelle für diejenigen Landwirthe, welche über einen ziemlichen Bestand von jungen Fichtenpflanzungen zu verfügen haben, denn hier werden nur die etwas schön gerade gewachsenen, jedoch unterdrückten jungen Fichten auSgehauen, da selbige doch außrangtxt werden wüsten. — Die Preise der fetten Schweine sind in letzter Zeit sehr zurückgegangen, so daß der Gentner Schlachtgewicht für 45 bis 46 Mark verkauft wird. Die Landwirthe können ihre fetten Schweine Mangels Nachfrage nicht gut adsetzen- auch die Ferkel und Einlegeschweine sind sehr billig. Der Eid. In einer am Sonntag Abend in Darmstadt abgehaltene« Versammlung von Mitgliedern deS Evangelischen Bundes sprach Herr Amtsrichter Schmeckenbecher von dort über den Eid. Referent führte nach dem „Darmst. Tgl. Anz." aufl: Obwohl durchschnittlich von 10 zur Anzeige an die Staats- Anwaltschaft gelangenden EideSdelicteu nur etwa 2 vorm Schwurgericht als hinreichend aufgeklärt zur Adurtheilung gelangten, so sei doch von Jahr zu Jahr eine größere Zunahme von Eidesverbrechen unter den von den Schwur- gerieten abgeurtheilten Straffällen zu conftatiren. Der Eid sei daS feierliche Versprechen, daß eine gemachte oder noch zu machende Aussage wahr sei- der Meineid das Versprechen, daß eine bewußt unwahre Aussage wahr sei. Der Meineid sei nach dem ReichSftrafgesetzbuch nur strafbar, wenn er vor einer zur Abnahme von Eiden zuständigen Behörde abgeleistet werde. Er sei kein ReligionSdelict, vielmehr ein Verbrechen wider die Staatsordnung. Der Meineid habe bei den Römern Infamie zur Folge gehabt- nach kanonischem Rechte sei auch der private Meineid (d. h. der nicht vor öffentlichen Ve- Hörden abgelegte) mit Buße und Strafe geahndet worden- nach altdeutschem Rechte seien dem Meineidigen die zwei Schwurfinger abgehauen worden- die Carolina habe den Meineid mit schwerer Strafe bedroht, desgleichen daß hessische Strafgesetzbuch von 1841. Redner stellte sodann die Eideslehre des Reichsstrafgesetzbuchs im wesentlichen bar, sowie die Bestimmungen der ReichScivilproceßordnung und der ReichSstrafproceßordnung Über daS Verfahren bei Abnahme von Eiden, und hob dabei hervor, in Italien und Frankreich erfolge die Eidesleistung nicht unter Anrufung GotteS, sondern einfach durch die Erklärung, daß man schwöre. In legislatorischer Beziehung wieS Referent auf die Dortheile hin, welche die Abnahme deS Eides als Nachei- gegenüber der dermaligen Abnahme als Doreid biete. Bor Abnahme eines Eides solle es fein Richter unterlasst", eindringlichst auf besten Bedeutung, sowie auf feine Heiligk n und Wichtigkeit hinzuweifen. DaS eidliche Versprechen, w-ie reine Wahrheit" zu sagen, involvtre auch, daß der unter E t AuSsagende alle- sagen müste (nichts verschweigen bUrfe), auch wenn er vom Richter nicht auS)rücklich »ach allem sie» fragt werde. Der AuSsagende solle aber vor seiner AuSia >e genau prüfen und sich vergegenwärtigen, waS er unter Eid aussagen wolle. Alle diese Umstände würden zu einer Verminderung der EideSdelicte führen. — Pfarrer Wahl von Langen hob hervor, der Eid habe nicht bloß eine rechtliche, sondern auch eine religiöse Seite. ES sei ein Vekenntn'ß. Der Atheist besitze, eben weil er nicht an Gott glaube, überhaupt nicht die Fähigkeit, die Bedeutung deS EidcS zu würdigen, und sei deßhalb in diesem Ginne nicht eideSmündig. Pfarrer Wahl sprach sich für Abschaffung jeder eidlichen Bekräftigung der gerichtlichen AuSiagen auß, wrll aber dafür bewußt falsche, unbeeidigte Aussagen vor Gericht in gleicher Weise wie unter Eid erfolgende bestraft wiffen. — Schriftsetzer Fr. Heydt betonte, wer nicht an Gott glaube, könne unmöglich gezwungen werden, bei Gott zu schwören. Er meine deshalb, man solle die bermalige EideSform fallen lassen. Auch sei eß inkonsequent, daß die Gesetzgebung nur an bestimmte Religionsgemeinschaften, die den Eid perhorreS- cirten, Concestionen mache, nicht aber anderen Christen, die ,’tl 1^- Sht * fhincbl 1 hrvi speicht len ua> r°h ltch ur.ro eib dasVtrsprechtt.b^ Der Meineid sei not wenn er vor einer ]in örde abgeleistet w ein Verbrechen t$\V iabe bei den Röm nischem Rechte sei ani ht vor öffentlichen 8f ase geahndet «ock- Meineidigen die M t Carolina habe tn it, togle* >°n l«W‘” im ttrfinfMti »; Mptotiiotta«"« tob St*!®,1"1 , (twr, ta 9** nl4t «■»«* üitlimni, 116 , btf *1 «II * Sotetb M . *’ “'ÄH wie «"f I1" ,’. tit '"»> « »Br ‘ e"14 » alle» t" **7»»6“ e Mben VL u von - Ht lö‘ Site»«!”'6' tml (ibti®116* #.»<* \tbilf « F« >*,, tti« °«e» ' @iritil£ Riffen.' 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Auch er steht auf dem Standpunkte möglichster Minderung der Eide. — Pfarrer Guyot stellte die gänzliche Abschaffung deS Eides und in Consequenz damit auch die Abschaffung der Fahnen', HuldigungS' und AmtSeide rc. als erftrebenSwertheS Ziel hin. — Landgerichtsrath Küchler wies daraus hin, daß die Meineide immer zahlreicher würden- so hätten sich | in Hessen von 1885 bis 1892 die Verurteilungen wegen Meineids von 10 auf 26 Falle erhöht. — Eine von Herrn Hofprediger Ehrhardt verlesene Resolution, deS Wortlauts: „Die heutige Versammlung evangelischer Männer DarmstadtS spricht den gesetzgebenden Factoren gegenüber den dringenden Wunsch aus, daß mit allen gesetzlichen Mitteln eine möglichste Beschränkung der Eidesleistungen herbeigeführt und dahin gewirkt werde, daß die nicht beeidigten, wiffent- lich unwahren Aussagen vor dem Strafrichter mit Strafe belegt werden", wurde von der Versammlung einstimmig angenommen. DermifcWo • Frankfurt a M., 21. October. Unter den zahlreichen ’ Neubauten, die auf der Zeil zu Frankfurt a. M. entstehen, tagt eines besonders hervor, das neue Hauptpost« gebäude, das nach fünfjährige: Bauzeit am 18. October durch den StaatSsecrrtär deS ReichSpostamtS, Dr. v. Stephan, feiner Bestimmung feierlich übergeben wurde. Es ist an der- selben Stelle errichtet, an der sich die alte Thurn- und LaxiS'sche Poft befand, dir 1867 an Preußen überging - zur Vergrößerung des Grut dstücks wurde aber noch der anstoßende „Russische Hos" erworben, so daß der stolze, von euer mächtigen Kuppel gekrönte Neubau jetzt eine Straßenlänge von 87,7 Metir hat. Bon dem gewaltigen Aufschwung, tr eichen der Verkehr tn Frankfurt seit dem Jahre 1866 genommen hat, entrollte Dr. v. Stephan in seiner Eröffnungsrede ein anschauliches Bild: damals 441 Postbeamte, heute über 2000, damals 7 Millionen Postsendungen im Jahre, heute 78 Millionen- die Packete sind von f/2 Million auf 4 Millionen gestiegen, die Telegramme von 730,000 auf fuft 6 Millionen, und dazu kommen noch 12^/z Millionen Fernsprech-Gespräche. Der Neubau bildet ein großes Viereck, bi8 einen nach Westen, gegen das ehemalige BundeStagspalaiS z«, offenen Hof umschließt. In diesem Hofe hat der Frank- fetter Handelsstand ein Katserdenkmal gestiftet, daS ebenfalls am 18. October enthüllt wurde. ES soll eine Erinnerung an die Tage bilden, da Kaiser Wilhelm I. in Frankfurt heilte (1877, 1880, 1881 und 1883); denn damals wohnte der Kaiser in dem alten, nunmehr abgerissenen Postgebäude. DaS 6% Meter hohe Denkmal ist von dem Frankfurter Bildhauer Fr. Krüger entworfen uud von PelarguS in Stuttgart (ebenso wie der Schützenbrunnen vor dem Zoologischen Garten) meisterhaft gegossen. ES zeigt die Bronce- bLste des Kaisers aus bohem Sockel von schwarzem Marmor, davor die überlebensgroße Gestalt der Francosurtia, die fftzend in ihren Armen einen kleinen Genius hält, der einen Strauß von Feldblumen zum Kaiserbilde hinaufreicht, eine finnige Huldigung deS jungen Frankfurt für den greisen Heldenkaiser. • Wien, 21. October. Der penfionirte Feldmarschall Landgraf Edler von Dunst erschoß heute Morgen im Prater seine Frau und dann sich selbst. Dunst ist 73, seine Frau 54 Jahre alt. DaS Motiv zu der That sollen finanzielle Calam'ttaten sein. Universität- - Nachrichten* Marburg, 22. October. Der Prtvatdocent am chemtsch- pbarmaceuttschen Institut Dr. Parthetl ist als außerordentlicher Profeffor narb Bonn berufen. Jena, 22. October. Dr. Chrysander, der bisherige Eecretär des Fürsten BiSmaick, nimmt sitzt hier seinen Aufenthalt, um sein medtcinisches Examen abiuicblietzen. Citeratur nnd Arrnst. — Von der billigen Jubelautzgabe des Zeitz'fcheit Kriegstagebuch» (KriegSerinnerungen eine» FeldzugSfreiwtlligen), welches im Verlage von Stephan Getbel tn Altenburg erscheint, gingen uns die Lieferungen 17 bis 23 zu. Die Kämpfe bet Marchsnotr, Vtllejouan und Ortgny sind äußerst anschaulich geschildert: ost stockt der Athem bet der Leclüre der beschriebenen kritischen Gefechts- momente. Die Verpflegung wird immer dürftiger und schwieriger, die Stiefelnoth immer schlimmer. Doch auch diesen bösen Tagen folgten beffere, wie wir in dem Capttel „In guten Quartieren" erfahren. In Cloyes und Chartres läßt? stchs der Musketier nach den erlittenen Strapazen wieder gut gehen. Weihnachten wird in Cb-tteauneuf gefeiert, Neujahr in Dreux. Haben wir geglaubt, daß die Photographenge chichte in Orleans nach der Humorist,schen Seite nicht zu übertreffen sei, so haben wir uns getäuscht. Die Erlebnisse in der Apotheke zu ChLteauneuf, wo der Compagniefübrer Lieutenant R. und der DuSketier Z. im Quartier liegen, stellen alle bis dahin erzählten komischen Episoden in Schatten. Das muß man lesen! Und kurz darauf welcher Gegensatz! Auf dem Zuge nach Le Mans, am 5. Januar, lagert die Compagnie in einem Bauernhöfe, wo die 17jäbrtge Tochter, das einzige Kind, auf der Todtenbahre liegt. Die 23. Lieferung bricht bet der Beschreibung der Schlacht von Le Mans ab. Wie wir hören, soll diese billige Ausgabe dcS Zeih'schen Buches bereits in eleganten Einband gebunden zum Preise von 7 Mk zu haben sein. Bei der Redaction eingegangene Bücher re.: — Probleme der Atomistik. Vortrag in der zweiten allgemeinen S tzung der 67. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte von Dr. Victor Meyer, Geh. Rath und Profeffor der Chemie in Heidelberg. Preis 1 Mk. Verlag von Carl Winters Unioersttäts- buchbandluna. Wöchentliche Ueberstcht der Todessäüe in Gieße«. 42. Woche. Vom 13. October bi« 19. October 1895. Einwohnerzahl: angenommen »u 22 400 find. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 13,92°/«). Kinder ES starben an: Krebs Zusammen: Erwachsene: im vom 1 1 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: Embolin 1 1 — —— JleuS 1 1 — — Altersschwäche 1 1 — — —■ Lebensschwäche 2 — 2 — Summa: 6 4 2 — Witterungsbericht vom 22. Oktober. Im Westen und über Central-Europa ist daS Barometer ziemlich beträchtlich gesunken und liegt vor dem BtScaya See bereit- das Centrum einer Depression, welche ihren Einfluß heute schon ,weit nach Osten hin erstreckt. In letztgenannter R chtung scheint sich auch ein Gebiet niederen Druckes auszubreiten. vorauSllchtltch« Sitttttttm Zunächst wärmeres Wetter mit zunehmender Bewölkung, dann Niederschläge und neuerding« Abkühlung. Verehr, Land- und Volksrvirchschaft. W. B. Lang GönS, 22. Oktober. Der heutige Markt war mit 370 Schweinen besahren. Der Handel war lebhaft, die Preise billig. Rindvieh war nur wenig aufgetrteben. — Nach den statistischen Ermittelungen des Verein- deutscher Eisen- und Stahltndustrteller belief sich die RoheifenproducttoN des Deutschen Reiches (einschließlich Luxemburgs) im Monat September 1895 auf 478 955 Tonnen, darunter Puddelroheisen und Sptegeletsen 116913 Tonnen, Beffemerroheisen 36 591 Tonnen, Thomasroheisen 242 662 Tonnen und Gießereiroheisen 82 789 Tonnen. — Die Production im September 1894 betrug 473 070 Tonnen, iin August 1895 490985 Tonnen. Vom 1. Januar bi- 30. Seple.nber 1895 wurden producirt 4 277 307 Tonnen gegen 4 088 246 Tonnen im gleichen Zeiraume des Vorjahres. kirchliche Anzeigen der evang.Genreinde. Donnerstag den 24. October. Abends 8 Uhr, im Turnsaal der Stadtknabensch >le: MisfionSstunde. Pfarrer Schlosser- (Fünfzig Jahre Misston-arbett unter den KolS in Jnd'en.) QOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO q Dr. Thompson's Seifenpulver q O mit heißem Wasser ausgelöst, gibt, Wenn kalt geworden, ft eine schöne, weiche, weiß« Seife und verleiht der T 0 Wäsche einen angenehmen, frische« Geruch. V O Man achte auf Schutzmarke „Schwan". A g Preis 15 Pfennig per */t Psd.» Packet. 7616 □OOOOOOOOOOOOOOOOOOOQ g ’S 09 Thar Aus ßauerG) | 9 Seltersweg 9. Herren-, Knaben- und Kinder-Anzüge. I Tuch und Buckskin. Feste Preise. Anfertigung nach Maass. 8832 " „An Alle, die Eher trinken." Die von echten Karawanenthees in Rußland hergestellteu Mischungen der Allerhöchst bestätigten russtschen Thce - Export- Gesellschaft „Karawane" in Moskau sind in allen besseren Geschäften käuflich. Kein anderer Thee kommt an Wo lgeschmack demselben gleich, da die Gesellschaft ausschließlich mild« chinesisch« Thees zur Mischung verwendet Analisirt von Gehetmiatd Professor Dr. R. Fresenius tn Wiesbaden. Große goldene Medaille tn Wien 1894. Jedes Packet trägt die Firma der Gesellschaft, sowie deren Schutzmarke mit der russischen Kronbanderolle verschlossen.! Mittwoch den 30. October l. I., Nachmittags 5 Uhr, soll im Berathungszimmer der ersten Civilkamnzer (Nr. 37) mit den im Winter 1895/96 abzuhaltenden außerordentlichen Uebungen der Grobherzoglichen Gerichtsaccessiften begonnen werden, wozu die hiesigen, fonoie die auswärtigen Accessisten bei dem Landgericht, den Amtsgerichten, den Herrn Rechtsanwälten und den Großh. Kreisämtern der Provinz eingeladcn sind. Gießen, den 21. October 1895. Freiherr von Rico», ____________________Präsident Großherzoglichen Landgerichts. GekannnaaHung. Betr.: Die Vergebung der Holzhauer- und Setzerlöhne für die Gießener Stadtwaldungen pro 1895/96. Die vorbemerkten Löhne sollen Samstag den 2«. d. Mts, Bormittags Vall Uhr, im Saale des alten Rathhauses öffentlich vergeben werden. Gießen, den 19. October 1895. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 8874__Gnauth. _____________________ Ortsgewerbeverein. Der erste der mit dem Kaufmännischen Verein gemeinsam arrangirten Winter-Vorträge findet Donnerstag, den 24. Oetober, Abends 8V2 Uhr, im Postkeller statt, wozu wir unsere Mitglieder freundlichst einladen. Der Vorstand. Thema: Dr. B. Pohlmeyer: Die sozialen Pflichten der Gesellschaft untereinander. 8843 Wollene Colter in vorzüglichen Qualitäten sind in neuer grosser Auswahl wieder eingetroffen. Fritz Nowack, 8784 Erstes Special-Wäsche- u. Ausstattungs-Geschäft. ATELIER für Portraltenialerei. — Portratt8 in Oel und Kreide in künstlerischer Aussübrung . nach Karlsruher Schule Auch Unterricht das. 8Ä66 Otto Fritz, Kunstmaler. Atelier Haus Goethesiraße 46. Ssmsiag den 2. November, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht die den «hristopd Reinhardt Eheleuten in Gießen gehörige Hofraithe: Flur 17 Nr. 287>/,o — 1000 qm bet dem Jugbardsbrunnen, rechts an der Landstraße öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 23. October 1895. Großh. OrtSgericht Gießen. ___________I. A.: »ogt. 8878 Freitag den 25. Moder, Nachmittags 2 Uhr, werden Reustadt 55 (Gasthaus zum Pfau) eine große Partie Bücher ver, schtedenen Inhalts, Büsten, Figuren, Nippes, Bilder, Karten u. dgl-, sowie nachfolgende, sehr gut erhaltene, theilweise neue Möbeln: 1 vollständiges Belt mit Roßhaarmatratze (Muschelbettstelle polirt), 1 Bett mit Wollmatratze, 1 hochfeine Kinderbettstelle, Kleiderschrank, Weißzeug- schrank, Eecretär, Küchenschrank, Tische, Stühle, Teppiche, Spiegel sowie sonstige Gegenstände lein großer und ein kleinerer Regulator) gegen Baarzahlung versteigett. 8876____________I. A.: Schneider. Ät. WliWlMS. Freibank. [8879 Heute und morgen: SchwemeMsch nicht ladenrein, pr. Pfd. 45 Pfg. i Gute Speisekartoffeln, verschiedene Sorten, sind Donnerstag vormittag von 10 Uhr ab auf dem vrandplatz zu haben. I. Jung VII. Heute Donnerstag trifft auf dem Vranvplatz eine Ladung Pa.RMtMlu.Witfiug ein. — Der Verkauf dauert von 8 biS 12 Uhr Vormittags.8884 8877] Ein Leonberger Hund ist billig zu verkaufen. ______________ Westanlage 25. Wurmbach-Ofen neuester Construction — Dauerbrenner — wegen Wobnungsveränderung billig ab- mgeben. Wo? bei der Expedition diese? Blattes zu erfragen. 8864 Gewerbeschule. Empfehle meine Reissbretter, Reisszeuge, Winkel und Reissschienen, Tuschen, Farben rc. in bester Qualität zu billigsten Preisen. Ernst Balser, 88H1________«LnSbnrg.________ Steiners Prüfstein um falsches Geld zu entdecke«. 2 «tt Alleinverkauf bd 8436 Karl Krebs, Schulftr. 10^ Große Schellfische in Eispackung frisch zu haben 5862)_______________im »«eVstvck^. 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Alle nachträglich angepriesenen Seifen mit ähnlichen Namen sind Nachahmungen, deshalb nicht ächt! Achten Sie deshalb genau auf den Namen „Lnhnu. 8391 FaniilieHi’utalw (Gebnrts-, Verlobtmga-, Vermählungß-Anielgea, Tranerbriefen otc.) emyÄehh Btoh di« X. BrühPsche Druckerei / ScMetrasee 7. Zur Anfertigung' TOD Kaufmännischer Verein. Ortsgewerbe Verein. Heute Donnerstag, den 24. Oktober, Abend« 8l/s Uhr pünktlich. SW im Postkeller Vortrag* des Herrn Dr. V. Pohlmeyer, Berlin. Thema: Die sozialen Pflichten der Gesellschaft untereinander. Der Eintritt für Nichtmitglieder beträgt 75 Pfg. (blaue Karten), für Angehörige der Mtglieder 30 Pfg. (rothe Karten). Die Mitglieder selbst haben sich durch besondere Eintrittskarten (weiß) als solche ausmweisen. Karten sind bei Herrn C. Orbig, Bahnhofstraße 30, und Herrn Hch. Noll, Marktplatz 1, sowie Abends an der Kasse zu haben. 8870 Giessener Festsaal (Caf6 Leib). Heute Mittwoch, deu 23. Oktober er., S Uhr Abeuds Dcitier Vortrag nebst Experimenten im Gebiete des „Hypnotismus“ von Professor Carl Hannen aus Eoperchagen. Billets in der Buchhandlung der Herren Free* A Ta*ch£': 8689 im Vorverkauf: an der Abendkaffei: Nummerirte Sitzplätze ä Mk. 1.25 Mk. 1.50 Eintrittskarten zum Saal ä w 0.80 fr ----- „ für Studentm und Schüler ä „ 0.60 . 0.60 „ zur Gallerte A , 0.50 fr 0.50 ^IlHerverein Samstag, den 26.,Oktober Alpenröschen. Abends 8 Uhr: Abend ■ Unterhaltung verbunden mit Concert, Theater und Tanz SMDT im Feftsaale des Caf6 Leib. W Karten im Vorverkauf bet Herrn Friseur Wahl, Neustadt, Wirth «enold und Kaufmann Kühnhold, L 75 Pfg.; an der Kasse 1 Mark. 8724 Der Vorstand. Gießener Eis Verein. Mittwoch, den 28. Octiber 1895, Abends 81 /, Uhr pünktlich im Hotel Victoria General«Versammlung. Tages-Ordnung: Geschäftsbericht. 8845 Rechnungsablage. Vorstandswahl. Hydranten-Anlage. Verschiedenes. — Beitritt zu« Deutschen Eislauf Verband. Der Vorstand des Gießener EiS-BereinS. ___I. A.: Jean Kirch. gebens-, Kapital- und Außer» Versicher- ordentliche Rentenverficherungs-Gesillslhaft Reserven: $Dli«n auf Gegenseitigkeit. unter «uffi»t der ca‘$ Mill. 45oucen" »gl. WÜrtt. StaatSregieruug. Mark. Salomon Berlin. Lauvach r Wild. Kltpstetn. 1608 Nähere Auskunft, Prospekte und Antragsformulare kostenfrei bei den Vertretern: Sklleralagkllt August Berbenich', SlifsbethenSr. 261, varmgadt, in Gießen: Gebrüder Aülch, Alicestraße 22, Haupt-Agenten; Agenten: I Güngerich. Gr.-Linden: Julin» Walter, Kaufmann Groß Bnseck: Wer für sich und seine Hinterbliebenen aufS Beste sorgen will, der versichere sein Leben bet obiger Anstalt, bei welcher er die niedersten Prämien bezahlt und schon nach drei Jahren Dividende (zur Zeit 30Vo der einfachen Prämie) erhält. S^Auch sehr günstige Sientenverstchernngeu werden abgeschloffen. «MGI Allgemeine Renten-AnM Gegründet 1833. ZU Stuttgart. Re-rgauifirt 1855. Coursbericht non J. Kure A Co., Giessen, --hllhofstnst b Frankfurter Börse vom 22. October 1896. 4V»°/o Oefterr. SUberrentt 4o/o Ung. Gold-Rente 3°/o Portugiesen 6*/: Mexicaner 40/g Monopol-Grieche» von 104.01 98 75 103.76 0C04X) 105.60 8«/i°/o Deutsch, NeichSeml. 8°/o Preutz. Eonsol« 81/i0/«, Gr. Hessische D6L 40/0 Stadt Darmstadt v. 1891. 4»/r , Borrn» uni. b. 1901 1887 86.76 102 80 27 40 93 50 34 80 8% Oefterr. StaatSbah» 0. 1886 91.20 4°/o Eisend. Rmtend. DM. 102 20 3°/o Atal. ftaatSgar. Eisend. 54.35 5*/0 BuderuS Obi. 1C2.50 orffurt« Hhp. »t . Ered. «. sch^amtd.1904 105.00 101L0 dta. Bi/,«/. 101.40 101J20 3'/^/oHambrgr.Hvp.«tu»tch.I906 10L00 3>/,°/üPreub Hyp.«.«f.untb.l900 10 .80 4*/0 Pomm.Hop A.Bk.unt b.1904 106.50 4«/0 Franks- Land». Ered. 8t 10300 Darmft. 8t.-Äcttai 20 Frant«-Sf. Engi. SovereigaS br «»endeourser 162.7t | Oesterr. Eredit-Actien »eldsorteu Prtrl • 16.20 16.17 I Franz. Banknote» 20.39 20.36 Oefterr. dto. 419 4.16 | Amertc.__________ 836.» । »«M »a l 81.96 — 169 85 4.15 Skbaction: 8. 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