189» Dienstag dm 24. September Erstes Blatt Rr. 224 vierteljähriger x Amts- uni* Anzeiseblatt für den "Kreis Gieren Hratisöeikage: chießener Kamitienökätter. Abonnements - Einladung der von von Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Ausländer nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de, folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Vorm. 10 Uhr. Neueste Nachrichten. WolffS telegraphische« Correspondenz-Bureau. niederlegen. . Rom, 22. September. Der König, die Königin und der Prinz von Neapel empfingen heute Nachmittag 2 Uhr im Quirinal die Abordnungen von 400 Arbeitervereinen mit 150 000 Mitgliedern, welche dem Könige ein kostbares Album mit einer Adreffe und den Unterschriften aller Thetlnehmer an dieser Massenkundgebung überreichten. Das Königspaar und der Kronprinz unterhielten sich lange mit den im Ballsaale ausgestellten Mitgliedern der Abordnungen. Der König dankte denselben für die dargebrachte Huldigung und erklärte, das Album in der Bibliothek zu Turin würdig aufbewahren zu laffen. Hierauf erfolgten warme Beifallsäußerungen der Delegirten; alle umringten den König und die Königin, um denselben die Hand zu küffen. Gegen 3 Uhr zog sich das KönigSpaar, von dem Vorgänge lebhaft bewegt, zurück. Danach begaben sich die Deputationen mit Fahnen nach dem Pantheon und legten an dem Grabe Victor Emanuels einen Kranz nieder. vringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: SchukSraße Kr.7. Fernsprecher 51. Zum Bezug des „Giehener Anzeiger" für das 4. Vierteljahr 1895 laden wir hiermit ergebenst ein. Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer den Thatsachen entsprechender Weise zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten der zuverlässigsten telegraphischen Nachrichten-Bureaus sowie zahlreiche Mittheilungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorkommnisse in demselben auf dem Lausenden. Unterstützt durch an allen Orten der P r o v i n z Oberhessen ansässige Berichterstatter, ist der „ Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge in der Provinz so frühzeitig wie möglich zur Kennttiiß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des Anzeigers zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- werthen aus dem Gebiete derselben besondere Berück- sichttgung zu Theil werden lassen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Haus- wirthschaft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Ar- ttkeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff bieten. Außerdem werden die „Gietzener Familienblätter", welche dem Anzeiger wöchentlich 3 mal beigelegt werden, und die stets ein gewähltes Feuilleton als Unterhaltungsstoff bringen, namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärttge Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu wollen. Neuhinzutretende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. October den Anzeiger kostenfrei zugestellt, 'wie wir auch gerne berett sind, Probe- Nummern nach auswärts postftei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weitersenden und den Abonnements- betrag durch Quittung erheben lassen, falls nicht aus- drückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtend Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Univ.-Buch- u. Steindruckerei (Pietsch & Scheyda). Deutsche» Reich. verN«, 21. September. Die „Statistische Correspondenz" bezifferte die Ernteaussichten in Preußen um Mitte September folgendermaßen: Kartoffeln 2,6, Klee 2,9, Wiesen 2,9; Stand der jungen Saaten: Winterweizen 2,8, Winterspelz 2,7, Winterroggen 2,8, Klee 2,9; Ernteertrag: Winterroggen 1302, Sommerroggen 854 Kilogramm vom Hektar. (1 bedeutet sehr gut, 2 gut, 3 mittel, 4 gering, b sehr gering.) Frankfurt a. M., 21. September. Die „Franks. Ztg." meldet aus Gera: Während des Manövers stürzte heute früh bei einer Cavallerie-Attacke der Rittmeister v. Fabrice aus Merseburg vom 12. Husaren-Regiment und starb nach 15 Minuten. Dresden, 21. September. Heute Mittag 12 Uhr fand in dem festlich geschmückten Saale des Gewerbehauses die feierliche Eröffnung deS 17. CongresseS bn ,Association lüteraire et artißtique internationale“ statt. Derselben wohnten bei der König, die Prinzen und Prinzessinnen des Königlichen Hauses, die Staatsminister, das diplomatische LorpS, die Spitzen der Behörden und zahlreiche Schriftsteller von Rah und Fern. Arr-land. Stockholm, 21. September. Der Archäologe, Profeffor an der hiesigen Universität und Mitglied der schwedischen Akademie, Victor Rydberg ist heute Nachmittag gestorben. gewendet werde; schließlich müsse er gestehen, hier viel gesehen und gelernt zu haben. — Der Vorsitzende sprach hierauf den Dank namens des Vereins für die Thätigkeit der Preisrichter auS. — Graf Oriola, stellv. Vorsitzender, er- sucht die Anwesenden, sich zum Danke für die Arbeiten der Preisrichter zu erheben, und bemerkt weiter, daß der Mangel an Geschäftsgewandtheit bei Verwerthung unseres Obstes zu beklagen sei; eS müsse darauf hingearbeitet werden, große Mengen auf den Markt zu bringen; er werde in seiner Eigenschaft als stellvertretendes Mitglied des Eisenbahnraths auf Verbilligung der Frachten hinwtrken; auch gedörrt müffe das Obst in großen Massen werden, wofür immer Absatz vorhanden sei, er appcllirt schließlich in Bezug auf die verschiedenen Arten der Obstverwerthung an die Einigkeit aller Betheiligten, nur durch sie würden Erfolge erzielt. — Herr LandwirthschastSlehrer Reichelt Friedberg kann sich nicht für Verbilligung der Frachten aussprechen, es müßten denn Hand in Hand mit ihr Schutzzölle aus Obst eingeführt werden; durch billigere Frachten würde der Wetterau der in Frankfurt seßhafte Obsthandel Süddeutsch« landS durch den Osten und das Ausland streitig gemacht; wir hätten sehr viel Obst im eigenen Lande nöth:g und brauchten deshalb nicht so eifrig auf den Berliner Markt zu reflectiren. — Das Dörrverfahren sei im Großen nicht denkbar; in Amerika sei daS Dörrobst nur deshalb so billig, weil Amerika überhaupt viel überschüssiges Obst habe; das Dörren höre auf sich zu rentiren, wenn der Centner Obst mehr wie Mk. 2.50 koste. — Generalsekretär Gerland- Cassel spricht sich ebenfalls gegen eine Frachtermäßigung für Obst aus. — Herr Dr. v. Peter glaubt, eine Fracht« Ermäßigung insofern zu verstehen, daß ausländisches Obst von derselben ausgeschloffen bleibe. — Director Rothe- Wetzlar wendet sich gegen die Anpflanzung zu vieler Sorten auf einem Grundstücke und gegen die sogenannte Pfropf- toutb; er ist nicht gegen die Verwerthung durch Dörren, eS müffe nur darauf gesehen werden, daß gute Dörrproducte erzielt würden. — Graf Oriola empfiehlt den Gemeinden, einheitlich in Bezug auf Sorten vorzugehen. — Hierauf wurden die Diplome an diejenigen Obstbauschüler vertheilt, welchen Seitens des Obstbauvereins der Titel „Vereins- baumwart" ertheilt wurde; die Dankschreiben an diejenigen Mitglieder, welche gelegentlich der vorjährigen Obstausstellung in Berlin sich an der CollectivauSstellung des Verein- be- theiligten, konnten noch nicht zur Vertheilung gelangen und wurden nur die Namen derselben bekannt gegeben. — Herr Generalsecretär Gerland-Caffel berichtete über den Plan der in 1896 in Cassel in Verbindung mit der General-Ber- *» Oberhesfischer Obstbauvereiu. Als vierte im Bunde Versammlungen, welche gelegentlich der Oberhessffchen landwirthschastlichen Ausstellung hier stattfanden, reihte sich vorgestern die General Versammlung deS Oberhessischen Obstbauvereins an. Der Vorsitzende, Kreisrath Dr. Brad en-Friedberg, machte nach Eröffnung der Versammlung einige geschäftliche Mittheilungen, worauf Herr Dr. v. Peter im allgemeinen über den Stand deS Vereins im abgelaufenen Jahre berichtete. Der Verein zählt danach 4500 Mitglieder, eS ist Aussicht vorhanden, ihn bald auf die Zahl von 5000 zu bringen; mit dieser Mitgliederzahl präsentirt sich der Verein als drittstärkfter Obstbauverein Deutschlands, er wird nur überragt von den Vereinen der Provinzen Sachsen und SchleSwig-Holstein. Der Verein hat hohe Auszeichnungen auf den von ihm beschickten Ausstel« lungen erhalten; die innerhalb deS Vereins-Bezirks abgehaltenen Versammlungen haben zu günstigen Ergrbniffen geführt. Als besonderes Ereigniß wird die Umwandlung der landwirthschastlichen Winterschule zu Friedberg in eine StaatSanstalt als Landwirthschafts- und Obstbaufchule bezeichnet, wodurch diese ihre segensreiche Wirksamkeit erst recht entfalten könne. — Hierauf berichtete der als Preisrichter thätig gewesene Oberförster Ambronn aus Croffen über das Ergebniß der Preisvertheilung. Redner bezeichnet die mit der landwitthschaftlichen Ausstellung verbundene Obstausstellung als großartig; das im Vereinsbezirke gewachsene Obst könne sich in jeder Beziehung mit dem auf den Weltmarkt gekommenen Obste messen. Anzustreben seien billige Obstfrachten, um mit dem ausländischen Obst auf den deutschen Märkten concurriren zu können; Herr Ambronn lobt die hier ausgestellte Verpackungsmethode, tadelt nur die Verwendung alter Korke bei Obstwein und vermißt die Anwendung von Edelhefe bei der Obstweinbereitung; er habe wenig Dörrobst vorgefunden und könne nur wünschen, daß dieser Art der Obstverwerthung mehr Aufmerksamkeit zu- Chemuitz, 22. September. Das Begräbniß sechs der bei dem Etsenbahnunfall in der Nähe Oederan verunglückten Soldaten fand heute unter großem militärischen Gepränge statt. An dem Zuge nahmen theil der Generaladjutant des Königs, Generalmajor von Treitschke, der Divisionscommandeur Generallieutenant von Kirchbach, der Brigadecommandeur Generalmajor v. Kohlfeldt, das Chemnitzer und das Zwickauer Offizierscorps, andere Offiziere und Mannschaften von Zwickauer und Chemnitzer Regimentern. Zwei Regimentscapellen spielten Trauerweisen. Der Garnisonsprediger hielt eine tief ergreifende Grabrede; darauf folgten Ansprachen von dem Oberst deS Zwickauer Regiments und von dem Hauptmann der ersten Compagnie. Der König und die Königin ließen Kränze an dem Grabe CmaIm nn6 Gießen, den 23. September 1^5. Der tUJeaer Adriger «scheint täglich, ■rit Ausnahme drS Montag«. Die Gießener Mamilieuötälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigrlrgt. Depeschen deS Bureau .Herold". Berlin, 22. September. Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt: Gegenüber einer in einem Berliner Blatte enthaltenen, von anderen Blättern nachgedruckten Mittheilung, betreffend die Tabakfabrikatsteuer, können wir fest« stellen, daß Graf Posadowsky bei seiner Anwesenheit in Süddeutschland nicht über einen neuen Tabaksteuerentwurf verhandelt hat und im Reichsschatzamte zur Zeit ein solcher Entwurf nicht ousgearbeitet wird. Hamburg, 22. September. Gestern wurde Redacteur Heine des socialistischen „Echo" wegen Beleidigung des CommandoS des Schiffes „Friedrich der Große" zu drei Wochen, der Maschinist jenes Schiffes, Riemschneider, der Verfaffer deS Artikels über angebliche unwürdige, grau- fame Behandlung der Marinesoldaten zu zwei Monaten Ge« fängniß verurtheilt. Antwerpen, 22. September. Vier maskirte Räuber drangen in das Schloß Keffel, ermordeten den GutSbefitzer Bulk, dessen Frau uud Kinder und raubten große Geld« summen. Die Räuber wurden verhaftet. Pari-, 22. September. Die Preffe bespricht ausführlich die in Köln erfolgte Verhaftung zweier Franzosen, die des LandeSverraths verdächtig find, und schimpft auf den Polizeicommiffar v. Tausch, welcher die Verhaftung vor« genommen, da derselbe von Geburt Elsässer ist. Warschau, 22. September. In der nächsten Woche beginnen zwischen Skiernevice und Warschau unter dem Ober« Commando des Generalgouverneurs Grafen Schuwaloff die großen Herbst-Manöver. Dieselben gelangen am 5. October zum Abschluß. Die Truppen von Skiernevice werden von dem Generallieutenant Borodzin, da- Warschauer CorpS von dem Generallieutenant Tutolmin befehligt. Sofia, 22. September. Mittakow, derVerfaffer des Artikels in der „Narodny Swoboda", in welchem gegen den Fürsten Ferdinand gehetzt wurde, ist zu fünf Jahren Kerker verurtheilt worden. Derselbe wurde sofort verhaftet. Der Redacteur der „Narodny Prawa", welcher einen Auszug aus diesem Artikel gemacht hatte, wurde freigesprochen. Saloniki, 22. September. Eine Bande von fünfhundert macedonischen Insurgenten überfielen die Ortschaft Kostowo und plünderten dieselbe vollständig aus. Gießener A nzeig er ä Kmerat-Mnzeiger. richt. vorher in meiner Doh, Achtungsvoll eph Möhl. eit.[7818 richt. ober mein Cursus wieder ner Wohnung, Wetzstein- Honorar 12 Mark. Wtenb rd. Schmidt. Wec’tM °«s Sen». k. IM " ff ■ Itr ^iHieefag) . Jagdp°tr°-e»> Ä > " " " Lio • " " 1.80 • • 1.40 >1 «b: CB LEO, W i. Wtmbtr Ai tfm MflWn Zuchistutrn RL 5000. Saupt-Agentni für Gießen und ker, Gießen, iue 11.__ itten u den elegantesten empfiehlt S Roth, al-Geschäft 30. ehre MenMn Mhj17 '°°° et«. Sammlung des deutschen Pomo'ogen«Vereins stattfindenden ObstauSstellung und ladet den Verein zur Bethriligung ein. — Herr Forstmeister Müller - Bünvgen wendet sich gegen den unlauteren Wettbewerb bei Ausstellungen in der Hinsicht, baß oft Obst ausgestellt werde, welches von den Ausstellern nicht selbst gezogen sei und gegen die unrichtige Benennung der Obst» sorten. — Herr Oeconomterath Müller« Darmstadt bezeichnet den Obstbauverein als mächtiges Glied in der Vertretung der deutschen Landwirthschaft, der Verein habe schon so oft Zeugniß abgelegt von angestrengter Arbeit- die ObstauS- stellung in Gießen habe so BollkommneS geleistet, daß er sie als den Glanzpunkt der ganzen Ausstellung bezeichnen könne, denn in ihr sei etwas vollständiges geleistet worden, die Arbeit sei von größter wirthschastlicher Bedeutung, er wünsche dem Verein mit diesem Erfolge Glück zu fernerem Schaffen. — Der Vorsitzende drückt, indem er den Vorredner für die Anerkennung dankt, den Wunsch auS, daß das Interesse am Obstbau ein bleibendes sein werde, er hofft, daß der Verein im nächsten Jahre auch in Cassel Ehre etnlegen werde. — Graf Ortola dankt der Regierung durch ihren Vertreter für die Verstaatlichung der Obstbauschule und für die lobende Anerkennung derselben- er wünsche dem Verein auch ferneres Wohlwollen der Regierung, dankt den Herrn Reichelt und Dr. von Peter für das, was sie zur Förderung eines so wichtigen NebenzweigeS der Landwirthschaft und zum Gelingen der ObstauSsteUung beigetragen, ferner dem Vorsitzenden, Herrn KreiSrath Dr. Braden-Frtedberg für feine Bestrebungen zur Förderung der VeretnSintereffen und ersucht die Anwesenden, fich zum Zeichen deS Dankes an die Herren Oeconomierath Müller, KreiSrath Dr. Braden, LandwirthschaftSlehrer Dr. von Peter und Reichelt von den Sitzen zu ergeben. — Der Vorsitzende schloß hierauf mit einem „Vivat floreat crescat dem Oberhrssischen Obftbauverein" die Versammlung. ** Landwirthschaftliche Ausstellung. In unseren Angaben über die Eintheilung des AuöstellungSplatzeS in der am SamStag erschienenen Festnummer haben wir die T urn h a ll e der Knabenschule übersehen. Wir tragen hiermit nach, daß fich in derselben die sehenSwerthe und auch stets stark besuchte Ausstellung von Molkereigeräthschasten, Erzeugniffen der Küferei, der Sattlerei und deS Wagenbaues, Geräthe für Garten« und Feldbau, sowie Kücheneinrichtungen, Liqueur- AuSstellung u. f. w. befanden. — Zum Besuche Ihrer König!. Hoheiten deS Großherzogs und der Großherzogin hätten wir noch zu berichten, daß dieselben einer Einladung deS land- wirthschaftlichen ProvinzialvereinS zum Frühstück folgten, welches auf der zu einer Loge umgestalteten Schaubühne der Festhalle stattfand und an dem theilnahmen die Vertreter der kiesigen Eivtl- und Militärbehörden, der Universität, das Präsidium der Ausstellung, die Vorsitzenden der landwtrth- fchaftlichen Vereine u. f. w. Beim Eintritt in die Festhalle durchbrauste ein Hoch des zahlreich anwesenden Publikums den weiten Raum, für welche Ovation die hohen Gäste nach i llen Seiten hin dankten. Die RegimentSmufik stimmte die Jubelouverture an. Se. Erlaucht der Graf zu SolmS - Laubach richtete vor'Aufhebung der Tafel an Ihre König!. Hoheiten eine Ansprache, worin er besonders hervorhob, daß die Landwirthschaft, der Bauernstand stets treu zu seinem ihm angestammten Fürstenhause halten wolle, möchten die Zeiten kommen wie sie wollten. NamenS des Provinzial- Vereins und des AuSstellungScomitsS stattete er für die Ehre des Besuches den Dank ab und schloß mit einem Hoch auf Ihre Königlichen Hoheiten, in daS daS Publikum lebhaft einstimmte. Se. König!. Hoheit brachte hierauf unter dem Ausdruck des Dankes für die Einladung ein Hoch auf die Landwirthe, und zwar nicht nur auf die Aussteller, sondern alle Landwirthe HeffenS, aus, daran die Hoffnung knüpfend, daß die Landwirthschaft die schwere Krifis, in welcher sie sich augenblicklich befinde, bald überwinden möge. Nach Aufhebung der Tafel verfügten sich Ihre König!. Hoheiten in die Thurmloge der Festhalle, um den Festplatz zu überschauen. Als Ihre König!. Hoheiten an der Brüstung erschienen, brach daS den weiten Platz füllende Publikum in begeisterte Hochrufe auS. Besonderen Beifall Ihrer König!. Hoheiten fand die Rundfahrt des als 1. Hauptgewinn angekauften Gefährtes, des Erntewagens mit den vier Pferden. Zwölf Bauernmädchen in ihrer malerischen oberhessischen Tracht batten auf demselben Platz genommen. Punkt 2 Uhr ver- ließen Ihre König!. Hoheiten die Festhalle durch den nörd« lieben AuSgang und bestiegen hier den Wagen, um nach einer Rundfahrt sich nach dem Bahnhof zu begeben, von wo auS die Reise nach Jagdschloß WolfSgarten angetreten wurde. Prinz Heinrich von Preußen, der ebenfalls aus Romrod hier cingetroffen, kam nicht in die Stadt, sondern fuhr nach Cronberg weiter. Zur Begrüßung desselben hatte der Mar ine« Verein auf dem Bahnhof Aufstellung genommen- der Verein begrüßte den Prinzen mit einem dreimaligen Hipp H'pp Hurrad. Prinz Heinrich unterhielt sich hierauf einige Minuten mit dem Vorsitzenden Hcbstreit und den Kameraden Ritsert und Bauer, erkundigte fich eingehend über den Verein und reichte zum Abschied dem Vorsitzenden die Hand, dem Verein für den Empfang dankend. Nach abermaligem Hipp Hipp Hurrab deS Marine-VereinS verließ der Zug den Bahnhof. — Wie uns mitgetheilt wird, haben sich Ihre König!. Hoheiten sehr besriedigt über DaS ausgesprochen, waS ibn/n in Gießen geboten wurde, besonders über die Ausstellung selbst. Die Befriedigung Uber daS Geleistete hat Se. König!. Hoheit durcb Verleihung einer Anzahl OrdenSauSzeichnungen bekundet. Unter den Decorirten befindet fich auch Herr Oberbürgermeister Gnauth, welcher daS Ritterkreuz 1. Kl. deS PhiltppSordenS erhielt, ferner Se. Erlaucht Graf zu SolmS-Laubach, dem die große goldene Medaille für Ver« dienste um die Landwirthschaft verliehen wurde. — Beim Be- suche der Neuen Kliniken, über deren Ausdehnung Se. König!. Hoheit der Großherzog sein Erstaunen äußerte, überreichte Christian Haaß auS Worfelden, HauSburschc, Sr. König!. Hoheit ein Bouquet, wofür demselben huldreich gedankt wurde. — Wir haben die Veranstaltungen, welche für den Einzug Ihrer Königl. Hoheiten getroffen wurden und die alt durchaus gelungen zu bezeichnen sind, bereits kurz beschrieben- wir können aber nicht unterlaffen, hinzuzufügen, daß hierbei seitens unserer Turner ein Bravourstück auSgeführt wurde. Als nämlich der Wagen m t dem Großherzoglichen Paare die Liebigftraße, da, wo sie in die Frankfurterstraße einmündet, passierte, stellten 52 Mann der hiesigen Turnerschaft auf dem neben dem Verwaltungsgebäude der Oberhesfischen Eisenbahnen errichteten Podium eine jener großen Letterpyramiden, wie solche während deS Turnfestes mehrmals dargestellt und beifällig ausgenommen wurden. Ein Bravo unseren Turnern! — Die Anwesenheit unseres Großherzogs und seiner jungen Gemahlin hatte selbstverständlich einen ungeheuren Andrang fremder Gäste nach Gießen verursacht und so entstand am Nachmittag auf dem AuSstellungsplatze und in der Festhalle ein ungeheurer Andrang. Dieser coloffale Besuch wurde aber übertroffen am gestrigen Sonntag, an welchem die ganze Provinz nach Gießen gewandert zu sein schien. Schon kurz nach Eröffnung um 8 Uhr strömten die Besucher in die Ausstellung, woselbst um 10 Uhr die Vorführung der prämiirten Thtere ftattfand. Der Menschenstrom wuchs, als um 11 Uhr das vom Musik- corpS des Kaiser Wilhelm - Regiments gegebene Concert begann. Am größten aber war der Andrang am Nachmittag, wo in einigen AuSftellungSabtheilungen, in der Obsthalle, im Knabenschulgebäude besonders, kaum durchzukommen war. Einen solchen Andrang fremder Gäste hat Gießen wohl während der schönen Tage des Turnfestes kaum gesehen. Aus dem jenseits des Eisenbahndammes befindlichen Juxplatze ging eS gleich lebhaft zu. Man kann sich sonach ungefähr den Verkehr auf dem Bahnhof vorstell-n, als am Abend die auswärtigen Besucher die Heimreise antraten. — An der AusstellungSkaffe sollen ca. 13 000 Eintrittskarten abgegeben worden sein und kann man fich sonach einen Begriff machen von dem Zuspruch, den gestern die Ausstellung gefunden. — Um 5 Uhr wurden im Bureau der Festhalle die Ehrenpreise vertheilt. Se. Königl. Hoheit hatte am SamStag die Absicht, die von ihm gestifteten Ehrenpreise den damit Ausgezeichneten, den Herren Rudolf Brennemann von Obererlenbach und Julius Zimmer vom Zuchtviehhof Bingmühle bei Lauter selbst zu Überreichen, die betr. Herren waren Qbtr nirgends zu finden und erhielten die Kunte erst, als Ihre Kgl. Hoheiten im Begriffe waren, abzureisen. Nach unS gewordenen Mittheilungen haben die Preisrichter In allen Abtheilungen sehr streng geurtheilt. Die offizielle PrämiirungSlifte erscheint morgen, wir beschränken uns deshalb für heute darauf, diejenigen Aussteller von Vieh hier aufzuführen, die außer den Genannten noch Ehren- und erste Preise erhielten. A. gür Rindvieh: Ehrenpreis des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen, Gemeinden Kl ein linden und Göbelnrod für Bullen Vogelsberger Raffe- Ehrenpreis des Grafen zu SolmS Laubach: Gemeinde Großenlinden für eine Sammlung von Kühen. Ehrenpreis des Landwirthschaftlichen BezirkSoeretnS Lauterbach: Gemeinde Stumpertenrod für einen Simmen- thaler Bullen. Ehrenpreis des LandeSauSschuffeS: Carl Pfannstiel in Angenrod für eine größere Rtndviehfamm- lung. B. Pferde: Erster Ehrenpreis deS Landespferde« zuchtvereins: Karl Müller, Neuhof bei Lechgestern für eine Stute- zweiter Ehrenpreis des Landespferdevereins Gustav Kammer in Bellersheim für eine Stute. 0. Für Schweine: Je ein Ehrenpreis für eine Sammlung von Schweinen: Ludw. Pickenbroick in Beerfelden und Oberamtmann Hoffmann in Hof-Güll. Ehrenpreis der Metzgerinnung Gießen: Wilhelm Heinrich Bender II. in Hungen für eine Zuchtsau. D. Für Schafe: Ein Ehrenpreis: Fürstliche Gutsverwaltung Lich für einen Schafbock. E. Für Ziegen: Ehrenpreis des Grafen Oriola Ziegenzuchtverein Nteder-Moos für eine Sammlung Ziegen. — Erste Preise erhielten: A. Für Rindvieh: Ge« meinde Steinbach für einen Vogelsberger Bullen- Christian Velten, Göbelnrod, für eine Vogelsberger Kuh- Ludwig Gorr III. Heuchelheim, für ein Vogelsberger Rind, Zucht- genossenschafl Grünberg für eine größere Sammlung Vogelsberger Vieh - Georg Hamann - Biebesheim für einen Simmenthaler Bullen- Viehzuchtverein Lauterbach für eine Simmenthaler Kuh- derselbe für ein Simmenthaler Rind - Heinrich Kraft, Hof Gräfenbach für ein größere Sammlung Simmenthaler Vieh - Gustav Korell in Leusel für eine kleine Sammlung deSgl. - Richard Es au in Großen-Buseck für eine Kuh Simmenthaler Kreuzung, Viehzuchtverein Lauterbach für eine deSgl. Kuh- Sebastian Glaser in Nordheim für em deSgl. Rind - H. Engeland in Altenburg für eine große Sammlung Schwyzer Vieh- Bürgermeister Schneider in Fischbach für einen Simmenthaler Bullen. B. Für Pferde: Kar! Müller zu Neuhof bei Leihgestern für eine Zuchtstute - derselbe für ein Stutfohlen- Rud. Brennemann in Obererlenbach für ein Hengstfohlen - Karl Heil in Butzbach für eine trächtige Stute - Fritz C l otz von Rülfenrod für ein Stutfohlen- Heinrich Rcß in Aulendiebach für ein Hengstfohlen. 0. Für Schweine: Conrad Weil III. in Lang-GönS für einen Eber- Gg. Ludwig Brückmann in Steinfurth für eine Zuchtsau - W il h. H e i n r i ch Bender in Hungen für eine Zuchtsau. D. Für Schafe: Georg Theiß in Ober- widderSheim für einen Schafbock - Gut-verwaUunp Neuhof bei Leihgestern für ein Bockiamm. E Für Ziegen: Ziegenzucht Verein Büdingen für einen Schweizer Bock- der selbe für eine Schweizer Ziege; derselbe für eine Zuchtziege. F. Für Nutzgeflügel: 1) Hühner. Ludwig und Friedrich Fendt in Büdingen, Carl Schwan in Gteßen; Hch. Södler in Niedergemünden; 2) Für Enten: Carl Schwan in Gießen - 3) Für Gänse: Ludwig und Friedrich Fendt in Büdingen- Carl Schwan in Gießen. * • Der große, mit vier Pferde» bespannte Erntewagen, welcher am SamStag Ihren Königl. Hoheiten vorgrfahren wurde, hat allgemeinen Beifall gefunden. Ihre Königl. Hoheit die Frau Großherzogin hat, wie man uns mittheilt, dcn Wunsch geäußert, daß sich em Verein zur Erhaltung der hessischen Trachten, wie sie in den 12 auf dem Wages sitzenden Bauernmädchen vorgeführl wurden, bilde- Ihre- Königl. Hoheit würde das Plotectorar übernehmen. ES wird unsere Leser und Leserinnen gewiß interesfiren, die Namen der Jnsaffen deS Wagens zu erfahren. Nun, wir könnenmiltheilen, daß auf dem Wagen faßen: drei Sophieen, drei Marieen, drei Katherinen und drei Christinen- die Sophieen waren aus Leihgestern, die Katherinen auS Lang- GönS und die Christinen aus Großen Linden, wozu noch aus jedem Ort eine Marie kam. D,e Leihgesterner Marieen tragen noch die Zunamen Schmidt, Faber, Seng, die Mcnie heißt Velten- die Großen-Lindener Christinen tragen b:e Zunamen Luh, Dern und Weiß, die Marie heißt Schmitt- die Lang-Gönfer Katherinen heißen noch Rompf, Brücke! und Henrich, die Marie Velten. * * Tie jur Berloosnng angetansten Gegenstände der landwirthschaftlichen Ausstellung wurden heute Vormittag vor und in die Festhalle gebracht. Die verloofung beginnt um 2 Uhr Nachmittag-. * * Feuer. Auf dem Fefiplatz herrschte gestern, wie bereit- mitgetheilt, ein bewegtes Leben, und besonders die Landleute der umliegenden Dörfer waren in großer Zahl erschienen, um die Ausstellung zu besichtigen. Do, gegen 4 Uhr Nachmittag tauchte daS Gerücht auf, in Großen- Linden fei großes Feuer auSgebrochen. Bald hörte man, daß mehrere gefüllte Scheuern und Stallungen in Hellen Flammen standen und daß die Gefahr bestände, daß die gai-ze Stadt wegen Mangel an Löschmannschaften, die sich theil- weise hier aus dem Festplatz befanden, vom Feuer in Mitleidenschaft gezogen würde. Alles eilte entweder nach dem Bahnhof oder die Landstraße entlang, dichtbesetzte Waget» fuhren im scharfen Trabe nach Großen Linden zu. ES brannten zwei gefüllte Scheunen, darunter eine Doppelscheuer und drei Stallungen nieder. Die Flammen umzingelten auch die Wohngebäude. Die Feuerwehren von LanggönS, Leihgestern, Lützellinden und Hörnsheim waren der bedrohten Gemeinde zu Hilfe geeilt und mit 8 Spritzen hatte man zu wen versucht, was möglich war. Bürgermeister Leun hatte in umsichtiger Weife die wenigen Len'e, welche ihm zuerst zur Verfügung standen, zur Bekämpfung des Feuers angeleitet, und hatte fein Hauptaugenmerk darauf gerichtet, die in Gefahr stehenden Wohnhäuser zu schützen. Es war dieses keine kleine Aufgabe, denn glühende Holzstücke bildeten ein Flug- feuer, welches bis 400 Meter weit von der Brandstätte geschleudert wurde, so daß eS zu gleicher Zeit an drei weiteren Stellen zu Brandanfängen kam. Regierungörath Melior von Gießen traf um 5 Uhr auf der Brandstelle ein, und haf gemeinsam mit dem KreiSfeuerwehr-Jnspector LooS die nöthigen Anordnungen. Eine Mauer mußte niebergel gt werden, um dem Herd deS Brandes besser beikommen zu können. Der Schaden ist ein großer. Außer den Gebäuden und dem Inhalt der Scheuern und Ställe ist der Mehlvor- ralh des Bäckers Häuser vernichtet. Ein Möbellager in einem Gebäude, dessen Giebel schon F uer gefangen hatte, ist von der Hitze arg beschädigt. Um 8 Uhr bildete die räumlich ausgedehnte Brandstelle noch einen großen Flammen- Herd und bedurfte es großer Anstrengung, um ein Umsichgreifen des Feuers während der Nacht zu verhüten. * * In Amerika verstorbene Hesse». JohnStown, Pa.: Anna E. Roth, Wittwe von Henry Roth, 74 Jahre alt, auS Hessen Darmstadt. John C. Ernst, 62 Jahre alt, aus EichelSdorf. * * Heber die Declaration der Einkommen hielt am Donnerstag Abend Herr Landtagsabgeordneter WolfSkehl in Darmstadt einen aufklärenden Vortrag. Inhaltlich desselben erstrebt das neue Gesetz, welches nunmehr in Kraft tritt, eine bessere Anpassung der Steuerleistung und Steuer- traft und zieht die gelammten JahreSernkünfte an Geld und GeldeSwerth heran. Nur die o rdent li chen JahreSeinkÜnfte sind jedoch zu versteuern, Erbschaften, Schenkungen, waS man aus Lebensversicherungen Dritter erwirbt, solche auS HauS- Verkäufen gelten als Vermehrung deS Stammvermögens und sind hier nicht zu versteuern. Ebenso verhält eS sich mit Verlusten. Ein wichtiger Unterschied ist fixes und schwanken eS Einkommen. Bei letzterem ist, sallS ein kürzerer Zeitraum nicht auSreicht, der Durchschnitt der drei letzten Jahre anzusetzen. Die hierbei als angemessen erachtete WirthschastS- Periode ist für längere Zeit festzuhalten. Die Einnahmen auS Grundbesitz, wie solche unter 1 bis 7 der den Steuer- pflichtigen mitgetheilten Erklärung enthalten sind, stellen dcn Reinertrag dar. Mancher wird sich zur Ermittelung desselben veranlaßt sehen, beffere Aufzechnungen wie seither zu machen. Zum Pachtzins sind vielfach besondere Natural- und Nebenleistungen des Pächter» mitzurechnen. Bei der Miethe kommt die JahreSmiethe in Betracht ein» schließlich Nebenleistungen und vorbehaltenen Nutzungen, jedoch abzüglich vorbehaltcner Lasten. Wer einem Miether für den Wafferbezug Nichts verrechnet, ist befugt, hierfür einen geeigneten Abzug zu machen. Bei unbestimmtem Recht oder Miethe, z. B. durch Leerstehen oder Verluste ist in der Regel der Durchschnitt der drei letzten Jahre zu rechnen. Unter 6 der Erklärung ist der Miethwerth der eigenen Wohnung genannt, derjenige von Gebäuden, welche lediglich gewerblichen oder landwirthschaftlichen Zwecken dienen, ift dabei ausgeschlossen. Am schwierigsten gestaltet sich wohl die Einkommenberechnung auS Handel und Gewerbe. Auch hier wird, wo kein zar Buchführung Verpfl'chteter in Frage kommt, in der Regel der nach festen GeichäftSperioden zu ermittelnde Durchschnitt der drei letzten Jahre tn Ansatz zu bringen (ein. Capital- und Vermögensverlust find nicht tn Abzug zu bringen, wohl aber im ordnungsmäßigen Betrieb vorkommcnde Geschäftsverluste. Die Frage, ob Diäten der Beamten steuerpflichtig sind, wird verneint, für die Dienstwohnung ist dagegen der wahre Werth anzurechnen. Als „Geschäfts- kosten" gelten die laufenden Ausgaben auf diejenigen der ersten Einrichtung. Redner gab derHoffnung Ausdruck, daß der Communalsteuerzettel zweckmäßiger eingerichtet werde. Wegen der Kirchensteuer, insbesondere der israelitischen !CultuS- Privat-Verkehr gebräuchlichen Buchdruck-Arbeiten empfiehlt sich die genügend Gebrauch von denjenigen Vor- die die Obstverwerthungsgenoffenschaften Lhermometerr min. 4- l*/j° R-» max. 4- 19a R. Hygrometer, Trocken. immer noch nicht theilen gemacht, barbieten. A Mainz, Witterungsbericht vom 22. September. Die nördliche Depression ist noch weiter ostwärts vorgedrungen und weist ihr Zentrum im Innern Rußlands auf. Gleichzeitig hat Unterhaltungen zu Bad-Nauheim in der Woche vom 24. bis 28. September. Die Kurcapellc spielt täglich Morgens von 7*/,—8Vs Uhr an dem Kurbrunnen, Nachmittags und Abends siehe unten, bei weniger als IO® R. Wärme im großen Speisesaale des Kurhauses. Dienstag den 24. September, Nachmittags von 4 bis 6 Uhr : Concert der Kurcapelle aus der Terrasse. Abends von 8 bis 9*, Uhr im iSaale. Mittwoch den 25. September, Nachmittags von 4 bis 6 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends von 8 bis 9V, Uhr im Saale: Sinfonie Concert. Donnerstag den 26. September, Nachmittags von 4 bis 6 Uhr: Concert der Kurcapelle aus der Terrasse. Abends von 8 bis 9Vs Uhr im Saale. Freitag den 27. September, Nachmittags von 4 bis 6 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends von 8 bis 91/» Uhr im Saale. Samstag den 28. September, Nachmittags von 4 bis 6 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends von 8 bis 9>/, Ubr im Saale. Sonntag den 29. September, Nachmittags von 3 bis 5 Uhr: Abschiedsconcert der Kurcapelle auf der Terrasse. ich das barometrische Maximum in südöstlicher Richtung in den Continent herein ausgedehnt und zieht sich datz Gebiet hoben Druckes von den britischen Inseln und der Nordsee bis »um Alpenkamme herab. In Süddeutschland ist unter dem Einflüsse des hohen Barometerstandes das Wetter meist heiter. Die Temperaturen, welche Nachts erheblich gesunken waren und auch am Morgen noch ziemlich tief lagen, haben im Laufe des Tages erheblich zugenommen. vorarrsstchtliche »itttmna t Fortdauer des meist heiteren und tagsüber ziemlich warmen Wetters. kosten, kann man zweifelhaft fein, ob dieselben abzugsberechtigt sind. Da die Behörde jedoch den Abzug zuläßt, fallen darüber die Bedenken. Die Berechnung der „Unterhaltungskosten" ist wohl am besten dadurch zu lösen, daß man den Durchschnitt aus mehreren Jahren nimmt. Eine Anleitung dürfte auch darin liegen, daß man seither 20 pCt. des WertheS für Unterhaltungskosten, Grundstücke und Brand« Versicherung ansetztc. Sehr schwierig ist die Festsetzung der Abschreibung, welche nur sür Gebäude zulässig ist, die gewerblichen oder landwirthschaftlichen Zwecken dienen. In Preußen bestehen dasür niedrige Sätze, nämlich sür Gebäude mit Nutzungsdauer bis 50 Jahre 0,63, bis 75 Jahre 0,22, bis 100 oder 150 Jahre 0,08 oder 0,01 pCt. Redner schloß ben beifällig aufgenommenen Vortrag, tndem er die Besuchs der Kaisers in Cronberg hat eine alte Frau aus dem nahen Kostheim dem Monarchen, wie seiner Zeit mitgetheüt, während dcr Einfahrt in Schloß Friedrichshof ein Bitt gesuch zu Gunsten ihres wegen grober Insubordination zu 6 Jahren Festung verurtheilten Sohnes überreicht. Das Gesuch ist von Erfolg begleitet gewesen, indem die Bittstellerin auS dem Civilcabinet der Kaisers d e Mittheilung erhalten hat, daß ihrem Sohne die Hälfte der Strafzeit erlassen sei und derselbe am 16. October Heimkehren werde. A Aus Rheinhessen, 22. September. Mit der Frage der Erbauung von Arb eiterw ohnun gen beschäftigte sich am Freitag eine unter dem Vorsitze des Kreisrathes in Alzey stattgehabte Bürgermeisterversammlung des dortigen Kreises. Angeregt war, solche Wohnungen aus Kreismitteln zu errichten und fand dieses Princip auch allseitig Zustimmung, doch verhehlte man sich nicht, daß die Ausführung eine sehr schwierige, indem noch eine Reihe anderer Factoren hierbei mitzureden haben. Mit Rücksicht hierauf wurde auch vorerst von bestimmten Schlüffen Umgang genommen, um zunächst die Ansicht der übrigen Factoren kennen zu lernen. — Nach sachverständiger Schätzung ist in Rheinhessen durchschnittlich eine ^-Weinernte zu erwarten, während im Rhringau und an dcr Mosel etwa auf 2/s -$erbft zu rechnen sei. * Einen eigenartigen Hausbesitzer, erzählt die „Gelsenkirchener Zeitung" zählt unsere Stadt zu den ihrigen. Derselbe kündigte seinen Mietheru an, er wrrde die Mielhe 22. September. Gelegentlich des letzten Gelreibemarkt. (Berichtswoche vom 13. bis Butzbach, 21. September. Die Getreuen Bismarcks in Butzbach sind gestern durch eine besondere Ehrung erfreut worden. Der Vorstand der deutschen Schuhmacher- Innung hat denselben ein prachtvolles Ehrendiplom gesandt für die auf der Kölner Fachausstellung deutscher Schuhmacher« Jnnuugen ausgestellten „Bismarcks GcburtstagSstiefeln". Das Diplom wird eingcrahmt werden und dann neben dem Briefe BiSmarckS in der Restauration Kalbfleisch seinen einstweiligen Platz finden. Dem sich für dieses Geburtstags-Geschenk auS Butzbach Jnteressirenden ist eS vielleicht ferner angenehm zu hören, daß die StaatSzeitung des Mormonenstaates in Utah sogar eine große Abhandlung Über diese Stiefel gebracht hat, also selbst drüben am großen Salzsee hat unsere Idee solches Aufsehen erregt, daß das osficielle Organ seinen Lesern und Leserinnen davon Mutheilung machen zu müssen glaubte. W. B. AI. W. Aus der mittleren Wetteran, 22. September. Unterm 9. ds. MtS. theilte ich Ihnen mit (siehe „Gießener Anzeiger" Nr. 213 vom 11. September), daß das Obstgeschäft hübsch angefangen, bald darauf jedoch einen Rückschlag erlitten habe, denn der Doppelccntner Kelterobst sei mit 10 — 12 Mk. gekauft worden, wäre aber wenige Tage später auf 9 Mk. zurückgegangen, weil Gegenbefehle etutrafen. Nun wird zwar von anderer Seite berichtet, die Preise wären wesentlich höher und es handle sich möglicher Weise nur um einen Schreckschuß. Letzterer hält indessen nach wie vor in unserer Gegend an, denn in Echzell und Bisses zahlt man nicht mehr als 9 Mk. pro Doppelcentner Ktlterobst. Ob« gleich nun das Obst in ben abgelaufenen 10 bis 14 Tagen wesentlich an Güte, folglich auch an Werth entschieben gewonnen hat und die Obsternte durchaus nicht reich ausge« fallen ist, kann man doch nicht sagen, daß ein richtiger frischer, flotter Zug im Geschäfte herrscht, der durch Preisdruck — mag er nun Herkommen woher er will — hervorgerufen wurde. Die Baissiers haben Oberhand, sagte mir ein Herr, der sich in Frankfurt umgesehen hat. Unter Um ständen kann es über Nacht anders werden, es kann aber auch noch schlechter auSfallcn, wenn Obst aus dem AuSlande herangeschafft wird. Mir scheint: die Landwirthe haben hatte. •• Der Ueberzeugung auSdrückte, daß daS neue Gesetz sich ebenso ohne große Schwierigkeiten einleben werde, wie das seit zehn Jahren geltende Cap talrentensteuergesetz, welches in der ganzen Zeit bei 20000 Pflichtigen 145 Strafsälle zur Folge Darmst. Tgblt. 20. September.) Eine Preissteigerung für Weizen und Roggen aas den amerikanischen Märkten und die dadurch bewirkte Erhöhung der Preise auf mehreren europäischen Märkten hat eine mäßige Erholung im Weizen« und Roggen- Handel bewirkt. Sehr bezeichnend für die wirkliche Lage des GetreidegeschäftS ist aber die Thatsachc, daß sich zu den nur mäßig erhöhten Preisen nur wenig Käufer fanden. Die Händler, Müller und Hausse - Spekulanten stehen eben unter dem Eindrücke, daß gerade der deutsche Markt, zumal Berlin, übermäßige alte Getreidevorräthe besitzt, die noch für Monate hinaus bas Geschäft herabdrücken können. In Berlin und Leipzig wurden gekauft: Weizen per 20 Gentner 130 bis 143 Mk., Roggen für 112 bis 118 Mk., Gerste für 110 biß 166 Mk., Hafer für 114 bis 146 Mk. — Ein Blatt, das 11 Specialblätter in sich vereinigt, ist wohl einzig dastehend. Es ist dies die im Vertage von John Henry Schwerin, Berlin W., 14tägig erscheinende und in ca. 160 000Familien heimische,illustrirte Zeitschrift: .Mode ttttb Hans*. Dieselbe kostet nur 1 Mk. viertel'ährlich und ersetzt eine große, elegante Modenzeitung, indem sie allererste Pariser, Wiener und Londoner Modelle und mit jeder Nummer einen Schnittmusterbogen mit auf vorzüglichen Sitz außprobkten Schnitten bringt. Sie ersetzt auch vollkommen ein illustrirtes Famtltenblatt und bringt Beitrüge erster Schriftsteller. Der große Haustheil, von Abonnentinnen für Abonnentinnen (Beiträge werden mit 10 Pfg. pro Zeile honorirt), stiftet großen Nutzen und sparsames Wtrthschaften. „Mode und Haus" ersetzt ein erziehlich wirkendes Jugend-Journal mit seinen Artikeln über Erziehungswesen und der Beilage „Ktnderwelt", illustrirte Märchen und Kindergeschichten enthaltend: er bringt als Beilage das einzige Damm Witzblatt der Welt: „Humor" (in Wort und Bild). Sein „Aerztlicher Rathgeber", von einem Arzte redigirt, ist in jeder Familie unentbehrlich. Mit jeder Nummer der color. Ausgabe erscheint ein vielfigürliches farbenprächtiges Stahlstich- Moden - Colorit resp. Handarbeiten - Colorirt; es erscheinen ferner große Handarbeiten - Beilagen mit Naturgrößen Aufzeichnungen, Mode - Genrebilder, moderne Kunstarbeiten, Zimmereinrichtungen, Meisterwerkeber Holzschneibekunst, vierteljährlich eine Klöppelarbetten- Beilage, eine Beilage: „Kunst und Wissenschaft" u v. a. — Von allergrößtem Nutzen, die Selbstanfertigung der Wasche und der Kindergarderobe lehrend, sind ferner die im gleichen Verlage erscheinenden Gebrauchsblätter mit Zuschnetdebogen (mit jeder Nummer) „Illustrirte Wäsche-Zeitung" und „Kinder-Garderobe", welche je sür nur 60 Pfg. vierteljährlich von größtem practtschen Werth sind. Genaueres über diese Blätter ersehen die verehrten Damen auS dem unserer heutigen Zeitung beiliegenden, vierseitigen Prospekt. der kiolSlllim hielt qin Sabgeordneler WolsSkehl Vortrag. Inhaltlich iti« reiches Entehr in Kraft Steuerleifwog im- MmkiWe an Sel- nn- ntlichtnJ°hrtse«te .n, SchrnkurPv. mtzuM etöixbt, M ä"S*s: btr dl-i * d sich iür seither ! W*" is sind ^'7 ^.vrechne». W1"1 rLnrn Nutzungen, 'S IM® 8M ''k fotntbd H(llr in Diiini *&»«*** T‘5ä;S*-” »Nssz a,rfs «Jan« W“**1“*.' ««(<“ 1 „ Di* S8 W ■ FW feder Art. sowie BfB. Ess W K tscrfe. Man schreibe um Muster SS sße 'ey QD ■ unter Angabe des Gewünschten, von Eiten & Keus?3n, Seidenwaaren-Fabrik, CroieW. Verkehr, CattO* «nd Volk-wirthschaft. Grstrrderg, 21.September. Fruchtpreise. Weizen X 14,60, Korn X 14,76, Gerste X 12,33. Hafer X 11,00, Erbsen X 00,00, Linsen X 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 0,00, Samen X 00,00. — Nach den statistischm Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller belief sich die Roheisenproduetio« des Deutschen Reiches (einschließlich Luxemburgs) im Monat August 1895 auf 490 985 Tonnen, darunter Puddelroheisen und Spiegeleisen 116 866 Tonnen, Bessemerroheisen 36 608 Tonnen, Thomasroheisen 259 952 Tonnen und Gießereiroheisen 77 559 Tonnen. — Die Production im August 1894 betrug 489 211 Tonnen, im Juli 1895 472003 Tonnen. — Vom 1. Januar bis 31. August 1895 wurden producirl 3.798352 Tonnen gegen 3 615 176 Tonnen im gleichen Zeiraume des Vorjahres. erhöhen, denn dadurch, daß die Häuser der Nachbarschaft eine i hübschen Verputz erhalten hätten, sei die Umgebung freundliche, und daher auch der Miethwerth seiner Wohnungen größer geworden. Wenn diese originelle Begründung Nachahmer finden sollte, dann ist es nicht ausgeschlossen, daß Hausbesitzer die Miethen steigern, weil die Straße, in der ihre Häuser liegen, gepflastert worden ist. * AuS Hal (Brabant) wirb gemelbet: Der Luftschiffer Toulet unternahm mit zwei anberen Personen einen Aufstieg. In ber Luft verbrannte ober zerriß der Ballon- die Insassen stürzten herab uub wurden vollster- di- zerschmettert. * Eine lustige Molzkaffee Geschichte, angcsttitel von einem Witzbold gelegentlich eines Auszuges eines Münchener Gesangvereins auf ben Schafberg, hat zuerst in der „Neuen Züricher Zeitung" Ausnahme und von da aus den Weg in eine Reihe von in- und ausländischen Zeitungen gefunden. Danach hätte Commerzienrath X., Chef der Münchener Malzkaffee- Fabriken, über sein eigenes Fabrikat, bas man ihm ohne sein Wissen als Frühstück vorgesetzt, zum Gaudium aller AuSflugStheilnehmer sich in drastischen Ausdrücken ergangen. Wie uns nun von beteiligter Seite miigetheilt wird, ist diese Geschichte vollständig erfunden. Der betreffende Commerzienrath trinkt Kathreiners Kneipp-Malzkaffee, der übrigens eine derartige Kritik nicht ermöglicht hätte, seit Jahr und Tag pur, so daß er zu einem solchen „Reinsall" an und für sich nicht kommen formte. Die That deS Witzboldes besteht also nur darin, einem Zeitungscorrespondenten die lustige, aber erfundene Geschichte als wahr aufgebunden zu haben. • Beweis. . Ist Ihre Tochter, Herr Professor, auch ebenso häuslich wie gelehrt?" — „Freilich! Eben übersetzt sie unser Kochbuch tnS Griechische l" * Kaserneuhofbluihe. Sergeant (nachdem er die^Rekruten mit allen möglichen Schimpfworten belegt hat): „Kerls, um mit Euch anständig reden zu können, müßte man rein zehn , Semester Zoologie stu irt haben!" * Das „Wochenblatt" in Cham enthält folgendes Inserat: „Ein ordentliches, fleißiges und reinliches Dienstmädchen kann sofort eintreten. Solche mit sogenannten „Simpelfranzen" werden unnachsichtlich abgewiesen. G. F. Ruckser, Gasthof zur Poft, Walmünchen." * Ein HeirathS Eldorado scheint ba6 Dorf Göllschau bei Haynau in Schlesien zu sein. In einer Annonce in den Haynauer Blättern macht der Besitzer des Dominiums Ober- Göllschau bekannt: „Wegen Verheiratung meiner sämmtltchen Mägde suche ich per 2. Januar 1896 neue." Aufschrift der Postsendungen. Aer Sicherung schneller Beförderung »nd Bestellung xr Postsendungen müssen auf denselben Empfänger und Bestimmung»- rrt so genau bezeichnet sein, daß^ieder llngewißhett vorgebeugl wird, dabei find namentlich folgende Punkte zu beachten: 1. Bet Postsendungen nach größeren Orten ist in der Aufschrift die Wohnung veS Empfängers möglichst genau anzugel n. Auch ist eS von Wichtigkeit, daß die WohnungSangab« ft-tl an derselben Stelle der Aufschrift, nämlich unten rect b, unmittelbar Unter der Angabe deS Bestimmungsortes, erioi.it. 2. Auf den nach Berlin bestimmten Sendungen ist, außer der Wohnung deS Empfängers, der Postbezirk (0., NnNO. >c.), in welchem die Wohnung fich befindet, hinter der Ortäbt» zetchnung „Berlin" zu vermerke». 3. Gibt eS mit dem Bestimmungsorte gleich oder ähnlich lautende Postorte, so ist dem Ortsnamen eine zusätzliche Bezeichnung beizufilgen. Welche Zusätze für die Ortsnamen im Postverkehr alS maßgebend anzusehen find, ergibt fich auS dem „Verzeichniß gleichnamiger oder ähnlich lautender Dost- orte*, das zum Preise von 10 Pf. durch Vermittlung jeder ReichS-PostanstaU bezogen werden kann. 4. Wenn der im ReichS-Postgebiet belegen« Bestimmungsort zwar mit einer Postanstalt versehen, dessenungeachtet aber nicht all allgemein bekannt anzunehmen ist, so empfiehlt eS sich, die Lage deS Orts in der Aufschrift der Sendung noch del Näheren zu bezeichnen. Zu derartigen Bezeichnungen eignet sich die Angabe deS Staates und bei größeren Staaten del politischen Bezirks (Provinz, Regierungsbezirk u. f. w.), in welchem der Bestimmungsort belegen ist, oder auch die Angabe von größeren Flüssen s(Odet), (Elbe), (Rhein), (Main) »e.j, oder von Gebirgen ((Harz), (Riesenaebirge) jc.j Nicht minder find zusätzliche Bezeichnungen, wie ((Thüringen), (Altmark), »ic.1 für den Zweck geeignet. isenoungen nach Ortschaften ohne Postanstalt ist außer dem eigentlichen Bestimmungsorte noch diejenige Postanstalt anzugeben, von welcher auS die Bestellung ber Sendung an den Empsänger bewirkt werden bez. die Abholung erfolgen soll. 6. Wenn ber Bestimmungsort einer Sendung in einem fremden Postgebiete belegen und zu den weniger bekannten Orten p rechnen ist, so ist außer dem Ortsnamen noch das betreffende Land bez. der ÄrndeSiheil auf der Sendung anzugeben. Die Beachtung dieser Punkte wird zur Herbeiführung einer schleunigen Ueberkunst der Sendungen an Den Empfänger wesentlich beitragen, und es liegt daher im eigenen Interesse der Absender, die Aufschriften der Sendungen hiernach genau anzufertigen. "«-d-n, bbS $«8!» «‘»iS iWe > r. brtl t Si6*tl!/ 6 li t n öu6 L°.g- ööbtt & '-Warrcen I «'d -Marie ■ - »it * Ni m >4 Oo” 8,u,t in Mit. -ntweitr iwi dichlb-s,tz„ l ™ e«"8«n8N,S!tlWt,„, ” d-r bebroVen |tn hillt nun germtifttr Leun hatte in i'e, welche ihm zuerst zur 3n9 d-S Feuers angeieiier, 'lauf ßerichtet, tie in &t- ^tn. Es war dieses keine °Me bilbutn ein Fl»-, it von ber BrandWte sicher Zeit an drei weiteren RegierungSrath Mellor r Brandstelle ein, und traf oehr-Jnspector LooS die Kauer mußte niedergel-gt mdes besser beikommen zu )ßer. Außer den Gebäuden b Ställe ist ber Mehlvor- Ein Möellager in m fr.ut: gefangen falte, Um 8 Ufa Mttl bfe IM reu^uutz, um dn llmhch- Rai zu vnMeu. hessut. Johuitown, ton Henry Roth, 14 Jahre r C. Ernst, 62 Jahre alt, Spidplau der vereinigte« frankfurter Ltadtthrater Cperttbau#. Dienstag den 24. September: lFliegende Holländer. Mittwoch den 25. September: Lohengrin. Donnerstag den 26. September: Figaros Hochzeit. Freitag den 27. September: Excelsior. Samstag den 28.September: Hänsel und Gretel. Der Bajazzo. Sonntag den29. September, Nachmittags 3V»Uhr : Excelsior. Abends? Uhr: Mignon. Montag den 30. September: Fledermaus. Dienstag den 24. September: Die Four chambault. Mittwoch den 25. September: Meineidbauer. Donnerstag den 26. September : Der Hüttenbesitzer. Freitag den 27. September: lDie Karlsschülerin. Samstag den 28. September: Die Minnekönigin. Der Tugendwächter. Sonntag den 29. September, NachmittagsHi/rUhr: Charleys Tante. Abends7Uhr: Minnekönigin. Tugendwächter. Montag den 30. September: Die Fourchambault. rvttt«r-ng»a»»flcht»« «m 21. Septbr. Mittag« 12 Uhr (Wetterhäuschen in der Südanlage) Barometerstand. GrHderheWMrnbahuku Die Herstellung der Verglasung der Oberltch> öffnungen in der Dachconstrucllon des WerkstättenhanpibaueS zu Gieren mittelst 6 mm starkem Rohglas (circa 1050 qm) soll vergeben werden. Bedingungen und Zeichnungen können bei dem Baubüreau am Riegelpiad ein aeseben, erstere auch gegen sranctrie Ein sendung von 30 A durch unser Sekretariat bezogen werden Angebote sind bis -um 1. October dahier einzuretchen. ZuschlagSirist 10 Tage. Gießen, den 18. September 1895. 7794 _________Gr. Direktion. Gr.Bberhessische Eisenbahnen Die Lieferung von 3000 Eichenschwellen und 10(00 Kiefernschwellen soll vergeben »erden- Angebote, mit bezüglicher Aufschrift versehen, sind bis rum 1. October b. I. hier etnruretchen, die Beding ngcn können bet unserer Magaztn-verwaltung, sowie den Stationen Grünberg, Alsfeld. Lauterbach und Hungen etngesehen, auch gegen franctrte Einsendung von je 20 H pro Exemplar durch unser Secretariat bezogen werden. Gießen, den 16. September 1895. 7731__________________Gr. Direktion 111onogrümin= Sdjülilonen in fünf verschiedenen Größen und Genres oorröth'g. Extra>fln* ferligung nach Mustern. 7683 Ernst Balser, Masburg. Von einer Fabrik, welche durch Erbschaft in andere Hönde übergegangen ist, haben wir einen Posten gdttuOfmlfinfn, Kkttiuch-Halbleinen und GergenKorn-Handtiilher Ju ganz außergewöhnlich niedrigen Preisen vernommen. Die Maare ist vollständig tadellos und durchaus fehlerfrei. Mir bitten unsere werthen Kunden, sich von der außergewöhnlichen PretSwürdig- keit dieser Seinen recht bald zu überzeugen, da bet solchen Ausnahme - Preisen auch der größte Posten Maare sehr schnell »erkauft wird. 7887 C. Röhr & Co. Backsteine Feldbrand la. Qualität. Jedes Quantum billigst. Nahe uud gute Abfahrt. Auch können dieselben an die Ban» stelle geliefert werden. 5585 Andr. Euler. Kieler Bücklinge^ stets frisch zu haben bei 7675 J. IW. Schulhof, Acpfclnwst empfiehlt C. 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Gold«Rente 103.85 8a/oPreuß Hyp.A.Bk.unk.b.1900 101X0 4*Io Pomm.Hyp.S.Bk.unkch 1904 106.50 37, 3* , 3* , 31 l SV, 1 3’ , Rum. am. Rte. Ruff.Obl. v.80 Schwed. Obl. . do....... Serb.Gld. Rte. do. Tab. Rte. Spanische Rte. Türk. Zoll Obl. bo.cono.Lit.C. do. Lit.D. Ung. Gld. Rte. do.Kron.-Rte. do.E.B.Gold v.1889 . . . Arg. inn. Anl. do. auß.v.1888 ChinesischcAnl. ägyptische unif. Mexic. v. 1890 do. Eisend. . do. Silber. . Siüit»«. Franks, v. 1893 Darmst. 88 94 Gießen .... 99.90 102.10 101.50 101.05 69.70 69.40 68.50 101.70 28.70 25.85 103.35 99.95 105.80 58.60 53.90 106.— 105-30 94.— 83.50 26.- 102.75 102.20 102.80 101.50 100.15 102.05 101.85 101.20 69.10 69.10 67.60 101.70 26*15 103.45 99.80 105.60 59.30 53.60 105.70 105.15 93.30 81.90 26.- 102.85 102.41 102.30 104.5t 102.80 IUI.50 4 4 41/, 87, 37, 37, 3'/, 4 4 4 3*/, 47, 4 4 4 4 4 • 4 3 3 3 3 Lissabon. . . . Rom II—VIII Buenos - Aires v. 1888 . . . Staadeshrl.Ail. do.S.-Brauni. do. Solms-Lich do.Isnb.rBirst. Grfl. S.-Laud. Eiseid..-riZrit. Deutsche. Hesi. Ludw. v. 1868,69 . . bo.o.1874 . . do. v. 1875 78 do....... Homburger I. . Pfälzer Rordb. «u»l»udtsch« Elisab.-B. stfr. skaschau Oderb. d. 1891 . . . Lombardische . Lombardische . Lest. Etoaisb do....... 71.70 88.30 79.50 102.— 95.10 101.70 101.30 101.40 102.05 105.20 103.75 72.90 1 18.20 104.50 94.15 92.80 91.85 93.05 72.30 88.40 78.90 100.70 102.— 95.40 101.70 101.96 103.70 102.65 102.90 73.56 118.65 104.50 94 65 91 60 93.10 4 3 4 3 3 4 5 4 4 5 <7, 3 4 4 I 37, 4 4 3' , 4 1 4 4 Prag-Dux 1891 Raab-Oed.v.91 Rudolfb. Gold Jtal. gar.E.B. Livorneser. . . Sicil. v. 1891 Toscanische. . Ruff. Südwest Rjäsan -UralSk Anatolische B. Portug. v. 86 . do. v. 1889 . . Salon.'Mon. . IfalMtft. D. Grndschuld- banl V-VI do. I-U do....... Fkf.Hpp-Bk.M do....... do. Hyp. Cred. do. 1905 unk. S 27 ... S 28 ... Ldw.Cred Bk. Hamburg. Hyp. do.unk.b. 1900 82.— 103.85 55.20 58.— 88.10 94.20 103.— 103.10 95.05 68.75 39 — 60.90 105.10 100.50 101.30 104.50 101.60 102.10 105.20 101.20 108.15 101.— 104 05 102 — 100.50 104.60 10^.— 82.40 104.10 55.40 58.30 88.20 94.75 103 — 103.10 95.35 68.50 39.- 65.25 105.10 100.90 101.30 104.70 101^0 102.10 105.20 101.20 103.25 101.— 104.05 102.— 100.50 104.60 102.— 4 4 37, 4 5 4 Pr.H.Act. alte Pr.H.-Act.neue do....... 101.60 104.30 101.20 102.50 102.30 162.20 180.30 168 95 163.50 212.50 227.90 180.20 116.90 340»/« 117.40 431.— 174.50 75.20 183.30 170.60 149.30 120.80 337i/8 101.60 104.34 101 20 101.60 102.20 161.35 180.5t 165.50 163.80 211.90 227.40 179.5t 117. — 3407/9 117.90 432.50 171.70 72.70 180.90 168 40 148.50 120.30 224 — 346.1/8 4 : ° h 3 4 5 3 27, 3 do.Sudb.(Lb). Lest.Rdw.la.8. Olotthardbahn. Zchwz. Central Schwz Rordost Itl. Mittelmeer Pr.Henri'Lxb.s Vrriinl. 860 Lldenb. Th. 40 Raab.Graz 100 Türk. frs. 400 liiqiieLjuft :rr eefitf Ix Mk Ansbacher ff. 7 SugSburg. , 7 Brfchw.Thlr20 FinrüLnd. , 10 Freiburg, fd.l 5 Mailander, 10 Meimngerfl. 7 Pappenh. , 7 Venedig er L. 30 | »7«/, 1 244'/. 184 10 146.70 145.20 94.90 80 90 147.85 159.70 118.50 44 — 142 30 188.— 181.90 97.45 48.— 47.50 26.80 108.40 59.— 29.60 13.58 24.40 26.90 24.15 96*/ s 242.— 185.70 147.40 146.30 95.45 82.40 147.70 159.70 118.45 142.60 142.65 188.50 181.40 97.50 48.35 47.50 26.80 108.50 IS*»» 26.80 24.40 Goth.unk. 1903 liierfe «bl. Buderus E. W. Eisenb. Rtenbk. »onk-Artirn. DffcheReichsbk. Frankftr. Bank verl.Hdlsges.. Darmst. Bank. Deutsche Bank DiSct.- Comm. Dresdner Bank M'Ueld. Cr.Bk. Lest.Crd. Anst. Iibitriflriiei Rordd. Lloyd . LöchsterFarbw. Bochumer Guß Dortm. Union . Gelsenk. Brgw. Harpen. Brgw. Der. llönigs- u. Laura . . . fifeib^Xdiei. Heff.Ludwigsö. Csac. Agram . Lest. Staaisb. Preuß. EonsolS do....... do....... Bad. St.-Obl. c. 1886. . . Banr.St Dbl. do. Eisb.O)bl. Brem.St.-Anl. v. 1892 . . . Hamb.St. Aie. v. 1893 . . . Hess. Gt. Obi. do....... «u4Un>lfd)<. Griech.ü. B v 1890 .... do. Mon Aul ^tal. Ate. ^t 1000—4000 do....... Oest.Äold Ate. Oest.Silb.-Ate. Lesterr.Localb. verstaatl. Pon. 6t. Änl. do....... Offenb. v. 1892 W,e«b. , 1887 Wormü .... Worms . . do.I.-VIH.Lm. do. LX. Em. . d». v 1885 . . do. Lrg.-Retz. Mem. Hyp. alte do. neue do...... fir. A genaime oo» fcfgrntftt Tag lutfM l fifraubtWri Zagefloge» Stehen, b( Grohh ___I. • Jj »erlin, 21. Reifer» inRoi dauern. 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