1S93 Samstag den 23. November Milzen vierteljähriger Amts- und Anzeigcblatt für den Avei» Gieren. Y~ Hratisöeikage: chießener Jamitienökätter Amtli^en Theil empfangenes empfangenes 2. über zuviel 3. 4. 5. dem 6. T. 8649 Gelände tm ersten BeretntgungSfelde- daß Ausgabe Verzeichniß über zuwenig Alle Annoncen-Bureaux deS In« und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Die Gießener AamikieuStälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Der chietzener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de- MontagS. erhalten haben - da» Außgabe-Derzeichniß über Pachtentfchädigung pro 1894 für diejenigen Grundbesitzer, welche bet der Zu- theilung im zweiten Bereinigungsfelde Gelände zuwenig Petersburg, Geheimrath Ralkow Roshnow, überbrachte die Glückwünsche der Stadtverwaltung. Zur Freude aller Anwesenden brachte Senator v. Gehrike die unter dem 14. November ertheilte Erlaubnih der Kaiserin zur Kenntniß, wonach der Anstalt der Name „Alexandra stift für Frauen beigelegt werden darf. TifliS, 20. November. Die Zeitungen veröffentlichen die Antwortdepesche des russischen Botschafter» in Lonstanttnopel an den armenischen KatholikoS. In derselben heißt eS: Die Armenier Constantinopels find genügend beruhigt, ihnen droht keine Gefahr. Aber in den Provinzen finden bedauerliche Conflicte statt, welche leider tu den meisten Fällen von Armeniern, die von den RevolutionS- ComilvS aufgestachelt sind, hervorgerufen worden- das Resultat ist dann fürchterliche Rache von Seiten der Türken, resp. schreckliche Metzelei der Christen. Der Sultan hat den von den drei Mächten vorgeschlagenen Reformentwurf genehmigt, und cs finden Vorbereitungen statt zur Ausführung desselben. Hiersür ist aber nölhig, daß die Leiter des Volkes dasselbe bereden, von revolutionären Versuchen abzustehe«, vergebliche Hoffnungen auf eine ausländische Einmischung aufzugeben, allen Unruhen ein Ende zu machen und mitzu- wirken zur Herstellung des allgemeinen Friedens, zur Verbesserung der Lage und zur Einführung einer neuen Ordnung. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Dorm. 10 Uhr. Jnt-reffenten offen. Einwendungen gegen die Richtiakeit dieser Verzeichnisse sind spätestens in dem Termine, Montag den 2. De- tember l. I., Vormittags von 10 bis 11 Uhr, wenn sie Berücksichtigung finden sollen, schriftlich etnzureichen. Gießen, den 22. November 1895. Der Vollzugs«Commissär: Dr. Wallau, Großh. Regierungsrath. — Der Kaiser traf am Donnerstag unerwartet in Schloß Rumpenheim bet Hanau ein, um seiner erlauchten Mutter, der Kaiserin Friedrich, zu ihrem 5 5. Geburtefeste persönlich zu gratuliren. Die hohe Frau war erst Tags zuvor von ihrer italienischen Reise zurückgekehrt. — Recht fleißig wird in den zur Zeit versammelten Einzellandtagen, in jenen von Bayern, Sachsen, Baden, Mecklenburg, Altenburg u. s. w. gearbeitet, leider wird bet den meisten dieser parlamentarischen Körperschaften noch ein kürzeres oder längeres Zusammenlagen mit dem Reichstage trotzdem nicht zu vermeiden sein. Geschlossen wurde der coburgtsche Speciallandtag, nachdem in seiner Schlußsitzung Staatsminister v. Strenge noch eine befriedigende Erklärung über die baldige Beseitigung der zwischen der Regierung und dem Landtage entstandenen Schwierigk-iten abgegeben hatte. evangelisch-socialen CongresseS beschloß in seiner heutigen Sitzung, den nächsten Congreß zu Pfingsten n. I. tu Stuttgart abzuhalten. Als eines d-r Themata ist die sociale Wirksamkeit der im Amte siebenden Geistlichen, ihre Berechtigung und ihre Grenzen in Aussicht genommen. Pastor Göhre erklärte brieflich seinen Austritt aus dem AcetonScomitä. Berlin, 21. November. Gegenüber der in der Presse ausgesprochenen Bemängelungen, daß in der Commission zur Berathung über ein neues Handelsgesetzbuch nur Juristen, Kaufleute und Industrielle und nicht auch andere Berufsvertreter, insbesondere Landwirthe berufen worden seien, weist die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" darauf hin, daß künftig für N chtkaufleute zumeist die Bestimmungen des CivilgesetzbucheS an die Stelle des Handels- gesetzuches Irrten sollen. JmUebrigen handele es sich nicht um eine abschließende Feststellung des Entwurfes, vielmehr ermögliche die erfolgende Veröffentlichung desselben allen Be- theiligtcn, also auch der Landwirthschaft, die Geltendmachung ihrer Ausstellungen. Berlin, 21. November. Nach dem vom Bundesrathe genehmigten Entwurf einer Abänderung des Gesetzes über die Erwerbs- und Wirthschaftsgenossenschafteu sollen Consumvereine im regelmäßigen Geschäftsverkehr Waaren nur an ihre Mitglieder oder deren Vertreter verkaufen dürfen. Auf landwirthschaftliche Consumvereine, die ohne Haltung eines offenen LadenS die Vermittelung von rein landwirthschastlichen Waaren vielfach nur nach vorgängiger Umfrage bei ihren Mitgliedern besorgen, findet diese Beschränkung keine Anwendung. Um dieser Bestimmung den Erfolg zu sichern, sind Verkäufer, die wissentlich Waaren an Ntchtmitglieder verkaufen, ferner Mitglieder von Consum- veretnen, die ihre Legitimation einem Dritten zur Entnahme von Waaren überlassen, sowie solche Personen, die sich der Legitimation eines Mitgliedes zu diesem Zweck bebt neu, mit Geldstrafe bis zu 150 Mark bedroht. Hebet die Art der Legitimation soll der Vorstand der Conlumvereine eine Anweisung erlassen, die auf Erfordern der höheren Verwaltung« behörde abschriftlich mitzutheilen ist. Diese Behörde soll befugt sein, die Vorstandsmitglieder zur Einreichung oder Abänderung der Anweisung durch Geldstrafe bis zu 300 Mark anzuhalten. Gegen diese Straffestsetzungen findet Beschwerde an die LandeScentralbehörde statt. Petersburg, 21. November. Gestern wurde in Gegenwart des deutschen Botschafters Fürsten Radolin, sowie zahlreicher Geistlicher und Aerzte aller großen Anstalten die Entbindungsanstalt der evangelischen Gemeinden von Petersburg eingeweiht, die ihre Gründung der Anregung des Vicepräfidenten des GeueralconsistoriumS, Pastor Freiseld und deS Oberarztes Dr. Tiedemann verdankt. Zu der Feier waren zahlreiche G ückwunschtelegramme, darunter auch solche vom Finanzminister Witte und dem Verweser des Ministeriums des Innern Gorewyk'n, sowie dem Präsidenten des Generalconfistoriums, Baron U xküll, eivgegangen. Die Anstalt ist zunächst für 400 Plätze eingerichtet. Mit der Zeit hofft man dieselbe noch wesentlich vergrößern, eine gynäkologische Abtheilung, eine Hebammeuschuie und eine Ammenanstalt einrichten zu können. Das Stadthaupt von eg 20 arpes. r.CäPeS rubr. Gemarkung, nämlich: 1. daS Einnahme- Verzeichniß über zuviel vringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Äebaction, Expedition und Druckerei: Kch»tstratze Zlr.7. Fernsprecher 51. Depeschen Brrreew „tzersld' Schloß Rumpenheim (bei Offenbach a. M-), 21. November. Der Kaiser ist heute Morgen 8% Uhr mittelst Sonderzug zur Feier beß Geburtstages der Kaiserin Friedrich, welche hier zum Besuche ihrer Tochter weilt, eingetroffen. Die Abfahrt erfolgt heute Abend 91/» Uhr von der Station Mülheim ab. Berlin, 21. November. Der Kaiser wird sich heute Abend von Schloß Rumpenheim direct zur Abhaltung von Hofjagden nach der Göhrde begeben. Berlin, 21. November. Die Berliner Zimmerer haben in einer Versammlung bcschloffen, zum Zwecke der Erlangung der neunstündigen Arbeitszeit im Frühjahr in einen Strike etnzutreten. Berlin, 21. November. Die hiesige türkische Botschaft verbreitet folgende Mitthcilung: Die über den angeblich schlechten Gesundheitszustand des Sultans in den letzten Tagen verbreiteten Alarm-Nachrichten veranlaßten die ottomaniiche Botschaft zu Berlin, diesbezügliche Erkundigungen einzuziehen. Es ergab sich, baß diese Gerüchte jeder Begründung entbehren und scheint es sich um böswillige Ausstreuungen von inter- essirter Seite zu handeln. Berlin, 2l. November. Im Reichs-Justizamt hat heute Vormittag die aus Juristen und Männern der Kauf- mannschast der gewerblichen Praxis zusammengesetzte Conferenz über die Reformen des Handelsgesetzbuchs in Anwesenheit vieler Regierungsvertreter unter dem Borfitz beß Staats- secretärs Dr. Nieberbing bie Arbeiten behufs Begutachtung des im RetchS-Justizamt ausgearbetteten Entwurfs eines neuen HanbelSgesehbucheS begonnen. Berlin, 21. November. Die „Kreuzztg." spricht sich in einem längeren Artikel gegen bie vierten Bataillone auS und plaibirt für Umwandlung derselben in Ganz- Bata'llone. Frankfurt a. M, 21. November. Heute Vormittag 11 Uhr fand die feierliche Enthüllung des auf dem ehemaligen Hühnermarkt errichteten Friedrich-Stoltzc- Denkmals statt. Dr. Heinrich Rößler feierte den großen Sohn Frankfurts in schwungvoller Rede und übergab das Denkmal der Stadt, in deren Namen Oberbürgermeister Adickes dankte und allzeitige Obhut versprach. Im Namen der Familie deS verstorbenen Dichters dankte dessen Schwiegersohn, Redacteur Franz Schreiber und ermahnte die junge Generation im Anblick des Denkmals, stets im Sinne des Heimgegangenen für bie Freiheit etnzutreten. Der Festact wurde durch Musik unb Gesangsvorträge eingeleitet und beschlossen. Trier, 21. November. Infolge des hochgehenben Wasser- stanbes schlug an der hiesigen Brücke ein schwer beladener Kahn um, wobei fünf Personen inS Wasser fielen. Vier derselben konnten fich retten, während eine ertrank. Rom, 21. November. Wie verlautet, hat bie italienische Regierung ben Vorschlag gewacht, baß bie vereinigten prac- tischen Maßregeln zur Verhütung weiterer Verwickelungen ber Botschafter in Konstantinopel auf Grund gleichlautender Instructionen getroffen werden. Antwerpen, 21. November. Hier ist baß Gerücht verbreitet, baß an der französischen Küste ein englischer Deutsches Reich. Berlin, 21. November. Je näher ber Zeitpunkt beß Wiederbeginns ber R e i ch S t a gs a r b eite n heran- rückt, desto eifriger werben von ben verfchtebenen Regierungsstellen die Vorbereitungen für die kommende Wintertagung des ReichsparlamcntS getroffen. Spectell im BundcSrathe gehen immer neue Vorlagen ein; so ist jetzt der genannten maßgebenden Versammlung der Entwurf eines anderweitigen Zuckerfteucrgesetzes unterbreitet worden, aller- ding» kann man über den Inhalt desselben zunächst nur Dermuthungen hegen. WaS die Gestaltung de» künftigen Reichs- hauShaltSetatS anbelangt, eine für die weitesten BevölkerungS- kreise ja wichtige Frage, so gewähren freilich die bruchstückweise erfolgten Veröffentlichungen beß hauptsächlichsten Inhalts ber vom Bundesrathe bislang sertiggeftelllen Emzel- etatS noch keine sichere Grundlage für die Beunheilung des neuen Etats. Indessen giebt sich in ber TageSpresse boch bereits die Anschauung kund, baß bie Finanzwirthschaft beß Reiches tm nächsten ReichShauShaltsenrivurf doch ein wesentlich günsttgereS Bild gewähren dürfte, als bieß in ben letzten Jahren ber Fall war, welche Meinung hoffentlich auch ihre Bestätigung burch die Z ffern beß neuen Etats erfahren wird. Dagegen verlautet schon jetzt hinsichtlich beS preußischen Etats für 18 96/97, baß berfelbe vermuthlich einen Fehlbetrag von über 20 Millionen Mark aufroetfen werbe, hie unb ba munkelt man sogar von einem wahrscheinlichen Deficit von 25 Millionen Mark. — AlS ein Gemisch vonWahrheit unb Dichtung find wohl die auf getauchten abermaligen Ministercrifen- gerüchte zu bezeichnen. Daß es in den Berliner Regierungs- kreisen an gewissen Meinungsverschiedenheiten in dieser unb jener Frage nicht fehlt, ist kaum zu bezweifeln, aber biese Differenzen, wie fie z. B. in ber Frage einer Reform der Militärstrasproceßordnung bestehen sollen, treiben schwerlich einer Minister- und sogar ReichskanzlercrisiS entgegen, wie solches von Sensationsgerüchten behauptet wird. Auch zwischen dem Reichsamte beß Innern unb bem Reichs- verficherungsamte giebt es ja schon seit längerer Zeit MeinungS- verschiebenheiten, die erst jüngst wieder bet den Conferenz. Verhandlungen über die geplante Revision der Arbeiter- gesetzgebung hervorgetreten find. Doch wird jetzt versichert, daß hierbei ebenfalls stark übertrieben worden ist und daß die sensationellen ZeitungSmelbungen über die gegenwärtige Beurlaubung beß Präsidenten des ReichsverficheruugSamteS, Dr. Dödiker, jeder Begründung entbehren. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Corresponbenr-Bureau. Berlin, 21. November. Der BnnbeSrath stimmte erhalten haben- Einnahme-Verzeichniß über bie von ber Gemcinbe Garbenteich zu stellenben halben Gemarkungsgrenzwege Äon Vormittags 10 bis 12 Uhr unb Nachmittags von 2 btß 4 Uhr auf bem Rathhause zu Steinbach zur Einsicht ber Gelänbe im ersten BereinigungSfelbe - baß zweite GelbauSgleichungsverzeichniß empfangenes Gelänbe im zweiten BereinigungSfelbe - baß zweite GelbauSgleichungsverzeichniß über zuwenig empfangenes Gelänbe im zweiten BereinigungSfelbe - daß Einnahme-Verzeichniß über Pachtentschäbigung pro 1894 für blejenigen Grunbbefitzer, welche bet ber Zu- theilung im zweiten BereinigungSfelbe Gelänbe zuviel .... AuSschußantrage zu bem Gesetzentwürfe zur Bekämpfung beß unlauteren Wettbewerbs zu, ebenso dem AuSschußantrage zu bem Gesetzentwürfe, betreffenb Ab- änberung des Gesetzes über die Erwerbs- unb Wirth - schaftSgenossenschaften vom 1. Mai 1889. Berlin, 21. November. Das Actionscomitö deS Rittet b. SchulstraM. Mtifturoeü Mias K Giessen Bekanntmachung, betreffend die Feldbereinigung in der Gemarkung Steinbach bet Gießen. In der Zeit vom 25. November bis 1. De- cember 1895 liegen die GeldauSgletchungSverzetchniffe von gtplatzlljwriiui N S'-: d alle Stqutmlli1 oder weniger. iili lennietben. W- tt »tefer, >hr schöne, möblm en, — verlängerten Vit' MW* 12-inj Esiums, der Unikums, ist eine Zimmern mit aH- , zu vermietben^ ufttalt 82 ein Zubehör, alsbald i re§ bei Agent M <26.____ en issü sag; Jifiean W'L jungen. TroSmdo-tv -Mvnfosviivdei eounenkrahe immer-Wohne unft rrtheilt ernlins, Ach tstratz'e'Sv allem Zubehör i Herrn Kegterung' ohntt Wohnung, 8 I. April 1896 p sch mit Merdei. ibereS Ayertz Versetzung tev lioth ist bi: und Zubehör, lh« t per sosoß skr er vermielhen. Karl Stoch 7 Ltnunn ittintiifura, per !. $ttti I. fflm 'amtstenlogis tu t*' «eimpi-t 4. iratze Zubehör, otrnW tz.Sdu Gießener A nzeiger ” Henerat-Wnzeiger. Dampfer gescheitert und fast die ganze Bemannung ertrunken sei. Nähere- fehlt noch. Pari-, 21. November. Die radikalen und iocialistischen Abgeordneten haben sich in einer gestern stattgesundenen Der- iamm!ung Über die Interpellation betreffend die Der- fassungS-Durchs icht geeinigt. Ministerpräsident Dour- geoiS wird sich gegen die DersafsungS-Durchfickt auSiprechen. Die Radicalen und Socialisten beschloffen, im Sinne der Regierung zu stimmen. Bourgeois wird in der heutigen Kammersitzung übrigens die Erklärung avgebev, daß sich daS Eabtnet nur auf sofort zu verwirklichende Reformen einlaffe. Die Socialisten werden offictell erklären, daß sie Anhänger der Revision seien, dieselbe jedoch verschieben wollen, um die geplanten Reformen nicht zu beeinträchtigen. Loudon, 21. November. Gestern Abend versammelten sich unter dem Dorsitz Lord Salisburys die Botschafter von Deutschland, Frankreich, Italien, Rußland, Spanien und den Bereinigten Staaten von Nordamerika. Gegenstand der Tonferenz war die Orient-Frage. — „Daily Throvicle" sagt über die Anwesenheit de- amerikanischen Botschafters bet dieser Tonferenz, dieselbe liefere den Beweis, daß auch die Vereinigten Staaten sich den vereinten Mächten anschlteßen werden. Loudoo, 21. November. Die gesammte Presie beschäftigt sich mit der Rede Salisburys. „Daily Chronicle" findet das Schreiben des Sultans unwürdig; auch dessen Reue komme zu spät. Die „Time-" sagen, Lord Salisbury habe die englischen Bürger auf die Gefahren aufmerkjam zu machen, welche von dieser Seite den mit so vielen Kosten aufrecht erhaltenen Frieden bedroht. Petersburg, 21. November. Die Taufe der neugeborenen Großfürstin soll, wie verlautet, am 26. d. M. statt fin d e n._____________________________________________________________________ Der Krieg von 1870|71, geschildert durch Ausschnitte «u8 Zeitung« - Nummern jener Zett. (Nachdruck verboten.) 23. November. Ich befand mich Morgen- früh in Marseille, wo- her ich von einem meiner Geschäftsfreunde so patriotische Briefe erhalten hatte, daß ich nicht- weniger erwartete, al- die ganze Stadt sei in Waffen und beseelt von dem Geiste der Boreltern, welche schon einmal, anno 1794, den ersten entscheidenden Schritt zur Rettung der bedrängten Republik gethan. Wie sehr wurde ich schon am ersten und noch mehr an den folgenden Tagen enttäuscht? Wohl ist sofort nach der Republik Erklärung die Nationalgarde ins Leben gerufen und seither organifirt worden, und diese zählt in Marseille allein 40,000 Mann jeden Standes und Alters. Laut eines früheren DrcretS der Delegation in Tours hätte schon vor Wochen ein Theil diese- Corps (alle ledigen und verwittwrten Männer ohne Kinder) zu Truppenkörpern an der Loire und oberen Rhone stoßen sollen- allein man ist im Süden bequem — weil diese- Decret nicht behagte, so beschloß man, eS nicht zu beachten, setzte sich in Opposition mit TourS und blieb zu Hause, wo eS viel angenehmer ist, täglich sein Domino oder Trik-trak unter frohen Genoffen zu spielen. Waren doch noch Leute genug in den anderen Thetlen Frankreichs, um jenem Rufe zu folgen .... Statt sich mit Macht gegen den äußeren Feind zu werfen und erst nach deffen Vertreibung innere Angelegenheiten und Zwiste zu ordnen, treten die Sonderintereffen in erste Linie und verdrängen zuweilen ganz die Frage der dem Baterlande drohenden Gefahr. Die zu Anfang dieses Monats stattgehabten RevolutionSversuche an verschiedenen Orten Frankreichs, ja selbst in Paris und TourS, sind indeffen die traurigsten Beweise. Meiner Ansicht nach sind sie die unausbleibliche Folge der in Frankreich grasfirenden Ignoranz in den unteren und mittleren Ständen und deS grenzenlosen Eigendünkels der Nation. Seit zwei Monaten Republikaner, das heißt, der Inbegriff aller Freiheit, glaubt sich nun jeder berechtigt, zu befehlen, und keiner will gehorchen, denn er gehört ja zum „souveränen Volke". Jeder fühlt sich begeistert, daS Vaterland zu retten — durch schöne Worte, denn zu mehr kommt eS dock nicht." nnfi Gieße», den 22. November ll$£5. Der Oberheffifche SefchichlSveretu hielt gestern Abend feine Hauptversammlung ab. Wie der Vorsitzende mittheilte, find einige Veränderungen in der Zusammensetzung de- Vorstandes nothwendig geworden, indem sowohl die Herren Dr. Ebel und Dr. Haupt, al- Herr Major Weimer auS Dienstrückfichten genöthigt waren, zurückzutreten. ES wurden sodann die Herren Fabrikant EmmeliuS, Commerzien- rath Leichelheim, Dr. Klewttz, Dr. MöbiuS und Prof. Dr. Buchner wieder-, die Herren LandgerichtSrath Dr. Schäfer, Gymnasiallehrer Dr. Nestling und Real- gymnasiallehrer Dr. Ottmann an Stelle der drei aus- geschiedenen Herren neu gewählt. — AuS dem hierauf von Herrn Dr. Fritzsche gehaltenen Vortrag über „F. G. Welcker in Gießen" theilev wir Folgende- mit: Friedrich Gottlieb Wrlcker wurde am 4. November 1784 zu Grünberg geboren, bezog 1801 die Universität Giehen, promovirre 1803 und wurde 1809, von seiner römischen Reife zurückgekehrt, zum ordentlichen Profeffor der griechischen Literatur und Archäologie ernannt. Ec zog als hessischer freiwilliger Jäger nach Frankreich, vertrat nach dem Sturze Napoleon- ta öffentlichen Lchrvorträgen die Ideen de» LiberaltSmu«. Daher leitete sich sein Eonflict mit A. F W Erome, der 1816 Welcker- Entlassung auS dem hessischen Dienste zur Folge hatte. Die fernere Wirkiawkeir Welcker» alS Lehrer und Gelehrter fallt noch Göttingen und Bonn. — Redner führte au-, wie in den Gießener Jahren an jener bedeutsamen Wende deS geistigen wie de- politischen Lebenö in Deutschland die Persönlichkeit ÄelckerS fich heraus- gestaltete und zu männlicher Geschloffenheit heranreifte. — An den Vortrag schloß fich eine anregende DtScusfion. — Herr Prof. Dr. Buchner theilte sodann in Erstattung deS Bericht- mit, daß bie Einnahmen deS vergangenen Jahres sich auf 1617 Mk., die Ausgaben auf 1567 Mk. beliefen, da- Bankkonto de- Vereins beirägt 2290 Mk. — Ausgestellt waren eine Anzahl vorhistorischer Thterknochen, vorwiegend Kinnbacken von Pferd und Hand, mit Topfscherben, welche bei Birklar auSgegraben wurden, ferner Sckmuckgegenstäude auS fränkischer Zeit. Herr Pros. Dr. Buchner erstattete weiter Bericht über die Ergebviffe der im Laufe de- Jahre- vorgenommenen Ausgrabungen bei Echzell, Muschenhrim u. s. w., an welche Mitrheilungen sich ebenfalls Besprechungen schloffen. ** DaS Dresdener Gesammt Gastspiel brachte gestern al- Fortsetzung da- alte und doch ewig junge Lustipiel ScribeS „Ein GlaS Wasser". Außer dem vortrefflichen Herrn Wessels, der auch al- Maiham sich wieder als vielseitiger Schauspieler bewährte, treten für und neu in den Rahmen deS Ensembles zwei weitere vornehme Gäste, Herr und Frau Rin al d vom Hoftheater in Cassel, bez. Meiningen. Wir gestehen gerne, daß auch diese Gäste sich schnell und mit vollem Recht die Gunst de- Publikum- gewonnen, ihr Spiel war ein durchaus noble-, und bis in die kleinsten Details feinstenS au-gcarbeitet. Frl. Pro ß, al- Königin und Frl. Sander als Abigail waren sichtlich und oft mit Erfolg bemüht, sich neben ihren ausgezeichneten Partnern zu behaupten, und wenn ihre Leistungen noch nicht so künstlerisch abgerundet waren, wie deren, so soll darin durchaus kein Vorwurf liegen. Die Ausstattung deS Stückes war eine noble, der Costüme und Toiletten sogar prächtig. — Mittwoch und Donnerstag nächster Woche findet das Gastspiel durch Cyprienne von Sardou, bez. Stiftungsfest von Moser seinen Abschluß. *♦ Experimental Vortrag Amberg. Am Mittwoch Abend fand vor einem zahlreichen Publikum im Saale deS Cafe Leib der Vortrag des bekannten Physikers Gust. Amberg auf Veranlaffung des Kaufmännischen Vereins und OrtS- gewerbevcreinS statt. Der Vortragende behandelte die „Wärme Theorie" und „Erhaltung der Kraft." WaS den Vortrag und die Experimente deS Herrn Amberg ganz besonders auSzeichnete, ist der Umstand, daß der Physiker sich nicht nur auf die einmal gewonnene Routine und eine Anzahl von bekannteren Experimenten beschränkt, sondern daß e- sein höchster Stolz ist, gerade die allerneuesten Forschungen fich zu Nutze zu machen, und den staunenden Zuhörern durch höchst gelungene Experimente einen annähernden Begriff davon zu geben, in welcher gewaltigen Periode physikalischer Entdeckungen und Erfindungen wir leben. Die Sicherheit Ambergs in der Kunst des Experimentirens ist bewundernS- werth, und seine Erläuterungen leisten daS Möglichste, um dem Laien einen Begriff von der Bedeutung und dem Zusammenhang der Darstellungen zu geben. Von den einzelnen Versuchen wollen wir hauptsächlich das Gefrieren von Quecksilber in einem glühenden Tiegel, der mit fester Kohlensäure, gemischt mit Aether, angesüllt ist, erwähnen- außerdem verdienen die vermittelst der Thermosäule ausgeführten Experimente, sowie die Darstellung eines künstlichen GeyserS besonders hervorgehoben zu werden. Am Schluß des Bor- trageS wurde Herrn Amberg großer Beifall gezollt und sprach der Vorsitzende deS Kaufmännischen Vereins, Herr Orbig, im Namen beider Vereine den Dank für die genuß- und lehrreichen Stunden aus. ♦* Reguliruug der VolkSschullehrer Gehalte. DaS Großh. Ministerium hat der Zweiten Kammer einen Gesetzentwurf unterbreitet, demzufolge die Gehalte der VolkSschullehrer neu festgesetzt werden. ES hat danach bet gewtffenhaster und tadelloser Dienstführung jeder definitiv angeftellte Lehrer an Volksschulen zu beziehen: Sofern ein definitiv angestellter Lehrer einen seiner Dienstzeit entsprechenden Gehalt nach obiger Scala nicht bereit- bezieht, wird ihm der fehlende Betrag au- Staatsmitteln als Alters- zulage au-bezahlt. — Außer dem Gehalt hat jeder definitiv angeftellte Lehrer an Volksschulen eine angemeffene Wohnung, womöglich mit Garten, oder eine Miethentschäbigung mit der Unterscheidung, ob verheirathet oder nicht, zu beanspruchen. Für definitiv angestellte Lehrerinnen findet nach 18jähriger Dienstzeit bezw. mit Erlangung eine« Gehalte- von 1600 Mk. cm weiteres Auffteigen durch Gewährung von AlterSzulageu aus Staatsmitteln nicht mehr statt, die MtethSentschädigung nach Zjähriger Dienstzeit einen Gehalt von 1100 Mk., // 6 H u tt tt „ 1200 tt // 9 // M M n „ 1300 n u 12 // ff ff n „ 1400 tt tt 15 H ff tt n „ 1500 n n 18 H ff ff h „ 1600 tt n 21 ft ft tt „ 1700 ft n 24 n ff tt tt „ 1800 tt tt 27 tt ff tt tt „ 2000 tt richtet sich nach der Höhe der den unverheiratheten Lehrern bewilligten. — In den Motiven zu dem Gesetzentwurf wird u. A. betont, daß diese Ausbesserung mit Rücksicht auf die Vertheuerung der Lebensrnittel erfolgt sei, eine Ausbefferung könnte auch ohne ernste Nachtheile für die Volksschule nicht länger aufgeschoben werden. Der bereit- früher betonte geringe Unterschied in den LebenSverhältniffen bei größeren und kleineren Landgemeinden fei im Laufe der Zeit beinahe ausgeglichen, die ausgleichende Entwickelung werde durch die andauernde Steigerung des Verkehrs in nicht ferner Zeit zu völligem Ausgleiche führen. Danach soll auch in der kleinsten Gemeinde der Gehalt bis zu 2000 Mk. steigen, ohne daß die Gemeinde weiter in Anspruch genommen wird. Bon Er- Höhung des Minimalgehalte- von 900 Mk. für Gemeinden blS 10000 Seelen fei Abstand genommen worden, weil jede Belastung der Gemeinden vermieden werden soll. Die Bestimmung, nach welcher die MtethSentschädigung nach der Seelenzahl der Gemeinden bemeffen werde, habe sich für Landgemeinden in der Nähe größerer Städte, Kurorte nsw. al- mißftändig erwiesen- nach dem neuen Gesetzentwürfe werde eine genaue Prüfung und Berücksichtigung der localen Verhältnisse möglich, weil die Mieth-enrschädtgungrn durch die KreiS-Schulcommisfionen festgesetzt werden. Diese Erböhui-g de- Gchalt- der VolkSschullehrer wird für die Staat-kaffe eine Mehrausgabe von 400000 Mk. jährlich bedingen- sie wird bei der dermaligen finanziellen Lage de» Großherzog- thumS eine Erhöhung der bntctcn Steuern veranlassen. •• Sroßtzerzogl. technische Hochschule. Darmstadt. Im Wintersemester 1895/96 haben vor der an der Großherzogin Technischen Hochschule zu Darmstadt bestehenden Prüfung-- Commission für Pharmaceuten die pharmaceutische Staatsprüfung befanden die Herren: Heinrich Berchelmaun au- Pfungstadt, Robert Burow auS Forbach, Julius Fuchs aus Beerfelden, Theodor Reichmann au» Darmstadt, Frreorich Schaffnit auS Kirch-Brombach und Karl Wundt auS Darmstadt. — Wie uns witgethe'lt wird, find Exemplare der Festschrift vom 28. October dS. I?., enthaltend Beschreibung, Ansichten und Grundriffe der Neubauten der Großherzogl. technischen Hochschule zu Darmstadt, in der Hofbuchhandlung von Arnold Lergsträßer daselbst käuflich zu haben. ** BrodgemichtS-Revifion. Bei den hiesigen Bäckern wurde gestern eine polizeiliche Revision bezüglich deS Brcdgewickt- vorgenommen. ES wurden bei mehreren Bäckern Brode beschlagnahmt, welche Mindergewicht theilS bis zu 180 Gramm bei 4 Pid. zeigten. * * Milch-Revision. Heute Dormitlag fand eine Milchrevision durch die Schutzmannschaft statt- die Milch wurde im Allgemeinen für gut befunden. • • Streit. Zwischen zwei Arbeitern kam e- gestern Abend in der Rodheimerstraße zum Streit, wobei das Messer eine Hauptrolle spielte. Einer der Kämpfenden erhielt nicht weniger al» fünf Stiche in Arm und Schultern, fo daß er in die Klinik ausgenommen werden mußte. * * Meteor Gestern Abend gegen 6 Uhr beobachteten zwei bet der Margarethenhütte stehende Herren ein hoch am südwestlichen Himmel erscheinende-, prachtvoll-- kugelförmiges Meteor von intensiv heller, blauweißer Flamme trotz der in der Nähe aufgegangenen Mondsichel. Dasselbe bewegte sich außerordentlich langsam nach Westen, fallend tm Zeitraum von 12 bis 15 Secunden und zerstob am Schlust raketenförmig in mehrere rolhe Feuergarben. • • Die Petrolenmpreise steigen! Die hohen Petroleum- preise des letzten Frühjahr-, wo baß Liter bi- zu 30 Pf. kostete, scheinen sich nunmehr wiederholen zu sollen. Nachdem nämlich Anfang» voriger Woche der Preis für 100 Kilo zwischen 20 und 21 Mk. sich bewegte, steht derselbe heute schon auf 24.20 Mk., ist gleich 19 Pf. per Liter im Eta. kauf. Man sieht, der amerikanische Petroleum Ring halt den Zeitpunkt für gekommen, wo den armen Consumenten in Europa eine Extrasteuer auferlegt werden müffe. Weiteres Steigen der Petroleumpreise steht zunächst in ficherer Aussicht. ♦* Reorganisation der Verkaufspreise in den Schweine- metzgerläden. Die Mainzer Schweinemetzger hielten am Montag eine Versammlung ab. In dcrselb.-n wurde auf Antrag deS Jnnung-vorstandeS Folgende» beschloffen: Statt deS bisherigen Preise- von 80 Pf. per Pfund kostet von jetzt ab rohe- Lendenschmalz 70, und reine» au»g lasseoes Schmalz 60 Pf.- statt bisher 60 Pf. kostet Wurstsett, je nach Qualität 50 und 40 Pf. In Anbetracht dieses niedere« Preises soll */» Pfund als kleinste abzugebende Quantität gelten. Desgleichen wird auf 60 Pf. herabgesetzt der frische Speck, sowie das frische fette Schweinefleisch zum Kochen. Diese Preisherabsetzung soll nicht etwa eine vorübergehende sein, sondern soll al- Prei-regulirung zwischen fetten und mageren Thetlen des Schweines gelten und für längere Dauer sein. In Anbetracht diese» wesentlichen Au»falls bleiben die übrigen Preise bestehen. ♦♦ LebevSmitlelpreise vor 70 Fahren. Einer uns vor- liegenden „Schatzung in Nidda, den 6. Jänner 1827, über Brod, Fleisch und Getrencke", gefertigt von den Schatz meistern Geiß und Uhl und genehmigt von dem damaligen Landrath Ouvrier zu Nidda, entnehmen wir folgendes: 1 Malder Korn 4 fl. 30 fr., 1 Malder Weitzen 5 fl. 30 fr., für 1 fr. Schwarz Brod 18 Loth, für 2 fr. deSgl. 1 Psd. 4 Loth, für 4 fr. deSgl. 2 Pfd. 8 Loth, für 6 fr. 3 Pfd. 12 Loth, für 1 fr. Milchbrod 8 Loth 2 Quent, 1 Pfd. Schweinefleisch 8 fr., 1 Psd. Rintfleisch 8 fr., 1 Pfd. Kalb- fleisch 5 fr., 1 Maa» Bier 4 fr., 1 Maa- Brandeweia 24 fr., auch 20 fr. — Rieder Mockstadt, 21. November. Da die Wasser- verhältntffe in hiesiger Gemeinde viel zu wünschen Übrig laffen, hat da» Vorgehen der Nachbargemeinde Ranstad. auch bei uns den Plan gereift, eine Wafferleituna anzulegen. Herr Wafferbauinfpector Becker von Daimsta hat eine in der Gemarkung belegene Quelle besichtigt und sich darüber sehr günstig geäußert. Höchst wahrscheinlich wird die AuSfÜhruna berielben nicht lange auf sich warten laffen. n. Altenstadt, 21. November. Der feit dem 2. November vermißte geifteskranke Georg Heß von hier, auf Mm Auffindung feiten» der Eltern eine Behohnung von 20 Mk. gefetzt war, wurde gestern in einer Wirthschaft zu Oberrotz' bad) von dem Wirthe erkannt. Der Vater wurde fo- fort telegraphisch benachrichtigt, eilte dorthin und b. achte feinen bedauernSwerthen Sohn heim, deffen Verbringung ta eine Anstalt nun wohl nicht mehr zu uermetben fein wirb. Heß wurde nach feinem Abgang vom Seminar zu Friedberg einige Jahre al» Schulverwalter verwandt. Er mußte aber bald wegdn eine- fick immer mehr steigernden Nervenleiden» feine Entlaffung nehmen und lebte feit dieser Zeit bei feinen Eltern hier. n. Blofeld, 21. November. Bei der gestrigen Treibjagd, die fick auf da» ganze Jagdgebiet erstreckte, wurden 3 Rehe, 39 Hafen, 4 Füchse und 1 Schnepfe erlegt. = Stockheim, 21. November. Die hiesige Zuckerfabrik wird ihre dieSjahrigeCampagne höchst wahrscheinlich nächsten Montag beenden. Voriges Jahr bauere dieselbe bi» Anfangs Februar. Die in diesem Jahre w't Rüden bestellte Fläche war eine viel kleinere, als die die»- 9804 billigst. zu verkaufen 9705 Der Vorstand. 9802 8649 1 «ine Milch- Milch «urde 9689) (Sine nette Aitder bllig zu verkaufen. Schalstraeee 5 im Friseurgeschäft. Schutzmarke „Pfeilring“. in Blechdosen ä 20 und 10 Pf. Petroleom- b!S zu 30 Pf. jQen. Nachdem iür 100 Kilo btiitlbe heule Ater im Eio- Rmg halt de« onlumenltn io iffe. Weitere- cherer 'Suifidit. btn SfyDtini' fgtr l)itlttn m wirbt auf offen: Statt । Wt w w*1 WMftli, jt , diefeS nlM mbe QaaliM efetzt der stifte h zum Sodjtv. vorübergehevde scheu fetten unk ad für langt« ilichen äuifaHl 7 es gestern ' WM dal Rämpftnbtn Tchulteru, *. irtvbachietrrr neu du hoch volles tußtl. iei§er Flamm >el. Darfelbe tn, fallend im ob am Schluß Feinstes Buchweizenmehl wieder eingetroffen. 9388 I. M. Schulhof. Weisse Stickereien: Küsset- und Zeroir-TiWkckell Tischläufer, Wandschoner Parade- and KScheu-Handtöcher Reiseplaids, Tabletdecken Kragen, Manschetten Cravatten und Handschuhkasten. Unübertroffen! als Schönheitsmittel u. zur Hautpflege, zur Bedeckung von Wunden u. in der Kinderstube Lanolin ^"/Lanolin der Lanollnfabrlk, Martlnikenfelde bei Berlin. Glacd- und Winter- Handschuhe in zchuf-Nklstei-ems Mittwoch den 27. Novbr. b. I, von Vormittags 9 Uhr an, läßt die Schäferei-Gesellschaft dahier 130 Schafe, darunter junges, kräftiges Bastardvieh, 64 Hammel-Lämmer, 31 Mutter- Lämmer und 1 Bock versteigern. Eberstadt, am 19. November 1895. Bunte Stickereien: Sopha- und Ruhekissen Teppiche Pantoffeln, Hosenträger Bürstentaschen Zeitonsoioappku, Ahrpaatoffel und sonstige Kinderarbeiten. In der Htrschapothele, in der Velikanapotheke u. in der Engel» UtttoetfUMdpothete, sowie in den Drogerien von fhtttttt «« Krumm, von Gmil Fischbach, von Otto Schaaf und von A. «. Ä. Wallenfels. 1539 Gebr. Röhrle, Giessen, Exportbierbrauerei Zum Todtenfest empfehle große Auswahl in lebenden sowie gemachten Kränzen zu billigsten Preisen. Friedrich Georg, Blumenhandl., 9756 Seltersweg 41. Heute Samstag: Metzelsuppe. Morgens: 9796 Ball- Kragen u. Echarps. = Neuheiten = in Kopfhüllen n. -Tücher, Wallhandschuhe in GlacL, Dänisch und Seide in allen Längen, Spitzenkragen, Rüschen, Bänder, Spitzen, Federbesätze in allen Farben empfiehlt in großer Auswahl Robert Haas, IS Selt-r8weg 18. 9760 A. Hollerhoff Söhne Seltersweg 2O Wiese in den Bchsenwiksen (2Ve Morgen), Wiese im Heegprsuch (*/s Morgen) 9746 3U verkaufen. Ostanlage 39, HL Bekanntmachung. Aus der Stiftung des Gemeinderathsmitglieds Louis Labroiffe ist im Januar k. I. Brennmaterial an 15 arme Familien zu vergeben Bewerbungen werden auf dem Armenamte bis zum 29. November dieses Jahres entgegengenommen. Gießen, 21. November 1895. 9787 Die Slrmen Deputation der Stadt Gießen. Wolff. Pelzwaaren! Reparaturen und Umänderungen alter Pelzsacheu in neuere Fayon werden wie neu hergestellt in der Kürschnerei von 8461 A. Kretzschmar Marktplatz 82. Liver uns vor , Jänner 182L von den Schaf dea dauialigeo wir folgender d-„l. ot 6 tt. « Cutnt, 1 W- ft.,!**' „6 kirchliche Anzeige» der Stadt «Sietzen. Iraugelischr Seeetnbe. Sonntag den 24. November. 21. nach Trinitatis. Todtenfest. Gottesdienst. An der Stodtttrche. Vormittags 9Vi Uhr: Pfarrer Schlosser. Vormittag? 11 Uhr: Kmd^rkirche. Pfa rer Schlosser. In der AriebhofSeapelle. Nachmittag? 2 Uhr: Mar er Dr. Grein Montag den 25. November, Vormittags: Militärgot eS» dienst zur Feier de? Geburtstag? Ihrer König!- Hohetren de? Großh^rzog? U'd der Grohber«ogtn Pfarrer Dingeldey Donnerstag den 28. November, A"ends 8 Uhr, im Turnsaal der Stn d'kna den schule: »ib-lstvnde. Pfarrer Schlosser. Nöchs,künftigen Sonntag, den 1. December, 1. Adacn'ssonntag und Beginn de? neuen Kirchenjahres. An diesem 1. Advents« sonneag wird eine Collecte zum Besten unseres Kirchenfonds erhoben, und im Vormlltagsgo tesdienst das h-il. Abendmahl aemetn- saw für Mottbäus- und Marcusgemeinde sefeiert. Am 2 Advent im Abendgottesdienst: Fefir des heil- AbendmablS für die MarcuS- gemeinve, am 8. Advent im Abendgo"esdtenst für die MatthSus- gemeinde Zu be'den letzteren Abendmahlen wird jcdeSmal besonders die confirmirte Jugend der Gemeinde eingeladen. In der JohanneSktrchs. Vormittag? 9'/, Uhr: Pfarrer Dingeldey. Vormittag? 11 Uhr: Kinderktrche der Luca?gemeinde. Pfarrer Dingeldey. Abends 6 Uhr: Liturgische Andacht. Pfarrer Dr. Naumann- Die neucorfirmirten Mädchen aus der LukaSgemeinde werden gebeten, sich unmittelbar nach dem Vormittagsgottesdtenst im Confi rmondensaale zu einer kurzen Besprechung elnzufinden. Pfarrer Dingeldey. Mon ag, den 25. November, Abend? 8 Uhr, Bibelstnnde im Confirmandensaal der Johanneskirche: 1. PetruSbrief Cap. 2, von ZUM Todtenfest empfehle frische tt. trockene Kränze Mige, da die Fabrik in vorigen Jahr wegen dem be« f deutenden Zuckerabschlag, einen sehr geringen Preis zahlen konnte. Da in diesem Jahr der Zuckergehalt der Rüben ein viel größerer ist, al? im Borjahre und auch die Zuckerpreise t fich bester gestaltet haben, kann die Fabrik trotz der kürzeren Campagne bestere Preise zahlen- man spricht von ungefähr 90 Pf. pro Centner, also einem Pre's, bei dem der Rübenzüchter immer noch bestehen kann. Laubenheim, 18. November. In verflostener Nacht morde mittelst Einbruchs die ganze Kasse der hiesigen Station der LudwigSbahn gestohlen. Der Einbrecher hatte den Kitt einer Fensterscheibe losgemach:, diese au-gehoben und dann den Fensterflügel geöffnet. Der bis jetzr unbekannte Dieb wird sich nicht, wie so oft, durch unvrrhälrnißmaßtg große ÄuSgaben verrathen- der Stationsvorsteher hat die Gewohnheit, da« Geld am Abend mit in feine Wohnung zu nehmen, und fo wurden von dem Diebe nur etwa sechs Mark erbeutet. △ Mainz, 21. November. Seitens der Ausschüsse der zu einem Cart^ll vereinigten vier bürgerlichen Parteien hier ist gegen die Wahllisten für die nächste Stadtverordnetenwahl Protest erhoben worden, weil nach Ansicht der Protcsteinleger mehrere hundert Personen in die Listen ausgenommen worden find, die noch nicht die vom Gesetze vorgeschriebene zweijährige Dauer des Aufenthaltes in Mainz nachweisen können. Der Protest ist von der Bürgermeisterei mit dem Hinweis auf die am 1. April 1894 in Kraft getretene Novelle zum Unter. stÜtzungSwohnsitzgesetz als unbegründet abgelehnt, worden. Blechkränze in großer Auswahl und jeder PreiS- iage äußerst billig. Th. Waldschmidt, Spenglerei, 9786 8. Wallthorstraße 8. Bers 11 an: Bewährung bet Gnadenerwählung in mancherlei Verhältnissen unsere? Pilgerlebens. Pfarrer Dr. Naumann. Am nächsten Sonntoa, den 1. fernher, al? am 1 «dvmr, wird im Dormittagsgoltesdienst B ich e und bell. Abendmahl tür b*e Lukas- und b‘e Jabannetzgemeinde aefeiet* werden An bleiern Dog robb eine Collecte e hoben iür bte Kirchenkaffe zur Vermehrung be? 6 pttalvermöaen? ber ©rmetnbe. Wettere A endmablSfitern finden statt: Für die J^hrnnev- aemeinde am 2. Adv-nt (8. December), und für die Laka»gemetnbe am 3. Advent (15. December) fibesmal im AbendgotteSdtenst. Katholische Semeiude. Sonntag, den 24. November. 25. und letzter Sonntag «ach Pfingsten. SamStag: Nachmittags um 5 Uhr und Avend? um 8 Uhr Gelegenhett zur hl. Beichte. Sonntag: vormittags von 6'/, Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; , um 6*/i Uhr erste bl. Meffe; um 7‘/e Uhe AuStheiluna der hl. Communion; _ um 8 Uhr zweite hl. Meffe; _ um 91/, Ubr Hochamt mit Predigt; Nachmittag? um 5V« Uhr Andacht für die Abgestorbenen. Abend? um 7V2 Ubr yamtUenabend im 1 (C-fS Leib), wom die ganze katholische Gemeinde eingel^en tft. Montag den 25. November — am Geburtstage Sr. Köntgl. Hobeit de? G'oßberrog? — um 9'/» Uhr: Milttargottesdienst, Feierliche? Amt m t Te Deum.___ gebraucht man zur Auflösung der Waner mit po.dene, Medaille prämtirten „Luhns Salmiak Terpentin-Kernset se", um daraus eine vorzügliche, waschk ästtae Setfinlauge zu bereiten, in roekbe man am besten Abends bte Wäsche etnsteckt, um sie am^ folgendes I Morgen in der Halste der sonst bmöthigten Zett sertig zu waschen. 8381 ffi 8c'": "t *'■ 8, •XI Staats, ^,lmann Julius D °uö Darm- T’®M unb WltWrb ■obtt bg. V dir Neä- Darvstadt, lB£t Mtlbn Bädern wurde :rn ®robt br- 1 ^0®iamtit furfinusfraucti! 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A.: Bogt. 9429 Für unseren erkrankten Zkaffediener besorgt deffen Sohn Carl Währum jr., dahier, seine Dienstgeschäfte. Gießen, den 19. November 1895. Gewerbebank zu Giesteu. Eingetragene Genoffenschaft mit unbeschr. Haftpflicht. Wagner. Carl Vogt II. _______.ilx* Unterzeichneter, Schüler des Conserva- tortums zu Leipzig, ertheilt gründlichen Unterricht im Vlolinspiel mhm (Methode: Goncertmelfter Arno Hitk, Lehrer am Conservatorium zu Leipzig). Ernst Qaercbfeld, Solo-Geiger der Capelle des Jnf.-Reg Kaiser Wtlbelm, 2. Großh Hess. Nr. 116, ________SeUerSw.g 80. 9794 Havelocks aus wasserdichtem Lod en st off, Pelerine-Mäntel in großer Auswahl, 8492 HohenMerrr-Mntel zu billigsten Preisen, Schtafröckc, Iagd-u. ßalls-Ioxpeii empfiehlt g Rübsamen. Prima Bismarckheringe, Bücklinge, Rollmöpse, marinirte Heringe, Sardellen, Schweizerkäse empfiehlt . d522 W. M. Noll, Ederstraße 1. Vorzügliches Sauerkraut, Neue Erbsen, „ Linsen, ,, Bohnen empfiehlt . 9521 W. M. Noll, Ederstratze 1. 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Abonnementskarten (für 1 Person zu 4 Mk., für 2 Personen derselben Familie zu 5 Mk., für 3 und mehr Personen derselben Familie zu 6 Mk.), Einzelkarten zu 1.50 Mk. und Studentenkarten sind in der Ferber’*chen Buch handlang, letztere auch beim UniversiätMhauMmei*ter zu haben. 9798 KuWmin für ins GiHmochM. Die Berloosung der im lausenden Jahre angekauften Kunst- gegenstände unter die Verein-mitglieder findet Samstag den 7. December l. I., Nachmittags 3 Uhr, in der Kunsthalle zu Darmstadt statt. 9793 Die zu den Gewinnen gehörigen Oelgemälde, Aquarelle rc, sind bis zum VerloosungStage in der Kunsthslle zur Ansicht ausgestellt. Wir laden unsere Mitglieder ergebens! ein, sich an der Berloosung recht zahlreich zu betheiligen. ____________________Der Verwaltungsrath. Gesellschafts Verein. Die ordentliche General-Versammlung findet Samstag, 30. Movemßer, Pachmittags 6 Ahr in dem Garteufaal statt. 9797 Gebhardt. tz» GT F. F. — F. G. F. 5? 40jähriges Stiftungsfest /W Samstag, den 23. d. M., Abends 8 Uhr fd 9665 in Stein’s Saalbau. Uniform: Tuchrock uno Helm.____ Nürgergefells ch ast. Heute Samstag, den 2L. November, Abends 8*/t llhr Feier des 31 führ. Äiftiingsfettes im Vereinslokal (Frankfurter Hof)« Sonntag, den 24. November, von Nachmittags 4 Uhr mit Familie in 9817 Stein'S Garten. Der Vorstand. sind Frankfurter Börst vom 21. November 1895. 4Vto/e Defterr. ■SUbmaüi LormS unk. b. 1901 4’/» ■" ÄÄ Omnibus-Verbindung Ä™, 10 Pfg. (Abonnement billiger) 10*2.90 ICO » 103.80 98 80 103 95 09.« C 105 XO 84 90 101M 25 56 87 90 32 00 4»/i Ung. Gold'Rcntr 3°/0 Portugtes« 6°,. Mericsner 4°/c Monopol-Griech« im 1887 das Mk. 3'/«"/oH>mbrgr.Hyp.Bkumkck.l90b 101.70 3tz;°/vPreuß Hyp.-t.B1.unkch.l900 10 60 4°/c Pomm HvP.A Bt.unk b 1901 106 50 4 o/g S»ndw Lrch. Bk. 108L0 Deutsch« NetchSL»!. P/.. Prcah. EonsolS 3Vc°/v «Sr. Hessische DbL 4-/.. 6isbt Darmstadt o. 1891. Für Weihnachten die beliebten rein leinenen Hiester-Taschentücher Dutzend Mk. 2.50, Mk. 3.—, Mk. 3.90, Mk. 4.30 und 5.— wieder eingetroffen. 9757 Fritz Nowack, McheMrik 8»/o O sierr. 6uuitta6n o. 1886 88 55 |4«/0 Etsend. Ncntcub. DM. 3°/, Itil. ftattBg«. «smb. 62.25 15"/o «ubtnii DbL 3Vi°/i Ärorfturlcr Hpp. «t 101L. 5»/i°/e Arki. HyP- 6rtb. B. 101.(0 |