18M Sonntag den 22. December Erstes Blatt. Nr. 301 Amts- und Anzeigeblatt für den Tireis Gieren. chralisöeikage: Gießener Kamikienökatter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de« Lokgrndcn Tag erscheinenden Nummer bis Borin. 10 Uhr. AL; Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Hall unter dem Borfitz des UuterhauSrnitgliedeS JameS Lowcher und in Anwesenheit vieler anderer Unterhaus- Mitglieder abgehalten wurde. Dieselbe nahm mit allen gegen zwei Stimmen eine Resolution an, in der erklärt wird, zum Schutze der heimischen Industrie müfie England da» „fiSca- lische System" neuerdings in Erwägung ziehen. Eine zwelte Resolution sprach fich für gegenseitige Handelsbegünstigungen aller Theile des britischen Reiches aus. Der Ausdruck fiscalisches System lautet zwar noch etwas unklar. Er kann ganz gut etwa- Aehnliches bedeuten, als das, was Chamber« Iain mit den Colonien im Sinne zu haben scheint. Aber etwas Anderes, als die altenglische Freihandelspolitik, zu der sich die Minister noch der Landwirthschastlichen Vereinigung gegenüber bekannten, bedeutet er jedenfalls. Ein verschämtes Schutzsystem befolgt die englische Industrie ja schon seit längerer Zeit, unter Anderem in der gesetzlich verlangten Vorschrift „made in Germany“. Jedenfalls hat unsere deutsche Industrie alle Ursache, auf ihrer Hut zu sein und die neue Bewegung mit aller Aufmerksamkeit zu verfolgen. An eine ernstliche Beseitigung des englischen Freihandels ist bei dieser Bewegung wohl noch nicht zu denken, wohl ist aber mit einer Anzahl seiner Kunstgriffe zu rechnen, welche von Seiten Englands in Scene gesetzt werden, um die Einfuhr gewisser Maaren nach England zu erschweren. sein eminentes Können, die der ihm vorauSgehende Ruf erweckt hatte, im weitgehendsten Maße. Glänzende technische Fertigkeit verbunden mit einem gefühlvollen, bis in den geringsten Einzelheiten fein durchdachten lebendigen Vortrag und eine selten gesehene Liebenswürdigkeit und Bescheidenheit im Auftreten eroberten ihm die Gunst des Publikums im Fluge. Die Hofcapelle selbst führte neben verschiedenen anderen clasfischen Concertstücken als Novität die Symphonie path6tique des russischen Componiften Peter Tschaikowski auf. Das Merk birgt neben manchen minder anziehenden Stellen, unter die besonders der in seiner Art außerordentlich gesuchte dritte Satz gehört, Klangschönheiten, wie sie selten gehört werden, namentlich der zweite Satz errang deshalb den begeisterten Beifall des Publikums. Die am letzten Samstag abgehaltene Schlußsitzung des Comitees für die im vergangenen Sommer stattgehabte Er in n er un g s feier an 1870/71 fand in Anwesenheit Sr. Großh. Hoheit des Prinzen Wilhelm und den Spitzen der Militär, und Civilbehörden statt. Nach der erstatteten Rechnungsablage schloß die wohlgelungene Feier mit einem Ueberschuß von rund 12000 Mark ab, die zur Hälfte an die Kriegerkameradschaft Hassia vertheilt werden soll, die andere Hälfte fällt den hiesigen Kriegervereinen zu, die für den Garantiefonds zeichneten. Ein solenner Commers beendete die kleine Feier, mit der nun auch die Veranstaltungen aus Anlaß des Kriegerfestes ihr Ende erreicht haben dürften. erfolg. Arn zweiten Abend spielte der Künstler den „Valentin" in Raimunds „Verschwender". Hier erreichte sein Spiel erst im letzten Acte die Höhe, auf der eS beim ersten Auftreten gleich zu Anfang gewesen war. Dreher ist kein Jüngling mehr, oaS merkte man dem „Kutscher Valentin" immerhin wohl an, der Tischler „Valentin Holzwurm" war eine Glanzleistung allerersten Ranges, fein ausgearbeitet bis in die kleinsten Details und dabei frei von jeglicher Uebertreibung. Gerade letzteres, das Vermeiden aller Virtuosenkunftstückchen und das Verzichten auf das allzu scharfe Hervortretenlaflen der Pointen ist eines der sympathischsten Characteristika deS Spieles des Münchener Gastes. Dreher wirkt eben nur durch den trockenen Humor, mit dem er seine Figuren gibt und durch fein routinirteS Mienen- und Gebärdenspiel. Eine recht angenehme Abwechslung weiß er dann noch durch die vielen eingeftreuten Couplets in das Ganze hineinzubringen, die er mit seiner nicht allzu umfangreichen, aber ganz sympathischen Stimme köstlich zu singen versteht. An Darmstadt wird der Künstler wohl gerne zurückdenken, denn Lorbeer, auSverkauste Häuser und Beifallsstürme waren ihm hier bei jedem Auftreten sicher. Einen zweiten illnstren Gast beherbergte unser Hoftheater bei Gelegenheit des dritten Hosmusikconcerts am letzten Montag. Der Ruffe Alexander Petschnikoff, ein genialer Musiker auö Moskau, der, trotz seiner Jugend, doch unter die ersten jetzt lebenden Geigenkünstler zählt, spielte ein Concert von WiemiawSky und die „Charonne" von Bach und rechtfertigte damit die hochgespannten Hoffnungen auf Die Schutzzollbewegung in England. ES ist zwar erst vor Kurzem von dem englischen Ministerpräsidenten Lord Salisbury erklärt worden, daß die Regierung in England nicht daran denken könne, von der im Handel und Geldverkehr bewährten Politik, die auf Frei- hanbei und Goldwährung hinauSläuft, abzuweichen und von der jetzigen conservativen englischen Regierungspartei haben diese Worte gewiß eine große Bedeutung. Aber die wirth- schaftlichen Berhältniffe oder besser gesagt „Bedrängnisse" sind in England schließlich doch auch mächtiger wie die alten Theorien, die fich in den verflossenen Jahrzehnten proctisch bewährten und nun für viele englische Fabrikanten zu versagen beginnen, von den englischen Landwirthen aber schon längst bekämpft werden. So scheint sich nun die schütz« zöllnerische Bewegung der ganze» Bevölkerung Englands bemächtigen und von der Landwtrthschaft auch auf, die Industrie auSdehnen zu wollen. Dem Empfange der schutzzöllnerischen „Landwirthschaf'lichen Vereinigung" durch Lord Salisbury folgte eine große öffentliche Versammlung, die in St. JameS vierteljähriger Jifrg heute PalaiS den General Lieutenant welcher sich au« Konstantinopel BerWvttzShoi», 19. December. Der sechsjährige Sohn de« Friedrich Schneider stürzte kürzlich bei hohem Waffrrstand in den Bach etwa 6 Fuß hoch hinunter. Er Berlin, 20 December. Mittag 12 U^r im Neuen Frhrn. von der Goltz, zurückmeldete. Berlin, 20 December. gefällt man sich in wunderlichen Kunstgriffen, die Preise zu heben. Bor vierzehn Tagen und auch vor acht Tagen wurde sowohl von dem Markie in Newhork wie von demjenigen in Ühicaqo gemeldet, daß die Weizenvorrüthe eine deutliche Abnahme zeigten, j tzt kommt aber auf einmal die Meiduvg au« Newyork, daß sich die amerikanischen Borröihe um 3 Millionen Bushel vermehrt hätten. LS ist daher in der AuswürtSbrwegung der Preise wiederum ein Stillstand, ja sogar sür Roggen ein kleiner Rückgang eingetreien Io Berlin und Leipzig wurden getauft: Weizen per 20 Senrner für 138—152 Mk.. Roggen für 115—121 Mk, Gerste für 113-170 Mk., Hafer für 117-149 Mk tiol de ot. P'tkrSbo^g" rcgistrirt die Ereignisse deS englisch. | amerikanischen Streites ohne Commentar. katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinde- schule zu Flonheim, Kr. Alzey, mit einem jährlichen Gehalte I bon 1000 Mk. Mit der Stelle ist Organtstendienst verbunden. Die mir einem kathol. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Unter Abtsteinach, Kreis Heppenheim, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Die Lehrerst'-lle an der evangelisch-n Schule zu Kö'gern- heim, Kreis Oppenheim, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Kirchendienst verbunden. Die I mft kinem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an her G meindeschule zu Rembrücken, Krei« Off nbach. mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendiensl verbunden. Eine mit einem israelitischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bürgel, Krei« Offenbach, mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden jährlichen Gehalte von 1000 — 1400 Mk. ♦♦ Strafkammerfitzong. Gestern hatte sich vor der hiesigen Straikawmer der im Jahre 1862 geborene DecanatS- und K rchendiener Heinrich Wächter von Schotten wegen Diebstahl zu verantworten. Der Angeklagte, welcher theil- weiic geständig ist, wird beschuldigt, dem Apotheker Scriba ,n Schotten, in dessen Olficin er seit 14 Jahren b.-schäftigt wur, in den Jahren 1893—1895 nach und nach Geldbeträge im Gefammtbetrage von Mk. 2000 entwendet zu haben. Ferner wird ihm zur Last gelegt, m der Kirche beim Sin- sammeln von Collectengeldern sich mindestens um den Betrag von 20 Mk. bereichert zu haben. Außerdem wird ihm vor- geworfen, vom AbendmahlSwein sich 20 Flaschen angeeignet zu haben. W--gcn der Weinaffaire spricht ihn der Gerichts- Hof mangels genügender Beweise frei. Im Uebrigen aber wird der noch undestraste Wächter wegen Diebstahl« in zwei Fällen zu einer Gesammtstrafe von 2»/a Jahren Gefängniß verurtheilt, und die Höhe deS Strafmaßes damit motivirt, daß der gestohlene Betrag ein ziemlich bedeutender sei, und der Angeklagte einen sehr schweren BertrauenSmißbrauch begangen habe. Dos Vergehen fei auch nicht etwa aus Roth begangen, denn Wächter habe die gestohlenen Gelder bei den Sparkaffen in Schotten und Ulrichstein zin-lich angelegt. — Der Bestohlene hat bereits diese Guthaben, welche über Mk. 2000 betragen, gerichtlich mit Arrest belegt. — Die Str skammer verhandelte weiter gegen Ferdinand und ! Wilhelm Dickenberger, zwei Brüder aus Ilbenstadt, gegen den ersteren wegen Körperverletzung mittelst eines ge- sädrlichen Werkzeuge«, und gegen die Beiden wegen Hausfriedensbruch. Die Angeklagten hatten am 25. August d. Js. in einer Wirthschast ihres HeimathdorfeS ,n angetrunkenem Zustand mit anderen Gästen Streit, infolge dcffen der Wirth sie mehrfach vergeblich aufforöertc, sein Local zu verlassen. Um die Störenfriede lo« zu werden, setzte man sie endlich mit Gewalt vor die Thür. Aus der Dorfstraße, bei der Dunkelheit der Nacht, lauerten beide Angeklagte einem ihrer Gegner auf, überfielen den nicht« Böse« Ahnenden, wobei Ferdinand Dickenberger demselben von hinten einen Messer stich beibrachte. Den Messerhelden verurtheilte der Gerichts- Hof zu der harten, aber gerechten Strafe von 1 Jahr Ge fävgniß, während sein Bruder mit 14 Tagen Gefängniß davonkam, auch nach Hause gehen konnte, während Ferdinand Dickenberger wegen Fluchtverdachts sofort in Hast genommen wurde. *• Da« Eegebmß der diesjährige» BolkSzahloug war nach amtlicher Feststellung in der Stadt Gießen folgendes: E« wurdnt gezählt: 22932 P-rsonen (1890: 20611) davon männliche 12018 (1890: 10 709), weibliche 10914 (1890: 9902). Als vorüblrgehend abwesend wurden gezählt: l 52 männliche und 94 weibliche Perlonen, also tm Ganzen 246. Bewohnte G bäu'e waren 1583 (1890: 1525) vor- Händen, während 71 Gebäude unbewohnt waren (1890: 52). Hauptsächlich nicht zu Wovi^ivecken o-enende Gebäude waren e« 41 und Hütten re 23; mithin Gesamwtsumme aller bewohnbaren Gebäude 1718 (gegen 1604 in 1890) Hru«- Haltungen von 2 und mehr Personen wurden 4234 (1890: 3756), alleinstehende Verlor en 322 und 10 Anstalten gezählt; demnach Summe aller Haushaltungen und Anstalten 4566 (gegen 4109 in 1890). • • Zollpflichtige Poüstndnogen werden um Sonntag den 22. und am eriten We,haacht«seiertog den 25. ds«. Mt«. lern Großh. Hauptstcueramt hier in der Zc,t von 11 bis 12 Uhr Vormittag« verzollt. • • Freisinniger Verein. Der Freisinnige Verein deab- si ttigt, im Januar bet der regelmäßigen MovatSver ammlung die Gewerbeorganisation auf die Tagesordnung zu tetzflt und hierfür von außerhalb einen für diese Frage betonter« competcnt- n Redner heranzuziehen. • • Befihwechsel. Am 20. d. MtS. wurden die Gebäulichkeiten der Frau Heinrich Rudolph Wittwe dahier, Neuenweg 9 und Erlengosse 10, an den Buchdruckereibefitzer He.rn Joseph ©einen dahier sür Mk. 63,500 verkauft, und der Rauf oxtSgerichxlich vexnotult. Der Vorstand der Ownibnl Gesellschaft wird seinen vc- bünfteten auch eine kleine Weihnachtsfreude bereite», inDer Reichskanzler gedenkt sich morgen mit seiner Familie zu seinem ältesten Sohne, dem Erbprinzen Philipp Ernst zu Hohenlohe SckillingSsürst nach Schloß Podiebrad in Böhmen zu begeben, um daselbst da« WeihnachtSseft zu verleben. dem jeder — Schaffner sowoh' ai« Kutscher — ein praktische«, im D.enst verwendbare« Geschenk erhalten soll; da ein Fond hierfür n>cht eyiftixt, hat der Vorstand beschloffen, btt vor. handelten Strafgelder hierzu zu verwenden. Bereit« ver- gangene« Jahr haben verschiedene Fahrgäste fich zu We'h- nachten in Hochherzigster Weife auch deS Omnibus Personals erinnert und durch eine kleine Gabe an Geld erfreut. Um verschiedenen an den Vorstand ergangenen diesbezüglichen Anfragen und Wünschen zu begegnen und um eine gleichmäßige B-xtheilung zu ermöglichen, hat derselbe bei de» Herren Gebr. Stamm, Marktplatz, eine Sammelstelle errichtet und b'ttet, allenfallsige Gaben daselbst niederlegen zu wollen. • • Deutscher Privatbeamteu Bereiu. Wir machen hiermit Kaufl«-ute, Bureaubeamte, Ingenieure, Ehemtker u. s. w. wiederholt auf die im Annovcentheil befindliche Anzeige de« seine Versorgungskaff, n und WohlsahrtSeinrichtungen tm pfehlenden Deutschen Privatbeamten - Vereins aufmerksam Der Verein besitzt keine Agenten, sondern wird nur durch ehrenamtlich wirkende Zweigveretne und Vertrauensmänner bezüglich seiner Ausbreitung unterstützt. Die Verleihung der CorporationSrechte an jede einzelne der Raffen und die bn burdj bedingte laufende staatliche Eontrole garantiren neben anderem eine ordnungsmäßige Verwaltung. Der Verein besitzt bereits ca. 280 Zweigverxine, Ortsgruppen und Ber waltungSgruppen im Reiche. W. Krünberg. 20. December. S cherem Vernehmen nach wird die Nebenbahnstrecke Gründerg-Londort für den Personenverkehr Anfang Sommer, spätesten« mit Inkrafttreten des neuen SommersahrplanS, eröffnet. □ Ruppertenrod, 20. December. Nach einer Mitthei- lung der Kaiser!. Ober Postdirection zu Darmstadt an die hiesige Gemeindevertretung ist die Umwandlung des hiesigen, seit mehr als 30 Jahren bestehenden Postamts in eine Postagentur nunmehr beschlossene Sache. Die Beweggründe zu dieser Umwandlung sollen in dem Verk,hrSumtang bedingt sein. Die etatSmähige Einnahme deS hiesigen Postamr« wird, genannter Mitthetlung zufolge, wenn die Orte Kestrich und Windhausen, wie beabsichtigt ist, vom Landbestellbezirk Ruppertenrod abgezweigt werden, erheblich hinter dem Du^ch schnittSsatz der bet den Poftagenturen de« Bezirk« aufkorn wenden Einnahme zurückblexben. Eine Verschlechterung btx Bcrk-hrSverhälxniffe von Ruppertenrod tritt durch die beabsichtigte Umwandlung nicht ein, da die derzeitigen Verbind- ungen bestehen bleiben sollen. Wie weiterhin verlautet, be obflchtigt die Ober-Postbehörde nicht in Groß Felda, sondern in Ehringshausen, daS Bahnstation hat, ein Postamx zu errichten. Bad Rauhei«, 19. December. Heut- starb dahier im Alter von 78 Jahren der penflonirte Lehrer Wiederholt,. Der Verstorbene war in Kurhessen geboren, besuchte im Jahre 1834 bi« 1836 da« Lehrerseminar in Friedberg uud machte daS Staatsexamen in Hanau. Nachdem Wiederhold neun Jahre in Preungesheim und Seckbach getohft. wurde ihm bte Lehrerstelle in Schwalheim übertragen, woselbst er über 38 Jahre mit großem Erkolge Schule.gehalten bat und heute noch im besten üudcnken steh'. Am 11. December 1883 feierte Wiederhold unter großer Beiheiligung sein 50jährige« Dienstjubiläum und wurde ihm bei dieser Gelegenheit da« Silberne Kreuz deS PhilippSordenS verliehen. Nachdem er nun in den wohlverdienten Ruhestand getreten, verbrachte er die letzten Jahre feine« Lrben« dahier. O. Anz. § Kroß Felda, 20. December. Gestern Abens kurz nach 9 Uhr bemerkte man tm Ort einen Hellen Feuerschein; es brannte auf der am Wege noch Ermenrod gelegenen unroeiten Hitzmühle. DaS. Feuer hatte alsbald das ganze Anwesen, Mühle, Wohnhaus, Scheune und Stallung ergriffen, und eine mächtige Fiammensäule, die stundenweit bemerkt wurde, züngelte zum dunklen Nachthimmel empor. Die Mühle m t ihren Nebengebäuden sank in Asche. Uebet die Entstehung«- Ursache deS Brandes verlautet nichts. Der Abgebrannte ist versichert. Laudach, Mitte December. Von Interesse ist die Ver- änberung der Einwohnerzahl in hiesiger S'adt in den letzten 20 Jahren. Es betrug die BevölkerunpSz'ffer tm Jahre 1875 : 1800 Einwohner; 1880: 1950; 1885: 1862, 1890: 1846; 1895: 1921. Demnach erreichte sic thr Maximum in 1880, siel darauf in den nächsten zehn Jahren und bfamnt jetzt wieder zu steigen; dazu trägt namentlich der Schülerbestand de« hiesigen Gymnasium« bei, der jetzt eint wesentlich höherer ist, al« vor zehn Jahren. Schlitz, 21. December. Bet der am 1. Decemb r babier ftattgehabten Volkszählung waren 467 bewohnte Häuser (unbewohnt 1 Hau«), 510 Haushaltungen, 88 einzelne Per- fönen, Anstalten 2 = 600 Haushaltungen, 1179 männlich-, 1264 weibliche — 2443 Personen; vorübergehend abwesend. 6 männliche, 4 weibliche — 10 Ptrsonrn. Bei der Zählung am 1. December 1890 betrug die Seelenzahl 2571 Per- jenen und hat sich demnach seit dieser Zeit um 118 Per ®erlin, 20. Dccrmbcr. Der Kriegsminister General Bronsart v. Schellendorf ist nicht seitens der Berliner, sondern nur von der Universität Greifswald zum Ehrendoctor der Rechte ernannt worden. Berlin, 20. December. Durch Beschluß de« Amts- aerichts I vom 19. d. M. ist die Nummer 19 de« „Socialist", Organ der Anarchisten", vom 21. December 1895 wegen deö Artikels „Daß Allgemeine Ehrenzeichen" beschlagnahmt worden. Berlio, 20. December. Die Briefsperre, welche gegen den hiesigen Buchhändler Rukenow angcorbnet worden war, weil er angeblich den Verkehr der einzelnen Freidenker Vereine in Deutschland vermittelte, ist aufgehoben worden, dagegen ist gegen denselben ein Straiverfahren wegen Vergehen« gegen den § 11 de« Strafgesetzbuch« ein- geleitct werden. Berlin, 20. December. Die Eonferenz der Anarchisten Deutschlands findet nunmehr bestimmt in der ersten Hülste beß nächsten Monat« statt und zwar in Karlsruhe. Hauplgegenstände der Tagesordnung find: Agitation durch Flugschriften, sowie Beschickung de« nächst, jährigen sveialdemokratischen internationalen (Songrcffeß in London. Kolo, 20 December. Heute Vormittag um 11 Uhr wurde die Beweisaufnahme im Brauweiler Prozeß geschlossen. Weitere Zeugen hatten noch bestätigt, daß in der Brauweiler Anstalt die Prügelstrafe eingesührt war, und ein Priester sagte an«, baß er lieber Schweinehirt als Seel- sorger in einer solchen Anstalt sein möchte. DaS Plaidoyer deS Staatsanwalts begann um 4 Uhr. Morgen Mittag dürfte der Prozeß beendet sein. Kolo, 20. December. Eine heute Vormittag 10 Uhr im RcgiernngSgebäude unter dem Vorsitz des Ot'erpräsidenten der Rheinprovinz stattgehabte, zahlreich von Vertretern der । Regierung der einzelnen Kreise deS Rheinlandes, sowie in- teressirten Körpexschasten besuchte Bersammlnng war zu dem Zwecke etnbcrufep, Mittel und Wege zur Hebung de« landwixthschastlichen RealcreditS zu berathen und der Regierung dementsprechende Vorschläge zu unterbreiten. Die Verhandlungen waren streng vertraulich. München, 20 December. Wie wir vernehmen, bat der Finanzmlnifter auf da« Bestimmteste erklärt, daß er Wünsche, welch eine Erhöhung der dauernden Ausgaben zur Folge haben würden, absolut nicht mehr berücksichtigen könne. ES hänge dies mit b n Schwankungen in den Reichsfinanzen zusammen, welche auch nur einen annähernd sicheren Schluß für die Zukunft nicht gestatten. Pari«, 20. December. Der Srcretär der amerikanischen Botsch'sr erklärte einem Redacteur de« ^Gil Bla«", daß die Weigerung E>'gland«, in der Venezuela-Frage ein Schied« geeicht anzunedmen, eine Brutalität sei. England wolle die streitigen Gedlete nur wegen der darin enthaltenen Gold- gruben haben Pari«, 20. Dtcember. Sir EharlcS Dieke ist auf der Durchxetie in PaxiS über den englisch- amerikanischen I Uonflici hitermicut roorben. Er erkennt an, daß die Lage eine ernst«- sei hofft aber, daß die Diplomatie die obwaltenden Schw erigkeiten beseitigen werde. UedrigenS hätten die Bereinigten Staatexx bei einem Kriege nur zu verlieren. Athen 20 December. Nach einer Meldung aus E re ta fand am 12. Dtcember neuerding« ein Kamps statt, bei welchem die Tüxktn große Verluste erlitten. Der türkisch« Oberbefehlshaber erhielt von bet Platte den Auftrag, gegen die Aufständischen mit rücksichtslosester S'reoge vorzugrh n. Bue»oS-Ayre«. 20. Dtcember. Hier wurde infolge einer Explosion eine Kaserne in die Lust ge- sprengt. Zwölf Soldaten find tobt, fünfzig wurden schwer verletzt. Ronflantivoptl, 20. D'ccmber. Die Absicht, einige türkische Schiffe neben den Stationsschiffen anfern lassen, scheint aufgegeben zu sein. E>n neuer Befehl geht nur dahin, daS am Goldenen Horn liegende türkische Geschwader in Stand zu setzen. Doch tst auch die Ausführung dieser Maßregel keineswegs gewiß. Die Verpflegung der einberufenen Rebif« stößt info'ge der herrschenden Geldnoth auf Schwierigkeiten. Im Bereiche des vierten ArmeecorpS stehen daher theilweise größere Entlassungen bevor. — Nach Berich en au« Kreta beginnt die Bewegung der Diftrkte Apokorona sich auch auf Kydonia und Sphakta auSzndehnen. Die bisherige Zahl der Aufständischen wird ungefähr aus 500 geschätzt. Die B dufte der türkischen Truppen in den letzten Gefechten betrugen 9 Tobte unb 30 Verwundete. Die zur Verstärkung der Garnisonen der Insel bestimmten 4 Bataillone sind berct fl nach Syrien abgegangen. Aaleigh (Nord Karolina), 20. December. Hier hat gestern eine Explosion in der Kohlengrube „(SummocT stattgefunden. Man glaubt, daß 43 Grubenarbeiter gttöbtet und 25 verwundet sind. Halifax 20. December. Die Zeitungen in Kanada lordern lebhaft VertheidigungSmaßregeln gegen eine Invasion feiten« der Bereinigten Staaten. Mexiko, 20 December. Der Kongreß genehmigte beute den Gesetzentwurf betreffend die Aenderung der Ver« fussungsbeftimmungen über die Wahl des Präsidenten von Mexiko. Coeal« rrrid prwitt^köo, Gieße», 21. December 1895. * Fär die KvoflanIstellllng tm Thurmhau« am Brand ist eine größere Anzahl neuer Gemälde e»ngttroffen. Zwecks Aufstellung derselben ist die Ausstellung b>« nächsten DienSlag «'schlossen ** Erledigte Lehrerflellen. Erledigt sind: Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Sprendlingen, KreiS Offenbach, mit einem nach dem Dienflalter sich bemessenden jährlichen Grhalte von 1000 bis 1600 Mk. Dem Herrn Fürsten zu Isenburg Birstein steht daS PräsentationSrechr zu derielben zu. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrer- stelle an der Gerneindeschule zu Cra'ufeld, KreiS Lauterbach, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Drganiftenbicnft verbunden. Eine mit einem juxbt tir * . juni Tt* \ Oerttien, |dbt sedr ° io® fltlun ttlappk abgenoxnm WtTt' auf dtif i solche» $ flebkamei W* ad taS P aUenttjalb' limmtnge Hezsthal'k die Vevö! nähme I-I-» '* jurÜf 3 1870 in S rubem un« einige N itefe Veute Sie liehen »al das Uijufrieoer aul. Unb vch W existinv tö ttlürfnifin ' Kit kaut Vang, Wntitintbmi magtn von llcheo armen ju ermflglid gatten den • 0tf5l d Fiume «gtomdrüg rlt hübschen iw entbehren. Seelenheil an den nai blick auf b theUigem ( Uebelftanbe Hauleigemi Bögelchen a fo bod) mit IN’»- D befahl an 1 "izt ein hi 1 - An 1390 <5tubi Z-cuItSi }j|)i °'e mebitinlf, b-ttLgi 67. . inmatrlcuitri ”on Mn b, '?der'o„en kHU0* Oaf k ^dwtogj, & 371 2“leellstadt. Mainz, Offenbach, Gießen, Worms, ftantitie Stadtbriefe, Postkarten und Drucksachen, deren Bestellung am 1. Januar früh gewünscht wird, bereit» vom 26. December ab zur Einlief ec ung gelangen können. Der Abfender h.l derartige Briefe in einen Briefumschlag zu legen und diesen mit der Aufschrift zu versehen: »Hierin srankirte Reniahrsbriese für den Bet.* Diese offenen oder geschlossenen Briefumschläge, die rllchl fiantht zu werden brauchen, können entweder am Postschalter abgegeben werden ober, soweit eS ber Umfang gestattet, in die Briefkasten gelegt werden Die Absender solcher srühzeiltg eingelieferten Briefe können einer pünktlichen Bestellung derselben zum Neujahrstage gewiß sein. Voraussetzung ist allerdings bienet. daß die Wohnung ber Adressaten möglichst genau, d. b nach Straße, Hausnummer unb Lage — ob eine ober zwei Treppen rc. unb zwar unterhalb ber Angabe des Bestimmungs- orts, auf die Briefe niedergeschrleben wird. Ueberhaupt ist cs zur Sicherung einer schnellen Beförderung unb Bestellung ber Post- fenbungen, nicht nur zur Neujahrszeit, von größter Wichtigkeit, wenn außer ben vorbezeichneten Angaben auch ber Bestimmungsort auf ben Postsenbungen möglichst beutlich unten rechts in ber Ecke mit großen lateinischen Buchstaben vermerkt wirb. AuS blesen Angaben muß auch bie Lage bes Bestimmungsortes, namentlich bei weniger bekannten Orten, uniroeifelbafi hervorgehen. Zu berartlgen Bezeichnungen eignet sich bie Angabe bes Staates unb bei größeren Staaten bes politischen Bezirks (Provinz, NegierungsbezlrkS), ober auch bie Angabe von größeren Flüssen („an der Oder", „an der Elbe", „am Rhein", „am Main" rc.) ober von Gebirgen („am Harz", „im Odenwald rc). Nicht minder sind zusätzliche Bezeichnungen, wie „in Thüringen", in ber Altmark", „Im Rheingau" rc. für den Zweck geeignet. Bet Postsendungen nach vrtfchafts« ohne Postanstalt ist auf ber Adresse außer dem etgenlttchen SÖefitmmungtode noch die Bestell Postanstalt anzugeben. Gtebt eS mtt dem Bestimmungsorte gleich ooer ähnlich lautende Postorte, so tst dem Ortsnamen eme zusätzliche Bezeichnung belzusügen. Ein Verzeichntß der gleichnamigen ober ähnlich lautenben Postorte kann zum Preise von 15 Psg. bei jeher Reichs - Postanstalt bezogen werben. Liegt ber Bestimmungsort einer Postsendung in einem fremden Postgebiete, io tst bei den weniger bekannten Orten auch bad Land oder ber Landestheil auf ber Abreff anzugeben. Bei Briefen nach Berlin ist, außer der Wohnung des Adressaten, der Postbezirk (N., N. O. «.), in dem die Wohnung sich befinde,, auf der Adresse hinter ber Ortsbezeichnung „Berlin" zu vermerken. Die genaue Beachtung dieser Punkte trägt zu einer beschleunigten Beförderung der Postsendungen wesentlich bei und liegt daher in erster Linie im eigenen Interesse der Absender. Schließlich wollen wir, um nochmals auf den NeujahrSverkehr zurückzukommen, nicht unterlassen, Den Absendern von Neujahrs- briefen ben möglichst frühzeitige« Ankauf de« erforderliche« stireimarkeu und die Abundung ber Neujahlsbriese nach auswärts eiuige Tage VS« Sleniahr bringend anS Herz zu legen. Denn erfahrungsgemäß ist ber Andrang an ben Postschaltern am 31 December ein so ungeheuerer, baß es trotz ber umfassendsten Vorkehrungen ber rc-ostbehö.de oft nicht zu oermelben ist, wenn an diesen T/igen Stockungen am Schalter elninten. Wer also zur Erlangung seiner Freimarlen nicht längere Zeil am Schalter stehen vnll, waS gerade nicht zu ben Annehmlichkeiten gehört, der mache seine Einkäufe schon einige Tage vor Jahresschluß. Auszug au» den Stan-esaimtsikegrft«*itz der Stadt Gießen. Mufgeoo»,. December: 16. Jacob Ludwl Mittelhaufee, Rottenardeiter zu Groß-Moyeuvre, mit Anna Reitz Hierselbst. 17. Dr, Alexander August LouiS Büchner, pracitscher Arzt zu Schotten, mit Anna Ida Marie Scheel hiersettst. 19. Anton Kleine, Zuschneider dahier, mit Karoline Katharine KonigSseld zu Mainz. G-sfaliabnuo»«. December: 14. Johann MatihänS S.lzer, Militär-Intendantur- Bureau Diätar zu Cassel, mit Sophie Friederike E-ntlie Elisabeth Wiechard hierselbst. 18. Adam Volz, Schneider dahier, mit Elise Hahn hierselbst. •Ooreiu. _ _ . December: 8. Dem Fuhr knecht Heinrich Roh ein Sohn, Johann Georg. 10. Dem Schuhmacher Adolf Schwan eine Tochter. 12. Dem Barbier Adolf Langsdorf ein Sohn, Robert Karl. 13. Dem Buchbinder Justus Wölke eine Tochter. 14. Dem Zimmer meister August Helfenbein eine Tochter. 14. Dem Sergeanten Adam Willhardt e ne Tochte,, Jessy Käthe. 15. Dem HilsSheizer Geora L-chardt eine Tochter, Dorothea Margarethe Marie. 15. Dem Fuhrmann Ludwig Hofmann HI. ein Sohn. 16. Dem Postasststenten Ludwig Da hm er cme Tochter, Anna Marie Louise Auguste Mariha. 19. Dem Tag- löhner Balthasar Jung II. eine Tochter, Luise. 20. Dem Zuschneider Wilhelm Söhnet ein Sohn. «astorbsue. December: 13. Katbarine Rühl, geb. Wittich, 51 Jahre alt, Ehefrau von Spenglermetster Gustav Rühl dahier. 14. Carl Maar, 26 Jahre alt, Briefträger von Homberg a. d. O. ".Wilhelm Rau, 36 Jahre alt, Maschinenmeister dahier. 17. Philipp Emil SHneider, 2 Monate alt, Sohn von Fuhrmann Karl Schneider dahier. 17. Julie Weitz geb. Keck, 82 Jahre alt, Wiitwe von UnioerfitätS-Gärtner Heinrich Weiß dahier. 19. Johanne« .Heinrich Lemp, 47 Jahre alt, Bahnarbeiter dahier. Auszug aus deu ICircbcnbüdyern der Stadt Wietzen. Evangelische Gemeinde. Getraute. MatihäuSgemeinde. Den 15. December. Theodor Philipp KlöS, Jnstituls-Diener zu Gießen, u.id Margarethe Katharine Ettsabeth Sann, loater bei Fuhrmann« Johannes Sann zu Gießen. Den 18. December. Adam Volz, Schneider zu Gießen, und Elise Hahn, Tochter de« oerstorbrnen Bürgermeister« Luca« Hahn zn Lehnheim. MarkuSgemeinde. , . Den 15. December. Johann Matthäus Selzer, Miliiär-Jnten« dantur-Bureau-Diätar zu Cassel, und Sophie Friederike Emilie Elisabeth Wiechard, Tochter des LocomotivsührerS i. P. Daniel Wiechard zu Gießen. Getaufte. MatihäuSgemeinde. Den 15. December. Ein unehelicher Sohn, Hermann, geboren den 6. December. LukaSgemetnde. Den 15. December. Dem Posthilssbolen Heinrich Emrtch eine Tochter, Auguste, geboren den 13. November. JohanneSgemeinde. Den 15. December. Dem Weißbinder und Lackirer Georg Wagner ein Sohn, Georg Richard, geboren den 28. September. Beerdigt«. MarkuSgemeinde. Den 15. Drcember. Karoline Rühl, geb. Wittich, Ehesrau des Spengler« Gustav Rühl, 51 Jahre alt, starb den 13. December. Den 19 December. Jultt Weiß, geb. Keck, Witiwe bei verstorbenen IttiiverstlätS-GärtnerS Heinrich Weiß zu Gießen, 82 Jahre alt, starb den 17. December. JohanneSgemeinde. Den 17. December. Wilhelm Rau, Maschinenmeister, 36 Jahre alt, starb den 15. December. Den 18. December. Johann Heinrich Hoffmann, Rentner, ein Wittwer, 86 Jahre alt, starb den 16. December zu Rheindürkheim, Kreis WormS. Mrchttche Anzeigen der evnng.Genreinde. Der NachmittagSgotteßdienst in der Siadikirche mit E-rist- befcheerungSfeier für die Kleinkinder schule beginnt nicht um 3*/« Uhr, sondern erst um 4 Uhr. Veekehe, Land- und volk-wiethschast. Gieße«, 21. December. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenuiarkt kostete: Butter pr. Pfd. X 0.80—0,90, Hühnereier pr. St. 7—8 H, 2 St. 00 H, Enteneier pr. St 00 H, Gänse- eier pr.St. 00-00 Js, Käse pr. St. 4-8 A. Käsematte pr. Et. 3 Js, Erbsen pr. Liter 18 Linsen pr. Liter 28 Tauber» pr. Paar JL 0,70 bi8 0,80, Hühner pr. Stück 1,00 bis 1,20, Hahnen pr. Stück X 0,75-1,00, Enten pr. Stück X 1,60-2,10, Gänse pr. Pfund X 0,44-0.54, Ochsenfleisch pr. Pfd. 72-76 Jj, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 66— 68 H, Schweinefleisch pr. Pfd. 56 bi« 68 H, Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 72 Kalbfleisch pr. Psd. 60-64 4 Hammelfleisch pr. Pfd. 60—70 Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,50 bis 0,00 X, Weißkraut pr. Stück 8—16 4» Zwiebeln pr. Centn er X 3,00-4,00, Milch pr. Liter 16-20 H Stuttgart, II. Decbr. (Allgrmeiner Deutscher Versicherung«' Verein.) Im Monat November 1895 wurden 730 Schadet fälle regulirt. Davon entfielen auf die Haftpflichtversicherung 191 gälte wegen Körperverletzung und 101 wegen Sachbeschädigung; auf die Unfallversicherung dagegen 984 Fälle, von denen 1 den sofortigen Tod und 6 eine gänzliche oder theilweise Invalidität der Verletzten zur Folge hatten. Von den Mitgliedern der Sterbe kaffe sind im gleichen Zeiträume 54 gestorben. Neu abgeschlossen wurden im Monat November 4428 Versicherungen. Alle vor dem 1. September 1895 der Unfall-Versicherung angemelbeten Schadenfälle (incl. der Todes- und Invaliditäts-Fälle) fltid bis auf die von 77 noch nicht genesenen Personen erledigt. = A. Gretscher, Giessen Neustadt 78. 61lessen empfiehlt Loose aller genehmigten Lotterien. —Prompte Zusendung der Gewinnliste. — vbol. Seit einigen Tagen kommt dieses weltberühmte Präparat auch in kleineren Flacon« zum Preise von 85 Pfennigen in den Handel. Das Dresdener Chemische Laboratorium Lingner hat dieses kleine Flacon crettt, um auch solchen Leuten, die nicht Lust haben für einen Versuch anderthalde Mark auSzuaeben. ans d.lligere W.ise Gelegenheit zu bieten, sich von den vielgerüyrr.ten Wirkungen des Odol« selbst zu überzeugen. — Im Uebrigen eignen sich di.se allerliebst au-sehenden Spritz-FlaconS sehr gut zu kleineren Weihnachtsgeschenken. 445 Feinste Preitzelbeeren 1*5*1 Mermtschte Anzeigen. Bauer'scher Gesangverein 3500 Wellen im Hotel Einhorn. Anfang 8 Uhr. Der Vorstand. Jf (zweiter Feiertag), Abends 8 Uhr: 1896 Der Vorstand 10590 Der Vorstand 10585 Kutscher-Kerem Gieren trül’sehe UniF.-Bnth- d. Sieiodratkerei 10584 W eihnachtsbescheerung 10688 Unterlassen Sie nicht 10118 MAGGI5 5Uuc getrocknete Kastanien, Mene eiflgefenfe Pftaumen, Suppenwürze n // // // n H Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Ph. Herrmann. L. Äobkrmann 11. S. Stufet. An« »oll 11. Eichen-Reifig, Buchen« „ (Pietsch 4 Scbeyda) Giessen, Schulstrasse 7. mit am der i der Sichku-Nuhschettholz. Eichen-Schettholz, Buchen. „ Eichen-Knüppelholz, Buchen- „ Eichen-Stockholz, laufen. Abzugeben gegen Belohnung Entree 30 Vfa im Starkenburger Corpshaus.1----------— im ^Lotet Linhorn Freunde des Vereins willkommen. QiekwDnsth-Karten sowie sonstige Drucksachen fertigt in eleganter Ausstattung an Bier im Glas. Anfang 8 Uhr. Die Beerdigung des Kameraden Johannes Uenip findet Sonntag, den 22. d. Mts., Nachmittags l’/g Uhr vom Sterbehause, Lömengasse 28, aus statt. Zusammenkunft um 1 Uhr bei Wirth Arnold, Bahnhofstr. 7, im Schipkapatz. 10577 Suppen-Würze. Feinste Gesangverein Gemüthlichkeit. Am 2. WeihnachtSfeiertag Christbescheerung und Tanzunter- Haltung im Saale des Herrn K Häuser, Schiffenbergerthal. Karte» L 30 Pfg. sind an der Kaffe zu haben. Anfang 8 Uhr. Weihnachtsfeier Di- Sammlung z» einer Wrihnachtsb-sche-ru^gsLr | tH SteWS GärtOU. arme Kinder ergab 484 Mark und konnten 360 Kinder mit Geschenken _ . _ t t erfreut werden. Geschenke im Werthe von mindestens 50 Pfg. zur Tausch-Verloosung Herzlichen Dank den edlen Gebern! 10579 Pnb vorher bei Mitglied Haßler, Marktplatz, abzugeben. M. Dornseiff. M. Schlosser. I. Wimmenauer. 10580 Der Vorstand. empfiehlt Heinrich Wallach. Pser-e-Verkauf. I Wegen Aufgabe der Oeconomie stnd bei Rentmeister Schmidt in Londorf zwei Pferde, im Alter von 9 und 11 Jahren ;u verkaufen. Em ZWkUockUagkll zu kaufen gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bl. 10600 1 512 5 81 204 94 113 109,5 69 ist besonders für diejenigen ein kleiner Schütz, welche ohne viel Zuihaten rasch eine gute Suppe oder ein kräftiges Mahl zu bereiten haben. Carl Schwaab, Host, SelterSweg Bestens empfohlen werden Maggi'S praktische Gt-tzhühvche« ,um sparsamen und bequemen Gebrauch der Steins Saalbau Heute Sonntag, den 22 December: Jnfoltze hLufig i« letzter Zeit »orgekommener Jrrthümer, mache «eine verehrt. Abnehmer darauf aufmerksam, daß mein Ausläufer bei« Rachfrage« stets ei« oebruektes VreiSveezetchnist meiner ffirma mit sich führt «nd solches vorzetgt. Hochachtungsvoll Hamburger Fischhandlung (91. Koch Nachs.) i0587 Neueubäuen. Punsch«Esienzen, I Janaiea-Ran. A.rrac, Corea«, Deee41ctincr, sowie and-re ff. Lique«re 10588 löste empfiehlt Heia rieh Wallach. Mfina-LL Datteln, Zeigen u. f. w. empfiehlt Heinrich Wallach. Kunstverein. Die Ausstellung bleibt wegen Aufstellung neu eingetroffener Bilder bift Dienstag den 24. d. Mts, geschloffen. 10581 5HT Frische Hefe empfiehlt [10578] J. Thoma. Gießen: W. «. «oll. „ W. Schomder. m «ob. Stuhl. . « A Wallenfels. 10314 Forsthause Hochwarte am Lumpen- mannflbrunnen. ließen, den 21. December 1895. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth 10594 Moutag,S0.Decemberl8VS, Bormittags 9*/, Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald, in den D-stricten Aue, Grubenkopf und Fauler Boden, versteigert werden: Fichtenstamm mit 0,28 Festm., Fichtenstangen mit 15,62 „ Rmtr. ' 3900 „ 4150 „ Radel- „ Die Fichtenstangen sitzen im District Fouler Boden und kommen am Rach« mittag zum Ausgebot. Die Zusammenkunft ist bei dem Concordia. Am zweiten Feiertag: Weihnachts-Feier Oe Buchen- u Zitherverein Zur g*efl. Kenntniss! Sonntag bco 22 Decbr. großes Abend-Eoncert । auSgekübrt von der Entlaufen. Z 2 Är*W-Ik. 116, |itftr Willjtla ® imttr persönlicher Leitung de- Großh. Musikdirector- Herrn C. Krauße. biltlb opff) mit tdpiGIiß otif l Ä11 ff 116 tnnA ' Potpourri^ von Ä 8 bei zur Hund, gelb mit weißer Brust, ent Aufführung. Jh« Schvhe wöch-n,l/, Uhr, aus dem L a h n ft e i n. Iu öevorfiehendenKeiertagen bringe meine schön eingerichteten Localitäten in empfehlende Erinnerung. 1j. Feld haus, Restaurateur, Liebigstr. 64. Concerthaus Lahnstein. Am dritten Weihnachtsseiertage Concert der Jugendcapelle mit darauffolgendem Tanz. Entree: Herren 20 Pfg., Damen 10 Psg. Anfang Nachmittags 4 Ubr und Abends 8 Uhr. 10602 WeihnachtSbescheerung Concert und komischen Borträgen 2. Feiertag, Abends 8 Uhr, in Restauration Christian Haubach an Lahnbrücke Entree frei. Der Vorstand. Alpenröschen. Abends H Uhr: Dwtf m> ®*,el vrStzl'sch« Änroerritete-ÖMdp hi 6te«nbrxdttri tPiclsch & Echeyda) Stt»acn»u: 1. kchehtza. in Gleßnr. em «floiu, 25 Pfg. 20 Pfg. Der Ltadtauflagc der heutigcu Nummer liegt *’n? Geschäfts < Empfehlung der Firma W. PH. Fillmaao, (Mas-, Porzellan- und LuxuSwaareu»Handlung, Oiehen, Marktftratze 17, bei. 10383 Die Flaschenbier - Handlung von Emil Schmall HMn Hch empfiehlt: Prima Münchener Bürgerbräu. . . . pei Flasche 30 Pfg. Prima Culmbacher Exportbier . . . . per Flasche 30 Pfg. 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