' mibilnd ßlmmcr > jwwMn^ “"•sä"* «NnunyuDtrmi^ -----i ^6bT3^'- g vermieihen. ' * I. ääSjw*"® MsrLECiock in *« finm w <- tdenthekt .ade gesucht- ' ttya$J7jm_2^ UiUU L und Nf^ M-T? 7 rj SEM MatzlU lön nwMIrtt Rimmer, mc l.nfion, ju otrmitthiv. ’önnen noch einige ^ns j erhalten. i mSbiirteS Zimm,: nsion, zu vermielhm. -reueaväuev lv, l r möbl. Zimmer, im tr Slcck, zu verniitthtn. -küadtk-etftra-ttt ei ineinandergehende, ti; immen oder getrennt, in ■ lioersiiäl, zu emnleifa n der Erpel», d. 81- Nr. 248 Erstes Blatt. Dienstag den 22. Oktober Der (früftrntr Aazeiger ,rscheint täglich, mit Ausnahme deS Montag». Die Gießener Wamtktendrslter werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeig er Kenerat-Mnzeiger. 1898 viertegöhrtger Kdonllemeatrprets» 2 Mark 20 Pfg. mir Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Psg. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchukstraßc Ztr.?. Fernsprecher 51. Aintr- Nttd Anzeigeblatt für den Kreis Gieren. Hratisöeitage: Kießener Kamilienökätter Alle Annoncen-Bureaux deS In« und Au»lande» nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für de, folgenden Tag erscheinenden Nummer btl Lorm. 10 Uhr. Deutsche- Reich. Berlin, 19. October. Wie die „Post" vernimmt, ist nunmehr von der leitenden Marinebehörde der Plan endgiltig aufgegeben, daS am 28. August d. I. in einem Sturm in der Jammerbucht untergegangene Torpedoboot „3 41" ganz ober getheilt zu bergen, da trotz aller angestellten Versuche das Boot nicht hat aufgefunden werden können- es wird daher an einen Ersatzbau für „8 41" zu denken sein. Bochum, 19. October. In der heutigen Sitzung des Schöffengerichts wurde der erste Staatsanwalt Buchner wegen schwerer Beleidigung des Fabrikanten Barlen zu 50 Mark Geldstrafe verurtheilt. München, 20. October. Anläßlich der Enthüllung des Kaiser Friedrich-Denkmals in Wörth hat Prinz-Regent Luitpold folgendes Telegramm aus Berchtesgaden an den Kaiser erlassen: „An der Enthüllungsfeier zur ehrenden Erinnerung an den ruhmgekrönten Führer der dritten Armee nehme ich auch in der Ferne Antheil und es drängt mich, die Gefühle an dem heutigen Feste auszusprechen. Luitpold." Hierauf traf vom Kaiser in Berchtesgaden folgendes Ant« worttelegramm ein: „Der Ausdruck der warmen Theilnahme am heutigen Tage hat mich hochbeglückt. Ich handle im Sinne meines hochseligen Vaters, des Führers der dritten Armee, wenn ich angesichts des heute enthüllten Denkmals, welches ein Zeichen der festen Waffenbrüderschaft bilden wird, dem ruhmreichen Antheil der bayerischen Armee gedenke und ihnen daher auch meinerseits die innigsten Glückwünsche am heutige Tage darbringe. Wilhelm, I. R." Straßburg, 19. October. Bei dem Diner am gestrigen Abend im Kaiserpalast waren außer den anwesenden Fürst« ltchkeiten eingeladen: der Reichskanzler, der Statthalter, die Räthe erster Klaffe, die Generalität, baß Gefolge ber fürstlichen Persönlichkeiten. Reben würben nicht gehalten. Orden haben erhalten: StaatSsecretär v. Puttkamer den Kronen- orbcn erster Klasse, UnterstaatSsecretär v. Schraut den Titel Excellenz, General v. Mischke den Rothen AdlerOrden erster Klaffe mit Brillanten, Bildhauer Baumbach wurde zum Professor ernannt. Straßburg, 19. Dctober. Die Kaiserin besuchte heute Vormittag in Begleitung des Bürgermeisters Back, des Ober« Hofmarschalls v. Mirbach und der Gemahlin des Statthalters «och weiter die Magdalenen-Kirche, die Anstalt der K einen Schwestern der Armen und das Münster, wo sie vom Bischof Dr. Fritzen empfangen wurde und eine Viertelstunde verweilte. Der Kaiser ist um 12 Uhr 52 Min. wieder hier eingetroffen. DaS Wetter ist sehr günstig. Straßburg, 19. October. Im Statthalter-PalaiS fand um 2 Uhr die angekündigte Tafel statt, zu welcher alle nach hier anwesenden fürstlichen Persönlichkeiten erschienen waren. Nach Aushebung der Tafel begab sich der Kaiser in daS Kaiser-Palais, um Audienzen zu ertheilen und Regie- rungSgeschäfte zu erledigen. Um 5 Uhr trat der Kaiser mit seiner Gemahlin die Rückreise nach Potsdam an. Am Bahnhofe hatten sich zur Verabschiedung vom Kaiserpaare ein- gefunden: der Großherzog von Baden nebst Gemahlin, der commandireude General deS 15. Armeecorps, General v. Blume, der Statthalter, StaatSsecretär v. Puttkamer und UnterstaatSsecretär v. Schraut, Baron Zorn v. Bulach, der Präsident der Reichseisenbahnen, MebeS, der BezirkSpräsident, Freiherr v. Frehberg, Bürgermeister Back und andere hohe Persönlichkeiten. Vor der Abreise sprach der Kaiser wiederholt seine Befriedigung über den Empfang im Elsaß auS. Im Laufe des heutigen Abends werden die übrigen Fürstlichkeiten ebenfalls abreisen. Prinz Heinrich von Preußen begibt sich btrect nach Berlin, um am 22. d. M. dem Geburtstage der Kaiserin beizuwohnen. Straßburg, 19. October. Punkt 8 Uhr fuhr der Kaiser in Begleitung deS Prinzen Heinrich, des Statthalters, deS Chefs des Ingenieur Corps, von der Goltz, mehreren anderen Generalen und hohen Beamten mittelst SonderzugeS nach Mutzig, wo er sich mit der Drahtseilbahn nach dem Fort Kaiser Wilhelm zur Besichtigung desselben begab. Hierauf fuhr der Kaiser per Wagen etwa zwei Stunden lang durch daS kaiserliche Revier von Struth. Mit einem früheren Zuge sind der Landforstmeister Mayer und mehrere hohe Forstbeamte abgereist, um den Kaiser im Revier zu empfangen und zu begleiten. In Urmatt bestieg er von Neuem den Zug, um nach Straßburg zurückzukehren, wo er kurz nach 12 Uhr ankam. Um 2 Uhr folgte der Kaiser einer Ein- ladung zum Statthalter zum Diner. Die Kaiserin Friedrich ist kurz vor zehn Uhr nach Berlin abgereist. Die Kaiserin Victoria gab ihr daS Geleite bis zum Bahnhof. Heute Vormittag besuchte die Kaiserin Victoria mehrere Wohl- thätigkeitSanstalten, darunter die Krippe und daS Lehrerinnen- Heim. Mutzig, 19. October. Um B1^ Uhr traf der Kaiser —— in Mutzig ein und begab sich sofort auf die Veste Kaiser Wilhelm, wo er V/t Stunde mit der Besichtigung zubrachte. Sodann bestieg er den Wagen, um in den kaiserlichen Forst Struth zu fahren. An-land. Wien, 19. October. In Kutth bei Kolomea (Galizien) erhielt der Propst durch die Post eine Schachtel, welche angeblich eine Lampe enthielt. Der Propst schöpfte Verdacht und verweigerte die Annahme. Bei Oeffnung der Schachtel fand man in derselben eine Höllenmaschine, sodaß offenbar ein Attentat gegen den Geistlichen geplant war. Paris, 19. October. Nach eingezogenen Erkundigungen ist die gestern von verschiedenen Blättern gebrachte Nachricht über die Verhaftung des bayrischen Offiziers v. Stuben- rauch erfunden. Paris, 19. October. AuS Lille wird mitgethellt, daß sich daselbst ein Ausschuß von Gelehrten und Industriellen gebildet habe, welcher eine Subscription eröffnete, um zu Ehren Pasteurs ein Denkmal zu errichten. Sofia, 19. October. DaS maccdonische Organ erklärt, die macedonische Revolution sei nicht erloschen, sondern der Kamps gegen die türkische Tyrannei werde bald wieder anfangen. Neueste Nuchviehten» WolffS telegraphisches Correspondmz-Bureau. Berlin, 20. Dctober. Wie die Morgenblätter mitthellen, ist dem Oberhofmeister der Kaiserin, v. Mirbach, zu Schloß Urville eine Adresse der vereinigten Vorstände deS Pfingsi- hauseS und der Pfingstcapelle zu Potsdam überreicht worden, in welcher demselben der Dank für seine Förderung von Kirchenbauteu ausgesprochen wird, zugleich mit der Bitte, zu gestatten, daß ein Blldniß von Mirbach im neuen Sitzung«- saale der FriedenSkirchenparochie aufgehängt werde. Wildparkstatiou, 20. Dctober. Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin trafen heute früh 8 Uhr hier wieder ein. Rom, 20. Dctober. Aus Ancona wird gemeldet, daß ein auf hoher See vom Unwetter überraschtes Torpedoboot bei Falconava drei gekenterte Barken antraf, an die sich sieben Fischer anklammerten. Der eigenen Sicherheit wegen mußte daS Torpedoboot jedoch die verzweifelnd um Feuilleton. Wochendriese aus der Residenz. (Originalbericht deS „Gießener Anzeigers"). Z. Darmstadt, 17. ütober. Vegiuu der Concert Saison. Vom Journalisten- und Schriftsteller- Verein. Premiere im Großh. Hoftheater. Berhältnißmäßlg spät öffnen in diesem Jahre die Concert« säle ihre Pforten zu Darbietungen, die wirklich die Signatur der beginnenden „Saison" an sich tragen. Die außerordentlich günstige Witterung ließ die reine Luft und die Ruhe auf den sonnigen Bergen des nahen DdenwaldeS und der benachbarten Bergstraße noch verlockender erscheinen als die Schwüle des ToncertsaaleS mit seinen mannigfachen nervenerregenden Ge- nüffen. Indessen einmal muß auch da der Anfang gemacht werden und so ist es denn in der zweiten Hälfte der ver- gangenen Woche geschehen. Den Beginn bezeichnete eine Soiröe, deren Hauptanziehungspunkt die indianlsche'„Prinzessin" Margurita PreahuntaS bot. Eine geschäftige Reclame hatte über die Lebensschicksale der jungen Dame einen leibhaftigen Raman veröffentlicht und so die Erwartung auf die von ihr in Aussicht gestellten musikalischen Darbietungen nicht minder hoch gespannt, als die Neugierde, ihre Persönlichkeit kennen zu lernen. Man muß gestehen, daß nach beiden Seiten hin man nicht enttäuscht wurde. Die „Prinzessin" ist eine junge Indianerin von sympathischer Gestalt mit einnehmenden Zügen und graziösem Auftreten, die von ihr gewählte phantastische Toilette erhöhte den vortheilhaften Eindruck ihrer Persönlichkeit um Vieles. Auch ihre Stimme, die in Frank, reich ausgebildet worden sein soll, ist von nicht gewöhnlichem Umfang und entbehrt nicht des metallischen Klanges, wenn- gleich noch etwas Schulung ihr kaum nachtheilig gewesen wäre, durch die jedenfalls gewisse Excentritäten, die dem Vortrage noch anhaften, auch ausgemerzt worden wären. Unter den übrigen in dem Concerte Mitwirkenden dürfte vielleicht noch der bekannte Liedercomponist Ludolph Waldmann interessiren, der durch eine Reihe hübscher Recltationen dem Programm eine angenehme Abwechslung verlieh. Das erste wirklich große Concert der Saison war die Aufführung von Händels „Messias" durch den hiesigen Musikverein. Gerade dieses gewaltige Werk des alten Meisters bildet einen vorzüglichen Prüfstein für die Leistungen und das Können eines Chores, eine Thatsache, die ja überall, wo große Mufikfeste gefeiert werden, stets von Neuem bewiesen wird. Trotzdem nun dem hiesigen Vereine die dort ja stets verfügbaren riesigen Kräfte lange nicht zu Gebote standen, sondern die Zahl der Mitwirkenden eine relativ geringe war, gelangten dennoch die prächtigen Chöre unter der künstlerischen Leitung des HoscapellmetsterS W. de Haan zu wahrhaft glänzender Wiedergabe, besonders das wunderbare „Halleluja" entfeffelte nicht endenwollende Beifallsstürme Seitens des außerordentlich zahlreich erschienenen Publikums. Der concertgebenbe Verein wurde in der vorzüglichen Bewältigung seiner nicht zu unterschätzenden Aufgabe durch die Mitwirkung namhafter auswärtiger Solisten, wie des Tenoristen Robert Kaufmann (Basel), deS Bassisten W. Feuten (Düsseldorf), der Altistin Frau Walter ChoinanuS rc. und der Großh. Hofcapelle, die den orchestralen Theil mit gewohnter Virtuosnät durchführte, wesentlich unterstützt. Die Reihe der hervorragenden musikalischen Darbietungen ward in dieser Woche fortgesetzt durch ein großes Concert, daS der Männerchor „HumanitaS" arrangirte. AuS dem geschmackvoll zusammengesetzten Programm interesstrte neben den „Erinnerungen an JlinSkoe", einer reizvollen Composition Sr. König!. Hoheit des GroßherzogS, ein größeres Werk für Männerchor, Soli und Orchester, „Aegirs Dank", baß hier seine Erstaufführung erlebte. Der Text desselben, den G r e g o r Samarow verfaßte, behandelt ungefähr folgende Scene: Durch den „Sang an Aegir" ist der feit Jahrtausenden schlafende Beherrscher der Wogen erwacht. Er schickt Boten aus, um zu erforschen, wer ihn aus der Ruhe erweckte. Darauf wird ihm die Kunde, daß der Germanen Herrscher zu Schiff baß Meer durchfährt und als Hort des Friedens gen Norden zieht. Doch der Alte schüttelt ungläubig daß Haupt, läßt fein Drachenschiff lösen und eilt selbst empor, um die Wahrheit zu ergründen. Da begegnet ihm des deutschen Kaisers stolzes, mit dem Adler beflaggtes Schiff, er ist überzeugt und stimmt frohlockend den Lobgesang an: Alfadur sei gepriesen rc. Daß Ganze klingt auß in einem Hymnus auf den höchsten Hort deß Friedens. Hierzu hat Musik- btrector Keifer eine außerordentlich wirkungsvolle Musik geschrieben, die in volkßthümlichen, leichtsaßlichen Melodien gehalten, ihrem talentvollen Autor alle Ehre macht. Wie in den hiesigen TageSblättern geschrieben wird, haben sowohl Se. Majestät der Kaiser als auch Se. Königl. Hoheit der Großherzog das neue Werk huldvollst entgegengenommen und Ihr Allerhöchstes Interesse für dasselbe auszusprechen geruht. Auch der Darmstädter Journalisten- und S ch r i f t st e l l e r - D e r e i n hat seine dieSwinterlichen geselligen Veranstaltungen eröffnet. Recitirt wurden diesmal Gedichte von Th. Storm, G. Keller und K. F. Meyer, über deren Leben und Wirken der Präsident des Vereins sich bei Beginn des „Abends" eingehender verbreitete. Neben den genannten Darbietungen sorgten verschiedene hiesige erste Künstler und geschätzte Mitglieder der Hofoper durch vocale und instrumen- täte Vorträge für Abwechslung in dem mit künstlerischer Feinheit verfaßten Programm. Im Großh. Hoftheater bildete den Mittelpunkt der Aufführungen seit der vergangenen Woche die Premivre einer Lustsplel-Novität von G. Davis: „Die Katakomben". DaS Stück behandelt baß Leben der an die düsteren Schreib« stuben und dumpfen BureauS der großen Gerichtshöfe und Behörden gefeffelten Glieder der menschlichen Gesellschaft, denen Aussichten auf irgend ein annehmbareres Dasein nur dann winkt, wenn sie entweder zufällig „entdeckt" werden ober ihnen Protection und vor Allem „weibliche" zu Theil wird, nicht ohne Witz geißelt der Verfaffer dabei die in seinem Lande, in Oesterreich, noch herrschende GünstlingSwirthschaft. Leider verführt ihn jedoch sein Streben nach allzuviel Satire häufig zu Plattheiten, unter denen der Eindruck und Ton des Ganzen empfindlich leidet. Trotzdem war der Erfolg der Novität ein sehr starker. Hilfe Schreienden ihrem Schicksale überlassen. Nur einer von den Sieben wurde noch lebend von den Wogen an den Strand geworfen. Shanghai, 20. October. Nur der dritte Ingenieur und elf Chlnesea von der Besatzung des Transportschiffes „Kung- pat" wurden gerettet. Die Zahl der an Bord befindlichen Mannschaft betrug 400. Depeschen bei Bureau .Herold*. Berlin, 20. October. Bor der zweiten Strafkammer (Brausewetter-Kammer) stand gestern gegen den Redacteur des „Vorwärts", Dterl, wegen Beleidigung der Kieler Polizeibehörde Termin an. Bon Seiten des Angeklagten wurden Präsident Brausewetter und der LandgerichtSrath Granoke wegen Befangenheit abgelehnt. Da ein Ersatz- richter nicht zur Stelle war, mußte die Verhandlung vertagt werden. WB. Berlin, 21. October. Die „Dirschauer Zeitung" meldet: In Sajonschek bei Skurz, Kreis Pr.-Stargard, brannte am Samstag Abend ein KathenhauS ab. Zehn Kinder verbrannten, fünf wurden gerettet. Die Eltern arbeiteten auswärts. Man vermuthet ein Bubenstück. Der Krieg von 1870|71, geschildert durch Ausschnitte aus ZeitungS-Nummern jener Zett. (Nachdruck verboten.) 22. Oktober. Zu den eigenthümlicheu Schöpfungen, welche der Krieg in Berlin hervorgebracht hat, gehört die große Wurst- fabrtk. Ein Berliner Koch, Grünberg, hat ein sogenannte Erbswurst erfunden und sein Geheimniß dem KriegSministe- rium für den Preis von 37,000 Thalern verkauft. DaS Fabrikat ist nicht nur eine Erbswurst, sondern ein vollständiges Erbsengericht, in einen Darm gefüllt, getrocknet und dauerhaft gemacht. DaS Geheimniß besteht in einem Zusatz von Salzen u. s. w., welche verhindern, daß die „Wurst" säuert. Die Vtehheerden brauchen dem Heere nicht mehr nachgetrieben zu werden, man ist also nicht in Gefahr gesetzt, daß Seuchen unter dem Vieh auSbrechen und die vielen tausend Centner Knochen und Häute bleiben zu Hause und am großen Markt. Die Wurftfabrik beschäftigt ein Arbeiterpersonal von 1200 Personen, von denen 20 Köche an je zwei Wurstbreikeffeln die Maffe bereiten, die von 150 Wurstsprttzen in die Därme getrieben wird. Frankreich würde sich vielleicht fügen, Friedenspräliminarien aozunehmen unter der Bedingung: Schleifung von Straßburg und Metz, sowie Zahlung von zwei Milliarden Kriegsentschädigung. Preußen besteht aber auf Abtretung des Elsaß und eines ThetlS von Lothringen. Paris wird nun auch zwei AmazoneacorpS haben. Das eine soll von einem Herrn Bellh organifirr werden. An der Spitze des andern steht ein Frauencomitv- beide verlangen Zuavenhofen und Waffen, um auf die Wälle zu gehen. Versailles, 21. October. Heute Mittag französischer Ausfall mit bedeutenden Kräften vom Mont Valerien auS unter den Augen Seiner Majestät des Königs siegreich zurückgeschlagen. BiS jetzt constattrt: Ueber 100 Gefangene und zwei Feldgeschütze in unseren Händen. Dteffeittger Verlust verhältnißmäßig gering. Wenn über dieses Gefecht, wie nicht zu bezweifeln, ein neuer französischer SiegeSbericht erscheint, so wird dies der beste BewelS für die außerordentliche Genügsamkeit unserer Gegner sein. von PodbielSki. General v. Werder hatte sich nach dem Äbrücken von Straßburg zunächst westwärts gewendet und ließ durch ein fliegendes CorpS unter dem General v. Degenfeld die Vogesen durchstreifen und zerstreute in den Tagen vom 5. bis 11. October in der Gegend von Etival und Eptnal Thetle der neu gebildeten Armee von Lyon. Am letztgenannten Tage wurde Eptnal, die Hauptstadt des Departements der Vogesen, besetzt und dann wendete sich der General v. Werder südlich, den Feind ununterbrochen vor sich hertreibend, bis dieser, zersprengt, theilS sich nach dem befestigten Lager von Belfort, im südlichsten Thetle deS Elsaß, thetlS ostwärts auf der Eisenbahn nach Dijon flüchtete. In weiterem Vordringen nahm das 14. CorpS Vesoul, die Hauptstadt deS Departements Haute Saone. und jprorHnywrttR». •leite, drn 21. October 1895. *♦ Empfang. Seine Königliche Hoheit der Groß- h erzog empfingen am 19. Oclober u. A. den Professor Dr. Hansen von der LandeSuniversilät Gießen. ** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneteu- Äersammlung Donnerstag, den 2 4. October 1895, Nachmittags 4 Uhr pünktlich: 1. Gesuch des Schriftsetzers Wtlh. Röderer um Erlaubntß zur Errichtung eines Gartengeräthe-Häuschens. 2. DeSgl. deS E. H. Müller um Erlaubntß zur Erbauung einer Holzremtfe. 3. DeSgl. des W. Zurbuch um Erlaubniß zur Belassung einer Senkgrube. 4. Gesuch deS G. Bichl er um Erlaubniß zur Aufstellung einer Halle von Rundholz. 5. DeSgl. desG. Ockel um Erlaubntß zum Bauen eines Stalles in der Sandgasse. 6. Baugesuch der Firma L. H eyl igenstaedt u. Co. für die Ltebtgstraße. 7. Die Verpachtung emeS Kellers unter dem Schulhause auf der Westanlage. 8. Gesuch deS H. T h t e l e um Verpachtung von Gelände am Lutherberg als Lagerplatz. 9. Die Anbringung von Läden an die Fenster des städtischen ForsthauseS. 10. DaS Geländer über den Klingelbach in der Ludwtgstraße. 11. Den Fortbildungsunterricht, hier: Vergütung für Reinigung der Schulsäle. 12. Herstellung einer Verbtndungöstraße zwischen SelterSweg und Südanlage- hier: Slraßenkoftendeitrag der evangelischen Ktrchengemeinde. 13. Straßenaulage auf der Nordanlage- hier: Verwerthung von Bauplätzen. 14. Gesuch deS Jos. Stein um Er- laubniß zum WirthschaftSbetrieb im Hause Neustadt 11. Salmiak] [löRHsEiFd falle’0 TrnpfririN ? = kirchliche Anzeigen -er evairg.Gemeinde. Montag, den 21. Oktober, Abends 8 Uhr, BtbelflnnH tm Confirmandensaal der Hohanncskirche: 1. Briet Pauli an die Co- rtnther, Capttel 1. DerS 1 und die folgende. Pfarrer Dingelbeo. Beweiskräftiger als alle Phrasen sind die Urtbeile von 2000 veuischrn Professoren und Aerzlen, wklch« bk Patent-Myrrholtn-Seife geprüft und sie wegen ihrer, feiner au deren Toilettefeife innewohnenden cosmetischen und hygtenischcn Eigenschaften. alS die beste Toilette - SesundbeitSsetfe »um täglichen Gebrauch für eine naturgemäße Pflege der Haut, warm empfohlen. Man lese die B'oschüre mit den Gutachten und fiter» zeuge sich durch einen Versuch von dem hohen san'tären Werth der Patent-Mrrrholtn-Seife, welche in allen guten Parfümerie- und Droguen-Gefchätten. sowie in den Apotheken x. i 50 Pfg. erhältlich ist und muh jede! Stuck die Patent'Nummrr 63192 tragen. 6228 15. DeSgl. deS Joh. Adolf Lenhardt zum Ausschank von Branntwein, Fronkturterstraße 64. * * Denkmal für Großherzog Ludwig IV. Die Jury hat einstimmig daS von Herrn Professor Schaper gelieferte Modell als das zur Ausführung geeignetste bezeichnet. • • Avg. JuokermanuS „Fritz Reuter Abend". Bei dem morgen DienStag statrfindenden „Reuterabend" kommt folgendes neue, sorgsam auSgewählte Programm zum Vortrag: l. Abth.: 1. Schurr-Murr: „Onkel Bräfig". (Abenteuer des Entipecter Drüsig, von ihm selbst erzählt.) (Pause.) II. Abth.: 2. AuS Ut mine Stromtid: Verschiedenes. 3. Einiges auS „Läuschen un RimelS". Ausführliche Programme an der Saalkasse. • • DaS Gießener UaiverfitatStafchenbuch für das Wintersemester 1895/96, herauSgegeden von FreeS u. Ta sch 6, Universitäts-Buchhandlung hier, ist erschienen. Das Buck, welches in feinen vorhergehenden Auflagen eine günstige Aufnahme fand, ist tm Vergleich zur vorigen Auflage bedeutend erweitert und sonach in hohem Maße geeignet, über die einschlägigen Verhältnisse der Universität, wie der Stadt präciS Auskunft zu geben. Ein Jnseraten-Anhang, sowie ein großes Verzeichniß empfehlenSwerther Bücher vervollständigen das mit dem Bilde Sr. Magntficenz deS derzeitigen RectorS Professor Dr. Behaghel geschmückte Merkchen, welches, nebenbei bemerkt, an daS akademische Publikum gratis von der obengenannten Firma verabreicht wird. • * Wilhelm Keller. Der am 18. d. M. im hohen Alter von 82 Jahren verstorbene Buchdruckereibesitzer Wilhelm Keller wurde gestern Nachmittag unter großer Betheiligung Leidtragender zur letzten Ruhe bestattet. Herr Keller fand während seines arbeitsreichen Lebens, daS ihn besonders in den Kreisen seiner Berufsgenossen sowie des Buchhandels wegen seiner Leistungen auf dem Gebiete deS fremdsprach lichen Werkdrucks zu hohem Ansehen brachte, noch Muse, sich in den ihm durch das Vertrauen seiner Mitbürger Übertragenen Ehrenämtern hervorragend thätig zu zeigen. So bekleidete er lange Jahre daS Amt eines Bürgermeisterei- Beigeordneten, war Mitglied deS Kirchenvorstandes und sonstiger gemeinnütziger Vereinigungen. Sein einfaches, fast i bescheidenes Wesen, sein streng rechtliches, ehrenwertheS Verhalten besonders seinen Berussgenossen und Mitbürgern, sein Wohlwollen seinen Arbeitern gegenüber sicherten ihm auf seinem langen Lebenswege die verdiente Achtung. Unter den seinem Sarge Folgenden befanden sich fast vollzählig die hiesigen Buchdrucker- viele unter ihnen waren entweder seine Schüler oder Hanen früher als Gehülsen Gelegenheit, ihn als Meister seines Faches und treuen Berather schätzen zu lernen. Die 50jährige Feier seines Buchdrucker Jubiläums am 24. Juni 1880 gab ihnen das letzte Mal Gelegenheit, dieser Verehrung Ausdruck zu geben, obwohl er schon damals in Folge der Gebrechlichkeit des Alters an der Feier nicht theilnehmen konnte. WaS er als Mensch, Bürger und Christ gewesen, I schilderte in beredten Worten am Grabe Herr Pfarrer I Schlosser, sein Wicken im Dienste der Stadt stellte Herr Oberbürgermeister Gnauth ins trefflichste Licht und seine Thätigkeit als Angehöriger der Loge Ludwig zur Treue und der Schwesternlogen, rühmten die Herren Fabrikant F.C B.Koch undOberlehrerF u h r, ihre von Herzen kommenden Ansprachen mit herrlichen Kranzspenden begleitend. Möge Herrn Keller die Erde leicht sein! * * Diebstahl. In der vorigen Woche wurde bei einem Umzug ein Kiste Wein gestohlen. Der Thäter, ein junger Mann von hier, welcher bei dem Umzug beschäftigt war, ist heute Morgen am Bahnhof, gerade als er im Begriff war abzureisen, verhaftet worden. B"* Die Vereinigung der Gießener in Darmstadt feierte kürzlich ihr 2. Stiftungsfest. Die Festrede hielt Herr Polizei- commissär Kraemer. In kurzen, schwungvollen Worten legte derselbe den überaus zahlreich erschienenen Anwesenden die Zwecke und Ziele der Vereinigung dar. Concert und Theater, im Verein mit Gesangs- und humoristischen Vor- trägen wechselten nun in angenehmer Reihenfolge und ver- liehen der in jeder Beziehung wohlgelungenen Feier die richtige Würze. Erst ist später Stunde trennte man sich, nachdem ein kleines Tänzchen die schöne Feier beschloß. *• Vorboten des Winters. Gestern Nachmittag gegen 5 Uhr zogen in langgestrecktem Dreieck kurz nacheinander zwei Schwärme Schneegänse südwärts. ** Der Gießener Cigarrendieb uud Einbrecher Pütz vor Gericht. In der Strafsache gegen die große Diebes- und Hehler-Gesellschaft Pütz und Gcnoffen wurde am Freitag wieder eine große Anzahl Zeugen vernommen. Durch die- elben wird bestätigt, daß bei der Familie Ztmmerman ein ebhaftcr nächtlicher Verkehr bestand. Die Nachbarschaft onnte vor dem AuS- und Eingang nicht schlafen, auch daS Bellen eines Hundes verrieth eS. Die Brandscheid fragte unter allgemeiner Heiterkeit, ob das Hündchen nicht kurz- ichtig sei, und deshalb wegen Jedermann belle. Die be- ragte Zeugin antwortete, daß daS Hündchen sehr gut sehe. I Der Vorsitzende bemerkte treffend dazu, daß daS Thterchen, wenn es schlecht sehe, wahrscheinlich desto besser höre. Ein Nachbar hörte in einer Nacht, daß eitel Freude im Hofe Zimmermanns wegen eines guten FangS herrschte, besonders I eiter klang dabei die Stimme des alten Zimmermann. Die beliebte deS Pütz, Katharina Frohnhöfer, kam einigemal zu Zimmermanns. Um den Pütz war besonders die Brandscheid resorgt, dieselbe wurde gesehen, als sie auSspähte, ob alles auber sei, damit Pütz sich entfernen könne. Jos. Zimmermann wurde cinigemale NachtS gesehen, daß er mit einem anderen Säckchen mit Inhalt nach Hause kam. Von einem Polizeidiener von Kostheim wird bestimmt erklärt, daß Pütz >ei der Verhaftung sich lebhaft widersetzte und den Revolver , og. Der Beamte will bei der Amtshandlung nicht weniger als 15 Verletzungen davon getragen haben. Eine in dem- elben Haufe mit Zimmermanns wohnende Frau hatte von )er Hock und Brandscheid Handtücher zum Säumen erhalten, I dieselben aber alsbald hinunter getragen und auf das Bett der Brandscheid gelegt. Die Zeugin wurde wegen Verdacht! I €anö» ttnö Volksrvirthschafi ■rünberg, 19. Oclober. Fruchtpreise Welzen 15.02, Korn X 13,36. Gerste X 13,20, Hafer X 11,22, Erbsen X 15,00, Linsen X 00,00, Wicken X 00,00, tidn X 00,00, Kartoffeln X 0 00. Samen X 00,00. der Hehlerei nicht vereidigt. Die Frau dcS Angeklagte« Hock, welche lebensgefährlich krank ist und commissarisch vernommen wurde, bestätigte, daß ihr Mann und Pütz in Biebrich Wäsche stahlen, die nachher in vier Theile gettclr wurde. Einen bekam Hock, einen die Katharina Hock, emen die Brandscheid und einen die Frohnhöfer. Pütz gab der Brandscheid von ihm gestohlenes Geld, welches diese in Mainz in Gold umwech’eln liefe. Die Katharina Hock scheint ein gutes Leben nicht gewöhnt gewesen zu fein. AlS sie mit „Kreuz" und Hock einmal Käse aß und Champagner trank, genoß sie so viel, daß eS ihr schlecht wurde. Zum Beweise, v M F maschine der Jetztzeit ist, find wir beicit, dir Maiauncn auf 8 Tage prodewets iu ve> senden. Hartford Typewriter Com»., Botin V. Kloster Nr atze 49 Referenzen erdeten.8787 T Ellingshausen, 20. October. Heute am Tage des Kirchweihfestes wurde auch die Weihe unseres stattlichen, neuerbauten Schulhauses vollzogen. Da« ganze Dorf prangte im Festschmuck, Fichtevbäumchen schmückten die Straßen, Kränze und Tannenzweige die Häuser. Um drei Uhr stellte sich der Festzug auf, der sich zunächst an das Rathhaus, in dem sich die bisherigen UnterrichtSiocale befanden, bewegte. Nach dem Gesänge „Unfern AuSgang segne Gott", nahm man nach einer Ansprache deS Herrn Lehrer Rnöll Abschied von der seitherigen Wirkungsstätte, um diese in eia besseres Heim zu verlegen. So bewegte sich nun der Fest- zug auf den neuen Schulhof, wo die Schüler das Lied „Alles, was Odem hat" fangen. Hierauf ergriff Herr Pfarrer Ritter das Wort, um an dem neuen Schulhause, dessen Zweck zum Lobe uud zur Ehre Gottes, zur Zier des Dorfes und zum Nutzen und Segen der Gemeinde gereichen möge, die Weihe zu vollziehen. Nach dem Schülergesang „Lobe den Herren" überreichte Herr Kreiü-Ji-genieur Stah l unter Aussprache des Dankes, sür Alle, die zum Baue bei HauseS geholfen, die Schlüssel an den Vorsitzenden der Großh. Kreis • Schulcommission, Herrn Provinzialdirector Frhr. v. Gag er n, welcher unter einer Ansprache die Schlüssel dem Herrn Bürgermeister übergab. Nun sang der Gesangverein daS Lied „Machet die Thore weit", worauf Herr Schulrath Büchner das Wort ergriff und hervorhob, daß tüchtige Lehrer mit Treue und Liebe ihren Beruf erfüllten, daß aber auch die Eltern dieses Wirken der Lehrer unter- | stützen und daß die Schüler ihren Lehrern mit Liebe und ! Gehorsam entgegenkommen wüßten. Die Gemeinde sang: „Nun danket alle Gott*, worauf der Bürgermeister ein dreifaches Hoch auf Herrn Ingenieur Stahl und die Kre«- Schulcommission ausbrachte und alsdann die Pforten de« neuen HaufeS öffnete. An die EinweihungSfeierlichkeit schloß sich daS Kirchweihfest, während die mit Bretzeln beschenkte ^Schuljugend sich am Carousselfahren ergötzte. B. Büdingen, 20. October. Bekanntlich ist unser Höhenzug, der „Pfaffenwald", welcher gegen rauhe Nord- und Ostwinde geschützt, aber gegen Süden und Westen frei gelagert ist, mit den Bergwänden auf der südwestlichen Seite der Ronneburg, die einzige Lage in unserer Provinz, wo ein trinkbarer Wein gezogen werden kann. Der für die Winzer in unvergleichlicher Weise sorgende 1895r Sommer und Herbst haben nun auch auf unseren Rebbergen einen Weintropfen gezeitigt, wie er nur einige wenige Male in jedem Jahrhundert vorkommt. Die Trauben wurden nach und nach goldgelb, wie Bernstein. Wenn man eine Beere, die ganz dünnhäutig geworden, zerdrückte, kam ein Saft wie Syrup zum Vorschein, der rote feiner Leim an den Fingern klebte. Das deutete auf hohen Zuckergehalt. Die Wägungen mit der Oechsle'schen Mostwage ergaben 100 bis 104 Grad bei 6 bi« 7 pro Mille Säure. Daß dies einen ausgezeichneten Wein geben muß, ist selbstverständlich. Nur eins ist schade, die gewachsene Menge ist recht bescheiden; sie müßte das Dreifache sein, damit sich die Fässer füllten. Die Trauben wurden von den einheimischen Wirthen rasch weggekauft und der Most ist bald nach dem EtnfÜllen in energische Gährung übergegangen, waS bei dem starken Zuckergehalt nicht anders zu erwarten war. ES sind noch ältere Leute am Leben, welche sich deS ausgezeichneten Sommers und WeinjahreS 1834 erinnern. Mit diesem Jahrgange hat der 1895c die meiste Sehnlichkeit. TTTTSlk WuÄ Sn B U HL» B ■ **<•• ”an **mbr 11 m -JLSJV.x/. Ny ■ N® W ■■unter «igabe tx.- HrwunktiUn. von Elten & Keussan, Seidenwaartm-Fabrik. CrofeK $'i>a i,e , Mer. tnn f ^Qtf)Qrinn c. o^se |8 1 W kln. fcr’/M Unb Chawva?! Re °"t »utbt, 8net havi, **$* J* ,,e"W# w S’n|t °"«< Mtuu**'1 der fi* v;u"*> 11» *a£**-s :»»ss 7- M nu„ Al* * SAl-t d« ft Ä“f ,ritift im na x ®,m* Ditz« Lft @*w»i Mrgenieur Stahl 7blt zm «M tu bln SBox^tnbtn btr ^ovivzMrea,/ btr SW NM btt Qrfm, j.E, worauf hm 'n und hervorhob, - ihren Beruf erfüll^ r'en der Lehrer unten Ehrern mit Liebe vnd ^ie (Ststilubi fanj; der Mseroieifter tW r Stahl und dir Rxtii ’fflnn die Porten In AnwethuuzLsiinW hrend die mit Bnsili axvu^äiahreu ti^t. Bekanntlich ist n|n er gegen raube Norden Aden und Westea in auf btr südweslicha ißt in unserer Provinj, werden kann, Der Weise sargende 1895t mf unseren Reddergen t einigt wenige Utah b\t WXX^ra M. Dem man eine rn, zttdrüäte, tarn rin der wir feiner Lei« an auf hohen Zuikergrhali. chen Moftwage ergaben iro Mille Säure. Das muß, ist selbstverständlich Nenge ist recht bescheiden^ sich die Fässer M-° heimischen Wertheu rast nach dem Eivsiillen ii was bet dem stark len war. Es sind nci ich des ausgezeichartt- «Inner«. » * i^Aehnlichkeit. _ va«g.<öen'->«^ , 8 ubt, eWM1*? . aj.i.f $flull an die @ olfiWirtbltb^ ■ääS /oOWSartoff^-4 -1 ö.v'r S-£» Arbeits-Vergebung. Zur Erbauung einer Kreisftraste von Ulfa nach Wouters- kirchen sollen nachstehende Arbeiten uno Lieferungen auf dem Sub. mrssionswege vergeben werden: 1. Erdarbeiten, wobei 14138.6 edrn Grund zu lösen nnd 10861 cbm Grund zu transportiren sind, in 2 Loosen. 2. Anlieferung und Beifuhr von Portlandcementröhren von 25, 30, 40 und 60 Centimeter Weite. 3. Errichtung von 23 Röhrenkanälen, sowie die Maurerarbeit nebs Lungsteinliesernng zum Brückenbau bei Profil Nr. 65 4- so. Di neu zu bauende Brücke wird mit eisernem Oberbau versehen und erhält 3,70 Meter lichte Weite und 6 Meter Breite. Pläne, Erdberechnungs'Tabelle, Voranschlag und Bedingungm (An- löge A des Mmifterial-Erlasses vom 16. Juni 1893) liegen bei Krets- firaßenmeister Hohenadel in Schotten zur Einsicht offen. Die Angebote fin> versiegelt und posifrei bis zum 8. November d. I., Bormittags 11 Uhr, bei unterzeichneter Stelle einzureichen. Die Eröffnung erfolgt in Gegenwart der etwa erscheinenden Submittenten. Zuschlags^ frist 14 Tage. Schotten, den 16. October 1895. Großherzogliches Kreisamt Schotten. Schönfeld. 8791 22. Mttetrheinifches Kreislurnfest. Das vom Turnfest herrührende Holz soll Dienstag, SS. ds. Mts., Nachmittags 2 Uhr auf „OSwaldsgarten" öffentlich versteigert werden und zwar: 1) Rüststangen für Maurer, 2) Rüstholz für Weißbinder, 3) Pfosten und Leithölzer zu Einfriedigungen, 4) Pfähle, Pflöcke und Brennholz. Gießen, den 17. October 1895. Bau- und Ausschmückungs-Ausschuß zum 22. Mittelrhein. Kreis-Turnfest. 8692] I. A.: Schmandt. Kaufmännischer Verein Gießen.^ Vortrags Programm Winter 1895/96* 1. Donnerstag, 24. Cctobcv 1895 (Vereinslocal Postkeller), I Herr Dr. V. Pohlmeyer, Berlin: „Die socialen Pflichten I der Gesellschaft untereinander". 2. Mittwoch, 20. Novbr. 1895 (Cafä Leib), Herr Gustav I Amberg, Physiker, Berlin: „Die mechanische Wärme-Theorie". I 3. Montag, 16. December 1895 (Caso Leib), Frau Ottilie | Stein, Schriftstellerin, Mannheim: „Das Wesen der Frau, j ihre Tugenden und Fehler". Donnerstag, 23. Januar 1896 (Steins Garten), Herr I Jens Lützen, Docent an der Humboldt-Akademie, Berlin: I „Ein Ausflug in den Weltenraum". Donnerstag, 13. Februar 1896 (Cafe Ebel): Herr Paul I Dehn, Schriftsteller, Friedenau b. Berlin: „Licht und Schatten I des modernen Verkehrs". Mittwoch, 1. April 1896 (Hotel Einhorn), Herr Max I Oppmar, Königlicher Hofschauspieler, Hanau: Recitalion: „Die ■ Weber" von Gerhard Hauptmann. Die Vorträge beginnen Präcis 8*/2 Uhr Abends. Die Mitglieder haben freien Zutritt. Für Nichtmitglieder beträgt der Eintrittspreis für alle Vorträge — 6 Karten Mk. 3.— (auch beliebig verwendbar); Einzelkarten an der Kaffe 75 Pfg. Angehörige unserer Mitglieder zahlen für 6 Vorträge Mk. 1.50, für den Etnzelvortrag 30 Pfg. Abonnements- und Einzel-Karten sind bei unserm 1. Vorsitzenden Herrn C. O r b i g, Bahnhofstraße 30 , sowie bei Herrn H ch. Noll, Marktplatz 1, zu haben. Die fünf ersten Vorträge sind mit dem Gewerbe-Verein gemeinschaftlich. 8817 van llouten’s Cacao. Bester — im Gebrauch billigster. 8572 — Probe - Local - Bahnhofstrasse N"r. 1. Chocolade ... per Tasse 10 Pfg. Itöilch - Chocolade „ „ 15 „ Geöffnet von Morgens 8 Uhr bis Abends 8 Uhr. D.R.P Original Houbens Gasöfen mit neuem Muschelreflektor. Höchster Nutzeffekt I Als bester Gas-Offen officiell anerkannt. Nur echt, wenn mit Firma. Hinderte Zeugnisse- «MF Catalog franco. J. G. Honben Sohn Carl Aachen. Fabrikant des Aachener Bade-Ofens 8088 Ziw beziehen durch das hiesige Gas- und Wasserwerk u. A. Bekanntmachung. Die Vermiether billiger Wohnungen werden hierdurch aufgesordert, leer- flehende oder miethfällig werdende Wohnungen bei dem Armenamte unter Angabe der zu vermtethenden Räume und des von der Armenkasie an den Vermiether zu bezahlenden monat- lichen MiethzinseS umgehend zur An- Meldung zu bringen. Gießen, den 1. October 1895. Die Armm-Deputation der Stadt ____________Gießen.________8243 Bekanntmachung. Die nackoerzeichneten städtischen Grundstöcke, welche zum ehemals o. Rabenau- schen Gut gehörten, nämlich: Flur Nr. qm Acker 1) 24 68 3567 auf dem BarreS- graben, 2) 25 42 3488 vor dem Weiher, 3) 25 43 2262 , „ 4) 25 44 2863 „ w 5) 25 45 2862 , „ 6) 25 48 3050 „ N 7) 26 49 3213 „ , 8) 25 60 3212 „ „ 9) 25 51 3212 „ „ 10) 25 52V10 3199 , „ 11) 25 102,5 1781 auf der Warthe, 12) 25 117 1850 an der Warthe, rechts am Aalweg, 13) 25 159 2694 auf der Rodhohl, 14) 31 90 2900 bet der alten Sandkaute, 15) 31 91 9125 Wiese daselbst, sollen Freitag de« 25. d. «IS., von Vormittags v Uhr ab, an Ort und Stelle nochmals öffentlich verpachtet werden. Die Zusammenkunft ist präcis 9 Uhr auf dem Selteisberg an der Straße zu den neuen Kliniken. Gießen, den 21. October 1895. Grotzh. Bürgermeisterei Gießen ____________Gnautb.________8799 Ausschreibung. Für die Menage der Unteroffiziere und Mannschaften des 2. Bataillons Jnfantene-Reg.ments Kaiser Wilhelm soll für die Zeit vom 1. Novbr. 1895 bis 31. October 1896 die Lieferung des Bedarfs an Fleischwaaren, Kar» toffeln, Gemüsen, Colonialwaaren ic. auf dem Submissionswege contractlich zur Vergebung gelangen. Angebote sind unter der Aufschrift: „Angebot auf Menage-Lieferungen" verschlossen an die unterzeichnete Commission bis zum 26. October d. I. einzureichen. Die Menage-Commission des 2. Bataillons Jnfant.-Regiments __Kaiser Wilhelm. 8792 Vergebung von Schlosserarbeiten Garteneinfriedigungen. Für die Gartenanlagen vor den neuen Kliniken soll die Ausführung der nachstehend angeführten Einfriedigungen in einem oder drei Loosen öffentlich vergeben werden: 1) 1,40 m hohes Stabgitter, einschließlich der beiden Thore, 32,00 Ifdm. 2) 53 cm hohes Einfriedigungsgeländer aus Schmiedeisenrohr und Flacheisen, 155,00 m. 3) Drahtumspannung an 50 cm hohen Kreuzeisen, 100,00 m. Die Vergebungsunterlagen können bis Donnerstag den 24. d. M., Nachmittags 3 Uhr, in unserem Amtslocal, Göthestraße 52, eingesehen werden, zu welcher Zeit die Eröffnung der Angebote stattfindet. Zuschlag den 28. October d. I. Gießen, den 19. October 1895. Großh. Baubehörde für die Universitäts-Neubauten, Gießen. _________Neuling.______8714 ÄL WMHlms. Freibank. [8818 Heute nnd morgen: Ochsenfleisch nicht ladenrein, pr. Pfd. 52 Pfg. | 18 Trakehner Fohlen tehen zu verkaufen bei Jungblut, 8807_____Promenadenhaus. Ein Stamm Hühner '15 Stück) zu verkaufen. 8819 I. H. Fischer, Licherstraße 21. eMonMarnm- Sdjabloncn in fünf verschiedenen Größen und Genres vorrätig. — Extra An fertigang nach Mastern. 7683 Ernst Balser, Msustmrg. Mäuse durch Todt Nowack, Waache-Fabrik. Hemden-Flanelle w Baumwolle und Wolle nnr bcste Fabrikate billigst bei sind alle Ratten u. Egerländer Pasta (HauSihteren unschädlich) von Oscar Tietze, Nams lau. Dosen ä 25 und 60 bei Gustav Walter, Gleesen. 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