.n blauer Farbe tragt Sonntag den 22. September Erstes Blatt Ur. 223 vierteljLhriger Zlnits- und Anzeigeblatt für den Arris Gissten gesteigert wurde, bis endlich die Alkoholflasche sein unzertrennlicher Begleiter wurde. In eben demselben Maststabe, als sich der Mensch dem Alkohol zuwendet, schwinden demselben die körperlichen und geistigen Kräfte, während der Charakter des Trinkers, diesem selbst unmerklich, sich vom Guten zum Bösen mehr und mehr verändert, der innere selbstständige Halt beginnt zu fehlen, und äußere, meistentheilS schlechte Einflüsse gewinnen die Oberhand bei ihm. Sein ganzes Wesen ist gereizt und der starke Trinker geht aus dem Zustande der tollsten Heiterkeit in den der tiefsten Traurigkeit über, während alle seine Jn- stincte, manchmal wohl die guten, aber doch meistentheilS die schlechten unnatürlich erregt sind. Hieraus folgt, daß seine Empfindungen und Wahrnehmungen, sein Fühlen und Denken unter diesem Druck der Verhältnisse getrübt erscheint, während der vorgeschrittene Alkoholiker bei seiner ausgesprochenen Reizbarkeit urplötzlich und wie eS ihm gerade in einem gegebenen Augenblicke paßt, ohne längere Ueberlegung handelt. Es entstehen somit natürlich auch Conflicte mit den Landesgesetzen, welche manchmal sogar in offene Rebellion ausartet. Von welcher Seite man also auch einen solchen Menschen betrachtet, so ergibt sich, daß derselbe für sich selbst, seine Familie, die menschliche Gesellschaft im Allgemeinen verloren ist. Dem vorher be- schriebenen erregten Zustande folgt zuweilen auch eine Depression aller körperlichen und geistigen Kräfte, der Alkoholkranke fühlt sich müde und matt, hat daS Bedürfniß der Ruhe, will und kann daher nicht arbeiten, verliert seiner Hände Geschicklichkeit, wenn er ein Künstler oder Arbeiter ist, alles wird ihm gleichgilrig, seine Denkkraft erlahmt, er kann seine Thaten nicht mehr gesund beurtheilen, daS Resultat bleibt daher unverändert. — Die socialen Folgen für den Gewohnheitstrinker lassen nicht lange auf sich warten- ob reich, oder arm, er muß wohl wirthschaftlich und gesellschaftlich »ehr und mehr zurückkommen, denn ernstliche Arbeit ist 'hm zuwider, er verliert Annahme eon Anzeigen zu der Nachmittag« für de» folgenden Lag erscheinenden Nummer bi« Bonn. 10 Uhr. Der tUltwtt Kotiger «scheint täglich, Mit Au-»ahme dr« Montag«. Die Gießener D««itte»vtL1ter werde« dem Anzeiger »Lchnttlich dreimal btiyltgi. Der Papst wird sich heute Abend nach «t. Peter begeben, um bei geschloffenen Thüren ein Gebet zu verrichten. Aus den Provinzen hier eingegangene Telegramme berichten über festliche Veranstaltungen anläßlich deS heutigen Tage«. Paris. 20. September. General Saus fier erließ einen Tagesbefehl, wonach die bet den Ostmanövern zu Tage getretenen Fortschritte seine Erwartungen überträfen. Die Truppen hätten sich durch Energie, Ausdauer und Disciplin hervorgethan und gezeigt, daß zwischen ihnen und den Osfi- zieren gegenseitiges Vertrauen bestehe, welches die Fürsorge und andererseits Ergebenheit und Selbstverleugnung erzeugt habe. Auch die übrigen Dienstzweige hätten besriedigeud functionht und insbesondere auch die Ostbahn sich aus der Höhe ihrer Aufgabe gezeigt. . , Stagen, 20. September. Heute wurden zwei Leichen auf dem Strande bei Karred aufgetrieben. Beide trugen Martneuutform und rühren wahrscheinlich von dem in der Jammerbucht gesunkenen deutschen Torpedoboo^ her. Dieselben wurden hierher überführt. Auch auf dem Stach- Holm-Strand ist gestern eine Leiche aufgetrieben. Bringerlol) n. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg. Nedacticm, krpeditloU und Druckerei: Schnlstrahe gr.L Fernsprecher 51. -Pepton nie Liebig, iduog im tMuf vov ankhei/en nnb eridh Mck -eyM Htbtt&ntn er uub Pros. Dr. Carl Kinchen. ) und 200 Gramm. • seine Zeit und sein Geld, die DermögenSverhältniffe desselben gehen deshalb rückwärts und bald heißt eS von ihm: „ES war ein gut situirter, sehr intelligenter Mann, aber — er trinkt." Je weniger Mittel nun ein Alkoholiker ursprünglich zu seiner Bersügung hatte, desto rascher kommt natürlich der Anfang vom Ende. Das Schreckliche bei einer solchen Sachlage ist aber, daß der Trinker sich nicht nur selbst materiell und geistig ruinirt, sondern auch seine Frau und Kinder mit in den Schlamm hinabzieht, sie der Roth, dem Elend preiSgibt, nach und nach ihre Moralität zerstört- dieser schlechte pater familias erzieht folglich auch schlechte Bürger, er ist daher ein Schaden für die menschliche Gesellschaft im Allgemeinen. Ohne den stetig wachsenden AlkohiliSmuS würden unsere Gefängniffe und Anstalten zur zwangsweisen Erziehung nicht so wie jetzt überfüllt sein, daS bedarf wohl kaum noch einer Frage. — Eine reiche Lebenserfahrung hat uns bewiesen, daß der Gewohnheitstrinker auf die Dauer, besonders wenn er sich selbst überlaffen bleibt, nicht zu retten ist, sondern ftüher oder später ist daS Delirium tremens sein LooS, und er muß seine Tage gewöhnlich im Jrrenhause beschließen. Gibt eS aber wirklich ein Mittel gegen die Trunksucht, so sollte dasselbe von ftaatSwegen veröffentlicht werden, denn es würde sicherlich ebensoviel Menschen retten, als daS Heilserum für DiphtheritiS, von dem in der letzten Zeit so viel die Rede ist. Das letztere gibt nur einem Individuum die Gesundheit wieder, während eine tatsächlich gegen die Trunksucht wirkende Arznei ganze Familien einem physischen und moralischen Tode entreißen würde. Ein guter, mit Mäßigkeit genoffener Alkohol enthaltender Trunk schadet Niemandem, wohl aber daS Uebermaß desselben, auS dem dann die Gewohnheit entspringt, dem Organismus Mengen von Alkohol zuzusühreu, welche den Menschen langsam aber sicher dem thierischen Zustande zu« führen. F. Schönfeld. selten 1 bis zu den elegantesten r mna Roth, pezial-GeschÄ enweg Nr. 30. Zkuefte Nachrichten. WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 20. September. In Erörterung der Mittel, »eiche die socialdemokratische Preffe zur planmäßigen Verletzung auch bei der Landbevölkerung anwende, erklärt der .Reichsanzeiger" gegenüber einem Artikel des als Beilage zur „Volksstimme" in Magdeburg erscheinenden „Land loten", worin ausgeführt wird, das Kreisamt in Gießen habe eine Bekanntmachung erlaffen, in welcher kurz und sündig mitgetheilt werde, daß vom 23. bis 27. Juli im Gelände von 4 Gemarkungen Schießübungen mit scharfen Patronen abgehalten und daS Gelände abgesperrt würde .Die amtlichen Feststellungen ergaben, daß mit den betr. Gemeinden lange vor der Bekanntmachung mündlich und ^christlich verhandelt worden sei, und daß die Gemeinden »ich sämmtlich mit der Abhaltung der Schießübungen ein- verstanden erklärten. Berlin, 20. September. Die „Nordd. All gern. Zeitung" gibt AuSsllhrungen der „Nationalliberalen Corre- ipoudenz" wieder, worin auS Anlaß des Falles Hammerstein betont wird, daß man von nationalliberaler Seite im Interesse fcer Wiedergesundung der inneren Verhältniffe des Reiches Immer gewünscht habe, daß die Conservativen sich dem Ein- ffluß der extremen Elemente entziehen und dadurch die Möglichkeit einer Verständigung mit der Mittelpartei wieder her- gestellt werden möge, daß man aber nicht gegen die Sclbst- iüändigkeit der Conservativen ein Attentat begehen wolle. Die ,Nordd. Ällg. Ztg." bemerkt, der obige Artikel dürste im Allgemeinen das Richtige getroffen haben- es wäre zu wünschen, daß die Blätter der Mittelparteien mehr nach stnatSrnänoischen Gesichtspunkten schreiben und deutlich zu er* le inen geben, daß sie für eine starke und selbstständige confer» wative Partei find. Innerhalb des StaatSorganiSmuS sei bieS als erwünscht zu erachten. Die „Nordd. Allg. Ztg." «rklärt zugleich, Grund zu der Annahme zu haben, daß diese .Anschauungen auch von der Regierung getheilt werden. Dresden, 20. September. Die Generaldirection der sächsischen Staatsbahnen macht über das gemeldete Eisenbahnunglück bet De betau bekannt: sieben Wagen des Militärzuges wurden zertrümmert. 13 Soldaten sind tobt, 30 schwer und 30 leicht verwundet. Der Zugführer ist leicht, ein Schaffner schwer verletzt. Die Ursache des Unfalls ist wahrscheinlich die ,u frühe Entblockung der daoorltegenden Streckenblocks. Rom 20. September. Der Vatikan tragt daS ge* «lihnuchr Äu«,eh-n. ®« h-r-lcht vollkommene Ruhe. Das Museum und die Gallerien deS Vatikans find stark besucht. Alle Annonccn-Bureaux de« In- und Auslande» nehme« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Feuilleton. Die Gefahren des Alkohols. (Nachdruck verboten). Die heutigen, sich täglich mehr zufpitzcuden Verhältniffe unseres Lebens mit ihrem Dichten und Trachten nach Erwerb, nicht nur um deS LeibeS Nahrung und Nothdurst zu be- iriediaen, sondern auch im Ueberfluß zu schwelgen, bringt es mehr rote in früherer Zeit mit sich, daß der Mensch zum »lkobol greift, um die abgespannten Körperkräfte auszu- muntern, zu erregen, noch weiter auf künstliche Weise an- zureizen, nachdem die Natur schon den Dienst versagt hat. Die neuesten Forschungen ergaben den sehr merkwürdigen Umstand, welcher daher auch erst sehr wenig bei Laien bekannt ist, daß sich in unseren Eingeweide» große Mengen von Bacterien aufhalten, denen weiter kein Zweck zuertheilt wurde, als den überschüssigen Zucker in unserem System in Alkohol zu verwandeln und damit wäre hinlänglich bewiesen, daß geringe Quanten dieses Reizmittels dem menschlichen Körper nicht nur nicht schädlich, sondern gesund find, sonst hätte die allweise Natur unserem Organismus gewiß nicht jene Lebewesen zuertheilt. - Es ist nun wohl aber ein großer Unterschied zwilchen der minimalen, natürlichen, nützlichen Erzeugung von Alkohol durch Bacterien und dem beinahe mechanischen Hinabgießen vieler starker Schnäpse, Weine, Biere in den Magen deS »«glücklichen dem Delirium k-emeus "absehbarer Zeit ver* faflenen Säufers, der Jedermann mit Abscheu und Ekel erfüllt. Um die Gefahren deö Alkohols zu begreifen, muß man sich klar und deutlich vor Augen führen, daß dieser dem Thiere bereits sehr ähnliche Mensch doch nicht gleich auf einmal in einem dem Wahnsinn nahen Zustand deS AlkoholiS- mus versetzt wurde, sondern daß derselbe ursprünglich klein anfiug, zur Klaffe der sogenannten mäßigen Trinker gehörte, daun aber die GetriinkdofiS von ihm langsam aber stetig Ehlen M»er reich Lager m sbeleuchtungs- llnn?’ Gartenhaus, Reuther, 'W'WicherimgsbMen 1Gotha. tw Gießener Anzeig er Amerat-Wnzeiger. billigere Cigarrensorten (etwa bis zu 6 Pfg.) nicht zu fordern und den dadurch zu erwartenden Ausfall von achtzehn Millionen durch eine entsprechende höhere Besteuerung der importirten Tabake wieder einzubringen. Ein Gesetzentwurf tu diesem Sinne werde bereits im Reichsschatzamte auS- gearbeitet. khemuttz, 20. September. Die neueren Meldungen über daS Eisenbahn-Unglück besagen, daß der Zusammenstoß gegen 12 Uhr NachtS erfolgte. Nach den letzten Feststellungen wurden drei Soldaten und ein Bremser deS Militärzuges getödtet. 47 Soldaten sind theils schwer, theilS leicht verletzt. Als großes Glück im Unglück ist zu de- trachten, daß der Dresdener Schnellzug den Bahnhof bereit« pasfirt hatte, als der Zusammenstoß erfolgt war. Der Zusammenstoß war derart gewaltig, daß man den Krach weithin hören konnte. Der Militärzug hatte 96 Achsen. Der Gepäckwagen und vier Personenwagen, in welchen die erste und ein Theil der zweiten Compagnie deS 133. Infanterie- Regiments untergebracht waren, sind zertrümmert. Von dem Güterzuge sind ein Gepäckwagen und eine Lowry zertrüm- wert, daS Jammergeschrei der Verunglückten war herzzerreißend. Einem Unterosfizier wurden beide Beine ab- gefahren. Ein Soldat, welcher zwischen die Puffer zweier Wagen geraden war, konnte erst nach zwei Stunden auS seiner Lage befreit werden, worauf der Tod bald eintrat. München, 20. September. Zu dem Parteitage der deutschen Dolkspartei, welcher SamStag und Sonntag hier abgehalten wird, haben sich die süddeutschen Parteiführer und auch norddeutsche GefinnungSgenoffen zahlreich ein- gesunden. Unter Anderen sind anwesend der würitembergische Parteiführer, R.ichstagSabgeordneter Payer und die beiden Brüder Haußmann, der Führer der badischen Demokraten, Muser aus Offenburg, ferner auS Frankfurt der alte Führer der Partei, Leopold Sonnemann, Kochi auß Würzburg und Dornbusch aus Nürnberg. Morgen werden in einer großen Volksversammlung im Münchener KindLKeller die Abgeordneten Payer und Dr. Sigl sprechen. München, 20. September. Die „Neuesten Nachrichten" melden aus Berlin: Alle sechs socia listischen Ge- meind e-Vcrtr eter von Rixdorf wurden gestern in einer Versammlung zur Amtsniederlegung gezwungen, weil sie 2000 Mk. zum Kinderfeste am Sedantage auS Ge* meiridemitteln bewilligt und ein Mitglied ein Circular unter» schrieben hatte zu Gunsten deS Kaiser-DenkmalS in Rixdorf. München, 20. September. Namens der katholischen Prefle ließen die Redactionen von 38 katholischen Zeitungen Bayerns dem apostolischen Nuntius Dr. Ajudi heute Bor- Preise euchter, w landarme u. i'sclie Gasjüb*'. ö rieft“8*"’ fliesse^ L ü> Prof. Dr. Harle® BO» SÄTS«***“ hig in alle" Depeschen deS Sureeu .Herold". Berlin, 20. September. Die „Kreuzzeitung" schreibt: In der Sitzung vorn 19. September hat der Parteirath deS deutsch-conservativen Wahlvereins zu Berlin einstimmig folgende Erklärung beschloffen: „Wir sprechen dem Herrn Hofprediger a. D. und Landtagsabgeordneten Stöcker als dem Vertreter Berlins für seine gegenwärtige wie frühere gegen die verderbliche Mittelpartei. Politik geführten Kämpse unsere volle Anerkennung und Zustimmung auß. Wir erkennen auch in dem dem Herrn Hospredrger Stöcker zugeschriebenen Briefe aus dem Jahre 1888 nicht die Absicht, Kaiser und Kanzler von einander zu trennen, sondern vielmehr den berechtigten Wunsch, den Kaiser in seiner eigenen Anschauung gegenüber der damaligen inneren Politik des Reichskanzlers zu stärken. Damit fallen für unsere Auffassung die verleumderischen Anklagen der gegnerischen Preffe in sich selbst zusammen." Berlin, 20. September. Die „Post" hört, daß die Reise des StaatSsecrerärS des Reichsschatzamts Grafen Posa- dowsky nach Süddeutschland mit der Frage der Tabak- befteuerung in engerem Zusammenhänge gestanden habe. Der StaatSsecretär sei davon überzeugt, daß er auf eine freundliche Haltung SüddeutfchlandS rechnen könne, wenn er den Forderungen der dortigen Jntereffenten bis zu einem gewiffen Grade entgegenkomme. Wie die „Post" weiter I hört, hat man ins Auge gefaßt, eine Fabrikatsteuer für ■mittag eine Proteftkundgebun g gegen den 20. September 1870 überreichen. Triest, 20. September. Anläßlich des Gedenktage- -er Einnahme Rom- fand gestern Abend eine große Demonstration statt, so daß die Polizei eioschreiten und 40 Verhaftungen vornehmen mußte. Die Polizei verbot die seitens des hiesigen clericalen Verein- „Cirololo Sau Justo" geplante Kundgebung zu Gunsten der Wiederherstellung der weltlichen Herrschaft de- Papste-, ferner eine für denselben .Zweck projectirte Wallfahrt in baß Sanctuarium der Muggia. Rom, 20. September. Der französische Abgeordnete Girard, der Präsident der franco-italienischen Union wurde gestern dem Bürgermeister von Rom vorgestellt. Derselbe legte die Nothwendigkeit der Verständigung der beiden Länder dar. Der Bürgermeister dankte und erklärte, er ergreife mit Freuden jede Gelegenheit, um seine Sympathien für Frankreich zu äußern. Darauf übergab der Deputirte der italienischen Colonie io Paris dem Bürgermeister ein Album, in welchem die Colonie ihre Sympathien für Frankreich und ihre Wünsche für die franco-italienische Union eingeschrieben hatte. Heute wird die Deputatsou vom Könige empfangen werden und demselben ebenfalls eine Aoresie überreichen. Rom, 20. September. Auf die gestern vom Könige unterzeichnete Amnestie hin wurden heute 378 verurtheilte Sicilianer, darunter die Socialisten Defelice und Barbato, sowie 80 Frauen au- der Haft entlassen. Außerdem erhielten 122 Verurtheilte Strafmtnderuugeo. No», 20. September. Bet prachtvollem Wetter und unter colossalem Menschenaudrange, aber in musterhafter Ordnung fand heute Vormittag die feierliche Enthüllung des Garibaldi-Denkmals statt. CriSpi hielt eine Rede, in welcher er hervorhob, daß der heutige Tag nicht festlicher begangen werden könne, als durch diese imposante Feier, j Diese Feier, sagte CriSpi, wird von den Feinden der italienischen Einigkeit als eine Beleidigung des Papstes bezeichnet. Der gesunde Sinn des Volkes aber weift diese Deutung zurück, denn eS ist allgemein bekannt, daß daS Chrtstenthum durch seine Existenz der Unterstützung der Kanonen nicht bedarf. London, 20. September. Bei dichtem Nebel colli* btrte im Aermel-Caual der Pasiagierdampfer „Edam" mit dem Frachtdampfer „Turkestan". Ersterer ist gesunken. Passagiere und Mannschaften konnten gerettet werden. Havanna, 20. September. Im hiesigen Hafen stieß ein spanischer Kreuzer mit einem Kauffahrtheischiff zusammen. Der Kreuzer ging unter. Etwa 40 Personen, Offi- z ere und Mannschaften find ertrunken. Meße«, den 21. September 1896. ♦* Au unsere Leser! Der heutige Festtag zu Ehren unseres Großherzoglichen Hause- und zu Ehren der hessischen Landwirthschaft hat uuS veranlaßt, der vorliegenden Nummer eine Festzeitung beizulegen. Wir haben in derselben über daS Wesentlichste, sowohl über den Empfang Ihrer Kgl. Hoheiten wie über den bisherigen Verlauf der sonstigen Veranstaltungen berichtet, und werden in nächster Nummer mit unseren Mittheilungen fortfahren. Ihre Kgl. Hoheiten geruhten kurz vor Verlassen der Ausstellung, je ein Exemplar dieser Festnummer entgegenzunehmen. Möge dieselbe auch bei unseren verehrlichen Lesern eine wohlwollende Aufnahme finden. Redaction deS „Gießener Anzeiger." *• Generalversammlung des PferdezuchtvereinS im Groh, herzogthum Hessen. Im Anschluß an die Landwirthschaftliche Ausstellung fand gestern Nachmittag 3 Ahr die General- Versammlung deS Pferdezuchtvereins für daß Groß- herzogthum Hessen im Zeichensaale der Stadt Knabenschule i statt. Der Vorfitzende, Obersthosmarschall v. Westerweller- I Darmstadt eröffnete die von etwa 120 Teilnehmern besuchte- Versammlung, indem er die Erschienenen begrüßte, er gedenkt der im verflossenen Jahr verstorbenen Mitglieder, besonders deS um die Pferdezucht verdienten Brennemann- Ober-Erlenbach, worauf sich die Versammlung zu deren Ehrung von den Plätzen erhebt. Hierauf verliest der Schriftführer, Stimmel-Darmstadt den Jahresbericht, woraus hervorgeht, daß der Verein 1139 Mitglieder zählt, wovon 651 in Starkenburg, 332 in Oberhessen, 140 in Rheinhessen und 16 außerhalb wohnen. Die Einnahme und Ausgabe betrug tm verflossenen Jahre Mk. 8235, und wird in keinem Punkte beanstandet. Daß Vermögen des Vereins beträgt Mk. 4612. Herr Provinzial-Director Frhr. von Gagern kommt auf einen Bericht des Oberst Beck zu sprechen, welcher Anstände I der Merlauer Fohlenweide enthält, und regt an, ob der ' Pferdezuchtverein nicht einen Vertrauensmann ernennen sollte, welcher die etwas entlegene Weide öfter einmal contra- liren könnte. Herr Baurath Dieffenbach, welcher die Weide hält, verwahrte sich dagegen, als ob auf derselben Uebel- stände vorhanden wären. Die gerügten Umstände waren damals, als Oberst Beck die Weide besuchte, durch anhaltende Regengüsse veranlaßt, mit der ihm gewährten Unterstützung könne er nicht mehr thun. Der Schriftführer, Herr Stimmel weist darauf hin, daß es dem landwirthschaftlichen Provinzialverein an die Hand gegeben sei, den Uebelständen in Merlau abzuhelfen, und daß die erforderlichen Mittel demselben zur Verfügung gestellt würden. Als Mitglieder für den Ausschuß werden pro 1896—98 wieder gewählt die Herren Dr. Güngerich, von Hehl, von Normann, Stimmel, von Wangenheim, Wernher, von Gagern, Kammer, Möller und Orb. Neu gewählt werden Backhaus RudloS, Land- nnrtlsschaftslehrer Leithiger, Generalsecretär Dr. Rodewald und Hoffmann Hof-Gill. Hierauf folgt ein Bericht deS Herrn Dettweiler-WinterSheim über die Pferdeau-ftellung der deutschen LandwirthschastSgesellschaft in Köln, woran- hervor- I geht, daß warmblütige Schläge dort nur schwach vertreten gewesen, aber daß rheinländische kalte Schläge vorzüglich vertreten, und gute Erfolge offenfichtig waren. ES sei aus der Kölner Ausstellung schwer gewesen, daS Beste herauSzufinden, weil zu viel Gute- dagewesen. Man sollte sich bei unS ein Beispiel an diesen Erfolgen des RheiulandeS nehmen, dort zieht man keine LuxuS- sondern nur Arbeitspferde, wofür die Züchter guten Absatz finden. — Der Vorsitzende wieS I daraus hin, daß der Zuchtverein vorerst nicht die Onalität, I sondern die Menge in der Pferdezucht erhöhen will, Deutschland giebt per Jahr ca. sechSzig Millionen für Pferde an daS Ausland, woran Hessen mit mindestens einer Million betheiligt ist, da müsse Wandel geschaffen werden. Die Staatsregierung in Heffen gebe per Jahr zur Hebung der Pferdezucht Mk. 6000 — daß fei aber nur ein Tropfen auf den beißen Stein. Redner muß feine Verwunderung aussprechen, daß der Pferdezuchtverein in der Provinz Oberhessen so wenig Mitglieder zähle, ihm liege eine Liste dieser Provinz vor mit Namen von Pferdezüchtern, die dem Verein nicht angehören und doch im eigenen Interesse dessen Be- strrbungen unterstützen müßten. Herr Landftallmeister von WilUch - Darmstadt erstattet einen eingehenden Bericht Über die diesjährige Stutenkörung und conftalirt, daß diese zu- genommen, ebenso daß der Commission durchgängig im letzten Jahr besseres Material als früher vorgeführt worden sei. Die Forderung, diese Körung gesetzlich zu verlangen, habe keine Aussicht auf Verwirklichung. Mit der Pferdezucht s«i eS genau dasselbe wie mit dem Rindvieh, dieselbe müsse zielbewußt und rationell betrieben werden. Daß fortwährende Kreuzen mit den verschiedensten Raffen schade der Sache ungemein. Es sei besonders zu beklagen, daß in den letzten Jahren kaltblütige Pferde in sehr schlechter Qualität eingeführt worden sind. Eine Scheidung der Schläge bei der Vermehrung sei die zu erwünschende beste Losung zur Hebung der Pferdezucht. Die Landgestüt-Direction werde allen Wünschen nach dieser Richtung gerecht werden. Uebergehend zu einer kritischen Besprechung der hier ausgestellten Pferde bemerkt Redner, daß sich sein Urtheil mit dem der Ptämürungscommission voll und ganz decke, welches einstimmig laute, daß sowohl warmblütige wie kaltblütige Schläge auf der Ausstellung gut vertreten sind und daß ein planmäßiges Vorgehen in der Pferdezucht im Großherzog- thum zu constatiren sei. *• Oberhesfischer Bienenzuchterverein. Gestern Vormittag um V211 Uhr fand die General-Versammlung, welch: auch Herr Provinzialdirector v. G a g e r n und die Vertreter der Der* bündetenlVereine mit ihrem Besuche beehrten, deSOberhesfischen Bienenzüchtervereins unter Leitung des VereinSpräsidenten, Herrn Pfarrer Ellenberger aus Ortenberg im Zeichensaale der Knabenschule statt. Nach warmer Begrüßung der Gäste und herzlichen Ansprachen seitens dieser Herren, verlas der Präsident den Rechenschaftsbericht des verflossenen Jahres und ertheilte nach gelieferter Rechnungsablage Herrn Pfarrer Schri.mpf von Butzbach daS Wort zu seinem Vortrage über das Thema: „Wie ist die Bienenzucht immer mehr populär un d practisch nutzbar zu machen." Redner schildert in einhalbstündigem flotten Vortrage, wie der Kampf ums Dasein immer neue lohnende ErwerbSzweige suchen müsse und ein solcher sei bei der Nothlage der Landwirthschaft, die Bienenzucht. Zur Hebung derselben empfiehlt er Jmkercurse als Anleitung zum richtigen Betrieb der Imkerei. Ferner sei der gemischte Betrieb mit stabilem und mobilen Bau dem einfachen Betriebe vorzuziehen. Als Rassen bevorzugt er die deutsche Biene ober eine Kreuzung derselben und warnt vor unnützem GeldauSgebn für fremde Rassen. Zum Schlüsse bezeichnet er den Bienenstaat als ein Meisterstück des Schöpfers und die Biene als das Sinnbild rastlosen Fleißes und nie ermüdender SchaffenSfrendigkeit. Mit dem AuSspruche: „Hoch lebe die Imkerei", schloß er seinen interessanten Vortrag. Nach kurzer DiScusfion und Wahl der Stadt Nidda als Versammlungsort für die 36. Wanderversammlung deS vberhesfischen Bienenzüchter- Vereins, schloß der Präsident die 35. Versammlung, die hoffentlich, sowie auch die gesammte Honigausstellung wieder tyesentlich dazu beitragen möge, der Menschheit baß Leben versüßen zu helfen. Die Bienenansstellung. (Eingesandt.) Ein präch- tigeß Bild und beredtes Zeugniß rastlosen Strebens und Fleißes bildet im Rahmen der großen landwirthschaftlichen Ausstellung die Bienenzucht. Unter den 40 lebenden und munter fliegenden Völkern sind wahre Mustervölker, die nach dem Urtheil der Fachmänner frühere derartige Leistungen weit überragen. Die hervorragendsten Stellungen nehmen auf diesem Gebiete ein: Lehrer Grün von Reiskirchen, Lehrer Luziuö von Kesselbach, Philipp Bauer II. von Gießen, Lehrer Döll von Wieseck und Landwtrth Schön- halß von Lindheim. Ganz besonders schön hat sich auch die Honigausstellung gestaltet. Auf geschmackvollen Gestellen, meistens festlich decorirt, zeigen die Imker die Thätigkeit ihrer Pfleglinge in allen möglichen Farben, Formen und Gestaltungen. Vom reinen Weiß übergehend in gelb, braun und säst schwarz, theilS flüssig und theilS fest körnig crystallt- firt, alles reiner, unverfälschter Nektar, tritt daS köstliche Nahrungsmittel, daS schon die Alten priesen, der Bienenhonig, vor daß Auge des Beschauerß. Hier haben Lehrer Grün von Reiskirchen, Lehrer Döll von Wieseck, Lehrer Adam von Allendorf, Philipp Bauer II. von Gießen, Lehrer Maurer von Heuchelheim i. W., Lehrer Hotz von Nidda, Rentier Schmidt von Gießen, Wilh. Gontrum II. von Münster, Buß von Wetzlar, I. Baumeister von Friedberg, Lehrer RuckelShausen von Hainbach, Post* Verwalter Rau von Lollar und Lehrer Dölsing von Garbenteich ganz geschmackvolle Arrangements getroffen. — Erwähnt sei noch Herr Pfarrer Ellenberger von Ortenberg, welcher den Honig aus verschiedenen Jahren und baß Leben der Bienen, sowie deren Feinde vorführt. Sn Utensilien liefert Hrch. Keck Ww. von Nidda, St Schäfer von Friedberg, Schmidt von Großen-Buieck, Zimmer* mann von Nieder*Laaßphe, Weckford von Nieder-Eschdach und Perron von Vilbel recht schöne solide Gegenstände. Die Buchhandlung von K. Krebs hier zeigt eine rerch. haltige Bienenliteratur, bestehend auß Werken über Bienenzucht aus dem Jahre 1590 bi» zur Neuzeit. Bom «ussteünngsplahe. Der AuSstellungßtheil des botanischen ©ortens in Gießen enthält eine Sammlung von etwa 83 Arten der in der Umgebung Gießens wtlb wachsenden Gräser. Die Idee, die GraSarten m Stranßsorm geordnet und so jede Sorte en mässe zu zeige», ist unsere- WiffenS neu und sonst auf Ausstellungen noch nicht zur Ausführung gekommen. Auf diese Weise lernt man diese so wichtige Familie der Gräser erst recht kennen. Es gibt Sträuße dabei wie z. B. von Avena tenuis, Festuca^ Myurus, Bromns asper u. s. w., die jedem Salon zur Zierde gereichen könnten. Auf den Etiketten ist außer dem botanischen und deutschen Namen Bemerkung über Futter- werth ?c. auch der Fundort, auf welchem sie gesammelt wurden, angegeben. Außerdem finden wir eine Lehren- sammlung von ziemlich 200 Sorten und eine Anzahl zu« Theil neuer Futterkräuter ausgestellt. Unter letzteren auch Polygonum sachaliense, der Sachalin-Knöterich, welcher mit viel Reclame, namentlich von Frankreich aus, als das ergiebigste Futtergewächs empfohlen wurde. Vortheilhaft fallt ein Riefen-Feldblumenstrauß (vom botanischen Garten gebunden) auf dem Flur dem (Stntretenben inS Auge. t Arnsburg, 20. September. Sicherem Vernehmen nach ist Herrn Forstassessor Königer aus Richen bei Groß-Umstabt die Verwaltung der hiesigen Gräflichen Ober- försterei übertragen worden. G. BadRauheim, 20. September. In der Woche vom 13. bis 20. September l. Js. wurden 289 Kur fr em de (1894 — 144) angemeldet. Hierzu Bestand vom 13. Eep- tember mit 13,721, ergibt eine Gefammt - Frequenz von 14,010 (1894 — 11,602) Kurfremden, wovon am 20. September noch 1170 anwesend waren. A Bon der Ohm, 20. September. Wer den kahlen Wiesen jetzt seine Aufmerksamkeit ein wenig widmet, dem wird die Masse der Herbstzeitlosen nicht entgehen, die darauf ihren Hochzeitsreigen in einsamer Weise ausführen Die Schädlichkeit dieser giftigen Herbstdlüthe ist allgeme n bekannt und man bemüht sich, auch ihre im Frühjahr z >r Zeit der Heuernte reifenden Samensäcke jammt den fetten Blättern sorgfältig aus dem Heu zu lesen. Daß damit aber nur ihre vorübergehende Entfernung aus dem Dürrfnttrr, nicht aber ihre gänzliche Ausrottung erreicht wird, haben wir in einem früheren Artikel bereits betont, ebenso, daß bie jetzige Blüthezeit bie beste Gelegenheit hierzu bietet. Leiber aber wird seitens der meisten Landwirthe von dieser Gelegenheit kein Gebrauch gemacht. Die Herbstzeitlose treibt ungehindert ihre Blütheti und legt den Grund zum nächstjährigen Samen, den man, wie alljährlich, bann wieder auS dem Grase lieft. Man breche mit dieser Gewohnheit, gebe vielmehr jetzt hinaus auf die kahlen Wiesen und steche bie nackten Blüthen mit ihren Zwiebeln d h. Wurzeln au». Dann wirb man seine Wiesen bezw. sein Furrer frei erhalten von den dem Vieh äußerst schädlichen Herbstzeitlosen. Offenbach, 19. September. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurde ftreiflamtmonn Wolf In Alzey auf 12 Jahre zum besoldeten Beigeordneten gewählt. Nierstein, 19. September. Gestern Abend um 8% Uhr wurde hier ein schwacher Erdstoß verspürt. Schiff-nach^ichten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten L«rl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 19. Seytember. sPer transatlantischen Telegraph Der Schnelldampfer Havel, 6apt. Th. Jüngst, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 4 Uhr Nachmittag- wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 19. September. (Per tran-atlantischen Telegraph. Der Postdampfer Dresden, Eapt. 2B. Rubimann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 6 Uhr Morgens wohlbehalten ta Newyork angekommen. Amsr»- aus den Stan&exmtMrcgiftmi xt eutnu QnfgdoU. September: 16. Johann Adolf Lenhard, Kaufmann dahier, mit Maria Magdalena Lutz ,u Zeil. 19. Johann Heinrich Belloff, Schlosser zu Darmstadt, mit Christina Eckhardt daselbst. GHsschließonge«. September: 18. Karl Fleischer, Bäcker dahier, mit eiifabdfr Schwalb Hierselbst. 20. Friedrich Schupp, Anstreicher dahier, mir Helene Heuser Hierselbst. 20. Bernhard Julius Karl Sellheim, Kaufmann dahier, mit Luise Henriette Caroline Emma Stammler Hierselbst. Bebornu. September: 8. Dem Poftasststenten Philipp Heilemann eine Tochter, Emilie. 12. Dem Taglöhner Georg Fiicher eine Tochter, Margarethe Marie. 12. Dem Wagnermeifter Karl Lindenstruth ein Sohn 12. Dem Taglöhner Friedrich Weber II. ein Sohn, Friedrich Georg Karl. 13. Dem Zahntechniker Hermann Frech eine Tochter 15. Dem Fuhrmann Heinrich Luh ein Sohn, Otto. 15. Dem Glaserin eifter Heinrich Fillmann ein Sohn. 17. Dem Straßenkehrer Lodwig Schmidt XII. eine Tochter, Elisabeth. 17. Dem Fabrikant Isaak Barnaß eine Tochter. •tHaeMm. September: 16. Friedrich Müller, 39 Jahre alt, Schlosser ew Weilmünster. 16. Georg Konrad Simon, 72 Jahre alt, Otconoe und Stadtverordneter dahier. 16. Wilhelm Puth, 64 Jahre alt, Oeconom dahier. 18. Heinrich Schnell, 54 Jahre alt, G«st»st>b dahier. 19. Jacob KlaaS, 53 Jahre alt, Zimmermann von Uckerdorf, Kreis Dill. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt (Sieht«. Svaogelifche Gemeiabe. Settatt«. MaithäuSgemeinde. Dm 15. September. Ludwig Johanne- Schildwachter, Metzger in Gießen, und Marie Jacobi, Tochter de- Maurer- Heinrich Jacobi ▼. zu Ullendorf bei Battenfeld. Die |ur fix bie E DerkMen Wbr f. «U,her erdest e« iottt ’bTtrtKteebnt®^ Ac'tnunz MeM aeneiM 'owie B aI b?m vaxbürtau a •eftfcn werten, w (jelrte bi« Freitag der mW 10 Nr.emzu Sitftn, den 21. 6t: 7860________®E öfterste! tiewßtag, 24. RüLmittagi 21/, Uh «lischt Garten zu dreijährige Apiel-M ernte meistbietend ve Gieß«, den 20. Z Grvßh. Obetsörf 7865 Sloä JES*1 fllli 15 Stpistvbt V sulMoUtz, „»5 ttn 15. ima t«h-rwt T«■ i» «tfat t* lä'g,,' jÄÄS£ le”btt> Wer den tela * (ttenl0 «*, h nioftn nicht emaehc tlniamei $tift au6fiit17- httbftblütht ist aty® 14 ihre im FM.. uascickr fammt bta ftnw ' u Daß baut abn in9 °us dem Dmstatn, '8 erreicht wird, Haden m betont, ebenso, H dir lheit hierzu bietet. Lrtdn rndwirthe von dieser Die Herbstzeitivse treibt t den Grund zum nächst- r//ch dann wieder auS dm ' gebt viel- Sßttltn unb steche bit n b. h. Wurzeln a\xb. ,n hnbstMvstn. Zn der hruti-rn Sitzung amtmann Wois in Alzu geordneten gewählt. Astern Abend um 8% Uhr oß verspürt. * fÄ * ltr ®(0rL5 ’f ohibenH i® Ä%S5® sth- 1 ' -sK:K 1895. 36 Pfg. 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bet Balth. Christ Ww. v.Wiefeck 63 7859 unb Brennholz. 7860 Block. 7855 7828 [78421 7840 Krofdorf, den 18. September 1895. 7754 Dr. med. Hermann Hahn. • Platten. 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September. Caroline Wallmfels, ledig, all 81 Jahre, starb dm 13. September. Brodpreife vom 22. September bis 6. October Der hieKgen Bäcker. MarkuSgemeinde. Dm 16. September. Karl Fleischer, Bäcker zu Gießen, und Llifabeth Schwalb, Tochter von dem Heizer Johann Schwalb zu Daabringen. Denselbm. Ernst Robert Hopf, Jnstrummtmmacher zu Frankfurt a. 2R., und Anna Philippine Susanna Katharine Stephan, Lachter des Briefträger i. P. Heinrich Stephan II. zu Gießen. WrtottQt i Matth äusgemetnde. Den 15. September. Dem Gesangenwärter Johann Dieter Schneider ein Sohn, Willy Jacob, geboren dm 20. Augusts MarkuSgemeinde. Dm 15. September. Dem Taglöhner Philipp Scbmtdt ein Sohn, Georg Philipp Karl Adam Ludwig, geboren den 16. Juli. Denselben. Dem Kaufmann Wilhelm Schomber ein Sohn, Heinrich, geboren dm 12. August. Lukasgemeinde. Dm 15. September. Dem Gärtner Ludwig Friedrich Dresse! ein Sohn, Karl Moritz, geboren den 29. August. Denselben. Dem Bildhauer Carl Schmidt eine Tochter, Minna Marie Käthchen Elise Sophie Elisabeth, geborm den 20. Juni. Denselbm. Dem Schreiner Johann Carl Nmrath ein Sohn, Carl Hans Philipp Louis August, geborm den 16. Juni. Johannesgemetnde. Dm 15. Sevtember. Dem Bierkutscher Carl Herr eine Tochter, Anna Katharine Elisabetbe, geboren den 7. August. Militärgemeinde. Dm 19. September. Dem Sergeanten Heinrich Dambmann eine Tochter, Auguste, geboren den 28. August. »eerMgU« Matthäusgemeinde. Den 18. September. Wilhelm Puth, Oeconom, 64 Jahre alt, starb den 16. September. Den 20. September. Heinrich Schnell, Gastwirth, 54 Jahre alt, starb den 18. September. 21 Pfg. 23 „ 38 , 40 „ 42 „ 46 „ Bersrod am 20. September 1895. Großh. Bürgermeisterei Bersrod. B öcher. 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod......! 2 Kg. (4 Pfd.) Taselbrod......I 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod...... 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod...... Roggen-Schwarzbrod bet Emst Muth 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod...... Roggm-Schwarzbrod bei Ernst Muthu.W.Ammd . 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod...... Der auswärtiger» Bckcket. 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod bei W. Weitzel von Lang-GönS Aug. Deibel von Wteseck 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bei Gg.Ant. Heuser von Gr.-Lindm L. Schmidt von Gr.-Lindm W. Weitzel von Lana-Göns Aug. Deibel v. Wteseck 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod bei Gg.A.Hmser v. Gr.-Lindm Joh. Kd. Delte v. Ktrch-GönS, Louis Schmidt v. Gr.-Lindm, W. Weitzel v. Lang-GönS F. Schön v. Ruttershausen, W. Steinmüller v. Lang-Göns ••••eeeeeeeeoeeeeeeeeeeee Z An Stelle des von Krofdorf wegziehenden Z Z Arztes, Herrn Dr. Rendtorff, habe ich mich Z ä hier als practischer Arzt niedergelassen. Der vrodPerkäufer. Dteselbm Preise wie bei dm hiefigm Bäckern. Gießen, den 21. September 1895. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. I. B.: v. Bechtold, Regierungs-Affessor. Karl Bergmann, Cd erstraße 3 empfiehlt sein seit 13 Jahren bestehendes 5471 Günther & Noltemeyer, Zur Lust b. Hameln Fabrik und Waarenversandhaus. 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Zeichnung, Arbetts« und Lieferungs- verzetchniß, sowie Bedingungen können ans dem Baubüreou am Riegelpfad ein- gesehen werden, woselbst auch die Angebote bis Freitag dm 27. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, ernzureichen find. Gießen, den 21. Sevtember 1895. Die von mir ausgestellten und prämiirteu Pflanzen Cyclamen, Palmen, Arancarien etc werden Montag den 23. in der Turnhalle Nordanlage billigst abgegeben. 7831 Carl Becker Mer! 1^. bei A Kilbinger, Settersweg 19. 1 I: hi'if Jm.m.c. KoherNebenverdienst Ein erstes Möbel-Ausstattungsgeschäft sucht an hiesigem Platze einen in den besseren Kreisen bekannten Herrn, der solches bei Verheirathungen oder Neuanschaffungen empfehlen kann. Näheres unter Chiffre X 576 an die Annoncn-Expedition von Bernhard Heß, Allerheiligenstraße 64, Frankfurt a. 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Stück —.— 4, Zwiebeln pr. Centner 4,50—6,00 Mk., Milch pr. Liter 16-20 4, Zwetschen pr. Centner 1,50-2,00. Witterungsbericht vom 21. September. Der Kern des barometrischen Maximums, welcher an Intensität noch zugenommen hat, hat sich wieder nach den britischen Inseln verlegt und ragt von da ziemlich wett herein in den Conttnent. DaS Depressionsgebtet im Nordwesten wurde etwa« ostwärts verschoben- Sein Centrum liegt heute über der russischen Ostseeprovinz und entsendet dasselbe in südlicher und südwestlicher Richtung Ausläufer, welche einen bedeutmdcn Theil von Deutschland und Oesterreich beeinflussen. BotauSftchUiche «Biitettme i Wolkiges aber noch mlldes Wetter. ÄL Machthlms. Freibank. [7815 Heute: Abgekochtes --- 8chweineffeisch nicht labenrein, pr. Pfb. 30 Pfg. Prämiirt. Bienenhonig empfiehlt . '783,1 Lehrer Grün, Reiskirchen. Verkaufsstelle: Wiesenfttatze 4, 1. Zwetschen ß au verkaufen. Souneufttatze 11. 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