’ger ltn-Kais« f, onfection, v. Küäel ing für alle Hassen höherer ihrig-Fre/rilligen, für Vor- i und andere Schulexamina, er verhindert sind, ist eine sich in verschiedenen Ab- lännischen Beruf ausbilden 7691 September. Dr. Hubel. Neuheiten md Paletots- Pomp*, u nhorn D,r ttefctÄ« -»zeiger -r scheint täglich, o-rt Ausnahme deS MontagS. T« Gießener >emiCii 2 Mark 20 Psg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Kedaetion, Expeditia» und Druckerei: Kchukstraße Kr.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt für den Aveis Grehen Der Krieg von 1870,71, zu nahe. 23. September. In der Nähe von C ob lenz haben zwölf gefangene Turkos den ihnen zur Aufsicht beigegebenen deutschen Sol» baten während der Fahrt aus der Eisenbahn gepackt und zum Fenster hinausgeworfen. Glücklicherweise ist der Soldat mit dem Leben davongekommen. Die zwölf Scheusale find särnrnt- ltch erschoffen worden. Um Straßburg sind die AnnäherungSarbeiten so gut wie vollendet; mit Hilfe der Sappe (mit Schanzkörben verstärkte Erdwälle) und der Approchen (Verbindungswälle der Nummern nach auswärts postfrei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weitersenden und den Abonnementsbettag durch Quittung erheben lassen, salls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtend Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Univ.-Buch u. Steindruckerei (Pietsch & Scheyda). Deutsche» Reich. Berlin, 20. September. Die Nachrichten über an geb- liche Krisen an den höchsten amtlichen Stellen werden in wohlunterrichteten Kreisen mit aller Bestimmtheit als grundlos bezeichnet. Man verstchert hier, seit dem Zusammentreffen des Kaisers mit dem Reichskanzler Fürsten Hohenlohe in Danzig bestehe zwischen beiden Persönlichkeiten eine derartige Uebereinstimmung in Betreff der Fragen, die mit dem geplanten Dorgehen gegen die Socialdemokratie Zusammenhängen, daß von einem bestehenden Conflict absolut nicht die Rede sein könne. Der Reichskanzler denke ^ebensowenig an seinen Rücktritt wie der StaatSsecretär im Auswärtigen Amte, v. Marschall, deffen Politik fich der völligen Zustimmung deS Kaisers erfreue. — Die Reich StagS Ersatzwahl in Oe lS - Warten- berg hat nun doch den Sieg Herrn v. Kardorffs gleich im ersten Wahlgange ergeben, nachdem es zuerst geschienen hatte, als ob eine Stichwahl zwischen dem freiconservativen und dem antisemitischen Candidaten nothweudig werden sollte. Nach einer vorläufigen Zusammenstellung haben erhalten: v. Rarborff 7126, Puchstein (Antis.) 3751, Doormann (Freis.) 2274 und Gießmann (Soc.) 198 Stimmen. Demnach ist Herr v. Kardorff mit einer absoluten Mehrheit von circa 900 Stimmen wiedergewählt worden. — Die Blättermeldung über die angebliche Abneigung der japanischen Regierung, einen Handelsvertrag mit Deutschland abzuschließen, wird aus competenter japanischer Quelle, dem „Berl. Tagebl." zufolge, als unbegründet bezeichnet. Im Gcgentheil soll auf japanischer Seite ebensolche Geneigtheit zu einem derartigen Vertrage, wie ans deutscher, bestehen, sodaß die Ausfichten auf baß baldige Zustandekommen eines deutsch-japanischen Handelsvertrages die besten seien. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. eins finden schon seit dem ersten Jahre seine- Bestehens gebührende Beachtung, und die jährlich stattfindenden Ausstellungen haben regelmäßig schöne Resultate zu verzeichnen. Auch diesmal ist mit der Ausstellung eine Prämiirung ver- bunben, um die einzelnen Aussteller zu stets wachsendem @ifer zu veranlassen. Die neueste Darmstädter Sehens- Würdigkeit, das „Orpheum", erfreut sich andauernd der Gunst des Publikums. Seit dem 15. d. Mts. ist dort ein neues Personal eingezogen und bietet tüchtige Leistungen. Da ist vor Allem ein Handakrobat, der den geheimntßvollen Titel „Amerikas menschliches Räthsel" führt, ein Taucherkönig, der drei bis vier Minuten unter Wasser bleibt u. s. w. Daß Programm ist immer ganz hübsch zusammengestellt, und daß es in Darmstadt nicht an Publikum für die Leistungen eines Varietes fehlt, beweist der bis jetzt der- hältnißmäßig gute Besuch. Für Ende October ist nun ein großes Fest für die ganze Stadt geplant, die feierliche Einweihung des neuen Polytechnikums. Der stolze Bau geht.mit Riesenschritten seiner Vollendung entgegen und wird zu Beginn des Wintersemesters vollständig benutzt werden können. Man verspricht sich von der Eröffnung dieser großartig angelegten Hochschule einen bedeutenden Aufschwung deS studentischen Lebens in Darmstadt, das ohnehin in den letzten Jahren ganz außerordentliche Fortschritte gemacht hat. Daß Programm für die EinweihungSfeierlichkeiten, denen auch der Großherzog beiwohnen wird, ist in großen Umrissen bereits aufgestellt, doch behalten wir unS die genaue Mtttheilung vor, bis auch über alle Einzelheiten entschieden sein wird. Die Bevölkerung verfolgt die Entwickelung unserer Hochschule natürlich mit größtem Jntereffe, das sie nun auch dem studentischen Leben und Treiben in höherem Grade zollt, al& das in früheren Jahren der Fall war. Abonnements - Einladung Zum Bezug des „Gietzener Anzeiger" für das 4. Vierteljahr 1895 laden wir hiermit ergebenst em. Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer den Thatsachen entsprechender Weise zurKenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten der zuverlässigsten telegraphischen Nachrichten-Bureaus sowie zahlreiche Mittheilungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorkommnisse in demselben auf dem Lausenden. Unterstützt durch an allen Otten der Provinz Ob erheben ansässige Berichterstatter, ist der „Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge in der Provinz fo frühzeitig wie möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des Anzeigers zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhessen bettiebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- tvetthen aus dem Gebiete derselben besondere Berück- sichtiqung zu Theil werden lassen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Haus- wirthschaft, Handel, Gewerbe und Industrie m den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Em gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Artikeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff bieten. Außerdem werden die Metzener Familienblätter". welche dem An- »ioer wöchentlich 3 mal beigelegt werden, und die stets ein gewähltes Feuilleton als Unterhaltungsstoft bringen, namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswaMge Leser, ihre Bestellung bei der Post baldgefl. aufgeben zu vollen Neuhinzutretende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. October den Anzeiger kostenfrei zugestellt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe- FeMllrton. Wochrndritse ane der Residenz. (Originalbericht beS „Gießener Anzeigers"). Z. Darmstadt, 20. September. -erbstbe-iu». - Die „Saison". - Vom Hose. - Allerlei. Ein paar rauhe unb kalte Tage haben unS zu Enbe der (rtaten Woche ben nahenben Herbst verkünbet, doch nun haben • totr wieder ben hellsten Sonnenschein unb die wanderlustigen Darmstadter benutzen die °°m Himmel g°«° M! Gunst zu -tiriaen Ausflügen in ben Obenwalb. So fanden in der ! legten Woche mehrere Excursionen unserer touristischen Vereine 8alt. Die Schönheiten des Odenwaide«, die j° nun auch )crt der Tauristenwelt ganz Deutschlands gebührend gewürdigt verdea, wie der große Fremdenverkehr in unseren heimischen »eraen bezeugt, erschließen sich dem Wanderer gerade Im S besander« grußartig. Die Lust ist zu dieser Zeit ierrlich klar und ersrtschend und die bunte Färbung des Waldes bietet ein prachtvolles Schauspiel. Mit vollem Rechte »urde daher dieser Tage in der Darmstadter Presie eine Wanderung im Herbst durch den Odenwald anempsohlen und sem gleichen Zwecke sollen diese Zellen dienen. Das Nahen der „Saison" macht sich bereits bemerkbar, allerdings sind noch viele Sommersrischler und Reiselustige außerhalb, doch d°S Interesse sür Theater, Eoncerte, Bor- «5« re. ist bereit- rech, lebhast. Besondere, Glück, wenigst.n- m künstlerischer Hinsicht, hat in diesem Monat unsere H°s- dühne. Schon lang- nicht sah "UN solch abgerundete, v°r> iriffliche Vorstellungen wie in dieser Spielzeit. So gestaltete f»r H-'n-i» «-üb- °m leiten Dienstag zu einem wahrhaft glanzenden Ehrenabend «tr unser Schauspiel. Zur Aufführung kam „DewetttuS y,n Schiller mit Heinrich Laubes Ergänzung. Die Regie geschildert burch Ausschnitte aus ^tung^— 28. September. In einem weiten Umkreise von Paris sinb alle Ort« schasten menschenleer. Die schönen Villen unb Schlösser mit ihren prächtigen Gärten unb Parkanlagen sinb verwüstet. All biete Verwüstung, klagte ein Franzose, haben wir unseren eigenen Leuten zu verbanken. Sie haben bie letzten Bewohner burch bie schänblichsten Rohheiten vertrieben, die Frauen entehrt unb bie Männer mit ihren Sabeln unb Bahonetten gemißhanbelt unb sinb erst abgezogen, als nichts mehr übrig war, was ihre Habsucht hätte befriedigen fÖnnC£)eute ist Englanb bas eigentliche Arsenal für die französische Erhebung in Maffe. Herr Chaffepot hat seinen Wohnsitz selbst nach Englanb verlegt unb leitet bie Fabrikation ber Waffen, bie nach einem Transport von wenigen (Stauben in bie Hänbe ber französischen Mobilgarben ge- langen. Solchen Thatsachen gegenüber entsteht allerdings für uns bie Frage, ob Frankreich ober Englanb in biesem Augenblicke ber gefährlichere Feinb für unß ist. Frankreich stellt nur bie Rekruten, welche Englanb bann gegen unß &j6r^u§ bem Capitol in Rom weht seit bem 20. September bie Fahne Italiens. Das bedeutet: Rom ist bie fcauptftabt Italiens unb bie weltliche Herrschast beß Papstes gestürzt worben. Ein weltgeschichtliches Ereigniß. Der Papst hatte seinen Zuaven bie Bertheibigung Roms besohlen, machte ihr aber nach vierftünbigem Kampfe ein Enbe, indem er bie weiße Fahne aufpflauzen ließ. Die Truppen Victor Emanuels zogen burch bie Porta Pia in bie ewige Stabt ein. Rom wirb bie Residenz des Königs von Italien, der Papst bleibt im Befitz des VaticanS, ber Engelsburg unb der PeterSkirche. Seinen Befugniffen unb Rechten als geistlichem Oberhaupte ber katholischen Kirche tritt Niemand Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für ben 1 folgenden Tag erscheinenden Nummer feierte an diesem Abend einen Triumph und in der Fach- frttif wurde anerkannt, daß außer Bayreuth und den Meiningern die Jnsceniruugspracht, die in dieser Vorstellung entfaltet wurde, wohl unerreicht dastehe. Hoffentlich hält ber Verlauf ber Spielzeit baß, was der Anfang versprochen hat. Der berühmte Reuter-Interpret Aug. Junker mann, der ja auch in Gießen bekannt ist, wird demnächst hier einen Vor- lesungSabend halten. Der Künstler ist namentlich von seinem Gastspiel im vorigen Winter hier Vortheilhaft bekannt und bringt diesmal ein ganz neues Programm mit. In den großen Gesangvereinen ist man mit den Vorproben zu den geplanten Eröffnungsconcerten eifrig beschäftigt, denn bie „Saison" beginnt allmälig unb Alles ist bamit beschäftigt, sie genußreich unb interessant zu gestalten. Am Hofe ist eS infolge ber Abwesenheit der höchsten Herrschaften noch recht still. Jnteresstren dürfte eS auch die Gießener Leser, daß bie kleine Prinzessin Elisabeth zur Zeit gemalt wird, sie gewährt zu diesem Zwecke Herrn Hofmaler Kröh täglich eine „Sitzung", lieber die Dauer des Besuches der hohen Fürstlichkeiten, bie zur Zeit am Hofe als Gaste weilen, ist noch nichts Bestimmtes bekannt geworben. Allgemein hofft man hier, im Laufe beS Winters werbe auch das Kaiserpaar von Rußlanb zu Besuch hier erscheinen, doch sinb auch hierüber noch keine bestimmte Angaben in bie Oeffentlichkeit gebrungen. Ein interessanter Vortrag politischer Art war für den gestrigen Donnerstag angekündigt. Herr Landtagsabgeordneter O Wolf ske hl hatte sich bereit erklärt, im nationalliberalen Verein über die „Declaration zur Einkommensteuer" zu sprechen. Wir müffen eß unS versagen, schon heute über ben Vortrag zu berichten. Für nächsten Sonntag hat der Verein für Blumenpflege in Arbeiterfamilien eine Ausstellung im Gebäude der K nabenarbeits- anstalt angekündigt. Die nützlichen Bestrebungen deS Der- einzelnen Parallelen) find sämmtliche drei Parallelen (den Festungswerken ungefähr gleichlaufende Erdwälle, in deren dahinter ausgehobenen Gräben Gesckütze und Schützen untergebracht werden) vollendet worden, ohne daß von Seiten der Belagerten erfolgreiche Störungen vorgekommeu wären; nichtsdestoweniger waren die Belagerung-arbeiten äußerst anstrengend für die Mannschaften, da diese den ganzen Tag bis an die Kniee im Wasser stehend arbeiten mußten. Tie 9. Generalversammlung der drei landwirthschaftlichen Vereine im Groß- herzogthum Hessen (Schluß.) Der erste Gegenstand der Tagesordnung lautet: Welche Maßregeln find anzuwenden, um die Landes- rindviehzucht derart zu fördern und zu stallen, daß das Ziel der Deckung des Bedarfs der heffischen Landwirthe an Zucht- und Milchvieh in der Hauptsache im Lande selbst erreicht wird? Der Referent Or. Rodewald begründete eingehend die dem Anträge beigegebenen Resolutionen, die von hervorragenden Sachverständigen geprüft und für gut befunden wurden. Unter den verschiedenen Zweigen der Laudwirth- schäft sei die Viehzucht noch derjenige, welcher eine Rente abwerfe, vorausgesetzt, daß er weise betrieben werde. Der Referent bezeichnet es als einen Mißstand, daß jährlich 10,000 Stück Rindvieh in Hefien eingeführt würden, trotzdem die Vorbedingungen dazu vorhanden seien, dieses Vieh selbst zu züchten. Nicht nur die Einfuhr von Zucht- und Milchvieh schädige die Landwirthschaft, fie werde durch dieselbe auch bedroht mit Seuchengefahr. ES sei zwar auf dem Ge- biete der Rindviehzucht in Oberhessen und Starkenburg viel geleistet worden, man solle aber auf dem Geleisteten nicht stehen bleiben, sondern weiter bauen. Die Viehzucht solle in gemeinsame Bahnen gelenkt werden, wozu es allerdings größerer Mittel bedürfe, besonders müsse der Kleinbauernstand in dieser Hinsicht gehoben werden, denn in ihm liege der Schwerpunkt der Viehzucht; eS werde nicht schwer sein, die Viehzucht genossenschaftlich zu organisiren. Don hohem Werthe sei ein bestimmtes Zuchtziel, die Errichtung von Herdbuch- und Zuchtgenossenschaften. Redner schloß seine eingehenden Ausführungen mit dem Wunsche, daß die Versammlung ein Ausgangspunkt würde zur Einlenkung der Viehzucht in einheitliche Bahnen, daß die Viehzucht in Hessen zur Blüthe kommen, und damit der Nothstand der Landwirthschaft gemildert werde. ES fand eine eingehende Besprechung der gestellten Anträge statt, an welcher sich betheiligten die Herren Graf zu SolmS Laubach, Dr. Heidenreich, Lucke, Hirsch und Referent, und wurden die Anträge schließlich einstimmig angenommen. Dieselben lauten: 1. Angesichts der im Bereiche deS Großherzogtbumö für die Rindviehzucht vorhandenen äußerst günstigen Bedingungen ist bss den auf diesem Gebiete in die Wege geleiteten Bestrebungen das Ziel der Deckung des Bedarfs an Zucht- und Milchvieh, in der Hauptsache durch die Züchtung im Lande selbst, erreichbar und unentwegt im Auge zu behalten 2. Die dermaltgen Veranstaltungen, so anerkennenSwerth, und die seither vom Staate geleistete financielle und legislatorische Hülfe, so dankbar sie zu begrüßen find, genügen nicht, um die LandeS- rindotehzucht auf die zu erreichende höchste Stufe zu bringen. 3. ES bedarf vielmehr einer einheitlichen und umfassenderen Organisation im ganzen Lande, namentlich aber in denjenigen Bezirken (Vogelsberg und Odenwald, welche für die Rtndoteh- zucht in erster Linie in Folge ihrer wirthschaftltchm Verhältnisse hierfür geeignet und durch die Natur bestimmt sind. 4. In diesen Bezirken ist daraus htnzuwtrken, daß die Rindvieh- zücht nicht von Einzelnen, sondern mit gleichen Zielen von der Äesammten landwirthschaftlichen Bevölkerung einschließlich der einen Landwirthe und in zweckmäßiger Vereinigung getrieben wird, wenn auf einen großen Erfolg gerechnet werden soll. 5. AlS Zuchtziele sind in Aussicht zu nehmen: a) Die Erhaltung und Reinzucht der einheimischen Schläge. b) Die Reinzucht des Simmenthaler Rindviehs und die Verbesserung der einheimischen Landschläge durch Simmenthaler. Nur zur Durchführung dieser Zuchtziele sind fernerhin allgemeine Mittel zu verwenden. Hierbei ist eine Abgrenzung der Bezirke und Gemeinden mit gleichen einheitlichen Zucht- ztelen energisch anzustreben. 6. Soll aber eine solche einheitliche Organisation durchgeführt werden, so müssen neben der Selbsthilfe und der Selbstarbett der züchtenden Landwirthe hierfür auf längere Zeit wesentlich höhere Mittel vom Staat zur Verfügung gestellt werden. 7. Mit der einheitlichen Organisation der Landesrindviehzucht sind die Normen für baS AuSstellungs- und PrämiirungSwesen, die Bestimmungen der Körordnung und alle sonstigen auf die För derung der Rindviehzucht htnzielenden Einrichtungen, soweit solches noch nicht der Fall sein sollte, in Einklang zu bringen. 8. Seiten» der StaatS-Regierung, wie auch seitens der Landwirthe, ist eine energischere Bekämpfung der Viehseuchen in die Wege zu letten 9 Der LandeSauSschuß der landwirthschaftlichen Vereine wird ersucht, im Ginne vorstehender Beschlüsse die wetteren Schritte zur Durchführung einer einheitlichen Organisation der Rtndoieh- zucht im Großherzogthum Hessen baldmöglichst vorzubereiten. lieber den zweiten Gegenstand, betreffend die Frage: In welcher Weise ist die wichtige Aufgabe der Organisation deS genossenschaftlichen Verkaufs des Getreides zu lösen? nferirte Herr LandwirthschastSlehrer Müller von Alzey. Derselbe konnte sich der vorgerückten Zeit wegen (die Eröffnung der Ausstellung stand bevor) leider weniger eingehend mit der Erklärung der Anträge befassen. Die Anträge wurden ebenfalls in der nachstehenden Fassung angenommen : 1. Die ganze wtrthschaftliche Entwicklung läßt erkennen, daß die Organisation deS genossenschaftlichen Verkaufs deS GetietdeS sowohl für den großen wie auch für den kleineren Besitzer alS ein dringendes Bedürfniß und als eine der wichtigsten Aufgaben der Arbeit der landwirthschaftlichen VereinSkörperschasten anzusehen ist. 2. SS ist an der Ueberzeugung sestzuhalten, daß die Organis Hon deü Getreideverkaufs auf genossenschaftlichem Wege dem Bedürf- ntß auf die Dauer und mit namhaftem finanziellen Erfolge nur dann genügen kann, wenn a) von Versuchen im beschränkten Umfange und mit kleinen Mitteln abgesehen und b) von vornherein die Sache durch Errichtung von größeren BezirkSgenossenschasten an GetreidehandelSplätzen, mit vollkommen kaufmännischen Einrichtungen, und in Anlehnuag an GetretdelagerHäuser richtig auSgeftaltei wird 3. Eine staatliche Mitwirkung ist in der Form noihwmdig und zu erstreben, daß der Staat in denjenigen LandeStheilen, in welchen brauchbare Lagerhäuser für die Zwecke deS genossenschaftlichen Verkaufs nicht verfügbar find, au» eignen Mitteln solche errichtet und den entstehenden Genossenschaften zur Benutzung überläßt. 4. Der LandeSauSschuß und der Verband der landwirthschaftlichen Genossenschaften werden ersucht, zur Ausführung dieser Resolutionen innerhalb ihre» Wirkungs-Kresse» die erforderliche Einleitung alSbald zu treffen Demi ♦ lieber einen ganz unglaublichen 6urfeofegea wird aus Liegnitz, dem schlesssfchen GurkeuparadteS, berichtet: Seit Jahren schon sei die Ernte nicht mehr so ergiebig gewesen wie diesmal, und täglich würden jetzt vom Liegnttzer Bahnhof 50 bis 100 Wagenladungen von Grünzeug versandt, an den Markttagen noch weit mehr. Natürlich drückt daS unver- hälwißmäßig starke Angebot die Preise vollständig auf ein Minimum herunter. Die feinsten Einlegegurken sollen zeitweise für 15 bi» 20 Pfg. per Schock verkauft werden. • Ehemnitz, 14. September. Fräulein Marion Estelle Edison, die Tochter des bekannten Erfinders Edison in New -Uork, hat sich kürzlich mit dem hiesigen Premier-Lieutenant Oeser verlobt. * Karlsruhe, 15. September Ein hervorragend es Kunstwerk eigener Art, ein Geschenk des Kunstdrechslers Ed. Morgenstern in St. Johann an den Großherzog von Baden, ist zur Zeit im hiesigen Kunstgewerbemuseum ausgestellt. ES ist dies ein Rauch tisch, gearbeitet auS Fundstücken vom Schlachtfelde bei Spicheren. Von einem Besucher deS Museums wird das Kunstwerk wie folgt de- schrieben: Die Tischplatte bildet ein aus dem Holz eines durchschossenen Birnbaumes gefertigtes eisernes Kreuz, das die Inschrift: „Spicheren, 6. August 1870" trägt, und auS dem gleichen Holz ein Postament mit der Büste Kaiser Wilhelms enthält. An den acht Ecken des eisernen Kreuzes befinden sich die Adler der in der Schlacht bei Spicheren engagirt gewesenen französischen Regimenter. In den vier Feldern deS Kreuzes find Granat- und Shrapnellftücke angebracht, welche geschickt als Cigarren-, Streichholz- und Aschenbehälteru, sowie als Leuchter verarbeitet sind. Da» Kreuz ist an 4 Chassepotgewehren befestigt, welche am Boden durch 4 Uatagans mit einander verbunden find. Ein Schild enthält die Widmung deS Kunstwerkes an den Großherzog. * Leidensgefährten von Wörth. Ihre merkwürdige gleichzeitige Verwundung im französischen Kriege durch ein und dasselbe feindliche Geschoß haben bisher alljährlich zwei unserer Veteranen, ein Kaufmann Sch leising aus Ltegnitz und ein Stellenbesitzer in Groß-Krtchen bei Lüben, gefeiert. Die beiden Genannten gingen in der Schlacht bei Wörth als Infanteristen neben einander gegen den Feind vor, als ein französisches Artilleriegeschoß zwischen ihnen hindurchfuhr und Beiden je einen Arm wegriß, dem Einen den rechten, dem Andern den linken Arm. Doch wurden beide Schwerver- wunderen nach langem Krankenlager wieder geheilt und haben nun seitdem in jedem Jahre den denkwürdigen Tag durch eine Zusammenkunft und kleine Feier begangen. ' In diesem Jahre jedoch haben sie ihre Ertnnerungsfeier mit dem allgemeinen SedanSsestc verbunden, und sie in Lüben in ganz besonderer Weise unter Kameraden gehalten. * Zwei eigenartige Vorgänge, welche sich gelegentlich der am Ansang vorigen MonatS auf den deutsch - französischen Schlachtfeldern vollzogenen Erinnerungsfeiern abgespielt haben, werden von einem Besucher der Schlachtfelder wie folgt erzählt: Bei den Mitkämpfern des 48. Infanterie-Regiments befand sich bei der ersten Compagnie der Sergeant und Regimentstambour Karl Rößner, welcher als Invalide jetzt in Küstrin lebt und dort ein Geschäft besitzt. Dieser reiste Anfang vorigen Monats mit einem ehemaligen Regimentskameraden, dem Unteroffizier Ernst Wiechenbach, zum Besuche der Schlachtfelder nach Spichern und Vionville. Auf letzterem Schlachtfelde führte sie der Weg durch Gorze, und Rößner glaubte in einem Hause dasjenige zu erkennen, in welchem er feiner Zeit als schwer Verwundeter gelegen hatte. Während beide Freunde noch vor dem Haufe standen, kam auß diesem eine Frau heraus, welche von Rößner gefragt wurde, ob sie zu dem Hause gehöre- und als fie das bejahte und htvzusügte, daß baß Hauß schon seit langen Jahren im Besitze ihrer Eltern gewesen, fragte ber ehemalige Krieger die betreffende Frau, ob fie sich darauf besinnen könne, daß ttn Jahre 1870 ein schwer Verwundeter hier gelegen habe. Auch diese Frage wurde bejaht und nun erzählte die grau, den Einarmigen jetzt erkennend, daß sie ihn damals gepflegt habe, führte ihn in die Stube, in welcher er gelegen und zeigte ihm tm Garten sogar die Stelle, wo sie den verstümmelten und abgenommenen Arm des Verwundeten vergraben hatte. — Sm nicht minder merkwürdiges Zusammentreffen war dem Unteroffizier Wiechenbach beschieden, als er sich zum Besuche der Schlachtfelder auf französischem Boden befand. An chn trat heran, ein alter, wrißbärtiger Herr, der In gebrochenem Deutsch danach fragte, ob er nicht Brandenburg kenne. Und al» Wiechenbach bejahte und al» seine Heimath Kustrin nannte, er- zählte der Alte, daß er einen Sohn im Kriege verloren, der als verwundeter Gefangener nach einer deutschen Stadt ins Lazarelh gekommen sei. Dort habe sich seiner der Lazareth-Jnspector — ein Brandenburger auß Küstrin — liebevoll angenommen, und über baß Befinden des Verwundeten den Eltern fortlaufend Nachrtcht gegeben, auch ihnen später gemeldet, daß der Sohn seinen Wunden erlegen sei. In ihrem großen Schmerze hätten fie vergessen, dem menschenfreundlichen Mann — einem Unteroffizier Wiechenbach — gleich zu danken. W e erstaunt und gerührt der alte Franzose und der Deutsche über daS Zusammentreffen waren, läßt sich gar nicht beschreiben. Der Alte erzählte, daß er alle Briefe, die er von Wiechenbach erhalten, al» Familienheiligt um aufbewahrt habe. • Französische Geographie. Eine vortreffltche Illustration zu der ja hinlänglich bekannten Geographiekrnntniß der Franzosen bietet ein Kreuzband eineß Musikalienhändler» auß villetoureix (Dorgogne), baß falgenderrnaßen adressirr iR r „Envoi ä Monsieur X., marchand de musique a Dresde, Royaume de Saxe, Russie.* Da» Königreich Sachsen liegt also nach Ansicht dieses Herrn in Rußland. • Ans Rußland, 14. September. In Petersburg steht ein Scandalproceß bevor. Es handelt sich um einen kaukasischen Fürsten, der sehr große Besitzungen sein eigen nennt und vor sieben Jahren 4 Millionen Rudel erbte, trotzdem aber bankrott wurde. Der Verwalter bei Fürsten hat einen Wechsel über 1 Million Rubel eingeklagt; die Echtheit bei Wechsels wird jedoch von dem Fürsten bezweifelt. ♦ Eine eigeuthnmliche Schachparthie fand kürzlich bei einem reichen Lebemann statt. Man hatte da» Billard im Spielzimmer durch Kreidestriche in vterundzwanztg Felder eingetheilt und benutzte statt der Schachfiguren — Weinflaschen. Die beiden Könige wurden durch Champagner vertreten, die Königinnen durch Liebfrauenmilch, die Läufer durch „Moselblümchen", die Thürme durch Bordeaux. Dabei spielte eine Gesellschaft gegen eine andere und die genommenen Figuren mußten au-getragen werden. Da» Spiel soll damit geendet haben, daß Alles schachmatt war. CUeratur «nd ICtinft. — »Dänischer Esldatenhort", illuftrirte Zeitschrift für da» deutsche Heer und die Marine. Herausgeber: General-Lieutenant z D. H. v. Below. Preis pro Quartal 1.80 Mk. Verlag von Karl SiegiSmund. Berlin Mauerstratze68. VI. Jahrgang. Heft 36 erschien soeben. ■eoL'^v '— -------- — »Der et«in der Weise«" enthält in seinem -kürzlich erschienenen 19. Hefte eine ebenso instructioe al» gediegene Abhandlung des Grafen Eduard Wllczek über .Die Schiffbarmachung der Donau Eataracte", ferner illustrirte Abhandlungen über den .Zoologischen Garten in Berlin" und die .Zahnradbahn auf den Schulder»' im österreichischen Salzkammergut, Artikel über .Elecirtsche Heizungen", über .Das Salz', „Naturwissenschaftliche Mitthettungen und eine größere Zahl von Bildern übet Butterfässer, Verzierungen an» Steinpappe, physikalische Experimente usw. In der gleichzeitig veröffentlichten Liste von Prämiengewinnsten (durchaus werthvolle Bücher) für gelöste Preisfragen bethäiigt die beliebte populär-wissenschaftliche Zeitschrift (A. HartlebenS Verlag, Wim) in splendider Weise ihre intimen Beziehungen zu dem ausgedehnten Leserkreise, den fie sich im Laufe der Jahre errungen hat. Vielseitiger Inhalt, zahlreiche Illustrationen, Ausnützung deS Raume» für reichlichen Lesestoff sichern der Zeitschrift einen Ehrenplatz In der deutschen periodischen Literatur. — Die .Leipziger illustrirte Zeitung" vom 29. Juni 189» bringt unter Literatur folgende Kritik: Von Wilhelm Lambrecht in Göttingen ist eine Brochüre erschienen unter dem Titel: „W» und wie soll matt WeltersLule« baue«", die eine Mahnung an Eur- und Städteverwaliungen, Vers Hönerunks Vereine, Vereine zur Hebung des Fremdenverkehr» u. s w. zur Einführung derartiger Einrichtungen ist. Die Brochüre ertheill Rathschlägc dehus» der Wahl eines richtigen Standort.s, giebt die Einzelheiten der Bauart an sowie die Instrumente, deren man für eine Wetterfäule bedarf, wenn sie ihren Zweck vollständig erfüllen soll, Anweisung für die Beobachtungen, für die Bedienung der Apparate und sagt unter Anderem ganz richtig: „Um eine Wettersäule zu schassen, genügt e» keineswegs, irgend eine beliebige Säule mit Therma- metern, Barometern und sonstigen meteorologischen Instrumenten, wie sie in jedem optischen Laden käuftich sind, zu versehen, es muß vielmehr sowohl die Säule wie jedes der Instrumente für diesen ihren Zweck besonder» construirt sein. Die beste GonftiucHon ist daS Resultat einer langfährigen Erfahrung und Praxis und bildet einen Specialarlikel, der nur dann zweckentsprechend hergeftellt werden kann, wenn der Verfertiger ihn als solchen behandelt und seine nur in solcher Wesse erworbenen Ersahrungen für jede später zu erbauende Wettersäule in richtiger Weife verwerthet • — Der Verfasser ist durch feine langjähriaen Erfahrung n und Forfchungcn auf dem Gebiete ber Wetterkunde sowie durch die Herstellung meterologischer Instrumente wohl wie kein Ank er er berufen, nach dieser Seite hin die practtschsten Rathfchläge zu ertheilen, und hat sich bemüht, Eonstructionen ausfindig zu mach«, die nach allen Seiten hin ein befriedigendes Resultat gewähren: feine Wetterfäulen und Wettersäulen Instrumente sind die Früchte langjähriger Versuche und Erfahrungen. Technische Fortschritte. — Wie verhütet man die nachtheilige SUfinbUbmte bet dem eelsarbe«a«strtch Director Spannrath gibt in der „Maler-Ztg." eine zutreffend erscheinende Erklärung über die sehr nachtheiltge Bildung der Blasen bei dem Odfarbenanstrich und da» Mittel, um diese unliebsame Erscheinung zu verhüten. Nach seine« Erfahrungen wird die Blasenbildung wesentlich dadurch hervorgerufen, daß die obersten Schichten der Farbaufträge zu schnell er- hä ten, während die tieferliegenden noch weich sind, et findet bei stärkerer Erwärmung eine erhebliche Spannung ber ersteren statt, ber bie letzteren Schichten rachgeben, und hierdurch entstehen die Blasen. Wie mehrere auseinander aufgetragene Anstriche, verhält sich auch ein einmaliger, sehr ölreicher (fetter) Anstrich: daS Erhärten geht fiel» von der Oberfläche aus, indem da» Oel Sauerstoff auf- nimmt, und gestattet die einmal erhärtete Oberfläche nur nach schwierig bas Einbringen von Sauerstoss, weshalb die tiefere» Schichten nur langsamer erhärten Um da» Uebel zu verhüten, er giebt sich hieraus die Vorschrift, da» Grundtren mit reinem feinil durchaus zu unterlassen, da solcher Anstrich nie vollkommen troS°?L ön Fürsten?^ 'Mhie sa^ >eifelt. ln battet/^ bei 1 b,eruHbittinn? ÖÖrö ’® ^lder °rdenL°?Dein.. aueninilch di» Magner “« btt »trbtn. D,.'?"' ^«Nst. I^t-Z-itschrist för bfl| ÄU,W|V“ 68 w S°8 von Kltl 11 ^lbrgwg. hbst % ^ /einern -kürzlich ^°ösKtgeve Abhang ÄS4>ffb,nnachungdtt ZLLLS rZLMSL S (durchaus werih,vlle die beliebte popular-wiffen- bem m te ipladtda dem augg^hnm Leserkreise, VI VWW ZMt, M R-umeS für reichlichen Ehrenplatz in der deutschen Bekanntmachung. Montag den 23. d. Mts.- Vormittags von 10 Uhr an, soll durcb den Unterzeichneten zu BellerS- beim 1 Pferd, 8 Schweine, 1 Hak«, 18 Hühner, mehrere Tauben. 1 Tafel« rlavier, 1 Kleiderschrank, 2 Bettstellen, Wtrthstifche, Bänke, Stühle, Lam« pe«, 1 Tanzboden, 1 Ackerwalze, 2 Dick- wurzmühlen, ein Quantum Stroh, eine Kettwaage, Fässer, Flaschen, Kisten u. v. A-, sowie die Kartoffelernte von einem Grundstück, zwangsweise gegen Baarzahlung versteigert werden. Zusammenkunft der Stetgliebbaber um »/«IO Uhr genannten Tages am Rathhause zu Bellersheim. Hungen, am 19. September 1895. Seipel, 7819 Gerichtsvollzieher in Hungen. Fischerki-Nerpchtllng. i Samstag, 28. September I. I., Nachmittags 1 Uhr, wird die Freiberrtich Schenck'sche Fischerei-Berechtigung in der Ohm und dem Seenbach bei Station Mücke und Niederohmen der Oberhessischen Eisenbahn (s. Borne, Fischeretbuch), in dem Gasthause bei Bahnhof Mücke auf längere Zeit verpachtet, wozu Pachtliebhaber eingeladen werden. Schweinsberg, 19. Septbr. 1895. Freiherr!. Schenck'sche Rentei. Obstversteigerung. Dienstag den 24. d. Mts. soll das Obst der Gemeinde Alten Buseck, bestehend in Aepfeln, Birnen und Zwetschen, an Ort und Stelle versteigert werden. Bemerkt wird, daß um 8 Uhr Vormittags mit den Zwetschen am Weg nach Daubringen der Anfang gemacht wird und um S Uhr das Obst am Weg nach Wieseck zur Versteigerung kommt. Alten-Buseck, den 18. Sept. 1895. Großh. Bürgermeisterei Alten-Buseck. Krämer. 7825 1 Darmstädter Pferde-Lotterie Ziehung am 16. October. I Loos nur I Mark. I eleganter Wagen, Zweispänner mit 8 Pferden und compl. Geschirr im Werthe von ca. Hk. 6000. 1 Beltpferd mit Sattel und Zaum im Werthe von ca Mk. 8000. 1 Stuhlwagen mit 1 Pferd und Geschirr im Werthe von ca. Mk. 1700. 16 Pferde oder Fohlen im Ge- sammtwerthe von Mk. 10,000. 315 andere Gewinne im Gesammt- werthe von Mk. 4300. General-Debit der Loose: L. F. Ohnacker, Darmstadt. Wollrebs, Granit u. 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