Mittwoch dm 22. Mai 189» Erstes Blatt Nr. 119 :ter N Amts- und Anzeigeblntt für den Äreis Gieren. Hratisbeikage: Hießener Jamikienökätter. inne 415» Hinterbliebenen: 15) 183.10 184-' wS! 115' 119.- 144.35p; dUMWUX. ö 22. d. M. . Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für den sokgenden Tag erscheinenden Nummer bi« Dorm. 10 Uhr. Alle Lnnoncen-Bureaux befl In« und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Die Gießmer AnmtlienßlLtter werden dem Anzeiger wüchentlich dreimal beigelegt. iienb bei dem uns >en, sowie DM, r und Schwägerin MM, reichen Minen- [4539 fahrts-Markt: Der (frUfctnet Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de« Montag«. 143.- 134.- l»0.8 -S.S5 46.10 360^ 41* 2^ »8/ vierteljähriger ASonoementspreinr 2 Mark 20 Pfg. mit vrisgerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Nedaction, Tzpedition imb Druckerei: Kchukstrahe^r.7. Fernsprecher 51. Neueste Nachrichten. Wolff» telegraphische» Correspondenz-Bureau. Berlin, 20. Mai. Die Budget-Commission des Reichstags bewilligte im Nachtragsetat 70000 Mk. zu Tolonial- zwecken und 50000 Mk. zur Betheiligung an der Berliner Gewerbeausstellung. Wien, 20. Mai. Der verstorbene Wilhelm Gutt- «ann hinterließ eine Stiftung von fl. 20O00O für Gewerbe- treibende. Sein Sohn Max machte eine Stiftung von p. 300000 für die Waisen der Bergarbeiter im Karwtner Revier. Agram, 20. Mai. In der Nacht vom 17. zum 18. d. M. durchbrach die Save einen Damm bet Belesevez, südwestlich von Agram. 50 000 Joch Saaten sind vernichtet. Das Elend ist groß. Pari», 20. Mai. Der au» Deutschland zurückgekehrte frühere Minister Siegfried äußerte sich in au- r ckennendster Weise über die deutschen Gesetze zu Gunsten der Wohlfahrt der Arbeiter, sowie über deren Durchführung und günstige Ergebnisse. Des Wetteren hob er den außerordentlichen Aufschwung von Industrie und Handel in Deutschland Deutsche» Reich. Berlin, 20. Mai. Ueber den Zeitpunkt der Rückkehr deS Kaisers von seinem gegenwärtigen Jagdaufenthalt in Ostpreußen nach dem Neuen PalaiS bet Potsdam ist noch nichts Näheres bekannt, doch glaubt man, daß der Monarch trn Laufe deS Freitag wieder im Neuen Palais etntreffen werde. Auch hinsichtlich deS Sommeraufenthaltes der Kaiserin und der kaiserlichen Kinder in Wilhelmshöhe, welcher Von den ersten Junitagen ab beginnen sollte, scheint noch nichts Endgiltiges festzustehen. Offenbar dürften die letzten Dispositionen in dieser Beziehung erst nach dem Wiedereintritte günstigerer Witterung getroffen werden. — Die umlaufenden Gerüchte über angebliche Gegensätze im preußischen Staatsministerium, über RücktrittS- »bsichten speciell des Ministers v. Köller und des StaatSsecretärS v. Bötticher, ja sogar über einen möglichen Rücktritt des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe selber u. s. w. werden von offictöser Seite fortgesetzt für unbegründet erklärt. Möglich, daß sich die vorhandenen Wölkchen am Berliner RegterungShorizonte wieder verziehen, aber jedenfalls ist die infolge des Scheiterns der Umsturz- Vorlage zunächst entstandene Situation keineswegs so klar. Die nicht nur gegen den Minister v. Köller, sondern in letzter Linie auch gegen den Reichskanzler selber gerichteten Quertreibereien der „Köln. Ztg." sollen das Werk einflußreicher Hintermänner des rheinischen WeltblatteS sein, und es läßt sich noch keineswegs übersehen, welche Wirkungen sie schließlich haben werden. Depeschen de» Bureau .Herold". Berlin, 20. Mai. Die Gerüchte, daß dem Reichstag noch in zwölfter Stunde die Börsengesetzreform Vorlage zu- gehen werde, wird der „Poft" als unzutreffend bezeichnet. Der Gesetzentwurf sei noch nicht auS den Händen der Commission an das Plenum des BundeSratheß zurückgegangen. Berlin, 20. Mai. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Durch die freisinnige Presse macht eine angeblich aus aller- bester Quelle geschöpfte Mtttheilung der „Berliner Volks- zeitung" die Runde, wonach im preußischen Ministerium des Innern äußerst intensiv gearbeitet würde, um eine Novelle zum Vereins gesetz so schnell als möglich zu Stande zu bringen, damit diese unmittelbar nach Pfingsten im Landtage eingebrachr werden könne. Diese Nachricht beruht, wie wir hören, auf Erfindung. Berlin, 20. Mat. Im Abgeordnetenhause stand heute der A trag AhrenS und Genossen, betreffend internationale Regelung der Währungsfrage, zur Berathung. Die Weiterberathung erfolgt morgen, außerdem stehen kleine Vorlagen des Herrenhauses zur Berathung. Berlin, 20. Mai. Auf Befehl des Kaisers werden die Musikcapellen des 1. und 2. Garderegiments fich zu den Eröffnungsfeierlichkeiten des Nor d^ Ostsee-Can als begeben. Die Abreise der beiden RegimentScapellen erfolgt am 19. Juni. Nach Beendigung der Canalfeier wird die Capelle des 2. Garderegiments in Hamburg mehrere Concerte geben und sodann auf kaiserlichen Befehl in Frtedrichsruh beim Fürsten Bismarck concertiren. Berlin, 20. Mat. In der Untersuchungssache gegen die verhafteten Anarchisten Krebs und TöbS wird jetzt von den Verwandten des Schneiders KrebS die sofortige Haft- entlassung desselben beantragt, da derselbe nichts mit der Kuppelet zu thun habe, deren TöbS von der Kellnerin Paula Flügel beschuldigt wird. Die Kellnerin Flügel soll übrigens nicht die Angeberin der Attentatsgeschichten sein. Sie soll vor dem Untersuchungsrichter erklärt und beschworen haben, daß sie weder von einem beabsichtigten Attentat gehört, noch Dynamit in der Wohnung deS TöbS gesehen habe. Der eigentliche Urheber soll ein Tanzmetster Sachs sein. Berlin, 20. Mai. In parlamentarischen Kreisen verlautet, daß nicht alle Mitglieder der CentrumSfraction dem dem Reichstage vorliegenden und auf der morgigen Tagesordnung bereits stehenden Gesetzentwurf, betreffend Abänderung deS Branntweinsteuergesetzes, zusttmmen werden. In Folge dessen feien die Aussichten deS Entwurfs bedeutend herabgemindert. Berlin, 20. Mai. Heute Nachmittag fand hierfelbft in der Ressource eine Versammlung von Schlächter- meistern, Wurstfabrikanten und Interessenten Deutschlands statt, um die Frage des WurstfärbenS zu erörtern. An der Debatte betheiligteu fich der Handelschemiker Utesch-Hamburg und der Reichstagsabgeordnete Träger. Schließlich stimmte die Versammlung einer an den BundeS- rath zu sendenden Resolution zu, in welcher erklärt wird, daß durch das Färben der Wurst ein schlechtes Aussehen derselben verhindert werden soll. ES wird in der Resolution an den Bundesrath die Bitte gerichtet, die Einführung der obligatorischen Fleischschau energisch in Angriff zu nehmen- j dadurch würde verhindert, daß Richter und Sachverständige ' eine leichte Färbung der Wurst als eine Manipulation auf- faffen, wodurch das Publikum getäuscht «erden sollte. 2L76 IO?--, 39.4° 14.9b 25.4 26.95 ' hervor, welcher insbesondere den Bemühungen der deutschen | Kaufleute, mit allen Welttheilen in Handelsbeziehungen zu ! treten und überall Niederlassungen zu gründen, zu danken sei, ein Beispiel, welches die Nachahmung Frankreichs verdiene. Sevilla, 20. Mai. Der Herzog von Orleans wird wegen der hier herrschenden Hitze nach London gebracht. London, 20. Mai. Die Untersuchung deS HandelSsmteS in der Angelegenheit deS Zusammenstoßes der Dampfer „Crathie" und „Elbe" wurde heute in dem Westminster Stadthause unter dem Vorsitze des Richters MarSham von j Woolwich und zwei nautischen Beisitzern eröffnet. Der Anwalt deS HandelSamteS, Robsen, stellte fest, daß zwei wichtige Fragen beantwortet werden müßten: ob der Ausguck auf der „Crathie" zureichend war und ob die Signale der „Elbe" nach dem Zusammenstoß die Herren der „Crathie" zu dem Schluffe berechtigten, daß die „Elbe" sich in keiner gefährlichen Lage befand. London, 20. Mai. „Daily Chronicle" bringt die Meldung, Gladstone und Gemahlin hätten die Absicht, auf Ein- ladung des Chefs der südafrikanischen Linie, Sir Donald Currie, an Bord des Dampfers „GrantullyCaftle" der Kieler Festlichkeit beizuwohnen. Gießener Anzeig er Kmeral-Mnzeiger. Sä* s& rück, st- , «Ä» 10 Eft.lb ßl-ibE 1(1 Berlin, 20. Mai. Gegen die morgen im Reichstage zur Berathung stehende Branntweinsteuer-Novelle fand heute Nachmittag hier eine Protest-Versammlung statt, an welcher Großdestillateure, Restaurateure und J>- tereffenren der SpirituSbranche theilnahmen. Anwesend waren der socialdemokratische Abgeordnete Zubeil und der Abgeordnete Fischbeck (frs. VolkSp.). Letzterer sprach sein Bedauern darüber aus, daß die Jntereffenlen in ihren Bestrebungen von Sonderintereffen beseelt seien. Sie hätten sich die Ein- müthigkeit der Tabaktntereffenten zum Vorbilde nehmen sollen. Seine (Redners) Partei werde nie für das Gesetz sttwmen, daS nur einer kleinen Minderheit Vortheil bringe. Abg. Zubeil erklärte Namens der socialdemokratischen Fraction, daß dieselbe ganz entschieden gegen die Vorlage Front machen werde. Redner ist der Ansicht, daß die Regierung schließlich daS Monopol zur Durchführung bringen werde. Die Versammlung nahm einstimmig eine Resolution an, in welcher sie fich mit der neuen Belastung deS Branntwein Gewerbes durchaus nicht einverstanden erklärt. Die Vorlage bilde eine permanente Gefahr und Beunruhigung für das reelle Geschäft und deßhalb müffe die Branntweinsteuer-Novelle im Reichstage abgelehnt werden. Berlin, 20. Mai. Der „Local-Anzeiger" meldet : Der Hofmarschall Baron von Reischach erschien heute Vormittag in der Uniform der GardeS-du-CorpS in der Kaserne in der Ltndenstraße, in der sich bekanntlich auch die Räume des Berliner Militärgerichts befinden. Wie verlautet, handelt eS sich um eine Vernehmung in Betreff des Duells zwischen dem Baron und dem Ceremonienmeister v. Kotze. Zugleich wird noch gemeldet, daß nunmehr auch Prinz Aribert von Anhalt sich mit Herrn v. Kotze ausgesöhnt hat. — Wie die „Volkszeitung" hört, wird Herr v. Kotze seine hiesige Wohnung aufgeben und Berlin verlassen. Aschaffenburg, 20. Mai. Bei dem gelegentlich der Hauptversammlung desBayerischenCanalvereinS ab- gehaltenen Festmahl betonte Prinz Ludwig, daß er unentwegt für den zeitgemäßen Ausbau deS Ludwtg-Donau-Main Canals, zunächst für die Main Canaltfirung Frankfurt-Aschaffenburg eintreten werde. Budapest, 20. Mai. Aus Steinbruch wird gemeldet, daß unter den Schweinen eine bedenkliche Ruhr- Epidemie ausgebrochen sei. An einem Tage sind 471 Stück i der Seuche erlegen. Rom, 20. Mai. Bei dem Erdbeben am Samstag Abend sind 3000 Häuser mehr oder weniger beschädigt. Die Zahl der Getödteten und Verwundeten ist noch unbekannt. Unter der Bevölkerung herrscht große Panik, da weitere Erdstöße befürchtet werden. Florenz, 20. Mai. Bis jetzt find fünf Tobte unter den durch das Erdbeben eingeftürzten Häusern hervorgezogen worden. In Grassina ist ein Haus eingestürzt, welches drei Personen unter fich begrub, von denen zwei ge- tödtet und eine schwer verletzt wurde. Pari«, 20. Mai. Gestern fanden hier zwei Ersatzwahlen zum Gemeinderath statt. Im 15. Wahlbezirk siegte ein Socialist gegen einen Republikaner mit großer Majorität. Im 9. Wahlbezirk ist eine Stichwahl zwischen zwei Republikanern nöthig. Paris, 20. Mai. Gestern waren die Royalisten unter dem Vorsitze eines Royalisten aus Bordeaux zu einem Festessen versammelt, welchem 700 Personen beiwohnten. Die ausgebrachten Trinksprüche enthielten heftige Angriffe auf die Regierung und die Republik. Ein Glückwunschschreiben wurde denjenigen Arbeitern übersandt, welche den Minister Ribot in Bordeaux ausgepfiffen hatten und deßhalb verhaftet worden waren. Paris, 20. Mai. Die Nachricht, daß der König von Italien angeblich incognito in den nächsten Tagen nach Paris komme, hat in der Preffe große- Aufsehen erregt. Einige Blätter theilen mit, er werde im „Hotel Bristol" ab- steigen. Der Zweck seiner Reise ist, der Vermählung des Herzogs von Aosta mit der Prinzesfin Helene von Orlean» beizuwohnen. Andere Blatter glauben an einen politischen Schachzug CrispiS. London, 20. Mai. Nach einer Nachricht der „Times" ist der Sohn des BtcekönigS Liching-phtng mit der Uebergäbe FormosaS an die Japaner betraut worden. Belgrad, 20. Mai. ES verlautet, der deutsche Vertreter habe gegen jede Schädigung der Gläubiger Serbien- durch eventuelle CouponSkürzung Protest eingelegt. Deutscher Reichstag. 96. Sitzung. Montag, den 20. Mai 1895. Gesetzentwurf, bett. Sclaoenraub und Sklavenhandel. Abfl. Rimpau (ntl.) bezeichnet die Vorlage al» unbedingt «ochwendig. Abg Gröber (6tr.) hält eine Commissionsberathung für »verflüssig und will die Verordnungen, deren Verstoß der S 4 so schwer ahnde, unter Mitwirkung des Bundesraths erlassen wissen. Für dir zweite Lesung behalte er sich Anträge vor. Abg. Gras Bernstorfs (cons) erklärt sich tmSinneRimpau». Director Kayser empfiehlt kurz die Vorlage. Abg. v. Buchka (cons.) begrüßt die Vorlage al» einen weiteren Schritt zur gänzlichen Beseitigung des Sclavmraubes. Abg. Molkenbuhr (Soc.) erwartet keine Besserungen von der Vorlage. Sie spreche nur von Sclaoenraub und Sclavenhandel, »ährend sie die Sclavenhaltung durch Europäer nicht treffe. Director Kayser bezeichnet die Auffassung des Vorredners al» eine irrige. Der Antrag Molkenbuhr auf Verweisung an eine Commission wird abgelehnt. E» folgt die zweite Lesung. „ Zu 8 1 wird ein Antrag Gröber (Ctr) die Worte „Theil- vnhme am Sclaoenraub" durch „vorsätzliche Mitwirkung" zu ersetzen, angenommen. 8 2 wird so erledigt. Zu 8 3 wird wiederum ein Antrag Gröber angenommen, welcher Geldstrasen bi» zu 100 000 Mk., deren obligatorische Festsetzung und Polizeiaufsicht verlangt. 8 4 wird auch durch einen Antrag Gröber vervollstänbigt, der dahin geht, daß die Verordnungen, deren Verstoß der 8 4 bestraft, unter Mitwirkung deS Bundesrathetz erlassen werden müssen. 8 5 wird unverändert v,genommen, ebenso die Resolution Gröber. t E» folgt der Gesetzentwurf über die kaiserliche Schutz- ’cuppe für Süd- Weftafrika und Kamerun, welcher auf Antrag Richter an die Budget - Commission verwiesen wird. Sodann wird daS Zuckersteuer - Nothgesetz mit 191 gegen 45 Stimmen angenommen. Ein j-tzt eingehender Vertagungs Antrag Richter-Hompesch findet mit 110 gegen 90 Stimmen Annahme. Morgen 1 Uhr: Branntweinsteuer. Ei*** Ägaß LubbM „8,g Us - estIdw-^ - Äwz.Mvost jjI() 4555 CocaU» nnö ^ovinzieller. (ssietzen, den 21. Mai 1895. • • trneninngen. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben Allergnädtgft geruht, den Hauptsteueramt»- rendanren bet dem Hauptsteueramte Gießen Johannes Dern in gleicher Dieusteigenschaft an da- Hauptsteueramt Darmstadt zu versetzen und den Hauptsteueramt-coutrolleur bet dem Hauptfteueramte Gießen Friedrich Henckel zu« Hauptsteuer, amtörendauten bei diesem Amte zu ernennen. • e «18 Amme für die kleine Prinzessin Elisabeth wurde ein bildhübsches Mädchen aus Nieder-Ofleiden engagtrt, und hat sich dieselbe bereits nach Darmstadt begeben. • • Theater Leretu. Am Montag den 27. Mai wird von ersten Kräften des Kölner Stadttheaters ein Gastspiel hier abgehalteu werden. Das Kölner Ensemble hat tm Laufe de- Mai in Marburg eine Reche von Gast« spielen mit geradezu sensationellem Erfolge absolvirt und haben sich einige Herren de» Vorstandes des Theater Vereins persönlich von der Vorzüglichkeit der Leistungen überzeugt. Der Gesammtvorstand hat e» deßhalb für seine Pflicht gehalten, eine solche Künstlerschaar, auf die man auch später zählen darf, zu einem Gastspiel etnzuladeu. Zu den hervor« ragendsten Darstellungen gehört Sudermanns „Hetmath", welches Schauspiel auch aus diesem Grunde gewählt worden ist. Eine EtuladuugSliste ctrcultrt bet den Mttgltedern, ebenso nimmt Herr Challier Vormerkungen auf Plätze entgegen. • * nn. Der EentralauSschnß der Dentsch-Oesterreichtschen Alpenvereine hat sich nunmehr entschlossen, um auch der studirenden Jugend die Schönheiten der Alpenländer zugänglich zu machen, sogen. Studenten-Herbergen einzurichten, in welchen Studirende sämmtltcher Deutscher und Oester- reichischer Hochschulen u. s. w. in Gast- und UnterkunftS- häusern der Alpenländer Wohnung, Frühstück und Abendessen erhalten werden. Der zu zahlende Betrag ist für die Leistungen ein äußerst mäßiger, denn er beträgt pro Tag und Person nur 50 bis 80 Kreuzer. Hoffentlich werden die Studirenden von dieser Vergünstigung ausgiebigen Gebrauch machen. • • Turnerische». Eine gewisse Vorfreude wurde unS zu Theil, als wir der freundlichen Einladung des Gießener Turnvereins folgten und am Sonntag die geräumige Turnhalle deS Vereins betraten. Zum Anturnen, wie es der Verein tm Frühjahr immer veranstaltet, waren diesmal wohl in Anbetracht des nahe bevorstehenden KretSfesteS die fämmtlichen Mitglieder der Festausschüsse geladen und auch vielseitig der Einladung gefolgt, um sich die turnerische Thätigkeit diese» Vereins auzusehen. Pünktlich und zahlreich traten die Turner an, unS Gästen die einzelnen Uebungen vorzuführen. Nach einem gelungenen Aufmarsch und gut durchgeführten Freiübungen, sowie einem allgemeinen Riegenturnen wurden unS die zum KreiSfefte zu stellenden Muster- rtegen vorgeführt, im Anschluß daran fand ein Schul- und Schaufechten statt und war es eine Freude zu sehen, wie alle Uebungen mit Fleiß und Gewissenhaftigkeit durchgeführt wurden, dem Zuschauer ein Bild entrollend von dem ernsten Streben des Vereins, seiner Pflicht als Turnverein in allen Zweigen gerecht zu werden. Ein Abends von der Damen- rtege des Vereins gut auSgeführter Reigen regte in uns die Erwartung an, auch das Damenturnen beim KreiSfefte vertreten zu sehen. Möchte der Verein so immer wetterstreben und wie dies stets früher geschehen, bei bevorstehendem KreiS- feste die Turneret in Gießen in hervorragender Weise zur Geltung bringen. „Gut Heil"! * * Znr Beruhigung Mit Bezug auf die gestrige Meldung über den AuSbruch der Rotzkrankhett unter den Pferden der Gießener OmuibuS-Gesellschaft können wir mittheilen, daß nach thierärztlicher Aussage eine Gefahr der Ansteckung des Rindviehes völlig ausgeschlossen ist. ES kann sonach Rindvieh in den Stallungen an der Marburger» straße (Jughardt rc.) ohne Bedenken eingestellt werden. • • Fahrtvergünstiguug. Der preußische Minister der öffentlichen Arbeiten hat bestimmt, daß Veteranen auS den Feldzügen 1870/71, die bet der Reise zu den Jubelfesten auf den preußischen Staatsbahnen die dritte Klasse der D-Züge benutzen, die Zahlung der tarifmäßigen Platzkartengebühr zu erlassen ist. - h. Ruddiugshauseu. 17. Mai. Bei der heute dahier stattgehabten Bürg erweist erwähl wurde der seitherige Beigeordnete Heinrich Braun einstimmig mit 88 Stimmen zum Bürgermeister gewählt. ES ist dieses Resultat mit Freuden zu begrüßen, da nach mehr denn 12jährigem Partei« hader der Wahlfriede zwischen den Einwohnern hierdurch her- gestellt ist. vad.Rauhet«. 19. Mai. DaS zur Erbauung einer Schmalspurbahn Braunfels — Bad - Nauheim zusammengetretene Localcomito wählte die Herren Medicinalrath Dr. Grödel, Bürgermeister Wörner und Postmeister Foukar von hier als geschästSsührenden Ausschuß. Zu Pfingsten werden die gesummten Ausschußmitglieder von Braunfels — Usingen—Bad-Nauheim in Ufingen zu einer Sitzung zusammentreten. D. Ztg. O Bem Lande. 20. Mai. Gegenwärtig bezahlen Metzger und Händler den Landleuten für fette Schweine per Pfund Lebendgewicht 32 und 31 Pfennig. Die Metzger aber lassen sich da» Pfund Schweinefleisch mit 60 Psg., da» Pfund Wurst gewöhnlicher Sorte mit 70 bis 80 Pfg. bezahlen. A An» dem Bogel»derg. 20. Mai. Die Spuren der „EtSmännerwoche" leuchten noch heute hell von den Gipfeln de» Gedtrgs. Am verflossenen SamStag schneite eS den ganzen Tag über und bald überzog die winterliche Decke den Erdboden. Post und andere Fuhrwerke kamen schneebedeckt au» dem Gebirg, in dessen Borlanden nur mit Schnee untermischter Regen niedergtng. — Sine eigenthümliche Er- schetnung bieten vielfach Johanni»beer- und Stachelbeersträucher. Nachdem dieselben bereit» Knospen getrieben und zu grünen beginnen, trat plötzlich Stillstand in ihrem DachSthum ein und jetzt sterben dieselben ab und verdorren. Daß diese Sträucher erfroren sind, ist wohl nicht gut anzunehmen, da sie in diesem Falle früher Spuren davon hätten sehen lassen, vielmehr scheint die schädliche Beeinflussung von den Wurzeln au» erfolgt zu sein. § An» be» oberen Vogelsberg, 18. Mai. Znr Er- gänzung der Mittheilung „Au» der mittleren Wetterau" in Nr. 116 des „Gießener Anzeiger»" über Hochzeit»- gebräuche in Oberhessen sei hier etwa» au» unserem oberen Vogel»berg mitgetheilt. Wenn in einem Dorse eine Verlobung ftattfindet, versammelt sich Abend», nach der Verlobung, da» junge Volk vor dem Hause der verlobten und zwar jede Parthie allein, die weibliche und männliche Spinn- stubengesellschaft des Orte» und bringt den Neu-verlobten ein Ständchen. ES wird das Lied: „Wer den Ehstand will fröhlich genießen, muß sich der Liebe entschließen," dann „Wo Liebe und Eintracht stets wohnt, wird der Ehstand mit Segen belohnt" gesungen. Darauf bekommen die Gratulanten gewöhnlich einige Flaschen Branntwein, einige Gla» oder ein Fäßchen Bier, dem Brautpaare wird Glück gewünscht und dann gehen die jungen Leute nach Hause. Weitere Aufwendungen von Seiten der Neu-Verlobten werden nicht veranstaltet, dagegen bleiben die nahen Verwandten NachtS über in lustiger Gesellschaft beisammen, am anderen Morgen aber wird die Braut feierlichst in ihren zukünftigen Wohnsitz (HauS deS Bräutigams) eingeführt. A Mainz. 20. Mai. Der Prinz Ludwig von Bayern traf h'ute Nachmittag mittelst Extraschiff in Begleitung seine» OberhofwarschallS Gras Holstein durch den Maincanal von Frankfurt kommend hier ein. Nach Pasfiren deS MaincanalS wurde auf der „GuftavSburg" Halt gemacht und eine Besichtigung der großen Fabrikanlagen der Firma Kannegießer und der Actiengesellfchaft für Brückenbau vorgenommen. Hier besichtigte der Prinz die Hafeoanlagen, worauf in Anwesenheit der Spitzen der Behörden, Handelskammer u. s. w. in der „Stadthalle" ein große» Diner stattsand. Zu Ehren der Anwesenheit deS Prinzen haben die Landungsbrücke, sowie die meisten vor Anker liegenden Schiffe blau- weiß geflaggt. — Die hiesigen Dachdeckergehülsen drohen jetzt thatsächlich mit Arbeitseinstellung und haben die- selbe von der Nichterfüllung folgender Forderungen abhängig gemacht: 1) Allgemeine Lohnerhöhung von 30 pEt., 2) Abschaffung aller Accordarbeiten und 3) Einführung einer D/z stündigen Mittagspause. A Bom Rhein, 20. Mai. Der Reiseverkehr am Rhein ist gegenwärtig für diese Jahreszeit ein außerordentlich geringer. Nicht allein daß die Personendampfer zum größten Theil fast ohne Passagiere fahren, sondern auch die Besetzung der Bahnzüge ist eine sehr mäßige. In den meisten Rheinhotels und zwar in den großen wie in den kleinen gähnt einem noch eine unheimliche Leere entgegen. Die allgemeine GeschäftScrifiS dürfte an dieser Erscheinung noch mehr die Schuld tragen, wie die schlechte Witterung. Wor«», 18. Mai. Heme find zwei hiesige junge Damen nach Zürich abgegangen, um an der dortigen Uni- versität sich dem Studium der Medicin zu widmen. •R. Rüsselsheim a. M., 20. Mai. Auszeichnung. Herr Albert Engelhardt, älterer Theilhaber der bekannten Firma Friedrich Engelhardt, Cichorien- und Frucht- kaffee-Fabrik dahier, wurde gestern von Seiner König!. Hoheit unserem Großherzog zum Eommerzienrath ernannt. ES muß als ganz besondere Auszeichnung angesehen werden, daß die Ernennung gerade gestern, al» am Gründungstage des Geschäftes (19. Mat 1819) erfolgte. * Frankfurt a. M., 17. Mai. Heute Morgen stürzte sich an der Gerbermühle ein Manu in den Main. Ein Schiffer, der den Vorfall bemerkt hatte, fuhr dem mit den Wellen Ringenden entgegen, und es gelang ihm auch, den Mann zu erfassen und in den Nachen zu ziehen. Kaum war der den Wellen Entrissene ans Ufer gebracht, al» er ein Taschenmesser zog, sich den Hals durchschnitt und sich mit einem Sprunge wieder ins Wasser stürzte. Als ihn der Schiffer zum zweiten Male ans Land holte, war da» Leben de» Selbstmörder» bereit» entflohen. Der Lebensmüde ist ein Straßenbahnschaffner Namens Fischbach. ♦ Frankfurt a. M., 20. Mai. vor der Strafkammer begann heute die Verhandlung gegen den Unternehmer de» in Sachsenhausen eingestürzten Neubaues, Joseph Jöckel, dessen Parlier Earl Möller und den Architecteo Jacob Limba ch. Die Anklage lautet auf fahrlässige Tödtung und fahrlässige schwere Körperverletzung. Ms. Cassel, 20. Mai. Cassel als Stadt der Künste und Congresse übt auch wieder in diesem Jahre die übliche Anziehungskraft aus. Abgesehen von weniger umfangreichen Versammlungen finden, soweit bis jetzt angemelder, drei größere Congresse von allgemeiner Bedeutung und weiterem Interesse statt. Zunächst wird in den Tagen vom 27. bi» 29. Mai der „Verein sämmtlicher Raiffeisen'schen Genossenschaften Deutschlands hier abgehalten. Die Be- theiligung wird eine sehr zahlreiche sein, eS werden mehrere hundert Delegirte au» allen Theilen Deutschlands erwartet. — Ferner findet hier in der Woche nach Pfingsten vom 4. bis 7. Juni die Hauptversammlung der Deutschen Colonial- gesell sch ast unter dem Vorsitze de» neugewählten Präfi- denten, deSHerzog» Johann Albrecht von Mecklen- bürg statt, und versprechen diese Tage einen sehr interessanten Verlauf zu nehmen. Sämmtliche hervorragenden in Deutschland anwesenden Afrikareisende, sowie die Freunde der colonialen Idee werden sich voraussichtlich hier einfinden. Zwei größere Vorträge von Afrikaforschern find bereit» an- gemeldet: Herr Prosessor Dr. Volker» wird über die Be- fiedelung de» Kilimandscharo und Herr Dr. Dowe über Südwestafrika sprechen. Beide Redner verfügen über eine» reichen Schatz persönlicher Erfahrung in den erwähnten Ge bieren. Die Hauptverhandlungen finden Vormittags statt, wahrend der Nachmittag der Erholung und den Festlichkeiten gewidmet bleibt. Die hiesige Adrheilnvg der EolonialgeseL- schaft hat ein sehr reichhaltige» Festprogramm aufgestellt. — Endlich wird hier Ende August der Deutsche Anthro» pologen-Congreß abgehalten. • Zu früh auSgeftiegeu uod getödtet! Ein entsetzlicher Vorfall, der Anderen znr Warnung dienen möge, ereignete sich Sonntag Abend auf dem vahnhof in Gunter-Hausen. Ein von Cassel kommender Passagier der 4. Klasse, ein lunger Bauer aus Berge, konnte e» mchr abwarten, bi- der Zug hielt. Er sprang von der Plattform de» Waggon» ab, kam unter die Räder und wurde vor den Augen der Mineisendeu auf der Stelle getödtet. * RL0 Reuwietz, 18. Mai. Der Verein»rag der ländlichen Genossenschaften für Deutschland zu Neuwied findet am 27.—29. Mai in Cassel statt. Nach den bi» jetzt eingelaufenen Anmeldungen wird derselbe sehr stark besucht werden. • Hannover, 20. Mai. Bei dem versuche, mittelst eine» Boote» die in der Nähe der Schwimmanstalten befindlichen Wehre htnauszufahren, schlug da» Boot um, wobei der Lieutenant Stechern ertrank. Lieutenant Schulz und ein Soldat konnten sich durch Schwimmen retten. * -in Hauptgewinn zur rechten Zett. Die schwarzen und die heiteren Loose dürsten selten für Jemand so merk« würdig gemischt gewesen sei, wie sür einen in der Greif»- walderftraße in Berlin wohnenden kleinen Fuhrunternehmer, Herrn R. Er war mit seinem Gespann au»gezogen, ul» ihm in der Mehnerstraße eine» seiner beiden Pserde so unglücklich stürzte, daß e» mit zerbrochener Hüfte liegen blieb und vom Abdecker fortgeschafft werden mußte. Traurig kehrte der Mann zu der Stallung zurück, al» ihm am König»thor eine Depesche in» Auge fiel, die im Schausenster eine» Ctgarrenhändler» lag. Da- Telegramm meldete, daß soeben Nr. 20,807 der Stettiner Pferde-Lotterie mir dem dritten Hauptgewinn herau-gekommen sei. Jvhaber dieser Nummer war aber kein anderer, als Herr R., der da» be- treffende Loos vor etwa vierzehn Tagen erstanden hatte und der durch diesen Hauptgewinn anstatt de» einen gefallenen Gaules vier Rosse und eine Equipage fein eigen nennen durfte. ♦ lieber die Uniformirung der Meldereiter - Detachement» werden jetzt Miltheilungen gemacht. Die Husarenuniform, weiße Attilas mit rothen Schnüren, erhält nur da» Detachement de» 15. CorpS und zwar entspricht es einem Wunsch deS Kaisers, daß die tüchtigsten Söhne Elsaß Lothringen», die sür den Meldereiterdienst auserlesen werden, auch äußerlich eine besondere Auszeichnung dadurch erhalten, daß sie Uniformen in den Farben ihrer Heimath (Weiß Roth) tragen. Das Detachement des Gardlcorp» erhält dunkelgrüne Uniformen- die Detachements der übrigen ArmeecorpS tragen dunkelblaue Kürassierkoller mit den Farben ihres CorpS in den Besätzen und schwarze Helme. DaS Lederzeug ist mit Ausnahme der weißen Bandeliere der elsaß-lothringischen Meldereiter schwarz. Die Bewaffnung besteht nur au» Cavalleriedegen und Revolver, für die Au»rüstung treten Fernglas und Kartentasche hinzu. * Ein Mulatte ist dieser Tage bei einem deutschen Militär-Musikcorp» zum Musikmeister befördert worden. Nach dem Tode de» Musikmeister» Ziehe vom Grenadier- Regiment König Friedrich III. in Königsberg wurde der in Berlin ausgebildete Sohn eines schwarzen Dieners de» Prinzen Friedrich Carl, Sabac-el-Cher, zum Musikmeister befördert. Der erwartete „schwarze" Capellmeister erregte in hohem Maße die Neugierde der Königsberger. Sie sahen sich jedoch getäuscht, da Herr Sabac el Cher keineswegs eine so auffallende Erscheinung ifi; dagegen hat er sich in seinem Fache bewährt und findet großen Zulauf zu seinen sehr gut geleiteten Concerten. ♦ Eine großartige Spende. Wie die „Waisenhaus-Nachrichten" mütheilen, hat ein Verehrer Bismarck» fünszehn Psennige mit dem Wunsche fließen lassen: „Ihr l. W. betet, daß Bismarck noch lange unserem Vaterlande erhalten bleibt. Ein BiSmarckianer." * Pofen, 14. Mai. Die hiesige Straskamwer verur- theilte den 15jährigen Knaben Michael Rodziczak au» dem VoroN Irr sitz, der am 15. April im Verlaufe eine» beim Spielen entstandenen Streite» den 14jährigen Joses Wierzbicki durch einen Messerstich in» Herz getödtet hat, zu einem Jahr Gesängniß. • J. Landau (Pfalz), 20. Mai. Zu der gelegentlich dell. Bundestages deutscher Gastwirthe, sowie de» 10. D elegi rt enta ge» de» Süddeutschen Gast- wirthverbandeS zu Landau in der Rheinpfalz vom 7. bis 15. Juli. 1895 ftattfindendeu FachgewerbeauSfilllupg für da» Hotel- und WirthschaftSwesen, Nahrungsmittel, Getränke und HauShaltungSgegenftände wurden folgende Ehrenpreise gestistet: Von der Stadt Landau 4 goldene und 4 silberne Medaillen, vom Pfälzischen Verschönerungsverein 2 goldene und 2 silberne Medaillen. Von der «ettenbrouerei zum Englischen Garten in Landau 3 goldene und 3 filberne Medaillen (für Büffet», EiSschränke, Kohlensäure - Apparate), von der Actiengesellfchaft für GaSbereitung in Landau uni dem pfälzischen Gastwirthverband 4 goldene und 4 silderne Medaillen für Sa»«, Koch-, Heiz - Apparate, Badettn- richtungen u. f. w., von der Bäckerinnung Landau 1 goldene und 1 silberne Medaille, vom Pfälzischen Gastwinhveretn 3 goldene und 3 silberne Medaillen. Vom Gastwirthveretn Landau 2 goldene und 2 silberne Medaillen. Die Gas- acttengefellschaft hat den Herren Au»stellern noch folgende Erleichterung gewährt: Ermäßigung der Ga»preise onf 12 Pfg. per Cubikmeter während der Ausstellung und un- entgeltliche leihweise Abgabe der Gasmesser. Außerdem stehen noch von mehreren Bereinigungen Ehrenpreise in Aussicht. Die ganze Ausstellung wirb electrisch beleuchtet und ^ßtn übrr u . kl!' ’ Mr«. ■ ‘unteta^' l.Stl »'dVfc Ni«» ab |0» * b“»MwS 4I> b« Unb. Mh k* bm » 1,161 Ich fturt bt, *; «M nu ya(ltn befindlichen £?', »-bei der ^Az und ein \ !lchn>nrzru c ^fflanb so werken in der Greiss. :n Fuhruntrrnrhinrr, nn. ansgezogen, als e>den Pserde so nu. r Hüfte liegen blieb ' * Traurio E, a/S ihm am )!c im Schaufenster ramm meldete, daß e-Lottrür »h dem Ä. Ä^aber dieser rr A., der das de- k>en rrstuiden hatte statt der einen y- Eqaipage sein tip bereiter >Tetachewemi )it Husarenuniform, Lik nur daS Delache- ?t es einem Wunsch Elsaß Lothringen», nerien, auch anherlich halten, datz ste Uni« Weitz Roth) tragen, ilt dunkelgrüne Uni« Armeecorps tragen bin iljtti Corps bi Lederzeug ist mir M'ivchringischen tzrM nur au» e Ausrüstung treten bet einem deutschen er befördert worden, iche vom Grenadier- ;Sberg wurde der in harzen Diener» de» Ghrr, M Mufik- hwarzr" Capelinieistrr de der SW* SabacelMr kemeS« ft; dagegen hat« W »»'**• bk „Ml*1* *■ 'R'll g gilt«(* ‘•h1**0 ü i» «**2 w iW"3" hm **1 8«6«rt-M «b6,S °°° dtt $TfLi«o« 81"61' I » L * Son ott w jOlbl« “nb ntM l" 4 JW* «IW» ” , Sa#«* *S%"5 Kebatllt"' . fOifleiW B-7A'- i @a8®^rtlfe i° * -sinder» täglich 2 große Concerte einer Regiments * Musik/ joroie Aufführungen von Gesangvereinen, sowie vom Turnverein statt, sodaß ein ganz bedeutender Besuch der Ausstellung stattfinden wird. Schlußtermin für Anmeldungen jur Ausstellung ist der 1. Juni 1895. • Folgen des Erdbebens. Ans einer Herrschaft in der Umgebung Laibachs, wo da» Erdbeben ebenfalls furcht- bare Verheerungen anrichtete, lebt ein sehr gewissenhafter und in jeder Beziehung unbescholtener Berwalrer, der nicht rur da» volle Vertrauen seines Herrn, sondern die Achtung der ganzen Gemeinde genießt. Schon am Osterdtenstag kommt der unglückliche Mann zum Gemeindevorstande mit dem Ersuchen, ihn in Ketten dem Landesgerichte nach Laibach einzuliefern- er sei Schuld, daß diese furchtbare Katastrophe hl reingebrochen sei. * Fatale Uebereinstimmnng A.: ^Hast Du mit Hildes Vater gesprochen?" — B.: „Gewiß- ich erklärte ihm: Herr Profeffor, ich liebe Ihre Tochter wahrhaftig." — A.: „Und was antwortete er?" — B.: „Das thue ich auch, junger Freund, und nun wollen wir über etwas anderes sprechen." Unterhaltungen zu Bad-Nauheim in der Woche vom 21. Mai bi» 27. Mai. Die Kurcapelle spielt täglich Morgens von 7—8 Uhr an dem Kurbrunnen, Nachmittags und Abends siehe unten, bei weniger als 10° R. Wärme im großen Speisesaale des Kurhauses. Mittwoch den 22. Mai, Nachmittags von 4 bis 7 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terraffe. Abends 8 Uhr im Saale Theatervorstellung: Zwei Wappen. Donnerstag den 23. Mai, Nachmittags von 4 bis 6 Uhr: Concert, von 8 bis 10 Uhr: S.nfonieconcert der Kurcavelle auf der Terraffe. Freitag den 24. Mai, Nachmittags von 4 bis 7 Ubr: Concert der Kurcapelle auf der Terraffe. Abends 8 Uhr im Saale Theatervorstellung: Die berühmte Frau. SamStag den 25. Mai, NachmtttagS von 4 bi» 7 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terraffe. Abends 8 Uhr im Saale Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kurcapelle: Gastspiel der Opernsängerin Frau Ida von Seydlitz. Die schöne Galathv. Das Versprechen Hinterm Herd. Vorläufige Anzeige: Sonntag den 26. Mai, Nachmittags von 4 bis 10 Uhr (Pause von 7 bis 8 Uhr): Doppel- concerl des 40 Mann starken SängerchorS des Wetzlarer tLehrer- VereinS unter Leitung des Lehrers H. W. Schmidt und der Kur- Kapelle. »Pirlpliur der Dträuigtti Jttnkfarta StattUjetrtn Operaha«». Mittwoch den 22. Mai: Hänfel und Gretel. Die Nürnberger Pjujppc. Donnerstag den 23. Mai: Dalibor. Freitag ben 24. Mai geschloffen. SamStag den 25. Mai: Cavalleria rusticana. Sonntag den 26. Mai: Dalibor. Montag den 27. Mai geschloffen. Dienstag den 21. Mai: Don PaSquale. Schauspielhaus. Mittwoch den 22. Mai: Der V e i l ch'en f r e f s e r. Donnerstag den 22. Mai: Madame SanS-GSne. Freitag den 24. Mai: Boccaccio. SamStag den 25. Mai: Die Journalisten. Sonntag den 26 Mai. Nachmittag» 3*/i Ubr: Götz von Ber- lichingen. Abends 7 Uhr: Charleytz Tante. Montag ben 27. Mai: Fatinitza. Dienstag ben 28. Mai: GhiSmonba. ä I ß Anmer kung: Die punktirte Linie bet der Barometerfcala gibt den Stand de» vorhergehenden Tage» an. f I I ?! i ga Oi 00 Thermometer: min. 4- 5° R., max. 4- 16° R. Hygrometer: Neigung für trocken. am 21. Mai Mittag« 12 Uhr (Wetterhäuschen in der Südanlage). Barometerstand. 61 5 Witterungsbericht vom 20. Mai. Der größte Theil Europas fiebt fortgesetzt unter dem Einfluß niederen Druckes. Das Barometer ist zwar auf dem Festlande, insbesondere über der Westhälfte Deutschlands merklich gestiegen, doch ist die Druckoertheilung noch äußerst unregelmäßig. Vontden Niederlanden erstreckt sich eine Depression mit verschiedenen Centren zur russtschen Westgrenze; ferner ist vor dem Canal ein Minimum an- gedeutet. Endlich zieht sich noch ein Gebiet niederen Druckes von der Riviera südlich der Alpen hin. Bei dieser Wetterlage wird die Wttterung wohl vorerst den bisherigen Character beibehalten. »orauSfichtliche Witterung r Fondauernd meist trübes, regnerisches und oerhältnißmäßig kühles Wetter. Temperatur der Lahn und Lust nach Reauwur gemeffen am 21. Mai, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 9*/»*, Luft 11° hn Schatten. Rübsamen'sche Babe- unb Schwimmanstalt. Verkehr, Caub» unb Volkswirthschast. •U|te. 21. Mai. Marktbericht Auf vem heutigen «ochenmarkt kostete: Butter pr. Psd. * 0,85- 0,95, Hühnereier 2 Stück 9—11 A. Enteneier pr. St. 6 A. Gänseeier pr. ©t 10—11 Käse pr. 6t. 5—8 A, Läsemafe t>T* Sr- 8 A. Erb pr. Öltet 18 A, Linsen vr. Liter 30 A. Tauben pr. Paar X 0,70 bis 0,80, Hühner pr- Stück * 0,90 bis 1 20. Hahnen pr. Stück *. 1.00—1,60, Enten pr. St- X 1,80—2,00, Ochteufleisch pr. 72—76 A. ^rh-u. Rindfleisch pr. Pfd. 66—684, Schwer - fleisch pr. Pfd. 60—70 A, Kalbfleisch pr. Pfd. 56-60 4, HamwelfleisL pr. Pfd. 60-70 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,50—6,50 X Wettzkrv'' pr. Stück —J., Zwiebeln pr- Lentner 9,00-10,00 X, MUch pr. Liter 16—20 A, Kirschen pr. Pfund 60-70 H. — Nach ben stattftischen Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- unb Stahlindustrieller belief sich die Roheiseuproduettou des Deutschen Reiches (einschließlich Luxemburgs) im Monat April 1895 auf 470 420 Tonnen, darunter Puddelrobeisen und Spiegeleisen 120 763 Tonnen, Beffemerroheisen 51236 Tonnm, Thomasroheisen 227 891 Tonnen und Gießereiroheisen 70 530 Tonnen. — Die Production im April 1894 betrug 438 056 Tonnen, im März 1895 481144 Tonnm. - Vom 1. Januar bis 30. April 1895 wurden producirt 1 875 843 Tonnen gegen 1 708168 Tonnm hn gleichen Zeiraume des Vorjahres. Rohseidene Bastkleider Hk. 13. 80 bis 68.50 per Stoff z. compl. Robe — Tuaeora unb Shantung-Pongeea — sowie schwarze, weiße unb farbige Hennederg'Seide von 60 Pf. bis Mk. 18.65 p. Met. — glatt, gestreift, carrirt, gemustert, Damaste rc. (ca. 240 versch. Qual, unb 2000 oersch. 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Sounenssrasse iO. flctitaft»- A der str das = = s c i favten btt em ein b e - iibe4 .... 1 toaboTi a. b. 2a J Umbori a. d. 2u 4 i'ltrtlbauim . 6 lUwWef. . 8 irainob . . . 7 tkJnlbdiB . . :* Ser^eiwiArldga 8 MiatNbi ■ - v 4 ■ 4 3T J8 V II 40 41 10 14 15 Jt 17 I N ri ■ 21 M ■ • . . *M«f. . . teuitr , Vvrstrh« * fctM Statin etfatrcaphal 1,1 ”crtri”fltn Don liefet ‘' ^kblmg Don n Mibeufm . . Welmod . . -ncha-LvItik . Mibag. . . •hmingtn . . M . arnb. , . frrlrob . . , kerta-vlsm. . Troern. . . . Liffl«. . . . FartbflNfdbcn yhmbad . . . tcurtnia . . , tonrüfl . . . Kfr. ‘SSk ™ ben