1S93 Freitag dm 22« März Erstes Blatt Nr. 69 Amts- und Anzeigeblatt für den "Kreis Gieren. chralisöeikage: Hießener Aamitienölätter 3 » *'11 und e«S an. **««, s z D » 1 L Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für de« folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» vorn,. 10 Uhr. eisgekrönt Welt- Teilung Chicago*1, Deutscher Reichstag. 65. Sitzung. Mittwoch, den 20. Marz 1895. Einoeaanaen: Die Nov.lle zum Branntweinsteuergesetz. Aui bei Tagesordnung steht zunächst die zwffte Berathung ve» Gesetzes betr. die Berufs- und GewerbezLblung in 189». Abg. Lenzmann (irs. Vp.) findet die für d e Zahlung bt> stimmte Zeit, im Sommer, ungeeignet, da im Sommer die Jnvuftrt« weniger beschäftigt fei, während e» in der Landwtrlbfchaf. besonde » viel zu tbun gibt. Im Juni tänne man Lin ttUfttaWM» Bt» von dem Umfange der ArbettSlosiakeit gewinnen- Er bitte bet der Volkäzählung im Decemder auch die Arbeitelofitzkeit zu bei ucklichtige». Unleiftaa^fecretär v.Rottenburg erwidert, letzteres fei allerdings in Aussicht gtnommen. Um ein wirklich zutreffendes B'lo von der Arbeittzlofigkett zu erlangen, mühte man monatliche Aufstellung vo. nehmen, wie etwa in England. Dazu fehl.n unS aber die Organe. Die letzte Berufszählung habe gleichfalls im Juni stattgrfunden. , . Die Vorlage wird unverändert genehmigt Dann wird die Berathung des Colonial et a t« bei dem Etat von Kamerun fortgefetzt. ES wird hier ein Reichsjufchutz von 600,000 Mk. gefordert, wahrend die Colonie bisher auf ihre eigenen Einnahmen angewiesen war. Die Commffsion beantragt 6tC ^Dt!ec?or^Kayser erwidert auf eine Anfrage des Abg. Bebel, Assessor Wehlau war zwar in Kamerun age statistischer Erhebungen über Tropenhygiene ihre Aufmerksamkeit zu- wende. In Kamerun sei bereits ein Laboratorium mit einer medi- cinisch n Autorität an der Spitze erricht.t. In Bagamoyo so te eia Gleiches geschehen. Zur Bearbeitung und Prüfung der dort zu gewinnenden Ergebnisse werde es einer E ntratstelle bedürfen, zu bei ea Deg ündung er bereits mit dem preußischen StaatSmintstertum in Verbmdung getreten fei. Die Etats für Kamerun und Togo werden aenehmigt Bet dem Etat für Südwestafrika ist der ReichSzuschatz von 1 Million im Vorjahre auf 1-737 OOOjmt. erhöbt. Abg. Graf Arnim (RchSp.): Für diese Colonie seien bisher zu wenig Mittel aufgewendet und diese damit in ihrer Entwickelung aufgehalten woiden. Namentlich bedürfe eS größerer Aufwendungen für Wegebau. NSthig fei vor Allem ein energisch, s Einschreiten gegen englische Gesellschaften, welche unsere Gegner dort mit Waff n und Munition versorgt haben. Sehr zu bedauern fei auch, daß gerade der fruchtbarste Thetl der Colonie an eine enalische Gesell« schäft abgegeben sei, die natürlich auch Engländer ins Land zu ziehen suche. Hier Haden wir ein gutes Gebiet mit guten Aussichten für deutsche Einsiedler und gerade dieses verkleinern wir uns noch durch ein solches Abkommen. Möge die Regierung ein wachsames Auge daraus haben, daß die Engländer in dem an sie verkauften Gebiet nicht etwa die Parität zum Nachtheil der Deutschen verletzen. Director Kayser: 1890/91 noch waren die Zetten für Süd- westafrtka so ungünstig, daß man dies-s Gebiet selbst in E' gland für ziemlich werthl.s hielt. Deutsches Capital war damals für die Colonie nicht zu haben. Man konnte eS daher nur mit Freuden begrüßen, daß die englische South West-Compagnie das Vertrauen zu diesem Gebiete wieder heben half, indem sie sich durch Kauf von Land daran betbffliflte. Es ist dies nicht g-ichehen, ohne daß wir uns sicherten. Dle Compagnie hat sich verpflichtet, keine g'ößereu Maßnahmen zu treffen, ohne sich mit der Kafferlichen Regierung tnS Benehmen zu fetzen. Die TaraScoma-Bergbaugffellschoft ist zu einet ganz außerordentlichen Einhänkung ihrer Gerechtsame bewogen worden. Die Besorgniß, die Tarascoma-Gesellfchoft könne den Deutschen irgend welche Schwierigkeiten machen, etwa Durchzug verhindern ober dergleichen, ist nicht berechtigt. Auch sind gerade die Stämme in dem Bereich des Tarascoma-Syndicats und während der Kämpfe mit Hendrik Wittbci treu geblieben. D r Vertrag mit dem Tarascoma - Syndicat ist s. Z. dem Colonialrath vorgelegt worden und dieser Hal keinen Widerspruch erhoben. Abg. Bebel (Soc.): Von Südwestasrika haben wir nichts zu erwarten, auch wenn wir noch so große Aufwendungen dafür machen. Es liegt das mit an dem breiten Sandgürtel, der die Colonie von der Küste trennt. Die Niederwerfung Wilibois hat nicht viel auf sich. Wenn an der einen Ecke des großen Gebietes der Aufstand nieder- geworfen ist, kann er sehr bald an einer anderen Ecke wieder von Neuem losbrechen. Ein Ansiedler, der dort Aussicht auf Erfolg baden will, muß mindestens 40- bis 50000 Mk. besitzen und übet Tausende von Hectaren verfügen. Dazu kommt Mangel an Fult« und an geeignetem Wasser, da basse be sireckenweise bittersal hallig ist. Wunderbar genug ist, daß gerade eine Partff: Alles daran setzt, bitfe Colonie zu erhalten und zu heben, welcher es doch wenig angenehm wä e, wenn es gelänge, mit den ^obucten bet benen btr heimischen LanbwirthschaN Concurrenz zu macken. Mit bem Gelbe, l welches Sie lffer aufwenden wollen, konnten sie viel mehr erreichen durch Hebung unserer heimischen Landwirthschast, beispielsweise für d°h ble d-u.Ich- L°ndw.r.hl»°st die Concurrenz Südwestafrikas zu fürchten habe, falls es gelinge, diese Colonie zu einem Aufschwünge zu bringen. Daß Subwestafiik« Körnerbau betreiben solle, habe doch noch Niemand behauptet. Wolle würden wir allerdir gS von dort beziehen, aber von daher würden wir etz doch lieber tbun, als beispielsweise aus Argentinien. Wenn wir, gleich den Engländern in Betschuana Land, geeignete Zolle einführten, würde Südwestafrika sicher sehr bald in der ßage sein, seine Ausgaben durch eigene Einnahmen zu beck.n. Von oer SLwakop - Mündung nach Wtndhock hat man nur in kmer sehr schmalen Ausdehnung den Sandgürtel zu überschreiten. ES ist z» erwarten, daß die Regierung Alles thun wirb, um ber Bi'bung von Grunb unb Boden - Monopolen vorzubengen. Die Einräumung io vierteljähriger AvoanementspreiSr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerloha. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg. Sebartion, ExprditioL und Druckerei: -chukstraße^rr.7. Kerusprcchcr 51. Aus den Verhandlungen der Erstenj Kammer der hessischen Stände. jnn. Darmstadt, 20.^März 1895.* Die Verhandlungen werden heute Morgen um 9t/2 l^r fortgesetzt. Vor Eintritt in die Tagesordnung übermittelt der Präsident bem hohen Hause den Dank bes Großherzoglichen Paares für die anläßlich der Gebun einer Prinzessin bemselben überreichten Adresse. Die zusammen 26 Punkte umfassende Tagesordnung wurde auch heute in rascher Folge erledigt. Die Kammer genehmigte ohne Debatte den Vertrag mit der Ludwigsbahn wegen des Baues einer Elsenbahnbrücke und Erweiterung deS Bahnhofs zu WormS und Vermehrung der Betriebsmittel, und ebenso den Bau einer Straßenbrücke über den Rhein bei Worms. Ferner genehmigte die Kammer die von zweiter Kammer neuerdings in Vorschlag gebrachten Nebenbahnen, und bewilligte hierfür noch 500000 Mk. mehr als die zweite Kammer, zusammen 31920000 Mk. Sie trat ferner den Beschlüssen zweiter Kammer bei, bezüglich der Anrechnung der Dienstzeit für die von der Oberhessischen Eisenbahn« gesellfchaft übernommenen Beamten und Bediensteten. Mit 22 gegen 2 Stimmen lehnte das Haus den Antrag zweiter Kammer auf Einführung einer hessischen Staatsklassenlotterie ab, trat dagegen dem Antrag zweiter Kammer bezüglich der Tabakfabrikatsteuer und Reichsweinsteuer, sowie der Gesuche der Sieuercommiffariatsgehülfen um Regultrung ihrer Pensionsverhältniste, sowie der Rentamtsgehülfen zu Lamperthe m und Zwingenberg um Anstellung von älteren Gehülsen, ohne Debatte bei und vertagte sich hierauf bis zum 17. April b. I. Verständigung gescheitert, weil das damalige griechische Ministerium mit Entschiedenheit darauf bestand, daß jeweilig nur 1 Procent zu der betreffenden ZtnSqnote zuwachsen sollte. Dteser Vorschlag ist im October vorigen Jahres auch in der vereinigten Versammlung aller Comitüs in Paris verhandelt worden und demnächst hat die deutiche Regierung sich sowohl mit der französchen wie mit der englischen in Verbindung gesetzt, um einen gemeinschaftlichen Schritt in Athen zu Gunsten der fremden Gläubiger zu thun. ES ist auch eine Verständigung erreicht und im December vorigen Jahres von dem engl scheu, dem französischen linb dem deutschen Vertreter in Athen eine Note an daS Ministerium überreicht worden, die griechische Regierung möge sofort die Verhandlungen mit den auswärtigen Gläubigern auf Grund der letzten von den Gläubigern gemachten Vorschläge aufnehmen. Diese Note ist von dem damaligen griechischen Ministerium ablehnend beantwortet worden, und zwar unter Gründen, die ich in keiner Weise als stichhaltig anerkennen kann. Kurz darauf fiel das griechische Mnffsterium TrikupiS. ES kam ein anderes an seine Stelle, und wir haben sofort in Verbindung mit England und Frankreich wiederum Versuche gemacht, bei dem neuen Ministerium ein besseres Ergebmß zu erreichen, bis jetzt ohne Ersolg, und zwar wesentlich aus dem Grunde, weil das griechische Ministerium sich selbst wesentlich als ein vorübergehendes Geschäftsministerium betrachtet und unter Hinweis auf die im nächsten Monat stat'.findendeu Wahlen die Ansicht kundgiebt, daß eine Entscheidung erst nach Bildung eines neuen parlamentarischen Ministeriums fallen könne. Das ist der gegenwärtige Stand ber Verhandlungen. Man sollte nun glauben, daß derartige Vorgänge auch eine recht ernste Warnung für alle Diejenigen enthalten, welche Geld anzulegen haben. Der Vorredner hat den Finger auf eine wunde Stelle gelegt, wenn er auf diese Thatsache hinwles, daß so ost berarttge Fonds nothleiden. Wir sehen, daß ber weitaus größte Thetl dieser nothleidinden Fonds sich nicht etwa in den Händen reicher Capltalisten, sondern armer und mittlerer Leute befindet. (Sehr wahr!) Es ist leider Thatsache, daß sowohl bezüglich der portugiesischen wie der griechischen Fonds zahlreiche Leute vorhanden sind, die die Ersparnisse ihres ganzen Lebens darin angelegt haben. Wiedern abzuhelfen ist, ist nicht meine Aufgabe zu untersuchen. Ich bin der Ansicht, daß das allererste Erforderniß ist, daß die Leute, die ihr Geld anlegen wollen, selbst die Augen aufmachen (sehr richtig! links), sodaß sie nicht alles glauben, was ihnen erzählt wird (sehr richtig! links), und daß sie sich den Satz gegenwärtig halten, der zu jeder Zeit wahr gewesen ist, daß die Höhe derZinsen in umgekehrtem Verhältniß zur Sicherheit des i C apitals steht. (Zustimmung.) aSee-Esseüz LZ--. Alle Annoncen-Bureaux deS In« unb Auslandes nehme» Anzeigen für den .Gießener Anzeiger- entgeaen. fer. ■“ÄS.“1 cherGemijseuubelv, eytia|. Wiener, om, ital, °wi-Höruchen jk ®e- ^accarom, pn Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Der chiegener Anzeiger erscheint täglich, »il Ausnahme deS Montags. Die Gießener Aiamilienv kälter »erben dem Anzeiger »Schentlich dreimal beigelegt. * WailenfelS| 1 ' --- HckLsksr B,(d« !l« MO ■i . 1314 » Fischbach, kosen, lscheibev, spalten, -ipsel, rv. ictten, amen, Cathar., tschen, türk., tschen, hies., lischtes Obst, er Pfd. 50 Pfg., Illi il Fischbach. j frische feinste Piund * 1.20, SöMm-Mr, w * 1-. t E. lughard^ Bssinä-Orangen, ■ontit, Feigen 1696] Heinr. Wallach. Rede des Staatssekretärs von Marschall über die geschädigten deutschen Gläubiger Griechenlands. Gehalten im Reichstage am 16. März 1895. ES ist ja leider nickt der erste Fall, der hier zur Sprache . gebracht wird, und ich fürchte, es wird auch nicht der letzte i Fall sein- denn nicht alle Leute sind so vorsichtig, wie ber geehrte Vorredner (Schmidt Warburg, Centrum), nicht Alles zu glauben, was in dem gedruckten ProspcctuS steht. (Heiterkeit.) • Das Auswärtige Amt ist auch in dieser Frage von dem Grundsatz ausgegangen, daß, wenn Deutsche in erheb- > lichem Maße ihr Geld in Fonds fremder Staaten anlegen und diese nothleidend werden, es dann in . erster Reihe Sache der Gläubiger ist, ihre Jntereffen wahr- zunehmen, Comiios zu bilden, erforderlichenfalls sich mit den ' CornitüS anderer Staaten in Verbindung zu setzen und eine ; billige Verständigung anzubahnen. Die Ausgabe der Reichs« I regierung muß vornehmlich darin liegen, diesen Jntereffenten ; in wirksamer Weise denjenigen Schutz und die Unterstützung zu Theil werden zu lassen, worauf jeder Deutsche Anspruch 1 hat, ber im AuSlanbe Recht sucht. Welche biplomatischen; Schritte anzuwenden sind, wie weit man in dem Drucke gehen ; soll, hängt wesentlich von der Art deS einzelnen Falles ab. Ich kann mir denken, daß eine Action bann eine etwas j schärfere Gestalt gewinnen muß, wenn ber RechtSbruch ' besonders schwer war und in besonders flagranter Weise die । Grundsätze von Recht und Billigkeit, Treu und Glauben i verletzt worden sind. Auf der andern Seite kann ich allerdings : nicht anerkennen, daß Derjenige, dec sein Geld in ausländischen Staatsfonds angelegt hat, weil er das Vertrauen hegt, daß der ausländische Staat sich einen höheren Zinsfuß dauernd leisten kann, als der inländische, nun damit ohne Weiteres den Anspruch erheben kann, daß die Gesammtheit seiner Mitbürger mit eigenen Mitteln sür ihn eintritt, wenn ihn das Vertrauen getäuscht hat. Das würde den Kreis unserer Ausgaben in einer Welse erweitern, ble ich mit dem Gesummt- interefie nicht für verträglich erachten kann. In der Zett von 1882 bis 1889 sind griechische Anlehen In Höhe von ! 488 Millionen ausgenommen worden. Von diesen befinden : fich nach meiner ziemlich genauen Schätzung zur Zeit etwa | für 200 Millionen in den Händen deutscher Capltalisten. . Für einen sehr erheblichen Theil des Anleihebetrages, nämlich ; 370 Millionen Mark, sind seinerzeit von der griechischen ' Regierung gewiffe staatliche Einkünfte, Hypotheken, Zölle | ausdrücklich garantirt worden. Im December 1893 hat nun , das damalige griechische Ministerium den Kammern einen i Gesetzentwurf unterbreitet, worin unter der Begründung, daß ; Griechenland seine Verpflichtungen nicht mehr zu erfüllen j vermöge, den Kammern anempfohlrn wurde, zu beschließen, daß fortan die Inhaber auswärtiger Titel nur noch 30 Procent der ihnen geschuldeten ZlnSquoten erhalten und ble verpfändeten Einnahmen in die Staatskaffe fließen sollen. Sofort nach dem Erscheinen dieses Gesetzentwurfes hat der deutsche Gesandte in Athen von uns den Auftrag erhalten, mündlich gegen den Gesetzentwurf als einen schweren Rechtsbruch zu p. oteftiren. DaS Gleiche hat der französische Gesandte gethan. Trotzdem ist der Gesetzentwurf von den griechischen Kammern angenommen worden und hat auch die Zustimmung l der griechischen Regierung erhalten. Die inländischen Gläubiger werden demnach günstiger behandelt als die ausländischen, obwohl auch sie zur Zelt nicht sehr wesentlich bester gestellt sind. Nachdem der Entwurf Gesetz geworden war, hat der deutsche Gesandte In Athen den Auftrag erhalten, eine dringende Protestnote an die griechische Regierung zu richten deS Inhalts, daß dieser Gesetzentwurf einen Bruch feierlicher Zusicherungen enthalte und deshalb sür deutsche Staatsangehörige irgend eine Rechtswirkung nicht auszuüben vermöge. Inzwischen haben sich sowohl in Deutschland wie in Frankreich und England Comites der Gläubiger gebildet. Dieselben haben unter steter Fühlung mit den betreffenden Regierungen berathen und im Sommer vorigen Jahres Dele« girte nach Athen entsandt, um mit der griechischen Regierung eine Verständigung anzubahnen. Diese Verständigung ist gescheitert, obgleich die Deutschen, überhaupt die auswärtigen Gläubiger, bis an die Grenze der Mögltchkeit den Wünschen ber griechischen Regierung entgegenkamen. Sie waren bereit, sich einen sehr erheblichen Abzug an Zinsen gefallen zu lasten, sie bestanden nur darauf, daß die Ueberschüffe der verpfändeten Einnahmen Proportional verthellt würden, daß die Hälfte davon in die griechische Staatskaste fließe, die andere Hälfte hingegen zur aflmäligen Aufbesserung ihres Zins« genusteS verwandt werde. Gerade an dieser meines Erachtens durchaus billigen nnd gerechten Forderung ist die (0 a u. 0 weitgehender «ortbeile an die South - ®eft - Gesellschaft war nicht angebracht. Bedenklich ist besonder-, daß die South-West 6orrp.ignte zehnjährige- Monopol auf Etienbabnbauten erkalten bat, aber -am Bahnbau nicht verpflichtet ist, falls ihr nicht 4 pCt. Zinsen garantirt werden. Abg. Hasse (ntl.) bemängelt, daß H.ndrik Wittboi zum StaatSpensionLr Deutschlands gemacht worden se». Nachdem man demselben seine Waffen belassen babe, bestehe noch immer die Möglichkeit, daß er nochmal« de Waffen gcxen Deutschland ergreife. Dtrec or Jtapfer spendet btr dortigen Schutztruppe lebhafte Anerkennung. All; competenken Beuriheller im Lande selbst, einschließlich der ortskundigen Händler, seien der Ansicht, baß Leutwein richtig gebandelt habe und daß seine Mäßigung gegenüber Wittboi gute Früchte tragen werde. Die Waffen hätten Witiboi selbftver- stindlich belaflm werden müsien, denn obne Jagd gehe es dort nicht. BiS jetzt habe sich Wittboi durchaus loyal benommen. Abg. Bebel hält an seiner Auffassung der Aussichtslosigkeit der Colonie fest, wogegen Abg. Graf Arnim die Prophezeiungen desselben für viel zu schwarz erklärt. Gerade Südwestafrika biete auch Raum für Auswanderer; und an diesen fehle es in Deutschland Angesichts der schlechten Lage unserer Landwirthschaft nicht. Der Etat für Südwestafrtka wird genehmigt. Morgen: Etat deS Penfions-, deS JnoalidenfondS, detz ReichS- ElfenbabnamtS und deS RetchSjustizamtS. Wahlplüfungen. Deutsche» Reich. Darmstadt, 20. März Die Taufe der neu* geborenen Prinzessin ,st nunmehr auf nächsten Sonntag Nachmittag 4 Uhr bestimmt worden. — Seine Königliche Hoheit derHerzog von Sachsen-Coburg und Gotha werden mit dem Erbprinzen und den Prinzessinnen Alexandra und BeatricV-am Freitag hier eintreffen. Nouefte Nachrichten. Wolffs telegraphisches Eorrespondenz-Bureau. Berlin, 20. März. Der Staatsrath erledigte gestern die Berathung über die Maßnahmen zur Seßhaftmachung der ländlichen Arbeiterbevölkerung durch Annahme folgenden BefchluffeS. „Es scheint nothwendig 1) bei der Ausführung der Gesetze vom 27. Juni 1878 und 7. Juli 1891 in erster Cinic die Begründung leistungsfähiger Gemeinden ins Auge i'i faffen- 2) dazu die staatlichen Fonds zur Verfügung zu Nellen zur Bestreitung der Kosten für die Regelung der Gerichts-, Gemeinde-, Kirchen» und Schulverhältniffe ohne Heranziehung der neuen Ansiedler- 3) Seilens des Staates 'st ein sogenannter Zwlschencredit, behufs Regelung der Schuldverhältnisie, des zu verlegenden Grundstückes, sowie zur erstmaligen Einrichtung der Rentenstellen zu bewirken. Die Schaffung von Fonds für seßhafte ländliche Arbeiter ist unter Anwendung des Gesetzes vom 7. Juli 1891.auch auf kleine nicht selbstständige Stellen zuzulaffen. Hierbei sind, sofern solche Stellen nicht in den Gemeindeverbänden der neu zu bildenden Ansiedlergemeinden, sondern in älteren Ge- metnden oder GutSbezirken auSgelegt werden, den Renten« gntSlegern die unter 2) bezeichneten Einrichtungskosten auf« zuerlegen." Heute wurden die Maßnahmen auf dem Gebiete der Creditorganisation verhandelt. Charlotteuburg, 20. März. Die Stadtverordneten-Ber iammlung beschloß mit allen gegen sieben Stimmen eine GratulationSadresse an Bismarck. Daraufhin legte der Justizrath Abgeordneter Munckel, der dagegen gestimmt hatte, den Vorsitz nieder. Kolo, 20. März. Die Abendblätter melden Über die Explosion in Keeken: Die Wirkung der Explosion, die gestern Abend zwischen 5 und 6 Uhr stattfand, war eine entsetzliche. Ein von der Explosion getroffenes Schiff ging vollständig in Trümmer, ein andere« gerieth in Brand. In den zunächst liegenden Dörfern stürzten infolge deS ungeheuren Luftdruckes mehrere Häuser ein. In allen Städten und Ortschaften im weiten Umkreise gingen zahlreiche Glasscheiben in Trümmer. In dem acht Kilometer entfernten Cleve war die Wirkung der Explosion so stark, daß Thüren und Fenster sprangen und vielfach Schaden angerichtet wurde. Tausende von Einwohnern eilten auf den Schloßberg, von wo aus man «auch und Flammen erkennen konnte. In DenSlaken machte fitz die Explosion durch Stöße bemerkbar, die in Zeiträumen von 1 bis P/i Secunden erfolgten und Thüren und Fenster beschädigten. An verschiedenen Orten glaubte man zur Zeit der Explosion, eS hätte ein Eidbeben stattgefunden. Die Meldungen über die Zahl der durch die Explosion an der Unsallstätte Umgekommenen gehen auseinander und schwanken zwischen 12 biß 25 Personen. Crefelb, 20. März DaS bei Keeken explodirte Schiff „Elisabeth" befand sich seit Wochen im Treibeise. Bei der gestrigen Verladung explodirte das Dynamit. Die Erschütterung wurde meilenweit verspürt- am meisten gelitten haben Emmerich, Griethausen, Grieth und Wiffel. Hamburg, 20. März. Dem „Hamb. Corr." zufolge ist das Befinden deS Fürsten Bismarck ein sehr guteS. Der Fürst kam gestern auf den Bahnhof FriedrichSruh, besichtigte die dort im Bau befindliche provisorische Halle und unterhielt sich längere Zeit mit dem diensthabenden Beamten über die Vorbereitungen für die zu erwartende große Anzahl Besucher. SS heißt, am 1. April würden 35 Extrazüge nach und von FriedrichSruh abzufertigen sein. Detmold, 20. März Fürst Wold em ar von Lippe- Detmold ist btuu früh gestorben. Fürst Waldemar war am 18. April 1824 geboren und feinem Bruder Leopold am 8. Decemder 1875 in der Regierung gefolgt. Karlsruhe, 20. März. Wie die .Bad. LandeSztg." meldet, ist der Chef des Geheimen CabinetS des Großherzogs, v. Ungern-Sternberg, im 78. Lebensjahre heute Mittag gestorben. Liaz, 20. März. In Rottenegg bei OtteuSheim wurde in der vergangenen Nacht ein HauS durch eine Lawine , verschüttet und zerstört. Unter den Trümmern des Hauses wurden drei Personen tobt aufgefunden. Loudon, 20. März. Mr. Heinrich Simon stiftete dem OwenS College in Mancvester 5000 Pfund für die Errichtung eines Lehrstuhles ftr deutsche Sprache und Literatur. Lsuß», 20. März. Nach einer Meldung der„timeß" aus Brasilien sollen dte Aufständischen in Rio Grande do Sul einen neuen Sieg errungen haben. Petersburg, 20. März. Der deutsche Botschafter General von Werder wurde gestern von der Kaiserin und der Kaiferin-Wittwe in Abschiedsaudienz empfangen. Es verlautet, daß die deutsche Colonie wegen der baldigen Abreise deS BotschasterS verhindert sei, zu Ehren deffelben eine größere Abschiedsfeierlichkeit zu veranstalten und sich daher durch eine Abordnung von ihm verabschieden wird. Cadix, 20. März. Die Arbeiten zur Flottmachung der „Königtu-Regeotin" sind beute begonnen worden. DaS Meer hat bei ConilS verschiedene der „Königin-Regentin" zugeschriebene Gegenstände anS Land gespült. Tientsin, 20. März. Vor der Barre von Taku sind gestern Abend vier japanische Kriegsschiffe erschienen, welche die Schiffe auf Contrebande durchsuchten. Depeschen beß Bureau .Herold'. Berlin, 20. März. Wie die „Rordd. Allgem. Ztg." erfährt, bestätigt eS sich, daß der Kaiser am 26. d. MtS. zum Fürsten BiSmarck nach FriedrichSruh fahren wird. Berlin, 20. März. Der Fürst von Lippe-Detmold hat, wie die „Nordd. Allgem. Ztg." vernimmt, mit Rücksicht auf die bestehenden Differenzen über die Thronfolge deS Fürstentums bis zu deren Erledigung letztwillig eine Regentschaft eingesetzt, an deren Spitze der Prinz Adolf von Schaumburg-Lippe, Schwager deS Kaisers, treten wird. Berlin, 20. März. Im preu bischen Landtage erfolgte heute die Weiterberathung der Secundärbahn- Vorlage. Berlin, 20. März. Die Bu dget-Com Mission deß Reichstages erledigte heute die Etats der Reichsschuld und die Einnahmen deS Reiches an Zöllen, Verbrauchssteuern und Aversen. Bezüglich der Rentenconversion erklärte Staats- secretär Graf PosadowSky: DaS Reich würde bei einer Conversion seiner 4procentigen Anleihe in eine 31/2procentige eine Zinfenersparniß von 2i/t Millionen Mark, bei einer Umwandlung der 4- und 3i/zprocentigen Anleihen in eine 3procentige eine Ecsparniß von 73/4 Millionen Mark erzielen. Wenn daS Reich mit dieser Conversion vorgehe, würden auch die Einzelstaaten und die Communen folgen und dadurch daS gesammie CourSniveau herabgedrückt werden. Fraglich fei es auch, ob die jetzige Geldflüssigkeit anbauern werde. Gewinne die Regierung die Ueberzeugung. daß eß sich bei der Geldflüssigkeit um eine dauernde wirthschastliche Erscheinung handle, dann werde ihr möglicher Welse die Conversian durch die Macht der Thatsachen aufgezwungen werben. Bis dahin dürfe sie aber zu dieser Maßregel nicht greifen, besonders dürften rein fiskalische Gesichtspunkte dabei nicht ausschließlich maßgebend sein. Berlin, 20. März. In dem Befinden deS Ministers Dr. Miquel ist eine bedeutende Besserung eingetreten, so daß er wohl morgen ober übermorgen wieder hergestellt sein wird. Derselbe leidet an einer Entzündung der Knochenhaut und zwar beß Kiefers in Folge eineß Zahnleidenß. Solingen, 20. März. 500 hiesige Taschen- und Feder» meffer Ausmacher sind in den Strike eingetreten. Die Ar beiter verlangen Lohnregulirung. Wien, 20. März. Die „Neue Freie Presse" meldet auß Petersburg, daß daß Gerücht von der Ernennung beß Grafen Herbert Bismarck zum Botschafter am russischen Hofe unangenehm berührt habe. Man hege die Besorgniß, daß er daß Friedenswerk schädigen könne. Paris, 20. März. Heute wird der Oberkriegs- rath unter dem Vorsitz deß Präsidenten Faure im Elys6e zusammentreten. Faure wird nur denjenigen Sitzungen beiwohnen, in welchen über die Dertheibigung beß Landes ver- hanbelt wird. Die technischen Fragen werden nur im Beisein beß Sriegßminiftcrß erledigt werden. Madrid, 20. März. Die politische Krisis dauert noch fort. Man weiß nach immer nicht, ob Sagasta seine Demission zurückziehen wird oder ob Canovaß geneigt ist, die Cabinetßbildung anzunehmen. Canovaß werde versuchen, die liberale Partei am Ruder zu halten, biß daß Budget von der Kammer angenommen ist. Was Marschall Martinez Campoß anbeirifft, so glaubt man noch immer, derselbe werde noch Präsident eineß UebergangSpräfidiumS werden. Gerüchtweise verlautet etwas von einer vierten Kombination, bett, ein Cabinet Bejadi Armigoß. Petersburg, 20 März. Der Zar will allen Personen, welche am 14. October vor. IS. beim Empfang im Winter- palais anwesend waren, somit den Mitgliedern aller Deputationen silberne Ertnnerungßrnedaillen verleihen, die nach einer eigenen Zeichnung deß Czaren hergestellt sind. totales tutb provinzielle», Gießen, den 21. März 1895. • • Bon der Universität. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen gestern Vormittag 10l/t Uhr den Rector der LandeSuniversität Gießen, ordentlichen Pro- feffor Dr. Gasfky, in besonderer Audienz. * * Empfang. Seine Königliche Hoheit der Grositz erzog empfingen am 19. März Nachmittags 1 Uhr Seine Durchlaucht den Fürsten zu SolmS-HohensolmS- Lich- hierauf eine Deputation der Ersten Ständekammer, bestehend aus Seiner Erlaucht Graf en zu SolmS-Laubach, Seiner Erlaucht Grafen v. Schlitz genannt v. Görtz, Seiner Erlaucht Grafen zu Erbach-Erbach, Seiner Excellenz Präsidenten Dr. Goldmann und Herrn Geheimen Commerzienrath Freiherrn Heyl zu H-rrnSheim. * * Der Sroßherzog und die Großherzogin »on Bade» pasfinen heute Nacht 12»/4 Uhr auf der Retse nach Berlin die hiesige ©taiion. H. NeneS Theater. Vor ziemlich gut besuchtem Hause gab gestern Abend Fräulein Egger mit SchvnthanS „Mäd- dien aus der Fremde" ihr Benefiz. Die Dahl beß Stücke» können wir als eine recht glückliche bezeichnen. ES ist eine der befferen Arbeiten beß Verfassers und hier in Gießen noch wenig bekannt. Außerdem enthält eß ein paar Rollen, bic einigen unserer Darsteller wie auf ben Leid geschrieben find. Mit Schillers ^Mädchen auß der Fremde" bat daß Stück wenig zu thuu Die Schauspielerin Camilla Rigault kommt ans den Gedanken, unerkannt wre jenes Mädchen der Dichtung Wohlthaten außzutheilen. Ihr Freund, Baron Hanß von EberS, bezweifelt den Erfolg ihres Waltens und behält Recht. Dte Bewohner beß Dörfchens, baß Camilla sich als Wirkungskreis außeriehen bat, erfahren den Namen ihrer Wohl- tbäterin unb verlangen in echt bäuerlicher Unverschämtheit bie Fortsetzung der Wohlthaten und noch mehr dazu, als etwas Selbstverständliches. Daß der Kern beß Stückes, um ben sich noch eine Reihe Misiverständniffe, Verwechslungen und komische Sit ationen bilden. Natürlich * kriegt" ber Baron bie Schauspielerin, ein zweites unb drittes Liebespaar fuegt sich auch und befriedigt zieht man nach Hause. Die Beaefijiantin spielte die Camilla mit Geschick unb erntete vielen Beifall. Fräulein Patutschka befriedigte alß romau- ti'cheS Fräulein Emmy, ebenso Fräulein Ronneberg alß Amanda und Fräulein Küfel alß Alma. Frau Gerlach alß Hortensia Kattinger war von unwtberstehstcher Komik. Von den Herren hatten Herr Otto und Herr Häcker bic dankbarsten und für ihr Talent passendsten Rollen - sie spielte» sie demgemäß beide mit Vollendung. Herr Heyne machte auß dem Alphonß von Lippen einen köstlichen „Fatzke" unb Herr Niemeier war wie gewöhnlich gut, alß bieberer Papa Wardeck. • * Neueß Theater. Herr Alrxanber Otto hat sich zu seinem Bemfiz am Freitag ben 22. März daß hübsche Lustspiel von Roderich Benedix „Docior WeSpe" gewählt. Der Besuch deß Theaters tst empfehlenßwerth und wünschen wir unserem Benefizianten ein volles HauS. Katniubraud. In einem Haufe in der Saplaneigaffc entstand gestern Nachmittag ein Kaminbrand. Die schnell herbeigeeilte Feuerwehr brauchte nicht in Thätigkeit zu treten. " Zugverspätuug. Der gestern Abend 9 Uhr fällige Schnellzug Hamburg Frankfurt kam wegen Maschinendesects mit zwei Stunden Verspätung hier an. * * Umgestaltung der Eisevbahubehörde». D'e vorliegende Nummer enthält eine die Umgestaltung der Eisenbahnbedörden betr. Bekanntmachung der Kgl. Eisenbahn-Direclion Frankfurt a. M. Wir bemerken hierbei, daß die neue Ordnung der SiaitSeisenbahn-Derwaltung sich von den gegenwärtige» Einrichtungen im Wesentlichen dadurch unterscheidet, daß für Verwaltung und Beiried deS staatlichen Eisenbahnnetzes unter dem Minister der öffentlichen Arbeiten nicht mehr, wie bisher, zwei Instanzen (Eisenbahn - Directionen und Eisenbahu- Setriebßämier) wirken werden, sondern nur noch eine Instanz (Eisenbahn Direction) bestehen wird. Die untere Instanz der Betriebsämter wird beseitigt, ihre von ben früheren Eisenbahn. Directionen abgezweigten VerwaltungSbesugniffe werden auf die Directionen zurück übertragen, welche fortan Verwaltung unb Betrieb der ihnen unterstellten Streck:» unter der oberen Leitung deS Ministers wiederum unmittelbar führen werden. — Für die Ausführung und Ueberwachung deS örtlichen Dienstes nach den Anordnungen der vorgrsetzten Direction werden besondere Ausführungsorgane (Eisen- bahn-BetnebS-, Maschinen-, Werkstätten-, Telegraphen und VerkehrS-Jnspectionen) eingerichtet. * * Lebensmittel Preise Ende Februar 1895. Nach einer Zusammenstellung der Großh. Centralstelle für die Landes- statistik kosteten: Ochsenflelsch^ per Pfund 1 Rindfleisch ! per Pfund ; jtalbfleild) per Pfund Schweinefl. per Pfund Hammelfleisch per Pfund Gemischtes Brod Roggen- Brod Butter per Pfund Wild) Eier stack Städte mit Octroi Darmstadl 76 70 76 72 70 11,5 10 90-100 18 7-9 Main; 72 63 70 75 55 115 10 96-105 18 5-9 Offenbach 76 66 76 80 60 11 9 120-130 21 6-8 Worms 74 70 71 68 68 10 9 85-103 17 '7 10 Gießen 76 69 66 68 65 10 9 Hl— 89 18 7-8 Städte ohne Octroi Lingen 75 65 60 70 60 10 9 93—105 19 ,6-9 BenSheim 76 70 70 1 64 60 11,5 9 96-103 17 7-1 Alzen Friedberg 68 64 65 65 GO 15 9 83- 95 17 9-10 75 70 70 60 65 11,5 10 90 18 : 7 Alsfeld 70 60 70 60 — 12.5 9,5 100-110 16 । 7 Lauterbach 64 64 60 | 60 55 12 9 100 16 1 7 △ Mainz, 20. März. In der heute Abend ftattge- habten LerwaltungSrathSsitzung der Hessischen Ludwigs- bahn wurde beschloßen, bie diesjährige Generalversammlung am 25. April abzuhalten. -- ‘ — - ■■ ■ — - - — Vortraq des Herrn Justizrath Dr. Reatz über daS neu einjuführende Bürqerliche Gesetzbuch, gehalten im Nationalliberaleu Verein zu (tzietzen (Originalbericht beß .Gießener Anzeiger".) (Schluß.) Eine für unsere bisherige rechtliche Anschauung neue Bestimmung enthält der Entwurf zweiter Lesung in § 1241, welcher tief einschneidend in manche Berhältniffe wegen feiner Tendenz werden würde, wenn wir nicht die Gewähr hätte», daß unsere Richter maßvoll und weise diesen Paragraph anwenden werden. ES kann danach ein Ehegatte eine geschloffene Sde anfechten, welcher sich bei Eingehung der Ehe in der Person beß anderen Ehegatten ober über solche per- sönlichen Eigenschaften ober solche persönlichen Verhältnisse beß anderen Ehegatten geirrt bat. bie ihn bei «enntnisi der Sachlage und bet verständiger Würdigung beß Zwecks der ®be von ber Eheschließung abgehalten haben würben. D« 'nb hier 8 ein p^r »'n'“°°4 n L-ib JJS di. W h ^'bea stad. Mna L ba4 TtLL utlb' ^ron^'^l altenßu?.f)on« Don Sa Jt’1* ®l- untl !I ®°«‘ °«ch meir *’* ÜM irt’L *■ «U inM, ? SlSi«, um •* Ä* -Hr.mla, >"L"L! ?“b «>* iJtbiS“11« \jt»e«. ®° «obetne* Änfcbauunßtn und Verhältnissen entsprechend ist da» eheliche Güterrecht geordnet, besonders humane Bestimmungen find über vorbehalteneS HeirathSgut und Vermögen getroffen. Unter anderen bestimmt der Entwurf, HauAhaltungSgegenstände, die der Mann an Stelle der von der Frau eingebrachten, nicht mehr vorhandenen Stücke an- schafft, werden eingebrachtes Gut. Redner erörtert diesen Thetl des Entwurfs sehr eingehend, streift dann das Recht der Ehescheidung, indem er die nach dem Entwurf neu hinzu« gekommenen Gründe behufs Auflösung einer Ehe erwähnt und geht dann auf den Abschnitt von der Verwandtschaft im Entwurf zweiter Lesung über, der natürlich sehr umfangreich gcstaltet ist, und bemerkt, daß die Abweichungen vom geltenden Recht nicht erheblich find. Dieser Abschnitt bestehe hauptsächlich in einer klaren und präcisen Zusammenstellung aller auf diese Derhältniffe sich beziehenden Normen. Ein ganz besonder- für das Großherzogthum wichtiger Abschnitt bildet iw Entwurf derjenige Theil, welcher die Vormundschaft behandelt. Wir haben auf diesem Gebiet in Hessen bisher nur sehr wenige gesetzliche Bestimmungen. Ganz neu wird für unS außer dem Familienrath die Einrichtung des Waisenraths in der Gemeinde, und meinte der Redner humorvoll, damit sei wieder Aussicht, Bedürftigen eiueu Titel verleihen zu können, Herr Gemeindewaisenrath klinge, nebenbei bemerkt, nicht schlecht. Diese Männer hätten später dem Vormundschaftsrichter mit Rath und Thal an der Hand zu gehen. Ebenso wichtig und neu seien die ein- zufllhreoden Pflegschaften für unter elterlicher Gewalt oder Vormundschaft stehenden Personen, für Angelegenheiten, an denen der Gewalthaber (einer oder beide Eltern oder der Vormund) nach Lage der Sache verhindert sind. Ueber daS fünfte Buch des Entwurfs zweiter Lesung, das Erbrecht, bedauert Herr Dr. Reatz, den Versammelten »och keine abschließenden Mitthellungen machen zu können, «eil er noch nicht im Besitz der abschließend^ BerathungS- protocolle sei. „Meine Herren", so fährt der Redner fort, Jd) habe die mir gewordene Aufgabe erfüllt, Ihnen einen kurzen Ueberblick über den Inhalt deS Entwurfs zum Bürgerlichen Gesetzbuch zu geben. Wann endlich der Entwurf zum Reichsgesetz erhoben und eingesührt wird, dies hängt von Verhältniffen der gesetzgebende« Factoreu, dem BundeSrathe und dem Reichstage, ab. Die Etnzelregierungeu und der BundeSrath thun alle-, waS möglich, um die Sache schleunigst zu fördern. Unsere hessische Regierung trifft jetzt schon Dor- bereitungen, um daS Bürgerliche Gesetzbuch, sobald eS erst Gesetzeskraft erlangt hat, so schleunigst als möglich in Wirk- ! samkeit treten zu laffen. Der Reichstag hat eS in der Hand, , durch Ausübung einer weisen Beschränkung seines Unzweifel- ' haften Rechts einzelne Paragraphen zu diScutiren und ab- i zuändern, der großen Sache förderlich zu sein oder nicht, : denn wenn er jeden einzelnen Paragraph durchberathcn will, ’ so werden wohl zehn bis zwanzig Jahre vergehen, ehe wir f ein einheitliches Recht im Deutschen Reiche bekommen. Selbst- . beschränkung — unter Abänderung der wesentlichen Mängel des Entwurfs — wird vielen Wünschen entsprechen und wird daS deutsche Volk dann in wenigen Jahren im Besitze des einheitlichen Rechtes sein, welches seine wirthschastliche Wohlfahrt fördert, seine nationale Größe festigt und eine hundertjährige Periode der Sehnsucht und deS Ringens der besten । Patrioten unsere- Vaterlandes abschließt."' Barometerstand. 2. 2. 22. L Sunt tast: Di« pimktirt« Linie Id btr varomeierscale gibt den Stand bd vorhergehenden Tage« an. Thermometer: min. — 2*/i° R., max. + 4*/,o R. Hygrometer: Trocken. witterrrngsarrrsichten am 21. März Mittag« 12 Uhr (Wetterhäuschen in der Südanlage). a x a « & 9 £ H U t § Verkehr, Land- nnd volk-rvirthschast. A. Ullendorf a. d. Lda., 20. März Auf dem heutigen Frühjahrsmai kl zeigte sich eine gedrückte Stimmung. Im | Gegensatz zum Ktämermaikl war der Virhmalkt zwar stark besucht, ; und Schweine, sowie Schafe waren in großer Zahl Angeboten; aber \ an flottem Umsatz fehlte e«, trotzdem auch an Kauflustigen kein Manael bestand. Diese suchten, dem letzten Marburger Markte und der schwach n Kettflüfsigkeit entsprechend, die Preise heradzrd ücken, während die Besitzer des angetrlebenen Viehes eine abwartende Stellung einnahmen. Ferkel wurden zu 40 bis 50 Mk- da« Paar umgei'h', und für LLuier erzielte man den doppelten Preis. Am lebhaftesten ging noch der Handel mit Schafen, wobei z. B. einmal 60 Stück zusammen gekauft wurden. Einjährige Lämmer kosteten per Stück etwa 24 Mk. Siurdurg, 20. März. Fruchtmarkt. Rother Weiten X 11.80, weißer Wetzen X 11.60, Jtorn X 8.70, Gerste 0.00, Hafer X 5.70. Äüt die noihletdenhe Familie tu Bevern gingen ferner ein: lieber trag: 65.50 Mk. Von Kl. 1 Mk., Z. 50 Pfg., Ungenannt, Reitzkirchen 2 Mk. Zusammen: 69 Mk., welche wir Herrn Rechner Doering dahier überwirsen haben. Expedition des .Gießener Anzeiger". Bet Herrn Rechner Doering dahier gingen weiter ein: Von Frau B. 5 Mk., D. 1 Mk., zusammen 6 Mk., hierzu die früheren 6410 Mk, daher zusammen 70 10 Mk. Hiermit schließe auch ich die Sammlung und bitte allen Gebern nochmals danken zu wollen. Die neunundsrchzig Mark, welche bet der Expedition be6 „Gießener Anzeiger" eingegangen sind, habe ich erhalten und quitttre hierdurch über diesen Betrag dankend. Gießen, den 20. März 1895. Doering. Gottesdienst in der Synagoge. SamStag, den 23. März Vorabend 6" Uhr, Morgens 900 Uhr, Nachmittags 3°° Uhr, Sabbathausgang 7M Uhr- Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschast- Freitag Abend 615 Ubr, SamStag Vormittag 8" Uhr, Nachmittag 3 Ubr, SabbathauSgang 7^ Uhr._______________________________ ooooDODOoooaoöoooooQooDaoaoooa g Ulster-Cheviot ca. 140 cm breit ä M. 2.95 pr. Mtr g Q modernste echt englische, sowie beste deutsche Herren- O Q kleiderstoffe versenden in beliebiger Meterzahl franco Q g ins Haus Q O Versandtgeschäft Oettinger & Co., Frankfurt a M. O U Muster umgehend franco. — itis rs □□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□ca Verdingung. Die zur Wiederherstellung der Thorhäuser am Neuenweger- und Wallthor erforderlichen Dachdecker- und Weistdinderardeiten sollen Dienstag, 2 April d. I., Vormittags 11 Uhr auf dem Ttadtbauamte vergeben werden. Arbeitsbeschreibung, Zeichnung ind Bedingungen liegen daselbst zur Einsicht offen. Angebote find bis zum genannten Termin auf vorgeschriebenem Formular dorthin einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 20. März 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 2487 Verdingung. Die zum Neubau eines Wieghäuschens für die städtische Waage am Neustadter Thor erforderlichen Maurer-, Zimmer- und Dach deckerarbeiteu sollen Montag, 1. April d. I., Vormittags 11V, Uhr auf unserem Stadtbauamte vergeben -werden. Pläne, Bedingungen and Arbeitsbeschreibung liegen daselbst offen. Angebote sind auf vorge- Ichriebenem Formular bis zum genannten Termin dorthin einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 20. März 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. G n a u t V_______________________2488 Verdingung von Schreinerarbeit. Die Anfertigung und Befestigung von 16 Stück Plakattafelu an verschiedenen Stellen der Stadt soll Montag, 1. April d. I., Vormittags ll3/< Uhr auf dem Stadtbauamte vergeben werden. Die Verdingungsunterlageu liegen daselbst offen und sind Angebote auf vorgeschriebenem Formular bis zum genannten Termin verschlossen dorthin einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 20. März 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 2489_____________________Gnauth._______________________ Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Lang-Göns für 1895/96 liegt dom 23. März an nochmals acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf unserem Büreau offen. Lang-Göns, den 21. März 1895. 2451 Großherzogliche Bürgermeisterei Lang-Göns. __Brückel.__________________________ Convertirung1 deS 4% Anlehens der Stadt Hungen vom 1. April 1886. Gemäß Beschluß des Gemeinderaths dahier vom 26. Februar l. I. und mit Genehmigung Großherzogl. Kreisamts Gießen soll rubr. Anleihe in eine 3% °/eige umgewandelt werden. Din Besitzern, welche hiervon Gebrauch machen wollen, wird die Vergünstigung gewährt, bis zum 1. October 1895 im 4%igen Zinsgenuß ju verbleiben und müssen dieselben die Schuldverschreibungen spätestens biS zum 15. April l. I behufs Abstempelung entweder bei dem Rechner der Gemeinde Hungen, oder dem Bankhaus Max Heß in Friedberg einreiche«. Wegen Kündigung der bis zum 15. April l. I. nicht zur Ab- Stapelung vorgelegten Stücke wird weitere Bekanntmachung erfolgen. Hungen, den 9. März 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. 32» Buttron. Holzversteigerung. Montag den 25. März, Vormittags 10 Uhr aufangend, soll in den Gemeindewaldungen zn Hungen nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 49 Kiefern-Schnittholz-Stämme — 30,00 Festmeter, 453 Kiefern-u. Fichten-Bauholz-Stämme --- 160,00 „ 2 Kirschbaum-Stämme — 0,50 ,, 6 Birken-Stämme — 2,59 „ 587 Fichten-Derbstangen — 32,85 H Zusammenkunft im District Galgenwald am Pflanzgarten. Hungen, am 19. März 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. Buttron. 2467 Holzversteigerung, i Holzversteigerung Dienstag, den 26. März l. I., von Vormittags 9 Uhr an, kommt im Eltingshausener Gemeindewald folgendes Holz zur Versteigerung: 109 Kiefern-Stämme mit 53 fm, 2 Aspenstämme mit 0,73 fm, 748 Fichtenderbstangen zu Sparren geeignet, 1481 Fichtenreisstangen. Der Anfang ist auf dem Gabriels- zimmerplatz. Mittwoch, den 27. März, von Vormittags 9 Uhr an, kommt zur Versteigerung: 18 rm Nadel Rundscheit, 200 rm Eichen- und Nadel Knüppel, 383 rm Buchen-Durchforstungsreiser, 1008 rm Nadelreisig, 231 rm Nadelstöcke. Der Anfang am zweiten Tage ist am Hattenröderthor, am Gabriels- zimmerplatz, an den Buchen-Durch- forstungsreisern. 2469 Ettingshausen, 20. März 1895. Gr. Bürgermeisterei Ettingshausen. G ö r n e r t. Samstag, den 23. März er., Nachmittags 1 Uhr, bei Wirth La uz, ! Wißmar: 6,08 fm Eichenstämme II. und III. Klasse, 6,30 fm Eichenstangen I. und II. Klasse, 85 rm Eichen- und Buchen-Nutzholz, 234 rm Eichen- und Buchen-Scheit- und Knüppelholz, 1447 rm Reiser, 43,5 rm Stöcke. Das Holz liegt in den Districten Berghausen, Stümpfe, Teufelsberg und Kennelshecke, Gemeindewald Wißmar. 2463 Krofdorf, den 16. März 1895. Der Bürgermeister: Kleine. 3781 qm Wiese vor den Herrnwiesen, auf der Au, Gemarkung Wieseck, sollen am SamStag den 28. März, NachmittaqS 3 Uhr. auf dem Ratbhaus in Wieseck versteigert werden. Smit Schlapp, Rödgen. Ferner verkaufe einen fast neue« Wagen billig. 2440 Kies- und SanMirftrung. Zum Einmalzen und als Schutzdecke für neue Walzstrecken sind 30 cbm Grubenkies und 138 cbm Grubensand auf die Straße Lich— Butzbach bei Butzbach, Abth. 109, 7 — 115 anzuliesern. Die Lieferung soll in vier Loosen öffentlich vergeben werden. Die Bedingungen find bei unterzeichneter Stelle einzusehen, woselbst auch die Angebote mit Proben des zur Lieferung bestimmten Kieses und Sandes unter Bezeichnung der Gruben bis Donnerstag den 28. März, Nachmittags 5 Uhr, einzureichen sind. Der Zuschlag erfolgt bis zum 1. April, die Lieferung ist sofort zu beginnen. 2464 Gießen, den 20. März 1895. Großh. Kreisbauamt Gießen. Renting. ML Schlachthaus. Freibank. [2457 Heute und morgen: Schwemeffeisch nicht labenrein, pr. Pfd. 50 Pfg. <^»lutz- und SLeVfifch, ö babltau. "MSv 2466__________Tiefenweg 18. HMcHkWk! 1712 J, M. Schulhof. Schellfisch u. Cablian S0"* beste, auserlesene Waare -MA 1737__________im „Bebttock“. 1 A Stück 6 Monat alte Schweine *W verkauft 2387 Kennel, Ri^gelpfad 12. Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß zufolge deS AUe,- höchsten Erlasse« vom 15. Dccember 1894, betrifftnb Umgestaltung der Eisenbabn- Bebörden (G- S- 1895 S. 11 wlg) der Bezirk der unterzeichneten KSniglichen Eisenbahn Dtrection vom 1. April 1895 ab die folgenden Bahnstrecken umfassen wird: Kalk—Betzdorf—Gießen, Siegburg— Derschlaa, Derschlag—Bergneustadt, Osberghausen- Wiedl, Wissen—Morsback, Grünebach—Daaden, Dillenburg — Straßebersbach,Dillenburg—August stollen dezw. Nikolausstollen, TrotS- darf — Horchheim — Frankfurt a M, Engers—Siershahn—Au, Grenzau— Hohr-Grenzhausen, Limburg—Altenkirchen, Siershahn—Staffel, Lollar- Wetzlar, Wetzlar—Coblenz, Weilburg— Laubuseschback, Wiesbaden — Diez, Hohenrhein—Oberlahnslein, Curoe— Wiesbaden, Curoe—Biebrich, Wiesbaden—Biebrich Höchst a. M-—Soden imTaunuS, Frankfurt a.M—Homburg v. d. H , Homburg v. d. H- —Usingen. Sachsenhausen—Offenbacha-M.. Frankfurt a. M —Bebra, Lallar-Gießen— Bockenheim, Friedberg Heffen)—Hanau, Elm—LandeSgrenze. Landesgrenze—Ge- münden(gepachtet), Bronzell—Gersfeld, Götzenhof—Tann, Urbach—Troisdorf. An demselben Tage we-den für die Ausführung und Ueberwachung: des örtlichen Betriebsdienste- KSnigtiche Etsenbahu-Vetrteb»- Jnspectionen in Köln—Deutz (Nr. 2 und 3), in Frankfurt a. M. (Nr. 1 und 2), in Fulda (Nr- 1 und 2), in Limburg, tn Neuwied (Nr- 1 und 2), in Wetzlar und in Wiesbaden, des Betriebsmaschtnen- und BetriebS- werkstät!endiensteS Königliche Visenbahn-Maschinen- Anspectionen in Köln—Deutz, Frankfurt a. M. und Wiesbaden, des Hauptwerkstättendienstes Königliche «isendahn-WerkstLIte«. Jnspectionen tn Bchdorf, Frankfurt a. M-, Fulda und Limburg, des technischen Telegraphenaussichtsdienste* die König!. Eisenbahn Telegraphen- Jnspeetion in Frankfurt a. M. und des VerkehrSdienstes Königliche Eisenbahn-Verkehrö- Jnspccttooen in Frankfu't a. M-, Fulda, Wetzlar und Wiesbaden 2462 errichtet werden Frankfurt a. M., den 18. März 1895. Königliche Etscndahn Dieecito«. Empfehle zur Saat: Beseler Hafer, per 100 Kilo 14 Mark, •© Erbsen, •• frühretfend, per 100 Kilo 16 Mark. ____ IW Probe anf Wunsch. "ML H. Güngerich, 2471 GutSväckter — Hohensolms. Danksagung 2486 Der Vorstand. liehen wir anseren innigsten Dank. sagen 248t Giessen, den 21. März 1895 I »i« billig«: anoefeuiftt bet von Mk. 2.50 an zu vermietben. Asterweg 6 11 ff ff ff 2471 lich billigen Preisen. J. Kaan jr., am Kreuz 2363 Neustadt 1. IsD mit Pension, au verm. wiener Hof 2490 Bergstrast« 17. 2454 Exped. d. Bl. 2346 2318J Möbltrtes Zimmer zu Der# mietben Bl.ichstratze 2 Jermielsjungen in in Wetzlar 24 72 vermischte Anzeigen. Arsu Sparr, Selter4weg 50- 2473 werd, be'togr. oerviel, OLUl Ul föitiflt ediülirnffr. 17, II. - Druck «6 8 erlog her Vr4hl'sch«, ■eroedhiM-^e*- rat 6triÄbrntfrrti (Pietsch * Schehbs) in »u&ol Ibbedwr U. Bcheyda. Die heutige Kummer vnrfafft 6 Keiteu mit Bielefelder Leinen.Einsätzen, sow e große» Lager fertig-r Hemden, .Kragen und Manschetten, Shlipse, Taschentücher k. zu auhergewöhn- Näheres gabroifT«. Für die überaus vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem tehmerz- Verluste unserer unvergesslichen Frau, Tochter und Schwester Herren-Hemden Confirmanden-Hcmden ihr te Lttisr ( * 1895 Seim, Garnison-Auditeur. Familie L. Petri II. Blechbüchsen von Ikindermehl rc. kauft fletfl die imtiab dir ( ii «hei 3» Mt 1884*1 W Utfreh mzrch ««»angel. 5?ai bri Hierdurch |ur i stieben 2299J Der zweite *5tod, 4 "immer, ist per 1. Juni l. I zu vermietben können. Beginn des Sommer-Semesters am 2 ». Apri1. Prospectc durch den Vorsteher: Lehrling gesucht. Z Lehrling mit guter Sckulb'ldung z> Ostern in ein Engrosgeschäft gesucht. Selbstgeschriebene Offerten unter H. 10, rtrb an d'r Ervrdi'ion d'4 Bl i" rich'en Adler-Drogerie, Slkertweg 39. Ferber'fche Univ. • Buchhdlg. C. Koch. gJJW Der Stadt»Auflage unserer heutigen Nummer liegt eine kxtrabellage der Dampfmolkerei Ziesten bei. 2474 einer ersten Kinderverficherung zu vergeben. Soliden Bewerbe-n bietet sich beste Gelegenheit zur Einarbeitung Institut von Dr. Kübel. Planmässige und gründliche Vorbildung für alle Klassen höherer Lehranstalten, für das Examen dar Einjahrig-Freiwilligen, für Vorprüfungen des Finanz- und Geometerfachs und andere Schulexannna. Für junge Leute, welche Tags über verhindert sind, ist eine Abendschule eingerichtet, in welcher sie sich in verschiedenen Abteilungen für Examina oder den kaufmännischen Beruf ausbilden 5 Killer 40 Wbm _______ I« üt Zum I. April. 80. Geburtstag Sr. Durchlaucht des Firsten ßlsearck. 2481 Fahnen und Flaggen, mit Bismarck-Brustbild oder Bismarck- Wappen. Docoratiena- Wappcn, daretell. das Wappen des Fürsten Bismarck. Transparent- a. Ilecorahon»- Bilder: Bismarck-Figur n. Bismarck-Wappen. Lampions und Fackeln mit Bismarak- Wappen und -Porträt. Fahnen, Decorations- und IIluminaHons-Artikel jeder Art. Bismarck-Katalog versenden wir gratis u. franco. Bonner Fahoenfab lk in Bono a. Rk. ElneKlklöermalyermE empst hlt sich in tnb außer dem Hanse |M sebr btüiQfn Preisen. Reuen weg 2 H nter^ Bringe mein Lager in Fahr« rädern, sowie Reparatur« Werkstätte in empfehlende Erinnerung. 1451 Fr. Krog-mann, KirMraßk. Wir liefern von jetzt ab wieder frisch gebrannten Weiss- und Graukalk Stücken und empfehlen ferner unfern Cementkalk k» W xttvl Dreher Haar. 2317) Meine Familien-Wohnnna zu Ubrkette«^ LMettel, Per» verm'e'ben 'randgoste tz. rüden, Toup.S werden 1287s Eine -hrau empfiehlt fich »nr Krankenpflege. ^öbrreg Asterweg 9. 1. Stock. 141 Seltersweg 43. Unrn'geltl. Nachweis onn Aamilien. in beliebiger Hohe, auf Liegenschaften Wohnungen und mSdl. Zimmer. Än ;u coulantcften Bedingunaen. Hand von ou4 übrlichen Fragebogen ein- 3 ». ,y s. Klein Gießener Mannergesangveccin. W Samstag den 23. März 1895, Abends 8'/, Uhr: 'M G Familien ab end. G auf Lony’s Bierkeller (anstatt Hotel Einborn). und feinst gemahlenen hydraulischen 51alk in Sacken. Gewerkschaft L. Raab senior Privat-Kapitalisten 1 bestellt Probe-Nummern der „Neuen Börsen-Zeltung“, B?rlin, Zimmer Str. 100. Versandt gratis und franoo. Neues Theater Giessen (Direction: Adam Reinere.) (xieeeener Feeteaal *036 _ (Cafe Leib). XW Heute Freitag, den 22. «ärzr 3um Velltül fnr fjrn. Ain. Oftr Im Abonnement. Doktor Wespe. Lustspiel in 6 Ltteu von Roderich Benedix. 2480s W. Lchuchard, Kreuzplotz 2. ______________z» einträglicher Lebensstellung. (K.fl 2 84J MöblieteS Zimmer, auf Wunsch Offerten unter Z. 20 an Rudolf It 9i»nBnn ... n.rm Moese in Frankfurt a. vr. erbeten. •aw: ^rbetretba " Te-vri ‘xrnN,: ® Tu über ebok" . Sieben, S> itmtli lü* \ UM 2 Matal t I Mmbed a. 1 IHnHbeula S. lUa:fluk(f (. insnob ■ Pellerthei« I ' Snstsl i'tnkBlat II 6flO1 I.' Wrfl« 11 JrtaNfdi l< SH-ba- jll tb. totVM 11. tbedtebt V *»tKrtti4 T* ®8khrd a. »rija:81ft ■S &*** 5 « üntsN» g. Erdarbeiter werden von den Unterzeichneten sofort gesucht. Zu melden am Montag den 25. d. Mts. in Londorf, Gasthaus „(Stabt Gießen", Jordan. Wagner & Scheid, 2424 Bauunternehmer. —2431] Gin Kutscher gesucht. ______Rarl Huhn, Hof-Lobnkutscher. 24t4j Junger Bursche n Bäue—Arünbergeift,atze. (Seprüfter Heizer gesucht bet 2461 __________sheiebel A «Sprtan. Tüchtige Hausirer gesucht Offerten unter S. T. 30 an die 2456j Ein lüchk'ger Lchneidrrgeselle auf dauernde Arbeit sofort gesuch! bd Ludwia Gommer, in K'«t' linden ^376, Tüchtige Rotkarvelter crha len Arbeit. O. «öll-, Baanboistr. 6. Bank^efchätt. M^rktstraste 4. 24651 (gesucht wird >ür eine Ziir Einjälir.-Zreiwill. 2371] Sch mSbl. .Rimmer zu verm. Neuen Bäu« 10, 2 Et. 1856J MödUrieS .Rimmer zu vermtelhen ______L. -yrohnhäuser, Mäutzburg 7. 1503) Mövltrtes Zimmer zu ver« mtethen. Stächst der nrnen »aserne. Wolsstrafle 21. Aliccflratze 13 vel Etage, 7 Zimmer mit Zubebär, zu »ermietaen. Näberrß daselbst 3. St 11110 '■ 3m DlbralldWn hallst ßchardurgersteotze 9, tft die Parterre» Wohnui g, 9 Z mmer i.ebtt Zubehör, zu oerunechenundam L Apr.lz beziehen. 1083 2395] 1. Stock. 2 Zimmer Küche und Zndkbör zu oermletben Jt9«tlnraaff< 5. Ein Lade« LL Mrquettfaörik I. H. ^ukr, Sonnenslr. 25. ein Ta^ttfler. mit b-7 »imbfdjaft °-r- 4681 Laden mu Logis 'mWinde cker, trauter Gchretnermetster ätschen Hause am Ikrruz sofort 3U oer»; Vertreter. rnktbrn. W H Offerten unter H. 705 an chaase« bei eerrn RechtS°nm°II & a»rl«rude. Al- Khrling *LL!L?'""'Ä . Vahnhofstrafle 17, 1. findet Stellung junger Mann aufl guter ----- —- ----- Familie. 2391) Mädchen mit guten Zeugniffe» Höhere Schulbildung und hübsche H:nd» erhalten bei hohem Lohn gute Slcüerg. schrift wird tifoibcrt 2214 Frau Sparr, Selter-weg 5(X Wi-«. Sfrt=Stiilif. Einem verehrlichen Publikum, sowie meinen Freunden und GönnerN die Mitthellung, daß ich Lamstag ben 23 er. Ecke Bahnhofstraße und Neustadt eine Wein- u. Sect-Stube eröffnen werde. Für einen gu'en Stoff ist besten» gesorgt. Sect im ffll'» 25 Psg^ Vi Schoppen la. Wein 25 Pfg., diverse eyquifite Weine zu den bdhgftai Preisen. Hochachtungsvoll (2479 Wilhelm Mayer, ilniftaM 1. Nach Maass Für Wirthe! 2470] Eine nicht zu grobe Wtrth« schäft iu pachten gesucht. Offenen mit der «uischrist .Wirthschaft^ an die Exped. d- Bl. Dickwurz und Speise- Kartoffeln pliitz Llauscr-KUl tft da» Allerbeste zum Sitte« zerdro» chenertSegeustLnde.wikGlaS, Porzellan, Geschirr, Holz u. s. w A cht In Gläsern zu 30 u 50 Psg bet Otto Hoedstätter, Gtetze«, Lch. Wallach, , Georg Post, «rohen Stnden. [466 Livl] «ot erhaltene» Bicyclet (Klsmreis) unter Garantie preitzwerth zu verkaufen. Marktplatz 22. Dr. Kübel. Damen-Zuschneide-Lchule. Weidengasse 1. Giessen. Ecke der Neuen Bauen. 3MSr Unterricht im Ztischneiden. Mastnehmen im Pariser, Engl. und Deutschen Schnitt wird ur.ter Garantte für tadellosen Sitz theoretisch und practisch gelehrt. (Eintritt täglich. Daselbst werden auch Damen- und Kindertleider angefertigt. 3eh Auskunft wird freundlichst ertheilt. E Bernhardt «infame, wie elegante ft fl.berbe ^nformaiion- 374' werden noch Pariser Schnitt zu bifliaen i C.Stiaeny, Sabn6offlT.l1, ffefeRapl«. Pilsen anaefertigt. «onfirmanden-1 NB. Ca. 2uo Wobnunoen in Auftrag. ' tletder 5 Mk. - - I--l J. Vogel, ««'rg Keil, Neustadt 6. 2*7«] (Sine geräumige Werkstatt zu vermietbrn_________Lövngoffe 30. 2177J Eine Jamils nw"dnung von vier Zimmern mit allem Zubehör im 1. Stock, , .-itet * Ziir Ejrjährige. @in möbltrteS Zimmer in der Nabe der alten «aserre zu veimieihen. 2396 N H. ^sohr, Sonnenstraße 25. Für Einjährige. Zwei nwol. Zimmer. 2319 Beandgaffe 8. Pscrdekneeht wirtl schäft gesucht. Wo? sag' die ^xved. d. Bl. 12308 2162] tzehrttn, gesucht. _______ Wtlh. Böhling. Tavezier. 2381] Braver Annge in die Lehre gesucht. «ug. Cfjtnann, Tapezier Kaffee, Thee, Chocolade, Cacao, empfiehlt in guten Q lalt ätrn billigst 2458 Heinrich Wallach. Ist. gewässert. Stockfisch, lebendfr. Schellfische, Ailntz. Hecht, Zander, «ablian, Schollen und schönste» Mast-(beflügel 2481] bei 0. 6. Klemhenn. Sauerkirschen-, Reineclandeu und Pflaumenstämmchen, sowie Beerensträucher zu verkaufen. Zrau Heller, chrankfarlerstratze 04, Mansarde, Klerökrmachen. § •4 Ä 5 2337] Eins. möbl. sreundl. Zimmer im Hinterbous.' per 1 April zu vermietben. L-'uitz^onv. Babnboistr. 27. 20Z8J Gut möi'ltrteS Zimmer zu oer- mietben. Grabenstratze 9, part. 2204) Ein gut möblirieS Zimmer zu vermietben.Dammstraste 38. 2195] Schön möbltrteS Zimmer zu vermietben. Seltersweg 37, Hl. 21(3] Gut mödlirt s Zimmer sofort zu vermietben. Bahnhofstr. 61 III. 2119] MöblirtetzZimmer zu vermi«thcn vletchstraste 12, Hinterh.. 3. St. 1409] «hgeschloffeue Parterre« Wohnung, 3 .Himmer mit Zubchör und Wass.rleuuna, Bleichvlatz rc., v r 1. Mai in ruhigem Hause zu verminben- ___________Ltetustraste 43. 269] Ltebigstr. 66, 2. St., 5 Zimmer u - p r 1. Juli l. I. zu oermiethen. ^Nähere-______rtebigstratze 71, U 2185] Freund!. Wohnung, st ", Immer mit allem Zubehör, zu oermlrib-n. Lndwtgstratze 14. 247.')] Mansarden - Wohnung zu oer* mietben. __________ Etetnstratze 29. 2459] Eine Familirr.wobruNg an ruhige Leute zr^oerm^ reufei-tustghrtcheu 6. 11367] Schillerstr. 5 eine Wobnung von 6 Zimmern, Bleichplah mit cllem Zube« hör ist bis zum 1. April and rweit zu oennlciben.___Tart Demurh Wtu». 2?.'•! । Freundliche Wohnung tm zweit n Stock, 6 event- 5 Z mmer mit allem Zubehör, om 1 Juli event 15. Juni, billigst zu vermietben. I. «. Schulhof. 22 U) Ein tietn.H Logt» zu ocrmieihen. Heinrich Rinn V, Äro'borfaftr 9. XX XX Zitherlehrer Adolf Arnold Gleesen, Dammstr. 24. Kunstgerechter Unterricht nach anerk. bester Methode.