Rk. 45 Erstes Blatt. Freitag den 22. Februar ISO» Der tWttX -n,eiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener I»«mittenvtL1ter «erden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelrgt. Gießener Anzeig er Kenerat-Wnzeiger. vierteljähriger -vonnemeatsprelsr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: Kchutstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt für den "Kreis Giefzen. .........T" Hrati-e-ikag.! Hi-ß-n-r A-mlNmkwt-r. folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Borm. 10 Uhr. | I a__ a__ Amtliche* Theil. Bekanntmachung. betreffend die Mathildenstiftung für die Provinz Oberbeffen. Die diesjährige Hauptversammlung der Mathildeu- stiftung für D'e Provinz Oberheffen findet Donnerstag den 14. März d. I., Vormittags 11 Uhr im Negierungsgebäude zu Gießen statt, wozu die verehrlichen Mitglieder der Stiftung ergebenst eingeladen werden. Tagesordnung. 1) Prüfung der Rechnung für 1894, 2) Vertheüung des Ueberschuffes aus 1894 zur Unterstützung gemeinnütziger Anstalten, 3) Feststellung des Voranschlags für 1895, 4) Ergänzungsmahl des Vorstandes. Gießen, den 20. Februar 1895. Der Vorstand der Mathildenstiftung für die Provinz Oberheffen. v. (Sagern, Provinzialdirector. Bekanntmachung. Betreffend: Vorträge über Obstbau. Nachstehende Orte beabsichtigt Herr Obstbautechniker Metz aus Friedberg an den bezeichneten Tagen zu besuchen, um Vorträge über Obstbau zu halten und bei günstigem Wetter praktische Unterweisungen an Obstbäumen zu ertheilen. Die Mitglieder des Obstbauvereins, sowie alle Freunde des Obstbaues sind Freitag den 22. Samstag „ 23. Sonntag „ 24. Montag „ 25. Dienstag „ 26. Mittwoch „ 27. Donnerstag den zu reger Betheiligung eingeladen. Februar in Langsdorf Abends 8 Uhr, u ,/ Hungen Abends 8 Uhr, „ „ Villingen Nachm. 3*/a Uhr, „ „ Röthges Abends 8 Uhr, „ „ Grünberg Abends 8 Uhr, „ „ Göbelnrod Abends 8 Uhr, 1. März in Lindenstruth Abends 8 Uhr. Gießen, 18. Februar 1895. Der Vorsitzende des Bezirksvereins Gießen des Oberhessischen Obstbauvereins. Dr. Wallau. Deutscher Aeich-tag. 42. Sitzung. Dienstag, den 20. Februar 1895. Der Centrumsantrag auf Aufhebung deS Jesutten- gesetzes wird nach kurzer Empfehlung durch den Abg. Grafen Homp sch mit großer Mehrheit angenommen. ES folgt zweite Berathung der Anträge, betreffend Volksvertretung in den Bundesstaaten. Mecklenburgischer Bevollmächtiger o. Oertzen tritt dm neulichen Ausführungen PachrickeS und Richters über die Zustände in Mecklenburg entg-gen. Das Reich würde gesitzwtdrtg verfahren, wenn es durch Annahme eines der Anträge seine Competenz überschreiten wollte. Abg. Richter: Das mag ja wohl mecklenburgische Erbweishett sein. Aber sonst hat Niemand, nicht einmal Herr v. Buckka bestritten, daß das Reich verfaffungsmäßtg berechtigt sei, feine Competenz zu erweitern. Herr v. Oertzm hat über diesen Antrag so spöttisch gesp'vchen, wie eS am allerwenigsten dem Vertreter eines so in der Cultur zurückgebliebenen Kleinstaates geziemt. (Beifall und Heiterkeit.) Herr v. Oeitzen berief sich neulich auf Zustimmungen, die ihm wegen feiner ersten Rede zu Thett geworden seien. Bet den l.tzten Reichstagswahlen haben nur 33 000 Mecklenburger con- servativ, dagegen 67 000 in unserem Sinne geftirr mt. Redner wendet sich dann noch gegen die neulichen rühmenden Auslassungen der Abgg. Rettich und Nauck über die Zustände in Mecklenburg-Schwerin und Strelitz. Wenn in letzterem nicht so viele uneheliche Kinder geboren würden, wäre eS längst ausgestorben. (Große Heiterkeit.) Mecklenburg Strelitz hat sich von Anfang an nie viel aus dem Reiche gemacht. 1866 konnte es sein vereinbartes Contingent nicht rechtzeitig stellen, weil die Mützenschirme nicht fertig waren. (Große Heiterkeit.) Meine Reden haben schon einmal auf die Slrelitzer Verhältnisse zum Reiche einen Einfluß gehabt. Früher war Strelitz auch im Besitze eines eigenen Heerescontingents. Für Festungen waren da 5 Thaler ausgeworfen. (Stürmische Heiterke t.) Das hat sich erst geändert, als ich einmal hier die Sache zur Sp-ache brachte. Interessant ist es, daß sich neulich ein Vertreter des sächsischen Brtef- adels so sehr für die feudalen mecklenburgischen Verhälnisfe ins Heug legte, noch mehr, als Diejmigen, die die Ahnenprobe abzulegen im Stande find. Herr v. Frege warf mir dabei auch vor, daß ich vom Fürsten Bismarck nichts weiter zu sagen wüßte, als daß er ein Förderer der Jnteressen-Vertretung sei. Nun, ich hatte doch neulich nicht die Aufgabe, die ganze Geschichte des Fürsten Bismarck zu erzählen. Meine Aufgabe war nur zu schildern, welchen Einfluß auf den Parlamentarismus diese Btsmarck'fche Jntereffen - Vertretung ausgeübt hat. Und ich kann dem Kaiser nur dafür danken, daß er 1890 dieser Jntereffen-Wtrthschaft ein Ende gemacht hat. (Lebhafter Widerspruch rechts, Beifall links.) Abg. v. Buckka (cons.): Für diese Art, wie Herr Richter die mecklenburgischen Verhältnisse herabgewürdigt hat, fehlt es mir an einem parlamentarischen Ausdruck. Herr v. Frege hat seinen Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung lediglich auS Courlotste zmuck- gezogen. Die Competenz des Reiches btftrtfte ich nicht, aber die Nothwendigkett des Antrages Pachvicke. Die mecklenburgischen Flnanzverhäitnifie insbesondere sind durchaus bewährte. Wenn Herr Rechter von 67000 Retchstagswählern spricht, die hinter diesen Anträgen fifluben, io rechnet er die socialdemokrattschen Wähler mtt ein; die Ziele der Socialderrokraten gehen aber ganz wo anders hin, als auf eine confiituttonelle Verfassung. Abg. Pachnicke: Der mecklenburgische Volksstamm wird nicht ruhen, ehe er sein Verlangen nach einer conftituttonellen Ver- sasiung erfüllt sieht. Ein dortiger Bauer hat mir gesaat: ein einziger mickienburgiicher Adliger ist uns gefährlicher, als 100 Socialdemo- kiaien. Daß die Vertassungsfrage dort Boden gefaßt hat, beweisen die Volksversammlungen, so namentlich die Rcstocker, bei der ein Enthusiasmus herrschte, wie er bet diesem ruhigen Volksstamme sonst nicht zu erwarten war. Sollte mein Antrag abgelebnt weiden, so ist gar kem Z-veifel möglich, daß im Lande dort eine Verfassungsbewegung in Fiuß kommt. _ „ ,, .... Abg. Graf Bernstorsf-Uelzen (Welse): Das Reich sei für diese Angelegenheit nicht kompetent. Um das R ich h erfur kompetent zu machen, würde eS erst einer entsprechenden Äenderung der Reichs- versafiung benöthigen. -Redner verthetdtgt w-iteihin die mecklcn- burgische „Rechtspartei" gegen einige Bemerkung-n von Buchkas. Wenn eine neuerliche, unwidersprochen gebliebene Behauptung wahr sei, daß hervorragende Mitglieder den Rechten öffentliche Gelder für Prtvaizwecke in Aussicht g stellt haben, und wenn es ferner wahr sei, daß Mitglieds der Rechten gesagt haben: „Verträge halten wir, wie es uns paßt" und wenn sie die 1866er Vorgänge nicht für einen Rcchtsbruch halten, dann müsse man doch sagen: wer so denkt, strebt nur nach dem momentanen und nicht nach dem wirklichen Ersolgel Die vorliegenden Angriffe bedeuteten jedenfalls einen unzulässigen Eingriff in die Rechte des mecklenburgischen Volkes. Abg. Singer tritt für den socialdemokrattschen Antrag, namentlich für Herabsetzung des Atters der Wahibercchtigung und das Stimmrecht der Frauen, ein. Wenn Fürsten mit dem 18. Lebensjahre die Regierung selbstständig übernehmen können, dürfe man Leuten von 21 Jahren auch Zutrauen, zu wissen, w:e sie wählen sollen. Die Frauen unterlägen den Gesetzen ebenso wie die Männer und müßten deshalb auch en der Gesetzgebung Mitwirken dürfen. Abg. Wtnterer (Elsässer): Seine Freunde seien mit dem Wahlmodus zum LandesauSschutz in Elsaß Lothringen nicht zufrieden und hätten sich deshalb behufs Abändeiung dieses Wahlmodus an den R tchstag gewendet. Aber seine Freunde erkennen an, daß in d n ander n Bundesstaaten die Verhältnisse anders liegen. Seine Freunde seien der Meinung, daß daö Reich nicht berechtigt sei, in die inneren Versassungsoerhättnisse der Einzelstaaten etnzug-eisen und dieselben nach dieser Richtung hin zu bevormunden. Sie würden daher die vorliegenden Anträge ablehnen. Meckl. Bevollmächtigter v. Oertzen: Ich muß Verwahrung einlegen grg n die empörenden, allem Anftandsgefühl Hohn sprechender Aeußerungen des Abgeordneten Richter über Mecklenbu'g. (Stürmische Zwischenrufe links: „Zur Ordnung, zur Ordnung!" Piästdent von Levehow: Ich muß mein lebhaftes Bedauern darüber ausfprechen, daß vom Bundesrathstische aus soeben Aeußerungen gefallen sind, die mit der Ordnung in diesem Ha.use nicht im Einklang zu bringen sind. (Lebhafter Beifall links.) Abg. Lieber (Ctr.) bestreitet nochmals, daß das Reich im Sinne der vorliegenden Anträge kompetent sei. Abg. von Frege bemerkt dem Abg. Richter, er rechne es sich zur Ehre, unter dem Fürsten Bismarck hier im Hause gesessen zu haben. Er glaube auch, in allen bürgerlichen Häusern werde diese Auffassung Wiederhall finden. Abg. Richter: Ich habe von dem Fürsten Bismarck überhaupt nur in dem Zusammenhänge mit den Angriffen gesprochen, welche hier gegen den Parlamentarismus gerichtet worden waren. Im Uebrigen ist es mir neu, daß Herr von Frege hier unter dem Fürsten Bismaick gestanden haben soll. Ich habe den Reichskanzler nie als Vorgesetzten des Reichstages betrachtet. Nunmehr wird erst der Antrag Auer gegen die Soctal- bemotraien abgelehnt, ebenso der Antrag Ancker gegen Freisinnige und Socialdemokraten. Endlich wird auch btr Antrag Pachnicke abgelehnt gegen Socialdemokraten, Freisinnige, Antisemiten und die große Mehrheit der Nationalliberalen. Es folgt die Berathung des Antrages Hitze u. Gen-, die Regierungen um Erhebungen darüber zu ersuchen, welche Wirkungen die Beschränkung der Arbeitszeit der gewerblichen Arbeiterinnen in wirthschastlicher, sanitärer, sittlicher Beziehung, ferner hinsichtlich der Arbeitsleistung, sowie auch betr. der Arbeitszeit der Arbeiter rc. gehabt habe. Ferner darüber, inwieweit auch für die Arbeiter eine Beschränkung der Arbeitszeit nothwendig erscheine, und inwieweit die Beschäftigung verheiratheter Arbeiterinnen auf Gesundheit und Familienleben eiiwirke und inwieweit endlich in dieser Beziehung weitere Beschränkungen möglich und nothwendig seien. Abg. Hitze führt aus, hinsichtlich der Beschränkung der Arbeitszeit der weiblich.n Arbeiter lägen ja nur Erfahrungen vor, und diese solle man doch nur, falls man nicht zu manchesterlich sei, für Beur- theilung der Frage verwerthen, ob und inwieweit ttwa eine Maxtmal- arbeitszeil auch für die männlichen Arb iter angebracht sei. Staatssecretär v. Bötticher: Das Ziel des Antragstellers: ein geordnetes Familienleben der Arbeiter, verdient alle Unterstützung. Wir find auch seinen Wünschen bereits entgegengekommen. Wir haben im Vorjahre ein Rundschreiben an die B.zirksregierungen erlassen, in welchem Erhebungen über alle die Materien, die der Antrag Hitze enthält, angeordnet wurden. Der von uns vorgeschriebene Fragebogen erschöpft so ziemlich alle Destdeiien des Antrages Hitze. Hen Hitze will freilich eine richtige EnquSte, bei der sich Jeder soll meiden können, der über den Gegenstand Erfahrungen gemacht habe. Aber ich denke, es genügt wohl einstweilen die partielle Enquete, wie wir sie veranlaßt haben. Eine solche generelle Enquete, die sich über alle Gewerbzweige erstreckt, empfiehlt sich nicht. 1 Es ist einstweilen genügend, wenn man, wie wir da« gethan, diejenigen einzelnen Gewerbt zweige hei ausgreift, bei denen sich besondere Mißstände notorisch herausgestellt haben. Abz. Schall (cons) ftmmt dem zu, EnquLten hätten wir tn den letzten Jabren reichlich gehabt. n _ Abg. Möller (ntl.): Eine weitere Beschränkung der Arbeitszeit sei immer nur local und bei gegebenen Veihälin'sfen möglich. Bei einer generellen Herabsitzung der Arbeitszeit wüide unsere Con- currenziä »igkeit gegenüber anderen Nationen Gefahr laufen. Das Haus vertagt sich sodann. Morgen: Tabaksteuerges.tz. ____________ Deutsches Reich. Berlin, 20. Februar. Die Audienz der Herren vom „Bunde der Landwirthe" beim Kaiser ist gewiffermaßeu der Vorläufer zu verschiedenen größeren Versammlungen gewesen, welche vom Montag ab in der Reichs» Hauptstadt stattgefunden haben. Zunächst tagte daselbst die von über 6000 Landwirthen besuchte Generalversammlung des Bundes der Landwirthe. In der Versammlung herrschte eine entschiedene Kampfessreudigkeit und ein sehr zuversichr» sicher Ton vor, zu welcher Stimmung die entgegenkommenden Erklärungen der Regierungsvertreter im Reichstage über die internationale Regelung der Währungsveihältniffe taS ihrige beigetragen haben mögen. In den nachfolgenden Tagen I 'haben sich dann Versammlungen der Deutschen Landwlrth- schafts-Gesillschaft und der Vereinigung der Steuer- und Wirthschastsresormer angereiht. Dort wie hier bewegten sich die Verhandlungen und die gefaßten Beschlüsse im Allgemeinen im Sinne der vom Bund der Landwirthe ausgestellten Forderungen. — Die Etatsberathungen des preußischen Abgeordnetenhauses wurden am Dienstag zunächst durch die erste Lesung der Vorlage unterbrochen, welche von der anderweitigen Versorgung der Beamten handelt, die durch die Umgestaltung der Kaffen im Bereiche der dirccten Steuerverwaltung betroffen werden. Die Vorlage fand im Allgemeinen eine freundliche Aufnahme und ging spater an die Budgetcommission. Es folgte dann die Generaldebatte über den hervorragendsten Gegenstand der Landtagssession, das l Stempelsteuergesetz. Die Hauptkosten der DienStagsdebatte ! hierüber trug die der Begründung und Vertheidigung deS , Entwurfes gew'dmete langausgedehnte Rede deS Finanz- i Ministers Dr. Miquel, außerdem sprachen noch die Herren Nölle (nat.-lib.), Richter (fr. Vlksp.) und v. Puttkamer- j Ohlau (cons.) Zleuefte Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 20. Februar. Der „Reichsanzeiger" schreibt: i Der Artikel „Umsturz und Socialpolitik" in der „Schlesischen Zeitung" vom 12. dsS. Mts. vertritt die Auffassung, der Handeleminister habe entgegen seiner früheren Absicht, den I Gesetzentwurf wegen Anerkennung der Berufsvereine - ur.d Errichtung von Arbeirerkammern im StaatS- ministerium nicht eingebracht, oder den e:ngebrachten Entwurf fallen lasten. Dies sei unzutreffend. Die von dem Hanbelsminister dem Staatsministerium vorgelegten Vorarbeiten, betreffend die Regelung der Corporationsrechte der Berufsvereine, seien im Staatsministerium einer allgemeinen Besprechung unterzogen worden. Eine Beschlußfassung sei noch nicht erfolgt. Berlin, 20. Februar. Etwa 5 00 Colportage- buchh ändler beschlosten gestern nach längerer Debatte einen Protest gegen die Gewerbenovelle und den CentrumS- antrag, in dem die Colportagebuchhandler unter die Hausirer verwiesen werden. Die Resolution soll allen Reichstags- Mitgliedern zugestellt werden. Unter den Rednern für die Resolution befand sich auch Dr. Böckel. Paris, 20. Februar. Der Ministerrath beschloß in seiner heutigen Sitzung, daß, wenn der Deutsche Reichstag Prämien für die Ausfuhr von Zucker bewilligen würde, die französische Regierung unverzüglich Maßregeln ergreifen müßte, um die Wirkung dieser Prämie auf dem französischen Markte aufzuheben. Paris, 20. Februar. Der Ministerpräsident Ri bot wird heute Abend die parlamentarischen Vertreter aus den : Zuckerindustriegegenden empfangen, die eine Erhöhung der Zuschlagstaxe für raffinirten Zucker auf 12 Francs und für rohen Zucker auf 11 Francs per Meter- centner verlangen. Philadelphia, 20. Februar. Zum Maire von Philadelphia wurde heute der Republikaner Garwick mit 55,000 Stimmen Mehrheit gewählt, trotzdem der erweiterte ‘ Zwist unter den republikanischen Parteigruppen bte Stimmen- ' zahl der Republikaner vermindert hatte. Von republikanischer ©ette wird der Wahl insofern eine weitgehende Bedeutung beigewefieo, als dadurch der Umsturz des bisherigen Boß- Regiments herbeigeführt wird. Hiroshima, 20. Februar. Die gesammte japanische Flotte lief am Sonntag in den Hafen von Weihaiwai ein- Die FortS und alle Torpedolager, sowie zehn chinesische Kriegsschiffe und die gesummte Garnison werden den Japanern übergeben. Das chinesische Schiff ,»uangtid}i" »uröe, nachdem es abgerüstet worden war, den Chinesen jütn Transport der Leiche des Admirals Ting nach Tfchifu übergeben. Tokio, 20. Februar. Der neue beantragte Kriegs- cr e d it beläuft sich auf 100 Millionen, nicht auf 10 Millionen. Hierdurch würden, falls der Landtag seine Bewilligung ausspricht, die gesammten KriegSauSlagen auf 250 Millionen erhöht. Hongkong, 20. Februar. Reuter Meldung. Infolge der unsicheren Lage auf Formosa verlaffen die Kauf» leute die Insel. Gin in Hongkong eingetroffeneS Handels- sckiff berichtet, daß ein japanisches Geschwader in der Nähe von Formosa kreuze. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 20. Februar. Der Kaiser hat auS Anlaß des Ablebens deS Erzherzogs Albrecht von Oesterreich bestimmt, daß sämmtliche Offiziere der Armee drei Tage, die Offiziere des Grenadierregiments König Friedrich Wilhelm L, dessen Ehef der Generalfeldmarschall 36 Jahre lang gewesen ist, acht Tage hindurch einen Trauerflor um den linken Unterarm anlegen. Außerdem hat eine Abordnung des Regiment-, bestehend aus dem Commandeur, einem Stabs- osfiz'er, einem Hauptmann und einem Lieutenant, an den BeisetzungSfeierlichkeiten theilzunehmen. Berlin, 20. Februar. In der heutigen Reichstags» fttzung ereignete sich während der Debatte über die mecklenburgische BerfaffungSfrage ein bisher im Reichstag berspiel- loser Vorgang. AIS der mecklenburgische Bevollmächtigte v. Oertzen gegen die Linke den Ausdruck gebrauchte, sie hätte in empörender, allem Anstandsgefühl hohnsprechender Weise über die mecklenburgischen Verhältniffe sich ausgesprochen, begann auf der Linken ein furchtbarer Tumult. Präsident v. Levetzow erhob sich und gab seinem lebhaften Bedauern darüber Ausdruck, daß vom RegierungStische Aeußerungen gefallen seien, die mit der Ordnung des Hauses nicht im Einklang ständen. Dieser Ordnungsruf wurde von der Linken mit lebhaften Bravorufen ausgenommen. Berlin, 20. Februar. Der „Reichsanzeiger" meldet, daß dem Oberhof- undHauSmarschall Grafen Eulenburg für seine Person fortan bei Hose der Rang unmittelbar nach den Staatsministern verliehen wurde. Berlin, 20. Februar. Im Abgeordnetenhause wurde heute die Stempelsteuer Vorlage an eine 21er-Com- misfion verwiesen. Berlin, 20. Februar. Das „Berliner Tageblatt" meldet: Nachdem die Königin von England auf der Rückreise Darmstadt besucht hat, wird eine große Familtenzusammen- kunft stattfinden, an der auch der deutsche Kaiser theilnehmen wird. Sodann wird sich die Königin nach Cronberg zur Kaiserin Friedrich begeben. Verliu, 20. Februar. Das Staatsministerium trat heute Nachmittag 2 Uhr im Reichstagsgebäude zu einer Sitzung zusammen. Berlin, 20. Februar. In der Reichstags-Commission für die Umsturzvorlage wurde heute die Berathung deS § 126 fortgesetzt. Nach der bisherigen Faffung des Strafgesetzbuches wird mit Gefängniß bis zu einem Jahre bestraft, wer durch Androhung eines gemeingefährlichen Verbrechens den öffentlichen Frieden stört. In der Novelle wird die Verschärfung des Paragraphen beantragt durch Fortlaffung deS Wortes „gemeingefährlichen" und Anfügung eines zweiten Absatzes, welcher lautet: „Hat der Thäter in der Absicht gehandelt, auf den gewaltsamen Umsturz der bestehenden Staatsordnung hinzuwirken oder derartige anderweite Bestrebungen zu fördern, so tritt Zuchthausstrafe bis zu fünf Jahren ein, auch kann auf Zulässigkeit von Polizeiaufsicht erkannt werden." Dieser zweite Absatz wurde ebenso wie zwei VerbefferungSanträge abgelehnt und Absatz 1 in der Form wie ihn die Regierung vorschlägt, angenommen. Berlin, 20. Februar. Wie der „Vorwärts" mittheilt, hat die Commission der Tabakarbeiter in Berlin alle Gründe gegen die Tabaksteuervorlage in einer Eingabe an den Reichstag zusammengefaßt. Die Eingabe wird heute den Mitgliedern deS Reichstages zugehen. Stuttgart, 20. Februar. Heute Vormittag wurde im Ständehause der neue Landtag in feierlicher Weise eröffnet. König Wilhelm verlas die Thronrede, in welcher Vorlagen, betreffend den Staatshaushalt 1895/96, der, wie constatirt wird, mit einem größeren Fehlbetrag abschließt, angekündigt werden. Ferner wird eine gründliche Steuerreform in Aussicht gestellt, desgleichen Gesetze betreffend die Wiedereinführung des WahlcouvertS, Hebung und Förderung der Viehzucht und Erleichterung der Hagelversicherung. Auch «ine Revision der Verfaffung wird in der Thronrede angekündigt. Die Thronrede wurde schweigend angehört. Budapest, 20. Februar. Die Gräfin Karolt wurde in der vergangenen Nacht von einem unbekannten Räuber in ihrem Schlafzimmer überfallen. Der Gräfin wurden Ohrgehänge im Wenhe von 3000 Gulden und ein großer Geld- detrag geraubt. Sodann wurde der Räuber durch eine herbeigeeilte Kammerzofe verscheucht. Charleroi, 20. Februar. Die Lage der GlaS» industrie wird immer kritischer, da der amerikanische Markt für die hiesige Industrie vollständig verschloffen ist. Alle Fabriken sind mit ungeheuren Vorräthen versehen. Tausend Arbeiter find bereits drodloS, da mehrere Werke geschloffen find und andere noch Nachfolgen werden. Die Herabsetzung der Löhne hat unter der Bevölkerung eine gemisst Agitation hervorgerufen. In den nächsten Tagen soll von bem Comits der Glasarbeiter.Bereme ein Reserendnm über die Frage eines allgemeinen AaSstandeS verfaßt werden. Alle Arbeiter, welche an dem vorum nicht theilnehmen, sollen bohcottirt werden. Am nächsten Sonntag wird das Resultat de» ReferenAemS bekannt gegeben und der allgemeine Ausstand wahrscheinlich am 15. März beginnen. Pari», 20. Februar. Wie verlautet, ist hier ein Artillerie- offizier unter dem Verdacht deS LandeSverraths verhaftet worden. Paris, 20. Februar. Heute wurde ein Journalist verhaftet, der im DreyfuSproeeß einen Beamten zu be- stechen versucht hatte. Petersburg, 20. Februar. Die Besetzung des Mi» ntsterpostens des Aeußern wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Vorläufig soll Schischkin den Posten verwalten- der jetzige Gesandte in Teheran wird ihm alö AdlatuS betgegeben. Zum Gesandten in Teheran soll der Sect'vnSchef GierS ernannt werden. Die Abberufung deS Botschafters Baron Mohrenheim von Paris bezeichnet man als nahe bevorstehend. Montebello, der demnächst ins Ausland reist, kehrt nicht wieder nach Petersburg zurück. CocaUs und provinzielle* Gießen, den 21. Februar 1895 ♦ ♦ Empfang. Se. Königl-che Hoheit der Großherzog empfingen gestern u. A. den Oberstlieutenant Hof, etarS- mäßigen Stabsoffizier im Jnfanterte-Regiment Nr. 138. * Hoftrauer. Wegen des Ablebens deS Erzherzog« Albrecht von Oesterreich ist auf Allerhöchsten Befehl eine Hoftrauer vom 20. bis zum 27. l. MtS. einschließlich angeordnet worden. * * Ans dem GerichtSdieust. Durch Entschließung Groß» herzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz wurden bis auf weiteres beauftragt: 1) mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsrichters bei dem Amtsgericht Alzey der GerichtSaffeffor König in Bingen und 2) mit Wahrnehmung der Dienstverlichtungen eines AmtsanwaltS bei de» Amtsgerichten Bingen. Nieder-Olm, Ober Ingelheim und Wöllstein der Gerichlsaffeffor Dähn in Mainz. * * Hessischer' Handelskammertag. Auf dem Hessischen Handelskammertag, welcher am vergangenen Sonntag in Mainz stattfand, waren die Handelskammern der Städte Mainz, Gießen, Darmstadt, Offenbach, Bingen und Worms mit ungefähr 33 Vertretern vertreten. In der Hauptsache drehten sich die Debatten um den Gesetzentwurf über den „unlauteren Wettbewerb". Es wurden eine Anzahl der Be- stimmungen gutgeheißen und ein Theil verworfen, es wurde enhgiltig ein Beschluß gefaßt, nach welchem der Delegirte auf dem Deutschen Handelskammertag die Ansichten der hessischen Handelskammern vertreten soll. In Sachen der AuS- dehnuzig der Unfallversicherung auf das Handelsgewerbe nahmen die Handelskammern einen ablehnenden Standpunkt ein mit der Motivtrunp, daß das Gesetz nur auf solche Handelsgewerbe ausgedehnt werden soll, welche mit besonderen Gefahren verbunden sind. Bezüglich des Antrags auf Abänderung deS § 7 der Gewerbeordnung beschlossen die Delegirten, die Abänderung zu verwerfen, in dem Falle aber, daß der abgeänderte § 7 zum Gesetz würde, möchten alle Gewerbe, welche von demselben betroffen würden, namentlich aufgesührt werden, mit dem Ausschluß, daß der Paragraph auch den Wein berühre. * ’ WohlthätigkeitS-Vorstellung. Zu unserer gestrigen Mittheilung über die Vorstellung zu Gunsten der Hinterbliebenen der „Elbe" können wir heute Nachträgen, daß Fräulein Johanna Baltz, die Verfafferin von „im Reiche deS WafferS", dem Comite einen von ihr gedichteten Prolog in liebenswürdigster Weise zur Verfügung gestellt hat. Fräulein Wen darf wird die hübsche Dichtung gleichfalls zum Vortrag bringen. — Wir schließen noch die dringende Bitte an die Damen an, während der Aufführung die Hüte ablegen zu wollen. * ♦ Feier der Fünfzigjährigen. Zur Richtigstellung der gestrigen Localnotiz, Feier der Fünfzigjährigen betr., wird unS mitgetheilt, daß alles, was bis jetzt geschehen ist, sich nur auf private Besprechungen bezieht und die gestrige Veröffentlichung einer JndiScreuon zuzuschreiben ist. Ist bie Angelegenheit weiter gediehen, so werden lie betr. Herren mit ihren Namen an die Oeffentlichkeit treten. • * Berichtigung. Der in Begleitung de» Herrn Divi- sionScommandeurs v. G o ß l a r gestern hier eingetroffene Commandeur der 49. Infanterie Brigade ist v6n unserem Berichterstatter mit dem früheren Brigadecommandeur von Obernitz verwechselt worden. Der dermalige, zur Zeit hier weilende Brigadecommandeur ist Generalmajor v. Oppen. * * Zu Amerika verstorbene Hessen. New Aork City.: Frau Anna Maria Neumaon-Beger, 89 Jahre alt, auS Mainz. Arlington, O.: Eva Elisabetha Volhard geb. Neß, 76 Jahre alt, auS Gadern. Belleville, Jll. : Elisabetha Rodenmeyer, geb. Helfrich, 64 Jahre alt, auS Biblis. Brooklyn, N. A.: John Mohr, 61 Jahre alt, auS Oberhcffen. Georg Reuhl, 74 Jahre alt, auS Holzheim. Frau Marie Bachmann, 63 Jahre alt, auS Gießen. Hamilton, Ont.: Margaretha Roth, 54 Jahre alt, aus Alsfeld. Milwaukee, WiSkouf : Philipp Hunkel, 53 Jahre alt, aus Sprendlingen. NorriStown, Pa.: Carl Rau, 56 Jahre alt, auS WmgerShaufen. Waterloo, Can.: Heinrich Urstadt, 63 Jabre alt, auS AlSfcld. * Lich, 19. Februar. Am SamStag, dem letzten Tag, an dem unsere Holzmacher im Walde beschäftigt waren, verunglückte ein Arbeiter noch dadurch, daß ihn am Fuße eine stürzende Eiche traf. Der BedauernSwerlhe, ein noch junger Familienvater, muhte heimgetragen werden und wird längere Zeit an» Zimmer gefeffelt fein. D. Z. • Wetterfeld, 19. Februar. Da der langjährige Bürgermeister unserer Gemeinde, Herr Neuß, nach Ablauf der Dienstzeit eine Wiederwahl ablehnte, wurde an seine Stelle Herr Beigeordneter Luckard mit 90 Stimmen gewähltfein Gegencandida: erhielt 34 Stimmen. Die dadurch nöthiq gewordene Wahl eines BetgeordueteN dürfte ebenfalls in nächster Zeit vorgenommen werden. Bud Nauheim, 19. Februar. Zur Ucbernabme der nadjite Lauern ms Leden tretenden höheren Knabenschule baden sich bis jetzt ca. 25 akademisch gebildete Lehrer, «eist Rectoren an ähnlichen Schulen in Preußen, gemeldet. Es 'oll n dieser Schule dieselbe Ausbildung erlangt werden, wie in einer besseren Realichule ober in einem Gymnasium, dabei soll um deS Babe» willen Englisch und Französisch besonder- berücksichtigt werden. It Reichelsheim L d W., 18 Februar. DaS neu» gegründete Bürgercasino hat gestern einen trefflichen Beweis seiner Leistungsfähigkeit gegeben, indem e» seine - neue Bühne emweihte, welche von kunstfertigen Vereins- Mitgliedern gebaut und gestiftet worden ist. Es wurde ein Lustspiel, fein einstudtrt, vorgeführt- daran schloffen sich humoristische Declarationen, mehrstimmige Gesänge, Jnstru- mentalvorträge für Streichinstrumente und Pianoforte und zuletzt ein Tänzchen. — Dir in unserer Gegend auftretende VolköbilduogSverein hat schon wiederholt versuche zum An» landen gemacht, unsere Bürger hatten jedoch keine Reigung- sür jene Bestrebungen, sondern schufen aus eigenen Kräften, roa» für unsere verhältniffe zweckdienlich ist. Alle Diejenigen, welche am gestrigen Abcnü mitwirkten, verdienten sich den Dank des Vereins und wurden durch lebhaften Beifall belohnt. Ober Roden, 18. Februar. Hier ereignete sich heute Nachmittag ein sehr bedauerlicher UnglückSsall, durch welchen eine Familie in die größte Trauer versetzt wurde. In Gemeinschaft mit seinen beiden Söhnen war der Zimmer- meister Johann Mahr mit Verladen von Heu von einem auf den anderen Wagen beschäftigt. AlS der Wagen vollständig geloben war, liefe ber auf demselben stehende Vater Mahr seine Heugabel neben dem Wagen heruntergleiten, -nicht ahnend, dafe gerade an dieser Stelle sein 20jähriger Sohn Adam in gebückter Stellung stand, um dort da» daneben gefallene Heu aufzulesen. Die Gabel traf den jungen Mann so unglücklich, bafe sie mit ihren Zinken ihm in bie Schädelbecke einbrang, au6 welcher der bestürzte Vater bier selbe im ersten Schrecken noch selbst herauSzog. Auf «er- anlaffung zweier dort anwesender Aerzte wurde der Schwer- verwundete auf einem Schlitten eiligst nach Darmstadt in daS Landkrankenhaus verbracht, wo er kurz nach feinem Eintreffen verstarb. Die Eltern sind ob dieses schrecklichen Er- eigniffes der Verzweiflung nahe. * Seligenstadt, 18. Februar. Zum Landtags abgeordneten für den Wahlkreis Seligenstadt-Babenhausen an Stelle des verstorbenen Bürgermeisters Wolz wurde heute Herr Weinhändler und Gastwirth David H o>n mit fämmt- lidjen 19 Stimmen der CentrumSwahlmänner gewählt. Darmst. Ztg. Babenhausen, 17. Februar. Die beiden Füfee buch- ft üblich abgefroren sind dieser Tage einem Hand- werkSburschen. Derselbe wollte in einem benachbarten Dorfe übernachten, wurde jedoch von verfchiedenen Seiten abgeroiefen und auf die mehrere Stunden entfernte Verpflegungsstation verwiesen. Bor Ermüdung konnte aber der BedauernSwerthe nicht weiter wandern und mußte so in einer Scheune übernachten. Bei einer Nachtkälte von 23 Grab erfroren dem Unglücklichen beide Füße. Mühsam schleppte er sich nach dem nahen bayeriichen Stockstadt, von wo au» ihn die Ortsbehörde per Fuhrwerk nach dem Krankenhause verbringen ließ. Die ärztl'che Untersuchung ergab, daß beide Füfee vom Brand ergriffen waren und zur Vermeidung weiterer Lebensgefahr amputirt werden mußten. e △ Mainz, 20. Februar. Vor Eintritt in die Tagesordnung der heutigen Stadtverordnetenversammlung erstattete Oberbürgermeister Dr. Gafever Bericht über den Erfolg der Schritte, die die städtische Deputation in Gemeinschaft mit der Handelskammer bei dem Großherzog und dem Ministerium in Darmstadt bezüglich der Belaffung der Eisenbahnverwaltung in Mainz gethan hat. Der Grofe- Herzog, wie auch der Staatsminister Finger und der Finanz- Minister Weber Haden der Deputation ihre wärmste Sympathie für Mainz zu erkennen gegeben und erachtet e» da» Ministerium für zweifellos, daß nach Eintritt der Verstaatlichung der LudwigSdahn Mainz Sitz der Verwaltung bleiben werde. — Weiter theilte der Oberbürgermeister mit, daß der der Stadt Mainz aus dem Ueberfchuß deS 11. deutschen Bundes- schiebens überwiesene Betrag im Einverständniß mit dem hiesigen Schützenverein statt zu einem monumentalen Zweck zu einer Stiftung verwendet werde, deren Zinsen alljährlich einem städtischen Waisenkmde zugewendet werden fallen. Mainz, 20. Februar. Der bekannte Arzt und Schriftsteller Dr. Aron Arnold Mayer ist gestorben. Er war 86 Jahre alt. Vermischte». • Marburg, 20. Februar. Vorn Ertrinken gerettet wurde gestern Nachmittag ein kleiner Junge unterhalb der Weidenhäuser Brücke. Derselbe war in eine offene Stelle der Lahn gerathen und nur dem raschen Eingreifen eines gerade anwesenden Gymnasiasten war es zu verdanken, daß er nicht unter dem Etie verschwand. • Duren, 20. Februar. Die Beerdigung deS bei dem Untergang ber „ölbeA mit verunglückten Walter Schüll findet Donnerstag den 21. Februar, Nachmittags 3 Uhr, vom hiesigen Bahnhofe aus statt. • Karlsruhe, 20. Februar. Nach den Localblättern tritt im hiesigen Leib-Grenadier Reg ment und zwar in der alten wie in der neuen Kaserne die Ge ni ckstarre auf. Fünf Mann sollen erkrankt, einer gestorben sein. • Bayreuth. 20 Februar. Die von der GenSdarmerie am Bahnhöfe Markredwitz verhafteten Arbeiter Otto Werner und Kellner Wilhelm Schmidt aus Leipzig sind iw sch heute "fall, durch Ersetz! wurde. Ziwinn- veu von einem Ier Wagen voll- stehende Vater heruntergleiten, fein 20jähriger " hort baß ba-- tQf den jnngen len ihm in die W Vater die« n« Aus Der- de der Schwerti Darmstadt in nach seinem Ein- schrecklichen Er- "L-. 8>°Vfi,ch t" **•' I ein J*h na m, V' ^NftrU' ’’?** M 7/uhTete^ rum An- > Neigung P. «rtften* Alle Diele"/ verdienten lebhaften Bei- i Landtags- adt-Babenhausen slz wurde heute rtn mir sämmt- c gewählt. Darmst. Ztg. SüKe buch- eiuem $anb‘ m benachbarten Menen Betten entfernte Ver- konnte aber der mußte so in einer e von 23 Grad lühsam schleppte it, von wo aud >m Krankenhause ergab, daß beide neibung weiterer •X In die TageS- nmlung erstattete c den As°l- bei Gemelnichast mit ind dem Ministk- ng der Eisen- it. Der Groß- und der Finanz- rmfte Sympathie es baß Ministe- • Berftaatlichung n bleiben werde, nit, baß der der deutschen Bunde-- ändniß mit be« uuwentalen 3®£ iew«»« »»* w”‘Ä totot. :'s:S u verdanken/ IN* 2* - * »"fS * geständig, den Raubmordversuch auf deu Geldbrief- träger Breitseld in Leipzig gemacht zu haben. • Lemberg, 19. Februar. Die Polizei verhaftete vier Betrüger, an deren Spitze der Kellner Flitter steht. Sie haben dreihundert auf mehr als 100,000 Gulden lautende Schuldbriefe mit gefälschten Unterschriften eines Erzherzogs und mehrerer hoher Generale in Umlauf gesetzt. • Mailand, 20. Februar. In ganz Oberttalien herrscht bei klarem Wetter eine grimmige Kälte. Alexandria hatte gestern 18 Grad, Mailand 12 Grad. ♦ Bukarest, 20. Februar. Ein massiger Schneefall veranlaßt Störungen auf den Bahnen. Die Regierung for- dert angesichts der befürchteten Ueberschwemmungen die Prä- fecte« zu entsprechenden Vorsichtsmaßregeln auf._____________ Entscheidungen der Reichsgerichts. (Nachdruck verboten.) R. 8. Leipzig, den 20. Februar. Der Bankier Julius Schulhof in Gießen wurde am 8. November o. I. vom Großh. Landgericht Gießen wegen Betrugs in mehreren selbstständigen Fällen verurtheilt. Er focht dos Urtheil mit dem Rechtsmittel der Revision an und rechtfertigte dieselbe mit der Rüge der Verletzung formeller und materieller Rechtsnormen. — Im Jahre 1887 errichtete der Angeklagte, der zuvor in Bankgeschäften gelernt und conbilionirt batte, mit seinem Vetter Humbold Schulhof zusammen ein Bankgeschäft in Gießen und betrieb dasselbe dann nach befl Vetters Wiederaustriit autz der Firma allein. Nach feiner eigenen Angabe wurde Schulhof 1888 von auswärtigen Banken aus die Cedulas der Argentinischen Nationalbank aufmerksam gemacht, welche infolge beträchtlicher Cursschwankungen große Grwinn- chancen boten. Der Gerichtshof legte ihm nun zur Last, daß er in Befolgung dieses gefährlichen Rathschlages exotische Papiere verkauft, den ahnungslosen Käufern aber höhere Notirungen vorgesplegelt, bezw. ihnen den wahren Stand des Curses der Papiere nicht mitgetheilt zu haben. Die CedulaS werden auf deutschen Börsen gar nicht und in Europa überhaupt nur in Antwerpen und London gehandelt. Schulhof deckte feinen Bedarf in Antwerpen. Bet den gewaltigen Eour Sschwankungen war er der Ansicht, auch zum Nehmen eines höheren Profits berechtigt zu fehl. Er erzielte denselben, indem er für die Papiere einen „Marktpreis" construtrte, den er fand, indem er auf den Einkaufspreis feine Proviston und die Ealculatton des Risikos darausschlug. Er fordei le diesen Marktpreis, ohne zu erklären, daß dies eben der Marktpreis oder der CourSwerth fei. Dieser Marktpreis stand nun nach den Feststellungen deS Vorderrichters in einem schreienden Mißverhältnisse zu dem wahren Werthe der Papiere; es wurden von der Anklage daher auch alle Fälle auSgeschteden, in denen die vom Angeklagten genommene Provision unter 5pCt. deS Cowies blieb Trotzdem wurden vom Urtheil 14 Fälle constaltrt, in denen die Schuld des Angeklagten erwiesen war. AlS besonders flagrant sind zwei derselben heroor- zuheben: Der erste betrifft einen Herrn Sch. aus Gießen, dem der Angeklagte eindringlichst rieth, sich Argentinier anzuschaffen. Er brachte ihm schließlich auch die Papiere ins Haus und veranlaßte ihn, 1000 Pesos National-EedulaS Gold-zu 74 zu kauten, wofür Sch. 3019 Mk. zahlte. Der Dorderrichter stellte fest, daß der Eourswerth nur 58 war, Schulhof hatte hier also einen Gewinn von mehr als 400 Mk. Ein zweiter Fall behandelt den Reinfall des Lehrers L. in Gießen, der die Absicht hatte, Italiener zu kaufen. Schulhof verstand es jedoch, ihn davon abzubringen und hängte ihm dafür 300 Pesos National - Cedu'as Gold für 84 auf, die er selbst für 74,2 gekauft batte; hierbei fiel für ihn ein Gewinn von ca 60 Mk. ab. Im Ganzen nahm er feinen Kunden nach der Berechnung des Urtbeils 2085 Mk. ab, um welchen Betrag diefe geschädigt wurden. Das Urtheil führte dann aus: Die Grundfätze von Treu und Glauben im Handelsverkehr erfordern, daß der Bankier gefchästsunkundige Käufer darüber informirt, welches der wahre Coms der Papiere ist und wieviel er Provision nimmt. In dem Verfchweigen diefes Um- 1 standes wurde eine Unterdrückung wahrer Tbatfachen erblickt, umfo- mehr als der Angeklagte durch feine Verbindung mit der Antwerpener Börse und durch das Halten des dortigen CourSblattes über die jeweiligen Courle der Cedulas selbst informirt war. Die Revision des Angeklagten rügte zunächst formell, daß sein j Antrag auf Aufrechnung der erlittenen Untersuchungshaft ohne Be- i scheid und Beschluß geblieben sei. Materiell wurde ausgeführt, die i moralische Pflicht der Angabe des Curses sei vom Vorderrichter rechtsirrihümlich als eine RechtSpsiicht aufgefaßt und der Begriff des Curswerthes mit dem des wirklichen Wetthe« verwechselt woiden; beide seien aber keineswegs identisch Für den Käufer sei allein der i wirkliche Werth maßgebend; schließlich lasse das angefochtene Uitheil ! auch eine genaue Angabe darüber vermissen, den Curs, welchen ; Tages oder Ortes der Vorderrichter jeweilig seinen Berechnungen zu Grunde gelegt habe. In mündlicher Begründung der RevisionS- ; schrift führte der Rechtsanwalt beim ReichSgeticht, Justizrath Haber für den verhinderten Rechtsanwalt Hake noch aus, der Bankier sei i beim Verkaufe von Papieren nicht verpflichtet, zum Curse zu ver- : kaufen ober ungefragt den Eourswerth anzugeben; ber Käufer brauche ' sich ja nur banacb zu erfunbigen. G naue Notirungen über die i Cebulas gäbe es überhaupt nicht, jebenfalls sei aber nur ber letzte i Curs maßgebend, nicht aher der, zu dem ber Bankier selbst dm j gekauft habe. Reichsanwalt Dr. Menge erklärte bie Beschwerben j sämmtlich für unbegründet. ES fei eine thattächliche und daher vom ■ Reoifionsgericht nickt nachzupiüfende Feststellung des Vorderrichters, wenn er aus dem Effectenconto des Angeklagten auf den CurSwerth folgere. Die Revifion wurde vom ersten Strafsenat kostenpfliL'ig i verworfen. «otteSdteny in der Synagoge. SamStag, ben 23. Februar. Vorabend 5»° Ubr, Morgens 9«> Uhr, Nachmittags 3” Uhr, SabbathauSgang 6*° Uhr. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschast- Freitag Abend 580 Ubr, SamStag Vormittag 8^ Uhr, Nachmittag ; 3 Ubr, Sabbatbausgang 64) Ubr. Foalard-Seide 95 Pf. j ,bl§ 5.85 p. Mk. — japanesische, chinesische zc. in ben neuesten Dessins u. Farben, sowie schwarze, weiße unb farbige Hennederg-Seide ' von 60 Pf. bis Mk. 18.65 p. Met» — glatt, gefir ttt, farrirt, ge, • mustert, Damaste rc. (ca. 240 verfch. Qual, unb 2000 verfch. Farben, Dessins re.), Porto- und steuerfrei ins Haus. Muster umgehend. 8081 Seiden-Fabrik 6, Henneberg (k. u. k. Hoti.), Zürich. Bekanntmachung. Damit die zum weiteren Ausbau der Staölsernsprecheinrichtung in Gießen ersorderlichen Vorbereitungsarbeiten rechtzeitig in Angriff genommen werden können, werden diejenigen Personen, welche ihre Wohnungen bezw. Geschäftsräume rc. im Laufe dieses Jahres mit der vorbezeichneten Stadtfernsprecheinrichtung verbinden lasten wollen, ersucht, ihre Anmeldungen recht bald, spätestens bis zum 1. März d. Js., an das Kaiserliche Postamt in Gießen einzusenden. Nur für die bis zu diesem Zeitpunkt eingegangenen Anmeldungen kann die Herstellung der Anschlüsse für den ersten Bauabschnitt des laufenden Jahres in Aussicht gestellt werden. Verspätet angemeldete Anschlüsse gelangen erst im nächsten Bauabschnitt zur Ausführung. Darmstadt, 5. Februar 1895. Der Kaiserliche Ober-Postdirector. Clav el. Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag den 25. Februar 1895, Vormittags 9l/2 Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald, Districi Mühlberg, Uttersbrunnen und Zollstockswäldchen, versteigert werden: 72 Kiefern, und Fichtenstämme njjt 42,33 fm (darunter Schnittholz), 1193 Kiefern-Stangen mit 47,77 fm, 55 rm Buchen-Scheitholz, 67 „ Eichen. „ 21 „ Nadel- „ 160 „ Buchen-Knüppel, 59 „ Eichen« „ 10 „ Nadel. . „ 46,5 „ Buchen-Stockholz, 26 „ Eichen« „ 21,5 „ Nadel- „ 3140 Wellen Buchen-Neifig, 3080 „ Nadel- „ 730 „ Eichen- „ Die Zusammenkunft ist auf der Grünbergerftraße an der Happels, wiese. Gießen, 18. Februar 1895. Großh. Bürgermeisterei Gteßen. Gnauth. 1471 Holz-Versteigerung. Montag den 25. und Dienstag den 26. d. M kommen in dem hiessgen Gemeindewald, District Hoheniod zur Versteigerung: 424 Nadel-Stämme — 129,19 fm, 231 Fichten-Derbstangen — 24,70 fm, 6 rm Buchen-Scheiter, 158 „ Radel- 4 Buchen Knüppel, 50 „ Nadel- ,, 410 „ „ Reisig, 74 „ „ Stöcke, Am ersten Tage kommt das Stammholz, am zweiten Tage das Brennholz zur Versteigerung. Zusammenkunft und Anfang der Versteigerung jedesmal Vormittags L Uhr im Holzschlag. Queckborn, 19. Februar 1895. Großh. Bürgermeisterei Queckborn. Schmidt. 1524 Holzversteigerung in brn Waldungen ber Stabt fidj. Versteigert werden in der Forst, wartei Hinterwald: F Donnerstag d. 28. Febr. l. I., Vormittags 91/» Uhr, in dem District Eisenkaute: 200 rm Roth Buchen-Scheiter, 50 „ Weiß- „ „ zu Werkholz geeignet, 192 rm Buchen-, Eichen- u. Weich- Holz-Knüppel, 251 rm Buchen-, Eichen, u. Weichholz-Stöcke, 6375 Wellen Buchen«, Eichen« und Weichholz-Rcisig. Zusammenkunft am Burkhards« seidener Weg ant Floß. Anfang im District Eisenkaute bei Abz. Nr. 218. Freitag deu 1. März L I., Vormittags 9V2 Uhr, in den Districten Schweinstallsheege, Mönchköpfe und Fichtenkopf: 7 Buchen-Stämme mit 8,10 fm, hierunter 1 Stamm mit 3,30 fm, 111 rm Buchen- u. Eichen-Scheiter, 115,8 „ „ Eichen- und Nadel« Knüppel, 167 rm Buchen-, Eichen- und Nadel- Stöcke, 3630 Wellen Buchen«, Eichen- und Nadel-Reisig. Zusammenkunft bei dem Pflanzgarten in der Schweinstallsheege. Anfang daselbst bei Abz. Nr. 433. Lich, am 20. Februar 1895. Großh. Bürgermeisterei Lich. Heller. 1521 Samstag den 23. Febr. 1895, Nachmittags 2 Ubr, wird auf hiesigem OrtSger cht das den Herm. Weinberg Eheleute« gehörige Grundstück: Flur 25 Nr. 158 — 1187 qm Acker auf ber Rodhvhl versteigert unb zwar mit endgültigem Zuschlag. Gießen, 20. Februar 1895 Großh- Ortsgericht Gießen. I V: Hoffman«. 1532 Schellfisch a. Cabliau 1 stets frisch fl64J im Rebstock. Holz-Versteigerung in dem WM der Gemeinde hausen. Freitag den 1. März soll in den Districten Bruch und Beckers« wald nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Bauholz: 7 Eichenstämme mit 4,83 fm, hier- 15351 Fluss- unb Schellfische, Schollen, Sander. _________________Diefeuweg 18. Ist. Mihenmehl, .l.Pfd. 18 — 5 Pfd.85 — 10 Pfd. 1.60, la. Rüböl, Sützrahm-Margarine, Coeosnußbntler. Gustav Walter, 1526 MLuSbnrg IS. Ein Laden mietheu. 469^ I. H. Fuhr, Sonnenstr. 25. 3534) Ein gut uiöhl., rubig gelegenes Zimmer mit Labinet vor b^m Corridor ist fofort ober später iu vermiethen Wiesenflratze 2 HI. Stock. 1246[ Möbl Zim ner zu oermie'hen. Bleichstraße 12, Hinterhaus, 2. E'age 1509 Arbeiter können Kost unb LogtS erhalten Neustadt 48. unter ein Stamm mit 59 cm Durchm. und 8,6 m Länge, zu einem Wellbaum geeignet. 97 Nabelstämme mit 38 fm bis 33 cm Durchm. unb 19 m Länge, 57 Nadelstangen mit 4 fm. B. Brennholz: Scheilh. rm Knüppelh. Reistg btockh. rm Wellen rm Buchen — 16,2 370 — Eichen 2 4,7 50 2,2 Nadel — 117,0 1070 37 Erlen — — 40 — Bemerkt wird, daß unter dem Nadelknüppelholz mehrere Schichten 31/2 m lange sind. Die Zusammenkunft ist Morgens 10 Uhr im District Bruch am Wegweiser ojt der Straße Gießen- Steinbach. Hausen, den 19. Februar 1895. Großh. Bürgermeisterei Hausen. Schmandt. 1513 Forderungen an den Nachlaß des Dominicus Martin sind innerhalb 3 Wochen bei dem Unterzeichneten anzumelden, da solche sonst keine Berücksichtigung mehr finden können; auch werden Diejenigen, welche irgendwelche Verbindlichkeiten gegen denselben, oder Sachen von demselben in Besitz haben, aufgefordert, hiervon alsbald Mittheilung zu machen. Gießen, 18. Februar 1895. F. Hoffmann, 1467 Nachlaßverwalter. Montag ben 25. Februar, Nachmittags 2 Uhr, wird Wallthorstr. 28 das zum Nachlaß des Dominik Martin gehörige Mobiliar, bestehend in fileider«, 1 Taschenuhr, 1 Wecker, 1 silberne unb 1 goldene Uhrkette, mehrere bas Schneibergewerbe betreffende Bücher, fioffer u- f. w., versteigert. 1531 _______________g. Hoffman«. Samstag den 23. Febr. 1895, Vormittags 91/» Uhr, Fortsetzung der Bersieigerung im »ieker'schen Saale. Zur Verft-igerung kommen: Regenschirme, Sonnenschirme, Zinnsachen, Schirmstöcke BterkrÜge, BierglLser, ferner eine große Partie Hosenträger, 1 goldene Ubr u. a- m. 1537_______Geißler, Gerichtsvollzieher. Heute: Schellfische bei A. & G. Wallenfels 1014]________21 Markt 21.________ 190] Arische Echellfische und geräuch. fiieler Bücklinge empfteblt billigst E. Dort, Walllhorstruße 45 Ein Tafel - Clavier, fast neu, wird St-rbfalls halber billig verkauft. Näh.dei Wilhelm Pfarrer VI., Villingen bei Hungen.______________1133 Ein Hund (Leonberger) umständehalber sofort zu verkaufen. 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Bl. 14.-, 16.— 1518 begründet 1865. Adolf Bieler, Westanlage 44, Giessen von von be- Gießener Ruder-Gesellschaft Die für Donnerstag, den 21. er. anberaumte ntw ereenS- nach den 28. Februar statt. Der Vorstand 1528 Grosser Masken-Ball 1536 Gießen, den 21. Februar 1896. Nieder-Bessingen, den 19. Februar 1895. 1514 Frau Loy und Kinder. Zu melden auf Anfang März gesucht. NachmttiagS von 3—6 Uhr. 1530 Weserstratze 8, pari. 1887 dts. 153LV | Oesterr. 6rebil«Äctkn 338.» Darmst. Lk -Selten I Franz. Banknoten Oesterr. dto. | Iwrit. 1527 104.75 98A0 104 50 104.10 104.20 um recht rege Betheiligung: Der Vorstand. 84.46 102 60 2650 79.80 35.45 10150 1(5.00 K. Kraemer. Familie Kirch 101.» 106 50 104 00 164 b6 415-/. 41/»1/® Oesterr. SUberrente 4°/o Ung. Gold-Rente 3°/o Portugtesm 6®/o Mertcaner 4°/g Monopol-Griechen von „Elbe" verunglückten Mannschaften und Passagiere. Freitag, den 22. Februar, Abends 8 Uhr pünktlich, Cxrnnd-Kapital: 5,000,000 Mark, gewährt: ä 30 Pfg.; Galleriekarten ä 20 Pfg. 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Herrenkarten ä 1 Mk., Damenkarten ä 30 Pfg. -' Geheimkarten für Herren ä 50 Pfg, für Damen ä 30 Pfg., bei Frau Hüttenberger, Seltersmeg Nr. 67. An der Kaffe Ballkartcn für Herren ä 1,20 Mk., für Damen Wohlthäligkeits-Vorstellung Donnerstag, 28. Februar 1895, Hessischer ^echtvevenr ^LVtrisenschutz". Zum IBeste» der Erbauung eines Waisenhauses für Hessische Waisenkinder. Fmiteliiining, Heidelberg. Z Auskunft erthelltdleFrledhaf Commlseloo Coursbericht von J. Kurz & Co., Giessen, Kahllhofßrißt 63. Frankfurter Börse vom 20. Februar 1895. ledStarIM "Ztothe Siern Linie König. Belg. Poftdampfer von . ' *<• 1499) Eine Wohnung, bestehend au 81 111 I I ■ I (■ ■ ■ I o ■ ■ ■ ■ ■■ SäSäI Wohlthatigkeits-Vorstellung. Off. baldigst erb. u V. 8. 1499 an die « U ] SSei Pension jBclltn bedürftiger Hinterbliebener der mit der, mit Familienanschluß für Schuler oder Schülerinnen der hiesigen Lehranstalten wird nachgewiesen. Näheres durch die Gx pedition d. Bl. ?89 „Elbe"-Wohlthätigkeits-Borst,llung. Die Hauptprobe findet Freitag Nachmittag 2 Uhr statt und bitten wir sämmtliche Mitwirkende um gefällige» pünktliche» Erscheinen. 1529 Nichtbetheiligte haben keinen Zutritt. Das Comit&. 101.60 4°/. Hamburger Hyp.«k.unkchU900 104 65 31 ,o/e FrksHov.Ered«. 101.00 3‘ ,*/0 Preuß Hyv. «. «k. 4*/e DeutscheGrdsch.B.unk.b.1904 105.(0 4«/0 Pomm vYP.S Bkamk.b.1904 1*1 20 4* i°/e Frank). IKnhw. Ered. Bk. Preise der Plätze: I Parquet 2,50 jl, ii. Parquet 1,50 ut, Gallerte i Die für Donnerstag, den 21. er. anberaumte 0,50 JL - Eintrittskarten sind bei den Herren Ernst Baiser (MäuSburg) und ' I*».***^.»eetttefhha Ernst Chaüier (Neuer,weg), sowie am Abend der Vorstellung an der Kasse i _ tSICIldkQl41 UlllllllU iu haben. 1468 findet verschiedener Hindernisse halber erst am Donnerstag MF" Die Dame« werden dringend gehet««, während der «nf. ** " führung die Hüte ablegen zu wollen. IG" Regen-Pelerinen mit abaehmbarcm CaPC. Carl Nowack, Damenconfection. 16251 Ein hiesiges EngroS-GeschSst sucht einen mit nöihigen Vorkennlnissen versehenen jungen Mann als Lehrling. Schr. Off, u. II. 14 an die Sxped. d. Bl. Ein Lehrling für mein 6 t f e n g t f <5 8 f t für April gesucht. (12941 Wwil Ptstor. 1474) Einen Lehrling sucht Iustui Benner, Lchuhmochermeifler. pserdklmechl. die Expedition d». Bl- 1477 1488] Ein janae», gedieaeneS Mädchen au» guter Familie, welche» in allen «de» Haushalte» durchaus tüchtig । auf sofort gesucht. Nähere» in der Exped. d. Bltt».__ 1466] Mädchen lür Küche und Hau» erhalten b ssere Gt-lle durch Frau HllUenberger, Seltersweg 67 14b2) junges Mädchen tagsüber gesucht.Bahnhosftraste 60, 3. St. Laufmädchen schnelle Fahrten, gute Verpflegung, billigste Preise ttuflluuft enhelley: von der Beoke & Maraily, Antwerpen W. J. Bothof. OenArrJ^gpnt, Mainz. H. Kllppeteln in Langdorf. 535