"m «14 S&t* AS ?,»* mnh7 UD1 eine $t, ft 5* « r, LM dllS @ffen i fr i'it w\i) 'di° „91. g,. 'Munbem jfaJu unb b„ et' welcher sich teu " 3°hre 1814 einen Wltenen Principe, getreu durcb ? unb M Bildung ? hlm W? L ^ttensiichmaichinr, gewann schon ,utbt bit Nähmaschine ß°®a6 eingebürgert, b die Maschine con> '°ht. Gleichzeitig bk- Maschine nachzubam itung. ihmle Genrebild von welche sich ins Meer sichtbar Schule. ' Liederpaar aur dem i ein anderer in den taura 15 Jahre alte Wchast, mar noch i« nten, als man sie un< ansbahrte. 2Die sich land, mit welchem sie von der jugendlichen Borten bestickt worden: en dort oben). IntoilU. Der Rechts- aylte seinen Siudenteo, rite sei der älteste An> auf bit größten Wohl- Gr habe sich erhoben Meine tzerrev, W .en, die il-r Testamem ecereihändler ffzcz ze und zwar sowohl ii lerverkaus, als auch w Oliginaifiäschchen In 14 wollte dieser Sptctm em Product einer Gon- Flaschen. Da aber die jet trübe und nicht s° lam der Händler aui 1 der Aunden, statt Ä sremden Fabrikate m vissentlich unwahren M , Mß zu oerschch konnte, daß bad (reiß' *& Suppenwürze, ioc >»««'" i-1- «I« W« ®* 22. Decembtr vor l*« h» a ignng | ■ A und hl WM. 1895 M 18 Kmeral-Mnzeiger. Dienstag den 22. Januar Rcdactron, Expeditior und Druckerei: KchutKraße £lr.7. Fernsprecher 51. Die Gießener Aamikieuötälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Der frtefrtter -«zelger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montag». Hießener Anzeiger se Zlnrts- und Anzeigeblcrtt für den Kreis Gieren. wu" s Hratisöeikage: Gießener Kamilienötätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehm« , Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 2tmtlid?er Theil. Bekanntmachung. Die ordentliche Sitzung des Kreistages des Kreises Gießen findet Mittwoch, 30. Januar 1895, Vormittags 10 Uhr, in dem Regierungsgebäude dahier mit folgender Tagesordnung statt: 1. Wahl zweier Mitglieder und zweier Ersatzmänner zur land- und forstwirthschaftlichen Berufsgenosienschafts-Ver- • sammlung für das Großherzogthum Hessen, gemäß Art. 7 des Ges. v. 4./IV. 88, für die Jahre 1895/1900. 1. Wahl je eines Wahlmannes zur Wahl der Vertreter der Arbeitgeber und der Vertreter der Versicherten in den Ausschuß der Versicherungsanstalt für die Jnvaliditäts- und Altersversicherung. r. Wahl eines Mitglieds der Pferdemusterungscommission im Bezirk I (Großen Linden), sowie eines Taxators im Pferdeaushebungsbezirk Gießen an Stelle des zum militärischen Aushebungscommisiär designirten Gutsbesitzers Karl Müller' zu Neuhof. 4. Wahl eines weiteren Sachverständigen für die Abschätzung der durch Truppenübungen veranlaßten Flurbeschädigungen. 5. Vorlage der Kreistafserechnung pro 1893/94 und Erstattung des Rechenschaftsberichtes dazu. Genehmigung der Creditüberschreitungen unter den Rubriken 23, 23a, 26, 27 und 30. ®. Festsetzung des Kreiskasse-Voranschlags für 1895/96. 7. Vermittelung einer Anleihe durch den Kreis für die bei der Nebenbahn Grünberg-Londorf interessirten Gemeinden. Gießen, den 15. Januar 1895. Der Vorsitzende des Kreistages des Kreises Gießen. v. Gagern. Gießen, den 14. Januar 1895. Betr.: Obstbaumwärter Cursus zu Friedberg im Jahre 1895. Der Director des landwirthschaftlichen Besirksbereins Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises. Ich benachrichtige Sie hierdurch ergebenst, daß der landwirthschaftliche Bezirksverein Gießen in dem Voranschläge pro 1894/95 eine Subvention von 700 Mk. für junge Leute, welche an einem Obstbaumwärter-CursuS theilnehmen, in Ausgabe vorgesehen hat. Der Betrag von 300 Mk. ist dem landw. Beztrksverein von der Sparkasse zu Grünberg unter der Bedingung zur Verfügung gestellt worden, daß auch jungen Leuten aus den zum Sparkassenbezirk Grünberg gehörenden Orten zum Besuche eines Obstbaumwärter-Cursus die entsprechende Subvention bewilligt wird. Bewerber um Bewilligung dieser Subvention aus den zum Kreise Gießen und den zum Sparkasftnbezirk Grünberg gehörenden Gemeinden der Kreise Alefelo und Schotten werden zur alsbaldigen Einreichung ihrer Gesuche und etwaiger Zeugnisse bei der betr. Bürgermeisterei unter dem Anfügen aufgefordert, daß unter mehreren Bewerbern die Priorität der Anmeldung Anspruch auf vorzugsweise Berücksichtigung gibt, und daß die Subvention namentlich unbemittelten Personen zugewendet werden wird. Die Thetl- nehmer müssen mindestens 16 Jahxe alt sein. Der Lehrcursus für Obstbaumwärter zu Friedberg dauert 10 Wochen. Der Unterricht beginnt den 4. März, dauert bis zum 30. März und vom 17. April bis 4. Mai 1895 und im Juli und August 2 Wochen und im September 1895 eine Woche. Junge Leute, welche an dem rubr. Obstbaumwärter- Cursus Theil nehmen, erhalten eine Subvention von je 70 Mk. aus der Bezirksvereinskaffe. Die Großh. Bürgermeistereien werden ersucht, dieser Bekanntmachung die thunlichste Verbreitung zu verschaffen, Anmeldungen entgegen zu nehmen und dieselben unter Begutachtung der Gesuche an Großh. Kreisamt Gießen bis zum 20. Februar l. I. einzusenden, damit die Gesuche dem Aus- schuffe zur Prüfung und Genehmigung rechtzeitig vorgelegt werden können. Zugleich ersuche ich Sie weiter, geeignete Zöglinge für den genannten Curfuß ausfindig "zu machen, und zur An- «eldung zu veranlaffen. Carl Jost. Obftbaucurse zu Friedberg während des Frühlings und Sommers 1895. Obstbaucursus für Baum- und Straßenwärter in der Gesammtdauer von 10 Wochen. Der erste Theil dauert vom 4. bis 30. März und vom 17. April bis 4. Mai. Der zweite Theil, im Juli oder August, dauert 2 und der dritte Theil im September 1 Woche. Die Theilnehmer müssen das Alter von mindestens 16 Jahren haben und sich allen Arbeiten in den Pomologtschen Gärten und anderen Obstanlagen willig unterziehen. Der Unterricht für hessische Baum- und Straßenwärter ist frei; daS Honorar für solche Theilnehmer aus Hessen, welche lediglich im eigenen Interesse den Cursus besuchen, beträgt 10 Mark, für Ntchtheffen 15 Mark. Baumwärter, welche eine Unterstützung seitens des zuständigen landwirthschaftlichen Bezirksoereins (im Kreise Friedberg bis zu 75 Mark) zu ihrer Ausbildung wünschen, müffen sich bei dem Director des landwirthschaftlichen Bezirks- Vereins melden und den Bedürftigkeitsnachweis erbringen. Während des Cursus wird in folgenden Fächern Unterricht ertheilt von nachbenannten Lehrern: Dr. v. Peter: Grundzüge des Pflanzenlebens, äußerer und innerer Bau des Obstbaumes, Bodenkunde und Düngung, Lebensthätigkeit des Obstbaumes. K. Reichelt: Obstsortenkunde, Obstbaumpflege, Obstbaumzucht, Krankheiten des Obstbaumes, schädliche Thiere, Obstverwerthung; — Demonstrationen und practische Arbeiten. Ringshausen: Uebungen im geschäftlichen Aufsätze, Berechnungen. Repetitionscurfus sürBaum- undStraßen- wärter vom 1. bis 6. April. Solche Baum- und Straßenwärter, welche schon einen Cursus im Obstbau durchgemacht ober längere Praxis hinter sich haben, können an diesem Cursus theilnehmen. Nach bestandener Schlußprüfung erhalten dieselben, wenn sie ein Alter von 20 Jahren besitzen, den Titel „Vereinsbaumwart des Oberhessischen Obstbauvereins". Der Cursus ist honorarfrei. Der Beginn anderer Curse wird rechtzeitig bekannt gegeben. Anmeldungen sind schriftlich an den Dirigenten der landw. Winterfchule, Herrn Dr. v. Peter, zu richten. Der Aufsichtsrath der landw. Winterschule. Dr. Braden. Deutscher Reichstag. 19. Sitzung. Samstag, den 19. Januar 1895. Die Beralhung der Justiz-Novelle wird fortgesetzt. Abg. v. (Sülttinger (Nchsp.): Von einem Marasmus criminalis, von dem Herr Lenzmann gestern sprach, habe ich noch nie etwas bemerkt. Meine Freunde und ich stehen tm Allgemeinen auf dem Boden der Vortage. Einer Entschädigung unschuldig Verurtheilter stimmen wir zu, aber die Unschuld muß auch wirklich nachgewiesen sein. Unsere wmttembergffche Regierung hat sicd auch schon bisher nicht der Pflicht entzogen, unschuldig Verurtheilten eine Entschädigung zu gewähren. Daß im gegenwärtigen Strafverfahren Mißstände bestehen, die Abhilfe heischen, ist richtig. Am liebsten wäre mir eine vollständige Revision des Gerichtsverfassungs- gefttzes und des Straft echts gewesen, indessen müssen wir bei der gegenwärtigen Sachlage daraus verzichten und uns mit dieser Abschlagszahlung bescheiden. Bedenklich erscheint mir u. A. die Verminderung der Proceßgarantien; man sollte den Parteien die Beweiserhebung wie bisher belassen. Die Entschädigung unschuldig Verhafteter halte ich für undurchführbar, fo wünschenswerth sie auch wäre. In Bezug aus die Art der Eideserhebung stimme ich der Vorlage bei; nicht dagegen der Ausdehnung des Contumacial- verfahrens. Sehr einverstanden bin ich mit der nach der Vorlage beabsichtigten Urbertragung der Geschäftsvertheilung und der Besetzung der Kammern an die Landesjuftizverwaltung. Nach meinen Erfahrungen, die ich mit den unverantwortlichen Präsidien gemacht habe, kann ich es nur begrüßen, daß dieses Recht in die Hände des verantwortlichen Ministers gelegt wird. Abg. Grillenberger (Soc.): Die Regierung hat mit dieser Vorlage einige Concessionw gemacht, stellt aber leider so viel Gegenforderungen, welche eine entschiedene Verschlechterung gegenüber dem bestehenden Zustande darstellen. Die Berufung entwerthet man dadurch, daß man als Gegengewicht die Besetzung der Collegien mit 3 statt mit 5 Richtern vorschlägt. Drei Richter werden leichter durch den Vorsitzenden beeinflußt, als fünf. Ferner will man das Beweisverfahren einschränken. Dabei zeigt sich aus den Erfahrungen, die wir gemacht Haden, daß man die Beweiserhebung eher ausdehnen sollte. Namentlich hat sich diese Nothwendigkeit auch aus den Strafkammer - Verhandlungen über die Fuchsmühler Angelegenheit ergeben. Da war eS besonders geboten, aufzuklären, ob das Eingreifen des Militärs nothwendig war ober nicht. Und die Zeugen- rnrnehmung hierüber hat man verhindert. Namentlich bei schaffen- gerichtlichen Verhandlungen sollte man die Zeugenvernehmungen in weit größerem Umfange zulasten, als bisher, lieber das Erforderniß der Berufung kann kein Streit mehr fein, nachdem die Brausewetterei ein Typus geworden ist. Die Befugniß zur Inhaftnahme Ange- schuldtgter sollte man einschränken statt auszudehnen, wie Der Fall Gradnauer in Dresden beweise. Auch das Wiederaufnahmeverfahren will man einschränken, obschon es schon jetzt mehr als genügend erschwert ist. Ist es doch dem Redacteur der Münchener „Post" nicht gelungen, das Wiederaufnahmeverfahren durchzufetzen, nachdem er w.gen eines Artikels oeiurteilt worden war, bechung; die Schöffin sind vielfach irriger Auffasfung über ihre Stellung; sie sollten belehrt werden, daß sie dem Richter vollständig gleichgestellt sind. Wir sind ganz entschieden gegen die Einschränkung des Wiederaufnahme-Verfahrens. Das Anfehen der Justiz hat in der Bevölkerung schwer gelitten. Die bedingte Verurtbeilung ist dringend an- juft eben, auch wenn sie in der Vorlage noch keine Ausnahme sollte finden können. Für uns ist eine Hauptforderung, daß in Deutschland die R.chtsprechung auch nur durch Deutsche erfolgt. Abg. F.hr. v. Buol-Behremberg (Etr.): Die Erweiterung des Wiederaufnahme-Verfahrens und gleichzeitig Wiedereinführung der Berufung ist ein Unding. Es ist früher oft der Fall vor- gekommen, daß die Zeugen in der Berufung ganz etwas Anderes ausgefagt haben, als in der ersten Instanz, aber sicher nichts, was der Wahrheit näher gekommen wäre. Die Entschädigung sollte nur Denjenigen gewählt we.den, deren Unschuld nachgewiesen ist; in keinem Falle kann Entschädigung für unschuldige Untersuchungshaft gewährt werden, denn bet dieser handelt es sich oft gar nicht um richterliche Anordnungen; die Berufung, wie sie die Vorlage vorschlägt, wird das Strafverfahren nicht bessern, dagegen scheint eine Besserung des Vviverfahrens nöthrg; es müssen dem Angeklagten Eautelen für eine allftitrge gründliche Erörterung des ganzen, die Straft,at detreff-nden Sachverhaltes in der Vorinstanz gegeben werden, dann ist die Berufungsinstanz entbehrlich. Will man sie aber einführen, dann sind auch noch andere technische Einrichtungen nöthig, so müßte z. B. eine viel ausführlichere Protocollirung in erster JnNanz stailfinden als dies bisher gefchehen. Auch wird die Begründung der Uitheile erster Instanz sehr ausführlich sein müffen, sonst würde eine Nachprüfung sehr schwer, wrnn nicht unmöglich sein. Ich verlange feine Berufung, aber lauteten für den Angeklagten verlange ich allerdings und zwar mindestens eine proto- collarische Vernehmung des Angeklagten durch einen Richter von der Hauptoerhandlung. Abg. Dr. von Marquardsen (nl ) ist im Gegentheil zu Dr. Ennecerus Gegner der Berufung. In Bezug auf die GarantieM für den Angeklagten gehe ’.ä) nicht ganz so weil wie der Abgeordnete v. Buol. Ich habe meine Gedanken hierüber bet der Beratbung der Sttafpioceßordnung ausgesprochen. Die Vorlage ist eine höflich gehaltene Anktageschrift gegen Alles, was die verbündeten Regierungen und namentlich die preußische Regierung bei der Beraihung des Slrafprocesses vertreten haben. Ich bin kein Gegner einer Revision des Strafprocesses, aber ich hätte gewünscht, daß man uns nicht eine ausschließliche pleußische Vorlage gebracht, sondern auch die anberat Bundesstaaten gehört hätte. Es steht mit der Vorlage ähnlich wie mit dem Umsturzgesetz, das uns heule an Stelle einer Revision des Strafgesetzbuches geboten wird. In der Vorlage scheint es sich um Aenderungen zu handeln, die von Staatsanwälten ausgehen. Das muß uns doppelt vorsichtig bei der Prüfung der Vorlage machen. Das Dreirichtrr Collegium würde eine Beschränkung der dem Angeklagten gewährten Garantien sein, ebenso die Dertheilung der Geschäfte durch die Landesjustizverwaltung. Es scheint eine Mehrheit für die Berufung vorhanden zu fein; fragt man aber die Herren, wie sie sich die Einführung der Berufung vorstellen, fo gehen ihre Meinungen weit auseinander. , _ . Abg. Lerno (Str.): Ich kann der Vorlage im Wesentlichen, namentlich auch in Bezug auf die Einführung der Berufung zu- fttmmen, für die Praxis ist es ziemlich gleichgültig, ob die Gcschästs- vertheilung von dem Präsidium ober von der Landesjustizverwal- lung erfolgt. Die Entschädigung unschuldig Verurtheilter hat für Bayern wenig praktische Bedeutung, da diese Einrichtung thatsächlich dort besteht und alljährlich ein bestimmter Betrag für diesen Zweck in den Etat eingestellt wird. Ich wünsche, daß diese wohllhätige Einrichtung möglichst bald für das ganze Reich Gesetz wird. Abg. Hilpert (Bayr. Bd.) wünscht, daß die Vorlage möglichst bald Gesetz wird, Da sie den bürgerlichen Rechtsanfchauungen Rechnung trägt. ... , Abg. v. Czarlinski (Pole) verlangte, daß in den polnischen Landestheilen die polnischen Aussagen auch polnisch protocollirt würden, damit das Protocoll auch von den Vernommenen verstanden würde. Die Entschädigung muß auch auf unschuldig tn Untersuchungshaft genommene Personen ausgedehnt werden, denn kleine Händler und auch Bauern werden durch solche Haft schwer geschädigt. Die Vorlage geht an eine 28er-Cimmisfion. DimStag: Novelle jum Zolltarif.__________________________ Deutscher Reich. Berlin, 19. Januar. Zu den Unterschlagungen im hiesigen königlichen Lethhause wird gemeldet, daß der Rendant der Kasse, dem Veruntreuungen in Höhe von 8000 Mark zur Last gelegt werden, verhaftet und ius Unter- suchungsgefängmß eingeliefert wurde. — Der zweite Vice- Präsident des preußischen Herrenhauses, der Oberbürgermeister Bö ttich er von Magdeburg, ist in letzter Nacht hier gestorben. — Die für Montag zur Fortsetzung der Berathung über die Verstärkung der Dtscip linarbe fugnisse des Präsidenten des Reichstages anberaumt gewesene Sitzung der GeschäftSordnungs-Commiifion ist auf Freitag vertagt worden. — Heute Mittag 123/4 Uhr empfing der Kaiser daS Präsidium des Herren« und Abgeordnetenhauses. In der Audienz deö letzteren berührte der Kaiser auch das Gebier der hohen Politik, wobei er die neuesten Ereignisse in Favkreich besprach. Auch die Kaiserin empfing beide Präsidien. — In einer in Charlottenburg abgehaltenen Schifferversammlung, welche von etwa 400 Schiffern besucht war, wurde das heute im Reichstage zur Berathung kommende Schiffergesetz als unannehmbar bezeichnet, weil es den Schiffern zu Gunsten der Kaufleute neue Lasten auferlege. — Die gestrige Sitzung des Staatsministeriums dauerte fünf Stunden. Schatzsecretär Posadowsky hat an derselben theilgenommen, woraus man schließt, daß Steuerfragen berathen wurden. — Die Reichstags-Baucommission beschloß, daß an der Westseite des Reichstagsgebäudes die Aufschrift: „Dem Deutschen Reiche" angebracht werden soll. — Der vom Reichstag angenommene Antrag aus Aufhebung des Jesuitertgesetzes dürfte, wie das Berliner Tageblatt zu wissen glaubt, diesmal bei der Reichs- regterung bezw. beim Bundesrathe eine freundlichere Aufnahme finden. Angeblich sei die Haltung deS Centrums gegenüber der Umsturzvorlage damit in Verbindung zu bringen. Ausland. Brüssel, 19. Januar. Wie bestimmt verlautet, wird die Regierung demnächst einen Gesetzentwurf in der Kammer ein- bringen, die Reform der Zolltarife betreffend. Darnach sollen mit Eingangszöllen belegt werden Getreide, Margarine, Butter, Schmalz, Hafer und Gerste. Bet der Rechten der Kammer soll für diese Schutzzölle eine Mehrheit bestehen. Brüssel, 19. Januar. Im Ministerium des Innern wurde gestern Abend ein Ministerrath abgehalten, worin die definitive Erklärung über die'Annexion des Congo- staates festgestellt wurde. Die betreffende Erklärung wird der Kammer am nächsten Dienstag vorgelegt werden. Heute Nachmittag sollte abermals ein Ministerrath unter dem Vorsitz des Königs stattfinden. Paris, 19. Januar. Die radicale Preffe ist über die Frage, ob Bourgeois die Bildung eines neuen Cabi- netS übernehmen soll, sehr getheilt. Floquet ist der An- ficht, daß die radicale Mehrheit dem neuen Präsidenten die Unterstützung verweigern soll. Der Präsiden^ der Republik muß sich ein Cabinet auS der Mehrheit bilden, welche ihn gewählt hat. — Bourgeois conferirte gestern länger als eine Stunde mit dem Präfidenten Faure und hat von ihm Bedenkzeit für die Bildung des Cabinets erhalten. Wenn Bourgeois die Bildung übernimmt, wird das Cabinet noch heute ernannt werden. Loudon, 19. Januar. Die „Times" melden aus Rio de Janeiro, Brasilien beabsichtige, alle Militärattaches bei den europäischen Gesandtschaften abzuschaffen. — Dasselbe Blatt veröffentlicht mehrere Documente, welche nachweisen, daß China den Krieg gegen Japan seit langer Zeit vorbereitet hat. Loudon, 19. Januar. Die Rettungsarbeiten in den Audleygruben sind aufgegeben, da sie monatelange Arbeit erfordern. Die in der Grube befindlichen 92 Personen sind dem sicheren Tode preisgegeben. Warschau, 19. Januar. Generalgouoerneur Graf Schuwalow ist heute Mittag kurz vor 1 Uhr mittels Sonderzuges hier eingetroffen. Am Bahnhofe waren zum Empfang die Spitzen der Militär- und Civilbehörden, sowie der gegenwärtige Generalgouverneur-Stellvertreter General v. Medem erschienen. Die Ehrenwache stellte daS lithauische Leibgarde-Regiment. Graf Schuwalow fuhr vom Bahnhofe, geleitet von einer Escorte der Don-Kosaken, in die russische Kathedrale, sodann in das Palais Belvedere. Hiroshima, 19. Januar. Meldung des Reuter'schen Bureaus. Eine amtliche Depesche meldet: Ein chine- sischeS Heer von 15,000 Mann, das von Liau Jang auf- gebrochen war, stieß am Morgen deS 17. Januar im Nordwesten von Haitscheng auf die Japaner. Die Chinesen wurden zurückgeworsen. Die Japaner hatten einen Todten und 40 Verwundete. Neueste Nachrichten. Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 20. Januar. DaS KrönungS- und Ordens- f e st wurde heute in Anwesenheit des KaiserpaareS, der Kaiserin Friedrich, sowie der Prinzen und Prinzessinnen deS königlichen Hauses begangen. Zu dieser Feier hatten sich die hier anwesenden Personen, denen der Kaiser heute Orden und Ehrenzeichen verliehen hat, im königlichen Schlöffe der- sammelt. Dieselben empfingen von der General-Ordens- commission die für sie bestimmten Dekorationen. Der „Reichs- anzeiger" veröffentlicht die sämmtltchen Ordensverleihungen. Es erhielten u. a. da» Großkreuz deS Rothen AdlerordenS mit Eichenlaub und Schwertern am Ringe: der deutsche Bot- schaster in Madrid v. Radowitz, den Rothen Adlerorden erster Klaffe mit Eichenlaub und Schwertern am Ringe: die Generäle v. Krosigk, v. Rosenberg und o. Seebeck; den Rothen Adlerorden erster Klaffe mit Eichenlaub: General o. Bergmann, der Gouverneur von Straßburg, Graf Doen- hoff, der Gesandte in Dresden, General v. Goetze, com mandirender General des 7. Armeecorps, General Golz, Chef des Ingenieur- und PioniercorpS; den königlichen Kronenorden erster Klaffe: UnterstaatSsecretär v. Aichenborn, Cardinal Fürstbischof Kopp und Cardinal Erzbischof Clemens. Wien, 20. Januar. Im Saale eines Gasthauses zu Horitz in der Nähe von KönigSgrätz wurde eine mit Explosivstoffen gefüllte und mit Draht umflochtene Flasche gefunden. Dieselbe wurde behufs Untersuchung dem Artillerie-Polytechnikum der Josefstadt übergeben. Die Untersuchung ist eingeleitet. Paris, 20. Januar. Bourgeois berichtete gestern Abend dem Präsidenten Faure über seine Schritte zur Neubildung deS CabinetS. Bourgeois erklärte, der erste Act seines Ministeriums werde die Beantragung einer allgemeinen Amnestie, mit Ausnahme für Anarchisten und LandeSverräther, sein, demnach würde Gerauld-Richard srei- gelaflen, ferner würden Rochefort und Dillon wieder nach Frankreich zurückkehren dürfen. Lyon, 20. Januar. Casimir Perier hat die Erklärung abgegeben, daß er kein Kammermandat anzunehmen beabsichtige. totale« und Gießen, den 21. Januar 1895. •* Ordensverleihungen. Aus Anlaß des gestrigen Ordensfestes wurden von Sr. Majestät dem Kaiser u. A. nachstehend verzeichnete Personen mit den dabei benannten Orden ausgezeichnet: von Oppen, General-Major und Commandeur der 49. Infanterie-Brigade (1. Großherzogltch Hessische) — Perthes, General-Major und Commandeur der 44. Infanterie-Brigade — mit dem Rothen Adlerorden 2. Kl. mit Eichenlaub. — von Kröcher, Oberst und Commandeur deS 1. Großh. Hessischen Dragoner-Regiments (Garde- Dragoner-Regiment) Nr. 23, — Freiherr von Puttkamer, Oberst und Commandeur des 4. Großh. Hessischen Infanterie- Regiments (Prinz Karl) Nr. 118 — Rasmus, Oberst- Lieutenant und Abtheilungs Chef im Großen Generalstab, mit dem Rothen Adler Orden 3. Kl. mit der Schleife. — von Both, Major im 3. Großh. Hessischen Infanterie- Regiment (Leib-Regiment) Nr. 117 — von Erharde, Hauptmann im Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hessisches) Nr. 116 — Freiherr von Maltz ahn, Major im |1. Großh. Hessischen Infanterie (Leib Garde )Regiment Nr. 115 — Röchling, Major im. 4. Großh. Hessischen Infanterie-Regiment (Prinz Karl) Nr. 118 — Schott, Hauptmann im 3. Großh. Hessischen Infanterie Regiment (Leib-Regiment) Nr. 117 mit dem Rothen Adlerorden 4. Kl. — Freiherr von Manteuffel, Major im Generalftab der Großh. Hessischen (25.) Division — von Oppen, Oberst-Lieutenant und etatsmäßiger Stabsoffizier des Großh. Hessischen Feld-Artillerie-RegimentS Nr. 25 (Grobherzogliches Artillerie-Corps) mit dem Königl. Kroneqorden 3. Kl. — Fischer, Stabshoboist und Großh. Hessischer Mufik-Director im 3. Großh. Hessischen Infanterie Regiment (Leib-Regiment) Nr. 117 mit dem Allgemeinen Ehrenzeichen in Gold. — Bach, Vice-Wachtmeister im Großh. Hessischen Feld-Artillerie- Regiment Nr. 25 (Großherzogliches Artillerie-CorpS) — van Basthuifen, Vice Wachtmeister und Ober-Fahnen- schmied im 1. Großh. Hessischen Dragoner-Regiment (Garde- Dragoner-Regiment) Nr. 23 — Hoß, Büchsenmacher beim 1. Großh. Hessischen Dragoner-Regiment (Garde-Dragoner- Regiment) Nr. 23 — Heinz, Kasernenwärter in Mainz — St ephany, Sergeant und Hoboist im 1. Großh. Hessischen Infanterie (Leib-Garde)Regiment Nr. 115 mit dem Allgemeinen Ehrenzeichen. *• Nationalliberaler Verein. In Verhinderung der beiden Vorsitzenden des Vereins leitete Herr Rechtsanwalt Dr. Fuhr den Commers zur Feier der Wiedererrichtung des Deutschen Reiches, der am SamStag im Einhorn stattfand. Er begrüßte die zahlreich erschienenen Festgäste herzlich und wies in seiner einleitenden Ansprache auf die Nothwendigkeit solcher Festfeiern hin, bei denen die Nation Gelegenheit haben solle, sich auf sich selbst und ihre große Vergangenheit zu besinnen. Ankoüpfend an eine Rede Bennigsens wies er auf die Schwierigkeit unserer jetzigen Lage hin, angesichts deren eine solche Stärkung des Selbstvertrauens besonders nothwendtg sei- wie unerhörte soziale Bewegungen die volle Arbeit des gegenwärtigen Geschlechtes erforderten, um in ein richtiges Bett geleitet zu werden, wie neue Mafien mit neuen politischen und wirthschaftlichen Forderungen hervorgetreten seien, und wie vielfach diese Kämpfe der Gegenwart ungerecht machten gegen die politische Arbeit und die großen Errungenschaften, die mit dem 18. Januar unauflöslich verknüpft seien. In diesen Kämpfen, die beinahe gleichmäßig in allen CulturnationenEuropaS entbrannt seien, hätten wir einen großen Vorsprung vor anderen voraus in unserer Monarchie, in dem festen und erprobten Willen unserer Herrscher. — Das darauf ausgebrachte Hoch auf Kaiser und Großherzog wurde jubelnd ausgenommen. — Nachdem man stehend die Hymne gesungen hatte, ergriff Herr Profefior Dr. Schwartz das Wort, um unter athemloser Stille der Versammlung in folgender Rede Bismarck als Erzieher seines Volkes zu preisen: 24 Jahre find verflossen, seitdem im Schlosse zu Versailles an «oen der Stelle, wo daS alle römische Reich deutscher Station von tuDmig XIV. die schwersten Kränkungen erfahren hatte, Wilhelm I., König von Preußen, zum Deutschen Kaiser von den BundeSsürsten des neuen Deutschen Reichs auSgerufm wurde. Viele unter uuS werden sich noch des Jauchzens und des JubelS erinnern, der da- mals Deuischland erfüllte, werden sich noch erinnern, wie sie sagten, ü!?° iS8'• ®c*ncnt der Traum unserer Jugend erfüllt, oder £ i <4 ile.Kn s? lagen hörten. „Ich will ein Mehrer d-S JRficbS fein nicht an dm kriegerischen Eroberungen, sondern an dm ' @uterB des Friedens, gelobte der alte Kaller damals im vollen । ?Äe .^^!"/^er"cher Erfolge, und das Dmtsche Reich bat das Gelödmß seines ersten Herrscher, gegolten. Nie tft eine solche i Macht so maßvoll gebraucht worden, kein Nachbar ist durch sie bedroht und die deutschm Bajonette und Kanonen haben 24 Jahre mchts gethan, als die Greuel des Kriegs von Europa ferngehaUen, die ohne dies heilsame Schreckmittel längst und mehr als einmal entfesselt wären. So gewöhnt find wir in diesen 24 Jahren an die Arbeit und dm Wohlstand des Friedms, so völlig entbehrt das jüngere Geschlecht der Anschauung des Äriegee, so gänzlich find nun gar die Zeiten oergeffen, in denen auf deutschem Bodm unsere und fremde Schlachten geschlagen wurden, daß nur zu leicht das Bewußtsein dafür schwindet, wie wir nur dem mächtigen Reich die. Alles Derber,ten, wie dessen Bau nur in's Wanken zu geratben braucht, damit eine unsägliche, alles Frühere übctlnffmbe Fluih des Unheils über uns hereinbricht. Und doch ist diese Friedentzficherheit noch der geringste Segen, den unS daS Reich gebracht hat. Die werihvollften Güter, die ein mächtiger Staat leinen Bürgern sichert, sind Pst djtcn und der Lohn, dm erfüllte Pflichtm in sich tragen. Unsere Väter und Vorväter haben wirkm und schafim müssen unter dem bitteren Gcsühl, baß sie es für sich allein thalen ober für Staaten, die ihrem Herzm nichts waren; wohl haben die Brsserm und Besten unter tanen sich aufrecht erhalten mit dem Bewußtsein, daß Das, was ein Deutscher Gutes und Tüchtiges leiste, dem deutschen Ramm Ehre mache^ und ihn fördere, aber eben deS deutschen RammS Herrlichkeit war überall zu findm, in Vergangmheit und Zukunft, im Reich der Poesie und des Gedankens, ober nur nicht auf dieser Erde. DaS isi ganz anders geworben; jetzt darf Keiner mehr fragen, für wen unb für waS bin ich da, er hat den Kaiser und hat das Reich, und was der Deutsche thut unb treibt, das thue und treibe er zur Ehre und zum Segen seines neu errungenen Vaterlandes. Dazu ist Keiner zu gut und Keiner zu gering, vom StandeSherrn bis zum Arbeiter, vom Minister bis zum Bauer, hier sind Alle gleich. Wer im Fried« seine Pflicht thut schlecht und recht, er thut'S für'S Reich, und in dm Zeiten der Gefahr hat Jeder ohne Unterschied Alle« in die ^anze zu schlagen. Sorgm wir, daß uns daS Reich, der Tummelplatz unserer Pflichten unb unserer Arbeit, bleibe, auf daß nicht die Zeiten wiederkommen, wo Keiner etwas BeffereS zu thun hat, als sich um fein eigenes kümmerliches Ich zu kümmern. Ich habe von den Pflichten gesprochen, die daS Reich dem Deutschm schafft. Eine soll am heutigen Tag nicht versäumt roerben, die der Dankbarkeit gegen Die, welche uns daS Reich erkämpft haben. Es ist eine lange, lange Reihe, und gar Mancher hat sein Blut zahlen müssen; möchtm die Söhne unb die Enkel ihr Thun so einrichten, daß die Väter nicht umsonst gestorben sind. Aber was richtet ein noch so tapferes unb kräftige« Volk aus ohne Führer, und wie wäre aus all' dm Opfern unb Kämpfen unser Reich erstanden ohne dm guten alten Kaiser Wilhelm und — nun weiß ich, wessen Name sich in Ihre Herzen unb auf Ihre Lippen drängt, Sie mürben ihn von mit forbern, wenn ich ihn nicht nennte, — ohne seinen treueren Dttner, ohne des Reiches ersten Kanzler, den Fürsten BiSn arck. Ihm ist, trotz allen Neides und Hasses, die Nation dankbar gewesen und ist es noch. Wohl Mancher ist vor 1890, wenn er in Berlin war, in die Wilhelmstraße gepilgert und hat mit dem Gefühl stolzer Freude zu den Fmstern aufgeschaut, wo der Mann arbeitete, der die Geschicke des Reiches, wie dürfen wohl sagen Europas, leitete. Die Zetten sind nicht mehr. Aber ein Gutes hat bas Schicksal gebracht, das den größten Staatsmann der Deutschen in die Einsamkeit de« Sachsmwaldes trieb: Wer'S nicht schon wußte, der bat jetzt erkannt, was wir an Bismarck haben, und die Liebe deS Volkes zu seinem Hüter, zu seinem Eckart, ist größer denn je. Jahr aus, Jahr ein wallfahrten viele Tausende, um ihn noch einmal zu sehm, thm noch einmal zu huldigen, so lange er noch unter uns weilt, unb ber Ge» burtstag deS Achtzigjährigen soll unb wirb ein Fest werden ähnlich wie ber 90. Geburtstag seine« alten Herrn, ein Fest, an dem die Nation wieber einmal zum vollen Bewußtsein ihrer selbst kommt. Wir haben aber unserem großen Manne, den unS Gott geschenkt, noch anders zu danken als mit Lob und Festesjubel. Nur ber Staatsmann verdient den Namm des Großen, ber sein Volk erzogen unb gehoben hat, unb das Volk wird in ber Geschichte eine« großen Mannes werth heißen, das daS Geifteserbe, welches er ihm vermacht, mit Treue hütet unb bewahrt. Bismarck ist viel gepriesen von Berufenen unb Unberufenen, aber eins wird leicht vergessen unb darf am wenigsten vergessen werden, wenn wir bei solchen Festen nicht nur die Vergangenheit bejubeln, sondern uns auch Kraft und Stärke holen wollm für Gegenwart und Zukunft: er ist ein Erzieher ber Deutschen gewesen. Das Erziehen ist ein hattes Geschäft, und et bat eine harte Faust brauchen müssen, um den Deutschen ihren Jahrtausmd alten Fehler auszuklopfen, die Uneinigkeit, den Parti- cularismus, das Zanken der Stämme unter einander, die kleinliche Selbstsucht, die sich mit bequemer Selbstgerechtigkeit so gern hinter blau-weiße, grün-weiße, gelb-weiße, roth-weiße u s. w. Grmzpsähle verkroch ober gar ben Fremden ins Land rief. Vergeffen wir die Lehre des großen Zuchtmeisters aus ber Mark Brandenburg nicht, wir finb nicht mehr Darmhessen und Kurhessen, nicht Baiern, Sachsen u. s. w., nicht Preußm, sondern Deutsche. In einer Zeit, in ber die Ideen des französischen Literalismu» weite Kreise ergriffet hatte, hat er das echt deutsche Gefühl ber Treue gegen ben Herrn und König wieder lebenbig gemacht. Die ehrwürbige Greisengestalt des alten Kaisers, bte nach Oben unb nach Unten furchtlose Treue seines ersten Dieners haben uns von Neuem zur Monarchie erzogen und uns gelehrt, daß sie unter allen Umständen und zu allen Zetten der feste Pfeiler unserer Größe ist: der Kaiser für alle unb alle für btn Kaiser, so ist unser Wahlspruch, und den wollen wir hoch halten auch in schweren Zeiten. Der Deutsche hatte seine kriegerischen Tugenden fast vergessen und die Nachkommen der Kämpfer von 1813 sprachen schon davon, d.ß sie für die Tapferkeit ihrer Väter Forderungen an den xönig stellen könnten, da warf ihnen der damalige Herr v. Bismarck das stolze Wort entgegen, daß dem Ruf des Königs jeder zu folgen habe, daß der nur seine Pflicht thue, ber sürs Vaterland kämpfe, und daß von Lohn unb Rechten nicht bie Rede sei. Sein König und et Haden in bitterem Streit uns unser nationales Heer, das wahre Paladium unserer Freiheit errungen; sie haben unö gelehrt, ben Soldaten wieder achten, unb wo es früher ein Schimpf war, in die Armee gesteckt zu werden, da sieht jetzt der Vater mit stolz feinen Sohn des Königs Rock tragen. König Wilhelm und Bismarck haben uns wieder zu freien wehrhaften Männern gemacht, ohne sie hätten wir die allgemeine Wehrpflicht nicht, die alle gleich stellt'im Dienst deS Vaterlandes und Niemand erlaubt sich zu schonen. Und nun noch eins, das beste von allem. Wohl mögen uns gerade jetzt Sorgen um die Zukunft beschleichen; es ist auch gut so, daß wir große Aufgaben vor unS sehen unb eines freien Volkes unwürdig im Schlendrian des täglichen Einerlei dahin zu faulenzen. Ader ein Gefühl soll uns fremd bleiben, die blasse Furcht. Bismarck hat unS ein gut Sprüchlein mitgegeben: „Wir Deutsche fürchten Gott und sonst Niemand." Darum hoch den Kopf und hoch die Herzm, wenn wir jetzt seiner gedenken und so stimmen sie mit ein in den Ruf: Unser Altreichskanzler Fürst BiSmarck lebe hoch, hoch und abermals hoch!' Der Höhepunkt der Stimmung war erreicht, als nun die Klänge des BtSmarck-Ltedes den Raum burchbrausten; . . . in alle Ewigkeiten (Gott ist meine Zuversicht) Wirb geeint ber Deutsche streiten, Wirb vom Reiche lafien nicht, Das ich einst in Sturm unb Stille Dorgebacht unb oorgefühlt — Wenn auch mich des Schicksals Wille Von dem Steuer weggespült." Daran schloß sich die „Wacht am Rhein". Darauf weihte Herr Dr. Neß ling in packender Rede sein GlaS dem deutschen Volk, besten Adel darin bestehe, solche Männer wie den Baumeister deS Reiches hervorgebracht zu haben, uni besten Trost eS sei, sich in Zeiten politischer Ermattung wie der unsrigen an solchen Männern aufzurichten. Da» Der- ÄÄ' hat. Di»» M b,, “>& tragen, m,. *H\^ !fe unter fur6,aant d«> b S »tffen Name fij ''f k Een thn oon ohne fchen treueften 6™ Festen Bismarck. 5lton dankbar tzewesrn warn n In BnUn mttbemWlMtr Mann arbeitete, bet die :n Europas, leitete. Die at das ELickjal gebracht, n in die Einsamkeit des ‘Bte, der bat jetzt erkannt, be btß Balkes zu feinem le- M aus, Jahr ein nma! zu sehen, ihm noch uns weilt, und der &t> ein Fest werden ähnlich , ein Fest, an dem die ein ihrer selbst kommt. le.denunsM geschenkt, ib Festessubel. Nur bet gen, der fein Volk erzogen •r Geschichte eines großen weiches er Ifa vermacht, t viel gepriesen von leicht vexMen vrnb bap bei solchen Festen nicht te auch Lxast und Stärke :: er ist ein Erzieher der n Haitis Geschäft, und er um den Deutschen ihren le UneKiigkeit, den Parti- ler einander, die kleinliche erechtigkeit so gern hinter >eitzc u s. w. Grenzpsähle i riet. Bergeffen wir die Mark Brandenburg nicht; Kurbessen, nicht Baiern, Deutsche. sranzöstschen ^erMmus echt brutsche Gefühl bet Der lebendig gemacht. Die sers, die nach Oben und । Dieners Haden uns von /kehrt, daß ste unter allen Bfeiler unserer Große lft. so ist unser Wahlspruch, ,n schweren Zeiten. Der tn säst vergessen unb N ,*tn schon davon, biß t« Jr o. Bismarck das ßalze ^der zu'olgen habe, d^ Lnd kämp e unb dich ' u Sein König und er r i.a ftter das wahre ltonales yeer, ;t haben unKW, 55a“1 :ln Glsuht so ^xschleir ; uns ein sut VJltemflnb, ott unb so»' - (^aer ?*■**•# - sstautn bur® en IW 2* Daraus LiÄ ®iat AW« ” | -ft-h-, I* Lrt “ -,-d-^s WM* trauen auf die Zukunft unseres Volkes dürfe man sich nicht Lurch traurige Beqegnifse der Gegenwart verkümmern (affen; IrMch fei dies Vertrauen eine Sache nicht des Beweises, sondern des Glaubens. Hoffen müsse man, daß das deutsche Volk, wie eS sonder Zweifel gegen Umklammerung äußerer Feinde zusammenstehen werde, ebenso der revolutionären Bewegung im Innern einmütig entgegentreteu werde. Denn, wie treffend gesagt worden fei, wolle das deutsche Volk, frei und stark, wie es fei und bleiben wolle, von drei Freiheiten nichts wissen, von der Freiheit der Ausbeutung der Schwachen, von der Freiheit der Verleumdung und von der Freiheit des Verbrechens. Auch die Bethörten würden zur besseren Ein« sicht kommen und von der Partei der sozialen Revolution zurückkehren zu derber sozialen Reform. — Nach dem Liede: „Deutschland, Deutschland über alles" war der osficielle Theil des Abends beendigt. Aber auch später noch erklang manch begeisterter Toast, so der des Herrn vr. Fuhr auf die nationalliberale Partei und deren Führer, und der Les Herrn Postsekretärs May er auf die deutsche Treue und die deutsche Jugend. ** Coucertverein. Kammermusikconcerte finden int großen Publikum nicht immer freundliche Ausnahme, und es ist meist nur eine kleine Schaar Kunstverständiger, die sich zu derartigen Veranstaltungen einfindet. Das gestrige vierte Concert des Concertvereins, welches der Kammermusik ge« weiht war, machte tn dieser Beziehung eine rühmliche Ausnahme, denn der Saal des Gesellschaftsvereins war, so weit wir es übersehen konnten, leidlich besetzt. Den Clavierpart hatte Frau Bassermann aus Frankfurt übernommen, und für das Streichquartett war keine geringere Vereinigung als das Frankfurter Museumsquartett, bestehend aus den Herren Heermann, Bassermann, Naret-Koning und Becker gewonnen worden. Schon die Namen dieser Künstler boten Gewähr dafür, daß wir einen hohen Kunstgenuß haben würden, und das Concert selbst ist hinter unseren Erwartungen nicht zurückgeblieben. Die Hauplvorträge bildeten Las Streichquartett in G-Dur (op. 161) von Schubert und Los Clavierquintett in Es-Dur (op. 44) von Schumann. Dazwischen waren Claviersoli von Schumann, Scarlatti und Rubinstein eingefügt. Das Schubert sche Quartett ist ei« sehr umfangreiches Werk, welches wohl im Stande ist, den Zuhörer auf die Dauer zu ermüden, und wir können aus diesem Grunde mit dem gestrigen Weglassen der Wiederholungen größerer Abschnitte einverstanden sein. Schwer verständlich ist vor allen Dingen der erste Satz, dessen unruhiger, nervöser Character keinen bestimmten Eindruck beim Zuhörer hinterläßt. Am dankbarsten für den Vortrag erschienen unS der zweite und dritte Andante un poco moto und Scherzo, von denen der eine durch Innigkeit der Empfindung, der andere durch neckische Schelmerei sich auszeichnet. Der letzte Satz vermag hauptsächlich wegen seiner Längen daS Interesse nicht so rege zu erhalten, wie die vorhergehenden. Schumanns wundervolles Clavierquintett ist so bekannt, daß wir es uns hier versagen dürfen, näher darauf einzugehen. Von Anfang bis zum Schluß packend und interessant, übte es auch gestern wieder eine gewaltige Wirkung auf die Zuhörer aus. Die Leistungen selbst waren, wie es bei einer so berühmten Künstlervereinigung nicht anders zu erwarten war, fast durchweg vorzüglich^ und die Kritik kann sich im Allgemeinen dem reichlichen Beifall, der nach jeder Nummer gespendet wurde, anschließen. — Die Frankfurter Gäste haben uns gestern einen hohen Kunstgenuß bereitet, für den wir ihnen aufrichtig dankbar sind. Hoffentlich haben wir bald wieder einmal Gelegenheit, sie in unseren Mauern zu begrüßen. ** Wie wir aus Marburg erfahren, findet das nächste Concert des dortigen Academischen Coueertvereius Dienstag den 22. Januar, Abends präcis 7i/2 Uhr, im neuen Saale der Museumsgesellschaft statt. Ueber das Programm erfahren wir Folgendes: Die Capelle des Casseler Hoftheaters wird die fünfte Symphonie in C-molI von Beethoven, das Waldweben aus Wagners „Siegfried" und die Ouvertüre zur Oper Euryanthe von C. M. v. Weber zum Vortrag bringen. Ferner wird der erste Concertmeister der Casseler Hoftheatercapelle, Herr Hoppen, dem als Solisten ein ausgezeichneter Ruf vorausgeht, das Violinconcert von Mendelssohn spielen. Auch wird die Casseler Primadonna, Frau Biazzi-Först er, in diesem Concert durch Vortrag von Recitatio und Arie: „Die stille Nacht entweicht", mit- ' wirke«. DaS Orchester wird noch „Waldweben" aus dem Musikdrama „Siegfried", von Wagner, zum Vortrag bringen. Bei dem hohen Kunstgenuß, den dieses Concert bietet, machen wir alle Musikfreunde unserer Stadt auf dasselbe aufmerksam und bemerken, daß die Eisenbahnzüge zur bequemen Hin- und Rückfahrt nach Marburg Anschluß haben. — Bemerkt fei ferner, daß der Museumssaal, in welchem daS Concert stattfindet, in architectonischer wie decorativer Ausschmückung ein wahres Kunstwerk sein soll. ** Gefährliche Spielerei. Am vorigen Freitag nahmen zwei noch schulpflichtige Jungen hinter der Stadtkirche mit einem Teschin Schießübungen vor. Am anderen Tage wollte es einer derselben auch einmal mit einem scharfgeladenen Revolver versuchen, schoß sich aber schon in der Stube in den Arm. Die Kugel blieb im Arm sitzen und mußte butd. einen Arzt entfernt worden. Unbegreiflich erscheint es, daß die Jungen sozusagen unter den Augen ihrer Eltern aus der Straße schießen konnten. Leider konnte nur gegen einen Strafbefehl ergehen, der andere, der sich aber selbst geschossen hat, ist noch nicht 12 Jahre alt. ** Für Huudebefitzer. In letzter Zeit zeigten sich eine Menge Hunde auf der Straße, die keine Steuermarke trugen. Diq Polizei läßt nun, um die wirklich herrenlofen Hunde wegschaffen zu können, fämmtltche Hunde, die ohne Marke betroffen werden, einfangen unb bieselben, wenn sie innerhalb 5 Tagen nicht reclamirt werben, töbtcn bezw. werden gegen bie Besitzer Anzeigen erhoben. wrchttche Anzeigen der evang. Gemeinde. Montag den 21. Januar, Abends 8 Uhr: Bibelstunde im Confirmandensaal der Johannes ktrche. Erster Bries des Johannes, Cap 4: Kennzeichen des göttlichen und des wtderchristltchen Geistes. Pfarrer Dr. Naumann. ___________ H Seidenstoffe» direkt aus der Fabrik von von Elten & Keussen, Crefeld, in jedem Maab zu beziehen. Schwarze, farbige u. weihe Seidenstoffe, Sammle, Plüsche und Velvets. Man verlange Muster mit Angabe des Gewünschten. Bekanntmachung. Die Rechnung der Stadt Gießen pro 1893/94 nebst Verwaltungs- becicht, sowie die Rechnung des städtischen Gas- und Wasserwerks pro 1893/94 liegen in Gemäßheit des Art. 87 der Städteordnung während 8 Tagen auf dem Bürgermeisterei-Büreau zu Jedermanns Einsicht offen. Gießen, den 21. Januar 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ________________________Gn auth.______________________757 Bekanntmachung. Das Reinigen der Krankenwäsche unserer Kliniken soll auf dem Submissionswege vergeben werden. Die Bedingungen liegen in den Geschäftsstunden auf dem Ver- «altungsbureau offen. Offerten, mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis zum 26. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, auf dem genannten Büreau abzugeben. Der Zuschlag erfolgt bis zum 30. d. Mts. Gießen, den 16. Januar 1895. Großherzogliche Verwaltungs - Direktion der chirurgisch - ophthalmologischen Universitäts-Klinik. 642 Bose. Vofsius. Dienstag den 19. Febr., Nachmittags 3 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die dem Freiherr« Victor von Nordeck zur Rabe«a« in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 18 Nr. 188/10) — 206 qm Acker zwischen dem Mittelweg und der Chaussee, Flur 18 Nr. l87/ioo — 312 qm Acker daselbst, Flur 18 Nr l^/iooo — 41 qm Gras- gorten daselbst, Flur 18 Nr 78/io — 2049 qm Acker daselbst, Flur 18 Nr. 96,/too — 3398 qm Hosraithe daselbst, Flur 18 Nr. 8«/io — 2731 qm Acker daselbst, Flur 18 Nr. 9, , ""‘iVbtnti W inf' 8l°ln taU Sfft « JJä*«» ialt ajjÄ II'*, 01 d« «q I ®*1» btt Nftj, -»»ih'Mt «iiiu, ®!mia| •IM Lft” * j*1«' »litt* * d-°!t>b„ In jeder Schriftgattung und \ Cartoxxsoxte werden sauber und billig her- gestellt in der Brühl 'sehen Druckerei. Aechter Herr Hoppen 756 Otto Schaaf 8Vi Uhr, «87 Der Vorstand. BreSlau, Neudorfstroße 3. 130 Jn ApobheKen & Drogerien. 766 schafr zu richten. 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Central 135.60 136.— 104 85 105 05 v. 1889 . . . 105.25 104.85 v. 1888. . . 67.30 —.— 3 Ital. gar.E.B 53.25 52.50 Dierrft (Obl Schwz.Rordost 134.10 f3385 3 A| 96.80 97.- 5 Serb.Gld.Rtr. 79.40 79.70 Siaubeohrl.Aoi. 3 Lworneser. . . 55.60 55.65 5 Buderus E W. .— 105.15 Jtl.Mittelmeer 92.50 93.50 37, Preuß.ConsolS do....... do. ... . 105.90 104.85 97. - 106.— 105.— 97.25 5 4 5 do. Tab. Rte. Spanische Rte. Türk.ZollObl. 79.40 75.20 10 1.85 79 95 74.40 101.60 29.25 CO 05 CO do. S.Braunf. do. Solms-Lich do.Jsnb.rBirsi. .00.2c 101.— 91.— 100.20 101.— 90.25 4 Steil, v. 1891 82.95 5 Toscanische. . 88.90 4 Nuss. Südwest 102.25 4 Rjäsan Urals! 101.50 83.20 88.60 102.10 101.90 4 Eisenb. Rtenbk.! 101.50 9ank',\rtirn. DtscheReichsbk. । 160.— 101.50 158.40 Pr.Henr» Lxb.) tieniniL üefr ix Vtocenlcx. 99 30 98 30 4 Bad. St. Obl. 107.10 106.40 105.35 105.55 106.35 105.30 25.90 25 90 Grfl. ^>.-Laub. 101.— 101.— 4 Wladikawkas . 102.10 101.90 Frankftr. Bank | 162.20 162.30 4 Bad. Th. 100 143.20 142.80 Cd *• v. 1886 . . . Bayr. St Obl. do. Eisb.-Obl. 4 4 4' Ung. Gld. Rte. do.Kron.Rte. da E R ßlolb 102.30 102.30 102.40 96.60 Eisellb.-Priarii. Deutsche. Hess. Ludw. v. 1868/69 . . do.v.1874 . . bo.u.1875 78 do....... Homburger I. . Pfälzer Rordb. ««»ländische. Elisab.-B. stsr. 5 1 Anatolische B. ! 93 70 47,1 Vortug. d. 86 . 65.10 4‘ do. v. 18b9 . . 34.75 93.50 64.20 35.— Berl.Hdlsges. . 154.70 Darmst. Bank. : 151.60 Deutsche Bank 172.— 157.80 154.70 173.90 4 5 87, Bayer. Th. 100 Donau Reg. . Cöln-Minden. 147.— 114.40 146.10 37, 37, 4 37, 5 Brcm.St.-Anl. v.1892 . . . Hamb.St. Rte v.1893 . . . H-ss Et. Obl. do....... «u»l»ndisch«. Äriech.E B. v 1890 . 102.90 102.90 105.60 104.— 29.90 102.60 102.40 105.70 103.75 29.90 5 4'/, 5'8 4 6 5 3 P.1889 . . . Arg. inn. Anl. do. äuß.v.1888 ChinesischeAnl. Egpptische'mrif. Mexic. v. 1890 do. Ersenb. . do. Silber. . 105.30 50.65 41.90 102.90 105.95 71.40 59.50 20.20 105.15 49.60 42.50 102.40 104.80 70.50 57.30 19.50 4 :« 4 4 103.65 103.60 103.— 104.65 103.60 104.25 103.70 102.90 102.- 104'50 103.60 3 Salon.-Mon. . 62.15 yfinblrrüfr. 4 D. Grndschuld bank V—VI 1 104.60 4 do. I—II . 101.25 37, do.......| 100.40 4 | Frkf. Hyp.-Bk. XIV..... 104.80 61.70 104.60 101.20 100.20 105 — Disct.-Comm । 206.30 Dresdner Bank 156.50 Mitleid. Cr.Bk. , 106.35 Och.Crd. Anst. 3377g Ailitrie-Artiei Nordd. Lloyd . 88.- HöchsterFarbw.! 423.50 Bochumer Guß 137.50 208.90 159.20 107.60 34O»4 89.30 426 — 139.50 4 5 3 27, Th. 100 Madrid .... Mein. Th. 100 Oesterr. v.1860 Oldenb. Th. 40 Raab-Graz 100 Türk. frs. 400 Sunil,1. fsise 138.90 52.90 136.15 132.— 127.- 94.25 35.20 138.20 53.20 134.90 132.60 126 65 91.20 35.50 4 do. Mon Anl. 32.90 33.— Stabte «bl. 4 Kaschau Oderb. 37. do....... 100.30 100.30 Dortm. Union. 61.90 65.20 per Stück ix Mk. 5 Ital. Rte St Franks, v. 1893 —.— 102.60 v. 1891 . . . 102.35 102.15 4 do. Dyp.-Cred. , 102.50 102.50 Gelsenk. Brgw. | 159 30 167.10 Ansbacherfl. 7 44.20 43 60 1000—4000 86.55 86.80 Darmst. 88 94 101.50 4 Lombardische . 102.— 102.— 4', ^dw.Cred. Bk. 103.50 4 Hamburg. Hyp. 101.30 103.30 Harpen. Brgw. 138.10 147.10 Augsburg. „ 7 28.70 28.75 3 do....... 51.40 51.50 Gießen .... 3 Lombardische . 70.15 70.65 101.40 Ler. Königs- u. Laura . . . 1 122.60 124.70 Brschw.Thlr 20 107.40 106.20 4 Oest. Gold Rte 103 05 103.20 37, Mam;..... 101.50 101.10 5 Oest. Staatsb. 113.— 112.30 4 bo.unf. b. 1900 104.35 104 60 Finnland. „ 10 —.—• 476 Oest.Silb.Rte. 83.— 83.10 4 Offent». d.1892 —.— 103.55 4 do....... 103.45 103.50 3' do........100.50 100.- Gilkik-Ariiki Freiburg, is.15 28.90 28.60 47, Port. St. Anl. 37.10 37.30 1 Wresb. „ 1887 102.— 102.— 3 do.I.-VIN.Em 92.95 93.- 4 Mem. Hyp. alte 102.15 102.10 Hefs.Ludwigsb. ! 123.80 124.50 Mailänder „ 10 14.— 14.10 3 do....... ' 25.50 26.— 4 Worms.... 104.20 104.20 3 do. IX. Em. 90.85 90.50 4 do. neue 105.20 105.20 C'ae. Agram .-- 216.— Memingerst 7 24.75 24.90 5 Rum. am. Rte 98.60 98.40 3' Worms .... 100.75 100.30 3 do. v. 1885 . . 89.90 89.50 3' . do....... 100.90 100.75 Oest. Staatsb. 332.7« 336« e Pappcnh. , 7 25.55 26.- 4 Ruff. Obl. v.80 102.05 101.70 4 LhrisstRma . . 103.50 103.30 3 do. Erg -Retz . 91.— 91.10 4 , Pr H. Act. alte 101.60 101.60 do.Südb.(Lb. 877, 88.— Venediger L. 30 23.95 24.SO Rebecttoa; a. edlcobe. — Druck unb Äkrlcg b« Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) tx Gieße». Ausverkauf wegen 709 Geschäfts-Aufgabe. Den Rest unseres Waarenlagers verkaufen zu nochmals bedeutend ermässigten Netto-Preisen, Buckskin-Reste und zurückgesetzte Dessins unterm Einkaufspreis. Gebrüder Scheel. MAGGI5