Rr. 300 Zweites Blatt. Samstag den 21 Deccmber*8»» Der chkß-n-r A«)«tger erscheint täglich, gilt Au-nahme bei Montag-. Die Gießener IsaWttienölätter werben bem Anzeiger wöchentlich dreimal deigelegt. Gießener Anzeiger Kmerat-Mnzeiger. ViertestLhrlger >6eHMtmenUFrcUl 2 Mark 20 Psg. mtt vringerlohn. Durch bie Post bezöge» 2 Mark 50 Psg. Webaction, Lxpeditu»» und Druckerei: Zchnlstrahe Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- unb Anzeigeblutt für den Kreis Gieren. Hratisöeitage: Hießener Jamitienbtätter Kreis Einer der Inhaber eines entgegen. v. Gagern. Man veimuthet, daß dies den Raubmord in Groß- Deccmber. Der 2Ojährige bei Thorn hat seine jüngere All- Annoncen-Bureaux deS In« und Au-lanbe- nehme« Anzeigen für ben „Gießener Anzeiger" entgegen. sich heute Vormittag angeblich lüfte erschoffn. und soll dir meiste Aussicht auf * Berlin, 19. December. tragS von 400 Mark beraubt, derselbe Thürer war, welcher Lhrtfttneburg verübte. * Aus Westprevßeu, 14. Arbeiter PapteSz in Zlotterie * Hannover, 19. December. Eine furchtbare GaS- Explosion fand hier in dem Hause Ntkolatftraße 18 statt. ES wird angenommen, daß daS Kochgas Nachts nicht abge- stellt war. AlS die Dtenftmagd heute Morgen mit einer brennenden Lampe die Küche betrat, erfolgte die Explosion. DaS Mädchen t-ug schwere Verletzungen davon. DaS eiserne Thor wurde über die 17 Meter breite-Straße in die gegen- überl'egenden Gärten geschleudert. In den benachbarten Straßen sind sämmtliche Fensterscheiben bis in das oberste Stockwerk geplatzt. Nur wenige Personen wurden verletzt. * Stettin, 19. December. In Staffelde a. d. L>er wurde ein Chaussee aufseh er ermordet und eines Be- Sociaidcm'traten aufzuweisen haben, beträgt zwischen 700 bis 800 Stimmen. Don 10,798 Wählern haben im Ganzen nur 5509 Personen oder etwa 51 pCt. abgestimmt, welche mäßige Betheiligung zum Thetl wohl in den vielen Steuer- Rückständen zu suchen ist. DaS Stärkeverhältntß der Par- feien in unserer Stadtverordneten Versammlung stellt sich nach der gestrigen Wahl folgendermaßen: 11 Nationolliberale, 9 CrnlrumSmltglieder, 11 Deutschfreifinnige, 8 Demokraten und 4 Socialdemokratcn. — Mit Riickstcbt auf die häufig vorgekommenen Fäls chu n g en hat das hiesige Kreisamt eine Verordnung erlassen, daß unter der Bezeichnung „Schweinefett", „Schweineschmalz", „amerikamsches Schmalz" für die Folge nur reines Schweineschmalz in Verkauf gebracht werden darf. Mit Pflanzenstoffen oder anderen Bestand- tdetlen vermischtes Sllmalz darf NU' unter der auSd'ück- lichen Bezeichnung „Mischfett" zum Verkauf kommen. Bei gesundheitsschädlichen Zusätzen wird strafrechtliches Vorgehen angedroht. Schwester erstochen, weil sie ihm zu wenig Fleisch zum Mittagbrot verabreicht hatte. Der Mörder ist ernflohen. * Wie«, 18. December. In dem Vororte Döbling wurden bet einer Brunnen Reparatur fünf Arbeiter verschüttet. Drei konnten gerettet werden,- die beiden andern sind wahrscheinlich tobt. * Bei ben neuesten Pariser Lanalisationlarbeiten ist ein große- Abzugsrohr von rein metallischer Construction unter dem Seinebetr durchgclegt worden, besten Herstellung in der illustrirten Zeitschrift „Für Alle Welt" in sehr anschaulicher Weise beschrieben wird. Der gewaltige Bohr-Cylinder des Ingenieurs Verlier gestattet ein gleichmäßiges, methodisches VorwärtSdrinZen ohne irgend einen Miuenbau, ohne Holzstützen irgend toeidpr Art, ob eS nun durch lockeres Erdreich oder durch halbflüssigen Schlamm geht. Dieser aus Stahlblech bestehende Cy inder hat zwei Abtheilungen welche durch eine Scheidewand getrennt sind. Der vordere Theil ist scharf und schneidet in ten Boden ein, der Hintere enthält ein System von mächtigen hydraulischen Pressen, die ihre Anlehnung an den bereits fertigen Theil des Tunnels nehmen, und eine Vorwärtsbewegung der gesommten Maschi- unö Pohlgöns, 19. December. Bei der Volkszählung am 2. December betrug die Einwohnerzahl dahier 573 Einwohner gegen 568 Einwohner im Jahre 1890. Griedel, 19. December. Die Volkszählung am 2. December ergab für den hiesigen Ort 145 bewohnte und S unbewohnte Wohnhäuser, 152 Haushaltungen mit mehr wie 2 Personen, 3 Haushaltungen mit 1 Person, 374 anwesende männliche und 399 anwesende weibliche Personen, in Summa 773 Einwohner, 6 abwesende männliche und 15 abwesende weibliche Personen. Seligenstadt, 18. December. Die unvernünftige Handhabe von Schußwaffen führte kürzlich zu einem Unglücks - falle. Ein Schuhmachergeselle zielte „im Scherze" mit einem Revolver nach einem 24jührigen LandwirthSsohn, nicht mistend, daß die Waffe mit Schrot geladen war. Ein Theil der Ladung drang dem Letzteren in das eine Auge. In der Hanauer Klinik mußte das schwerverletzte Auge ausgenommen werden. Darmst. Ztg. △ Mainz, 19. December. DaS Schlnßcrgebmß der gestrigen ErgänzungSwahl zur hiesigen Stadtverordneten- Versammlung stellt sich dahin, daß bis auf eine Ausnahme fämw'liche Candidaten der vereinigten bürgerlichen Parteien gewählt worden sind. Der eine Candidat der foc>aldemo- kratischen Partei, der gewählt wurde, Prof. vr. Schlengen, gehört nicht dieser Partei an, sondern ist Mitglied der CeutrumSpartet und war besten Ausstellung von ber socia- listischen Seite gewistermaßen ein Wahlmanöoer, indem derselbe eine in allen Kreisen und bei allen Parteien hochgeschätzte Persönlichkeit ist. DaS durchschnittliche Plus, daS die vereinigten bürgerlichen Parteien über die Stimmen der • Brotterode, 17. December. Unter Ort zählte vor dem Unglück vom 10. Juli etwa 2850, nach der Volkszählung von 1890 2817 Einwohner. Die Volkszählung vom 2. December 18»5 hat ergeben: 1189 männliche und 1169 weibliche, Summa 2358 Einwohner (m t versch edenen hier weilenden Fremden), 455 Haushaltungen, 146 Wohn> Häuser und 20 bewohnbare Baracken. Also 500 Personen wohnen in Folge des Brandes zur Zeit noch in anderen Orten. ♦ Frankfurt a. M, 19. December. Die „Kl. Pr." schreibt: Die Herren Tauniden, bie im Jahr hundert Mal und öfter oben auf dem Feldberg waren, werden bald Con carrenz bekommen. W>e wir nämlich erfahren haben, hat eine englische Gesellschaft an die Regierung eine Eingabe gerichtet, worin die Erbauung einer Eisenbahn auf den Feld berg nachgesucht wird. Wenn die Genehmigung ertheilt wird, soll oben auf dem Berg em großes Hotel erstehen Ferner beabfichtigt die Gesellschaft in einem ber beiden Reifenberg eine Kuranstalt zu erbauen. ES Amtliche- Theil. »ekavntmachmlg, betreffend die Maul- und Klauenseuche. Die Maul- und Klauenseuche in Drethausen, Marburg, ist erloschen. Gießen, ben 18. December 1895. GroßherzogltcheS Kreisamt Gießen, v. Gagern. Bekanntmachung, betreffenb Maßregeln gegen bie Maul- und Klauenseuche. Die Maul- unb Klauenseuche ist in mehreren Gehöften zu Groß-Felda, KrciS Alsfeld, auSgebrochen und daher die Sperre der verseuchten Gehöfte und der Gemarkung an- geordnet worden. Gießen, den 18. December 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. ist übrigens nicht daS erste Mal, daß das Project einer Felbbergbah > auitauchf: daS englische ist aber das neueste Verwirklichung Haden. hiesigen Feitwaaren-Geschäftes, Namens Heylmann, hat wegen großer GeschästSver- I Anstatt werthloser, unnvtzlicher Gegenstände, die man planlos d«im Einkäufe von WcchnacktSg schenken sich oft aus- drängen läßt, kaust zielbewustt etwas Brauchbares, kauft —■ bat Wichtigste, das Unentbehrlichste iür die Toilette, kauit Doeriug's Seife mit der Gute, die diesmal ■ 3 Stück zusammen in den prachtvollsten und elegantesten Weihnachts-Cartons, iür die Weibnachtszeit zum Verkaufe kommt! Man bietet damit nicht allein etwa« Schones, Praktisches, Willkommenes, sondern auch dos Reellste unb Vorzüglichste, wotz die Toiletteseisenbronche ■ überhaupt ausweift Doering's Seif« mit der Eule in herrlichen W'ihnachiS Carton» ist ein doppelter g—— ■ Schmuck für den Toilettentisch. — Zu haben ü-eraU ohne Pretsaufschlag 10154 Bekanntmachung, betr. Rothlaufseuche. In einem Gehöste zu Gettenau, Kreis Büdingen, ist bei einem Schweine die Rothlaufseuche sestgestellt worden, Gießen, ben 18. December 1895. Großherzogliches KreiSamt Gießen. v. Gagern. Gießen, den 19. December 1895. Detr.. Die Kranken-, JnvalidttätS- unb Altersversicherung ber Kreisstraßenwarte. Sei Sreßherzogliche Kreisamt Kietzen an die Grotzh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Sie wollen den Gemeinde Einnehmer anweisen, bezüglich der bis Ende December 1895 für die Kreisstraßenwarte vorlagSweise gezahlten Beiträge zu ben Kosten der Gemeinde- krankenveisicherung und zwar für 51 Wochen, sowie derjenigen süc JnvalidttätS- und Alter» Versicherung mit der KreiSkaffe abzurechnen und die Vorlagen gegen Abgabe der Quittungen hierüber, zu welchen die den Gemeinde-Einnehmern demnächst zugehenden Formularien zu benützen sind, in Empfang zu nehmen. Wir sehen Ihrem Bericht darüber, baß bie gebuchte Abrechnung erfolgt ist, bis spätestens 1. Februar 1896 nerie nach jeder beliebigen Richtung ermöglichen. Während daS einschneidende Vorderende in das Erdreich eindringt, sind bie Arbeiter damit deschästigt, daS Innere durch Spate«, Hacken, Dynamir u s. w. auszuheben unb den Schutt sosort auf kleinen Schienenwegen nach hinten zu befördern. Die Wagen werden schließlich durch ben Schacht an bie Oberfläche gewunben. Der Durchmeffer bes BohrcylinberS ist erheblich größer als ber bes Tunnelrohres, unb unter seinem Schutze wird bas letztere bind) Zusammensetzung gußeiserner R»nge gefertigt. Er umflicht eS tu ähnlicher Weise tote etwa ein Rmg an einem Fernrohr ben anbem, nur daß noch ein leerer Zwischenraum zwischen ihnen bleibt, ber burd) besondere Vorrichtungen schließt ch mit Cement ausgesüllt wirb. Wenn Alles genügenb verbunden und befestigt ist, rückt der Bohrcylinder weiter vor. Besonders demerkenswerth ist die geradezu mathematische Präzision, mit der alle diese Arbeiten vor sich gehen. • Thenere Klotze. Eine BauerSsrau in Oftfriesland schickt ihrem in Metz in Garnison stehenden Sohne neben anderen Vtctualien auch eine Anzahl gebackene Klöße mit ein- gebackenen Geldstücken. Nach guter Soldatensitte vertheilte der Sohn einige davon an seine Kameraden. Durch den beigesügten Brief wurde er er ft auf den blinkenden Inhalt der Back- waaren aufmerksam gemacht, aber es war zu spät! Die betreffenden Markstücke sah er niemals wieder.______________ Verkehr, Land- nnd - Di« deutsch« LandwirthschaftS-AuSstrAnng,« Stntt- gart Cannstatt 1896. Zweifellos wird du Aoihetiung iü, Minder aus ber ttn Juni bet Stuttgart-Cannstatt stattfindenden allgemeinen beutschen landw. Ausstellung ben Glanzpunkt derselben bilden, denn schon seit uralten Zetten war in Süd- unb Südwest-Deuisch^and bie Viehzucht mit ihren Gedirgs- unb Höhenschlägen bei Stolz ber Land- wirtofchaft. In neuester Zeit, in ber die Entwickelung der verschiedenen Nassen durch den Einfluß des wachsenden Verkehr« mannigfach gesährdet war, bat sich ein ene-gische« unb verständige« Streben kundgegeben, die nützlichsten unb schönsten Schläge in ihrer Net, Helt zu erhalten unb roe-ter zu bilden. H'erzu haben bie Ausstellungen ber deutschen LandwirthschaslS-Gesellschast feit 10 Jahren wesentlich beigetragen. - In Frankfurt schor, namentlich aber in München entwickelte sich auf unb durch biefelpen ein reger und überaus nützlicher Wetteifer zwischen ben verfchiebenen Zuchtbistricten Süddeutschiands, ber sich in einer Weife steigerte, daß ber zu erwartende Wettkampf auf der nächstjährigen Schau heute schon in züchterischen Streifen mit ber > ochsten Spannung erwartet wirb. In keiner andern ber großen Abtheilungen hat sich bie practische Be beutunfl allgemein beutscher Ausstellungen in so aug nscheinlicher und anregenber Weise kund gethan, wie hier. Die ganze Rinber- AuSstellung zeriällt zunächst in vier große Abteilung n: Ge irgS- unb Hohenschläge, Nieberungsfchläge, Shortdorn unb die bet ber Zugprüfung betheiligten Thiere. Naturgemäß werben auf einer süd- beutschen Schau bie Gedirgs- unb Höhenschläge in hervorragender Weife berücksichtigt, sowohl durch die emgehenbere (Srupptrung, al« auch bezüglich ter für sie ausgesetzten Preise (20,800 Ml). Sie werben tn fplqcnben sieben Gruppen ausgestellt sein Große« Fleckvieh (Simmenthaler); mittleres und kleines Fleckvieh; Pinzgauer unb Pongauer; graubraunes; einfarbiges gelbes; einfarbiges rotheS Vieh und alle übrigen Höhen- unb GebirgSfchläge. Diese sieben Gruppen umfassen durch die Trennung der Thiere nach Alter unb G< schlecht 82 Klassen. Die Nieberungsfchläge, die meist tn der norddeutschen Tiefebene gezüchtet, nicht entfernt tn ähnlicher Anz.hl erscheinen werden, sind deshalb nur in drei Gruppen gesondert: Schwarzbunte Schläge (Holländer usw), rotbbunte (Schleswig-Holsteiner usw.) und andere deuische Niederungsschläge. Diele Gruppen ergeben 14 Klassen. Die au« England stammenden ShorthornS, deren Bedeutung für Deutschland mehr unb mehr zurücktrttt, seitdem die zielbewußte Entwicklung ber beutschen Rassen so erfreuliche Fortschritte gemacht hat, bilden mit 10 Klassen eine Abthellung für sich. Interessant, unb wie zu erwarten steht, reichlich beschickt wirb dteS Mal auch bie Zugprüfung für Ochlen unb Kühe werben. Im Ganzen umfaßt hiernach die R'nderabtheilung 107 Klassen, in benen Ihrer Bebeutung unb Beschickung entsprechend je 2 bis zu 20 Geldpreise ausgelcht sind, die von 50 bis zu 400 Mk. steigen, so baß im Ganzen 41,300 Mk. für Rinber zur Verfügung gestellt werben. Zu dieser Summe trugen bei: bie Königs. Württembergische Zentral* stelle für die Landwirthschaf« 15.000 Mk., das G'oßherzogl. Badische Ministerium beS Jnne'n 5200 Mk., bie Stabt Stuttgart 2300Mk., bie Stadt Cannstatt 3000 Mk. und die Deutsche LandwirthschastS- Gesellschafl 15 800 Mk. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für bee folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Borm. 10 Uhr. Feuilleton. Eine Würfklpsrtik auf frbrn uwb Lob Historisches Genrebild von D. Illg en. (Schluß.) Rasch wurden eine Trommel, Würfeln und ein Becher herbeigeschafft, worauf man Hauser und Pollinger an die Trommel führte. R ngSum stand ein dichter Kreis von Offizieren, denn inzwischen hatte sich die Kunde von der entscheidung-schweren Würfelpartie schnell im Lager verbreitet. Hauser, als der ältere der beiden Delinquenten, ergriff zue>st den Bacher mit den darin befindlichen Würfeln, vor innerer Erregung bebend, kehrte er den Becher um und die drei Würfel klapperten auf daS Trommelfell nieder. Als Hauser den Wurf besah, erbleichte er, denn er hatte einen schlechten Wurf gethan, die nach oben liegenden Seiten der drei Würfel zeigten zusammen nur sieben PoivtS au. Schweigend schob er den Becher und Würfel seinem Kameraden zu, der sich ja schon als gerettet betrachten durfte. Wiederum rollten die Würfel, aber ein allgemeiner Schrei des Staunens erscholl im Kreise der Zuschauer: auch Pollinger hatte nur sieben Poinrs geworfen! DaS war gewiß ein merkwürdiger Fall, und schon erhoben sich unter den versammelten Offizieren vereinzelte Stimmen, welche Aufschub der Execution forderten, damit daS seltsame Eretgniß der Würselpartte sorgfältig erörtert werden könne. Allein der daS Commando bet der ganzen Scene führende General entschied dahin, daß die Verurtheilten ein zweites Mal zu würseln hätten. Abermals rollten die Würfel fettens Matthias Hauser auf die Trommel, eine tiefe Bläste überzog daS gebrauure Antlitz des schlachtgewohnten Soldaten: er hatte tnSgesamwt nur sechs Points geworfen, also noch schlechter als daS erste Mal! Der Unglückliche stierte zu Boden, er mußte sich jetzt für verloren halten, denn sechs PointS bet dret Würfeln war gewiß ein äußerst schlechter Treffer. Da erscholl ringsum stürmisches Geschrei und alles wogte erregt durcheinander, so daß Hauser wieder aufsah und den soeben von seinem Unglücksgefährten vollführteu Wurf überschaute. WaS aber war daS — waltete hier eine höhere Fügung vor? Auch Pollinger hatte nur sechs tm Ganzen geworfen, — wiederum stand also die Partie völlig gleich. Diesmal legte sich die Erregung unter den Umstehenden nicht, laut wurde schon die Begnadigung der beiden Delinquenten gefordert und eS ging daher Botschaft an den Brinzen Eugen ab, um ihm das außerordentliche Vorkommniß mitzutheilen. Sofort erschien der „Kleine" auf dem Platze, um die letzte Entscheidung zu fällen. Aber auch diese lautete dahin, daß die beiden Berurtheilten zum dritten Male ihr Glück gegeneinander zu versuchen hätten, und so geschah eS trotz des Murrens eines TheileS selbst der Offiziere. Mit zitternden Händen ergriff Hauser wiederum den Becher, stülpte ihn um und brach dann, als er den Wurf überblickt, stöhnend in die Kniee zusammen, denn er hatte ins- gesammt nur fünf PointS erzielt, zwei Einer und eine Drei! Jetzt warf Pollinger, aber wie ein Orkan erbrausten jetzt die AuSrufe des Erstaunens und der maßlosen Verwunderung seitens der Umstehenden, als man sah, daß auch der zweite Verurtheilte aufs Neue dieselbe Zahl wie sein Kamerad geworfen hatte, nämlich fünf, nur daß dieselbe auS zwei Zweien und einem Einer bestand. Stürmisch drängten die Offiziere, um Gnade für beide Berurtheilten bittend, auf den Generalseldmarschall, von allen Setten ein, und Prinz Eugen, selber aufs Tiefte bewegt, erklärte mit lauter Stimme, daß er Hauser wie Pollinger begnadige,^ da der Herrgott offenbar dies wolle. Schier einem Trtumphzuge glich die Rückkehr der zwei Marodeure zum Lagerplatze ihres Regiments und der Oberst deffelben ließ zur Herzstärkung nach dem ausgestandenen TodeSschrccken eine Flasche feurigen Carlowitzer übermitteln. — — Zwei Tage später befand sich das kaiserliche Belage- rungSheer, nur die unentbehrlichsten Mannschaften vor Belgrad zurücklaff^nd, in aller Frühe auf dem Marsche gegen die heranrückende türkische EntsatzÄrmee unter Köprilt Pascha, von deren schnellen Annäherung Prinz Engen sichere Kinde erhalten hatte. Gegen 7 Uhr Morgens am 16. August 1717 stießen die Kaiserliren auf daS weit stärkere, außer- d m noch verschanzte Türkenheer und grfftn dasselbe mit solchem Ungestüm an, daß die Schlacht nach kaum vierstündiger Dauer mit dem fluchtähulicheu Rückzüge der fast gänzlich ausgelösten türkischen Armee endete; die Folge dieses glänzenden Sieges der Kaiserlichen war die lieber- gäbe der Festung Belgrad (22. August 1717). Al» Prinz Eugen nach beendigtem Kampfe mit den Offizieren seiner Umgebung über baß Schlachtfeld ritt, kam er an einer Stelle vorbei, au welcher die türkischen Tobten haufenweise übereinander lagen, untermischt mit einer Anzahl Gefallener in der dunkelblauen Uniform des Regiments Coudenhove. Von den letzteren hielt einer noch krampfhaft eine erbeutete feindliche Standarte mit drei Roßschweifen, um welche fich offenbar der Kampf auf diesem Punkte gedreht hatte, in der Rechten: es war Ignaz Pollinger und dicht neben ihm deckte der schon starre Körper seines Landsmannes und Partners in der verhängnißoollen Würselpartte, Matthias Hauser, da» Feld der Ehre, ein furchtbarer Säbelhieb hatte dem Hauser dre Stirn gespalten. Pollinger dagegen zeigte eine Schußwunde an der rechten Bruftiette, aus welcher noch das Blut langsam herabträuselte. Prinz Eugen mit seinem wunderbaren Gedächtniß für Physiognomien erkannte in Hauser und Pollinger sofort die beiden Marodeure wieder, welche so viel von sich zu reden gemacht hatten, und befahl, al» man bet Pollinger noch schwache Lebenszeichen entdeckte, daß der Feldscheer des Regiment» Coudenhove den jungen tapferen Soldaten sofort in sorgfältigste Behandlung nehme. Dies geschah denn auch und nach etwa acht Wochen sah sich Pollinger wieder völlig hergrstellt. Er wurde dann zur Belohnung für sein tapferes Verhalten in der Schlacht vor Belgrad zum Fähnrich ernannt und trat bald darauf als Lieutenant in eines der kaiserlichen Reiter-Regimenter einer soll später als kaiserlicher Rentmeister in einer nieder- österreichischen Stadt noch lange Jahre gelebt haben. Ein hartnäckiger Kater. Aus der Jagdzeitung „Nimrod-. Daß Katzen" ein sehr zähes Leben besitzen, weiß Jedermann, namentlich die Jägerei und — last not least — auch die Gebrauchshunde können ein langes Lied darüber singen. Daß aber ein verwilderter Kater nach dem „Tode" sich an seinem „Ucberwinder" noch durch fortwährendes „Erscheinen" rächt, dürfte noch nickt dagewesen sein. Der Fall hat sich erst kürzlich, am 23. October 1895, in Nidda (Oberheffen) ereignet. An diesem Tage endigte eine große Waldtreibjagd, der viele auswärtige Herren beiwohnten. Am Morgen hatte beim Gange zum Rendezvous Herr K. einen verwilderten Kater geschoffen. Da ein Dorf in der Nähe lag, so wollte er etwaigen unliebsamen Folgen Vorbeugen und versteckte die Beute hinter Dornhecken, sie mit Steinen und Erdschollen bedeckend. Ein ihm folgender Jäger hatte dieses Thun beobachtet, er grub den Eingescharrten wieder aus und barg ihn im Rucksack, um damit dem ahnungslosen K. einen argen Streich zu spielen. Thatsächlich glückte eS ihm auch, beim Frühstücke den Verwilderten unbemerkt in den Rucksack deS betreffenden Herrn zu schmuggeln, der nun ahnungslos während des ganzen Tages dieses Gepäck herumschleppte. Nachdem die Jagd zu Ende war, fuhren zwei Leiterwagen vor, welche die Jagdgesellschaft nach Nidda bringen sollten. Auf dem ersten Wagen nahmen Herr K. und die meisten der Jagdgäste Platz- daS Fuhrwerk fuhr davon, während der zweite Wagen mit dem erlegten Wilde beladen wurde. Zuletzt bestiegen ihn noch die Jagdpächter und der Rest der Schützen. Als der erste Wagen nack halbstündiger Fahrt in die Nähe eines Dorfes kam und dort auf hohem Hügelkamme der Wind heftig wehte, fühlte K. ein Bedürfniß nach seinem HalStuche. Er griff in den Rucksack, die Hand fuhr jedoch rasch wieder heraus, denn sie war dort mit dem sonderbaren Inhalt in Berührung gekommen. Der verdutzte Man» unter suchte nun den Rucksack und entdeckte zu seiner höchsten Drr wunderung den Kater, welchen er am Morgen geschoffen und dann mit eigener Hand dem Schoße der Erde übergeben hatte. Das Gelächter der Jäger reizte den Gefoppten und er warf schleunigst den Kater Über Bord in den Ehauffee- graben. Nach einer Viertelstunde etwa kam der zweite Wager dort an und der Jagbpächter sah ganz in der Nähe de» Dorfes den Kater im Graben liegen. „Die Katze hat beim Vorübersahren vorhin sicherlich einer der Herren geschoffen," rief er, ließ den Wagen halten und gab dem mitfühlenden Obertreiber die Weisung, die Katze auf den Wagen zu legen, da mit den Bauern im Vogelsberg in solchen Angelegenheiten bekanntlich nicht gut Kirschen essen ist. Der Kater wurde einstweilen zwischen die Hasen gebettet, später sollte er in Nidda an einem geeigneten Orte untergebracht werden. AlS der Wildwagen in diesem Städtchen ankam, wurde er von Herrn K. erwartet. Derselbe reichte dem Obertreiber seinen Rucksack mit dem Bemerken, einen besonder» großen Hasen, den er geschoffen und durch Spaltung eine» Löffel» gekennzeichnet babe, hineinzuthun und ihm später auf de« Bahnhof einzuhändigen. Dann begab fich der Nimrod in die nahe Schenke, um dort mit den Gefährten noch rasch einen Abschiedsschoppen zu trinken. Nun wollte eS aber der Zufall, daß auf dem Wildwagen gerade jener Witzbold saß, welcher den Kater heute schbn einmal unter den Fingern gehabt hatte. „Gieb her", sagte er ruhig zu dem Obertreiber, der bereits mit dem anderen Herrn abgestiegen war, „ich kenne den Hasen, den Herr K. geschoffen hat, er liegt hier unter meinem Sitze." Dabei faßte er den Rucksack und ließ zum zweiten Male unbemerkt den Kater in dessen liefen verschwinden. Dann kletterte auch er vom Wagen und betrat die Schenke. DaS Wild aber wurde nebst dem Rucksack zum Bahnhof gefahren. Dort stellte sich auch bald die Jagdgesellschaft ein, der Obertreiber überreichte den Sack und bekam von Herrn K. ein Trinkgeld. Die Jäger sprachen im Wariesaale gerade von den großen Vogelsberger Waldhasen, die bekanntlich eine respectable Größe haben. „Ich will Ihnen einmal einen echten BogelSberger Waldhasen 8e*gtn," rief Herr K., ich glaube, daß derselbe der größte von der heutigen Strecke ist. Er öffnete bei diesen Worten seinen Rucksack, griff hinein und — zog wiederum den unglückseligen Kater hervor. Die Jagdgesellschaft brach in ein endloses Gelächter aus, K. aber erstarrte zur Salzsäule, als sein Blick zum zweiten Male auf den Kater fiel, den er heute früh erst bestattet, dann am Abend auf die Landstraße geschleudert hatte. Bevor er übrigens zu Worten kommen konnte, fuhr der Zug ein und die Jäger eilten zu den Wagen. Der gereizte Mann warf jetzt mit einem kräftigen Fluche seinen Kater aus den Bahnsteig und wollte fich einen Platz im Zuge suchen. Er wurde aber von einem Beamten daran gehindert. „Mein Herr", rief derselbe, „glauben Sie vielleicht, daß ein Bahnhof der Oberhesfischen Eisenbahn eine Abdeckerei ist, wo man todte Katzen so wir nichts dir nichts hinwerfen kann? Nehmen Sie gefälligst Ihre Katze mit nach Hause, wir bedanken uns hier für derartige Braten!" Vergebens suchte Herr K. dem Manne zu beweiien, daß dieser Kater ihn absolut nichts angehe. Der Beamte blieb unerbittlich, er hatte ja gesehen, daß K. denselben eigenhändig aus seinem Rucksack vorhin heraußzog. Der Zug gab bereits da» Signal zur Absahrt, da griff K. rasch in die Tasche und gab einem dabeistehenden Bahnarbeiter eine Mark für da» Wegschaffen und die Beerdigung deS Katers, der ihm schon so viel Aerger bereitet hatte, bann sprang er noch rasch in den fich schon in Bewegung setzenben Zug. Währenb ber ganzen Fahrt soll aber ber gefoppte Jäger seinen Rucksack nicht mehr außer Acht gelaffen haben, denn er wollte jetzt verhüten, bah jener hartnäckige Kater sich zu« britlen Male dorthin verirrte. St ein acker. Samstag ben 18. Ian. 1896,1 Nachmittags 3 Uhr, sollen auf trm büstgen OrtSgericht bk den Friedrich Klimm Eheleuten in Gießen gehörigen Jmmobllten: Flur I Nr 9117« — 64 qm Hofraithe in der Wallthorstraße, Flur I Nr. 9l26/io — 206 qm Hofraithe daselbst, Flur I Nr. 9136/to — 531 qm Grabgarten daselbst, öffentlich me'stbtennd versteigert werden. Gießen, den 6. December 1895. Großh OrtSgericht Gießen- I. A-: Bogt. 10209 Samstag den 28. Decemder, Nachmittags 3 Uhr, soll auf dem hiesigen OrtSgericht die dem Aldorf Bogt in Gießen gehörige Hof- raitde: Flur 1 Nr. 783—381 qm in der Sonn öffentlich meistbietend versteigert werden Gießen, den 6. December 1895. Großh. OrtSgericht Gießen- I. A.: Bogt. 10208 Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur Kenntniß der Jntereffenten, daß uns auch in diesem Jahre wieder eine Summe zur Pcämürung von Dienstboten des Sparkaffebezirks zur Verfügung gestellt wurde. Prämien können von 5 zu 5 Jahren nur solche Dienstboten im engeren Sinne erhalten, welche bei der Herrschaft Kost und Logis haben und sich über gute Führung durch Zeugniß ausweisen können. Von Vollendung der 5 Jahre kann nur dann im letzten Dienstjahre abgesehen werden, wenn der Dienstaustritt durch Einberufung zum Militär, durch Auflösung des Haushaltes der Herrschaft oder durch Gründung eines eigenen Hausstandes erfolgt. — Es werden hiernach alle diejenigen Dienstboten, welche nach vorstehenden Bedingungen auf eine Prämie glauben Anspruch erheben zu können, aufgefordert, sich unter Vorlage der Dienstbücher, eines ZeugniffeS der Herrschaft über gute Führung, sowie eines etwaigen Sparkaffenbuchs bei unserer Kaffe, oder der Grobherzoglichen Bürgermeisterei des Wohnorts bis zum 31. L Mts. zu melden. Gießen, am 16. December 1895. Die Directiou des Spar- und Leihkasse Vereins. 10518 I. E.: Wiener. Vom 9. December bis Weihnachten findet bei nut ein Ausverkauf von Klöppclfpitzen statt, und werden fache zu jedem annehmbaren Preise abgegeben. Frau Schmitt. • 10282] Wolkengaffe 26. Kindergarten. Die Weihuachtsseier meiner Zöglinge findet Sonntag, den 22. December, Nachmittags präcis 3 Uhr, un Festsaal des 6af6 Leib statt, wozu ich die verehrten Eltern, Verwandten und Freunde höflichst einlade. Hochachtungsvoll 10534 Wittwe Rothe, Kindergärtnerin. Bekannnnachrmg. 136 Mark Zinsen aus der Stiftung der dahier verstorbenen Clisa bethe Schmidt sind zu gleichen Theilen an vier bedürftige, unbescholtene, ledige, in Gießen lebende Dienstmädchen im Alter über 50 Jahre und an vier arme Wiltwen aus Gießen nach der Auswahl des Stadtoorstandes zu vergeben. Anmeldungen zum Bezüge derselben haben bis zum 1. Januar 1896 unter Beibringung des erforderlichen Nachweises bei der unterzeichneten Stelle — Zimmer Nr. 3 — zu geschehen. Gießen, den 17. December 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 10533___________________Gnauth._______________________ Sonntag, den 29. d. Mts., Nachmittags 3 ühr findet in dem Locale der Christian Hoffmann Wittwe dahier eine außerordentliche General-V ersammlung* des Pferde - Versicherung ° Vereins Grünberg statt, wozu alle Mitglieder des Vereins höflichst eingeladen werden. Tages-Ordnung: Umänderung des $ 7 bet Statuten. Grünberg, am 18. December 1895. Georg Keil, 7irector 10509 Ntnhfpirlc,Xif™e Snklmim 3 Ricker'fche Buchhandlung, Snianlogt 5. Anis-u.Allttergeötick, Jimmtsterne, IrankfurterZZrenLen, Leölruchen in verschiedenen Hnatitaten, ZZaum-Gonfecte, l Kaufladen-u.^uppen- küchen-Artikel, Warcipantorten von 35 H^fg. per Stück an, empfiehlt in nur besten Qualitäten Conditorei Bettler, Moulage, Ecke der Frauksurlerflr. empfiehlt zu bill. Preisen Asse AackartiLel in nur feinsten ! Qualitäten I sowie Gust. Walter, 10069 Mäuaburg 13. Wegen Vergrößerung des Betriebs ist eine 8 pferdige, liegende Dampfmaschine «it zugehörigem Röhrendampf- kefsel sofort preiswerth zu Dtdaiifen Die Anlage kann b S Ende D ® c 'S Q J B ® ö.® 0- .B > 'S Ko ® ’s Z- -B O I. Leichtweis, Bürstenmacher, Sonnenstrahe Nr. 18. verlange immer am Fusse jeder die viereckige Etiquette mit -r -s B £ Billiger und besser als frische, empfehle eingemachte Gemüse u. Früchte aus den bedeutendsten Fabriken, wie Moitrier, Lampe, Koch u. s. w. Dadurch, dass ich am hiesigen Platze die weitgrössten Quantitäten hiervon beziehe, bin ich in der Lage, dieselben zu aussergewöhnlich billigen Preisen abgeben zu können. Emil Orbig, 9934 Bahnhofstrasse 30. 3 cd / Ananas, Apricosen, Birnen, Erdbeeren, Kirschen, Melange, x. ? E' o / Mirabellen, Nüsse, Pflaumen, Pfirsiche, Reineclauden, Stachel- x. ° / beeren u. s. w. x. Prinzess-, Perl-, Wachs-, Schnitt-, Kern- und dicke Bohnen, Erbsen, / \0ar otten, Erbsen mit Carotten, Gemischte Gemüse, Stangen- /o N. und Breohspargel, Teltower Rübchen. / g- g O c». ® CÖ o Q2 ® o> - Toilette-Artikel in allen Preislagen W W Zum Besuche der " eihnachts-Ausstrllung » ladet ergebenst em die 10099 I. Mcker'sche Auchhandkung D.OJt' . JL Nur die- echt JPqT-A, sem wenn Stem- mit ^fiuco pol. Behandlung tute echtes Silber zu putzen. ££ Trostlose Zustände herrschen auf dein mexikanischen Silbermarkte. Die verein, mexik. Patent - Silberwaaren - Fabriken sehen sich gezwungen, ihre Fabriken aufzulösen und ihre Arbeiter zu entlassen. Die unterzeichnete Hauptagentur ist angewiesen worden, alle bei ihr lagernden Waarcnvor- räthe gegen eine geringe Vergütung für Arbeitslöhne usw. abzugeben. Wir verschenken fast, bcr Sorrot* 6 St. feinste mexik. Pal.-Silber-Messer m. engl. Kl., v „ massive „ „ 6 „ schwere „ 12 „ elegante „ „ 6 „ prachtv. „ 6 „ massive „ „ 1 „ schweren 6 „ Messerbänkc oder also 50 Stück fü Porto uni Gabeln aus einem Stück, Speiselöffel, Kaffelöffel, Dessertmesser in. engl. Kl., Dessertgabeln aus e. St., Gemüselöffel, Suppenschöpfer, 2 effcctvolle Tafclleuchter, nur 15 Mark > Kiste frei. Sill'erputzpomade Pro Dose 30 Pfg. (4 Dosen 1 Mark). Das mexilan. Patent-Silber ist ein durch und durch weißes Metall, welches niemals seine Silberfarbe verliert, wofür garantirt wird, und ist daher als ein voller Ersatz für echtes Silber zu betrachten. Da wir die alleinige Vertretung für ganz Deutschland haben, aber vielfach ganz wcrthlose Nachahmungen existiren, bitten wir auf unseren obigen Fabrik- MFXIPO16 9enau 3U achten. Bestellungen nur gegen Poststempel Nachnahme oder vorheriger Einsendung des Betrages sind daher einzig und allein zu richten: An die Hauptagentur von Nelken, Berlin N., Linienstr. 111. Wenn die Gegenstände nicht aefakken, verpflichten wir uns hiermit öffentlich, den erhaltenen Betrag dafür sofort zurückjnzahleu. 9717 Salzgurken, Essiggurken, Sauerkraut empfiehlt in bekannter Güte 9482 Heinrich Wallach. Pa. Nusskohlen, „ Änthracitkohlen, „ Briquetts, Kleingemachtes Holz, fuhren- u. centnerweise, empfiehlt billigst Heinrich Hof, 1018)___________Babnbostiraße 33. , MFauter Co., Hochheim edicinal- Champagner feinster, deutscher Sect für Gesunde u. Kranke, V* Fl. 1 1/z Fl. JL 1.70, »/i Fl. 3 JL empfiehlt F. Schott, 9832 Bahnhofstr. 23, Giessen. Havelocks aus wasserdichtem Lodenstoff, Pelerine-Mäntel in grober Auswahl, 8492 HohknMern-Miintel zu billigsten Preisen, Schlafröcke, Jagö-ii. Haas-Ioppeir empfichtt g Rübsamen. MHmstililkil! Annahme alter Wollsachen aller Art gegen Lieferung von Kleider-, Unter- rock-u Mantelstoffen,Damentuchen,Buckskins, Strickwolle, Portiören, Schlat- und Tepptchdecken in den neuesten Mustern zu billigen Preisen durch 1202 R.Eichmann,Ballenstedta.Harz leistungsfähigste Firma. Annahmestelle und Mufterlager bei: Frau Ferd. Wokonn Wittwe, Wallthorstraße 14. Wegenschirme, bestes Weihnachtsgeschenk zu billigen Preisen. Reparaturen schnell und billig. Auch alte Schirme werden in Tausch angenommen. ioist H. A. Sack, Neuenweg 58. eo CD er« a> Giesseii Fabrik Bank-Einrichtungen ■ Feinste Cervelatwurst sowie beste Salami- und Mettwurst empfiehlt G. Kreuder, 10492__________Neustadt 17. WchulchtsMcllllk. Italien. Rothwein, naturrein, in hübscher Verpackung, ä Fl. 60 H, empfiehlt und versendet K. H. Loeberich, 10184 71. Liebigstraße 71. --^Haaruhrketten /d^-ZpasiendzuWeihnachtsgesch-nken, * "s/fertigt billigst an H. Tichy 141 Seltersweg 43« Christbäumei find tn frischer Sendung und großer Auswahl eingetroffen am ,Selter-thor^. Ernst Blödner S£sE»- StaatsoberaufsTüht Fihaidirektionen in / Unübertroffen 11» Schdahailsmittal und zur Hautpflege. Auf die ohnehin schon sehr billig gestellten Preise für Uhren und optische Waaren gewähre ich von heute ab noch einen Extra - Rabatt Ilaflpflichl-Versicberuu^ umfassend: Körperverletzung und Erkrankung sowie Sachbeschädigung. Der Verein gewährt: 90 oder IOO°/0 des Schadens bei Körperverletzung und zwar sowohl bei 90 als bei 100 /, Versicherung in unbegrenzter Höhe, mit fester Prämie, d. h. Ausschluss der Nachzahlungsverbindlichkeit vermittelst Rück- * Versicherung. Vollen Antheil am Gewinn —= Dividende 20%. =— Billigste Prämie, günstigste Bedingungen unter Zusicherung von ilaiitrfBb|leli(tn nnb 5illigbtilB-gnffd)ii6ignu|ti. Versicherung für alle Leben»- und Beruf»-Verhältnisse, insbesondere für industrielle Unternehmungen, Land- und Forstwirthe, Inhaber von Handelsgeschäften, Hausbesitzer, Gastwirthe, Besitzer von Pferden, Fuhrwerk, Speditionsgeschäfte, Aerzte, Apotheker Radfahrer, Jäger, Schützen, Beamte, Rechtsanwälte, Notare, sowie für Gemeinden. Am 1. October 1895 bestanden in eieaitllohen Abthellenges des Vereins 170,129 Versicherungen über 1,870,870 versicherte pereonce. Subdirektion in Frankfurt a. M. 5838 Herrn. Reiffenstein, Zeil 5. Vertreter für nika findet über»« Beifall Alle Leute wundern sich bafj S'e ein solches drach»w,rt iQr h Mark verkaufen. Bet uns kostet selbtgeS mindestens 12 Mark Senden Sie noch zwei Stück von derselben Sorte Wer also für sein Gel6 Hn Wirklich gute», tadellose» Ansteament haben will, bestelle daher nur bet Wllh. Mächler, Mufit Sxport au* Neuenrade (Westfl.) Nichtgefalleude Wrare nehme zurück, daher kein Risiko SteinhagenmWes&iäL Georg Koch, Uhrmacher, Neuen Baue 5, nächst dem Kaiserhof. = B^ste und billigste Bezugsquelle am Platze. —> - Atelier für Poriraitsmalcrei. PortraitS in Del und Kreide in künstl. Ausführung nach Karlsruher Schule Auch Unterrichts Otto Frits, Kunstmaler. AtelierhauS Goethefiratze 46. Kaffenschrank, g mittl. Größe, gut erhalten, preisweitd abzuqeben. Wo? sagt die Exp. d. Bl Ein gebrauchtes Speisezimmer- Büffet billig zu oerkaufcn Näheres in der Exped. d. Bl. 10527 Familien-Wohnungen in allen Größen und Vagen weist aus- 'Ubrttch noch der Gießener WohnungS «achweiS Babndofstraße 11. 1-498 5 Zimmer jm vierten Stock, mit allem Zubehör Trockenpl tz rc, per 1. April zu oermtethen. 1O4bd^Adotf Vieler, W ftanlage 44. § Laden F111 grobem Schau- ® ■’*’•*** fenfler per 1 Äprll 189-, zu oerm 8elter»weL 8V. 8U67J ST MSblirt. Ziemer, mi* ohne Cabinrt, in großer Uns Wahl empfiehlt das Wohnungsnachweis- Inftltut ton «. LttaSny, Bahnhof, st-abe 11. Täglich geöffnet W46r»] Einfach möblirleS Zimmer zu oermiethen. «elterSweg 62 Hot recht« Fünfhundert Dutzend der so sehr beliebten, weißen reinleinenen Parthie-Taschentiicher • offeriren wir annähernd zur Hälfte des Preises von reeller ® Schulstr. 5. Jos. Mark Schulstr. 5. Aeltestes Bpecial Wäsche-AusHattungsgeschäftz Kroße Auswahl frdigtr Damen- and Kinderwäsihe, sowie Detlwäsche. Herrenhemden nach Maas vorzüglicher Schnitt, großes Lager in allen Weiten von M. 2.50 an das Stück, ‘llnfcrtiflung sämmtlicher Wäsche bei schr billiger Berechnung. llirülkarfrhte ^übgewordenc Damen-Hemdcn, Jacken u. Sein» Kopskiffen, an 4 Seiten gebogt, von Mark 1.80 an. In den Apotheken / und Drogerien. In Dosen ä ro, aou.öo Pf, in Tuben a 40 u. So Pf. Woare. Das ganze Dutzend gesäumt von 3 Mk. 9714 Weiß mit buntem Rand „ 2 „ C. Röhr & Co. __Wetzsteingaffe 33.________ Waldsägen^ Fleischhackmaschinen Carl Hensel, 10580 10. Walltborstraße 10. Iermischte Anzeigen. 10585] Für 1 Januar ein schön mSdlirtes, ungenirtes Zimmer cesucht t. St. oder Part«rre bevorzugt. Offerten mit tverlüsstger Aayrdursche auf sofort gesucht. ________K Haa», Wallthorstraße 31. W4J7 rüchttge Kletnknechte >6 für W.ihnachten gesucht. Placirunge- bur.au v^n G. EtiaSny Bahnhotstr.il. Tüchtige Mädchen vom Lar de »Ü> Oeeonomtearvetten für sofort und Weihnachten gesucht. Placirurgvbureau von E. StiaSny, 10i96_______Bahnhofstraße II_________ 10541 j Ein braoee Dieufimädchea welch, selbstständig kochen kann, geg hob Lohn grs. Hu ersr Kirchenpl.v (Laden) Erfahrene Köchin zum sofortigen Eintritt gesucht. Frau Dr. Karl Kempff, 10217 Marburgerstraße 65. t ' ftoni fit > Wt*** ^chrntl'lv toi' Innot)' •f(gnib(T N iliti bi kn ist, » skdratt, b Wi w Stabt 0i frtyt füi itunbrn nn 7-9 Mito. 6ie6 Geft emiait in: ch, 1 Sch Mal, 1 2c 9ith i Die El ts ptästdrntei Itetuag m Haide! un haode! anb brr /fftgtn Wt Sorte ichaftlichen Hab tu tnj ttftoritu, '«8« btgir längst btfi Moerlsche mächtigen c Msdehmn fVanbwlrt^ hlgtt eine Wod) (£ ’* H. 8or a «rief i*1™. Sei, * MeJ( an ntni S* «.du 5h**« 2 °rstea. e