Sonntag Len 21. Juli Erstes Blatt Ur. 169 189» Gießener Anzeig er Kmerat-Wnzeiger Amts» ttitb Anzeigeblatt für den Areir Gieren | Hratisöeikage: Hießener Aamikienötätler Anrtlichev Theil zu !ine Blou^e nach I. V.: Dr. Melior. s'Lagek MNM« ilen Don hoch- >|* intneßlinttn schreibt: tzllcbnM zahle« verhört, um daS AL« Lmum<««-Bureaux bei In- uwb Lullande» nehmet •■leigen für ben ^Gießener 8«|eiger* entgegen. laneiBt » A «n|eigen zm bet RachmHt«-, für de» |elgo« Unserem in Gott ruhenben Vater gestiftete Orbenßzeichen beß Eisernen Kreuzes in seiner ganzen Bedeutung wieder «"fiebert lasten. Daß Eiserne Kreuz soll, ohne Unterschied b(.-ß Ranges ober Stanbes, verliehen werben als eine Belohnung für das Verdienst, welches entweder im wirklichen Kampfe mit dem Feinde, ober daheim, in Beziehung auf diesen Kampf für die Ehre und Selbstständigkeit des theuren Waterlanbeß erworben wird." Seither ist das Eiserne Kreuz das Merkmal der Erhebung der deutschen Nation, ein Feldzeichen, unter dem der germanische Heerbann zwei Mal inß Feld gezogen, um unter Führung seiner Fürsten für seine höchsten Güter, für Freiheit, Ehre und Vaterland zu streiten. Nur bei diesen beiden Gelegenheiten verliehen, hebt efl seinen Träger aus der Menge heraus als einen Mann, dem die Nation besonderen Dank schuldet, weil er an ihrer Wiedergeburt ruhmvollen Antheil genommen. Daß Eiserne Kreuz nimmt unter den Ordensaußzeich- »ungen eine eigenartige Stellung ein. Nur 1813/15 und 1870/71 verliehen, wird es zum Mahnzeichen für die kommende Begegnung König Wilhelms mit Benedetti in Ems. wird es stets von Neuem erstehen, ein heiliges Palladium der Nation, eine Erinnerung und eine Hoffnung zugleich, wie der Wahlspruch der ersten Christen: „In hoc signo vinces.“ iiii* (In diesem Zeichen wirst Du siegen.) Eine Erneuerung des ©(fernen Kreuzes würde stets bedeutkn, daß eß sich um die Existenz des Vaterlandes handelt. Unter seinem Zeichen kann man siegen und sterben, aber niemals unterliegen. In dem schlichten Eisenkreuz trägt die Nation ein Symbol für Alles, waß ihr besonders theuer ist. Seine Stiftung wie seine Erneuerung ist mit der Königin Luise verknüpft, mit der ebeln Frau, in der sich das stille Sehnen der Nation nach Unabhängigkeit und Einheit verkörpert, ein Sehnen, dessen Erfüllung erst die kommende Generation brachte. Der Stiftungstag des Eisernen Kreuzes für 1813/15 war der Sterbetag der Königin Luise. Daß erste Exemplar des neuen Ordens sandte Friedrich Wilhelm III. an den Herzog Karl von Mecklenburg-Strelitz mit der Bitte, eß an der Säule mit der Büste der Verewigten im Erinnerungstempel beß- Schlofegartenß zu Hohenzieritz nieberzulegen. Die Erneuerung beß Eisernen Kreuzes für 1870/71 burch Küttig Wilhelm I. erfolgte am Tobestage ber Königin Luise, am 19. Juli 1870. Die Statuten ber beiben Eisernen Kreuze finb im Wesentlichen dieselben, nur daß bei der Auszeichnung für 1870/71 die Vererbung innerhalb beß Regiments, bem eine bestimmte Anzahl von Orben Überwiesen worden, an ben Nächstwürdigsten fortfiel. Auch die Ordensrangstufen: Großkreuz, I. und II. Klaffe, blieben die gleichen. 1813/15 wurden 5 Großkreuze verliehen: an den Fürsten Blücher für Katzbach, an den Grafen v. Bülow für Dennewitz, an ben Grasen Tauentzien für Wittenberg, an ben Grafen- Aork v. Wartenberg für Laon und an den Kronprinzen Karl Johann von Schweben für unbekannte Verdienste. Außerdem ward für Blücher 1815 ein besonderes Ehrenzeichen gestiftet, ein goldener Stern mit aufgelegtem Eisernen Kreuz. Im ^Zahre 1817 hörten die Verleihungen des Ordens auf. Man zählte damals außer den Großkreuzen 670 Ritter der ersten. 9373 der zweiten Klaffe mit dem schwarzen und 342 mit bem weißen Banbe. 1890 ist der letzte Inhaber beß Eisernen Kreuzes im Alter von 93 Jahren gestorben. Die Verleihungen währenb bes Krieges 1870/71 waren- ben größeren im Felde stehenden Truppenmaffen entsprechens natürlich bei weitem zahlreicher. Für die Statistik maßgebend ist die OrdenSliste von 1877. Sie zählt 8 Groß- kreuze: König von Sachsen, Kronprinz von Preußen, Prio^ Friedrich Karl, Großherzog von Mecklenburg, Graf Moltk, v. Manteuffel, v. (Soeben, v. Werder, 1291 I. Klaffe am schwarzen und 13 am weißen Bande, 41 702 II. Klasse am schwarzen und 4084 am weißen Bande, zusammen 47102 Ritter des Eisernen Kreuzes. Die Gesammtzahl ber Der leihungen bürfte sich demnach auf 54-—55000 belaufen *) Wie wir unser Eisern Kreuz erwarben, Kriegserrnnerungen; unter diesem Titel veröffentlicht das Deutsche Verlagshaus Bong L Co., Berlin ^.57, rin Lieferungsprachtwerk (vollständig in 15 Lieferungen a 50 Pf.) Es handelt sich da um eine eigenartige Verherrlichung des großen Jahres 1870/71. Diejenigen, die mitgeholfen an der Wiedererrichtung des Deutschen Kaiserreichs, sind als Mitarbeiter gewonnen für eine Kriegsgeschichte, die sich au« deren selbstgeschilderten Einzelerlebnissen zusammensetzt. Die Redaction des Werkes durch ben Generalmajor Freiherrn Friedrich von Dincklage - Campe bürgt für eine sachgemäße Bearbeitung dieser aus Episoden zusammengesetzten Darstellungen. Das bisher Veröffentlichte liest sich in seiner naiven Lebhaftigkeit wie ein der Wirklichkeit nacherzählter, auf eigener Anschauung beruhender Roman. Die Ausstattung ist eine überaus prächtige. Unsere berufensten Militärmaler, wie Th. Rocholl, K. Knötel haben ihr Bestes geleistet, um bas Werk zu der glänzendsten unter allen ähnlichen Publikationen zu gestalten. Unter den Illustrationen der ersten beiden Hefte sind der „Todtm- ritt bet Vionville" von Th. Rocholl und die Schlacht bei Gravelotte von Georg Bleib treu hervorzuheben. Zwei wundervolle Farbendrucke: „Die Uederreichung deS Eisernen Kreuzes an Graf Moltke" und „Die Bayern vor Paris" erscheinen als werthvolle Zugaben. Die wohlgetroffenen Porträts der einzelnen Mitkämpfer und Mitarbeiter werden besonders willkommen sein. Abreise König Wilhelms aus Berlin nach dem Kriegsschauplatz. haben. Zur Zeit leben noch etwa 20 000 Inhaber. Das Kreuz L Klaffe ist unter den activen Offizieren noch 119 mal vertreten. ES wird getragen von 5 Generalfeldmarschällen, 50 Genera len der Infanterie, 22 Generallieutenants, 15 Generalmajors, 15 Obersten, 7 Oberst- lieutenantß, 3 Majors, 1 Premierlieute> nant deS JnvalidenhauseS und 1 Generalarzt. Die ursprünglich Preußische Ordens- becoration ist burch den Krieg 1870/71 eine ihrem Wesen, wenn auch nicht der Form nach, reichsdeutsche geworben. Vom obersten Kriegsherrn beß deutschen Heerbannes verliehen, wird baß Eiserne Kreuz In der Reihe der Auszeichnungen stets an erster Stelle getragen, ein Platz, der ihm wegen seiner Eigenart gebührt. Allmählich mit dem Ausscheiden der Inhaber auS der Armee ver- schwindend, wird eS wieder auftaudy» in seiner würdigen Schlichtheit, soball da» unter seinem Zeichen Errungene von einem äußeren Feinde bedroht wird. WB. Sofia, 20. Juli. Die „Agence balcantque" meldet: Prinz Ferdinand untersagte angesichts der Haltung der Familie StamdulowS den Mitgliedern deS Civil- und Militär- ftaateS die Theilnahme an ber Leichenfeier. Die „Agence balcantque" meldet ferner: Die Polizei entdeckte drei Mörder, von denen einer, Namens Georgiew, verhaftet wurde. Es scheint, daß die Mörder Panitza rächen wollten. Der Krieg von 1870|71, geschildert durch Ausschnitte aus Zeitungs-Nummern jener Zeit. (Nachdruck verboten.) 21. Juli. Die Ernennung des Kronprinzen von Preußen zum obersten Führer ber Armee in Sübdeutschlanb ist erfolgt und mit großer Freube ausgenommen worden. Die Süddeutschen freuen sich, daß sie ber Sieger von Chlum wider den Erbfeind führen wird und sehen daraus, daß der Krieg mit aller Energie geführt werden wird; sie nehmen diese Ernennung zugleich als eine Anerkennung für ihre deutsche Haltung. Der Kronprinz soll nach einigen Nachrichten bereits in München angekommen sein. Die Stimmung in Baden und Bayern ist äußerst begeistert und entschloffen. — Kaum war in München ber König Ludwig eingetroffen, so zog eine ungeheure Masse Volks vor die Residenz, brachte ihm stürmische Hochs und fang das Lied vom Deutschen Vaterland. Der König dankte sehr ergriffen. — Nebenbei wurde dem Re- dacteur des verrufenen „Vaterland" ein Perat gebracht. Der Krieg beginnt zu Wasser und zu Land. An vielen Punkten der Nordsee sind bereits französische Kriegsschiffe gesehen worden, zwei sind schon gescheitert und untergegangen und es wird noch mehreren so gehen, denn baß Wasser hat viele Untiefen, Bänke unb Riffe unb bte seekundigen Lootsen fehlen. Die Blokade ber Häfen Bremen, Hamburg, Stettin, Danzig unb Königsberg ist bereits erklärt. — Mittwoch ben 20., Adenbs, soll die französische Flotte in die Ostsee eingelaufen fein. 22. 3nlL Wien füllt sich durch Zuzug fremder Familien aus Deutschland, deren Heimath zum Kriegsschauplätze zu werden droht. Baron von Weither, der preußische Botschafter in Paris, ist in Ungnade gefallen, weil er die französische Kriegspartei und deren heimliche Rüstungen nicht durchschaut hat. AuS Brüssel schreibt man ber „N. P. Z.": „Hier ist man unterrichtet darüber, daß noch am vorigen Sonntag ber Kaiser Napoleon geglaubt hat, wenn auch nicht an ben Regierungen, so boch in ben Bevölkerungen SübbeutschlandS Bundesgenossen zu haben. Die Enttäuschung soll sehr schmerzlich sein." Cecdks nwb »ießen, den 20. Juli 1896. ** Zn» Setter unserer Universität wurde für das Jahr 1895/96 gewählt: Prof. Dr. Otto Behaghel von der I philosophischen Facultät. ♦♦ Zur Borfeier des Ouckeu-ZubiläumS brachte das Kr onbaaer'sche Quartett feinem langjährigen Mitgliede und lieberreichen ersten Tenor, Herrn Geh. Hofrath Oncken, eine Serenade dar. Dieser schloß sich im Cafe Ebel, >m engsten Sängerkreise, ein Commers an, der sich durch Toaste, Instrumental- unb Vocalvorträge zu einer ebenso unterhaltender» wie erhebenben Feier gestaltete. ** Der Ausschuß der Studentenschaft ist zu morgen Sonntag Mittag von Herrn Geheimrath Oncken zu einem Festmahl in der Freimaurerloge, an welchem auch ber Lehrkörper der Universität theilnimmt, etngelaben. Nationalliberaler Verein. Der Vorstand des nationalliberalen Vereins Gießen hat in feiner gestrigen Sitzung beschlossen, Herrn Geheimen Hofrath Professor vr. Oncken wegen seiner großen Verdienste um die nationale Sache und die nationalliberale Partei zu seinem Ehrenvorsitzenden zu ernennen. Eine Abordnung wird ihm a« Sonntag den 21. Juli die Glückwünsche deS Vereins übermitteln unb ihm ein Diplom überreichen mit folgender , Widmung: Wilhelm Oncken, den unermüdlichen Förderer der nationalen Sache in Wort unb Schrift, ernennt in dankbarer Anerkennung feiner 25 jährigen verdienstvollen Thätigkeit für die nationalliberale Partei zum Ehrenvorsitzenden des nationalliberalen Vereins Gießen Der Vorstand. (Folgen die Unterschriften.) *• Pr. Neues Theater. Die für gestern angefünbigte Vorstellung von Zellers „Obersteiger" hatte die Hoff- 2) tyibtttti JmrvLlifitN' tzmammWtttttn 'M, WtoXvt r erflen Dr. MalloM gochchkidtibng Mm fünften E fltflenftanb war 3ournalifitntag ;loarnallfttn< u Singer-Hamburg kereits zugeftim wurde d LMburg beschlos dem vorbere hi in Mt, bafe btn chenpch dir in ^obifecatten am -Marche! QMnbtn ofo gelchösiiichru 2 „ Wegen R MBen Mont Gießen, Mi J »ÄS LSz I i!" e°toA, ks, Ä» Sonnten 'n, ben 2 «■>23 ®Q«6tab Red Star Line in Anl- l'g^rs lä rg^ s cn Verdingung vorgeschriebenem Formular sind bis mm npnnnntpn STM-min einrureicken. Mm genannten Termin einzureichen. Neustadt 55. 6212 Holzwolle 6216] Z« verkaufe« ein RotjUn« % a liefert billigst 5432 karre« eine Decimalwaage und ein 8 qi}o4,rrtr Oleander. Grünbergerstratze 38. • Rudolph M Wetzlar. jr Tfc H°k MAGGI5 Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Georgi, Beigeordneter. Festact voraus, bei welchem die Theilnehmer des Journalisten» tageS Seitens des Vorsitzenden des geschäftsführenden Ausschusses und der Vertreter der badischen Regierung begrüßt wurden. Thermometer: min. 4- 9° R., max. + 18° R- Hygrometer: Trocken. § Hercheuhaiu, 17. Juli. Bei der heute hier stattgefundenen Bürgermeisterwahl wurde der seitherige Bürgermeister Sebastian Weidner mit 60 Stimmen (einstimmig) miedergewählt. Nur 12 Stimmberechtigte hatten sich der Abstimmung enthalten. Herr Weidner ist schon 18 Jahre ivi Amte. dklbr. Stute (Offp), 8ihr., 1,69 hoch, sehr vornehm, überall unbedingt gehorsam und äußerst leicht zu retten — springt und klettert vorzüglich — für jedes Ge- 6202] Eine eichene, große Waschbütte, fast neu, billig zu verkaufen. Marktstraße 14. 6041] Schöne Wohnung per sofort oder später zu vermiethen. Bahnhofstraße 22. Zweirad, hochfein, wenig gefahren, wegen Mangel an Raum preiswürdig zu verkaufen bei A. Gretscher, Beerdigt«. MarkuSgemeinde. Den 15. Juli. Christian Eckhardt, Straßenkehrer, 43 Jahre alt, starb den 13. Juli. Lukasgemeinde. Dm 18. Juli. Oscar von Meibom, König!. Preußischer Oberförster a. D., alt 68 Jahre, starb den 15. Juli. nungen der Direction TreSper-BaarS nicht getäuscht, denn der Saal des CafL Leib war gut besetzt. Der „Ooersteiger" ist nach unserer Meinung zwar nicht daS glücklichste Werk ZellerS und verdankt seine Beliebtheit mehr der Reclame als einem inneren Werth, soweit man hiervon bei einer Operette überhaupt sprechen kann, doch enthält er einzelne ansprechende Nummern, die, wenn sie gut gesungen, das Publikum stets zum Applaus htnreißen. Wir waren gestern durch anderweitige Verpflichtungen abermals verhindert, der Vorstellung bis zum Schluß betzuwohnen, können aber namentlich über die solistischen Leistungen, soweit wir sie anhörten, im Großen und Ganzen Gutes berichten. Die Damen Hein,Biedenweg und Schröder waren ihren Rollen gewachsen und von den Herren nennen wir in erster Linie Herrn Schlegel, der den Bergdirector Zwack sehr wirkungsvoll darstellte- dann find es die Herren Tresper, Biedenweg und Kicker, welche sich durch gute Leistungen auszetchneten. Der Chor war seiner Aufgabe nicht immer gewachsen, denn es zeigten sich mehrfach Unsicherheiten, die nach unserer Meinung leicht batten vermieden werden können. Zum Schluß sei noch das Orchester, Mitglieder der hiesigen Regimentscapelle, lobend erwähnt. Die gestrige Vorstellung hat im Allgemeinen bewiesen, daß die Direction Tresper-Baars Gutes bieten kann, und es ist aus diesem Grunde nur zu wünschen, daß auch die nächsten Aufführungen sich eines so guten Besuches wie die gestrige erfreuen mögen. •* Ja den Ruhestand wurde verseht am 10. Juli der Bibltothekdiener bei der Bibliothek der Landes-Universität Heinrich Bruchhäuser, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienstsührung, mit Wirkung vom 1. August 1895 an. ** Der Getreidemarkt. (Berichtswoche vom 11. bis 18. Juli.) Nach einem starken Rückgänge der Weizen- und Roggenpretse, welcher durch gute Ernteausfichten und großes Angebot von altem Getreide bewirkt wurde, war seit dem 16. Juli wieder eine merkliche Besserung in den Preisen ein» getreten, da in Amerika doch Ernteausfälle befürchtet werden und der Getreidevorrath bedeutend abgenommen hat. Jede kleine Preissteigerung wird aber stets zu Verkäufen benutzt, und konnte deshalb eine wesentliche Preiserhöhung in den letzten Tagen nicht Platz greifen. In Berlin und Leipzig kostete Wetzen per 20 Centner 138 bis 152 Mark, Roggen 118 bis 125 Mk., Gerste 108 bis 156 Mk., Hafer 125 bis 150 Mk. ch Preußische rch deu Krieg 1870,; i, wenn auch nicht in ichödeutsche gewor^ iegsherrU deS btiüitk Herr, wird daö 6N che btr SchetchnW Stelle getragen, r -egen seiner Eigene ich mit dem AuSsch! aus der Arme sei es wieder auftavü a Schlichtheit/ W Men Errungene ti riude bettoht wird. Witterungsbericht vom 19. Juli. Von der nordwestlichen Depression, deren Centrum heute über den britischen Inseln liegt, verläuft in südöstlicher Richtung eine unregelmäßig begrenzte Furche durch den Continent nach dem Südosten des Erdtheils. Durch dieselbe sind zwei Gebiete hoben Barometerstandes getrennt. Von dem einen desselben, welches über Südwest-Europa lagert, geht ein theilförmiger Ausläufer bis nach dem Südosten Bayerns, ein zweites Maximum bedeckt den Osten Europas. In Deutschland war am Morgen das Wetter meist beiter und zeigen die Temperaturen neuerdings eine beträchtliche Zunahme. vorauSstchtttche Witterung: Zunächst noch allgemein heiteres, warmes Wetter mit einzelnen Gewittern. Für die Ueberfchwemmten im Oberamtsbezirk Balingen gingen insgesammt ein: 86.20 x (s. auch Nr. 151 d. Bl.), welche wir heute an das UnterstützungScomitä zu Balingen per Post üb r- sandten. Allen Gebern herzlichen Dank! Die Expedition des „Gießener Anzeige,.". Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gewesten am 20. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 18°, Luft 15%° im Schatten. Rübsamen'sche Bade- und Schwimmanstalt. A Heidelberg, 19. Juli. Der 4. allgemeine deutsche Journalisten, und Schriftstellertag ist heute hier zusammengetreten. Die Zahl der Theilnehmer ist etwa 350, worunter mehrere Schweizer und Oesterreicher. Zum ersten Vorsitzenden wurde Singer-Hamburg, zum zweiten Dr. Malkowsky-Berlin, zum dritten Professor Dr. Adolf Hoch-Heidelberg, zum vierten Dr. E. Steinbach-Wien und zum fünften Enderlin-Zürich gewählt. Erster Berathungs» gegenständ war die Begründung des auf dem vorigjährigen Journalistentag in Hamburg beschlossenen Verbandes deutscher Journalisten- und Schriftftellervereine. Referent Rudolph Singer-Hamburg. Bei Abstimmung der 14 dem Verbände bereits zugestimmten Vereine durch je einen Vertreter der Vereine wurde der Verband definitiv constituirt und die in Hamburg beschlossenen Satzungen des Verbandes mit einigen aus dem vorbereitenden Congreß in Leipzig, sowie in einer Vorbesprechung hier beantragten Abänderungen angenommen. Eine der wesentlichsten Abänderungen der Hamburger Satzungen : ist die, daß den dem Verbände beigetretenen Vereinen ihre volle Selbstständigkeit bewahrt bleibt. Bezüglich der Schieds» ■ unb Ehrengerichte der dem Verbände angehörenden Vereine wurden die in Hamburg vorberathenen Satzungen mit der ' Modification angenommen, daß die Urtheile der Ehren- und ' Schiedsgerichte der einzelnen Vereine durch den Verband nicht abgeändert oder aufgehoben werden können. — Diesem geschäftlichen Theil des heutigen TageS ging ein feierlicher ’te ,lHMJ Die zur theilweifen Fassung des GtzM: ffluthgrabens am Steinweg in Thon» rohre erforderliche Maurerarbeit, Auszug ans den Airchenbüchern der Stadt Gieße«. Evangelische Gemeinde. Getraute. MarkuSgemeinde. Den 16. Juli, Gustav Friedrich Michael Peter Wahl, Gerichts- accesstst zu Groß-Umstadt, und Friederike Sardine Luise Wallenfels, Tochter des Kaufmanns Christian Wallenfels zu Gießen. Geta«kte. MatthSusgemeinde. Den 14. Juli. Dem Arbeiter Ludwig Seth eine Tochter, Margarethe Elisabeth, geboren den 1 Juli. Denselben. Ein unehelicher Sohn, Heinrich Karl Ludwig Emil, geboren den 17. Juni. MarkuSgemeinde. Den 14. Juli. Dem Schaffner Johann Heinrich Schneider ein Sohn, Johann Heinrich Karl August Adolf, geboren den 25. April. Den 19. Juli. Dem Metzger Konrad Bepler ein Sohn, Wilhelm Rudolf, geboren den 2. Juni. Lukasgemeinde. Den 13. Juli. Dem Bahnarbeiter Johann Friedrich Burk eine Tochter, Margarethe Eleonore, geboren den 28. Juni. Den 14. Juli. Dem Hausdiener Peter Berg eine Tochter, Katharine Elise, geboren den 2. Juni. Johannesgemeinde. Den 17. Juli. Dem Schuhmacher Jakob Friedrich Wilhelm Weißenbach ein Sohn, Jakob Friedrich Wilhelm Georg, geboren den 22. April. Bekanntmachung. Wegen Räumung des Stadtbaches bleibt dessen Wasserzufluß von nächsten Montag den 22 d. Mts. ab bis auf Weiteres gesperrt. Gießen, den 20. Juli 1895. Der Postdowpfer „Belgenlond" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 18. Juli wohlbehalten in New- york angekommen. Der Dampfer „Illinois" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Telegramm am 17. Juli wohlbehalten in Philadelphia angekommen. Prima Sardellen empfiehlt billigst 6199 die Hamburger Fischhandlung Nachfolger. -rMamS brachte W i sich im Cafe W 1(r ebenfo untex^Uent- Mch ist i» »* a ?0nitn i«. *« ““4 6 ist in vorzüglicher Qualität in Original- Fläschchen von 65 Pfennig an zu haben bei Emit Fischbach, Seltersweg. Bestens empfohlen werden Maggi's praktische GietzhLhnchen zum sparsamen und bequemen Gebrauch der Supven-Würze.__________________5763 An und Verkauf von getragene« Melder«, Weißzeug, Vtöbeln, Bette«, «old- und «Uder, fache«, Bücher«, Zeitungen, Bete«, Papier, ««pfer, Messt««, Zi««, Blei und Eisen. Ebenso werden Lumpe« und Kuoche« auf Verlangen jederzeit abgeholt durch 187 Louis Rothenberger Wwe. Verkehr, £anö- und Volk-wirthschasi. Gieße«, 20. Juli. Marktbericht. Aus dem heutigen Wochenmarkt kostete. Butter pr. Psd- X 0,90—1,00, Hühnereier pr.St. OH, 2 St. 10-11 Enteneier pr-St. 6-7H,Gänseeier pr-St. 10—12 4» Käse pr. St. 5-8 4, Käsematte pr. St. 8 4t, Erbsen pr. Liter 15 4, Lttssen pr. Liter 26 4, Tauben pr. Paar X 0,60 bis 0,75, Hühner pr. Stück X 0,90 bis 1.20, Hahnen pr. 6tfld X 1,00-1,30, Enten pr. St. X 1,80-2,00, Ochfevfleisch pr. Md. 72—76 4, Kuh- u. Rindfleisch pr. Md. 66-68 H, Schweinefleisch pt. Psd. 60-70 4, Kalbfleisch pr. Md. 60-68 4, Hammelfleisch pr. Md. 60-70 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 5,00-8,00 X, Weißkraut pr. Stück —4, Zwiebeln pr. Centner 7,00—8,50 X, Milch pr. Liter 16-20 H, Kirschen pr. Pfund 12-16 H. nb ----- Ä , n ®ereityt Reitpferd tu verkaufen, ! Frühkartoffeln § •--- ----- "" - «« - ’ abzugeben. Lieferung von 50 Pfd. ab frei AmOMg aus den der Stadt «letze«. Aufgebote. Juli: 16. Johannes Hermann Meier, Dachdecker zu Grünberg, mit Katharine Wagner ,u Beltershain. 16. Johannes Anton Bender, Schneider dahier, mit Ettsabetha Ruppenthal Hierselbst. 16. Friedrich Schupp, Anstreicher dahier, mit Helene Heuser Hierselbst. 17. Peter Sabel, Hilfsbremser zu Niederhadamar, mit Christina Herrmann daselbst. 17. Ludwig Martin Kreiling, Buchhalter dahier, mit Agnes Minna Henriette Hermine Bilzing zu Göttingen. 18. Max Hugo Nitzsche, Schlosser dahier, mit Marie Elisabeth Leonore Kleh Hierselbst. 18. Heinrich Ludwig Lich, Spengler dahier, mit Ettsabetha Sann von Burg-Gernünden. 18. Johs. Sommer IX., Bierbrauer zu Watzenborn, mit Elisa Deibel zu Eberstadt. 18. Adam Willhardt, Sergeant dahier, mit Anna Jessy Friedrich Hierselbst. 19. Johann Friedrich Bramm, Garnison-Auditeur zu Thom, mit Anna Georgine Auguste Elisabeth Bergen Hierselbst. 19 Johannes Ranft, Weißbinder zu Allendorf an der Lumda, mit Katharine Karoline Hermann zu Wieseck. »heschließu«ge«. Juli: 17. Karl August Göbel, Schneider dahier, mit Marie Oppertshäuser dahier. 17. Franz Stephan Wilhelm Rentmeister, Taglöhner dahier, mit Anna Luise Bender von Wetzlar. 17. Gustav Friedrich Michael Peter Wahl, Gerichtsaccessist zu Groß-Umstadt, mit Friederike Karoline Luise Wallenfels Hierselbst. Geborene. Juli: 4. Dem Hoboist Otto Suffa ein Sohn, Otto Albert Friedrich. 7. Dem Straßenmeister Justus Fink ein Sohn, Hermann Emil. 8. Dem Hoboist Jacob Friedrich Müller ein Sohn. 10. Dem Schuhmacher Christian Schmidt ein Sohn. 11. Dem Schlosser Karl Gräber ein Sohn, Karl Wilhelm. 13. Dem Kaufmann Ferdinand Schott ein Sohn, Ferdinand Rudolf. 13. Dem Dienstknecht Heinrich Bücher ein Sohn, Heinrich. 13. Dem Feldwebel Adalbertus Augustinus Dreger ein Sohn, Rudolf Friedrich. 17. Dem Kaufmann Hermann Lublinski ein Sohn. 18. Dem Küfer Johann Heinrich Becker ein tobtgeboreneS Kind weiblichen Geschlechts. 18. Dem Eisendreher Konrad Graulich eine Tochter, Grethchen Käthchen. Gestorbene. Juni: 28. Karl Kühl, 31 Jahre alt, von Gleiberg, Kutscher dahier. 28. Karl August Gelbke, 25 Jahre alt, Schornsteinfegergehilfe von Marburg. Juli: 13. Emma Malkemus, 12 Wochen alt, Tochter von Taglöhner Heinrich Malkemus dahier. 13. Christian Eckhardt, 43 Jahre alt, Straßenkehrer dahier. 15. Elisabeth Böhling, 2 Monate alt, Tochter von Tapezier Wilhelm Böhling dahier. 15. Friedrich Wilhelm OScar von Meibom, 68 Jahre alt, Königlich Preußischer Oberförster t. P. dahier. 18. Heinrich Schäfer, 7 Monate alt, Sohn von Taglöhner Heinrich Schäfer dahier. 18. Wilhelm Ludwig, 57 Jahre alt, Hüttenarbeiter von Niedershausen, Amt Weilburg. 18. Peter Höchst, 42 Jahre alt, Zimmermann von Klein- Rechtenbach. 19. Margarethe Kreiling, geb. Ruppel, 70 Jahre alt, Wittwe von Schuhmacher Wilhelm Kreiling dahier. r gestrigen M ,'. fratö Pros >!' o!r\ bie nationi 'idieastt um iriei zu K ho, y .oibnunfl >° feintn 9 * 1« Nation 1813/ * ®'; hl> 8 neuer. invers " Söul btl" fisss I. * Qt> i>en Äfitftt dl» "M«. fernen Kreuz. % «Ortens auf. $11! 70 »«er der e* W unb 342 mit btt *« de« Gier»,, rveu. * 1870/71 toaii ’en®Q^n entspreche r °ie Statistik mai 5ie zählt 8 G«i von Preußen, Pr "bürg, Graf MM 1291 I. Klaffx ar 11702 II. Kiaße e h zusammen 47 M tsammtzahl der '4»—55000 belauft: ttt leben noch ein. Das Kreuz I. fil/ tiven Osfizieren ntc >- Es wird gettogr narschällen, 50@eutrc 22(3tntialütutw. 15£)btrfttn, 7Ober. i)au\e6 unb 1 sowie die Lieferung von 61 lfd. Metern Steinzeugröhren mit 6 Abzweigungen sollen Samstag, 27. d Mts., Borm. 11 Uhr öffentlich verdungen werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns während der Dienstftunden offen. Angebote auf Schkffsncrchvichten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof. Bremen, 18. Juli. IPer transatlanttschmTelegraph.] Der Schnelldampfer Spree, Capitän W. Willigerod, vom Nordd. Lloyd Lloyd in Bremen, ist gestern 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. = A. Gretscher, Giessen Neustadt 55. liessen empfiehlt Loose aller genehmigten Lotterien. === Prompte Zusendung der Gewinnliste. == Ludwigsbad-Wipfeld bei Würzburg. Obiges Bad, welches von der Station Weigelshausen, Strecke Würzburg-Schweinfurt- Bamberg oder Strecke Gemünden-Schweinfurt mit Post- oder Mivat- wagen erreichbar ist, erfüllt durch seine überaus günstige Lage im lieblichen Mainthale neben seinen sonstigen Vorzügen alle Vorbedingungen eines Luftkurortes im reichsten Maße. Der Rus desselben hat sich in neuerer Zeit noch weiter verbreitet, da der gegenwärtige Besitzer und ärztliche Leiter, Herr Dr. Niggemann, dem als Badearzt von Frankfurt a. 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