m 143 Der ^Wettet Auittger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener WamikteaStätter werden dem Anzeiger /wöchentlich dreimal beigelegt. Erstes Blatt. Freitag dm 21. Juni______ Gießener Anzeig er Kmerat-Mnzeiger. 189« vierteljähriger Afronnemenbpreb: 2 Mark 20 Pfg. mir Bringerlohn. Durch die Post bezogerr 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchutstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Aßnts- unb Anzeigeblcrtt für den Ureis Giefzen. Hratisöeitage: Hießener Kamitienbtäiter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Alle Annoncen-Burcaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „G'cßener Anzeiger" entgegen. Hamburg, 19. Juui. Kurz vor 3 Uhr traf Prinz Heinrich mit Gefolge hier ein und wurde von den Bürger- I meistern Lehmann und Mönckeberg am Bahnhofe empfangen I . und begrüßt. Nach 4‘/4 Uhr lief auch der Kaiserzug langsam tu den Bahnhof ein. Unter brausenden Hurrahrufen des I zahlreichen Publikums verließ der Kaiser den Salonwagen in der Uniform der Gardes du Corps und schritt auf den I Bürgermeister Lehmann zu, der in einer kurzen Ansprache I dem Kaiser den Wtllkommengruß der Stadt Hamburg dar- I brachte. Dem Kaiser folgten die vier ältesten kaiserlichen I Prinzen, alle in geschmackvoller heller Matrosenkleidung. I Nach gegenseitiger Vorstellung des kaiserlichen Gefolges und I der Spitzen der städtischen Behörden, wobei der Kaiser jedem I einzelnen der städtischen Vertreter, besonders dem hanseatischen I Ministerresidenten vr. Krüger mit freundlicher Miene die I Hand reichte und letzteren durch längere Anrede auszeichnete, I durchschritt der Kaiser den Bahnhof, vor welchem eine I combinirte Ehrencompagnie des 2. hanseatischen Infanterie- I Regiments Nr. 76. unter dem Commando des Hauptmanns I von Heydebreck Paradeaufstellung genommen hatte. In Begleitung der beiden Bürgermeister und seines militärischen Gefolges schritt der Kaiser unter den Klängen des Präsentir- marsches die Compagniefront ab. Alsdann wurde Parademarsch abgenommen, worauf der Kaiser einen vierspännigen Wagen bestieg, in dem auch Bürgermeister Lehmann Platz nahm. Die nachfolgende Fahrt vom Dammthor-Bahnhofe bis zur Landungsbrücke in St. Pauli gestaltete sich zu einer ununterbrochenen Huldigung, welche Hamburgs Bevölkerung dem Kaiser darbrachte. Dem Zuge vorauf fuhr der | Polizeichef Senator Dr. Hachmann. Dann folgte der kaiserliche Wagen, dem eine Abtheilung der Wandsbecker Husaren vorauf ritt und nachfolgte. Im nächsten Wagen saßen der Kronprinz und Prinz Ettel-Friedrich- ein dritter Wagen brachte die Prinzen Adalbert und August Wilhelm von Preußen- wettere Wagen den Prinzen Heinrich von Preußen, die Adjutanten und das Gefolge. Der Kaiser und die Prinzen, die aufs lebhafteste vom Publikum begrüßt wurden, dankten mit Hut und Hand herzlich und unausgesetzt. Gegen 6 Uhr kehrte der Kaiser in die Stadt nach dem Rathhause zurück, wo das Diner begann. Leider trübte sich das Wetter und es begann leise zu regnen. Hamburg, 19. Juni. Bei dem Festmahl im Rathhause war die Ttschordnung des Fürstenttsches folgende: Rechts von Sr. Majestät dem Kaiser saßen der Prinzregent von Bayern, der König von Württemberg, der Großherzog von Heflen, der Großherzog von Oldenburg, Senator Moehring, der Erbgroßherzog von Mecklenburg. Strelitz, der Fürst von Hohenzollern, der Prinzregent von Lippe, Prinz Friedrich Heinrich von Preußen, Herzog Ernst von Sachsen-Altenburg, Herzog Friedrich Ferdinand von Schleswig-Holftetn-Sonder- burg-Glücksburg, Herzog Ernst Günther von Schleswig- Holstein, sodann links von Sr. Majestät Bürgermeister Lehmann, der König von Sachsen, der Großherzog von Baden, der Großherzog von Sachsen - Weimar, Senator Oswald, der Grobherzog von Mecklenburg-Schwerin, der Herzog von Csburg und Gotha, Prinz Albrecht von Preußen, der Fürst von Waldeck, der Fürst von Schaumburg-Lippe, der Erbgroßherzog von Oldenburg, Prinz Joachim Albrecht, der Erbprinz von Meiningen, Bürgermeister Behr, der Erbprinz von Reuß. Gegenüber Sr. Majestät saßen: Der Herzog von Kork, der Großfürst Alexis, sodann nach links Prinz Friedrich Leopold von Preußen, Prinz Ludwig von Bayern, Senator Burkhard, Achmed Tewfik Pascha, die Botschafter Graf Lanza und Mendez de Vigo, Senator Stabmer, Bot- fchafter Graf von Osteu-Sacken, Fürst zu Hohenlohe-Langen- bürg, Prinz August Leopold von Coburg, Erbprinz zu Hohenlohe-Oehringeu, Graf Waldersee, StaatSsecretär Freiherr von Marschall, Gesandter Krüger, Präsident des Reichstages _ von Buol; nach rechts von Herzog von York Bürgermeister » Mönckeberg, Erzherzog Karl Stephan, der Herzog von Genua, Prinz Heinrich von Preußen, Senator Hertz, die Botschafter Sir Edward Malet, Herbette, v. Szögyenyi, Runyon, der Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe, der Vorsitzende deS Herrenhauses, Fürst zu Stolberg, Staatsminister v. Bötticher, Präsident Htnrtchsen, Gesandte von Ktderlen - Wächter und Präsident Heeremann. An den Spitzen der Tafeln hatten ihren Platz rechts von Sr. Majestät Senator Schemann, links Senator Hachmann. Hamburg, 19. Juui. In Erwiderung auf die Rede des Bürgermeisters dankte der Kaiser sür den außergewöhnlich warmen Empfang. Der gleich einer Windsbraut ihm entgegenschallende Jubel, so sagte er, sei der Ausfluß des Pulsschlags des gesammten deutschen Volkes, daS stolz sei, das geeinte Reich in seinen Fürsten und hohen Gästen vertreten zu sehen. Der Kaiser gedachte ferner mit Dank und Wehmuth des großen Kaisers und seines herrlichsten Sohnes, unter denen das Werk begonnen wurde, daS zwei Meere vereinigt, zum Segen und Frieden der Völker. Die in Kiel versammelte erzgepanzerte Macht solle ein Sinnbild des Friedens sein, des Zusammenwirkens der europäischen Culturvölker zur Aufrechterhaltung der europäischen Cultur- mission. Alle Völker erheischen und wünschen den Frieden. Nur im Frieden kann der Welthandel, der Handel Hamburgs gedeihen. Hamburg lebe hoch! Hamburg, 19. Juni. Die kaiserlichen Prinzen haben sich Abends 6 Uhr nebst ihren Gouverneuren an Bord der „Grille" eingeschifft, die die Prinzen nach Brunshausen an Bord der „Hohenzollern" bringt. Kiel, 19. Juni. Auf dem Flaggschiff „Mars" erfolgte heute Vormittag die officielle D o r st e l l u n g der fremden Admirale, des Commandanten, sowie des Hafencapitäns und Stadtcommandanten von Kiel. „Mars" hat die Flagge des commandtrenden Admirals gehißt.^ Kiel, 19. Juni. Hier herrscht heute ein ungemein reges Leben. Die Züge, die nach Tausenden zählende Fremde bringen, laufen durchweg verspätet ein. Zahlreiche Paffagter- dampser, die größtentheils überfüllt find, machen Rundfahrten im Hafen, der jetzt ein herrliches Bild bietet. Kiel, 19. Juni. DaS Bild der Straßen und des Hafens wechselt fortwährend und zahlreiche Menschen wogen auf und ab. Die ankommenden Extrazüge bringen immer neue Mengen, deren Unterbringung kaum möglich erscheint. Dennoch vollzieht sich, Dank der außerordentlich umsichtigen Vorsorge, Alles in größter Ruhe und Ordnung. Von den Mannschaften der ausländischen Schiffe waren heute diejenigen der österreichischen, französischen (?), spanischen, rumänischen und amerikanischen Marine beurlaubt, von denen besonders die spanischen Seeleute durch ihre schmucke Uniform auffielen. Das lebhafteste Jntereffe wendete fich den Oesterreichern zu. Das Wetter verspricht schön zu bleiben. Kiel, 19. Juni. Der „Kieler Zeitung" zufolge hatten gestern Nachmittag die deutschen Panzerschiffe „Heimdal" und «Hagen" einenThetl der amerikanischen und dänischen Kameraden zu einem gemeinsamen Feste nach dem Etabliffe- ment Waldwtese geladen. Das Fest verlief auf das Beste. Heute hatten die Besatzungen der deutschen Schiffe „Sachsen" und „Württemberg" die Besatzungen der französischen Schiffe „Hoche" und „Dupuy de Lome" zu gleichem Zwecke nach der Waldwiese geladen- die Feier wurde jedoch aufgegeben, da seitens des französischen ObercommandoS eine Absage mit dem Bemerken einlief, die französischen Mann- schäften würden während der Anwesenheit im hiesigen Hafen überhaupt nicht an Land beurlaubt. Feste wie das gestrige finden fortan täglich statt. Depeschen bei Bure« „Herold" Berlin, 19. Juui. Die Kaiserin ist heute Mittag 2 Uhr mit Gefolge mittelst Sonderzug nach Kiel abgereist. Berlin, 19. Juni. Die deutschen Bundesfürsten, darunter der König von Sachsen und die Großherzöge von Baden, Heffen und Oldenburg, deutsche und ausländische Prinzen, Bürgermeister der Handelsstädte und zahlreiche andere hochstehende Persönlichkeiten unternahmen heute Mittag um 2 Uhr, von einer jubelnden Menge begrüßt und begleitet vom Hamburger Senat, eine Fahrt durch die Stadt. ES herrschte ein unbeschreiblicher EnthufiasmuS. Beim Dammthor-Bahnhof erwarteten Tausende die Ankunft des Kaisers. Berlin, 19. Juni. Der Leh rter Bahnh of bot heute ein reich belebtes Bild. Schon die meisten Morgenzüge vermochten kaum die Menge der anströmenden Fahrgäste zu faffen. Kurz vor 8 Uhr fanden fich die Minister, Bundes- rathsbevollmächtigten und Chefs der Reichsämter ein. Für sie stand ein auS Salonwagen gebildeter Extrazug bereit. Punkt 8 Uhr setzte ficb dieser Zug in Bewegung. Inzwischen war auf dem Mirtelperron ein zweiter Extrazug für den Vorstand der Parlamente bereitgestellt, der um 8 Uhr 10 Min. abfuhr. Ganz gewaltig war der Andrang zu dem fahrplan- mäßigen 9 Uhr-Zuge. Um 9i/2 Uhr wurde der Extrazug für das diplomatische Corps abgelaffen. StaatSsecretär v. Marschall und Geheimerath v. Nohl machten hier die Honneurs. Man sah sämmtliche Botschafter, außerdem die Gesandten von Schweden, Dänemark, Belgien, Schweiz, Portugal, Serbien, Rumänien u. a. Die meisten wurden von Adjutanten begleitet. ES folgten später zwei Stangen'sche Extrazüge, ein Extrazug der Sueviagäste und um 2 Uhr 50 Min. ein Extrazug für die Mitglieder der Parlamente. Ein dritter Stangen scher Extrazug wird Berlin 7 Uhr 30 Min. Abends verlaffen, außerdem ist um 11 Uhr 32 Min. von Spandau ein Extrazug abgegangen. Berlin, 19. Juni. Die „Post" meldet aus Kiel: Die Besatzung der französischen Kriegsschiffe sollte heute das Wtesenfeft feiern. Alles war mit dem Wirthe bereits I abgemacht. Infolge einer Absage der Franzosen fand dieses Fest jedoch nicht statt. Besuche von Fremden an Bord der französischen Schiffe sind bisher abgelehnt worden. Berlin, 19. Juni. Der „Localanzeiger" meldet aus Kiel: Der amerikanische Dampfer „Atlanta" ist bei seinem Einlaufen gegen das italienische Panzer-Kanonenboot „Par- tenape" an gerannt. Beide Schiffe erlitten Beschädigungen. Berlin, 19. Juni. Die „Voss. Ztg." schließt einen Arttkel über die Feierlichkeiten in Kiel mit folgenden Worten: Die deutsche Nation folgt mit warmer Theiluahme I dieser Feier. Sie ruft dem Deutschen Kaiser, als der ficht- I baren Verkörperung der deutschen Nation, sie ruft den Gaft- I gebern, wie allen fremden und heimischen Gästen ein Herz- I liches „Hoch" zu in der Hoffnung, daß das jetzt begonnene I Fest nur dazu beitragen werde, den Ruhm des Deutschen I Reiches zu mehren, den Frieden mit allen Staaten zu festigen I und den Wohlstand und di; Cultur der Nation zu erhöhen. I — Die „Kreuzzettung" sagt in einem Arttkel u. A.: Wir I gehen deßhalb nicht fehl in der Annahme, daß die an die I auswärtigen Mächte der alten wie der neuen Welt ergangenen I Einladungen zur Theilnahme an der Eröffnungsfeier nichts I anderes bedeuten, als eine Aufforderung, den neuen Waffer- I weg zur gegenseitigen Hebung des Wohlstandes der Völker I zu benutzen. Das Zusammenrauschen der Wogen der Nord- und Ostsee entbietet allen fremdländischen Schtffen den Fest- I grüß beider Meere und dieser Gruß findet seine Steigerung I in All-Deutschlands: „Willkommen allerseits." Berlin, 19. Juni. Großfürst Alexis von Ruß- I land, der Vertreter des Czaren bei der Kieler Feier, welcher von Kaiser Wilhelm bereits in Potsdam empfangen worden I ist, überreichte demselben einen Brief des Kaisers I Nikolaus. Wie dem „Localanzeiger" aus Hamburg ge- I meldet wird, enthielt daS kaiserliche Schreiben die Versicherung I treuer Freundschaft. Kiel, 19. Juni. Programm für die Feierlich- I keiteu zur Eröffnung des Nord-Ostsee-Canals: Donnerstag den 20. Juni. Von 1 Uhr 47 Min. ab: An- I kunft der Gäste mit der Eisenbahn in Brunsbüttel. Zur Canalfahrt werden die im Binnenhafen liegenden großen Dampfer: „Kaiser Wilhelm II." (Nordd. Lloyd), „Augusta I Victoria" und „Columbia" (Hamburg-AmerikaLinte), „Trave" (Nordd. Lloyd), „Rhätia" (Hamburg-Amerika-Linte) bestieger. Es liegen: rechts vorn unmittelbar am Kai „Augusta Victoria', jenseits derselben „Kaiser Wilhelm II.", links vorn un- I mittelbar am Kai „Trave", jenseits derselben „Columbia", jenseits dieser „Rhätia". 4 Uhr Morgens: Der Kaiser durchfährt auf der „Hohenzollern" die BrunSbürteler Schleuse. Nach Austritt aus dem Binnenhafen durchschnetdet die „Hohenzollern" eine über den Canal gespannte Schnur. Wettere Ceremonien finden nicht statt. 5 Uhr Morgens: Die Yacht „Hohenzollern" nimmt die Fahrt durch den Canal auf. Die übrigen Schiffe schließen sich in nachstehender Reihenfolge an. An Bord deS Aviso „Kaiseradler" der Prinz-Regent Luitpold von Bayern, der König von Sachsen, der König von Württemberg, Großfürst Alexie von Rußland. Deutscher Schnelldampfer „Kaiser Wilhelm II.": Deutsche Fürsten, deutsche Gesandte und staatsleitende Minister. Deutsche Yacht „Lehn- sahn": Der Erbgroßherzog von Oldenburg. Britische Yacht „Osborne": Der Herzog von York. Italienische Yacht „Savoia" : Der Herzog von Genua. Oesterreichisch-ungarischer Aviso „Trabant": Der Erzherzog Stephan von Oesterreich. Deutscher Schnelldampfer „Augusta" Victoria" : Diplomatie und Bundesrath. Deutscher Schnelldampfer „Columbia": | Reichstag. Deutscher Schnelldampfer „Trave", Deutscher 2lmtlid?er Thril. Gießen, den 18. Juni 1895. Betr.: Die Vertilgung der Blutlaus. Laß SwtzherMlicht Kreisamt Gießen a* die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Soweit Sie unserer Auflage vom 2. Mai l. Js. — Anzeiger Nr. 106 — noch nicht entsprochen haben, erinnern wir Sie an deren Erledigung. v. G a g e r n. ___________________ Die Eröffn««« de^Nord-Ostsee-Canals. Wolfsi telegraphisches Correspondenz-Bureau. Postdampfer „Rhätia": Reichstag, preußischer Landtag und Übrige Retchsgäfte. Aviso „Grille": Commandirender Admiral: Italienischer Aviso „Aretusa". Britischer Aviso „Enchantreß". Französischer Aviso „Surcouf". Russischer Aviso „Großjaschtschi". Spanischer Aviso „Marques de la Ensenada". Schwedisch-norwegischer Aviso „Edda". Schwedisch-norwegischer Aviso „Viking". Amerikanischer (U. S.) Aviso „Marblehead". Rumänischer Aviso „Mircea". Dänischer Aviso „Hekla". Niederländischer Aviso „Alkmaar". Auf der Canalfahrt werden pasfirt: bei Kilom. 5,6 die Eisenbahndrehbrücke bet Taterphal, bei Kilom. 30 die Eisenbahn- und Straßenhochbrücke bei Grünenthal, bei Kilom. 60 bis 62 die Straßen- und Eisenbahn-Drehbrücken bei Rendsburg, bei Kilom. 84 (Nordseite) Dalben beim Flemhuder See mit Vermerk des Wasierstandes des früheren Etdercanals, bei Kilom. 92,5 die Eisenbahn- und Straßenhochbrücke bei LevenSau. 12 Uhr 30 Min. Nachmittags: Ankunft der „Hohenzollern" bei Holtenau. Empfang durch die Ehrenwache des 1. See- bataillonS und die Ehrencompagnieu des 1. Garderegiments zu Fuß und des Füsilierregiments Königin Nr. 86. Sobald die Dacht „Hohenzollern" die Holtenauer Schleuse verläßt, wird nach dem Flaggen- und Salutreglement verfahren. Die Dampfer der Reichsgäste begeben sich nach Eintreffen auf ihre Ankerplätze. Für die fremden Offiziercorps findet nach Maßgabe des Eintreffens ihrer Avisos Defiliercour vor dem Kaiser an Bord der „Hohenzollern" statt. Den direct von Berlin nach Kiel gefahrenen Reichsgästen, sowie den Vertretern der Preffe ist Gelegenheit gegeben, auf ihren Schiffen („Kehre- wieder" bezw. „Prinz Waldemar") die Ausfahrt des Festzuges aus dem Canal von den ihnen zugewiesenen Liegeplätzen aus zu beobachten. 7 Uhr 30 Min. Abends: Familientafel für die Fürstlichkeiten an Bord der Yacht „Hohenzollern". 8 Uhr Abends: Ballfest in der Martne-Akademte. Die Damen erscheinen halbhoch ohne Hut, die Herren in kleiner i Uniform bezw. Frack und weißer Cravatte. Gleichzeitig zwanglose Vereinigung im Hotel Bellevue, Düsternbrook. Die Hin- und Rückfahrtszeiten für die Beischiffe der Reichsdampfer werden nach den Festsetzungen des Verkehrscomitös auf den schiffen bekannt gegeben. 10 Uhr Abends: Feuerwerk. Beleuchtung der Hafenufer durch die Stadt Kiel. Kiel, 19. Juni. Unter Führung des commandirenden Admirals Knorrr begaben sich heute Vormittag sämmt- liche Geschwader-Chefs und eine große Anzahl von Offizieren aller Nationen nach Hamburg zur Theilnahme an den Abends daselbst stattfindenden Festlichkeiten. Kiel, 19. Juni. Die Hochbrücke in Levensau wurde durch 30 Manu Feldartillerie vom 24. Regiment besetzt. Eine gleiche Anzahl Artillerie-Mannschaften vom 9. Regiment hält die Hochbrücke bei Grünenthal besetzt zum Salutiren der Kaiser-Yacht. Kiel, 19. Juni. Auf dem österreichischen Flaggschiff „Maria Theresia" findet heute ein Diner statt, an welchem zahlreiche Offiziere aller Nationen theilnehmen werden. Holtenau, 19. Juni. Der Fremden-Andrang ist ungeheuer. Alles ist erstaunt über die großartigen Vorbereitungen, welche am Ausgange des Canals anläßlich der daselbst stattfindenden Grundsteinlegung für das Denkmal Kaiser Wilhelms I. getroffen worden find. Holteuau, 19. Juni. Zahlreiche Masten, mit Flaggen und Wappen aller Nationen geziert, sind auf dem Festplatze errichtet- auch die Tribünen find reich geschmückt. DaS Wetter war heute früh regnerisch, später hellte es sich auf und seit heute Mittag ist es prachtvoll. Wien, 19. Juni. Fast die ganze Wiener Presse bespricht an leitender Stelle die Eröffnung des Nord-Ostsee- Canals. Sämmtltche Blätter stimmen überein in der Ansicht, daß das große Werk aus strategischen Gründen gebaut, aber hauptsächlich friedlichen Zwecken gewidmet sei und mühten selbst die Franzosen zugeben, daß Deutschland durch den Bau des Canals dem internationalen Handel große Dienste geleistet habe. Brüffel, 19. Juni. Alle Blätter bringen spaltenlange Artikel über die bevorstehende Eröffnung des Nord-Ostsee-Canals. Einige fügen ihren Ausführungen Karten des Canals bei. Allgemein wird der Bau als ein Werk bezeichnet, welches dem Jahrhundert alle Ehre mache. WB. Brunsbüttel, 20. Juni, 8 Uhr 40 Min. Vorm. Um 33/, Uhr früh passierte der „Hohenzollern" mit dem Kaiser und den Prinzen die festlich geschmückte Westschleuse. Brausende Hurrahs der Kriegervereine, der Schulen und des vielhundertköpfigen Publikums erschallten. Das Militär spielte die Nationalhymne, in welche die Menge einstimmte. Der Kaiser war an Deck, und dankte sichtlich be- wegt nach allen Setten. Um vier Uhr zerschnitt der „Hohenzollern" die über den Canal gespannte Schnur, und majestätisch begann das stolze Kaiserschiff die Canalfahrt. DaS Wetter ist herrlich. Die den Canalanfang begleitenden Höhenzüge prangen in Flaggen- und Gutrlandenschmuck. Der „Hohenzollern" passirte wohlbehalten Burgdittmarschen. WB. Kiel, 20. Juni, 11 Uhr Vormittags. Bei herrlichem Wetter hatten sich präcise 8V2 Uhr auf dem Dampfer „Prinz Waldemar" die Vertreter der Presse vollzählig versammelt. Der Vertreter des auswärtigen Amtes, Hamann, hielt eine Ansprache, in welcher er es als angenehme Pflicht bezeichnete, die Vertreter der Presse auf diesem Schiffe will- kommen zu heißen, er wünsche, daß es allen Theiluehmern behagen und gelingen werde, bei mühevoller Berufsarbeit mit dem Nützlichen das Angenehme zu verbinden. Durch eine langwierige und kunstreiche Culturthat sei dem Lande ein Stück Meer abgewonnen und Dinge geschaffen worden zu friedlicher Culturarbeit in dem Sinne, wie gestern aus dem Munde des Kaisers in Hamburg vernommen wurden. Wohlauf! Glückliche Fahrt! Die Rede wurde mit Beifall ausgenommen und sodann die Abfahrt nach Holtenau angetreten. WB. Kiel, 20. Juni, Mittags 1 Uhr. Soeben gleitet die Kaiser-Yacht „Hohenzollern" majestätisch aus der Schleuse in den Hafen. Der Panzer „Kurfürst Friedrich Wilhelm" eröffnete daS Salutschießen, in welches sämmtliche Schiffe mit 33 Schüssen einfielen. Unter dem Kanonendonner erschallen brausende Jubelrufe Tausender von Zuschauern. Der Canal ist damit eröffnet. Das Wetter ist prachtovll. «Este Aachi-lchte«. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 19. Juni. Eine vom Verein deutscher Studenten einberufene Studentenversammlung beschloß gestern Abend die Gründung einer akademischen Ortsgruppe des Vereins zur Förderung des DeutschthumS in den Ostmarken. Der Versammlung wohnten u. A. der Landtagsabgeordnete v. Tiedemann-Bomst, Generallteutenant v. Teichmann und der Geh. Jufitzrath Prof. Dr. Brünner bei. Depeschen des Bureau »Herold*. Berlin, 19. Juni. Der „Reichsanzetger" veröffentlicht daS Gesetz, betreffend die Fürsorge für die Wittwen und Waisen der Personen des Soldatenstandes des ReichS- heereS und der Kaiserlichen Marine vom Feldwebel abwärts. Noch ein Wort zur Versammlung der internationalen kriminalistischen Vereinigung in Gießen. In Nr. 138 und 139 des „Gießener Anzeigers" wird die letzte Jahresversammlung der internationalen crimi- ualtstischen Vereinigung in formeller und materieller Beziehung einer Kritik unterzogen, die nicht ohne Widerspruch bleiben darf. Dem Herrn Recensenten auf daS materielle Gebiet seiner Ausstellungen zu folgen, liegt für uns um so weniger Veranlaffung vor, als wir unS ein gleich sicheres Urtheil über die einschlagenden Fragen — von der Bedeutung der Statistik an bis herab zur Gefängnißkost — nicht zutrauen. Wohl aber glauben wir als langjähriges Mitglied der Vereinigung über ihre geschäftliche Leitung, über die Vorbereitung der Gutachten und dergleichen Formalitäten ein Urtheil abgeben zu können. In dieser Beziehung weiß der Herr Recensent -nur zu tadeln. Er rügt es zunächst, daß die Versammlung unter dem alten, von ihm auf „zahlreichen Congressen" empfundenen Mangel einer ungenügenden Vorbereitung der Referate gelitten habe, er rügt ferner, daß man geglaubt habe, ohne ernstliche Arbeit Gutes leisten zu können, und so mit dem Fluche der Bequemlichkeit belastet in die Verhandlungen ein- getreten sei. Diese Vorwürfe find geradezu unerhört und um so weniger verständlich, als sich der Herr Recensent, ehe er sie aussprach, doch gewiß eingehend über dle Vorgeschichte der Berathungsgegenstände unterrichtet hatte. Daß an Stelle der zunächst vorgesehenen Referenten meist andere getreten find, ist richtig — woher aber weiß der Herr Recensent, daß diese letzteren „erst kurz vor der Tagung mit ihren Aufgaben betraut worden waren und nun in die Lage kamen, in knapp bemeffener Zeit so umfaffende Themata zu behandeln"? Und selbst wenn der erste Theil dieser Be- hauptung richtig wäre, so wäre damit der zweite, auf den es allein ankommt, noch nicht bewiesen. Sehen wir uns doch die Herren, auf die fich der Vorwurf des Recensenten erstreckt, etwas näher an! Dr. Lepp- mann in Berlin kommt nicht in Betracht, denn ihm wird nur Anerkennung gezollt. Uebrig bleiben Professor v. Hippel in Straßburg und Dr. Köbner in Berlin. W Profeffor v. Hippel hat bereits im Jahre 1889 eine von der Kritik sehr anerkannte Arbeit über die correctionelle Nachhaft, d. h. über die Arbeitshäuser, veröffentlicht, er hat auf der dritten Landesversammlung der Vereinigung, die 1893 in Berlin tagte, ein eingehendes Gutachten über dieselbe Frage erstattet, er hat eine große Anzahl von Arbeitshäusern in ihren Einrichtungen und in ihrem Geschäftsbetrieb eingehend studirt, er hat an alle deutschen Arbeitshäuser Fragebogen versandt und (von den bayerischen Anstalten abgesehen) beantwortet erhalten, er hat wenige Wochen vor der Versammlung ein 18 Bogen umfassendes Werk über die strafrechtliche Bekämpfung von Bettel, Landstreicherei und Arbeitsscheu veröffentlicht. Auf Grund dieses Buches sollte, wie es ausdrücklich in dem Programm hieß, die Berichterstattung erfolgen, und angesichts aller dieser Thatsachen erlauben wir uns die Frage: Wie kommt der Herr Recen- sent dazu, dem so zur Sache legitimirten Verfasser, der das Referat über sein eigenes Buch übernommen hatte, den Vorwurf mangelhafter Vorbereitung ins Gesicht zu schleudern? Wenden wir uns zu Dr. Köbner! Dieser junge Ge- lehrte hat im Jahre 1893 einen acht Bogen umfassenden Aufsatz über die Methode einer wissenschaftlichen Rückfalls- statistik veröffentlicht, den ersten, der die Fehler der offictellen Statistik aufdeckt. Die hier von ihm erörterten Ideen hat Köbner kurze Zeit nach dem Erscheinen seines Aufsatzes zum Gegenstand eines mit großem Beifall aufgenommenen Vortrags auf der Versammlung der internationalen Vereinigung in Paris gemacht. Dort wurde zur näheren Prüfung der Frage eine Commission gewählt, der unter anderen auch Dr. Köbner angehörte. Aus dem Schooße dieser Commission ist ein von Dr, v. Mayr, Dr. Garton und Dr. Köbner ausgearbeitetes und ganz vor Kurzem in den Mittheilungen der internationalen criminalistischen Vereinigung veröffentlichtes „Promemoria, betreffend die Organisation der Rückfalls- statistik", hervorgegangen. — Wir betonen, daß dieses Promemoria erst kurz vor der diesjährigen Versammlung veröffentlicht wurde, wir betonen, daß Dr. Köbners Vorschläge (nicht nur von der Commission in allen wesentlichen Punkte» angenommen, sondern auch von einem der bedeutendsten Statistiker der Gegenwart, dem Franzosen YverneS, als princtptell durchaus richtig anerkannt worden find, und nun fragen wir wieder: Wie kommt der Herr Recensent dazu, dem Referenten den Vorwurf mangelhafter Vorbereitung inS Gesicht zu schleudern? Doch wir folgen dem Recensenten noch auf ein anderes Gebiet! Seine formellen Bemängelungen beziehen fich ja neben den Referaten auch auf die GeschäftSleitung der Bereinigung. Darüber, ob man im Plenum einer vorwiegend aus Juristen bestehenden Vereinigung statistische Fragen eingehend behandeln soll, kann man ja verschiedener Meinung sein, und von einer dem Verfasser dieser Zeilen sehr nahe stehenden Seite ist am Schlüsse des zweiten Verhandlungs- tageS diese Frage mit Entschiedenheit verneint worden. Aber daS ist es nicht, worum eS fich an dieser Stelle handelt, eS fragt fich vielmehr, ob der aus allen Zeilen der Recenfion bald mehr, bald weniger deutlich hervorblickende Vorwurf begründet ist, daß die ganze Anlage der Versammlung, ihre ganze Technik berechtigten Anforderungen nicht entsprochen habe. Der Recensent unterscheidet zwischen Berathungen im Schooße der Vereinigung und öffentlichen Berathungen. Die hier stattgehabte rechnet er offenbar zu der letzteren und von diesem Standpunkte aus findet er ihren Zweck darin, daß durch sie die Ideen der Vereinigung in weitere Preise getragen und ein nicht vorbereitetes Publikum instrutrt werden sollte. Woher wohl der Recensent die Berechtigung zu dieser Auffassung nimmt? Allerdings war die Versammlung insofern eine öffentliche, als infolge der Liberalität des Vorstandes Jedermann theilnehmen konnte. Aber zugespitzt auf ein nicht vorbereitetes Publikum war sie nicht und sollte sie nicht sein. Die internationale criminalistische Vereinigung ist eine Vereinigung von Fachmännern — diesen Begriff allerdings im weitesten Sinne genommen. Wer, ohne Fachmann zu sein, den Ver- Handlungen von Fachmännern beiwohnt, der muß eS sich auch gefallen laffen, wenn auf literarische Werke Bezug genommen wird, die er nicht kennt, und wenn die DtScusfion in Bahnen einlenkt, auf denen er ihr nicht zu folgen vermag. Und schließlich noch einö: Freiheit der Kritik ist der Athem der Wissenschaft, und es liegt uns fern, dem Herrn Recensenten die Berechtigung zur Kritik absprechen zu wollen. Ob es fich aber mit den Pflichten der Gastfreundschaft verträgt, wenn der Recensent in dem führenden Localblatt einer Stadt, die es fich zur Ehre rechnen durfte, nach Halle und Berlin eine Versammlung von dem Range der internationalen criminalistischen Bereinigung in ihren Mauern zu beherbergen, Mitgliedern dieser Bereinigung auf Schritt und Tritt Flüchtigkeit und Bequemlichkeit vorwirft — diese Frage überlassen wir der Entscheidung des billig denkenden Publikums. Schwurgericht. W. Gießen, den 19. Juni 1895. Die heutige Schwurgerichtöfitzung gegen die fünf jungen Leute aus Nieder-Weisel endete mit einem Freispruch für alle Angeklagte. Die Oeffentlichkeit war auch während der PlaidoyerS, die von Nachmittags 4 Uhr bis Abends 8 Uhr dauerten, ausgeschlossen. Die Sitzung war erst um V29 Uhr zu Ende. W. Gießen, 20 Juni 1895. Um 9 Uhr eröffnete der Vorsitzende, Herr LandgerichtSrach Hellwig, die Verhandlung gegen Joh. Zinn von Brauer- chwend,frühererWiesenwärter daselbst, beschuldigt deSMetneideS. Die Anklage vertritt Herr Staatsanwalt Zimmermann. Die Verteidigung führt Herr Rechtsanwalt Dr. Rosenberg. Vor der Vernehmung des Angeklagten erläuterte der Vorsitzende zum besseren Verständniß der Geschworenen, daß im Januar 1894 gegen Berlau bei der Amtsanwaltschaft in Alsfeld eine Anzeige wegen Diebstahls eingegangen sei und daß der Angeklagte entgegen der Wahrheit am 14. Januar 1895 vor dem Schöffengericht in seinem Eide versichert hat, er habe von der Anzeige 1894 im Januar nichts gewußt, auch nicht- unternömmen, die Anzeige zu ermöglichen oder zu ver- anlassen. — Der Angeklagte bestreitet entschieden, etwas Falsches vor dem Schöffengericht auSgesagt zu haben- er giebt auf Befragen zu, fünfmal wegen Gewaltthätigkeit, Körperverletzung, Beleidigung und Ehebruch vorbestraft zu sein und daß Berlau in der Ehebruchssache der Hauptbelastungs- zeuge gewesen sei. ES sind 14 Zeugen zu vernehmen. — Oberamtsrichter Scriba-Alsfeld, als Zeuge vernommen, bekundet, daß es sich in der fraglichen Schöffengerichtssitzung gegen Berlau um zwei Diebstähle, die etwa 5 Jahre hergewese» seien, gehandelt habe. Die Verhandlung endete mit der: Freisprechung des Angeklagten. Der Oberamtsrichter ent- sinnt sich, daß er den damaligen Zeugen Johannes Zinrr gefragt habe, ob er die Anzeige veranlaßt habe und glaubt, daß der Gefragte erklärt habe, er wisse von der anonymen Anzeige in dieser Sache nichts. Auf Befragen erklärt Zeuge, seine Frage als Vorsitzender des Schöffengerichts habe an den damaligen Zeugen nur ganz allgemein gelautet. Der heutige Angeklagte sei allerdings der einzige Belastungszeuge in der Sache gegen Berlau gewesen. Durch Verlesung des Urtheils gegen Berlau ergibt fich, daß dasselbe ebenfalls den Verdacht ausspricht, daß der Wiesenwärter Zinn bei der anonymen Anzeige seine Hand im Spiele gehabt habe. — Herr Amtsanwalt Assessor Dr. Specht-Alsfeld kann mit absoluter Sicherheit keine Erklärungen abgeben, er erinnert fich, daß der heutige Angeklagte auf Befragen des Vorsitzenden unter seinem Eide bekundet hat, er wisse nichts von der Anzeige. Das anonyme Schriftstück ist dem heutigen Angeklagten in der Sitzung des Schöffengerichts nicht vorgezeigt. — Heinrich Zinn, ein Großneffe des Angeklagten, von Alsfeld, erklärt auf Wunsch des Angeklagten, die fragliche Anzeige, um die es fich handle, geschrieben zu haben. Die Unterschrift hat der Großonkel, der die Anzeige mitgenommen, selber ausführen wollen.— Georg Zinn II. bestätigt die Angaben^seineS^Sohnes Heinrich wegen der Art, wie die anonyme Anzeige entstanden, und entsinnt sich, daß der Angeklagte daS Papier, auf de« die Anzeige geschrieben, mitgebracht hat. (Forts, folgt.) Cocsfcs tmb iptwhtsWtes* Metze», den 20. Juni 1896. * • Rnhe-andsversetzungeu. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, den ordentlichen Professor der Jngenieurwiffenschaften an der Technischen Hochschule Geheimen Baurath Eduard Sonne auf sein Nach- suchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen und ersprießlichen Dienstführung, mit Wirkung vom 1. September 1895 an, den KreiSschulinspector bet der KretSschulcommission Friedberg Schulrath Philipp Conrad Schmidt auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 16. Juli d. I. an, in den Ruhe« stand zu versetzen. * * Ordensverleihungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, dem ordentlichen Professor an der Technischen Hochschule Geheimen Baurath Eduard Sonne das Comthurkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmüthtgen, dem KreiSschulinspector Schulrath Philipp Conrad Schmidt zu Friedberg das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen. * • Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der G r o ß - Herzog haben Allergnädigst geruht, den Lehrer an dem Schullehrer-Seminar zu Friedberg Johannes Heinrich Süß zum KreiSschulinspector für den Kreis Friedberg, den Friedrich Lösser aus Darmstadt zum Assistenten bei dem Fabrik- Jnspector für den Aufsichtsbezirk I zu ernennen. * * Coucert der Banda Municipale di Pratola. Von den beiden Coucerten, welche gestern in Steins Garten statt- fanden, war das Nachmittags Concert spärlich, das Abend- concert dagegen sehr zahlreich besucht. Der Ruf, welcher der Capelle vorauSging, wurde durch die Leistungen vollauf gerechtfertigt- die zum Vortrag gelangenden Stücke fanden durchweg sehr beifällige Aufnahme. * * Die Capelle des Schwedischen Letbgardehufareu - Regi- «euts „Kronprinz von Schweden" unter Leitung ihres Dirigenten, des königl. Musikdirectors, Lieutenant N. G. Strömberg, wird in der Uniform des Regiments im Sommer dieses Jahres eine Tournee durch Deutschland veranstalten und bet dieser Gelegenheit auch in unserer Stadt (wahrscheinlich schon am 27. Juni) concertiren. * * 108 Musterriegen sind dem am 7. und 8. Juli stattfindenden Mittelrheinischen Turnfest angemeldet, von denen 40 am Barren, 21 am Reck, 20 am Pferd turnen und die übrigen Freiübungen, Fechten, Stabübungen rc. vorführen werden. Außerdem werden verschiedene Damenriegen auftreten und die sämmtlichen Fechtriegen des Kreises sich zu einem gemeinsamen Schaufechten vereinigen, welches in das Mufterriegenturnen ausgenommen worden ist. "W. Aus der Hast entlassen und wieder in Hast genommen. Gestern verhandelte die Strafkammer gegen den noch nicht 18 jährigen Wilhelm Faul stich von Mddingshausen. In dieser Sache war schon einmal Termin zur Verhandlung vor den Geschworenen festgesetzt gewesen, weil man ursprünglich die That des Angeschuldigten für Mordversuch ausah. Die Anklage, welche in der heutigen Sitzung auf Todtschlags- versuch lautete, wurde vom Staatsanwalt Zimmermann vertreten, doch wurde der Angeklagte, der in der Neujahrsnacht geschossen hatte, nur wegen Schießens an von Menschen bewohnten Orten zu 3 Wochen Haft verurtheilt, die durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erachtet wurden und der Angeklagte wäre auch sofort auf freien Fuß gesetzt worden, wenn sich nicht im Laufe der Verhandlung herausgestellt hätte, daß derselbe der Verleitung zum Meineid dringend verdächtig ist, und in Folge davon aufs Neue in Haft genommen werden mußte. ** Steckbrieflich verfolgt wird von der hiesigen Staatsanwaltschaft die Dienstmagd Karoltne Bierau aus Daubringen, zuletzt in Marburg, wegen Betrugs. Es ist dies dieselbe Person, welche im vorigen Semester in Marburg etliche Schwindeleien verübte, indem sie sich als Studenttn ausgab. Wie erinnerlich, wurde sie deshalb von dem Schöffengericht in Marburg abgeurtheilt. Unfall. Der Werkführer einer hiesigen Dampfschreinerei gerieth gestern Nachmittag mit der einen Hand in die Hobelmaschine und zerquetschte sich die Hand vollständig. ** P.A. LS jährige Erinnerungsfeier au 1870, zugleich BerbaudSfest der Kriegerkameradschaft „Hasfia" zu Darmstadt. Dem nunmehr im Entwurf vorliegenden Festprogramm für die Erinnerungsfeier an 1870 entnehmen wir vorläufig Folgende»: Am Sonntag, den 11. August findet auf dem Festplatz von 3 bis 7 Uhr Nachmittags und in der Festhalle von 7 bis 12 Uhr Abends eine Vorfeier statt, bestehend in Concert, Ansprachen, Vorträgen und lebenden Bildern. Die Feier am SamStag, den 17. August beginnt Nachmittags 5 Uhr mit einem Festessen in der Festhalle, woran sich die Begrüßung der Gäste, sowie Aufführungen verschiedener Art, als Nebelbilder, GesangSvorträge und turnerische Vorstellungen der Turngemeinde Darmstadt an. schließen sollen. In der Fefthalle werden die Capellen der beiden Dragoner-Regimenter, auf de« Festplatze diejenige des Feld-Artillerie-RegimentS concertieren. Am Sonntag den 18. August findet Nachmittags 2 Uhr in der Festhalle Festessen mit Festreden, Ansprachen u. s. w. statt. Abends von 7 bis 12 Uhr concertiert in der Halle die Capelle des Großh. Infanterie-Regiments Nr. 115, mit deren Vorträgen lebende Bilder und andere Veranstaltungen abwechseln werden, während auf dem Festplatze Doppelconcert zweier Militär- capellen und Abends Feuerwerk stattfindet. Außerdem wird die Turngesellschaft Darmstadt für Unterhaltung sorgen. Der Vormittag vom Montag, den 19. August ist für eine Schülerfeier bestimmt. Von Nachmittags 3 Uhr werden auf dem Festplatz zwei Militärcapellen concertieren, während in der Halle Abends Musikvorträge einer Militär- capelle, Gesangsvorträge von Massenchören, Aufführungen von Nebelbildern und turnerische Vorstellungen der Turngemeinde Bessungen veranstaltet werden. Am Dienstag den 20. August und am Sonntag, den 25. August ist als Nachfeier ein Volksfest auf dem Festplatze geplant, an das sich am Sonntag, den 1. September die Sedanfeier als würdiger Abschluß des ganzen Festes anschließt. ** Postpersonaluachrichteu. Versetzt sind: Der Post- Verwalter Holzapfel von Grebenhain nach Stockheim (Hessen) und der Postasfistent Molt er von Mainz nach Alsfeld. — Ernannt sind: Der Postsecretär BatteS in Darmstadt zum OberpostdirecttonSsecretär, die Postassistenteu Mann in Alzey, Rady in Mainz und Habicht in Lauterbach (Hessen) zu Oberpostassistenten und der Telegraphen- Asfistent Erzgräber in Darmstadt zum Obertelegraphen- Asfistenten. — Angestellt ist als Postassistent der Postassistent Nörr von Wildungen in Mainz. — Angenommen sind zu Postagenien: Der Bürgermeister Bickel in Affolterbach, der Sattlermeister Scheidt in Eckartshausen (Hessen), der Bürgermeister Kalkhof in Mittelgründau, der Bürgermeister P e p p e l in Oberseemen und der Posthülfftelleninhaber Peter Schaefer in Zell (Kreis Alsfeld.) — Gestorben ist der Postagent Jllig in Heidesheim. ** Reuten aus Invalidität»-, Alters- und Uufallverficheruug. Sowohl im Gesetze, betreffend die Jnvaliditäts- und Altersversicherung, als auch in dem über die Unfallversicherung ist bestimmt, daß die den Entschädigungs- berechtigten zustehenden Renten nicht gepfändet werden dürfen - da aber Fälle Vorkommen, daß die Rentenempfänger ihre Renten dazu benutzen, um sich dem Genüsse geistiger Getränke ergeben zu können, während ihre Familien darben müssen, so sind die betreffenden Ehefrauen berechtigt, die Rente ihres Ehemannes zum Unterhalt mit Beschlag belegen zu lassen, d. h. ein diesbezügliches Urtheil anzustreben. ** Preisausschreiben für die Wormser Rheiubrücke. Von Seiten der Großh. Regierung wird für den Bau einer festen Straßenbrücke über den Rhein bei Worms eine allgemeine Wettbewerbung für Architecten und Ingenieure deutscher Reichsangehörigkeit eröffnet. Bauprogramm und Bedingungen für diesen Wettbewerb nebst den zugehörigen weiteren Unterlagen können von der Abtheilung für Bauwesen des Finanzministeriums bezogen werden. Die Entwürfe sind bis zum 15. Dezember d. I. einzureichen. Mit den Entwürfen können Anbietungen für die Ausführungen des Baues abgegeben werden. Entwürfe, welche die vorgesehene Bausumme von im Ganzen 3,110,000 Mk. überschreiten, haben keinen Anspruch auf Berücksichtigung bei Zuerkennung der Preise. DaS Preisgericht besteht auS den Herren: Wirklicher Geh. Oberbaurath Baensch, Berlin; Professor Landsberg, Darmstadt- Präsident von Leibbrand, Stuttgart- Ministerialrath Dr. Schaeffer, Darmstadt - Geh. Baurath Professor Dr. Wallot, Dresden. Nach den Entscheidungen des Preisgerichts wird ein erster Preis im Betrage von 10,000 Mark, weiter können noch zwei, höchstens drei Preise im Betrage von zusammen 12,000 Mark gewährt werden. n. Lauter, 19. Juni. Bei dem schweren Gewitter, daS gestern Abend über unser Dorf zog, schlug eS in eine gefüllte Scheune. Der Blitz hatte seinen Weg von etnrm neben der Scheune stehenden Baume und dann mitten durch einen Balken genommen, der auf einer steinernen Unterlage steht. An dem Fuße deffelben entzündete er daS darumliegende Kleeheu. Wäre er nicht durch den Balken gelaufen, so wäre die Scheune, die mit Stroh gefüllt war, ein Raub der Flammen geworden. Es gelang jedoch dem thätigeu Eingreifen der Feuerwehr, die Flammen zu dämpfen. n. Stammheim, 18. Juni. Bei der heute zum vierten Male stattfindenden Wahl eines Beigeordneten erhielt der seitherige Beigeordnete Konrad Carl, welcher mit 60 Stimmen gewählt wurde, während der Gegencandidat desselben 58 Stimmen erhielt, die Majorität. U. Ulrichstein, 18. Juni. Bei uns kamen 62 Morgen fiScalische Wiesen zur Versteigerung, welche 544 Mk. für Heugras erzielten. Der Morgen kostet also noch keine 9Mk.- da das Gras gut steht,'find die Steigerer mit ihrem Strichresultate sehr zufrieden. Das Heuwetter ist vortrefflich- der seit einigen Tagen anhaltende Nordostwind läßt auf beständige Witterung schließen. Es ist Morgens um Sonnenaufgang so frisch, daß sich Eis an den Sensen bildet. Mainz, 19. Juni. DaS „Mainzer Journal" veröffentlicht heute einen Aufruf zum dritten hessischen Katholikentage am 30. Juni auf dem Rochusberge bei Bingen, in welchem die Religionsfreiheit, wie solche der Artikel 22 der Verfassung und das Versassungsgesetz vom 2. August 1848 verbürgt, gefordert wird. Schiff-nachrichten. Der Postdampfer „Friedland" der „Red Star Line" in Ant- werpen ist laut Telegramm am 17. Juni wohlbehalten in New- york angekommen. Derfebr, Ca*6. ttnfc volk»ivirthschast. Limdnrg, 19. Juni. Fruchtmarkt. Rother Weizen X 14.05, weißer Weizen X 00.00, Korn X 10.50, Gerste X 0.00, Hafer X 5.50. iWitterrrngsbericht vom 19. Juni. Die Depression, welche gestern über dem Biscaya-See lieg, ist mehr hereingerückt und bedeckt die Nordsee, England, Central- und Westfrankreich. Hoher Druck beherrscht noch die östlichen Theile deS Continents. Die Kerne desselben liegen über dem Norden und Süden Europas. Die Temperaturen sind in Deutschland bis gestern noch erheblich gestiegen. In der Pfalz ist bereits Trübung eingetreten. Aus Franken werden von gestern Gewitter gemeldet und auch am Fuße der Alpen fanden gestern solche statt. voranSsichttiche Witterung r Zunächst noch warmes Wetter mit Gewittern, Niederschlägen und vorübergehenden Abkühlungen. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 20. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 17°, Luft 18° im Schatten. Rübsamen'sche Bade- und Schwimmanstalt. Foulard-Seide 95 Pf. bis 5.85 p. Mk. — japanefische, chinesische rc. in den neuesten DesstnS u. Farben, sowie schwarze, weiße und farbige Henneberg-Seide von 60 Pf. bis Mk. 18.65 p. Met. — glatt, gestreift, karrirt, gemustert, Damaste ?c. (ca. 240 versch. Qual, und 2000 versch. Farben, Dessins rc.). Porto- und steuerfrei ine Haus. Muster umgehend. 8081 Seiden-Fabrik G, Henneberg (k.u.k.Hou.), Zürich. 6 Oeffentliche Impfung. Die diesjährigen öffentlichen Impfungen für die Erftimpflinge werden bis auf Weiteres jeden Mittwoch, Nachmittags von 2—4 Uhr, beginnend am Mittwoch den 26. Juni im alten Rathhaufe vorgenommen werden, und die Nachschau, zu welcher die geimpften Kinder bei Meidung der gesetzlichen Strafe nochmals uorgestellt werden müssen, 8 Tage später. Jmpfpflichtig im laufenden Jahre find die im Jahre 1894 geborenen Kinder, sowie die rückständigen aus früheren Jahren ; aber auch Erwachsene werden auf ihren Wunsch, und Kinder, welche erst im laufenden Jahre geboren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft. Wir laden die hiesigen Einwohner zur Benutzung dieser Termine ein, mit dem Bemerken, daß alle in denselben vorgenommenen Impfungen für den Einzelnen unentgeltlich sind. Wer die Termine nicht benutzen will, muß die Impfung seines pflichtigen Kindes auf eigene Kosten vornehmen lassen, widrigenfalls ihm im Januar k. I. zur Nachholung der Impfung eine vierwöchentliche Frist unter Strafandrohung gesetzt wird. Kinder, deren Zurückstellung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können in den Terminen gleichfalls dem Jmpfarzt vorgestellt werden. Wegen der Wiederimpfung der Schulkinder wird durch den Jmpfarzt besondere Benachrichtigung an die Schulvorsteher erfolgen. Gießen, den 19. Juni 1895. Der Oberbürgermeister: 5410 Gnauth. Fahrrad noch neu, preiswert- I Bienenhonig, zu verkaufen. Näheres frischer, zu haben bei 6411 „Russischer Hof." 1541b Lehrer Spitz, Steinstraße 57. Gr.OberheMeEisenbahukn Für den^ Umbau der Zweiglinie Vil- lingen—FriedrichShütte sollen die Arbeiten für die Herstellung der fünf größeren Bauwerke, umfassend: ca. 300 obm Fundamentaushub, 220 „ Fundament- und ausgehendes Mauerwerk, 12 „ Qusdergemäuer, ca. 20 „ Bdßvngemäuer, 12 „ Steinpackungen, 20 „ Trockenmauerwerk, vergeben werden- Bedingungen und Zeichnungen sind auf dem Bureau des unterzeichneten Abthei- lungS-Jngenieurs einzusehen, schriftliche Angebote franco, verschlossen und mit bezüglicher Ausschrift versehen daselbst bis zum 25. d. Mts-, Nachmittags 3 Uhr, einzureichen. Zuschlagsfrist 8 Tage. Kreuzburg bei Ruppertsburg, den 14. Juni 1895. Der AbtheilungS-Jngenieur: Lutz. 5322 SM. Schlachthaus. Freibank. [5412 Heute und morgen: Ochsenfleisch nicht ladenrein, pr. Pfd. 45Pfg. Oberhesßsche Eisenbahnen. I Anstrich von Dachpappdachcrn. I Der Anstrich, sowie Reparatur von ca. 3000 qm Dachpappdächern im hiesigen Bahnhof soll im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. 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Mittelrheiuifchen Kreis-Turnfestes 5352] Möblirtes Zimmer zu vermiethen Bahnhofstraße 56. 4. Weitere Anträge, welche nach § 50 vier Tage vorher bei dem Vorstande schriftlich einzureichen sind. Um zahlreiches Erscheinen wird höflich gebeten. 20 Frank cn-St. Engi. Sovereigns Dollars tu Gold bestehend in ßOttCCtt und Volksbelustigung. Eintrittspreis an jedem Tage pro Person 20 Psg. Kinder unter 14 Jahren, nur in Begleitung Erwachsener, sind frei. Militär ohne Charge 10 Psg. 5279 Die verehrlichen Mitglieder der Gewerbebank zu Giessen Smgrtragkile Stnoffrnfdjeft mit mMdjrihMtr H,Michi werden zu der Brief 16L1 20.40 4.20 Zahlreiches Erscheinen wird erwartet. 5414 Gewerbebank zu Giessen eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Ser Vorßheude des Auskchtsrathes Carl Loos. Brillant - Wafferfeuerwerk auf der Lahn. Souutag, den 2S. Juni, Abends 8 Uhr: Monats - Versammlung. Berathung und Beschlußfassung über die Sterbekasse. Besprechung über unsere Betheiligung am Verbandsfeste auf Niederwald. Ein durchaus tüchtiger Cigarren» Kistchenmacher wird gegen hohe« Loh« auf dauernde Arbeit per sofort gesucht. Offerten unter E. 659 an Haasenstein A Vogler, A.-ft., Cassel. [5401 85.45 103 90 26.75 89.50 Mrwrlfrtl WM. Sonntag den 23. und Montag den 24. d. M feiert der Krieger-Bereiu fein 3Vs% Frankfurter Hyp. Bk. 101.60 37z°/oHambrgr.Hyp.Bk.unk^.l90ü 102.00 8f/so/o Frkf. Hyp. Cred. B. 101.20 3«/, o/oPreuß. Hyp. A. Bk. unk.b.l905 101.50 4o/o DmtscheGrdschLS.uuU.1904 105.00 4o/o Pomm.Hyp.A.Bk.unkch.1904 105L0 3,/l°/o dto. 101.30 4Vi% Franks. Landw. Cred. Bk. 103.40 Tagesordnung: 1. Bericht der in der ordentlichen Generalversammlung vom 27. April gewählten Commission. 2. Ersatzwahl eines Schulcommissionsmitglieds. 3. Vorstandsersatzwahl. Samstag, de« SS. Juni, Abends 7 Uhr, Vorfeier 3. Von 12 Uhr ab: Empfang eine. 4. Um 2V2 Uhr: Zug durch 5. Festrede. 6. Von 4 Uhr ab: Concert, belustigung. 5357] Bergstraße S Parterre, 7 Zim, I mer, Veranda, Garten, in Folge Wegzugs -----==—=----------------- des Herrn Prof. Dr. Reischle, auf 1. Sept. \A/ ftHmiWO1 au vermiethen. K. Klee-, Südanlage 18. v v ****** 5225J Wohnung von 3-4 Zimmern vo» 3—4 Zimmern gesucht, nebst Zubehör wegzugshalber sofort zu! Offerten -unter A. 6L 1 post- Watbur9.rftt. 24. laflet.ni) Gietz-n. 5390 2177] Eine Famtlienwohnung von vier--—----—------ Zimmern mit allem Zubehör, im 1. Stock, zu vermiethen.Asterweg 6. ÄMkr-WMkl und Volksbelustigung jeder Art verbunden mit Abends 5240] Die Wohnung im obersten Stock der Meinkinderschule, enthaltend drei Zimmer, Küche, Speicher- und Kellerraum, mit Wasserleitung, ist vom 15. Juli d. I. an anderweitig zu vermiethen. Gießen, den 12. Juni 1896. 25jähriges Stiftungsfest im Garten des Gastmrths Adam Ziegler. PROGRAMM: Samstag den 22.: Grosser Zapfenstreich. 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I 4) Beschlußfassung über die Genehmigung der Jahres-Rechnung und Bilanz, sowie über die dem Vorstande und Aufsichtsrath zu erteilende Decharge. 5) Vertheilung des Reingewinnes. 6) Beschlußfassung über den Antrag wegen demnächstiger Anstellung eines dritten Vorstands-Beamten und Regelung der Gehalts- und Pensions-Verhältnisse des Vorstandes. ,. . Der Geschäftsbericht liegt der heutigen Nummer diefes Blattes bei. Gießen, den 19. Juni 1895. 5356] Ein kundiger und solider Arbeiter findet absonderlich lohnenden Verdienst bet Apotheker Sartor, Großen-Linden. Tüchtige Arbeiter i finden dauernde Beschäftigung in meinen Steinbrüchen bei Großen- Linden. Pari Haas jr. ». Kaufmännischer Verein Gießen. Bersammluna Außerordentliche General-Versammlung am Dienstag, de« 25. Juni 1895, Abends 9 Uhr, im Vereinslocal. auf Freitag den 21. Juni, Abends SV2 Uhr, im Hotel Steins Garte« eingeladen. 5404 __________ Kapitalien iä S? ÄÄ "L. 5rti,ct 5316] Zimmer und L-g-nSum- au ” ” ffr A3 T vermiethen. 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