m. 194 Erstes Blatt. Dienstag den 20. August JL89Ä Der Oieteuer Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de- MontagS. Die Gießener A«mttien Vläller werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeig er General-Anzeiger. Vierteljähriger Adonncmeuts preis e 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Kchutüraß« 3tr.1e Fernsprecher 51. Zlnits- unb Anzeigeblcrtt für den Atveis Gieren. Gratisbeilage^Gießener Kamilienölätter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de, folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Dorm. 10 Uhr. Amtlicher Theil. Gießen, den 19. August 1895. Betr.: Die Ausführung des Gesetzes vom 22. Mai 1895 wegen Gewährung von Beihülfen an ehemalige KriegStheilnehmer. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grosth. Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche mit der Erledigung unserer Auflage vom 4. d. Mts. — Anzeiger Nr. 184 — noch im Rückstände sind, werden hieran mit Frist von drei Lagen erinnert. I. Dr. Melior. Deutscher Reich. Berlin, 17. August. Der Kaiser ist heute früh 8 Uhr von seiner Reise nach England wieder in Potsdam eingetroffen. Berlin, 17. August. Aus Cron berg wird die Nachricht, daß die Kaiserin Friedrich im October nach England zum Besuch der Königin Victoria reisen werde, dementirt und zugleich mitgetheilt, daß die Kaiserin am 18. October an der Einweihung des Kriegerdenkmals theilnehmen werbe. Berlin, 17. August. Die „Berliner Korrespondenz" schreibt: Die der LebenSversicherungSgeseüschaft Mutual in New-Aork unter dem 16. November 1886 ertheilte Con- cesston zum Geschäftsbetrieb in den königlichen preußischen Staaten ist von dem Minister des Innern zurückgenommen und vom 1. September ds. Js. ab für erloschen erklärt worden. Köln, 17. August. Heute Mittag hat im Muschelsaale des Rathhauses die Begrüßung der zum dritten internationalen Congreß zahlreich erschienenen Radfahrer durch den Bürgermeister ftattgefunden. Anwesend zum Congreß sind Vertreter Englands, Amerikas, Oesterreichs, Belgiens, Hollands, Dänemarks und Frankreichs. Die herzlichen Begrüßungsworte des Bürgermeisters fanden unter den Anwesenden ein lebhaftes Echo. Der Vorsitzende des deutschen Radfahrerbundes dankte für die Worte des Bürgermeisters, worauf Vertreter Englands, Hollands und Belgiens herzliche Begrüßungsworte an die Versammelten richteten. Hierauf wurde der Ehrentrunk der Stadt Köln entgegengenommen. In der Stadt herrscht reges Leben. Heute Nachmittag 3 Uhr beginnt daS WeltmetsterschaftSfahren. Metz, 18. August. Die Ertnnerungsfeter an die Schlacht bei Gravelotte begann heute früh 7 Uhr mit einem auf dem Pionierübungsplatze vom evangelischen DivtsionSpsarrer Bußler abgehaltenen Feldgottesdienste unter Theilnahme Tausender von Veteranen und unter Mitwirkung des Metzer Gesangvereins. Nach der kirchlichen Feier erfolgte die Abfahrt nach Gravelotte, wo Nachmittags die Einweihung deS AussichtSthurmes stattfinden soll, während der commandtrende General des 16. Armeecorps General der Cavallerie Graf von Häseler in Flavigny die Weihe des dem Prinzen Friedrich Karl gewidmeten Denksteins vollziehen wird. Der Verein für Erhaltung und Schmückung der Kriegergräber ließ heute am Sarge Kaiser Wilhelms I. einen auf dem Schlachtfelde von Gravelotte gewundenen prächtigen Eichevkranz mit einer WldmungStnschrift niederlegen. Neueste Depeschen deS Bureau r$crolb*. Berlin, 18. August. Die Feier zur Grundstein- legung deS National-DenkmalS für Kaiser Wilhelm I. Heute Vormittag 9 Uhr hat an der Schloß- freiheit, welche prächtig dccorirt wär, die feierliche Grundsteinlegung zum National-Denkmal für Kaiser Wilhelm I. stattgefunden. Eine überaus zahlreiche Menschenmenge wogte schon in früher Stunde durch die Straßen und Plätze, in welchen die Auffahrt der Allerhöchsten Herrschaften erfolgte. Die Häuser der Hauptstraßen hatten Flaggenschmuck angelegt und überall wurden Erinnerungszeichen an die Festlichkeiten und die Scblacht bei Gravelotte von Händlern feilgeboten. Ganz besonders prächtig war der Festplatz geschmückt mit Lorbeerkränzen, Flaggen und Blumen; ferner in den Wappen der verbündeten Staaten, Bayern, Sachsen und Württemberg. Bon 8 Uhr an begann sich Festplatz und Tribüne zu füllen. Im Kaiserpavillon versammelten sich die Fürstlichkeiten mit ihrem Gefolge: der Kronprinz, der Großherzog und Erb- großherzog von Baden, Prinz Albrecht von Preußen, Prinz Friedrich Leopold, der Fürst von Hohenzollern, der Erbprinz von Sachsen Meiningen, Herzog Ernst Günther von Schleswig Holstein, Prinz Friedrich Carl von Hkffen, Prinz Aribert von Anhalt und andere Mitglieder deutscher Fürstenbäuser. Um 9 Uhr betrat der Kaiser in Uniform des 1. Garde- Regiments z. F. den Festplatz. Die Truppen präsentirten, die Fahnen salutirien. Nachdem der Kaiser die versammelten Fürstlichkeiten begrüßt hatte, übergab der Reichskanzler demselben die in den Grundstein zu legende Urkunde, welche der Kaiser wie folgt verlas: „Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser und König von Preußen rc., thun kund und zu wissen, daß Wir beschlossen haben, im Namen der Fürsten und freien Städte des Reiches den Grundstein zu einem Denkmal zu legen, welches nach einmütiger Willenskundgebung der gesetzgebenden Körperschaften dem Andenken Unseres in Gott ruhenden Herrn Großvaters, Kaiser Wilhelm I. großer Majestät geweiht werden soll. Wir vollziehen diesen feierlichen Act au dem Tage, an welchem vor fünfundzwanzig Jahren der unvergeßliche Kaiser Deutschland im Kampfe um des Vaterlandes Ehre und Freiheit zu einem entscheidenden Siege geführt hat. Kaiser Wilhelms Jugend reicht zurück in die Zeit schwerer Heimsuchung, aber wenn es dem Jüngling nicht vergönnt war, an die begeisterte Erhebung des Volkes zu denken und selbst mitzukämpfen für die Befreiung von fremden Joche, so hat er, auf den ruhmreichen Thron seiner Väter berufen, den deutschen Stämmen die heißersehnte Einheit wiedergeben und dem neu erstandenen Reiche die führende Machtstellung in der Staatenwelt sichern dürfen. Nicht ohne hartes Ringen, nicht ohne blutige Kämpfe ist dieses Ziel erreicht worden. Im unerschütterlichen Vertrauen auf Gott, in fester Zuversicht auf die sittliche Kraft der Nation, hat Kaiser Wilhelm I. die Bahn zur Sicherung dieser Unabhängigkeit beschritten. Die opferbereite Ein- müthigkeit der deutschen Fürsten, der weise Rath und die thatkräftige Unterstützung seines Kanzlers, des Fürsten Bismarck, die vollendete Kriegskunst seines General Feldmarschalls Grafen Moltke, das unvergleichliche Geschick der vielen zur Führung der Heere, zur Führung der Soldaten berufenen Helden, voran deS Kronprinzen Friedrich Wilhelm, und die todes- muthige Treue des von dem Feldmarschall Grafen Roon in den Waffen geschulten Volkes sicherten den Erfolg. Aus der blutigen Saat ging die von Gott gesegnete Ernte deutscher Einigkeit hervor und unter dem Schutze des mit den höchsten Opfern erkämpften Friedens hat Deutschland sich unbesorgt der Pflege seiner idealen Güter und seiner wirthschastlichen Jntereffen hingegeben. In dieser Pflege ging Kaiser Wilhelm bahnbrechend voran, Kunst und Wiffenschaft, Ackerbau und Gewerbe, Handel und Schifffahrt erfreuten sich gleichmäßig seiner Fürsorge. Mit dem inneren Ausbau des Reiches hielt gleichen Schritt das auf die Heilung der gesellschaftlichen Schäden gerichtete Bestreben des Kaisers. Seiner erlauchten Anregung ist eö zu danken, daß Deutschland zuerst den Weg werkthätiger Förderung des Wohles der arbeitenden Klaffen betreten hat. Rastlos bis zum letzten Athemzuge auf des Reiches Wohl bedacht, geliebt und geehrt von seinen Verbündeten und dem dankbaren Volke, das seiner Führung vorbehaltlos vertraute, beschloß der große Kaiser sein Leben, sichtbar gesegnet in seinem selbstlosen Willen und Vollbringen. In der Erinnerung der Zeitgeschichte wird er, deß find wir gewiß, als das leuchtende Bild eines VaterS des Vaterlandes im Gedächtniß der kommenden Geschlechter fortleben und Zeugniß ablegen von der unerlöschlichen Dankbarkeit, welche Deutschlands Fürsten und Völker ihm zollen. So soll sich sein Standbild in Stein und Erz hier erheben als ein Wahrzeichen der Liebe zum Baterlande, als Wahrzeichen der Treue. Möge das Denkmal stets auf ein glückliches und zufriedenes Volk herniederschauen. DaS walte Gott!" Diese Urkunde wurde in eine metallene Kapsel gelegt und derselben eine Anzahl Actenstücke, Münzen und Ehrenzeichen beigefügt. Nachdem die Kapsel verschlossen und in die Höhlung deS Grundsteine« versenkt worden war, überreichte der bayerische Gesandte Graf Lerchenfeld Kelle und Mörtel unter einer Ansprache. Der Kaiser warf hierauf den Mörtel in die Vertiefung für den Grundstein und Meister des Maurer- und Steinmetzgewerbes setzten das Schlußstück ein. Sodann überreichte der Präsident deS Reichstages, Freiherr v. Buol, dem Kaiser mit einer kurzen Ansprache den Hammer. Nunmehr vollzog der Kaiser die drei Hammerschläge unter folgendem Spruch: „Den Gefallenen zum Gedächtniß, den Lebenden zur Erinnerung, den kommenden Geschlechtern zur Nacheiferung !" Gleichzeitig erdröhnten vom Lustgarten her die 101 Salutschüsse. Die Truppen präsentirten, die Fahnen und Standarten wurden gesenkt und ein Choral wurde geblasen. Nach dem Kaiser vollzogen der Kronprinz, Prinz Eitel Friedrich, Prinz Adalbert, der Großherzog von Baden, sämmtliche anwesende Fürsten und Prinzen je drei Hav'.merschläge, desgleichen der Reichskanzler, der BundeS- raihsbevollmächtigte, Vertreter der Armee und Marine, active und tnactine Staatsminister, unter letzteren auch Gras Herbert Bismarck, und zahlreiche andere hohe Persönlichkeiten. Hierauf hielt der General-Superintendent von Berlin, Hofprediger Faber, die Weiherede, welche mit den Worten schloß: „DaS Herz für Kaiser und Reich! Gott unsere Hilfe! Da» heilige Buch unser Kleinod!" Nach dem Segensipruch in- tonirte die Musik den Choral „Nun danket alle Gott". Alsdann brachte der Reichskanzler ein Hoch auf den Kaiser aus, in welches die Anwesenden dreimal einstimmten. Nach Beendigung der Feier fand vor dem Kaiser an der Schloßfreiheit Vorbeimarsch der Truppen statt. Sodann erfolgte die Rückfahrt der Festtheilnehmer. Dem glänzenden Schauspiel wohnte wiederum eine tausendköpfige Menge bei, welche den Kaiser mit Hochrufen begrüßte. Die Feier war vom prächtigsten Wetter begleitet. Köln, 18. August. In Mülheim am Rhein herrscht in der letzten Woche große Erregung gegen die Köln Mülheimer Dampfschifffahrts-Gesellschaft, welche, um die Concurrenz-Ge- sellschast zu vernichten, den Fahrpreis von 20 auf 15 Pfennige herabgesetzt hatte. Gestern Abend versuchte eine große Menschenmenge das Landen der Schiffe der alten Gesellschaft zu verhindern. Dabei kam es zu einem Krawall, worauf die Menge zu Tausenden anwuchs und den ganzen Werftplatz und die angrenzenden Straßen besetzt hielt. Als die Polizei von der blanken Waffe Gebrauch machte, wurde zur Hilfeleistung Gendarmerie requirirt, welche blinde Schüsse abgab. Die höchst erregte Menge eröffnete ein Steinbombardement und demolirte sämmtliche Laternen, ein Wetterbäuschen, sowie ein Uhren Postament. Zahlreiche Fensterscheiben in den umliegenden Häusern wurden eingeworfen. 22 Schutzleute wurden durch Steinwürfe verletzt, darunter auch ein Commissar. Dieselben wurden theilweise ins Spital gebracht. Unter der Menge wurden zahlreiche Personen durch Säbelhiebe von Polizisten verwundet, eine Anzahl Personen verhaftet. Der Landrath hat telegraphisch für heute Abend militärische Hilfe erbeten. In der Stadt herrscht große Aufregung. Paris, 18. August. Zehn Sonderzüge haben gestern ungefähr 15,000 kranke Pilger nach Lourdes gebracht. Paris, 18. August. Der „Figaro" bespricht heute ausführlich die deutschen JubiläumSfeierlichkeiten von 1870 an der französischen Grenze und sagt, die Deutschen gingen bei den Feierlichkeiten zu geräuschvoll vor. Im Anschluß hieran bringt das Blatt einen Auszug einer im Jahre 1871 in Bordeaux erschienenen Broschüre, welche betitelt ist: Gesammelte Schriftstücke über die Erpressungen, Diebstähle, Verheerungen und Grausamkeiten der deutschen Armee in Frankreich während des Krieges von 1870/71. Sofia, 18. August. Das Palais des Fürsten Ferdinand wird feit einigen Tagen scharf bewacht, weil derselbe eine Anzahl Drohbriefe erhalten hat. Belgrad, 18. August. Vor seiner Abreise nach Biarritz sprach sich König Alexander dem Vertreter einer großen Macht gegenüber dahin aus, daß in Bulgarien ernste Ereignisse wohl kaum zu befürchten seien. Seiner Reise ins Ausland stehe daher nichts im Wege. Dieselbe habe keinerlei politischen Zweck. WB. Hamburg, 19. August. Die von Schulau zurückkehrende Motorbarkasse „Alexander Beckmann", mit 25 Personen besetzt, gerieth an den Radkasten des Stader Dampfers „Concordia" und wurde in die Tiefe gedrückt. ^Personen sind ertrunken, darunter 8 der Familie Laski. teceik* »n» prwtmitB«». Gießen, den 19. August 1895. • * Von bet Universität. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, den außerordent- lichen Professor Dr. Otto Wiener zu Aachen zum ordentlichen Professor in der philosohischen Facultät der LandeS- Univerfität und zum Director des phyfikalischen Instituts, mit Wirkung vom 1. October d. I. an, zu ernennen und in der gedachten Eigenschaft zu berufen. * * Empfang. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen am 17. August u. A. den Professor Dr. Kretschmar aus Gießen. * • Erlaß Sr. Kövigl. Hoheit des Großherzogs an die hessischen Krieger. Der Großherzog richtete an den LanbeS- Berband der hessischen Kriegervereine einen Erlaß, in welchem er den zur Erinnerungsfeier versammelten Kriegervereinen als Protector seinen Gruß entbietet: „Mögen die Krieger, deren ältere Mitglieder unter Führung meines verstorbenen Vater» uoverwelklichen Lorbeer um die hessischen Fahnen gewunden haben, auch fernerhin sich der hohen Aufgabe bewußt bleiben, daß gerade sie in erster Linie dazu berufen find, die Stütze für Altar, Thron und Vaterland zu bilden. Im Frieden, welchen Gott auch fernerhin verleihen möge, aber auch im Kriege, wenn de» Deutschen Reiche» Ehre und Sicherheit ihn erheischen sollten, wollen wir einmüthig dem Rufe de» Allerhöchsten Kriegsherrn, Sr. Majestät des Kaisers, folgen, getreu dem alt hesfischen Wahlspruch „Für Gott, Ehre und Vaterland". ** Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, den Landwirthschaft»« lehrer in der Provinz Oberhefien und Dirigenten der land- wirthschaftlichen Winterschule zu Friedberg Dr. HanS v. Peter zum ersten LandwirthschaftSlehrer und Dirigenten und den LandwirthschaftSlehrer an der landwirthschaftlichen Winterschule zu Friedberg Earl Reichelt zum Lehrer für Obstbau und Naturwiffenschafteu an der Obstbauschule und landwirthschaftlichen Wiuterschule zu Friedberg zu ernennen. •• Die Gedenkfeier des Infanterie Regiments Kaiser Wilhelm wurde gestern früh durch eine Parade deS Regiment» auf dem „Trieb" eröffnet. Neben dem Regiment batten frühere active Offiziere, die Reserve- und Landwehr- Offiziere, sowie eine größere Anzahl Veteranen Aufstellung genommen. Die Fahnen de» 1. und 2. Bataillons trugen Eichenschmuck (daS 3. und 4. Bataillon wurden bekanntlich erst nach dem Kriege sormirt). Nachdem die Aufstellung beendet, ritt der Commandeur deS Regiments, Oberst v. Rosenberg, heran, und verkündete zunächst einen Tagesbefehl Sr. Kgl. Hoheit de» Großherzog». Darnach hat Se. Kgl. Hoheit am gestrigen Tage die Chefstelle deS 1. Großh. Dragoner- (Gardedragoner)- Regiment», sowie de» Großh. Feldartillerie- Regiment» Nr. 25 (Großh. Artillerie-CorpS) übernommen. In dem Tagesbefehl drückte Seine Kgl. Hoheit der Großherzog dem Regiment seine Anerkennung aus für die unter Führung feines Herrn Vaters im Feldzuge 1870/71 bewiesene Tapferkeit. Hierauf sprach Herr Oberst von Rosenberg den Dank an Se. Majestät den Kaiser und Se. Kgl. Hoheit den Großherzog aus, für die der Armee stets bewiesene Fürsorge und die für heute angeordnete Feier. DaS Regiment stände heute zum ehrenden Andenken derjenigen in Parade, die vor 25 Jahren im alten Regimente gekämpft, gelitten und gestorben und dem Regiment eine ruhmreiche Geschichte hinterlassen- daS Regiment danke allen noch lebenden Kämpfern, und verspreche hoch zu halten daS große Ber- mächrniß, dos Regiment möge die Fahnen vor Schmach bewahren, und sie mit Muth zum Stege führen, wie es braven Hessen zukomme, wie daS Regiment vor 25 Jahren sich bewährt habe. Das Regiment möge daher das Versprechen, hochzuhalten die ruhmreiche Vergangenheit, zum Ausdruck bringen ^>urch ein „Hurrah" auf Se. Majestät den Kaiser und Se. Kgl. Hoheit der Großherzog. Nach dem Hurrah präsentirte daS Regiment das Gewehr, die Musik spielte „Heil Dir im Liegerkranz" und „Die Wacht am Rhein". Herr Oberst von Rosenberg ritt hierauf an die Veteranen heran, um dieselben zu begrüßen, bemerkend, daß er sich freue, alte Käme- raden zu sehen, es sei dies eine große Ehre für das Regiment. Unter den Klängen des Präsentirmarsches erfolgte dann daS Abreiten der Front und darauf der in Compagniecolonnen auSgesührte Parademarsch. Darnach marschirte die Fahnen- Compagnte, an der Spitze der RegimentS-Commandeur, unter klingendem Spiel vor den Friedhof und nahm dort Aufstellung, während daS OffiztercorpS sich an die Kriegergräber begab und die vom Regiment gewidmeten Kränze niederlegte,' es wurden Kränze niedergelegt an den Kriegerdenkmalen, am Grabe des Obersten Kraus und Oberlieutenant Haid- acker, de» Generalmajors Hoffmann, de» Reservelieute- nantS Gail, des Oberlieutenants Ktssner. Nach dem von der RegimentSmusik vorgetragenen Choral „Jesus mein Zuversicht" war die Feier beendet. — Um 11 Uhr fand in der Stadtkirche Militärgottesdienst, später Festmahl im Offiziers- cafino und Bewirthung der Mannschaften und Veteranen in den Kasernen statt. Die für daS Regiment im Ganzen vorgesehenen Festlichkeiten fanden auf Oswald» Garten und in der Festhalle statt. Die Festhalle war innen und außen besonders geschmückt, farbige Transparente im Innern der Halle trugen die Namen der bedeutenderen Schlacht deS Krieges von 1870/71, über der Schaubühne war eine Abbildung des HeffendenkmalS von Gravelotte angebracht, die übrigen Theile drapirt mit Waffen und Emblemen. Die Fest- lichkeiten bestanden in Concert und Tanz, turnerischen Aufführungen, Gesang, lebenden Bildern, Theater und Feuerwerk. Die Darstellungen in der Festhalle, sämmtlich von Anhörigen deS Regiments gegeben, fanden bei der dicht gedrängten Menschenmenge reichen Beifall, das Arrangement des Ganzen war vorzüglich und wurde glänzend durchgeführt. ** Als ein Beweis treuer Anhänglichkeit kann es bezeichnet werden, daß am Grabmal des früheren RegimentScommandeurS Oberst Krau» auf hiesigem Friedhöfe neben den Prachtvollen Kränzen des Regiments, des Krieger- und Beteranen- Verein» sich ein einfacher Kranz befindet, „gewidmet zum Andenken an den Feldzug 1870/71 von seinem treuen Burschen Georg Loehr". ** Da» Eichenlaub, womit bei der gestrigen Parade die Fahnen de» 1. und 2. Bataillon» de» hiesigen Infanterie- Regiment» geschmückt waren, ist im Bois de la Gusse gewachsen. Oberstlieutenant Haupt, welcher lange Jahre dem Regiment angehörte und zur Zeit beim Jnfanterie-Regiment 9tr. 131 In Metz steht, hatte die Eichenzweige seinem alten Regiment geschickt. *"* Reue Fahueubäuder. Da» Armee-Verordnungsblatt veröffentlicht eine Ordre, wonach Seine Majestät der Kaiser denjenigen Fahnen und Standarten der Armee, die während de» Feldzuge» 1870/71 in Schlachten oder Gefechten dezw. bei Belagerungen geführt worden sind, da» Band der für diesen Krieg gestifteten Denkmünze verleiht und bestimmt, daß auf diesem Bande die Namen der in Betracht kommen- I den kriegerischen Vorfälle nach dieserhalb besonder» errheiltem Befehle eingezeichnet werden. • * Meister'chaftsrndern von Deutschland in Frankfurt a. M Strecke 2500 Meter. 1) B. Kü ttner (Akadem. R.-v. Berlin) 8 Min. 57 Sec. 2) H. Crone (Bonner R.-v.) 9 Min. 2 Sec. 3) A. Rübsamen (Straßburger R.-V.) 9 Min. 16 Sec. 4) M. Sommerfeld (Danziger R.-D.) und 5) H. Schopmann (R.-C. Allemania von 1866 Hamburg) abgestoppt. Crone und Küttuer nehmen auf da» Zeichen de» Starter» die Führung, kurze Zeit darauf setzt sich Crone an die Spitze, während die Übrigen Boote über die ersten 600 Meter auf ziemlich gleicher Höhe liegen- hier erfolgt eine Collision zwischen Küttner, Schopmann und Sommerseld, infolge deffen die beiden letzten Sculler abstoppen und gegen daS Rennen protestiren. Sommerfeld nimmt seinen Protest nachträglich zurück, während Schopmann denselben aufrecht ! erhält. Nachdem der Schiedsrichter das ganze Rennen für ungiltig erklärt, wird dasselbe um 12 Uhr zum zweiten Mal gestartet und ergibt folgendes Resultat: 1) H. Schopmann 8 Minuten 568/5 Sec. 2) B. Küttner 9 Minuten 2 Sec. 3) H. Crone 9 Min. 9 Sec. Mit 2i/z Längen sicher gewonnen. Kurz vor dem Ziel setzt Küttner zu einem riesigen Endspurt ein, kann aber seinen Gegner nicht mehr erreichen. Rübsamen aufgegeben, Sommerfeld nicht gestartet. * * Die 4 ordentliche Hauptversammlung de» Verbandes deutscher Gewerbevereine findet am 22., 23. und 24. Sep- tember d. I. zu Caffel statt. Die Tagesordnung ist sehr reichhaltig. Die Schmückung des Hessen- Denkmals bet Gravelotte und der Kriegergräber ter im Jahre 1870/71 bei Metz Gefallenen hat am 15. August durch die im Auftrage des Präsidiums der „Hasfia" nach Metz gesandte Deputation, bestehend aus den Herren Hosschloffermeister Ganß, Hofgartenaufseher Büttner und Bahnassiftent Beck, unter Anwesenheit zahlreicher hessischer Veteranen und der Bevölkerung in programmmäßiger Weise stattgefunden. Brieftauben und Telegramme meldeten den Vollzug deS pietätvollen Actes. Herr Ganß hielt an dem Denkmal, welches bekanntlich auf französischem Boden steht, etwa folgende Ansprache: „Ziehe deine Schuhe auS von den Füßen, denn da» Land, auf dem du stehst, ist heilig; geheiligt ist diese Stätte, geheiligt durch daS Blut unserer Brüder und der französischen Kameraden. Zwei Armeen kämpften hier vor 25 Jahren um ihre Ehre, die hier in Gott ruhenden Kameraden find die Opfer dieses Kampfes, Opfer treuer Pflichterfüllung. Auch der geliebte glorreiche Führer ist schon seit 3 Jahren in die Schaar der Tobten ausgenommen, aber der tapfere, ritterliche Fürst lebt fort in unseren Herzen. Auch daS Vaterland denkt seiner gefallenen Heldenföhne, sagt ihnen heute heißen Dank für ihre Tapferkeit und opferfreudige Hingebung. Zum Zeichen, daß ihre Thaten im Gedächtniß geblieben find, daß ihr Heldentod nimmer vergessen fein wird, legen wir Kränze auf diesen Gräbern nieder. Wir danken allen denen, die uns bei dieser pietätvollen Arbeit unterstützt haben, in erster Linie unserem LandeSfürsten, und lege ich im Namen Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs diesen Kranz hier nieder." Hierauf erfolgte die Niederlegung sämmtlicher Kränze. Der weihevolle Act und insbesondere die herzlichen Worte des Kameraden Ganß machten auf die alten Krieger und die zahlreich erschienene Bevölkerung einen tiefen Eindruck. Nachdem der deutsche Boden wieder betreten war, brachte Herr Büttner ein mit großer Begeisterung auf» genommenes Hoch auf Se. Maj. den Kaiser und Se. König!. Hoheit den Großherzog aus, und sand die officielle Feier hiermit ihren Abschluß. — Weiter wird dem „D. T. A." berichtet: Während der Ausschmückung deS Denkmals erschien ein besonders von Pari» beorderter Polizeicommissär, Herr Christoph, mit 4 Gendarmen und zwei Grenzsoldaten, welcher erklärte, die französische Regierung untersage daS Niederlegen von Schleifen an den Kränzen, welcher Farbe sie auch fein möchten, sie alle müßten entfernt werden. Der Herr Commissär wurde von Herrn Ganß gebeten, zu gestatten, daß die Schleifen so lange bleiben dürften, bis die photographische Aufnahme des Denkmals erfolgt sei, welche Erlaubniß auch bereitwilligst gewährt wurde. Mittags um 12 Uhr erschien dann der Commissär mit 2 Gendarmen wieder und wartete so lange, bi» die letzte Schleife von den Kränzen abgenommen war. Herr Ganß theilte mit, daß die Schmückung deS Denkmals vollendet und er dasselbe unter den Schutz der französischen Regierung stelle, deren Schutz auch zugesagt wurde. Der Herr Commissär, welcher sich in der liebenswürdigsten Weise mit der Abordnung unterhalten und ein GlaS Wein mit derselben getrunken hatte, verabschiedete sich und bedauerte dabei, daß so viele deutsche Veteranen an der Grenze uwkehrten, da sie doch frei und ungehindert die Grenze überschreiten könnten. Dem Bahnwärter Michel von der französischen Oftbahn, welcher schon während der Schmückung Wein gebracht hatte, mußte die Deputation versprechen, ihn in seinem BahnwärterhauS zu besuchen, was auch geschah, wobei die Abordnung mit Wein, Brod und Schinken bewirthet wurde. Die französischen Behörden find, wie ausdrücklich constatirt werden muß, in jeder Beziehung sehr entgegenkommend gewesen. Die Commission, welche SamStag Abend um 10 Uhr in Darmstadt eintraf, brachte sämmtliche Schleifen wieder mit zurück. • • Der Getreidemarkl. (Berichtswoche vom 8.—14. August.) Die schon so lange anhaltende Baisse-Bewegung scheint noch keineswegs ihren tiefsten Stand erreicht zu haben. An den maßgebenden Plätzen de» inländischen Getreidehandels fanden während der abgelaufenen Berichtswoche noch weitere Preis- rückgänge in Roggen wie Weizen statt. Dieselben wurden durch ungünstige Meldungen vom amerikanischen Markte sowie durch Berichte über bessere» Erntewetter in Deutschland her- vorgerufen. Auch Hafer war niedriger. PreiSnotirungen an den Productendörfen von Berlin und Leipzig: Roggen 110 bi» | 115 Mk., Weizen 136—146 Mk., Gerste 108—156 Mk., Hafer 126—152 Mk. Alle» per 1000 Kilogramm. h. AlSfeld, 18. August. Die Gebäude zu unserer Ausstellung find fertig. Am Momag werden die Decora- I teure und Maler ihre Thäligkeit beginnen, um besonder» in der elegant angelegten Restauration-Halle die Wände zu schmücken. In letzter Stunde ist man inne geworden, daß die Räume doch wohl für die vielen AuSstellungSobjecre nicht au»reichen werden und hat da» Bau Comitä Vorsorge getroffen, daß eventuell noch zwei kleinere Hallen errichtet werden können. Die Eröffnung ist auf Sonntag den 25. d. M. um 11 Uhr angefetzt. Die Gießener Besucher der Ausstellung, welche der Eröffnung beiwohnen wollen, haben also genügend Zeit, wenn fie den Zug 8 Uhr 14 Minuten ab Gießen benutzen. — Nach den bi» jetzt getroffenen Dispositionen wird Se. Kgl. Hoheit der Großherzog mit seiner Gemahlin am Donnerstag, den 29. d. M., per Extrazug via Gießen gleich nach 10 Uhr in Alsfeld eintreffen. Der Besuch gilt osficiell der Stadt und werden die Spitzen der Behörden zum Empfang am Bahnhof anwesend sein. Die Hohen Herrschaften werden zuerst die Ausstellung besuchen, eine Rundfahrt durch die Stadt machen und dann beim KreiSrath v. Gro lman dtniren. Von Alsfeld wird sich da» Großherzogliche Paar nach Romrod begeben. nn. Darmstadt, 17. August. Der Delegirtentag der „Haffia" wurde heute Morgen um 11 Uhr im städtischen Saalbau durch Oberstlieutenant CaSpary mit einer Begrüßungsrede eröffnet. Anwesend waren Se. Großh. Hoheit Prinz Wilhelm von Hessin, Staatsminister Finger, Division»- Commandeur von Goßler, Finanzminifter Weber, Provinzial- bireclor von Marquard, Geh. StaatSrath Knorr von Rosen- roth, Oberbürgermeister Morneweg, sowie die Delegirten von sämmtlichen 37 Bezirken mit 1320 Stimmen von 30076 Mitgliedern. Vor Eintritt in die Tagesordnung machte der Präsident den Delegirten die freudige Mittheilung, daß Se. Großh. Hoheit Prinz Wilhelm von Hessen an Stelle seine» Herrn Bruders, des nach München verzogenen Prinzen Heinrich von Hessen, das ihm angetragene Ehrenpräsidium der „Hassia" angenommen habe. (Bravo.) Prinz Wil elm sprach feine Freude und feinen Dank für daS von den Kameraden in ihn gefetzte Vertrauen aus. Er werde fich bemühen, tm Sinne feines Bruders die Ziele der „Hassia" zu fördern und die Beziehungen zu dem Verband in engster Weise knüpfen. Hierauf wurde dem Prinzen von dem Präsidenten daS Verbandsabzeichen der „Haffia" überreicht, daS er sofort anlegte. Der zweite Präsident, Major von Hehl, machte der Versammlung die Mittheilung, daß daS Präsidium de» Landes Verbandes der „Hassia" Herrn Oberstlieutenant CaSpary definitiv übertragen worden sei und übernahm derselbe mit Dankesworten die Leitung der heutigen Verhandlungen. Nunmehr erfolgten die Berichterstattungen der Kameraden vr. Vogt Butzbach über die VerbandSthLtigkeit, sowie des BerbandScasfier», Hauptmann Waldecker, über die Kaffe des Verbände-. Nach den Mittheilungen bei Revisor», Kamerad Engel, befindet sich die KassesÜhrung in bester Ordnung und wird dem Rechner Entlastung ertheilt. Von Seiten der Versicherungs-Gesellschaft „Providentia" wurden an den Verband 9000 Mark überwiesen, während au» dem Vertrieb deS Jahrbuch», da» in 11000 Exemplaren abgesetzt wurde, 1300Mark Gewinn erzielt wurde. Drei au» dem DerbandSvorstand ausgeschiedene Mitglieder wurden per Zuruf wiedergewählt. Ferner wurde über die Prinz Ludwig-Stistung berichtet, deren Zinsen für Unterstützung von Mitgliedern Verwendung finden und auch in diesem Jahr in Anspruch genommen wurden. Bezüglich deS Kaiser Wilhelm Denkmal» auf dem Kyff- häuser berichtet Hauptmann Waldecker, daß dasselbe Anfang» Mai nächsten Jahres fertig werde und die Einweihung im Juni stattfinde. An dem Baufond fehlen noch ungefähr 200,000 bis 300,000 Mk., die der Deutsche Kriegerbund vorlagSweise au» feiner Kasse zugeschossen habe. Der Antheil, welcher von der Hassia noch zu decken fei, betrage 5000 Mk. ES empfehle sich daher ein fleißigere» Sammeln in den Vereinen, um die Summe aufzubringen. Auf Antrag des Verbandsvorstandes wird jedoch einstimmig beschlossen, den Betrag des Antheil» der Hasfia von 5000 Mk. vorlag»- weise dem Kriegerbund zu bezahlen und in den Vereinen weiter zu sammeln. — Zum Abschließen von Verträgen rc. fehlte e» dem Verband seither an den Rechten einer juristischen Person. ES soll nunmehr dieses Recht erworben werden. — Ferner beschließt der Delegirtentag Annahme der Satzungen der Ernst-Ludwig- und Bictoria-Melitta-Stiftung, sowie Annahme des Antrags des Bezirk» Laub ach gegen 3 Stimmen, daß der au» dem Verkauf des Jahrbuchs fich ergebende Reingewinn vom 1. Januar 1895 anfangend zur einen Häifte dem Landesverband, zur andern Hälfte den BezirkSoerbänden bezw..den Vereinen nach Maßgabe der verkauften Exemplare überwiesen werden soll. — Ebenso findet der Antrag del Hauptmanns Wald eck er, daß der dem Verbände zu- fallende Reingewinn in zwei Theile getheilt und ein Theil der Ernst-Ludwig- und Melitta-Stiftung, der andere dem Verband zugewiesen werden soll, mit großer Majorität in namentlicher Abstimmung Annahme. — Ein von dem Bezirk Mainz gestellter Antrag, daß alle Theilnchmer von 1870/71, welche erwerb»- oder hilfsbedürftig geworden sind, in möglichst rascher Weise zu unterstützen seien, auch wenn die Unterstützungsbedürftigkeit nicht au» dem Feldzug von 1870 hergeleitet werden kann, wird nach längerer Debatte dahin erledigt, daß dem'Präsidium der „Haffia" die Directive in diesem Sinne gegeben wird. — Als Ort für den nächsten Delegirtentag wird Lauterbach einstimmig bestimmt. — Der Entwurf de» Voranschlag» für 1895 findet einstimmige Annahme und balancirt nut 14,970 Mk. in Einnahme und Ausgabe. — Darauf war die Tagesordnung erledigt und wurde der Delegirtentag um 2 Uhr geschlossen. Nach demselben reihte fich ein gemeinsames Mittagsmahl an, an welchem Prinz Wilhelm und die Spitzen der Militär- und Civilbehörden theilnahmen. ft «S.w’Ä 8MB-1 ©laubig *5 d» üap«Oel‘ jhtrtMtX witftK Rf jubilSlwck M schützen.___ # M»' 1 Mlle-eÜlhte Txfflt in J“ der Anspiel gaum hotte der : tztliebte auf ih« Wsst tabtett - rmrsetü Ugibuchhandluvz bürgte W.ba für die beste Grtf rur Erzählungen, W ba PreiSbewn a 1. Januar 18 - Zur Sri Seit, U uor 25 ' lanbs Wt erl Handlung um S unter brat Itid: Schilderungen an« die 1. Liesm Heschichtswerle, und wo Io bmi da« Eingehendste wirr es ein nutz! Ladest selten finb die Utibtn unb 5- c;r Üuga fütrai bi mgen. &n fold/t döovbnen Vorzug ^MmteKeSM 6trSpor=ii.l Ac 1. Autgeliehene 1 a) gegen Obli i>) „ Schu c) , Wert! nach dm C MW ® getdei . 2. Kassevoirch Ausstände 4- Mobilien Die. Währ Daher Großen- Mr- ii. fity Der 4 Montan. r "«»l «0^ 110 zwar: °°n« •n Cn„ *8m$ot kSteI11 2 AltQlwiefe ■ lm Philoso; ^enivie ■Mteittac Darmstadt, 18. August. Vom 1. October d. I. ab erhält, wie der „D. T. A." meldet, die hiesige Garnison einen abermaligen Zuwachs, so daß dieselbe weit über 5000 Mann zählen wird. Gleich nach den Herbftübungen wird die 3. Schwadron des Leib - Dragoner-Regiments von Butzbach in die neue Cavallerie-Kaserne hierher verlegt, die 4. Schwadron bleibt vorerst noch in Butzbach;' außerdem wird das hiesige Trainbataillon eine 3. Compagnie als „BespannungS-Abtheilung für Fußartillerie" erhalten, diese Compagnie jedoch vorerst auf dem Artillerie - Schießplatz untergebracht werden. vtugeu, 17. August. Bei einem massenhaften Andrange der Gläubigen wurde die Congregation der RochuS- capelle heute vollzogen. Die Stadt prankte aus diesem Anlasse im reichsten Festschmuck. Fünf Bischöfe weihten die Capelle um die Altäre. Am äußeren Altar wurde ein feierliches Hochamt gehalten. Die Festrede im Freien hielt Bischof Haffner-Mainz. Er schilderte die Geschichte der Capelle seit 1666, die ein Beweis für die Heiligkeit des katholischen Glaubens sei, welcher unverändert Jahrhunderte überdauert habe, während die Grenzen und Titel gewechselt hätten. Der Redner gedachte schließlich des Kriegs- jubtläumS und forderte die Zuhörer auf, den Frieden zu schützen.________________________________________________________________ vermischtes» * Berlin, 18. August. Heute Bormittag 11 Uhr hat die unverehelichte Elsa Sänke ihren Geliebten, einen Doctor, in die Wohnung ihrer Freundin kommen lasten unter der Vorspiegelung, er sollte einen Krankenbesuch machen. Kaum hatte der Arzt die Wohnung betreten, als sich seine Geliebte auf ihn stürzte und ihn mittelst dreier Revolverschüsse tödtete. Die Mörderin wurde verhaftet. Citerattw un6 Kattfl — Tausend Mark für die beste Erzählung. Die Verlagsbuchhandlung des^Lahrer Hinkenden Boten", MorttzSchauen- durg in Lahr, hat bekanntlich einen Preis von 1000 Mk. ausgesetzt für die beste Erzählung. Es sei darauf aufmerksam gemacht, daß nur Erzählungen, die bis zum 1. October d. I. etngeretcht werden, bet der Preisbewerbung in Frage kommen. Die Entscheidung erfolgt am 1. Januar 1896. — Zur Erinnerung an jene ewig unvergeßliche ruhmvolle Zeit, da vor 25 Jahren die verbündeten deutschen Armeen Deutschlands Einheit erkämpften, wird die bekannte Militäroerlagsbuchhandlung von Max Babenzten in Rathenow ein Sammelwerk unter dem Titel: »Deutschlaud- RuhmeStage 1870/71*, in Schilderungen von Mitarbeitern" herausgeben, von welchem unS die 1. Lieferung zur Besprechung oorltegt. Unzählig sind die Geschichtswerke, die den glorreichsten aller Feldzüge behandeln, — und wo so berufene Federn, wie u. A. vom Grafen Moltke, auf das Eingehendste den Siegeslauf der deutschen Heere beschrieben haben, wäre es ein nutzloses Beginnen, jenen ein neues htnzufügen zu wollen. J-rdeß selten sind die Schriften, die das Leben und Treiben im Felde, die Leiden und Freuden der Krieges der gegenwärtigen Generation vor Augen führen und den Theilnehmern jener Zeit in Erinnerung bringen. Ein solches Werk ist das vorliegende, welches den ganz besonderen Vorzug hat, daß die Mitstreiter ausnahmslos wirklich ungeschminkte Selbsterlebnisse zum Besim geben. Das uns vorliegende erste Heft beginnt mit den Erinnerungen von Karl Gotthilf, der die von ihm miterlebten heiteren und ernsten Episoden zu einzelnen Gmrebildchen zusammmfiellt. DaS ganze Werk, das in 33 bis 40 drei Bogen umfassenden 14 tägigen Lieferungen ü 40 Pfg. erscheint, wird nicht nur dm damaligen Zeitgenossen, sondern allen benen, die des Königs Rock zu tragen die Ehre hatten, willkommme Lectüre bieten, und sei darum zur Anschaffung angelegmtltchst empfohlen. Bestellungen werden durch jede Buchhandlung entgegmgenommen. — Wie wir unter Eisern Kreuz erwarben. Bearbeitet von F. v. Dinklage-Campe. Deutsches Verlagshaus Bong L Co. Berlin W., 15 Lieferungen ä 50 Pfg. Wie rheinische Husaren auf ihren Patrouillmritten durch Frankreich „französisch sprachen und deutsch dreinhieben", gegen friedliche Leute höflich, gegen dm Feind schneidig und schonungslos oorgtngen — das berichtet uns in der vorliegenden brüten Lieferung bes fesselnbm Prachtwerkes bet ehemalige Unteroffizier Heinrich Sahler in flottem, unterhaltendem Plauderton. Hübsch ist das „Trompeterstückchen" detz Dragoner- trompeterS Haensgen, der hinter seinem gefallenen Schimmel Cassandra mit einem erbeuteten Chassepot völlig auf eigene Faust ein Feuergefecht gegen feindliche Infanterie eröffnete, spannend die Erzählung des Ostpreußen Rudolf Marienburg von dem Sturm auf die von Glatteis umpanzerte, von den Franzosen mit wüthendem Feuer verthetdigte Waldruine „Robert le diable“. All diese Episoden sind durch packende Zeichnungen von R. Knötel's Meisterhand illustrtrt, während L. Becker die erhebende Scene veranschaulicht, wie General Graf v. d. Groedm nach der schlacht bei St. Quentin die treue, opsermuthige G-folg- schäft des kühnm Lieutenants Oscar v. Auer dadurch ehrte, daß er entblößten Hauptes ihre Front abritt. Das Heft emhält neben zahlreichen weiteren textlichen und illustrativen Beiträgen zwei doppelseitige Bilder: „Auf dem Rückzüge nach Metz am 18. August" nach E. Crofts und „Angriff der 5. Dragoner bet Arblay-Ferme" nach Faber du Faur. Die Extrabeilage „Die Bayern bet Weißenburg" von R. Änötcl ist einer jener prächtigm, lebensvollm Auguarell- Farbendrucke, die eine Spectalität deS Bong'schen Verlages bilden. Bei der Redaction eingegangene Bücher re.: — Die Wahrheit. Halbmonatsschrift zur Vertiefung in die Fragm und Ausgaben bes Mmschenlebens. Herausgeber: Ehr. S ch r e m p f. Monatlich zwei Hefte 8'. Preis vierteljährlich 1.60 Mk. Heft 45. Fr. Frommans Verlag (E. Hauff) Stuttgart. Unterhaltungen zu Bad-Nauheim in der Woche vom 20. August bis 25. August. Die Kurcapelle spielt täglich Morgens von 71/«—84/a Uhr an dem Kurbrunnen, Nachmittags und Abmds siehe unten, bei weniger als 10° R. Wärme im großen Speisesaale des Kurhauses. Dienstag dm 20. August, Nachmittags von 5 61^7 und von 8 bis 10 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Von 8 bis 10 Uhr werden Tänze gespielt und kann auf dem nordwestlichen Theile der Terrasse getanzt werden. Abmds 8 Uhr im Saale: Zaubervorstellung des Herrn Professor Rooberts aus Berlin. Mittwoch den 21. August, Nachmittags von 5 bis 7 und von 8 bis 10 Uhr: Concert der Kurcapelle aus der Terraffe. Abends 8 Uhr im Saale: Gastspiel der Opernsängerin Frau Ida von Seydlitz: Papa hats erlaubt. Hierauf: Liebervortrag von Frau von Seydlitz. Dann: Eine vollkommene Frau. Zum Schluß: Liebervortrag von Frau von Seyblitz. Donnerstag ben 22. August, Nachmittags von 4 bis 7 unb von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse: Concert von der Capelle des 2. Großh. Hess. Jnf.-Negiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 aus Gießen. Freitag den 23. August, Nachmittags von 5 bis 7 Uhr: Concert der,Kurcapelle auf der Terrasse. Abmds 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kurcapelle. Stöbert und Bertram oder: Die lustigen Vagabunden. Samstag den 24. August, Nachmittags von 4Vg bi« 7 und von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse: Doppel-Concert vom Männerchor Humanitas aus Darmstadt und der Kurcapelle. Sonntag dm 25. August, Vormittag« 7«/» Uhr wird zur Einleitung der Feier des Nammslages Sr. König!. Hoheit des Großherzogs der Männerchor Humanitas beim Frühconcert einige Chore am Kurbrunnen fingen. Nachmittags von 4 bis 81/, Uhr aus der Terraffe: Concert von der Capelle detz 4. Großh. Hess. Jnf- Regts. Prinz Karl Nr. 118. Abmds 8 bis gegen 11 Ubr im Saale: Festball mit Corillon zur Feier des Namenstages Sr. König!. Hoheit deS Großherzogs. Ipitlploe 6tr vereinigten Frankfurter rtadttheate, Operahov». Dienstag dm 20.August: Freischütz. Mittwoch den 21. August : Mignon. Donnerstag den 22. August: Götterdämmerung. Freitag ben 23. August: Hänsel und Gretel. Hierauf: Die Puppenfee. Samstag den24.August: Der fliegende Holländer. Sonntag dm 25. August: Der Trompeter von Säkkingen. Montag den 26. August: Lohengrtn. Schauspielhaus. Dienstag ben 20. August: Frauenkampf. Durch den Kaufmännischen Verein. Mittwoch dm 21. August: Der Menontt. Donnerstag ben 22. August: CharleyS Tante. Freitag bm 23. August: Maria Stuart. Samstag dm 24. August: Kabale und Liebe. Sonntag ben 25. August: Ehre. Montag ben 26. August: Die Journalisten. Daetdye, €anb» rrnd VoU-wirrhschäft. Gründer-, 17. August. Fruchtpretse. Weizm X 14,00, Korn X 13,60, Gerste X 00,00, Hafer X 11,74, Erbsen X 00,00, Linsen X 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 0,00, Samen X 19,26. Witterungsbericht vom 18. August. Dm größten Theil Europas bedeckt ein barometrisches Maximum, welches seinen Kern mit mehr als 77(T Mm. Barometerstand über Holland aufweist. Der tiefe Druck hat sich noch weiter ostwärts verlegt. Im äußerstm Norden dagegen zeigt sich der Rand eines neuen Minimums. Auch über Westeuropa ist das Barometer in langsamem Sinken begriffen. Auf unserem Gebiete herrscht unter dem Einflüsse des hohm Drucke« meist heiteres oder wolkenloses Wetter, doch lagen heute Morgm bei meist nordöstlicher Luftzufuhr die Temperaturen im Flachlande noch etwas tiefer als gestern. In den Hochstationen dagegm zeigten sie eine kleine Zunahme. Bora«»ftchttich< Witter««-r Zunächst noch feine wesentlichen Amberungen. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 19. August, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 15°, Luft 19- im Schattm. Rübsamen'sche Bade- und Schwimmanstatt. □oooooooooooooooooooo 0 Sommerstoffe ä 65 Pfg. per Meter 0 Cheviots U. Buxkin ä Mk. 1.35 per Meter A doppelbreit, nadelfertig und garantirt waschächt, versenden Q in einzelnen Metern portofrei in’s Haus 6626 0 Tuchversandtgeschäft Oettinger & Co., Frankfurt a. M. V 0 ——— Musterauswahl umgehend franco. । ■. 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Reingewinn . . . 554.53 123192.06 betrug Ende 1893 36 ...... 1 ab . . . - Daher Stand der Mitglieder Ende 1894 . . 37. Grotzen-Buseck, den 17. August 1895. Spar- u. Lechkasse (Eingetr. Genossensch. m. und. Haftpflicht) Der Rechner: Der Controleur: Gengnagel. Schmidt. 6970 Grummetgras - Versteigerung der Stadt Gießen. Montag, den 26. und Dienstag, den 27. d. Mts., jedesmal Bormittags 9 Uhr beginnend, soll das Grummetgras von den städtischen Wiesen, von dem Friedhof und von den Anlagen vor dem Friedhof, sowie von den Wieseckböschungen meistbietend versteigert werden und zwar: Montag, den 26. August von den Wiesen vor der Neustadt (einschl. der Wiese des Hospitals am Wolfsfurt, von welcher das Gras um 9 Uhr an der Rübsamen'schen Badeanstalt ausgeboten wird), alsdann von den Böschungen der Wieseck an Ort und Stelle, hierauf von den Wiesen im Heegstrauch am Reuen wegerthor, darnach von dem Friedhof und von den Anlagen vor dem Friedhof, sowie vom Rußland, am Fürftenbrunnen, im Wieseckthal (einschl. der Hospitalwiese in der Gemarkung Wieseck, von welcher das Gras um 2 Uhr im Philosophenwald zum Ausgebot kommt) Dienstag, deu 27. August von den Ochsenwiesen, den Wiesen im Stolzenmorgen, Utersbrunnen, Altentisch, Nachmittags 1/»2 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Rödgen; Nachmittags V23 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Alten- Bekanntmachung. Die bem städtischen Hospitale unb der Plockischen Stiftung gehörigen nachverzeichne en Liegenschaften sollen anderweit auf 9 Jahre, von Martini 1895 bis 1904 an Ort «Nb Steve verpachtet werden. Zur Verpachtung gelangen: 1. Donnerstag den 29. ««grrst 1895, von Vormittags 8 Uhr ab. (Die Zusammenkunft findet am Schiffmberger- weg statt.) Gemark««- Gieße«. Flächen- Flur Nr. inbalt Gewann: qm. 33 102 3888 Acker im Altenfeld, links auf den Weg 33 15 681 Acker im Altenfeld 28 87 1512 Wiese am Heegstrauch XXVI 195 1980 1 Acker am untersten 19 »h 67 | Riegelpfad XXVI 244ie heutige Kummer nrafcf;t 6 Seiten Sie enthält beste Bollmilch, Eier und Vflanzmelweib Sie erzeugt gesundes Blut und sestrs Aleisch Sie fördert Muskrl und »nochenbildung Sie bleibt dauernd steril und ist frri von «oster Ltärle. Sie verhütet und beseitig, daher Erbrechen und Durchfall. Sir macht Kuhmilch leichtverdanlich und «rflän|t die in derselben fehlenden Mengen an Blut und Wärme bildenden Stoffen. Sie wird von den Lindern gerne genommen und ist auch ostne Milchzusatz vollftLndige, an Nährwert«, der Muttermilch qletchkommende .^iudernastrung, daher, wenn Milch nicht vertragen wird, oder zu Emg. 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Th. 40 Raab-Graz 100 132.70 130.40 97.90 133.— 131.- 98.25 101.60 101.60 Nordd. Lloyd . 105.75 107.30 3 Türk. fr«. 400 42.70 43.7» 102.30 102.30 höchster Zarbw. 423.— 423.50 Bochumer Guß 160.20 163.- liiqinel. feire 105.20 101.20 103.40 101.05 104 15 105.20 101.20 103.40 101.05 104.05 Dortm. Union. Gelsenk. Brgw. Harpen. Brgw. Set. König«- u. Laura . . . 68.25 174.70 158.— 139.80 71.70 180.50 167.80 142.80 Ptr Stück m vlk. Ansbacher fl. 7 Augsburg. , 7 Brschw-Thlr 20 Finnland. , 10 Freiburg ffl.15 48.50 27.20 108.80 29.50 48.30 27.10 108.05 60.— 29.50 102.— 102 — Silei^Actien. MaUander „ 10 14.25 13.95 100.65 100.40 Heff.Ludwig«b. 119.25 120.70 Meimngerfl. 7 24 45 24.55 104.60 104.80 Csac. Agram . 223.— 223»/.» Pappenh. „ 7 28.90 26.— 101.50 101.50 Oest. Staatsb. 351 — 340»/. Lenediger L 30 24.10 24.65 Baatspapikrk. Deutsche. D. ReichS'Anl. 105.70 105.65 5 4 4 Rum. am. Rte. Ruff.Obl. v.80 Schwed. Obl. . 97.40 102.— 101.20 99.80 101.80 101.51 4 4 41/, 4' do....... 104 65 30, do...... 101 50 do....... 100 20 5 Serb.Gld.-Rte 71 40 Preuß.ConsolS 105.35 105.40 5 do. Tab.-Rte. 71.70 73.70 «' , do....... 104.60 104.55 4 Spanische Rte. 65.80 65.50 3‘ 3 do....... 100.20 100.10 5 Türk.ZoU-Obl. 101.90 101.80 31 4 Bad. St.-Obl. l bo.cono.Lit.C. — v. 1886 . . . 106.55 105.80 1 do. Lit.D. 25.65 25.80 3' 4 Bayr. St.-Obl. 105.05 106.65 4 Ung. Gld.-Rte. 103.70 103.75 3' . do. Eisb.-Obl. 103.50 104.30 4 do.Kron.-Rte. 99.80 99.75 8' , Brem.St.'Anl. do.E. B.Gold v. 1892 . . 103.50 103.20 v. 1889 . . . 105.30 105.45 81 Hamb.St. Rte. 5 Arg. inn. Anl. 58.75 59.50 v. 1893 . . . 103.60 103.50 1' do. äuß.v.1888 51.— 53.80 4 Hess. St.-Obl. 108.20 106.20 ChinesischeAnl. 107.20 107.30 3‘ do.... . 104.55 4 Eavotische unif. 105.30 «usläudlsch«. 6 Mexic. v. 1890 91.75 92.- 5 5 do. Eisenb. . 78.90 78.80 1890 .... 33.30 33.- 3 do. Silber. . 25.65 25.80 4 do. Mon -An! 38.10 37.50 6 Jtal. Rte. St ätütr-GHI. 1000—4000 89.80 89.80 Franks, v. 1893 102.85 103.- 4 8 do....... 53.30 53.35 Darmst. 88 94 102.35 102.51 3 4 De t. Gold Rte 103.70 103.75 Gießen .... 102.50 102.— 5 4V, Oest.Silb -Rte. 85.35 85.55 Mainz..... 101.95 102.— 4 8 Oe terr.Localb. 4 Ofienb. v. 1892 104.50 104.50 3 verstaatl. . 84.10 83.95 Äiesb , 1887 102.80 102.80 3 4V, Port. Et. Anl. 41.60 41.30 4 Wormv .... 105.80 105.80 3 3 do....... 27.10 27.25 3' , WormS . . . , 101.55 101 75 3 SS» .. s*- 9 LsviaSs- ♦ gnnobti» n fcfarn.'rit Sir bringen SrAkkisve" DOM 15. !• |U dessen viknstu Keuudüssrr Gieren, ®ri betreffend M Die Maul ttloiitn und di litten, Gr 8ttr.: Land« $ei @« ao bit ®r l 8on btin ist uni eine Anzi Ibnlanbt rvndn Nr werdei sollende W in Ihnen, dieselbe! aoschlagen bezn «etr.: Die Nn Das Groß av die Groff Du die Anz tn an den 1 und Hindus \ ^gert, sondern Regengüße re. Bestimmungen vom 28. Sept wir noch beson 1891 pog. n D'e Bürg, Unhold 24 Gleitung, dem? ^«her den Schc o diirgermeisi «enntnij giebt. 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