Mittwoch den 20. März 1S95 Nr. 67 16 aU6inT Amts- und Anzeigeblutt für den Tireis Gieszen. Hratisbeikage: Hießener Kamilienbkätter. Deutsches Reich Amtlichem Theil chter » nach jchen 1 Uhr. e, ===== Ausstattung*- j Geschäft. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphffches Correspondenz-Bureau. Golontaletat. ,, gebet die in der Subßdcomtniffion gepflogenen Beratungen referirt in eingehender Weife der Abg. Prinz Arenberg DaS Resultat sei nach P.üsung der Klagen über den Bureaukrat.smus und Militarismus, daß dem Gouverneur von Scheele nicht der geringste Vorwurf gemacht werden könne; ebenso sei die Verwaltung WißmannS eine correcte gewesen und könne man'hm nicht nachsagen, daß er verschwenderisch gewirthschastet habe. In der Commission sei der Wunsch ausgesprochen worden, die Schutztruppe möge sich streng innerhalb ihrer Grenzen halten und bas auswärtige Amt müßte die formelle und materielle Verantwortlichkeit für die Schutztruppe übernehmen; ebenso wolle man die Commandirung von Dl fixieren nur im Einvernehmen mit dem auswärtigen Amte vornehmen und die Auswahl der Gouverneure unter Verantwortlichkeit der Colonial-Abthkilung vornehmen lassen. Abg. Richter (frf. Vp.) zieht einen Vergleich zwischen den Erfolgen in Ostafrika und den entstandenen Kosten, bekämpft die Ausfuhr dorthin, die nicht nennenswerth sei, rügt die vorgekommenen Ausschleitungen, erörtert Mißstände des BureaukratismuS in Ostafrika und erklärt, daß mit dem Fortgang des Herrn v. Scheele der Dualismus und die Schablonenhaftigkett nicht geschwunden feien. Wenn man nun denke, durch eine kaufmänische Verwaltung eine Besserung herbeizuführen, so irre man sich. Auch die in Aussicht genommenen Gründungen von Eisenbahnen seien verfehlt, da ja von einem Güterverkehr keine Rede seine könne und die Eingeborenen keine Bedü, fnisfe nach Waaren hätten. Das Projekt einer afrikanischen Centralbahn sei wohl nicht ernst zu nehmen. Für Afrika werfe man Millionen heraus, zur Aufbesserung der Landbriesträger habe man nicht 100 000 bis 200 000 Mk. übrig. _ Direktor Kayser tritt den Vorredner entgegen und bezeichnet feine Rechnung als falsch. Der Handelsverkehr in Ostafrika sei erst im Entstehen, weise jedoch jetzt schon einen erheblichen Aufschwung ■uf. In Verfolg feiner weiteren Ausführungen verfucht Redner die Vorwürfe des Abg. Richter zu widerlegen, die nicht dazu angethan seien, den begonnenen Weg zu unterbrechen. . Graf Arnim (Rv.) wünscht, daß man der Entwickelung per Colonien Zeit lassen möge, steht großen Bahnbauprojecten skeptisch gegenüber und macht Bedenken geltend gegen die Ertheilung zu großer Privilegien an einzelne Gesellschaften. Director Kayser äußert sich, daß die großen Gesellschaftenden kleinen Colonisten erst den Weg ebnen. . (n ,n Abg. v. Vollmer (Soc.) bedauert, sich mit Culturaufgaben in Afrika beschäftigen zu müssen, anstatt im eigenen Lande. Der Militarismus mit seinen beunruhigenden Expeditionen mel Unheil angerichtet. Redner rügt das V-t hatten der O fiziere gegen die Eingeborenen, bedauert, entgegen den Darstellungen der Regierung, d-s Besteben des Sclavenbandels. . 8 Nachdem Abg. Prinz Arenberg dem Vorredner euf etne vor- aefommene Meuterei in einer Compagnie geantwortet und Dtrector Kaiser erklärt hat, daß der Sclavenhandel sich noch nicht ganz unterdrücken lasse, vertagt das Haus die Westerberathung auf morgen — Der Antrag Kanttz soll tm Reichstage noch vor den Osterferien zur Erledigung kommen, was natürlich zur Voraussetzung hätte, daß alle anderen bereits in aller Form etngebrachten Initiativanträge zurückstehen müßten. Den getroffenen parlamentarischen Dispositionen gemäß fällt der „Schwerinstag" des Reichstages in der laufenden Woche aus, um eS dem Hause hierdurch zu ermöglichen, die Special- berathung des Etats bis Mittwoch, den 27. März auf alle Fälle zum Abschluß zu bringen. An letztgenanntem Tage soll dann der Antrag Kanitz zur Berathung kommen, höchst wahrscheinlich wird dieselbe auch noch die Sitzung vom Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für be* folgenden Tag erscheinenden Stummer bis Dorrn. 10 Uhr. canbrt federdichte« 18W MlWt, tzendrclle Hirrigen in dem Solmser Hof. Zu diesen Vorträgen werden hierdurch alle Mitglieder de» landwirthschaftltchen Vereins und alle Viehzüchter ein* geladen. Die Herren Bürgermeister der genannten und benachbarten Gemeinden werden hierdurch ersucht, auf möglichst zahlreichen Besuch der Versammlungen hinzuwirken. An diejenigen Gemeinden, in welchen Zuchtoereine errichtet werden, wird zur Bestreitung der hierdurch entstehenden Kosten ein Beitrag von fünfzig Mark aus der landwirthschaftlichen Bezirksvereinskaffe ausgezahlt werden. Die Herren Bürgermeister, welche wünschen, daß derartige Vorträge auch in ihren Gemeinden abgehalten werden, wollen dies mittheilen. Gießen, den 5. März 1895. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen. Carl Jost. int der beste ■Zusatz. Lahr t Baden, det 1793. leprämllrtDreidiil^ BikNkljäbriger AdonnementspreiAr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerloha. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Expedition und Druckerei: -chutstrahe M.7. Fernsprecher 51. Darmstadt, 17. März. Das Befinden Ihrer Königlichen Hoheit der Großherzogin und der kleinen Prinzessin ist auch heute durchaus normal. Berlin, 17. März. Die Berathungen der Reichstags- Commission für die Tabaksteuer-Vor läge haben mit der Ablehnung deS das Prinzip der Fabrikatsteuer enthaltenden § 4 deS Regierungsenrwurses einen ominösen Anfang genommen. Man kann natürlich durchaus noch nicht von einem Scheitern bet Vorlage sprechen, besonders da von verschiedenen Seiten in der Commission Anträge zum Ersatz für die gefallene Bestimmung vorbereitet werden. Immerhin erscheint aber das Schicksal der Tabaksteuer-Vorlage angesichts dieser ihr ungünstigen erstmaligen Abstimmung der Commission recht ungewiß- zunächst bleibt freilich die Weiter- 28. März in Anspruch nehmen. — Der Vorstand der Centrumsfractio n des Reichstages hat dem Vernehmen nach den angeregten Vermittlungsvorschlag in der Frage der Stellungnahme des Reichstages zur bevorstehenden Bismarckfeier endgiltig abgelehnt. Der Vorschlag lautete bekanntlich dahin, daß das Centrum einen vom Präsidenten im Plenum zu stellenden Antrag, ihm die Ermächtigung zur Beglückwünschung des Fürsten Bismarck Namens deS Hauses zu ertheilen, stillschweigend passiren lassen sollte. Falls also dieser Vermittelungsantrag vom Centrum wirklich zurückgewiesen worden sein sollte, so könnte demnach auch von keiner offiziellen Ehrung des Schöpfers des deutschen Einheitsstaates seitens des Reichsparlamentes mehr die Rede sein. — Freiherr v. Schorlemer-Alst, früher einer der hervorragendsten Führer der Centrumspartei, ist am Sonntag Mittag gestorben. Burghard Freiherr v. Schorlemer-Alst war am 21. October 1825 auf Schloß HerringS- Hausen bei Lippstadt geboren, und betrat zunächst die militärische Laufbahn. Nachdem er 12 Jahre als Offizier in verschiedenen Reiterregimentern gedient hatte, quittirte er den Dienst, um sich ganz der Bewirthschaftung seines Gutes Alst bei Burgsteinfurt zu widmen. Später entwickelte er jedoch auch eine eifrige politische Thätigkeit im Jntereffe der katholischen Kirche und der clericalen Partei, und als er dann die parlamentarische Laufbahn betrat, gehörte er bald zu den einflußreichsten und schlagfertigsten Rednern der neuen Centrumspartei. Seit 1870 war er Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses als Vertreter für Münster-CoeSfeld, seit 1873 auch Mitglied des Reichstages als Vertreter des Wahl- kreises Steinfurt-Ahaus, welches Mandat er indeffen infolge tiefgehender Meinungsverschiedenheiten mit anderen CentrumS- sührern 1885 niederlegte. Der Verstorbene gehörte auch dem preußischen Landes - Oekonomie-Collegium, sowie dem Staatsrathe an. Schmalkalden, 18. März. Bei der heutigen Reichs- tags-Stichwahl erhielt Huhn (Soc.) 6766, Jskraut (Antis. Agr.) 9845 Stimmen. Demnach ist Jskraut gewählt. (Bei der ersten Wahl am 28. Februar fielen auf den socialdemokratischen Candidaten rund 5400, den freisinnigen 3400, den nationalliberalen 3200 und den anti» semitisch-conservativen 3800.)Sr- Deutscher Reichstag. 63. Sitzung. Montag, den 18. März 1895. Berlin, 18. März. Die Justiz-Commission des i Reichstages nahm § 61 der Novelle zur Strafproceßordnung I in folgender Fassung an: „Der Zeugeneid lautet, daß der I Zeuge nach bestem Wissen und Gewiffen die reine Wahrheit ! gesagt, nichts verschwiegen und nichts hinzugefügt hat." ; Ferner wurde § 63 angenommen: „Der Eid wird mittelst ' Nachsprechens oder Ablesens der die EideSnorm enthaltenden , Formel geleistet- bei gleichzeitiger Vereidigung mehrerer 1 Zeugen hat der Richter die EideSnorm mit der EingangS- formel: „Sie schwören bei Gott dem Allmächtigen und All- wiffenden" vorzusprechen." Bei § 65 betr. die Vereidigung Bekanntmachung. Herr LandwirthschaftSlehrer Dr. von Peter zu Friedberg wird über die Errichtung von Stammzuchtvereinen durch die Gemeinden nach den Vorschlägen des Herrn Oeconomie- rath» Müller zu Darmstadt Vorträge halten: 1) Sonntag den 24. März 1895, Nachmittags 3 Uhr zu Eberstadt in dem Saale des Beigeordneten Gör lach. 2) Dienstag den 26. März 1895, Nachmittags 3 Uhr zu Bellersheim in dem Nalhhause. 3) Donnerstag den 28. März 1895, Abends 8 Uhr zu Lang-Göns in dem Saale des Herrn Wirths Konr. e6 Quartal ck > großen MM '«JÜiL Alle Annoncen-vureaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Münzen in Aussicht genommen. Berlin, 18. März. Die „Berl. Corresp." meldet: Nach Bestimmungen des Kaisers sollen am 1- April dsS. IS. zur Feier deS 80. Geburtstages des Fürsten Bismarck die Reichs- und Staatsgebäude geflaggt werden. Berlin, 18. März. Der Bundesrath hat tn seiner heutigen Satzung den Gesetzentwurf wegen Abänderung de« BranntweinsteuergesetzeS vom 24. Juni 1887 angenommen. DaS Gesetz soll am 1. October b„ I. in Kraft treten. Berlin, 18. März. Das Staatsministerium ist heute Mittag 2 Uhr zu einer Sitzung im ReichStagsgebäude zusammengetreten. .. t Berlin, 18. März. Der „Reichsanzeiger meldet: In Der chietzener Anzeiger erscheint täglich, im Ausnahme deS Montag». Die Gießener PamikienSkätler «erden dem Anzeiger »Schrnilich dreimal drigelegt. Gießener Anzeiger Kenerai'-Mnzeiger. rrs.^ -ft '"**** ii5 Neustadt 55 ‘«»Mi der Zeugen im Vorverfahren, wurde der bisherige Wortlaut beibehalten. Berlin, 18. März. Der hiesigen brasilianischen Gesandtschaft sind folgende Telegramme aus Rio de Janeiro zugegangen. Die Insubordinationen der Zöglinge der Militär sch ule in Rio de Janeiro gegen den Comman- kanten der Schule haben die Regierung zu Gegenmaßregeln genöthigt. Viele der Zöglinge sind entlassen, andere gänzlich aus den Reihen der Armee gestrichen worden und ein Theil derselben befindet sich in Festungshaft. Die Armee hat sich vollkommen correct verhalten und die öffentliche Meinung steht durchaus auf Setten der Regierung. Die Ordnung ist wiederhergestellt. Ansammlungen in den Straßen find ohne Anwendung von Gewalt zerstreut worden. FriedrichSroh, 18. März. Der Besuch deS Kaiser» beim Fürsten Bismarck ist für den Monat März au- gekündigt. ' Der Tag des Besuches ist noch nicht festgesetzt. Münster i. W., 18. März. Der Kaiser hat bet Familie des verstorbenen Freiherrn v. Schorlemer-Alst ein Beileidstelegramm in den huldvollsten Ausdrücke« übersandt. Auch Cardinal Krementz hat condolirt. Die Beisetzung der Leiche findet am Donnerstag Vormittag in Leer in Westfalen statt. Bellinzona, 18. März. Der Kriegscommissär Conte- stabile ist mit Hinterlaffung eines DeficttS von mindesten» 30000 Fr. flüchtig. Bayonne, 18. März. Nach brieflichen Mittheilunge« aus Madrid vom 17. März dauert die Erregung der Offiziere gegen die P r e f s e fort. In vergangener Nacht ließen mehrere Zeitungen ihre Geschäftsräume durch bewaffnete Leute bewachen. Im Laufe deS Tages bewachte die Polizei die Zeitungsbureaus. ES kam indeß kein Zwischenfall vor. London, 18. März. Hier wurden heute 1800 Pfund Sterling in 100 - Pfund - Banknoten gestohlen. Dieselben tragen die Nummern 17583—17600 einschließlich und find vom 7. April 1894 batirt. Madrid, 17. März. Der Ministerrath ist übereingekommen, seine Entlassung zu nehmen. Ministerpräsident Sagasta begab sich nach dem Palais, um der Königin Regentin die Entlastung des gesammten Cabinets zu überreichen, welche angenommen wurde. Die KönigiwRegentin wird morgen mit den Präsidenten der Kammern und mehreren politischen Persönlichkeiten conferiren. Als Grund für die Demission des Cabinets werden die Zwistigkeiten zwischen den Offizieren der Garnison und einigen Journalen angegeben. Sagasta soll entschlosten sein, nicht wieder in daS Mtnisterium etnzn- treten. Der Vorsitz wird wahrscheinlich dem Marschall Martinez Campos angeboten werden. Depeschen des Bureau „Herold". Berlin, 18. März. Beim Kaiserpaar findet morgen Abend ein größeres Diner statt, wozu die Mitglieder be» StaatSraths geloben finb. Berlin, 18. März. Wte die „Voff. Ztg." mtttheilt, ist tn dem Befinden deS Prinzen Joachim eine bemerkens- werthe Aenderung nicht eingetreten. Die Nacht von gestern hat der Prinz etwa» weniger unruhiger verbracht, als die Nacht vom Samstag auf Sonntag. Die Besorgmste, welche an die Krankheit des Prinzen geknüpft worden find, sind noch nicht gehoben, jedoch sind die Schmerzen in der Bauchhöhle geringer und treten seltener auf. Berlin, 18. März. Die „Nordd. Allg. Ztg. Weibt: Die in letzter Zeit wiederholt aufgetauchten Nachrichten über etne angebliche auch in diesem Frühjahre in Aussicht genommene Reise der Majestäten und der kaiserlichen Kinder r schrWattU”g ...teilt in der Abbazia sind erfunden. Berlin, 18. März. Der preußische Finanzmtn ster vr. Miquel ist, wie die „Poft" erfährt, an einem Anfalle von Grippe erkrankt und an daS Haus gefesselt. Berlin 18. März. Wie verlautet, hat der Kaiser in Betreff der Ehrung d-s Fürsten BiSmnrck Prägung von nmlung m „Hessischen H,s. VofftandSwabl. [31T5 ndelsschule iljahr, — tlflsse (= Quarta), Be- Itärdlenst. Scheibend demlelürreinleeb ihulanfang, Unterkunft * Die Dlrertioa. Weil III. I C------1.— -—u -, „ 4) Sonntag den 7. April l. I., Nachmittags 3 Uhr zu entwickelung der Dinge in der Comm-ssion einfach abzuwarten. Sich in dem Saale des Herrn Heyland. ~ ------- nnrfl 5) Sonntag den 14. April l. I., Nachmittags 3 Uhr zu Laugd in dem Saale des Herrn Bürgermeisters. 6) Sonnlag den 21. April, Nachmittags 3 Uhr zu E ^schall- M ..M B-Wch d,, J I' Md imteta ii»Ä •taÄetai einjutdiei tniUrfe ßehen 300 Mi! ogramm für diesen Wen. “ beziehen, »erben hmückunMschuß: ende: itbaumeifter. erein. der Sitzung des StaatSrathS am SamSlag wurden nach der Pause die Verhandlungen über Eisenbahnfrachten und Schifffahrtsverkehr fortgesetzt. Hierbei wurde -um Zwecke der Verbilligung der landwirthschaftltchen Producte und zur Beförderung deS Absatzes landwirthschaftlicher Erzeugnisse eine möglichst niedrige Gestaltung der Tisenbahutarife für landwirthschaftliche Rohstoffe und Erzeugnisse empfohlen. Die nächste Sitzung findet morgen statt, da der heurige Tag für die Berathungen der Commlssion freigelassen worden ist. Berlin, 18. März. Die sämmtltchen Mitglieder der cooservativen und nattonalliberalen Partei haben heute Morgen im Abgeordnetenhause einen Antrag eivgebracht, der dahin geht, daß der Präsident deS HauseS ermächtigt werde, dem Fürsten Bismarck anläßlich seine- 80. Geburtstage» die Glückwünsche deS HauseS zu übermitteln. Wie die „Poft" erfährt, wird der Antrag am nächsten SamStag auf die Tagesordnung gesetzt. Man erwartet, daß Herr v. Köller in dieser Sitzung wieder den Vorsitz wird übernehmen können. Berlin, 18. März. Der Landtags - Abgeordnete v. Schalscha (Eentrum) ist heute Mittag an der Influenza gestorben. Berlin, 18. März. ES bestätigt sich, daß der deutsche Botschafter in Petersburg, General v. Werder, in aller Kürze von seinem Posten zurücktritt. Als sein Nachfolger wird der jetzige Gesandte in Brüssel, Graf AlvenSleben, in erster Linie genannt. Für diesen soll Graf Rantzau, der Schwiegersohn de» Fürsten BtSmarck, nach Brüssel gehen. Berlin, 18. Mürz. Die „Post" schreibt: Mit Bezug auf unsere Nachricht von gestern, betreffend die Eröffnung deS Nord-Ostsee-CanalS, wird uns weiter mitgetheilr, daß die letzte Entscheidung über die für die Feier in Aussicht genommenen Tage noch auSsteht. ES ist nicht au»- geschloffen, daß die Durchfahrt durch den Eanal und die Festlichkeiten zur Einweihung erst am 20. und 21. Juni stattfinden. Berlin, 18. März. Bis heute Mittag wurden etwa 300 Kränze auf den Gräbern der Märzgefallenen niedergelegt. Die Ruhe wurde nicht gestört. Heute Abend halten die Anarchisten eine große Volksversammlung ab. Karlsruhe, 18. März. Die hiesige Handelskammer richtete an den Reichstag eine Petition um Ablehnung der Tabakfabrikatfteuer. Aschaffenburg, 18. März. Der Landtags- und Reichs- tagSabgeordnete Adam Haus (Eentrum) ist im Alter von 59 Jahren gestorben. Derselbe war Pfarrer in Wörth a. M. Wien, 18. März. Das „Vaterland" bringt ein Handschreiben des Papstes an den Führer der ungarischen antisemitischen BolkSpartei, Grafen Ferdinand Zichh, zur Veröffentlichung, in welchem der Partei die volle Zustimmung deS Papstes ausgesprochen und zum Kampfe gegen den Liberalismus aufgemuntert wird. DaS Schreiben schließt mit dem apostolischen Segen für die Partei und deren Führer. Wien, 18. März. Wie eine der „Polit. Eorr." auS Rom zugegangene Meldung besagt, soll zwischen den Mächten, welche China zur Unterstützung bei den Friedens- Verhandlungen mit Japan angerusen hat, ein eifriger Gedankenaustausch stattfinden. Der jüngst in Rom etnge- troffene chinesische Specialgesandte hat verschiedenen Persön- l'chkeiten gegenüber geäußert, daß man bei einem größeren Einfluß der europäischen Mächte auf ein rascheres Tempo der Verhandlungen und baldigen Frieden rechnen könne. w Lemberg. 18. März. Wie hiesige Zeitungen melden, wurden in Warschau vorgestern unter dem Verdacht der Theilnahme an socialtstischen Umtrieben mehrere polnische Ingenieure, Bank- und Bahnbeamte, fünf junge Damen, sowie zahlreiche andere Personen verhaftet. Bet sieben Personen und auch in einer Lesehalle wurden Haussuchungen dorgenommen. Rom, 18. März. Wie hiesige Blätter mittheilen, wird die vom König gewährte Amnestie sich auf 655 Verurteilte erstrecken. Für 480 ist eine Verminderung der Strafe um ein Drittel eingetreten, für die übrigen ein vollständiger Nachlaß bewilligt. Rom, 18. März. Heute findet die feierliche Grundsteinlegung des Denkmals für Garibaldi statt. Der König und die Königin werden den Feierlichkeiten beiwohnen. Wie verlautet, wird EriSpi bei dieser Gelegenheit eine wichtige Rede halten. Bruffel, 18. März. Hiesige Blätter theilen mit, daß die Androhung des GeneralauSstandeS dem Lande bereit» großen Schaden verursacht hat und daß für mehrere Millionen Bestellungen von Kohlen zurückgezogen worden find, welche Aufträge deutschen Kohlenbergwerken zu Gute kommen. Pari», 18. März. Die Staatsanwaltschaft beschäftigt sich fortgesetzt mit der geheim gehaltenen Untersuchung bezüg- lich de» Verschwinden» wichtiger strategischer Karten au» dem Kriegsministerium. Am M.ttwoch sollen die Verhandlungen in dieser Angelegenheit beginnen. Part», 18. März. AuS Marseille wird gemeldet, daß au» einer Niederlage von Sprengstoffen 26 Kilo Sprengstoffe und 5 Kistchen Pulver gestohlen wordeu find. Die Polizei, welche Anarchisten im Verdacht hat, nahm Haussuchungen vor. Ueber das Resultat ist noch nichts bekannt. Madrid, 18. März. Don dem vermißten Schiff „Königin Regentin" fehlt noch jede Spur. Die einzige Hoffnung klammert sich noch an die Annahme, daß das Schtff vielleicht während de» Sturmes verschlagen worden ist. CocaU» unfr provinzieUcs- Kiehea, den 19. März 1895. — Konvoerei» für da» «roßherzogthnm Hesse». In der am letzten Samstag Nachmittag tu Darmstadt stattgehabten Versammlung deS KunstvereinS für da- Großherzogthum Hessen begrüßte zunächst der Präfident Herr StaatSminifter a. D. Starck Exc. die Anwesenden und eonstcttine dann die erfreuliche Zunahme der Mitgl'ederzahl de» Darmstädter und Gießener Verein», aber auch den Rückgang der Vereine Offenbach, Mainz und Worm», zugleich die Vertreter dieser Städte ermahnend, recht eifrig bemüht zu fein, um ein regeres Interesse an den Bestrebungen de» Vereins in ihren Kreisen zu erwecken. Die außerordentliiche Ausgabe von 394 Mk. 5 Pf. wird dahin mottvirt, daß die Ausstattung des Gießener Aasstellunglocales diese nöthig machten. Da sich gegen die auch ordnungsmäßig geprüfte Rechnung kein Anstand erhob, wird dem Rechner des Vereins Herrn Ministerial- calkulator Lang Decharge ertheilt. — Die AuSstellungSkosten deS vorigen Jahres beliefen sich auf 3366 Mk. - diese Höhe wurde durch den ungemein starken Zufluß von Kunstwerken erreicht. Man hofft in Zukunft durch geeignete Maßregeln diese Summe zu verringern, die Mittel zum Ankauf für Kunstwerke dagegen auf 4000 Mk. bringen zu können. Bon der Ausgabe eines Vereinsblattes beschließt die Versammlung für diese- Jahr abzusehen, um dafür im nächsten Jahr einen desto werthvolleren Stich anfchaffen zu können. Bei der darauf vorgenommenen Neuwahl an Stelle der au-tretenden Mitglieder deS DerwaltungSratheS wurden für Darmstadt die Herren: Geh. SkaatSrath Hallwach», Professor Hofmann, Geheimerath von Marquard, Geh. Eommerzienrath Merck und Professor Noack per Acclamatton wiedergewählt, während Professor Hofmann auS Gesundheitsrücksichten eine Wiederwahl abgelehnt hatte- für diesen wurde Herr Maler v. Böhm vorgeschlagen und einstimmig gewählt. Für Gießen wurden die Herren Provinzialdirector Freiherr von Gagern und Oberbürgermeister Gnauth wiedergewählt, an Stelle de» Herrn Leib Herr BetriebSinspector Schobert- für Mainz wurde Herr Director Belke wiedergewählt und Herr Eommerzienrath PraetoriuS trat statt de- OberbürgermeisterS Oechsner ein- für Offenbach wurden die Herren Fabrikant Ludo Meyer, Baurath Raupp und Fabrikant Eduard Sievers gewählt- für WormS die Herren Fritz Dörr und KreiSarntrnann von Hornbergk zu Vach. Da hiermit die Tagesordnung erschöpft war, schloß der Präsident die Versammlung und dankte namentlich den Vertretern der auswärtigen Vereine für ihr Erscheinen. „Darmst. Tgl. Anz." * ♦ Reue» Theater. Morgen Mittwoch den 20. März findet das seit langem angekündigte Benefiz für Fräulein Emilie Egger statt. Dieselbe hat daS reizende Lustspiel von Franz von Schönthan „Das Mädchen aus der Fremde" gewählt. Die Aufführung findet im Abonnement statt. * * Wechselstempelsteuer. An Wechselstempelsteuer wurde im OberpostdirectionSbezirk Darmstadt im Februar 1895 der Betrag von 12,276.40 Mk., zusammen mit der Einnahme in den Vormonaten (ab 1. April 1894) 128,644.60 Mk. oder 1937.90 Mk. mehr als in der ent- sprechenden Periode von 1893/94 vereinnahmt. * * Der Storch ist gestern Nachmittag hier eingetroffen. Nach eingehender Besichtigung des auf dem Schornsteine der ehemals Köhler'schen Schneidemühle befindlichen Nestes zog er wieder von dannen, wahrscheinlich seiner „besseren Hälfte" entgegen. DaS Gaudium der zahlreich in der Nordanlage und Steinstraße angesammelten Jugend über den lange nicht gesehenen Gast war groß. ♦ * Zagdverpachttmgen. Zu unserer gestrigen Notiz in Betreff der Jagdverpachtung in Krofdorf theilt un- ein Interessent berichtigend mit, daß die Odenhausener Jagd von Herrn Georg BuderuS, die Dutenhofener von den Herren Dr. Mettenheimer und G. Throm gepachtet wurde- der letzte Pachtpreis war 500 Mk. (nicht 250 Mk.) Weiter wird uns rnitgetheilt, daß auch die Atzbacher Jagd verpachtet wurde und zwar für 355 Mk. (früher ca. 800 Mk.) an die Herren Jung und Goedeckemater in Wetzlar und Agent Bieler in Gießen. * • Bou hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Fabrikarbeiter Karl (Sanier auS Ober-Gleen vorn Amtsanwalt in Alsfeld wegen Betrugs - Dtenstknecht A gust Terf ch auS Guben von der Staatsanwaltschaft in Gießen wegen Diebstahls. ____________ — n. Friedberg, 18. März. Gestern wurde hier im Saalbau unter dem Vorsitz de- Herrn KretSamtmannS Süf f ert und im Beisein deS Präsidenten vom Oberhessischen Obstbauverein, deS Herrn Geheimen RegterungSratheS Dr. Braden, die schon längere Zeit geplante Obst- VerwerthungSgenossenschaft conftitulrt. DaS Statut, daS eine im August v. I. ernannte Commission auSgearüeitet hatte, wurde unverändert angenommen und von 25 Anwesenden unterzeichnet, die 67 Antheilscheine, von denen jeder auf 50 Mk. lautet, übernehmen. 12,000 Mk. waren vorher schon definitiv gezeichnet. Mehrere dieser Zeichner waren gestern am Erscheinen verhindert. Doch ist daS Unternehmen eben schon finanziell gesichert. Kein Mitglied darf mehr al» 20 Antheilscheine erwerben. Die Haftpflicht der Genossen ist eine beschränkte, da jeder nur bei einem übernommenen Antheilschein für weitere 50 Mk. haftbar ist. Von Errichtung von Lagerräumen, Keltereien rc. wurde zunächst abgesehen, da vorsichtig und langsam zu Werk gegangen werden soll. Die gezeichneten Antheilsummen werden nach Bedürfniß erhoben und mit 4 pCt. verzinst. Dom etwaigen Gewinn werden weitere 10 pCt. dem Reservtfond überwiesen, der auf ein Viertheil der Gefawmthöhe der Genossenschaftsbeiträge gebracht und auf diesem Stand erhalten werden soll. In gleicher Höhe soll eine BetriebS-Rücklage dadurch gebildet und erhalten werden, daß w itere 10 pCt. de» Reingewinn» zurückgelegt werden. Der Rest soll unter die Genossen ver- theilt werden und zwar zur Hälfte nach Maßgabe der An- theilscheine, zur Hälfte nach der gelieferten Obstmenge. Da» Unternehmen führt den Namen „Obstverwerthung»genoffen- fchaft Wetterau, e. G. m. b. H." und hat feinen Sitz in Friedberg. Zu Vorstandsmitgliedern wurden gewählt die Herren: Hofapotheker Görtz hier, 1. Vorsitzender, Hof- gärtner Welle in Affenheim als Stellvertreter und Alle» in Fauerbach al» Rechner. Der Aufsicht»rath zählt neun Mitglieder. § Äremfelb im Vogelsberg, 17. März. Der hiesige Schmtedeme.fter Sebastian Moller hat eine neue Dengelmaschine erfunden. Dieselbe tft vorläufig für Deutschland patenttrt, später beabsichtigt der Erfinder auch noch Patente für mehrere andere Länder nachzusuchen, denn gegenwärtig liegen bereit- so viele Bestellungen vor und laufen noch täglich ein, daß dieselben noch nicht alle auSgeführt werden konnten. Die Maschine ist für Fußbetrieb eingerichtet und dengelt pro Stunde etwa 50 Stück Sensen. Durch eine führende Rolle ist die Stellung während de- Dengeln» sofort sehr leicht möglich. Die Maschine hat eine Höhe von 85 Ctm. und wiegt etwa 25 Kilo. A Oder Moos, 17. März. Georg Oestreich von Salz wurde heute Nachmittag gegen 1 Uhr in unserer Gemarkung an einer Fichte hängend tobt aufgefunden. Darmstadt, 18. März. Dem Erbauer de» neuen Reich»- tag»gebäude», Bau rat h Wallot, der dem Großherzog Über den hiesigen Museum-neubau Vortrag hielt, wurde tn feierlicher Sitzung de« Mittelrheinischen Architecten- und Jngenieurverew» da» Diplom al» Ehrenmitglied de» Vereinüberreicht. Mainz, 18. März. Der BundeSrath bewilligte an» Reichsmitteln die Rückzahlung von 40000 Mark an Me Stabt Mainz für die Beseitigung de» Neuthor».s Vortrag des Herrn Justizrath Dr. Reatz über das neu einzusührende Bürgerliche Gesetzbuch, gehalten im Nationalliberalen Verein zu Gießen. (Originalbericht de» „Gießener Anzeiger".) (Fortsetzung.) In dem Abschnitt über die Verjährungsfristen bei Ansprüchen weist der Entwurf zahlreiche Veränderungen und Verbesserungen auf gegenüber dem hessischen Verjährung»- recht vom 19. März 1853. — Die regelmäßige Verjährung beträgt 30 Jahre, allein eine erheblich größere Zahl von Ansprüchen verjähren in zwei Jahren und andere in vier Jahren (die einjährige und fünfjährige Verjährungsfrist de» hessischen Recht» fällt fort). Eine tief etngretfenbe Bestimmung ist, daß die Verjährungszeiten bei den kurzen Verjährungsfristen erst mit dem Schluffe de» Jahre» beginnen, in welchem der Anspruch entstanden ist und nicht schon mit dem Tage der Entstehung deS Anspruch», (vte Forderung eine» Kaufmanns gegen einen Nichtkausmann, dem der erstere am 1. August 1893 Maaren gegen Borg verkauft hat, verjährt mit dem 31. December 1895 und nicht wie seither am 1. August 1895.) Im Gegensatz zum hessischen Rechte wird die Verjährung unterbrochen durch Geltendmachung de» Anspruch» im Proceß und durch Storitonkündigunq. Letztere Bestimmung ist besonder» wichtig für unseren Viehhandel, wo die Fristen zur Geltendmachung von Schadenansprüchen z. B. bei tuberkulösem Vieh kurz bemeffen sind. Während nach hessischem R-cht rechtskräftig festgestellte Ansprüche, die einer kurzen Verjährung unterliegen, bereit» in fünf Jahren verjähren, hat der Entwurf ihnen eine 30jährige Verjährungsfrist zuerkannt. Ebenfalls im Gegensatz zum hessischen Recht hindert die Verjährung eine» persönlichen Anspruch- den Berechtigten nicht, seine Befriedigung au» einem ihm bestellten Pfände zu suchen. E» bedeutet die» z. B. bei einer Hypothek als Pfand eine Schonung de» Schuldner». Auch im Recht der Schuldverhältniffe hat der zweite Entwurf eine große Zahl Verbesserungen gegenüber dem ersten Entwurf aufzuweisen. Bei einem höheren Zinssatz als 6 pCt. für das Jahr soll der Schuldner nach einem halben Jahre berechtigt sein, unter Einhaltung einer halbjährigen Frist da» Capital zu kündigen. Beim Schadenersatz kann der Beschädigte statt de» früheren Zustande» den dazu erforderlichen Geldbetrag verlangen. Bon jeder Art von Zinsen find keine verzug»zinsen vom Schulder zu zahlen, ebenso ist eine fällige Geldschuld vom Eintritt der Recht»hängigkeit zu verzinsen. Der unter künftigen gesetzlichen Erben über den gesetzlichen Erbtheil ober Pflichttheil eines derselben geschlossene Vertrag ist gütig, wenn er die gerichtliche ober notarielle Form hat. Sehr wichtig finb die beiden Bestimmungen: Eine verwirkte Contract-strafe, wenn sie unverhältnißmäßig doch ist, kann auf Antrag de» Schuldner» herabgesetzt werden und daß der Ueberbringer einer Quittung im Zweifel al» ermächtigt gilt, die Leistung zu empfangen. Moralisch zu rechtfertigen ist die Materie über Schenk- ungen. Der Schenker ist berechtigt, die Erfüllung eine» schenkweise erteilten Versprechen« zu verweigern, soweit er bei Berücksichtigung seiner sonstigen Verpflichtungen mit Ein- schluß der gesetzlichen Unterhaltungspflichten außer Stande ist, sein Versprechen ohne Beeinträchtigung seine» ftande»gewäßen Unterhalt» zu erfüllen. Eine Schenkung kann widerrufe» werden, wenn sich der Beschenkte durch eine schwere Verfehlung gegen die Person ober nahe Angehörige desselben groben Undank schuldig gemacht hat. (Sehr wichtig im Interesse der Herrschaften Dienstboten gegenüber ) Betm Mieth»vertrag ist vor allem der Grundsatz: Kauf bricht Miethe beseitigt und die Consequenzkn hieran» find in die Interessen der Betheiligten wahrender Weise gesetzlich geregelt. Auch betreff» deS Recht» de» Miether», eine ungesunde Wohnung zu verlassen, ist im Interesse der Allgemeinheit da» Richtige im Entwurf vorgesehen. — Die Kündigung Don Darlehen über 300 Mark beträgt drei Monate, bei geringeren Beträgen ist eine Frist von einem Monat vorgesehen. Da» Eintreten der Gastwirthe für ihren Stand, refp. die Kritik de» ersten Entwurf» einzelner Wtrthe hat erreicht, daß im zweiten Entwurf die Haftpflicht für die vom Gaste Mü । • fittist jt M * St 1*1 . ü O8*1'' ,n iH*1 ,a' **** Ütnnbt freiot^ » raadier Sil ir der W fit vir r-;WM Ta ft( . "hl str - tM so ft Prut fe roet 1 M' < $it1 btt SMtMiü 6ti»et: 2 P/j ftn, 8 bol)); Teil Zusai der Ruwu Auch '•tigtning v< 2) ti etg, Selten .jii, sowie WerigroA tftMt : 22 mn 130 f 41 Mm w 'ardthäili mtd bei । frKigi verl Srü N Ä - Md,, w 5» D in "atzvnznä tilfc: 1) Toor 47 Eichen 14,13 UM Durch 40,82 l-4 Fichte Frei kchti rm 3( 6< W 121 foe Ar* ««ml । tt SJS 4: ®‘I‘M ßtljaittn ?ltl ©legen. « Anzeiger«.) fWun96fdfttn bet «n. ^äabeWn und WiWo Verjährung-' regdtnä§t8e Verjährung größere Zahl von n und andere In bin ge VerjährungSsrtst bei ues eingretsende Be- zetten bet den kurzen de« Jahre- entstanden tst und nicht g deS Anspruch-. (D« einen Nichtkausmanu, dem >ren gegen Borg verlaust >er 1895 und nicht wie chte wird die Verjährung tS Anspruch- im Proceß e Bestimmung ist beson- I, tvo die Fristen zur in z. B. bei tuberkulösem rtfyötiäftig ftßgtßtUti ,ntz untttlir^n, bereit- r Tnrrvurs itznen eine . ^rnM mTr^nsab ährung eine- persönlichen seine Besrtedigung au« ichen. ES bedeutet die- iand eine Schonung de- rhältnisse hat der zweite «gen gegenüber dem ersten ,ls 6 M. sür da- Jahr den Jahre berechtigt sein, ltn Frist das LaM z» „ Beschädigte statt de» r-erlichen Geldbetrag ver- i keine Verzugszinsen mb e fällige Geldschuld -insen, Der unter küns- gesetzltchrn Erbtheil adel ffene Vertrag ist giltig, „SS"'* unfl,f fänn widerrui-" ;*(SÄ“S' i gegenüber^- Absatz SÄSfiS? rÄ3« 300 «111«1” ft, M «»d) Ä**«* *' kt»» « d»i uai fl'B'ltBättig >«- °7„L 4 ttrirb Arr toerbtö »- -Nr-, it®'*'« ,4(" ""“Iw belgttiltn rinaebrachten Gelder, Werthpaptere und Kostbarkeiten (von 2? misten Umständen abgesehen) nur bis zum Betrage von 1000 Mark im Einzelsalle festgesetzt. Auch mutz der Gast sofort seinen Verlust dem Gastwirth anzeigen. (Fortsetzung folgt). vermischte». • Berlin. 15. März. Auf Wunsch der Kaisern, die sich lebhast dafür interesstrt, wird der Verein zur Fürsorge für die weibliche Jugend auf allen Bahnhöfen Damen des Vereins stationiren, welche die in Berlin ankommenden Mädchen mit Rath und That unterstützen sollen, damit sie nicht Händlern u. s. w. in die Hände fallen. Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat bereit- angeordnet, daß den Damen auf den Bahnhöfen Räumlichkeiten zum Aufenthalt angewiesen werden. Mannheim, 18. März. Der seit Donnerstag abgängige Grenadier Schumacher der 11. Compagnie deS htestgen Grenadier-RegimentS Nr. 110 wurde gestern Abend in einem in der Nähe des Rheinparks stehenden Möbelwagen, wo er sich nur mit dem Hemd bekleidet, in einer Kiste versteckt hatte, aufgefunden. Der Zustand deS Mannes ist bedenklich, die Beine find ihm völlig erfroren und müffen voraussichtlich amputirt werden. itniverjitäts - Nachrichten. — Ein französischer Statistiker veröffentlicht im „Temps" nachfolgende Ziffern: Es kommt I Student in Deutschland aut 1580 Einwohner, tn Enaland auf 1512, in Oesterreich auf 1722, in Ungarn auf 3609, tn Frankreich aus 1683, tn Italien aus 1756 B wobner. Es kommt 1 Universität tn Deutschland auf 2 471 000 Einwohner, in England auf 4143 000, in Spanien auf 1756 000, in Frankreich auf 2556 000, tn Italien auf 1436 000, in Rußland auf 12 300 000 Einwohner. Man ersieht daraus, bah in Italien das ungünstigste Verhälinitz zwischen der Zahl der Universitäten und der Zahl der Siudirenden besteht. Es gicbt dort nicht mehr Studtrende als in Deutschland und in Frankreich, wohl aber fast doppelt so Dkl Universitäten wie dort. Daher giebt es an manch-n italienischen Umvrisitäten wie Urbina, Macerata, Modena u. f. w. fast fo o'el Professoren wie Studenten. Verkehr, Land- tmfc VoLErwirthschaft •U&tn, 19 März Marktbericht Sus dem heutigen «ochenmarkt 'ostete «bitter pr Pfd. X 0.75 - 0,85, hübnere^er 2 Stück 9-11 A, Enteneier pr. St. 6 A. Gänseeier pr. St. 10—11 A. -äse pr e>t. 5 8^, sftfemeke vr- St- 8 A, trbinr m. Äter 20 A, -Zinsen vr. Ater 32 A. Lauben or. Baar X 1,10 bis 1,30, Hühner pr. Stück X 1,30 bis 1.50, Hahnen pr. Stück X 1 50-2.00, Enten pr. St. X 1,80 -2,20, Ochsensleisch vr. Vst». 74—78 A »uh-u Rindfleisch pr. Md. 66-70 A, Schwer- fletsch pr. Md. 61-72 A, »albst-isch vr. Md 60 66 V Hamwe^eisch pr. Md. 60-70 A, Kartoffeln vr. 100 Rtu 6,00-7,00 X, Wethkr^'' pt .^tücf —.— a , «zwiebeln pr. Eentner 6,00— 0,0u X, Milch pr. Liter 16—20 A- A. Hrelscher, Hießen W Neustadt 55 empfiehlt Loose aller genehmigten Lotterien. Prompte Zusendung der Gewinnliste.11 Briefkasten. B in B. Bebauern sehr, Ihren Wunsch nicht erfüllen zu können. Red. d. G. A. Foulard-Seide 95 PI. bis 5.85 d. Mk. - japanesische, chintsifche ic. in den neuesten DcMn« u Farben, sowie schwarte, weihe und farbige Henneberg«Seide von 60 Df bis Mk. 18.65 p. Met. - glatt, gestreift, lairirt, gemustert, Damaste ic. (ca. 240 veisch. Qml- und 2000 v-r unae Buchen, Wirberger Waldlache und Alter Haag wrrd bei der Versteigerung vorgezeigt, alles übrige Holz wird unvorgezeigt verkauft. 2) Dienstag den 26. März d. I. aus den Distncten Stein- weg, Beltershainerwald, Hain und Kaulhain der Forftwarter Rernhards- bain sowie aus den Disiricten Großer Seng, Sengkopf, Kalberstall, GtznterSgraben, Saaser Heegwald und Breiteloh der Forftwarter Saasen, Stamme- 298 Fichten mit 164 fm, 3 Lärchen mit l«/8 fm, 194 Kiefern mit 130 fm (hierbei einige Schnittholzstämme), sowie Derbstaugen-. 47 ^Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr im District Steinweg bei Rein- hardshain am alten Pflanzgarten. Nur das Holz im Distrrct Sternweg wird bei der Versteigerung oorgezergt, alles übrige Holz wrrd unvor- Holz - V erfteigermg. ■ ÄS 2ST Zm Daubringer Gemeindewald auch vreles zu ^rubenholz sich eig^ kommt in verschiedenen Districten Die Zusammenkunft rst oberhalb nach°°r,-ichn°.°- H°„ zur j b6Sä°r‘^ jt,"15&^tC1895. .) D-nners.ag den 21. Marz: Alton« elegante Costüme werden nach Pariser Schnitt zu billigen „Floska“, das beete Futter für Goldfische, ä Dose 15 Pfg. empfehlen A. & G. Wallenfels, 21 Markt 21. [247 Dermiethungen. 719) Dritter Stock, 4 Zimmer mit all. Zubehör, per 1. April er. zu vermiethen- Earl HaaS je., Frankfurteistr. 59. 1066) Logis, mtttL Stock, 5 Zimm. m. all. Zubehör und GLrichrn, sof. zu verm. verl- Asterweg 45. Näheres Ederstr. 6. 1775, Logis, 5 Zimmer, sowie 4 Zimmer und Zubehör, zu vermiethen. L. 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