105» »K ei» Januai er in), tsS. ihvachtS. dd^altige* VE ntrn 'n in em« stoeg 3>* Na«- mtu* bitt so 6oN' 10516 Os K « fl 84.4 10835 2656 90 30 1881 8180 10860 ioue SZ s SS MH.’/» • » d"V 18M Arr. 298 Zweites Blatt. Donnerstag den 19. December T*fr chie-ni-r Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Dir Gießener Ia«ilie»ßtLiier werde, dem Anzeiger wöchentlich dreimal drigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Anzeiger. vierteltLhrtg« >6o*,(mt*Uyt besitzet, die Reclameschilder beseitigen zu lassen, gab die holländische Firma einen ablehnenden Bescheid und überließ Jedem, die Malerei auf seinem HauS auf eigene Kosten entfernen zu lassen. Gegenüber dieser Unverfrorenheit wandte ein HauSetgenthümer mit Erfolg ein nachahmenswertes Mittel an, indem er der holländischen Firma schrieb, daß, wenn sie die Pacht nicht weiter zahlte, er über das Placat malen ließe: „ES wird gewarnt vor", sodaß eS die Fassung erhält: „Es wird gewarnt vor Bl. Cacao". DaS Mittel half. Die Firma in Rotterdam erklärte sich rasch bereit, die Pacht weiter zu bezahlen. VermifdjU* • Wißmar, 15. December. Gestern Abend war unser Dorf ber Schauplatz eines (auch von Gießen aus beutlich bemerkbaren) BranbeS, der leicht große Dimensionen hätte annehmeu können, wenn er nicht zeitig entdeckt und sofort energisch an seine Bekämpfung herangegangen worden wäre. ES mochte etwa 1/a9 Uhr Abends sein, als man die Wahrnehmung machte, baß in der mit Erntevorräthen dicht gefüllten Scheune deS Kaspar Mandler Hierselbst Feuer auS- gebrochen war. Da galt es nicht lange zu säumen. Ohne Verzug wurde unter der umsichtigen Leitung des Herrn Vorstehers Pansch gegen die Gefahr eingeschritten. Zwar der Scheune selbst war nicht mehr zu Helsen, da der Brand, als er entdeckt wurde, bereits zu weit vorgeschritten war und ihm bie aufgehäuften Vorräthe eine allzureiche Nahrung boten. Sie brannte vollständig nieber. Dagegen gelang es vollkommen, bie benachbarten Gebäude derart zu sichern, daß ein weiterer Schaden nicht mehr zu beklagen ist. Diese erfolgreiche Bekämpfung einer großen Gefahr ist alletn ber Einmütigkeit unserer Ortsbewohner zu banken. Von auswärts war zwar bie LaunSbacher Spritze in bankenswerther Weise erschienen, aber auch sie brauchte nicht mehr einzugreifen, ba bei ihrem Eintreffen ber Brand schon größtentheils bewältigt war. Die abgebrannte Scheune ist glücklicherweise mit allen Vor- räthen versichert. * Hannover, 15. December. DaS Schwurgericht ber- urteilte den Kaufmann Franklin Sinclar aus Philadelphia wegen schweren Raubes in der hiesigen Reichsbank zu 10 Jahren Zuchthaus. • Sraudeuz, 16. December. Einen vierfachen Mord meldet der „Gesellige" auß Jablonow. Im Dorfe Diet- richSborf hat bte Frau beS Kätners Farckmin, die im vorigen Sommer als geisteskrank in einer Irrenanstalt untergebracht und von dort entlassen war, erst ihre drei Söhne im Alter von 2, 3 und 5 Jahren und dann sich selbst mit einem Küchenmesfer umgebracht. * Gera, 16. December. Der Mörder Döllstädt auß Zeulenroda würbe heute hingerichtet. Er harte seine Geliebte trotz heftiger Gegenwehr in einem Teiche ertränkt * Eine entsetzliche Mordlhat hat sich in dem Dörfchen Doberzeit bei Pirna zugetragen Der Oeconom Michel hat seinen brei Kinbern bte Köpfe eingeschlagen. Michel half seinem Schwiegervater, einem Gutsbesitzer des Ortet, in ber Bewtrthschaftung befl Gutes. Da- Edeleben beß Michel soll kein gutes gewesen fein; wieberholt soll seine Frau von idm mißhanbelt worben sein, so baß sie in letzter Zeit oeQftänbig getrennt lebten. Nachdem Michel biß zwei Uhr beim Brat wurftschmauß und Tanzmusik gewesen, hatte er heimkehrend, noch mit feiner Frau einen Wortwechsel. Dann setzte er sich nieder, schrieb an den Pfarrer beß OrteS mit Bleistift einen Brief, worin er seine Absicht, die Kinder- umbringen zu wollen, auSspricht und bittet seine De»zeihung zu erflehen. Morgen- früh sieben Uhr, während seine Frau und Schwiegermutter die Kühe melkten, schlug sodann der Unmensch mit einer Mangelkeule feine beiden Mädchen im Alter von sieben und vier Jahren und seinem Knaben im Alter von zwei Jahren die Köpfe ein. Der Knabe hat auch noch eine Stichwunde an ter Stirn, die von einem spitzen Instrument berzurühren scheint. Auf das Geschrei der unglücklichen Kinder kam ein zufällig in der Nähe befindlicher Drescher herbei, auf den Michel ebenfalls mit der Keule einschlagen wollte, der ihn aber doch fest zu packen und dann tu t Stricken zu binden vermochte. Den nun herbeieilenden Leuten bot sich ein gräßlicher Anblick bar. Daß Biut rann in Strömen. Der herbeigeholte Arzt, Herr Dr. Blanckmeifter Lohmann, fand die Kinder lebend vor. Eß ist Hoffnung, die jüngsten beiden am Leben zu erhalten, während daß Aelteste kaum mit dem Leben davonkommen dürfte. Michel soll seit Langem an fixen Ideen gelitten haben. * Eine Ordnungsliebende. Als bet ber Cbampigvy Feier im Stuttgarter Schloßhof eine Bauersfrau die ruhmvoll zerfetzten Fahnen beim Parabemarsch sah, schüttelte sie sehr bedenklich ben Kopf und meinte: „Aber bla hätt mer doch zu ema fettige Feschtag au nut (neu) Herfl cka lasse könne!" e Staffelstein, 15. December. Heute fand hier behnfß Errichtung eine- S ch e f f e l - D enk m al ß auf dem Stoffel- berge eine auß Coburg, Bamberg, Lichtrnselß und Staffel- stein zahlreich besuchte Versammlung statt. Eß wurde die Gründung eineß Außschusses mit dem Sitze in Staffelstein und Abteilungen in ganz Deutschland beschlossen. Für baß Denkmal liegen sieben Entwürfe vor. * London, 11. December. Dem gestern in Hüll angekommenen Dampfer „European" hat ber Sturm in ber Nvrbsee bös mitgefplelt. Es war unmöglich, gegen den Wind anzukommen, und so wurde baß Schiff zurück in die See getrieben. Am letzten Samßtag ging ber Kohlenvorrath auß und die Seeleute Waren gezwungen, alle Möbel beß Sch ffei unb Waß irgenbwie an Deck entbehrlich war, Treppen rc. zu verbrennen. Schließlich würbe auch noch 6er Zucker, welcher sich in ber Ladung befand, als Brennmaterial benutzt. Seit Freitag hatte ber „European" auch keinen Proviant mehr. Biß zur Ankunft in Hüll mußten sich Fahrgäste unb Mannschaft mit etwas Biscuit unb Kaffee begnügen. Citeratur und Annsf — „Deutscher Soldatenhort-, ittuftrirte Zeitschrift für baß deutsche Heer und Volk. Herausgeber: General Lieutenant ». D. H. v. Below. Preis pro Quartal 1.80 Mk. Verlag von Karl Siegismund. Berlin ^V., Mauerstraße 68. VII. Jahrgang. Heft 8 erschien soeben und enthält: Giganten und Zwerge. Rowan von Otto Elster. (Forts.) — Die Sammlung des Krongarbistm Klapper. Humoreske von Hermann Weger — Ein Idealist aus dem Kön'gS- thron. Zum Getächtniß Friedrich Wilhelms IV., 15. October 1795. — 15. Oktober 1895. Don Bertha Ot'zenn — Dor und nach der Schlacht. (Mit Abbildungen.) — Unsere Feldzeichen. Don General der Infanterie z. D. v. Kreischman — Dos 5. italienische Feld- Artilletie-Regiment. II quinto reggimento italiano d’Artiglieria da capagna. Von unserem iialtmtschrn Korrespondenten. (Mti Abb.) — Hands off!! Ein Reiseerlebntß auf der Kansasbahn von Karl Rode. — Häusliche Freuden vor Parts im November 1870. (AuS dem Briefe eines Oberjägers beim Garde-Jäger-Bataillon.) — Wann steht das Pferd in seiner Vollkraft - — Unter dm wahrhaft erhebenden Episoden auS den KriegS-Gedächtnißtagen. — Der Don Juan beß HofeS. (Mit Abb.) — Ein Kreuz aufs Grab. Von K- Weitbrecht. (Mit Abb.) — Vaterländische Gedenktage. — Plaudereien. — Literarisches. — Splitter und Funken. — Räthsel. — Briefkasten. — Inserate. — In der besonders für dm Hausbesitzer jetzt so ungünstigen Zeit dürste der wegen seine- umfasstnden Inhalts unentdehilich gewordene Han-defitzer - «alenbet für das Aahr 1896 allseitig mit Freuden degiüßt werden. Der 7. Jahrgang »ringt neben täglichem Notiz- und Schreib-Kalmder die für Hausbesitzer wissenS- werthen gesetzlichen Bestimmungm und Stmertadellen, sowie alle nur erdenklichen Auskünfte für diesen Stand, als da sind: Anleitung zur Selbfteinschähung, Führung der Mieths- und »x- misfionS Klagen Bnchfübrungtzwesen, practische Verträge für HauS- käuse, Anstellung von Portiers rc. rc. Dieses kleine in Taschenformat gebundene Handbuch sollte bei dem geringen AnschassungS- preifl von 50 Pf. jeder Hausbesitzer benutzen. Alle Buchhandlungen, sowie der Verleger Reinhold Kühn, Berlin W. 8, Leipziger Straße 115/116, liefern dasselbe. — Obwohl schon längst jeder Kaufmann oder Gewerbetreidmde, der sein Geschäft 'kaufmännisch betreibt, gesetzlich verpflichtet ist, eine geordnete Buchhaltung zu führen, so wird gerade dieser wichtige Theil seines GrschäftS vielfach auS Unkenntniß noch allzusehr oet- nachlässtgt. Aber immer mehr bricht sich auch unter den kleinerm Kaufleuten und G werbetretbmdm die Ueberzeugung Bahn, daß nur eine geordnete Buchführung zu einem wirklich gedeihlichen Fortgang deS Geschäfts führen kann. Für diese Kreise ist soeben ein paffendes Buch von R. Winkler, Lehrer an der Leipziger FortbildunaS unb Gewerbeschule erfchienm, welche« sich „Den CUint »atafmaa®* betitelt und so recht geeignet ist, auch dem der Buchhattung Unkundigen den richtigen Weg schnell und sicher zu zeigen. Die einfache und klare Sprache, die practische und ststemansche Anordnung dieses WerkchenS ermöglichen eS Jedem, die Buchführung ohne jede fremde Beihilfe sofort zu erlernm unb selbstständig verwerthm zu können. Dabei ist dieser anscheinend so spröde Stoff fi trefflich bearbeitet, daß er den Leser niemals ermüdet, sondern im Gegenteil bis zuletzt gefesselt hält Wir erachten eS ferner als einen ganz be- sonderm Dortheil dieses WerkchenS, daß ihm ein Leitfaden der Wechsellehre beigefügt worden ist. Dieser Leiifadm ist auch apart h 50 Pf., das ganze Werk aber, höchst geschmackvoll auSgestat et, für nur L Mk. 1, — durch alle Buchhandlungen zu beziehm, ober gegen Einsendung deS Betrags in 8itefmotten direct vom Verleget Feodor Reindoth in Leipzig. Kunst-Ausstellung, a”u8‘£i nähme deS SamStaoS, von 11 bis 1 Ubt, am Mittwoch auch noch von 3 diS 5 Uhr. 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I. nicht erhoben, oder beigeschrieben sind, werden den Einlegern ohne Weiteres in den Büchern der Kasse zugeschriebeu, und vom 1. Januar au vertust. Es brauchen hiernach alle diejenigen Einleger bei der Kasse nicht zu erscheinen, welche nur Zinsen beischreiben lassen wollen, dieses kann vielmehr ganz gelegentlich im Laufe des nächsten Jahres erfolgen. Gießen, 29. November 1895. Spar- und Leihkasse Gießen. Stern-; Ijcrrfdjcn auf dein mexikanischen Silbcrmarktc. Mack s Gipsdielen in allen Stärken liefert billigst Heinrich Probst, Gips- und Gipsdirlen Fabrik, Steinbach-schw.Hall, Württbg. Für Gtpsdielen concessionirte Fabrik -on «. & O. Mack. 9760 Lager: Herr Dan. Wirths Maehl., Holzbandlunst, (Sieben.____ Wäsche B etten Damen-Schürzen mit und ohne Latz. Damen-Haushaltangs and Fantasie-Schürzen in Caeheelre, Seide, Etamin und Spitzenatoffee, Halbleinen, Chiffon, Batist eto. etc. A. Holterhoff Söhne KjT* 20 Seltersweg 20 J Lhrisibescherrung der Kleinkinder Bewahranftalt. Am Sonntag, den 22. December d. I. soll die Chrift- bescheernng für die Kinder unserer Anstalt stattfinden. Wir haben für 215 Kinder den Christbaum zu schmücken und den Tisch mit Gaben zu decken. Um dies zu können, wenden wir uns wieder an die Liebe und den wohlwollenden Sinn der Freunde unserer Anstalt und ihrer Kinder und bitten, uns Gaben an Kleidungsstücken, Stoffen, Garn u. dergl., besonders aber auch an Geld, das uns die gleichmäßigste Bescheerung für unsere Kleinen ermöglicht, zuwenden zu wollen. Eine Liste zur Erhebung von Beiträgen wird nicht herumgegeben. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nachbenannten Vorstandsdamen gelangen zu (offen: Frl. Amalie Bansa (Nordanlage 41), Frau vr. Brüel (Ncu-nbäuen 41), Frau Amtsgerichts- rath Gebhardt (Gartenstraße 15), Frau Rcchnungsrath Kalbfleisch (Ludwigstraße 7), Frl. Emilie Langer mann (Südanlage 21), Frau Pfarrer Naumann (Südanlage 8), Frau Louise-Ottenö (Bismarck straße 11), Frau Auguste Schwan (Seltersweg 64), Frl. Louise Wort. mann (Asterweg 16). Auch die Schwestern unserer Anstalt sind be reit, Gaben in Empfang zu nehmen. Gießen, den 13. November 1895. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt. Dr. Naumann, Pfarrer.___________________ Die billigsten Weihnachts-Geschenke Alle Sorten Obst- und Gemüse- Conserven empfiehlt zu billigsten Preisen 9517 Heinrich Wallach. z±qJo_5(> Stück für nnr 15 Mark Porto und Kiste frei. Zitherlehrer Adolf Arnold Giessen, Dammatr. 24. Kunstgerechter Unterricht nach anerk. bester Methode. 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Gießen, den 16. December 1895. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 10502 Wäsche jeder Art kaufen Sie in ellll, dem Special-Reste-Geschäft von 3ML Kann, Kirchenplatz. 102l9 n» $ nji । § ä!! Bekanntmachung. Mittwoch, 18. d. M., von Vormittags 9 Uhr ab und folgende Tage werden im Hofe des Bürgermeistereigebäudes , Gartenstrabe 2, Chriftbänmchen zum Preise von 10, 20, 30, 40 und 50 Pfg. pro Stück, so lange der Vorrath reicht, ausgegeben. Gießen, den 16. December 1895. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 10503 i Auswahl Kinder-Schürzen. l^ratent. EXTRACT, 10050 Taschentücher für Kinder Izu 4, 5, 6, 7, 8, 10, 15 und 20 Pfg. für Damen weisse, reinleinene ZU 20, 30, 40, 50, 60, 70 Pfg. 8649 MulWN, Kmigsdngn unii Mkckkl, als Garten, Obst, Hemüse, Kartoffeln, belegte Mode, Wurst, Gonfect, ff. Aranüfurter Mrenteu etc., a Pfund 1.50 bis 2 Mk Ferner empfehle KerztebKuchen L Pfund von 50 Pfg. an sowie große Auswahl in Mrnverger Lebkuchen. Buttergebackenes ä. 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