ert Wi». Vetzlar. 1 “ttUmunt. bet Nammln, ' 11 «Jr. L«», e et Vorstand. ifisaj jebene Miheilun, ihe ?4Ä ™h*«denmS2 wnLhhreBr8w “ unsch • öirection. bcn vollständig vri iUfn Anforderung, JCH (51(16 e Kaffee, T-,q l Loth. itas M. 167 Freitag den 19 Juli 189» Der Hießener Anzeiger erscheint täglich^ mit Ausnahme deS MontagS. Die Gießener Pamiliendtätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Siebener Anzeig er Kenerat-Unzeiger. Lierteljähriger Abouncmentsprelsr 2 Mark 20 Psg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Psg. Redaction. Expedition und Druckerei: Schutstraßc £Zr.7« Fernsprecher 51. Amts- nttb Anzeigeblatt für den Kreis Gieren. chralisöeikage: Gießener Kamitienbtätier Zur Erinnerung an den 19. Juli 1870. Sowohl während des verhängnißvollen Kriegsjahres 1870 als auch in der ganzen Zett nachher bis auf den heutigen Tag haben die Franzosen die wahnwitzige Lüge sich und Anderen einzureden versucht, daß eigentlich Deutschland resp. -Preußen den Krieg vom Zaune gebrochen habe. Am fünfmdzwanzigjährigen Gedenktage der Kriegserklärung genügt r« eigentlich zur Kennzeichnung dieser französischen Lüge, einfach darauf hinzuweisen, daß am 19. Juli 1870 Frankreich an Preußen und seine Verbündeten den Krieg erklärt hat. Um aber zur Erinnerung an die Schmach, die damals Frankreich Deutschland anthun wollte, aber dafür vom deutschen Schwerte gezüchtigt wurde, noch einmal jene leidenschaftlichen -politischen Vorgänge vor Augen zu haben, so sei daran erinnert, daß nicht nur die Zeitungen der Kaiserlich franzö- fischen Partei, sondern auch die liberale französische Opposition im gesetzgebenden Körper unter der Führung von Adolf Thiers vom Juli 1866 bis zum Juli 1870 fortwährend zum Kriege Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de« Agenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Dörfern ganz genau wußte, daß der Franzosenkaiser Louis Napoleon zur Befestigung seines wackeligen Thrones und zur Befriedigung der französischen Großmachtssucht lediglich einen Eroberungsfeldzug gegen Deutschland im Schilde führte. Dank der ausgezeichneten Politik des Fürsten Bismarck und des brüderlichen Zusammenhaltens der deutschen Fürsten und Völker erhob sich damals ganz Deutschland wie ein Manu und warf zur Wahrung der deutschen Ehre und nationalen Freiheit den alten Widersacher zu Boden. So soll eS bei ähnlichen Bedrohungen immer sein! Deutsches Reich Berlin, 17. Juli. Obwohl der Kaiser bereits am Montag Nachmittag auf seiner Nordlandsfahrt im Hafen von Wisby angelangt, so hat er doch erst am Dienstag der Stadt WiSby auf der Insel Gotland einen Besuch ge« macht. Einen offiziellen Empfang hatte der Kaiser abgelehnt, und er begab sich zunächst incognito am Wellenbrecher anS Land. Später unternahm er einen Spaziergang durch die Stadt. Nachmittags gab die Capelle der „Hohenzollern' in den Ruinen der St. Nicolai-Kirche ein Concert. Abends 91/? Uhr hat der- Kaiser einem Feste in den Ruinen bei- gewohnt. Die Stadt war festlich geschmückt. Das Wetter war prächtig. — Die Eingabe des „Allgemeinen deutschen Handwerkerbundes" an den Kaiser wird jetzt bekannt gegeben. Die in Folge des Beschlusses des letzten allgemeinen deutschen Handwerkertages zu Halle a. S. erbetene Audienz bei dem Kaiser wurde nicht gewährt, dagegen die schriftliche Einsendung der Beschlüsie des Handwerkertages anheimgestellt. Die Eingabe bezeichnet die Lage der Handwerker als eine von Jahr zu Jahr gedrücktere- die alleinige Ursache davon sei die schrankenlose Gewerbefreiheit. Die Verhältnisse des deutschen Handwerkerstandes könnten nur dann zum Seffern sich wandeln, wenn ihm durch Einführung der obligatorischen Innung und Handwerkerkammern eine festgefügte Organisat on auf der Grundlage des Befähigungsnachweises gegeben würde. — Zu der in Berlin geplanten deutschen Colo- nial-Ausftellung laufen Anmeldungen aus allen Theilen des Reiches ein und wird sie voraussichtlich ein Bild von allen den Jndustrieen geben, die ihre Producte nach den Colonieen liefern. Der Ausstellungsausschuß besteht aus dem Bauinspector im auswärtigen Amt, Schran, der 13 Jahre Amtlichem Lheil. Polizei ^Verordnung. -$etr.: Den Verkehr mit Fuhrwerken uhb Fahrrädern, sowie das Reiten in den Ortsstraßen zu Staufenberg. Mit Genehmigung Grobherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 6. Juli 1895 zu Nr. M. 1.19191 .wirb nach Vernehmung der Localpolizeibehörde und der Gemeinde-Vertretung zu Staufenberg auf Grund des Art. 78 des Gesetzes vom 12. Juni 1874 „die innere Verwaltung «nb die Vertretung der Kreise und der Provinzen" betreffend, Mchstehende Polizeiverordnung erlaffen. § 1. Innerhalb der Ortsstraßen zu Staufenberg darf nur im Schritt gefahren und geritten werden. Das Fahren mit Fahrrädern darf nur mit entsprechend ermäßigter Fahrgeschwindigkeit stattfinden. § 2. Zuwiderhandlungen werden nach Maßgabe des § 366 Ziffer 10 des Reichs-Strafgesetzbuchs bestraft. Gießen, den 15. Juli 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Melior. All: Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. gegen Deutschland gehetzt und von einer Niederlage gejammert haben, welche Frankreichs Stellung in Europa durch die Erfolge Preußens im Jahre 1866 erlitten habe. Da bis dahin Preußen und Deutschland nur wünschten, in ihren Einigungsbestrebungen von Frankreich nicht gestört zu werden, so geht aus Frankreichs Haltung hervor, daß nur die verletzte französische Eitelkeit und Großmachtssucht die Franzosen zum Rachekriege gegen Preußen trieb. Die damalige spanische Throncandidatur deS Prinzen Hohenzollern konnte schon deshalb keine KriegSursache sein, weil der Prinz seine Candidatur zurückgezogen hatte. Uebrigens liegt von zwei französischen Deputirten Glais Bizoin und Arago selbst ein schlagendes Zeugniß dafür vor, daß Frankreich eigentlich schon am 6. Juli den Krieg gegen Deutschland beschloßen hatte. Nach ihrem eigenen Urtheile hatten die beiden genannten Deputirten den Eindruck, daß die Kriegserklärung Frankreichs schon in den Vorgängen in dem französischen Parlamente am 6. Juli 1870 enthalten war, von denen Glais Blzoin und Arago sagten, sie seien keine Verhandlung, sondern eine Kriegserklärung gewesen, eine Kriegs- erklärung, unterstützt durch eine lärmende officiöse Presse und Massendemonstrationen in der Richtung der bekannten Schlagwörter: „Wir müffen die Preußen unter ein caudinisches Joch bringen!" „Wir müffen sie mit dem Flintenkolben im Mcken über den Rhein stoßen!" „Wenn uns soviel geboten würde, wie den Preußen in Paris, wären wir längst unterwegs nach der Grenze I" Arago sprach sich dahin auS, „das Ministerium habe Frankreich wider den Willen seiner Vertreter in die Sache hineingezogen und soeben den Krieg erklärt." ES ist danach nicht zu verwundern, daß preußische Staatsmänner nach Kenntnißnahme dieser Vorgänge den Eindruck hatten, daß angesichts dieser mindestens brutalen Drohungen eine Nachgiebigkeit, auch nicht einen Strohhalm breit, auf preußischer Seite nicht mehr möglich sei und daß selbst der Rücktritt des Hohenzollern'schen Prinzen von seiner spanischen Throncandidatur geschichtlich den Eindruck machen müße, als sei er durch französische Kriegsdrohungen erzwungen worden. Die Erkeuntniß dieser ganzen Entwickelung war ja auch bereits in jener kritischen Zeit so klar und tief in die öffentliche Meinung des deutschen Volkes eingedrungen, daß man nicht nur in Berlin, Dresden, München, Stuttgart, Karlsruhe, sondern überhaupt in allen deutschen Städten und oMpN WtiN t Kontrolle, addir innahure. Vor einigen Jahren war ich Leiter einer Zeitung. Aus dieser reichen Zeit wird mir ein kleines Erlebniß -vvoergeßlich bleiben. ES ist die schlichte Geschichte einer wahrhaft edlen Frau. Ihres Wesens vornehme Eigenart, . h|e anmuthige Bildung ihres Geistes und Herzens gewannen -Aich sofort, als ich sie damals zum ersten Male sah. Gehört hatte ich schon zuvor von ihr. Mit hundert berechtigten Hoffnungen war sie einst in die Welt getreten und hatte in ch nichts gefunden, als ebenso viele bittere Täuschungen, Täuschungen deS Herzens, Täuschungen des Lebens. Mit ergrauenden Haaren, mit vergrämten Zügen, mit ?r,j Feuilleton. Armuth. Ein Bild aus dem Leben. Von Heinrich Förster, Fulda. erBE "ztii «»f i für die leer? „rückverg«“1 ______...... ljf jeden von anat» aber wie gebrochener Haltung kehrte sie tn dre Lnmath zurück, eben jene Stadt, in der ich damals thätig ,D bestens empt* Aus einer unglücklichen, für sie schmachvollen Ehe brachte sie zwei Kinder mit: einen Sohn und eine Tochter. Aber auch in der Heimath ließ das Unglück nicht , loit ihr. Sie wohnte kaum ein halbes Jahr, still, ganz w zurückgezogen in der Stadt, fürlieb nehmend mit dem Wenigen, das ihr der brutale Gatte von ihrem Vermögen hinterlaßen, «IS der Sohn, der erst vor Kurzem Offizier geworden war, gezwungen wurde, Schulden und unerfreulicher Vorgänge halber aus dem Heere auszuscheiden, und anstatt durch ein vmeS, tüchtiges Leben gutzumachen, was er verschuldet, den trichteren Ausweg feigen Selbstmordes vorzog. Dieser neue Schlag knickte die unglückliche Frau fast ganz. Wenn ihre Tochter nicht gewesen wäre, wäre sie ge- Niß dem Tode an gebrochenem Herzen, dem Tode aus Kummer verfallen. Aber der Gedanke an die eben erst Con- frmirte hielt sie aufrecht. Was fie irgend noch geben konnte, das letzte Schmuckstück gab sie hin, um deS leichtsinnigen Sohnes Schulden zu tilgen. In dieser schweren Zeit nun wurde ihre Noth noch ge- steigert durch eine andere Sorge, welche ihr aus ihrem vor- 218 Verven. nehmen Pflichtgefühl erwuchs. Sie wollte der Tochter neben einer guten Ausbildung ein bischen von dem Sonnenschein geben, welchen die Jugend haben muß, soll fie nicht verkümmern und verbittern. Nun hielt eine Bekannte aus besseren Tagen in einer Nachbarstadt ein als vorzüglich gerühmtes Mädchenpenfionat. Dort sollte die Tochter Aufnahme finden. Ob man auch der armen Mutter in etwas entgegenkam, die Ausstattungskosten und das Pensionsgeld waren trotzdem zu hoch, um von ihr ohne Weiteres bestritten werden zu können. Da kam sie zu mir. Unsere Familien waren von Väterzeiten her befreundet- sie konnte daher bei mir ein gewißes Wohlwollen vorauösetzen. Sie begann ganz in ihrer ruhigen, vornehmen Art, ihre Verhältnisse kurz darzulegen und mir von ihrem Vorhaben zu sagen, die Tochter in eine Pension zu geben ... da fie aber hierzu nicht die Mittel habe, . . . müße sie . . . müße sie . . . Hier brach fie plötzlich ab und wandte sich von mir, so daß ich ihr Gesicht nicht mehr sehen konnte. Ich fühlte aber, wie sie mit Thränen kämpfte, wie fie sich zum Weiterreden zwingen wollte. Aber die Thränen ließen sich nicht bannen — und mit einem Male, wie willenlos sich ergebend, legte .sie den Kopf in die Hände und schluchzte laut auf. Sie weinte in jener erschütternden Art des Weinens, der man das Beiwort „bitterlich" zu geben pflegt. Es schnitt mir ins Herz. Jedes Wort des Trostes — was hätte ich auch sagen können? — schien mir hier banal. Doch aber trat ich zu ihr, und wie uns oft in den ernstesten und feierlichsten Augenblicken nur die alltäglichsten Worte zur Verfügung stehen, sprach ich: „Ich bitte Sie, gnädige Frau, was es auch sein mag — haben Sie doch Muth und Vertrauen!" Ich muß es aber wohl weich und mitleidsvoll gesprochen haben, tn einem Tone, in dem meine Ergriffenheit widerklang, denn sie hob den Kopf und während die immer noch schönen, tiefen Augen in Thränen perlten, lachte sie. ES >ar ein Lachen, wie eS die Jugend hat, kindlich, heiter, eigene Thor- heit verspottend, melodisch. ES war wie ein Klang aus ihrer verlorenen Jugend. „Wie dumm, wie kindisch ich bin," sagte fie, „ich muß arbeiten! Ist da etwas dabei? Arbeit adelt ja nur. Ich wollte Sie also bitten, mir eine Anzeige aufzusetzen, Sie haben doch die Erfahrung — und mir zu sagen, in welches Blatt außer dem Ihrigen, ich meine, in welche Zeitung der Hauptstadt man die Anzeige am zweckmäßigsten einrücken läßt . . . ich möchte nämlich als Hilfe der Hausfrau ... in ein gebildetes Haus natürlich —" Da erstickte ihre Stimme wieder. In ihr lehnte sich etwas gegen diesen ihren Entschluß auf. Ja sie wollte eine Stelle haben — fie wollte arbeiten, fie wollte es, wie man nur wollen kann, aber tn ihrem innersten Empfinden wurde e- ihr unsagbar schwer — nicht, zu arbeiten an und für sich, sondern eS sich und anderen eingestehen zu müßen, daß ihr Weg so weit herunter gesührt von den sonnigen Höhen jugendlichen Hoffens und einstigen vornehmen Lebensgenusses in das Thal ringender Arbeit, kummervoller Mühen. Am Abend dieses TageS ertappte ich mich über stillem Philosophiren. Ich hatte den Fluch der Armuth gesehen, der heutzutage mehr vielleicht als jemals empfunden werden mag. Man thut ja alles Mögliche, einer frech sich geberdenden Armuth Concesfione« zu machen, für sogenannte verschämte Arme, die oft recht unverschämt sind, thun WohlthätigkeitS- vereine alles nur Erdenkbare, aber für die Armuth, die furchtbare Armuth dessen, der zwar auch arm an Gar, weder zu der einen, noch zu der anderen Kategorie der Armen gehört, der zu seiner Armuth auch noch Seelenschmerzen und Wunden zu tragen hat, die daS Leben schlug, — o, wie ost fehlt für diese das liebewarme, theilnehmende Herz. Im Gegentheil, des Nächsten Unglück dient wohl gar dem zum vornehmen Naserümpfen, der zur infamen Klatschbaserei . . • Freilich, für diele Armuth kann weder gesetzlich, noch allgemein etwas gethan werden. Da gelten eben nur de ungeschriebenen Gesetze des HerzenS. Und Gottlob — auch sie bestehen noch in unserer Zeit der Herzlosigkeit. in Afrika gelebt, dem Sieger von Tabora, Grafen Schweinitz und Herrn Emil Selberg, Chef des Exporthauses Selberg u. Schlüter. — Um Einfluß auf die ländliche Bevölkerung zu erlangen, wollen sich die Socialdemokraten nun auch mit der landwirthschaftlicheu Frage beschäftigen. Der social- demokratische Parteivorstand hat beschlossen, auf die Tage vom 6. bis 12. October d. I. nach Breslau den diesjährigen Parteitag einzuberufen. Die an die Parteigenoffen gerichtete Aufforderung, die Tagung möglichst zahlreich zu beschicken, betont besonders, daß wichtige Entscheidungen zu treffen seien, vor allem über die Stellungnahme der Partei zur Agrarfrage. Auf dem vorjährigen socialdemokratischen Parteitage war folgende Resolution gefaßt worden: Die Agrarfrage als nothwendiger Bestandtheil der socialen Frage wird end- giltig nur dann gelöst, wenn der Grund und Boden mit den Arbeitsmitteln den Producenten zurückgegeben ist, die heute al- Lohnarbeiter oder Kleinbauern im Dienste des CapitalS das Land bestellen. — Die Enthüllungsfeier des Windthor st - Denkmals hat am Dienstag in Meppen bei prachtvollem Wetter programmmäßig stattgefunden. Die feierliche Ceremonie der Enthüllung und der Uebergabe deS Denkmals an die Stadt vollzog der Vorsitzende deS LocalcomitsS, Herr Hauptmann a. D. Schoeningh. Im Namen deS Magistrats nahm Herr Bürgermeister Augustin mit Dank das Geschenk an, worauf der Vertreter des Wahlkreises Meppen im Reichstage, Abgeordneter Brandenburg, die Weiherede hielt. Beim Festeffen, welches wegen des gedrängten Raumes nur 160 Gedecke zählte, hielt Dechant Nieters die Begrüßungsrede. Abgeordneter v. Hagen feierte in einem Toast den Papst und den Kaiser. Nerrefte Nachrichten. WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. WiSby, 17. Juli. Nachdem daS Wetter sich gestern zum Abend in schönster Weise aufgeklärt hatte, so daß Seine Majestät der Kaiser mit Umgebung den Gesangsvorträgen am Lande, wie vor zwei Jahren, beiwohnen konnte, ist eS b^ute früh wieder trübe und regnerisch. Programmgemäß erfolgte heute früh 9^/z Uhr die Weiterreise nach Hernösand. Sofia, 17. Juli. Die „Swoboda" gibt eine Darstellung von dem Attentat auf Stambulow', welche mit den bereits gemeldeten Berichten über dasselbe übereinstimmt. DaS Blatt spricht jedoch nur von drei Angreifern und be- dauptet, Petkow habe 10 Minuten bei dem am Boden liegenden Stambulow verbleiben müffen, ohne Hilfe zu erhalten. Das Blatt macht den Prinzen Ferdinand und die Regierung für das Attentat verantwortlich, da sie Stambulow nicht habe abreiseu lasten. Depeschen bc8 Bureau .Herold*. Berlin, 17. Juli. Der „Localanzeiger" meldet aus Sofia: Der Minifterrath beschloß umfangreiche Maßregeln, um die öffentliche Sicherheit aufrecht zu erhalten, die durch daS Attentat auf Stambulow und zahlreiche Drohbriefe, unter Anderem auch gegen RadoSlawow bedroht erscheint. Petrow soll im Minifterrath erklärt haben, wenn die Mörder nicht entdeckt und festgenommen würden, würde er auf eigene Faust den Belagerungszustand proclamiren. Berlin, 17. Juli. In einer Unterredung, welche Stambulow mit einem ungarischen Staatsmanne vor nicht langer Zeit gehabt hat, bezeichnete Stambulow den Minister Natschevtc als seinen ärgsten Feind, den er für fähig halte, Mörder gegen ihn zu dingen. Berlin, 17. Juli. Aus Macedonien laufen un» günstige Nachrichten ein. Viele Aufständische wurden gehenkt. Wien, 17. Juli. Nach Meldungen aus Karlsbad beauftragte Fürst Ferdinand den Grafen ForaS, der Frau Stambulow sein tiefstes Beileid auszudrücken. Frau Stambulow ließ ihn indeß nicht vor, sondern wies jede Bezeugung der Theilnahme von Seiten des Fürsten Ferdinand zurück. Wien, 17. Juli. Die „N. Fr. Pr." meldet aus Sofia, Stambulows Kawaß, Namens Guntcho, fei ein ehemaliger gemeiner Mörder, den Stambulow seiner Zeit begnadigte und in seine Dienste nahm. Als der Kawaß mit dem Revolver in der Hand dem flüchtigen Mörder nachlief und Schüsse auf ihn abfeuerte, glaubten die Gensdarmen, er habe den Flüchtling überfallen und wolle ihn erschießen, weshalb sie ihn festnahmen. Karlsbad, 17. Juli. In der Umgebung des Fürsten Ferdinand weist man mit Entrüstung den Verdacht zurück, daß die Beseitigung Stambulows dem Fürsten und seiner Regierung wegen der angebahuten befferen Beziehungen zu Rußland erwünscht sei. Stambulow sei lediglich daS Opfer einer privaten Rache, was die gerichtliche Untersuchung auch ergeben werde. Rom, 17. Juli. DaS Attentat auf Stambulow ruft hierselbft große Entrüstung hervor, die in den Blättern aller Parteirichtungen zum Ausdruck kommt. „Tribuna" und „Rtforma" constatiren, daß Bulgarien durch derartige Scenen die Achtung aller Culturvölker verliere. Noch härter drückt sich das officielle „Giornale" aus, deffen Leitartikel mit den Worten schließt: Der Stoß, der Stambulow traf, kam von Rußland. London, 17.Juli. Die Niederlage der Liberalen wird mit jedem Tage drohender. Einer der gewählten Liberalen wird voraussichtlich zurücktreten, um die Wahl von Harcourt dadurch zu ermöglichen. London, 17. Juli. Bisheriges Wahlresultat: 239 Unionisten, 51 Liberale, 6 Parneüiten, 19 Antiparnelliten und 1 Arbeiterparteiler. London, 17. Juli. Die „Daily News" veröffentlichen einen heftigen Artikel gegen Rußland, worin Letzteres beschuldigt wird, daS Attentat auf Stambulow verursacht zu haben. Trotzdem werde die russische Regierung ebenso entrüstet thun, wie das gejammte Central-Europa. DaS Blatt meint, es gäbe noch gewiffe Regierungen, welche weder vor dem Dolch noch vor Gift zurückschrecken. Daily Chronicle" schreibt, daß Czar NicolauS über diesen Mordanfall entrüstet sein dürfte. Wenn Fürst Ferdinand daS Leben seiner Unterthanen nicht beffer zu schützen vermöge, so müffe Europa Bulgarien einen Nachfolger geben, welcher regelrecht gewählt wird. — Die „Morning Post" sagt: „Wenn Bulgarien seine Autonomie bewahren will, so muß Fürst Ferdinand größere Vorsicht an den Tag legen!" Sofia, 17. Juli. Das Befinden Stambulows ist nach den neuesten Nachrichten hoffnungslos. Seine amputirten Hände werden in Spiritus aufbewahrt. Condolenzdepeschen sandten: der Kaiser von Oesterreich, der König von Italien, Prinz Heinrich von Battenberg usw. In diplomatischen Kreisen herrscht gegen die Regierung eine äußerst erbitterte Stimmung. Sofia, 17. Juli. Der Gesundheitszustand Stambulows war in der Nacht beffer. Ein Bulletin sagt: Der Herzschlag ist kräftiger geworden. Stambulow ist im vollen Besitz seiner geistigen Fähigkeiten. Die Körper- Temperatur beträgt 37 Grad. Gestern wurde an Stambulow eine Amputation vorgenommen, wobei dieser Schmerzen empfand, während er nach dem Ausspruch der Aerzte den Ausdruck eines gefühllosen CadaverS machte. Sofia, 17. Juli. Der österreichisch-ungarische Vice- Consul begab sich im Auftrage des Ministers des Aeußern, Goluchowski, zu Frau Stambulow und übermittelte dieser das tiefste Beileid des Kaisers Franz Josef. Für den Beweis dieser Theilnahme sprach Stambulow selbst seinen Dank aus. Aus ganz Bulgarien laufen zahlreiche BeileidS- depeschen ein. WB. Sofia, 18. Juli. Die „Agence balcanique" meldet: Das gestern Abend 6 Uhr ausgegebene Bulletin über daS Befinden Stambulows lautet ungünstig; eine Wunde zeigt Brandsymptome- die Temperatur ist auf 39 Grad gestiegen. WB. Sofia, 18. Juli. Stambulow ist heute Morgen um 3 Uhr 35 Min. gestorben. WB. Sofia, 18. Juli. Stambulow lag seit gestern Abend 10 Uhr in Agonie, ohne ein Wort zu sprechen. Einige Vertreter ausländischer Mächte waren bei seinem Tode anwesend. Der Krieg von 1870|71, geschildert durch Ausschnitte aus ZeitungS-Nummern jener Zeit. (Nachdruck verbotm.) 19. Juli. Die französische Kriegserklärung lautet: „Der unterzeichnete Geschäftsführer Frankreichs hat in Ausführung der Befehle, die er von seiner Negteruna erhalten, die Ehre, folgende Mitthetlung zur Kenntniß Seiner Excellenz des Herrn Ministers der auswärtigen Angelegenheiten Seiner Majestät des Königs von Preußen zu bringen. Die Regierung Seiner Majestät des Kaisers der Franzosen, indem sie den Plan, einen preußischen Prinzen auf den Thron von Spanien zu erheben, nur als ein gegen die territoriale Sicherheit Frankreichs gerichtetes Unternehmen betrachten kann, hat sich in die Nothwendtgkett versetzt gefunden, von Seiner Majestät dem Könige von Preußen die Versicherung zu verlangen, daß eine solche Combtnation sich nicht mit seiner Zustimmung verwirklichen könnte. Da Seine Majestät der König von Preußen sich geweigert, diese Zusicherung zu erthellen, und im Gegenthetl dem Botschafter Seiner Majestät des Kaisers der Franzosen bezeugt hat, daß er sich für diese Eventualität, wie für jede andere die Möglichkeit vorzubehalten gedenke, die Umstände zu Rathe zu ziehen, so hat die kaiserliche Regierung in dieser Erklärung des Königs einen Frankreich ebenso wie das allgemeine europäische Gleichgewicht bedrohenden Hintergedanken erblicken müffen. Diese Erklärung ist noch verschlimmert worden durch die den Cabineten zugegangene Anzeige von der Weigerung, den Botschafter des Kaisers zu empfangen und auf irgend eine neue Auseinandersetzung mit ihm einzugehen. Infolge dessen hat die französische Regierung die Verpflichtung zu haben geglaubt, unverzüglich für die Perthetdigung ihrer Ehre und ihrer verletzten Jntereffen zu sorgen, und entschlossen, zu diesem Endzweck alle durch die ihr geschaffene Lage gebotenen Maßregeln zu ergreifen, betrachtet sie sich von jetzt an als im Kriegszustände mit Preußen. Der Unterzeichnete hat die Ehre, Sr. Excellenz u. f. w. seine hoch- achtungsvolle Ergebenheit zu versichern, (unterzeichnet) Le Sourd. Berlin, 19. Juli 1870. Die französische Kriegserklärung wurde im Reichstage durch BiSrnarck mitgetheilt. Er fügte hinzu: „ . . . Wir werden nach dem Beispiele unserer Väter für unsere Freiheit und für unser Recht gegen die Gewalt fremder Eroberer kämpfen und in diesem Kampfe, in dem wir kein anderes Ziel verfolgen, als den Frieden Europas dauernd zu sichern, wird Gott mit uns sein, wie er mit unseren Vätern war." Gießen, den 18. Juli 1895. ♦ ♦ Neues Theater. Auf die morgen Freitag hier zum erftenmale stattfindende Aufführung von Zellers neuester Operette „Der Obersteiger" machen wir nochmals aufmerksam. * ♦ DaS neue Einkommensteuergesetz wird in Nr. 20 des Großh. Hess. Regierungsblattes veröffentlicht. ES füllt 24 Seiten des Blattes und ist vom Großherzog in London vollzogen worden. Bekanntlich tritt das Gesetz am 1. April 1896 in Kraft. * • Verhaftet. Ein Arbeiter wurde gestern verhaftet, weil er im Verdacht steht, seinem Schlafcollegen mittelst Erbrechens des Koffers 10 Mk. entwendet zu haben. * * Schwindelei. Einem Fuhrknecht von hier gesellte sich dieser Tage in Atzbach ein angeblicher Reisender einer Gießener Firma zu und gab ihm auf, seiner Firma aus- zurichten, daß er ohne Geld sei, man möge ihm solches nach Atzbach schicken. Nachdem der Fuhrknecht versprochen, den Auftrag auszuführen, kam dem angeblichen Reisenden eine andere Idee. Er sprach den Knecht um ein Darlehen von 2 Mk. an, das ihm dieser nicht allein gewährte, sondern ihn auch noch auf seinem Wagen mit nach Gießen nahm. Hier entfernte er fich mit dem Versprechen, den geliehenen Betrag ( nun auch btt "uch'gl wurde. 'EHE- aus bi slw ®aK welcher "urde, und So "esm, den Weg Adtuijahrkn 9h Nflt der bot Ech pflegte man ^sser zu beiblli »ov Bar , '6i ^>“14 E Tirseni $ L fllW “Tw- ffs:* SÄ'» der W « Meld- tltrhri" ®atl Mzrs SöMll arigelunden. Dtt fi$ an Bettpsoftt! ' M* oft bts Beden!« bix Kaufleute N fnuW krüM «rettet. ' SM, 1 Verbandes Mw der bevo ober btß andere in bit bMtn' h Italien, zu tnt nie Siege zu ve » SiraßSurs Industrie- ur aulBend. Geste- hm Platze, baiun gt.-gtn 43,000 Ark ' btttftvz, faibtn qu6 Aula! Lri'gSlage feftll hffg (am 4. Aug Meß am 14. Aur Wruillh unb NH Stile (bei St. M arfc am 18, Äugus erM die Tchmst Vi TchlachtsM fallt unb zwar s' >»eS hauMhvhv' trahnhofr nadi Bravelotte und Gedenkfeier für । * 6int feg, flijinbungen auf kdraukenernährung Zrnmilch. Ga. dit Säuglinge ent b« Reimen vollstä stHvtz der Mutt ^ntfteu ist die ^geböte Q wurerarbeii 0. Mennig, fctbeil Wederatf Wiarbf ^eserilng y „..WaU Gerung o, "^mittag? Je*OBinten g- ‘ ? Ansicht j-?1 Seiin2 ?le alsbald zu schicken. Als baß Geld aber außblieb, hielt der Fuhrknecht Nachfrage und stellte eS fich heraus, daß er einem Schwindler in die Hände gefallen war. Hoffentlich gelingt eß der Polizei bald, den Burschen unschädlich zu machen, man ist ihm auf der Spur. ** In den Tagen der herannahenden größten Hitze darf die vermehrte Pflege unserer HauSthiere durch öftere 93 er« sorgung mit frischem Wasser, Bewahrung vor der unmittel» baren Einwirkung der Sonne rc. allen Besitzern und Freunden unserer Mitgeschöpfe bestens empfohlen werden. Insbesondere erschiene es verdienstvoll, an Springbrunnen, Systemen rc. - unseren gefiederten Sängern durch Einlegen eines einfachen Lattenrostes die Erfrischung des in den Floßrinnen nicht mehr, erhältlichen WafferS gefahrlos zugänglich zu machen. (D Alleudorf a. d. Lba.. 17. Juli. Zwecks Coustitui* rung eines Bienenzüchter-Vereins für unsere Gegend findet nächsten Sonntag, Nachmittags 3 Uhr, in der Otto- scheu Wirtschaft dahier eine Versammlung statt, in welcher von Herrn Lehrer Luzius - Keffelbach über die Beweggründe zur Gründung des neuen Vereins einleitend referirt werden wird. Der vorige Sommer und der letzte Winter waren für. die meisten Bienenzüchter äußerst deprimirend- um so höher jedoch wurde der gesunkene Muth der Imker wieder gehoben durch reichliche heurige Tracht eines sehr beücaten Honigs. Die genannte Versammlung dürfte auch für manchen Nicht-Imker von Interesse sein. § AuS de« Kreis Alsfeld, 17. Juli. Obgleich die- Frühkartoffeln bereits ihrer Reife entgegengehen, ist das Bedürfnis nach alten Speisekartoffeln noch ein um diese Zeit ungewöhnlich starkes. Selbst die Auffahrt an Kartoffeln auf dem allsamstäglichen Fruchtmarkt zu Grünberg genügt nicht, die Nachfrage danach zu befriedigen, so daß Fuhrleute extra in die Wetterau fahren und dort Kartoffeln holen. Daß unter diesen Umständen die Preise für Kartoffeln in die Höhe gehen, ist leicht erklärlich. So kostet eben der Zentner durchschnittlich 4 Mark bis 4,25 Mark. Das starke Faulem der Kartoffeln in den Kellern hat die Kartoffelvorräthe über Erwarten zusammenschrumpfen lassen, sowie auch der starke Verbrauch an Kartoffeln durch die allerwärts im Schwung stehende Schweinezucht. —Die gegenwärtig durch den Kreis« Feuerwehrinspector vorgenommenen Jnspectionen der neu gebildeten Ortsfeuerwehren lassen allgemein den Fortschritt in der Ausbildung des Feuerlöschwesens deutlich erkennen. Wenn auch noch rüstig weiter gearbeitet werden muß, um die Ausbildung der Mannschaften auf den Grad zu bringen, den eine richtige Wehre besitzen muß, so ist doch bereits an die Stelle des alten Schlendrians, der planlos zu Werke ging, ein neuer Geist getreten, der sein Bestreben, der Feuerwehrdevise: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!" nach Kräften nachzukommen, deutlich zu erkennen giebt. Kleiu-Krotzenburg, 16. Juli. Heute Nachmittag gegen 5 Uhr wollte der 60jährige Bäckermeister Matthäus Räh hier von einem hoch geladenen Kornwagen steigen. Infolge eines Fehltrittes stürzte er jedoch so unglücklich, daß « bewußtlos vom Platze getragen werden mußte. Ohne ta» Bewußtsein wieder erlangt zu haben, starb der Mann tiut halbe Stunde nach dem Sturze. Laugen, 16. Juli. Die unlängst vorgenommene Berufs- und Gewerbezählung hat für Langen folgendes Resultat ergeben: Gesammt-Einwohnerzahl 4848, dabei 2417 männliche und 2431 weibliche Personen; Haushaltungen sind es 1048, LandwirthschaftSkarten wurden 776 und Gewerbebogen 127 ausgefüllt. Groß Zimmem, 16. Juli. Gelegentlich deS vorgestern hier abgehaltenen Sängerfestes ereignete sich ein Unglü ckS- fall, dem ein Menschenleben zum Opfer fiel. Eine Frau au» Dieburg wollte aus dem im Gange befindlichen Caroussel. springen, fiel aber so unglücklich, daß sie sofort eine Leiche war. Der Besitzer des CarousselS mußte den Betrieb sofott einstellen. △ Mainz, 17. Juli. In der Angelegenheit der Verstaatlichung der Ludwigsbahn fand heute wieder eine längere Sitzung des VerwaltungSrathS der Gesellschaft statt. Was verhandelt und beschloffen wurde, bleibt vorerst wieder Geheimniß. Da die außerhalb Mainz wohnenden Mitglieder, der Verwaltung per Telegraph zu der Sitzung beschieden wurden, dürfte indeß Belangreiches vorgelegen haben. — Ohne die geringste Gewähr für die Richtigkeit zu übernehmen, sei hier auch ein Gerücht erwähnt, daS sowohl in Darmstadt, wie auch hier vor einigen Tagen circulirte. Da» Gerücht geht dahin, daß wieder erfolgversprechende Verhandlungen mit der Regierung angebahnt seien, deren Entstehung indeß weder hier noch in Darmstadt, sondern in dem Bade Kissingen zu suchen wären, wo eine Besprechung zwischen dem Staatsmiuister Finger und dem Specialdirector der Ludwigsbahn, Geheimerath Reinhardt stattgefunden hätte. Soweit das Gerücht. Thatsache ist, daß beide genannten Personen zur Kur in Kissingen weilten und sich Staats- Minister Finger noch dorten befindet, während Special- blrector Reinhardt wieder seit einiger Zeit hier ist. △ Mainz, 17. Juli. Die Mitglieder der hier bestandenen, vor einiger Zeit aber verkrachten „Deutschen Vieh-VersicherungS-Anstalt" — meistens Landwirthe aus der Umgegend von hier und Wiesbaden — haben ihre Mitgliedschaft an der genannten Anstalt nachträglich noch theuer zu bezahlen. Abgesehen, daß die eingelegten Prämien vollständig verloren sind, haben fich bei der gegenwärtig statt- findeuden Liquidation eine ganze Masse Veruntreuungen und Unregelmäßigkeiten gezeigt, die eine Regreßnahme an viele Mitglieder nothwendig machen. Nicht weniger wie achtzig Prozesse find anhängig gegen ehemalige Mitglieder der Gesellschaft, die sich weigern Rück- und Nachzahlungen zu leisten. — Wegen beträchtlicher Unterschlagungen unb Urkundenfälschungen ist gestern Abend der bisher unbescholtene Kassierer eines großen Kranken- und Sterbevereins hier verhaftet worden. le Nachmittag jtjt: fcr SRattljiiuS Sei » steigen. Infoix unM^, xnu^tt. O^ut': Lid bn Mann "Sa War L M it iSfc r^Z "‘Sn ien. ^n2t^ :v?S'i V1»« thi* !»#'ii -kZL: Ksr tsatt, m Ü 3»fir tolti,, 7'°»r u£ au4l fc ««ch, DigleH j, 'M tln m Mn ff«4« an Startoffdi ,77« «'»“!! 1° 6a6 8»JrIntt ßartofftln HM 1 »«tofrtn i 'N eben btt Ctnlno ®? Nke Fach rrtoffelvorralhe übt ^le auch der stm! lwärts im SchM '9 durch den Krei rn Inspect/onen bi emeindenFonschrit deutlich ttltnan werden mutz, umli cad zu bringen, In bereits an btt Stellt Bede ging, ein nenn mwehrbtvise: M rasten nachzukomn genommene Semi! gen folgendes W'- , dabei 2417 tnic Haushaltungen f- 776 unb GeweiH tlich btS vorgeslte sich tinllnglM fiel. Eine Frau wi efindlichen Canchl ,e sofort eine Leii^ t btn Btttitb W gdtgen^eit der Be: mb heute wieder ro der Gesellschaft ftar bleibt vorerst wirk mohnenden MitDtr ,tt Sitzung besäM vorgelegen haben- - MMgllit i« * ®äß ss* ’Ä”* 1 SpicialU»11“ ,t ftattjef“»11’ M bQi bd»< «<** ■xrs L'Lr ÄÄ » s( Zerunlreuungru^ «»•*** *** Ulfiat»’ l»"7 “ , D(rtüi« 4'" ■ ■ Ketel, mit vielen Anerkenn, gr.t. ■ Fahr« Gegründet 1880. ■ rüder Hummels 6160] Eine Decimalwage, ein Kisteubrecher, sowie eine elektrische Schelle billig abzugeben. Schillerstraße 27. Zunahme. 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In Süddeutschland war heute Morgen bet östlicher Luftzufuhr meist wolkenloses Wetter und zeigen die Temperaturen, namentlich in dm höheren Lagen, eine weitere Turner-Tricot, prima Qualität, empfehlen billigst Geschw. Heerz. Wilh. Amend, Bäckermeister, Bahnhofstraße 58. ngebote auf Maurerarbeit, ohne Material- Holzwolle z. Verpack, liefert billigst Carl Rudolph in Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gewesten am 18. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Master 17°, Luft 20° im Schatten. Rübsamen'sche Bade- und SchwimmanstaU. welche den Fettgehalt der Muttermilch und deren geringen Käsestoffgehalt vereinigte. Dies ist nun dem Herrn Pro- feffor Gärtner in Wien durch ein ganz einfaches mechanisches Verfahren, ohne jegliche künstliche Zusätze, gelungen, und der auf dem Gebiete der Kinderernährung berühmte Profeffor Escherich hat durch seine Versuche mit der Gärtner'schen Milch bei Neugeborenen und älteren Säuglingen alle die Voraussetzungen bestätigt gefunden, die Profeffor Gärtner ausgesprochen hatte. Unsere hiesigen Herren Aerzre sind über die Gärtner'sche stertlisirte Fettmilch bereits unterrichtet und sollten sich Wöchnerinnen in erster Linie an ihren Hausarzt wenden, um dessen Urtheil über die Anwendung der Gärtner'schen sterilifirten Fettmilch zu hören- es unterliegt keinem Zweifel mehr, daß man in der Zukunft auf die Ernährung der Kinder durch Ammen völlig verzichten kann, waS aus ethischen Gründen schon eine Wohlthat für die Familie ist, ganz abgesehen von der größeren Wohlfeilheit der Ernährung durch Gärtner'sche Fettmilch. Aber auch für Erwachsene, insbesondere Blutarme, wird sich die sterilisirte Fettmilch als ein vorzügliches Blut-Ernährungsmittel bewähren, da Milch ja der beste Blutbildner ist, den eS überhaupt gibt. Durch ihren Genuß werden Schwächliche und Magenkranke ihren Gesundheitszustand heben können. Das Großherzogliche Kreisgesundheitsamt Mainz schreibt in einer Veröffentlichung über den Gesundheitszustand und die Sterblichkeit im Kreise Mainz u. A. Folgendes über die Profeffor Gärtner'sche „Fettmilch": Dieselbe unheilvolle Bedeutung, welche die Lungenschwindsucht für die Erwachsenen hat, üben die akuten Erkrankungen des Magen-Darmcanals im Säuglingsalter aus- durch sie wird hauptsächlich die hohe Säuglingssterblichkeit in den Sommermonaten verursacht. Bekanntlich werden von diesen Krankheiten, namentlich von dem gefährlichen Brechdurchfall ganz überwiegend Kinder befallen, welche künstlich aufgezogen werden und meist find Fehler und Nachlässigkeiten in der Art der Ernährung die Ursache der Krankheit. ES mag daher an dieser Stelle darauf hin- gewiesen sein, daß wir in der neuerdings auch in Mainz eingeführten „Fettmilch" von Professor Gärtner ein Präparat besitzen, durch welches die oft versuchte Aufgabe, die Zusammensetzung der Kuhmilch der Muttermilch, so weit überhaupt möglich, gleich zu gestalten, gelöst ist. Die Fettmilch wird nach den Beobachtungen bedeutender Kinderärzte von den Kindern gern genommen und gut vertragen, eS ist daher zu wünschen, daß dieselbe bei der künstlichen Ernährung kleiner Kinder eine recht ausgedehnte Verbreitung finden möge. * Oeffeutliche Badepl'ätze in Sachsen. Die Amtshauptmannschaft Zwickau hat sammtlichen Gemeinden, welche ein zum Baden geeignetes Gewässer besitzen, die Verpflichtung auferlegt, einen öffentlichen Badeplatz auf Ge- meindekoften einzurichten. Wenn man bedenkt, • mit wie geringen Mitteln dieser so wichtige hygienische. Fortschritt zu erreichen ist, so muß man es als wünschenswerth bezeichnen, daß überall die Aufsichtsbehörden ihre Rechte und ihren Einfluß benutzen, um namentlich in Kleinstädten und Dörfern auf die Errichtung von Badeplätzen in derselben Art hinzuwirken. _______________________________________________ Zithernnterricht wird ertheilt. 2752 Zu erfragen in der Musikalienhandlung »r«st «hallier (Rudolphs Nachf.) Unterzeichneten offen. Butzbach den 14. Juli 1895. I. A.: 6137 Bolz, Großh. Straßenmeifter. $ür .. Darrhauses zu Butzbach werden bis Donnerstag den 25. l. Mts., Vormittags 12 Uhr, entgegengenommen. Bis dahin liegen Zeich- rungen, Bedingungen und Arbeits- btschreibungen, welch letztere zum Selbstkostenpreis abgegeben werden, zur Einsicht der Bietlustigen bei dem Vermischtes. * Krouthal, 16. Juli. Auf der Fach-Gewerbe-Ausstellung |Üt das Hotel- und WirthschaftSwesen in Landau in der Pfalz sind die Kronthaler Mineral-Quellen mit der goldenen Medaille ausgezeichnet worden. * Limburg, 14. Juli. Gestern Nachmittag wollte der 48 Jahre alte Bergmann I. Pörtner in dem nahen Nieder-Tiefenbach in einen Thonschacht fahren. Als et etwa zur Hälfte in den 10 Meter tiefen Schacht herab- gtlaffen war, wurde er infolge der angesammelten Stickluft betäubt und stürzte kopfüber aus dem Fahrkorb auf die Sohle des Schachtes. Er brach dabei das Genick und war sofort eine Leiche. Der mittellose Verunglückte hinterläßt eilte Frau mit fünf Kindern. * Leipzig, 17. Juli. Der Postdieb Arnim, der vor ttroa Jahresfrist in der Post-Agentur Neukloster bet Stade Hvftwerthzeichen sowie einen Geldbetrag von 12,000 Mark geflöhten hatte, ist hier verhaftet worden. Arnim hatte mit dem gestohlenen Gelbe große Reisen in England und Amerika gemacht- in seinem Besitze befanden sich nur noch 3000 Mark. Er wohnte hier in einem Gasthofe mit einem angeblichen Electrotechniker zusammen, der ihm eine Tausend- morknote gestohlen hatte. Diesen Verlust brachte Arnim bei der Polizei zur Anzeige und hierbei wurde in dem Befohlenen der Postdieb Arnim festgestellt. ♦ Detmold, 17. Juli. In dem Lippeschen Dorfe Elbrinxen wurde gestern die Ehefrau K. und ihr einjähriges Söhnchen durch Beilhiebe g etöd tet in ihrem Bett -usgefunden. Der Gatte, der vermuthliche Thäter, hatte sich am Bettpfosten erhängt. * Karlsruhe, 17. Juli. Bei einer Vergnügungsfahrt auf dem Bodensee von Constanz nach Hagenau ertranken blt Kaufleute Paul und Robert Oschmann aus Magdeburg. Kaufmann Kröning, ein Schwager der Ertrunkenen, wurde zerettet. ♦ Speyer, 14. Juli. Die 22. Wanderversammlung des Verbandes südwestdeutscher Stenographen beschloß an- zestchts der bevorstehenden Entscheidung über die Wahl eines oder des anderen stenographischen Systems zur Einführung In die badischen Mittelschulen in Baden sofort eine energische Agitation zu entfalten, um dem G abels b erg er - System zum Siege zu verhelfen. ♦ Straßburg i. E., 15. Juli. Der Besuch unserer Industrie- und Gewerbe-Ausstellung steigert sich anhaltend. Gestern waren im Ganzen 21,839 Personen auf dem Platze, darunter 4435 Arbeiter. Ueberhaupt find bisher gegen 43,000 Arbeiterkarten ausgegeben worden. * Straßburg, 15. Juli. In Elsaß-Loth ring en finden aus Anlaß der 25jährigen Wiederkehr der 1870er Üri.gStage festliche Veranstaltungen statt: In Weißenburg (am 4. August), in Wörth (am 6. August), und bet Metz am 14. August auf der östlichen Seite (bei Colombey, Nouilly und Noisseville), am 15. August auf der westlichen Seite (bei St. Privat, Gravelotte, Bionville, Mars-la-Tour) und am 18. August bei Gravelotte. Am 14. und 15. August erfolgt die Schmückung der Kriegergräber und Denkmäler bei Schlachtfelder. Am 18. August findet die Hauptfeier statt und zwar früh 6i/2 Uhr Feld-DankgotteSdienst unweit btS Hauptbahnhofes in Metz. 7^ Uhr Abfahrt vom Haupt- bahnhofe na* den Schlachtfeldern bei Mars - la ° Tour, Gravelotte und St. Privat. Nachmittags 4 Uhr allgemeine Gedenkfeier für alle Gefallenen in der Schlucht bet Gravelotte. ♦ Eine segensreiche Erfindung. Eine der wichtigsten Erfindungen auf dem Gebiete der Säuglings-, Kinder- und Krankenernährung ist Professor Gärtners sterilisirte Fettmilch. Ganz besonders segensreich wird sie sich für bie Säuglinge erweisen, da sie von allen krankheitserregenden Keimen vollständig befreit ist und in der Zusammensetzung der Muttermilch nahezu gleichkommt. Nicht zum Geringsten ist die große Sterblichkeit der Kinder in den ersten Lebensjahren der mangelhaften Ernährung zuzuschreiben. In Folge des doppelt so starken Käsestoffgehaltes der Kuhmilch pflegte man dieselbe für die Säuglinge zur Hälfte mit Wasser zu verdünnen, was den schweren Nachtheil hatte, daß nun auch der Gehalt der Milch an Fett auf die Hälfte ermäßigt wurde. Dieser Mangel an Fett wirkte ebenso vachtheilig auf die Ernährung, wie die doppelte Menge an Waffer, welches den Kindern durch die Verdünnung gereicht aurde, und so ist man schon seit langer Zeit bemüht ge- wesen, den Weg zu finden, wie man eine Milch herstellte, Foulard-Seide 95 Pf. bis 5.85 p. Mk. — japanefische, chinesische rc. in dm neuestm DesfinS u. Farben, sowie schwarze, weiße und farbige -ermeberg-Seide von 60 Pf. bis Mk. 18.65 p. Met. — glatt, gestreift, karrirt, gemustert, Damaste rc. (ca. 240 versch. Qual, und 2000 versch. Farben Dessins rc.), Porto- und steuerfrei ins Haus. 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Ungleich lebhafterer Fluß herrschte im Handel aus dem gestrigen Schweinemarkt, der schier überfahren war. Die Händler hatten ganze Heerden von Ferkeln aufgetrieben und dadurch sich selber in Concurrenz gebracht, so daß sie ihren vereinbarten Preisstand nicht zu halten vermochten. Das Paar Ferkel zweiter Qualität wurde mit 30 bis 40 Mk., dasjenige erster Qualität mit 40 bis 50 und 50 bis 60 Mk. bezahlt. Die Läufer kostetm per Paar 70 bis 80 Mk. und 80 bis 90 Mk. — Der heutige Markttag gehörte dem Krämer- und Vergnügungsmarkt. Das überaus schöne Wetter hatte -»hl- reichen Besuch aus der Umgegend herzugeführt. Ltt«b«rg, 17. Juli. Frachtmarkt. Roth er Weizen •M 12.75, weißer Weizen JL 12.60, Korn JL 9.70, Gerste 8.00, Hafer Jk 6.15. — Die geschäftlichen und finanziellen Ergebnifie der Deutschen LebenSverfichernngS-Gesellschafte« im Jahre 1894 sind nach dem vorläufigm Bericht der Berliner Börsm-Zeitung wesentlich günstiger gewesen, als in den Vorjahren Von 41 Gesellschaften deS Deutschen Reiches wurden im Ganzen neu abgeschloffen 131009 Policen über 470902846 Mk. Capital und zwar bei 19 Actien- Gesellschaften 66918 Policen über 242835165 Mk. und bei 22 Gegm- seitigkeits-Gesellschaften 64091 Policen über 228067681 Mk. An neuen Abschlüssen erzielten allein die beiden größtm Actien-Gesell- schaftm Germania 39930155 Mk., Victoria:44 378800 Mk., d. i. zusammen 84308955 Mk. und die beiden größten GegenseitigkeUs- Gesellschaften Goth- 38126200 Mk., Leipzig 36875700 Mk., d. i. zusammen 75001900 Mk. Nach Abzug der durch Tod und aus anderen Ursachen erloschenen Versicherungen belief sich der Versicherungsbestand in der Capitalversicherung am Jahresschluß für alle 41 Gesellschaften zusammen auf 1394090 Policen über 4995119466 Mk. Capital. Von diesem Versicherungscapital besitzen die sechs größten Gesellschaften, deren Versicherungssumme je 300 Millionen Mark übersteigt, zusammen rund 2661.7 Millionen Mark, und zwar Gotha 672 4 Millionen, Germania 504.5 Millionm, Leipzig 430.3 Millionen, Stuttgart 416.3 Millionen, Karlsruhe 330.3 Millionm und Victoria 307 9 Millionen Mark. Don der Jahreseinnahme an Prämien und Zinsen mit 249982201 Mk. wurden 92.3 Millionen Mark zur Erhöhung der Prämimreserve und besonderen Sicherheitsfonds zurückgestellt und 91.0 Millionen Mark für Sterb^ fälle, Aussteuern, Rmten und Rückkäufe ausgezahlt, während 35.0 Millionen Mark als Dividende an die Versicherten zurückfließen werden. Die Gewährleistungsfonds, bestimmt zur Deckung der von den Gesellschastm eingegangenen Verpflichtungen, betrugen Ende 1894 zusammen 1541133825 Mk. und sind gegen das Vorjahr um 103441265 Mk. gewachsen. Von dem Zuwachs dieser Fonds ent- fallen auf die beiben größten Actim-Gesellschaften Germania 12208020 Mk., Victoria 9744303 Mk., d. i. zusammen 21952323 Mk., und auf die beiden größten Gegenseitigkeits-Gesellschaften Gotha 9833447 Mk., Leipzig 9995422 Mk., d. i. zusammm 19828869Mk. Das Gesammt-Vermögm der 41 Deutschen Gesellschaften belief sich Ende 1894 auf 1707943769 Mk. und ist verzinslich angelegt in Hypotheken mit 1256.5 Millionen, Police-Darlehen 961 Millionen, Staatspapieren 68.4 Millionen, Grundbesitz 42.1 Millionen, Cautions- und Lombard-Darlehen 13.8 Millionm Mark. — Diese trotz der Ungunst der wirthschaftlichm Verhältnisse von den deulschm Anstalten in 1894 erzielten Erfolge zeugen von der Bedeutung, die diese Institute wegen ihrer segmsreichm Wirksamkeit in immer steigendem Maße gewinnen. Zöpfe, Dreher, Haar- Uhrkette«, Scheitel, Per- rücken, Donpe» werdm billigst angefertigt bei H. Tichy 141 Seltersweg 43. Gleichzeitig macke auf eine Partie zn- rückgefetzte aufmerksam, verkaufe solche, um damit zu räumen, ganz unter Preis. I. H. Fuhr, Sonnenstr. 25. in den besten Qualitäten und billigsten 5432 eingetroffen bei 5984 j Preisen empfiehlt 6080 Wetzlar.! J> M. Schulhof SchiffsnochrLchten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agmtm Carl LooS und I. M. Schulhof. Bremen, 17.Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Weimar, Capitän C. Steencken, vom Nordd. Lloyd in Bremen, nach Newyork und Baltimore bestimmt, ist gestern 5 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommm. Bremen, 17. Juli. (Per ttansatlantischmTelegraph.j Der Schnelldampfer Fulda, Capitän A. Meier, vom Nordd. Lloyd in Sternen, ist gestern 2 Uhr Mittags wohlbehalten in Newyork angekommm. Bremen, 17. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Kaiser Wilhelm II., Capt. L. Störmer, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist gestern 12 Uhr Nachts wohlbehalten in New- york angekommm.__________________________________________ Briefkasten. K., Alsfeld. Bericht kam zu spät._______________________________ Verkehr, Land- und Valk-wirthschaft. Ullendorf a. d. Lda., 17. Juli. Der hiesige Markt war heute mit Schweinen gut befahren, unb diese fanden auch flotten Absatz; aber die Preise blieben niedrig. Ferkel galten 10 bis 22 Mk-, Läufer 40 bis 50 Mk. das Paar. O Ulrichstein. 17. Juli. Unserem dreitägigen „Jakobimarkt", den Jupiter Pluvius früher fast stets mit seiner besonderen Gunst beglückte, war der Himmel viel günstiger, als es am voraus- Bergebuvg Gr.OdetMchtWudahucuj Mtocher WkWrod SU.* *♦.**•<*,>* 4t*** ! Die sämmtlichen Arbeiten zur Erbau- z ./ . '0 V0tt XwlIUTVeil-vH* unß ^ner Pförtnerwohnung bei der neuen . (ungesäuert), von ausgezeichnetem Werkstättenanlage dahier soll an einen Wohlgeschmack, leicht verdaulich und LL'Lchn°uL°s°E?d?- daher Kranken, Magenleidenden u.s. w. und Lieferungsoerzeichniß find bei unserem BaubÜreau am Riegelpfad einzusehen, letzteres für die Abgabe eines Gebotes auch hier von unserem Secretariat gegen Erlegung von 30 $ zu beziehen. 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Bei Bezügen verlange man stets das durch Patent ^eichützle allein echte Orlglnalfabrikat Herzog zu Hessen u. bet Rhein.— BW In gediegenem Leder bd. 10. Sonntag den 21. Juli 1895. Beginn der Sitzung im „Römischen Kaiser" 11 Uhr. rage: Herr Wilhelm Seibert (Wetzlar): Ueber die Grenzen der Sichtbarkeit kleiner Körper (mit Demonstrationen). Herr Dr. med. Geister (Braunfels): Ueber Hypnotismus und Hexenwesen. 8ttlin, 1 urirb der ttai wieher in ßii Dacht „Hohenz. btann am 2. s-rlin §anal bit Irglanb gedenk unb über Mhe Sttlin, 18. chaas erklärte Äletttl" au« St ■nit bin andern Reichstag«« nach Nancy Übei Mia, 18. a et breiteten, am f-trbinanb uoi verlii, 18. - listen« und 5 mxbro. Bttliu, \% Zriebmann V suchung wegen worben. Ättlti, 1 Ablebens C längere Mel, ikie Consequeozen i-e-ea dürfte, beft lk»er erste Act de weitere Entwickelt BLt !ur die ganze ^mnnkrniwerthen 8itrblllanb nach Philosophenwald. 6123, Täglich fri*cbe Milch und Dickmilch. 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