Nr 91 Zweites Blatt. Freitag den 19. April Der -lehtnrr Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme drS Montags. Die Gießener mtlien vlatter werden dem Anzeiger -wöchentlich dreimal brigelegt. Gießener Anzeiger Kenerak-Mnzeiger. 1893 Liertelsahriger Aöountmentspreisr 2 Dlark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Aedaction, Expedition und Druckerei: KchutKraße Ar.7. Lernsprecher 51. Zlnrts- und Anzeigeblutt für den Tireis Giefzen. Hratisöeitage: Gießener Aamilienbtätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer blS Borm. 10 Uhr. Alle Annoucen-Burcaur deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Der Nord-Ostsee-Canal. DaS noch unter der Regierung Kaiier Wilhelms I. begonnene gewaltige Unternehmen deS Nord-Ostsee-CanaleS steht jetzt vollendet da, die kommenden Junitage werden die feierliche Einweihung deS groben Werkes schauen. Glänzende Festlichkeiten, zu denen die deutsche Regierung alle seefahrenden Nationen Europas, ja auch mehrere der bedeutendsten tranS- oceanischen Völker, zu Gaste geladen hat, sind bestimmt, den EröffnungSact zu umrahmen und hierdurch schon äußerlich die besondere Wichtigkeit der neuen Wafferstraße in den Nordmarken deS Deutschen Reiches vor aller Augen zu führen. In der That besitzt der Nord-Ostsee-Canal sowohl eine hohe volkswirthschastliche alß auch militärische Bedeutung, die noch über die Interessen Deutschlands, welche sich an den Canalbau knüpfen, hinausragt und darum dem Werke auch die rege Aufmerksamkeit des Auslandes zulenkt. WaS zunächst die wirthschaftliche Seite deS Nord-Ostsee- CanaleS anbelangt, so ist da vor Allem hervorzuheben, daß er den Seeweg zwischen der Ostsee und der Nordsee künftig erheblich abkürzt. Denn nach der Eröffnung des Nord- Ostsee-CanalS würde für den allergrößten Theil des Schiff- fahrtSverkehreS zwischen den beiden Meeren die bisherige alte Route, die bekanntlich um die Nordspitze Jütlands herum- führte, einen wesentlichen Umweg gegenüber der Linie Kiel- BrunSbüttel repräsentiren, den man nunmehr selbstverständlich vermeiden wird. Nur für jenen Seeverkehr, der sich zwischen den Häfen deS nördlichen Schottlands und den Ostseehäfen bewegt, gewährt die Benützung des neuen Canals entweder gar keine oder höchstens ganz unmerkltche Abkürzung der Fahrt. Aber für die gesammten anderen Routen, die zwischen Nordsee und Ostsee hin- und hersühren, bringt die Fahrt durch die neue Wafferstraße eine Abkürzung bis zu 400 Seemeilen und noch mehr mit sich, und der entsprechende Zeitgewinn wird begreiflicher Weise dem betreffenden Gütertransport usw. ungemein zu Statten kommen. Die durch die Eröffnung des Nord- Ostsee-CanaleS bedingte Verschiebung der Schifffahrtslinien zwischen Nordsee und Ostsee wird allerdings zunächst der Sundschifffahrt und den an letzterer betheiligten Hasenplätzen zu Gute kommen, sie wird dann aber auch die tranSoceanische Fahrt durch den Aermelcanal nach den Häfen der Neuen Welt zweifellos günstig beeinfluffen, sodaß die von dem neuen Canal-Unternehmen zu gewärtigenden voctheilhaften wirth- schaftlichen und verkehrspolitischen Wirkungen schließlich sehr weite Kreise berühren dürften. Aber der allgemeinen volkSwirthschaftlichen Bedeutung des Nord-Ostsee-Canals hält deffen militärische Wichtigkeit mindestens die Waage, sein Bau ist ja auch vornehmlich zuerst auS schwerwiegenden strategischen und militärisch politischen Erwägungen in die Wege geleitet worden. Die deutsche Wehrkraft zur See und mit ihr die deutsche Küstenvertheidigung erfährt durch den Canal eine höchst bedeutsame Verstärkung, denn er gewährt den Abteilungen der deutschen Flotte in der Nordsee und in der Ostsee für den Kriegsfall die Möglichkeit, sich ungehindert rasch vereinigen zu können und entweder dort ober hier mit imposanter Macht zu erscheinen. Der Nord-Ostsee-Canal sichert also dadurch, daß er der deutschen Marine in jedem der beiden Meere das Auftreten mit größerer Macht ermöglicht, wenigstens bis zu einem gewissen Grade die Seeherrschast an den heimischen Küsten. Die vaterländische Flotte wird sich dann in Stand gesetzt sehen, selbst einem größeren feindlichen Geschwader die Spitze zu bieten, ferner eine Blokade der deutschen Küsten oder die Versuche zur Landung größerer feindlicher Truppenmassen an einem ober an mehreren Punkten des deutschen Gebietes erfolgreich zu verhindern. Selbst bei einem gleichzeitigen Seekriege Deutschlands in der Nordsee wie in der Ostsee würde der Canal der vaterländischen Marine immerhin noch eine zweckmäßigere und der jeweiligen Situation entsprechende Verwendung ihrer Schiffe gestatten, als dies bislang möglich war. Gewiß werden es aber alle Friedensfreunde nur aufrichtig wünschen, daß Deutschland die Erprobung deS militärischen Werthes deS Nord-Ostsee-CanaleS noch lange erspart bleiben und dafür lediglich deffen friedliche Bedeutung für die völkereinigenden Zwecke des Handels und des Verkehrs hervortreten möge. ________________________ Vermißtes. * Ein lebendes Schach. Gelegentlich des diesjährigen Winterfestes der „Berliner Schachgesellschaft" wurde zum ersten Male in Deutschland das Schauspiel einer Schachpartie mit lebenden Figuren geboten. Auf einem großen Schach- brett, welches auf dem Boden des Festsaales auSgebreitet war, nahmen die Figuren selbstthätig Aufstellung, von denen die weißen durch Helle, die schwarzen durch dunkle Domino« und entsprechende Papiermützen in sehr geschickter Weise gekennzeichnet waren. Die Könige wurden durch die beiden größten Herren und die Königinnen in majestätischer Weise von zwei Damen dargestellt. Neben ihnen wandte sich aber daS allgemeine Interesse weniger den durch Kraft und Gewandtheit ausgezeichneten Offizieren, den durch Mauerkronen, Bischofsmützen und Pserdelöpse kenntlich gemachten Thürmen, Läufern und Springern, als vielmehr den einfachen Bauern zu, welche allerdings auch durch 16 der reizendsten Bäuerinnen dargestellt wurden. Wohl zumeist auS Galanterie gegen diese jungen Mädchen wurde von den beiden Spielführern, den Herausgebern deS „Deutschen Wochenschach" A. Heyde und H. Ranneforth, eine Variante der „Französischen Partie" gewählt, in welcher den Bäuerinnen zahlreiche Züge und somit auch die Gelegenheit zu anmuthigen Bewegungen gegeben wurden. Zwei Herolde standen bereit, die „geschlagenen" Figuren vom Brette zu führen. Der Festvorstellung folgte ein Tanzvergnügen, bei dem die Schachfiguren etwas mehr 1 Beweglichkeit als auf dem Brette entfalteten. Feuilleton. Aus vergangenen Tagen. Von Karl Daniel. (Nachdruck verboten.) II .*) Mit dem Gedicht „Helbenmüthigkeit der Gießener Bürger" betritt Alois der Taunide den Boden der Geschichte. Er erzählt hier, wie sich unsere Stadt im Jahre 1327 aus den Händen des Erzbischofs Matthias von Mainz, der sie mit Sturm genommen hatte, befreite. Diese Episode ist eine der intereffantesten unserer vaterstädtischen Geschichte und dazu wenig bekannt. Wir wollen sie daher ausführlicher schildern: Nach dem plötzlich in Italien erfolgten Tode des Kaisers Heinrich VII. (1313) wählte der eine Theil der Kurfürsten Ludwig den Bayern, der andere Friedrich den Schönen von Oesterreich zum deutschen König. Der mächtigste der Wähler Ludwigs, Erzbischof Peter Aichspalter von Mainz, der alte Rivale der Landgrafen von Hessen, hatte sich von Ludwig als Preis für feine Stimme schon vor der Wahl u. a. auS- bebungen, daß alle Lehen des Landgrafen Otto, nicht nur die Reichslehen, sondern auch die vom Erzstift Mainz her- rührenden, die Otto von seinem Bruder Johannes übernommen hatte, als heimgefallen erklärt würden. Otto, aller Hoffnung beraubt, vom König die Belehnung zu erhalten, trat auf die Seite deS GegenkönigS. So lange der Kampf der beiden Parteien dauerte, vermochte Peter nicht gegen Otto einen entscheidenden Schlag zu führen. Er mußte sich damit begnügen, gegen den Landgrafen In deffen eigenem Lande zu schüren. Aber nur der Tod hinderte ihn an weiteren Unternehmungen. Bald darauf erfolgte die Niederlage Friedrichs des Schönen bei Mühldorf und Ludwig suchte sich nun seinen ehemaligen Gegner, den Landgrafen Otto, dadurch zu versöhnen, daß er ihm die bei Lebzeiten des Erzbischofs Peter zurückgehaltenen Lehen in demselben Umfange, wie sie sein Vater und fein Bruder besessen hatten, übergab. PeterS Nachfolger, Matthias, war nicht so versöhnlich gestimmt. Er erklärte alle von Landgraf Johannes, Ottos Bruder, beseffenen mainzischen Lehen mit deffen Tode für heimgefallen und verbündete sich mit Erzbischof Balduin von Trier, Johann von Naffau-Dillenburg, den Solmsischen Grafen und vielen kleineren Dynasten zum Einfall in Heffen. Auf der Seite des Landgrafen standen seine Neffen, die Grafen Johann I. von Ziegenhain und Heinrich von Waldeck, •) Vergl. Nr. 4 dss. Bltts. J und andere, unter denen er Johann von Westerburg zum ©rbburgmann von Gießen machte. VermittelungSversuche des Abts von Fulda, der unter seinem Vorsitz ein Schiedsgericht von vier Richtern im Kloster Arnsburg vereinigte, blieben erfolglos. Denn das Manngericht, dem jene SchiedSleute den Spruch über des Landgrafen Lehengüter übertragen hatten, erklärte parteiisch die Güter für heimgefallen. Im Jahre 1327 brach der Kampf aus. Den Oberbefehl führte auf hessischer Seite deS Landgrafen ältester Sohn, Heinrich, nachmals der Eiserne genannt. Auf der feindlichen Seite be- fehligten Erzbischof Matthias und sein Verbündeter, Erzbischof Balduin von Trier, persönlich. Nach Scharmützeln in der Gegend von Amöneburg und Marburg rückten die beiden streitbaren geistlichen Herren vor Gießen und erstürmten die Stadt im August desselben Jahres. Ein trierischer Chronist erzählt, Landgraf Heinrich habe damals in Gießen einen Fußfall vor Matthias gethan, aber es ist durchaus unwahrscheinlich, daß Heinrich sich zu dieser Zeit in Gießen befunden habe. Auch sämmtliche hessischen und sogar die mainzischen Quellen wiffen nichts von einem solchen Acte zu berichten. Dagegen stimmen alle Quellen überein in der Beschreibung der Gräuel, die die von den verbündeten Erzbischöfen in der Stadt zurück- gelaffene Besatzung verübt hat. Eine Chronik meldet von diesen Begebenheiten im trockensten Tone Folgendes: „Der Erzbischof (Matthias) belagerte und eroberte eine Stadt Gießen (genannt) und legte seine Anhänger in dieselbe- diese mit großer Grausamkeit wüthend verübten Mord und Raub, vergewaltigten Jungfrauen und Mädchen und brachten viel Elend über die Städter." Wenn wir der Riedesel'schen Chronik glauben dürfen, so war daS ganz im Sinne des Mainzers gehandelt, denn nach dem Bericht des Chronisten hat der Erzbischof öffentlich verkünden lassen, daß nichts geschont werden solle, weder Städte, Dörfer, Klöster u. s. w., noch Priester, Mönche, Jungfrauen und Nonnen- wer viel Schaden, Mord und Uebel thue, dem sollen seine Sünden vergeben sein. Doch die streitbaren Gießener ließen sich die Vergewaltigungen der mainzischen Besatzung nicht lange gefallen. Sie erhoben sich einmüthig, warfen in gewaltigem Kampfe die Fremden zu den Thoren hinaus und übergaben die Stadt wieder ihrem rasch herbeieilenden Landgrafen. Dem Kampfe zwischen Otto und Matthias machte der Tod der beiden Gegner ein Ende, nachdem noch Heinrich der Eiserne am Linsenberge bei Hermannstein einen Pyrrhussieg über Matthias davongetragen hatte. Otto starb im Januar, Matthias im November 1328. Der Enkel Ottos, Hermann der Gelehrte, so genannt, weil er ursprünglich dem geistlichen Stande bestimmt war und schon die niederen Weihen erhalten hatte, verdankte einem Gießener Bürger Leib und Leben. Er lag um das Jahr 1377 mit dem Grafen Johann von Nassau-Dillenburg wegen Driedorf und Itter in heißem Streit. Johann schloß 1375 mit dem gleichnamigen Grafen von SolmS ein Bündniß gegen Hermann. Vorher schon hatte er gegen denselben einen Ritterbund gestiftet, den Bund der Gesellen von der alten Minne, und sich alß Hauptmann an dessen Spitze gestellt. So glaubte er sich stark genug, den „BacealaureuS", wie er den Landgrafen verächtlich nannte, überwinden zu können. Aber er hatte sich getäuscht. Der Landgraf baute Wetzlar gegenüber, das von Johann von SolmS besetzt war, den Hermannftein, trotz aller Anstrengungen der Gegner, den Bau zu vereiteln. Eine Niederlage hessischer Reisige vor Wetzlar vermochte den Landgrafen nicht zu schwächen, aber dieser konnte auch nicht verhindern, daß das ganze Gebiet zwischen Wetzlar, Gießen und Königsberg verheert wurde. Um dem Landgrafen, der sich wegen des Baues von Hermannstein oft in Gießen aufhielt, auf anderem Wege beizukcmmen, hatten sich einige Gesellen von der alten Minne verschworen, ihn auf der Landstraße hinterrücks zu überfallen und zu ermorden. In einem Walde bei Gießen beredeten sie ihren Mordanschlag - aber ein gütiges Geschick wachte über de« Leben des Landgrafen, dessen Tod, da Hermann damals noch kinderlos war, für Heffen unabsehbare Folgen gehabt hätte. Ein Gießener Bürger, Eckhard Holzschuher mit Namen, hatte sich vor den herannahenden Rittern in einem hohlen Baume versteckt und den ganzen Anschlag mitangehört. Er hinterbrachte dem Landgrafen, was er vernommen, und rettete so ein kostbares Leben. Zum Dank dafür befreite der Landgraf dem „Eckarde Holz- schuer und Ermelude, finer eliche Wirthin und ihrem rechten erben die Hofstatt, die gelegen ist zu Gissin zwischen der Lone (Lahn) und der Wiske (Wieseck) vor der Seltirs stad porthen", für alle Zeiten von Abgaben und Steuern. Diese Geschichte von der Treue deS Gießener Bürgers ist zum großen Theil UeberHeferung, aber nach Nebels Zeugniß existirte die Urkunde noch im Besitze der Erben jenes Holzschuher. Um unsere Skizzen nicht zu weit auszudehnen, wollen wir nur noch erwähnen, daß uns Henninger In seinem Büchlein auch von dem großen Brande erzählt, der infolge eines zündenden Blitzstrahls am 27. Mai 1560 ein ganzes Viertel in Asche legte. Aber wie von allen Begebenheiten, die wir hier berichtet haben, die Spuren längst, langst verwischt find, „So schwand auch hier gar bald die Spur Von jener Schreckensftunde - Noch geben uns die Namen nur Von jenem Brande Kunde." Forderungen an den Nachlag de» Geometer Haas sind innerhalb 14 Tagen bei dem Unterzeichneten einzureichen, widrigenfalls dieselben keine Berücksichtigung finden können. Gießen, den 16. April 1895. 3480 F. Hoffmann. Wemintt Vertin für Irmtn= und KrauKtllKgk. Aufforderung Die Rechnungen über Lieferungen und Arbeiten für die Universität»- institute au» dem Rechnungsjahr 1894/95 sind, soweit dies noch nicht geschehen, alsbald bei den betreffenden Herren Jnstitut-directoren einzureichen. 3472 Gießen, den 17. April 1895. Großh. Universitäts-Rentamt. Weimer. Verdingung. Die zur Errichtung einer Wasch, küche und eines eisernen Geländers im Hofe des Thurmhauses am Brand erforderlichen Erd- und Maurer-, Steinhauer - und Schlofferarbeiten sollen Freitag, 26. April d. I, Vormittags 11 Uhr, auf dem Ltadtbauamte verdungen «erden. Plan, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen daselbst im Baubüreau II (Zimmer Rr. 5) zur Einsicht offen. Angebote sind auf vorgeschriebenem Formular bi» zum genannten Termin dorthin einzureichen. Zuschlag-frist 14 Tage. Gießen, den 11. April 1895. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 3414 ObtthMche Sistulrahllkn. Vergebung von Vauarbeiten. Die bei Erweiterung der Bahnwärter» Häuser Nr. 4, 9 und 10 in der Bahnmeisterei Gießen, sowie Errichiung von Stollgebäuden daselbst nothwendig werden» den Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege schrtstlichen Angebots vergeben werden. Die Bedingungen und Zeichnungen sind von beute ab während 14 Togen aus dem Bureau de» Unter» Zeichneten, Frankfurterstr. 24, zur Einsicht der Inter ssenten offen gelegt. Die Angebote müssen schriftlich bi» zum Eröff- nungOterm'n am 22. April, Vormittags 11 Uhr, verschlossen und franco hierher zur Abgabe gelangen. Die Zuschlagser- theilung erfolgt innerhalb 14 Tagen. Gießen, den 8 April 1895. R oth, 3269 Großh. Eisenbahnbauinspector. Im Freihcrrlich von Milch- ling'fchen Tberseilbachswald werden Montag den 22. d. M. versteigert: 9 Eichen-Stämme mit 4,11 fm, 92 rm Buchen-Scheiter, 22 „ Buchen-Knüppel, 160 „ Buchen-Reisig und 28 „ Buchen-Slöcke. Zusammenkunft Morgens um 9 Uhr im District Oberseilbach auf dem Fahrweg nach Alten-Bus«ck am Jagdhäuschen. Treis a. L., den 11. April 1895. 3417 Amendt, Forstmeister. Zitherunterricht wird ertheilt. 2752 Zu erfragen in der Musikalienhandlung Ernst tfhaDitr (Rudolphs Nachf) Unsere Dienerin, Frau Bickel, wird in den nächsten Wochen die Beiträge einsammeln. Wir bedürfen mehr denn je recht kräftiger Unterstützung. Im verflossenen Jahre hatten wir ein Defizit von fast 600 Mk. Für künftig kann es, da wir unsere Arbeit an den Armen und Kranken nicht einschränken können und dürfen, nur dadurch vermieden werden, daß unsere Einnahmen au» Mitgliederbeiträgen erheblich gesteigert werden. Wir richten daher an die wohlhabenden Glieder unserer Bürgerschaft die dringende Sitte, un» *zur 1 Fortführung unserer bisher so gesegneten Arbeit im Dienst unserer noth- leidenden Mitmenschen durch Gewährung höherer Beiträge die unentbehrlichen Mittel gewähren zu wollen. Wir hoffen damit keine Fehlbitte zu thun. Der Vorstand: Justizrath Bai st. vr. Baur. Pfarrer Dingeldey. Amtsrichter Dornsei ff. Stadtverordneter A. Heß. E. Kau ff mann. Metzgermeister I. Klein. C. Schwangen. Pfarrer Schlosser. Stadtverordneter H. Vogt. Frau vr. Brüel. Frau Baron von Gagern. Frau L. Hamberger. Frl. P. Stammler. Frau Professor Sieb eck. Frau A. Weidig. Frl. A. Windecker. Frl. L. Wortmann. Frl. Johannette Zimmermann. [3127 Holzversteigerung. Es werden versteigert: 1. Montag den 22. d. Mts., in den Districten Oberseilbach, Aspenstrauch rc. (links der Lumda): 49 Eichen-Stämme mit 41,05 fm, 2 Nadelholz-Stämme mit 0,87 fm, 6 Buchen-Stärnrne mit 8,32 fm und 210 Fichten-Derbstangen mit 6,47 fm, 80 rm Buchen- und 1 rm Eichen-Scheiter, 21 rm Eichen- und 10 rm Aspen-Knüppel, 230 rm Buchen- 150 rm Eichen- und 540 rm Aspen- rc. Reisig. Zusammenkunft Morgens um y39 Uhr im District Oberseilbach auf dem Fahrweg nach Alten-Buseck am Jagdhäuschen. 2. Dienstag den 23. d. Mts. in den Districten Zipfenwald, Scheid rc. (rechts der Lumda): 16 Eichen-Stämme mit 5,75 fm und 150 Nadelholz-Stämme mit 45,90 fm, 14 rm Eichen-Scheiter, 12 rm Eichen- und 58 rm Nadel- Knüppel, 40 rm Eichen- und 200 rm Nadelholz-Reisig. Zusammenkunft Morgens um 9 Uhr im Zipfenwald auf dem Fußpfad von Treis a. Lda. nach der Fortbach am alten Steinbruch. Treis a. Lda., den 11. April 1895. Großherzogliche Oberförsterei Treis a. Ld. 3323] Amendt. Großh. Gymnasium Fridericianum zu Lanbach. Anmeldung neuer Schüler Montag, den 22. April, von Vorn«. S) Uhr an im Amtszimmer des Directors; Aufnahmeprüfung Dienstag, den 23. April. Bei der Anmeldung sind mitzubringen: Geburtsschein, Impfschein und AbgangSzeugniß der zuletzt besuchten Schule. 3418 Laubach, den 12. April 1895. Großh. Direction: vr. Wind haus. Äämmlliche Schulbücher in dauerhaften Cinbändeu : hält vorräthig die 3087 Z. Kicker scye Buchhandlung, Südaulage 5 (neben dem Gymnasium). gwg Wir empfehlen unser reich ausgestattetes Lager in [2746 Gasbeleuchtungs- Gegenständen, als Kronleuchter, Ampeln, Suspensions, Lyren, Wandarme u. s. w., Auer’sche Gasglühlichte, Gan-Koch- und Heizapparate in den zweckmässigsten Ausführungen. Anfertigung von tias- und Wasserleitung«-Anlagen jeder Art. Städtisches Gas- und Wasserwerk Giessen. Gardinen in weift und creme, abgepaftt und am 2tück, offeriren in großer Auswahl 2954' Aug. Montanus Nchf., (tzieften, Markt 10. i Gestrickte Kerrenwesten in großer Auswahl empfiehlt zu sehr billigen Preisen 142 Wilhelm Seuling Wetzftemstraße 45. Sonnenschirme and En-tout*ras in größter AuSwabl und zu sehr billige» Preifen empfiehlt 3133 3n, Weitzcnkoro, Schulstr. 9. stonstrmandenschtrme in allen mo» dernen Farben zu 2,fiQ Mk____________ Aechter Westphälischer Pumpernickel stets frisch und billigst bei A. 8t G. Wallenfels, 1460 Marktplatz 21. (tzemüse» und Qbft- 2543 Conserven, rtzteischextraet, Euppenwürze, Luppeneinlagen u. s. w- cmvsieblt Heinrich Wallach. Versuchen 2ie gefl- ft^^den vielfach preiSgekrönten'^zD JAVA- Kaffee, von M. Schuster in Bonn Dampf - Lastet - gmmrtti ■■■■ gegr. 1857 ■■■■ zu 85, 90, 95 u. 100 Pfg. das V, Pfund. Verkaufsstelle: Gieße« Hch. Wallach. Markt. 8. Lngelhardt's Cichorien und Malz-Kaffee m T ■3 CD o -S‘ o 2 cd T3 CD s CD in Packeten unter Controle ,.Grossh. ehern. Prüfungsstation Darmstadt.11 Beeter Kaffceiueatx. Ueberall vorräthig. Eiergemusnudela, Macearoni, MirabeLeu, pirsche«, Brünellen. Apfelepalten, türk. Zwetschen, fatyiriii > JMtiari, Sim Je Wl- Schulhofe Macearoni, Vemüsenudelv, ^iergcmüsenadel«, Apfelringe, Apfelfchniven, Birnen, Brunelle«, pirschen, ^athar.-Pftaumen, türk. Zwetschen, «IcinischteS Cbft empfiehlt [ 1720 Emil Orbig, Vahnstofstrasie SO. Unübertroffen! al» Schönbelteaittel u. zur MaetHM»- zur Bedeckani von Wiede« a. le der Klederetifbe Lanolin Tc0‘^e'Lanolin der Lanellefebrlk, Marilcikenfelde bei Berlin. Wer tobt . V^SI/a. Sobetzearke ■■***• Zu haben in J/*in Blechdosen Zinntuben * 20 und k 40 Pf. 10 Pf. In der Hirschapottzste, in der Cethmd Pädagogik. Fabrikat ersten Ranges. Billigste Proho. Frankolieferung. Prospccte u. Kosten-Berechnungen gratis. Feinste Heterenaen im Orossherzogthum Hessen. Carl EhaesHcr. Schulbankfabrik. 240« Schiinan bei Heidelberg. Salz een der Großherzogl. Saline Bad-Naakela an« grobirter Eoole dargestellt, au«grzeichnei durch seine Schärfe und Leichtldslichstir, Kochsalz, tHthfali, Badesalz, > Ul|, Mutterlauge, letztere tn Salinen- iennm, allr« bester Dualität, wie allgemein anerkannt, ist stet« vorräthig und zu den billigsten Preisen zu beziehen bei Herrn •auftnann Carl Bieler ee4 dem strruz in Gießen Grossh. Salinen- und Bergamt ______üad-llauhsiM__________ 3186] Di Lwarzorkaufl Georg Gimam 5 tci& Kor Int 1 werten l gichnck' ki lenah «ttl. S 4 Dai < au di Dir cheilen ®i Bttr.: S M ( •1 .Die S M. Wer 3nnem. Die reiche Mc für die 3 unb bür schlägigen Tas bd 25 frttnp M., w allen btti tsb btnu ■mfltttii tteröffen! hinpnoeii -etr. । l Tw < an di um schreibens 9tt 2 di Zeil von mb in; Fahrrad! 7 slkWraßk Wilhelm Hamel, Giessen 7 Eigene Reparatur Werkutätte. Vertreter der ersten deutschen Fabrikate von Adam Gpel, ^lüssetstzeim a. Al.. Seidel X Daumann, Dresden, Heinrich Kleyer, SranKfart a. Al., Gebr. 'IleichKein, Brandenburg. Alleiniger llrttrrtrr brr Aotsr-Lahrrädrr m hiidrdrani» & Wolfmüllcr, ffliindjen. Wie bekannt führe ich nur erftttaffige Maschinen- Diese» beweist, daß meine Fabrikate die ich führe, sLmmUiche Ätnubaha» o. Landstraßen-SUeord» aufweisen; beweist den leichten Gang und Dauerhaftigkeit- — Durch große Abschlüsse bin ich in der Lage billiger zu verkaufen wie jede Concurrenz. — Jeder Käufer erhält durch meine eigene Leitung gründlichen Fahrunterricht, so daß daü Fallen gänzlich ausgeschlossen ist. GrbraiditrRihr mit pikimsfjsch.TRstzsg 113|ittfrrilm. füget in fdmmtlidifn 3ubrhärtljtilri, wie (■locken, Laternen etc. MM jfr- —JILL Gleichzeitig bringe mein Pumpen- und Iuftal- 32M lations (Geschäft in trnpieblenbe Erinnerung. ____________________________________ •***•»: «• Schogda — W m* Ma» taHtfitiU.M* und CtaMn (Mietfch * 6d)ee»e, m e«*a. u wschob tii *«b bie «iS SS