UloosT- LWn: fegel V7 scuit *-.Ssrt "d 50 splg. iilOrbig. l Mutii, ° d'g. He -lasch., Wtlöfio «iijcift, $fb. 1.25 1 X 8.40, _ 2439 Stuhl, 'Xeuftobt 23. mfMe Erbsen, Linsen, •bert Stuhl, 83. -tmgadt U. Aussaat ifmlartaffd*, welche 50 fttlo mft Sack ark 50 Pfg. jbttft tzr-m ^aämh«r b Stern-Simon, ciMttfrJitfltn.___ i Rosenkartoffela vn- h»a« I., dkuftabt 48. kwnrz ifen. 3360 icherftraße 5. --rkauftSeor-Stv-a. luionelle iuheitl ig er rieniögel and Vögel dieser tisse Stack 25 Pfg. für Amseln, Drosseln. Sittiche etc. k Stück W Pfg. für Hühner, Tauben, Fasanen etc. F Stück 60 Pfg. Der Milbenfänger ist Tausende von werden durch . sssz - re" k7£ o ung jaa und im alten, j eder- nicht, ertreten 1 Versandt VOSS, tieftrant Köln s. Pbolll- 1893 Freitag den 19. April Erstes Blatt Rr. 91 Amts- «nd Anzeigcl'lcrtt für bett Ureis (Siefjen. (öratisbeikage: Gießener Kamikienökätter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für den folgenden Tag erscheinenden Nummer biS Borm. 10 Uhr. Vierteljähriger ASonnementsprettr 2 Mark 20 Psg. mit Bringerlohn. Durch die Post oezog« 2 Mark 50 Pfg. Nedaction, Expedition und Druckerei: -chukstraheNr.7. Fernsprecher 51. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme, Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Aus den Verhandlungen der Ersten Kammer der hessischen Stände. | nn. Darmstadt, 16. April 1895. Unter dem Vorsitz des 1. Präsidenten Graf Solms- Laubach trat heute Morgen um ^lO Uhr die erste Stände- kammer zu mehreren Sitzungen zusammen, um über die Abänderung der hessischen Steuergesetze zu be- r a t h e n. Zunächst erledigte das Haus einen Antrag des Fürsten Isenburg Birstein auf Verwendung der Überschüsse ! der Hauptftaatskasie pro 1895/97 im Betrage von Mk. 12000 . für die landwirthschaftltchen Provinztalvereine und einen i weiteren desselben Antragstellers auf Bewilligung von? Mk. 15 000, als Zuschuß für die in diesem Jahr zu Gießen stattfindende Landwirthschaftliche j Land es-Ausstellung. Beide Anträge werden einstimmig ; nach dem Bericht deS Ftnanz-AuSschusses angenommen. — | Hierauf tritt daS HauS in die Berathung der Regierungs- । Vorlage betr. den Gesetz-Entwurf, die Abänderung des Ein- ; kommensteuer-Gesetzes sowie des Antrags deS Abg. Möl- Unger: dieReform der directen Steuern betref- - send. Der Finanzausschuß der Ersten Kammer hat sich bezüglich mehrerer Hauptpunkte der Gesetzes-Vorlage in eine Mehrheit und Minderheit getheilt. Die Ausschußmehrheit , (Graf Solms-Saubach u. A.) will die Befreiung von der ' Einkommensteuer ausdehnen auf alle Einkommen bis zu , 900 Mk., während Regierung und Zweite Ständekammer die Grenze der Befreiung auf 500 Mk. festgesetzt haben. Ferner soll die I. Abteilung der Einkommensteuerpflichtigen nach der Ausschußmehrheit mit 3000 Mk. beginnen, während Regierung und Zweite Kammer 2600 Mk. bestimmt haben w'll. Bezüglich der Progresiion soll dieses nach der Ausschußmehrheit bet 3000 Mk. beginnen und sich genau der preußischen Steuerscala anschließen, die bei 65000 Mk. den Satz von 4®/0 des steuerpflichtigen Capitals erreicht, und bet höheren Einkommen weiter steigt. Gegen die Declarationspflicht von 3000 Mk. an ist die Ausschußmehrheit nicht mehr. Die ' zweite Kammer und auch die Regierung wünscht eine andere , Scala und Beginn der Progression von 8500 Mk. an. Die Progressionssätze von 900-3000 Mk. sollen nach dem Mehrheitsantrag niedriger als in der Regierungsvorlage festgelegt werden. Die Ausschußminderheit stimmt mit der Regierungsvorlage fast in allen Punkten überein. Würde der Antrag der Ausschußmehrheit angenommen, so würden etwa % aller Steuerpflichtigen von der Zahlung jeder Einkommensteuer, und damit von der Zahlung jeder directen Steuer befreit sein. Es ergiebt dies einen Ausfall an Drr chitßeuer Anzeiger /rschkint täglich, gitt Ausnahme bei Montags. Die Gießener AnmikienStäller werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal deigrlegt. Steuereinnahmen von 943 670 Mk., die dann von dem verbleibenden 1/3 der Steuerzahler zu decken wären. Nachdem die General-Debatte über den Gesetz-Entwurf eröffnet ist, begründet Frhr. von Hehl zu Herrnsheim in eingehender Weise die Gründe, welche die Ausschußmehrheit bei ihren Anträgen leitete; insbesondere Entlastung der Unbemittelten und schärfere Heranziehung deS GroßcapitalS sei das Grundmotiv der Reformvorschläge. Finanzminister Weber erklärt, ohne Herbeiführung eines Deficits im Finanzhaushalt seien diese Reformen nicht durchführbar. Noch drei weitere Steuerklaffen von der Einkommensteuer zu befreien, halte er für eine verfehlte Loya- lität, denn wo Rechte seien, müßten auch Pflichten sein. Graf Görz weift darauf hin, daß gerade in den unteren Klaffen der Wunsch nach einer Steuerbefreiung nicht vorliege. Vielen sei es sogar unangenehm, daß sie von Steuern frei seien. AuS moralischen Gründen werde er für die Regierungsvorlage stimmen. Graf Jsenburg-Birstein, sowie Graf Solms- Laubach sprachen für den Mehrheitsantrag, Sommer- zienrath Michel für seinen Minderheitsantrag. Wegen vorgerückter Stunde wird die Sitzung um i/32 Uhr geschloffen, um Morgen früh um 972 Uhr fort- gesetzt zu werden. _____ Meßmer Anzeiger Keneral-Mnzeiger. Deutsches Reich. Berlin, 17. April. Zu der unsicheren Lage, wie sich dieselbe infolge des fortwährend noch fraglichen Schicksales der „Umsturz-Vorlage" gestaltet hat, veröffentlicht die nssiciöse „Nordd. Allg. Ztg." einen bemerkenswerthen Artikel, überschrieben: „Centrum und innere Lage." In demselben wird zugegeben, daß die verbündeten Regierungen allerdings lebhaftes Jntereffe an dem Zustandekommen der Novelle zum Retchsstrafgesetzbuche hegten, aber zugleich wird in dem Artikel betont, daß keinerlei Anzeichen vorlägen, welche den Schluß, die Regierung würde eventuell zur Genehmigung sämmtlicher Beschlüffe der Umsturz-Commission bereit sein, rechtfertigen könnten. Weiter hebt der Artikel die scharfe Weiterbildung der entstandenen Situation durch die wachsende Gegnerschaft im liberalen Lager zu den Com- mfffionsbeschlüffen hervor und versichert schließlich, nicht gegenseitige Befehdung, sondern Einigung und friedliches Zusammengehen der betreffenden Parteien in der Frage der Umsturzgesetzgebung liege in den dringenden Wünschen der Regierung. — Man hat es demnach in der erwähnten Kundgebung des officiösen Blattes mit einem Appell an die sich in der Frage der „Umsturz-Vorlage" entgegenftehende« Parteien einander entgegenzukommen und gegenseitig nachzugeben, zu thun, ob er Gehör finden wird, das erscheint freilich noch recht zweifelhaft. Immerhin gestatten diese Auslastungen der „N. A. Z." vielleicht den Schluß, daß die Regierung die von der Reichstagscommission beschlossene« Verschärfungen der „Umsturz-Vorlage" wohl doch nicht allenthalben gutheißen werde. — Die Affaire des Ceremonienmeifters von Kotze hat nach dem Duell desselben mit dem Hofmarschall von Reischach eine befriedigende Wendung genommen. Herr von Kotze soll sich mit dem Freiherrn von Reischach wie mit seinen hauptsächlichsten anderen persönlichen Gegner« aus der Berliner Hofgesellschaft ausgesöhnt haben. Die Heilung der Wunde, welche Herrn von Kotze in dem ge- nannten Duell zu Theil geworden ist, nimmt einen normale« Verlauf. Hettefte Nachrichten. WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 17. April. Die „Nordd. Allgem. Ztg." legt wiederholt dar, es könne nicht darauf gerechnet werden, daß die verbündeten Regierungen mit der Ausscheidung des Paragraphen 113 deS Strafgesetzbuchs, betreffend gewalt- famen oder tätlichen Widerstand gegen Beamte, aus der Reihe der Paragraphen, die Vergehen behandeln, deren Sut» pretsung oder Rechtfertigung künftig bestraft werden soll, sich einverstanden erklären. ES sei zu hoffen, daß das Centrum der Wiedereinstellung des Paragraphen 113 zustimme. Dir Einreihung von Paragraph 116 (Gotteslästerung) in Paragraph 111 a (Anpreisung und Rechtfertigung von Verbrechen) sei entbehrlich, da die Anpreisung ausnahmslos die Krtterie« der Gotteslästerung darbiete und daher unter Paragraph 166 fallen würde. ES wäre endlich wünschenöwerth, die von der Commission beschlossene Fassung des Paragraphen 166 falle« zu lassen; jedenfalls sei es ausgeschlossen, daß die Ausdehnung der neuen Strafbestimmungen auch auf die Beschimpfung religiöser Lehren aufrecht erhalten bleibt. Berlin, 17. April. Der „National-Zeitung" zufolge wird sich heute im Auswärtigen Amte ein Somit« für den Bau der deutsch - ostafrikanischen Centralbah« constituiren. t r, Berlin, 17. April. Der 24. Congreß der deutschen chirurgischen Gesellschaft ist heute im Langenbeckhause unter Vorsitz von Professor Gussenbauer Wien zusammengetreten. Zum Dicepräsidenten wurde Professor Esmarch- KeuMeton. Willem de Hssn's „Inkssöhne". (Ortgtnalbericht des „Gießener Anzeiger".) (Nachdruck verboten.) Darmstadt, 16. April. In der Musikgeschichte unserer Residenz wird die Aufführung der neuesten Oper des hiesigen Hofcapellmeisters Willem de HaanS: „Die Jnkasöhne", die gestern Abend zum ersten Male stattfand, eine bemerkenswerthe Stelle einnehmen. Dichter und Componift, die sich in einer Person vereinigen, haben, wie wir hier gleich vorweg nehmen wollen, einen starken Erfolg errungen. Das sehr schöne und geschickt ausgebaute Libretto führt uns in das Reich der Sonne, das jetzige Peru, in jene sagenhafte Zeit vor der spanischen Eroberung, da noch die Inkas, die Sonnensöhne, das Märchenland beherrschten. Der Sage ihres Volkes nach entstammen die Inkas dem Geschlecht Manco Capacs, der als Kind der Sonne mit seiner Schwester-Gattin zur Erde entsendet worden, um den wilden Stämmen Ordnung und Gesittung zu bringen. Um aber ihre göttliche Abkunft rein zu erhalten, dürfen die Jnkasöhne nur Töchter des eigenen Geschlechts freien. Auf diesem Hintergrund baut sich die Handlung auf. Es ist eine Zeit gekommen, da das Herrschergeschlecht nur aus dem alten Inka, seinen Zwillingssöhnen Ajatarko und HuaSkar und Astalpo, der letzten Fürstin aus sonnenentsprossenem Stamm, besteht. Einer der beiden Brüder soll der Nachfolger deS Vaters und Gemahl der Aftalpa werden. Die Entscheidung legt der alte Inka in die Hand des Gottes, in dessen Tempel er von Ajatarko und Huaskar je ein Opfer bereiten läßt- wessen Opfer der Gott zuerst entzünde, der solle Inka sein. Aber keines der Opfer flammt auf. Da lodert auf die Bitte um Erhörung die Flamme deS Altars hoch auf, die große Sonnenscheibe zittert und schwirrt, „daS Schwirren wird zu Tönen, die Töne werden Worte", und das Orakel der Gottheit befiehlt, Aftalpa selber solle binnen sieben Tagen den Gemahl und damit den Inka wählen, oder Liebestreue soll den Tod nicht scheuen und als Opfer zur Sonne emporsteigen. Aftalpa aber kann keine Entscheidung treffen, da ihr, wie sie glaubt, beide Brüder gleich theuer sind. Ihre Mädchen wollen ihr die Wahl erleichtern, vergebens! Eine Unterredung, die sie mit Huaskar hat und bei der Ajatarko unvermuther erscheint, überzeugt sie nur noch mehr von den gleich edlen Eigen- schäften der beiden Brüder, die sich bemühen, in edlem Wettstreit einer für den andern die Braut zu gewinnen, da beide Aftalpa lieben. So willigt denn Aftalpa in Ajatarkos Vor- schlag, denjenigen von ihnen zu wählen, dessen Pfeil einen in der Nähe horstenden Kondor erlegt. Aber die erste Jagd bleibt erfolglos, da der eine, um dem Bruder den Sieg zu lassen, seinen Pfeil vergräbt, der andere aus gleichem Grunde ins Blaue schießt. Am Abend wiederholen sie die Jagd, der Kondor finkt getroffen zur Erde, zwei Pfeile stecken in seinem Herzen, ein blauer und ein rother, bestürzt schauen sich die Schützen an, denn jeder hat heimlich mit des Bruders Pfeil geschossen. Nun weiß Aftalpa keinen Ausweg. Die rätbsel- haften Worte des Orakels bezieht fU auf sich und erklärt, als Opfer sterben zu wollen. Aber Ajatarko will noch ein letztes versuchen und zur Büßerinsei wallend einen Seher um Deutung befragen. Zur rechten Zeit noch kehrt er zurück und bringt den Bescheid, daß es nicht möglich sei, Aftalpa vom Opfertode zu retten, wenn sie nicht wähle- er bringt aber auch den Trost, daß das Jnkareich nicht durch diesen Bruderstreit zu Grunde gehen werde, und damit, die Hoffnung auf glückliche Lösung. Man bereitet sich zum Opfer- vor versammeltem Volke und der Priesterschaft soll es Ajatarko vollziehen. Als er das Opfermesser schwingt, erschauert Aftalpa und bittet, nicht er, Huaskar möge fie tödten. Damit aber hat fie gewühlt und fich für diesen entschieden. Während Ajatarko in der Menge verschwindet, um fich nach der Büßerinsel zurückzubegeben, steigt strahlend die Sonne empor und unter dem Gesänge des Chors fällt der Vorhang. — Neben dieser ernsten Handlung hin läuft ein reizendes heiteres LiebeSgeschichtchen zwischen dem Waffenträger UroS und Topa, einer der vertrauten Dienerinnen AstalpaS. Willem de Haan folgt als Componift den Spure« Wagners. Sein neuestes Werk zeichnet sich aus durch Fluß der Erfindung und reizvolle Instrumentation. Von wunder- voller Klangschönheit find seine Recitative und seine Chöre. Aber auch das Lied gelingt ihm („Brauner Fährmann sährt im Nachen"). Wir hatten leider keine Gelegenheit, einer Probe beizuwohnen, so können wir nur nach dem ersten Eindruck urtheilen und müssen abwarten, ob die Wiederholungen daS halten, was die Premiere versprochen hat. Aber wir glauben nicht, daß sich der Reiz gewisser Scenen, der ganz mächtig wirkte, später verflüchtigen wird. So gleich im erste« Acte die humorvolle Scene zwischen Uros, Topa und Umaha (Dienerin Astalpas) und dann etwas später die große Scene im Tempel deS Sonnengottes. Unter den Klängen eines kraftvollen Marsches zieht der Inka mit Kriegern und Priester« in den Tempel ein, begrüßt von Aftalpa und den Sonnen- jungfrauen. Nachdem der Inka seinen Willen verkündet, folgt das Gebet. Unisono setzen Chor und Solisten ein: „Gottheit. allmächtige, hör' unser Flehen!" Immer stärker an- schwellend steigen die Töne empor, um in einem mächtigen „Höre uns, Gottheit!" auszuklingen. Von gleicher Wirkung ist das Finale deS ersten Actes, das die Priester mit Begleitung der Hörner beginnen. Der zweite Act bringt unS wieder ein hübsches Terzett zwischen UroS, Topa und Umaya, bann ein bewegtes Duett der Aftalpa mit Huaskar und wieder ein Terzett dieser beiden mit Ajatarko, dessen Schluß, zugleich Actschluß, beinahe zündend wirkte. Im dritten Acte errang ein humoristisches Terzett der drei dienenden Personen lauten Beifall bei offener Scene. Die Jagdscene, da die Zwillingsbrüder sich zum Schuß ans den Kondor anschicken, wurde mit lautloser Spannung an- Kiel gewählt. Zunächst wurde die Beschlußfassung über die Frage der Abhaltung eine- internationalen chirurgischen Con- grefie- für später zurückgeftellr. Sodann sprach Profeffor v. Bergmann'Berlin über die Fortschritte auf dem Gebiete der Chirurgie. Mehr als 90 Vorträge und Demonstrationen find angemeldet. Depeschen de» Bureau .Herold". Berlin, 17. April. Da» Befinden der Kaiserin hat sich etwa» gebessert. Berlin, 17. April. Der bi»herige Gouverneur von Ost- Afrika, Freiherr von Schele, ist zum Flügeladjutanten de» Kaiser» ernannt worden. Berlin, 17. April. Die „Nordd. Allg. Ztg." sagt zu der BlLttermeldung, wonach bei einer Audienz, welche der Reichskanzler dem Geheimrath von Kaufmann gewährt hat, politische Fragen und zwar betr. den Antrag Kanitz und den BimetalliSmuS besprochen worden sein sollen, daß diese Angaben irrthümlich seien. In dieser Audienz sei nur von den wissenschaftlichen Werken deS Herrn von Kaufmann die Rede gewesen. Berlin, 17. April. Der Präsident deS Reichstages, Freiherr von Buol, hat sich heute auf mehrere Tage »ach Süddeutschland begeben. Berlin, 17. April. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge find die Arbeiten des Reichstages nach den Ferien derart eingetheilt, daß nach der Erledigung des Entwurf» üver die Abänderung des Zolltarifs die erste Berathung der Gesetzentwürfe betr. die Branntweinsteuer, den Sclavenraub und die südwestafrikanische Schutztruppe rc. folgen. Sodann werden Initiativanträge usw. beratheu. Erst nach Erledigung diese» Material» kommt die zweite Lesung der Umsturzvorlage zur Berathung. Berlin, 17. April. Die Verstärkung de» deutschen Kreuzer-Geschwader» in den oftasiatischen Gewässern ist ungeordnet worden, bevor die deutsche Regierung von dem Abschluß der Friedensverhandlungen in Schimonoseki Kcnntniß erhalten hat. Diese Maßregel wird der Post zufolge auch nicht rückgängig gemacht werden, fall» die chinesisch- japanischen FriedenS-Präliminarien thatsächlich ratificirt werden sollten. Sie ist in erster Linie dadurch veranlaßt, daß die Wahrung der deutschen Interessen namentlich deS Handels bei den zu erwartenden großen Veränderungen der dortigen verhältniffe event. den starken Schutz der deutschen Flotte beansprucht. FriedrichSrnh, 17. April. Heute Mittag hat Hierselbst der Empfang der Innungen durch den Fürsten Di Sm arck stattgesunden. Auf die Adresse der OberinnungS- meister antwortete der Fürst in längerer Rede. Er führte ans, daß er in der letzten Woche viele Huldigungen empfangen habe, aber keine sei so zahlreich, so repräsentativ gewesen, wie die heutige, wie die ihm vom deutschen Gewerbe dar- gebrachte. Er, der Fürst, gehöre als Landwirth dem productiven Stande an; alle productiven Stände müßten zusammenstehen gegen die zahlreichen Gegner. BiSrnarck ging sodann auf keine frühere AmtSthätigkeit ein, wobei er betonte, er habe versucht, gesetzgeberisch dem Handwerk beizustehen. Er sei aber erlahmt an dem Widerstande deS Reichstage» und lehne alle Verantwortung für da» Klebegesetz ab. Für den Gedanken trete er zwar ein, aber die Ausführungen durch den grünen Tisch haben seine Absichten zu Schanden gemacht. Die Handwerker müßten fich vrganisiren und ihre Vertreter im Reichstage inftruiren, bann würde e« möglich sein, die gegenwärtige antinationale Mehrheit im Reichstage weg- -ufegen. Laibach, 17. April. Die Hoffnung, daß die Erdstöße nachlaffen werden, hat sich nicht erfüllt. Die ganze Nacht, sowie heute Vormittag fanden fortgesetzt Erdschwankungen statt. Die Furcht der Bevölkerung wurde dadurch noch ge- gehört. Dagegen fand das großartige Finale diese» ActeS nicht den verdienten Beifall. Der vierte Act, eingeleitet durch ein wehmüthige» Lied ber Umaha, bildet den Höhepunkt der Oper. Die etwas lange Erzählung de» von der Büßerinsel zurückkehrenden Ajatarko gibt dem Sänger Gelegenheit zu schönster Entfaltung ferner Mittel - in sinnfälligem Wohllaut reihen sich die Töne aneinander. Der Ehor der Priester, der die große Schluß- scene einleitet, ist schlicht und einfach gehalten, wie der größte Theil dieser Scene Überhaupt, die dadurch um so ergreifender wirkt. Leidenschaftlich gesteigert find die Worte AjatarkoS, al» er die Opferhandlung begehen soll, bis fich die Spannung in dem Zubelruf löst: „Sie hat gewählt! Heil Dir, Fürstin! Heil Dir, Inka!" Der Schlußchor: „Gottheit, Preis Dir! Friede bringe un» Dein Licht nach Sturme»- nacht!" vereinigt alle Stimmen noch einmal zu mächtigem Loblied. Der Einheitlichkeit des ganzen Werke» kommt der Umstand zu Statten, daß der Eomponist zugleich der Dichter des Libretto» ist. So erscheint e» denn auch wie au» einem Guß, Scene um Scene, Act um Act wirkungsvoll gesteigert und das Interesse de» Hörers bis zur letzten Note feffelnb. Die Besetzung ber Partien, die durchweg große Anforderungen an die Sänger stellen, war folgende: Der Inka: Herr Rupp a. ö; Ajatarko Herr Weber- HuaSkar: Herr Bär- UroS: Herr Riechmann- Astalpa: Fräulein Egli, Umaya: Fräulein Neumeyer- Topa: Fräulein Jungk. — ES ist unnöthig, zu bemerken, daß die Aufführung unter Leitung de» Eomponisten eine glänzende war, unterstützt von stimmungsvollen Decorationen und reichsten Eostümen. Der Beifall, der nach jedem Actschluß gespendet wurde, rief Sänger und Eomponist unzähligemale vor die Rampe. Sine große Anzahl Kränze nnd eine Lyra au» blauen und weißen Veilchen wurden Herrn de Haan zu Theil. Se. «önigl. Hoheit der Großherzog, dem do» Werk gewidmet ist, wohnte ber Ausführung bei. steigert. Die Schaden an den Häusern werden immer größer. Weitere Gebäude find eingestürzt. Laibach, 17. April. In voriger Nacht bi» heute Morgen erfolgten vier Erdstöße- am stärksten war derjenige gegen 4 Uhr. Die im Freien campirenden Menschen hörten schon eine halbe Stunde vorher ein dumpfes, unterirdifche» Rollen und sahen dem Erdstoß mit Schrecken entgegen. Die Panik niädjft stündlich. Ungeheure Bestürzung wird durch da» alberne Gerücht verbreitet, Falb habe telegraphisch noch heftigere Stöße in Aussicht gestellt. Die Bewohner fliehen immer weiter von der Stadt fort. Triest, 17. April. Gestern wurden hier zwei Erdstöße verspürt, der eine früh 4 Uhr 10 Mm., der andere Nachmittag 31/, Uhr. Beide dauerten fünf Secunden lang und waren ziemlich schwach. Die Bevölkerung. ist beruhigt. Belgrad, 17. April. Die radikale Partei hat beschlossen, am Empfang der Exkönigin Natalie demonstrativ theil- zunehmen. — Man bezeichnet als künftigen liberalen Parteiführer den bisherigen Gesandten in Pari», Groitzsch, eine bei Hofe sehr genehme Persönlichkeit. Brussel, 17. April. Gestern reiste der Bischof von Lüttich nach Rom, um in Bezug auf die Ehristlich-Demo- kraten dem Papst einen Vortrag zu halten. Dieser Reise wird eine große Bedeutung beigelegt. P»eis, 17. April. „Gil Bla»" verzeichnet da» unglaubwürdige Gerücht, Frankreich habe sich mit Deutschland dahin verständigt, die beiderseitige Einführung neuer, verbesserter Kanonen aufzugeben. Pari», 17. April. Em hiesiges Blatt verlangt von ber Regierung, baß bieselde alle in ber Nähe von Festungswerken in ben Vogesen unb Alpen wohnende Fremde ausweise. ES handelt fich besonder» um Italiener, die angeblich mili- törische Geheirnniffe auSgekundschaftet haben. Pari«, 17. April. Der frühere Präsident Easirnir Perier läßt officiell mittheilen, daß er nicht der Urheber der demnächst erscheinenden Broschüre: „Sech» Monate Präsident" fei. London, 17. April. Die „Time»" hält ihre gestrige Meldung betreffend den FriedenSabschluß zwischen China und Japan ausrecht und ist der Anficht, daß da» Schutz- und Trutzbündniß nur handelspolitische Interessen vertheidigen soll. London, 17. April. Nach einer Nachricht auS Tokio soll die von Japan verlangte Kriegsentschädigung dreihundert Millionen TaelS betragen. London, 17. April. DaS „Daily Ehronicle" schreibt heute: Die Interessen Englands in den chinesischen Gewässern seien viel bedeutender als in Frankreich. Wenn Südchina getheilt werden sollte, so müßte ber größere Theil Englanb zufallen. CoeaUs nwd Sieben, ben 18. April 1895. Empfang. Seine Königliche Hoheit ber Groß- Herzog empfingen am 17. April den Oberst z. D. Hofmann von Nauheim, den Oberstlieutenant z. D. E aS- Port), Präsidenten der Kriegerkameradschaft „Hassia", ben Steuercommissär Kritzler von Grünberg, ben I)r. S t ö r i t o, Director ber höheren Mäbchenschule in Gießen. *• Landwirthschaftliche Ausstellung. Die erste Kammer hat für die im September in Gießen stattfindenbe lanb- wirthschaftliche Ausstellung 15 000 Mk. bewilligt. ** Parlamentarisches. Auf ber Tagesorbnung der 43. Sitzung ber Zweiten Kammer ber Stiinbe, bie DienStag, 23. April, Vormittags 91/, Uhr, stattfinbet, stehen u. 21.: Bekanntgabe ber Allerhöchsten Botschaft Sr. König!. Hoheit beS Großherzogs, bie Geburt einer Prinzessin betreffend, sowie Berathung einer Glückwunschabreffe. — Münbliche Berichterstattung, Dringlichkeitserklärung unb Berathung über bie Rückäußerungen Erster Kammer bezüglich: 1) des Antrags ber Abgeorbneten Wafferburg unb Schmitt, Entschäbigung ber an Militärübungsplätzen gelegenen Gemeinben für unoer- hältnißmäßige Einquartierungslasten aus ber Staatskasse be- treffenb; 2) ber Vorstellung ber Hilfsgerichtsschreiber um Neuregelung ihrer GehaltSverhältniffe, 3) ber Vorstellung ber Gerichtsschreiber-Aspiranten beß GroßherzogthumS Hessen wegen Aufbefferung ihrer Dienst- unb GehaltSverhältniffe - 4) beS Antrag» ber Abgeorbneten Pennrich unb Genoffen, auf Einführung einer hessischen Staats - Klaffenlotterie betreffenb- 5) des Gesuch» beS Bahnmeister» i. P. Feiger zu Hungen um Versetzung in ben Ruhestanb unb Berwilligung einer Pension- 6) ber Vorstellung auS Darmstabt unb anberen Orten um Zulassung ber Feuerbestattung, sowie die Vorstellung deS evangelischen Pfarrverein» im Großherzogthurn Hessen, die Zulaffung der Feuerbestattung betreffend - 7) beß Äntragß ber Abgeorbneten Schmitt unb Genoffen, Aufhebung beß OrbenßgesetzeS betreffenb. — Berathung über bie Rück- äußerungen Erster Kammer bezüglich: 1) ber Vorlage Groß- herzoglichen Ministerium» beß Innern unb ber Justiz, ben Gesetzentwurf, ben Wilbschaben betreffenb- 2) beß Antragß ber Abgeorbneten Mülberger und Genoffen, bie Uedernahme der Kosten ber Volksschulen auf bie Staatskasse betreffend - 3) a. ber Vorlage Großherzoglicher Ministerien beß Innern und ber Justiz, sowie ber Finanzen, bie Organisation beß Forstschutzes betreflenb, unb b. beß Gesuch» von 118 Gemeindeforstwarten um Regelung ihrer Gehalt»- unb Pension»- verhältniffe- c. de» Antrag» beß Abgeorbneten Metz (Darm- stabt), bie Verbesserung ber Gehalte ber Gemeinbe-Forstwarte unb verwilligung von Ruhegehalten für bieieiben betreffenb; 4) a. ber Vorlage Großherzoglichen Ministerium» ber Finanzen, ben Gesetzentwurf, ben brüten Nachtrag zum Gesetz vom 15. November 1890, die Herstellung von Nebenbahnen betreffend- b. der Vorstellung de» Stadtvorstande» zu Grün- berg, die Errichtung von Nebenbahnen im Großherzogthurn Heffen betreffend- c. de» Antrags de» Abgeordneten Schön- feld in gleichem Betreff- d. de» Gesuch» ber Ort»vorstänbe •en Freienseen, Altenhain, Babenhausen, Ermenrod, Flensungen, Groß-Eichen, Groß. Felda, Jlßdorf, Höckerßdorf, Kestrich, Kirschgarten, Klein-Eichen, Lardenbach, Laubach, Merlau, Ober-Odwen, Ober Seibertenrod, Cbentfeenerbof, Ruppertenrod, Sellnrod, Solm»-Jl»dorf, Stockdäuser Höfe, Stumpertenrod, Ulrichstein, Unter-Seibertenrod, Weickartshain, Wettiaai'en, Wohnseld, Zeilbach, um Erbauung der Bahnstrecke Laubach—Mücke, e. de» Gesuch» der Orr»vorstände Laurer und Detterfeld, betreffend Weiterführung der Bahnstrecke Hungen—Laubach - f. ber Eingabe de» Eisenbahnbau-Eowits» Wald-Michelbach unb Umgegenb, betreffend Bahnbau Mörlenbach—Wald Michelbach refp. Mörlenbach—Walen 5) ce» Antrags beß Abgeordneten Wolz, die Herstellung einer Bahnverbindung von Seligenstadt mit der Rodgaubahn betreffend - 6) beß Antrags ber Abgeordneten Schönberger und Genoffen, die Erbauung einer Nebenbahn Reichelsheim—Fürth i. O. betreffend. • • Zur Beachtung für Spaziergänger und Aasstügler in preußischen Waldungen, lieber da» Rauchen im Walde hat da» Kammergericht eine beachten-werthe Entscheidung gefallt. DaS preußische Feld- und Forstpolizeigeietz bedroht Denjenigen mit Strafe, der mit „unverwahrtem Feuer ober Licht" ben Walb betritt ober fich bemsrlben in gefahr- bringenber Weise nähert. Da» Kammergericht hat nun erkannt, baß brennende Cigarren, öigarrertin und offene Pfeifen al» unverwahrte» Feuer im Sinne obiger Gesetze anzusehen seien, unb baß demnach ba» Rauchen im Walde baß ganze Jahr hindurch unter Strafe gestellt werden müffe. Daher seien die in verschiedenen Orten erlassenen Polizei- Verordnungen, die baß Rauchen im Walde in ber trockenen Jahreszeit verbieten, überflüssig. — Im Großherzogthum Heffen besteht u. W. ein Verbot beß Rauchens im Walbe nicht, doch wirb Seitens ber Behörben vor Fahrlässigkeit beim Umgang mit Feuerzeug, vor bem Wegwerfen von : Gigarrenreften u. s. w. gewarnt unb auf bie Strafen hin- gewiesen (§ 309 beß Reichsstrafgesetze» bebroht da» au» Fahrlässigkeit verursachte Herbeiführen eine» Waldbrande» mit Gesängniß bi» zu einem Jahre), welche den rhöter treffen. * • Joko unb Minka, bie von ber „Schönen Au»sicht" entflohenen Affen, finb gestern ohne große Mühe wieber eingefangen worben. Die Thiere waren vor Hunger unb Durst halb verschmachtet. Jvko war, al» er gegriffen würbe, auf bem Weg ganz nahe ber „Schönen Au»sicht". Minka trieb gestern biß spät Nachmittag sein Wesen in der Alicestraße unb amüfirte bie Leute, inbem er voa einem Baum zum anbern sprang, biß auch er eingefangen würbe. * * Kriegerkameradschaft Hasfia. Der soeben erschienene Jahreßbericht über baß 20. Berbanbßjahr enthält a. A. folgenbe Daten : Die Einnahmen betrugen 12836 Mk. 74 Pf., die Ausgaben 12 991 Mk. 76 Pf.- daß Baarvermögen be trägt 32 610 Mk. 45 Pf., dasjenige der Prinz Ludwig- Stiftung 27 210 Mk. 33 Pf. und das Vermögen der neu- gegründeten Ernst Ludwig - Victoria Melita- Stiftung weift 5000 Mk. auf- daß Gesammt - Baarvermögen demnach 64 820 Mk. 78 Pf. Ausgenommen wurden in den Verband 21 Vereine mit 935 Mitgliedern, ausgetreten sind 3 Ber- eine mit 41 Mitgliedern. Der Verband besteht jetzt au» 37 Bezirken mit 640 vereinen und 33 751 Mitgliedern. Da» Baarvermögen der einzelnen Vereine beziffert sich auf 244 002 Mk. Der Zuwachs betrug im Jahre 1894 17 000 Mk. Das Inventar der vereine hat einen Werth von 223069 Mk. Die Gesarnmt-AuSgabe für Unterstützungen beträgt 27 000 Mk. Die Vereine haben seit ihrem Bestehen zusammen 353 846 Mk. bewilligt. • • Berfichert die Südfrüchte. Beim jetzigen Beginn der Ausstellung vieler Feldfrüchte machen wir die Land- wirthe auf die Dortheile ber Hagelversicherung ihrer Eres cenzien bei zum Geschäftsbetrieb im Großherzogthurn zu- gelassenen auswärtigen Hagelverficherungß.Gesellschaften aufmerksam, zugleich bemciftnb, baß Collecten für Hagel- befdjäbigte behördlicherseits nicht mehr gestattet werbend * • Cbpbaucntfe für Geistliche, Lehrer, Landwinde, Freunde des Obstbaues. Wie in ben Vorjahren finden auch diesen Sommer in Friedberg zwei Obstbaucurfe statt, in welchen eS älteren Obstbau-Jntereffenten ermöglicht wird, sich die Technik des Obstbaues und der Obftverwerthung^ soweit es ihren Zwecken entspricht, anzueignen. In diesen Eursen geht ber theoretische Unterricht in Form von Bor- trägen und DiScussionen Hand in Hand mit den Hebungen in den Pomologischen Gärten, in Baumschulen unb ben übrigen Baumanlagen, beren 14 Hectar ber Lanbw. Winter- scktule zur Verfügung stehen. Der erste Cursu» beginnt am 13. Mai unb bauert in feinem ersten Theil biß 18. Mai. Mn zweiter Theil finbet bann im Juli statt. Der zweite Cursu» beginnt am 17. Mai unb bauert den ganzen Sommer hindurch. Die Vorträge während beßfelben werben je am Freitag, Nachmittag» von 5 biß 7 Uhr, abgehalten, während bie Uebungen am SamStag, Vormittags von 7 bi» 11 Uhr, bezw. am Montag, Nachmittag» von 3 biß 7 Uhr, fiattfrnbtn. * Sonservirtes Eichenlaub. Bekanntlich bat ber Kaiser angeorbnet, baß zur Erinnerung an die fünfundzwanzig- jährige Wiederkehr ber brutschen Siegeßtage vom 15. Juli 1895 biß 10. Mai 1896 an allen Tagen, an denen bei ben verschtebenen Truppentheilen die Fahnen entfaltet werben, biese mit Eichenzweigen, sowie da» erste Geschütz einer Batterie mit einem Eickenkravz zu schmücken find. An Stelle de» Eichenlaubes soll im Winter unb Früh- jahr ber Lorbeer treten. Der verbanb ber HanbelSgärtner Deutschlands hat nun an alle HanbelSgärtner einen Aufruf er- lassen, Anstalten treffen zu wollen, baß nicht der außerhalb deS Vaterlandes gewachsene fremde Lorbeer den Ehrenplatz erhält, der deutschem Eichenlaube gebührt. E» würde ben deutschen Gärtnern ein Leichte» sein, Eichenlaub biß in den Sinter hinein frisch zu erhalten und später getriebene» Laub an deffen Stelle zu setzen. Der Verband will also der deutschen Armee für ihre Ehrenzeichen deutschem Eichenlaub widmen. Der Vorstand hat fich berei'» mit einer Eingabe an den preußischen KriegSminister gewandt, und dieser har geantwortet, daß er seiner Zett nicht ermangeln werde, diese» patriotische Anerbieten zur Kenntniß deS Kaisers zu dringen und dessen Genehmigung zur Annahme zu erbitten. Weiter hat der Kriegsminister den Borstand aufgesordert, ihm die Namen Derjenigen, welche fich an der Widmung betheiligen wollen, bekannt zu geben. X Hainbach, 17. April. Daß man bei dem gegenwärtig beginnenden Fuhrwerk Borficht gebrauchen muh, lehrt folgender Unfall. Der hiesige Landwirth O. hatte zum ersten Male seine Kühe eingespannt. Hierbei riß sich eine vom Geschirr loS unb* * ging durch. Da O. die Maulkerre um die Hand geschlungen hatte, wurde er mitgeriflen und kam zu Fall. Hierbei trat ihm die Kuh auf die Brust und zerbrach ihm zwei Rippen. Bewußtlos wurde der Schwerverletzte nach Hause gebracht. Die Verletzungen find so schwer, daß man für das Leben deS Verunglückten Sorge trägt. — Romrod, 17. April. Durch die Unsitte, die von manchen Radfahrern geübt wird, selbst sehr steile Berge mit von den Pedalen aufgehobenen Füßen herabzurasen, hat sich der Geometer B. auS Ober-Breidenbach einen sehr schweren Unfall zugezogen. In gesagter Weise fuhr genannter Radfahrer den sehr steilen Berg herab, der am Ost-Eingang deS Ortes liegt. Er verlor die Herrschaft über das Rad, rannte wider einen Baum und kam zu Fall.» Bewußtlos und schwer verwundet brachte man den Verunglückten in das Dorf. Die Verletzungen sind so schwerer Art, daß man an seinem Aufkommen zweifelt. ][ Aus der Welterau, 15. April. Es ist eine wahre Lust, daS eben rasch fortschreitende Schwellen der in Hülle und Fülle an allen Obstbäumen sich befindenden Blüthen- knoSpen zu betrachten. Die Fruchtzweige sind dicht mit solchen besetzt. Selbst Bäumchen, die erst voriges Jahr ge- pstanzt wurden, haben solche sehr reichlich angesetzt. — Die begonnene Feldarbeit schreitet nur langsam voran. Einmal konnte wegen der Näsie daS Herbstpflügen nicht in dem nothwendigen Umfang geschehen, sodaß der Pflug jetzt mehr als sonst bei der Frühjahrbestellung zur Hand ge- Mommcn werden muß. Dann fitzt auf im Herbst gestürztem Felde die Ackerkrume, namentlich der schwere Boden, ungemein dicht, sodaß man nicht sofort das Säen beginnen und den Samen einfach untereggen kann, wie man das sonst wohl thut. * Frankfurt a. M., 18. April. Die Programme für die Hindernißrennen am nächsten Sonntag find jetzt erschienen und bringen für die Zuschauer eine gewiß angenehme Neuerung. Jedem Programm ist nämlich ein größerer Plan der Rennbahn beigegeben, in dem sowohl die neuen Course der verschiedenen Steeple-ChaseS, wie die Hiudernisie eingezeichnet und benannt find, welche gesprungen »erben. Hierdurch kann man sich vorher genau informiren, welchen Weg die Rennen nehmen, waS bei den verschiedenen neu erbauten Hindernissen nur von Vortheil ist. * München, 18. April. König Otto begeht am Samstag, 27. d. Mts., seinen siebenundvierzigsten Geburtstag, welcher in allen bayerischen Garnisonen in der vorgeschriebenen einfachen Weise gefeiert wird. Die Kasernen und sonstigen militärischen Gebäude werden beffcggt und die Truppentheile rücken Vormittags nach näherer Anordnung der Commandantur zu einer gottesdienstlichen Feier in die Kirchen ihrer Confession. Eine Parade findet nicht statt. * Würzburg, 16. April. Die Strafkammer verurtheilte heute die Maurers Eheleute Gg. und Barbara Schenk von Bütthard zu je drei Jahren Gefängniß. Sie hatten in geradezu beispielloser Weise einen sünsjährigen Knaben, den die Schenk in die Ehe einbrachte, durch Nahrungsvorenthaltung, Schläge und Fußtritte zu Tode mißhandelt. * Glänzende Ehrung eines Technikers. Dem hervorragenden Wasierbautechniker Oberbaudirector L. FranziuS in Bremen wurde in Anerkennung seiner Verdienste um die von ihm geschaffene Correction der Unterweser, einem großartigen Werke, daS viele Jahre Vorarbeiten und Ausführung erfordert hat, eine Ehrengabe von 100,000 Mk. von der Bürgerschaft Bremens auf Vorschlag deS Senats, seinem Haupt-Mitarbeiter, Jnspector H. Bücking, eine solche von 15,000 Mk. bewilligt. 22 * Appetitlich. Der Bäckermeister Deutschmann in Jnowrazlaw wurde von der dortigen Straskammer zu 300 Mk. Strafe und in die nicht unerheblichen Kosten des Processes verurtheilt. Deutschmann hatte in seiner Backstube einen großen Trog, in dem er abwechselnd den Brodteig ein- rührte, die Kinder badete und in dem seine Frau regelmäßig die schmutzige Wäsche wusch. * Welch hohen Werth man in England auf eine anständige Haltung der Zeitungen und auf eine reinliche Lectüre legt, beweist der Umstand, daß die Londoner „St. James Gazette", welche kürzlich durch öffentlichen Anschlag bekannt machen ließ, daß sie über den neuesten großen Londoner Scandalproceß in ihren Spalten nichts bringen werde, plötzlich einen großen Abonnentenzuwachs erhielt. * Die jüngste Urgroßmutter der Welt ist Mrs. (5 la» rissa Jackson von Delaware, eine Negerin, die eben erst ihr 41. Lebensjahr erreicht hat. Mit 11 Jahren hei- rathete sie. Ein Jahr später gab sie einer Tochter das Leben. Diese heirathete mit 12 Jahren, und wurde mit 13 Jahren Mutter eines Töchterchens, dessen Großmutter erst 28 Jahre zählte. Die Enkelin heirathete erst mit 14 Jahren und hatte erst im zweiten Jahre ihrer Ehe ein Kind, so daß die Großmutter „schon" 41 Jahre alt war, als sie „Urgroßmutter" wurde. Im Uebrigen erhielt Mrs. Carla Smith in Chapel Hill, als die jüngste Großmutter Amerikas im vergangenen Jahre, eine Medaille. Sie war damals 24 Jahre 6 Monate alt. Die Kaiserin von Oester- reich war kaum 36 Jahre alt, als sie Großmutter wurde, die Königin von England noch nicht vierzig. * Geplatzte oder durchgebrannle Siederohre wurden bis» her gewöhnlich durch Verstöpseln reparirt, wodurch selbstverständlich der Kessel entsprechend an Heizfläche verliert. Nach dem Vorgehen von Pirrie in Newcastle wird die letztere fast in ihrer ursprünglichen Größe dadurch erhalten, daß in das desecte Rohr ein zweites von entsprechend geringerem Durchmesser eingeschoben und an beiden Enden in der üblichen Weise abgedichtet wird. Das Verfahren ist besonders für Schiffskessel bestimmt, wo also einige solcher Rohre in Reserve mitzuführen wären. (Mitgetheilt vom Internationalen Patentbureau Carl Fr. Reichelt, Berlin N.-W.) Technische Fortschritte. - Ei« einfaches Mittel «»Bleizusatz in Verzinnungen L« entdecke«. Auf eine mit Sandpapier blank geputzte Stelle der Verzinnung wird ein Tropfen Salpetersäure gebracht. Bel Gegenwart von Blei bildet sich neben Zinnnitrat auch Blelnitrat. Verjagt man nun durch Erhitzen die vorhandene überschüssige Säure und befeuchtet die Stelle mit einer fünfprocentigen Jodcaliumlösung, so verwandelt sich das salpetersaure Blei in Jodblei, das an seiner gelben Farbe erkennbar ist. Diese Probe ist, wie „9L Erf. u. Erf." schreiben, empfindlich genug, um noch 1 pCt. Blei deutlich evzu- zeigm. Da diese Probe auch von Laien leicht ausführbar ist, so kann dieselbe in Fällen, wo man sich Gewißheit über die Reinheit einer Verzinnung verschaffen will, nur anempsohlm werden. — Gute Verwendung alter Dampfkessel. DaS „Paper Trade Journal" berichtet, daß amerlkanischc Papierfabriken ihre alten Dampfkessel in praktischer Weise als Grundpfeiler verwenden. Der Kesffl wird auf den Kopf gestellt und mit sogenannter Eoncret- masse (Mischung von Cement mit Bruchstücken von Ziegeln u. f.w.) gefüllt. Angeblich fallen solche Pseiler 20 Jahre und länger sich rostfrei erhallen, auch wenn sie von lausendem Waffer bespült werden. — Verbindung von GlaS und Metall. Für die schwierige Verbindung von Glas und Metall wird von „Wieck'S Gew.-Ztg." eine Legirung von 25 Theilen Zinn und 5 Theilen Kupfer empfohlen, die durch Zusatz von 0,5—1 pCt. Blei weicher oder harter gemacht werden kann- Diese Legirung hat denselben AusdehnungScoesficienten wie Glas, eignet sich daher gut zur Herstellung von Glühlampen und ähnlichen Apparaten. Verkehr, CanO» rrnd Volkswirthschaft A Groß-Felda, 17. April Das prächtigste FrühlingSwetter begünfttflte unseren gestrigen „Ostermarkt", der hierdurch auch einen sehr guten Verlauf nahm Der Schweinemarkt war auffallend stark mit Ferkeln befahren Der Handel ging recht lebhaft bei nicht hohen Preisen, infolgedesien war der Absatz ein recht bebeutenber. Im Durchschnitt kostete bas Paar guter Ferkel 50 Mk., geringere 40—45—60 Mk., bessere 50 bis 55, ausnahmsweise bei besonberS starken Thieren auch GO Mk. Läufer waren schwach aufgetrieben; man bezahlte für biete per Paar 70 bis 80 unb 80 bis 90 Mk. — Der Krämer- unb Vergnügungsmarkt war gut besucht. LitNbnrg, 17. April Fruchtmarkt. Rother Weizen X 12.60, weißer Weizen X 00.00, Korn X 9.60, Gerste X 0.00, Hafer X 6 20. wittermirgsarrsfichtei* am 18. April Mittags 12 Uhr (Wetterhäuschen in ber Sübanlage). Barometerstand ÜIIIH'I! Thermometer: min. 4- 7° R., max. 4- 15q R. Hygrometer: Neigung für Regen. V* rmdürte «nie Vk Wt vara»et«stat« l"i «m ®t«nt » tage« «l Witterungsbericht vom 17. April. DaS barometrische Maximum bewegt sich allmälig weiter nach Osten unb liegt fein Kern heute über betn östlichen Deutschland, doch stanb am Morgen noch ber größere Theil Europas unter seiner Herrschaft. Zu gleicher Zeit rückt vom Westen langsam ein mebercr Druck nach dem Eontinent herein. Mit bem weiteren östlichen Forte schreiten desselben wird Trübung eintreten, ble im ©üben zunächst noch burch Föhn-Einfluß verzögert wirb. Voraussichtliche Witterung r Allgemein heiteres, wteber wärmeres Wetter. Im Norben Sübbeutschlands meist trübes, im Süben zunächst noch heiteres Wetter. Später gleichsalls Zunahme ber Bewölkung. Master um; O □□□□□□□□□□□□□□ □QOODDQÖOaaaaOOöDQQOOOD g Ulster-Cheviot 140 cm breit ä NI. 2.95 pr. Mtr a modernste echt englische, sowie beste deutsche Herren- Q Kleiderstoffe versenden in beliebiger Meterzahl franco Q ins Hans 5 Versandtgeschäft Oettinger & Co., Frankfurt a M. Bekanntmachung. xom 9. bis 22. Mai 1895 sollen 24 Unteroffiziere und 220 Mann de» Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm (actioe Leute) ohne Verpflegung in geeigneten Privatquartieren gegen eine Vergütung von 40 Pfg. pro Mann und Tag untergebracht werden. Es werden daher alle diejenigen Einwohner, welche zur Uebernahme von Einquartierung für die genannte Zeit und gegen die angeführte Vergütung bereit sind, hiermit aufgesordert, bis spätestens 25. I. Mts. ihre diesbezügliche Anmeldung auf unserem Bureau — Zimmer Nr. 15 — »orzubringen. Gießen, den 17. April 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Grüneberg. 3503 In 8 Engi. Tüll-Vorhängen 8 S sind wieder preiswerthe Parthien eingetroffen, ä ä hierunter breite Stückwaare pr. Meter 45 Pfg., E d 50 Pfg., 60 Pfg., 65 Pfg. und höher. D Abgepasste Vorhänge von Mk. 1.65 an M das ganze Fenster. M 3485 D ■■ Rouleaux-Stoffe in allen Breiten. 8 Fritz Nowack, d Ausstattung#-Geschäft. ürschner’s Lexicon ä Mark 3.—, sind eech einige Exemplare abzugeben in der Expedition dee „Giessener Anzeiger“, Schnlstrasee 7. Die am 10. b. Mts. abgehaltene Holzversteigerung in dem Revier Friedelhausen ist genehmigt. Die Abfuhrscheme können vom 23. d. Mts. an bei Waldkaffenrechner Stephan in Staufenberg in Empfang genommen werden. Ueber- weisung des Holzes findet Mittwoch den 24. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, statt. Friedelhausen, am 16. April 1895. _________Schneider._____3489 Uilteldklltsch.Eiseildahn-Uerband. Am 15. d. M- werden zu den Güter, tarifheften Nr. 1, 2a, 2b, 3 unb 4 die Nachträge IX, zu Nr. 5 der Nachtrag XI unb zu Nr. 6 der Nachtrag XIII ein, geführt. Nähere Auskunft über den Inhalt derselben erthellen die Güterabfertigungen. Gießen, den 13. April 1895. Gr. Direktion der Oberhessischen Eisen« bahne«.___3513 V er Steiger ung. Freitag den 26. April, Mtttags 2 Uhr, versteigere im Pfandlocal, Seltersweg 11, gegen Baarzahlung: 3 Kühe, 4 Schweine, 1 Schreibtisch, 1 Nähmaschine, 1 Hobelbank, Sophas, Commode, Schränke unb 1 Küchenschrank. Gießen, den 18. April 1895. 3501 M«lch, Vollziehungsbeamter. Mt. Schlachthaus. Freibank. [3504 Heute und morgen: Ochsensteisch nicht ladenrein, pr. Pfd. 5« Pfg. 3—4 Bernhardiner (rasserein), 6—8 Wochen alt, abzugeben. 3507 Löberstratze 3. »•yiyett eingetroffen: Große Sendung Capes, Farbige und schwarze Kragen, Jaquetts. Empfehle solche zu staunend billigen Preisen. Hermann Katz, 3494 Mäusburg 5. Erwartete Erbsen. sind eingetroffen. 3511 A. Katz. Grosse Schellfische § in Eispackung billig im »Rebstock*. Heute: Schellfische bei A. & G. Wallenfels 1014]________21 Markt 21.__ . 3463] Schöne SrühSlofen-Kartostel« verkauft Heinrich Einhöuser, _________________Leihgefternerweg 7. 3496] Als Leichenfrau empfiehl! sich Achtungsvoll Frau Schuchard, Neuenweg 8. 3486] 6pferdige, fahrbare Loco- mobile, sehr gut erhalten und sofort betriebsfähig, sofort zu verkaufen. Auskunft bei 8L Oberlaender, ____________Liebigstraße 71. 3509] Ein fast noch neues HicherheitSMirad zu verkaufen. Kaplaneigaffe Nr. 5. Hermietyungen. 3499] Wohnung im ersten Stock mit allem Zubehör nebst Garten sofort zu vermietben. GrÜnbergerstratze 84. 3492] Ein kleines Familtenlogis sofort zu vermiethen. 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Laden «eben den Marttlauben sofort oder später zu vermiethen. 153 I Rothenberger, Lindenplatz 8 Daselbst: 1 Kassenschrank, 1 Secrttär, 1 Schreibpult zu verkaufen.__ 468] Lade«mitLogiSimWindecker- schen Hause am Kreuz sofort ju oer- miethen Näheres bei Herrn Rechtsanwalt Labroiste. in 2) am em Jileiderstoffen, Neuheiten 2210 2)amen und Jfinder ^on/eetion sind in grösster Auswahl eingetroffen. Grösstes Lager in Seidenwaaren und Sammten für Roben. Blousen und Besätze zu staunend billigen Preisen. r,,, „„ „ Manufaktur- undModewaaren, Jlermann Jlatj, 5 iwausburg 5. Ein Laden miethen. I- H. Fuhr, Sonnenstr. 25. 3487) Zwei btUlqe Schlaf,immer zu oermietben. Walllhorftratze 4N, Mans. 34951 Schön möbltrteS Zimmer mit Cabinet zu oermietben. _______________«oetheftratza 84, III. 2114] MSbltrtes Zimmer sofort zu oermietben. Bahnhofftratze 28, II 2U28J Gut möbltrteS Zimmer zu ver- «iethen. Srabe«ft ratze 9, pari. 2959] Zwei schöne leere Zimmer sind an eine einzelne Dame per 1. Mat zu vermiethen. 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Stock. 3515] Zwei Lchüler finden Pension u. Nachhilfestunden. Wo? sagt die Expedition d. Bl. 3505] Ein tüchtiger gesucht. Tische, Stühle Serntel, Bänke Migk äliihlk und Tische für Gartenwtrthschasten Eissehränke Gartenspritzen Gartkiskräthk.vrahtgkKechte Spalierdrähte Killder-Apatku uud Lkchkn 3493] 6tn r < h r 11 n a kann unter günstigen Bedingungen eintreten. Karl Havn, Scdreinermeistcr, Löberstratze 15. 3488] Ein zuverläsfige-, jüngeres MndermLvchen zum 1. Mai gesucht. 3072] Brave-, tüchtige- Dtenstmüdchen gesucht. Frau 9. Hahr, Eonnenstr.2ö. MT LteUensuwende jeden Beruf- placirt schnellKeuter * Bureau, Dresden, Bermolerfir. 3279 fein möblirtes Wohn- nebst Schlafzimmer, an freundlicher Lage, von «-sucht. Offerten mit Preisangabe unter S. B. 11 au die (Sxped. (besucht ein Mödchen gegen guten Lohn für Hau«, und Gartenarbeit. 3437 ___ 3510] LÜchti-e Lauffrau oder 3510 'Mädchen sofort gesucht. Bahnhoss-Restauratüm. ------”■ Reinliches Hausmädchen gesucht. Kraukfurterftratze Vst. [3493 Laufmädchen L' 3445 Bahnhosstratze 51, 2. Stock. __Nebenhau« link» U. St. 2995] Schön möbltrteS Zimmer zu vermiethen. Kirchsteatze 2, 3. St. 8424] MöbltrteS Zimmer zu vermteiben. __ Bahnhofftratze 51, 2. St. 8473] Ein möblirte« Zimmer zu ver- mtethen- Aliceftratze 28, Mansarde. Gute Pension finden 1—2 Schüler. Näheres 3450 Bergstrabe 22, 2. Stock. 31511 Für ein 14 jähr. Mädchen wlrd leichte Stelle bei eoang Herrschaft gesucht-1 Näh, in der Exped d- Bl. Für die uns erwiesene freundliche Theilnahme an unserem schweren Verluste sagen wir innigsten Dank. 3491 Frau Weift nebst Kinder. Schüler Pension. j ■■ ■ mW sar1 I Gartenmobel 8508] Lchreiuergehülfe und Lehr« ling gesucht Dammftratze 32. 3498] LacktergehtUse und Lehrling gesucht Is. Vogel, Damv'straße 8. Schneider gesucht. »Ste E-yl Fistor, Marttftratze 10 mt ble SBcrtriätlt ! Ord-Nllich-r ___ __ »narripiaU &. Oesterr. SUberrmte 86.90 98.75 4% Ung. Gold-Rente 10910 105.00 3% Portugiesen M90 104-30 6*/o Mexicaner 8i.se 106.10 4°/o Monopol-Griechen von 1887 36.10 8°/e Oestcrr. StaatSbabn o. 1886 92.401 4 •/<> Eisend. Rentenb. Obl. ISUlch 3°/e Jtal. staat-gar. Gtsenb. 66.0016»/e Buderu» Obl. W5 30 3Vi°/o Frankfurter Hyp. Bk. 102.00 3«„o/o Frkf. Hyv. Ered. V. 101.00 4®/o DeutscheGrdsch.B.unkch.1904 105.( 0 3*/e*/e bto. 101.20 3'/,^,Hambrgr.Hyp.Vk.unk.b.l906 162.0t 3‘/i«/o Preutz Hyp. « Bk. 101.20 4o/o Pomm.Hvv « Bk.unk.d.1904 106.60 4*/i°/o Franks, Landw. -red. Bk. 104^0 20 Franken-Sl. Lngl. Sovereignl Dellet • ta Gold Darmst. Bt.-Actien • f arten 00ll>' I 16.22 I Franz. Banknote» 20.42 20.38 Oesterr. bto. 4.20 I 4.16 I ilmertc. vdeodcourfer 161.001 Oeftea. Eredil-ÄcUen 3«•/< 81 10 6T56 ®U°* Omnibus-Verbindung L°," SM •uh*,m:u >«Nd- Linie A Seltersweg—streu,—Markt-Walltbor—Mai burgerstratze. Linie B Babnbofstiatze—Marktstratze—Neuen Bäue—Grü»bergerstraße. ■. «cheyda. - kW us» Bata« tar »niHW» rmJ> Maslm (Prerfch 4t Scheyb.) in •«*». Are öeulige Kummer umfaßt 6 Keite«. 1 «Mvl fi i^1 K°' tv 1 Trtfrrt 1 Tt*11’1 V Dal begonnen steht jefl scirrltche Ftstlitkr Nationtv oceotnsch^ Stößmri btfoa)trt rsrftn 6 3a * sslkswinl übet bit lichlko. flidmetfic Lai SoMltf n bat '< erheblich Oftjtt.« sahrlsvl Rollte, sühne, । 8nmlbi omntih «ui bei ndr gewährt o)rr Mi fär btt gt Osütt Hw «tht Nit Mu iKLrgn' Tr ttzäh den HLti mit Stu der inte dazu wer schildern: 3?ad Htimlch VabtBiß l Cefterrei s-'lldtvjg-, ^'oa(e b( ««tl fü, btbun^, d'r Seid) ^hrenbei •)5er aannnen Vaffniing »rti Qäf i * < P01 litt: ia®Ü bti Vanbe *®e|terfn 1 nun ^butd) ] ^"'ch°st i ? fit fi “tteri ® f-hein. ^ber, Ul