1895 Dienstag den 19. Februar Nr. 42 Zweites Blatt. Gießener Anzeiger Kenerat-Wnzeiger. Amts» und Anzeigeblatt für den Krew Gieren. vierteljährig« MoHnrrncntspreU: 2 Mark 20 Psg. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezöge« 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener >emirten6(äUcr werden dem Anzeiger Lvöchmtlich dreimal beigelegt. Der Hietzener Anzeiger nfdicint täglich, jnit Ausnahme deS Montags Stedaction, Erpeditro» und Drucker«: Kchulstrahe Ar.7. Fernsprecher 51. Spitlplae der verei»igtn> KranKfurtn rtadttheat» vveimha«». Dienstag den 19. Februar: Barbier von Sevilla. Hierauf: Der Teufel im Pensionat. Mittwoch den 20. Februar geschlogeu. Donnerstag den 21.get.ru«: Enoch »-den. hieraus: Wertder. Freitag den 22. Februar geschlossen. SamStag dm 23. Februar. Hänsel und Gretel. Hierauf: Fortuna« Lied. .Sonntag dm 24. Februar, Nachmittags 3'/, Uhr. Verschwender. «mW 7 Uhr: Carmen. Montag den 25. Februar geschlossm. DimStag dm 26. Februar: Barbier von Bagdad. Sch«rshktel-a«s» DimStag dm 19 Februar: Obersteiger. Mittwoch de» 20. Februar: Halali'. Donnerstag den 21. Februar. CycluS deutscher Dramen, sechster Abend: Zopf und Schwert. Freitag den 22. Februar: Halali! Samstag den 23. Februar: Fraueni- kamps. CharleyS Tante. Sonntag den 24. Februar: Madame Sans-Gßne. Montag den 25. Februar: Cyclusdeutscher Dramen, siebenter Abend. Prinz von Homburg. Sel>iss-nach pichte». Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agmtm Earl LooS und I. M. Schulhof. Bremen, 16. Februar. (Per ttansaUanttschen Telegraph-j Der Schnelldampfer Saale, Eapt. F. Keßler, vom Norddeutschen Lloyd in Bremm, ist gestern 6 Uhr Morgens wohlbehalten in ^«“gebru«. sP-r trausottouttschen WJM sä».»*. in Newyork angekommm. «Kratisbeikage: Gießener Jamilienbkätter Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für bex folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borin. 10 Uhr. Deutscher Reichstag. 39. Sitzung. SamStag, den 16. Februar 1895. Fortsetzung der Berathung des Währungsantrages Friedberg u. Genoslen- . x, ker Abg. Siegele (nU.) erklärt als überzeugter Anhänger der Goldwährung den Antrag nicht annehmen zu konnm. Abg Leuschner (Rp.) tritt für den BimetalltSmuS ein und antwortet dem Abg. Schönlank, daß die Goldwährung nichts nütze, wenn die Arbeiter brodlos werden. =_ .. .__ Aba. Richter (ftf. Vg.): Das Uebergangsstudium von dem einen zu dem anderen Maßstabe würde zu den größten Ungerechtig- keitm führen, da der Gläubiger weniger zurückerhalten. würde, als er gegeben hat. Redner bezeichnet das Stnkm der Preise als Folge der zunehmenden Production der Exportländer. Abg. Friedberg (ntl.): Die Regelung der Wahrungsfrage fei nicht nur von agrarischer, sondern auch von handelspolitischer Bedeutung. .... t It, Staatssecretär Graf Posadowüky: Es sei nicht zu bezweifeln, daß der schwankende Werth deS Silbers große Unzuträglichkeilen mit sich bringe, worunter auch die Arbeiter zu leiden hätten. Selbst die Monometallisten erkennm dies an. Es sei eine Pflicht des Reichskanzlers gewesen, eine wohlwollende Prüfung in Aussicht zu stellm. Nach einem Schlußwort des Abg. v. Kardorft, worin dieser auSführt, daß die Geheimen - Räthe eine andere Politik in der WährungSsrage verfolgtm, als der Reichskanzler, sieht ft» Der Staatssecretär v. PosadowSky noch zu einer Antwort veranlaßt, in der er diesen Ausführungen entgegen tritt. Hierauf wird wieder in die Debatte etngetreten. Abg. Meyer Halle (irs. Dg.) wendet sich gegen die Friedberg schm Aussührungm. Nach einem abermaligen Schlußwort deS Abg. Kar- dorff wird der Antrag Friedberg u. Gen. mit den Stimmen der Rechten, des Cmtrums und deS größerm ThetlS der Nationalltberalen angenommen. Bericht d« Geschäftsordnungscommission über den Antrag Übt, bett, die DiSciplinargewalt des Prästdentm. In der Commission ist ein Beschluß nicht zu Stande gekommen. Hierzu liegt der Anttag Roeren u. Gen. vor, wonach die Ausschließung eines Mitgliedes für eine Sitzung zulässig sein soll. Abg. Träger (fr. Dp.) referirt über die Verhandlungen der ^omusission^o^ren (Cmtr) erklärt, keinesfalls dürfe diese Frage mit der Immunität der Abgeordneten verknüpft werden. Es handele sich nun darum, eine Lücke in der Geschäftsordnung auszusüllen. Abg. Singer (Soc.) bekämpft den Antrag Roerm und erklärt, der Zusammenhang der ganzen Sache mit dem Falle Liebknecht sei n'cht -bzuleugnen-ve^ow stM in Abrede, daß sein Wunsch nach schärferen Disciplinarbestimmungen durch einen gewissen staats- anwaltltchen Antrag veranlaßt worden sei. Durch die Annahme des Anttages Roeren erklärt sich der Präsident für befriedigt. Abg. Pieschel (ntl.) äußert sich in ähnlichem Sinne. Abg. Lenzmann (fr. Bp.) spricht sich Namens seiner Partei gegen den Antrag aus. Abg. Bebel (Soc.) bestteitet die Nothwmdigkeit einer Ber- schärfung der DiSctplinargewalt. Nach einem Schlußwort des Präs. v. Levetzow wird der Antrag Roerm gegen die Stimmen der Soetaldemokraten und der Volkspartei angenommen. Nächste Sitzung: Montag 2 Uhr. Etat-Berathung deS Reichs - amts des Innern und Post-Etat. Deutsches Reich. Berlin, 16. Februar. Die „Deutsche Tagesztg." theilt mit, daß der Oberpräsident von Ostpreußen, Gr'af Stoll- berg, der bekanntlich für den ReichstagSwahlkrei« Lyck- Oletzko-Johannisburg candidirt, nunmehr erklärt habe, auf dem Boden deS Tivoli Programms der Couservativen zu stehen und für den Antrag Kanitz eintreten zu wollen. Die „Deutsche Tageszeitung" fügt hinzu, daß dieser Programm- Gesinnungswechsel aber nicht hinreiche, um den Grafen als Candidaten genehm zu machen. Der Bund der Landwirthe werde nach wie vor an der Candidatur des Herrn v. Borke für den Wahlkreis Lück-Oletzko-JohanniSburg festhalten. Berlin, 16. Februar. Das Diner, welches der Oberpräsident von Achenbach alljährlich für die Mitglieder des brandenburgischen Provinziallandtages veranstaltet, wird am SamStag den 23. d. M. stattfinden. Bekanntlich pflegt der Kaiser diesen Diners beizuwohnen und hat auch diesmal fein Erscheinen zugesagt. Berlin, 16. Februar. Im p reußischen Landtage wurde heute der Etat des Ministeriums deS Innern berathen. selben keine Mittheilungen mehr zu machen und schwebende Fragen selbst durch Decrete zu regeln. vermischte». * Frankfurt e. M., 12. Februar. Dem Borfitzenden der Steuer Veranlagungs-Commission für den Stadtkreis Frankfurt a. M. ging, wie die „F. N." mittheilen, am 26. Januar die Summe von 3000 Mk. von einem anonymen Einsender zu. In dem Begleitschreiben ersuchte letzterer, den Betrag als Ausgleich der Differenz der in den Steuerjahren 1891 bis 1895 zu wenig gezahlten Einkommensteuer zu verrechnen. Diesem Begehren kann jedoch ohne Namensnennung nicht Folge gegeben werden. * Saarbrücken, 1(L Februar. Der Wachtposten vor der neuen Jnfauterieka^rne wurde gegen Mitternacht von einem Wolfe im Nacken angepackt, doch verscheuchte er da» Raubthier. Der Soldat ist unverletzt. A»»land. Wien, 16. Februar. Infolge der anhaltenden Schnee- stürme ist der Verkehr auf der Nordwest- und Nordbahn vielfach gestört. In Ntederösterreich find zahlreiche Ortschaften eingeschneit. v Brussel, 16. Februar. Heute Mittag wurden Hierselbst große rothe Maueranschläge angeheftet, worin die socialistische Partei gegen die Rekruten Aushebungen, die sogenannte „Blut-Lotterie", protestirt und das Volk auffordert, seine Stimmzettel dazu zu benutzen, die Armee abzuschaffen, welche jährlich mehr als 60 Millionen Francs koste. Paris, 16. Februar. Wie hiesige Blätter mittheilen, hat der Kr iegSmin i st er an die Commandeure sämmtlicher Armeecorps Befehl ergehen laffen, die Instructionen und den Dienst nick' auf eine die Gesundheit schädliche Weise zu betreiben. Tie Untersuchung gegen Diejenigen, welche den Tod von zwei Soldaten im 2. Armee-Corps verschulden, dauert fort. Man hofft die Schuldigen zu entdecken und streng zu bestrafen. Washington, 16. Februar. Angesichts der feindlichen | Haltung des Congresses hat Cleveland beschloffen, dem- ^mitteten Solche gut ausgebildeten Krystalle findet man am häufigsten im Schnee und im Rauhfroft, der sich, wenn nach strenger Kälte Nebel eintritt, an Zweigen und Mauern bildet oder mitunter in langen, silberglänzenden Fäden von den Zweigen der Bäume und Büsche herabhängt. Betrachtet man den weißlichen Reif mit einer Lupe, so erkennt man lauter dünne, regelmäßige EtSkrystalle, die, aus der atmosphärischen Lust entstanden, in so mannigfaltige und phantastische Formen gezaubert sind, daß sie jeder Beschreibung spotten, die aber auch so zart find, daß sie bei der leisesten Berührung durch einen unvorsichtigen Hauch in Thautropfen verwandelt werden. - Ein prächtiger Anblick bietet sich auch dem Auge dar, wenn man die bei ruhiger Luft fallenden einzelnen, großen Schneeflocken auf einem dunklen Tuche, z. B. dem Rockärmel auffängt. Regelmäßige sechSstrahltge Schneefterne zeigen sich dem erstaunten Blicke. Alle ihre Strahlen schneiden sich unter einem Winkel von 60 Grad, und jeder Nebenstrahl bildet genau den gleichen Winkel mit dem Hauptstrahl, von welchem er ausgegangen ist. Sind schon diese Eiskrhstalle des Schnees und der Reifes in der Mannigfaltigkeit ihrer Entstehung und in dem Retch- thum ihrer Formen gar lieblich anzuschauen, so ist dies noch viel mehr der Fall bei den Eisbildungen an unseren Fensterscheiben, welche wir mit Recht als „Eisblumen" bezeichnen. Welch herrlichen Anblick bieten diese dar mit der eigenthümlich gerundeten Form ihrer Krystallisattonen, die oft viel mehr an pflanzliche Gebilde, an dünne Bäumchen, an Palmblätter und Farrnkrautwedel als an Krystallgruppen erinnern! Da entstehen, auf das Eis hingehaucht, in bunter Variation Fäden und Ranken, Blättchen und Bäumchen, Garben und Sterne. Die erste Bedingung für die Bildung von wirklich schönen Eisblumen ist das Vorhandensein einer dünnen, continuirlichen Wasserschicht am Fensterglase und daS langsame Gefrieren derselben. Solch eine Wafferschicht entsteht dann, wenn in Der Frost rls Zauberer. Von Dr. Hans Froehlich. (Nachdruck verboten.) Zahlreich und mannigfach sind die wunderbaren Schönheiten, welche die Natur uns im Sommer darbietet. Aber auch im Winter, wenn alles Leben erstarrt scheint, gibt es gar Vieles, waS daS Auge erfreut. Hierzu gehören vor Allem die krtzstallenen Brücken, welche der Frost über Flüffe und Seen baut, und die lieblichen Eisblumen, welche an unseren Fenstern wachsen. All diese gefrorenen Massen, oft plötzlich in einer einzigen Nacht hervorgezaubert, schließen ein gut Stück de- geheimnißvollen Lebens und Webens der Natur in sich, und eS verlohnt sich daher wohl der Mühe, ihr Werden, Wachsen und Vergehen einmal genauer zu beobachten. Während die meisten Flüssigkeiten, wenn sie ihre Wärme verlieren, an Menge abnehmen, dehnt sich das Wasser merkwürdigerweise um Vu seines Volumen- aus und wird somit im EtSzustande umfangreicher und leichter''als im flüssigen. Daher kommt eS, daß Eis eine schwimmende Decke auf unfern Flüssen, Seen und Weihern bildet und daß Eisberge so hoch über der Oberfläche deS Meeres hervorragen- daher kommt es auch, daß Gläser, Fässer und selbst Felsen durch das in ihnen gefrierende, sich auSdehnende Wasser zersprengt werden. Aber noch eine andere Eigentümlichkeit tritt beim Gefrieren des WasserS ein. Bekanntlich ordnen sich die kleinsten Theilchen (Moleküle) gewisser Substanzen, wenn sie auS dem flüssigen Zustande in den festen übergehen, zu gesetzmäßig geometrischen Figuren, welche man Krystalle nennt. So bildet der Berg- kryftall sechsseitige Prismen und Säulen. Auch das EiS rrhstallisirt ebenfalls in hexagonalen Prismen, obgleich es dem Ange als eine glasartige, feste Masse erscheint. dem betreffendem Raume eine reichliche Menge von Wasser- dunst enthalten ist, der sich an den erkalteten Fensterscheiben zu Wasser verdichtet. Dieser Wasserdunst wird zum größten Theil von der AthmungSlust der anwesenden Personen, zum geringeren Theil von den Speisen, Blumentöpfen und dergleichen geliefert. Daher sind die EiSblumen an den Fenstern unbewohnter Zimmer meist schlecht ausgebildet. Auch kommt dem Fenftereise von diesem Dunste umsomehr zu gute, je weniger die Zimmerlust durch relativ trockene Außenlust ersetzt wird. Aus diesem Grunde find in den Küchen die EiSblumen nur schlecht entwickelt, weil eben dort zwar für reichliche Bildung von Wasserdampf, zugleich aber auch für sehr ausgedehnte Ventilation gesorgt zu sein pflegt. Wie Jeder schon beobachtet haben wird, entspringen die EiSblumen hauptsächlich an den Rändern der Fensterscheiben. ES ist dies dieselbe Erscheinung, wie sie beim Gefrieren größerer Waflermassen zu Tage tritt, wo sich das EiS auch zuerst an den Ufern bildet. Dies geschieht zunächst nach dem allgemeinen Gesetze, daß sich alle Krystalle gern an festen Körpern ansetzen. So pflegt man ja auch z. B. beim CandtS- zucker durch Einführung von Fäden die Krystallbildung zu befördern. , Bei den EiSblumen kommt noch der Umstand hinzu, daß sich das Wasser, dem Gesetze der Schwere zufolge, nach dem unteren Thetle der Scheibe zieht und daß daher dort die Wasierschtcht dicker und dichter wird. Außerdem steht auch, da warme Luft stets nach oben steigt, die obere Hälfte des Fensters, und ebenso die obere Hälfte jeder Scheibe mit wärmerer Lust mehr in Berührung als die untere. Wenn daher die Kälte draußen nur gerade hinreicht, etwas Eis an den Fenstern zu bilden, so bleiben die oberen Scheiben etsfret, während die unteren fast ganz überfroren find. AuS demselben Grunde geht auch das Austhauen durch Ofenwarme stets von oben nach unten vor sich. (Schluß folgt.) Lieferung von Granit. Die Lieferung von Treppenstufen (Sooft L) und von Bord- und Bnndsteinen (Loose II. und III.) au« fehlerfreie« Granit, rd. 20 ebn, bezw. 1076 lfd. m und 715 lfd. m soll Mittwoch den 6. März d. I., Bormittags 11 Uhr, auf unserem Ttadtbauamte öffentlich verdungen »erden. Bedingungen und Arbeitsbeschreibung liegen daselbst während der Dienststunden offen, auch find die Unterlagen der Verdingung daher gegen postfreie Einsendung von 1 Mark zu bezieh«. Zuschlagsfrist 10 Tage. Gießen, den 15. Februar 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _____________Gnauth._____________________1892 Jm Namen Nachmittags 3 Uhr, soll aus dem hiesigen OrlSgerichl da- dem des Großherzogs! In der Privatklagesache des August Tchleffiuger in Gießen, Privatklägers gegen den Bauunternehmer Leonhard Tatas in Cöln a. Rhein, Angeklagten, wegen Beleidigung hat das Großherzogl. Schöffengericht zu Gießen in seiner Sitzung vom 16. November 1894, an welcher Theil genommen haben. 1. Großh. Amtsrichter Seeger als Vorsitzender, 2. Wilh. Weil von Lang-Göns, 3. Ludw. Haberkorn II. von Allendorf, als Schöffen H.-Gerichtsschreiber Plock, als Gerichtsschreiber, für Recht erkannt: Der Angeklagte wird wegen Beleidigung nach § 185 R.St.G.B. in eine Geldstrafe von dreißig Mark (30 Jt.) eventuell 5 Tage Gefängniß und zur Tragung der Kosten, ein« schließlich der dem Privatkläger erwachsenen nothwendigen Auslagen verurtheitt. Ferner hat Großh. Landgericht der Provinz Oberheffen in seiner Sitzung vom 18. Januar 1895 dem Privat- kläger die Befugniß zugesprochen, den entscheidenden Theil des Urtheils binnen 14 Tagen von Mittheilung einer Ausfertigung des Urtheils an gerechnet durch einmaliges Einrücken im Gießener Anzeiger zu veröffentlichen. Gießen, 16. Februar 1895. Jm Namen des Prioatklägers veröffentlicht: Grünewald und Dr. Stein, __________Rechtsanwälte.______1439 Submission^ Für die chirurgisch - ophthalmo- logische Universitäts-Klinik sollen pro 1895/96 auf dem Wege der Submission vergeben werden: 1. Die Lieferung von: Backwaaren, Fleischwaaren, Specereiwaaren, sogen. Verbrauch-gegenständen (Bürstenwaaren, Putzmaterialien, Schrupplappen rc.), Milch, Butter und Eier, Bier, Eis und Schreibmaterialien. 2. Das Reinigen der Wäsche für das Personal. 3. Das Reinigen der Oefen u. Heerde. 4. Das Reinigen der Senkgruben und das Fortschaffen des Kehrichts rc. 5. Die Abgabe von Knochen und Gespül. 6. Die Abgabe von leeren Flaschen. 7. Die Unterhaltung des Gartens. Die Bedingungen liegen an den Wochentagen, Nachmittags von 3 bis 5 auf dem Verwaltungsbüreau »ffen. [1428 Offerten sind versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum 5. März d. I., Vormittag» 11 Uhr, auf dem erwähnten Bureau «bzugeben. Der Zuschlag erfolgt bis mm 14. März. Gießen, den 16. Februar 1895. Großh. Verwaltung- Directiou der chirurg.-ophthalm. Univ.-Klinik. Bose. Lossius. Georg Dielria, hintet in Gießen gehörige Grundstück: Flur 33 Nr. 1Ö3 — 1476 qm Acker am Nahruna-berg auf den Steinbacher We« - - öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 18. Februar 1895. Großh. OrtSgericht Gießen. ___________I A-: «ost,_______1429 1432] Die auf Donnerstag den 21. Februar d. I. an- beraumte Holzversteigerung im Süftekopf und Hausplatz findet nicht statt. Laubach, den 16. Februar 1895. Gräfliche Qberförsterei. Versteigerung. Dienstag bett 19. Febr. b. I., Nachmittag- 2 Uhr, versteigere ich Marktplatz 20 dahier: 2 LadenschrSnke und Theke, 128 Cor- setten, 30 Regenschirme, 80 Weingläser, 264 verschiedene Taffen, 4 Dutzend porzell. Teller, 80 Blumenoasen, 7 Regulatoren, 3V, Dutzend silberne Löffel, 1 vollständige- Glaserhandwerks,eug, darunter 20 Diamanten, 9 Bilder, mehrere Spiegel, 4 Taschenuhren, 1 vollst. Bett, 1 Sopha und andere Möbel. Die Versteigerung findet theilweise bestimmt statt- 1424 Bor«, Gerichtsvollzieher. Dienstag den 19. Mr. l. I., Vormittag« 10 Uhr, werden auf hiesigem viehmarkte zwei fette «ühe versteigert- 1398 Settzter, Gerichtsvollzieher. Wangs - Versteigerung. Mittwoch de« 80. Zfebruar d. I., werden gegen Baarzahlung versteigert: 1. Vormittag- 11 Uhr in dem Hause Waüthorstraße 27: 1 Buffet, 1 Bier- Apparat, 1 Gaslustre, 1 gr. Rouleaux. 11. Nachmittag- 2 Uhr tat Bieker- scheu Saale — Neustadt 55: 72 Regenschirme, 58 Sonnenschirme, Schtrmstoffe, Schtrmftöcke, Schirmg'iffe, Schirmstangen, 1 große Partie Ainnsachea, Eßlöffel, Vorleglöffel, Bleisoldaten, 3« Stück feinere Deckelgläser (meist geschliffene), 237 Vierglüser, mit und ohne Deckel. Vierkrüge, mit und ohne Deckel, 2 Bowlen, 1 Humpen, eine Partie Porz llanplatten, Zinndeckel, Carton, Holzschachteln, Eit, . qnetten, 2 silberne Becher, 2 silberne Teller, I Zuckerschaale, 2 Salatbestecke, 1 Hutllier, 1 Ligueurservice, 1 Partie Hosenträger, 1 Regulator, 1 silb Taschenuhr, 1 gold. Taschenuhr, 2 Hängelampen, eine gut erhaltene Ntzhmaschtne u. a. Die Versteigerungen finden bestimmt statt. Geißler, 1436 Großh. Gerichtsvollzieher. Mittwoch Örn 20 Mr. l. I., Nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schenSaale versteigert: Salon» und Zimmermöbel, 1 Buff.t in Eichen, 1 Pianino, 3 schw. Wagen, 1 Sommer wagen, 2 Kühe und zwei Hobelbänke, 100 Eichenbohlen, neun Kupferstiche, 12Oeldruckbilder u a.m. 1437 Geißler, Gerichtsvollzieher. ° I Mink’s ! ° Schwamm-Pulver?! von August Mink in Stuttgart. Uoeutbehrlich für Jedermann zum Reinigen gebrauchter Schwämme, Kämme und Bürsten Preis per Carl. 50 Niederlagen in Gießen: Venner iS* Krumm, Bahn bofstraßc 40; Lchaaf, ^tto, Adler-Drogerie, SelterS" eg 39. Adolf Welz, Bürstengeschäft, Lindenplatz. 926 --HVI Dal Glück kehrt oft bei Gretscher ein, denn er hat Glückilooee gsnx allein! 5./rribnrgtr Geld-tilleriek Ziehung am 15. und 16. März 18951 4proc. Pfandbriefe der Dkutslhen Sypnthkkknhank in lUmingm. Masken-Garderobel für Herren unb Damen, » ®™64( mui= ilatttnknppcn. --- W Prompte «ratissendung der »ewiunliste. — Hauptgewinne 50000, 20000, 10000, | 5000, 10 ä 1000 Mk. baar u. s. ro. Loose ä 3 Mark, 7 Stück = 20 Mark. 1 Viertel = 1 Mk., 5 Viertel = 4 Mk. 50 Pfg., 11 Viertel = 10 Mk. je verschiedene Nummern empfiehlt [1099 A. Gretscher, (Siesten, Neuftabt 55. Sonntag» von 11 bi» 3 Uhr geäffnet. "Mst Kulmbacher Export - Brauerei „Mönchshof“ 994 vorm. Simon Hering, Act.-Ges. General-Vertretung und Niederlage bei Otto Fleck. Frankfurt a. N. A Kretzschmar, 1244__Marktplatz 22._____ 1283] Meine neueingerichtete Leih-Bibliothek von nur neuen Romanen und Erzählungen empfehle ich fleißiger Benutzung. Karl Krebs, ______________Schulstraße Nr. 10. Cacao Gaudig au« bestem Rohmaterial hergestellt, ist von feinstem Aroma und Wohlgeschmack dabei außerordentlich nahrhaft und bei gleicher Güte billiger al« die holländischen Fabrikate. Zu haben in Gleesen in der Engel- und Hirsch-Apotheke, sowie bei Hofconditor E. Lind. 1343 C.G.Gandig Nachflgr.. Leipzig duften Kleider, Wäsche, Hand- ■ schuhe etc. bei Gebrauch von I Fetzner - Geisslers ächt Floren- I tiner Veilchenpulvcr, per Paquet ■ 20 u. 25 Pf., 5 Paq. 95 u. 1.20. I Depots bei 1352 1 Gustav Walter. Mäusburg 13. L Kalkhof Wwe., Westanlage 2. I A Geisse, Seitenweg 2. Carl Petri. Marktplatz. Wie neu wirb Jeder mit Vechtel» Salmiak - Gall - Seife gewaschene Stoff jeden Gewebes und farbe, vorräthig in 1 Pfd.-Pack. zu 40 H bei Benner Ä Krumm. 750 Bestes Mittel znm Brühen und Kochen der weissen und farbigen Stoffe, znm Reinigen der Fussböden, Geschirre etc. Ereeugt blendend weisse, geruchlose Wäsche, ohne die Stoffe oder Farben anzugreif en. 924 yatiRaerie* wolfnej-j •BROCKEIISEIFE- Gesetzlich geschützt Preis pr. Pfd. Packet 22 Pfge. Zu haben bei <-ebr. Adami. 924 Carl Scholie II 1377f Tin «der, Zahr att (engl. Raffe), ist zu verkaufen bei __»h. Schwa« 1 Gießen- 1376s 4 inne« Aagdtz»«he iu per, kaufen.___________.Solmfer Hof Durch Bekanntmachung vom 1. ds. Mts. fordert die Deutsche Hy pothekenbank in Meiningen die Besitzer ihrer 4proc. Pfandbriefe ii Janmar Juli-Coupons auf, ihre Stücke zum Zwecke der ZinSherab setzung auf 31/i Procent bis längstens 5. März l. I. einzureichen. Dre Bank sichert den Besitzern dieser zur Einreichung und Abstempelung gelangenden Pfandbriefe die Fortdauer der 4procentigen Verzinsung bis zum l. Januar 1898 zu, während diejenigen Stücke, welche bis zum 5. März 1895 nicht zur Abstempelung kommen, vom 1. April 1896 ab der Kündigung unterliegen. Als officielle Conoertirungsftelle der Deutschen Hypothekenbank bin ich in der Lage, die Abstempelung obiger Pfandbriefe kostenfrei zu ver- Mitteln und ersuche die Besitzer um baldigste Zustellung ihrer Stücke mit Couponsbogen, von denen der Coupon per 1. Juli 1895 zu trennen und zurückzubehalten ist. Gießen, im Februar 1895. 441g ___ Aron Heichelheim. Der i« der Nummer 39 vom 15. »ebr«ar nochmal» erfalgtr «bdruck der frühere« vekan«tmach«ng vom 15. Januar 1895 beruht a«f einem »ersehen der Expedition. Ausverkauf wegen 70» Geschäfts-Aufgabe. Den Rest unseres Waarenlagers verkaufen zu nochmals bedeutend ermässigten Netto-Preisen, Buckskin-Reste und zurückgesetzte Dessins unterm Einkaufspreis. Gebrüder Scheel. In jeder deutschen Familie sollte die „Thierbörse" gehalten werden; denn die .Tbierbörse", welche im 8. Jahrgang in Berlin erscheint, ist unstreitig da» Interrffanteste qiach- und -familtendtatt Deuischland». Für Jeden tn der Familie: Mann. Frau unb ckind ist in j der Nummer etwas enthalten, was interessirt. Für nur 7b Pfg. pro Vierteljahr abonnirt man IW bd der nächsten Postanstalt, wo man wohM, aus die „rhierbörse" und erhält für diesen geringen Brei» jede Woche Mittwochs.7 1 grati-: Den öandwirthschafUichen und industriellen Central'Änzeiger 2. gratis: Die International! Pflanzenbörse: 3. grati-: Tie Naturalien, und Lehrmtttelbörse; 4. gratis: Tie tkaninchenzeilung; 5. arafift: Das illustrirte UMer Haltung» blatt (Romane Nooellen, Beschreibungen,Rälhselu s ro. u. s. w)' 6. grati«. »llg-meine Mittheflungen über Land- und Hau-roirthschaft und 7. grattS: Monatlich zweimal einen ganzen Bogev eine- bochintereffaMen, fachwiffenschattlichen Werke-. «ein Blatt Deutschlands bietet eineklche Reichhattigkeit an Unterbaltun, und Belehrung. Für jeden Thier- und Pflrnzenltebhaber, namentlich aber für Tbier,üchter Thierhändler, Gutsbesitzer. Landwinhe, Forstbeamten, Gärtner, Lehrer rc. ist die Td^-rbörse unmtbehrlich. Alle Postanstatten in allen Ländern nehmen ,eden Tag Bestellungen auf die .Thterbörse' an, und liefern die im Quartal bereits erschienenen Nummern für 10 Pf P^rto prompt nach. Man abonnirt «ur bei der nächsten Postanstatt, wo man wobnt. •t*«rtioe Ä vchevda. - Druck und Verlag der B'ühl sch« Druckerei (Fr. 6|r. Pietsch) te Gieße»