swahl W-Mikelo tten te-Fabrik, ^nsstattM^. Till den elegantesten emK ä Roth, /Geschäft Er. 30. Waicknk Mnz. n nm 1. Oetobtt ■ stelle unserer Färbe» aben. Alles wird \* wi: « mffti -•« i Statt „ -ü WafH1' («ff1 Nr. 245 Der chtehener Znjeiger nldjrint täglich, mit AuSnahmr bei Montag». Die Gießener A«mitiendtä1ter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal deigelrgt. Erstes Blatt.________Freitag den 18. October Gießener Anzeiger Generat-Mnzeiger. ISO» ——————- Vierteltäbriger AöonncmcntspretLI 2 Mark 20 Pfg. mit Bringrrlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. lNedaction, LxpcditioK und Druckerei: KchukKrahe Ar.7. Fernsprecher 51. Anrts- unb Anzeigeblertt für den Krek Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für bm sorgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Corrn. 10 Uhr. Gratisbeilage: Gießener Kamitienßlätter. All: Annoncen-Bureaux de» In» und Au»lande» nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. betreffend ConceffionSgefuch der VerficherungS-Actiengesellschaft „SecuritaS" in Berlin. Der Versicherung-Actien-Gesellschaft Securitas in Berlin ist laut Verfügung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 8. October 1895 die Erlaubniß zum Geschäftsbetrieb im Großherzogthum unter den üblichen Bedingungen auf Widerruf erthetlt worden. Der GefchäftSkreiS der Gesellschaft umfaßt Unfall- und Haftpflichtversicherungen aller Art, sowie Versicherungen von Gebäuden, Mobilien und Maaren gegen Wasserleitung-- schäden. Gießen, den 15. October 1895. Großherzogliches KreiSamt Gießen. v. Gagern. Neueste 2lad>ric$tett» WolffS telegraphisches Correspondenz-Buremr. Berlin, 16. October. Die erweiterte wiffenschaftliche Deputation für Medtcinalwesen eröffnete heute ihre diesjährige Sitzung unter Leitung' des DireciorS der Medt- cinalabtheilung im CultuSmintstertum, Bartsch. Gegenstand der Berathung ist die Wohnungshygiene, welcher Frage die Verwaltung in erhöhtem Maße Aufmerksamkeit zuwendct. Die Deputation wird darüber zu entscheiden haben, auf welche Weise die Grundsätze der WohnungShygiene auf gesundheitSpolizeilichem Wege in die Praxis sich umsetzen lassen. Straßburg i. E., 16. October. Die „Straßb. Post" schreibt: Der kaiserliche Statthalter wird sich heute Nachmittag nach Metz, bezw. nach Schloß Urville zum Kaiser begeben. Bürgermeister Back erläßt einen Aufruf an die Bürgerschaft, worin er die Ankunft des Kaiserpaares ankündigt und die Bürgerschaft auffordert, für eine festliche Schmückung der Häuser Sorge zu tragen. Urville, 16. October. Der Kaiser begab sich heule früh 8 Uhr über Noveant nach Corny, stieg daselbst zu Pferde und beritt die um Metz gelegenen Schlachtfelder. Die Kaiserin fuhr mittels Sonderzuges nach Amanweiler und von dort zu Wagen nach St. Privat und Gravelotte, wo nach dem Zusammentreffen mit dem Kaiser ein gemeinschaftliches Frühstück im Zelte eingenommen wird. Nach dem Frühstück kommt die Kaiserin nach Metz, während der Kaiser weitere Schlachtselder besichtigt. Der Kaiser trifft in Metz gegen 4 Uhr ein und dintrt im Kreise des OffiztercorpS des Königsregiments Nr. 145. Die Abfahrt von Metz nach Urville erfolgt Abends 8 Uhr, während die Kaiserin bereits um 5 Uhr 35 Min. in Urville wieder eintreffen wird. Gravelotte, 16. October. Ihre Majestät die Kaiserin wurde in Amanweiler, wo die Schuljugend aufgestellt war, von dem BezirkSpräfidenten und dem KreiSdirector empfangen. Von Amanweiler begab sich Ihre Majestät die Kaiserin über Saulny dtrect nach Metz. Alle Ortschaften, welche Ihre Majestät passirte, waren festlich beflaggt. Gravelotte, 16. October. Seine Majestät der Kaiser kam kurz nach 12 Uhr zu Wagen durch Gravelotte. Zur Linken Seiner Majestät saß der commandtrende General des 16. Armeecorpö Graf v. Haeseler. Der Wagen wurde von einer EScadron deS 1. Hannoverschen Dragoner-RegimrntS Nr. 9 eScortirt. Bei dem Eintreffen Sr. Majestät wurden Böllerschüsse gelöst, während die Glocken läuteten. Die zahlreich anwesende Menschenmenge und die zum Empfange ausgestellte Schuljugend begrüßten Se. Majestät mit lebhaften Hurrahrufen. Se. Majestät der Kaiser fuhr zuerst nach dem AuSsichtsthurm, kehrte dann hierher zurück und begab sich zu dem Katser-Wilhelm-Gedenkstein. Agram, 16. October. Der RechtShörer Frank war gestern Nacht wegen Jnsultirung der ungarischen Fahne mißhandelt und zur Polizeistation gebracht worden, wo ihm die Wunden verbunden wurden. Um Revanche zu nehmen, zogen heute Vormittag 33 Juristen mit der UniverfitätSfahne nach dim Jellaeichplatze, wo eine mitgebrachte ältere ungarische Fahne öffentlich verbrannt wurde. Konstantinopel, 16. October. Das armenische Comitv hat gestern in Galata und Stambul aber- mals die Sperrung jener armenischen Geschäfte herbeigeführt, welche in den letzten Tagen geöffnet worden waren. Heute wurde das Gleiche in Pera ins Werk gesetzt. In der Kirche in Pera haben neuerdings wieder 150 und in Galata 60 Flüchtlinge Zuflucht gesucht. Der Grund hierfür liegt, wie officiöS auSgrführt wird, in einigen in den letzten Tagen vorgekommenen Zusammenstößen tu den Borstädten von Stambul und am Goldenen Horn, in Kasfimpascha und HaSken, deren Opfer sich nach der Zahl noch nicht genau feststellen lassen. Außer auf diese unbedeutenden Vorgänge ist die neue Flucht in die Kirchen hauptsächlich auf die Erwerbslosigkeit und Obdachlosigkeit der bedrohten armen Klaffen, ferner auf die Furcht der in den türkischen Vierteln vielfach iso'.irt Wohnenden, zuletzt auch auf die ad hoo gerichtete Agitation deS armenischen ComitöS zurückzusühren, besten ungeschwächt fortgesetzte Tbätigkeit auch aus anderen Anzeichen bestimmt hervorgeht Auch unter der türkischen Bevölkerung hält die aufgeregte Stimmung an, hauptsächlich infolge der alarmiren- den Gerüchte, so z. B. über bevorstehende große Zugeständ- niste an die Armenier. Auch werden immer noch Plakate an den Mauern und Straßenecken gesunden, die eine sehr aufgeregte Sprache führen. In den letzten Tagen wurden abermals Verhaftungen und zwar auch unter Türken vor- genommen. Depeschen deS 8uri«u .Herold". Berlin, 16. October. Wie die „Post" erfährt, dürfte die Wiederbesetzung der Stelle eines UnterstaatSsecretärS für Justiz und CultuS in Elsaß-Lothringen kaum vor Ablauf dieses Jahres erfolgen. Auch dürften alle Meldungen über die in Aussicht genommenen Personen auf Combinationen beruhen. Bankdirector Dr. Petri dürfte für diesen Posten kaum in Betracht kommen. Berlin, 16. October. Heute Vormittag 9 Uhr hat Fürst Lobanow die Rückreise nach Petersburg angetreten. Der russische Botschafter und daS gesammte Botschaft-personal gaben ihm daS Geleit bis zum Bahnhof. Berlin, 16. October. Das Staatsministerium trat unter dem Vorsitz des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe heute Mittag 2 Uhr zu einer Sitzung zusammen. Berlin, 16. October. Die „Post" schreibt: Unter den Vorlagen, welche dem Colonialrath in seiner bevorstehenden Session zugehen werden, dürste sich auch eine solche über daS Auswanderungswesen befinden. Wie bekannt, hat der Colonialrath schon im vorigen Jahre, als dem Reichstage ein Entwurf über die Auswanderungsfrage zugegangen war, dazu Beschlüsse gefaßt, welche dahin gingen, daß die Auswanderung nach den Schutzgebieten nicht mit den Auswanderungen nach fremden Ländern gleich behandelt werden sollten. Berlin, 16. October. Gegenüber den anzweifelnden Bemerkungen einiger Blätter betont ein Berichterstatter heute nochmals, daß in der That 1242 Briefe und Aktenstücke Hammer st eins in 14 Mappen aufbewahrt werden. Die Mappen tragen folgende Aufschriften: Privatcorrespondenz, Carlell, Umsturz, Bielefelder Wahl, Kreis- und Provinzial- Feuilleton. Frankfurter Lhealerdrirsr. (Originalbericht für den „Gießener Anzeiger".) (Nachdruck verboten.) MaScagni und die italienische Oper. Dr. M. Die Ankunft der italienischen Operngesellschaft deS Teatro lirico Sonzagno in Mailand und die dreitägige Anwesenheit MaScagniS haben alle musikenthusiastischen Ge- müther in hohem Maße angeregt. Frankfurt a. M. theilt nunmehr mit Wien und Berlin die Ehre, den jungen, in so kurzer Zeit zu sabelhafrem Ruf gelangten Componisten, als Dirigent seiner Werke gesehen zu haben! P i e t r o M a s c a g n i hat ein vortreffliches Photographie- gesicht. So wie er da am Notenpult vor uns stand, die jugendlich elastische Gestalt, den von prächtigem, aber keines« wegS wildem Haarwuchs bedeckten Kopf, auS dem zwei Feueraugen blitzen, in jeder Bewegung concentrirt auf das Spiel im Orchester und auf der Bühne — so hatten ihn vnS die verschiedenen Musikzeitungen und illustrirten Journale bereits treu überliefert. Man stand keinem neuen Eindruck gegenüber, man fand bereits Aufgenommenes nur bestätigt. Und seitdem MaScagni in Wien sich vorgestellt, weiß man ja auch in deutschen Landen ganz genau, wie er sein Werk, daS ihm zu einem Weltruf verhalfen, im Ganzen und Einzelnen behandelt wissen will, wie er die Tempi nimmt, wie er die Nüancen in den Chornummern herauSarbeitet und wie er das berühmte, meist da capo verlangte instrumentale „Zwischenspiel" leitet. Alles dieS find unS demnach zum Theil bekannte Dinge. Wie eine Offenbarung wirkt MaScagni nicht, aber als ein sehr lesenSwertheS Capitel auS der neuen, sagen wir aller- neuesten Operngeschichte. „Wie waren wir wagnermüde und abgeleitmotivirt — als uns die „Cavalleria rusticana“ erfrischte!" Oft genug Hal man diesen Ausspruch hören können. Jetzt vielleicht nicht mehr in diesem Sinne. Denn man kann MaScagni und seine Schule, so schmeichlerisch sie zuerst auch unsere Phantasie umfängt, rascher müde werden als irgend eine Musik, die auS dem Norden stammt und unsere Gedanken in strenge Mitarbeit zieht. Denn die Empfindungsbahnen, die sie einschlägt, bewegen sich in dem gleichen üppigen, aber monotonen Melodienfluß. Die Sonne Italiens lacht über allen diesen Gebilden — das läßt sich nicht leugnen. Man schließt die Augen und man glaubt sich im Geist zu jenen seligen Fluren entrückt, über die azurne Bläue erglänzt und die in einem betäubenden Orangen- blütheudust schwimmen. Aber auf die Länge wirkt diese Musik erschlaffend. Man bekommt auf einmal Sehnsucht nach einem kräftigen Windstoß, wie er die nordischen Ebenen durchjagt, nach deutschen Gewitterregen im Frühling und nach dem harzigen, kräftigen Duft unserer hetmifchen Tannenwälder ! Arm im Vergleich zu Mozart und Wagner ist die Palette MaScagniS. Das zeigte sich gerade jetzt, wo seine Tonkunst sich zu der eines verwandten Meisters, Coronaro, gesellte. Genau aus dem nämlichen Farbentopf ziehen beide ihr Colorit. DaS „Festa a Marina“, welches am Montag an die Spitze des Programms trat, hätte ebenso gut von MaScagni herrühren können, denn eS arbeitet mit den nämlichen Motiven und stellt sich auch textlich, insofern als eS auf die übliche Mefferaffaire hinauöläuft, in dieselbe Kategorie. DaS Vorspiel und ein eigenartiger Frauen-Spottchor, der von den Damen deS Ensembles höchst reizvoll gesungen wurde und deshalb auch wiederholt werden mußte, prägen sich dem musi« kalischen Gedächtniß am lebhaftesten ein. Vierzig Minuten Spielzeit nimmt baß Merkchen in Anspruch. Die zweiactige Oper „Stlvano" MaScagniS hätte vielleicht ihr Glück gemacht, wenn sie vor der „Cavalleria“ erschienen wäre. Im lyrischen EmpfindungSgehalt gleicht sie ihr, hat aber nicht deren krästige dramatische Schlager. Es fragt sich sehr, ob die in „Silva no" abgelagerten melodischen und harmonischen Erfindungen zum Bau einer größeren Oper auSreichcn würden. Zwischen vier Personen, von welchen der Tenor und der Bariton ob des Mädchens willen in leidenschaftliche Eifersucht gerathen, spielt sich auch hier die etwas dürftige Handlung ab. Ein Frauenchor und ein instrumentales Zwischenspiel, daS aber bei Weitem nicht an so günstiger Stelle steht wie daS berühmte der „Cavalleria“, hatten bet dem Publikum daS meiste Glück. Die Nerven der Hörer waren bereits etwas abgespannt, als in vorgeschrittener Stunde MaScagni den Tactstock zum Beginn der „Cavalleria“ hob. Was könnte man noch Neues über dies Werk und feine künstlerischen Qualitäten sagen?! Characteristtsch für die Truppe deS Herrn Sonzogno ist, daß fie die Oper ganz im Stil eines Volksstücks bringt, ohne Anwandlungen zum Kothurn, zu hohem Pathos. Wir haben schon weit großartigere Darstellerinnen der „Santuzza" gesehen, z. B. Frau Schröder-Hanfstängl tn Frankfurt a. M, aber die Signora Elisa Frandin, welche nicht einmal eine besonders starke Stimme befitzt, mit der sie in dem Gebet „Preisen laßt uns den Herrn, der erstanden . . ." die Chormaffen übertönen könnte, ist tn jeder ihrer Gebärden daS echte Mädchen auS dem Volk, und ebenso ist der Turridu deS Signor Vincenzo Bieletto der richtige Dorf-Stutzer. Weniger gefielen uns der zu phlegmatische Alfio und die gar nicht anmuthige Lola. Ein Hauptanziehungspunkt der Gesellschaft sind die sich breit und glanzvoll entfaltenden Chöre, tn denen wirklich südliche Wärme pulfirt. Chordirector Aristide Venturi nahm denn auch an den Ehren des Abends gebührenden Antheil. Gleichfalls in dieselben hineingezogen wurde Signor Rodolft Ferrari, der schneidige Dirigent von „Festa a Marina“ und TagS zuvor von der „Pagliacci®. Für MaScagni fehlte eß nicht an Lorbeerspenden und zahlreichen Hervorrufen. Ueber dem gut besetzten Hause lag während der drei Abende eine festliche Stimmung, und der künstlerische wie der pecuniäre Erfolg dieses Gastspiel- engagementS hat wieder einmal dargethan, daß Intendant Emil Claar einen sicheren Blick für das Zugkräftige befitzt. Synode, Tabaksteuer ufro. Dieselben enthalten Lorrespon- decizen verschiedener Excellenzen, hervorragender (namentlich conservativer) Abgeordneten und vieler einflußreicher Personen. Eine der Mappen trägt die Aufschrift „Duell Eugen Richter" und birgt mehrere Briefe von sehr bekannten politischen Persönlichkeiten. Die Mappe: „Antrag Hammerstetn" enthält tiver hundert Briefe von meist evangelischen Geistlichen sowie Zustimmungsadressen mit mehreren tausend eigenhändigen Unterschriften von Pfarrern, Bankdirectoren, Offizieren, döheren Beamten und Privatpersonen auS allen GesellschafrS- klaflen bedeckt. Bezüglich der Veröffentlichung der Briefe seien namhafte Juristen zu Rathe gezogen worden, die zu d>m Schluß kamen, daß eine Veröffentlichung auS preßgcsetz- l'chen Gründen unterbleiben müsse, da in den Briesen Auslassungen enthalten seien, die nicht einmal im Reichstage unter dem Schutz der Redefreiheit wörtlich wiedergegeben werden dürften. Berlin. 16. October. Ein parlamentarischer Correspon« dent schreibt: Eine der parlamentarischen Hauptact-onen wird sich beim Zusammentritt des Reichstags den Bestrebungen auf Reform der Börse zuwenden. ES verlautet, daß die Regierung sich mit der Absicht trägt, den vorjährigen Entwurf dem Reichstag wieder- vorzulegen. Leipzig, 16. October. Die Voruntersuchung in Sachen des Spionage-ProcesfeS ruht vorläufig noch in Händen des hiesigen LandgerichtSdirectorS Bartsch. Die Meldung, daß der kürzlich nach Leipzig tran-portirte Buchhalter Apfelbaum auS Essen schon dem ReichSanwalt vorgeführt sei, beruht auf Jrrthum. Der ReichSanwalt hat mit der Sache gar nichts zu thun, denn der erste Staatsanwalt des Reichsgerichts, welcher darüber bestimmt, ob die Sache überhaupt das Reichsgericht beschäftigen wird, hat noch keinen Beschluß darüber gefaßt, dies wird erst geschehen, nachdem die Acten vom Untersuchungsrichter dem Reichsgericht ein- gereicht worden find. — Die Angelegenheit des Fuchsmühler Aufruhrs ist jetzt beim Reichsgericht zur Revision eingereicht und wird demnächst vor dem ersten Strafsenat verhandelt werden. Budapest, 16. October. In einer gestern Nachmittag von ungarländtschen Rabbinern abgehaltenen Eonferenz wurde mit allen gegen eine Stimme die Einsegnung gemischter Ehen abgelehnt. Parts, 16. October. DaS Soc^alistenblatt „Republique Fran^aise" tbeilt mit, Kaiser Wilhelm habe sich durch t-m Generalstab ausführlich Bericht erstatten lassen über die Expedition auf MadagaScar. Dieser Bericht deS GeneralstabcS soll die Organisationen deS KriegSministerS scharf kritisiren. Auch über den gewählten Weg soll der Bericht sehr streng lauten, doch ertheilt er dem General DucheSne großes Lob und spricht sich über die Leistungen der französischen Artillerie sehr anerkennend auS. Loudon, 16. October. Die Regierung erhielt in dieser Nachl die officielle Bestätigung der Ermordung der Königin von Corea. Loudon, 16. October. „Daily News" meldet auS Konstantinopel, daß am 9. October in Rcklssar 50 Armenier 8 ctödlet und zahlreiche verwundet worden sind. Nur 14 Leichen wurden begraben, die anderen wurden in die Brunnen geworfen. Agram, 16. October. Nachdem der Kaiser gestern die serbische Kirche besucht hatte, kam eS in derselben zu Raufereien zwischen Croaten und Serben, die sich auch auf die Straße ausdehnten. Der Kaiser mußte auf seiner Rundfahrt eine Hauptstraße meiden, weil dieselbe von der Gendarmerie vollständig barrlkadirt war, um die Tumultuanten aufzuhalten. Konstantinopel, 16. October. ES herrscht neuerdings große Panik. In den letzten Tagen fanden in allen Stadtbezirken wiederum Zusammenstöße statt. Viele Tobte und Verwundete sind zu verzeichnen. Die Kirchen find wiederum mit Flüchtigen angefüllt. Die Polizei ist gänzlich machtlos. WB- London, 17 October. Nach einer Reutermeldung aus Shanghai von heute fand gestern eine Explosion auf dem Truppentransportschiff „Kungpai" nahe bet Kiuchau statt. 600 Personen sollen getödtet sein. Der Krieg von 1870|71, »eschUdert durch Ausschnitte auS Zeitung»-Nummern jener Zeit. (Nachdruck verboten.) 18. October. Victor Hugo ist m t einem Manifest gegen die deutschen Truppen ins Feld gerückt. Hören imr einige seiner Phrasen: „Wir find nur noch ein einziger Franzose, ein einziger Pariser, ein einzige» Herz, eS gibt nur noch einen einzigen Bürger, der seid Ihr, der bin ich, der find wir alle. Wo die Bresche sein wird, da werden unsere sämmtlichen Brüste sein. . . . Widerstand heute, Befreiung morgen. Darin liegt alle». Wir find nicht mehr von Fleisch, sondern von Stein. — Ich kenne meinen Namen nicht mehr, ich heiße Vaterland! Front gegen den Feind! Wir alle heißen Frank- reich, Parts, Mauer!" Mieten, btn 17. October 1895 •* Kriegerdenkmal. Auf morgen Abend ladet der provisorische Ausschuß für Errichtung eines Krieger- den km als zu einer allgemeinen Versammlung ein. ES ist angesichts dieser Ver»ammlung notdwendig, vorher einige weitverbreitete, mit Hartnäckigkeit stet» wiederdoltc Behaup- lungen zu widerlegen, die von «niang an gemacht worden find, um das schöne Vorhaben von vornherein bei unserer Bürgerschaft in Mißkredit zu bringen und dessen Verwirk lichung zu vereiteln. SS wird behauptet, ein solches Denkmal sei ja bereit» vorhanden, die Errichtung eine» zweiten sei deshalb überflüssig. Der Obelisk auf dem Friedhof ist kein Kitegerdeukmal, sondern lediglich ausweislich seiner Inschriften ein Grabstein für die auf dem Friedhöfe begrabenen deutschen Soltaten/ lediglich zu Ehren dieser den verschiedensten Truppentheilen und Provinzen angehörigen, hier gestorbenen Kämpfer ist da» schlichte Denkmal errichtet, Fein Stein, kein Erz dagegen ist bis heute in unserer Stadt geschaffen, bei unseren Nachkommen in ehrendem Gedächtniß die Namen aller der Söhne unserer Stadt lebendig zu erhalten, die den rühm- und erfolgreichsten aller Kriege mit- durchgekämpft haben, den die an Kriegen reiche Geschichte unsere- Volkes zu verzeichnen hat. ES hatte sich im Jahre 1871 ein Comitö für Errichtung eines solchen Denkmal- gebildet — Acten hierüber sollen auf hiesiger Bürgermeisterei sich befinden — die Anregung verlief im Sande, ruhte mehrere Jahre lang, eS wurden zwar Entwürfe von Herrn Proseffor v. Ritgen und Herrn Director Bergen ein- gefordert, kamen jedoch nicht zur Ausführung und eS blieb schließlich bet Eirtchtung deS Denkmals für die lobten. Sorge ein Jeder an seinem Platze dafür, daß die neue Anregung nicht demselben Schicksal anheimfalle, trage auch ein Jeder sein Scherflein dazu bei, daß auch in unserer emporblühenden Stadt bald ein schönes Denkmal Zeugniß für fernste Z-iten davon ablege, daß die Zeitgenossen würdig gewesen sind des durch den großen Krieg Errungenen, daß sie bei dem Bestreben, wirthschaftlich auszunutzen die durch die Machtstellung des neuen Reiches erlangten Vortheile, nicht der DankeSpfltchten vergessen haben gegen die, die ihr Leben eingesetzt haben, um den Traum unserer Väter nach einem mächtigen deutschen Kaiserreich zu verwirklichen. Den Streitern deS Jahres 1870 haben wir eS mittelbar zu verdanken, daß unsere Stadt sich so herrlich entwickeln konnte in jeder Beziehung, ihnen gebührt deshalb ein Ehrenstein auf dem schönsten Platze der Stadt. Noch kann sich ein »roßer Thetl der Krieger der Ehrung freuen, noch ist es für diese Ehrenschuld nicht zu spät, seien wir nicht säumig! Hanfe« Soiree. Der heute Abend dahier im „Gießener Festsaal" eine Vorstellung gebende Herr Prof. Karl Hansen auS Kopenhagen gehört unstreitig zu den ersten Hypnotiseuren der Gegenwart. Seine Leistungen sind geradezu bewunderns- werth und lassen alles weit hinter sich zurück, was auf diesem Gebiete dem Publikum geboten zu werden pflegt. Mit einer Sicherheit, die manchmal etwas Verblüffendes hat, vollführt er die schwierigsten Experimente und beinahe nie kommt eS vor, daß ihm einer seiner Versuche mißlingt. Durch eine einfache Handbewegung, durch ein paar leise gesprochene Worte weiß er ein „Medium", welches er als geeignet für seine Zwecke erkannt hat, sofort zu allem zu bewegen, was er von ihm wünscht. Ohne nach rechts oder links zu schauen, leistet ein von Herrn Hansen in Hypnose Versetzter jeder Aufforderung deS Hypnotiseur» Folge, ohne einen Moment zu zögern, stellt er einen Schuldschein auf eine beliebige Summe aus, die ihm vorgesagt wird, oder tanzt er im Saale hei um. In der Tagespresse sowohl, rote auch in Fachzeitschriften ist schon so oft und nachdrücklich auf die überraschenden Leistungen Herrn Hansens als Hypnotiseur hingewiesen worden, daß es beinahe überflüssig erscheinen muß, noch viel darüber zu sagen. Keiner der Hypnotiseure und Gedankenleser, welche in letzter Zeit Gießen besuchten, bot auch nur annähernd da-, was Herr Hansen bietet. Seine Vorführungen sind auch von hohem wissenschaftlichen Werth. ** Erweiterte Haudwerkerschole. Wir wollen nicht unter- assen, auch hier darauf hinzuweisen, daß in unserer Er- weiterten Handwerkerschule für die tüchtige Ausbildung des Gewerbestandes recht viel Gelegenheit geboten wird. Bei der gegen Ostern ds. Js. entrirten Ausstellung m Schulhause konnten wir uns überzeugen, welche Viel- eitigkeit im Unterrichtsstoff gepflegt wird und haben wir einerzeit besonders darauf hingewiesen, daß ein fleißiger Schüler sich eine Summe von Kenntnissen sammeln kann, die sein späteres Fortkommen wesentlich unterstützen würden. Man versäume deshalb diese, insbesondere für unsere Stadt o günstige Gelegenheit nicht, dem Sohne dasjenige Wissen und Können mit auf den Weg zu geben, ohne das er nun einmal nicht mehr gut existiren kann. ♦* Wechfelstempelsteuer. Im OberpostdirectionS- Bezirk Darmstadt wurden im September 1895 an Wechsel stempel st euer 11,765.60 Mk., zusammen mit den Vormonaten (ab 1. April 1895) 75,969.40 Mk. vereinnahmt, oder 348.90 Mk. weniger als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. ** Jagd. Vom 15. October ab ist die Jagd im ganzen Grohberzogthurn auf weibliches Rehwild wieder er- öffnet, dieselbe dauert aber nur zwei Monate und wird am 15. December schon wieder geschlossen. — Mit dem vorgestrigen Tage hat auch in dem Gebiete des RhkineS und >eS Maines und deren Nebenflüssen die Winterschonzeit ür Fische ihren Anfang genommen. ** Der Gießener Cigarrendieb nod Einbrecher Pütz vor Bericht. Der Zimmermann JuUuS Briddigkeit von Darm- tadt erkannte ein Stemmeisen, welches nach dem Diebstahl bet S'mon Laubenheimer in Darmstadt am Orte der That gefunden wurde, als ihm gehörig an. Bei Schuwer in Bingen fielen dem Pütz außer 66 Kästchen Cigarren ein Paar neue Stiefel in die Hände, die der Thäter alsbald anzog. Die 30 Schinken, welche Pütz und Zimmermann in Wiesbaden holten, wurden aus dem Keller geholt, in welchen ble Diebe kamen, nachdem fle die Thüre mit einem Stemm e>fen erbrochen hatten, welches sie liegen ließen. Der Dieb tadl bet dem Cigarrenfabrikanten Simon Laubenheimer muß ehr spät stattgefunden haben. Der Bestohlene war ziemlich pät nach Hau'e gekommen, hatte damals aber noch nichts Außci gewöhnliche» bemerkt. Bon den gestohlenen Cigarren wurden später bei Frohndöser» in Mainz gefunden. Joseph Laubenheimer erinnert sich, daß kurze Zeit vor dem Dieb tabl ein Herr zu ihm tnfl Geschäft kam und sich als stellenloser Kaufmann vorstellte. Beim Weggehen sah sich derselbe auffallend um. Er glaubt, daß Pütz der Mann war. 1 Der Diebstahl war mit einer Leiter vom Garten de» Herr« Df. Rieger verübt worden, wie der Crimir.a'.schutzma,i« Lindemann feststellte. Im ©arten de» Herrn Dr. Ritg r war eine Kiste Cigarren sowie ein Stemmeisen zurückgedlilden. ES scheint, daß zwei Personen den Diebstahl oornahmea. Wegen vorgerückter Zeit wurde nun eine Mtttagpause gemach^ Nach derselben fand die Vernehmung eine» durch Krankheit verhinderten Zeugen durch einen beauftragten Richter statt. Pütz/ der wohl noch Gelegenheiten zum Entwischen sucht, beantragte, dabei zugelaffen zu werden. Da» Gericht lehnte dies jedoch ab. An die Vernehmung reihte sich noch ei* kleine S'tzung, welche jedoch keine sehr erhebliche Momen« zu Tage förderte. In Kastel wurden aus einer Bill, verschiedene Gegenstände entwendet. Pütz bestreitet, de, Diebstahl „gemacht" zu haben, Zimmermann, der mitgeholfe, haben soll, leugnet die» und giebt an, in Kastel sei Pütz einmal zu ihm gekommen und habe gesagt, er sei wo gewesen, eS sei aber nichts da. Die Verhandlung scheint Pütz sehr zu interesfiren. Während das Gericht die Verlesung deS Protocolls eine» auswärts vernommenen Zeugen nicht für erforderlich erachtete, äußerte Pütz den Wunsch, benfelben kennen zu lernen. Seinem Verlangen muhte entspräche« werden. Bei dem Cigarrenfabrikant Wenck zu Darmstadt wurde im Februar 1895 eingebrochen. Dabei käme« 1800 Stück Cigarren im HerftellungSwerthe von etwa» Über 51 Mk. weg. Außerdem verschwanden auS einem Garten- | Hause eine grüne Decke und Vorhänge. Weil damals hoher Schnee lag, sah man am Morgen nach der That drei Fußspuren. Auch bei dieser That hatten die Diebe einen Meisel liegen lassen. Beim Einsteigen in die Fabrik vom Garten au» rutschte etn Einbrecher ab und fiel in daS leider festgefroreve Woflerreservoir. In der Fabrik war wohl nur Einer ge- wesen. Dieser war augenscheinlich sehr wählerisch. Er rauchte im ersten Raume eine Cigarre und stahl nicht». Erst im Lagerraum griff er zu. Pütz erklärte sich bereit, zu sagen, wie eS gegangen sei. Unter Heiterkeit gab er zu, inS Wasserloch gefallen zu sein. Er habe den Diebstahl allein verübt, daS Bellen eine» HundeS habe ihn veranlaßt, ein Päckchen liegen zu lassen. ! Der Zeuge Wenck behauptet bestimmt, daß die eine Spur von einem zierlichen kleinen, seiner Ansicht nach von einem ! Frauensuß herrührte. Im Juni 1894 fei schon einmal tn der Fabrik eingebrochen worden. Damals fei wohl derselbe Dieb thätig gewesen, derselbe habe damals nur ein einzige» Packet mitgenommen. DaS Anschlägen der Hunde habe th, verscheucht. Bei dem zur Anklage gestellten Einbruch hätten überall Fede>n gelegen. Pütz erklärte die» dahin, daß er einen Sack benutzt habe, in dem Federn waren. Wohin die im Gartenhause entwendeten Sachen gekommen seien, will Pütz nicht wissen. Dieselben find bei der Frohnhöser erhoben worden. Mit welcher GcmüthSruhe der Dieb arbeitete, geht daran» hervor, daß derselbe in der Fabrik seine Noth- durst verrichtete. Der Criminalschutzmann Bär ist fest überzeugt, daß Mehrere den Diebstahl verübten. Der alte Frohn- Höfer hat ihm, al» er bei ihm war, gesagt, Pütz habe öfter» Morgens früh Cigarren gebracht. Auch erzählte ihm der- selbe, Pütz habe tn Gießen mit Unterstützung eine» Portier» und in Bingen einen Diebstahl begangen. Frohnhöfer will nur von einem Diebstahl von 300 Mark gesprochen haben, im Uebrigen widerspricht er lebhaft, da feine Hehlerei damit erwiesen ist. In RüdeSheim ist im März im Rathhause ein» gebrochen worden. Dec Raub war nicht sehr bedeutend. Der Diebstahl wurde Nacht» verübt, die unteren Räume betrat der Dieb nicht, dort lag die Nachtwache. Bei der That verlor der Dieb eine Rechnung. Diese de war von I. Kreuz ausgestellt. Pütz g'bt den Einbruch zu und stellt fest, daß die Wachtleute geschlafen haben mußten, denn der eine Raum, in dem er war, befinde sich direct über der Wachtstube. Da weitere Zeugen biß jetzt nicht geladen wurden, hatte sich da» Gericht darüber schlüssig zu machen, ob der Zeuge Streng zu beeidigen sei oder nicht. Pütz, der gegen seine, früheren Commissionär sehr erbost zu sein scheint, beantragt die Beeidigung. Da» Gericht lehnt dieselbe jedoch ab, da Verdacht vorliegt, daß Streng sich der Begünstigung schuldig gemacht hat. N. H. B. t Lich, 16. October. In dem benachaarten Dorf-Güll gerieth ein 14 jährige» Mädchen mit der einen Hand in die Häckselmaschine, worauf diese in einzelnen Stücken vom Arme getrennt wurde. Da» so schwer verletzte Mädchen wurde in die Klinik nach Gießen verbracht. Krunberg, 15. October. Heute wurde da» neue Wasserwerk zum ersten Male versuchsweise in Betrieb gesetzt und damit Wasser in die Stadt befördert. Wie wir hören, ist die Probe zur Zufriedenheit ausgefallen, indem der neue Benzinmotor tadellos functionirte. Morgen, am ersten GallmarktStage, sollen auch einige bis jetzt schon fertiggestellte HauSleitungen dem Vernehmen nach probeweise mit Wasser versorgt werden. Darmft. Zig. § Crainfeld, 15. October. Unsere neue Wasserleitung wurde vorgestern eingeweiht. Am Abend vorher fand ein Zapfenstreich nebst Fackelzug statt, denen später Concert im Saale bei Gastwirth» Oechler folgte. Am Morgen deS Festtages gäbe» Weckruf vom Quellengebiet au», dazwischen donnerten Böllerschüsse. Um 1 Uhr Mittag» wurte ein prächtiger Feftzug ausgestellt, an welchem die Schuljugend, der Gemeindevorstand, Pfarrer, die Techniker, der Gesangverein und viele OrtSbürger sich beteiligten; der Zug bewegte sich unter Voraotrttt der Heutzenröder ichen Capelle nach dem Hochbehälter. Dte Eröffnungsrede hielt Herr Techniker Harer, die Festrede Herr Pfarrer Ful dat. Die Leitung hat eine Länge von 2'/, Kilometer, die Anlagekosten belaufen sich auf 2500 Mk. Herr Bürgermeister Schmalbach, drffeu wesentliche» Verdienst daS Zustandekommen der Wasserleitung ist, sprach hierauf Allen, die am Gelingen de» Werke» mitgearbeitet, seinen Dank au». ES folgte ein GesangSvortrag, und nach Rückmarsch tn den Ort •t nuten tr ® täanntltö Ufiozrn Herren ;jnimtll< tabenen sie ein tinnaf)D au6 D 11 Uh unö eil Sxrajii backe ui 3r durch zu Monta hause! 3' bei letzt oufbalte 5 bi» ' C Moni Pf bil Pi Ke Moni« ed aQ( Tiens e< n bentn, Arbeite polizeil sowie d nebenbei & T Derben bi« dahi mei ftbieti Un befindet f Mn, t krauihob und tzH >8c! 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Do i unteren Räume bene stwache. Bei der The >se be war von I. ßrtcj zu und stellt fest, des n, denn der eine M »er der Wachtstube. & chrn wurden, hatte wachen, ob der Zeugi M. der Wn \M in fein scheint, branmL nt biejette jebo* «»/' ter Sulnfil«™«^” 1 t benat-aeti" ®0''* |t bet einen W « einjelnett S ' Da« lo !»•« ** ®* :**«<«• leljui Jf' Ligte. ” «De4n,wlilt'al11; "f * i ®int . u® „ lvelttkn w |(f* ” feinlCi Id«'»» ' Ltitbber \» litt b!’Egirebe hl« Cie Rui»11 zs-h- (/inen ^6U >,n 0* allgevieine Unterhaltung und Tanz bei Gastwirth Oechler. Abends würd'- eii- Feuerwerk am Hochbehälter abgebrannt, Dermifd^es. • Hamburg, 15. October. Heut; früh 7 Uhr 45 Mi- niHen traf der erste Eisenbahnzug von Usingen hier ein. Die Locomotive war sinnig geschmückt, ebenso die 'ämmtlichen StationShäuser und Stationsorte, ganz besonders Usingen und Homburg. Nach 10 Uhr versammelten sich die Herren der Eisenbahn Directton Frankfurt und die Spitzen sammtlicher Behörden des ganzen O ertaunuSkreiseS und gr ladenen Gäste im neuen Stationsgebäude in Homburg, wo sie ein gemeinsames, von dem Kreise gespendetes Frühstück einnahmen. Der Regierungs-Präsident von Tepper«LaSkl auS Wiesbaden brachte das Hoch auf den Kaiser aus. Um 11 Uhr 5 Minuten setzte sich der Ex razug nach Usingen in Bewegung er bestand aus zwei geschmückten Locomotiven und elf Wrgen. In Friedrichsdorf wurden den Intasien des Ex-razugeS von Damen die berühmten Friedrichsdorfer Zivil« bocke und Wein credenzt. * Ufiugea, 15. October. Der Festzug kam hier um IV, Uhr an; er wurde auf allen Stationen durch Ansprachen der Bürgermeister, Musik und Gesang empfangen. An dem Festmahl im „Adler" werden 300 Personen theilnehmeu; darunter Regierungs-Präsident v. Tepper-LaSkt, Geh. Bau- rath Knoche, LandeSdirector Sartorius. * Berlin, 16. October. Heute Morgen 6>/, Uhr wurde in der Strafanstalt Plötzensee der Mörder drr Kaufmann« frau Mevert (Charlottenburg), der Schlächiergeselle Müller hin gerichtet. Auf dem Gange zum Schaffst sah Müller sehr bleich aus. Witterungsbericht vom 16. October. Ganz Europa steht heule unter dem Einfluß niederen Druckes, indem sich das Depr.snonSgebiet im Nordosten deS Erdthetls in süd westlicher Richtung fall über den ganzen Conttnent ausgebreitet hat. Ueber den brittscken Inseln ist das Barometer stark gestiegen und lagert im Nordwesten der Kern eines barometrtickrn Maximum« von ü.er 770 Mm. Außerdem zieh» ein schmaler Rücken hohen Druckes von Westsrankreick nack dem Mittelmeerhrcken. e*tatten*Ui»< «iummer Wolkiges, kühletz Weller mit zeitweisen Niederschläge«. Gottesdienst in der Synagoge. SomStag den 19. October: Vorabend 5<* Uhr, Morgens 9 Uhr, Nachmittags 3 Uhr, SabbathauSgang 6" Uhr. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft. Freitag Abend 5 Uhr, SamStag Vormittag 8« Uhr, Predigt, Nachmittag 3 Uhr, SabbathauSgang 6" Uhr. Wochengoitesdienst Morgens 6« Uhr, Abends 8 Uhr DOOOOQOOOaOOOODOOOOOOOOOOOOOOO 3 Velour, Kammgarn, Cheviots und Buxkin g 8 ä Mk. 1.35 pr. Mtr. Q O doppelbreit, nadolfertig, in solider Qualität, versenden in O Q einzelnen Metern portofrei in’e Haue D Q Tuchversandtgeschäft Oettinger&Co., Frankfurt a M. Q 3 —Muster-Auswahl umgehend franco.----- Mw 3G □00000000000000000000000000000 8635 8648 und Gebrauchsgegenftände. 8647 Das Berloofungs-Comit^ der landw. Ausstellung. Zimmer zu vermtethe« 8601 Wetzfteingaffe 19. mietben. der Gentner 3 Mk. 8650 8633] Ein gut erhalt. Kinderwagen zu verkaufen. Bleichstraße 12, Hinterh H H empfiehlt 88-11 H. Klotz, Mäusburg 17. 1.70, 1.80, 2.-, xk und 3176 Ergebenst E. Dittert, Lehrer der Tanzkunst. in Gießen: Fritz Egly, Brandplatz 10, WUV. Haas, Bleichstraße 21, Jaeob Häuser Ludwtgsstraße 36, August Noll II., Bahnhofstraße 51, «U L S. Wallenfels, Marktplatz 21. Verkauf von Vertlwsungogegknständkn. Dienstag, den SS. ds. Mts., Vormittags 10 Uhr, werden im städtischen Gerätheschuppe« auf Oswaldsgarten die bis dahin nicht abgeholten Gewinne gegen gleich baare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert. Unter den voraussichtlich zur Versteigerung kommenden Gegenständen befindet sich ein vollständiger Erntewagen, ein compl. zweispänniges Pferdegeschirr, eine Häckselmaschine, ein Pflug, eine Egge, eine Kelter, Koffer, Krauthobel, Weinkühler, Lampe, Meffer, Löffel und sonstige Haushaltung«. Dr. Oetkers Recepte gratis: 0,w Dr. Oetkers Backpulver 10 Pfg., Dr. Oetkers Crßme-Puddivg-Pulver 15 Pfg. bei ttebr. Adami. 7b23] Der seither vom («esrllsch fi-7- verein benutzte Weinkeller tst anderweit zu vermiethen. Wallthorstraße 24. Kaupeuleim empfiehlt Gust. Walter, 8643 Mäusburg 13. f. Aourüou «traf. Mokka „ „ „ sind stet« frisch zu haben in Vr, */» Ko -Packeten Bekanntmachung. In Gemäßheit des Art. 23 des Volksschulgesetzes bringen wir hierdurch zur allgemeinen Kenntniß, daß die Fortbildungsschule Montag, den Sl. October d. Js., im Stadtknabeufchul Hause beginnt und von da an wöchentlich zweimal abgehalten wird. Zum Besuche derselben sind alle Knaben verpflichtet, welche während der letzten drei Jahre aus der Volksschule entlasten wurden und sich hier aufhalten. Der Unterricht findet von 3 bis 5 Uhr Nachmittags, bezw. 5 bis 7 Uhr Abends statt. Es haben sich einzufinden -. Montag, den Sl. October, Nachmittags 3 Uhr: Alle schulpflichtigen Kaufleute, soweit dieselben nicht die kaufmännische Fortbildungsschule besuchen, Schreiber, Schristsetzer, Buchbinder, ©eomtier, Photographen, Graveure, Lithographen, Friseure, Sattler, Schneider, Kellner, Ausläufer, Gärtner, Bäcker; Montag, den 21. October, Abends 5 Uhr: Alle schulpflichtigen Maurer, Steinhauer, Zimmerleute, Dachdecker, Spengler, Schloster, Schreiner, Glaser, Weißbinder, Lackirer, Tapezierer, Mechaniker und alle sonstigen Bauhandwerker; Dienstag, den 22. October, Abends 5 Uhr: AlleMbrigen Schulpflichtigen. Unter Hinweis auf Art. 25 des Volksschulgesetzes, wonach Lehr- Herren, Dienstherrschaften und Arbeitgeber ihren Lehrlingen, Dienern und Arbeitern die zum Besuchender Fortbildungsschule nölhige Zeit bei Meidung polizeilicher Strafen einzuräumen haben, ersuchen wir die Genannten, sowie die beteiligten Eltern, Vormünder rc., den Schulpflichtigen von vorstehender Bekanntmachung rechtzeitig Kenntniß geben zu wollen. Gießen, den 17. October 1895. Für den Schulvorstand: Zwei Läden £',* in meinem Neubau, Marktftraße 29, zu vermiethen. LH. Getlfus. [7329 6422) Schön möbl. Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. Stdulgraite 7, II. n u fl M @ut mödtirles Parierrizimmer zu verm. «ründergergr. 31. per Pfund f. 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[8623 Heute und morgen: 8chmemeffeilch nicht ladenrein, pr. Pfd. 40 Pfg. Irische Krammelsvögei, Arisch geschossene Hasen, sowie Hirsch im Anschnitt Gnauth, Fuhr, Hahn, Oberbürgermeister. Oberlehrer. Htermiettiungen. 839^1 Schöne Wohnuua, 3—4 Zimmer mit allen B-quemlichk., sowie ein möbl- Zimmer zu verm. Marbuegerfte. 20. 5810] Schöne Wohnung, Alicestr. 16, im mittleren Stock, bestehend in sechs bis acht Zimmern, Gartenantheil und übrigem Zubehör, ist frei- (R>. Tilbereise« 8629] Gartenftratze 28 tst die Bel- Etage — auf Wunsch möbltrt — mit Balcon an ruhige Leute sofort zu verm. Näheres^ Klees, Agent, Südanlage 18. 8638] Ein schönes Logis, welches schon jahrelang von einem Schuhmacher bewohnt, ist per 1. Decemver oder früher zu verm. M. Levi, Seltersweg 35. 8645| Der zweite Stock meines Hauses, 6 Zimmer mit all. Zubeh. nebst Wasser!., zu vermiethen. »ahnhofftratze 58. Tanz-Unterricht. Weitere Anmeldungen zu dem nehme Donnerstag WHjUb den 17. d. 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Da dieses Werk eine der bedeutendsten neueren Schöpfungen auf dem Gebiete der Kirchenmusik ist, so hoffen wir, daß auch solche, die sich nicht dauernd verpflichten können, zur Mitwirkung bereit sein werden und erbitten Anmeldungen entweder bei unserem Dirigenten, Herrn Lehrer Görlach, oder bei dem Unterzeichneten. Der Vorstand: 8359 Schlosser. Kulfcher-Vercin Gießen, ramstag, den 19. Oetobee 8467 3. Stiftungsfest mit Cone rt Gesang Theater und Tanz im Saale dcS SafL Leib. Mnfnrg 8 Ubr. Bier im Glas. Karten ä^O Pfg sind bei den Vorstandsmitgliedern erbfilil d), an d. Kasse 80 Pf. Der Vorstand- van lloulen’s Cacao. Bester — im Gebrauch billigster. 8572 —----Probe-Local - - Bahnhofstrasse Nr. 1. Chocoiade per Tasse 10 Pfg. reiilch - Chocolade „ „ 15 „ Geöffnet von Morgens 8 Uhr bis Abends 8 Uhr. Neuester Ernte und In Giessen bei Hofl. Carl Schwaab, Hofconditor Lind Conditorei von H. Hettler. §195 vorzüglichster Qualität. M. Schulhof._____[8636 •jaeg ‘Ä. 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