G-LL >0« 1,4 KsM-r! LrKsKr !?anb .u °? nQd) gÄ?1 m ^bdt?eÄianbte6 ul? In 1Bn°TbentlSUmft4 AU: ,erb5HnK\ ftatito , S°WZ $i¥™sS5 ?xägftg @2s6? SwstEF&s ?r^vL WhelteL gÄ*®**™ ““ S»rtf4rW Z? "'"' 1 dieses Sßerba &, $° batf ei3 tm VerW?oi^.uÄ??^ eise: i (auf Namen lautend) für« 20. September gültig 1 Mk. e (aus Namen lautend) für dm . September gültig 0.50 Mk. Seilarten nnr für Töchter rhre Dm defondere Harten °ü, W 'M Luntz 2.50 M. t, Neuenweg, Eberh. Tort, ibt, Sch. RM SeÜertweg, Jtaftl. 7573 intlittskarte« i M L- mit allem Z«behö> r. , 0.50 , 0.50 , 0.50 , 0.25 , 0.50 . 0.25 pWErnst Bloedner, SkltrrSMS^—7 14 Jahren „ i n « " n " *L. F. 0Wack' v"tauW*> t, ♦,«* f unb »■* öppel, r.j.et Seil'r, °er l*Ä U.»r offen, in beka^Psd' Nr. 219 Der Siebener Anzeiger erscheint täglich, nm Ausnahme deS Montag». Die Gießener A.miktenVkälter werden dem Anzeiger »Lcheutlich^ dreimal dergelegl. Erstes Blatt. Mittwoch den 18. September _____ Gießener Anzeiger Kemrat-Mzeiger. 189$ virrteltShriger ^voanemeatrprrisr 2 Mark 20 Pfg. mit vrmgerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Redactton, LxprditioO und Druckerei: Schnkstraße Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt für den Nreis Gietzen. Hratisbeikage: Gießener Kamilienötatter. Amtliche- Theil 8. Verschiedenes Zusammen Abonnements - Einladung Großherzoglichen Steuercommiffariate: Gemeinde: Zusammen X | 4 X aus der Branntweinbrennerei 4 X Zusammen Grünberg Kritzler. Für die Gießen Bähr. MUch Butter Käse Eier Honig Erlös für Verkauf Pferde (Fohlen) Bullen Schnittochsen Kühe Rinder Kälber Zuchtschweine Mastschweine Ferkel Schafe Ziegen Federvieh Bienen Verbrauch im Haushalt des Unternehmers X I 4 Aaaahmt von Anzeigen zu der Nachmittag« für de» folgenden Lag erscheinenden Nummer bi« Vorm. 10 Uhr. Zusammen verechnnng M Einkommens. Einnahmen ab: Wirthschaftskosten Sonstige Einnahmen (z. B. Düngerverkauf) X. bleibt Einkommen Von dem vorstehend nachgewtesenen Einkommen werden auf H der Erklärung die gesetzlichen Abzüge berechnet und in Abzug cht um so das steuerpflichtige Einkommen zu finden. Zum Bezug des „Gießener Anzeiger" für das 4. Vierteljahr 1895 laden wir hiermit ergebenst ein. Wie bisher, wird der „Gießener Anzeiger" die Tagesereignisse in kurzer den Thalsachen entsprechender Weise zur Kenntniß seiner Leser bringen. Die neuesten Nachrichten der zuverlässigsten telegraphischen Nachrichten-Bureaus sowie zahlreiche Mittheilungen aus dem engeren und weiteren Vaterland halten den Leser stets über die Vorkommnisse in demselben auf dem Laufenden. Unterstützt durch an allenOrtender Provinz Oberhessen ansässige Berichterstatter, ist der „Gießener Anzeiger" ferner in der Lage, die interessanten Vorgänge in der Provinz so fttihzeittg wie möglich zur Kenntniß seiner Leser zu bringen, desgleichen wird den Begebenheiten in der Stadt Gießen die gebührende Besprechung im localen Theile des Anzeigers zu Theil werden. Der in der Provinz Oberhessen betriebenen Landwirthschaft wird der Anzeiger durch Veröffentlichung von allem Wissens- werthen aus dem Gebiete derselben besondere Berücksichtigung zu Theil werden lassen, daneben aber auch die Beobachtungen und Erfahrungen in Haus- wirthschaft, Handel, Gewerbe und Industrie in den Kreis seiner Besprechungen ziehen. Ein gediegenes Feuilleton wird neben besonderen Artikeln ernsteren und heiteren Inhaltes den erwünschten Unterhaltungsstoff bieten. Außerdem werden die „Gietzener Familienblätter", welche dem Anzeiger wöchentlich 3 mal beigelegt werden, und die stets ein gewähltes Feuilleton als Unterhaltungsstoff bringen, namentlich im Kreise der Familien eine beliebte Beigabe bieten. Wir ersuchen nun namentlich auswärtige Leser, chre Bestellung bei der Post baldgefl. aufaeben zu wollen. Neuhinzutretende erhalten vom Tage der Bestellung bis 1. October den Anzeiger kostenfrei zugestellt, wie wir auch gerne bereit sind, Probe- Nummern nach auswärts postfrei zu versenden. Den Lesern in hiesiger Stadt werden wir, wie seither, den Anzeiger weitersenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen, falls nicht ausdrückliche Abbestellung erfolgt. Hochachtend Verlag des „Gießener Anzeiger" Brühl'sche Unio.-Buch u. Steindruckerei (Pietsch & Scheyda). II Werth der verkaufte» und tm Haushalt verbrauchten Erzeugnisse der Viehhaltung. X *9) Alle Annoncen--Bureaux de« In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. 1) Geldlöhne für . . Verwalter und Aufseher . . Knechte „ . . Mägde „ . . Taglöhner „ . . Accordarbetter sonstige Löhne Zusammen | ll II m. «u8 laudwtrthfchastlicheu Rebeugewerbeu. Bekanntmachung. Betreffend: Die Ausführung de» Einkommensteuergesetzes vom 25. Juni 1895. Großherzogliches Ministerium der Finanzen, Abtheilung für Steuerwesen hat, um den Schwierigkeiten zu begegnen, welche sich den ihr Einkommen aus landwirthschaft- lichem Betrieb declarirenden Steuerpflichtigen bei Ermittelung des steuerbaren Betrags desselben borbieteiL die nachstehende Nachweisung ausarbeiten lassen, welche nach Belieben von den declarationspflichtigen Landwirthen als Unterlage zu ihrer Steuererklärung benutzt werden kann. Diejenigen Steuerpflichtigen, welche von diesem Formular Gebrauch machen wollen, können solches bei der betreffenden Bürgermeisterei in Empfang nehmen. Es wird besonders hervorgehoben, daß die Nachweisung lediglich zur Erleichterung der Steuerpflichtigen dienen soll, in deren freiwilliges Ermessen es gestellt ist, hiervon Gebrauch zu machen oder nicht. Bet einfacheren Verhältnissen kann der vor gedruckte Inhalt der Nachweisung entsprechend geändett werden. Gießen, den 17. September 1895. Weizen Spelz Einkorn Roggen (Korn) Gerste Hafer Buchweizen (Heidekorn) Erbsen Pferdebohnen (Ackerbohnen, Saubohnen) Wicken Linsen Lupinen RapS und Rübsm Lein und Hanf Hopfen Tabak Gemüfe, Kraut, Gurken rc. Kartoffeln Runkelrüben (Dickwurz) Zuckerrüben Sonstige Rüben jtlee (grün und Heu, auch Luzerne und ESparfette) Andere Futterpflanzen Wiesenerträgnisse (Gras oder Heu und Grummet) Stroh Wein Obst Zusammen Znsammenstellnng der Einnahmen- I. Bodenproducte II. Viehhaltung III. Landwtrihschaftliche Nebengewerbe IV. Sonstige Einnahmen ____ Zusammen Hungen Nidda S n e l l. Schmitt. Zusammen .... 3) Versicherungsbeiträge für die tm eigenen lanbwirthschaftlichen Betrieb beschäftigten Arbeiter (nicht für das zu Haus- haltungSzwecken angenommene Personal) •M. ■5) Krankenversicherung Alters- und Invaliditäts-Versicherung Unfall-Versicherung ____________ Zusammen . . . , 4) Lohn für gemtethete Gespanne und Maschinen **■ für Miethgefpanne „ Dampfpflug „ Dampfdreschmaschtne ____________ Zusammen . . . • Zusammen L Kosten der Arbeit Zusammen | I I Sonstige neben der Landwirthschaft betriebene Gewerbe - Müllerei Bäckerei rc. — werden in der Hauptsteuererklarung unter Nr. L 8 aufgeführt. IV. Sonstige Eiuuahmeu. (z. B. aus Fuhrlohn.) Zusammen . . . . 2) Naturallöhne und Verpflegung der Arbeiter X H B. Wirthschaftskosten. (Durchschnitt der letzten drei Jahre.) (Soweit sie nicht unter Ziff. II der Erklärung „Gesetzliche Abzüge" zu berechnen find.) I. Kosten der Arbeit. INur für den WirthschaftSbetrieb, nicht auch für die Haushaltung V T gedungenes Personal kommt in Betracht.) Nachweisung de« jährlichen Einkommens aus der Landwirthschaft, als freiwillige Erläuterung zu Ziff. 1 (eigener Grundbesitz) oder 4 (gepachteter Grundbesitz) der Erklärung des Aber das jährliche Einkommen, welches nach dem Gesetz über die Einkommensteuer vom 25. Juni 1895 zu versteuern ist. A. Einnahmen. (Durchschnitt der letzten drei Jahre.) I. Werth der verkauften uud im Haushalt des Betriebs- Unternehmers verbrauchte» Bodenproducte. II. Betriebskapital. *** 1 Reparatur der Geräthe und Maschinen, sowie für Ergänzung und Erhaltung (nicht für Vermehrung) deS Bestandes 2. Zugekaufte Düngemittel 3. „ Futtermittel 4. Hvgekauftes Saatgut 5. Verschiedene Bedarfsgegenstände 6. Für Ankauf von Vieh zur Erhaltung des Bestände» 7. Kurkosten für daS Vieh Ansammensteünng de« Wirthschastskosten^ I. Kosten der Arbeit II. BetriebScapital Erlö für Derka X i uf Verbrauch m Haushall deS Unternehmers X | H Zusam X nen A_ Erlös für Verkauf Verbrauch im Hausbal> des Unternehmers Zusammen X X X A. Neueste Nachrichten. DolffS telegraphisches Correspondenz-Burecm. Pofen. 16. September. Die hiesige Provinzial» Gewerbe - Ausstellung ist heute Nachmittag durch den Oberpräfidenten v. Wilarno witz-Möllendorf mit einem Hoch auf den Kaiser geschlossen worden. Rom, 16. September. In Palermo fand bei der Einschiffung der Gart bald in er, die zu den Festen nach Rom gehen, eine feindliche Demonstration statt. Eine nach Hunderten zählende Volksmenge bombardirte die Boote der Abreisenden mit Steinwürfeo. Ja der Stadt herrscht grotze Aufregung. Mtt Mühe nur gelang es der Polizei, eine Gegendemonstration zu verhindern. Rom, 16. September. Der Papst empfing heute eine Abordnung von 30 Notabeln der katholischen Kopten, die unter Führung des Bischofs Zyrill-Macaire und Bogb os» Beys erschienen waren, um dem Papst für seine Encycliken zu danken und friedliche Nachrichten über die unter den diffentirenden Kopten herrschende Bewegung zu Gunsten der Rückkehr zur katholischen Einheit zu überbringen. Der Papst rbeilte der Deputation mit, daß er zwei neue katholische BiSthümer zu schaffen gedenke. Konstantinopel, 16. September. Die dem Mailänder „Secolo" angeblich aus Konstantinopel telegraphirten sen» sationellen Meldungen, daß in einzelnen asiatischen BilajetS sich eine ernste Gährung bemerklich mache und daß es dort überall blutige Revolten gebe, daß ferner die Kaserne von Erzerum in Brand gesteckt sei und bewaffnete Banden daS Land durchziehen, um Muhamedaner niederzumachen, werden in hiesigen officiellen Kreisen als un» begründet bezeichnet. Washiugtou, 16. September. Nach dem amtlichen Ausweis überstieg der Werth der Einfuhr im August d. I. den der Ausfuhr um lö1^ Millionen Dollars. In den ersten 8 Monaten d. I. hat die Einfuhr die Ausfuhr um 36'/z Millionen Dollars übertroffen. Im August 1894 hatte die Ausfuhr 9 Millionen mehr als die Einfuhr und in den Monaten Januar bis August 1894 648/4 Millionen Dollars mehr als die Einfuhr betragen. Im August 1895 überstieg die Goldausfuhr die Einfuhr um 15'/g Millionen Dollars und in den Monaten Jauuar bis August 1895 um 278/4 Millionen Dollars. Depeschen de» Burem ,5erotb*. Berlin, 16. September. Der Kaiser verließ heute um 10 Uhr Vormittags Neufahrwasser und traf um 10 Uhr 15 Min. in Begleitung des Gesandten v. Kiderlen-Wächter auf dem Hohenthor-Bahnhof in Danzig ein. Der Kaiser fuhr direct nach Berlin. Der Reichskanzler Fürst Hohenlohe, welcher auf der Rückreise von Werkt in Danzig eingetroffen war, bestieg den kaiserlichen Zug am Hohenthor- Bahnhof und begleitete den Kaiser nach Berlin. Berlin, 16. September. Wie verlautet, find Prinz Heinrich und Capitän zur See v. Arnim gestern zu Contre-Admiralen ernannt worden. Berlin, 16. September. Der „Post" zufolge wird die Blättermeldung, daß im nächsten Jahre ein gemeinsames Manöver zwischen österreichischen und deutschen Truppen veranstaltet würde, in eingeweihten Kreisen als erfunden bezeichnet. Berlin. 16. September. Wie die „Volkszeitung" aus guter Quelle erfährt, sind die Vergehen, welche dem Frei- Herrn v. Hammerftetn zur Last fallen, nicht blos Unterschlagung und Betrug, sondern auch Wechselfälschung. Der frühere Leiter der „Kreuzzeitung" habe, wie verlautet, einen Wechsel im Betrage von 200,000 Mk. auf dea Namen des Grafen v. Ftnkenstein in Umlauf gesetzt. Als dieser Wechsel zum Vorschein kam, sah sich Graf Finkenftein zur Anzeige an die Staatsanwaltschaft veranlaßt. München, 16 September. Die Nr. 1 der seit SamStag hier erscheinenden neuen demokratischen Zeitung „Münchener Freie Preffe" wurde confiScirt, da die Staatsanwaltschaft in dem Artikel: „WaS ist Infamie?" eine MajestätS- beleidtgung erblickte. Gegen den Redacteur, Herrn Rost, ist Anklage erhoben. Wien, 16. September. Graf Baden! wurde gestern Mittag neuerdings vom Kaiser in Audienz empfangen, in welcher er die vollständige Minifterliste vorlegte, die der Kaiser genehmigte. Der jetzige Ministerpräsident, Graf KielmannSegg, wird wieder Statthalter von Nieder-Oesterreich. Derselbe ist gestern mit dem Kronenorden 1. Klaffe ausgezeichnet worden. Triest. 16. September. Wie verlautet, wird der hiesige Gemeinderath aufgelöst werden, wenn er seine Absicht durchsetzen sollte, den 20. September festlich zu begehen. Rom, 16. September. Der Papst hat beschlossen, daß für die Dauer der Festlichkeiten des 25jährigen Gedenktages der Vatican wie immer geöffnet bleiben soll, d. h. daß dem Publikum der Zutritt zu den Museen frei bleibt. Diese Maßregel ist der italienischen Regierung unlieb, da sie eine spectelle Ueberwachung veranstalten muß. Der 20. September, ein Freitag, ist der EmpfangStag der Mitglieder des diplomatischen Corps beim Cardinal Rampolla. Dieser Empfang wird ebenfalls stattfinden. Der Cardinal-Bicar hat ein Rundschreiben an die Katholiken gerichtet, worin sie zum Beten und Fasten an diesem Tage aufgefordert werden. Pari», 16. September. Der KriegSmintster Z u r l i n d e n hat gestern den Generälen und fremden Offizieren, welche den Manövern beigewohnt haben, ein Festessen gegeben. Zu beiden Seiten saßen Nikolaus von Griechenland und General Dragomirow, dem Minister gegenüber General Sausfier. In einem Toaste feierte der Minister daS ExpeditionScorpS von MadagaScar und den General DucheSne, dann trank er auf das Wohl des Generals Sausfier, den Organisator der großen Manöver. Pari», 16. September. Nach hier eingetroffenen Privatmeldungen soll der Gesundheitszustand des Königs von Dänemark sehr bedenklich sein. DermiMpto' * Mannheim, 16. September. In dem gestrigen Meister- schaftSfahren von Baden auf dem Ntederrad (5000 m) wurde der vorjährige Record von 7 Min. 23/s Sec. nicht erreicht, weshalb die ausgesetzten Preise nicht vertheilt wurden. Erster war JörnS»Kaiserslautern mit 9 Min. 13 Sec., Zweiter Herty - Klein - Stemheim mit 9 Minuten 133/6 Sec., Dritter Karl Zimmermann-Mannheim mit 9 Min. 14 Secunden. * Budapest, 16. September. Der Kassirer der Salgo- Tarjan-Kohlenwerk-Genoffenschaft, welcher in Begleitung seiner Frau und eines Kutschers zur Auszahlung der Löhne per Wagen sich in das Kohlenrevier begab, wurde im W^lde von drei Räubern über fallen und seines Geldes im Be- trage von 26000 Gulden beraubt. * Eia Adreßbuch Automat. Eine sehr nützliche Einrichtung sieht man seit einiger Zeit in der Schalterhalle des Bahnhofes Friedrichstraße in Berlin. Es ist ein Automat, der das Berliner Adreßbuch enthält. Die beiden Bände liegen nebeneinander geschloffen und durch einen sinnreichen Apparat gefeffelt auf einem kleinen Kasten. Unter letzterem liegt dicht über der Erde ein eiserner Fußtritt. Diesen tritt man nieder, schiebt dann ein Zehnpfenntgftück in den Spalt und zieht an einem Handgriff, wie bei den übrigen Automaten. Hierdurch wird die Sperrung, die da» Buch gefeffelt und geschloffen hält, frei. Beide Bände klappen sich von selbst auf und können nun so lange durch- gesehen werden, als der Fußtritt niedergehalten w«rd. Giebt man diesen frei, so klappt da« Buch wieder zu und öffnet sich erst dann wieder, wenn man ihm einen neuen Nickel opfert. * Für Inhaber vou Privatmittag«tischeu intereffaut ist eine Entscheidung, die kürzlich da» Berliner Kammrr- gericht gefällt hat. Der Unternehmer eines Privatmittag«- tisches hatte seinen Gästen auf deren Ansuchen auch B:er in Flalchen holen lassen, wofür er aber nur den von ihm selbst bezahlten Preis anrechnete. Hierin sah die Behörde den Betrieb eine» SchankgeschäftS und da ^der Angeklagte Madrid, 16. September. Gestern fanden hier vier Säbelduelle zwischen je vier Mitarbeitern der Blätter „PaiS- und „Nacion" starr. Die vier Mitarbeiter des letzteren Blattes wurden fämmtlich verwundet. Die Zeugen, welche daS Protokoll unterzeichneten, find von fremden Duellanten gefordert worden, so daß jetzt 61 Personen in diese Duell^ffaire verwickelt find. CocMes MnO LrsVkrBeLes Gieß er, den 17. September 1886. • • Prinz Heinrich von Preußen mit Gemahlin trifft morgen früh mit dem D-Zuge 7 Uhr 57 Min., von Kiel kommend, hier ein. Die Herrschaften werden im Bahnhofe daS Frühstück etnnehmen und mit dem fahrplanmäßigen Zuge 8 Uhr 14 Min. nach Romrod Weiterreisen. Prinz Heinrich wird mit Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog den Truppenübungen in Oberhessen beiwohnen. — Dem Vernehmen nach wird der Prinz nebst dessen Gemahlin im Gefolge deS Großherzogs am SamStag den 21. d.M. gelegentlich der landwirthschaftlichen Ausstellung Hierselbst unserer Stadt seinen Besuch machen. Außer dem Großherzoglichen Paare sind zwölf Personen für SamStag angemeldet. * * Aus dea Mauoveru. Donnerstag den 19. d. MtS. findet zwischen Alsfeld und Lauterbach ein großes Treffen der im Manöver befindlichen Division statt. Seine Königliche Hoheit der Großherzog, Prinz Heinrich von Preußen, der Großfürst SergiuS von Rußland, welch letzterer sich bis dahin ebenfalls mit Gemahlin in Romrod einfinden wird, werden diesem Manöver beiwohnen. * * Kirchliche Dieustuachrichten. Ernannt wurden: Pfarrvikar FloruS Bus zu Hammelbach zum Pfarrverwalter daselbst,- Psarramtscandidal Hartmann zu Darmstadt zum Pfarrasststemen in Nieder - Ingelheim- Pfarrverwalter Waldeck zu Hainchen zum Pfarrvikar in Darmstadt- Pfarrvikar Eger zu Düdelsheim zum Pfarrverwalter in Haincken. *• Miliärdienstuachrichteu. Ziegler, Pr.-Lt. vom 2. Großh. Hess. Jnf.-Rg. Nr. 116 ein Patent seiner Charge verliehen. Jede ns, Unteroff. vom 2. Großh. Hess. Jnf.-Rgt. Nr. 116, zum Port.-Fähnr. befördert. ** Zur landwirthschaftlichen Ausstellung in Gießen. Es wird wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß die Besucher der landwirthschaftlichen Ausstellung auf einfache Fahrkarten freie Rückfahrt haben auf den verschiedenen in Betracht kommenden Etsenbahnftrecken, wenn sie ihr Billet auf dem Bureau der Ausstellung (Auskunftsbureau rechts am Eingang zur Festhalle) haben abstempeln lassen. ** Die Aussteller vou Thiere» in Gießen machen wir darauf aufmerksam, daß sich dringend empfiehlt, für die Aus- stellungSthiere Decken mitzubringen, mit denen diese Thiere in den jetzt schon kalten Nächten zugedeckt werden können. Wenn auch vollständig geschloffene Stallungen für Pferde und Rindvieh zur Verfügung stehen, und reichliche Streu den Thieren ein warmes Lager gewährt, so vergeffe man doch nicht, auch seinerseits durch Mitbringen von Decken auch das ©einige zum Wohlbefinden der Thiere auf der Ausstellung beizutragen. ** Die Hauptversammlung des Oberh. Obstbauvereius findet Samstag den 21. d. M., Nachmittags 3 Uhr, in dem Zeichens aale der Knabenschule auf dem Ausftellungs- üatze in Gießen statt, um den Besuchern freien Rücktritt in die Ausstellung zu ermöglichen, und nicht, wie früher gemeldet, in LonyS Felsenkeller. ** Befitzwechsrl. Die Hirschapotheke geht durch Kauf am 1. April 1896 an Herrn Dr. JuliuS Cäsar über. ** Verhaftet wurden gestern die Ehefrau eines hiesigen GastwirthS wegen Kuppelet, ein Schmiedegeselle wegen Diebstahls, ein Metzgergeselle wegen Unterschlagung, zwei Bettler und ein Arbeiter wegen Trunkenheit. ** Geschichtliches. An der Straße von Muschenhetm nach Birklar ist auf der linken Seite, nahe dem letzteren Dorfe, eine 4 und über 4 Meter hohe senkrechte Lehmwand, in der an einer Stelle im etwas dunkler gefärbten Lehm Kohlenstückchen auftraten. Bei näherer Untersuchung fanden ich auch Knochen und Topfscherben. Der Oberhessische Ge- chichtSverein unternahm am 16. September eine genauere Untersuchung dieser Stelle, die vom Boden 2 Meter hoch liegt und 1,70 Meter breit und 2 Meter hoch ist, aber nach oben sich etwas verschmälert- eS ergab sich dabei, daß auch hier offenbar eine vorgeschichtliche Erdwohnung auf- gedeckt wurde, wie sie früher Herr Hofrath Köfter beim Kolnhäuser Hof und der GeschtchtSverein bei Lang-GönS gesunden hatten. Von Menschenhand gefertigt fanden sich nur zahlreiche, meist ganz roh gearbeitete Topfscherben, dickere und dünnere aus einem grauen, mit Quarzkörnern durch- säeten Thon, thrilweise roth gebrannt, aber keine Steinwerkzeuge, noch weniger etwas von Metall. Die Knochen ließen sich leicht, namentlich den Schädelstücken nach, als vom Pferd, Hund und Rind nachweisen. Es fand sich selbst von einem jungen Rind ein Stück Stirnbein mit Zapfen und der darüber gestülpten kurzen Hornscheide. Wie tief diese Wohnung in die Lehmwand hineinragt, konnte nicht untersucht werden. Wahrscheinlich ist wenige Meter davon noch eine zweite solche Stelle, denn auch da fanden sich schon Spuren von Holzkohlen. Doch konnte noch nicht untersucht werden, ob eß das letzte Ende einer schon früher abgebauten Erdwohnung ist oder der Anfang einer solchen, die noch in der Lehmwand drinfteckt. Urbungen stattfindet. Sehr zu wünschen wäre eS, wenn sich' unsere älteren Turner in recht stattlicher Zahl schon MorgrnS detheiltgen würden. Sollte durch diesen Turngang wohl der schlummernde turnerische Geist in den Herzen der männlichen Jugend der umliegenden größeren Orte erwachen? Wir würden uns freuen. Gut Heil! Ober Mörlen, 14. September. Heute fand die Bersteig er ung des Schloßgutes des Freiherrn Victor v. Nordeck zur Rabenau aus Gießen im hiesigen R-uh- haufe statt. DaS Höchstgebot legten zwei nahe Verwandte des Besitzers mit 167500 Mk. ein, doch glaubt man nicht, daß der Zuschlag zu diesem Preise ertheilt wird, da Nachgebote in Aussicht stehen und insbesondere ein größerer Verband auf daS schöne Befitzthum reflectieren soll. Darmst. Ztg. §§ Grebenhain, 15. September. Nachdem sich der praktische Arzt Dr. Bruchhäufer auS Gießen hier niedergelassen, wurde demselben ein jährlicher StaatSbeitrag von 600 Mk. widerruflich zuerkannt und ein Antrag auf Haltung einer Norhapotheke gestellt. Die drei vertragschließenden Gemeinden Bermuthshain, Crainfeld und Grebenhain haben einen Vertrag mit dem Arzt geschlossen, nach dem sie sich verpflichten, dem Herrn Dr. Bruchhäuser für die näher zu be» zeichnenden ärztlichen Bemühungen jährlich folgende Summen zu überweisen: a) AuS den Gemeindekrankenkassen te 200 Mk. — 600 Mk. - b) AuS den Gememdekassen je 50 Mk. = 150 Mk.- c) AuS der Gemeindekasse Grebenhain, so lange der Arzt seinen Wohnsitz da behält, 150 Mk. Wohnungszuschuß. Für obige Leistungen der Gemeinden verpflichtet sich Dr. Bruchhäuser zur Behandlung sämmtlicher Mitglieder der Krankenkassen der drei vertragschließenden Gemeinden, der notorisch OrtSarmen und der in fremde Pflege gegebenen Kmder unter 6 Jahren. Der Arzt besucht wöchent. lich zweimal (Mittwochs und SamStagS) die Gemeinden Bermuthshain und Crainfeld. Während seiner Anwesenheit hat ber Arzt für Confultationrn näher bezeichnete Ver- gütungen zu beanspruchen. Der Arzt nimmt seinen Wohnsitz in Grebenhain. § Nieder Moos, 13. September. Heute wurde hier der dem Frhrn. von Rtedesel zu Eisenbach gehörige große Fischteich ausgefischt. Das Resultat war cm sehr befricüi- genbeö und als gut zu bezeichnen. AuSgefischt wurden gegen 3000 Stück Karpfen im Gewicht von durchschnittlich 2% bis 5 Pfund- doch waren auch Exemplare von 6 bis 7 Pfund vorhanden. Der Gentner Karpfen kostete 52 Mark und wurden diese Fische an Händler in Gedern, Frankfurt a. M. und Fulda verkauft. Wie seither, so hat sich der Fischteich auch in diesem Jahr wieder gut rentirt. -n. Altenstadt, 14. September. Gestern hat die hiesige Genossenschaftsmolkerei ihren Betrieb eröffnet. Außer zwei Pächtern find die Genossen Landwirthe mit kleinerem Betrieb. — Die ersten Kaufabschlüsse für Wind- schaftS- und Tafeläpfel wurden dieser Tage hier gemacht. Schüttelobst wurde frei nach Frankfurt für 14 Mk. verkauft. Die von dort auS in die Zeitung lancirte Nachricht von Kaufabschlüssen einer größeren Mostäpfel-Lieferung auS der Normandte zu 9 Mk. für den Doppelcentner scheint demnach nur ein Schreckschuß gewesen zu sein. Für Tafel- obst boten gestern Ober Roßbacher Händler 20 Mk. für feinere und 18 Mk. für geringere Sorten. Die Preise ver- stehen fich per Doppelcentner. Darmstadt, 16. September. DaS diesjährige Damen- ob'schwimmert im Woog fand in der üblichen Weise am verflossenen SamStag Nachmittag statt- eS betheiligten fich hieran hauptsächlich jüngere Damen, Schülerinnen der diesjährigen Badesatson. Das Wettschwimmen erfolgte von dem Frauenbad bis zur Insel und wurden zur Stcherhett zwei Nachen, besetzt mit Schwimmlehrerinnen im Badecostüm, den Wettschwimmern beigegeben. D. T. h. Lollar, 15. September. Der hiesige Turnverein unternimmt, günstige Witterung vorausgesetzt, am 29. Septbr. Vormittags einen Tumgang nach Londorf. Der Rückweg erfolgt Nachmittags über Climbach nach der an der Obersetlbach in der Gemarkung Treis a. L. gelegenen fegen. Hcrrenhetde, wo Freiübungen und hieran anschließend ein kleines Wettturnen der Turnschüler in volksthümlichen itr,™««Hn „'Ml (lt ! Ot,t äÄ ff* i>» ni °°d ?Ie drri ber^5? Haltung ,blfrlb unb 9tld)IoKen „^birihlriü ha^ U^ufttfür bien’? 0E" Ehrlich *i» be. &iäg,„8 W5° * i«r ®tUlL, «WMl1 ‘iS8»?s Ä er ar-,. 9,1 drjelchvete «ei' 1 nlBunt hinen Lohnst HM- tourbt (i„ ilr ÄT-? Wt fcw* »«mmibtn J üon duch-Mch 2iL ^°>plare voo 6 bis 7Ä; J* kostete 52 K' m CI ,n ®(itrn, FraukM a. M. lo hat fichtaMch at mckt. "ber. Gestern Hot dir hießge ihren Betrieb eröffnet. Achr en Landwirthe mit fleintitm kfabfdjlüffe ffir Wirth, wurden dieser Tage hier ge> ei nach Frankfurt für 14 Mk. in bit ßtitung lancirtt Nach. grö&ertn Wofiäpftb&tftrung ür bta fypptlctntntt fcheinr. tot\tn \üvu %’ix aä;u 2Ö M. für tttt Torten. Die Preise vn> er. DaS diesjährige Dam er I sand in der üblichen Weis! Nachmittag statt- es betheiligteo ere Damen, Schülerinnen der l Wettschwimmen erfolgte von -l und wurden zur Sicherheit immlehrerinnen im Badecoftüm,- n. D. L, Icht«». «. ^btrnei»*®*1'*11; , Ml bm Mrdmab (5000 m) t t I 1 Ä«. 2*/. ®“' * Mi M wrtbnlt WWn mH 9 ®m. WW "II >«“- mltSM 5 X' .•■fe *« »är»*- -»SSSS r°ZV'L7L '“"VÄl * w» if einem Hd«1“ “ ' «chriti let Erde ^^hnpfenniM" iebt bann M.W hei * irch wir M 8(tbe ? ssen M, H’ -0 lflQ0e •«» (2rÄ*w ä «i _-,s » ',»» * > M« auf 6tr',., flj/r«" «ihölde S -■ “ hierzu keine Eoncession hatte, so wurde er ht allen Instanzen zu einer Geldstrafe verurtheilt. Der Einwand des Ange- klagten, daß er keinen Bortheil beim Berkaus deS Bieres gehabt habe, fei — so führt das Kammergericht auS — hinfällig, weil ein Bortheil darin bestanden habe, die Gäste durch das betreffende Bierverabreichen an fein Geschäft zu fesseln. ♦ Gute Replik. Er: „Ich bin neugierig, ob Du auch einmal eine Speise allein zufammenbringst." — Sie: „O, die Hasen, die Du schießest, schon!" • Tin guter Kerl. Unteroffizier: „Wenn ich manchmal hitzig werde und Euch Esel, Ochs ober dergleichen schimpfe, so dürft Ihr daS nicht übel nehmen, — ich meine eS ja ehrlich mit Euch?" Cttaratar «»d Annst. — Soeben ist itn Verlag von Curt v. Münchow in Gießen erschienen: Das Behriug'sche Diphtherie'Heilserum und die Ei folge, w'lche mit demselben in de- chirurg. Klinik in Gießen erzielt worden sind von Dr. Heinrich Bose, Professor der Chirurgie und Director der chirurg. K3nik an der Universität Gießen. (Gießen 1895, Verlag von Curt d. Münchow, 73S. nebst 29 S. Tabellen, Preis Mk. 2 40.) In der unter dem obigen Titel erschienenen Schrift, welche Sr Königlichen Hoheit dem Großberzog von Hessen und bei Rhein von Rector und Senat der LandeS- univerfilät als Programm zum Ludwigstage gewidmet worden ist, unternimmt eS der Verfasser, den Entwickelungsgang der Serum- tderapie in wissenschafilicher und dabei doch möglichst allgemein ver- stöndlicher Form zu schildern, uv dann in Anschluß daran die in der chirurgischen Klinik in Gießen mit dem Diphtherie-Heilserum in der Zeit vom 24. October 1894 bis 31. Juli 1895 erzielten Erfolge mitzutheilen. Den Aerzten, die weder Zeit noch Gelegenheit gehabt haben, den Entwickclungsgang der Serumlherapie in der weit zerstreuten Literatur zu verfolgen, will hier der Kliniker einen Heber: blick gewähren über den Weg mühsamer wissenschaftlicher Forschung, auf welchem endlich das Ziel, He Auffindung deS neuen Heilmittels, erreicht worden ist. Denn „zur Beurtheilung des WertheS der Serumtherapie, zu einer zweckmäßigen Anwendung derselben, zum Verständniß der Anforderungen, die man billiger Weise an dieselbe stellen kann, ist eS von Wichtigkeit, nicht allein mit dec Eigenart dieser Behandlung vertraut, sondern auch mit den Vorstudien und den Thierveriuchen, auS welchen heraus sich dieselbe entwickelt hat, b fannt zu fein ' Der Verfasser hat seine Aufgabe glänzend gelöst und eine Lücke in der Literatur ausgefüllt, die trotz den zahlreich erschienenen Schriften übet das Diphtherie - Heilserum Vielen sich fühlbar gemacht haben wird. Der schwierige Stoss ist durchweg überaus klar und fachlich behandelt, die Darstellung in formaler Beziehung eine ausgezeichnete. Bezüglich der von dem Verfasser mit dem Behring'schen Serum erzielten sehr günstigen Heilerfolge muß im Einzelnen auf das Original verwiesen werden. Es möge hier die Anführung der Worte genügen, in welche der Verfasser am Schlüsse der Arbeit sein Urtheil zusarnmenfaßl: „WaS aber die Heilwirkung anlangt, so sind die Unterschiede zwischen den früheren Resultaten und denjenigen, die bei Anwendung des Behring'schen Heilserums in der hiesigen chirurgischen Klinik erreicht worden find, so bedeutend, daß iretnefl Erachtens durch sie allein, ganz abgesehen von den anderwärls erzielten günstigen Erfolge»', die Leistungsfähigkeit deS Mittels unzweifelhaft bewiesen wird " «ottesdteust in der Synagoge. DomrerAtag, den 19. September, Neujahrsfest, 1. Tag. Vorabend 6 Uhr, Morgens 7 Uhr, Nachmittags 4 Uhr, Abends 6” Uhr. stfreitag, den 20. September, Neujahrsfest, 2. Tag. Morgengottesdienst 7 Uhr. Samstag, den 21. September: Vorabend 530 Uhr, Morgens 8” Uhr, Nachmittags 4 Uhr, Sabbathausgang 7“ Uhr. Verkehr, £an&* und VoUrwirthschuft. Gießen, 17. September. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter vr. Pfd. X 1,05—1,15, Hühnereier pr. St. 6—7 H, 2 St. 00 <4, Enteneier pr. St. 00 H, Gänseeier pr. St. OO—OO^. Käst pr. St. 5—8 H, Käsematte pr. ©t. 3 4, Erbsen pr. Liter 15 H, Linsen pr. Liter 26 Tauben pr. Paar jt 0,50 bis 0,60, Hühner pr. Stück 1,00 bis 1,20, Hahnen pr. Stück JL 0,50—0,75, Enten vr. Stück JL 1,50—1,80, Ochsenfleisch pr. Pfd. 72—76 .A, Kuh- und Rindfleisch pr. Pfd. 66—68^, Schweinefleisch pr. Pfd. 60 bis 70 H, Kalbfleisch pr. Pfd. 64—00,$, Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo 4,00-6,00 Jt, Weißkraut pr. Stück —H, Zwiebeln pr. Centner 4,50—6,00 Mk., Milch pr. Liter 16—20 H, Zwetschen pr. Centner 2,00—2,50. Witterungsbericht vom 16. September. Der hohe Druck hat stch zwar auf dem Continent noch weiter auLgedreitet und gehört fast ganz West- und Centraleuropa in seinen Bereich. Wie aber bereits aus dem Verlauf der Isobaren zu erkennen ist, sind verschiedene Unregelmäßigkeiten in der Druckoertheilung vorhanden, sodaß zwar die Niederschläge aufgehort haben, jedoch die Bewölkung noch stellenweise eine wechselnde ist. Die Wetterlage ist somit feine vollkommen sichere, doch dürstezunächst eine Verschlimmerung nicht eintreten. vo«a«SstchUiche tSMttmina r Wenig veränderte Temperaturen. inp 17. Septbr. Mittags 12 Uhr (Wetterhäuschen in der Südanlage). Barometerstand. Thermometer r min. + 5° R., max. + 15q R. Hygrometer: Trocken. Henneberg-Seide — nur ächt, wenn direct ab meiner Fabrik bezogen — schwarz w,iß und farbig, von 60 Pf. bis Mk. 18.65 per Meter —glatt, gestreift, karr rt gemustert, Damaste ic. (ca. 240 versch. Oual und 2000 versch. Farben. Dessins k.), porto- und steuerfrei Ins Haas. Muster umgehend. 197 Stiden-Fabrik 6. Henneberg (i k. hoa.), Zürich. Die Aufgabe der Seife zur Ge« fundheitspflege der Haut LULL insbesondere aber von sparsamen Haussrauen verkannt. Es ist durchaus nicht einerlei, welche Seife man gebraucht, denn die Haut ist ein sehr wichtiges Organ im menschlichen Organismus und viele Erkrankungen, Ansteckungen, Hautleiden, Pusteln, Finnen, Unreinheiten rc. können vermieden werden, wenn nicht am falschen Ort gespart wird und man stch entschließt, eine Kleinigkeit mehr für etwas wirklich Gutes und Erprobtes auszugeben, wie eS z. B. die Patent-Myrrholin-Seife ist Dieselbe kostet allerdings 50 Pf., sie besitzt dafür aber auch eine Einwirkung auf die Haut, welche die hervorragmdsten deutschen Professoren und Aerzte veranlaßte, sie als die beste Toiletteseife für die Gesundheitspflege der Haut zu erklären und allen Frauen und Kindern zur Anwendung warm zu empfehlen. Die Patent-Myrrholin-Seife ist in allen guten Parfümerie- und Droguen-Geschäften, sowie in den Apotheken rc. ä 50 Pf. e^ hältlich und muß jedes Stück die Patent-Nummer 63592 tragen. 6238 Obstversteigerung. Das Obst von den städtischen Bäumen, bestehend in Aepfeln, Birnen und Zwetschen, soll Montag den 23. September, von Bormittags 8 Uhr an, an Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigert werden. Zusammenkunft am Oberthor. Lich, am 16. September 1895. Großherzogl. Bürgermeisterei Lich. Heller. 7697 Obstversteigerung. Freitag den 20. l. Mts., von Vormtttags 10 Uhr an, soll das hiesige Gemeindeobst, bestehend in Aepfeln und Zwetschen, versteigert werden. Der Anfang ist beim Ort. Dorf-Gtll, am 16. Septbr. 1895. Großh. Bürgermeisterei Dorf-Gill. ___________Kuhl._______7698 Stabt Milchthims. Freibank. [7693 Heute und morgen: 8chmemefleisch nicht ladenrein, pr. Pfd. t15Pfg. Zwiebeln, Prima Winterwaare. 50 Kilo mit Sack Statt 2.50 ab Friedberg versenden gegen Nachnahme Gebr. Oppenheimer, 7701 Frtebverg, Hessen. Die 7708 J. Ricker’sche Buchhandlung Südanlage 5 bringt hiermit ihren reichhaltigen Journal-Lesezirkel in empfehlende Erinnerung. Abonnement vierteljährl. von Mk. 1.50 an. Prospecte stehen zur Verfügung. Eine Partie Lagerfaß in verschiedenen Größen, Lagerholz, Bütten, eine Bierpumpe, Eiskühler, ein Stoß- karren, drei neue Filtrirsäcke, sowie ein fast noch neuer Füllofen, sind billig zu verkaufen. 7718 Lonys Bierkeller. Sicherheits-Zweirad, Hochs, engl. Fabrikat, mit Dunlop non eliping, 96er Mod., nachweisbar nur dreimal gefahren, krankheitshalber sofort -« verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl______7705 i Drei Mm HoniMrmn zu verkaufen. Wavthorstraße 48. Sieinkohlen-Liefenmg. Die Lieferung der zur Heizung unserer Stadtkirche im nächsten Winter nöthigen Steinkohlen soll auf dem Weg der Submission vergeben werden. Angebote wolle man bis zum 583. ds. Mts. einschließlich in der Wohnung des mitunterzeichneten C. Tchwan sen. (Seltersweg 64) abgeben, woselbst auch die Bedingungen zur Einsichtnahme offen liegen. Gießen, den 17. September 1895. Für den evangelischen Gesammt-Kirchenvorstand: Der Vorsitzende: Das mitausführende weltliche Mitglied: Dr. Naumann.C. Sckwan sen.7715 compl. Ausstattungen. 7703 Fmkfilltn Wkl-MMM Inh.: Ang. Ossmann, Giessen, 89 Seltersweg 89, Billigste und reellste Bezugsquelle in Betten, Polster- und ^astenmöbeln, sowie Uebernahme Tapeten. I Um mit meinem Lager in Tapete«,' vorjähriger Muster und Rester, bis zur Fertigstellung meines Neubaues möglichst zu räumen, verkaufe ich dieselben bedeutend unter Preis. 6920 Ernst Blödner. | Kervorragkude Neuheiten in Kinderwagen stets das Neueste, Zweckmäßigste u. Solideste zu den billigsten Preisen. 2013 Circa 200 Stück auf Lager. ____A. Klidinger, Mersweg 19. Doppel-Essig1 hergestellt aus pasteurisirtem 3fach. 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September, Nachmittags 2*|8 Uhr, vom Trauerhause, Bahnhofstrasse 62, aus. no» Manufaktur-, Weiß-, Wall- und Kurzwaaren - Handlung Alexander Mayer, Giessen. Meine Verkaufsräume bleiben der Feiertage wegen Donnerstag, den 19. und Freitag, den 20. September, geschloffen. ____________ Preussische Bangewerkschule Xaumburg a. S Wintersemester 1. November. Programme durch dio Diroctlon Sommersemeeter 1. Mai. 6991 Architekt P. Hörig. Stadt Cassel. Mittwoch und Samstag Abend r Has im Topf, s Große Schellfische in EtSpackung frisch zu baden 5862]_______________im »Rebstock^. Hamburg. Fischhandl. Frische Schellfische eingetroffen. 7712 ______A. Koch Nachfolger. Schellfische in Eispackung billigst bet 7723 E. Fuckert, jknrnbihirn 15 Fst. Goth. Cervelatwurst, Echte Frkf. Würstel in bekannter Güte empfiehlt. 7650 l. Kalkhof. Neues tirünkorn, ganz und gemahlen, Neue Unsen empfiehlt Robert Stuhl, 7617 28. Neustadt 28. Musikai. Hausfreund. blätter s.alisgkkviißllr Salonmlllik. VIII. Jahrgang. 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Sonn- und Feiertags Rachm 3 Uhr alle 20 Mtn Werktags Nachm. 3 und 3« Uhr Redaction: A. kck'yd 2. — Druck und »erlag der Brühl scheu UnieerfttStS-Vuch- und 6tembruderet (Pietsch * Scheyda) in «»eßen. Mr heutige Kummer umfaßt 6 Seiten.