Nr. 116 Erstes Blatt. Samstag dm 18. Mai 189« Der chiehener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des Montag-. Die Gießener Aamitteuvkätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Meßmer Anzeig er Keneral-Mnzeiger. Vierteljähriger Avouuc mc atspreis t 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg- Redaction, ExpedNia» und Druckerei: Kchntftrahe Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblatt füv den Ttveis Gieren. 3 Hratisbeikage: chießener Kamitienötätter Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Norm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux de- In- und Au-landeS nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. Localreglement. Betr. Entnahme von KteS aus dem Bette der Lahn. Um das Entnehmen des Kiese- oder Grundes aus dem Lahnbette im öffentlichen Interesse zu regeln, wird unter Aushebung de- LocalreglementS vom 19. November 1880 nach Anhörung der Stadtverordneten Versammlung und mit Genehmigung Grobherzoglichen Ministeriums deS Innern und der Justiz vom 9. Mai 1895 zu Nr. M. I. 13241 verordnet, wie folgt: § 1. Wer KteS oder Grund aus der Lahn innerhalb der Gemarkung Gießen entnehmen will, hat hiervon mindestens eine Woche vorher Großherzoglichem Polizeiamt Gießen die Anzeige zu machen, damit bestimmt werden kann, ob und an welchen Stellen, für wie lange und unter welchen Bedingungen KteS oder Grund aus dem Lahnbette entnommen werden darf. § 2. Unterlassung der tn § 1 bestimmten Anzeige und Zuwiderhandlungen gegen die von Großherzoglichem Polizeiamt Gießen tn Gemäßheit deS § 1 erlassenen Anordnungen werden in jedem einzelnen Falle mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mk. bestraft. Gießen, den 16. Mai 1895. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Wolff, RegierungSaffeffor. Detttsche» Reichstag. 94. Sitzung. Donnerstag, den 16. Mai 1895. In dritter Lesung wird der Gesetzentwurf über den gegenseitigen Beistand bet Einziehung von Abgaben und Vollstreckung von Vermögens st rasen definitiv angenommen; ebenso die Vorlage über daS Militär-Relictenwescn und die Novelle zum Invaliden. fondS-Gesetz. Zweiter Nachtragsetat pro 1895/96, dritter Nachlragsetat tn erster Lesung. Abg Graf Limburg - Stirum (cons.) krittstrt die Hohe der beabflchttgten Ausgaben für die Verwaltung des Nord-Ostseecanals und beantragt die Verweisung deS NachtragSetatS an die Budget- Commifston. StaatSfecretär Bötticher bezeichnet den Etat als keineswegs fo opulent, rote ihn der Vorredner aufgefaßt habe. Im Uebrigen hätten sich die verbündeten Regierungen für eine Retchsoerroaltung deS EanalS entschieden. . , , m t ™ Abg. Lieber ((Str.) bemerkt, seine Partei sei für die Verweisung der Vorlage an die Budget Commission. Abg. H a m m a ch e r (nil.) schließt sich dem Namens seiner Partei an. Die RetchSverwaltung deS EanalS halte er für unerläßlich, aber auch gefpart müsse auf jeden Fall werden Abg. Richter (srf. Vp.) hätte es am Liebsten gesehen, wenn man mit den Forderungen vor Abschluß der Etatberathung hervor- aetreten wäre; gegenwärtig wäre eine Pauschalsumme das beste. Nachdem St-atSsecretär Bötticher noch einige Aufklärungen über die Absichten der verbündeten Regierungen gemacht hat, werden beide Nachtrag-etats an die Budgel-Commifston verwiesen. Letzter Gegenstand ist die Beratung des Zuck erstell er- Nothgesetzes nebst einem Anträge Pa asche über die Reform der Zuckersteuer. m Nach ergebnißlosen Auseinandersetzungen der Adgg. Paasche (ntL), Meyer Halle (frs. Vp.), Lieber (Ctr.) und Frese (cons.) findet et - Antrag Singer (Soc.) auf Vertagung wegen Beschluß- unfähigkeit die genügende Unterstützung. Die Nachzählung ergiebt nur die Anwesenheit von 169 Abgeordneten. Morgen 1 Uhr: Zuckersteuer - Nothgesetz und Petitionen. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondmz-Bureau. Köln, 16. Mai. Heute Vormittag erfolgte durch den Cardinal-Erzbischof Krementz in der erzbischöflichen Haus- capelle die Trauung deS Prinzen Alexander von Hohenlohe, Sohnes des Reichskanzlers, mit der ver- wittweteo Fürstin zu Solms-Braunfels. Bent, 16. Mai. Seit gestern ist ein allgemeiner starker Temperaturwechsel eingetreten. Bon heute Morgen liegen Schneemeldungen aus allen Theilen der Schweiz, der Alpen und der Jura-Hochebene vor. Der Verkehr auf der Berendner Bergstraße ist sehr erschwert. Am Fluelenpasse ist heute Mittag im meterhohen Schnee ein Postwagen stecken geblieben. Auf beiden Thalseiten mußten die Passagiere tn daS Hospiz zurückkehren. Aehnliche Meldungen liegen aus Wallis vor. Laibach, 16. Mai. Die geringen Erdschwankungen dauern fort. Jede Nacht sind zwei bis drei leichte Erdstöße zu verspüren, die jedoch keine Beunruhigung mehr Hervorrufen. Auf den Sirocco folgte während der Nacht ein Nordo ft sturm mit Gewitter und Regengüssen. Um 10 Uhr Vormittags ist Schneefall eingetreten. Die Unterbringung der Wohuungölosen in Baracken erfolgt nunmehr mit großer Beschleunigung. Mayuuga, 16. Mai. Reuter-Meldung. Im hiesigen Hafen landeten achtzehn französische Transport- schtfse. Die französische Vorhut kam in Beseva an. Depeschen deS Bureau .Herold". . Berlin, 16. Mai. DaS Abgeordnetenhaus wird am 29. Mai in die Ferien gehen, die bis zum 11. Juni dauern sollen. An eine Vertagung bis zum Herbst wird nicht mehr gedacht. Berlin, 16. Mai. In der Wah lprüfungs-Com- mtsston deS Reichstages ist heute das Mandat des Abg. Möller-Dortmund (natl.) mit 9 gegen 2 Stimmen für ungültig erklärt worden. Berlin, 16. Mai. Bet der heutigen Berathung des Berichts der Commission über den Antrag des Grafen Mirbach, betr. die internationale Regelung der WährungSfrageim Herrenhause, erklärte Ministerpräsident Fürst Hohenlohe, über diesen Antrag habe sich die Staats- regierung noch nicht schlüssig gemacht. Sie halte fest an der im Reichstage abgegebenen Erklärung, daß in der seit zwanzig Jahren fortgeschrittenen Entwerthuug deS Silbers die Ursachen wirthschaftlicher Nachtheile gefunden werden und Erwägungen zur Abhilfe derselben stattfinden sollen, sobald die zustimmende Erklärung sämmtlicher verbündeten Regierungen eingegangen sein werde. Er, der Ministerpräsident, werde eine internationale Regelung herbeizuführen suchen. Schließlich gelangte der Antrag Mirbach unverändert zur Annahme. Berlin, 16. Mai. Ein eigenartiger Conflict ist zwischen der Direction des städtischen Krankenhauses am Friedrichshain und dem duselb^ angestellten Assistentenpersonal zum Ausbruch gekommen. Wie dem „Berl. Tgbl." berichtet wird, ist sämmtlichen Assistenzärzten Seitens deS Magistrats zum 1. Juni gekündigt worden, weil dieselben sich angeblich eines unbotmäßigen Verhaltens gegen die Direction schuldig gemacht haben. Köln, 16. Mai. In weiterer Besprechung des Auftretens des Ministers v. Köller bleibt die „Köln. Ztg." dabei, daß der Minister auf einen Conflict hinsteuert und fordert, daß dem Reichskanzler tn seiner schweren, verant- wortungSvollen Stellung Rathgeber zur Seite stehen müssen, welche nicht den Anschein erwecken, als wollten sie Über den Kops Hohenlohes hinaus handeln. Die „Köln. Ztg." versichert, sie habe gründlich genug hinter die Coulissen geschaut, um beurtheilen zu können, wie gering augenblicklich im höheren Beamtenthum die Zahl tüchtiger Miniftercandidaten sei und wie die Mehrzahl von ihnen vorziehe, sich der Ministerstellung zu entziehen, weil ihnen die parlamentarische Schulung fehle. Köller fehle es nicht an reicher parlamentarischer Erfahrung- er habe in seiner bisherigen fiebenmonatlichen ministeriellen Thätigkeit die Ueberzeugung gegeben, daß sein burschikoser Standpunkt, daS „Wenn nicht, denn nicht", der Grundanschauung seines constltutionellen Denkens entspringe. Daß bei weiterer Durchführung dieses Standpunktes ein Stocken der Maschine oder ein bitterer Conflict mit dem Reichstage entstehe, bedürfe keiner weiteren Darlegung. ES dürfe sich empfehlen, die positiven Leistungen mit dem hochfahrenden, geringschätzigen Ton in Einklang zu bringen, denn ein schneidiges Wort wirke nur dann wohlthätig, wenn es von einer bedeutenden geistigen Kraft getragen werde. Leipzig. 16. Mai. Die auf Veranlassung des deutschen Kaisers den Veteranen gewährteFahrtermäßigung auf den preußischen Staatsbahnen zum Besuch der Schlacht selber von 1870 ist jetzt auch schon von einer ganzen Anzahl anderer Bahnen, z. B. der Großherzoglich badischen und verschiedenen Prtvatbahnen gewährt worden. Von einzelnen Bahnen wurde sogar ganz freie Fahrt auf den Strecken gewährt, wie solches dem Veteranen-Verbande in Leipzig mit« getheilt worden ist. Bei einigen Bahnen genügt eine Bescheinigung des VerbandS-Dorstandes als Legitimation. Laibach, 16. Mai. Heute Nacht trat nach eisiger Bora, bei einer Temperatur von 3 Grad unter Null, Schneefall mit Regen ein. Seit heute finden fortgesetzt Erdstöße statt. Rom, 16. Mai. Nach einer Wahlversammlung in Soinazzola wurde der Bürgermeister des Ortes, welcher die Candidatur des radicalen Candidaten Bovio befürwortet hatte, meuchlings ermordet. Der Bürgermeister befand sich in dem Augenblick, wo er getödtet wurde, in Begleitung des radicalen Abgeordneten Jmbriani. Paris. 16. Mai. lieber Montbrison ist gestern ein schreckliches Gewitter niedergegangen. Viele Pflanzungen wurden zerstört. Sechs Personen sind vom Blitze getödtet, acht verletzt worden.__________ Sitzung -er Stadtverordneten am 16. Mai 1895. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, Herr Beigeordneter Georgi, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Adami, Brück, Faber,. Flett, Habenicht, Helfrich, Heyligenstaedt, Homberger, Keller, Löber, Orbig, Dr. Ploch, Dr. Schäfer, Scheel, Schwall, Dr. Thaer, Vogt und Wallenfels. Vor Eintritt in die Berathungen theilt Herr Oberbürgermeister Gnauth mit, daß eine Anzahl Gegenstände, weil sie in den betr. Commissionen noch nicht erledigt werden konnten, von der Tagesordnung abzusetzen und auf diejenige der auf Freitag den 24. Mai anzuberaumenden Sitzung zu bringen seien; es sind dies von den für die öffentliche Sitzung vorgesehen gewesenen Punkten die Nrn. 3, 5, 8, 10, 12 (s. die Tagesordnung in Nr. 113). Zu dem Gesuch des Herrn Uhrmacher SpieS um Er- laubniß zur Benutzung eines leerstehenden Raumes zwischen Stadtthurm und Kirche auf die Dauer von zwei Tagen behufs Reparatur einer Thurmuhr wird nachträglich Genehmigung gegen die übliche Gebühr ertheilt- deSgl. zu dem Gesuch deS Herrn Apotheker Spies um Ueberlassung eines Raumes im alten Schloß zum Trocknen von Cannllen für die Dauer von 6 Wochen gegen eine Abgabe von 20 Mk. Das Gesuch des Herrn Metzgermeister Seng um Errichtung eines Anbaues an die der Wolkengasse zugekehrte Seite seines am SelterSweg belegenen Hauses wird beanstandet unter Berufung auf § 16 der Baupolizeiordnung, welche vorschreibt, daß ein Fünftel der Hofraithe unbebaut bleiben muß. In einem Gesuch des Herrn H. Schwall (Grünberger Straße) weist derselbe auf die Mißstände hin, welche der entlang seiner Hofraithe nach den Eichgärten hinziehende offene Fluthgraben durch Zuführung von allerlei Unrath mit sich bringt; der Gesuchsteller erklärt sich bereit, 100 Mk. beizu- steuern, wenn fragl. Graben in eine Rohrleitung verwandelt wird. Es wird auf Vorschlag dcS Stadtbauamts beschlossen, dem Gesuch stattzugeben, doch soll Gesuchsteller 200 Mk. zu den auf 500 Mk. veranschlagten Kosten beitragen und sollen die HauSanschlüsse durch die Stadt hergestellt werden. Der Besitzer der noch als Privatstraße geltenden Hof- mannstraße, Herr Winn, hat gebeten, daß die Stadt Veranlassung nehmen wolle, fragl. Straße behufs besserer Einfahrt aus der Frankfurter Straße, an letztere anzufügen. Das Stadtbauamt hat das Gesuch befürwortet, falls Gesuchsteller für Weiterführung deS aus der Frankfurter Straße kommenden Wassers sorgt und 160 Mk. zu den Kosten beiträgt. Die Versammlung beschließt demgemäß und spricht sich ferner, den Wünschen des Gesuchstellers entgegenkommend, dafür aus, daß Letzterem die Hälfte bei Uebernahme der Straße auf die Stadt zurückoergütet wird. DaS Gesuch des Vorstandes der Alice schule um Ueberlassung der Turnhalle in der Schillerstraße an einem Nachmittag der Woche wird genehmigt unter Festsetzung der üblichen Vergütung für Reinigung, Heizung und Beleuchtung. Großh. Polizei amt hat über eine Anzahl von Klagen berichtet, die wegen des beim Transport und Abladert von Metallgegenständen, insbesondere Schienen und Trägern, entstehenden belästigenden Geräusches erhoben worden sind- dem Bericht ist der Entwurf einer Polizeiverordnung beigefügt, wie solche in Darmstadt und Worms bereits bestehe«. Herr Oberbürgermeister Gnauth berichtete hierzu, daß sowohl in der Bau- wie in der juristischen Deputation Stimmengleichheit geherrscht habe, und der Befürwortung de» Entwurfs gleiche Bedenken gegenüber gestanden hätten. Der Ent- wurf wird nach eingehender Besprechung, an welcher sich die Herren Heyligenstaedt, Wallenfels, Homberger und Oberbürgermeister Gnauth betheiligen, angenommen. Die Verordnung lautet: § 1. Bei dem Auf- und Abladen und bei dem Transport von Gegenständen, welche beim Herabwerfen oder bei dem Transport auf Wagen ein starkes Geräusch verursachen, wie eiserne Tragbalken, Schienen, Metallröhren und Stangen, Bleche, Ketten und dergl., sind solche Einrichtungen zu treffen, daß belästigendes Geräusch vermieden wird. Namentlich müssen derartige Metallgegenftände, welche bei dem Trankport durch Aneinanderfchlagen ein starke» Geräusch verursachen, in zweckentsprechender Weise mit Stroh oder anderem geeignetem Material unterlegt, oder so fest j miteinander verbunden werden, daß der Lärm thunlichst vermieden wird. Solche Gegenstände dürfen beim Abladen nicht vom Wagen herabgeworfen, sondern müssen gegebenen Falle» unter Anwendung geeigneter Vorrichtungen, langsam herab- gelassen werden. — § 2. Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Bestimmung werden in Gemäßheit deS § 366 pos 10 des Strafgesetzbuches mit Geldstrafe bis zu 60 Mk. oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft. — § 3. Diese Polizeiverordnung tritt mit dem Tage ihrer Verkündigung in Kraft. DaS Gesuch des Herrn Bierbrauereibefitzer» I. Fort sch um Erlanbniß zum Betriebe einer CalUiueuwirthschast in OSwaldSgarteu für die Dauer der Bauarbeiten für das Mittelrheinische Turnfest wird abgelehnt. Die Commission hatte sich dahin au-gesprochen, daß mehrerer am O-waldS« garten liegender Wirtschaften wegen ein Bedürfniß zu der, auch vom geschäft-führenden Ausschuß de» Turnfeste» befürworteten, Errichtung einer (Santine nicht vorliege. CocaUs nnö Leoni nzielles. Gießen, den 17. Mai 1895. •• Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 15. Mai den Ingenieur Theodor Baent sch au» Sandersleben zum Fabrik-Inspektor für den Auffichtsbezirk II (Provinzen Rheinhessen und Ober- hessen) zu ernennen. ** Militardienstnachrichten. v. Holwede, Oberst und Commandeur des 5. Bad. Jnf.-RegtS. Nr. 113, unter Beförderung zum General Major, zum Commandeur der 49. Jnf.- Brigade (1. Großh. Hess.) ernannt. Feldt, Major ä la suite deS Jnf.-RegtS. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 und Eisenbahnlinien-Commissar in Königsberg i. Pr., als Bataillons - Commandeur in das Gren.-Regt. König Friedrich II. (3. Ostpr.) Nr. 4 versetzt. v..Oppeu, General- Major und Commandeur der 49. Jnf.-Nrig. (1. Großh. Hesi.) in Genehmigung seines Abschiedsgesuchs mit Pension zur Disposition gestellt. • * Baggerei belr. Wie wir hören, beabsichtigt Großh. ; Polizeiaml Gießen in Zukunft ein scharfes Augenmerk auf ! die Baggerarbeiten in dem Lahn bette und die mit denselben für die Anlieger verknüpften Mißstände und Betheiligungen zu richten. Infolge mehrfacher Klagen von Seiten der Grundbesitzer, deren Acker ober Wiesen an denjenigen Thetl der Lahn stoßen, woselbst die Baggerei in größerem Umfange betrieben wird, hat sich die Behörde veranlaßt gesehen, ein neue« Reglement zu erlassen, welches nicht nur Unterlassung der Anzeige unter Strase stellt, sondern auch mit Strafe denjenigen Unternehmer bedroht, welcher . den ihm von der Polizeibehörde gestellten Bedingungen nicht i nachkommt. • • Landwirtschaftliche Ausstellung. Der Bau- und » Platzausschuß beschäftigte sich in seiner gestrigen Sitzung mit der Bertheilung der Räume und Bauten auf die einzelnen Ausstellungsgruppen- es wurde für zweckmäßig sowohl im Interesse der Aussteller wie der Besucher gehalten, die Gruppen möglichst geschlosien für sich vorzusühren. Neben dem OSwaldSgarten als Hauptausstellungsplatz wurden für die einzelnen Gruppen ins Auge gefaßt die unteren Räume der Stadtknabenschule, die Turnhalle und der Hof der Stadtknabenschule, die Aliceschule, die Turnhalle des Turnvereins, der Lahnstein, der Platz zwischen Steinstraße und Nordanlage, die Stallungen am Viehmarktplatz (Jungblut u. s. w.), der Viehmarktplatz selbst und wenn nöthig der Schweinemarktplatz. Der Vorsitzende wurde ermächtigt, Verhandlungen wegen Ucberlaffung bezeichneter Räume und Gebäude einzuleiten, Beschluß über die Ver- theilung der Ausstellungsgruppen auf den zur Verfügung stehenden Raum soll nach Fertigstellung von Lageplänen gefaßt werden. • * Deutsch - Oesterreichischer Alpeuvereiu. S ection Gießen. Bericht über den Ausslug am 12. Mai. (Schluß.) Auch hier kurze Rast, bei des Dorfschenken reicher Aepfelweinspende, angenehm verbracht in einer fröhlichen Damen- und Herrengesellschaft aus Butzbach, für die unser liebenswürdiger Herr Vereinsphotograph au» Dank für ihren launig-munteren Willkommengruß in richtiger Erfassung deS Moment« eine unter fachmännischer Assistenz schnell aufgebaute Mab arrangirte Gruppe aufnahm. Nun weiter nach zunächst ziemlich sonnigem unb steilem Ausstieg alSbann hinab inS breitere, nicht minder schöne Usathal gen Schloß Ziegenberg, das von unserer Seite au« erst kurz vor unserer Ankunst sichtbar, um so imposanter und stolzer in seiner ganzen stattlichen Längsseite auf dem au« dem Thale sich schroff abhebenden Bergsattel vom WirthShauSgarten au« bei angenehmer Raft unter schattigen Baumriesen sich zu beschaulicher Würdigung darbot. Bei dem im Usathale zunächst fortgesetzten Marsche ließ gar bald ein total abgeholzter Bergrücken seinen schmerzlichen Verlust durch seine sonnige Gluthspende in seiner ziemlich bolzklobigen Manier nachdrücklich fühlen, wa« ihm namentlich einige zur Körperfülle neigende Herren bei der ihnen angeborenen Gutmüthigkeit um so wärmer nachempfanden, al« sie sich von einem rationellen Betrieb dieser Abforstung in ihrer augenblicklich sehr heißspornigen Stimmung nicht überzeugen konnten. Doch auch dieser, in manchem Antlitz hochroth marfirte Moment war bald vergeffen, da wir kurz darauf auf die bequeme Fahrstraße einbogen, um im an» muthigen Thale gen CranSberg zu pilgern, da« schon auf weitere Entfernung hin mit seinen auf beiden Wegseiten reichlich angebrachten Holzbildern be» gekreuzigten Herrn seine confessionelle Schcidewanb bocumentirte. Wenn nun auch keine fromme Wallsabrerschaar mit fliegenben Standarten durch ba« Thal zog unb augenblicklich kein boppelter Choral den weiten GotteSgarken grüßte, so konnte doch immerhin ein breit und hoch etagenförmig aufgebauter Stellwagen mit seinem in lang verhängten Zügeln dahintrabenden Dtererzug und seinen sröhlich von ihrem luftigen Sitze heradgrüßenden Jnsaffen eine rege Phantasie bei der landschaftlichen Staffage um so mehr in höhere Gebirgsgegenden entführen, als nun auch ba« auf steiler felsiger Anhöhe gelegene, mit seinen malerischen Thürmen und Giebeln stolz emporstrebende Schloß CranSberg uebft den vom Thale au« sich ring« um die Burg gruppirenden Häusern de« glelchnamigeu Orte« für ba» prächtige Stimmungsbild ben geeignetsten H im ergründ bot, wa« uns sichtlich und nachhaltig feffelte. Doch auch von diesem landschaftlichen CabinetSstückchen trennte un« nur allzubald der unerbittlich vorrückende Zeiger der Uhr mit gebieterischer Nolhwenbigkeit, aber bald waren wir nach kurzem anstrengendem Marsche auf die un» gegenüberliegende Höhe wiederum reichlich entschädigt, denn eine von dem vor un- liegenden Hochplateau au- sich darbietende, durch kein Wölkchen getrübte Fernsicht über deS Taunus grüngeschmuckte Höhen und Tiefen bis zu be» Feldberg» majestätisch hervorragender WaldeSkrone ließ un» von Neuem ihre Naturherrlichketten in vollen Zügen genießen, während vor un» der vornehme steilsteife Herr v. Winterstein schon ungeduldig unsere» Besuche» harrte, wa» einige Herren veranlaßte, im eiligsten Touristen- schritt zu respectvoller Anmeldung vorweg zu pilgern, während daS Gro» der Gesellschaft mit weiser Fürsorge für ba» Gemeinwohl rrotz ihrer touristischen Ausbildung angeficht» de» nun bequem zu erreichenden Ziele» e» vorzog, im langsameren Kurschritt nachzufolgen, zumal trotz der in diesen Tagen anzutretendtn Herrschast der gestrengen Herren Pankratius und ServmiuS kein kühles Mailüfterl wehen wollte. An den in breiten Steinschichten sich austhürm enden Halden deS KaiserschachteS vorübermarschirend, erreichten wir in bequemer Wanderung daS unferne ForsthauS am Fuße deS Winterstein», um von hier aus nach höchst willkommener längerer Rast unb bet nöthigen Restaurirung nunmehr in vorgerückter Nachmittagsstunde zu einer vornehm rechtmäßigen Zeit unseren Besuch auSzusühren. Nach allergnädigstem und freundlichstem Empfange bot er uns einen weiten und freien, durch die mild sich allmälig anmeldende Abendsonne sanft verklärten Ausblick über da« in frischestem Grün erglänzende Waldmeer und andererseits über die lachenden Fluren der gesegneten Wetterau mit ihren schmucken Dörfern und Städten, während aus fernem Norden Freund HauSberg uns seinen letzten Scheidegruß für den heutigen Tag herübersandte. Zu dankbarer Erinnerung an den herrlichen Genuß der prächtigen Fernsicht ward auch hier eine photographische Aufnahme schnell vollzogen, um in fröhlichster Stimmung über Ockstadt gen Friedberg thalabwärts zu eilen unb hier im Hotel Trapp nunmehr burch ein confistenteS Mahl eine nicht minber angenehme Erinnerung mehr dem genußreichen Tage hinzuzufügen, worauf beim behaglich kühlen Abendtrunke in dem schönen Garten des Windecker'ichen FelsenkellerS bei einem pächtigen Ausblick über breite Wiesengelände auf daS nahe Bad der größere Theil der Gesellschaft im munteren Austausch der noch frischhaftenden Eindrücke zusammenblieb und bann zu rechtmäßiger Zett (>/t9 Uhr) von ber alten Reichsstadt Abschied nehmend, ben schon mit einem früheren Zuge nach Gießen vorweg geeilten Herren zu folgen, wo man sich alsdann in der einmütigen Stimmung unb bem frohen Bewußtsein trennen konnte, einen köstlichen Tag mehr in seinem LebenSbuche mit hehren Zügen in dankbarer Erinnerung einzeichnen zu können. * *W. Uhrmacher Telegtrten Versammlung. Gestern Nachmittag tagte im Hotel Schütz eine Versammlung von Uhrmachern, um über ihre gewerblichen Angelegenheiten zu berathen. Die Uhrmacher - Vereinigungen der Provinz Oberheffen unb Hessen-Nassaus waren burch Delegirte vertreten. ES wurden für den im Monat August d. I. zu Mainz für Süd-Westdeutschland stattfindenden großen Uhrmachertag als Abgeordnete gewählt die Herren Schmidt-Gießen, Spörhase-Marburg und Brauneck-Wetzlar. Nach Schluß ber Beratungen begaben sich ble Fachgenoffen auf die „Schöne Aussicht". * * Unsere neue Ruine, der angefangene Neubau hinter dem Merz'schen Hause an der Bahnhofstraße, welcher nun schon seit 8 Jahren von der Westanlage sichtbar und die Bewunderung jedes Fremden erregt, wird jetzt verschwinden. Der jetzige Besitzer des Hauses, Katz-Frankfurt, kann mit den Baufragmenten nichts ansangen und hat den Maurermeister Winn angewiesen, den Abriß so schnell als möglich zu bewerkstelligen. DaS Vorderhaus soll zeitgemäß nach Plänen der Archilecten Stein & Meyer umgebaut werden unb erhält an ber Ecke einen kuppelartigen, schön - wirkenben Ausbau. Zu ebner Erbe werben Läden hergerichtet. * * Darmstadter FrnhjahrSpferdemarkt. Bei ber vorgestern Nachmittag 4 Uhr begonnenen Vcrloosung fielen auf die ersten 19 lebende Gewinne der Reihe nach folgende LooSnummern: 13,080, 36,146, 38,594, 32,849, 31,955, 12,697, 13,666, 1678, 9851, 16,771, 16,123, 30,979, 16,288, 19,090, 24,802, 33,878, 39,809, 17,182, 20,508. • • Der 22. deutsche Gastwirth-tag findet inLiegnttz vom 25. bis 27. Juni statt. Bon Seiten de« deutschen Gast- wirthS-Verbande-, welcher in über 200 Vereinen 17,000 Mitglieder in allen Gauen Deutschland« zählt, werden 800 biS 1000 Teilnehmer bei dem GastwirthStage erwartet. Die (Sartenftabt Liegnitz wird sich bestreben, ihren alten Ruhm ber Gastlichkeit aufs Neue zu bewahren. Holzheim, 16. Mai. Vom 1. Mai ab wurde der hiesige Ort, welcher bis dahin zur Postagentur Gambach gehörte, der Postagentur Lang-GönS zugetheilt und findet jetzt täglich zweimal eine Personenpostbeförderung zwischen hier unb Lang- Gön» statt. Herr Briesträger Engel, seither in Gambach stationirt, wurde nach Lang-GönS versetzt. Sambach, 16. Mai. In der Nacht vom Montag zum Dienstag ertränkte sich ein circa 52 Jahre alter hiesiger Bewohner in der unweit be» Orte» vorbeifiießenden Wetter. Ein körperliche» Gebrechen, welche» den Mann am Arbeiten hinderte, dürfte die Ursache seine» gesuchten und gefunbenen i Tode» gewesen sein. M. W. AuS der mittleren Wetters», 15. Mai. Im vorigen Jahre brachte ber „Gießener Anzeiger" eine längere Mitteilung über Hochzeitßgebräuche in Oberheffen. Wir - möchten diese durch nachfolgende Nottzen über Gebräuche bei Verlobungen ergänzen. Sobald e» in einem Dorfe bekannt wird, daß e» ein Brautpaar gegeben hat, versammelt sich da» lebige junge Volk in bem Locale, wo die Brautlaterne ausbewahrt wird. Diese Laterne besteht ganz au» Gla», und wird auf einem Stabe dem Zuge der jungen Leute Dorangetragen, auf einer Scheibe der Laterne ist ein Bildniß angebracht: ein junge» Mädchen erhält von einem jungen Manne einen Blumenstrauß. Es wird ein Licht in die Laterne gestellt, damit da« B ldniß hübich beleuchtet ist. Run wirb da» Brautlied angestimmt, deffen erste Strophe folgendermaßen lautet: „Mir gefällt da» Ehestand»leben, bester al» das Klostergeben- in da« Kloster mag ich nicht, ich bin zu der Eh verpflicht'." Vor dem Brauthause wird Halt gemacht und da» Lied zu Ende gesungen. Ist der Bräutigam nicht anwesend, so löschen die Bewohner die Lichter au» und da» junge Volk zieht wieder ab; ist der Bräutigam aber da, so erscheint er mit der Braut am Fenster und dem Paare wird ein Hoch ausgebracht. Daraus werden noch einige Lieder gelungen - in der Regel: „Da» Lieben bringt groß Freud" und: „Wir winden Dir den Jungfernkranz". Darnach spendet der Bräuttgam ein Geldgeschenk, die jungen Leute ziehen nach einem WirthSlocale und trinken auf da» Wohl deS Brautpaares so lange, al» baß Geldgeschenk vorhält. An vielen Orten ist eS Sitte, daß vor dem Brauthause mit den Peitschen geknallt wird- je stärker es knallt, desto bester ist die Vorbedeutung für die künftigen Eheleute. An andern Orten wirst man alle Töpfe, blecherne Schüsseln und Kannen vor baß Brauthauß. Je mehr Töpse („Dippe") geworfen werden, desto größer die Ehre. Daß Singen der vrautlieder unb baß Spenben eineß Gelbgeschenke« wirb dabei nicht versäumt. Bei einem kürzlich vorgekommenen Falle waren zwei Wagen nöthig, um am folgenden Morgen die Scherben wegzubringen. Scherben bedeuten Glück für die Braut, heißt e» im volkßmunde. A Mainz, 16. Mai. Der Commandeur de» 11. Armee- Corp«, General der Infanterie v. Wittich, ist heute Nachmittag zur Jnspection der Truppen der Garnisonen Mainz und Kastel hier angekommen. — Hier ist ein Dachdecker- strike in Sicht. Die Gesellen verlangen eine Lohnerhöhung von der nächsten Woche ab und haben den Meistern ein Ultimatum gestellt, in welchem angedroht wird, sall» die Forderungen nicht bewilligt werden, die Arbeit niederzulegen. Da in diesem Jahre daß Bangeschäst vichtß weniger wie flott geht, so dürsten die Dachdeckergehilsen schwerlich etwa» erreichen. — Wegen Majestätßbeleidigung würbe in ber letzten Sitzung der hiesigen Strafkammer der 58jährige, sehr gut beleumundete, reich begüterte Ackersmann Kronenberger au« EberSheim zu drei Monaten Gesängniß verurteilt. Kronenberger hatte in einem WirthShau» polt- tisirt, über die schlechten Zeiten und die traurige Lage der Landwirtschaft geklagt, über den Culturkampf roifonnirt und dabei in seinem Eifer dem Weingla» tüchtig zugesprochen, so daß er schließlich durch baß viele Trinken, Sprechen und Rauchen in einen nahezu besinnungslosen Zustanb gerieth. In dieser Bersastung hatte er auch die Person de» Kaiser» in da» Bereich seiner Kritik gezogen und hierdurch sich eine Beleidigung zu Schulden kommen lasten. Die beleidigende Aeuße- rung ist dem Gerichte durch eine anonyme Zuschrift zur Kenntniß gelangt. — Die zwei Bewohner von Gonsenheim, die in der Nacht vom verflostenen Samstag auf Sonntag an den militärischen Schießständen einen Posten ver- h^öhn 1 en und anzugreifen drohten und daher ben letzteren zum Gebrauch seiner Schießwafie nökhigten, find wegen Widerstand und Beleidigung in Untersuchung gezogen. Letztere wird von einem au» Militär- und CivUrichtern gebildeten gemischten Gerichte geführt. Mainz, 15. Mai. Eine hier abgehaltene Versammlung de» Landwirthschastlichen Verein» für die Provinz Rheinhessen nahm den genossenschaftlichen Verkauf de» Getreide» in Aussicht, um dem Zwischenhandel so viel wie möglich zu entgehen. Im Herbste soll zum ersten Male da» Drusch-Ergebniß in den Getreidespeicher der Stadt Matnz eingelagert werden. In der ganzen Provinz sollen (Betreibe» Genossenschaften gebildet, besonder» aber darauf hingewirkt werben, baß bie Landwirte im Interesse eine» leichtere» unb besseren Absätze» einheitliche», möglichst gleichmäßige» Getreibe bauen. Sauer Schwabenhei«, 16. Mai. Einem hiesigen Bürger würben tiefer Tage von ruchloser Hand in seinem Weinberge 900 Rebstöcke abgeschnitten. Eine Spur ber Thäter hat man biß jetzt nicht ermittelt. Verkehr, Caw^» unö Volf»ivirtbid>ofL S Herchenhain, 14. Mai. Der heute hier abgehaltene Vieh- markt (Walpuratßmarki) war in Rindvieh schwach, In Schweinen stark befahren. Aulgetrteben waren etwa 70 Stück Rindvieh, meisten« Großvieh. Verkauft wurden frischmelkende Kühe da» Stück 250 di» 350 Mk., gewöhnliche Milchkühe tu 200 di» 250 Mk. .kälber, 3 di» 4 Wochen alt, wurden |u 25 di» 30 Mk abgeietzt. Fettvieh kostet« der Gentner Schlachtgewicht 60 bi» 65 Mk Bei Zuchtvieh waren die Preise dieselben wie seither, find dagegen bei Schlachtvieh etwa» zurückgegangen. An Schweinen warm 1200 Stück, meisten» junge Ferkel, aufgetdeben und wurde ziemlich viel hierin verkauf«, da» Paar, 6 biß 8 Wochen alt, kostete 90 bi» 40 Mk , da» Paar 8 bi» 10 Wochen alte 45 bi» 55 Mk. Zuchtschweine kofteim ba» Stück 65 bi« 75 Mk. Fette Schweine kosteten da« Pfund Schlachtgewicht 38 bi« 42 Pfennige. Der nächste Markt findet Montag ben 17. Juni und Dien«tag ben 18. Juni L I. statt. Am 17. Juni ist vullenmarkt. Anzeige« der Stadt Gictzen. E»»»gelifche • e■ einbt. <8 o 11 e « b t e n ft Sonntag den 19. Mai Rogate. A« Mi euetfirdM. vormittag« T/e Uhr: Bfarrer Schlosser, vormittag« 9'/, Uhr: Pfarrverwalter Dr. Grein- vormittag« 11 Uhr: Militärgotte» bienst. PfarrerDingeldeg- Nachmittag«2»/,Uhr: Kinderkirche. Pfarrverwalterve.Grein. ®on*er«taflbm23. Mai. »immtlUbrifftn. Vormittags S'/, Uhr: Pfarroerwalter Dr. Grein. Der NachmttlagsgotteSdtensr wird in der FrtedhofScapelle gehalten. 3« der AohauueSkirch^ Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Bormittaß« 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johanneb- gemeinde. Pfarrer Dr Naumann. Vormittags 7a/< Uhr: siebe Stadtkirche. _ Himmelfabrttag wird Nachmittagsgottesdienst gehalten um 2 Uhr in der FrtedhofScapelle. Kathsltfche «emeinle. Sonntag, den 19. Mai 5. Sonntag nach Ostern. Samstag: Nachmittags um 4l/i Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Vormittags von 6>/, Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; • um 6V| Uhr erste hl. Mesie; » um 7Vi Uhr AuStheilung der hl. Communton: • um 8 Uhr zweite hl. Mesie; MilitLrgottesdienst mit Predigt; „ um 9V, Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr Christenlehre. DienStag und Freitag Abend um 6*/i Uhr ist Maiandacht. vottesdienst in der Synagoge. SamStag, den 18. Mai. Vorabend Ubr, Morgens 8» Uhr, Nachmittags 4«> Uhr, SabbathauSgang 90) Uhr. I Gottesdienst der israelittscheu ReligionSgesellschatt- Abend 7« Uhr SamStag Vormittag 8°°Uhr. Predigt 300 Ubr, Nachmittag 4 ° Uhr, Sabbath. Wochmgottesdienst Morgens 6 Uhr, Abends 9 Uhr. »etein färJüNf*« «efchiwte «vd Literatur» _____________Wetzsteingasie 8, Nachmittags 3 Uhr. 238 sch rffsnaeh richten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen oct treten durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof. «w Äcttce Darmst. Bk. Lcttcn । 81.16 —1167 60 --44.16 5oti 46)- Aie Heutige Kummer umfaßt 6 Seite« 8825 3800 Frau Ä. Lchaefer, Goethestrohe 40- 84.96 108 06 1024» 103 90 98.65 104 85 000.00 106.10 Ät. »ahne, SelterSweg 26. 102.00 10120 10650 «BW 90 frrtnfauet. Engi. 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