5BT 8Vertitl8. ja» "U rankf«^. S 18l> c°mponirt 1826. Her™ k'w M larfen-Zither, 577 Neuheit: structiou, herr- Tonfälle. 8 und franco. ächunzm. estratze 81 !• Stock per sofort oder nmet mit allem Zubehtr, c zu vermiethm. Zu er- )eg67Leirart0ki«».N7 dritte Siock, 7 Zimmer f per 1. April 1895 zer *etrl I. Ww„ Neuenweg A. t Wohnung von eia e Znvth-r u. Wafler« r sofort rvmt. später eu roantnftratze 25. str. 32, 6 Zimmer mit lomf., (Sartenantfr, gleich Sstaveg 44, 2. 6to sche in dieser Richtung zu entsprechen versucht, indem sie die betr. Gehaltsklaffen nach tadelloser Führung und mit Wirkung der ersten dienstlichen Verwendung nach bestandener Destnitorialprüsung wie folgt festsetzt: Klaffe I mit 1650 Mk. bis zu 5 Dienstjahren) Klaffe II 1900 Mk. bis zu 10 Dienstjahren ; Klosse III 2150 Mk. bis zu 15 Dienstjahren- Klaffe IV 2400 Mk. bis zu 20 Dtenftjabren- Klaffe V 2650 Mk. bis zu 25 Dienstjahren; Klosse VI 2900 Mk. bis zum 30. Dienstjahre und Klaffe VII 3150 Mk. vom 31. Dienstjahre an. Die Ausschußmojorilät will jedoch die Scala mit dem 25. Jahre beendet wissen, während die Minderheit der Regierungsvorlage zustimmt. Die Regierungsvertreter, Geh. Staatsrath Knorr und Oberschulrath Sold an, begründen den Standpunkt der Großh. Regierung. Die Re« gierung halte es der Billigkeit entsprechend, auch an den Gymnasien, Realgymnasien und Realschulen bei den seminaristisch gebildeten Lehrern ein Auslücken in die verschiedenen GehaltSklaffen nach dem Dtenstalter eintreten zu lassen und zugleich, da hier ein Urnerschied nach den verschiedenen Städten sich nicht empfehlen wüi de, den Höchstgehalt mindestens so hoch zu bemeffen, wie das Dienfteii kommen sich in Mainz beläuft, also in.derjenigen Stadt, wo die höchsten Beträge eingestcllt sind. Auch die seminaristisch gebildeten Lehrer an den Taubstummenanstalten sollen in gleicher Weise behandelt werden. An diesen Anstalten beständen zur Zeil 10 Stellen, sür welche ein Durchschnittsgeholt von 2289 Mk. vorgesehen sei. Damit glaube die Regierung, allen Wünschen gerecht geworden zu sein. Für den Antrag der Regierung sprechen die Abgeordneten Wolsskehl, Bähr, Schönberger und Berg st räßer. Für den Antrag der Majorität des Ausschuffes sprechen die Abgeordneten Ullrich, Schmidt und Dr. Schröder. Der letztere führt aus, daß es an der Zett sei, auch an die Aufbrfferung der Volksschullehrer zu denken. Er wiffe wohl, daß deren Gehalt seit 20 Jahren dreimal aufgkbessert sei. Er verweist abcr darauf, wie erbärmlich schlecht die Volksschullehrer früher gestellt waren. Wie weit man darin gehen müffe, sei Sache der Regierung. Er müsse aber auch dem Abg. Ullrich betftimmen, daß man die Wohlthat der Gehaltserhöhung nur den Oberen zu Theil werden laffe. Auch die untere Maffe müsse berücksichtigt werden. Auch in der Socialpolitck sei man aus Verbefferung der Lage der unteren Maffe bestrebt. — Nach erfolgter Abstimmung wird die Regierungsvorlage mit großer Majorität angenommen und der Antrag der Ausschußmajorität ab- gelehnt. Eine Vorlage der Regierung auf Gewährung der Mittel sür Anstellung und Besoldung eines Directors der psychiatrischen Klinik zu Gießen wird ohne Debatte genehmigt. Hierauf tritt daß Haus in die Berathung des Antrags Mühlberger u. Genossen, die Uebernabme der Kosten der Volksschule auf die Staatskasse. Die Aus- schußmajorität ist der Ansicht, den Antrag aus Gründen der vorerstigen N'chtdurchführbarkeit sür erledigt zu erklären. Nicht so der Abg. Schröder, welcher ein Ersuchen an die Regierung wünscht, dieselbe möge Vorsch äge machen, wie allmählig und Planmäßig die persönlichen Ausgaben für Volksschulen vom Staat übernommen und damit die Gemeinden nachhaltig und dauernd entlastet werden können. Ferner wünscht der Abg. Schröder eine Vorlage der Regierung, wie unter entsprechender Deckung des Ausfalls für die Gemeinden überall im Lande die Erhebung von Schulgeld für den Unterricht an den Volksschulen bald allgemein beseitigt werden könne. — Abg. Haas-Offenbach beantragt, diesem Antrag noch hinzuzufügen, daß eine gerechte Aus- gleichnng der Kosten für die Gemeinden unter sich bis zur Uebernahme der Kosten durch den Staat unter staatlicher Beihülfe erstrebt werde. — Geh. Staatsrath Knorr erklärt, die Regierung sei nach wie vor nicht der Ansicht, daß u«sere Schullasten in wesentlicher Weise anders zu gestalten seien. Sie sei im Gegentheil der Ansicht, daß arme Gemeinden sich in dem jetzigen Berhältniß bester stehen als bet Ucbernahme der Kosten auf den Staat. Die hierdurch erwachsenden Lasten müßten dann doch in Steuern ausgeschlagen werden und würden den einzelnen Gemeinden dann zur Last fallen. — Abg. Metz-Gießen steht auf dem Standpunkte der Regierung und wird für die AuS'chußmehrheit stimmen. Ebenso der Abg. Muth. — Abg. Ullrich freut sich, daß er seinen auf dem 25. Landtag gestellten Antrag heute wtederfinde. Seine Freunde im Hause standen wie er auf dem Standpunkt, daß es billig und recht sei, die Schul- kosten auf den Staat zu übernehmen. — Nachdem noch die Abg. Breimer, Heidenreich, Lautz, Friedrich u. A. sich für die Anträge der Abg. Haas und Schröder ausgesprochen, wird dieser Antrag mit 26 gegen 16 Stimmen angenommen. — Der Antrag Mühlberger u. Genossen wird gegen 14 Stimmen abgelehnt. Damit wird die Sitzung geschlossen. Deutscher Reichstag. 16. Sitzung. Mittwoch, den 16. Januar 1895. Auf der Tagesordnung steht zunächst der Antrag des CentrumS, Betreff mb Aufhebung des JesuttengesetzeS. Abg. Graf Hompesch: Wir werden immer wieder und immer wieder unseien Antiag tinbringen, so lange bis unser Verlangen erfüllt ist. (Bravo im Cenirum). Die Ablehnung desselben ist eine V rlkhung ur seres Bewußisetns und der uns gewährleisteten R.ltgionssreiheit. Es ist dow auch wirklich nicht zu viel verlangt, wmn wir dieselben Rechte für uns Widern, welche den anderen Confessionen gewährt si> d. (Beifall). Gerade die katholischen Parteien wirken in allen Ländern für Sitte, Religion und Ordnung, und da ioll man ihnen doch nicht die Mittel enUi.h.n, mit denen sie für all-s dt.s eintreten können. (Beifall 'M Centrum) Abg. o. Manteuffel (conf.): Meine F'eunde werden aus denselben Gründen, wie im Vorjahre, gegen den Antrag stimmen. Unserer Ansicht nach steht der vorliegende Antrag in keinem Zusammenhänge mit der in voriger Woche beratenen Vorlage. Abg. Schroeder (stets. Vgg.): Es handelt sich hier um zwei ganz versch'edene Weltai-schauunaen. Der Staat, der den Gegensätzen beider Weltan chauungen Raum geben wollte, würde nicht nur zu einer römisch - katholischen Kirche, sondern zu einem römisch- katholischen Staate gelangen. (Gelächter im Cenlrum.) Mit einem Theil meiner F evnde lihne ich bm Antrag ab. Abg. Kwtleckt (Pole) ert art kurz, seine Partei trete aus denselben Gründen, wie tm Vorjahre, für den Antrag ein. Abg. Liebknecht (Soc): Wir stnb Gegner jeder Ausnahmegesetze, alio auch der Jciuttengtsttzgebung. Auf d-m bürgerlich- poitilchen Gebiete find die Jefuttin viel fr.iheiiltcher als die P otrstanten. Man schimpft über die Jesuiienmoia ; aber die bü.gerl che Gesellschaft ta- selber eine Jesuuenmo al. Gestern Abend ist in Frankreich der Präsident, der von der bürgerlichen Gesellschaft als Verlr ter des Kampfes gegen den Umsturz erwählt war, gestürzt worden. So wird es auch hier gehen. Abg. Dr. Marquardfen erklärt kurz, dir Nationalliberalen ständen dem Anträge genau so ablehnend gegenüber, wie im Vorjahre. Abg. R'ckert (freis. Vgg.) bittet, heute die zweite L-sung des Antrages Hompesch noch nicht vorzanehmen. Eomtuell, falls das doch geschehe, wiederhole er hiermit seinen vo jährigen Antrag auf Abänderung bezw. Abschwächung dcs I suitenges»tzes. Abg. v. Stumm (Reickep.) gtebt Namens feiner Partei die kurze Erklärung ab, baß bitfelbe, wie im Vorjahre, ben Antrag Hompesch ablehne. t _ Abg. Forster (Antisemit) beschränkt sich darauf, seine Zustimmung zu d.m Vorschläge Rickerts auszusprechen, die zweite Lesung heute nicht vorzunehmen. t , Abg. Lieber (Centrum): Unser Antrag, dem gegenüber das Schweigen des Herrn Vertreters der verbündeten Regierungen de- deuisam ist, ist lediglich aus E'wägungen des Rechis und der Gerechtigkeit entsprungen. Den heutigen Rednern bin ich dankbar, daß sie sich aller Angriffe auf die Jesuiten enthalten haben. Herr Sch oeder hat darin Recht, daß es sich in der! bat um einen Kampf zweier Weltanschauul>grn handelt, ober dieser Kampf wird nicht mit den geeigneten Mitteln gekämpft, wenn die Mehrheit die Minderhett unterdrückt. Daß, wie man gesagt hat, die Stellung des Centrums zur Umsturzvorlage von der A-rnahme oder Ablehnung betz J.sutten- antrages abhängt, ist eine völlig mißverständliche Auffassung der Ausfüürungen der Centrumsrebner. Wir sind bamit einverstanden, baß bie zweite Berathung morgen staltfindet. Die zweite Berathung wirb von ber Tagesordnung abgesetzt. Es folgt bie Berathung einer Reihe, von Conservattoen unb Centrums-Abgeorbneten gestellten Anträge auf Abänberung ber Gemerbeorbnung, betr.SDr.ganifation des Handwerks, sowie Confumoereine. Abg. Jacobskoetter (Cons.) befürwortet zunächst seinen Antrag, welcher bm Be'ähigungsrachweiS für bas Hanbwerk etn- sühren unb den Consumoeretnen ben Waarenverkauf an Nichtmit- glteber verboten w ssen will. Abg. Gamp (Retchsp.) empfiehlt Errichtung von staatlich unterstützten Gewerbebanken, welche ben Hanbwerkern mit Gelb, zu billigem Zinssätze zu Hülfe kämen. Auch für die Organisationen des localen Unterbaues ber Hanbwerkerkammern müsse ber Staat Mittel zur Verfügung stellen. Abg Euler (Centr.) empfiehlt Einführung des Befähigungsnachweises. Der Manchesterlich liberalen G>fitzgebung, der schrankenlosen Gewerbefreiheit verdanke man ben Niedergang des Handwerks unb auch bas Anwachsen ber Sozialbemokratie. Denn wenn alljährlich so unb so viele selbstständige Handwerker als solche existenz- unfähig werben, so muß allerdings die Unzufriedenheit wachsen. Man sagt leichthin, das Handwerk habe auch j tzt noch einen goldenen Boden, ja wohl, aber — wer nütze diesen goldenen Boden denn heutzutage a«8?l Der Handwerker selber nicht mehr! Andere sind eS, welche den Handwerker auSnützen. Noch ist das Handwer leistungsfäbig, das steht man an diesem Raum (dem SitzungSsral). So etwas kann nicht mit Maschinen gemacht rocben, nur ein Kunst- handweiker in dazu b.sahigt. Und in dieser künstlerischen Leistungsfähigkeit muß das Handwerk erhalten werden. Abg. Dr. «achn tcke (fif. Vp) sicht dem Gedanken einer Corporation des Handwerks nicht schroff ablehnend gegenüber, bedauert aber, daß man übertriebene Hoffnungen baren knüp'e. So lange ber Befähigungsnachweis befrand, habe er nur Streitereien veranlaßt, eine Bessi'ung der Lage bis Hrndwerks bringe er nicht, wie baS Be-spiel in O.sterreich beweise. Man möge die gewerbliche» Fachschulen fördern. Auch durch genossmschast iche Organisation kann bas Hanbwerk geförbert werden. Wir verweisen bas Handwerk zuerst auf eigene Kraft. Abg. Reiß haus (Soz): Wir haben Nicht« unterlaßen, ben kleinen Handwerkern zu helfen; wir haben Werkstuben unb F>ch- f(foulen errichtet, wir haben Unterricht in ben einschlägigen Gegeu- fiänben ertheilen lasten; man kann also nicht sagen, baß wir ba8 Handwerk vernachlässigt hätten. Den Besähiaungsnachwets tarnt man nicht einführen, ohne mit dem ganzen System der Gewerbefreiheit zu brechen. Avg. v. Viereck (cons.): D'e Idee der Zwangs-Innungen und des Befähigungsnachweises erobere sich immer wetf.re Kietsc des deutschen Handw»rks; leider haben die Berlepsch'schen Vorschläge die berechtigten Hoffnungen nicht erfüllt. Der Handwerker ist ein königtztreuer Mann, den man nicht der sozialdemokratischen Agitation preisgeben darf; hierauf ro-rben bie Männer bes neuen CmseS ihre Aufmerksamkeit richten müssen. (Bravo.) Ein Antrag auf Vertagung wirb angenommen. Morgen: Jesut'en-Anfrag in zweiter Lesung unb Justizvorlage (Berufung in Strafsachen rc.) Heber die Krise in Frankreich liegen folgende Nachrichten vor: Paris, 16. Januar. Präsident Brisson verlas in der Kammer, unter tiefem Schweigen, die Botschaft Casimir Peri er s. Dieselbe hat folgenden Inhalt: „Ich habe die Schwierigkeiten meiner Aufgabe voraus- gesehen. Wenn man die Annahme eines Postens im Augenblicke der Grfahr nicht verweigert, so bewahrt man sein Ami doch nur, wenn man überzeugt ist, dem Lande dienen za können. Die Präsidentschaft der R-Publik ist von Actionsund Controlmitteln entblößt. (Die Socialisten widersprechen.) Sie kann ihre moralische Kraft nur aus dem Vertrauen der Nation schöpfen. (Zwischenruf: Und aus dem allgemeinen Stimmrecht!) Ich zweifle weder an dem gesunden Sinn, noch an der Gerechtigkeit Frankreichs, aber man hat die öffentliche Meinung auf Abwege geleitet. Zwanzig Jahre des Kampfes für dieselbe Sache haben nicht genügt, von der Ehrltchkeit meines politischen Glaubens - Bekenntnisses zu überzeugen und sie haben nicht die Gegner entwaffnet, die annehmen, ich würde mich zum Werkzeug ihrer Leldenschafte» und Hoffnungen machen. Seit sechs Monaten wird eine Verleumdungscampagne geführt gegen die Armee, die Gerichte (die Socialisten rufen: Mit Recht), gegen das Parlament und gegen den unverantwortlichen Staatschef. D esc Freiheit, den socialen Haß anzufachen, nennt man Denkfreiheit. Der Respect, den ich vor meinem Lande habe, verbietet mir, zu- zulaffen, daß man täglich bie besten Diener des Landes be- leid gt und deffen Vertreter vor den Augen des Auslandes erniedrigt. Ich vergleiche die auf mir lastende Verantwortung mit der Ohnmacht, zu der ich verdammt bin. Constitutionelle Fictionen können mein politisches Gewissen nicht zum Schweigen bringen. Mein Rücktritt zeichnet vielleicht ihre Pflicht Jenen vor, denen die Würde der Regierung und der gute Ruf Frankreichs am Herzen liegt. (Die Socialisten widersprechen lärmend.) Mir selbst unabänderlich getreu, bleibe ich überzeugt, daß Reformen nur durch eine energische Regierung möglich sind, die entschlossen >st, sich Gehonom zu verschaffen. Trotz dieser traurigen Stunde glaube ich an die Zukunft des Fortschritts und der socialen Gerechtigkeit. — Brisson theilt mit, der Congreß sei für morgen berufener könne Niemandem das Wort ertheilen, da die Kammer als Wahlkörper confiituirt fei. (Großer Beifall im Gentrum.) Die Sitzung wird sodann aufgehoben. Das HauS leert sich langsam. Die Socialisten schreien: „Es lebe die Republik!" Baudry d'Asson schreit: „Es lebe der König!" Die Socialisten antworten in schallendem Ensemble: „Es lebe die Republik!" (Große Bewegung.) — Im Senat führte die Verlesung des Manifestes zu Aeußerungen des Unwillens. Balz an rief: „Dies ist Desertion!" Der Ras: „Es Lbe die R publik!" wurde beantwortet durch den Zusatz: „Ohne Zweideutigkeit!" Paris, 16. Januar. Die Botschaft Casimir PerierS macht einen ungünstigen Eindruck selbst bei den Gemäßigten,' in Folge deffen steigen die Aussichten Brissons. Andererseits ist aber auch der Sieg eines abseits stehenden Politikers wie Faure ober Loubet möglich. — Die Bureavx der republikanischen Gruppen des Senats hielten eine Sitzung. Bei Beginn derselben erklärte Labiche Namens Waldeck- Rousseaus, dieser lehne jede Candidatur ab. Tine ähnliche Erklärung hatte CH allem el-Lac our in den ConloirS verbreite» lassen. Zwei Abstimmungen über die aufzustellen- den Candtdaten ergaben sür Waldeck-Rouffeau 84, für Briffon 64, für Dupoy 12, für Faure 12 Stimmen. — Der „T-mpS" schreibt in seiner Abendausgabe, er glaube, daß Waldeck-Rousseau doch noch seine Candidatur auf- stellen werde. Paris, 16. Januar. FolgendeCandidaturen circuliren' Challemel-Lacour, Waldeck-Rouffeau, Dupuy, Brisson, General Sauffier, Admiral Gervais. Angaben über ihre Wahlaus- ffchten fehlen. — Die CouloirS der Kammer sind dichtgefüllt. ES herrscht große Erregung. Der Boulangist Michelin kündigt an, er werde in der bevorstehenden Kammersitzung den Antrag auf Verfassungsrevision einbringen; werde derselbe zurückgewiesen, so bringe er ihn im morgigen Congreß wieder ein. Die Socialisten wollen die provisorische Fretlaffung Gerault-Richards und Urlaub für Mirman, sowie die Zurücknahme der Ausweisung von Jaurvs und Rouanet verlangen, damit dieselben morgen im Congreß mitstimmen können. — Es heißt, die Radicalen hoffen, daß Brisson gewählt werde- wenn aber die drei ersten Abstimmungen keinen Candtdaten ergeben, über den die Republikaner sich einigen, könnte leicht ein General gewählt werden. Fkstr. Ztg. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Paris, 16. Januar. Das „Journal osfictell" veröffentlicht folgende Mittheilung : „Der Präsident der Republik hat beschloffen, sein Amt niederzulegen und ersuchte die Minister, ihre Demission provisorisch zurückzunehmen, um die Uebergabe der Gewalten zu sichern." — Wie die Blätter melden, habe Casimir Perier bereits seit längerer Zeit, namentlich seit dem Tode des Kammerpräsidenten Burdeau, die Perspective seiner Demission ins sfuge gefaßt. Die Angriffe gegen Raynal, welcher Minister des Innern im Cabinet Periers war und Freund deS letzteren ist, erschienen dem Präsidenten als gegen ihn selbst gerichtet. Die Mutter des Präsidenten habe zu seinem Entschluffe wesentlich beigetragen. — Casimir Peri-.r empfing heute Vormittag 11 Uhr Dupuy und die übrigen abgetretenen Minister, welche ihm ihre hohe Verehrung für seine Person und das Bedauern über seinen Entschluß aussprachen, wofür Casimir Perier denselben lebhaft dankte. Die Unterredung war sehr herzlich. Ein Osficiöser des militärischen HausstaateS deS Präsidenten überbrachte heute Morgen Dupuy das Demissionsschreiben des Präsidenten, welches Dupuy sofort Challemel- Lacour und Briffon mittheilte. Diese werden das Schreiben heute Nachmittage im Senate und der Kammer verlesen und die wahrscheinlich auf morgen erfolgende Berufung des Con- greffeS nach Versailles anzeigen. Die Stadt Paris ist ganz ruhig. Paris, 16. Januar. Einer Meldung der „Agence Havas" zufolge gilt es jetzt als gewiß, daß Waldeck- Rousseau die Candidatur für die Präsidentenschaft definitiv angenommen hat. — In den Wandelgängen der Kammer erklärte Floquet, Brisson würde 100 Senatorenstimmen und 300 Deputirtenstimmen erhalten - seine Wahl sei also gesichert. Paris, 16. Januar. Mehrere royalistische Persönlichkeiten sollen nach Brüssel abgereist sein, um mit dem Prinzen Victor Napoleon einen Aufruf zu entwerfen, den der Herzog von Orleans an das französische Volk richten wird. Depeschen des Bureau „Herold". Paris, 16. Januar. Perier hat alle Aufforderungen seiner Freunde, welcheihn bewegen wollten, im Amte zu verbleiben, zurück gewiesen. Dupuy gegenüber erklärte er, daß seine persönliche Ehre und das Wohl der Republik es erfordern, das Elysee-Palais und die passive Stellung der Präsidentschaft zu verlassen, um wieder einen Kampfposten in der Kammer zu bekleiden, wo er dem Lande bester dienen könne. Heute Mittag 1 Uhr fand eine Sitzung unter der Leitung Challemel- Lacourö statt. DaS Amtsblatt bezeichnet als Candidaten für die Nachfolge PerterS Challemel-Lacour und Dupuy, auch Briffon. — Wie verlautet, find mehrere royalistische Persönlichkeiten behusS geheimer Bersthung mit dem Prinzen Victor Napoleon nach Brüstel abgereift, um einen Aufruf zu entwerfen, welchen der junge Herzog von Orleans an das französische Volk richten wird. — Ueber den Rücktritt Casimir PerierS äußern sich die „DebatS": In Anbetracht der schrecklichen Gefahren, welchen unser Land durch die immer mehr wachsende Freiheit der Revolution ausgesetzt ist, in Anbetracht der Vaterlosigkeit der gegenwärtigen Republik, in Anbetracht der Schwäche der Verwaltung, welche unter dem Emfluste der Radikalen steht, in Anbetracht aller dieser Gefahren hätte Perier eine andere Resolution ergreifen können, als einfach abzudanken. Paris, 16. Januar. Der Gouverneur von Paris, General Sausfier, traf sofort alle nöthigen Maßregeln, um allen Ruhestörungen und Ueberraschungen vorzubeugen. Paris, 16. Januar. In den republikanischen Kreisen hat der Rücktritt PerierS sehr überrascht. Man ist stark erbittert gegen Perier, welcher daS Land in unabsehbare Wirren stürze. ES circulirt daS Gerücht, vor drei Tagen sei versucht worden, die kleine Tochter PerierS zu entführen. Perier schiebt dieses Entführungsattentat den revolutionären Socialisten in die Schuhe. Nach Bekanntwerden der Demission PerterS veranstalteten die Socialisten ein Champagner-Banket. Als Nachfolger Periers kommen nur zwei ernste Candidaten tu Betracht, nämlich Dupuy und Briffon. In Parlamentär,fchen Kreisen wird behauptet, Dupuy habe Perier beständig biScreditirt. Pari«, 16. Januar. In Paris und in den Departements werden alle als Socialisten und Anarchisten bekannte Personen überwacht. Unter der Pariser Bevölkerung macht sich ein großes Unbehagen mb ein Gefühl der Unficherheit bemerkbar. Paris, 16. Januar. SS steht fest, daß Perier dem Dumche seiner Mutter folgte, als er für die Präsidentschaft candidirte und mit der jetzigen Demission dem Wunsche seiner Frau nachgiebt. ES verlautet, die SenatSmehrheit sei fest entschloffen, die Sammerauflösung anzuordnen, um der poli- tischen Anarchie ein Ende zu machen. Die Candidatur Dupuys auf die Präsidentschaft der Republik gewinnt an Boden. P-rier soll sich bereits bei dem Tode Burdeaus mit Rück- trittSgedanken getragen haben. DaS Elysee ist militärisch besetzt, die Garnison ist confignirt. — Die radicale und socialiftifche Preffe bezeichnet den Rücktritt Casimir Periers als eine Folge der bodenlosen parlamentarischen Corruption, welche daS allgemeine Stimmrecht knebele und der Nation Schweigen gebiete. WB. Paris, 17. Januar. Die Stadt ist vollkommen ruhig. Die Deputirten und Senatoren haben sich früh um 9 Uhr nach Versailles begeben. Challemel-Lacour als Präsident des CongreffeS fand sich bereits früh im PalaiS zu Versailles ein. Als ernste Candidaturen werden fortdauernd betrachtet Waldeck-Rousseau, Brisson und Faure. Nach Ansicht verschiedener Senatoren würde nach dem ersten Wahlgang eine Stichwahl erforderlich sein, beim zweiten Wahlgang würde Faure seine Candidatur zurückziehen zu Gunsten Waldeck RouffeauS. Deutsches Reich. Berit«, 16. Januar. Der parlamentarische Abend beim Reichskanzler Fürsten Hohenlohe war von 200 bis 300 Personen besucht. Man sah fast sämmtl'che active und mehrere inactive Minister, wie Schelling, Delbrück, die meisten Mitglieder des Bundesraths, zahlreiche Parlamentarier des Reichstags und Landtags und ungewöhnlich viele Journalisten aller Richtungen, ferner die beiden Bürgermeister, Vertreter der Kaufmannschaft und Offiziere. Fürst Hohenlohe machte unermüdlich die Honneurs und führte in engeren Kreisen eine lebhafte Unterhaltung. Die Ereignisse in Paris wurden begreiflicher Weise viel besprochen- sie scheinen an hiesiger Stelle doch nicht so sehr überrascht zu haben, weil man über die persönliche Stimmung Casimir Periers und seiner Familie, die den Ausschlag gegeben hat, unterrichtet war. Die Chancen der verschiedenen Candidaten wurden erörtert, diejenigen ! Brissons wurden durchaus nicht für groß gehalten. Die Bewirthung erfolgte an einem mächtigen Buffet und an vielen kleinen Tischen. Keine Musik störte die lebhafte Unterhaltung der Gesellschaft, die bis gegen Mitternacht zusammenblieb. Franks. Ztg. Neueste Nachrichten» Äolffv tklegraphische» Eorrespouderrr-B'.rre«». Berlin, 16. Januar. Ein der G eschäftsordnungs- Commifsion des Reichstages zugegangener Antrag Plefchel über die Erweiterung der Disciplinar- befugniffc deS Präsidenten bestimmt, daß ein Mitglied des Reichstages, daS gröblicherweife die Ruhe des Hauses gestört und den Anstand verletzt hat, auf Antrag deS Präsidenten durch Mehrheitsbeschluß für die Dauer des Sitzungstages auSgeschloffen werden kann. Leistet der Betreffende keine Folge, so kann der Präsident die Sitzung aussetzen oder aufheben. Dem Betroffenen kann vor der Abstimmung eine Aeußerung darüber gestattet werden, ob er etwa die Thatsache in Abrede stellt ober um Entschuldigung bitten will. Rom, 16. Januar. Der Papst hat sich von der leichten Erkältung wieder erholt- er empfing heute die Car- dinäle Rampolla und Bianchi und nahm die gewohnten Beschäftigungen wieder auf. Rom, 16. Januar. Die „Agencia Stefant" veröffentlicht ein Telegramm aus Massaua, worin General Baratter^ Einzelheiten über das Gefecht bei Coatit berichtet. Die Tigriner ziehen sich in Folge der Niederlage gegen Scumen- zana zurück. Die Richtung, die RaS Mangascha mit dem Reste seiner Truppen genommen, deutet darauf hin, daß er keinen weiteren activen Widerstand leisten zu können glaubt. Petersburg, 16. Januar. Gutem Vernehmen nach ersuchte der Sultan den Grafen Mussin-Puschkin, dem Kaiser von Rußland zahlreiche Geschenke, darunter zwei arabische Pferde, Teppiche und Seidenstoffe zu übermitteln. Washington, 16. Januar. Bei der Befürwortung feiner Vorlage, betreffend die Aufhebung deS Differentialtarifs für Zucker, welcher aus Zuckerpramien zahlenden Ländern kommt, hob Wilson im Repräsentantenhause hervor, der Differentialzoll verletze die Meiftdegünstigungsclausel und die Verträge, welche zwischen den Vereinigten Staaten, Deutschland und Oesterreich Ungarn bestehen. Deutschlands Verbot gegen die Einfuhr amerikanischen Fleisches sei durch den Differentialtarif veranlaßt worden und habe die HandelS- intereffen der Union bereits sehr geschädigt. Die republikanischen Ausschußmitglieder bekämpften die Vorlage, indem sie geltend machten, eS würde ein schlechter Präzedenzfall geschaffen werden, wenn man die Gesetzgebung durch Drohungen deS Auslandes beeinflußen lasse. Dreschen bei 8uretu ,-erolb-. Berlin, 16. Januar. Anläßlich der Abdankung Casimir PerierS suhr heute srüh 9*/, Uhr der Kaiser unangemeldet und ohne Begleitung nach der französischen Botschaft, woselbst er eine längere Unterredung hatte. — Der russische Botschafter Graf Schuwalow wurde heute Mittag vom Kaiser in feierlicher Audienz empfangen behufs Ueberreichung feines Abberufungsschreibens. Die Audienz fand in Gegenwart des Staatssekretärs von Marschall statt. Berlin, 16. Januar. In der ReichStagS-Budget- Commission wurde heute die Berathung deS Militär- etatS sortgesetzt. Ans eine Anfrage Dr. Schädler», bett, die verurtheilung der Oberfeuerwerker, erklärte der KriegS- minifler, es habe sich um grobe Verstoße gegen den militärischen Gehorsam gehandelt. Die Preffe habe die Sache über alle Maßen übertrieben. Der Abg. Richter nimmt die Preffe in Schutz und erklärt, die plötzliche Alarmirung und noch dazu bei Nacht habe Aufsehen erregen müssen. Weiter thcilte der KriegSminister mit, daß angeftrebt werde, den volkS- ,'chullehrern die Berechtigung zum Einjährigendienft zu gewähren. Zur Zeit sei dies noch nicht angängig. Richter kündigte eine Resolution an, worin er die sofortige Einführung dieser Berechtigung für Lehrer fordert. Berlin, 16. Januar. In der heutigen Sitzung deS preußischen Abgeordnetenhauses begründete Finanz- Minister Dr. Miquel den Etat. Gegen die mehrfachen Angriffe, die Steuerreform bezwecke die Vermehrung der Steuereinnahme, verwahrte sich der Minister. Die Staatsregierung habe zu Gunsten der Communen 108,9 Millionen Mark verausgabt, hierfür jedoch nur 1073/4 Millionen Mark Deckung. Hieraus ergebe sich ein Fehlbetrag von ungefähr 1 Million Mark. Berlin, 16. Januar. Beim Kriegsminister General der Infanterie Bronfart von Schellevdorff findet am 19. Januar ein parlamentarisches Diner statt, z« dem die Einladungen an Mitglieder verschiedener Parteien ergangen sind. Berlin, 16. Januar. Wie die .B. B. Ztg." hört, hat der Abg. v. Kardorff am Montag dem Fürsten Bismarck in Friedrichsruh einen Besuch gemacht. Berlin, 16. Januar. Dem Vernehmen nach steht die Form, in welcher die Tabaksteuer-Vorlage an de« Reichstag gelangen wird, durchaus noch nicht fest. Insbesondere dürste die von süddeutscher Seite gesorderte Erhöhung des Zolles aus ausländischen Tabak auf erhebliche Bedenken innerhalb deS Bundesraths stoßen. Welcher AuSweg gewählt werden wird, ist noch ungewiß- es scheint, daß eine gleichzeitige Herabsetzung des bisher in Aussicht genommenen Steuersatzes zunächst in Frage kommt. Berlin, 16. Januar. Eine gestern hier abgehaltene Versammlung, einberufen von der Frauen-AgitationS- commission, in welcher der Reichstagsabgeordnete Molkcn- buhr über die Gefindeordnung sprach und dieselbe als mittelalterlich und als eine den heutigen Zeitverhältnisse« nicht mehr entsprechende Institution bezeichnete, forderte i« einer Resolution die baldige Beseitigung der Gesindeordnung. Dem Gesinde solle wie jedem Arbeiter der gewerbliche Schutz gewährt werden. Redner machte noch daraus aufmerksam, daß im Reichstage bei der bevorstehenden Verhandlung über die gewerbliche Regelung der Arbeiterverhältniffe tm Gast- wirthSgewerbe auch jedenfalls die Gesindeordnung zur Sprache kommen werde. Köln. 16. Januar. Die „Köln. Ztg." meldet, der jetzige rusfifche Botschafter in Wien, Fürst Lobanoff, werde der Nachfolger deS Grasen Schuwalow in Berlin. München, 16. Januar. Im größten Saale Deutsch- landS, nämlich in dem der Münchener Kindl-Brauerei, hielt gestern Abend Ahlwardt einen 2*/4stündigen Vortrag, welcher indeß keine neuen Gesichtspunkte enthielt. Dor mächtige Saal war bis aus den letzten Platz gesüllt. A» den Vortrag schloß sich eine Discusfion, bei welcher es sehr tumultuarische ©eenen gab. Die Versammlung konnte nut mit Mühe und Roth durchgesührt werden. Rom, 16. Januar. AuS den Provinzen wird gemeldet, daß wegen des anhaltenden Schneefalles die Eise»- bahnverbindungen vollständig unterbro che» sind. Die Linie der St. Gotthardbahn ist stellenweise unpasfirdar. London, 16. Januar. Die Hoffnung, daß eS gelinge» werde, die 92 noch in der Diglake-Kohlengrube befindlichen Personen zu retten, ist ganz aufgegeben worden. Infolge des heftigen 9? gen6 stürzten fortwährend gewaltige Waffermaffen in die Grude hinein. Cocatcs und prowittjUac». Siehe«, den 17. Januar 1896. Einkommensteuergesetz bett. Der Bericht der Mehr- heit des Ersten AusschuffeS über die Vorlage Großherzogi. Ministeriums der Finanzen, betr. den Gesetzentwurf über Abänderung des Einkommen steuergesetzeS, gipfelt in dem Anträge: 1) die Gesetzesvorlage zur Zett abzulehnen, 2) Großh. Regierung zu ersuchen, den Landständen demnächst eine umfassende Vorlage zwecks Reform der directen Staats- steuern unter Beseitigung der Realfteuern und Beschaffung eines Ersatzes für dieselben im Sinne deS Antrags Möllinger zugehen zu taffen. ** Koste« der Volksschule. Von dem Abg. Mül berget war s. Z. der Antrag auf Uebernahme der Koste« der Volksschule auf den Staat gestellt werden. Die Großherzogl. Regierung hat ihre Stellung hierzu gekennzeichnet, indem fie durch ihren Berichterstatter erklären ließ: daß sie nach bereits früher gegebenen Ausführungen und auf Grund statistischen Materials es nicht als ein BedÜrfniß erachten könne, die zur Zeit auf Herkommen und Gesetz be- ruhenden Grundsätze bezüglich der Aufbringung der Schulkosten in wesentlicher Hinsicht abzuändern, daß sie vielmehr den bestehenden Zustand als der Billigkeit und den allgemeine« Interessen am meisten entsprechend erachten müsse, zumal auch bei den geltenden Grundsätzen in vollem Maße die Möglichkeit vorliege, die Interessen armer, bedürftiger Gemeinden zu wahren. ** eine Lettlerspeciulität. In letzter Zeit hat sich bei den alten GewohnheitSbettlern ein neuer Geschäftskniff gezeigt, der darin besteht, daß sie. vorwiegend um getragne Kleidungsstücke anhalten, diese dann aber alsbald bei einem Trödler versilbern. So passirte eS vor einigen Tagen, daß ein Herr einem Bettler einen noch guten abgelegten Anzug schenkte, den er aber kurz daraus in dem Erker eines Trödlers als Ausstellungsstück prangen sah. Gestern hatte ein Bettler zwei noch gute Hemden gefochten und am Abend wäre« die- 1 (1) Solz - Versteigerung. 220 102 673 25 15 fm. Scheith. Knüppelh. Stockh. Reitzh. und Eichen- und Eichen- Die Zusammenkunft ist an und Nadel- Nadel- He ller. Balser. 658 650 Birken«Stamm mit Nadel-Stämme mit 82 32 arbeiten in Berlin, auf der Stadtbahn an. Das Adreßbuch 3500 1300 1 108 Reisig Wellen 510 Vicinalweg Albach—Hattenrod am Eingang des Waldes und zwar kommt am ersten Tage das Bau» und Werkholz, am zweiten Tage das Brennholz zur Versteigerung. Albach, am 15. Januar 1895. Großh. Bürgermeisterei Albach. Scheit rm 40 20 82 Knüppel rm 30 10 110 20 Zusammenkunft auf der Kreisstraße Lieh—Hattenrod an der Mitlelschnetse. Anfang: Dlstrict Mauererkaspers- köpf bei Abth «Nr. 917. Lich, am 16. Januar 1895. Großh. Bürgermeisterei Lich. Stock rm 20 Buchen Birken Eichen Nadel Die rm 4 47 10 rm 6 46 10 A. Bauholz. EicheN'Stämme von 17 bis 51 cm mittl. Durchmesser, 3—14 m Länge — 120 fm, Fichten-Stämme von 15 bis 38 cm mittl. Durchmesser, 10—23 m Länge — 80 fm, KieferN'Stämme von 18 bis 46 cm mittl. Durchmesser, Wellen 870 1781 1635 beiden 4—14 m Länge — B. Brennholz. Holzversteigerung in btn Maldlingkn brr Stobt Lich. Versteigert werden in der Forstwartei Hinterwald: Freitag den 25. Januar, Vormittags 10 Uhr 277,4 rm Buchen- Scheiter, 193 rm Buchen- Knüppel, 207,4 rm Eichen- Stöcke, Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschast- Freitag Abend 4«»Ubr, SamStag Vormittag 8«r Uhr, Nachmittag 3 Ubr, Sabbathausgang 5so Uhr. rm Buchen 87 Eichen 86 Nadel — 8 Waisenhäuser. 19 Freimaurerlogen dazu treten 29 andere Logen. Außer kommen die Fremden auf 9 Bahnhöfen Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. Dienstag den 22. und Mittwoch den 23. d. Mts. sollen in dem Albacher Gemeindewald, District Kreuzholz, nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden: ' hier abgehalteoe 8«. uen-Agitationr- SsabgeordneteMolkm- >N unb bitVlbt all jorberte i* Jtg her ®e(inbeorbnung, r der gewerbliche Schutz och darauf ausmerkia«, rdeu Verhandlung über erderhältnifle im Gch- ideordnung zur Sprache Auftreten der Raben, wie es thatsächlich im Vogelsberg der Fall ist, ein klein wenig Abbruch zu thun, dem bot sich hierzu die beste Gelegenheit. Von sonstigen interessanten Erscheinungen in der Vogelwelt, wie sie stets ein längeres Lagern des Schnees mit sich bringt, bemerkten wir das gegen sonst viel häufigere Vorkommen von Wildenten in den Gräben und kleinen Bächen. Dagegen fehlen die früher an diesen Orten im Winter bemerkbaren Sumpfschnepfen oder Bekassinen fast gänzlich. Im Felde trifft man eben noch sehr häufig die Misteldrossel oder den KrammetSvogel an, der sonst um diese Zeit nur selten oder gar nicht mehr sich hier aufhielt. Ihn mögen die jetzt noch voller Beeren, namentlich Hagebutten, hängenden Hecken ungewöhnlich lange zurückhalten. Trupps von Wild- oder Schneegänsen, wurden vorübergehend verschiedener Orts bemerkt. Von diesen äußerst vorsichtigen Vögeln konnten übrigens, soviel uns bekannt, keiner erlegt werden, während Wildenten mehrfach der Jäger Beute wurden. 5463 Wellen Eichen- und Reisig. A n m. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Krücke kommen. i. Aus der südlichen Wellerau, 16. Januar. Für Jäger und Jagdpächter dürfte folgende Nachricht des „Darmstädter Tägl. Anzeigers" in Nr. 13 (zweites Blatt) von Interesse fein: Seligenstadt, 13. Jan. Die Jagd in unserer Gemarkung war bisher um rund 2500 Mk. jährlich an eine Offenbacher Jagdgesellschaft verpachtet. Im Vorjahre wurden über 5000 Mk. an Wildschaden vergütet. Die Landwirlhe führten gleichwohl heftige Klagen über den Wildschaden. Die bedeutenden Schädigungen der landwirthschaftlichen Interessen durch das überhandnehmende Jagdwild veranlaßten neuerdings den hiesigen Gemeindevorstand in einer außerordentlichen Sitzung zu dem Beschlüsse, die am 8. Februar er. leihfällige Jagd nicht wieder zu versteigern, sondern einem hiesigen Jagdconsortium um 800 Mk. Jahrespacht aus freier Hand zu vergeben, falls die Forstbehörde nicht zu einer höheren Taxation der Jagd sich entschließen sollte. Von den neuen Jagdübernehmern erwartet man eine etwas stärkere Aufräumung unter dem Wild. 0. Orteuberg, 16. Januar. Bet uns hat die erste Versteigerung von Bau-, Werk- und Nutzholz stattgefunden, welche aus der Umgegend fleißig besucht war, denn nicht weniger als 25 Ortschaften hatten Kaufliebhaber entsandt. Die Erlöse waren recht befriedigend, fie stellten sich etwa 10 Proeent über den Tarifpreis. Das schöne Winterwetter mit seiner tresflichen Schlittenbahn ist heute Nacht in Thau- wetter übergegangen. Die Dächer tropfen, der Schnee rutscht unter Getöse herab und die Straßen find bereits schmierig und schlecht palsirbar geworden. □ Vom Vogelsberg, 16. Januar. Der Bann der Noth, den die seit dem dritten Weihnachtsfeiertag bestehende hohe Schneedecke dem Wilde und den Vögeln gebracht, ist mit dem gestrigen Tage, an dem Thauwetter eingetreten, endlich wieder gewichen. Daß die Noth beiden sehr nahe gegangen, zeigte die Annäherung des Wildes an die Ortschaften, sowie kie Zutraulichkeit sonst sehr scheuer Vögel. So spazierte der Rabe, der sonst nicht leicht jemand in seine Nähe kommen laßt, so zahm auf den Hofraithen und Straßen umher, wie die gewohnten Standvögel im Dorfe. Auch die Elster, welche merkwürdig seltener als früher gesehen wird, erschien im Bereich der Dorfschaften. Wer Luft hatte, dem übermäßigen zählt 1134 Vereine und 812 Zeitungen und Zeitschriften auf. Von dem gewerblichen Leben in Berlin erhält man einen Begriff, wenn man einige der Harptzweige Revue passiven läßt. So verzeichnet das Adreßbuch z. B. 7524 Schneider aller Arten, 5600 Schuhmacher, 3260 Schreiner, 1498 Bäcker, 2200 Schlächter, 848 Barbiere, 480 Friseure, 2400 Cigarrenhändler, 1056 Destillationen, 4707 Gastwirthe, 2208 Schank- wirthe, 3060 Maler aller Art rc. Daneben gibt es aber auch noch Gebiete, die ganz oder doch fast ganz ohne Wettbewerb sind. So gibt es nur eine einzige Bluthandlung und zwei Blutegelhandlungen. * Dresden, 14. Januar. Einer an seinem Arbeitsplätze pfeifend vorüberziehenden Militärabtheilung rief ein Arbeiter zu: „Pfeift doch einmal den So cialistenmarsch!" Der Mann wurde auf Antrag des sächsischen Kriegsmintste- riums wegen Beleidigung von Mitgliedern der bewaffneten Macht wegen jener Aeußerung verfolgt und vom hiesigen Landgericht zu zwei Monaten Gesängniß verurtheilt. * Newyork, 16. Januar. Gestern Abend brach in Butte in Montana auf dem Lagerraum der Montana Central-Eisenbahn Feuer aus, wodurch mehrere Wagen Schießpulver in Brand geriethen. Drei furchtbare Explosionen tödteten fast sämmtliche Feuerwehrleute und Hilfeleistende. 75 Personen waren sofort tobt, 100 sind verletzt. * Nahe-« 10 Millionen Deutsche verzeichnet der Bericht über die letzte Volkszählung in den Vereinigten Staaten. Die Erhebungen des letzten Census erstrecken sich nicht bloß auf die Zahl und Nationalität der im Auslande geborenen Bewohner der Vereinigten Staaten', sondern auf die Zahl derer, welche in der ersten Generation von eingewanderten Eltern abstammen. Nach einem soeben erschienenen Census- bericht beträgt die Gesammtzahl der Weißen, deren Eltern oder deren Vater oder Mutter im Ausland geboren wurden, 20,519,643 d. h. nahezu ein Dritttheil der gesammten Bevölkerung. Auf die einzelnen Nationen vertheilt sich das ausländische Element wie folgt: Deutschland 6,857,664, Irland 4,913,238, England 1,922,038, Schottland 540,779, Holzversteigerung in brm IDulbr b. Gemeinde Wieset. Donnerstag den 24. und Freitag den 25. Jan. 1895, jedesmal von Vormittags 10 Uhr an, soll in dem htesigen Gemeindewald, District Badenburgerwäldchen, das nachverzeichnete Holz versteigert werden: A. Bau, Werk und Nutzholz. 80 Eichen-Stämme mit 94,29 fm, Wales 220,540, englisch Eanada 939,746, französisch Cauada 513,428, Schweden 726,480, Norwegen 596,131, Dänemark 212,036, Böhmen 215,214, Frankreich 255,488, Ungarn 65,519, I,allen 248,601, Rußland 255,635, auS allen übrigen Ländern 1,114,088 und endlich 922,268, von denen beide Eltern Ausländer von verschiedener Nationalität sind. Nach einem schon im vorigen Jahre veröffentlichten Censusbericht betrug 1890 die Gesammtzahl der eingrwan- berten 9,249,547, bie ber eingewanberten Deutschen 2,784,894, so baß mithin daS gesammte ausländische Element (die Ein« gewanderten und deren Kinder) 29,769,190 stark ist, bas beutsche allein 9,642,588. In Chicago wohnten stach dem Census im Jahre 1890 161,039 emgewanberte Deutsche und 319,535 Kinber deutscher Eltern, insgesammt 480,074 Einwohner deutscher Nationalität. Es dürfte kaum zu hoch gegriffen sein, wenn man heute ihre Zahl auf über 600,000 berechnet. Es gibt also selbst in Deutschland nur wenige Städte, welche eine größere deutsche Bevölkerung hoben als Chicago. 425 Nadel-Stangen mit B. Brennholz. Gröllberger Mkrdklmslchkrllngsverkju. Die Besichtigung der Pferde findet Samstag, den 19. Januar, Morgens 10 Uhr, auf der Gießener Straße dahier statt. Die Mitglieder werden auf § 21 der Statuten aufmerksam gemacht. Neubeitretende wollen ihre Pferde zu derselben Stunde vorführen. Die Mitglieder von der Rabenau werden ersucht, erst nm 11 Uhr zu erscheinen. 662 Grünberg, 10. Januar 1895. Der Director: Georg Keil. eiben für 60 Pfg. in Händen eines Trödlers. ES beweist dies, daß das Betteln, wenn es verstanden wird, noch sehr einträglich und der eigentliche Zweck der Mildthätigkeit verfehlt ist. - ? W. AuS dem ReichSverficherungSamt. Der Arbeiter Jeudt II. war durch Unheil des Schiedsgerichts Gießen mit seinem gegen die Hessen-Nassauische Baugewerks-BerufS- genossenschaft erhobenen Anspruch aus Bewilligung der Unfallrente abgewiesen worden, weil der Anspruch verspätet geltend gemacht worden sei. I. hatte zunächst einen Antrag auf Bewilligung der Altersrente gestellt, und erst nachdem er mit diesem Anträge abgewiesen worden war, sich an die Berufsgenoffenschaft wegen Bewilligung der Unfall- rente gewendet. Da aber inzwischen seit dem Tage deS angeblichen Unfalls mehr als zwei Jahre verflossen waren, so mußte seine Abweisung ausgesprochen werden. Der Kläger legte gegen das schiedsgerichtliche Unheil Recurs ein, und führte aus, daß nicht er an der Fristversäumniß die Schuld trage, sondern sein Arbeitgeber, der es unterlassen habe, den Unfall rechtzeitig anzumelden. Es wurde fest- gestellt, daß der Arbeitgeber d-s Klägers bei dessen Eintritt ihn gefragt hatte, ob er versichert sei, und daß er bei dessen bejahender Antwort sich beruhigt, und auch nachdem der Unfall eingetreten war, etwas weiteres zu veranlassen nicht für nölhig gehalten hatte. Das Reichsversicherungsamt erkannte am 14. Januar er. auf Zurückweisung des Recurses mit der Ausführung, daß die zweijährige Anmeldefrist eine Ausschlußfrist sei, daß keiner der Fälle vorliege, in welchen das Gesetz eine nachträgliche Zulassung des Anspruches gestatte, und daß eß deshalb überhaupt nicht darauf ankommen könne, ob die Frist mit ober ohne Schuld des Klägers versäumt worden sei. Foulard-Seide 95 Pi. bis 5.85 p. Mk. — japanesische, chinesische 2c. in den neuesten DessinS u. Farben, sowie schwarze, weiße und farbige Henneberg-Gei-c von 60 Pf. bis Mk. 18.65 p. Met. — glatt, gestr tft, fairtrt, gemustert, Damaste rc. (ca. 240 versch. Qual, und 2000 versch. Farben, Dessins rc.). Porto- und steuerfrei ins Haas. Muster umgehend. 8081 Seiden-Fabrik G. Henneberg (k. u.k. Ho«.), Zürich. Zusammenkunft ist jedesmal Bormittags 91/2 Uhr auf dem Gottesdienst in der Synagoge. Samstaa, den 19. Januar. Vorabend 4«° Uhr, Morgens 9®° Uhr, Nachmittags 3« Uhr, Sabbathausgang 645 Uhr. Vermischtes. * Bon der Reichshauptstadt. Nach Ausweis des neuen Berliner Adreßbuchs wird das Weichbild Berlins jetzt von 983 Straßen durchquert, die durch 10 Parkanlagen, 104 Schmuckplätze und 66 Brücken unterbrochen werden. Man zählt ferner 77 Kirchen und Kapellen, darunter 56 evangelische, 7 katholische, 1 englische, 10 für außerhalb der Landeskirche stehende Gemeinden und 3 Methodisten Betsäle. Dazu gesellen sich 11 Synagogen. Berlin verfügt zur Zeit über 24 Theater und 2 CireaSgebäude. Die Zahl der öffentlichen Heilanstalten beträgt 28, dazu kommen 20 Saniläts wachen und 15 Hospitäler, die Zahl der Gemeindeschulen ist auf 206 angewachsen. Es gibt ferner 16 Volksküchen und Summa: 2 (2) 1 (1) Htg." meldet, der jetzige Lodanoff, werde der 1 Berlin. rieten Saalt Dlllt'ch- ! ftinbbSrautrti, hielt ^Madigen Mve tntyXAL Der M W» VM- ion, bei welcher es sehr rrsawmlnllg konnte nur erden. Provinzen wird gemeldet, .efalles die Eise»' g unterbrochen find, stellenweise unpasfirbar. saung, baB eö gelingen le-Kohlengrube be- ganz ausgegeben worden, n fortwährend gewaltige Literatur and Arrnst. — Die im Verlage von Carl Grüninger in Stuttgart erscheinende Musik Zeitung* brachte ihren Lesern im letzten Ouartal eine sorgiäuig zusammengest.llle Robert Schumann- Nummer, welche auch das Facsimile eines Schumann'ichen Briefes an Jansen und mehrere Abbildungen enthält. Auch die darauffolgenden Schlußnummern des 15. Jahrgangs dieser vortrefflichen Familienzeittchrrst enthalten interessante belehrende und unterhaltende Artikel. Als Beigaben enthalt das uns vorliegende IV. Quartalhcft neun werthoolle Musikp'öcen, worunter zwei edle Elavterrücke von R. Schumann, ein preisgekröntes Lied von Alex. Goldschmidt, ein Duett „Weihnacht" von Ernst Heuser, ein Trio für Violine, Violoncello und Pianoforte von C. Kämmerer, sowie die Fortsetzung von William Wolfs Musikästhetik. Probenummern versendet die Verlagsbuchhandlung umsonst und portofrei. Tagen zur angegebenen Stunde in dem genannten District an der Lehmkaute. Bemerkt wird noch, daß am ersten Tage das Brennholz und am zweite« Tage das Bau-, Werk- und Nutzholz zur Versteigerung kommt. Wieseck, am 16. Januar 1895. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlad. 659 1.29 „ 37,90 „ 12,76 „ kirchliche Anzeige« bete Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Donnerstag den 17. Januar, Abends 8 Uhr, im Turnsaal der neuen Stadtknabenschule Bibelstunde, i Jesus als Beter.) Pfarrer Schlosser. Sonntag den 20. Jrnuar im Abendgottesdienst Beichte und heil. Ab-ndmahl für die Matthäusgemeinde. Anmeldung bei Pfarrer Schlosser erbeten. Wöchentliche Ueberstchl der Todesfälle in Gießen. 2. Woche. Vom 6. Januar bis 12. Januar 1895. Einwohnerzahl: angenommen zu 22 100 (incl. 1600 Mann Militär). SterblichkeitSziffer: 4,70»/« bezw.0,00 nach AuSschl. der Ortsfremden Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: Lungenschwindsucht 1 (1) 1 (1) — — Gehirnblutung 1 (1)— 1 (1)— sollen auf dem hiesigen Ortsg richt die dem Wilhelm Steinbach in Gießen gehörigen Immobilien: Flur 27 Nr. 190&Vm - 557 qm Hof- raithe am kleinen Steinweg rechts, Flur 27 Nr. ]96a8/10 _ 108 qm Weg am alten Feld öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 16. Januar 1895. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A.: Vogt. 672 Die Mattern'sche Mühle in Kinzenbach Mird mit Bäckerei und landwirthschaftlichem Zubehör (ca. 4 Hektar und Wiesen) einer erneuten Versteigerung ausgesetzt. Die Mühle ist zwischenzeitlich durch Umbau und Neueinrichtung wesentlich verbessert. Angebote auf das gesammte Anwesen nimmt der unterzeichnete Goueurrverwalter jederzeit entgegen. Wetzlar, den 14. Januar 1895. 657 Rechtsanwalt Dr. Heertz. ckyicll«. w n, ganuat Mi. D-r SttW ( $0,la9( it gestellt w w WL; M: 2a * * tn 2u*Uei5 SMrfnlfc als 6t- rkoannen ©djub AuftringunS andern, ^llgt-e^ und den » al 1 armer, bflt fich • “$,,r £ n ad--. , in<>i6 ’ > °ot “"'Lift11” attten abi' «KÜl“1 ’6at« (ni ,nl »• Verdingung. Die Beschaffung eines „Kadaverwagens" soll im Wege des •ffentlldjen Angebots Mittwoch den 23. Januar Vormittags IIV2 Mr «lf dem Stadtbauamte verdungen werden. Zeichnung, Beschreibung und Bedingungen liegen daselbst während der Amtsstunden offen und sind Angebote auf dem dort erhältlichen Formular bis zum genannten Termin beim Stadtbauamte einzureichen. Gießen, den 16. Januar 1895. lfikkl. Noch »Site et®1“10"11 St«f M9 b0» WN “'“■ft« ®eneta[ it, 5 ^er statt » «Wtcbener Partei™ W h-rt, 6,t ■® Nchm Stemerj *w N W .V°rl°ge an bet "5 .“■*' ftft. 3«. ©eite geforderte Er- T°bak aus erhebliche ien- Welcher Ausweg 1/ es Icheiut, daß eine Aussicht genommenen von uten Freunde66 XXXXXXXXXXXXXOXXXXXXXXXXX Statt jeder besonderen Anzeige 674 xxxxxxxxxxxxoxxxxxxxxxxxx ist willkommen! 641 Serie XII. die Fortdauer d»r 4Voigett Berztxfux- Der Borstand. 655 653 Neustadt 48 8 Lt. Emil Orbig 677 Ludwigstratze 78. 652 Weftanlage 18, pari 665 Offerten beliebe man bei der ätia 6611 Ein Haufen »uhmifi tu verkaufen. Rtegelpfad 18. Coursbericht Verla« d« Brühl'schru Druckerei (Fr. Ehr Putsch) bi Gietz«. 701—2000 2601—89(0 2901—11600 24 1-10100 2401—9700 2801—10700 83.26 102 30 25 80 70 60 32.40 101« 105.16 104.55 100.76 105» 103.56 97.30 103.95 101.30 104 20 Brtd 16.23 20.38 4.20 16.19 20.34 4.16 Giessen, den 17. Januar 1895. Ostanlage 9 II. 4 Vo üng. Gold-Rente 3% Portugiesen 6% Mexikaner e so obgeftempelten ©türfe stad bis zum 1 Januar 1897 von einer Vcrloosu g selbsto.rständlich ausoeschloffen Die Ei reich ng der Pfandbriefe kann direct an unserer Kaffe (I mghof- straße 12) wie auch durch Vermittlung unserer auswärtigen Verkaufsstellen ge- 3°/o Oefterr. StaatSbahn v. 1885 89.90 1 4°/o Eismb. Rmtenb. Obl. 3% Jtal. staatsgar. Etfcnb. 52.7U 15»/o Buderu» Obl. Legi imaiion g gen Erstattung der Inserat- gebühren und des Fuitergeldeü bei mir °db°l-n 661 Tuchfigcs Mädchen Cbbetntofen. P°" Hunaen. I 0eflW. aa.flanl.ee 13 pari. J’10“ Für das BUrgerhospttal wird ein 120 Waggons Steinkohlender Küche erfahrene», kräftiges ,all vergeben werden. 654 Dienstmädchen g-fucht. I Franz. Banknoten I Oefterr. dto. I Ämeric. Stein’s Garten. Samstag den 19.1. M., Abends 8'/. ühr: Commers zur Feier des Jahrestages der Gründung des Deutschen Reiches. Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Der Vorstand des nat.-lib. Vereins. Jedermann ohne Rücksicht auf Parteiangehörigkeit Der allgem ine Rückgang des Zinsfußes macht es erforderlich, einen Theil unserer 4%ifl'n Pfandbriefe durch 37, /oige zu ersetzen. Diese Masi eaek wird sich rorerst auf die Jahrgänge 188'2, 1883 und 1884 der Serie XII beschränken, d b- auf die Rummln: Den J. Kurz afc Co., Giessen, Bahnhofstraße 63. Frankfurter Börse vom 16. Januar 1895. Me pnltiW maß sich von dem Werthe und der Bedeutung der anerkannt vorzüglichen Nürnberger 6iirtnerri^rodicngcmfife (prüferncu) von Landgraf u. Merlet in Bamberg als sehr wichtiges Volksnahrungsmittel überzeugen. 47i> Niederlage bei A. u. G. Wallenfels. Expedition d. Bl. niederzuleaen. 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