zu 5 ^gers lnit. S°abQ‘w M * ?eße- ö- Schulhof auplmederlage, Kalkhof, WE h Nachf., 2m wrgsplatz. ■ Zimmer VII llar beiA.zim • In Krofdvk s8iouf= n«ch! Lager: NIS1 "Hu Beit 25 Jahren voi t empfohlen M el rur kleine Kind? ||| 18 golden, Medaillen ler-Nahrung freizermilch, ier-Nahrung dich, ider-Nahrung und Diarrhoe, der-Nahrnng iilmittel, ler-Nahiw taen. ( Lder-Nahruuj dem sehr gern p ider-Nahrun; t zu bereiten. q Jahreszeit, in dei ehrliches Nahrung» Ji andlungen. ME w» Nordamerika, b Newyork. S *1 Nach ” M Baltimore. I Oceanfahrt u I nach Nkwyork U 7-8 Tage. reich Ä*“?* in igliohe and W Gelegenheit- ;nnft durch J Df, Giessen, W irme u. «• asglühliÄ Ausfuhr . Mittwoch den 17. Juli Erstes Blatt. 18M Ur. 165 Amts- und Anzeigeblatt für den Mreis Gieren. Redaction, Expedition und Druckerei: Schulstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Vierteljähriger ASounemeatsprei»: 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener A«mitt<«5tLtter Werben dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. Der -leßener -uzeiger erscheint täglich, uih Ausnahme deS MontagS. Gießener Anzeiger Keneral-Mnzeiger. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Bonn. 10 Uhr. Gratisbeilage: Hießener Iamilienökätter. Alle Annoncen-Bureaux de- In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Neueste Nachrrchtem Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. ß Berlin, 15. Juli. Die „Nationalzeitung" meldet: Die Mrdactions-Commtssion für das bürgerliche Gesetzbuch hal sich am SamStag vertagt und wird Anfangs September dvieder zusammenkommen, um bis Ende September den end» gütigen Wortlaut des Entwurfs in zweiter Lesung festzustellen. Alsdann tritt die Generalcommtsfion zusammen, um den Entwurf eines EinsührungsgesetzeS festzustellen. Lübeck, 15. Juli. Die Bürgerschaft wählte den Rechts- Anwalt Dr. Fehling zu ihrem Präsidenten. Rom, 15. Juli. Gestern Nachmittag zogen 50 Vereine zur Porta Pia, wo in Gegenwart des Bürgermeisters und irr Behörden der Grundstein für das Denkmal zum Ge- tächtniß der Befreiung Roms am 20. September 1870 gelegt wurde. Der Bürgermeister hielt eine patriotische Rede, die mit lebhaftem Beifall ausgenommen wurde. Pari», 15. Juli. Die alljährlichen Kundgebungen vor dem Standbilde der Stadt Straßburg haben gestern ohne jeden Zwischenfall stattgefunden. Schon vom frühen Morgen an herrschte ein lebhaftes Treiben in den Straßen. Nachmittags fanden in allen Stadttheileu Festlichkeiten statt. Der Präsident der Republik verließ in Begleitung der Generale Fevrier und Tournier um 2x/2 Uhr Nachmittags das Palais Elyfee, um sich zur Truppeurevue auf dem Longchamps zu begeben. WiSby, 15. Juli. Nachdem sich der Kronprinz und die Kronprinzessin von Schweden vom Kaiser Wilhelm an Word der »Hohenzollern" verabschiedet hatten, ging die .hohenzollern" um 9 Uhr von Tullgarn in See und warf heute Nachmittag 4 Uhr vor Wisbh Anker. DaS Wetter war während der Fahrt klar bei kräftigem Wind und ziemlich starker Dünung. Der deutsche Consul in WiSby begab sich an Bord der „Hohenzollern". Depeschen deS Bureau „Herold". Berlin, 15. Juli. Die Kaiserin wird nach den -.zwischen getroffenen Dispositionen, falls die erfreuliche Besserung in ihrem Besinden anhält, am 23. d. MtS. nach Saßnitz abretsen. Berlin, 15. Juli. Der „Retchsanzeiger" veröffentlicht eine größere Anzahl von Ordensverleihungen anläßlich der Eröffnung des Nord-Ostsee-Canals. Berlin, 15. Juli. DaS „B. T." meldet aus Wien: Das Dtrectorium des hiesigen Jockehclubs hat den Reichsdeutschen Baron Carl Maltzahn wegen nichtbezahlter Wettschuldcn von allen -Rennplätzen der Monarchie auS- gewiesen. Maltzahn war in der letzten Zett ständiger Gast der österreichischen Rennplätze. Köln, 15. Juli. Der frühere CentrumSabgeordnete August Reichensperger liegt schwerkrank darnieder md ist bereits mit den Sterbesacramenten versehen worden. BreSlau, 15. Juli. Gestern exp lo dirt e in der Gottes- segeu-Grube eine Dynamitpatrone. Drei Bergarbeiter wurden getödtet. Die Explofiock soll durch die Unvorsichtigkeit eines Arbeiters herbeigeführt worden sein. Budapest, 15. Juli. Gestern fanden neuerdings mehrere Arbeiter-Versammlungen statt, in welchen beschloffen tmrbe, sich von der internationalen Soctaldemokratte loszu- lifen und der ungarisch-demokratischen Partei anzuschließen. Rom, 15. Juli. In Mailand verhaftete die Polizei die Häupter einer Falschmünzerbande, welche Bank- aoten zu 100 Lire anfertigten. Ueber 100000 falsche Noten mrden mit Beschlag belegt. Lüttich, 15. Juli. Bei der gestern erfolgten Ueber- crichung einer Fahne an die Bürgergarde hielt König Leopold eine Ansprache an dieselbe, in welcher er die Hoffnung aussprach, daß die Bürgergarde stets ihrer Pflicht getreu die Ordnung aufrecht erhalten und die Freiheit des Landes vertheidigen werde. Die Rede machte einen tiefen Eindruck. Paris, 15. Juli. Aus Roubaix wird mitgetheilt, daß eine Abtheilung Zollbeamte durch Schmuggler angegriffen wurden. Durch die Verhaftung eines bekannten Schmugglers gerieth die Menge in die größte Erregung. Belgische und französische Gendarme mußten etnschreiten, um -die Ruhe wieder herzustellen. Zahlreiche Verwundungen find dorgekommen. Madrid, 15. Juli. Aus Tanger wird gemeldet: Ein deutsches Kriegsschiff sei nach Algier abgegangen, wo die Marokkaner die Schiffsladung eines deutschen Dampfers beschlagnahmten. Der Dampfer hatte seine Ladung gelöscht, nachdem er an der Küste gescheitert war. Madrid, 15. Juli. Aus Cuba wird officiell gemeldet: Die Eisenbahnlinie von NuevitaS sei von den Rebellen ! abgeschnitten und zwei Brücken zerstört worden. Auch die Telegraphen-Verbinduug mit Puerto Principe sei zerstört worden. Loudon, 15. Juli. „Daily NewS" schreibt: DaS Wahlresultat sei für die liberale Partei verhängnißvoll. Dieselbe habe bereits die Hälfte ihrer Sitze eingebüßt. Die Conservativen triumphirten. Die Niederlage der liberalen Führer werde als ein Vorzeichen nie dagewesenen Triumphes der Unionisten anzusehen sein. Loudon, 15. Juli. Soweit bis jetzt bekannt, find bei den Parlamentswahlen gewählt: 119 Unionisten, 11 Liberale und 4 Paruelliten. Sofia, 15. Juli. Hier und in Küstendtl wurden mehrere Personen verhaftet, die au dem macedontschen Aufstande betheiligt waren. Unter denselben befand sich auch ein Verwandter StambulowS, der aber deffen erklärter Feind ist. _____________ WB. Sofia, 16. Juli. Stambulow wurde gestern Abend 8 Uhr auf dem Heimwege von vier Personen au- gefallen und durch Revolverschüffe und Dolchstiche verwundet. Sein Zustand ist sehr ernst. WB. Sofia, 16. Juli. Stambulow ist am Kopfe und an beiden Armen schwer verwundet- beide Arme wurden amputirt. Stambulow ist bewußtlos- es ist wenig Hoffnung, ihn zu retten. Die Untersuchung wurde die ganze Nacht fortgesetzt. Am Thatorte wurden ein türkischer Handjar, ein starkes Messer und zwei Revolver gefunden. Auf die Angaben des Dieners StambulowS und Pelkows wurden einige Verhaftungen vorgenommen, doch konnte bisher keine Spur der Attentäter entdeckt werden. Die Versuche, Stambulow zum Reden zu bringen, find vergeblich. Vor dem Staatsanwalt sagte der Diener StambulowS aus, daß Stambulow, Pelkow und er fich aus der Heimfahrt auS dem Unionclub befanden, als fie angefallen wurden. Der Kutscher vom Wagen StambulowS ist als der Mitschuld verdächtig verhaftet worden. _________________________________________ Der Krieg von 1870f71, geschildert durch Ausschnitte aus Zeitung«-Nummern jener Zett. (Nachdruck derboten.) 17. 3nli. Es ist gut, daß fich die Politik Frankreichs in ihrer ganzen Hinterlist, Frivolität und Brutalität immer mehr entpuppt, daß fie zeigt, eS sei ihr nur um den Krieg und die Demüthigung Preußens und Deutschlands zu thun: Millionen Augen werden gewaltsam geöffnet über diese ewige Bedrohung deS Friedens durch Frankreich und die unersättlichen Napoleons, und in alle deutschen Herzen zieht der gleiche Grimm ein. Das ganze geeinigte Deutschland wird den Franzosen in Waffen gegenüberftehen wie ein Manu. Die französische Speculatton auf Süddeutschland ist sehlgeschlagen, Bayerns Regierung hat erklärt, daß daS bayerische Volk und sein König fich von dem übrigen Deutschland nicht trennen werden. Für Württemberg hat der Minister Varnbüler dem französischen Gesandten erklärt: „Die letzten Gramont'schen Forderungen (an den König von Preußen persönlich) trotz des Hohenzollerschen Verzichtes haben daS nationale Gefühl tief verletzt und gegen Frankreich aufgeregt." Der Gesandte, setzte er hinzu, sei ermächtigt, dies nach Parts zu schreiben. — „Jetzt muß fich er- weisen, wie viele von unS über dem kläglichen Treiben der Parteien noch die Fähigkeit bewahrt haben, unter allen Umständen das Nothwendige zu thun. Nothwendtg aber ist nur eins: der Glaube und das Bewußtsein, daß wir vor einer Episode unserer nationalen Entwickelung stehen- ob wir überhaupt eine Nation find, waren und sein werden, das ist die Frage. Es wird eine Schlacht sein im Styl von Zülpich und SoiffonS- vielleicht heißt fie bei unseren Söhnen die Schlacht am Rhein. Nicht um einen leeren Thronseffel wird fie geschlagen, sondern um die Frage, ob wir endlich einmal Frieden haben sollen auf dem ererbten Boden unserer Väter. Es handelt fich nicht um den Zollverein und nicht um die Schutz- und Trutzbüudntffe- unsere Freiheit, unser Leben steht auf dem Spiele."Augsb. Allg. Ztg. «mb »letzen, den 16. Juli 1895. ** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Versammlnug Donnerstag den 18. Juli 1895, Nach- mitags 4 Uhr: 1. Gesuch des hiesigen botanischen Gartens um Ueberlaffung von Wiesen- und Walderde. 2. Gesuch deS I. Wellhöfer von Sommerhausen in Bayern um Aufnahme in den hessischen Staatsverband. 3. desgl. des Lorenzo Della Berta aus Colazzo in Italien. 4. Verpachtung der Gemeindejagd- hier des Jagdbezirks Hangel- ftein. 5. Gesuch des Eberh. Metzger um Erlaubniß zum Branntweinverkauf über die Straße im Hause Frankfurterstraße 1. 6. Die Vornahme einer Berufs- und Gewerbezählung - hier Remunerirung der Zähler. 7. Ausführung des GesetzeSüberdtepoltzeilicheBeaufsichtigung vonMiethwohnungen und Schlafstellen- hier Vergütung für Wohnungsaufnahmen. 8. Piffoiranlage in der Restauration des Adolf Vogt, Sonnenstraße 14. 9. Gesuch des I. F. Borger um Erlaubniß zur Belassung einer errichteten Mauer mit Wtrth- schaftShalle. 10. Baugesuch des I. Seng; hier Entfernung der Freitreppe vor seinem Hause. 11. Fortsetzung der Gasleitung in der Frankfurterstraße zwecks AnschluffeS der Werkstätte des Schreinermeisters Johs. Lenz. 12. Desgl. der Wasserleitung auf dem Weg zur Obermühle. 13. Desgl. in der Plockstraße. 14. DeSgl. in der Diezstraße. *♦ Sitzung Großh. Handelskammer vom 5. Juli 1895. Anwesend die Herren Koch, Scheel, Heichelheim, Homberger, Kraatz, Wortmann. ES ist die erste Sitzung in dem neuen Geschäftslocale in der Neustadt Nr. 32. — Auf Anregung deS Herrn Pfarrers Gombel in Reiskirchen war die'Kammer mit den maßgebenden Behörden in Verbindung getreten wegen Einführung eines Arbeiter- FrühzugeS Reiskirchen-Gießen. Der Vorsitzende theilt mit, daß insbesondere die Großh. Direction der Ober- hessischen Eisenbahnen dem Projecte sympathisch gegenüberstehe, daß die Verwirklichung aber im Wesentlichen davon abhänge, tote Reiskirchen und die interesfirten Nachbargemeinden fich der ihnen angesonnenen Beitragsleistung zu den Unkosten der durch Einführung des Zuges nöthig werdenden Bahnhofs- erweiterung in Reiskirchen verhalten werden. — Die fettender Kammer befürwortete Einführung feststehender Rund- reisefahrkarten Gießen-Gelnhausen-Frankfurt-Gießen ist von der königl. preußischen Eisenbahndirection Frankfurt a. M. abgelehnt worden, weil ein VerkehrSbedürfniß nicht vorliege. Letzteres war diesseits eingehend begründet worden durch den Hinweis auf die Verkehrserleichterung, welche allen an diesen Linien gelegenen Plätzen durch jene Einrichtung geboten werde, und es hatte aus diesem Grunde obiger Antrag auch die Unterstützung der Handelskammern Frankfurt a. M. und Hanau gefunden. — Nach einer Bekanntmachung deS russischen Ftnanzanzeigers müffen für die von Handlungsreisenden nach Rußland etngeführten Waarenmuster beim Einlaß besondere Acte ausgestellt werden, auf Grund deren bei der Wiederausfuhr die Zollrückerstattung erfolgt. — Die belgische Zollgesetznovelle ist laut Mittheilung der deutschen Handelskammer in Brüssel vom belgischen Repräsentationshause angenommen worden. — Ueber den Jmport von Textil - Waaren nach Nordamerika liegt ein Sachverständigen-Bericht vor, den Jntereffenten einse^en können, desgleichen ein Gutachten über Anknüpfung von Gesch äftSverbindun gen mit spanischen Firmen. — DaS auf dem Büreau der Kammer zur Einsicht offen liegende Verzeichntß zweifelhafter Firmen im Ausland hat einige Ergänzungen erfahren bezüglich Holland, England und Oesterreich'Ungarn. — In Hilden (Regierungsbezirk Düffeldorf) und Waldenburg (Schlesien) find RetchSbanknebenstellen eröffnet worden. ** Neues Theater. Am Mittwoch Abend kommt das Lustspiel „Madame Sans-GLne" von Victorien Sardou zur Aufführung, am Freitag Zellers neueste Operette „Der Obersteiger". Der Besuch dieser, viel Genuß versprechenden Theaterabende sei im Hinblick auf die guten Kräfte des B a a r s' scheu Ensembles angelegentlichst empfohlen. *♦ Die Ballonfahrt des Fräulein Paulus am vorigen Sonntag gehörte, wie uns die kühne Luftschifferin mittheilte, mit zu den widerlichsten, die sie bisher unternommen. Die mehrmals versuchte Landung mißlang, weil sich mancherlei Terrainschwierigketten boten. Die Reisenden konnten sich, als der Ballon gegen 9 Uhr bis auf 200 Meter über Schotten ging, mit den Zuschauern verständigen, mußten aber mit Rücksicht auf den nahen Wald wieder aufstetgen- vor der Landung wurde die Gondel eine Strecke weit geschleift und beschädigt, so daß auch die Reisenden Abschürfungen davon trugen. Der Ballon erreichte eine Höhe von 2800 Meter. — Aus Hartmannshain wird uns unterm 14. Juli geschrieben : „Ein hier noch nicht vorgekommenes Ereigtuß erregte heute Abend gegen 9 Uhr hier und in dem benachbarten Herchenhain großartiges Aufsehen. Der um 8 Uhr in Gießen abgelaffene Luftballon der berühmten Luftschifferin Paulus auS Frankfurt a. M. ging unweit unseres Orts, in einem alten Hohlweg am sogen. „Weißen Stein", nieder. Obwohl die Anker schon früher geworfen, konnte der Ballon doch nicht gehalten werden. Nach Aussage deS Fräulein j Paulus soll die Fahrt eine rocht gefährliche gewesen sein. Wenn nicht noch Leute zu Hilfe gekommen wären, würde dec Ballon noch weitere Strecken weiter gegangen sein. Eigen- j rhümlich ist es zu hören, welche Begriffe die Leute bei dem Herannahen des Ballons hatten; der Eine meinte, es wäre der Teufel, der Andere es sei ein Drache, der Dritte eine „Windblase" usw. Die beiden Insassen des BallonS übernachteten bei Gastwirth Schmalbach hier und ließen sich dann anderen Morgens per Wagen jammt Ballon nach Gedern fahren." — Fräulein Paulus erhielt für die hier unternommene Auffahrt 300 Mark- sie hätte 500 Mark er« halten, wenn der Absturz hätte stattfinden können. Die Ballonfüllung geschah auf Kosten der Festkaffe. Morgen, Mittwoch, wird Fräulein Paulus in Worms eine Auffahrt mit Absturz unternehmen. ** Der Behringer'sche Festmarsch, welcher gelegentlich d-S 22. Mittelrheinischen KreiSturnfefteS wiederholt gespielt und auch nach einer von einem hiesigen Herrn verfaßten Dichtung mit Gesang begleitet wurde, ist in den Musikalienhandlungen erhältlich. Hoffentlich findet diese gediegene Compofition in der musikalischen Welt viele Liebhaber. * * Elfter Deutscher Torutag. Am 22. und 23. ds. Mts. findet zu Eßlingen im Feftsaale der Realschule der 11. deutsche Turntag statt. Als Vertreter des Gaues Heffen wird Herr Fritz Helm an den Berathungen theilnehmen. Der Wein Consum auf dem 22. Mittelrheiuifcheu Turnfest stellt sich nach der nunmehr vorliegenden Uebersicht w:e folgt: a) Weißwein: V1 '/- Flaschen Nr. 3231 530 1 Festwein (Helm) 3134 650 1 bto. (Zinßer) 705 166 2a Dürkh. Frohnhof (Patz) 309 99 2b KönigSbacher (Schott) 94 — 3 Nackenh. Rothenberg (A. & G. Wallenfels) 107 — 4 Brauneberger Mosel (Schwan) 17 — 5 Neroberger Domaine (Saame) 5 — 6 Dürkh. Feuerberg-AuSlese (Schwan) b) Rothwein: 157 87 7 Aßmannshäuser (Saame) 9 — 8 Ober-Ingelheimer (A. & G. Wallenfels) c) Sch aurnwein: 18 — 9 Turnersect (A. & G. Wallenfels) 21 - 10 Gebr. Hoehl „schwarze Marke" (Fischbach) 23 - 11 Burgeff „grüne Etikette" (Schwan) 12 — 12 Gebr. Hoehl „Kaiserblume" (Fischbach) 7842 1532 d) Wasser: 2591 natürliches (TaunuSbrunnen — Meyer) 2422 künstliches (Dr. Mettenheimer) 5013 46 v) Limonade (Dr. Mettenheimer). In obiger Aufstellung ist der beim Wein entstandene Bruch mitgerechnet. * * Zum Wormser Schützenfest werden heute vom Gießener Schützenvcrein zwanzig Mann unter Führung des Ober- schützenrneifters Brück sich begeben. * * Bet größeren Volksfesten kommen im Gedränge öfter kleine Kinder abhanden. In den großen Concertgärten Berlins z. B. bringt man die Kleinen dadurch schnell wieder in Besitz ihrer Eltern, daß man sie „ausblasen" läßt, d. h. die Kinder werden nach der Musikbühne gebracht und durch ein Trompetenfignal das Publikum benachrichtigt, wobei das betr. Kind in die Höhe gehalten wird. Dieses Verfahren wurde auch während deS hiesigen Turnfestes, wo mehrfach Kinder sich verirrten, eingeschlagen und Ihatte den Erfolg, daß die weinenden Kleinen sofort wieder in die Obhut ihrer Eltern kamen. ** Feuerlärm. Gestern Abend kurz nach 10 Uhr entstand in der Neustadt Feuerlärm. In einem Fabrikhofe bemerkte man Feuerschein und fand daselbst einen mit Ruß gefüllten Holzkasten brennen. Die Gejcchr der Weiterverbreitung des Feuers wurde durch alsbaldiges Ablöschen des Rußes Seitens einiger Feuerwehrleute beseitigt. . ** Laudwirthschaftliche Ausstellung. Der Landwtrthschaft- Uche Verein für Rheinhessen hat beschloffen, bei der im September laufenden Jahres hier stattfindenden landwirthschaft- lichen Ausstellung eine Ko st Halle für rheinhessische Weine zu errichten. ** Kriegerkaweradschaft „hasfia". Nach Erfüllung der satzungsmäßigen Pflichten sind in den Landesverband der Kricgerkameradschaft „Hasfia" ausgenommen worden: 1) Der Krieger- und Soldatenverein Zornheim mit 48 Mitgliedern, Bezirk Nieder-Olm- 2) der Kriegerverein Klein-Eichen mit 12 Mitgliedern, Bezirk Lauterbach. Ferner wurden als Einzelmitglieder in den Landesverband angenommen die Herren Kameraden Landgerichtsrath Sandmann, Landgerichtsrath Kullmann, Premierlieutenant d. L. a. D., und CollegienhauS- beschließer F. W. Storck, sammtlich in Gießen. ** Gießen und Göttingen in Marburg. Das „Marb. Tgbl." schreibt unter dem 15. d. Mts.: Einer Einladung der Marburger Docenten folgend, erschienen die Göttinger und Gießener Collegcn, zum Theil von ihren befferen Ehehälften begleitet, in erheblicher Zahl gestern in unseren Mauern zu einem gemüthlichen Beisammensein. In den mittleren Hallen unserer Universität fand von 11 i/2 Uhr Morgens ab Frühschoppen statt. Im großen MuieumSsaale vereinigte sich dann gegen 2 Uhr die Festversammlung zu einem Bankette. Den ersten Toast brachte der Rector der hiesigen Universität, Herr Proseffor Fischer, aus. Derselbe galt den Göttinger und Gießener Collegen und deren befferen Hälften, die stets bemüht seien, himmlische Rosen inS irdische Leben zu flechten. Der derzeitige Rector der Göttinger alma mater feierte Marburgs Naturschönheiten sowie deffen historische Bedeutung. Nicht wie die Wittenberger Profefforen seien sie gekommen, um zu streiten, sondern um in gemeinsamer Fröhlichkeit neue Kräfte zu sammeln. Möge Marburg stets das geistige Erbtheil seiner Väter hüten und an idealen Gütern stets wachsen und durch sie blühen und gedeihen. Der Rector der Gießener Universität brachte den Frauen sm Hoch, nicht aber denen, die ringen wollen um die Palme der Gelehrsamkeit, sondern den im Hause waltenden züchtigen Hausfrauen, den Müttern der Kinder. Da gegen 4 Uhr der Himmel sich aufkärte, so wurde der ursprünglich geplante, später aber des ungünstigen Wetters halber fallen gelassene Spaziergang nach Spiegelslust auf Vorschlag deS Herrn Rectors Fischer doch noch zur Ausführung gebracht! — Auch die Musik zog mit und coucertirte oben noch eine Stunde. Nach der Rückkehr von SpiegelSluft erfolgte die Ver- abschiedung im Ritter. *♦ Neues Geld. Auf den deutschen Münzstätten sind im Monat Juni d. I. geprägt worden: 6433 980 Mk. in Doppelkronen, 130 355 Mk. in silbernen Fünfmarkstücken und 42 436 87 Mk. in Einpfennigstücken. Die Gesammt' ausprägung an Reichsmünzen, nach Abzug der wieder ein- gezogenen Stücke, beziffert sich bis Ende Juni d. I. auf 2 947 453 005 Mk. in Goldmünzen, 477 369 896 50 Mk. in Silbermünzen, 52 610 436 90 Mk. in Nickel- und 12 972 545 23 Mk. in Kupfermünzen. ♦♦ Auf da« Vertilgen von Raupen in den Gärteu können jetzt die Gartenbesitzer und Obstbaumzüchter nicht genug aufmerksam gemacht werden. Die Raupennester befinden sich in den zusammengebogenen Blättern und sitzen größtentheis an den äußersten Spitzen der Zweige. Wenn man die Nester öffnet, so findet man in den meisten derselben schon kleine lebendige Raupen, die demnächst ihre Schlupfwinkel verlaffen und sich über den ganzen Baum verbreiten werden. Es ist also jetzt die höchste Zett zur Vertilgung dieses schädlichen GethierS. ** Der Getreidemarkt. (Berichtswoche vom 4. bis 11. Juli.) Der Getreidemarkt zeigte in der verflossenen Woche ganz seltsame Gegensätze. Am 6., 7. und 8. Juli zogen überall die Preise stark an, weil in Amerika und Rußland wegen ungünstigen Wetters ein bedeutender Ernteausfall zu befürchten sei, und schon am 9. Juli sanken die Preise für Weizen und Roggen wieder ganz bedeutend, weil sich die Ernteaussichten gebessert hatten und noch sehr viel altes Getreide angeboten wurde. Es kann also darüber doch kein Zweifel bestehen, daß noch viel Vorräthe vorhanden .sind, denn sonst hätte jetzt, unmittelbar vor der doch in mancher Hinsicht noch zweifelhaften Ernte ein Preissinken nicht eintreten können. In Berlin und Leipzig wurden gekauft: Wetzen per 20 Centner für 136 bis 152 Mk., Roggen für 116 bis 122 Mk., Gerste für 108 bis 156 Mk., Hafer für 123 bis 148 Mk. je nach Qualität. Romrod. 13. Juli. Bei der heutigen Wahl eines Beigeordneten wurde der seitherige Beigeordnete Jost Schmidt, Candidat der „Rothen", mit 64 Stimmen wieder- gewählt. H. K. Schmidt, Candidat der „Schwarzen", erhielt 20 Stimmen, 2 Stimmen waren ungtltig. „Rothe" und „Schwarze" befehden sich schon seit Jahrzehnten ganz erbittert, was dem Wohle der Gemeinde gewiß nicht förderlich ist. Darmst. Ztg. § Crainfeld. 14. Juli. Die Arbeiten an der hiesigen Gemeinde-Wasserleitung find in letzterZeit bedeutend vorgeschritten. Von der Quelle (dem sogenannten Haffel- brunnen) ist die Leitung bis an den Ort schon ziemlich fertig, so daß jetzt mit den Arbeiten im Orte begonnen wird. Der rasche Fortgang dieser Arbeiten ist dem Umstande zuzuschreiben, daß etwa 50 auswärtige Arbeiter daran beschäftigt sind, welche verhältnißmäßig mehr leisten, als Arbeiter aus hiesiger Gegend. ES darf angenommen werden, daß die Wafferleitung nun bis zum Herbste fertig wird. ass Unter Seibertenrod. 15. Juli. Dem Knecht des hiesigen LandwirthS Bast ging kürzlich auf dem Heimwege, an einer sehr steil abfallenden Stelle der Straße, das Pferd durch. Der Wagen wurde umgeworfev, und die auf demselben befindliche Frau des Bast nebst dem Knecht herabgeschleudert. Die Frau renkte sich beim Fallen den einen Arm aus den Gelenken, während der Knecht durch einen auf ihn gefallenen Sack voll Mehl schwere innere Verletzungen erhielt. Diesen Verletzungen, die anfangs heilbar erschienen, ist er jetzt erlegen. Ein unglücklicher Zufall wollte es, daß sein Bruder, der ebenfalls im Bast'schen Hause bedienstet ist, um dieselbe Zeit einen Unfall erlitt. Dieser war mit seinem Dienstherrn zur Station Mücke gefahren, um Baumaterialien zu holen. Auf dem Heimwege wurde er von einem Wagen überfahren und dabei an Arm und Hand so schwer verletzt, daß an letzterer zwei Finger für immer steif bleiben werden. In derselben Viertelstunde waren die beiden Knechte und ihre Dienstherrin verunglückt. △ Lardenbach (Kr. Schotten), 15. Juli. Gestern wurde hier das Bezirks-Krieger fest des Bezirks Laubach in Verbindung mit der Fahnenweihe des hiesigen Kriegervereins gefeiert. Der Ort hatte ein prächtiges Festkleid angelegt, und ebenso schön war der Festplatz geschmückt. Der Besuch deS Festes war trotz des zweifelhaften Wetters ein sehr starker. An dem mit Festreitern eröffneten glänzenden Festzuge betheiligten sich 23 Vereine, worunter solche in einer Stärke von 50—60 Mann. Der Präsident deS hiesigen KriegervereinS, Herr Ruppel, begrüßte die Vereine und Gäste in warmen Worten. Der Ortsgeistliche, Herr Pfarrer Weinberger, weihte die neue Fahne, die von einer Feft- jungfrau unter kurzer Ansprache dem Kriegervereine überreicht wurde. Hierauf sprach noch der BezirkSpräfident, Herr Goldmann, Begeisterung weckende Worte. Inzwischen aber hatte der Himmel seine Schleußen geöffnet, und der Regen goß in Strömen herab. Beeinträchtigte auch ein solches Wetter die frohe Festesstimmung, sie kehrte doch bald wieder, nachdem der Regenguß aufgehört und da- Fest, auf das Lardenbach stolz sein kann, nahm seinen ferneren schönet?- Verlauf. § Aus dem höheren Vogelsberg, 14. Juli. Nachdem der im vorigen Winter verhaftet gewesene David Sommer III. von Crainfeld sich dem irdischen Richter am Gründonnerstag dieses Jahres im Untersuchungsgefängniß in Gießen durch Erhängen entzogen, sollen dem Vernehmen nach noch dessen Erben nachträglich wegen Steuerdefraudation belangt werden. Sommer hat schon seit Ende der 60er Jahre Wucher, Viehhandel und Geldwechslergeschäfte betrieben, er ist jedoch erst im vorigen Jahre aus Veraulaffung Großh- Amtsgerichts Herbstein inS Handelsregister eingetragen worden und hat daraufhin ein Gewerbepatent als Bankier und Geldwechsler erhalten, während er früher nur ein solches als „Viehhändler im Kleinen" besaß. Vermischtes. * Vom Millionär zum Bettler. Vor dem Amtsgericht am Alexanderplatze in Berlin erschien dieser Tage ein Mann, der eher alles andere erwartet haben mag, als dieses Schicksal: v. Quistorp, der einst Millionen reiche Gründer der Colonie Westend, hatte sich wegen groben Unfugs zu verantworten. Der ehemalige Millionär, der in den letzten Jahren bei Spandau wohl noch gebaut hatte, ohne daß die Oeffentlichkeit von seiner Thätigkeit erfuhr, wurde alS Wohnungsloser mit Aufgegriffenen aller Art vorgesührt. Man schenkte seiner Darstellung des Falles Glauben und verurtheilte ihn daher zu der geringen Strafe von 3 Mk. Aber auch dieje konnte der Mann, der ehemals Über Millionen verfügte, nicht bezahlen. Er verließ den Gerichtssaal nicht, ohne daß ihm eine Unterstützung zu Theil geworden war. * Faljche Schinken. Die in Berlin erscheinende „Fleischeczeitung" berichtet in ihrer neuesten Nummer über eine Fälschung gewiffenlosester Art- in der fraglichen Zeitschrift wird behauptet, daß eS ausländischen Fleischexporteuren und Fischräuchereien gelungen ist, Seehundfleisch ähnlich wie Schweinefleisch zu Schinken zu präpariren. Diese Präparate bestehen aus den Vorderschinken des Seehundes, die wie die Hinterschinken der Schweine zupescknurcn werden. In der Saargegend wurden viele falsche Schinken für die dortigen Kohlen- und Bergarbeiter verkauft, außeroem an den Rhein und sogar nach Mainz kommen diese Seehundsschinken und werden hier verkauft. Zu Gunsten der Verkäufer wird angenommen, daß dieselben sich über den Ursprung und Character^ der Schinken im Unklaren waren. * Aachen. 13. Juli. Als heute die Heiligthümer gezeigt wurden, fiel das Tuch Johannes des Täufers auf daS Dach der ungarischen Capelle. Darob entstand unter den Wallfahrern eine große Panik. * München, 15. Juli. Die „Neuesten Nachrichten" melden aus Salzburg: General Graf O'Donuel, welcher Kaiser Franz Josef bei dem Attentat im Jahre 1853 das Leben rettete, ist hier gestorben. Wie verlautet, wird der Kaiser der Beerdigung am Mittwoch Persönlich beiwohnen. * AugSbnrg, 15. Juli. Eine schreckliche Blutthat hat sich gestern hier zugetragen. In einem Bierkeller geriethen fünf junge Burschen mit einem Obermüller wegen eines Betrages von 30 Pfennigen in Streit, weshalb Letzterer das Local verließ. Als ihm nun feine Gegner folgten und auf ihn eindrangen, zog der Bedrohte feinen Stockdegen und stach auf seine Widersacher ein. Einer derselben blieb sofort tobt, ein Zweiter verstarb im Laufe der Nacht, der Dritte am Morgen. Alle drei sind Brüder. Der Thäter ist aus Jmmendorf und hat sich bereits freiwillig der Polizei gestellt. Er will in Nothwehr gehandelt haben. * Verschiedene deutsche Offiziere, welche in Folge deS Hannoverschen Spielerprozeffes ihren Abschied nehmen mußten und vor längerer Zeit als Gemeine in die indische Armee, eintraten, sind, wie die „Deutsche Wochen-Zeitung" in den Niederlanden berichtet, theilweise zu Corporalen und Unteroffizieren befördert worden. Ihre Verführer haben sich aber solchen Mühen und Fährlichkeiten nicht auszusetzen brauchen- sie haben einfach ihre OperationSbafiS nach Holland verlegt und zwar nach Amsterdam, von wo aus sie ihre Be« ziehungen mit deutschen Geldbedürftigen weiter unterhalten. ♦ Bern, 15. Juli. Auf dem Puschlaver See in Graubünden ertra nken gestern laut der „Züricher Ztg." zwei Jünglinge und drei Mädchen. Drei Jünglinge konnten sich retten. • Dulden, 16. Juli. Am Samstag Nachmittag ist eine auS drei Herren und zwei Damen bestehende englische Touristentruppe ab gestürzt, als dieselbe ohne Begleitung von Führern den Ortler besteigen wollten. Die erste Hilfe wurde von einem durch die Hotelleitung in Sulden mit Führern entsandten Arzt geleistet- sodann wurden die Abgestürzten hierher gebracht. Beide Damen haben tiefe Kopfwunden und Contusionen, die eine außerdem eine Gehirnerschütterung und eine Verrenkung des Oberarms erlitten. Der Zustand der Damen ist ernst- die drei Herren haben nur leichte Verletzungen davongetragen. * Englische Criminalstatifiik. Nach der vom englischen Ministerium deS Innern veröffentlichten Statistik über die in England und Wales begangenen Verbrechen hat die Zahl der englischen Sträflinge gegen srüher um 29,5 pCt. abgenommen. DaS kommt aber hauptsächlich daher, weil die Richter nicht mehr so lange Strafe zudictiren. Im übrigen kamen von 1874 bis 1878 auf je 100,000 Seelen 217 verbrechen, 1889 bis 1893 nur 194. Merkwürdig ist, daß sich die Zahl der Vergehen gegen die Sittlichkeit bedeutend gesteigert hat. In den letzten zwanzig Jahren ist sie fast um das Doppelte gewachsen. Diel hat natürlich damit die sogenannte Criminal-Amendement-Acte zu thun. Die Zahl der betreffenden Vergehen stieg aber auch schon vor dem Erlaß diejer Acte. In Frankreich, Italien und Deutschland ist dieselbe Erscheinung zu beobachten. _ Auch die Zahl der Selbstmorde ist in der Zunahme begriffen. Die gewöhnliche (jaMT G-r° fli* fcut®'” 1 ÄS'S r\ Bei SS*-.Ä »'s yS""5’U * *1 Je M" M JlfcieiS* Mler-D ov Preis pro 1 Flaschen rTjrir 1 Dir leeren Dr wx Mggi'S EuMN Vergebt Schrei«« tfiejurßeiNu Pin Dörnbergisch Halfen bei Cberaul SS M mansch soll im l Die Milden onschlag md W t m Unterzeichnete mm 17. bis eins y;r Ansicht offen, Lvigebote bis zum portofrei einzureici Gießen, den 16. __Ä-sch Krühkai ** CH. Re KrWa, > mlaufrn, leues 6 Men eingetrofsen. Wlofoy 6 Ki •®UIWn old billige l’rühka «sS Il io Jacp°b S- Nerrnie Mniei|u^n Nä, üVUn8 und Z Ms 6lne Soml] heiUgthümer bet Täufers aus entstand unter den itfttn Nachrichten^ ■flf O'Donuel, at im Jahre 1853 'e Miautet, wirb persÜM htv Itfol» ?-ss n Elches air Btul n einem Bierkelln Obermüller wega t, weshalb Letztem )egner folgten uni nen Stockdegen uni eifelben blieb fofoit Nacht, der Dritte er Thütrr ist aus der Polizei M- :d)t in Folge V eö nehmen mu&lw )ie indijche Armee Rialen und Untei* rführrr haben ffö 3 nicht auszttsthe» ilW "ach Holland „ Ml ß- «j»®'" »eitet iwW E-dN ®« ” ’tt ,a«» 8*i' eiSÄH- , M-W! 'f*1® b-st-h< ? j °-°- Il( etfte $il " ln gilbti «l‘ • »* “e® ■Ki»* w »°«Ä «»Ä B 8«»«%’5 ,6i Ä» «”Äi» a»»* baS Siri,- btcttten. o 217g(f ),000®“ j«, iS WllM, «e fli «35 k!; allen wb Kn. * r°.- n» »a«,«U bitfl6 ®tunbt: ’W i« btt, , lejittt '> °h< 1«6 ble 7 »Mbl «i, e6 Glauben und txaft von 3 W »Utenin ^erichtssaal nitt geworden war. ' Hn erfchelvrg^ :n Nummer über ‘ fafiWn Zeit- Mche;pvrteuren Wch ähnlich wie Diese PHarate '"des, die wie die werden. Inder für die dortigen em an den Nhein hundWvken und irkäuser wird an- mg und Lharaeeer Annahme, daß der englische Nebel viel damit zu thun hat, | Iß ganj irrig. Gerade in den Nebelmonaten November und Occember kommen in England am wenigsten Selbstmorde not. Die Zahl der rückfälligen Verbrecher gibt auch den Aiminaliften viel zu denken. Sie beträgt 55 pCt. Auch de Zahl der von Kindern und Unmündigen begangenen Verbrechen ist erschrecklich groß. — Der Franzose und der Deutsche werden erst Verbrecher, wenn sie wirkliche Männer geworden sind. Bei ihnen ist das Alter von 21 bis 30 Jahren das kritischste. In England führt eine ganze Anzahl ihren Kampf gegen die Gesellschaft schon im Alter von 16 bis 21 Jahren. Was die Zeit des Jahres betrifft, so kamen in Sommer am meisten Verbrechen gegen die Person und In Winter am meisten Eigenthumsverbrechen vor. Das Finbrecherthum steht im Januar auf der Höhe. » Köln, 15. Juli. AuS Eifersucht ermordete in der «acht von Sonntag zu Montag ein Weichensteller seine Braut le der Nähe des OrteS Rheindorf. Heute Vormittag stellte der Thäter sich freiwillig der Kölner Polizei. Schiffsnnchvichten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl LooS und I. M. Schulhof. Bremen, 13. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.] Der Postdampfer Wittekind, Capttäa O. Cüppers, vom Nordd. ,Lloyd in Bremen, ist gestern 7 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. VerE-hr, Land« «nd volk»u»irthschaft- •tritt«* 16. Juli. Marktbericht« Aut oem heutigen wochenmartt kostete: Butter pr. Pfd. X 0,85—1,00, Hühnereier pr.St. OH, 2 St. 11—12 H, Enteneier pr.St. 6—7H,GLnseeter pr-St. 10-12 H, »äse pr St. 5-8 H, Kasematte pr. St. 8 H, «rbsm pr. Liter 15 H, Linsen pr. Ltter 26 A, Tauben pr. Paar X 0,60 bis 0,75, Hühner pr. Stück X 0,90 bi« 1.20, Hahnen pr. Stück 1,00-1,30, Enten pr. St. X 1,80-2,CO, Ochsevfleisch pr. Psd. 72-76 A, Kuh-u. Rindfleisch pr. Psd. 66- 68 H, Schwein, flech pr. Pfd. 60-70 A, Kalbfleisch pr. Psd. 60- 68 4, Hammelfleisch pr. Pfd. 60-70 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 7,00-10,00 X, Weißkraut pr Btück —.— 4, Zwiebeln pr- Centn er 9,00—10,00 X, Milch pr. Liter 16—20 H, Kirschen pr. Pfund 13—16 H. Witterungsbericht vom 15» Juli. Eine umfangreiche Depression beherrscht heute bei stürmischem Wetter den ganzen Norden und Nordwesten Europas Ihr Centrum reicht südwärts bis zu den Alpen herab In dem eigentlichen Minimum sind selbst wieder zwei Centren tiesen Druckes zu bemerken, von denen eins über dem Süden Norwegens, das zweite über dem südlichen Schweden und der Ostsee liegt. Auch in Süddeullchland ist das Wetter noch unruhig. Im bayrischen Gebirge ist unter föhnartigem Einfluß helles Wetter etngetreten, indem am Südfuße der Alpen der Lustdruck stark zugenommen hat. Die Temperaturen sind an den Hochstationen gestiegen, sonst winig verändert. voraussichtliche Witter««- r Zunächst noch unruhiges und unbeständiges Wetter, zumal im mittleren Deutschland, dann von Westen her Besserung. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeffen am 16. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittag?. . Wasser 14«/a°, Luft 15° im Schatten. Rübsamen'sche Bade- und Schwimmanfi-". 513 Säuglings-Nahrung. 6119 Regiment Kaiser Wilhelm. 6117 Gießen, den 15. Juli 1895. Sie ist natürliche Kuhmilch, welche der Frauenmilch in der Zusammensetzung fast gleichgebracht ist. Sie ist verdaulicher und nahrhafter als andere Kiudermilch oder künstliche Säuglingsnahrung und dient auch als Nahrung für schwächliche Personen, Magenleidende und Blutarme. Sie ist von allen krankheitserregenden Keimen vollständig befreit. angeben zu wollen. 6113 gg. Mofessor Härtner's steritifirte Iettmil'ch « ist nach der Muttermilch die natürlichste Alleinige Aerkaufsstette für Ließen: Adler-Drogerie Otto Schaaf. Preis pro Vt Literflasche IS Pfg-, Flaschenvergütung 20 Pfg. Jede Atasche ist mit einer Schleife, welche den NamenSzug deS Erfinder- trügt, verschlofien. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dr. Naumann an dem Grabe unseres lieben Gatten und Vaters sagen wir Allen hiermit unseren tiefgefühltesten Dank Familie Eckhardt. Das Jufauterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Groh- herzoglich Hessisches) Nr. 116 feiert am 18. August d. I. das Fest der 2S jährigen Wiederkehr der ruhmreichen Sieges- tage des Krieges 1870/71. Sämmtliche Offiziere, Sanitätsoffiziere, Beamte, Unteroffiziere und Mannschaften, welche während des Feldzuges im Regiment gestanden haben, sowie sämmtliche Offiziere des Beurlaubtenstandes werden hierdurch zur Theilnahme an der Festlichkeit aufgefordert und gebeten, eventuell ihre Namen dem Regiment baldmöglichst, spätestens bis zum 25. Juli d. Js. Statt jeder besonderen Meldung. Die am Sonntag (14. Juli) erfolgte glückliche Geburt eines gesunden Knaben zeigen an ° ^6 Dr. Paul Strassmann nnd Fran Hedwig, geb. Rosenberg. Berlin, NW., Platz vor dem neuen Thor 3. Wernüschte Anzeigen. 104.60 3°/0 Portugiesen Friedberg (Hessen). Ltrdwigstratze 10, l gesucht dto. 3«/.°/o 338 Vs Darmst. Bk-Actiev »rief 102.00 101.15 100.10 104.50 104.60 00X0 85.70 104 10 27.20 92.25 Fahrpreis 10 Pfg. 10 Uhr Abende, 91.75 4% Etsenb. Rentenb. Obl. 55.15 50/0 BuderuS Obl. 4Vs°/o Oesterr. SUberrenle 40/0 Ung. Gold-Rente Franz. Banknoten Oesterr. dto. Amertc. 20 Frarck«-Gt. Engst. Sovereigns Dollars in Gold 3h°n mit Holzgründel und Selbstführuog. Ausserordentlich » beliebt in mittleren und kleinen V Wirthschaften, wird in drei verschiedenen Grössen geliefert von PH. MAYFARTH & Co. Hanauerlandstr. 169—171, Frankfurt am Main. Cataloge gratis und franco. 6104 8Vi°/o Deutsche Reichs«!. 3% Preuß. EonsolS 8V,o/o Gr. HeffisZe Obl. 40/0 Stadt Darmstadt v. lWl. 41/g , WormS unk. b. 1901 30/0 Oesterr. 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Meine Tochter litt mehrere Jahre an Drüsen, Hornhautentzündung verbunden mit kleinen Geschwüren, so daß die Augen immer zugeklebt waren und große Schmerzen und Lichtscheu bestanden. Nachdem ich mehrere (fünf) Aerzte und Special- ärzte gebraucht, keiner aber meiner Tochter half, wandte ich mich in meiner Verzweiflung an Herren Dr. med. Bolbe« ding, Homöopath. Arzt in Düffel» Port, Königsallee 6, welchem es binnen ,wet Monaten gelang, meine Tochter voll« kommen gesund zu machen, so daß ihr jetzt niemand ansieht, was für ein schweres Leiden sie durchgemacht hat. Ich schulde hierfür Herrn Dr. Volbedtng lebenslang größten Dank. Adam Soldan, 6608 Hörde, Ermlinghoferstr. 4. Coneurrenzlo» t Arbeiterversicherung «ach Wahl Wochenzahlnnge« oder Monat-» beitrüge. Für Gießen ist die mit nicht unbedeut. Jncasso verbundene Hanpt»Agentur einer alten gut eingeführten Gesellscha t zn vergebe«. Eventuell wird Zuschuß gewährt. — Tbätige Herren, auch solche aus dem Arbeiterftande, wollen Offerten unter B. 2617 an Rudolf Moffe, Krankfurt a. M., einreichen. 6107 16.26 I 16.22 I 20.40 20.36 4.19 । 4.16 | Iermietyungen. 6125] Eine Familienwohnung zu ver- vielhen. «chützenstratze 17. 611 ] Mansardenwohnung, 2 Zimmer elf Zubehör, zu oermiethen. ______________Wolfstraffe 8. “61i6| Ein Logis, 4 Zimmer mit Wasserleitung und Zubehör, zu ver- Welhen.__________Dammstraffe 31. 6ii'5j Westanlage SSr Parterre, Wohnung, 4 Zimmer, per 15. October. 6103] Ein schön mödlirtes Zimmer an eiv. Hess. Herrn zu oerm. Re«ftadt7S,lV. Brief Geld 8115 — 168 50 4.15 6053] Kleines Zimmer mit Kost zu vermtetben- Linderiplatz 7. Der feit 14 Jahren von Herrn Gärtner Becker zum Betriebe einer Blumenhandlung mit bestem Erfolge benutzte Laden in meinem Haufe ist per Mitte Oktober d. I. anderweitig zu vermiethen. 6ii4 Daniel Heil. 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Li«de« bet Hannover. 3553 Ungerftr. 14. m«y«r, Lehrer a. D. Frühkartoffel« § vbzugebm Ch Nebe, Zozelsgaffe 9. " Frühkartoffeln g yi verkaufen._________Licherstraffe 5. Heues Grünkern foeoen eingetroffen. 6120 L. Kalkhof. MAGGI5 Frieda von Meibom. Giessen, den 15. Juli 1895. vom Trauerhause aus statt. 6029 Die Beerdigung findet Donnerstag, den 18. ds. Mts,, Nachmittags 5 Uhr, Sophie von Meibom geb. Freiin Gremp von Freudenstein. Heute Morgen entschlief sanft im 69. Lebensjahre unser geliebter Gatte und Vater Redaktion: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen UniversitätS-Buch- und Steindruckerei (Pietsch & Scheyda) in Gießen. Are heutige Dummer umfaßt 6 Seiten. Oscar von mim Königl. Preuss. Oberförster a. D., Pütter p. p. tiefbetrauert von den Hinterbliebenen