Nr 140 Dienstag den 18. Juni 189$ Der Kietze«er Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montag». Die Gießener Iiamtkienklätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. vierteljähriger ASonnemenlspreia : 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und. Druckerei: Schutstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Zlmts- und Anzeigeblatt für den Nveis Gieren. chratisöeitageHießener Aamilienötatter. | Aber das Schönste Bei mir war sie oft, kletterte Schrecken des der Geliebten Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. Satan hat sie vergeben. Bald konnte sie sich nicht mehr erheben. Den ganzen Tag lag sie auf weichen Kisten am Fenster und schaute hinaus in den blauen Himmel. Antonio muhte zu ihren Füßen sitzen und zu seiner Guitarre deutsche Lieder fingen. So träumte fie sich in die Tage des Glücks zurück. Auf ihren Wunsch wurde sie ihm noch angetraut- an demselben Abend starb fie in seinen Armen. „Zuerst wüthete der Unglückliche gegen sich selbst, gegen Giuseppe, dem er die Schuld beimaß, und lästerte sogar Gott und die Heiligen. Mögen sie es ihm vergeben'. Dann wurde er stiller. Er zyg hier ein und wollte Blanca malen, wie fie anfänglich gewesen. Aber es gelang nicht. Ein Bild nach dem andern entstand, mit keinem war er zufrieden. So ist es noch immer. Und er hat Recht, Excellenza. Die Augen find nicht die eines fröhlichen Kindes, sie find die des verlassenen Weibes. Es ist ein Jammer, lange wird er eS nicht mehr machen." ~ . Schweigend drückte ich meiner Erzählerin die Hand und steckte ihr meine ganze Baarschaft zu — für Antonio und versprach, wiederzukommen. c ~ u Bald erfüllte ich mein Versprechen — es war hohe Zeit. Schon an der Thüre empfing mich die Alte unter Thränen, mit seinem einzigen Kinde. Ein herziges Ding, die kleine Blanca! Zart und zierlich wie ehr Püppchen, und dabei gelenkig, geschmeidig wie ein Kätzchen. Aber das Schönste an ihr waren die Augen. Bei mir war fie oft, kletterte zwischen meinen Sachen umher und putzte sich mit Tüchern und Teppichen, Gemmen und allerlei KrimSkramS aus. Schalt ich daun einmal, wenn sie es gar zu arg machte, sah fie »ich nur an und ich hatte kein böses Wort mehr. Es war ein Wettermädel! Wer hätte daS ahnen können! Auch fie sah dem Antonio nach, oft sah ich ihr Köpfchen hinter den Vorhängen hervorguckeu, aber so oft er hinaufsah, und daS that er täglich, war fie verschwunden. Eines Abends .fiel eine Granatblüthe vor seine Füße,- er bedeckte die Blume die Kammer. „Wie ist das gekommen?" fragte ich die Alte. „DaS ist eine ganze Geschichte, Signore, nicht lang, aber desto trauriger. Der Antonio war noch vor zwei Jahren ein munterer Bursch, war eben auS dem Norden gekommen, aus dem Lande der tedeschi, glaube ich. Zu der Zett wandelte er noch fröhlich durch die Straßen und alle Mädchen sahen dem schmucken Burschen nach — Santisfima '. DaS war sein Verderben. Drüben in dem Palaste — fie zeigte auf ein Haus, das allerdings von seinen Nachbarn abstach, aber bei uns nie so stolzen Namen erhalten hätte — dort drüben wohnte der reiche Olivenhändler Giuseppe Ein herziges Ding, die kleine stunde nach dem Maujoleum in der Friedenskirche zu Potsdam und legte daselbst einen Kranz nieder. — Die bedeutsamen Festtage anläßlich der Eröffnung des Nordostsee-Cauals sind endlich herangekommen, eö dürfte daher ein nochmaliger Hinweis auf die Hauptzüge deS Festprogramms angebracht sein. Am Mittwoch Vormittag treffen der Kaiser und die Mehrzahl der fürstlichen Gäste in Hamburg ein- einige derselben dürften bereits Abends vorher in Hamburg ankommen. Nachmittags 6 Uhr findet großes Banket im neuen Rathhause für die Fürstlichkeiten und die vornehmsten der sonstigen Festgäste statt, woran sich ein Nachtfest nebst Illumination auf der Alster anreiht. Am Donnerstag früh 3 Uhr zur Fluthzeit fährt bte „Hohen- ,ollern" mit dem Kaiser an Bord in die Canalmündung bet Brunsbüttel ein, voraus dampft der Aviso „Grille", dem Kaiserschtffe folgen der „Kaiseradler" mit den anderen Fürst- lichkeiten, die Dampfer mit den sonstigen Festgästen und der verschiedenen sremdländlsch-n Festschiffe. Die Ankunft der letzten Schiffe dieses auserlesenen Geschwaders tn Kiel nach Passiren deS Canals wird für Donnerstag Abend 6 Uhr erwartet. Am Freitag Vormittag 11 Uhr findet bei Holtenau ! die feierliche Schlußsteinlegung zum Canal durch den Kaiser I statt, an welchen Act sich die große Parade über sammtliche ! anwesenden Kriegsschiffe, ca. 100, anschließt, worauf Nach- i mittags daS vom Reiche gegebene Festesten in der Festhalle j am Südüfer der Canalmündung vor sich geht. Am Samstag den 22. Juni läßt der Kaiser die deutsche Flotte in Gegenwart der fremden Kriegsschiffe zwilchen der deutschen Küste und den dänischen Inseln manövriren, Abends beschießt eine vom Kaiser gegebene Prunktafel im Kieler Schlöffe die Reihe der hervorragendsten Canalfeierlichkeiteu, zu welchen außerdem noch das Ballfest zu zählen wäre, welches Prinz Heinrich von Preußeü den ausländischen Marineoffizieren zu Ehren am Donnerstag Abend in der Kieler Marine-Akademie gibt. Die fremden Nationen werden bei den Kieler Festlichkeiten in folgender Weise vertreten sein: Dänemark mit 6 Schiffen, England mit 10 Schiffen, Frankreich m t 3 Schiffen, Italien mit 9 Schiffen, die Niederlande mit 2 Schiffen, Norwegen mit 2 Schiffen, Oesterreich-Ungarn mit 4 Schiffen, Portugal mit 1 Schiff, Rumänien mit 2 Schiffen, Rußland mit 3 Schiffen, Schweden mit 3 Schiffen, Spanien mit 3 Schiffen, die Türkei mit 1 Schiff, die Vereinigten । Staaten von Nordamerika mit 4 Schiffen. Die Zahl der l deutschen Kriegsschiffe, soweit fie an der Flottenparade Amtliche* Theil. Bekanntmachung, betr. die Erstattung von Beiträgen gemäß § 30 und 31 des Jnvaliditäts- und Altersversicherungsgesetzes. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß der Jn- terestenten, daß Ende laufenden Monats der Zeitpunkt em- treten wird, mit dem Anträge auf Erstattung von Beitragen gemäß 30 und 31 des Jnvaliditäts- und AltexSverstche- rungsgefetzes gestellt werden können. Die Bestimmungen der 30 und 31 des Jnvaliditats- und Altersversicherungs-Gesetzes lauten folgendermaßen: Zur Begründung der Erstattungsansprüche rst nach- zuweffen^^ Anträgen von Frauen, die versichert gewesen find, und sich verheiratet haben: 1. daß, und wann die Ehe geschloffen wurde, 2. für wie viel Beitragsjahre bezw. Betttagswochen Beiträge entrichtet sind, _ II. Bei Anträgen von Wittwen oder hmterlastenen ehelichen Kindern unter 15 Jahren eines verstorbenen 23er« sicherten: 1. wann der Versicherte verstorben ist, 2. für wie viel Beitragsjahre bezw. Beitragswochen Beiträge entrichtet sind, 3. daß der Versicherte eine Wittwe bezw. Kinder hmter- lasten hat, und wie die Wittwe bezw. Kinder heißen, 4. zutreffenden Falls wer Vormund der Kinder ist, 5. daß den Hinterbliebenen aus Anlaß des Todes des Versicherten auf Grund der Unfallversicherung eine Rente nicht gewährt wird bezw. daß der Tod nicht die Folge eines Betriebsunfalls gewesen ist. HI. Bei Anträgen von hinterlaffenen, vaterlosen, noch nicht 15 Jahre alten Kindern einer verstorbenen, versichert gewesenen weiblichen Person: 1. und 2. wie zu II., 3. daß und welche Kinder hinterlaffen wurden, 4. und 5 wie zu II. Die Nachweise zu I 1, II 1 und HI 1 sind durch Be- scheiniaunaen der zuständigen Standesbeamten, der Nachweis zu I 2, II 2, III 2 durch Vorlage der letzten QmttungS- karte und der Aufrechnungsbescheinigungen über die voranAlle Annoncen-Bureaux dcS In. und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. mit heißen Küssen und barg fie in seinem Wammse. In der Nacht erklang eine Guitarre vor Biancas Fenster und eine wunderschöne Stimme sang dazu — ach, Signore, die Englein im Himmel, Gott verzeih mir die Sünde, könnens nicht bester! Aber ein wüster Lärm erhob sich drüben, der Giuseppe schalt in seiner rohen Art auf die nordischen Hungerleider, die nichts verständen, als unerfahrene Mädchen zu bethören- die ruhige, volltönende Stimme des Malers ent- gegnete etwas, Blanca schluchzte, dann wurde das Fenster zu- geschlagen, alles wurde still. „Seitdem kam Antonio nicht mehr durch diese Straße, Blanca ward bleicher und bleicher. Aber auch er litt. Als ich eines Tages auf den Markt ging, Fische zu kaufen, traf ich ihn. Madonna, wie elend sah er aus! Freundlich bc- grüßte er mich — o, er war nicht stolz! Bald wußte ich alles, nun, ich hatte eS schon geahnt. Giuseppe hatte gedroht, Blanca inS Kloster zu bringen, laste er sich noch einmal sehen- aus Liebe zu ihr blieb er fort und strebte unermüdlich, sich einen Namen zu machen. Es scheine zu gelingen, erzählte er anscheinend froh, er habe große Auf- träge bekommen. Aber aus seinem verlegenen Wesen merkte ich bald, daß nicht alles richtig sei. Von Nachbarinnen erfuhr ichS denn auch. Eine spanische Tänzerin war hierher gekommen und unsere Nobili drängten sich danach, sich von ihr mißhandeln zu lasten. Ah ehe bestia! Auf Antonio hatte sie's abgesehen, der hübsche, blonde, frische Junge gefiel ihr. In einer trüben Stunde, in der er an fich und seiner Kunst, an der Möglichkeit, Blanca zu gewinnen, zweifelte, siel er in ihre Netze. Sie hielt ihn fest und nun begann ein tolles Leben. Auch Blanca hörte davon. War sie früher bleich geworden, wie eine Heilige, wurde sie jetzt zum Schatten. Giuseppe fluchte und weinte abwechselnd, er hatte kein hartes Herz, hätte doch auch ein Stein durch den kummervollen Anblick erweicht werden wüsten, den sein Liebling jetzt bot. Schließlich lief er selbst zu Antonio, der mittlerweitt der Courttsane schon voll Ekel den Abschied gegeben hatte. Boller Reue kam er und flehte um Verzeihung. Ah, und der Engel vergab ihm, sie waren glücklich. Sie schien ordentlich w ebet aufzublühen - aber es war nur Schein, ein hitziges Fieber I tobte in ihren Abern. Ich glaube immer, ber spanische wie einen guten Bekannten: „Ach, Euer Gnaden, ber Antonio ist sehr krank, er wirb wohl sterben. Gestern hat er fich nieberlegen wüsten. Aber er spricht wieber ganz vernünftig. Seht, heute hat er mir noch für alles gebankt unb sogar meine alten Hande geküßt. Ach, Signore, er erlischt wie ein Licht." Ich eilte hinauf. In seinem Bette saß der Kranke unb malte. Seine Wangen glühten int Fieber, Schweiß stand auf seiner Stirne. Aber rasch flog der Pinsel dahm. Da brach ein Sonnenstrahl durch daS Fenster ein Pinselstrich - „seht," rief er, „seht, daS sind ihre Augen'/ Mtt glückseligem Lächeln sank er zurück- er hatte vollendet. Mit Thränen in den Augen schritt ich auf sein ärmliches Lager zu- himmlischer Friede nahm seinem erkalteten Antlitz die - ■ * Todes, seine Linke hielt das vollendete Bild krampfhaft umspannt — fie lächelte wieder. Feuilleton. Ihre Augen. Skizze von Jacques Jakoby. (Schluß.) „So ist er immer," lispelte die Alte mir zu. „Ist es nicht ein Leiden, so jung und schön und doch verrückt? Ich trat hinter Antonios Rücken, um zu sehen, was er gemalt. Was sah ich? Mein Bild war es, wie es leibte und lebte, nur die Augen allerdings waren verändert, em leibvoller Zug lag darin. „Blanca, Blanca!" stöhnte ber Unglückliche, unb bie Hellen Thränen stürzten aus seinen vom vielen Weinen ge- rötheten Augen, — ich hielt es nicht länger aus unb verließ gegangenen Quittungskarten, die Nachweise zu II, 3—5 und III, 3—5 durch Bescheinigungen der zuständigen Bürgermeistereien zu erbringen. Die Erstattungsansprüche können unmittelbar bet dem Vorstand der Jnvaliditäts- und Altersversicherungsanstalt oder bei den zuständigen Bürgermeistereien gestellt werden. Sollten die Anträge bei den Großherzoglichen Bürgermeistereien gestellt werden, dann haben diese die Anträge frankirt zu Lasten der Antragsteller an die Anstalt ^musenden. Wir weisen noch besonders darauf hm, daß der Anspruch weiblicher Personen, die eine Ehe eingehen, binnen 3 Monaten nach der Verheirathung geltend gemacht werden muß, und daß mit der Erstattung die durch das frühere Versicherung - verhältniß begründete Anwartschaft erlöscht, sodaß es für Personen, die voraussichtlich nach ihrer Verheirathung weiter Lohnarbeit verrichten werden, empfehlenswerth ist, keinen . Antrag auf Erstattung der Beiträge zu stellen. Gießen, den 14. Juni 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I v. Gagern. Gießen, den 14. Juni 1895. B-tr ' Die Erstattung von Beiträgen gemäß § 30 und § 31 des Jnvaliditäts- und Altersversicherungs- gesetzes. 'i Das Grotzherzogliche Kreisamt Gtetzeu au die Grosth. Bürgermeistereien des Kreises. Indem wir Sie auf bie vorstehende Bekanntmachung Hinweisen, und Ihnen anempfehlen, sich hiernach zu bemessen, machen wir Sie noch besonders darauf aufmerksam, daß die bei Ihnen gestellten Anträge frankirt zu,Lasten der Antragsteller an die Jnvaliditäts- und AttersoersichemngSanstalt von Ihnen einzusenden sind, und daß alle zur Begründung der Ansprüche erforderlichen Urkunden und Bescheinigungen gemäß § 140 des Gesetzes gebühren- und stempelfrei aus- zustellen sind. v. Gagern. Deutsches Reich. Berlin, 15. Juni. Am heutigen Todeslage Kaiser Fjr i e b r i ch s begab sich der Kaiser schon in früher Morgen- vom 21. Juni theilnehmen, wird sich^auf 41,^ einschließlich der Torpedoboote, belaufen. — Der Bundes rath genehmigte in seiner am 14. d. M. abgehaltenen Plenarsitzung die Novelle zum Zuckersteuergesetz, sowie die Vorlage, betreffend die Zollbehandlung der vom AuSlande als Muster eingehenden Maaren, in der Faffung des Reichstages. Berlin, 15. Juni. Wie aus Rendsburg berichtet wird, gerieth der Aviso „Kaiseradler" auf der Fahrt von Kiel nach Brunsbüttel im Äudorfer See auf Grund. Von Kiel wurden telegraphisch Schlepper beordert. Berlin, 15. Juni. Das Preisgericht für das BiSmarck-Denkmal erkannte einen ersten Preis: Robert Bärwald und Otto Schmalz, Ludwig und Emil Cauer, Gustav Eberlein, O. Echtermeyer, HilgerS und B. Schmitz, O. Lesfing und H. Jaffoy, W. v. Ruemann, F. Schaper, Fritz Schneider und R. Siemertng zu,- einen zweiten Preis: Max Baumbach und B. Schaede, L. Brunow, Joh. Goetz, E. Herter, Max Klein, P. Peterich, Joh. Pfuhl, Joh. Schilling, v. Uechtritz und Max Unger- einen dritten Preis: Ed. Albrecht, Clemens Buscher, Dietsche-Läuger, Jos. Engl, H. Magnuffen, A. Reichel, H. Richter, Jos. Uphues, H. Volz und M. Wiese zu. Berlin, 15. Juni. DaS „Deutsche Colonialblatt" meldet: Der Oberführer der kaiserlichen Schutztruppe in Deutsch-Ostafrika, v. Manteuffel, ist am 13. Juni einer plötzlichen Erkrankung erlegen. Kiel, 15. Juni. Das amerikanische Geschwader ist in den Kieler Hafen eingelaufen. Bet FriedrichSort salu- tirte die Landflagge- der Salut wurde von der Strand- batterie erwidert. Leipzig, 15. Juni. Redacteur Katzen st ein von der „Volkszeitung" und Mohs, der Verfasser eines Flugblattes, wurden wegen in der Flugschrift enthaltener Beleidigungen des Raths und der Stadtverordneten anläßlich der Einführung des Dreiklassenwahlshstems zu 5, bezw. 3 Monaren Gefängniß verurtheilt. ^Franks. Ztg. Hamburg, 15. Juni. DaS „Fremdenblatt" meldet: Im benachbarten Ahndorf, das 700 Einwohner zählt, zerstörte eine Feuersbrunst in einer Stunde neun Gehöfte mit 40 Gebäuden - die Kirche, das Schulhaus und das Gut blieben verschont. 600 Menschen sind obdachlos. Die Hufner sind größkentheils versichert, die kleinen Besitzer aber unver» sichert. Der Schaden ist bedeutend. Hamburg. 15. Juni. Der „Hamb. Corresp." meldet: Otto Ehlers wurde auf seiner Forschungsreise durch die Grenzländer Assams überfallen und liegt fieberkrank in einem Dorfe der Ragas darnieder. An-land. Wien, 15. Juni. Richard Genöe ist heute Nachmittag S1/« Uhr in Baden (bei Wien) gestorben. Brüssel, 15. Juni. Die christlich-demokratische Kammergruppe stellte zum Zolltarifgesetz einen Antrag, wonach das Ergebniß der erhöhten Zolleinnahmen ganz für die Arbeiter- Versicherung und den Schutz der Landwirthschaft verwendet werden soll. Paris, 15. Juni. Die Interpellation James über die allgemeine Politik, welche heute in der Kammer debattirt werden sollte, ist auf den 29. Juni verschoben worden. Paris, 15. Juni. Der „Gaulots" schreibt: Die Regierung und die Polizeipräfectur seien beunruhigt wegen der chauvinistischen Manifestationen, welche für den 19. bis 21. d. MtS. geplant sind,- aus den dem Minister deS Innern zugegangenen Berichten geht hervor, daß große Kundgebungen an der Statue „Straßburg" stattfinden sollen. Die Polizei erlaubt die Niederlegung von Kränzen, verhindert jedoch Reden, Ansammlungen und Schleifen mit für Deutschland beleidigenden Inschriften. Die Regierung trifft geheime energische Maßregeln zur Aufrechterhaltung der Ordnung. Paris, 15. Juni. Das Monument zu Ehren der 1870/71 gefallenen Soldaten, für welches die Regierung eine Credit- forderung von 250,000 Frcs. eingebracht hat, soll im Mittelschiff des Pantheons errichtet werden. Nerreste Nachrichten. Depeschen deS Bureau .Her^d". Budapest. 16. Juni. Der Bäckerstrike ist heute wieder ausgebrochen, nachdem er erst gestern beigelegt worden ist. Paris, 16. Juni. Die Blätter heben hervor, daß bisher nur 2 Präsidenten der Republik, nämlich Mac Mahon und Carnot, vom russischen Kaiser der Andreasorden verliehen worden sei. Zar Nicolaus benutze den jetzigen Augenblick der Überreichung der Kette zum Andreasorden zum Zeichen, daß trotz der Festlichkeiten in Kiel das franco-rusftsche Bündniß fortdauere. Paris, 16. Juni. Auf der place de la Madelaine stürzte sich ein russischer Nihilist, der von einem Polizisten verfolgt wurde und verhaftet werden sollte, auS dem sechsten Stock eines Hauses auf die Straße. Schwurgericht. W. Gießen, den 17. Juni 1895. Heute Vormittag 9 Uhr eröffnete der Vorsitzende, Herr Landgerichtsrath Hellwig, die Verhandlung gegen den Hausirer Friedrich Wilhelm Sommer, geboren am 31. December 1869 zu Harsleben, Kreis Halberstadt, wohnhaft zuletzt in Bremen, beschuldigt des Verbrechens gegen die Sittlichkeit. Die Anklage vertritt Herr Staatsanwalt Zimmermann. Die Vertheidigung führt Herr Rechtsanwalt Hirschhorn. Der Angeklagte hat die ihm zur Last gelegte Thal am 7. März zu Gießen begangen. Während der Beweisaufnahme wird die Oeffentlichkeit ausgeschlossen. Sechs Zeugen sind zu vernehmen; als medicinischer Sach- > verständiger ist Kreisasfistenzarzt Dr. Wengler zur Stelle. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten, nachdem die Geschworenen durch ihren Wahrspruch dessen That nur als Versuch zum Verbrechen bezeichnet hatten, die Frage wegen mildernder Umstände ebenfalls bejaht hatten, zu 10 Monaten Gefängniß, unter Anrechnung von einem Monat der erlittenen Untersuchungshaft. Zur Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte, welchen Antrag die Staatsanwaltschaft auf die Dauer von drei Jahren gestellt hatte, fand der Gerichtshof keine Veranlassung, weil die That des Angeklagten sich nicht als ehrlose qualificire. Die Anklagebehörde hatte 1 Jahr und 6 Monate Gefängniß beantragt. CocoUs rrn- 4>ror»Litzrelle-, Gießen, den 17. Juni 1895. ** Ernennung. Se. Königl. Hoh. der Großherzog haben allgnädigst geruht, den Stationsassistenten bei denOberhesfischen Eisenbahnen Hermann Mai nzer mit Wirkung vom 25. d. M. zum Stationsassistenten bei den Hessischen Staatsbahnen zu ernennen. ** Fortsetzung des Verzeichnisses der Sitzungen des Schwur- gerichtS pro 2. Quartal 1895. Dienstag 'den 18. Juni, Vormittags 9 Uhr: Angeklagter: Carl Plank von Gießen wegen Verbrechen gegen die Sittlichkeit. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Zimmermann. Vertheidiger: Rechtsanwalt Grünewald. Mittwoch den 19. Juni, Vormittags 9 Uhr: Conra'd Hildebrand, Georg Konrad Koch, Heinrich Wilhelm, Konrad Bill, Heinrich Häuser von Nieder-Weisel wegen Verbrechen gegen die Sittlichkeit. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Koch. Vertheidiger: Rechtsanwalt Grünewald und Rechtsanwalt Dr. Jung. Donnerstag den 20. Juni, Vormittags 9 Uhr: Angeklagter Johannes Zinn von Brauerschwend wegen Meineids. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Zimmermann. Vertheidiger: Rechtsanwalt Dr. Rosenberg. (Wiederholt, weil in vor. Nr. theilweise unrichtig.) * * Der Oberheffische Geschichtsverein, der seine Sommer- thätigkeit nach auswärts verlegt, wird nach zwei genußreichen Ausflügen nach Grünberg und Hohensolms Sonntag den 23. Juni einen solchen nach Büdingen folgen lassen. Unter allen Städten und Städtchen unseres Landes und der wetteren Umgegend hat Büdingen am besten und vollkommensten sein malerisches mittelalterliches Aussehen bewahrt. DaS alterthümliche Schloß ist eine Fundgrube von architektonischen und anderen Kunstschätzen, die ganze Umgegend gehört zum Schönsten, was unsere Provinz bieten kann. In der Versammlung versprechen geschichtliche Vorträge mancherlei Belehrung. Schließlich darf nicht unerwähnt bleiben das leistungsfähige Gasthaus „Zum Stern" und der unvergleichliche Kaffeegarten „Rosenhöhe" am Fürstenhof. Alle Freunde der Geschichte und schöner Gegend sind etngeladen, an dem Ausflug theilzunehmen und werden einen genußreichen Tag haben. * * Straßenrennen Gießen Reiskirchen. Das gestern zur Feier des 10jährigen Stiftungsfestes des hiesigen Radfahrvereins veranstaltete Straßenrennen hatte folgendes Ergeb- ntß: 10 Kilometer: 1) Karl Dutll-Gteßen- 2) Karl Balser-Biedenkopf- 3) Karl Schumann-Herborn. — 20 Kilometer : 1) Fritz Reifenstein - Frankfurt - 2) Emil Stpp mann-Marburg- 3) Karl Wick-Marburg. * * Der Specialitäteu-Circns ZmmanS gibt heute, Montag Abend seine letzte Vorstellung, wie im Jnseratentheil ersichtlich. Wir constatiren auf's Neue, daß der bedeutende Ruf des Circus über Künstler und Künstlerinnen, deren Leistungen, sowie über die großen Erfolge auf dem Gebiete der Hunde- dresiur durch Herrn Director Jmmans ein wohlbegründeter und wohlverdienter ist. * * Ueberfall. Heute früh gegen 6 Uhr wurde ein Mädchen aus Staufenberg, welches zur Fabrik nach Gießen gehen wollte, in der Nähe der Johannisburg von zwei rohen Burschen angefallen und zu vergewaltigen versucht. Das Mädchen, aus mehreren Wunden an Gesicht und Kopf blutend, hat sich in verzweifelter Weise zur Wehr gesetzt und so den Unholden ihr Vorhaben vereitelt. Auf erstattete Anzeige hin wurde einer der Thäter noch auf der Straße von einem berittenen Gendarmen von Gießen verhaftet, während der andere ins Kornfeld entsprang. Die Namen der Thäter, es sollen zwei Brüder sein, sind noch nicht bekannt. • * Schwere Verletzung. In einer hiesigen Maschinenfabrik gerieth heute Morgen ein Arbeiter mit dem Arm in das Triebwerk und wurde in die Klinik gebracht. * * Sachbeschädigung. In der Nacht von SamStag auf Sonntag wurden mehrere Fenster- und Straßenlaternen- schetben in muthwilliger Wesse zertrümmert. Die Thäter, zwei Studenten, sind ermittelt und zur Anzeige gebracht. Der Stock des einen trägt derartige Wahrzeichen an sich, daß man den Eindruck gewinnt, als habe er schon manche Attacke auf Glasscheiben bestanden. * * Zerrissener Telephondraht. Am Viaduct in der Neustadt war am Samstag Abend spät ein Draht der Telephonleitung heruntergefallen und gefährdete den Verkehr. Eine htnzugekommene Schutzmann-Patrouille band den Draht fest und zog denselben vorläufig an dem oberhalb des Viaducts befindlichen Eisengeländer empor. * * Wegen Namensverweigerung, einem Schutzmann gegenüber, mußte in vergangener Nacht ein Herr, welcher Ruhestörung verursacht hatte, verhaftet werden. * * Wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und groben Unfugs wurde gestern Abend ein Soldat verhaftet und von einer Militärpatrouille auf der Polizeiwache abgeholt. * * Die Einnahme an Wechselstempelsteuer im Ober- postdirectiouSbezirk Darmstadt betrug im Monat Mat 13 439,30 Mark. Hierzu die Einnahme in dem Vormonat mit 12777,80 Mark, ergibt die Summe von 26217,10 Mark. Die Einnahme in demselben Zeitraum des Vorjahres betrug 25 785,80 Mark, mithin in 1895 mehr 431,30 Mark. * * Zu Amerika verstorbene Hessen. Bradford, Jnd., Frau Elisabetha H ö h n, 81 I. alt, aus Fauerbach. Chillicothe, O., ' Georg Gärtner, 67 I. alt, aus Wald-Michelbach. He«, i peler, Canada, John Wehmer, 66 I. alt. Quincy, Jll., Mana Grimmer, geb. Schäfer, 51 I. alt aus Hessen. E. Lollar, 16. Juni. In unserem festlich mit Tannen- grün und Blumengewinden geschmückten One hatten sich heute mehrere Hundert Feuerwehrleute aus der Provinz Oberhessen und den Nachbargebieten eingefunden, um den hier tagenden 16. Oberhessischen Feuerwehrtag, mit welchem die Feier des 20jährigen Stiftungsfestes unserer Freiwilligen Feuerwehr, verbunden war, feierlich zu begehen. Schon am frühen Morgen trafen zu Fuß und zu Wagen und per Eisenbahn die Gäste hier ein, an den OrtSeingängen empfangen und mit Musik nach den Standquartieren geleitet. Der Empfang war allerseits ein herzlicher. Don 9—12 Uhr tagte im „Schönhof" der Delegirtentag, über dessen Verhandlungen noch näher berichtet werden wird. Nack dem Delegirtentage fand unter dem Commando des Herrn Feller eine Schulübung, nach derselben ein Brandangriff start, beide Vorführungen bewiesen, daß die mit vorzüglichen Geräthen und Spritzen ausgestattete, über 100 Mann starke Wehr im Stande ist, jeder Gefahr entschieden und sachgemäß entgegenzutreten. Nach der Uebung fand im „Schönhof" ein Festmahl statt, bei welchem auf Kaiser und Großherzog, den Festort, den Vertreter der Regierung, Herrn Regierungsrath Hechler, den Feuerwehrcommandanten Feller, auf die Förderung der freiwilligen Feuerwehr rc. toaftirt wurde. Ein Begrüßungstelegramm an Se. Kgl. Hoheit den Großherzog hatte bereits die Delegirten-Versammlung abgesandt- die Tafelmusik führte die Capelle des 11. Jägerbataillons aus. — An dem nach 2 Uhr ftattfindenden Festzuge betheiligten sich außer den. inzwischen an Zahl noch vermehrten Feuerwehren die Gesang-, Krieger- und Turnvereine LollarS, so daß der Zug wohl einer der schönsten wurde, den Lollar je gesehen. Reben der obenbezeichneten Militärcapelle begleiteten denselben mehrere Feuerwehrcapellen, von denen besonders diejenige von Friedberg sich hervorthat. Der Zug wurde auf seinem Wege bis zum Fkstplatze jubelnd begrüßt und Hunderte von Sträußchen, von zarter Frauenhand gespendet, fielen auf die wackeren Feuerwehrmänne: nieder. Auf dem Festplatze wurden die Wehren NamenS der Stadt von dem Feuerwehr-Commandanten Feller bewillkommnet- derselbe betonte, daß die Gemeinde die Bestrebungen der Feuerwehr zu würdigen wisse, sie habe eS sich zur Ehre angerechnet, die Feuerwehren zu empfangen, dies beweise der Festschmuck- es sei eine schwierige Aufgabe, welche sich die Feuerwehr gestellt, aber sie werde bestärkt durch den Spruch: „Einer für Alle, alle für Einen." Er hoffe, daß das Fest beiträgen werde, das gemeinsame Band fester zu schlingen, viele junge Leute zum Beitritt zu veranlassen und zur Gründung von neuen Feuerwehren Anregung zu geben. Die Rede endete mit der Aufforderung an die Lollarer Feuerwehr, ein Hoch auszubringen auf die oberhessischen Kameraden und die Festgäste. Die Betheiligung an den hierauf folgenden Veranstaltungen, an Concert und Tanz, war recht zahlreich- leider verursachte en gegen 6 Uhr auftretender heftiger Regen etwas Störung. Morgen (Montag) . findet zur Feier des 20jährigen Stiftungsfestes der Freiwilligen Feuerwehr Festzug, Concert und Tanz statt. Ruppertenrod, 14. Juni. Ein eigenartige« Mißgeschick widerfuhr gestern einem hiesigen Landwirth. Als seine Tochter die Kühe aus dem Pfluge gespannt Hane, scheute die eine vor auf lern Zaune eines Gartens hängender Wäsche. Sie trat hierbei auf einen zugespitzten Reisigpfahl, der mit solcher Wucht emporschnellte, daß er ihr tief in das Euter eindrang, dieses aufschlitzend. Die Verletzung war so schwer, daß die werthvolle Kuh geschlachtet werden mußte. — In unserer Gemeinde tritt gegenwärtig sehr stark die Influenza auf. Die von ihr befallenen Leute fühlen sich oft sehr krank, namentlich werden die Athmungsorgane stark in Mitleidenschaft gezogen. Obwohl der Krankheit noch kein Kranker erlegen ist, scheint doch ihr Character ein heftigerer zu sein, als wie er seither in die Erscheinung getreten. § An8 dem Krdise Alsfeld, 14. Juni. Obwohl Mitte Juni, sieht man noch täglich viele Maikäfer in der Luft fliegen. Diese Nachzügler sind jedenfalls durch die kalte Witterung zur eigentlichen Maikäferzeit in ihrer Entwickelung zurückgehalten worden- sie dürften aber durch die gestrige und heutige kalte Nacht den Garaus erhalten haben. In beiden Nächten fror es Eis - die Mäher auf zugigen Wiesen hatten Eis auf den Sensen. An exponirten Stellen dürften Bohnen und Gurken geschädigt worden sein. VeEischter. ♦ Marburg, 14. Juni. Das an der äußersten Grenze unseres Wahlkreises — nach dem Waldeck'schen zu — gelegene Landstädtchen Böhl ist in großer Aufregung. Der Sparkassenrendant Meier, der auch Amt San walt ist, hat sich seiner bevorstehenden Verhaftung durch die Flucht entzogen. Er soll, soweit die Untersuchung bis jetzt gediehen ist, 40 000 Mark unterschlagen haben. Viele kleine Leute find in Mitleidenschaft gezogen. Die Unterschlagungen batiren schon seit 1885. Die Bücher der Sparkasse find derart in Unordnung, daß sich die Höhe der Unterschlagungen nur schwer feststellen läßt. Der Flüchtige leitete auch eine Viehversicherung, an der sieben Gemeinden betheiligt waren. Die Bücher sind bisher nicht auffindbar. * Biedenkopf, 15. Juni. Biedenkopf an der Lahn, inmitten von Bergen, die von den verschiedenartigsten Wäldern bestanden find, sollte bet der Erörterung der Frage, wo man einen Sommeraufenthalt nehmen soll, entschieden in den Vordergrund treten, da eS in Folge feiner gesunden, reizenden Lage und seiner herrlichen Waldungen, wie auch seiner sonstigen Vorzüge, jeden Besucher nach allen Richtungen hin befriedigt. Die Auswahl der Spaziergänge, Anlagen und Ausflüge ist eine reichliche und die Verpflegung sehr gut und preiswert-, so daß allen Verhältnissen Rechnung getragen ist. Die Zahl der seitherigen Sommergäste ist keine geringe, und wird Jeder, der den schönen Platz als Sommerfrischler einmal besucht hat, gerne wieder dahln zuräckkommen. Die bei der Verkehröfrage interessirten Vereine sind emsig bemüht, den Gästen einen würdigen Empfang und die größten Annehmlichkeiten zu bereiten. Auskünfte ertheilt gern der Verein zur Hebung deS Fremden- Verkehrs daselbst. Ms. Von der Werra. 14. Juni. Im mittleren Werra- . thal bei Allendorf und Albungen bis nach Eschwege hin. so- s ivie auf dem angrenzenden oberen EichSfelde ist vorgestern : ein furchtbarer Wolkenbruch niedergegangen, welcher, mit schwerem Hagelschlag verbunden, ungeheuren Schaden in Feld ? und Flur angerichtet hat. Namentlich d:e Hagelkörner, die ? in der Stärke von kleinen Hühnereiern niedersausten, haben i Saatenstand und Gemüse, Früchte rc. völlig zerzaust. Die , Gemarkungen Wahlhausen, Gerbershausen, Fretterode, Linden- i werra, Bornhaven, Elershausen find am härtesten getroffen und die gesammte Ernte nahezu vernichtet. Leider haben nur wen'ge, die größeren, Grundbesitzer gegen Hagel versichert. Der angerichtete Schaden, welchen die Bauern erleiden, ist sehr groß. Die Schloßen sollen so hoch gelegen haben, daß die Privatfahrpost Wahlhausen nicht durchkonnte. < , Ms. Aus Kurhefseu. 16. Juni. Der Bürgermeister , Kraft in Burg Holz bei Kirchhain, ein Greis von 70Jahren, ' hatte trotz hohen Alters die Gewohnheit beibehalten, im Sommer im offenen Flußwasser zu baden. Vorgestern badete ec abermals in der angeschwollenen Wohra, wurde vom Strom ersaßt und ertrank. — In Volkmarsen ertrank beim Baden : in der kleinen Espe ein Lehrling des Maschinisten. Neutze. Er war allein und ohne Erlaubniß ins Wasser gegangen, j gerieth in ein Loch und kam um. — In Großenritte er- i t-ank beim Baden im Zümpelteich der 20 Jahre alte einzige i Sohn des Zimmermeisters Hellmuth in Folge Krampfanfall. | * Neufalz. 14. Juni. Ein Blitzstrahl schlug in das Sch ul Haus des Dorfes Kuss er während des Unterrichts ein. 25 Kinder wurden betäubt. Außer zweien konnten alle ins Leben zurückgerufen werden, doch wurden bei mehreren ■ Kindern schwere Verletzungen festgestellt. i * Aschersleben. 13. Juni. Die Bergmannsfrau Heiler war unheilbar erkrankt und erhängte ihre beiden Mädchen von 2x/2 und 6 Jahren und dann sich selbst. Der von der Arbeit kommende Ehemann fand drei Leichen vor. Eingesandt. Steße«, 17. Juni 1895. Von Durchreisenden und Geschäftsleuten, die Gießen passiren, wird sehr oft darüber geklagt, daß mit wenigen Ausnahmen die hiesigen größere« Restaurants u«d Gasthöfe nicht an die Telephonleitung a«geschloffe« find. ES möge hierdurch die Anregung gegeben werden, ob es nicht im Jntereffe der Betheilrgten liegt, die Ausgaben für den Telephonanschluß in ihr Budget aufzu- nehmen, und damit oft ausgesprochene und billige Wünsche zu erfüllen, c. Unterhaltungen zu Bad-Nauheim in der Woche vom 18. Juni bis 23. Juni. Die Kurcapelle spielt täglich Morgens von 7—8 Uhr an dem Kurbrunnen, Nachmittags und Abends siehe unten, bei weniger als IQo R. Wärme im großen Speisesaale des Kurhauses. Dienstag den 18. Juni, Nachmittags von 4Vz bis 6*/> und von 81/2 bis 10 Uhr: Concert der Kurcapellc auf der Terrasse. Von 8Vr bis 10 Uhr werden Tänze gespielt und kann auf dem nordwestlichen Tbeile der Terrasse getanzt werden. Abends 8 Uhr im Saale: Zaubervorstellung des Hoflünstlrrs Herrn Meunier-Sellar. Mittwoch den 19. Juni, Nachmittags von 4 bis 7 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale Theatervorstellung. Letztes Gastspiel von Frau Auguste Prasch-Grevrnberg: Halali. Donnerstag den 20. Juni, Nachmittags von 4Vg bis 6'/, Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale: Tanz. Freitag den 21. Juni, Nachmittags von 4 bis 7 Uhr: Concert der Kurcapelle auf der Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale Theatervorstellung. Madame Bonivard. Samstag den 22. Juni, Nachmittags von 4V, bi« 7 und von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse: Doppel-Concert des süddeutschen Männer-Doppel-Quartetts Billing aus Karlsruhe und der Kurcapelle. Vorläufige Anzeige: Sonntag den 23. Juni, Nachmittags von 4 bis 7 und von 8.bis 10 Uhr: Concert der Kurcapelle zum Besten derselben. Xpitlple» der vereinigten Frankfurter Stadtthratt, Opernhaus. Dienstag den 18. Juni: Tannhäuser. Mittwoch den 19. Juni: Sommernachtstraum. Donnerstag den 20. Juni: Don Pasquale. Die Zaubergcige. Freitag den 21. Juni: Schöne Helena. Samtzlag den 22.Juni: Lohengrin. Sonntag den 23. Juni: Hugenotten. Montag den 24. Juni geschlossen. Dienstag den 25. Juni: Janie. Schauspielhaus. Dienstag den 18. Juni: Großstadtluft. Mittwoch den 19. Juni geschlossen. Donnerstag den 2O.Juni: Madame Sans- Gtzne. Freitag den 21. Juni: Charleyö Tante. Friedensstifter. Samstag den 22. Juni: Sbokespeare-Cyclus, 9. Abend. Die Komödie der Irrungen. Montag den 24. Juni: Shake- speare-Cyclus 10. Abend. Richard III. Verkehr, Cattö« und Volkrrvirtbschast. Grünberg, 15. Juni. Fruchtpreise. Stehen X 14,80, Korn X 15,00, Gerste X 00,00, Hafer X 11,40, Erbsen X 00,00, L'nfen X 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 5,60, Samen X 00,00. witterung»a«»sicht«n am 17. Juni Mittag« 12 Uhr (Wetterhäuschen in der Südanlage). Barometerstand. —wm. m w miiiui jo. _ .0 ä - ■üL 05 _ yi m Thermometer: min. 4- 4° R., max. + 18° R. Hygrometer: Gewitterbildung. 11 » s §1 Sa* s „ Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 17. Juni, zwilchen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 14°, Luft 15° im Schatten. Rübsarnen'sche Bade- und Schwimmanstalt. ^.Seidenstoffe direkt aus der Fabrik von von Elten & Keussen, Crefeld, in jedem Maab zu beziehen. Schwarze, farbige u. weitze Seidenstoffe, Sammte, Plüsche und BelvetS. Man verlange Muster mit Angabe des Gewünschten. enthält das von nahezu 3000 deutschen Professoren und Aerzten geprüfte und wegen feiner vorzüglichen, unübertroffenen Eigenschaften für eine naturgemäße Hautpflege warm empfohlene Myrrholin. Sie ist die einzig« Toilette-Seife zum täglichen Gebrauch, welche den Namen Toilette - Gesundbeitsseife mit Recht verdient. Die Patent- Myrrholin-Seife ist ä Stück 50 Pfg. in allen guten Parfürnerie- und Droguengefchäften, sowie in den Apotheken erhältlich. 4346 • BekanmtMachrmg. Wir bringen hierdurch zur Kenntniß der Quartierträger, daß die Vergütungen für die vom 9. bis 22. Mat dahier stattgefundene Einquartierung von heute ab an den gewöhnlichen Zahltagen bei der Stadt« kaffe erhoben werden können. Bis zum 1. Juli nicht abgeholte Beträge werden den betreffenden Quartierträgern gegen eine Vergütung von 10 Pfg. zugestellt. Gießen, den 12. Juni 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 5312 ______________Gnauth.______________________ Bilanz pro 31. December 1894. Aktiva. 1. Caffabestand Mk. 880.91 2. Waarenbestand „ 4399.09 Z. Ausstände „ 2492.22 4. Mobilien „ 17.06 Passiva. 1. Mitgliederconto Mk. 1150.— 2. Mitgliederguthaben „ 3838.14 3. Reservefonds „ 702.— 4. Creditores „ 221.99 5. Saldo - Reingewinn „ 1877.15 Mk. 7789.28 Mk. 7789.28 Die Mitgliederzahl betrug Ende 1893 .... 96 Zugang in 1894 . . 20 Abgang „ „ . 3 mithin mehr . 17 Hiernach Stand Ende 1894 113 Alten-Bufeck, am 17. Juni 1895. Landwirthschastl. Consumverein Men-Buseck, > e. G. m. n. H. Der Vorstand: Kaspar Rau, Wilhelm Rupp, 5331 Director.Lagerhalter und Kaffenführer. Ludwig Schäfer vonOppen - > rod, z. Zt. Dienftknecht in Affen-! heim, ist durch Beschluß des unter- zeichneten Gerichts vom 6. April l. I. als geisteskrank entmündigt worden und können Rechtsgeschäfte gültig nur mit seinem Curator Johannes Kloos II. zu Oppenrod abgeschloffen werden. Gießen, den 12. Juni 1895. Großherzogliches Amtsgericht. _____Landmann. 5326 Bekanntmachung. Die Holz - Versteigerungen vom 5. Juni sind genehmigt. Die Ab- suhrscheine können vom 17. Juni ab auf der Freiherrlichen. Rentei zu Londorf in Empfang genommen worden. Ueberweisung Dienstag, den 18. Juni. Papiermühle, den 14. Juni 1895. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau. ___________Schwörer.______5325 5251] Ein gutes, einspänniges Chaisengeschirr ist zu verkaufen. Heinrich Simon, Neuenweg 32. 5295) Stachelbeere« zum Einmachen zu verkaufen. Oründergerstraße 31. Vergebung von Bauarbeiter» Nachstehende bei Veränderung der Aborte im neuen Gerichtsgebäude dahier erforderlichen Arbeiten, nämlich: Schreinerarbeit, Asphal- tirarbeit u. Weistbinderarbcit sollen öffentlich verdungen werden. Aussührungsbedingungen, Zeichnungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem Bureau zur Einsicht offen und können auch letztere, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebotsvermerk versehen, daselbst zum Selbstkostenpreis bezogen werden. Angebote sind längstens bis zum 1. Juli d. I., Vormitt. 11 Uhr, mit entsprechender Aufschrift versehen, verschlossen und portofrei an uns abzugeben. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 14. Juni 1895. Großherzogliches Hochbauamt Gießen. _________Neuling. 5289 Brennholz empfiehlt billigst 4550 E. H. Müller, Schillerstraße. Versteigerung. ! Freitag den 21. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, versteigere im Pfandlocal, Seltersweg 11, gegen Baarzahlung: 2 Schweine, mehrere Stämme Eichenholz, Sophas, Commode, Kleiderschränke, 1 ovalen Spiegel, mehrere Bilder (Aquarell), 2 Regulateure, 1 Waschmangel, 1 Ziehharmonika u. a. m. Versteigerung voraussichtlich bestimmt. Gießen, den 13. Juni 1895. 5232 Mulch, Vollziehungsbeamter. Dienstag den 18. d. HL, Nachmittags 3 Uhr, versteigere ich im(Marktplatz 20) dahier gegen Baarzahlung:. 1) 1 Pianino. i 2) 1 Billard. 1 Nähmaschine, mehrere Oelgemälde, 1 Pianino, 1 Schreib- secretär und andere Möbel. Bersteigerung ad. 1 findet bestimmt, ad. 2 theilweise statt. 5304 Bor«, Gerichtsvollzieher. MMmr-Dersteigkruils. Dienstag den 18. d. Mts., Nachmittags V/a Uhr, werden Wolfstraße 9 dahier (Ecke der Grünbergerstraße) nachfolgende Mobiliar- Gegenstände geg. Baarzablung versteigert: Tische, Stühle, Betten, Sophas, Commode mit Glasaufsatz, Kleiderschränke, Nacht- und Waschtische, Weißzeug, Bilder und Spiegel, ein Regulator, mehrere andere Uhren, eine sehr gut erhaltene, große Spieldose, Haus- und Küchengerüthe jeder Art. I. 2L: 5309 Schneider, Gerichts-Taxator. 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Ernst Bloedner, Blockstraße 2. 4818] Der zweite Stock, Bahnhofstraße 59, 5 Zimmer nebst Zubehör, vollständig neu hergerichtet, alsbald zu vermiethen. Näheres Bahnhofstraße 59, im Laden. Vermischte Anzeigen. Z Gestern Nachmittag auf dem Wege S vom Trieb zur Stadt eine Granat- Brosche verloren. Gegen Belohnung bitte abzugeben Wolkeugasfe 11. Coursbericht von Conrad Dietz, Bankgeschäft, Gießen Schulstraße 10. ■■eMt e. Gch-Hd« — tat H* taW Nr JMWta Such as» tatata Wtach * Gcheta i» «ta. Iirof. Course vom 8./6. | 15./6. a ta Course vom 8./6. | 15./6. n .E Course vom 8./6. | 15./6. 1 Course vom 8./6. | 15./6. 1 Course vom 8./6. 115./6. u-L .5 Course vom 8./6. 1 15./6. Ataatspapiere. 5 Rum. am. Rte. 100.20 100.40 4 Lissabon. . . . 72.20 71.90 4 Prag-Duxl891 101.35 101.35 4 Pr.H.-Act. alte 101.40 101.70 do.Südb.(Lb). 97.— 965/8 Deutsch«. 4 Rufs. Obl. v.80 101.95 102.10 4 Rom II—VIII 86.30 86.70 3 Raab-Oed.v.91 79.70 79.80 4 Pr.H.-Act.neue 104.40 104.40 Deft.9lbro.LiLK 252»/« 253»/, D. Reichs-Anl. 106.90 105.70 4 Schwed. Obl. . 100.40 100.30 47, Buenos - Aires 4 Rudolfb. Gold 103.85 103.80 37, do....... 101.20 101.20 Gotthardbahn. 185.80 187.90 47, do....... 104.95 104.80 37, do....... 100.60 100.50 v. 1888 . . . 74.70 74.80 3 Jtal. gar.E.B. 54.40 54.35 4 Goth.unk.1903 — — — Schwz. Central 140.50 140.60 do....... 98.80 99.50 5 Serb.Gld.-Rte. 71.40 70.60 Stalldkshri.Aal. 3 Lworneser. . . 57.60 57.70 Diverse Obl. Schroz. Nordost 141.40 140.30 87, 3 4 Preuß. Consols do....... do....... Bad. St.-Obl. 106.50 104.95 99.40 105.70 104.35 99.80 D 4 5 1 do. Tab.-Rte. Spanische Rte. Türk.Zoll-Obl. bo.conv.Lit.C. 71.60 70.50 162.— 28.— 71.60 67.10 101.65 28.- 37, 37, 37, do.S.-Braunf. do. Solms-Lich do.Jsnb.-Birst. Grfl. S.-Laub. 101.40 102.— 101.15 102.— 90.— 4 5 4 4 Sicil. v. 1891 Toscanische. . Rufs. Südwest Rjäsan - Urals! 86.15 92.45 103.50 103.80 86.50 92.45 103.55 5 4 Buderus E.W. Eisenb. Rtenbk. Kallk-Artien. 102.50 102.— 102.30 102.- Jtl. Mittelmeer Pr.Henri (Lxb.) Kerriasl. Loose 94.- 86.20 94.— 85.— v. 1886 . . . 106.45 106.35 1 do. Lit.D. 25.80 25.80 3 /, 101.70 101.70 5 Anatolische B. 96.— 96.— DtscheReichsbk. 161.05 160.— 1 in Proctnten. Bad. Th. 100 . Bayer. Th. 100 Donau-Reg. . 146 4 Bayr. St.-Obl. 107.35 107.20 4 Ung. Gld.-Rte. 103.60 103.70 Eisenb.-Priorit. 47, Portug. v. 86 . 64.25 65.— Frankftr. Bank 177.70 178.20 4 155 15 155.20 37. do. Eisb.-Obl. 105.05 105.— 4 do.Kron.-Rte. 98.90 98.95 Deutsche. 47, do. v. 1889 . . 36.— 36.— Berl.Hdlsges.. 159.50 159.70 5 119.40 119.20 3'., Brem.St.-Anl. 47, do.E.B.Gold 4 Hess. Ludw. v. 3 Salon.-Mon. . 63.10 63.15 Darmst. Bank. 158.— 159.— 37- v. 1892. . . —.— 102.60 v. 1889 . . . 106.— 106.20 1868,69 . . 103.10 103.10 Pfandbriefe. Deutsche Bank 194.70 196.90 Th. 100 Madrid .... Mein. Th. 100 Oefterr. v. 1860 Oldenb. Th. 40 142 80 142.35 8 V, 4 37, Hamb.St. Rte. v. 1893 . . . Hess. St.-Obl. do....... 103.10 106.60 104.75 102.80 106.80 104.— 3 47- 572 4 Arg. inn. Anl. do. äuß.v.1888 ChinesischeAnl. Egyptischeunif. Mexic. v. 1890 do. Eisenb. . do. Silber. . 57.10 47.— 107.20 105.35 57.20 47.30 107.50 105.50 4 4 37, 47, bo.D. 1874 . . do. v. 1875/78 do....... Homburger I. . 102.50 103.35 103.10 102.70 103.20 102.70 4 4 37, 4 37. D. Grndschuld- bank V-VI do. I -II 105.— 100.75 101 20 105.— 100.80 Disct.- Comm. Dresdner Bank Mitteld.Cr.Bk. Oest.Crd.^Anst. 220.40 165.20 113 — 341«/« 220.90 166.10 113.10 3437« 3 4 5 3 47.— 142.90 135.20 131.50 47.— 142.— 135.20 130.10 5 «uSlLnVische. Griech.E.W v 5 86.65 53.20 24.60 88.50 74.40 25.- 4 Pfälzer Rordb. Ausländische. 105.30 105.30 Fkf.Hyp-Bk.IIf do....... 104.90 101.60 104.95 101.60 Jadastrie-Aciiell Nordd. Lloyd . 108.10 109.— 27- 3 Raab-Graz 100 Türk. frs. 400 99.40 46.90 99.25 46.05 1890 .... 34.— —.— 4 Elisab.-B. stfr. 104.45 104.40 4 do. Hyp.-Cred. 102.50 102.50 HöchsterFarbw. 420.— 423.80 Ullvrsinol. Loose 4 do. Mon -Anl. 38.40 39.- Städte «bl. 4 Kaschau-Oderb. 4 do. 1905 unk. Bochumer Guß 156.10 160.30 5 Jtal. Rte. St v. 1891 . . . — — - S 27 ... 105.20 105.20 Dortm. Union. 68.70 71.— Ansbacher ft. 7 _ _ 48.90 1000—4000 88.05 88.20 37, Franks, v. 1893 102.65 102.70 4 Lombardische . 103.05 102.80 37, S 28 ... 101.20 101.20 Gelsenk. Brgw. 169.90 169.— Augsburg. „ 7 27.60 27.40 3 do....... 53.90 53.70 37, Darmst. 88/94 102.65 102.45 3 Lombardische . 73.15 73.- 47» Ldw.Cred.-Bk. 103.20 103.40 Harpen. Brgw. 150.50 151.60 Brschw.Thlr 20 109.05 109.15 4 Oest.Gold-Rte. 103 35 103.40 37, Gießen .... 102.— 102.30 5 Oest. Staatsb. 118.85 118.80 4 Hamburg.Hyp. 101.— 101.— 23er. Königs- u. 136.10 137.30 Finnländ. „ 10 _ _ 61.— 47» Oest.Silb.-Rte. 85.40 85.35 37, Mainz..... 102.25 102.10 4 do....... 105.10 105.15 4 do. unk. b. 1900 104.50 104 50 Laura . . . Freiburg, fs.15 28.80 29.05 3 Oesterr.Localb. 83.80 83.65 4 Offenb. v. 1892 104.20 104.20 3 do.I.-VIII.Em. 94.20 94.20 37, do....... 102.— 100.35 Eilenb.-Artiev. Maüänder „ 10 _ — 14.10 verstaatl. . 37, Wiesb. „ 1887 102.80 102.80 3 vo. IX. Em. . 92.70 92.8' 4 Mein. Hyp. alte 100.85 100.85 Hess.Ludwigsb. 119.50 119.20 Meininger fl. 7 25.10 25.50 37, Port. St.-Anl. 37.45 38.20 4 Worms .... 105.20 105.40 3 do. v. 1885 . . 91.95 91.15 4 do. neu < 104.15 104.30 Csac.-Agram . 223.— 2247« Pappenh. „>7 27.10 —-- 4 do....... 26.40 26.85 3’/o Worms .... 101.20 102.— 3 do. Era.-Netz. 92.75 92.80 37, do...... 101.80 101.50 Oest. Staatsb. 3748/8 3748/« Venediger L. 30 25.90 25.50