Nr. 164 Dienstag dm 16. Juli Erstes Blatt 18M Gießener Anzeiger Kenerat-Unzeiger Amts- und Zlnzeigebltttt für den Ureis Gieren. Grattsöeitage: Hießener Jamitienökätter für Theil die Dr. Weber. L Reichsgesetzblatts, ausgegeben den 8. d. M., Spe- 2. 3. 4. gestempelten oder sonst aber auch seine Bemühungen beim je 100 JmmunisirungS- aber für daS einzelne der des mit den 2) DaS Serum ist vor Licht und Erwärmung geschützt, doch an einem frostfreien Orte aufzubewahren. Wenn ein geringer Bodensatz der Wirkung des SerumS keinen Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de« folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Bonn. 10 Uhr. wurde der Taxpreis für ein von der FabrikationSstätte mit Nr. 0 (200 Einheiten) bezeichnetes Fläschchen 1 Mark 20 Pfennig, für Nr. 1 (600 Einheiten) 2 Mark 60 Pfennig, All- Annoncen. Burcaux deS In« und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. durch Einsendung der betreffenden bestätigten Recepte zu erbringen. 4) Dem Apotheker stehen für Vertrieb des Diphtherieserums für Adreffe angegeben wird. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburtszeugniß; b. Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes der Erklärung über dessen Bereitwilligkeit, ciellen das Folgende bemerkt: 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prufuugs - Com- Eintrag thut, so soll doch solches mit bleibenden Trübungen oder stärkerem Bodensatz nicht abgegeben werden. Die beiden oben bezeichneten Bezugsstätten find erbötig, derartiges unbrauchbar gewordenes, von ihnen geliefertes Serum, sowie solches einer bestimmten Controlnummer, deffen Einziehung auf Grund der Untersuchung der Controlstation angeorduet und bekannt gegeben ist, falls sich der Prombenverschluß unversehrt erweist, gegen unverdächtige Präparate franco gegen ftanco einzutauschen. 3) Der Taxpreis für das geprüfte Diphtherieserum wird nach dem Gehalt an JmmunifirungSeinheiten und dem jeweiligen Fabrikpreis für 100 solcher Einheiten berechnet. Zur Zeit ist derselbe für den Verkehr mit den Apotheken auf 35 Pfennige für 100 JmmunifirungSeinheiten festgesetzt. Für daS aus den Farbwerken vormals Meister, LuctuS md Brüning in Höchst am Main bezogene Diphtherieserum, welches für die Universitätskliniken und anderweite öffentliche Krankenanstalten oder für Personen verwendet wird, deren Skecepte auS Staats- oder Gemeindemitteln oder von Kranken- kaffen im Sinne des Krankenversicherungsgesetzes oder von Bereinigungen gezahlt werden, welche die öffentliche Armenpflege zu ersetzen oder zu erleichtern bezwecken, tritt eine von der genannten FabrikationSstätte gewährte Ermäßigung auf 271/2 Pfennig für 100 JmmunifirungSeinheiten ein, sofern die betreffenden Recepte von einer öffentlichen Behörde, einer Anstalts- oder Kaffenverwaltung gestempelt oder mit einem Lestätigungsvermerk der Bürgermeisterei über die Verwendung In der bezeichneten Weise versehen sind. Die Höchster Farbwerke haben sich bereit erklärt, die Lieferung des zu ermäßigtem Preis erhältlichen Serums an die in Ziffer 3 genannten Anstalten und Personen in der Weise zu regeln, daß die Apotheker beim Bezug den vollen Preis zu entrichten haben, jedoch nachträglich auf Vorlage des NKhweiseS über die Verwendung des SerumS die Differenz zwischen dem berechneten und dem ermäßigten Preis von der FabrikationSstätte zurückvergütet erhalten. Der Nachweis ist Die Gießener A«milie«Vtätter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Mission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen seinen dauernden Aufenthaltsort hat. Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Paris, 14. Juli. Nach dem amtlichen Bericht der Zoll- directton über das erste Halbjahr 1895 betrug der Import 1815 957 000 FrcS. (gegen 2070146000 FrcS. im gleichen Zeitabschnitte des Vorjahres), der Export 1 620607 000 FrcS. (gegen 1497 56000 FrcS.) Tullgar», 14. Juli. Se. Majestät der Kaiser werden heute Vormittag 11 Uhr den Gottesdienst auf der „Hohenzollern" abhalten. für Nr. 2 (1000 Einheiten) 4 Mark 25 Pfennig und Nr. 3 (1500 Einheiten) 6 Mark 25 Pfennig betragen. Die durch Ziffer 3 der allgemeinen Bestimmungen Arzneitaxe festgesetzten Abzüge finden auf den Vertrieb DiphtherieserumS keine Anwendung. Darmstadt, den 24. Juni 1895. dieser Prüfung spätestens bis zum 1. August 1895 bei der unterzeichneten Commission einzureichen. Hinsichtlich der Anbringung der Gesuche wird im der Gewerbeordnung bestimmen wir, wie folgt: 1) Vom 15. Juli d. Js. an darf in den Apotheken nur noch solches Diphtherieserum feilgeboten und verkauft werden, welches in der in Verbindung mit dem Institut für In- fectionSkrankheiten in Berlin errichteten staatlichen Controlstation geprüft und dem das staatliche Prüfungszeichen beigegeben ist. Derartiges geprüftes Serum kann von den Farbwerken vormals Meister, Lucius und Brüning in Höchst am Main und von der Chemischen Fabrik auf Actien (vorm. E. Schering) in Berlin bezogen werden. Die von der Controlstation geprüften Fläschchen find am Stopfen mit Papier Überbunden (tectirt) und plombirt. Auf dem durch den Plombenverschluß gesicherten Deckpapier tragen dieselben das Datum der Prüfung und die Controlnummer,- auf der einen Seite der Plombe befindet sich als Zeichen der Prüfungsstelle ein Adler, auf der anderen die Zahl der in der Flüssigkeit enthaltenen JmmunifirungSeinheiten. Doch ist zugelaffen, die Zahl der JmmunifirungSeinheiten, statt auf der Plombe, auf dem Verbandpapier des Stopfens (Tectur) der Fläschchen mit Dauerfarbe aufzudrücken. Für die Bemeffung der in dem Serum vorhandenen JmmunifirungSeinheiten werden bis auf Weiteres drei Grade zu Grunde gelegt, je nachdem dasselbe in 1 ccm mindestens 100, 150 oder 200 JmmunifirungSeinheiten enthält. Außerdem wird Ursprung und Hersteller auf dem Fläschchen verzeichnet sein. NU ComMt, c mch Met, billig ustraße 25. Depeichen deS Sorten .Herold*. Paris, 14. Juli. Die radicalen Morgenblätter proteftiren gegen die Art und Weise, wie der Ministerpräsident ' Bekanntmachung, betreffend die Instruction der §§ 19 bis 29 des Gesetze- vom über die Abwehr und Unterdrückung von eS MMN mii M mrteS Zimmer zu» Mu-vurgi GroßherzogltcheS Ministerium des Innern und der Justiz. Finger. Viehseuchen. Vom 27. Juni 1895. Gießen, den 13. Juli 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gag ern. Der -ietzentr Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Berlin, 13. Juli. Nach einer vorläufigen Feststellung des Statistischen Amtes der Stadt find in Berlin am 14. Juni gezählt worden 404,999 Haushaltungslisten, 57,766 Gewerbebogen, 1494 LandwirthschaftSkarten. Die Zahl der ortSanwesenden Bevölkerung ist vorläufig auf 771,110 männliche und 845,271 weibliche Personen ermittelt, waS eine Gesammtzahl von 1,616,381 Personen ausmacht. ES ergibt fich also gegenüber der fortgeschriebenen Bevölkerung von 1,734,239 ein Fehlbetrag von 117,858 oder 6,8 pCt. Da eine Differenz in gleicher Höhe auch bei anderen Großstädten mit gesicherter Fortschreibung gefunden ist, so wird das statistische Amt durch Auszählung der vorübergehend An- und Abwesenden in eine Prüfung eintreten, inwieweit diese Differenz durch die große Zahl der am Zählungstage Abwesenden herbeigeführt wurde, wobei allerdings zu berücksichtigen ist, daß sich die Zahl der Abwesenden überhaupt nur unvollständig ermitteln läßt. Kiel, 13. Juli. Die Schifffahrt auf dem Nord- Ostsee-Canal wird vom 18. Juli ab für Schiffe bis zu 6 Meter Tiefgang freigegeben. Rendsburg, 13. Juli. Gestern Nachmittag stieß im Katser-Wilhelm-Canal der französische Dampfer „Emilie" mit einem Segelschiff zusammen. DaS Segelschiff sank sofort. Der Dampfer konnte die Fahrt nach Kiel fort- setzen. Die Schifffahrt im Canal ist nicht wesentlich beeinträchtigt. Ems, 13. Juli. Am Benedetti-Stein fand heute Vormittag eine große patriotische Kundgebung der Kurgäste statt. Die Kurmusik mußte die „Wacht am Rhein" spielen, die begeistert gesungen wurde. Hierauf folgte ein jubelndes Hoch auf den Kaiser. Die Deutschen allesammt, aber auch viele Ausländer, trugen Kornblumen. Am Benedetti-Stein und am Kaiser-Denkmal liegen prachtvolle Kränze und zahlreiche Gedichte, auch von auswärts. Hamburg, 13. Juli. Wie der „Hamburgische Corre- spondent" erfährt, sind die von bimetalliftischer Seite vor einiger Zeit auSgestreuten Andeutungen, der Kaiser sei in der Währungsfrage in seiner bisherigen Ansicht schwankend geworden, unrichtig. Der Kaiser sei nach wie vor Anhänger der Goldwährung und die vielbemerkte Rede des Reichsbank- präfidenten Koch im Herrenhause gegen den Antrag Mirbach habe den kaiserlichen Anschauungen entsprochen. „Freilich", fügt das genannte Blatt hinzu, „fehle es nicht an Bemühungen, den Kaiser in bimetallistischem Sinne zu belehren und zu bekehren." rinheiten 7y2 Pfennig, mindestens Fläschchen 50 Pfennig und höchstens 1 Mark zu. Danach en °-dft ißobnräut »evstratzi zg, f0Ui „ oermlt rluskunll ttiijtilt _ das Annrvami « 6ompiott ntbftjh Dtrmiet6tn. Me Wolke«,aße Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten, sowie die Kosten für Wohnung und Unterhalt zu übernehmen. Die Fähigkeit hierzu ist obrigkeitlich zu bescheiuigeu und muß die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt fein; c. ein Uubescholteuheitszeugniß, welches von der Polizei- Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde auszustellen ist; d. ein selbstgeschriebener Lebenslauf. 5. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremde» Sprachen (von Französisch, Englisch, Lateinisch und Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will. 6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung eingereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche uur ein Unbescholtenheitszeugniß beizulegen. Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungs-Ordnung (Anlage 2 zur Wehr-Ordnung vom 22. Novbr. 1888 — Regierungs-Blatt Nr. 27 von 1894) Aufschluß. Bezüglich des Prüfungstermins, sowie des Locals, in welchem die Prüfung stattfindet, erfolgt eventuell weitere Bekanntmachung; auf specielle Ladung kann nicht gerechnet werden. Darmstadt, den 6. Juli 1894. Großh. Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Buchinger, Regierungs-Rath. Bekanntmachung, i Abgabe stark wttkender Arzneien, hier den Verkehr mit Diphtherieheilserum in den Apotheken betreffend. Vom 24. Juni 1895. In Ergänzung unserer Bekanntmachung vom 15. Februar I., sowie unter Hinweis auf § 80 und § 148 Ziffer 8 ArrsLaird. Lemberg, 13. Juli. Die Schweineseuch e ist in fieben weiteren Bezirken ausgebrochen und behufs Verhinderung der Weiterverbreitung der Seuche find auch diese Bezirke gesperrt. Pari-, 13. Juli. Der Oberst Gacou, Chef der Forttfication, hat sich durch Blausäure vergiftet. Die Gründe des Selbstmordes find einem hinterlassenen Briefe zufolge schlechte VermögenSverhältntffe gewesen. Fiume, 13. Juli. Heute früh 6 Uhr 20 Minuten erfolgte ein heftiger Erd.ftoß, wodurch eine große Panik entstand. Loudon, 13. Juli. AuS Southampton wird mit- getheilt, daß daselbst während einer Sitzung des Gemeinderaths ein socialtsttscheS Mitglied den Prinzen von Wales heftig angriff und das Königthum verächtlich machte. Die Collegen des Redners verließen den Saal. Der Redner wurde später auf der Straße auSgepfiffen. Loudon, 13. Juli. Heute Vormittag brach in der deutschen Botschaft Feuer auS; ein Theil deS Dachstuhles brannte ab, auch das oberste Geschoß hat etwas durch Waffer gelitten. Das Feuer ist gelöscht. Bekanntmachung, betreffend Oie Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst im Herbst 1895. Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen, sich der im Herbst 1895 stattfindenden rubr. Prüfung zu unterziehen, werden hierdurch aufgefordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulaffuug bei Meldung des Ausschlusses von e Mil M twerS Der auch drei Inmanlt jimmer zu verM orabett, eine Mi iOimmtr, inbträti sofort btuift X& 1 S \n btt hpcd. d>. vierteljähriger Aöounemeutsprei« 1 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Redaction, Expedition und Druckerei: Schulstraße Yr.7. Fernsprecher 51. Deutsches Reich. Darmstadt, 14. Juli. Se. Königl. Hoheit der Großherzog ist, aus England zurückkehrend, heute Vormittag auf dem Jagdschloffe Wolfsgarten eingetroffen. W Migen, b Meine 2Vr uuug und । • vet sich von htt edeSHrll.Vaä- ilhelw Lobei *22,Ü1« de» 1. Z»l'189 iel Strauss, id Papier»-»« Nr. 27 des enthält: (Nr. 2253.) zur Ausführung 23. Juni 1880 1. Mai 1894 »erÄN ituetn tim,"' Su*«| W- WZ ML NeueMz 01, Neubau' imingmltUtrnm itmtttfyn. ml* blich möblirteSZiau WoUmgaffe 16. Mmer und Sabine Pension, arm guten bürgerlii tun, -ieustavt i«, inanberg. möbl. Zim t )u nr mieten. nöblnwo js\w« Rmtndtam' s Mmer iuoermk «ahnhofgratzr 61. .5 Bun uur zu oermic Sradtnstrahei 8 Zimmer zu üetmüq »ratze l2, schöne Zimmer zu 1 leahnstratze^ gestern Abend die Kammersession geschlossen hat. Mehrere Abgeordnete wollten gegen den Tagungsschluß protestiren, wurden aber nicht zum Wort gelassen. — Im Senat fand die Verlesung des Decrets über den Sessionsschluß beifällige Aufnahme. Konstantinopel, 14. Juli. Um die Stimmung in Bulgarien und Macedouten zu beruhigen, gedenkt der Groß-Vezir Said Pascha vier bulgarische Bischofssitze zu errichten und zwar in Monasir, Strumitza, Melnik und Dibra. Der Krieg von 1870|71, geschildert durch Ausschnitte aus ZeitungS-Nummern jener Zeit. (Nachdruck verboten.) 16. Juli. WaS zu erwarten war. Der Krieg steht vor der Thür und gut, daß eS endlich zur Entscheidung kommt. Denn wenn Norddeutschland die Demütigungen und schmachvollen Beleidigungen, mit welchen man uns von Frankreich auS seit ein paar Wochen überhäuft hat, ruhig ertragen hätte, so würde der Norddeutsche Bund zum Spott und Hohn der Völker geworden fein. Die Zurückweisung der französischen Unverschämtheit durch König Wilhelm war das Mindeste, was geschehen konnte. Denn daß eS den Franzosen nur darauf ankommt, Krieg zu beginnen mit uns, weil sie von Haß, Neid und Raubgier erfüllt find, daS sieht jedes Kind jetzt ein, auch die Officiösen in Berlin, die noch bis vor Kurzem von den guten Beziehungen zu Frankreich sprachen. Hoffen wir, daß unsere zünftigen Diplomaten, Graf BtSmarck nicht ausgeschlossen, von den Vorgängen in Frankreich nicht überrascht worden sind. Fast scheint aber daS Gegentheil der Fall, wie aus der Nachricht, daß Bismarck auf fein Gut in Varztn wieder zurückkehren wollte, nachdem Prinz Leopold entsagt, hervorzugehen scheint. Man stützt sich so viel aus Preußens correcte Haltung, auf seine Mäßigung in dieser Sache. Das ist ganz gut, wenn die Mäßigung nur Nicht eine zu große war und man in der Lage ist, einem militärischen Ueberfall Frankreichs mit Energie zu begegnen. Denn darauf scheint es in der ganzen Sache abgesehen: Frankreich will uns überfallen! Deßhalb der vom Zaune gebrochene Streit. An der Nation ist es nun, einmüthig und fest zusammenzustehen gegen Frankreichs frechen Uebermuth und unter Preußens erprobter Führung den unvermeidlichen Krieg durcbzukämpfen bis zum letzten Mann und zum letzten Thaler, damit Deutschland und Europa endlich einmal zum dauernden Frieden kommt! Von heute an theilen die deutschen Zeitungen keine militärischen Maßregeln und Truppenbewegungen mehr mit. Wietzen, den 15. Juli 1895. ** Kirchliche Dieustuachrichten. Seine Königliche Hoheit der Groß herzog haben Allergnädigst geruht, am 10. Juli dem Pfarrverwalter Dr. Friedrich Grein zu Gießen die neu errichtete vierte evangelische Pfarrstelle daselbst zu übertragen. ** AuS dem Justizdieust. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 10. Juli den Landgerichtsdirector bei dem Landgerichte der Provinz Starkenburg Christian Weh land auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen mit Treue und Auszeichnung geleisteten Dienste in den Ruhestand zu versetzen und ihm das Comthur-Kreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen, ferner den Land- gerichtsrath bet dem Landgericht der Provinz Starkenburg Eduard Scri b a zum Landgerichtsdirector bei diesem Gericht, den Amtsrichter bet dem Amtsgericht Darmstadt I., AmtS- gerichtSrath v. Hessert zum LandgerichtSrath bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg, den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Alsfeld Dr. August Zimmermann zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Darmstadt II., den Amtsrichter bet dem Amtsgericht Groß-Umstadt Karl Leb recht zum Amtsrichter bet dem Amtsgericht Darmstadt I., den GerichtSasseffor Dr. Ferdinand Stein auS Gießen zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Lorsch, den Gerichtsassessor Robert Stammler aus Gießen zum Amtsrichter bet dem Amtsgericht Fürth, den GerichtSasseffor Wilhelm Müller aus Worms zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Alsfeld, den Gerichtsaffesfor Hermann Schmidt auS Gießen zum Amtsrichter bet dem Amtsgericht Langen, den GerichtSaffessor Ludwig Neuenhagen aus Gießen zum Amtsrichter bet dem Amtsgericht daselbst, den GerichtSaffessor Karl Stein- berg er aus Gießen zum Amtsrichter bet dem Amtsgericht Ulrichstein und den GerichtSasseffor Georg Heinzerltng aus Darmstadt zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Groß- Umstadt — zu ernennen. r. Neues Theater. Gestern Abend eröffnete die Theater- direction TreSper-BaarS im Saale des (Safe Leib einen (Stycluß von Vorstellungen, der hauptsächlich die Aufführung von Operetten und kleineren Opern bezweckt. Die gestrige erste Vorstellung, in der „Der Zigeunerbaron" von Joh. Strauß über die Bretter ging, war leider vom Glück wenig begünstigt. In Folge der Verpflichtungen der hiesigen Regimentsmusik aus dem Festplatz des Kreisturnfestes mußte die Orchesterbeglettung aus dem Clavier ersetzt werden, ein Nothbehels, der dem Ganzen erheblichen Abbruch that. Auch der Besuch der Vorstellung war wegen der Nachfeier zum Turnfest nur ein äußerst schwacher, und die Direction hätte unseres Erachtens gut daran gethan, den Anfang der Vorstellungen um einen Tag zu verschieben, und dies um so mehr, als die gestrige Vorstellung trotz ihrer verschiedenen Mängel bewies, daß die Truppe eine Reihe tüchtiger Kräfte enthält, die unter not- malen Verhältnissen recht Tüchtiges leisten werden. Wir konnten der gestrigen Vorstellung nur zum Theil beiwohnen und versagen eS uns sowohl deshalb, wie auch wegen der sonstigen Hindernisse, die dem Gelingen des Ganzen tm Wege standen, auf die Leistungen der einzelnen Darsteller näher einzugehen. Erwähnt sei nur kurz, daß von den Damen namentlich Fräulein Schröder sich durch ein wohlklingendes Organ auszeichnete- ebenso scheinen die Damen Biedenweg und Hein tüchtige Kräfte zu sein. Von den Darstellern der Männerrollen seien heute nur kurz die Herren Tr e Sp er und Schlegel lobend erwähnt. ES wäre sehr zu wünschen, daß die nächsten Vorstellungen sich eines besseres Besuches erfreuen, denn die Direction, die sich hier von früheren Gastspielen her noch eines guten Rufes erfreut, thut offenbar Alles, dem Musik liebenden Publikum gute Leistungen zu bieten, wie auch der Spielplan, der unter Anderem besonders „Cavalleria rusticana“ und den „Obersteiger" enthält, genügend beweist. ♦*R. Rudersport. Der Meldeschluß zu der am 28. d. M. ftattfindenden 5. Ruder-Regatta ergab ein sehr erfreuliches Resultat, indem von 14 Vereinen zu 8 Rennen 29 Boote mit 137 Ruderern gemeldet und genannt wurden. Es ist dies hinsichtlich der an der Gießener Regatta sich be- theiligenden Vereine die größte bis jetzt erreichte Zahl und eine für die Gießener Ruder-Gesellschaft ehrenvolle Thatfache, daß daS von derselben nunmehr zum fünften Male arrangirte Sportfest sich nicht nur gleicher, sondern steigender Beliebtheit bei den mittel- und westdeutschen Rudervereinigungen zu erfreuen hat. Gemeldet haben: Frankfurter Ruder - Verein, Frankfurter Ruder - Club, Frankfurter Ruder - Gesellschaft „Sachsenhausen", Mainzer Ruder-Verein, Offenbacher Ruder- Verein, Offenbacher Ruder-Gesellschaft „Undine", Hanauer Ruder-Gesellschaft von 1879, Höchster Ruder-Club „Naffovia", Oberrader Ruder-Gesellschaft, Ruder-Gesellschaft „Starkenburg" in Klein-Krotzenburg, ,Neuwieder Ruder-Gesellschaft, Schweinfurter Ruder - Club „Franken", Wetzlarer Ruder- Club, Gießener Ruder-Gesellfchaft. — Am stärksten bestritten wird der Ehren-Wanderpreis der Stadt Gießen von 6 Vereinen, um den Ehrenpreis Seiner König!. Hoheit des Groß- Herzogs (Achter) werden zwei und um den Lahnpokal, Wanderpreis des Deutschen Ruder-Verbandes, drei Vereine in Concurrenz treten. ** Die gestrige Nachfeier des 22. Mittelrheiuischeu Turnfestes war vom Wetter nicht begünstigt, denn zu der am Freitag eingetretenen Kühle gesellten sich Wind und Regen, beides Factoren, die den Aufenthalt im Freien nicht angenehm machten. Immerhin war der Besuch des Festplatzes ein verhältnißmäßig guter, was wohl zum größten Theil der vorgesehenen Ballonauffahrt und Absturz deS Fräulein Paulus aus Frankfurt a. M. zu Gute gehalten werden konnte. Nachdem bereits am Vormittag mit dem Füllen des Ballons „Meteor" begonnen worden, wurde dies wegen des später eingetretenen RegrnS eingestellt, weil eS überhaupt zweifelhaft war, ob die Auffahrt stattfinden konnte. Als das Wetter stürmischer sich gestaltete, wurde von dem Absturz definitiv abgesehen und in einer rasch zusammengetretenen Sitzung deS Ausschusses beschlossen, mit dem Füllen des BallonS sortzufahren und dann, wenn das Wetter einigermaßen günstig, nur die Auffahrt zu unternehmen, im anderen Falle aber auch hiervon abzustehen. Unter diesen Umständen entstand die zweistündige Verspätung. Nachdem um 5 Uhr mit dem Füllen deS BallonS fortgefahren, bestieg gegen 8 Uhr Fräulein Paulus mit ihrem Begleiter den Ballon und kurz darauf ging derselbe unter dem Beifall und Tücherschwenken deS Publikums in die Höhe, erst eine mehr nördliche Richtung einschlagend, später sich nach Südosten in der Richtung nach Steinbach wendend. Wo die beiden Reisenden gelandet, war bis gegen Mitternacht noch nicht zu erfahren. (Nach einer heute Vormittag hier eingegangenen Nachricht ist der Ballon um 9 Uhr 15 Min. gestern Abend bei Hartmannshain nächst Gedern glücklich gelandet. Der Versuch, bei Burkhardsfelden, wo ein Fest stattfand, zu landen, mißlang, weil die Reisenden dem Walde zu nahe kamen, sie mußten daher wieder aufsteigen.) Fräulein Paulus hat bis jetzt 35 Auffahrten ohne nennenSwerthe Unfälle unternommen- sie steht mit ihrem Experiment des Doppelabsturzes einzig da. In der Regel beträgt die Aufsteighöhe 1800 Meter. Beim Absturz tritt der erste Schirm nach ca. 100 Meter Fall in Thätig- keit, und nach 900 bis 1000 Meter der zweite Schirm. Der Ballon faßt ungefähr 700 Cbm. Gas, die Füllung ging im Vergleich mit derjenigen in anderen Städten rasch vor sich. — Nachdem der Ballon den Augen der auf dem Festplatz Versammelten entschwunden, konnten die übrigen Nummern des Programms, bestehend in Concert in der Festhalle, Stellung von Marmorgruppen, Leiterpyramiden der Gießener Turnerschaft und das lebende Bild „Die Turner am Niederwalddenkmal" ausgeführt werden. Auch diesmal wurden die Darstellungen durch großen Beifall ausgezeichnet. In den Wirthfchaften auf dem Festplatz und in der Festhalle war in Folge der kühlen Witterung wenig Leben und als das Concert beendet, verließ das Publikum bis auf wenige Personen den Platz und das 22. Mittelrheinische Turnfest hatte nach zwei Festwochen seinen Abschluß gefunden. *• Die Mitglieder deS GesammtauSschuffes deS 22. Mittel- rheinischen Turnfestes, sowie die Gießener Preisturner wurden heute Mittag 12 Uhr auf dem Festplatze, mit der Fest- Halle im Hintergründe, photographisch ausgenommen. Das Bild soll in je einem Exemplar den beiden hiesigen Turnvereinen gewidmet werden. Nach der Aufnahme fand noch eine „Nachsitzung" in der Festhalle statt. Der Vorsitzende deS geschäftssührenden Ausschusses, Herr Beigeordneter Georgi, richtete hierbei an die versammelten Mitglieder eine Ansprache- es sei, so bemerkte er, ihm ein großes Vergnügen, auf den schönen Verlauf des Festes zurückblicken zu können- der GesammtauSschuß sei jedenfalls zum letzten Male zusammen, er nehme deshalb Veranlassung, Allen denen, die an dem Gelingen deS Festes mitgewirkt, den ihnen gebührenden Dank auszusprechen - er hoffe, daß, wenn wieder einmal ein Fest in Gießen gefeiert werde, dasselbe die gleiche Unterstützung der Einwohner und Vereine finden werde. Er schloß mit den Worten: i Lassen Sie unS nicht auseinander gehen, ohne nochmals eio» zustimmen in den alten Turnergruß. „Gut Heil". ** Unfall. Gestern Nachmittag scheute daS Pferd eine« Personenfuhrwerks vor dem an der Rodheimerftraße auf. gestellten Caroussel und schlug das Fuhrwerk um. Die Insassen deS Wagens fielen heraus, kamen aber, ohne Schaden zu nehmen, mit dem Schrecken davon. ** Nach mehrwöchiger Trockenheit ist endlich am Freitag ein länger anhaltender Regen über unsere Gegend niedergegangen und auch am gestrigen Sonntage regnete es ziemlich viel. Eine merkliche Abkühlung der hohen Temperatur ist damit eingetreten. Die ausgetrockneten Fluren zeigen schon auf das sehnlichst erwünschte, alles erquickende Naß ein neu belebtes Grün. DaS Sommerfeld, als Gerste und Hafer, können sich immerhin noch entsprechend erholen. Wir wolle» hoffen, daß das Erdreich jetzt so befeuchtet wird, daß Pflanzen, Kohlraben, Dickwurz rc. endlich vollständig gesetzt oder die durch die Trockenheit wieder eingegangenen jungen Pflanzen durch neue ergänzt werden können. Auch in anderen Gegenden hat sich Regen eingestellt. Möchten unsere Landwirthe, die sich bereits an einer ungeahnt reichen diesjährigen Heuernte erfreuen durften, nun auch einer sonst reich gesegneten Ernte entgegensehen. ** Bei Gelegenheit deS Deutschen Fleischer VerbandStageS in Köln wurde in einer eigens dazu einberufenen Specialsitzung die Frage erörtert, in welcher Weise in den kleinen Städten Süd- und SÜd-West-Deutschlands die Fleischer- Jnnungsverbände, die im Norden Deutschlands überall eingeführt find, eine größere und raschere Verbreitung erlangen könnten, als dies seither der Fall gewesen ist. Die in der Verhandlung gepflogene Debatte führte zu dem Resultate, daß beschlossen worden ist, daß von den Innungen in den größeren Städten die Agitation in daS Land hineingetragen werden möge, damit überall das JnnungSwesen festen Fvß fasse - aus derselben Veranlassung wurde auch beschlossen, den nächstjährigen Allgemeinen Deutschen FleischerverbandStag in Mannheim abzuhalten. Bei Gelegenheit der oben stattgehabttn Berathung erhielt beispielsweise die Metzger-Jnnung in Mainz den Auftrag, in Bingen eine Innung zu organifiren, Darmstadt erhielt den Auftrag für Bensbcim, Gießen für Lauterbach und Alsfeld, Offenbach für Seligenstadt, Frankfurt a. M. für Höchst a. M. ,rc. Am Samstag Nachmittag fand nun in den Englischen Hof zu Bingen eine V ersammlung sämmt- licher Metzgermeister statt, um über die Bildung einer Innung zu berathen. Herr Obermetzger Jean Falk und zwei weitere Vorstandsmitglieder der Metzgerinnung auS Mainz wohnten der Versammlung bei und hatte ersterer es übernommen, ein eingehendes Referat über die Fleischer Innungen zu erstatten. Von Seiten der Herren auß Bingen wurde hervorgchoben, daß schon lange die Absicht bestanden hätte, eine Innung zu bilden und wurde auch sofort zur Constituirung einer Fleischer- Innung geschritten und als provisorischer Vorsitzender der- selben Herr Stadtverordneter Obermetzger I. B. Schurgens gewählt. Es wurde schon baß hervorgehoben, daß man deßhalb zur Constituirung einer Innung geschritten sei, um daß Gesellen- und Lehrlingswesen zu regeln und um denselben mit einem Jnnungsbuch versehen, ein gutes Fortkommen in ganz Deutschland, in welchem die Innungen Fuß gefaßt haben, zu sichern, ferner soll in Bingen, bezüglich der Einfuhr von Fleisch, eine bessere Controlle eingeführt werden, besonders da in den angrenzenden preußischen Gebieten eine Fleischbeschau nicht besteht. ** Warnung. Der prakt. Arzt Dr. Mittenberg in Kl. Burgwedel theilt Folgendes nut: In letzter Zeit find unter den Landleuten der Umgegend von Burgwedel in auffallender Weise häufig eigenthümliche, geschwulstartige, zum Theil gefährliche Erkrankungen an Händen und Armen vorgekommen. Die Erkrankten konnten die Ursachen ihrer Leiden nicht angeben. Nach meiner Untersuchung liegt dieselbe darin, daß die Betroffenen mit Verletzungen oder kleine» Wunden am Finger oder an der Hand Kunstdünger ausgestreut haben. Es handelt sich hier um Entzündungen der Lymphgefäße der oberen Extremitäten, also um Blutvergiftungen. In einem mir bekannten Falle hat man zur Amputation deS erkrankten Fingers schreiten müssen. Die Folgen können noch schlimmere sein. — Das zu Uelzen erscheinende Vereinsblatt rc. bemerkt dazu: Auf Grund dieser Thatsacheu warnen wir daher das landwirthschaftliche Publikum und machen darauf aufmerksam, wie gefährlich eS ist, verschiedene Arten von Kunstdünger, namentlich Chilisalpeter und Kalisalze (Kainit), mit Verletzungen resp. Wunden an den Händen — und wären dieselben noch so unbedeutend — auszustreueu oder auch nur zu berühren. Von dem Chilisalpeter wissen wir ohnehin, wie giftig derselbe sein kann, wenn zufällig daS Vieh daran geleckt oder davon genossen hat. Wir haben daher alle Ursache, mit diesen Künstdüngern vorsichtig umzugehen, auch unsere Leute vor Schaden zu bewahren. Darmstadt, 13. Juli. Gestern starb in Wildungen Professor The ophil Becker von hier, in weiten Kreisen bekannt als hervorragender Förderer des evangelischen Kirchengesang'VereinSwesenS. th. Worms, 14. Juli. In unserer ehemaligen alten Nibelungenstadt am Rhein sind heute badische, pfälzische und mittelrheinische Schützen versammelt, um im edlen Wettkampf mit der Waffe in der Hand daS 14. Verbands- schießen, zugleich als Gedächtniß an das vor 25«Jahrtv in den Mauern der ehemaligen freien Reichsstadt abgehaltene 5. mittelrheinische BuvdeSschießen zu begehen. Durch eine Dammabtragung an der herrlichen Kieselswiese, wodurch dieselbe mit dem Barbaroffaplatz verbunden, ist ein Festplatz geschaffen, der allen Anforderungen genügt. Zwar gleicht die errichtete Festhalle in ihrer Wirkung lange nicht der in Gießen anläßlich des Turnfestes erbauten, jedoch sind die Bierhallen wesentlich luxuriöser und schöner gestaltet. DaS Wetter ist morgens, wie meistens, wo die Grünjoppen zusammen kommen, baß bentbar schönste, bie Stadt zeigt sich in ihrem Flaggen-, Wappen- und Tannenschmuck von ihrer besten Die Lieferung >Steinkohlen - Ä“M“! V-r°i »erben, r *»i. Ar aTrr, ®etii "Möglichen 1 Ä * I *92 J?fulator, ( <£’ Mb. lM MNg trug B ! Derkausslo btt ftttß von 1 im Hetzen btt ein vohMtt stch bet erfte ! fertigte SetkS McheS Jakob Lohr Folge von Eist retten zwischen Braut bie Verl Der Braut beftäi : ch, als er sich htitathw wollte - itr zu bem Letzt Dichte, unb bau : Briefen an leint Machte er diese einen Revolver 8er Meinung, n Ntjjtn and} her paiutrt leljntc es W N einigt! htbel sich übet b -:n RnMt au! Rnmbt sithtnbt lMtMt, ober IvußtloS zu SBoi lauf sich selbst o WHbrutfer Lai Mg ihm bie 2 ■m fragen. Vo Mntlung von 2 Ut Mörder in Krankenhaus ^gelegt worden f^svn an, er habt rMtßtn wollen, W thnttt glaubte »ürbt tr fein 2k »ar bisher ein tl Aiiglich höre, ist «»letzte dürfte Wunsch in bie tl! • A ' Bettln, n9- M Mtac »•« Gütliche' Der Preist Ab» r i W tr - sich in krach' Klitsheun ’ « (o Vereine), v tRoatae «Dirf*11 rghret btt he dasselbe ist ° tn-rb zu dM ßchiitztuoertiue ”il £»■ gewaltiger gj Len. blunSoiiclirrW die «4 wo Eitrung ®tt » öor M 8^ uw )r. Mitteobrrz« In lktzrer Zck fit m Burgwedel in an geschwulstartige, zv den und Amen üc: die Ursachm ihm tetiudjung liegt ft? Atzungen oder KM itun^bünfttt aul m EutMMgen« al^o um Blutverzl! e hat man zur W müssen. Die W (U Uelzen erscheinend ’unb dieser Tharsacha Mr Publikum u°! m M-M ®b.”„ ’unta * »l"6anl „ 6|iW=llt * t*V85 ,n zu bewahren- s,»b in MdE ft6 n „eiten SW US wanjilil* ’5ni «S"«° i8 2 ?»?? L;• * ; ä>; "Sä [te. 8«nbwÄ & 4 i’liguiten Sm s m “?’ fWlt k kt Sltlfdu. »'“‘Waabs übM ■n » ^8t,laol' * *t DK tn lt i“ °m Slifulttj, ' Innungen in de •Önö hiueingettM ^esen festen fr ischerverbaudtztag i ^obenstattgehabte ^'Innung in Mali rganifiren, Darmstal >e8e» für Lauterba 'l, Frauksmt a. J Nachmittag fand n ersamwlung sämur Bildung einer JnM >lk und zwei weiiu wS Mainz wohate es übernommen, k Zungen zu erhaNr mibe hervorgehobil rite, eine Jununz t uirung einer Fleisihn cher Vorsitzender dn er I. B. Schurgü itn, M man dcshc/ itten sei, um bm Md um MM mL ^ortlommtr lvuvgrn Fuß gch bezüglich der Einst." eingeftihrt werde tßischen Gebieten ft rteutali«« «* WH* ’S4» “i! *•£ > ni'°- Staat «'"* genügt- 0 zer n rng Iön0Ibod? sin^ Leite. Der Besuch fremder Schützen ist zahlreich, die ge- -stilteten Preise find sehr reich und werthvoll. Bet dem c utc Mittag stattgefundenen Concurrenzschießen waren alle Stände besetzt, doch läßt sich ein Resultat noch nicht melden. Am Festzug, welcher aus drei Abtheilungen bestand, bethei« liq'eu sich in der dritten Abtheilung vom mittelrheinischen Schützenbund folgende Vereine: Alzey, Bingen, Bockenheim, Butzbach, Frankfurt a. M. (2 Vereine), Friedrichsdorf, Gießen, Griesheim a. M., Gr.-Gerau, Hanau, Homburg v. d. H. (2 Vereine), Höchst a. M., Idstein, Kreuznach (2 Vereine), Langen-Schwalbach, Mainz, NeU'Asenburg, Neuwied, Niederrad, Nieder-Ramstadt, Offenbach a. M. (2 Vereine), Sprendlingen, Usingen, Wiesbaden (3 Vereine) und Worms. Mdrgen, Montag früh, findet die Einweihung und Enthüllung des Denkmals für den Großherzog Ludwig IV., den Führer der hessischen Truppen im Kriege 1870/71, statt. Dasselbe ist obeltSkenartig aus grauem Stein errichtet. Es wird zu diesem Weiheact der Großherzog erwartet. Die Schützenoeretne stellen je eine Deputation von drei Mann mit Fahne. th. Worms, 14. Juli. Seit Mittag herrscht hier gewaltiger Sturm, sodaß die Fahnen von den Dächern si egen. Ein Schütze des Schützenvereins Gießen erwarb äeim Concurrenzschießen den zweiten Becher. Für die Schützen, die nach hier wollen, möge der Hinweis dienen, daß die Beförderung mit der Riedbahn sehr langweilig und unpünktlich vor sich geht und die Reise über Mainz vorzuztehen ist. Ms. Kassel, 14. Juli. Ein Aufsehen erregender Vorgang trug sich gestern Nachmittag in unserer Stadt zu. In dem Verkaufsladen der Landstedel'schen Buchdruckerei, in der stets von lebhaftem Verkehr durchflutheten Marktgasse, im Herzen der Stadt dicht an der St. Martinskirche, wurde ein wohlüberlegtes Mordattentat ausgeführr, spielte sich der erste Akt einer Liebestragödie ab. Die dort beschäftigte Verkäuferin, Fräulein Hahnert, ein 20jährigeS bübsches Mädchen von gutem Rufe, war mit dem Kellner Jakob Lohr, einem Manne von 26 Jahren, verlobt. In Folge von Eifersüchteleien rc. kam es zu unliebsamen Auf» tritten zwischen den Liebesleuten und schließlich hob die Braut die Verlobung auf. Dieses unerwartete Vorgehen der Braut bestärkte den Kellner um so mehr in seiner Eifersucht, als er sich bald selbstständig zu machen gedachte, und heirathen wollte- aus Rache wegen verschmähter Liebe kam er zu dem Verzweiflungsentschluß, zuerst die ungetreue Geliebte, und dann sich selbst zu töbteti. In abgesandten Briefen an seine Angehörigen, die Verwandten der Braut rc. brachte er diese Absicht zum Ausdrucke. Nachdem er sich etnen Revolver beschafft, betrat er den Buchdruckerladen in der Meinung, nur seine entlobte Braut anzutreffen. Jn- deffen auch der GeschäfStnhaber war zugegen. Fräulein Höhnert lehnte es ab, Lohr zu bedienen, weshalb Landsiedel selbst ihm einige Karten verkaufte. Im Moment, als Landfiedel sich über die Ladenkasse beugte, zog Lohr blitzschnell dm Revolver aus der Tasche und feuerte auf das im Hintergründe stehende Fräulein einen Schuß ab. In die rechte Riickeuseite, oberhalb der Hüfte getroffen, sank dasselbe bewußtlos zu Boden. Bevor nun Lohr einen zweiten Schuß auf sich selbst oder auf das Mädchen abgeben konnte, war Buchdrucker Landsiedel auf den Attentäter losgesprungen, schlug ihm die Waffe aus der Hand und kriegte den Kerl am Kragen. Vor dem Hause entstand sofort eine große Ansammlung von Menschen, Arzt und Polizei wurde gerufen, der Mörder in sicheres Gewahrsam und die Angeschoffene ins Krankenhaus transportirt, nachdem der erste Verband angelegt worden war. Bei seiner Vernehmung gab Lohr sofort an, er habe zuerst die Geliebte und dann sich selbst erschießen wollen, weil er ohne das Mädchen nicht leben zu können glaubte. Hätte man ihn nicht daran gehindert, würde er sein Vorhaben alsbald ausgeführt haben. Lohr war bisher ein tüchtiger, fleißiger Mensch. — Wie ich nachträglich höre, ist die Schußwunde nicht lebensgefährlich. Die Verletzte dürfte wieder hergestellt werden, sie wurde auf Wunsch in die elterliche Wohnung verbracht. * Berlin, 13. Juli. Die Universität wird am 19. Juli Mittags 12 Uhr in dem Saale der Singakademie eine öffentliche Feier zur Erinnerung an den durch die französische Kriegserklärung vor 25 Jahren eröffneten großen und glorreichen Krieg von 1870/71 begehen. ♦ Berlin, 13. Juli. Herr Rudolf L. Hertzog, Sohn des Begründers der Hertzog'schen Weltfirma, hat, rote die „Vossische Zeitung" berichtet, für die Armen Berlins ohne Unterschied der Confession 30000 Mk. gespendet. * Ein Bild aus der Großstadt. Aus Berlin berichtet das dortige „Fremdenblatt": „Mit dem Leichnam feines verhungerten Kindes ging ein 35jähriger Arbeiter betteln. Er wollte seinem armen Liebling die letzte Ehre erweisen, doch auch der Tod ist nicht umsonst. Ein Sarg, ein Todtenanzug kostet Geld. Und da der Aermste kein Geld hatte, so suchte er einige Groschen zusammenzusechten. Wer seinen Angaben nicht traute, dem konnte er ein Bündel zeigen, in dem die Leiche eines zweijährigen Mädchens lag. Der Mann wurde einem Schutzmanne Übergeben. Seine Angaben beruhten nach polizeilichen Ermittelungen auf völliger Wahrheit.« * Weißenfels, 13- Juli. Daß Rittergut Groß-Jena bei Naumburg ist vollständig niedergebrannt, 150 Stück Vieh find in den Flammen umgekommen. Das Feuer wurde von Kindern, die mit Streichhölzern spielten, verursacht. * Bochum, 11. Juli. Ein neuer schwerer Schlag trifft jetzt wieder viele Bergleute des rheinisch-westfälischen Kohlenbezirks. Es bestand hier mehrere Jahre der Consum- verein „Glück auf", dem etwa 3000 Bergleute der verschiedensten Reviere angehörten und der an vielen Plätzen, zuletzt 18, Filialen hatte. Dieser Verein, der von nicht kaufmännisch gebildeten Sozialdemokraten geleitet wurde, ist in Concurs gerathen. Der Verband deutscher Berg- und Hüttenarbeiter hatte dem Consumveretn den größten Theil seiner Baarmittel, 16,000 Mk., als BetriebScapital überlasten, die nun verloren sind. Außerdem ist aber noch ein Fehlbetrag von 18,000 Mk. zu decken. Die haftenden Mitglieder werden nun von der ConcurSverwaltung zur Deckung dieser namhaften Summe herangezogen werden. Wahrscheinlich wird die Hälfte der Genostenschafter nicht zahlen bezw. zahlen können. * Aachener Heiligthumsfahrt. In den Tagen vom 9. bis 24. Juli findet in Aachen eine Heiligthums fahrt statt. Das Collegiat-Süsts Capitel erließ darüber im Jn- seratentheii der „Köln. Volksztg." eine Bekanntmachung, laut welcher an den Tagen der Heiligthumsfahrt im Aachener Münster den Gläubigen folgende, nur alle sieben Jahre einmal zu zeigenden Reliquien zugänglich gemacht werden: a. das Kleid der seligsten Jungfrau Maria, b. die Windeln des Herrn, c. das Lendentuch des Herrn, d. das Tuch, worin der Leib des heil. Täufers Johannes nach seiner Enthauptung gelegen. Die Gläubigen können, während fie an den Heilig- thümern vorbeiziehen, den dienstthuenden Geistlichen geeignete Gegenstände übergeben, damit diese daran angerührt werden. Papst Leo XIII. hat ferner allen Gläubigen, welche während der Heiligthumsfahrt nach würdigem Empfange der heiligen Sacramente die gewöhnlichen Ablaßgebete tn der Münfter- kirche verrichten, einen vollkommenen Ablaß bewilligt. * Kiel, 13. Juli. Ein Arbeiter der Germaniawerft erwürgte heute Mittag seine Frau. Der Verbrecher war bei seiner Verhaftung völlig betrunken. * Eisenach, 13. Juli. In Brotterode find mit dem Amtsgerichtsgebäude auch die Acten und die in Gewölben verwahrten Grundbücher verbrant, ebenso die Kirchenbücher und Standesamts-Register. Die „feuerfesten" Geldschränke haben sich nicht alle widerstandsfähig erwiesen. Die beiden in den Flammen umgekommenen Frauen wurden heute bestattet. Von den Vermißten haben sich mehrere wieder eingefunden. — In Schmalkalden ist in der letzten Nacht der Thürmer vom Kirchthurm gestürzt. Heute früh wurde er tobt aufgefunden. * Wien, 13. Juli. Der 19jährige, stellungslose Comptoirist Max Smolka machte bei der hiesigen niederösterreichischen EScompte Bank den Versuch, auf einen gefälschten Check der Firma Steher & Co. 15000 fl. einzuziehen. Er wurde sofort verhaftet. * Paris, 14. Juli. Der Photograph Fromontin, welcher gestern vor dem Handelsgericht einen Prozeß gegen den Buchhändler Anchella verlor, schoß den Letzteren durch vier Revolverschüffe nieder, die ihn sofort tödteten. Fromontin wurde verhaftet- er erklärte, nicht aus Vorbedacht gehandelt zu haben. M—«? — * Feeamp. Am Sonntag den 30. Juni er. sand in Föcamp (Frankreich) ein unvergeßliches Fest statt, welches eine große Anzahl von Besuchern au6 allen Theilen Frank reichs und des Auslandes herangezogen hatte. Wir wollen nämlich von der Einweihung der neuen Bauten der Distillerie de la Liqueur Benedictine de 1’Abbaye de FGcamp sprechen, deren prachtvolles Etablissement im Jahre 1892 durch Feuersbrunst zum großen Theile zerstört und welches nun wieder neu aufgebaut wurde. Die EinweihungS Ceremonie fand unter dem Vorsitz Seiner Hochwürden, Herrn Sonrrieu, Erzbischfof von Rouen und unter dem Beistand Sr. Hochwürden, Herrn Laborde, Bischof von Blois statt. Gegen Ende der Einsegnung der Gebäude umarmte Se. Hochwürden, Herr Sonrrieu, den Gründer der Benedictine, Herrn A. Le Grand aine und überreichte ihm seitens des Papstes Leo XIII. das Com- thur en-Kreuz des päpstlichen St. Gregorus Ordens. Das Etablissement Benedictine ist heute eines der bedeutendsten und großartigsten Monumente der Normandie. ES hat die Bewunderung aller bei dem Feste Anwesenden erregt. SchisfsnachErchten. Der Postdawpfer „Noordland" der „Red Star Line" in Ant- werpen ist laut Telegramm am 12. Juli wohlbehalten in New- york angekommen.____________________ Verkehr, Lsrrd- uttfc Vottswirthschaft. Grünberg, 13. Juli. Fruchtpreise. Weizen X 13,88, Korn X 12,94, Gerste X 11,70, Hafer X 11,80, Erbsen X 15,50, Linsen v*00,00, Wicken^ 00,00, Lein X 00,00,Kartoffeln X 7,88, Samen X 20,26. Witterungsbericht vom 14 Juli. Die nördliche Depression ist unter Zunahme ihrer Tiefe ostwärts vorgedrungen und weist ihr Centrum heute über den dänischen JnsAn auf. Unter ihrem Einfluß wehen an dem deutschen Küstengebiete und im nördlichen Deutschland sehr lebhafte, vielerorts stürmische West- bis Nordwest-Winde. In Central- und Westeuropa ist das Barometer etwas gestiegen und von Westen her dringt wieder hoher Druck vor, doch steht Süddeutschland auch heute noch unter der Herrschaft des örtlichen Minimums und herrscht daselbst bei rasch wechselnder Bewölkung größtentheils unruhiges Wetter. Im Westen der britischen Inseln kündigt sich das Herannahen einer neuen Depression an; auch am Südfuße der Alpen hat dieLuftdruckoertheilung abgenommen und bedeckt ein flaches Minimum Ober-Italien und die nördliche Adria. Die Temperaturen sind in ganz Deutschland, namentlich aber in den höheren Lagen des Gebirges bedeutend gesunken. VorarrSstchtliche Witter««- r Meist wolkiges, ziemlich kühles Wetter mit zeitweisen Niederschlägen. am 15. Juli Mittags 12 Uhr (Wetterhäuschen in der Südanlage). Barometerstand. Thermometer r min. 4-10° R., max. + 15° R. Hygrometer: Feucht. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemefien am 15. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittag-. Wcffser 14°, Luft 13° im Schatten. Rübsamen'sche Bade- und Schwimmanstalt. Mn Liebling der Frauen einmaliger Anwendung die neue Patent-Myrrholin-Seife, über welche Dr. med. rote folgt berichtet: Partenheim, 19. April 1895. Theile Ihnen gerne mit, daß mir die Patent-Myrrholin-Seife recht gute Eigenschaften zu haben scheint rc. Dr. Schultz. £ _ ---jy Die Patent - Myrrholin - Seife, welche als Specialseife fürbie Pflege der Haut unübertroffen und einzig in ihrer Art, ist a 50.Pfg. erhältlich in allen guten Parfümerie- und Droguengeschäftm, sowie in den Apotheken und mutz jedes Stück die Nummer 63 592 tragen. __________4346 Rahe für Ä Pfennige erhält man vor Fliegen, Schnaken Flöhen ufw. durch „Dalma". Für 2 Pfennige davon tobtet alle Fliegen usw. eines Zimmers, der Küche oder Stallung in 3 Minutm unter Garantie. Für Menschen und Hausthiere unschädlich. Glas 30 il 50 Pfg., dazu gehöriger Patentbeutel 15 Pfg. In allen Aw- theken auf Lager. In Gießen in der Hirschapotheke. 5664 Die Lieferung von 290 Ctr. Steinkohlen — Nußkohlen 1. Sorte - für das hiesige Gericht bezw. das Hrftlocal soll im Submissionsweg vergeben werden. — Angebote sind bis zum 1. August einzureichen. Der Gerichtsschreiber Großherzoglichen Amtsgerichts Lich. ________Kohlheyer. 6080 Dienstag dm 16. Inti l. I., Nachmittags 3 Uhr, ersteigere ich im »Adler* (Markt- j>!atz 20) dahier gegen Baarzahlung: 1 Möbelwagen, mehrere Oelgemälde, Porzellan u. Glaswaaren, 1 Pianino, 1 Waschmangel u. verschiedene Möbel- Bor«, 'W2______________ Gerichtsvollzieher. Mittwoch den 17. Juli L I., Nachmittags 2 Uhr, Btrben im Bieker'schen Saale — Neu- •fabt 55 — gegen Baarzahlung versteigert: Sophas, Commoden, Kleider- und Glasschränke, Spiegel, Bilder, ein Regulator, 1 Waschcommode, verfch. Oelgemälde und Kupferstiche, ein Capellenbild mit Spielwerk, 2 vollst. Betten, 1 Waschmaschine, 1 Wasch- mangel, versch. Glas- u. Porzellan- roaaren u. a. • 8096 Geißler, Gerichtsvollzieher. In unserem Verlage ist soeben erschienen: Kriegs-Tagkdich eines jungen Offiziers im Groß. Heff. 2. Jägerbataillon aus den Jahren 1870/71 6088 V0N Alexander Aornemann, Hauptmann a. D. und Director des Großh. Landeszuchthauses. 8v Format; 150 Seiten stark. In elegantem Umschläge. == Preis des Buches JL 1.50. I. RickerW Buchhandlung. 5 Sudanlage Hießen Südanlage 5. Verlag von Emil Roth in Gießen. Karte«-« Graßherzagtham Hesse«. Mit Berückstchttgung der angrenzenden Lander neu bearb. von Max Frommann. 25. vermehrte Auflage. In Karton X 2.80; aufgezogen X 4.50. Anerkannt beste, aufs genaueste nachgetragene Karte des Großherzogthums. Bei dieser neu bearb. Aufl. wurden die angrenzenden Länder eingezeichnet, wodurch die Brauchbarkeit außerordentlich erhöht wurde. Karte der Pravia? Vberhessea mit Angabe der Eisenbahnen, Staatsstraßen, Kreisstraßen. Maßstab 1:80000, Größe 110x110 cm. Nach amtlichen Quellen bearbeitet von C- Welzbacher in Darmstadt. Preis roh in 4 Bl. X 3.50, auf Leinwand aufgezogen mit lackirten Stäben X 8.—. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, sowie gegen Einsendung des Betrages direct von: Emil Roth, Verlag, Sietze«. Dienstag, Dannerstag n. Kamstag: Zwiebelkuchen bei 6089 B. Schomber, Wallthor. 6098] Schwarze dicke Johannisbeere« zu verkaufen. Grünvergerstratze 42. Ciu überzähliges Pferd, ein- und zweifpänntg gefahren, abzugeben. Näheres im Depot der 6098 Gießener Omnibusgesellschaft. 6099] Eine Kaute Pferdemist zu verkaufen. «rünbergerstratze 12. Wermietssungen. 6094] Schöne Wohnung, 3 Zimmer mit Zubehör, MLuSburg 13, im dritten Stock per 1. August zu vermiethen. _________Näheres «irchenplatz 10. 6093] Eine freundliche, aus 4 Zimmern bestehende Mansardenwohnung ist weg- zugshalber per 1. October zu vermiethen. I. Kann Söhne, Westanlage 30. 5946] Ein gut moblirtes Zimmer zu vermiethen- Bahnhofstraße 15, n. 5949] Ein gut möblirtes Zimmer zu »irmiethen. Bstantage 40, PSkt. 6Ö9Ö] Gut möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. Marktplatz 2. 6083] Zimmer mit Werkstatt zu oer- miethen._______________Renstadt 11. 6100] Ein freundl. möblirtes Zimmer zu vermiethen. Steinstratze 30. Hrermischie Anzeigen. Verloren. 6086] Gestern wurde auf dem Festplatz ein noch neues, gelb ledernes Geldtäschchen mit Inhalt verloren. Der redliche Finder wird gebeten, dasselbe gegen gute Belohnung in der Expedition dieses Blattes abzugeben._______________ kttlindr Raller'schtt Stenografie werden hierdurch von den Unterzeichneten auf Donnerstag, den IS. ds. Mts., Abends 9 Uhr, zu einer Besprechung nach dem „Linden- Hof" eingeladen. 6091 Ang. Nungesser stud. phil. rec. ______Carl Pawelek._____ Wirthschaft oder Photograph. 6095] In der Licheestratze steht ein Anwesen, Wohnhaus, in welchem Wirth- schaft betrieben wurde, Hinterhaus, Hausgärtchen rc, zu ausnahmsweise günstigen Bedingungen zum Verkauf. Auskunft ertbetlt A- Baxbanm, Gensal, Marburg C>ürtrrerlehrlingi gesucht. Wilh. Gerhard, Nahrungsberg. 6074 A. Voigt, Seltersweg, 40 Pfg., an der Kasse 50 Pfg. Bier im Glas. Keßler, Neuenweg. Anfang 8 Uhr. 6016 Ä' Der Vorstand. gez. Helm. gez. Georgi. 6082 6087 dieselben bis 22. Juli 60078] Ittttfienb Antrag in Bremen 2725 Frankfurter Börse vom 13. Juli 1895. 4*/o°/o Oesterr. Stlberrevte in 104.70 4°/o Monopol-Griechen von 1887 38 Gertrudisbrunnen wieder eingetroffen dto. von Delltnger. 6077 L. Kalkhof [5785] bei 00.00 00.00 | Oesterr. Credtt-Actien Darmst. Bk.-Actte« Alles Nähere die Lageszettel. Coursbericht von Conrad Dietz, Bankgeschäft, Gießen, Schulstraße 10 IM Course vom .5 78.80 78.— 146.10 145.60 142.70 4 106.20 106, 104.— 104.30 103.10 3'/, 136.10 137.50 102.70 102.70 102.90 74.75 88.90 103.15 102.60 102.80 102.40 91.80 4 92.4013'/, 100.75 100.65 104.75 101.65 155.60 118.40 102.65 103.40 73.35 118.85 104.90 94.85 92.95 91.90 92.80 81.20 104.05 55.30 58.10 88.50 93.95 103.60 103.45 96.40 67.55 37.95 62.20 105.20 101.20 103.50 101.45 119.70 2223/8 368'/. 100.35 104.75 1044)0 00.C0 4 4 5 3'/, 48.40 27.60 109.30 61.70 29.60 14.35 24.70 27.90 24.95 143.30 45.30 141.30 134.90 131.80 98.35 43.70 4 3 4 3 3 i t 47- 47. 4 4 8%! 4 105.20 101.20 103.40 101.10 104.40 100.40 100.65 104.75 101.50 4 85.80 104.36 27.20 92 97'/» 256V» 187 30 146.90 142.20 96.10 84.30 3 i 3 27, 3 4% Ung. Gold-Rente 3% Portugiesen 6% Mexicimer 141.95 135.20 131.50 99.- 45.16 Mmi Ort bi 91.90 4o/o Eisend. R ent mb. Obl. 55.30 5o/g BuderuS Obl. 73.30 118.80 104.90 94.85 92.55 4 4 37, 4 37» 4 3'/, 4 4 gegr: 1846 im Gesaugslocal. 6085 Course 00m 13./7. | 6,/7. Pr. H.-Act. alte Pr.H.-Act.neue do....... Goth.unk.1903 Diverse Obi. Buderus E.W. Eisend. Rtenbk. Davk'Artien. DtscheReichsbk. Frankftr. Bank Berl.Hdlsges.. Darmst. Bank. Deutsche Bank Disct.- Comm. Dresdner Bank Mitteld. Cr.Bk. Oest.Crd.-Anst. Iibllllrie-Ariieu Nordd. Lloyd . HöchsterFarbw. Bochumer Guß Dortm. Union. Geiferst. Brgw. Harpen. Brgw. Ber. Königs- u. Laura . . . rise»i.'Altie». Heff.Lubwigsb. Csac.-Agram . Oest. Staatsb. 100.60 102.— 89.70 101.70 100.80 101.30 105.— 101.60 102.50 105.— 100.80 101.30 104.95 101.60 102.50 107.— 424.80 162.60 68.80 175.50 158.50 47.80 27.50 109.95 61.96 29.15 14.35 24.91 27.60 24.95 100.80 102.— 89.50 101.70 101.15 80.40 104.15 55.60 58.40 88.40 93.50 103.45 103.35 95.80 67.— 37.90 62.70 101.25 102.— 160.75 178.- 158.10 160.20 196.10 223.80 166.40 113.30 343'/8 101.90 102.— 968/4 256.— 187.10 147.10 143.— 93.50 83.40 120.70 222.— 3718/e 72.85 89.— 107.— 422.50 159.30 68.20 175.— 157.10 Sei ber am I ichrüiM Gruadi —— Post und Telegraph im Hause. ===== Für Touristen u. Vereine herrlicher Ausflugsort. Kehricht- und Aschehaufen «erden unentgeldlich fortgefahren. 161.65 175.20 159.— 157.90 196.— 222.30 166.50 112.— 8417, Sei bei am Heiligten Grün Hvrstanbei auf ö Die Anlage haben von 293 HAern 254, a Antrag gestimmt 3n ber Ze Mmungsprolol wngßtrgebnifiei mutetet Obborn Sinmenbunc tat des Srgkbni Sstentlichung bief ladjuet, mittels sci lonbivirthfchaftlich gtiebberg Wer etthcilt gründlichen Unterricht im ftanwßschen. Gest. Offerten erbitte unter M. 10 an die Exped. d. Bl. 6039 gedrungen, den Be- wohnern Gießens hier- do.Südb.(Lb). Oest.Ndw.lllA Gotthardbahn. Schwz. Central Schwz. Nordost Jtl. Mittelmeer Pr.Henri (Lxb.) Itninel. fufe in Procknten. Bad. Th. 100 . Bayer. Th. 100 Donau-Reg. . Cöln-Minden. Th. 100 Madrid . . . . Mein. Th. 100 Oesterr. v. 1860 Oldenb. Th. 40 Raab-Graz 100 Türk. fts. 400 Amrrriasl. stift per Stück in Mk. Ansbacherfl. 7 Augsburg. „ 7 Brschw.Thlr20 Finnländ. „ 10 Freiburg, fs.15 Mailänder, 10 Meininger fl. 7 Pappenh. „ 7 Venediger L. 30 fDUfliMi %__ Luftkurort Neuweilnau (Taunus). Gasthof „Zur schönen Aussicht“. Schon möblirte Zimrtier, grossen Speisesaal, gedeckte Halle; anerkannt vorzüg» liehe Küche, billige Pensionspreise. Näheres durch den Besitzer Julius Janz. mit herzlich Dank zu sagen für die große Unterstützung und Opferwilligkeit, welche dieselben, sowohl durch über alles Erwarten zahlreichen Festbesuch, wie durch Aufnahme fremder Sänger kranz Heute, Montag, Abend 9 Uhr: Probe Kriefmarkeu- I Sammlg. ob. Parthie alt. Marken zu kaufen gesucht. Off. m. Preis unter P. B. 2086 a. d. Exped- d. Bl. Neu eiustudirt. Don Cesar. Große komische Operette in drei Acten der Ungarischen Elite-Kapelle Gyi'gyi-Laczi aus Budapest in Landestracht. Die Kapelle spielt ohne Noten. Entree: Im Vorverkauf bei Hm. Gerhard,Lindenplatz, und Nach Amerika mit den vorzüglichen Dampfern des Norddeutschen Floyd Turner, Zeichnung freiwilliger Beiträge, Schmückung der Häuser u. s. w., unserem Fest entgegengebracht, und welche es im Verein mit dem so sehr dankenswerthen freundlichem Entgegenkommen der civilen und militärischen Behörden möglich gemacht haben, daß das Fest als ein im Ganzen wohlgelungenes und die Stadt Gießen ehrendes verlaufen ist. Der geschästssührende Ausschuß. «ä? ** Jßontoö*- Course vom •£ 13./7. | 6./7. £ Coursbericht von J. Kurz & Co., Giessen, Kahllhofstraßt 63, Um Jrrthum zu vermeiden, theile ich ergebeust mit, daß ich vor wie nach bei Sterbefällen die Commissionen besorge und als Marschall bei Beerdigungen sungire. Friedrich Berg, - 4896 Kaplaneigasse 11. Aufforderung. Alle Diejenigen, welche Forderungen an die Kaffe des 22. Mittelrheinischen Kreis-Turn- sestes zu machen haben, werden hiermit aufgefordert, Siebaction: L. Schcyda. — Druck und Berlag der Brühl'schen UnivcrfitätS-Buch« und Steindruckerei (Pietsch ® btm W & r R WltflL befördert Paffagiere der conceff. Agent Onrl Loos in Gießen. Neues Theater Giessen Großes Hpern- und Hperetten- Husemvte. Direction: Tresper-Baars. 13./7. 101.70 104.70 101.20 105.— 6./7, 101.60 104.30 101.20 10 101 3V. % Frankfurter Hyp. Bk. 101.60 3'/s°/oHambrgr.Hyp.Bk.mst.b.l90ü 1 31/,0/n Frkf. Hyp. Cred. V. 101L0 3«/,o/oPreuß.Hyp.A.Bk.unk.b.l900 101.« 4o/o DmtscheGrdschLS.unk.b.1904 00.00 4% Pomm.Hyp.A.Bkumk.b.1904 106.« y/gO/g dto. 101.30 4o/o Franks. Landw. Cred. Bk. 103.00 Prag-Duxl891 Raab-Oedw.91 Rudolfb. Gold Jtal. gar.E.B. Livorneser. . . Sicil. v. 1891 Toscanische. . Ruff. Südwest Rjäsan-Urals! Anatolische B. Portug. o. 86 . do. v. 1889 . . Salon.-Mon. . Ifertkitfr. D. Grndschuld- bank V-VI do. I-H do....... Fkf.Hyp-Bk.M do....... do. Hyp.-Cred. do. 1905 unk. S 27 ... S 28 . . . Ldw.Cred.-Bk. Hamburg. Hyp. bo.unl.6.1900 bo....... Mein. Hyp. alte bo. neu i bo...... Steins Garten Montag den 15. Juli: GROSSES COWERT 22. Mttelrheinisches Kreis-HurnM Danksagung. Der unterzeichnete Ausschuß fühlt sich Course vom | 13./7. | 6,/7. 15, und ehren. Leiden wie: Angstgefühle, Reizbarkeit, Kopfdruck, Schlaflosigkeit, Asthma, Schwächezustände, Magen- und Herzbeschwerden, langjährige Darmträgheit, Neuralgie, Rheuma, Blutarmuth etc. fanden noch oft, wenn Kneipp- und andere Kuren versagten, Hilfe durch Dr. Borcherdt’s Bäder in Auerbach a. d. hess. Bergstrasse. Ausführliche Broschüre über Eigenart und Erfolge gratis. 2869 K«« historisch n L* uni, if:ri S 41 «tumerung Für ein hiefigeS Geschäftshaus wird zum Verkauf einfacher Artikel für die Stadt und Umgegend eine geeignete Persönlichkeit gesucht. Anerbietungen richte man unter Z. an die Exped. d. Bl. 5737 Selbstßündiger Mckergkhülfe gesucht. Emil Roll, LSwengaffe. [6052 6081] Starker Junge zum Wrcktragen gesucht.__Reustadt 6. Pferdeknecht zu sofortigem Eintritt sucht 6084 Chr. Wallenfels. bei den Vorsitzenden der betreffenden Ausschüsse geltend zu machen, da Forderungen nach Abschluß der Rechnung nicht mehr berücksichtigt werden können. soso Der geschästsführende Ausschuß. Akters- u. Kinderversorgung gewähren fcubtenitti« und «apital-Berficherungen bei der Preußischen Renteu-Bersicherungs-Anftalt in Berlin W. 41. Die seit 1838 unter besonderer GtaatSanfficht bestehende Anstalt zahlt z- B. 50Jährigen 68'4%, 60 Jährigen 9%, 70 Jährigen 13-/z°-° Rente. Dioidendellberechtigung. Permöges 89 Müionea Mark. Prospecte und nähere Auskunft bei Herrn Heinrich Hochreuther in Sieben, 5496] Löberstraße 2. YoX- Rechnungen, Facturen, Quittungen, Briefköpfe WechselformuUire etc. in Schwarz- und Buntdruck werden raech und aw massigen Preisen ang«fertigt in der BrithFsehen Druckerei ■Räa Z — Conrse vom | Jtof — Cours 13./7. | e vom 6./7. g w> 13./7. | 6 /7- | Hiaitspapiere. 5 Rum. am. Rte. 100.30 101.25 4 Deutsche. 4 Ruff. Obl. v. 80 102.05 102.20 4 D. Reichs-Anl. 106.10 105.90 4 Schweb. Obl. . 100.70 100.40 47, 4*/, bo....... 104.70 104.75 37, bo....... 101.15 101.40 bo....... 99.90 100.- 5 Serb.Glb.-Rte. 69.80 66.— Preuß.Consols 105.70 105.65 5 bo. Tab.-Rte. 70.05 66.30 VI S'/, bo....... 104.80 104.75 4 Spanische Rte. 68.80 68.80 3 /r 37, 37, 37- 3 bo....... 100.35 100.20 5 Türk.Zoll-Obl. 102.10 102.10 4 Bab. St.-Obl. 1 bo.cotro.Lit.C. 27.90 —— — v. 1886. . . 106.25 106.25 1 bo. Lit.D. 25.70 26.05 4 Bayr.St-Obl. 107.10 107.20 4 Ung. Glb.-Rte. 104.35 104.25 3'/, bo. Eisb.-Obl. 105.10 105.05 4 bo.Kron.-Rte. 99.80 99.75 ß*/, Brem.St.-Anl. 47, bo. E. B.Golb 4 v. 1892 . . . 102.80 102.65 v. 1889. . . 106.35 106.45 8*/, Hamb.St. Rte. 5 Arg. mn. Anl. 58.40 58.80 4 v. 1893 . . . 103.— 102.80 bo. äuß.v.1888 48.30 48.40 4 4 Heff. St.-Obl. 106.50 106.50 i»7r ChinesischeAnl. 108.— 108.— 31/, 8 7- bo....... 104.75 103.— 4 Egyptischeunif. 105.10 105.— 4*/, Ausl-n-jsch«. 6 Mexic. v. 1890 92.45 92.20 4 5 Griech.E. B. v. 1890 .... 33.15 33.20 I5 3 bo. Eisenb. . bo. SÜber. . 79.— 26.40 79.80 26.50 4 4 bo. Man -Anl. 38.20 38.80 Stöbtr-ebl. 4 5 Jtal. Rte. St. 1000—4000 89.80 90.40 3'/, Franks. 0.1893 102.85 102.65 4 3 bo....... 53.90 54.25 3 7i Darmst. 88, 94 103.10 103.10 3 4 Oest.Golb-Rte. 104 25 104.25 3- Gießen .... 102.40 102.40 5 4*/e Oest.Silb.-Rte. 85.80 86.— 3 7t Mainz..... 102.15 102.15 4 3 Oesterr.Localb. 4 Offenb. v.1892 — 104.40 3 verstaatl. . 84.10 84.40 3 7i Wiesb. „ 1887 102.80 102.50 3 4V, Port. St.-Anl. 41.85 42.70 4 Worms .... ——.— 3 bo....... 27.80 27.50 3* . Worms .... 101.95 101 95 3