18 goldene Medaille^ st gnn bereit, hiliscomtte jU ■Nahrung rrnilcb- Nahrung ) Jahren von pfohlen and kleine Kinder M Lippok- Äidlschullhrlb ainiupyolh. ..Nahrnng „ehr P» ge' Nahrung arrhoe, .Nahrung M ..Nahrung aioren, in. b°ch QU?5 und Xx ”b privatem “nb nhki^i fi* Mittel äb?l5mS Wttion Mari n »ttttnötige Amtserer ^"Ee Hilfe ' btt Dtt: 8tnuli) Mück, 1 kvtgegi» ^eingehend« A «mcintrirt >4wähige Pa- »tflen in btt m Einnahmen auch Gaben Bahruok d«"^ m der cbe»M 37 189» Erstes Blatt. Rt. 139 Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gieren Hratisöeitage: Gießener Kamilienötätter. Abnahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi- Bonn. 10 Uhr. Sonntag den 16. Juni Bevölkerung verlegt, unmöglich, wenn es auch als zweifellos gelten kann, daß die Verhältnisie diese bevorzugte Stellung bedingen. Wer in unserem monarchischen Staatswesen als eine verläßliche Stütze betrachtet und dementsprechend berück- fichtigt sein will, der weiß, ohne die Möglichkeit einer An- zweiflung von sich geltend machen können, daß seine Treue und Ehrerbietung gegenüber dem Monarchen vollen inneren Werth besitzen und daß er die berechtigten eigenen Jntereffen den Jntereffen des Staates und der Gesammtheit unter» zuordnen versteht. Berlin, 14. Juni. Der „Reichsanzeiger" schreibt zu der Ansprache des Fürsten Bismarck an den Central- ausschuß des Bundes der Landwirthe, in welcher unter Anderem von Ministern die Rede war, die am Amte „kleben" und sich nicht vom Ministerseffel trennen können, dieser Paffus sei mehrfach in der Presse aus den Staatsminister v. Bötticher bezogen worden. Diese Bezugnahme sei eine völlig irrige, denn als Herr v. Bötticher im Januar 1890 dem Fürsten Bismarck gegenüber den Wunsch aussprach, aus seinen Aemteru entlasten zu werden, habe der Fürst ihn im Dienst zurückgehalten. Auch später habe Bötticher wiederholt seine Entlassung erbeten, welche ihm jedoch nicht gewährt worden sei. Der „Reichsanzeiger" druckt gleichzeitig ein kaiserliches Handschreiben ab, datirt vom 29. März 1892, in welchem unter Ausdrücken der größten Anerkennung dem Herrn v. Bötticher die erbetene Entlastung nicht bewilligt wird. Berlin, 14. Juni. Wegen Vergehens gegen das Sprengstoffgesetz werden nunmehr die beiden inhaftirten Anarchisten TöbS und Krebs angcklagt werden. Am Freitag haben in dieser Angelegenheit wieder mehrere Zeugen- Vernehmungen stattgefunden. ES handelt sich dabei um die thatsächliche Feststellung, ob die beiden Angeklagten im Besitz von Sprengstoffen gewesen find. TöbS soll übrigens bestreiten, überzeugter Anarchist zu sein. Er habe sich nur von der Soctaldemokratie ab und etwas nach links gewendet. Berlin, 14. Juni. Nach dem bisherigen Gange der Verhandlungen des Abgeordnetenhauses wird in parlamentarischen Kreisen angenommen, daß die zweite Lesung der Stempelsteuer-Novelle am Dienstag nächster Woche zum Abschluß kommen wird. Am Mittwoch werden die Verhandlungen des Abgeordnetenhauses wegen der Nord-Ostsee Canal- Feierlichkeiten unterbrochen. Nach Wiederaufnahme der Sitzungen wird zunächst die Mellage-Jnterpellation auf die Vierteljähriger Adsnucmentsprei«: 2 Mark 20 Pfg. mit Briugerlohü. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Sebectum, Expedition und Druckerei: ZchalstraßeAr.1. Fernsprecher 51. Alle Annoncm-Burcaux deS In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Tagesordnung gesetzt und sodann die Vorlage, betreffend die Central-Creditbank, zur Berathung kommen, welche voraussichtlich einer Commission überwiesen werden wird. Berlin, 14. Juni. Der ehemalige Kanzler in Kamerun, Herr Leist, der durchUrtheil deS DiscipltnarhoseS aus dem Reichsdienst verabschiedet wurde, hat sich, den „N. Nachr." zufolge, als Rechtsanwalt hier niedergelaffen und gestern vor dem Oberverwaltungsgericht in einer erheblichen Streitsache plaidirt und ein obsiegendes Erkenntuiß erstritten. Kriedrichsruh, 14. Juni. Fürst Bismarck hat infolge Unwohlseins bis auf Weiteres alle noch angemeldeten Empfänge abgelehnt. Triest, 14. Juni. Aus Rovigo wird gemeldet, daß daselbst in einem Wohnhause, in welchem sich 200 Leidtragende zu einem Letchenbegängntß eingefuuden hatten, der Plafond ein stürzte. 14 Personen wurden getödtet, 27 schwer und 50 leicht verletzt. Rom, 14. Juni. In vaticanischen Kreisen verlautet, der Papst werde in Erwiderung auf einen Paffus der Thronrede eine Kundgebung erlasien. Gelegentlich der 25jährige« Gedenkfeier der Einnahme Roms wird der Papst an die Mächte eine diplomatische Note richten, in welcher er gegen den Raub des Kirchenstaates protestirt- der Papst werde selbst eine Ansprache über dieses Thema halten. Rom, 14. Juni. Der Procurtst der Banca Italia, sowie deffen 13jähriger Sohn wurden während eines Spazier- ganges bei Sassari von den Brüdern Marzettu ermordet. Das Motiv zu dieser Thal ist unbekannt. Paris, 14. Juni. Der „Gaulots" meldet, der Zar werde den Präsidenten Faure zu den in einigen Monaten stattfindenden Krönungsfeierlichkeiten einladen. Das Blatt ist der Anficht, Faure werde die Einladung anuehmen. Paris, 14. Juni. Die russische Regierung hat bei einer Schiffswerft in Havre ein großes Kriegsschiff von 8500 Pferdekräften bestellt. DaS Schiff wird groß- artig eingerichtet und Wohnung für eine kaiserliche Hoheit enthalten. Wahrscheinlich wird es ein russisches Admiralsschiff für den Großfürsten Alexis werden. Madrid 14. Juni. Die Rebellen haben 20 Häufer in NuevitaS eingeäschert und zwei Europäer, worunter sich ein Italiener befindet, ermordet. Madrid, 14. Juni. Gelegentlich der Truppen- sendungen nach Cuba fordern die Blätter die Regierung auf, dieselben zu beschleunigen, da nach einem officiellen Wolff» telegraphisches Correfpondmz-Bureau. Berlin, 14. Juni. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht das Gesetz betr. die Ausführung des mit Oesterreich- Ungarn abgeschloffenen Zolltarifs vom 9. Juni 1895, das Gesetz betr. die Abänderung des Zuckersteuergesetzes vom 9. Juni 1895, das Gesetz über den Beistand bei Einziehung von Abgaben und die Vollstreckung der Ver' mögensstrafen vom 9. Juni 1895, das Gesetz betr. die kaiserlichen Schutztruppen für Südwestafrika und Kamerun »nd die Bekanntmachung betr. die Anzeigepfltcht für ■ Schweineseuche, Schweinepest und Rothlauf der Schweine. Berlin, 14. Juni. Wie die „Post" hört, empfing heute der Ministerpräsident den Ministerialdirector des CultuSministeriums Bent sch zum Vortrage über Angelegen- , heiteu des Alexianerklöfters Mariaberg. Berlin, 14. Juni. Der durch den gestrigen Brand nn Vtctoriaspeicher angerichtete Schaden an Maaren und Baulichkeiten wird aus 1,400,000 Mark beziffert. Die I Summe ist durch Versicherung' gedeckt. Die Entstehungsursache ist noch nicht ermittelt. Leipzig, 14. Juni. Der 4. Strassenat des Reichsgerichts sprach sich dahin aus, daß die Aufforderung zum Boycotr als grober Unfug strafbar sei, wenn dadurch Beunruhigungen des Publikums entstehen. Es ist gleichgültig, daß der Boycott selbst straflos ist. Aus diesem 1 Grunde wurde die Freisprechung von Hartung und Genossen , i« Schweidnitz vom 19. Februar d. I. auf die eingelegte , Revision aufgehoben. Budapest, 14. Juni. 900 Bäckergehilfen stellten j die Arbeit ein. Im Laufe der Nacht demonstrirten die ; Strikend en vor mehreren Bäckerläden - die Polizei sprengte | sie mit blanker Waffe auseinander und nahm mehrere Verhaftungen vor. Depeschen des Bureau „Herold". Berit», 14. Juni. Die „Nordd. Allg. Ztg." leitartikelt heute Abend über die in letzter Zeit in der Preffe vielfach erörterten Vorschläge zur Abänderung des Reichstags- wahlrechtS. Das osficiöse Blatt kommt zu nachfolgendem Schluß: In jedem Falle erscheint uns eine Umgestaltung deS Wahlrechts, welches das Schwergewicht aus der breiten Maffe wieder mehr in die politisch reiferen Schichten der Gießener Anzeiger Generat-Mnzeiger. Der Anzeiger erscheint täglich, ont Lu-nahme deS Montag-. Die Gießener IsurnttteuSkätter »erben dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. zitternd unbestimmten, wie ihn eben ein armer, nachgeborener Sonnenstrahl nicht beffer zu geben vermag. DaS war aber gerade das Richtige. Seiner Bedeutung nach hatte das Bild eine so reclamenhafte Beleuchtung nicht uöthig, seine fkizzenhaste AuSsührung hätte eine solche nicht vertragen. Es war ein gar seltsames Bild. Schon hatte es den Rahmen eingebüßt, damit ein anderes damit geziert werde, hatte vielleicht auch nie einen solchen gehabt. Ohne Schutz den Sonnenstrahlen preisgegeben, war es vergilbt, Spinnen hatten ihr graues Gewebe, gleichsam als Schutz, darübergezogen und nur mit Mühe war es noch erkennbar. Es stellte ein Mädchen dar, eine noch unaufgeblühte Mädchenknospe. Die Formen waren noch nicht entwickelt, aber das vergaß man, wenn man die blühende Gesichtsfarbe, die prachtvollen schwarzen Haare sah und vor allem die Augen. Räthselhafte Augen! Sie erinnerten an jene Alpenseen, deren durchsichtiges Wasser durch das Gestein deS Grundes tiefdunkel gefärbt wird. Und wie die Sage auf dem Grunde dieser Seen häufig einen Geist Hausen läßt, so weilte auch hier, in diesen Augen, ein Geist- aber es war kein finsterer Dämon, es war ein Geist des Lichtes, ein Frühlingskobold. Lange stand ich da und betrachtete das Bild, dann schritt ich schnell, als fürchtete ich, es könne mir ein Anderer zuvorkowmen, durch die niedrige Thür in das düstere Innere des Ladens. Ein häßliches, alteS Weib humpelte aus einer Ecke der Höhle auf mich zu und fragte mit schriller Stimme nach meinem Begehren. Der Handel war bald geschloffen, da ich den geforderten, offenbar zu hohen Preis ohne Widerstreben zahlte. „Ja, ja, Euer Gnaden, ein hübsches Bild," krächzte der Drache, welcher diese Schätze hütete, „ein hübsches Bild, nicht wahr? O, der Antonio verstehtS, dies har er gemacht, als er noch nicht toll war." Gern hätte ich über den Ursprung meines Bilde» etwas Näheres erfahren und fragte deßhalb. „Wo wohnt der Maler?" Feuilleton. Ihre Auge». Skizze von Jacques Jakoby. (Nachdruck verboten.) Auf dem goldenen Kreuze des ThurmeS der Peters- kirche spiegelte sich der letzte Strahl der Sommersonne- ich wandte meine Augen nicht zu diesen Höhen, ich versuchte es nicht, den Scheidebltck des Gluthenballes zu erhaschen, hatte mich doch dieser tagsüber genug gequält. Nach dem ältesten, winkeligsten Theile der ewigen Stadt wandte ich mich, um das Treiben des Volkes, das um diese Stunde am regsten ist, zu beobachten. Eines der Gäßchen daselbst, sein Name ist mir entfallen, kann geradezu als das Reich der Trödler bezeichnet werden- fast in jedem dritten Hause sieht man hinter den unteren Fenstern alte, wurmstichige Möbel, ver» blichene Kleider, Waffen, Kunstgegenstände zweifelhaften Werthes, Hausgeräthe und dergleichen mehr in buntem Gemisch zum Verkaufe ausliegen. Stets hat ein solcher Laden eine wunderbare Anziehungskraft auf mich ausgeübt, stundenlang kaun ich vor den kleinen blinden Fenstern stehen und die hinter denselben aufbewahrten Herrlichkeiten betrachten: es läßt sich viel dabei denken! Wie viele, wie verschiedene Htgeuthümer mögen diese Gegenstände gehabt haben! Wie mögen sie hierher gerathen sein? Diele sind gewiß zunächst von Reich zu Arm gewandert, viele als ltebgewordene Erbstücke unter Thronen verkauft worden, um Brod für die hmigernde Brut zu schaffen, viele haben gewiß eine an Abenteuern reiche Vergangenheit gehabt — es läßt sich viel dabei denken! Als ich so meiner alten Liebhaberei fröhnte, fiel wein A»ge plötzlich auf ein Bild. Der allerletzte Sonnenstrahl — nicht auf Verlangen des geehrten Publikums, nein, aus eigenem, unwiderstehlichem Antrieb sicherlich — fiel auch in diese enge Gaffe, und zwar gerade aus das Bild. Er wars rt»eu goldigen Schimmer darauf, nicht einen solchen von der Gluth derer, die Tizian sich gestohlen, nein, einen diScreten, „Nun, Ihr braucht nicht weit zur Audienz zu laufen, antwortete die Trödlerin, „droben in der Dachstube fitzt er. Eigentlich sollte ich ihn htnauSwerfen laffen, denn er zahlt schon seit lange keinen Scudo mehr- aber die Theresa von nebenan, die es ja verstehen muß — o, sie ist eine große Zauberin — sagt, er wirds nimmer lange mehr machen, il povero!“ „ „Führt mich hinauf!" hemmte ich ihren Wortschwall und drückte ihr eine Sllbermünze in die Hand. Durch Berge von altem Gerümpel hindurch erreichte ich unter Führung dieses weiblichen Charons den Eingang zum Erebus, die zu den oberen Regionen führende Treppe, die in ungewisses Dunkel gehüllt war. „Haltet Euch links, Herrchen, links. Rechts sind schon einige Löcher, der Pater Anselmo hat sich neulich beinahe den Fuß dort gebrochen!" Endlich waren wir oben. Die Alte öffnete eine Thüre, die nur noch halb in den Angeln hing- ich trat ein. Am Fenster saß ein junger Mann, blonde Locken, das Zeichen germanischen Ursprungs, umwallten seine hohe, von Gram gefurchte Stirn- seine Züge waren marmorweiß, nur auf den Wangen hoben sich scharf umgrenzte rothe Punkte ab, die sichere Spur von dem Kuffe des Todesengels. Seine linke Hand hielt Pinsel und Palette, mit der rechten hatte er träumerisch das Haupt gestützt, in seinen blauen Augen, die unablässig auf die Leinwand vor ihm hinstarrten, standen Thränen. , v „Amonio!" fchrie ihm die Alte ins Ohr, „der Herr hier will Dich sprechen!" Einen Augenblick sah der Künstler auf, warf einen flüchtigen Blick auf mich, dann sagte er leise, traurig das Haupt schüttelnd: „Ich weiß, ich weiß, er will die Copie von Blancas Bild haben- aber ich kann eS nicht, weiß Gott, ich kann ihre Augen nicht malen. Das find nicht die Deinen, meine arme, kleine Blanca!" (Schluß folgt.) Telegramm anzunehmen ist, daß die Aufständischen sich bis zum Mittelpunkt der Insel wagen und daher strenge Maß- nahmen nolhwendtg seien. Bukarest, 14. Juni. Eine holländische Gesellschaft zur Ausbeutung der rumänischen Petroleumquelle.n bat sich gebildet. Die Einrichtungen der „Rumänischen Pttroleumgesellschaft" find an die „Ungarische Bank" in Budapest verkauf: worden. Deutscher Tabakverein und Tabaksberufsgenoffenschaft. — Dresden, 12. Juni. Gestern Nachmittag fand hier die Generalversammlung der Tabaksberufsgenossenschaft unter dem Vorsitze des Herrn F. L. Biermann-Bremen statt. Dieselbe beschäftigte sich zumeist mit internen Fragen, namentlich mit einer Revision des Gefahrentarifs. Von weiterem Jnteresie dürfte nur sein,'daß die Versammlung einen Antrag: die Vertheilung des Risikos im Vorwege auf die Beiträge zu den Unfall- versicherungsentschädigungen der Sectionen von 25 pCt. auf 50 PCt. zu erhöhen, einstimmig ablehnte, dagegen Veranstaltungen guthieß, um eine möglichst einheitliche Behandlung der Entscheidungen der einzelnen Unfallfachen dauernden Characters zu ermöglichen. — Heute Vormittag hielt der Deutsche Tabakverein seine Jahreshaudptver- fammlung unter Vorsitz des Herrn Commerzienrathes Collenbusch-Dresden hier ab. Dieselbe war von Vertretern aus allen Theilen Deutschlands sehr gut besucht. Den Geschäftsbericht und die Abrechnung pro 1894 erstattete Herr SyndicuS S ch l o ß m ach er-Frankfurt a. M. In demselben hob derselbe besonders hervor, daß der Verein in einer ganz außerordentlichen Fühlung mit dem kaiserlichen Patentamt hinsichtlich der Waarenzetchenfrage gewesen sei. Auf Eiuzelnheiten in dieser Beziehung ging Dr. Landgraf- Stuttgart, der Geschäftsführer des Marken- und Musterschutzvereins deutscher Tabaksindustriellen, ein. Seine Ausführungen über die Frage der Behandlung der sämmtlichen Tabaksfabrikate als gleichartige Waaren veranlaßte Herrn W e i g a n g- Bautzen zu dem Anträge: „Der Verein möge dem kaiserlichen Patentamt erklären, daß er nunmehr die sämmtlichen Fabrikate der Tabaksindustrie nicht mehr als gleichartige im Sinne des Waarenbezeichnungsgesetzes anzusehen wünscht, so daß also beispielsweise das von einem Fabrikanten für Cigaretten gewählte Zeichen nicht von einem Fabrikanten der Rauch- waarenindustrie nachgebildet werden dürfe." Nach längeren Erörterungen, in welchen Herr Dr. Landgraf die Noth- wendigkeit betonte, an der Hand der Thatsachen einen solchen Standpunkt zu begründen, wurde beschlossen, die Erledigung dieser Frage unter Zuziehung des Herrn Wetgang dem Antragsteller anheimzugeben. — Sodann erstattete Herr Commerzienrath C o l l e n b u s ch-Dresden Bericht über die Thätigkeit des Vereins in der Steuerfrage, welche derselbe mit der Bemerkung schloß, daß der Kampf gegen die drohende Steuergefahr vom Deutschen Tabak-Verein mit größter Maßhaltung und Sachlichkeit geführt, und dabei durch die Wucht der Thatsachen unterstützt worden sei, und daß man nun wohl hoffen dürfe, die mit allen gegen etwa 10 Stimmen erfolgte Ablehnung der Tabakssteuervorlage im Reichstag werde nun endlich für das Tabakgewerbe eine lange Zeit der Ruhe bringen, die demselben den Weg zu frischem Gedeihen im Interesse aller Betheiligten eröffne. Hieran schloß Herr Schöning-Flotow einen eingehenden Bericht über die Thätigkeit des VereinS- anSschuffes, welcher während der Dauer der CommissionS- verhandlungen und des Reichstages in lebhafter Fühlung mit maßgebenden Parlamentariern auS allen Parteien gewesen ist. Der Berichterstatter war der Meinung, daß der Verein alle Ursache habe, dem Reichstage für die dem Tabakgewerbe so günstige Erledigung der Steuerfrage Dank zu wtffen, welcher Anschauung die Versammlung beipflichtete. Auf Vorschlag des Herrn Fliak-Frankfurt a. M. wurde ferner be- schloffen, dem Herrn Reichstagsabgeordneten Freese- Bremen ein BegrüßungS- und Danktelegramm zu senden, was auch sofort ausgeführt wurde. Zu Punkt 3 der Tagesordnung: Stellungnahme zum Gesetzentwurf, betr. Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbes, erstattete Herr SyndicuS Schloßmacher das Referat, und Herr Landgraf- Stuttgart das Correferat, wobei sehr weit auseinandergehende Anschauungen über diesen Punkt zu Tage traten. Es wurde aus diesem Grunde beschloffen, von Vereinswegen vorläufig eine bestimmte Stellung nicht einzunehmen, sondern in einer der nächsten Sitzungen des Gesammtvorstandes und der Abtheilungsvorstände auf den Gegenstand zurückzukommen. Auf Antrag deS Herrn C. Muhle ssn.-Hamburg auf Einfügung eines Paragraphen in daS Vereinsstatut, bezüglich der Ausschließung eines Mitgliedes aus dem Tabakveretn, wurde beschlossen, der Einfügung folgende Fassung zu geben: „Der Ausschluß eines Mitgliedes aus dem Verein kann erfolgen, wenn dasselbe in Concurs geräth, oder der bürgerlichen Ehrenrechte verlustig erklärt wird, oder fick durch eine wissentliche Schädigung der gemeinsamen Interessen des deutschen Tabakgewerbes oder des deutschen TabakvereinS der Mitgliedschaft unwürdig macht. Der Ausschluß erfolgt tzurch Beschluß des Veretnsvorftandes." Nachdem sich noch die Herren Kranefuß, Bach und Böckelmann (Herford) über die Bekämpfung der Vorliebe der Raucher für helle Farben ausgesprochen, und die Versammelten den gehörten Anschauungen beigepflichtet, schloß die Versammlung mit der Vornahme von Wahlen. Schwurgericht. W. Gieße«, den 15. Juni 1895. Heule Vormittag 9 Uhr eröffnete der Vorsitzende, Herr LandgerichtSrath Hellwig, die Sitzung deS Geschworenengerichts. Zur Verhandlung kommt die Sache gegen Peter Rink auS Gießen wegen Brandstiftung. Die Anklage vertritt Herr Staatsanwalt Zimmermann. Die Verthei- . digung führt Herr Rechtsanwalt Katz. Es sind 11 Zeugen j zu vernehmen. Der am 19. April 1860 geborene Ange- ! klagte ist der ihm zur Last gelegten Strafthat geständig, i Derselbe ist von 1886 bis 1894 auf dem Fernie'schen Braunsteinbergwerke bei Gießen, zuletzt als Oberknecht, beschäftigt gewesen und war mit dem Obersteiger Gibb, welcher ebenfalls dort thätig ist, in fortwährende Differenzen gerathen und infolge davon will er seinen Dienst bei Fernie aufgegeben haben. Später war der Angeklagte bet der Gießener OmnibuS-Gesellschast bedienstet und benutzte nun einen freien Tag, nämlich den 2. April d. I., um sich Nachmittags erst Courage zu trinken und dann beim Dunkelwerden nach dem Fernie'schen Werke zu gehen und dort aus einer Hütte, nachdem er deren Thür erbrochen, die tagsüber dem Verwalter Gibb als jeweiliger Aufenthaltsort diente, den Ofen rc. zu entfernen, dann häufte er in derselben zusammengesuchtes Papier rc. und steckte daffelbe in Brand, so daß dadurch die Hütte, in welcher sich 1 Pfund Schießpulver und eine Flasche Säure befand, total niederbrannte und ein Schaden von ca. 120 Mk. entstanden ist. Der aus Vergeßlichkeit In der Nähe des ThatorteS stehen gebliebene Spazierstock des Angeklagten wurde dessen Verräther. Die Anklage nimmt als Motiv der That an, daß Rink aus Rache gegen den Verwalter Gibb, resp. aus Bosheit gegen diesen das Feuer angelegt habe. Angeklagter bestreitet dieses Motiv, kann aber einen anderen Grund nicht angeben, er gesteht aber zu, nicht betrunken gewesen zu sein, er habe wenigstens noch gerade gehen können. Angeklagter erkennt den auf dem Ge- richtStisch liegenden Stock als sein Eigenthum an, den er am Thatorte vergessen hatte. Nach Verlesung des Augenschein- protocolls wird dem Angeklagten Vorhalt gemacht, wie gefährlich sein von der Kletn-Ltndener Chaussee zurückgelegter Weg im Dunkeln war, ob er nicht von vornherein die Absicht gehabt habe, das Häuschen von Gibb anzuzünden. An- geklagter bestreitet dies. Angeklagter gesteht zu, an dem Abend seinen Hut verloren zu haben, er weiß aber nicht wo. Die Geschworenen haben die an sie auf Grund des § 308 des R.-Str.-G. an sie gerichtete Schuldfrage wegen Brand- stiftung bejaht, dem Angeklagten aber mildernde Umstände zugebilligt. DaS Urtheil lautete auf 1 Jahr Gefängniß unter Anrechnung von 1 Monat der erlittenen Untersuchungshaft. Zur Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte, welchen Antrag die Staatsanwaltschaft auf die Dauer von 3 Jahren gestellt hatte, fand der Gerichtshof keine Veranlassung. CocaUs unb Gieße«, den 15. Juni 1895. * Schwurgericht. Für die kommende Woche find vom Vorsitzenden des Schwurgerichts außer dem am Montag bereits anstehenden Fall Sommer folgende Sachen zur Verhandlung anberaumt worden: Dienstag den 18. Juni Carl Plank, Gießen (Sittlichkeitsverbrechen)- Ankläger: Staatsanwalt Zimmermann, Vertheidiger: Rechtsanwalt Grünewald. Donnerstag den 20. Juni Johann Zinn, Brauerschwend (Meineid); Ankläger: Staatsanwalt Zimmermann- Vertheidiger: Rechtsanwalt Dr. Rosenberg. Freitag den 21. Juni Conrad Hildebrand und fünf Genossen von Nieder-Wetsel (Sittlichkeitsverbrechen); Ankläger: Staatsanwalt Koch - Vertheidiger: Rechtsanwalt Grünewald und Rechtsanwalt Dr. Jung. * * Vom Laudesgewerbeverei«. In welch hohem Maße Se. Königl. Hoh. unser Großherzog dem einheimischen Gewerbestand und insbesondere dem Kunstgewerbe sein Interesse und seine Aufmerksamkeit zugewendet hat, ist erst neuerdings durch die Aussetzung von 8 Preisen im Betrage von zusammen 600 Mk. für gute Leistungen im Kunsthandwerk u. f. w. an Schüler gewerblicher Schulen in der deutlichsten Weise zu Tage getreten. Einen neuen Beweis für feine Theilnahme an den Bestrebungen des hessischen Gewerbewesens hat Se. Königl. Hoh. der Großherzog dadurch gegeben, daß er zahlendes Mitglied des Landesgewerbveretns und des Ortsgewerbvereins Darmstadt geworden ist. * * Kuustverei«. Die Ausstellung im Thurmhaus am Brand hat in den letzten Tagen fünfzig neue Bilder erhalten- wtr beschränken uns für heute aus die Bemerkung, daß darunter viel Gutes und sehr Gutes enthalten ist, wenn uns auch einige Vertreter „modernster" Auffassung und Malweise weniger befriedigen. • * MittelrheinischeS Turnfest. Der mit am meisten beschäftigte Ausschuß, der Musik- und Vergnügungs- Ausschuß, hat seine Thätigkeit fast vollendet und Alles wohl vorbereitet. Mit Ausnahme eines einzigen Vereins ist es gelungen, sämmtliche hiesigen Männer-Gesangvereine zu einem zu verschmelzen, der Herrn Franz Bauer zu seinem Festdirigenten ernannt und ein gewähltes Programm zusammengestellt hat. Da wir uns nun gerade auf musikalischem Gebiete befinden, berichten wir weiter, daß außer den Männerchorleistungen auch für die Gesänge bei der Fidelitas, die von der Allgemeinheit gesungen werden sollen, ausreichend gesorgt ist. Neben kernigen Turner- und Gesellschaftsliedern findet der Humor in harmloser, tote auch sathrischer Form sein Recht, und tummeln zu diesem Zweck die besten Ge- und Verlegenheitsdichter den Pegasus. Zwei stattliche Militärcapellen, die 115er und 116er, zu denen noch eine gute hiesige Civilcapelle kommt, sorgen ausreichend für Ohrenschmaus, letztere auch für die tanzlustigen Jungen und Alten. Doch nicht allein für das Ohr ist gesorgt- auch die anderen Sinne finden vollkommen beim Fest ihre Befriedigung. ES hieße jedoch aus der Schule plaudern, wollten wir uns hier zu weit in die Details vertiefen - es gtebt ja Genüsse, die lassen sich nicht schildern, die muß man miterleben, und zu diesen gehört und soll gehören daS Leben und Treiben auf dem Festplatz, in der Festhalle und auf dem Juxplatz. Gut Heil! * * Gießener Radfahrverei«. Der morgen stattfindende Corso anläßlich deS 10jährigen Stiftungsfestes deS Gießener Radfahrvereins stellt sich auf der Südanlage mit der Spitze „Cafe Hettler" auf und bewegt sich durch SelterSweg, Kreuze Marktplatz, Schulstraße, Reuen Baue, Gartenstraße nachdem Festplatz am Schützenhaus. * * Israelitische Eultu8verei«igu»g. Wie uns von zuver» lässiger Seite mitgetheilt wird, ist Herr Dr. Hirsch selb von der Großh. Regierung als Rabbiner der Culiusvereinigung der Provinz Oberhessen bestätigt worden. * * Warnung. Die jetzt wieder herangekommene Zeit der Reife der Kirschen veranlaßt uns, dringend vor dem Verschlucken der Kirschkerne zu warnen, da erfahrungsgemäß alljährlich Todesfälle Vorkommen, welche auf das Verschlucken von Kirschkernen zurückzuführen sind. * * Die Starke der Garuifoueu der fünf größten hessischen Städte ist in einer von Großh. Ministerium veröffentlichttn Zusammenstellung wie folgt angegeben: Mainz 8160 Mann, Darmstadt 4960 Mann, Gießen 2180 Manu, WormS 640 Mann, Offenbach 620 Mann. * * Das vierfache F. Wie der Turnvater Jahn sich die vier Eigenschaften der Turner, welche durch das vierfache F ausgedrückt werden, gedacht hat, geht aus einer Mittheilung hervor, die jetzt nach den Aufzeichnungen einer Jahn persönlich befreundeten Dame gewacht werden. Die Auslegung der vier Worte „Frisch, Frei, Fröhlich, Fromm" lautet auS Jahns Munde folgendermaßen: Frisch nach dem Rechten und Erreichbaren streben, das Gute thun, das Bessere bedenken und das Beste wählen. Frei sich halten von der Leiden-chaft Drang, von des Vorurtheils Druck und deS Daseins Aengsten. Fröhlich die Gaben des Lebens genießen, nicht in Trauer vergehen über das Unvermeidliche, nicht in Schmerz erstarren, wenn die Schuldigkeit gethan ist und den höchsten Muth fassen, sich über das Mißliche der besten Sache erheben. Fromm die Pflicht erfüllen, leutselig unb volkltch, und zuletzt die letzte, den Heimgang. Dafür werden sie gesegnet sein mit Gesundheit des Leibes und der Seele, mit Zufriedenheit, so alle ReichthÜmer aufwiegt, mit erquickendem Schlummer nach des Tages Last und bet des Lebens Müde durch sanftes Entschlafen. * * Gartenbauausstellung in Darmstadt. Bei der am 27. d. M. ihren Anfang nehmenden Ausstellung des Gartenbauvereins zu Darmstadt sind auch eine Anzahl Ehren- und Geldpreise zur Prämiirung von Arbett vorgesehen, die von Gärtnerlehrlingen eingeschickt werden. Diese Arbeiten können in verschiedenen Bindereien, als Kränzen, Bouquets in natürlicher und künstlicher Form, Tafelaufsätzen rc., sowie in Gartenplänen bestehen. Dieselben müssen bis spätestens 23. Juni bei dem Präsidenten des AuSstellungscomitäs, Herrn Rentner H. Müller in Darmstadt, angemeldet und bis spätestens 26. Juni im Ausstellungslocal eingeliefert werden, und sind mit einer Beglaubigung von Seiten des betreffenden Lehrherrn, daß die Arbeit von dem Lehrling selbständig ausgeführt ist, zu versehen. * *P.A. LS jährige Eriuneruugsfeier au das Jahr 1870 in Darmstadt. Zur Erleichterung eines regen Verkehrs unter den früheren Soldaten der einzelnen Truppentheile wird der Festplatz, ausgenommen die große Festhalle, in Appellpl-ätze getheilt. Die Appellplätze der Regimenter rc. find durch Plakate bezeichnet und nicht durch Spaliere begrenzt. Jedem Appellplatz ist ein Thetl der zunächst stehenden Bierhallen zugewiesen. Wenn z. B. ein Artillerist vom Jahrgang 1884 seine Kameraden begrüßen will, so sucht er in den Nachmittagsstunden des 18. August den Appellplatz des Großh. Artillerie - Corps auf. Ebenso befinden fich auf besonderem Appellplatz die Veteranen des 1. Jäger Bataillons, ganz gleich, ob dieselben „Hassia"-Mitglieder sind ober nicht. Jedem, der eine Festkarte besitzt, ist der Zutritt zu den Appellplätzen stets gestattet. ** Der Getreidemarkt. (Berichtswoche vom 7. bis 14. Juni.) Die Lage des Getreidemarktes war in der letzten Woche schwankender Tendenz, bald fest, bald weichend, weil zuweilen ein starkes Angebot, zumal an Weizen und Roggen, hervortrat, und dabei dennoch die Befürchtungen fortdauern, daß in Deutschland, Rußland, Oesterreich-Ungarn und Nordamerika die kommende Ernte wegen dünnen Bestandes nicht so gut wie die vorjährige ausfallen dürfte. Die (Steigerung deS Angebotes vor der Ernte kann daher nur dadurch erklärt werden, daß die Baisse Speculante« verzweifelte Anstrengungen machen, um die Preise zu drücken, oder daß thatsächlich noch viele Vorräthe vorhanden find. Bedeutende Preisrückgänge fanden übrigens nicht statt, sondern es wurden die Käufe nur unter Preisdruck mit etwas Nachlaß abgeschlossen. In Berlin und Leipzig wurden gekauft: Weizen per 20 Centner für 150 dis 164 Mk., Roggen für 130 bis 136 Mk., Gerste für 108 bis 160 Mk. und Hafer für 122 bis 148 Mk. je nach Qualität. Münster, 14. Juni. Auf einem mit Heu beladenen Wagen des H. Scho mb er auS Ettingshausen saßen dessen Frau und dreijähriges Söhnchen. An einem kleinen Abhang stürzte der Wagen um; die Frau brach beide Beine, während das Kind mit bloßem Schrecken davonkam. %• Bad-Nauheim, 14. Juni. Nach einer soeben fertig gestellten amtlichen Zusammenstellung wurden in der Woche vom 7. bis zum 14. Juni 934 Kurfremde angemeldet. Hierzu 3707 Bestand am 7. Juni, ergtebt in Summa 4641 - davon waren am 14. Juni noch 2887 anwesend. E. Echzell, 14. Juni. Die fiscalischen HeugraS- Versteigerungen in den Gemarkungen Berstadt, Bisses und Echzell haben befriedigende Preise gebracht, denn die Erlöse gingen 30—40 Procent über die vorher vorgenommenen Taxattonen hinaus. Die Steigerer werden ihre Rechnung aber doch finden - denn das Futter steht prachtvoll und wird voraussichtlich mehr an Gewicht geben als angenommen worden ist. Man hat seit Jahren kein so gutes, reichliches HeugraS auf den Wiesen gesehen, rote im laufenden Frühjahr. n. Stade«, 13. Juni. Bei der heute hier abgehaltenen HeugraSverfteigerung wurden irn Durchschnitt 17 Mk. fßr den Morgen gelöst. Der Durchschnittsertrag von einem Kunst-Ausstellung, »’“Ä Ä nähme deS Samstags, von 11 bis 1 Uhr, am Mittwoch und Sonntag auch noch von 3 bis 5 Uhr. — ®i.ntrU»nP«f(1i8 Nichtmitglieder an Werktagen 50 Pfg-, an Sonntagen 20 Pfg. Verfemt, Can», «nd Vole-evirthichaft. 15. Juni. Marktbericht. Not dem heutigen mnrhivrmnrft kostete Butter or- 8ßfb- •* 0,75— 0,80, Hühnerrer pr St. 0 A, 2 St. 11—12 A, Enteneier pr- St. 6 A, Gänseeier pr-Sl. 10-11 A, Ätfe pr 6t. 5-8 A, Memctte vr. 6t 3 A, »rb> - nr. Liter 15 A, Ansen pr. Liter 26 A, Tauben pr. Baar «*0,6 bis 0 75, Hühner pr- Stück 0,80 bis 1 -10, t^nc.rr,pT* 4, l'oo 130, Enten pr. St. JL 1,50—1,80, 72—76 A, Kuh-u. Rindfleisch pr. Psd. 66—68 A, Slhwein-fleisch pr Psd. 60—70 A, Kalbfleisch pr. ‘ Psd. 60-70 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 6,00-8^00-*, Wettztt. or. Stück —A, Zwiebeln pr. Eentner 9,00—10,00 JL, Ml Iw pr. Liter 16—20 A, Kirschen pr. Pfund 20-30 A- Temhieratur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeffen am 15. Juni, zwischen H und 12 Uhr Mittags Wasser 15°, Luft 11° im Schattm. Rübsamen'sche Bade- und Schwimmanstalt. 25 Pfg. n Pfg- 2 H 38 40 60 2 Ä 1 50 23 46 21 20 42 40 63 21 22 38 40 42 36 solchen wird sich auf 15 bis 18 Centner stellen, sodaß also die Futterpreise den Fruchtpreisen doch einigermaßen entsprechend sind. , n. Stammheim, 13. Juni. Hier wurde eine Bieh- Aersicherungskasse gegründet, die 31 Mitglieder zählt, welche 250 Stück Rindvieh angemeldet haben. Die Kaffe zahlt bei unverschuldetem Fallen eines Stückes eine Entschädigung von 70 pCt. des eingeschätzten Werthes. § Ilbeshausen, 13. Juni. DaS heute über unsere Gegend von NöSberts herkommende schwere Gewitter sogar zwei Gewitter) hielt längere Zeit über unserer Gemarkung an und hat daS Hagelwetter bedeutenden Schaden angerichtet, auch in der Gemarkung Lanzenhain. Am meisten ist das Korn beschädigt, etwa der .> verbinden. — Lukasgemeinbe. t Dm 8. Juni. Otto Michael, Kaufmann zu Düffeldorf, und Clara Dern, Tochter des HauptfleueramtS-Rendantm Johannes Der» zu Gieße». .. . Dm 9. Juni. Heinrich Ludwig Steinbrecher, Schneider, und Marte Wilhelmine Wagner, Tochter des Bahnarbeiters Johannes Wagner zu Gießm. r Dm 12. Juni. Heinrich Volk, Bremser, und Elisabeth Kollmer zu Gießm, Tochter des verstorbmm Maurermeisters Peter Kollmer von Wald-Michelbach. , .. Denselben. Anton Koch, Wirtb, und Margarethe Schneider zu Gießen, Tochter deS verstorbenen Zimmermanns Georg Balthasar Schneider von Nteder-Beerbach. Johannesgemeinde. Den 12. Juni. Carl Emil Wilhelm Eduard Felsing, Chemiker zu Gießm, und Thekla Rispel, Tochter des zu Nidda verstorbenen Postmeisters Heinrich Nispel. Militärgemeinde. Dm 8. Juni. Friedrich Nemitz, Vtcefeldwebel, und Margaret de Wißner, Tochter des verstorbenm Zieglers Jakob Wißner zu Gießen. SHantie« Matthäusgemeinde. Den 9. Juni. Dem Stations-Asstsientm GeorglFrank eine Tochter, Lina Elisabeth, geboren den 23. März. . Den 14. Juni. Ein unehelicher Sohn, Otto Robert Victor Max, geborm den 14. April. MarkuSgemeinde. Dm 9. Juni. Dem Apotheker Fritz Spies eine Tochter, Marth- Karoltne Olga, geboren den 10. April. Lukasgemeinde. Den 12. Juni. Dem Bremser Johannes Dechert eine Tochter. Thekla Marie Lina, geboren den 19. Mai. Beerdigte. Matthäusgemeinde. Den 10. Juni. Christian Tränkner, Schreinermeister, 46 Jahre alt, starb den 8. Juni. MarkuSgemeinde. , Dm 11. Juni. Karl Cämmerer, Musiklehrer, 57 fJahre jut, Dm^l2.^Juni. Johann Georg Weber, Schreinermeister, alt 72 $ s£n Wilhelm Friedrich Seifert, Buchbinder, 31 Jahre alt, starb den 12. Juni. Lukasgemeinde. Den 12. Juni. Fritz CorvinuS, Küfer, alt 44 Jahre, starb dm 10 3$t‘n 13. 3uni. MIM,, fielt, s-b. WUt-e de» Leder- Händlers Christian Keil, alt 56 Jahre, starb den 11. Juni. Johannesgemeinde. Den 9. Juni. Wilhelm Bernhardt, Sohn deS W-gmputzcrs Philipp Bernhardt, 15 Jahre alt, starb dm 7. Juni. Joh. Kd. Belte v. Kirch-GönS, F. Schön o. Ruttershausm, W. Weitzel v. Lang-Göns W. Steinmüller v. Lang-Göns Aug. Deibel v. Wieseck und G. Jacoby v. Alten-Buseck 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bei G. Jacoby v. Alten-Buseck Balth. Christ. Ww. v. Wieseck u. Wilh. Fabel von Wieseck Der Brodverkäufer. Dieselbm Preise wie bei den hiesigm Bäckern. Gießen, den 15. Juni 1895. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Wolff, Regierungs-Affeffor. 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod Roggm-Schwarzbrod bet Ernst Muth Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod. . . . • • Roggen-Schwarzbrod bei Ernst Muth u.W.Amend . Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod Der auswärtigen Bäcker. Kg. (2 Pfd.) Weißbrod bei W. Weitzel von Lang-Gons Aug. Deibel von Wieseck u Wilh. Fabel von Wieseck Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bei Gg.Ant. Heuser von Gr.-Linden L Schmidt von Gr.-Lindm W. Weitzel von Lang-GönS 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrod bei Gg.A. Heuser v. Gr.-Lindm Louis Schmidt v. Gr.-Linden, Schiffsnachvtchten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertretm durch die Agentm Carl Soos und I. M. Schulhof. Bremen, 14. Juni. isPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Lahn, Capt. H. Hellmers, vom Norddmtschm Lloyd in Bremm, ist gestern 11 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 14. Juni. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Salier, Capttain Richter, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 12 Uhr Nachts wohlbehalten in Newyork angekommen.______________ ___ AMSKWg aus den Stande»arut»regifter» Per Stadt »ietzeu. Unfgehote. Juni: 11. Konrad Steinbach, Platzmeister dahier, mit Maria Elisabeths Linn Hierselbst. 12. Ludwig Emil Petry, Maschinmfuhrer zu Wetzlar, mit Margarethe Trechsler zu Wetzlar. 12. Moritz Blumenfeld, Kaufmann zu Kirchhain, mit Blank« Bauer zu Gießm. 12. Christian Karl Franz Wilhelm Grothe, Brennmeister zu Gießen, mit Elisabethe Ftßler zu Grünberg. 13. Eugen Belz, Hilfs-Wetchen- steller dahier, mit Eltsabetha Wagner Hierselbst. «heschltestuugau. c Juni: 8. Otto Michael, Kaufmann zu Elberfeld, mit Clara Elisabeth Helme Dern bierselbst. 8. Friedrich Wilhelm Martür Nemitz, Vtcefeldwebel dahier, mit Margarethe Wißner hterselbst. 8. Heinrich Emil August Schirmer, Fabrikant dahier, mit Anna Freiin v. Ricou Hierselbst. 12. Heinrich Volk, Bremser dahier, m Elisabeth Kollmer Hierselbst. 12. Georg Hahn, Kutscher dahier, mit Georgine Katharine Falk von Rixfeld. 12. Johann Rackl, Schneider ; dahier, mit Elise Föhl Hierselbst. 12. Anton Koch, Wirth dahier, mit Margarethe Schneider Hierselbst. 12. Carl Emil Wilhelm Eduard Felsing, Chemiker dahier, mit Thekla Nispel hterselbst. •eeotem* Juni: 4. Dem Reisenden Ferdinand Drebes ein Sohn, Wilhelm Friedrich Martin. 6. Dem Schwimmlehrer Andreas Rödel eine Tochter, Luise. 7. Dem Postaushilfsbotm Heinrich Deckmann ein todtgebormes Kind weiblichen Geschlechts. 8. Dem Locomotivheizer Georg Beling eine Tochter. 9. Dem Kaufmann Carl Textor ein Sohn, Karl Paul. 10 Dem Qber-Post-Assistmten Carl Sehrt eine I Tochter. 11. Dem Universitäts-Professor vr. Karl Elbs eine Tochter, Gestordeme. Juni: 7. Wilhelm Bernhardt, 15 Jahre alt, Tapezierlehrling I dahier 8. Christian Tränkner, 46 Jahre alt, Schreinermeister I dahier. 8. Heinrich Seipp, 57 Jahre alt, Schuhmachervon Hattenrod. I Z Moses Stein, 80 Jahre alt, Rmtner dahier. 9. Fritz Corvinus, 44 Jahre alt, Küfer dahier 10. Carl Cämmerer, 58 Jahre e t, I Musiklehrer dahier. 10. Johann Georg Weber, 72 Jahre alt, I Schreinermeister dahier 10. Emma Marie Karoline Margarethe I Klein, 2 Jahre alt, Tochter von Locomotivführer Wilhelm Klein dahier. I 11. Minna Keil, geb. Vogt, 56 Jabre alt, Wwe. von Lederhändler I Christian Jakob Keil dahier. 12 August Wilhelm Friedrich Seifert, I 31 Jahre alt, Buchbinder dahier. 13. Wilhelm Deutschmann, I 35 Jahre alt, Kaufmann von Bernau bei Berlin, lf. Christian I Dörtnger, 44 Jahre alt, Cigarrenarbeiter von Wieseck. 14. Heinrich I Schneider, 40 Jahre alt, Straßenkehrer dahier. Bekannnnachang. Wir bringen hierdurch zur Kenntniß der Quartierträger, daß die Vergütungen für die vom 9. bis 22. Mai dahier stattgefundene Einquartierung von heute ab an den gewöhnlichen Zahltagen bei der Stadtkaffe erhoben werden können. , t ± , Bis zum 1. Juli nicht abgeholte Beträge weroen den betreffenden Quartierträgern gegen eine Vergütung von 10 Pfg. zugestellt. Gießen, den 12. Juni 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 5312 Gnauth. Mobiliar-Versteigerung., Dienstag den 18. d. Mts., Nachmittags l«/8 Uhr, werden Wolfstratze 9 dahier (Ecke der Grünbergerstraße) nachfolgende Mobiliar- Gegenstände geg. Baarzablung versteigert: Tische, Stühle, Betten, SophaS, Commode mit Glasaufsatz, Kleider- schränke, Nacht- und Waschtische, Weißzeug, Bilder und Spiegel, ein Regulator, mehrere andere Uhren, > eine sehr gut erhaltene, große Spiel- dose, HauS- und Küchengeräthe jeder Art. I. A.: 5309 Schneider, Gerichts-Taxator. G. F. F. F. G. F. Abfahrt «ach Lollar 1O'|8 #t Dm. Zusammenkunft: IO Uhr am Bahnhof. Fahrpreis 3. Klaffe 35 M für Hin- uud «Wahrt Das Commando Gießener freiw. Feuerwehr: Freiw. Gail'sche Feuerwehr: Gail. L o o s. Uniform: Tuchrock. 5308 Kaufmännischer Verein Gießen. Außerordentliche General-Versammlung «m Dienstag, deu S5 Juni I8S5, Abends 9 Uhr, im Vereinslocal. Tagesordnung: 1. Bericht der in der ordentlichen Generalversammlung vom 27. April gewählten Commission. 2. Ersatzwahl eines Schulcommissionsmitglieds. 3. Weitere Anträge, welche nach § 50 vier Tage vorher bei dem Vorstande schriftlich einzureichen sind. Um zahlreiches Erscheinen wird höflich gebeten. »292 Der Vorstand. Heugras-Berfteigerung /L) vom 13. und 14. Juni von den Domanialwiesen ist genehmigt und können die Abfuhrscheine bei Gr. Rentamt Gießen vom 19. d. M. an abgeholt werden. 5303 Gießen, den 14. Juni 1895. Gr. Oberförsterei Gießen. Block. Hengras, 5318 379 Klftr., in der Etephans- mark zu verk. Basch, Loberstr. 5, II. J. H. Fuhr 25 Sonnenstraße 25 empfiehlt in großer Auswahl: Herren-Shlipse, Kragen n. 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Zum Schluß der Vorstellung zum ersten Male: 5206 Die Mühle im Bothethale. sermietyunge«. 6316] Ein Schnrerboden in ver- »tetben.___________Dammstroße S. 5296] Der zweite Stock, Srstnverger» Oeaße 43. ist zu vermietben_________ 5302] Kleines Logis zu vermiethen- ___________________Steinstrotz« 73. 5286] Freund!. Familienwobnung zu oermiethen. Sch ützeustratze 17. 5283] Kleines Logis an ruhige Leute ja vermietben.______Nenenweg 58. 52851 Mittlerer Stock meines Hauses, Mlieestratze 17, neu bergerichtet, sowie Pferdestall, sofort zu vermiethen. _______________August Wehn. 5277] In meinem Neubau, Aronk- fmtievstt. 69, ist eine Wohnung v- 3 Zim. « all. Zub. sof. zu verm. Näh, «deestr. 6. 5310] Kleines möblirtes Zimmer mtt Soft zu vermiethen. Lindenplatz 7. 5305] Ein freundl. mSblirteS wimmer zu vermiethen. Wolkengaste 16. 5310] Kleine Mansardenwohnung mtt Wafferleitung zu vermiethen. W. Aerder, Kirchenplatz 11, m. Icrmischte Anzeigen. B. K. Der für den 16. er. vorgesehene Ausflug nach Kloster Arnsburg stndet nur statt, wenn die Witterung das Sitzen im Freien gestattet. 5315 mässigen angefertigt h ren, Quittungen, Briefköpfe Wechselfamiulare etc.