1895 Drittes Blatt N«. 139 Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gieren 1 chratisöeitage: chießener Aamilienbtätter kanatsconferenz auf Montag den 24. Juni hat verlegt werden muffen. Wahl. Sonntag den 16. Juni Lnnahmc von Anzeigen zu der Nachmittags für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Sonn. 10 Uhr. Sitzung der Stadtverordneten am 14. Juni 1895. Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, Herr Beigeordneter Grüneberg, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Brück, Emmeltus, Faber, Flett, Dr. Gut- fleisch, Heyligenstaedt, Helfrich, Hornberger, Jughardt, Keller, Löber, Orbig, Dr. Ploch, Petri, Scheel, Schmoll, Dr. Thaer und Vogt. , ,r - Herr H. Schaumberger hat um Erlaubniß zur Her- tellung einer Ueberfahrt nach seinem in den Rodtgärten ge- legenen Grundstücke nachgesucht. Das Gesuch wird unter Festsetzung der üblichen AnerkennungSgebühr aus Widerruf genehmigt. Herrn Joh. Fischer wird gestattet, eine Wafser- abführung in einen städtischen Fluthgraben am Schiffenberger- weg in der von der Baudeputatton näher beschriebenen Ausführung anzulegen. Das Gesuch des Braunsteinbergwerks um Et- laubniß zum Bauen einer Schmiede aus Fachwerk soll, da eS sich um ein außerhalb des Bebauungsplanes zu stehen kommendes Bauwesen handelt, ausnahmsweise befürwortet werden. „ , , 1£L Dem Gesuche des Herrn Th. Brück um Erlaubniß zur Errichtung einer Veranda an der Ecke der Schloßgaffe und des Canzleibergs wird unter dem Vorbehalt zugestimmt, daß diese Veranda innerhalb der Fluchtlinie beider Eckhäuser ^^Bei^dem'Baugesuch deS Herrn Carl Berg für die Waagengaffe handelt es sich um Dispensation von den Be- stimmungen der Bauordnung, welche vorschreiben das Frei- lassen eines Fünftels des Bauterratns und einer zwei Meter breiten Einfahrt. Die Versammlung beschloß, dem Anträge der Baudeputation beizutreten, welcher dahin geht, daß der geplante Lichthof als unüberbaut in Rechnung gestellt und von der Einfahrt abgesehen werden möge, dagegen soll zur Bedingung die Anlage eines Hydranten im Hose gemacht und als Baufluchtlinie die Ecken der beiden Nachbarhäuser angenommen werden. Q . , m ,, Nachdem vor ungefähr Jahresfrist Seitens deS Großh. Polizeiamts empfohlen worden, den Freibade platz den Rücksichten auf die Anwohner und Passanten entsprechend herzurichten, hat der „Verein für volksthümliche Wahlen" vor einiger Zeit um die Errichtung einer Halle und ständige Ueberwachung behufs Verhütung von Unglücksfällen nachgesucht. Die auf Grund der polizeilichen Anregung errichtete Halle hat einen Kostenaufwand von 180 Mk. ver- Deutsche» Reich. Darmstadt, 14. Juni. Aus London wird der „Darmst. Ztg." gemeldet, daß Ihre König!. Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin am Montag den 10. b. 9Rt8. daS Coventgarten-Theater, am folgenden Abend Dailys Theater und am Mittwoch den 12. dS. ein von. der Marchioneß of Londonderry veranstaltetes Ballfest besuchten. Für heute ist der Besuch einer Abendgesellschaft mit Concert in Buckingham Palace in Aussicht genommen. v Berlin, 15. Juni. Es ist sehr bemerkt worden, daß sich der Kaiser bei der Besichtigung deS Garde-Kürassier-Regi- mentS auffallend lauge mit dem französischen Militär- Atta chv unterhalten hat. Man bringt diese Auszeichnung mit der Zustimmung der französischen Deputirtenkammer zur Haltung des Ministeriums Ribot in der Kieler Angelegenheit und in der ostasiatischen Frage in Verbindung. — Die von bimetallistischer Seite angeregte internationale Währungsconferenz in Berlin scheint in ihrem Urzustände, dem eines bloßen Projektes, bleiben zu sollen. Wenigstens lauten die Erwiderungen, welche bislang von der Mehrzahl der Bundesregierungen auf die Seitens des Reichskanzlers gehaltene Umfrage in der Conferenz- angelegenheit etngegangen find, im Allgemeinen dem Zustandekommen der geplanten Münzconferenz keineswegs günstig. Wie die „Rat.-Ztg." erfahren haben will, verhält sich ein Theil der Bundesregierungen zwar nicht gerade ablehnend gegenüber dem Conferenzprojecte, aber man erwartet aus dieser Seite kein positives Ergebniß von emer solchen Eon- ferenz. Andere Bundesregierungen aber sollen sich mit Entschiedenheit gegen die angeregte internationale Währungs- conferenz unter Deutschlands Vortritt ausgesprochen haben, und von weiteren Regierungen, unter ihnen solche größerer Bundesstaaten, von denen eine Antwort noch nicht vorltegt, ist bekannt, daß sie ebenfalls mit Nachdruck widersprechen. Die oben genannte Zeitung zieht aus dieser Sachlage den Schluß, daß Reichskanzler Fürst Hohenlohe, wenn er trotzdem die Einladung zu einer internationalen Münzconferenz in Berlin ergehen lassen sollte, hierbei nicht auf die Zustimmung der Mehrzahl der einzelstaatlichen Regierungen rechnen könnte und somit das deutsche Reich nur einer empfindlichen Niederlage aussetzen würde. Vicrleijährigkr Aboimemcutspreirr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 50 Pfg. Redactton, Expedition und Druckerei: Schutstratze -Kr.7. Fernsprecher 51. darf man auf eine sehr starke Beschickung von auswärts | rechnen und so dürfte ein gutes Resultat schon jetzt mit Sicherheit anzunehmen sein. Außerordentlich rege und eifrig werden auch die Vorbereitungen der großen Jubelfeier der Jahre 1870/ betrieben. Die einzelnen Ausschüsse sind in großer Thatigkeit und fast täglich wird daS reichhaltige Programm noch durch Zufügungen ergänzt. Ein großer Festzug, voraussichtlich am 18. August, soll der Jetztzeit die Entwickelung der hessischen Armee seit dem 15. Jahrhundert in mehreren costümirten Gruppen veranschaulichen. Aus ganz Hessen sind die Veteranen der glorreichen Kämpfe geladen und man rechnet auf einen Andrang von vielen Tausenden. Dann ist noch die Feier der Grundsteinlegung für das Denkmal Ludwigs ^-geplant, doch verlautet über den Termin noch nichts ganz Bestimmtes. Auch soll auf dem Exercierplatz ein großes Volksfest stattfinden, das Jung und Alt Gelegenheit zu einer geselligen Feier in größtem Stile geben soll. Nähere Einzelheiten zu melden, fei uns für später überlassen, nur sei noch bemerkt, daß bereits Einzeichnungslisten für Beiträge zur Kostendeckung Für Sonntag den 7. Juli plant eme Anzahl von sportS- freundlichen Herren eine eigenartige Veranstaltung in.größtem Stile. Auf der Rennbahn bei Kranichstetu, wo auch der hesfische Reiterveretn seine Sportskämpfe auSficht, soll an dem Igenannten Tage ein großes Wettrennen abgehalten werden, mit dem nach dem vorläufig entworfenen Programm ein großes Volksfest ^verbunden werden soll. Nach einer Meldung der „Neuen Hessischen VolkSblStter" sollen für mehrere Tausend Personen Sitzplätze geschaffen werden, auch soll für Unterhaltung verschiedener Art gesorgt werden. Eine große Anzahl bekannter Herrenreiter soll ihre BethetUgung an dem Rennen zugesagt haben. Auch sind bereits Ehrenpreise beschafft, darunter ein „Darmstädter Bürgerpte S im Werthe von 1200 Mk., den einige Herren, die sich für die dauernde Einbürgerung deS RennsporteS in Darmstadt in- terefsiren, gezeichnet haben. Man bezweckt mit diesem Unternehmen offenbar, den Darmstädtern, die an Renntagen zu Hunderten nach Frankfurt pilgern, den Besuch von Rennen in Darmstadt häufiger zu ermöglichen, als dies seither übl ch war. Der Erfolg wird lehren, ob damit einem wirklich volksthümlichen Bedürfnisse gedient wird. Das Sommertheater sieht auch in der abgelaufenen Woche auf hübsche Erfolge zurück. Vor Allem erwiesen sich Zellers „Obersteiger" und die neu aufgeführte Operette Zumpes, „Farinelli", als Zug- und Kaffenstücke, und ebenso war die Aufführung der „Ehre" von Sudermann, die seiner Zeit schon daS Ensemble deS Herrn Reiners bargestellt hatte, ein großer Erfolg in jeber Hinsicht. Für ben heutigen Freitag ist Suppes „Bocaccio" und für morgen Max Halbes Liebesbrama „Jugenb" angekünbigt. Die Mitglieder des Ensembles finb burchweg tüchtige Kräfte unb so wirb wohl bie Sommersaison im Saalbau recht günstig ablaufen. Auch baö Orpheum im Skating-Ring erzielt hübsche Erfolge Vielleicht ist eS den beiben Unternehmungen zuzuschreiben, baß bis jetzt bie Zahl bet wöchentlich stattfinbenben Gartenconcerte keine große ist. Nur bie seit Jahren beliebten unb stets gut besuchten Sa al b au c on certe an den Donnerstag-Abenben haben bisher stattgefuuben unb natürlich ben üblichen Erfolg errungen. Am nächsten Sonntag finbet nun auch das große Sommer fest deS Männerchors „Huma nitas" statt, zu dem die größten Vorbereitungen getroffen find. Die Feier, Über deren Programm wir schon neulich berichteten, mußte seither der ungünstigen Witterung wegen verschoben werden. Die Ohly-Denkmal-Enthüllung ist nun definitiv auf 23. Juni anberaumt, die Ausstellung deS von unserem rasch bekannt gewordenen Landsmanne Ludwig Habich geschaffenen Monumentalbrunnens hat bereits in Neunkirchen begonnen. Die Betheiligung aus Darmstadt und dem Odenwalde wird jedenfalls colofsal. Aiutlicher Theil. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die nach § 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht un Freden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Auf- schlage von Fünf vom Hundert pro Monat Mai 1895 für den Lieferungsverband Gießen pro 100 Kg betragen: Hafer Mk. 15,23, Heu Mk. 5,50, Stroh Mk. 3,94. Gießen, den 13. Juni 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Alle Annoncen-Burcaux des In- und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Gießener Anzeiger Kmerat-Wnzeiger. Der Hießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener MamIkienStitter »erden dem Anzeiger »Schentlich dreimal beigelegt. Feuilleton. Wochrndrirse aus der Residen,. (Originalbertcht deS „Gießener Anzeiger".) Z. Darmstadt, 12. Juni. Jubiläum de» SartenbauvereiuS. SrimrerungSfeier für 1870. WeMeuueu und Volksfest. Allerlei. Ueber die für die Zeit vom 27. Juni bis 2. Juli in Aussicht stehende R of en aus ftellun g, die der hiesige Gattenbauverein miß Anlaß feines Jubiläums plant, haben wir unfern Lesern schon neulich berichtet. Heute können wir nun daS Berzeichniß bet bem Verein zur Verfügung stehenben Ehrenpreife bringen, bas einen recht stattlichen Umfang angenommen hat. Der Großherzog, bet bem Verein fett Jahren ein hulbvollet Ptotectot ist, hat eine mächtige silberne Vase in reicher cifeürter Arbeit, bie Großherzogin einen silbervergolbeten Pokal gestiftet. Prinz Wilhelm sandte eine große kostbare Broncevase, bie verwittwete Frau Prinzessin Battenberg einen reichverzietten Pokal, bie Gräflich Erb ach - Schönberg'schen Herrschaften stifteten zwei prachtvolle spanische Basen. Die Damen befl Vereins haben sieben kostbare Ehren- preise beigesteuert, bie meist werthvolle Gebrauchs- unb Luxus- -eaenstänbe darstellen. Der Verein selbst lieferte einen großen Silberpokal, bet Wormser Verein bei Rosenfreunde ein Silberbesteck, dazu kommen Ehrengaben des Stuttgarter, Mainzer GartenbauvereinS ufw., sowie die zahlreichen Gaben von einzelnen Freunden deS Vereins und seiner edlen Zwecke. Auch die landwirthschaftlichen Vereine erscheinen mehrfach unter den Gebern, sodaß man wohl behaupten kann, daß die Zahl der zur Vertheilung gelangenden Preise eine ganz außergewöhnlich große ist. Ein Theil der aufgezählten Prachtstücke ist zur Zeit in dem Laden der altbekannten hiesigen Firma Vietor ausgestellt und erregt bei allen Besuchern große Bewunderung. Ueber die Ausstellung selbst werden wir seiner Zeit an dieser Stelle ausführlicher berichten, jedenfalls Bekamttmachmlg, betreffend ben am 17. unb 18. I. Mts. zu Herchenhain abzuhaltenden Viehmarkt. Da die Maul- und Klauenseuche in Hartmannshain, Kreis Schotten, in größerer Ausdehnung herrscht, so hat das vroßherzoal. Kreisamt Scholten den auf Montag den 17. «nd Dienstag den 18. l. Mts. für Herchenhain bestimmt gewesenen Viehmarkt verboten. Gleichzeitig ist über bie verseuchten Gehöfte Gehöftsperte und über die Gemarkungen Harimannshain unb Herchenhain Gemarkungssperre »erhängt worden. Gießen, den 14. Juni 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern.___________ Gefunden: 1 Uhrkette, 1 Corallenkette, 1 Cigarrenspitze, 1 Regenschirm, 1 Rohrstuhl, 2 Metermaße, 1 Kinderschuh, 2 einzelne Handschuhe, 1 Kamm und 1 Gummiball. Gießen, den 15. Juni 1895. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Wolff, Regierungs-Assessor.__ Hausen, den 14. Juni 1895. Betreffend: Dekanatsconferenzen. Das Großh. evangelische Dekanat Gießen an die Herren Geistlichen des Dekanats. Ich theile Ihnen mit, daß wegen des Jahresfestes des Diakoniffenhaufes die auf den 19. ds. Mts. angesetzte De- ursacht, dessen nachträgliche Genehmigung auf Vorschlag des Herrn Oberbürgermeisters beschlossen wird. Herr Orbig bemerkte, daß die Ausführung der Halle eine verkehrte sei, man hätte die Halle mehr nach dem Wasser hin errichten, und nicht so breit, sondern gestreckter, ihrer ganzen Länge nach offen halten sollen, damit bequem vom Waffer auS dieselbe überblickt und allenfallsige Verunreinigungen oder Beschädigungen wahrgenommen werden könnten, auch würde sich irgendwo eine alte Treppe finden, auf welcher man bequem aus dem Waffer in die Halle gelangen könne, die Abortanlage sei schauderhaft. Der Herr Oberbürgermeister erklärt, Vorschläge darüber einfordern zu wollen, auf welche Weise die Sache besser gemacht werden könne. Um den Schülern der Stadtknabenschule die Benutzung des Volksschulbades auch während der Ferien zu ermöglichen, hat auf diesbezügliche Anregung der Schulvor- stand vorgeschlagen, die Anstalt täglich von 3 bis 5 Uhr unter Aufsicht eines Lehrers offen zu halten, die sachgemäße Vertheilung der Stunden auf die einzelnen Klaffen, im Falle Ueberfüllung eintreten sollte, durch den Herrn Oberlehrer besorgen zu laffen. Die Versammlung beschloß in diesem Sinne. Dem Gesuche des Bau- und Platzausschusses für die landwirthschaftliche Ausstellung um Ueberlaffung des Oßwaldsgartens, des Schulhofes der Stadtknaben- und Aliceschule, sowie letzterer selbst, des Souterrains der Stadtknabenschule für die Fischereiausstellung, der an den OSwaldS- garten grenzenden Theile der Nordanlage und Kirchstraße, des Platzes zwischen Nordanlage und Steinftraße zur Errichtung von Ställen und sonstigen Ausstellungsräumen wird stattgegeben, jedoch soll die beabsichtigte Straßenabsperrung nur für die Dauer der Ausstellung, nicht aber auch für die Bauzeit gestattet werden. Bedingung ist weiter die Befriedigung von allenfallsigen Ansprüchen der Anlieger, sowie die Reinigung der zur Verfügung gestellten Räume und Plätze auf Kosten der Ausstellung. Sowohl der Ausschuß für das Mittelrheinische Turnfest wie derjenige für die landwirthschaftliche Ausstellung haben befürchteter Störungen beider Veranstaltungen wegen um Verlegung der auf den 9. und 10. Juli bezw. 24. und 25. September festgesetzten Märkte nachgesucht. Es wird auf Antrag der landwirthschaftlichen Commission beschloffen, 1) den auf den 10. Juli anberaumten Vieh- und Krämermarkt ausfallen zu laffen, dagegen den auf den 9. Juli festgesetzten Viehmarkt abzuhalten, 2) den auf den 24. und 25. September festgesetzten Vieh- und Krämermarkt ausfallen zu lassen, dagegen den für den 9. October als Viehmarkt vorgesehenen Markt als Vieh- und Krämermarkt abzuhalten, denjenigen vom 10. October ausfallen zu lassen. — Herr Löb er fragt hierbei an, warum die Markrlauben noch nicht ihrer Bestimmung übergeben werden könnten. Herr Oberbürgermeister Gnauth bezeichnet dies als nicht ausführbar, so lange die Benutzung der Lauben, wegen deren ein Verbot gegen Benutzung des Linden- und Marktplatzes bezw. eine Bezeichnung derjenigen Plätze, an denen sonst feilgehalten werden dürfe, in Berücksichtigung zu ziehen sei, n'cht durch eine Marktordnung geregelt sei- eine solche umfangreiche und schwierige Arbeit habe aber aus Mangel an Zeit bisher noch nicht ausgeführt werden können. Dem veränderten Wirthschaftsplan über die W a l d u n g e n der Stadt Gießen für 1896/97 wurde zugestimmt. Die Firma Kaufs mann & C omp. hat für ihren Motorenbetrieb, durch deffen Erweiterung sie als größter Consument zu betrachten ist, um Gakpreisermäßigung nach« gesucht. ES wird beschlossen, den Gaspreis für Consumenten von jährlich über 10,000 cbm um 10% zu ermäßigen. Die Kosten für Auswechselung eines ca. 100 m langen, 65 mm weiten Gasrohres in der Alicestraße gegen ein 100 mm weites Rohr, im Betrage von 410 Mk., werden bewilligt. Die Fortsetzung der Wasserleitung in von den Hauptsträngen weiter entfernt liegende Grundstücke, Privat- oöer dem öffentlichen Verkehr noch nicht überwiesene neue Straßen wird gewöhnlich unter der Bedingung ausgeführt, daß von den um Anschluß Nachsuchenden ein jährlicher Wasser- prets entrichtet wird, welcher gleichkommt 10% der erstmaligen Anlagekoften. Diese Bedingung wollen erfüllen Anlieger nachstehender Strecken: a) Grünbergerstraße nach der Germania und dem dahinter liegenden Ronstadt'schen Hause, b) Frankfurterstraße nach der Köln Gteßener Bahn für L. Spieß, c) die nach dem Schiffenbergerweg, d) in die Heffenstraße, e) auf den Nahrungsberg, von der Licherstraße bis zum Volk'schen Garten und im wetteren bis zum Friedhöfe zwecks Errichtung einer Zapfstelle in dem höher gelegenen Theil desselben. Die Versammlung beschloß, die Fortsetzung der Leitung in den genannten Straßen alsbald ausführen zu lassen. Die Pläne nebst Voranschlag für die Wohnung des Maschinisten der Wasserleitung in Queckborn werden gutgeheißen, und die auf 13 600 Mk. veranschlagte Bausumme bewilligt. Der Bau soll an einen Generalunternehmer vergeben werden. Dem nunmehr zum Abschluß gelangten, sehr umfangreichen Vertrag zwischen der Staatsregierung und der Stadt, wonach die letztere gegen eine einmalige Abfindung von 90000 Mk. nebst dem zu dem Straßenkörper gehörigen Gelände die Unterhaltung der Staatsftraßen-Ortsdurchfahrten übernimmt, stimmte die Versammlung zu. In der Unterhaltung des Staats bleiben fortan nur die Lahnbrücke, die Lohmühlsbachbrücke und die Wteseckbrücken der Garten- und Frankfurter-Straße. Bezüglich der nachverzeichneten Gesuche um Erlaubntß zum WirthschaftSbetrieb spricht sich die Versammlung für Bejahung der Bedürfnißfrage aus: a) Ludwig Gonter für die Wirthschaft im Hause Wolsstraße 9, b) Joh. Friedr. Hehl für die Wirthschaft im Hause Bahnhofstraße 31, e) Hermann Koch fik die Wirthschaft im Hause Brand- gaffe 6, ä) I. H. Jhrtng für die Wirthschaft „Zur Liebigs- höhe" und LouiS FeldhauS für die Wirthschaft im Hause Liebigstraße 54. Foeok» hmö pteohjtelto, n. Großen - vuseck, 15. Juni. Am vorigen Mittwoch wurde hier das Jahresfest des lutherischen Missionsveretns für Oberhessen gefeiert, das sowohl Non Seiten der hiesigen Gemeinde alS auch von auswärtigen Mtsfionsfreunden sehr gut besucht war. Solche wären gewiß noch zahlreicher erschienen, wenn nicht das günstige Wetter viele Landleute unabweisbar an die so nöthigen Arbeiten gerufen hätte. Sehr hoch war es darum den Mitgliedern deS Klein-Lindener kirchlichen Musik- und Gesangvereins anzuschlagen, daß sie fast vollzählig erschienen waren und durch ihre allgemein mit höchster Anerkennung gehörten Vorträge verherrlichen halfen. Festprediger waren Herr Pfarrer Strack von Usenborn und Herr Pfarrer Cordes von der Lutherkirche in Frankfurt a. M., ein Sohn des bekannten Missionars und Seniors der Leipziger Mission in Indien. Den Missionsbericht erstattete in beiden Gottesdiensten Herr Missionar a. D. Just aus Dresden, der in meisterhafter Weise durch Beispiele auS seiner eignen, leider durch Krankheit unterbrochenen Missionsarbeit unter den Tamulen an der Hand von Cap. 22 des Evang. Matth, zeigte, wie die heutige Missionspraxis in Indien sich dem in diesem Capitel geschilderten Verfahren Jesu vielfach so ähnlich gestalte. Die gespannte Aufmerksamkeit, mit der die Versammlung allen den Rednern zu- hörte, bewies, daß diese den rechten Ton getroffen hatten. Den Rechenschaftsbericht über die Grundsatz: und den Zweck sowie über die Einnahmen des lutherischen Missionsvereins erstattete Herr Pfarrer Nies aus Melbach, der auch der Gemeinde Großen-Buseck den gebührenden Dank aussprach für die gastfreie Aufnahme des Vereins und die würdige Feier des Festes. Die Collecte ergab 72 Mk. 50 Pfg. ? Elpenrod, 12. Juni. Ein sehr schweres Gewitter entlud sich vorgestern kurz nach Mittag über unseren Ort und unsere Gemarkung. Wolkenbruchartiger Regen mit Hagel vermischt goß hernieder. Ein Blitzstrahl fuhr in das Wohnhaus des P. Braun. Der Strahl nahm seinen Weg durch das Wohnzimmer, lief an der Scheidewand zwischen Stube und Kammer entlang nach dem Ofen hin und von diesem hinab in den unter dem Wohnzimmer befindlichen Viehstall. Hier tödtete er die beiden Kühe des Braun, die dessen ganzen Vtehstand ausmachten. Er selbst wurde in der Wohnstube vom Schlag zu Boden geschleudert und leicht betäubt. Der Verlust ist für den Betroffenen umso empfindlicher, als Braun, ein Mitkämpfer in den beiden Feldzügen von 1866 und 1870/71, sich in recht geringen Vermözens- verhältniffen befindet und durch die Strapazen der Feldzüge arbeitsunfähig geworden ist. — Im ganzen Vogelsberg tobte an genanntem Tage schweres Gewitterwetter und erlitten die Saaten in manchen Gemarkungen durch Hagelschlag beträchtlichen Schaden. In Meiches fuhr ein Blitzstrahl in die Pfarrscheuer. Wohl stieg Rauch aus derselben auf, aber es entstand kein Brand, da die Scheuer leer war. Geinsheim, 11. Juni. Ein schauerliches Ereigniß meldet man von hier: Um die Abendzeit war der Dienstknecht L. von hier ausgefahren, um auf dem Kornsand einen Wagen voll Heu für seinen Dtenstherrn zu holen. Durch den hohen Wasserftand des Rheines waren einige Wiesen überschwemmt, die der Knecht durchfahren zu können glaubte. Allein vom Wege abgekommen, kam er an eine Vertiefung, in welcher das Fuhrwerk mit ihm verschwand. Die Hilferufe des Lerch wurden im nahen Nierstein vernommen und veranlaßten auch, einige Leute zur Rettung des mit dem Tode Ringenden herbeizulocken- doch kamen sie zu spät. Lerch und sein Pferd waren ertrunken, als man zur Stelle kam. Vernmischtes * Sich mittelst des Telephones Morgens wecken zu lassen, ist gewiß eine originelle Idee, von der man nicht erst zu sagen braucht, daß sie aus dem praktischen Amerika stammt. Ein erfindungsreicher, jedenfalls sich eines guten Schlafes erfreuender Yankee schlägt nämlich den dortigen Telephon- gesellschasten, die drüben bekanntlich Privatgesellschaften find, und daher den Wünschen und Vorschlägen des Publikums eher zugänglich sind wie anderswo, vor, gegen Entgelt das Wecken ihrer Theilnehmer an jedem Morgen zu übernehmen. Zu dem Zwecke müßte die Centrale eine Uhr mit großem Zifferblatt haben, auf welchem die Schaltstöpsel eines jeden weckbedürftigen Thetlnehmers so bei der gewünschten Stundenziffer eingesetzt würden, daß der kleine Zeiger bei der betreffenden Stunde passierend, einen Schleifcontact bildete und so die Anrufglocke des Thetlnehmers für einige Zeit in Alarm versetzte. Die geniale Idee ist jedenfalls noch der weitgehendsten Entwickelung fähig. Ein Phonograph könnte dann vielleicht gleichzeitig telephonisch dem bekanntlich so religiösen Yankee einen Morgenchoral zu Gehör bringen, vielleicht auch sein Bett telephonisch so beeinflußt werden, daß ein Verweilen in demselben zur Unmöglichkeit würde, für Amerika ja alles Kleinigkeiten. Immerhin hat die barocke Idee einen gesunden Kern insofern, als sie die noch mögliche anderweitige Benutzung von Telephon und Electricität erkennen läßt. Das Weckiystem ließe sich z. B. in Hotels ganz leicht arrangiren, wenn jedes Zimmer nur ein electri« sches Läutewerk besäße, dessen Drähte nach einer wie oben beschriebenen Centraluhr führten, wo deren Enden dem Wunsche des Reisenden entsprechend auf der Uhr eingestellt | würden, so daß baß Wecken sicherer und zuverlässiger als durch verschlafene Hausknechte erfolgte - vielleicht dienen diese ! Zeilen dazu, Gastwtrthe und Elecirotechniker auf diese Möglichkeit hinzuweisen. — (Mitgetheilr vom Internationalen Patentbureau Carl Fr. Reichelt, Berlin NW.) Literatur rmö Aunst. — Die bevorstehende Jubelfeier der Stege von 1870/71 zeitigt, wie es scheint, eine Reihe tnrereffanter literarischer und künstlerischer Unternehmungen. Unsere Leser möchten wir hiermit auf ein 9ßaf Hinweisen, das in beiden Richtungen, in der künstlerischen wie in der literarischen excelltren dürfte. Wir meinen die neue illustrirte Jubelausgabe von Hauptmann Taneras »Ernsten «nb heitere« Erinnerungen eines Ordonnanzoffiziers im Jahre 1870/71*, wovon der C. H. Beck'iche Verlag in München soeben die erste Lieferung ausgiebt. Den etgenthümlichen Werth der Jubelausgabe bildet die Illustration, die nach der Probe der 1. Lieferung a.s eine hervorragende Leistung bezeichnet werden muß. Etz handelt sitz hier nicht, wie bet so mancher anderen „Jubiläumsausgabe" um aufge- wärmte Holzschnitte aus älterer Zeit und aus anderen Werken, sondern die Jubeläunksausgabe von Taneras Erinnerungen bietet durchweg neue Eompositionen, von der Hand Ernst Zimmers, eines vielversprechenden jüngeren Berliner Malers, der seit Jahren das militärische Leben und Treiben zum Gegenstand seines intimen Studiums gemacht hat. Es ist ein hohes Lob, das wir dem Maler zollen, wenn wir sagen: seine Bilder packen nicht weniger als Taneras Erzählungen. Die erste Lieferung enthält nicht weniger als 20 Federzeichnungen und ein Vollbild („Preußische Infanterie, die Grenze überschreitend") im Text sowie zwei Doppel-Vollbilder auf Extrabeilagen, letztere darstellend: „Vorbeimarsch bayerischer Infanterie an dem Kronprinzen während der Schlachl von Weißen- burg".und „Oberstlieutenant Schmidt führt die ersten bayerischen Jäger zur Verfolgung durch Fröschweiler vor". Das Alles wird für den billigen Preis von 50 Pfg. geboten: das ganze Werk soll nach dem Prospect der Verlagshandlung 12 solcher Doppel-Vollbilder, ferner über 300 Texttllustrationen z T. ganzseitig, erhalten. Wir sind in hohem Maße gespannt auf das Fortschretten dieser illustrirten Ausgabe, die in 22 Lieferungen A 50 Pf. bis zum Herbst d. I. vollständig werden soll, und empfehlen sie auf das wärmste. Da mit der Schlußlieferung auch eine schöne Einbanddecke geliefert werden soll, so wird dieses Jubiläumswerk der deutschen Heercsthaten von 1870/71 sich auch schon von außen als ein prächtiger Schmuck erweisen, der voraussichtlich den Weihnachtstisch dieses Jahres in ungezählten deutschen Häusern zieren wird. Wir gedenken beim Fortschreiten der Lieferungsausgabe auf daß Werk zurückzukommen. — GchLk'Langenfcheidt, Kaufmännische Unterrichtsstunden. Vollständiger Lehrgang der praktischen Handelswissenschaften für den Selbstunterricht. Cursus II, Contorpraxis. (16 Lectionen A 1 Mk.) Lection 1. Verlag für Sprach- und Handelswissenschast (Dr. P. Langenscheidt), Berlin SW. 46. Der vorstehende Verlag gibt unter dem Titel „Kaufmännische Unterrichtsstunden" einen vollständigen Lehrgang der praktischen Handelswissenschaften für den Selbstunterricht heraus. Nicht wenige Halbwissende wurden durch den bisherigen kaufmännischen „brieflichen Unterricht" herangebtldet, weil dieser Unterricht blos darauf hinzielt, die Buchführung „einzudressüen", ohne den Schüler zum Denken zu veranlasstn. Es war also höchste Zeit, daß berufene Kräfte den Kampf mit diesen Herren aufnahmen und durch systematischen Lehrgang endlich die Aufgabe lösten, aus dem Wege des Selbstunterrichts den Heranwachsenden Kaufmanns- stand tüchtig auszubtlden. Dementsprechend ist das Werk von vielen Unterrichtsbehörden auf das Günstigste beurthetlt, und in HandelS- kretsen mit unbeschränkter Anerkennung ausgenommen worden. Der nunmehr fertiggestellte Cursus I dieses Werkes behandelt in gründlicher Weise die Buchhaltung. Vom Cursus II der „Kaufmännischen Unterrichtsstunden", der die Handelscorrespondenz, das Contocorrent mit Zinsen, die Wechsellehre, das kaufmännische Rechnen, die Contor« arbeiten, die Münz, Maß- und Gewichtskunde, die kaufmännische Terminologie rc. umfassen soll, liegt uns nun Lection 1 vor, welche in gleich trefflicher Weise bearbeitet ist. Das Erscheinen des zweiten Theils kann daher nur begrüßt und das Studium des ganzen Werkes den Handelsbeflissenen nachdrücklich empfohlen werden. — Die Eleeirieitüi, ihre Erzeugung, praktische Verwendung und Messung (mit 44 Abbildungen). Für Jedermann verständlich kurz dargestellt von Dr. Bernhard Wiesengrund. 2. Auflage. 6. bis 10. Tausend. Preis Mk. 1.— (Verlag von H. Bechhold, Frankfurt a. M.). Ein ernstes Buch, von dem im Laufe von nur einem Jahre fünftausend Exemplare verkauft wurden, muß etwas ganz besonderes sein. Und in der That, wer dieses Merkchen aufschlägt, von dem jetzt die zweite verbesserte Auflage vorliegt, der überzeugt sich rasch, worin der Erfolg begründet ist. — In kurzer, knapper und äußerst klarer Weise ist darin besprochen, was Jedermann heutzutage von der Electricität wissen muß. — Die Amaieurphoiographie unter besonderer Berückstch- tigung der Moment- und Blitzlicht-Aufnahmen von E. Franklin. 5. Auflage. Breis Mk. L— (Verlag von H. Bechhold, Frankfurt a. M.). — Nichts Schöneres gibt es doch, als das Bild seiner Lieben und Freunde oder von Besuchern sich jederzeit festhalten zu können oder Reiseeindrücke im Bilde festgebannt mit hetmzubringen. Da ist ein Buch wie das vorliegende so recht am Platze, aus dem jeder, auch der, welcher gar keine Vorbildung hat, auf das Leichteste in die Kunst des Photographierens eingeführt und mit allen Manipulationen vertraut gemacht wird. Technische Fortschritte. — Um blanke Eisen- «nd Stahlwaaren vor »oft z« schützen, fettet man sie mit Oltvienö', Baumöl, Knochenöl, Leinöl, Klauenfett, Talg, Schweinefett oder dergl. ein und bewahrt sie, in weiche« Vapter gehüllt, in trockenen Räumen auf. — Ein von Dr. Eugen Schaal in Feuerbach-Stuttgart in den Handel gebrachtes Präparat (deutsches Reichspatent Nr. 32 083) soll Eisen und Stahl vollkommen gegen Rost schützen. — Nach Mittheilung im „Polytechn. Notizblatt" hat Professor Calvert gefunden, daß Eisen und Stahl jahrelang vor Rost geschützt bleiben, wenn man dieselben in eine gesättigte Lösung von kohlensaurem Kali oder kohlensaurem Natron eintaucht und trocknen läßt. — Feuerfichere Patentdecken. Die Kletne'schen feuersicheren Patentdecken, welche im Hochbau große Verbreitung sanden, werden jetzt auch bei neueren Bauten der Berliner Ltadtbauverwaltung verwendet. Die Kleine'sche Deckenconstruction besteht aus Plaitm von gewöhnlichen, in Cementmörtel verlegten Mauer- oder Schwemmsteinen, welche in horizontaler Richtung zwischen eiserne Träger gespannt sind und durch dünne, in alle Längsfugen eingelegte Bandeisenstretfen eine außerordentliche Festigkeit und Feuerficherheit erhalten. passenden mässigen Pi in der Schlackensan-, Schlackenmehl, 5289 Neuling. aus der 6 werden. Zusammenkunft Vor- auf •* Stifm. Sicht!« 5304 Bor«. Gerichtsvollzieher. Emil Fistor, Marktstr. 10 2788 Daudt. 5288 1387 auf gefl. Anfrage. WetzKeine. Heugabeln. Heurechen. Dengelhämmer. Ambose. Kür Sensen volle Garantie. versteigert. 5203 Beim Einkauf^achte Schutzmarke^ des Fabrikanten in Goeppingen V, vielen Fabriken nach- 8Zu haben 5295] Stachelbeeren zum EinmaLen zu v-rkaufen. Grünbergerstratze 31. Im Auftrag: F. 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Unterrichtsstunden und Badezeit für die Schuljugend sind an den Wochentagen von 10 bis 12 Uhr, Nachmittags von 3 bis 7 Uhr. In diesen Stunden wird gute und strengste Aussicht geführt, so daß die verehrlichen Eltern in jeder Beziehung beruhigt sein können. Ich lade zum Abonnement ergebenst ein und bemerke, daß Alles Nähere in der Anstalt zu erfahren ist. 4410 L. Ohr. Rübsamen. Tüchtige Knechte vom Lande, Kleinknechte, Stallschwetzer, Dienstjungen rc. (d-utschredende Leute) vermtttelt in Jahreslohn per sofort und später überallhin und billiger als andere AgeMen Riebenstahl, Vermtethungscomptoir verli«. Große Hambargerstratze 16 (Besteht fett 17 Jahren und erhält laufend viele Anerkennungsschreiben). Näheres Nicht nur im^Winter, sondern ebensowohl im Sommer iststes nöthig, sein.Schuhwerk von Zeit zu Zeit einmal mtt chentner'sKchuhfettWu totheWose« einzufetten, damit Idas Leder nicht brüchig'und vor berJSett «junbrauchbar wird. 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Die Lebensversicherungs-Gesellschaft zu Leipzig' ist bet günstigsten Ver- sicherungsbedtngungen (Unanfechtbarkeit fünfjähriger Policen) eine der größten und billigsten Lebensversicherungs-Gesellschaften. — Alle Ueber- schüsie fallen bei ihr den Versicherten zu. Nähere Auskunft erthetlengern die Gesellschaft, sowie deren Vertreter: ;•'£___ Hüller & Schwarz in Gieße«, Wallthorstratze 25. Theodor Hanbach Bahnhofstraße 40., Riibsamen’sche ttle- und Miwlniiiifflsliill 4 nn Weltartikel! In allen Ländern bestens eingeführt H Man verlange ausdrücklich SARG’S iHalodont Angebote auf Ausführung von 1770 qm Holzcemeatdacheindecknnq einschließl. Zinkanschlüsse werden bis DorruerStag de« 27. l. Mts., Vormittag» 10 Uhr, entgegengenommen. Ueberdrücke der Verdingungsunterlagen werden gegen Einsendung von 1 JL portofrei versandt. Zuschlagsfrist: 4 Wochen. Butzbach, den 14. Juni 1895. Großherzogliche Baubehörde für die Zellenstrafanstalt Butzbach. 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Die Anlagen bieten ein ausgezeichnetes Acgui- itionsobject, weil die betreffenden Rohmaterialien anerkannt ausgezeichnet, alles sehr vortheilhast gelegen und richtig fachmännisch eingerichtet sind. Interessenten belieben sich an einen der unterzeichneten Verwandten christlich oder persönlich zu wenden. 5287 Alsfeld (Oberhessen), 14. Juni 1895. Th. Bücking. Keck. Carl Berck. Gebe. Adami, Mäusburg^4, Eberh. Dort, Wallthorstr., Ad. Geige, Seltersweg, Eberh. Metzger, Neustadt 8, C. Roth II., Wallthorstr. 5, Rud. «chtabachS'S Nachf., Ludwigsplatz 4, Wiih. Schomber, Neuenbäue 10, Fritz Egly, «art Bieler, «vg. Noll II. [753 Schlackensteine, aus Schlackenmehl und Schlackensand vermittelst Pressen hergestellt, sind leichter als Feldbrand und Ringofensteine; die Steine haben ganz gleichmäßig schöne hellgraue Farbe, und da dieselben nicht gebrannt werden, sondern an der Luft cementartig erhärten, so bleiben sie scharfkantig und gerade, wodurch bei deren Vermauerung nur wenig Mörtel erforderlich ist; auch lassen sich dieselben in jede Form hauen, ohne zu brechen, sie verwittern niemals, ihre Festigkeit nimmt nach dem Vermauern noch zu und sind sie insbesondere wegen ihrer cementartigen Eigenschaft für Mauerwerk an keuchten Orten, unter der Erde, in Kellerräumen, Stollen rc. durchaus vorzuziehen. Versuche im Polytechnikum in München haben ergeben, daß Schlackensteine für Luft doppelt so durchlässig sind, als Rormalmörtel, weil sie Wasser durch Kapillarität nur langsam aufsaugen, das aufgenommene Wasser dagegen wieder sehr rasch abgeben. Die Schlackensteine sind zur Erbauung gesunder trockener Wohnhäuser deshalb ganz besonders zu empfehlen, und eignen sich sowohl zur Ausmauerung von Fachwerk, wie auch zu Massivbauten, Brandmauern, Kaminen; ihre Feuer- beständigkeit ist eine sehr große, ste springen nicht und find sehr schwer schmelzbar; auch sind Schlackensteine durch mnnsteriellen Erlaß zu allen Bauten als zuläsfig erklärt. Die Steine werden in zwei Größen gefertigt und zwar: 250 x 120 x 100 mm und 250 x 120 x 65 mm (Normalformat). Schlackenmehl Schatz für Gement, Graukalk und Weißkalk zur Herstellung von Frucht- bvben und ähnlicher Räume ganz besonders geeignet und begehrt, sowie Schlackensand bestes Material zur Mörtelbereitung rc., liefern in den größten Quantitäten Budenis’sche Eisenwerke Nksn-Weser-Hütte Margarethenhütte Sophienhütte Georgshütte Stction Lollar. Station Giessen. Station Wetzlar. Station Burasdee. MEY & EDLICH, LEIPZIG - PLAG w 1J Lönigl. Hoflieferanten. 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Die Lieferung hölzerner Geräthe: 4 Kleiderschränke, 7 Kommoden, 39 verschiedene Tische, 23 Wasch' tische, 4 Waschtoiletten, 1 Küchcn- Ipind, 2 sonstige Schränke, 11 Brett- stühle, 2 Waschtröge, 10 Trockenpfähle, 1 Regal u. A. m. wird am 5053 Donnerstag d. 27. Juni 1895, Bormitt. 10 Uhr, in unserem Geschäftszimmer unge- theilt in einem Loose verdungen. Lieferzeit 1. November d. Z., Zu schlagsfrist 3 Wochen. Bedingungen mit Angebotsformular kosten 1 Mark. Garnisonverivallung in Gießen Gras-Versteigerung i« der Grsfl. Bbersörsterei Arnsburg Mittwoch den 19. Juni l. I soll die diesjährige Grasernte au den Wiesen in der Gemarkung Coln- hausen (etwa 100 Morgen) und auf den Waldschneisen öffentlich versteigert Bekanntmachung. I In unserem Genossenschaftsregister Ord.-Nr. 2, Seite 7, „Gewerbebank zu Gießen, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht", wurde folgender Eintrag vollzogen: Die dem Kaufmann Wilhelm Seuling zu Gießen für die Vertretung der Vorstands- Beamten ertheilte Vollmacht ist erloschen. Gießen, den 29. Mai 1895. Oroßherzogliches Amtsgericht Gießen. Neuenhagen. 5281 Vergebung von Bauarbeiten. Nachstehende bei Veränderung der Aborte im neuen Gerichtsgebäude dahier erforderlichen Arbeiten, nämlich: Schreinerarbeit, Asphal- tirarbeit u. Weißbinderarbeit -sollen öffentlich verdungen werden. Ausführungsbedingungen, Zeichnungen und Arbeitsbeschreibungen l egen in unserem Bureau zur Einsicht offen und können auch letztere, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebotsvermerk versehen, daselbst zum Selbstkostenpreis bezogen werden. Angebote sind längstens bis zum 1. Juli d. I., Vormitt. 11 Uhr, mit entsprechender Aufschrift versehen, verschlossen und portofrei an uns abzugeben. Zuschlagsfnst 14 Tage. Gießen, den 14. Juni 1895. XSroßherzogliches Hochbauamt Gießen. 0 6> luumuniiuwn 4) Enthüllung des Denkmals rc. 5) Festzug durch die Ortsstraßen nach dem Festplatz. Festrede. 6) Concert, Tanz und Volksbelustigung. 1) Morgens 4 Uhr: Weckruf durch Böllerschüsse. 2) Empfang der auswärtigen Vereine von II—l/,1 Uhr. 3) Aufstellung des Festzugs Punkt 1 Uhr. ■a ■ G Mn M _ Paddings, Milch- - DrmKs Kriezklstst;n Grsßkll-SchlK. • • Sonntag den 30. Juni und Montag den 1. Juli feiern die hiesigen vereinigten Krieger- und Veteranen-Vereine das Bezirks-Kriegerfest des 9 Bezirks Gießens verbunden mit ßinmeihung eines Denkmals zur Erinnerung W G der glorreichen Siege von 1870/71. D M Programm für Sonntag den 30. Juni. d Oberheffifcher Geschichtsverein. Ausflug: Sonntag, 23. Juni, nach Büdingen. Tagesordnung: Abfahrt in Gießen 8 Uhr 14 Min., Ankunft in Büdingen 10 Uhr 45 Min. Frühstück Vi Stunde. Besuch bei Schlosses und seiner Sehenswürdigkeiten. V[2 Uhr Mittagessen im Stern. Kaffee (Rosenhöhe am Fürftenhof). Besichtigung der Stadt. 5 Uhr Sitzung im Stern. Vorträge: Herr Prof. Dr. Hoffmann über die Geschichte Büdingens; Herr Prof. Dr. Buchner über die hessischen freiwilligen Jäger in Lyon 1814. — Kurzes Nachtessen nach der Karte. Rückfahrt 8 Uhr 46 Min. Alle Freunde der Geschichte, auch die Damen, werden zu zahlreicher Theilnahme eingeladen. Griechische Weine Marke Menzer hervorragend beliebt wegen ihrer anerkannt vorzüglichen Güte und Preiswürdigkeit, von Seiten der Herren Aerzte aufs Wärmste empfohlen für Reconvalescenten und Blutarme. Alleinige Niederlage in Giessen bei der Privileg- Apotheke zum Pelikan WalterWeiss & Dornberger Kreuzplatz 2. 3829 J. F. Menzer, Weingrosshandlung _____Neckargemünd, gegr. 1. Mai 1840._____ Louis Frohnhäuser Mäusburg 7 empfiehlt seine direct bezogenen, von ärztlicher Seite aufs Beste empfohlenen, rein gehaltenen Spanischen Weine in verschiedenen Qualitäten zu billigstem Preise. 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Bewerbungen unter Beifügung von LkbenSlauf, Zeugnis • Abschriften und Aufgabe von Referenzen nimmt die Annonce« • Expedition von Haasenstein & Vogler, A.-G., in Frankfurt a. M., unter Chiffre A. E. 981 entgegen.____________ Um Jrrthnm zu vermeiden, theile ich ergebenft mit, daß ich vor wie nach bei Sterbe fällen die Commissionen besorge und als Marschall bei Beerdigungen fungire. Friedrich Berg, 4896 Kaplaneigaffe 11. Zimmerleute finden bei 38 bis 45 H Stundenlohn — je nach Leistung —, 12 stündiger Arbeitszeit und Vergütung der Zureisekosten sofort Beschäftigung bei der Gesellschaft Harkort in Oberhammer, Lothringen. 5238 22. Mittklrh. Kreisturuskst. Kellner sechs bis acht solide, tüchtige werden gesucht für die Münchener Bierhalle. Anmeldungen bis zum 20. Juni im 5222 Hessischen Hof. 5165] Tapeziergehülfe gesucht auf dauernde Beschäftigung. ________A. Oßma««, Schulstraße 4. 4803] Hau«- und Aahrbrrrschen für sofort gesucht. Vermittelungtzbureau C. StiaSuy, Bahnhofstr. 11, Ecke Kaplansgasie. 4084] Einen Lehrling sucht ___________Wilh. Hosch, Mechaniker. 4969] Einen Lehrttug sucht JuftuS Beuuer, Schuhmachermeister. Lehrmädchen wird für ein hiesiges Kurzwaaren-Geschäft zum baldigen Eintritt gesucht. Off. u. M. 27, befördert die Exped d. Bl. [5093 5239] Für Hotel- und Reftaurä«!- werden perfecte -»Schirme« und bessere Zimmermädchen, welche auch seroiren können, ges. T. EtiaSny, Bahnhofstr. 11. 5179] Ein kräftiges Mädchen vom Lande gesucht. I. Lei«,^Dallthorstraß^19. 5301] Ein jüngeres Mädchenfür gleich in einen kleinen Haushalt gesucht. Näheres Ludwigstratze 64, II. tüchtige Mädchen. 5306 dPUiy V Frau B»er«, Mäusburg 12. Kräftiges MädcheitSho^ 5166] Ordentliche- Dienstmädchen auf gleich gesucht. ______Frau B. Kühn, SelterSweg 36. Gußes 8«meM und Volksbelustigung jeder Art verbunden mit Abends SNT GROSSEM Brillant - Wasserfeuerwerk auf der Lahn. amstag, den 22. Juni, Abends 7 Uhr» Vorfeier bestehend in ßOUCCtt und Volksbelustigung. Eintrittspreis an jedem Tage pro Person 20 Pfg. Kinder unter 14 Jahren, nur in Begleitung Erwachsener, sind frei. Militär ohne Charge IQ Pfg._____________________________________5279 Gießem MkM (Wohlthätigkeitsverein). Telegramm! Die Italiener Damen-Capelle, Arearia FHomas concertirt in der dazu erbauten Bayerischen Bierhalle am Sonntag und Montag auf der Schönen Aussicht bei dem stattfindenden Volksfest. 5282___________________________Der Vorstand.______ Einladung. Die Mitglieder des Spar- «nd Borfchußvereius E. G. wu unb. Haftpflicht zu Daubringeu werden auf Sonntag, de» 23. Juni, Nachmittags 3 Uhr zu einer Generalverfammlung bei Gaftwirlh Albach daselbst freundlichst eingeladen. Tagesordnung: 1. Prüfung der Rechnung für 1894. 2. Verschiedene Vereinsangelegenheiten. Wilhelm Albach, Director. Bilanz des Spar u. DMußvkmns S. G. m. unb. Ijaftpflidjt ;n üanbringrx am 31. December 1894. A. Activa. JL 1. Kassenvorrath 3374.24 2. Vorschüsse 87222.49 3. Hypotheken 69514.97 4. Kaufschillinge 5044.70 5. Werthpapiere 5449.00 6. Zinsenreste und Stückzinsen 6425.10 7. Ausstehende Gerichtskosten 140.24 8. Mobilien 230.00 Summa der Activa 177400.74 Mitgliederstand Ende 1893 Abgang in 1894. . . . Zugang in 1894. . . . Daber Stand Ende 1894 . B. Passiva. JL H 1. Geschäftsguthaben 9213.01 2. Reservefond 1546.22 3. Capitaleinlagen 164068.45 4. Unerhobene Zinsen 19.9® 5. Unerhobene Dividende 40.00 6. Reingewinne aus 1894 2514.16 Summa der Passiva 177400.74 . . . 139 . . . 4 . . 135 . . . . . 10 . . . . . 145 Die Rechnung liegt acht Tage lang zur Einsicht der Genossen bei Rechner Wilhelm Schwalb II. offen. Daubringen, den 13. Juni 1895. 5280 Wilhelm Schwalb II., Rechner.Heinrich Weimer I., Contoleur- Berger's Brauselimonade- Bonbons Robert Berger, Pössneck j. Tk H Sch-vd*. — test e* jrab Wtateete* IRrfM» & SW«) «-ch—.