XjtonilbMyk M- ***t 6®4$ah 1aee7vr4,,"iv^ ii8e VerwenaUQd *’r d» ’^Wten, ^^re„. tmf ' He xii effe«d. 1882’ 188»tt>«w ■Ä w V $f4*nbtieS *!&** I« Äftft '"ÄSS ft. •« «tat» ^^ribtlbtrgtr 4,6(),, W wr IMeapd«., M WotW«tit □ alle hiesigen Ta Packe« sSpaS'- ->§S: 1-f* empfe* S) 21. Samstag den 16. Februar Erstes Blatt. Nr 40 1S95 Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. 2lmts» und Anzeigeblatt für den ICreU Gietzen ÄebQchon, ExprdütoO und Druckerei: Schuküritze Ar.7. Fernsprecher 51. vierteljähriger Aßonntmtiibprri* t 2 Mark 20 Psg. mtt vringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener A«mtri«»btälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal btiflritgl. Der chkße-er Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme de- MonlagS Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. Hratisbeikage: Gießener Aamikienbtätter. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher Theil. Nro. 5 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 9. d. M., enthält: (Nro. 2212). Bekanntmachung, betreffend eine zweite Ausgabe der dem internationalen Uebereinkommen über den Eisenbahnfrachto^rkehr beigefügten Liste. Vom 26. Jan. 1895. Gießen, am 14. Februar 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen. d. (Sagern. Deutscher Reichstag. 87. Sitzung. Donnerstag, den 14. Februar 1895. Die Berathung ins Etats deS Innern wird bdm Eapitel „Behörden für die Untersuchung von Seeunfällen" fortgesetzt. Abg. Freese (frs. Dg.) dankt Namens des Norddeutschen Lloyd dem Reichskanzler und dem Hause für die Anerkennung, die neulich dem Norddeutschen Lloyd hier gezollt worden, und geht dann aus den Unfall der „Elbe" ein. Die „Crathie" hätte erkennen müffen, daß die „Elbe" ein viel größeres und schnelleres Schiff war, und deshalb hinter d r „Elbe" berumsteuern sollen. Statt d ssen suchte sie vorn vo, b.izukommen. Es ist gesagt worden, die „Elte" hätte 20, statt 7 Schotten haben müssen. Dann aber wäre die H tze unerträglich geworden. Auch der von Her>n v. Manteuffel empfohlene Doppelboden hätte wenig geholfen. Die „Crathie" ist zu schnell weggi fahren. Die kleinen englischen Kohlendampfer haben jetzt in der Regel zu wenig Mannschaft. Redner wendet sich dan,- gegen staatliche Beaufsichtigung des Schiffsbaues. Di-. Hahn bemängelt schlechte Löhnung der Mannschaften und Ueberlastung der Oififlere. Aber gerade die Schiffe des Lloyd haben eine sehr große Besatzung und die Offiziere drängen sich zum Dienst daselbst. Der Lloyd bat auch meist attgtdiente Leute. Er hat seit seinem Bestehen etwa 3 Millionen Mensckrm befördert und fein Verlust beträgt nur 364 Personen. Wir dürften wohl auf unsere Handel? flotte stolz fein. Abg. Bebel (Soc): Die Mannschaften eines «Schiffes müßten auf die Möglichkeit eine« Unfalles hin etngeübt sein. Auf der „Elbe" scheint dies nicht der Fall gewesen zu sein; so sollen Bootsmanöver gar nicht eingeübt wo'den sein. Leute, die 18 bis 20 Jahre auf Lloydschiffen waren, erklären, daß sie niemals ein solches Manöver mitgemacht haben. Und doch ist es so wichtig, daß die L-ute ein Boot rasch herunterlaffen können. Mir wird ferner mtlgethttlt, daß erst I-tzt, also nach dem Unfälle, bet den Lloydschiffen Schotten-Schließ- Uebungen stattstnden; daß die Taue u. s. w. mit Oelfarbe verschmiert gewesen seien, was gleichfalls eine rasche Handhabung der Boote hinderte, und daß die Scheidewände zwischen den Schotten vielleicht durch Rost zerfressen gewesen seien. Für cie Regierung erwächst daraus die Pflicht, einmal nachzusehen, ob auch bet der Marine der Dienst m allen diesen Beziehungen richtig gehandhabt wird. Dr. Lieber meinte neulich, die amerikanischen und englischen Dampfer legten zu wenig Gewicht auf die Sicherheit; aber gerade die amerikanischen Dampfer üb im Allaem tuen auf das beste eingerichtet. Auf die kleinen Schiffe, ohne Passagiere, nur mit Mannschaften, wird wenig geachtet, obgleich auf diesen fast Tag 'ür Tag Unfälle Vorkommen. D'e Regierung sollte auch dielen Schiff-n ihre Aufmerksamkeit zu- wenden. DaS ganze Schiffswesen mng von feinem ersten Ursprünge an fortgesetzt der Eontrolle unterworfen werden, wie sehr sich auch die Interessenten dagegen sträuben. Vor 22 Jahren kam ein Mann auf durchschnittlich 26 Tons Ladefähigkeit, jetzt dagegen ein Mann Besatzung auf 42 Tons. Inzwischen ist allerdings auch die durch- ichntttliche Größe der Schiffe gestiegen; aber es ist doch die Frage, ab in Bezug auf Verringerung der Besatzung nicht zu viel geschehen ist. Aufgabe der Regierung ist es weniger, auf den Schutz des Eigen ihums zu sehen, denn darauf sind die Unternehmer selbst bedacht, als auf die Sicherheit der Besatzung. Die von Herrn Wtsliscentus in feiner B »schüre gemachten Angaben Hal auch Herr Jcbsen nicht entkräftet. Die Classification der Schiffe soll pe rodisch wiederholt und jedes Schiff, bevor r§ in See geht, jedesmal untersucht werden. In 10 Jahren sind 1657 Schiffe untergangen und 3050 Menschen dabet umackommen. Unzählige Fälle sind vorgtkommen von hoher Declaration des Schtff-s, wobei der Rheder wußte, daß das Schiff die Fahrt überhaupt nicht durchmacht und die Mannschaft voraus- sichtlich umkommen würde. Bet 700 bis 800 Schiffen ist die Ursache des Unterganges amtlich festgestellt, da heißt es fast überall: zu schwere Ladung. Man spricht in solchen Fällen von Sargschiffen. Die Mannschaft kommt um und der Rbeder streicht die hohe Versicherung ein. Es n üssen unbedingt Maßregeln zum Schutz des Gebens der Mannschaften getroffen werden. Staatssicretär v. Bötticher: Auch die Regierungen verfolgen das Ziel eines ausreichenden Schutzes der Mannschaften. Wenn aber Herr Bibel auf Grund einer Broschüre meint, bte beu sche panbeUflotle fei in Bezug auf Sicherheitsmaßnahmen für die Mannschaften hinter anderen Ländern zurückgeblieben, so ist das grundlos. Die Broschüre von Wislicenius legt allerdings den Finger auf eine klaffende Wunde, aber sie geht zu weit. Ich habe mich gegen die sofortige Errichtung einer Rttchscontrolle nur deshalb ausgesprochen, weil tch glaube: wir kommen auf dem von uns in Aussicht genommenen W-ge einfacher zum Ziele. Erweist sich die Einrichtung als unzulänglich, so bleibt immer noch die Reichscontrolle. Gegen die letztere spiicht nicht nur die Kostenfrage, sondern der Umstand, daß «ns nicht Sachverständige genug zur Verfügung stehen. Mit Recht bot Bebel fein Augenmerk auch auf die Zahl der Mannschaften der Schiffe gerichtet. Die ^Crathie" war so ungenügend bemannt, daß Re, felbft wenn sie gewollt batte, der „Elbe" nicht hätte zu Hilfe Fommen können. Weder den Eapiiän der „Elbe" noch bte Rhederei trifft eine Schuld. Das geht hervor aus den protocollarischen Ver- mehmuna-n wie aus den Erhebungen des Reichscommiffars. Aus .inem früheren Berichte ging hervor, daß auch Hebungen mit den Booten während der Fahrt angestcllt wurden. Die von Bebel ettirte brutale Aeußerung des Rheders Schiff in Elsfleth („Leider ist die Mannschaft gerettet") mißbilligen wir Alle; aber sie läßt feinen Schluß zu auf die getammte Rh^derei, an deren Ehrenhaftigkeit, Pflichtbewußtsein und Treue nicht zu zweifeln ist. (Beifall.) Abg. Jedsen (nl.): Ich habe die Reichscontrolle nicht be- kämplt, weil ich davon eine Beeinträchtigung unserer Concurrenz- fähtgkeit erwarte, sondern weil ich mir feinen Gewinn für die Sicherheit davon verspreche. Ich habe Schiffe, die feit 1879 in China sind und dort mehrfach Havarien erlitten haben. Wie will man da controtliren? Unsere Instrumente lassen wir prüfen; es fommt heutzutage nicht mehr vor, daß wir eine Seereise mit untauglichen Instrumenten antreten. Die Versicherungsprämien sind im Laufe der Jahre gefallen und die Ve'sicherungsgesellschasten zahlen dock gute Dividenden — B weis, daß die Sicherheit unserer Schiffe gestiegen ist. Wir haben einen Antrag gestellt, der für die Mannschaften, die durch Kranfheiten, Seuchen k. ebenso für die, welche an Bord invalid geworden sind, sorgen will. Damit bringen Sie den Leuten mehr Segen als mit Ihrer Reichscontrolle. Mit dieser verschonen Sie uns. Abg. Dr. Lieber (Ctr.): Es liegt nicht der gerinoste Anlaß vor, dem „Nordd. Lloyd", wie überhaupt unserer Handelsmarine Mißtrauen erttgegenzubringen. Mit der Vermittlung des „Germanischen Lloyd" und mit der durch denselben geübten Controlle von Bau und Ausrüstung der Schiffe wird mehr erreicht als durch eine । neue Beamten-Organisation. Aba. Görtz-Lübeck (Frs. Vp.): Siebenten wegen der Con- cmrrnffäbigfeit mit b?m Auslanbe würben mich nicht Hinbern, mich für Schaffung eines Reichs-Controll Organs zu erflären, vorausgesetzt, daß dasselbe segenbringend wirft Man soll nur nicht übersehen, baß unsere Rhedereien jetzt schon freiwillig Alles tbun, was erforderlich ist, und zwar in ihrem eigenen Interesse. Ausichlag- geb-nd gegen Errichtung eines solchen Rttchsamts ist für mich der Umstand, daß angesichts der sich überstürzenden Neuerungen im Sch ffsbau feine Behörde im Stande fei, eine wirksame Controlle auszuüben. Abg. Dr. Habn (f'actionslos) hält seine Angaben in Bezug auf Ueberlastung der Offiziere des „Nordd. L'oyd" aufrecht und wünscht Regelung des Heuerwesens Abg. Bebel (Soc.s erklärt, daß er keineswegs die gcsammte d.utsche Rhederei habe discredittren wollen. Staatssekretär o. Bötticher. Die Ausführungen Bebels konnten allerdings diesen Eindruck machen. Das Capitel wird genehmigt, ebenso bas Capitel statistisches Amt. Morgen: Disciplinarbefugniß bes Pläfibenten. Währungs- Antrag. Deutsche» Reich. Berlin, 14. Februar. Die für Mittwoch angesetzt gewesene Abstimmung ber Reichstagscommtssion für bte „Umsturz-Vorlage", über ben wichtigen § 112 (Bestrafung der revolutionären Propaganda in Heer unb Marine) bat an diesem Tage nicht ftattgefun den. Es scheinen hinter den Couliffen Compromißverhand'ungen im Gange zu fein, um diesen vtelumstrittenen und stark bedrohten Paragraphen noch zu retten. — Im Reichstage ist der Gesetzentwurf über die Bestrafung des Sclavenraubes und SclavenhandelS, im preußischen Abgeordnetenhause das neue Stemp elfteuergesetz eingegangen. — Die seltsame Briefaffaire des Abgeordneten Fretherrn v. Manteuffel, in welcher die sozialdemokratische „Leipziger Volkszeitung" eine Rolle spielt, ziehr noch immer ihre Kreise. Bekanntlich erhielt der genannte Führer der Conservativen einen vertraul'chen Brief seitens seines politischen Freundes, des Herrn v. d. Gröben Arnistein, welcher Brief sich über allerhand merkwürdige Vorgänge bei der bevorstehenden Nachwahl im ostpreußischen Reichstagswahlkreise Oletzko Lyck verbreitete. Der Adressat ließ das Schreiben versehentlich in einem Toilettenraume des Reichstages liegen, wo eß von einem Langfinger wcggestibitzt wurde, um dann im Wortlaut in der „Lpzg. Volksztg." zu erscheinen. Natürlich weiß die Redaction deS sozialistischen Organs von nichts, Herr von Manteuffel will aber die Sache auf alle Fälle zum Gegenstand einer gerichtlichen Untersuchung machen. Neueste Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 14. Fibruar. Der vom Ncnionalvercin zur Hebung der Volksgesundheit zwecks Gründung von Volks- Heilstätten für Lungenkranke einberufenen Versammlung im Langenbeckhause wohnte der Reichskanzler in Begleitung seines Sohnes bei. Die Minister v. Bötticher, Boffe, Miqnel, Köller und der Kriegsminister sandten Schreiben, worin sie ihre Sympathie aussprechen, sowie ihr Bedauern, verhindert zu sein. Der Kriegsminisler und der Cullusmuttster hatten Vertreter entsandt. Geheimeralh Leyden und Andere hoben die Nothwcnoigkeit der Gründung von Volksheilstätten für Lungenkranke hervor. Die Versammlung beschloß eine Resolution, worin sie ihr Einverftänd- niß mit diesen Ausführungen erklärte, und wählte einen Ausschuß zur Ausführung des Planes. Berlin, 14. Februar. D'e im Auftrage des Land- wirthschastsmimsters von der Deputation deS DeterinärwesenS am 4.^August v. I. gestellte Preisaufgabe, betreffend den Ansteckungsstoff der Maul- und Klauenseuche, wird, da keine der zehn eingesandten Bewerbungsschriften genügt, erneut ausgeschrieben werden. Köln, 14. Februar. Unweit von Wesel ist daS Rhein- et S bereits zum Stehen gekommen. Bei ReeS und Emmerich wird der ständige Verkehr zwischen beiden Ufern über die Eisdecke unterhalten, nachdem die Wege amtlich abgesteckt worden sind. , Leipzig, 14 Februar. Wie daS „Leipz. Tagebl." meldet, besteht die Absicht, dem Fürsten BiSmarck anläßlich seines bevorstehenden 80. Geburtstages das Ehrenbürgerrecht aller sächsischen Städte mit über 10,000 Einwohnern zu verleihen. Erne Besprechung von Vertretern der in Frage kommenden Städte hat heute in Dresden stattgefunden. Paris, 14. Februar. Die französische landwirthschaft- liche Gesellschaft beschloß, die Regierung aufzufordern, mit den Staaten des lateinischen Münzbundes, sowie mit England, den Vereinigten Staaten von Nordamerika und Deutschland zu verhandeln, um dem Silber seine alte Rolle als internationales Zahlungsmittel wiederzugeben. Paris, 14. Februar. Der Präsident ber Republik Felix Faure gab heute das erste große offizielle Diner, vornehmlich für das diplomatische Corps. Die Toch'er des Präsidenten machte die Honneurs. Der deutsche Botschafter hatte seinen Platz zu ihrer Linken. Das Fest verlies glänzend. Arco, 14. Februar. Der Zu stand des Erzherzogs Albrecht wird bedenklicher. Die Temperatur betragt 39 Grad. Professor Nothnagel ist schon gestern auS Wie« berufen worden. Kopenhagen, 14. Februar. Hier herrscht eine entsetzliche Kälte, die größte, die wir seit 20 Jahren erlebt haben. Die Rhede ist gänzlich zugefroren und die Schifffahrt völlig eingestellt. Auf dem Lande liegt der Schnee an vielen Stellen 15 Fuß hoch und mehrere Städte sind völlig ein» geschneit, so daß sie von allem Verkehr abgeschnitten sind. In vielen Erwerbszweigen ist eine vollständige Stockung eingetreten und die Noth unter den Arbeitern sehr groß, obgleich man durch Sammlungen und Einrichtung öffentlicher Küchen der Noth zu steuern sucht. Rotterdam, 14. Februar. Der Proceß des „Norddeutsch' n Lloyd" gegen den Eigenthümer der „Crathie" wegen deS Zusammenstoßes mit der „Elbe" wird vor dem Gerichtshöfe in Rotterdam zur Verhandlung kommen. Der „Norddeutsche Lloyd" wird durch den seitens des Staates gest'llten Advocaten Van Raalte vertreten werden. Als Vertheidiger des Eigenthümers der „Crathie" wird Advocat Reepmaker fung'ren. London, 13. Februar. Auch gestern herrschte in London Frostwetter. Die obere Themse ist bet Kingston eine Meile weit zugefroren. Das ist für England ein Ereigniß. DaS Eis ist dort einen Fuß dick. Konstantinopel, 14. Februar. Vom 5. bis 12. Februar wurden hier 61 Erkrankungen und 29 Todesfälle an asiatischer Cholera festgestellt. Die Mehrzahl der Fälle ist in den Vorstädten oorgekommen. Depeschen bes Bureau „Herold". Berlin, 14. Februar. In Hofkreisen circulirt baS Gerücht, ber Kaiser begebe sich Ende März nach Friedrichsruh, um bem Fürsten Bismarck persönlich seine Glückwünsche auszusprechen. Berlin, 14. Februar. Auf dem gestrigen SubscriptionS- balle unterhielt sich der Kaiser längere Zeit mit dem österreichischen, spanischen und italienischen Botschafter. Berlin, 14. Februar. In einem Leitartikel „Manchesterlehre und Bundschuh-Programm" beschäftigt sich bte „StaatS- bürger-Zeitung" mit dem Programm Ahlwardts und seiner Absicht, der Gründung einer neuen Partei. Am Schluffe dieses Artikels sagt das Blatt: Von allen den verunglückten Versuchen, den Antlsemitismus an eine ber alten Parteien anzulehnen, ist der neueste Versuch deS Herrn Ahlwardt der unglücklichste und unbegreiflichste. Berlin, 14. Februar. Dem „Vorwärts" wird auS Zwickau in Sachsen telegraphirt: Der 9200 Mitglieder zählende Verband sächsischer Berg- und Hütten- arbeitet wurde aufgelöst: demselben Sch-ckial verfiel die Begräbntßkasie des Verbandes, welcher 1700 Mitglieder angehören. Das Vermögen des unterdrückten Verbandes beläuft sich auf ca. 100 000 Mk. Berlin, 14. Februar. In der Budgetcommission deS Reichstages wurde heute die Berathung der einmaligen Ausgaben des württembergischen Militäretats fortgesetzt. Zur Vergrößerung der Garnisonbäckerei in Ludwigsburg werden 60000 Mk. bewilligt, ebenso für Neubauten von zwei Exercierkasemen in Ulm 75 000 bezw. 29 000 3RL Bewilligt werden ferner die geforderten 14 288 Mk. zur Gewährung von Zulagen an die Unteroffiziere rc. bei den Besatzungstruppen in Elsaß-Lothringeu. Eine längere Debatte knüpft sich an die Forderung von 9 000000 Mk. für Er« Werbung eines Truppenübungsplatzes für daS württembergifche ArmeecorpS. Die beiden Referenten, Abg. Gröber (Ctr.) und von Maffow (deutfchconf.) bemängeln den hohen Preis und regen an, ein billigeres Terrain zu erwerben. Der württembergifche Kriegsminister Schott von Schottenstein hebt hervor, daß weder die vorhandenen Exercierplätze noch die bchteßstandanlagen den Anforderungen genügen, welche infolge der weitergehenden Gefechtsausbildung der Truppen zu stellen find. (Sm Artillerieschießplatz für das ArmeecorpS fei überhaupt nicht vorhanden. Soll nicht die Ausbildung der Truppen in der Durchführung des Gefechts erheblich beeinträchtigt oder daS öffentliche Jntereste schwer geschädigt werden, so fei die Erwerbung eines geeigneten UebungsgeländeS unumgänglich notwendig. Ein weiteres Warten würde keine günstige Gestaltung der PreiSverhältniffe erhoffen lassen, eher fei zu befürchten, daß die Ansprüche der Grundbesitzer von Jahr zu Jahr sich steigern würden. Die Fortsetzung der Berathung wird auf morgen vertagt. Berlin, 14. Februar. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Zu dem Erstaunen, dem einige Blätter Ausdruck geben, daß der Kreuzer „Falke" trotz einer nicht ganz friedlichen Lage von Samoa abberufen und nach Aucklan- abgegangen ist, Folgendes. In Samoa beginne jetzt die Zeit äußerst gefährlicher Stürme und da der „Falke" nur ein kleines Schiff fei, so fei die Gefahr der Sturmperiode für ihn doppelt groß. Deutschland hätte schon mehrere kleine Schiffe durch Wetterungunst vor Samoa verloren und könne eß nicht darauf ankommen taffen, die Reihe dieser empfindlichen und tief schmerzlichen Verluste noch verlängert sehen, ein größeres Schiff aber habe die Regierung nicht zu ihrer Verfügung. So kommen wir, schreibt daß officiöse Blatt, wieder auf den Punkt, von dem aus die vorliegenden, wie alle ähnlichen Beschwerden allein erledigt werden können: daß dringende Bedürfniß einer möglichst schleunigen Herstellung einer Anzahl von geschützten Kreuzern. Berlin, 14. Februar. Während der Rede des Abg. Jebsen in der heutigen Sitzung des Reichstags besuchte der Präsident v. Levetzow die Journalistentribüne, um sich persönlich von den Mängeln derselben, die neulich zur Sprache gebracht wurden, zu überzeugen. Berlin, 14. Februar. In Sachen deß Duells zwischen dem Reichstagsabgeordneten Liebermann v. Sonnenberg und Dr. Böcke! theilt eine parlamentarische Corre- spondenz mit, daß Dr. Böcke! die an ihn ergangene Forderung angenommen habe. Magdeburg, 14. Februar. Infolge eines zwischen den hiesigen Socialdemokraten und den Saalbesitzern ausgebrochenen Streites haben die Letzteren beschlossen, den Socmldemokraten ihre Locale für Versammlungen nicht mehr zu überlassen. Brüssel, 14. Februar. Die Soctalisten kündigen an, daß im Parlament die Regierungsvorlage, betreffend die Gemeindewahlreform, heftig bekämpft werden wird und daß das einfache allgemeine Stimmrecht gefordert werden soll. Loudon, 14. Februar. Die heutigen Morgenblätter theilen mit, eine deutsche Colonne habe in Straft an der afrikanischen Goldküste ihre Fahne ausgepflanzt. Loudon, 14. Februar. Der „Standard" meldet aus Tientsin, daß der Dicekönig, Prinz Kung und Str Robert Hart zu Bevollmächtigten der chinesischen Regierung ernannt worden find. Beide sind nach Aokohama gereist, um die Friedensverhandlungen wieder aufzunehmen. Petersburg, 14. Februar. Dem Czaren gehen fast täglich Drohbriefe und nihilistische Manifeste zu, seitdem er die Selbstherrschaft proclamirt hat. ES geht baß Gerücht, es sei ein Palastbeamter verhaftet worden, als er sich NachtS in daS Arbeitszimmer des Czaren einschlich und Stahlstiche eiuschmuggelte, welche die Ermordung Alexanders II. dar- stellten. Konstantinopel, 14. Februar. Nach Beendigung der Ausbildung der Jnstructoren für den Gebrauch des Mauser- gewehrcS soll sofort die Ausrüstung der türkischen Armee nm diesem Gewehr stattfinden. Cocafc* ttttö ptwhtjkOw Gießen, den 15. Februar 1895. • OrdevS Verleihung. Seine Königl. Hoheit der Groß- Herzog haben dem Premierlieutenant Jockusch im 5. Rheinischen Infanterie-Regiment Nr. 65, seither im Infanterie- Regiment Kaiser Wilhelm (2. Großherzoglich Hessischem) Nr. 116, daS Ritterkreuz 2. Klaffe des Verdienstordens Philipps deS Großmüthigen zu verleihen geruht. • • Ernennung. Durch Entschließung Großherzoglichcn Ministeriums des Innern und der Justiz ist daS Vorstandsmitglied der land- und forstwiffenschastlichen BerusSgenossen- schast für baß Großherzogthum Hessen, Großh. Geheimer Obersorstrath Frey zu. Darmstadt, nach Ablaus seiner bisherigen AmtSdauer wiederum zum Stellvertreter des Vorsitzenden deS Vorstandes der gedachten Berufsgenoffenschaft ernannt worden. • * Schwurgericht. BehusS Bildung der Spruchliste für die am 4. Marz 1895 beginnende Sitzungsperiode des Schwurgerichts wurden die Namen folgender Hauptgeschworenen aus der Jahresltste für 1895 gezogen: 1) Holler, Wilhelm, Landwind in Ober-Hörgern, 2) Kornmann, Friedrich, in Trais Horloff, 3) Langsdorf, Heinrich Lud- wig, in Friedberg, 4) Hoffmann, Theodor, in Burkhardsfelden, 5) Wagner, Heinrich IV. in Ober-Breidenbach, 6) Pröfcher, Wilhelm IV. in Schotten, 7) Weitzel, Joh. Heinrich, in Kaichen, 8) Schaaf, Karl, In Altenschlirf, 9) Stein, Karl, in Ober-Breidenbach, 10) Lang, Jobs. III. In WeiterSdain, 11) Jeckel, Valentin, in Ober Mörlen, 19) Bor eil, Paul Heinrich, in Eudorf, 13) Rieß, Friedrich, m Bobenhaufen bei Ortenberg, 14) Sparwaffer, Iohß. II., in Langenberghetm, 15) Möller, Georg, in Eulersdorf, 16) Schomber, Philipp II., in Beuern, 17) Fey, Ludwig II., tn Lollar, 18) Bausa, Christian, in Gteßen, 19) Grebe, Christian, in Aulendiebach, 20) Mayer, Sari, in Gießen, 21) Marx, Georg, in Gießen, 22) Bernbeck, Karl Wilhelm, in Friedberg, 23) Dem, Johann IL, in Leihgestern. 24) ®all, Wilhelm, in Gießen, 25) Wenzel, Anton VII., in Lang-GönS, 26) Kuhl, Konrad, in Dorf-G ll, 27) Alt, Heinrich IV., in Lauterbach, 28) Schwalb, Christoph II., in Rödgen, 29) Brück» mann, Gg. Ludwig, in Steinfurth, 30) Eisländer, Conrad, in Unter-Sorg. Bon der Universität. Nach einer Mittheilung in der „Franks. Ztg." hat der Mineraloge Profeffor Brauns von der technischen Hochschule zu Karlsruhe einen Ruf nach Gießen erhalten. Kirchengebet. Bom 17. Februar an wird baß Kirchengebet aus die glückliche Niederkunft der Großherzogin angeordnet. •* Nationalliberaler Verein. Der nationalliberale Verein beschäftigte sich an seinem letzten VortraqS- und DiscuisiönS- abend mit der Landagi tation der Soctaldemokraten. Vor Eintritt in die Tageßordnung verlaß der Schrislführer ein Telegramm auß dem Cabtnett Sr. Königl. Hoheit des GroßherzogS, durch daS dieser für die ihm bei der Feier des 18. Januar dargebrachte Huldigung dankte. — Ferner wurde ein Einverständniß darüber conftatirt, daß die Feier des 80. Geburtstags des Fürsten BiSmarck nicht Sache einer Partei sein könne, und daß sich der Verein daher an der allgemeinen Feier betheiligen solle, deren Vorbereitung schon weit vorgeschritten sei. Hierauf referirte Herr Schlenkc über die Landagitation der Socialdemokratie und die Benützung der Ergebnisse der unter seiner Mitwirkung zu Stande gekommenen hessischen landwirthschaftlichen Enquete durch Herrn Ur. David in dessen Artikelreihe: „Zur Landagitation in Mitteldeutschland". Zunächst setzte er die Schwierigkeiten auseinander, die die Untersuchung bei dem völligen Mangel jeder Buchführung in der kleinbäuerlichen Wirtschaft gehabt habe. Jedoch habe auch Herr vr. David kaum eine der von ihm gefundenen Zahlen angegriffen. Die damalige staatliche Untersuchung der Lage der Landwirtschaft sei durch die Befürchtung einer vorhandenen hohen hypothekarischen Verschuld- ung veranlaßt worden. Habe sie nun auch ergeben, daß diese Verschuldung nicht die damals befürchtete Ausdehnung hatte, so ergab sich doch schon damals eine überaus ungünstige Lage der Landwirthschaft. Auch habe man sich schon damals gesagt, daß sich nicht alle Schulden constatieren ließen. Allgemein wurde festgestellt, daß sich die bäuerlichen Wirth- schäften nicht rentierten. Den Rentabilitätsberechnungen wurde der damalige Roggenpreis von 16 und der Weizen- preis von 18 Mk. zu Grunde gelegt, während der Preis dieser Producte jetzt auf 11 —12 bzw. 11 — 13 Mk. gesunken ist. Nun stellt Herr Dr. David immer unter dem Gesichtspunkt der socialdemokratischen Agitation die Ernährung des Kleinbauern in Anlehnung an Artikel der Marburger „Hessischen LandeSzeitung" als eine überaus elende hin: der schleppende Gang der Bauern, daS frühe Altern ihrer Frauen fei der deutlichste Beweis für die ungenügende Ernährung. Dabei übersehe Herr Dr. David völlig, daß doch immer noch 1/i Pfund Fleisch auf den Kopf komme. Auch da, wo die Fletschnahrung beinahe mangele, werde doch dieser Mangel, dieS werde völlig verschwiegen, erheblich durch die Milchnahrung ausgeglichen. Diese betrage pro Kopf und Tag immerhin 0,8 Liter, während in den städtischen Haushaltungen auf den Kops nur etwa 0,2 Liter Milch komme. Der schlagendste Beweis dafür, daß die socialdemokratischen Behauptungen über die Lebenshaltung der Kleinbauern maßlos übertrieben, seien unsere RekrutirungSergebnisse und unser „Kaiser Wilhelm" - Regiment, wie denn überhaupt die Landbevölkerung procentuell dreimal soviel Soldaten als die industrielle liefere. Freilich bewirke unsere Erbtheilung bei Aufeinanderfolge mehrerer kinderreichen Ehen oft eine solche Zersplitterung deS Grundbesitzes, daß dem einzelnen nur ein kümmerliches Dasein möglich sei. Da sei dann baß kleine Gütchen mit einer großen Hofraithe beschwert, die einst für das fünfmal so große Gut deS Vaters ober Großvaters gebaut worben fei. Vielfach fei ber Gebäudewerth höher als ber Grundwerth, während er nach wirtschaftlich richtigen Gesichtspunkten nur 35 Procent desselben betragen dürfte. Nun suchten viele kleine Bauernin der Zeit der frischesten Arbeitskraft einen Acker hinzuzukaufen, um annähernd wieder auf den Besitzstand ihrer Eltern zu kommen. Dadurch, daß die Nachfrage nach Land so lebhaft sei, werde nun bet Boden verteuert (auf mittlerem Bobrn 600—800 Mk. pro Morgen!). So labe sich Mancher eine gewaltige Schuldenlast auf den Halß. Dazu komme, daß die DarlehnSkaffen bis vor Kurzem 6 °/0 genommen hätten und die ersten Hypotheken zu 5 °/0 hätten verzinst werden müssen,- ferner die hohen Gerichtskosten bei der Erbtheilung. Daher regte der Vortragende die auch schon anderwärts erörterte Frage an, ob die Güterbelastung durch die AbfindungScapitalien vielleicht durch eine staatlich organifirte Lebensversicherung *btx Abzufindenden vermieden werden könnte. Man dürfe sich nicht dadurch zu falschen Schlüssen verleiten lassen, daß vielfach die Bevölkerung« ziffer der Dörfer stillftehe: die Zahl der Grundbesitzer, die letzt an der Dvrsflur Theil hätten, sei doch ungemein gestiegen. Daß dies nicht in einer Zunahme der Bevölkerung beß DvrseS seinen Ausdruck finde, erkläre sich einfach daraus, daß alle nicht durch Grundbesitz Festgehaltenen nach den Industriestädten abwanderten. — Nun hoffe Herr Dr. David, der Sozialdemokratie dadurch bei den Bauern Eingang zu verschaffen, daß er ihnen sagt: „Bor allem hohe Löhne für die Arbeiter- diese verzehren bann mehr, die Folge werden höhere Einnahmen für Euch sein!" Dabei vergißt er aber mancherlei, erstens nämlich beruht schon jetzt der scharfe, bei» ' nahe feindselige Gegensatz zwischen Bauer und Fabrikarbeiter eben zum großen Thetl auf ber höheren Lebenshaltung deS Fabrikarbeiters, zweitens laffe sich der Satz, hohe Getreidepreise bringen hohe Löhne, nid): umkehren, denn ber Betrag einer Lohnerhöhung werde ntcht, oder nur zum kleinsten Theil für Brot außgegeben. Außerdem scheint Herr Dr. David zu vergessen, daß heute daß Ausland (Union, Argentinien, Rußland u. s. w.), alß Concurrent auf dem Getreide- markt erschienen feien. Der Prophezeiung, daß demnächst die Viehzucht im kleineren Betrieb den Körnerbau ablöien werde, muffe man doch entgegenhalren, daß jetzt schon eher zu vrel, als zu wenig Vieh gehalten werde. — Im Verlauf der Di«- cuifion wies Herr Professor Schwartz darauf hin, daß alle schönen Worte der Sozialdemokratie an die Bauern umsonst feien; denn die Fabrikarbeiter wollten immer noch billigere Getreidepreise haben- jeder Bauer sehe ein, daß er überhaupt keinen Taglöhner mehr bekomme, wenn die sozialdemokratische Agitation weiter gehe. — Herr Dr. Fuhr roieß auf den Widerspruch zwilchen der hessischen (Srquete und der beß Vereins für Socialpolitik in einem Hauptpunkt hin: während dieser gefunden habe, daß gerade der kleine Grundbesitz, zu dessen Bearbeitung die ArbeitSkrälte der Bauernfamilie ielbft auSreichten, am günstigsten fituirt fei, habe die hefsi che Enquete durchaus gesunden, daß daß Sinken der Rentabilität ober vielmehr die Zunahme der Unrentabil tat mit ber Abnahme bet Größe beß Besitze« Hanb in Hanb gehe. Der Schluß ber Arbeit Davids fei baß beste Mittel, die Landagitation ber Social- bemofroten lahm zu legen. Bei ben positiven Vorschlägen verliere tiefer in ber Schilberung seines ZukunftSdorfeS mit allen mobernen Brq emlichkeitSeinrichtungen, wie alle Social- bemoCraten, vollkommen ben Boden der Möglichkeit unter den Füßen - feine Vorschläge für die nächste Zeit feien im Grunde urreactionär und bildeten sogar gegen die frühere feudale Organisation beß GrunbbesitzeS einen Rückschritt. — Herr Meinert äußerte sich im Allgemeinen zustimmenb zu ben Ansichten des Referenten und weist daraus hin, daß die Lebenshaltung ber Bauern doch noch viel burch hygienische Unterweisung unb Winke gehoben werben könne. Er schilbert die Wirkungen beß hier herrschenden bäuerlichen Erbrechts unb bespricht neuere Erhebungen über die Rentabilität bäuerlicher Betriebe und die jüngsten gesetzgeberischen Anregungen auf diesem Gebiete. — Schließlich wurde noch besonders daraus hingewiesen, daß sich die Rathlosigkeit ber Socialdemokratie in der Landagitation au« ihrem rein großstädtischen industriellen Charakter erkläre. ** Nene« Theater. Wie schon in vorgestriger Nr. erwähnt, stiht ben Musiksreunben unserer Stabt in nächster Woche ein großer Kunstgenuß bevor, inbem eß Herrn Director Reiners gelungen, baß „Hänsel unb Gr ete l- Opern-Ensemble" zu einem einmaligen Gastspiel dahier zu verpflichten. Diese« Opern Ensemble unter Leitung feine« Direciors G. R. Kruse befinbet sich seit October v. I. auf einer Tournee durch Deutschland, die Schweiz, Holland u. s. w. unb hat allerorts sensationelle Erfolge erzielt. So schreibt u. A. bie „Fürstl. Reuß-Geraer Ztg „Gera (Fürftl. Hoftbeater). Die Aufführung ber Oper durch daß G. R. Kcuse'sche Ensemble hat alle Schönheiten beß Werke« außzu- schöpfen gewußt. Mit seiniühliger Hand suchte der Dirigent, Herr Kruse, bie Begleitung dem ununterbrochenen Flusse beß Gesanges unterzuorbnen. Zwei jugenbfrische, entzückend klingende Stimmen, Frl. von Roggenbucke (Hänsel) und Frl. Thorsen (Gretel) versenken die Hörer in ben vollen keuschen Märchenglauben. Ihr sich anschmiegendeS, immer schlagfertiges Spiel fesselte unausgesetzt unb forberte stürmischen Beifall heraus, an dem Frl. Br einreich, welche die Knusperhexe mit origineller Accentuirung gab, sowie Frl. Schäfer als allerliebstes Sandmännchen, Herr Beling unb Frl. SchneIle (das Besenbinderpaar) partizipirten. Für die scenische Jlluftrirung war baß nur Mögliche geschehen. DaS liebliche Bild der herabsteigenben Engel unb bie neuen Decorationen der Knusperhäußchenscene waren von stimmung- erweckender Wirkung." *♦ Die Gießener Rndergesellschaft erzielte mit ihrem am vergangenen Mittwoch abgehaltenen 18. Stiftungsfest wiederum einen vollen Erfolg. Der Festsaal deS „CasöLeib" hatte durch Fahnen, Wappen und eine große Menge Ruder einen ächt sportlichen Character bekommen und war bi« auf ben letzten Platz gefüllt. Al« noch Verklingen der Leutner'fchen Fest-Ouverture sich der Vorhang hob, wurde dem sich bietenden überraschend schönen Bilde bereits allseitiger Beifall gespendet. Vor einem fächerförmigen Arrangement von Rudern waren terraffenförmig die sämmtlichen Ehrenpreise, fast ein halbes Hundert, welche die Rubergeselllc?aft zu erringen wußte, mit dem deutschen MetsterfchaftSstern in der Mitte ausgestellt. Die ganze Gruppe war durch Guirlanden und Tannenbäumchen geziert und die lebensgroßen Büste» Kaiser Wilhelm« unb Großherzog Ernst Ludwig« hoben sich von diesem Hintergründe in wirkungsvollster Weise ab. In einem von Herrn Fillmann meisterhaft vorgetragenen Prolog gedachte der ungenannte Autor in rhyimisch wohlklingenden Strophen der Vergangenheit, Gegenwart unb Zukunft ber Rudergesellschaft. DeS Gründer« derselben, Herrn Christoph Rübsamen, besten Sohn Herrn Albert Rübsomen alß der- zeitiger Inhaber de« deutschen Meistetschaft«stern«. sowie namentlich ber großen Verdienste beß jetzigen Ehrenvorsitzenden, Herrn Jean Kirch, wurde in ehrenvollster Weise gedacht. Unter Hinweis auf bie für ben Rudersport unschätzbare kaiserliche und großherzogliche Huld, welcher namentlich in letzterer Zeit stet« neue Gunstbezeugungen entsprungen find, wurden die Ruderer zum Weiierstreden aus dem eingeschlagenen Wege ermahnt unb ermuntert und mit den Worten: Dann werden wir, gleichwie die Jünger Jahn« Auch unf’rer Jugend fürder dazu helfen D m deutschen Vaterland, dem cin'gen, großen, Ein stark Geschlecht mit wagemutd gern Geist Zn sichern unb zu bilden stet« auf’« Neue! endete ber mit wohlverdientem Beifall belohnte Prolog, von | unterer RegimentSmusik flott gespielte Corcertstücke wechselte» ' nunmehr ohne Unterbrechung mit Vorträgen ber Herren «du ® lud Lfl (ölt 8° ttiiirrvdr« tistiM' r »erlangt o jm-rr jo 5 ** WntI J Urte uno z» schr DOl »ün'chtt - )tt jluberfl " Tk 6ttnofltapb ettnogropi du fiiitr gntem ben« btt ’ tMBtn uni ld)xtt 8ll verdunste sowrnteS 6 lot des Un tot der Verfügt, bii ihnen, von QitrogWbt ttaurtitag* •abelßberger Wbtit. L' «o mit f)t' fomiitn L lieniem träge, die Anwesenden wir bereit« Tarnen erst hrr, angtbu tnl: Itn, e " Der fcamMofl A! Mieter einen fönen (f. i @diuö Gerh btxunmyn t m) ttifpui ‘•in vameradschi die 25jähri i» Dannsta 18. August 6t. König! Vertondes, D-s gefedf M Fest zu Ballen. -Vst 54, tot im Gics Äonfai 1S9J, 8 toctnntnb, s Dtrftr 13 tzschg 2|< ä mi t Ci Wie mi 3'M " , 8i 21 . Si II ,(i 18 . z- «•5 . » Jll • Si 4480 ' 3100 ’ gestriger Nr. er» Stadt in nächster n eS Herrn Di- und Gretel. i Gastspiel dahier iter Leitunq seiner it Oclober v. I. Stweiz, .Holliui- folge erzielt. So Fera Mstl. unb bat A K. i Werkes Mzu- fott btt Wynt, des frische, enizüLend nie (Hänsel) und rer in den vollen siegendes, immer nnd forderte stür- ei«reich, welche ig gab, soivie Frl. )err Beling und anijlpirten. Für iögliche geschehen, zri und die neuen von e Vft*. "Int Ä (Union, LDr- '?? ®'«r£ y?'Js i hi'alle ^°°ten «•» »dter fcMita ^ars>^. J *-«, °»L :te durchaus «, Vielmehr die J* der Gröhe der Arbeit ,otl der Sacial- Vorschlägen ^unstsdorfes mit alle Tocial. WWelt unter le Zeit seien im egen die hü()eie nuen RüchchM. eiven zustimmend daraus hin, ba§ "kl durch hygir. eden könne. Er 'den bäuerlichen über die Renla- gesetzgeberischen sich wurde noch RMchgkeir der ihrem rein groh- jklte mit ihrem am Stiftungsfest i( des „Cafe Leib :ohe Menge Ruder t und war bis aui ,en berliner* ' wurde dem V® s allseitiger Beis°ü Arrangement v°n tlichen Ehrenpreile/ ergesellitt i» * >lschaftSster" t" 'tbindiM1* * Süfttn M\« W "au Ü- 2° "tragentn P-° °! |* woW* Stttn ®>'N Maml" ”, ,ThrenvorMv° rt Weise fl * Lrt unschatzba" :rsp°" 'm,n =i»» ”a” fri», i e»* L bem ringel ,n Worte" ;jer3* I'» $in t** rtrage" A Krelscher, Kietzen W* Neustadt 55 ~®t empfiehlt Loose aller genehmigten Lotterien. Prompte Zusendung der Geiornnliste. 1119 Grün und Strohecker vom Frankfurter Stadttheater und jeder Besucher des Festes wird uns mit Vergnügen bestättgeu, daß er sich noch selten so prächtig amüsirt hat. Herr Grün, durch Herrn Dr. Loewe in virtuoser Weise auf dem Piano begleitet, begeisterte die Zuhörer durch die großartige Kunst feiner Darstellung, welche er mit den sämmtlich frei vor- getragenen Stücken zu verbinden wußte und Herr Strohecker trug eine ganze Anzahl Stoltze'scher und ähnlicher Werke mit solcher Originalität in Ausiprache und Minenspiel vor, daß donnernde Beifall' und Lachsalven ohne Unterlaß den Saal erfüllten. Beide Herren wurden stets einige Male da capo verlangt und wußten den Beifall durch Zugabe neuer Stücke immer noch zu erhöhen. — Ein nach Erledigung des 12 Nummern umfassenden Programms kurz vor Mitternacht begonnener Ball ließ so recht erkennen, weich' reizender Flor holder Ruderschwestern an dem Feste theilnahm. Es war ein entzückendes Bild, als Herr Ernst Balser m schön gelungener Polonaise die endlose Colonne durch den Saal führte und viele flotte Tänze folgten derselben, bis man sich zu sehr vorgerückter Stunde gegenseitig „Guten Morgen" wünschte — auf Wiedersehen beim 19jährigen Stiftungsfeste der Rudergesellichaft. *• Der Geburtstag GabelSbergers, des Erfinders der Stenographie, wird alljährlich vom hiesigen Gabelsberger Stenographen Verein begangen. Diesmal hatte der Verein die Feier in die Form eines Familienabends mit dem unv-.r- weidlichen Tänzchen gekleidet, und, wie der Verlauf bewies, mit gutem Erfolg. Der Saal des Cafe Leib war voll besetzt, denn der freundlichen Einladung des Vereins waren v'ele Damen und Herren gefolgt. Der Vorsitzende, Herr Reallehrer Albach, hielt die Festrede, in welcher er die großen Verdienste Gabelsbergers um die Wiffenschaft wie unser ge- sammtes Kulturleben feierte. Das reichhaltige Programm bot deS Unterhaltenden Vieles und die Durchführung bewies, daß der Verein auch über eine stattliche Anzahl Mitglieder verfügt, die nicht nur flott stenographiren, sondern auch mimen, vortragen und singen können. Nach einem flotten Steoographenmarsch gelangte ein Festspiel „Gabelsbergers Geburtstag" zur Aufführung, deffen Schluß eine Huldigung GabelSbergers durch Deelamarion und Enthüllung der in bengalischer Beleuchtung erscheinenden Büste GabelSbergers bildete. Zither-, Violtn- und Klaviervorträge wechselten ad mit herrlichen Liedervorträgen, (Solos und Duetts), komischen EoupletS und Quartetts u. s. w., die mit wohlverdientem Beifall ausgenommen wurden. Die komischen Vorträge, die stellenweise locale Färbung hatten, versetzten die Anwesenden in die heiterste Stimmung. — Die Feier fand, wie bereits erwähnt, durch ein von den zahlreich erschienenen Damen ersehntes Tänzchen, bei welchem die handschriftlich so lurz angebundenen GabelSbergianer allerdings recht lange auSd' lten, einen hübschen Abschluß. ** Der Verein „Bürger Gesellschaft" hält am morgigen SamStag Abend in den Räumen des „Steins Saalbaues" wieder einen Maskenball ab, zu welchem die Geheim- karten (s. Annonce), auch für Nichtmitglieder bei Herrn Gustav Gerhardt am Lindenplatz zu haben find. Die Vor- Lercitungen hierzu sind schon seit Wochen im vollen Gange -und versprechen die Aufführungen recht großartige zu werden. ** Der Landesverband der Hessischen Kriegervereine, Krieger- Kameradschaft „Hassia", hat durch seine Delegierten beschlossen, die 25 jährige Wiederkehr der glorreichen Tage von 1870/71 in Darmstadt festlich zu begehen und bat zur Feier den 18. August, den Ehrentag der Hessischen Division, bestimmt. Se. Königl. Hoheit der Großherzog, der hohe Protektor des Verbandes, hat bereits seine Zustimmung hierzu ausgesprochen. DaS geschäftsführende Präsidium deS Verbandes beabsichtigt, daS Fest zu einer größern, patriotischen Kundgebung zu gestalten. *• Eiseobahnuufall. Dem Berlin-Frankfurter Schnellzug Nr. 54, welcher Morgens 514 Uhr die hiesige Station passirt, ist gestern Nacht zwischen Münden und Hedemünden ein ernster Unfall zugestoßen, demzufolge die Postsendungen aus Norddeutschland gestern Vormittag hier nicht zur Ausgabe gelangen konnten. Seitens der hiesigen Station wurde die erbitcne nähere Auskunft über den von den Postexpeditionen bereits gestern Morgen mitgetheilten Unfall der Presse mit der Angabe vorenthalten, daß von einem Unfall nichts bekannt sei. Wir mußten daher gestern davon absehen, darüber zu berichten, und beschränken unS heute auf nachstehende, der „Frkf. Ztg." entnommene Mittheilungen. Genannte Zeitung schreibt u. A.: Der Schnellzug Nr. 54 (Berlin Sanger- Hausen-Frankfurt) ist in der Nacht zwischen Münden und Hedemünden mit einer Hülfsmaschine zusammengestoßen, die man von Münden requtrirt hatte, weil der Schlafwagen entgleist gewesen war. Ein Theil des Maschinenpersonals ist sehr schwer verletzt,- Paffagiere wurden nicht verletzt. — Ein Passagier deS verunglückten Berlin Frankfurter Schnell- zuges theilt uns mit, daß die Fahrt überhaupt an Aufregungen keinen Mangel hatte. Schon auf der Station Güsten mußte ein Wagen, deffen Axen heißgelaufen waren, ausgesetzt werden. Dann spürte man geraume Zeit lang leichte Erschütterungen, bis endlich nach einem kräfiigen Stoß vom Postwagen aus der Zag gestellt und ein Rad reifenbruch conftatirt wurde. Der Schlafwagen war überdies entgleist, und die dahinter fahrenden Wagen konnten nicht weiter. Daher mußten die Reisenden aus diesem Wagen und aus dem Schlafwagen auksteigen und in die * beiden vordersten Wagen einsteigen, mit denen allein bann die Maschine und der Packwagen die Fahrt fortsetzten. Daß • bei bem späteren Zusammenstoß mit ber Reservemaschine nicht ein noch schlimmeres Unglück passirte, ist wohl mit ber Leichtigkeit ber Reservemaschine zuzuschreiben, bie burch ben Anprall weit aus dem Geleise geworfen wurde und fast in bie Werra gestürzt wäre. Die Passagiere beS Zuges erlitten zum Theil Contusionen, jeboch nur leichter Art. — Eine genaue Darstellung beS Zusammenstoßes nach Angabe beS Bahnpersonals besagt, ber Unfall habe sich gegen 2 Uhr NachlS zugetragen. Der Schlafwagen erlitt ungefähr eine halbe Stunbe von Hebemünben Bandagenbruch. Der Unfall würbe sofort ber Station burch einen Zugbeamten, ber die Strecke nach Hebemünben zu Fuß zurücklegte, gemeldet, worauf von Hannoverisch Münden sofort der dienstthuende Assistent, Führer unb Hetzer mit einer Reservemaschine nach ber Unglücksstätte eilten. Inzwischen würbe ber verunglückte hintere Zugtheil an ber Stelle gelöst unb der Vordenheil beS Schnellzuges ist, ohne baß man auf der dort eingeleisigen Strecke ahnte, baß eine Reservemaschine auf bem Wege sei, weiter gefahren. So rannten beide Körper an einer dort bestehenden Curve derart gegeneinander, daß von der Bemannung der Reservemaschine der Assistent und ber Führer • schwer, ber Heizer lebensgefährlich verletzt find. Vom Zugpersonal deS Schnellzugs sind der Zugführer und ber Pack- meister verletzt worben unb sofort außer Dienst nach Berlin gefahren. Der Unfall ereignete sich an ber Ueberbrückung ber Werra, unb es hätte nicht viel gefehlt, so wäre ber eine ober andere Zug-Körper in ben Fluß gestürzt. Von Münben würbe bann ein Nothzug zusammengestellt, um bie Paffagiere unb Verletzten abzuholen. Die Passagiere, von benen Niemand erheblichen Schaden davongetragen hat, wurden mit Zug Nr. 96 weiter befördert. ** Befihwechfel. Bei der heute auf hiesigem Amtsgericht < stattgehabten Versteigerung des „Hotel Einhorn" legte ‘ Herr Gastwirth Kuhnein Darmstadt, ein geborener Gießener, '• mit 85,600 Mk. das höchste Gebot ein. Die Uebernahme h soll am 1. März erfolgen. ** Brodrevifioo. Bei einer gestern in hiesigen Bäcker- ■ laben vorgenommenen Brodrevifion würben 46 zu leicht ge» \ backene Stöbe beschlagnahmt. ** Die Cigarrendiebe arbeiten wieder! Aus Darmstadt wird von gestern berichtet: Während der verflossenen Nacht wurde in einer hiesigen Cigarrenfabrik eingebrochen unb 1800 Cigarren entwendet. ** Wegen Diebstahls wurde gestern ein Dienstmädchen verhaftet. Dasselbe hatte seiner Herrschaft einen Hundertmarkschein gestohlen und für das Geld allerlei Sachen eingekauft. Nidda, 12. Februar. Am Sonntag begab sich der Landwirth Conrad Müller von Wohnbach Hierher unb war bis gestern Ad.nb noch nicht heimgekehrt. Es ist sehr wahrscheinlich, baß sich derselbe auf dem Heimwege verirrt hat unb verunglückt ist. Seine Frau, Dorothea Müller, bittet um Nachricht über seinen Derbleib. D. Z. kirchliche Anzeige« Ser Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Sonntag den 17. Februar. Sexagestmae. Gottesdienst. In der Stadtttrche. Vormittags 9'/, Ubr: Pfarrverwalter Dr. Grein. Vorm 11 Ubr: Miliiargottebdienst: Pfarrer Dingeldey Nachm. 27z Ubr: Atnderkirche. Pfarroerwalter vr. Grein. Nachmittags 6 Ubr: Piarrer Schlosser. I n AbendgotteSdienst Beichte und hl. Abendmahl für die Mattdäusgemetnde. Anmeldungen Tags zuvor in der Wohnung des ^Geistlichen (Kirchstraße) erbeten. Donnerstag den 21. Februar, Abends 8 Ubr: Bibelstunde im Turnsaal der Stadtknaoenschule P'arroerwalter vr. Grein. 2« der Johauneskirche. Vormittags 97i Uhr: Piarrer Dingeldey. Nachmittags 27»Uhr: Kinderkirche der LukaSgemeinde: Pfarrer Dingeldey. Nachmittags 6 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Am nächsten Sonntag den 24. Februar, findet Beichte und heil. Abendmahl für die Lukatzgem.inde im AbendgotteSdienft statt. Montag den 18. Februar, Ab-ndS 8 Ubr: Bivelst inde im Confirmandensaal der Johanne'kirche. Erster Brief deS JohrnneS, Cap. 5 (Schluß): Die Hauptwahrheiten, bei denen jede Gemeinde bleiben soll. Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. Sonntag den 17. Februar. Sexagesima. SamStag: Nachmittags um 47, Uhr und Abends um 8 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag: Vormittags von 67, Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; „ um 67, Uhr erste hl. Meffe; „ um 77° Uhr Austheilung der hl. Communion: „ um 8 Uhr zweite hl. Meffe; MilitärgotteSdienst mit Predigt. „ um 97, Ubr Hochamt mit Predigt; Abends um 6 Uhr: Sakramentalilche Bruderschaftsandacht. Gottesdienst der israelitischen ReligionSgesellschast. Freitag Abend 5™ Uhr, SamStag Vormittag 8« Ubr, Nachmittag 3 Uhr, Sabbathausgang Uhr. Verein für jüdische Geschichte und Literatur r Wetzsteingasse 8, Nachmittags 2 Uhr. 2'38 Berechtigtes Aufsehen Pastillen durch ihre Heilerfolge. In ihrer Wirkung auf Be- ruhUung und Heilung bet oatarrhalischen Entzündungen, sei es deS Halses, der Brust o^er der Lungen, sind sie unerreicht und können als dos beste diesbezügliche Heilmittel gelten. Beim Einkäufe von FAY’s ächten Sodener Mineral»Pastiü-u beachte man, das, die Schach'eln mit dem Zeugniß d s Sodener Bürgermttster- A^ttes umbüllt sind. Nir solche sind ächt' Erhältlich ä «5 P'g. die Schachtel. 491 Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. Montag den 18. Februar 1895, Vormittags 9*?, Uhr beginnend, sollen im Fernewald, District Kohlschlag und Strangswiese versteigert werden: 13 Eichen-Stämme mit 3,70 fm, 214 Fichten- und Kiesern-Stämme mit 128,80 fm, darunter Schnittholz, 512 Fichten- und Kiefern^Stangen mit 35,30 fm, 3 rm Kirschbaum - Nuhscheitholz, für Drechsler geeignet, 11 „ Buchen-Scheicholz, 29 , Eichen- 4 „ Birken- „ 19 „ Aspen- 12 „ Nadel- 46 „ Buchen-Knüppel, 17 „ Eichen- „ 5 „ Aspen- 51 , Nadel- 5 „ Buchen-Stockholz, 85,4 „ Nadel- 1930 Wellen Buchen-Reisig, 50 „ Eichen. „ 4480 „ Nadel- „ -3100 , Weichholz. Die Zusammenkunft ist an der Strangswiese. Gießen, den 12. Februar 1895. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Gnauth. 1332 .SCHALLERfcCO. 752 Katalog umsonst! in bet Hirschapotheke in «. WalleuselS 244 Pelikanapothete u. in der Engel- UniverfitütSapotheks, sowie in den Drogerien von Benner «. 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Das Programm und der Beginn de» Vorverkaufs werden demnächst bekannt gegeben werden. 1366 Das Comit&a (5. Balser. Bansa. Challier. Dr. (ybd. l)r. Frank. W Gail. Tb. Handach. Heichelheim. Heyligenstaedt. Iaskowski. Kirch. Dr. üriiger. ü. Petti III. Chr. Reiber. Rsdiger. Damenkarten im Vorverkauf ä 30 Pfg. ebendaselbst. An der Kaffe 50 Pfg. p 1203 Wohnung? genommen werden. Die trauernden Hinterbliebenen. !! Festsaal Cafe Leib 14. Februar 1895. 1367 findet Sonntag den 17. dü. Mts., Nachmittag» 3 Uhr, vom Trauerhaufe, Steinstraße 71, au» statt. Cognac 1.20 J. Seibel, Zu de« drei Linden Entree- Masken-Ball 1370 F'erd. Karnickel Ausstattungs-Geschäft. 1368 XXXXXXNXKXX xxxxxxx xxxxxx 1887 101.20 4«/* HamburgerHvp.Bk.unkch.1900 106JO 100.70 3chur.a ie Sinnt 1 »illignng t birgeimtift tmr Stnbi Mc 10000 "jaiichkn lkrtts straße Swmbtn i öaß Me coqi ^eitftratze Bicml btx tmifi brr Hnla9 jihrUch cir ^UNWk, bl w dnW ®lf gl i.! herre, '■•«ft Na 1 "" Jk !l« "I ttg .tS 's li; 6 k ti •Mit?'’ k, *••,*** vöd