189» Freitag den 15. November Erstes Blatt Nr. 269 Amts- und Anzsigeblatt für den Areis Gieren. Hratisöeikage: Hießener Jamitienötätter. »öhM Nlk. 1-1.20 iten, rg. an bis zu 8831 Bekanntmachung, Dweschm de« Bvre«« ,Hc»olb'. v. Gagern. e All: Annoncen-Burcaux beS In- und AuSlanbtS nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Gieße«, beo 14. November 1888 ♦* OeffeuUiche Auerkeunuug edler Thaleo. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben dem Tazlöhner Johann : bii viertelfährtger ZöonnementspreiSr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. • Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. flebaction, Lxpedüio» und Druckerei: Kchutflrahe Ar.7. Fernsprecher 51. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag- für b« lokgenben Tag erscheinenben Kummer bi« Dorrn. 10 Uhr. entstehenden Schädigungen der wichtigsten LebenSintertssen beseitigen und die Entwickelung der wirthschaftlichen Verhalt- niste ausS Günstigste fördern werde. Der nach langjähriger sorgfältiger Bearbeitung zu Stande gekommene Entwurf sei nach Inhalt wie Form geeignet, den allgemein berechtigten Wunsch nach einer einheitlichen bürgerlichen Gesetzgebung zu befriedigen. Die Versammlung spreche die Erwartung aus, daß die gesetzgebenden Organe des Reiches das baldige Inkrafttreten des Gesetzbuches herbeiführen werden. Ludwigslust, 13. November. Der Afrikareisende O Scar Borcher ist im hiesigen Bethlehem-Stift der Malaria Der -lesjener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme beS Montags. Die Gießener P««tlte»vrLlter werben bem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Wien, 13. November. Die Auflösung des Gemein de rat HS hat unter der Bevölkerung großes Aufsehen hervorgerufen. Die Anhänger LuegerS, welche trotz drS colostalen Aufgebots von Schutzmannschaften in der Nahe des RathhauseS zahlreich erschienen waren, demonstrirten unttr fortwährenden Hochrufen auf Lueger, AbzugSrufen auf Badem und Schmährufen auf die Regierung. Die Burgwache wußte unter Gewehr treten und den Burghof von den Antisemiten, welche dort ebenfalls Hochrufe auf Lueger ausbrachten, säubern. Biele Verhaftungen wurden vorgenommen. Rom, 13. November. DaS italienische, englische, österreichische und französische Geschwader werden eine gemein- schaftliche Flottendemonstration vor den Dardanellen veranstalten. Pari«, 13. November. Die Blätter äußern sich fortdauernd pessimistisch über den AuSgang der morgen statt- findenden Debatte über das An archiste u g ese tz. Der Figaro meldet, der Ministerpräsident Bourgeois habe aus den geheimen Fonds, die ihm zur Verfügung ständen, 50000 FrcS. entnommen und diese den auSständischen Arbeite, n in Carmavx zugehen lasten, um ihnen zu ermöglichen, ihr Ziel: „Die Glasfabrik den Glasarbeitern" zu erreichen. Paris, 13. November. Die Einwohner von Monceau haben gestern 100 Fässer Zuckerwein eingeschlagen und den Inhalt derselben auf die Straße laufen lasten, um gegen das Gesetz, welches die Fabrikation von Zuckerwein gestattet, zu protestiren. Die Untersuchung hierüber ist ein- geleitet worden. t Paris, 13. November. „Rappel" bestätigt die Meldung, daß der Panamapr oceß wieder ausgenommen werden soll und theilt mit, daß GeneralstaatSanwalt Bertrand gestern Flory beauftragte, mit den in dieser Sache ernannten Finanz- inspectoren nicht nur die Bücher der Südbahngesellschaft zu controliren, sondern auch wegen der Panama-Affaire ein sachverständiges Urtheil abzugeben. Loudon, 13. November. Das Institut der Civil- Jngenieure ernannte gestern den deutschen Kaiser zum Ehrenmitglied. ,, . Loudon, 13. November. Der CabinetS Ausschuß beschloß gestern, den Krieg gegen die Aschantis sofort zu be* □innen Der Kriegsminister ordnete den schleunigen Aufbruch einer Expedition an,- gleichzeitig erhielten mehrere englische Infanterie-Bataillone Marschbefehl nach Westafrika. Konstantinopel, 13. November. In der Sonntag-Nacht vorgenommene Verhaftungen betrafen die Urheber der jüngst verbreiteten aufrührerischen Plakate. Die Gerüchte von einer neuen Großvezierkrifis erhalten sich. Gestern fand eine Conferenz der Botschafter statt. ES heißt, daß ein neuer Schritt derselben bevorstehe. tofdK eker empfiehlt , u. -»«sdoksche» personal mit nur In großer Än|M PlacirullgSbureaa, , Bahuiofstraße 11, ittsem wMW * '* 1 °9503 cbeteiu ______ sauberes Machen -KZ- vr-w«' [*Se s»°ul VÄßtiU- e ÄVU« bi' Lttttt U * b. A______ folge unzutreffend. Berlin, 13. November. Der Militär-Etat, welcher in den nächsten Tagen dem BundeSrath vorgelegt werden dürste, wird, wie die „Post" hört, sich auf derselben Höhe wie der Etat für baß laufende Jahr halten. Berlin, 13. November. Die Meldung, wonach der frühere Abgeordnete v. Bockum-DolfS einen Selbstmordversuch gemacht haben soll, beruht auf einer Verwechselung mit dem Rittergutsbesitzer Bockum-Dolfs in .Sassendorf, dieser, der sich am Donnerstag voriger Woche in der Nahe seines Gutes mit einem Revolver mehrere Schüffe beigebracht hatte, ist am Sonntag Morgen feinen Verletzungen erlegen. Vota, 13. November. In der heutigen Versammlung der HandelSkammer behufs einer Kundgebung zu Gunsten des baldigen Inkrafttretens des Entwurfes des bürgerlichen Gesetzbuches, an der die wirthschaftlichen Vereine Rhetnland-WestphalenS theilnahmen, wurde eine Resolution Angenommen, in der die Versammlung die Ueberzeugung au - spricht, daß die endliche Schaffung eines einheitlichen bürgerlichen Gesetzbuches einem Verlangen des Volkes entspreche, die durch die Berschiedenheit der bürgerlichen Gesetzgebung Amtlicher Theil. Gießen, am 12 November 1895. Betreffend: De öffentlichen Tanzbelustigungen. Grotzherzogliche Kreisamt Gieße» an die Grohh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Nach unserem Ausschreiben vom 13. März 1889 "Gießener Anzeiger Nr. 64) darf in den Landgemeinden deS Kreises, mit Ausnahme deS zweiten Feiertages der hohen christlichen Feste, an Tagen, an welchen daselbst das heilige Abendmahl gefeiert wird, insbesondere an den EonfirmationS- tagen, sowie am letzten Sonntage des Kirchenjahres (Tobten- festes) die Erlaubniß zum Tanz- und Mufikhalten nicht er- Kaiser beiwohnte, wurde zunächst dem Kaiser ein Ueberblick über die bisherigen Arbeiten der ersten und zweiten Commission für das bürgerliche Gesetzbuch gegeben. Hierauf wurden Die Bestimmungen berathen, die in das Einführungsgesetz zum büraerlichen Gesetzbuch über daß Anerbenrecht bei bäuerlichem Besitz aufzunehmen sind. Als ein fernerer Gegenstand der Berathungen wird die Behandlung der schon bestehenden Ehen nach dem Inkrafttreten des bürgerlichen Gesetzbuches in AuS- Meßmer Anzeiger Kenerat-Mzeiger. fi* «et: b M Untet, L “ 3til- d-r * «nb bemo, * ^t geh, 9470 Berlin, 13. November. Wie dem „Vorwärts" auS Magdeburg telegraphirt wird, ist gestern der Redacteur Baumüller von der socialtstischen „Volksstimme vom dortigen Landgericht wegen MajestätSbeleidigung zu einem Jahre Gesängniß verurtheilt und gegen eine sofort hinterlegte Caurion von 10000 Mark vorläufig auf freien Fuß geletzt worden. München, 13. November. Die socialdemokratische „Münchener Post" meldet auS Berlin: Die Abänderung des preußischen VeretnSgesetzeS nach dem Muster des bayerischen wird von der Regierung mit aller Energie betrieben werden. Eine diesbezügliche Vorlage befindet sich bereits in Ausarbeitung und wird dem Landtage sofort nach seinem Wiederzusammentritt zugehen. Die Vorlage enthalt Verbote der Theilnahme von Frauen und Minder,ahrigen an politischen Versammlungen, sowie eine Aenderung der Begriff«- besttmmung politischer Versammlungen und politischen Vereine. DaS entsprechende Beurtheilungsmaterial ist vom bayerischen Minister deS Innern erbeten worden. Wien, 13.November. Der antisemitische Bürger- Club besprach gestern Abend in einer Sitzung die Eventualitäten der heutigen Bürgermeisterwahl und beschloß einstimmig, Lueger wiederzuwählen, um neuerdings etne definitive Entscheidung in der Lueger-Frage herbeizuführen. Wien, 13. November. Die Wahl Dr. Luege' S erfolgte mit 92 Stimmen, während 45 leere Stimmzettel abgegeben wurden. Der RegierungS-Commiffar begründete die Auflösung deS Gemeinderaths damit, daß die Wahl des Dr. Lueger mit der Wtllenömeinung deS Kaisers in Wider- rreius. meines betreffend Ausbruch der Maul- und Klauenseuche. In folgenden Orten ist die Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt und demgemäß die erforderlichen polizeilichen Schutzmaßregeln (Sperre) angeordnet worden: in Dreihausen (Kreis Marburg), Nieder ' (Kreis Friedberg), in Heubach, Wetterfeld und der Gemarkung Oberseenerhof (Kreis Schotten) und tu Nieder-Gemünden (Kreis Alsfeld). Gießen, den 13. November 1895. Großherzogliches Krrisamt Gießen. Berlin, 13. November. Das Staatsminifterium trat heute Nachmittag 2 Uhr unter dem Vorsitz des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe zu einer Sitzung zusammen. Berlin, 13. November. Der CabinetSchef v. Lukanus I übersandte im Auftrage deS Kaisers dem ArbettS-AuSschuß Netteste Nttchercyte«. bcr SeTltner Gewerbe Ausstellung für 1896 em Schreiben Wolffs telegraphisches Eorrespondenz-Bureau. des Inhalts, daß der.Kaiser dem Gange der Vorarbeiten für Berlin, 13. November. In der heutigen Sitzung der die W-^breitete Au- Commission des Reichsiustizam^ , | Q(g' ob £g im Lause der Berathungen der in der vorigen Woche versammelten Sachverständigen zur Frage der Revision der Arbeiter-VersicherungS-Gesetzgebung zu scharfen Auseinandersetzungen zwischen dem Staats, ecretär Dr. Bo etlicher und dem Präsidenten des Reichsversiche- rungs-AmteS Dr.Bödiker gekommen ist, ist der „Post" zu- en. tt tfW- rövmzasstA, ÜStigttBLSttck mttn Zeugnissen. liimattfftaM, rTlC9e$ßien, 13. November. Nach hier vorliegenden Berichten aus Constantinopel dauern dort die allaimtrenden Ge- rüchte fort, die augenscheinlich übertrieben, aber doch die allgemeine Erregung der Gemüther deutlich verrathen. So tbeilt werden I wird behaupret, daß Hinrichtungen von Verschwörern statt- Wir bringe» diese Bestimmung hiermit nochmal« mit gesunden hätten, und datz kürzlich d°S StavtSIch'si^^rem^d dem Anlügen In Erinnerung, 6=6 Sie vor Ihrer Bericht- zahlreiche Leichen in« Schwarze Meer v.rienk, habe D°6 erftattuna an uns sich zunächst zu verlässigen haben, daß die Lage eine hochernfte, und entsprechende ra che Maß. an dem Tage, für welchen die Tanzerlaubniß erbeten wird, nahmen dringend geboten find, gestehen auch> vorurtheilSfre die Feier deS heiligen Abendmahls in Ihrer Gemeinde nicht türkische Kreise unter dem Hinweis em, daßdie Erregungsauch SÄ'SSi»““SÄ‘, Zugleich empfehlen wir Ihnen, die Wirthe darauf auf- richte zuverlässiger Augenzeugen, daß mit ^nQ^ee ^8 merksam zu machen, daß sie ihre Gesuche um Tanzerlaubniß Fälle die Provocationen vnd Angriffe vor' Erkffcher Seff^ ftets frühzeitig einzureichen haben, wenn sie sich nicht erfolgten. Nur in der Landscyast Marasch, wo sch der Eeiahr =u«,etzen «ollen, daß die,eiben unh-tüllstchtigt ^Ntrum^de^armenllchen The.lnnbme C ^bre Berichterstattung hat demgemäß ebenfalls möglichst Miktscher Behörden und Truppen an den Metzeleien sei in frühzeitig zu erfolgen und darf auf keinen Fall bis zum einigen Fällen neuerdings ^si°Urt worden, r-ge vvt der beabsichtigten BerauftaUung hinav-g-ichoben > q Cn‘ v. Gagern. polizeilich abgesperrt. Nach Beendigung der Wahl drängte ------------------------------------I eine große Menge gegen das ReichSrathsgebaude. Berittene Polizei und die Sicherheitswache zu Fuß räumten die Straßen. f Die Demonstration wiederholte sich, als Dr. Lueger im ge betr. die Stelle eines ^°^^commissars für die Gemarkung ^^fienen Wogen vom Rathhause fuhr. Mehrere Verhaftungen ES wird zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der ^November. Vom Rathhause begaben sich Großh. Forstaffeffor König er in Arnsburg zum: Polizei- g() ^0 Menschen unter dem Rufe „Hoch Lueger?" 2ommiffär der Gemarkung Arnsburg bestellt und alS solcher btc Hg^urg, wurden aber von der Sicher!heitswache verpflichtet worden ist. zurückgewiesen. Einzelnen gelang eS, durch ein Seitenthor Gießen, den 12. November 1895. ®n das Innere der Hosburg zu gelangen, wo sie durch Leib- Großherzogliches Kreisamt Gießen. garde-Jnfanterie aufgehalten und hinauSgetrieben wurden. v. Gagern. ___________ ber Hofburg wurden keinerlei Rufe laut. Newyork, 13. November. Nach einer Depesche aus Granada (Mexiko) ist dort eine S roße Schule abgebrannt. In dem Gebäude befanden sich 150 schuler, von denen viele umgekommen find. Bis jetzt find einunddreißig Leichen, darunter ein Lehrer, geborgen. ES wird ...........I Brandstiftung vermuthet,- zwei Knaben, welche von ihrem . Wöllstadt Lehrer Bestrafungen erlitten hatten, find verhaftet worden. Joseph Brand II. zu GernSheim in Anerkennung des von demselben bet der unter eigener Lebensgefahr ausgeführten Rettung des Konrad Meister auS Gernsheim vom Tode des Ertrinkens bewiesenen besonnenen und muthvollen Ver- halten- eine Geldprämie, dem Schlaffer Karl Bund er zu Darmstadt, in Anerkennung des von demselben bei der unter eigener Lebensgefahr auSgeführten Rettung der Louise Wasenmüller auS Darmstadt vom Tode des Ertrinken» bewiesenen besonnenen und muthvollen Verhaltens die Rettungsmedaille, und dem Schreiner Jacob Roßkopp III. zu Kostheim in Anerkennung des von demselben bei der unter eigener Lebensgefahr auSgeführten Rettung der Barbara Daschmann zu Kostheim vom Tode des Ertrinkens bewiesenen besonnenen und muthvollen Verhaltens eine Geldprämie zu verleihen geruht. • • Schuldienst Nachrichten. Am 23. October wurde dem Schullehrer Hermann Dörr zu Strebendorf die Lehrer- stelle an der Gemeindeschule zu Lehnheim, Kreis Alsfeld, — am 26. Ocrober wurde dem Schullehrer Leonhard Stöhr zu Climbach eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Londorf, Kreis Gießen, — an demselben Tage wurde dem Schulamtsaspiranten Ludwig Schäfer aus Klein-Bieberau eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Pfaffen Beerfurth, Kreis Erbach, übertragen,- — an demselben Tage wurde der auf eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Offenbach präsentirte SchulamlSaSpirantJohannes Brunner au- Groß - Zimmern für diese Stelle bestätigt,- — am 30 October wurde dem SchulamtßaSpiranten Wilhelm Diehl aus Hoch-Weisel eine Lehrcrstelle an der Gemeindeschule zu Rendel, Kreis Friedberg, — an demselben Tage wurde dem SchulamtSaspiranien Heinrich Balzer auS Gießen die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Schwabenrod, Kreis Alsfeld, — an demselben Tage wurde dem Schul- amtSaSpiranten Gustav Ritter aus Lehnheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bretzenheim, Kreis Mainz, übertragen. * * UniverfitiitS-Nachricht. Unser hessischer Landsmann, Herr Professor Dr. He nrich Braun in Königsberg, der seine akademische Lausbahn an unsrer LandeSuniverfität begonnen hat und späterhin den Lehrstuhl der Chirurgie an den Universitäten Jena, Marburg und Königsberg inne hatte, har, wie der „Darmst. Ztg." von hier gemeldet wird, einen Ruf als Nachfolger des nach Berlin an Bardelebens Stelle berufenen Profeffor König in Göttingen angenommen. Professor Braun wird bereits im December von Königsberg nach Göttingen übersiedeln. • * Coucert in Marburg. Wie aus dem heutigen Jnseraten- theil ersichtlich, findet nächsten Samstag den 16. ds. MtS. das erste diesjährige Concert des Akademischen Concert-VereinS zu Marburg statt, lieber die in demselben mitwirkende Solistin Miß Fanny DavieS entnehmen wir der „Oberh. Zeitung" Folgendes: Die Dame ist aus der Schule Clara Schumanns hervorgegangen und hat ihre Ausbildung in Deutschland genoffen. Nach Beendigung dieser wandte sie sich jedoch nach ihrer englischen Heimath zurück, wo es ihr gelungen ist, sich die Sympathien ihrer Landsleute in derartig hohem Grade zu erwerben, daß man sie heute die erste und beliebteste Pianistin Englands nennen darf. In Deutschland ist sie verhältnißmäßig selten aufgetreten, und auS diesem Umstande erklärt es sich, wenn ihr Name hier nicht so bekannt ist, wie in England. Da» Programm, welches sie gewählt hat, gestattet ihr, alle Vorzüge ihres Spiels in glänzender Weise zu entfalten: vollendete Wiedergabe eines klassischen ConcertS, Leidenschaft und Kraft, innige klare Cantilene und blendende Virtuosität. Nicht unbemerkt wollen wir laffen, daß wir eS einer besonderen Lieben»- Würdigkeit der Künstlerin zu danken haben, wenn sie hier spielt, und daher sprechen wir die Hoffnung auS, daß ihr hier in Marburg ein herzlicher Empfang zu Thetl werden möge. Ueber das reichhaltige und fernere Programm schreibt dasselbe Blatt: Etngeleitet wird daS Concert durch die dritte der drei populär-klassischen Ouvertüren Webers (Freischütz, Oberon und Euryanthe), der dann daS Beethoven'sche Clavier- concert op. 58 G-dur mit Orchesterbegleitung folgt. Zum ersten Mal gelangt dann noch auS Richard Wagners letztem Werke „Parsifal", das der Componift und Dichter ein Bühnenweihfestspiel nannte, der „CharfreitagSzauber" für Orchester zum Vortrag. Den Schluß des ConcerteS bildet die ebenso liebliche als großartig schöne ^-dur - Symphonie von Beethoven. In Ansehung deffen, daß daS Orchester gegen 50 Musiker zahlt, und daß Herr UniverfitätS-Musikdirector Jenner durch zahlreiche Proben die sorgsältigste Einstudirung ermöglicht hat, unterliegt eS keinem Zweifel, daß dieses Concert sich allen früheren in würdigster Weise anreiben wird. — Wir wollen nun nicht unterlaßen, die Musikfreunde hiesiger Stadt auf dieses Concert besonders aufmerksam zu machen, da die Eifenbahnzüge zur Hin« und Rückreise günstig gelegen find. * * Marine Verein. Anläßlich deS 25 jährigen Gedenktage» des Kampfes deS deutschen Kanonenboote» „Ttcteor* unter dem Commando deS jetzigen Admirals Knorr und dem franzöfischen Aviso „Bouvet" in den Gewäffern von Havanna, sandte der hiesige Marine-Verein ein Glückwunschschreiben an den Herrn Admiral. In einem an den Verein gerichteten Schreiben drückt Admiral Knorr demselben seinen herzlichsten Dank für die ihm dargebrachten Glückwünsche auS. PermilcHo. ♦ Berlin, 13. November. Sin neues Opfer des Bauschwindels ist der 57 Jahre alte Malermeister Eduard Müller geworden. Derselbe hatte sich durch große Verluste, die er bei verschiedenen Bauten erlitt, ein Nervenleiden zugezogen. Gestern Vormittag erhängte sich iun derselbe in seiner Wohnung an der Schnur seine» Schlaf- rocke-. Seine Frau fand ihn erst al» Leiche vor. • Bon der Mosel, 12. November. Der „N eue" hat, kaum im Faffe, schon ein Opfer gefordert. Al» der Winzer Conrad Oftermann in Dusemond gestern Morgen ahnungslos feinen Gährkeller betrat, stürzte er sofort betäubt zu Boden und war nach wenigen Minuten eine Leiche. Durch die Gährung de« juogen Moste» hatte sich der festgeschloffene Raum mit Gasen gefüllt. * Ein Cougreß deutscher Seschaft-reisender, die eine 25 jährige Thätigkeit hinter sich haben, wird geplant. ES sollen auf dem Congreß die gegenseitigen Er- fahrungen in der GeschäftSpr axi» auSgetauscht werden, um bei vorkommenden Fällen davon Gebrauch zu machen. * In dem Schwefelbergverk Eartorio in Lercara bei Palermo, in dem kürzlich eine Galerie einstürzte, wurden mehrere Arbeiter unter dem Schutt begraben. Leider stellte sich heraus, daß dieRettungSarbeiten eingestellt werden mußten, weil der Einsturz der anderen Mine droht. 15 Arbeiter befinden sich noch unter den Trümmern, von denen, wie man vermuthet, noch einige am Leben find. Die Unglücklichen sind nun rettungslos dem Tode preisgegeben. * In Malaga wurden acht Lehrer der benachbarten Stadt Belez verhaftet, die auf der Straße die Mildthäligkeit der Bewohner angerufen hatten. Die Lehrer, die fett läng rer Zeit kein Gehalt mehr bekommen hatten, hatten ihre Schulen gesperrt, und sich dann bettelnd in der Provinz umhergetrieben. Der Gouverneur versprach ihnen jetzt, sie würden ö:e ihnen zukommenden Bezüge erhalten, drohte ihnen aber zugleich an, sie in ein Bett er Asyl einzusperren, wenn sie nochmals beim Betteln betroffen würden. * Revolution auf telegraphischem Gebiet. In Phila delphia wurde im Der floffenen Monat ein neue» telegraphisches System erprobt, das im Stande ist, 1000 Worte in der Minute zu übermitteln. Das geschieht auf elektrochemischem Wege. DaS beste System vermag bis jetzt nicht über 150 Worte in der Minute zu befördern. Die zwischen Newyork und Chicago angestellten Versuche ergaben, daß die anfängliche Geschwindigkeit von 720 Worten zuletzt auf 940 Worte in der Minute bei einer Entfernung von 218 englischen Meilen erhöht wurde. Die Telegramme waren leserlich und die Kosten werden für 50 Worte auf 25 Pfennig geschätzt. Der Erfinder deS neuen electrochemischen Telegraphen fegt: „Telegramme können zukünftig tn die Briefkästen geworfen und durch Extraboten, welche von der Centraltelegraphenstation abgesandt werden, gesammelt und nach ihrem Bestimmungsort Übermittelt werden. Zwischen Newyork und Chicago würde man 25 Stunden sparen, die bisher von dem schnellsten Postzuge angewandt wurden, und zwischen Newyork und San Francisco sogar fünf Tage. Die Möglichkeit einer solchen Revolution auf dem Gebiete des Verkehrs ist eine sehr große " — Eine andere Meldung tautet: Bei kürzlichen Versuchen mit neuen telegraphischen Apparaten soll es in Philadelphia gelungen sein, 720 biß 940 Worte in ter Minute über eine Linie von 218 Meilen zu senden. Mit den schnellsten bisher bekannten Apparaten können 100 biS 400 Worte per Minute gesandt werden, während cs möglich sein soll, mit der neuen Erfindung 3000 Worte (?) zwischen Newyork und Philadelphia zu befördern. Mit Benützung von zwei Lwien will der Erfinder fähig fein, zum Preise von 3 Cents per Brief alle Briefe, die jetzt zwischen Newyork und Chicago geschrieben werden, durchschnittlich 50 Worte per Brief, zu telegraphier. titaratur unt lUnft — Interessant zu plaudern ist eine Kunst, besonders wenn der Stoff auf materiellem Gebiete liegt. Jede Hausfrau wird detzhalb mit Vergnügen die Artikel über den Einkauf für Küche und Tafel lesen, welche die neue Monatsschrift: , Stein Hau» meine Welt*, Monatsschrift für das geistige und wtrthschaititche Leben der Frau, he»ausgegeben von Jobanna v. Sydow, bringt. (Verlag von Max Pasch, Berlin SW., Ritterstr. 50). Diese Plaudereien enthalten so viel Practtsches und Beachtenswerthes, daß auch die erfahrenste Hausfrau daraus noch Nutzen ziehen kann, da sie durch dieselben in regelmäßiger Folge über alles für den Monat Geeignete, auch über Preise, orienttrt wird. Das November- Heft der besonders die Praxi» der Hauswirtdschaft pflegender Zeitschrift enthält noch folgende interessante Artikel: „Einiges über Ehescheidungsrecht in Gegenwart und Zukunft*, von vr. jur. R. Wernicke; „Auf der Ofenbank", Familiensktzze von Zoö v. Reuß; „Briefe eines Hausfreundes" 2. Gesellschaften und Gesellschaftgeben; „Der braune Trank der Levante", von M Nordenwaldt; die Fortsetzung der fesselnden Novelle: Ein Dämon, von E Doering. Neu für jede Hausfrau dürsten die „Englischen und amerikanischen Koch- recrpte" von S. Olden sein, welche gute fremde Nationalgerichte in die deutsche Küche einfübren möchten. Speisezettel, Plaudereien über den ©arten, Nolizblätter für die HauSwtrthschaft, Kleine Zeitung vervollständigen den reichen Inhalt de» Heftes. Der PreiS ist 50 Pf. oder Mk. 1.60 vierteljährlich. Vermehr, Cauö- tmfc VoUrrvirthschaft. LimdnrO, 13. November. Fruchtmarkt. Roth er Weizen X 13,10, weißer Weizen X 13.00, Korn X 9.50, Gerste X 8 60, Hafer X 6.05. — 3«t PhoSphatdürrgrrrrg. Jeder erfahrene Landwirth weiß, daß eine richtig angewandte Phosphatdüngung für den Bau der meisten Eulturpflanzen von größter Bedeutung ist und daß die Anwendung von ThomaSphoSphatmehl diesem Zwecke entspricht. Um die Landwirthe aber vor großem Schaden zu bewahren, machen wir darauf aufmerksam, daß nur der Gehalt an löslicher Phosphatsäure den Werth der ThomaSschlacke bedingt und daß die rheinischen, westfälischen und noch einige andere westdeutsche Werke die beste ThomaS- schlacke mit 75 bis 92 p(St. löslicher Phosphorsäure liefern, während die ThomaSschlacke au6 anderen Werken meistens nur 40 pEi. lösliche PhoSphorsäure enthält. Außerdem kommen aber auch eine ganze Menge minderwerthtge PhoSphatdüngemittel, welche nur 2 diS 5 oder höchsten» 10 pCt. PhoSphorsäure enthalten, im Handel vor. Der Landwirth muß also dringend davor gewarnt werden, geringwerthtge PhoSphate zu kaufen, weil er sonst da« Geld zum Fenster htnauSwirfl. Der landwirth kaufe nicht allein die Phosphate mit einem bestimmten Gehalt an GesammtpboSvhorsäure, sondern achte zugleich auf einen gewissen Grad von EitratlöSlichkett. Ter großen Wichtigkeit der Sache wegen baden sich die Herren Prof. FreseniuS, Vorsteher der landwirthschastlichen Versuchsstation in Wiesbaden, Prof. Dr. König, Vorsteher de» landwirthschastlichen Verein» in Münster i. W, Prof. Dr. Soxhlet in München, Dr. Thörner, Vorsteher der Unte'suchungSstation in C»nabrüef. Dir. Suth, Vorsteher der Versuchsanstalt tn Eaffel und ander« landwirtofchaslliche Forscher bereit eifiä t, in allen ZweiselSiLllen neben der Untersuchung auf GesammtphoSphorsäure auch deren Grad von CitratlöSltchkkit zu controliren, um so den Landwirthen volle Gewißheit darüber zu verschaffen, ob fie eS mit gutem, unverfälschtem, hochwirksamen ThomaSphoSphatmehl ober mit einer weniger wirksamen ober ganz und gar unwirksamen Maare zu thun Haden. V ekamu» a ch m»g. Aufschrift der Postsendung«». Zur Sicherung schneller Beförderung und Bestellung der Bo men bu» gen müssen auf denselben Empfänger und Bestimmungsort so genau bezeichnet fein, daß jeder Ungewißheit uorgedeugt wird. Dabei sind na.nenUich folgende Punkte zu beachten: 1. Bei Postsendungen nach größeren Orlen ist in der AnfschrM die Wohnung de» Emp'iürger« möglichst genau onjugeben. Auch ist e» ton Wichtigkeit, daß die WohnungSangabe stet» an derselben Stelle der Aufschrift, nämlich unten recht», unmittelbar unter der Angabe de» Bestimmungsorte«, erfolg« 2. Auf den nach Berlin bestimmten Sendungen ist, außer der Wohnung deS Empfänger«, der Postbezirk (0„ NO. «.), in welchem die Wohnung sich befindet, hinter der Ortebe» zeichnung „Berlin" zu oermerfen. 3. Gibt e« mtt dem Bestimmungsorte gleich oder ähnlich lautende Postorte, so ist dem Ortsnamen eine zusätzliche Bezeichnung beizufügen. Welche Zusätze für die Ortsnamen im Postverkehr al» maßgebend anzusehen find, ergibt stch «ut dem „verzeichniß gleichnamiger ober ähnlich lautender Post- orte*, daS zum Preise von 10 Pf. durch Vermittlung jeder ReichS-Postanstall bezogen werden kann. 4. Wenn der im Reichs Postgebtet belegen« Bestimmungsort zwar mit einer Postanstalt versehen, defienungeachtet aber nicht all allgemein bekannt anzunehmen ist, fo empfiehlt e« fich, die Loge bei OrtS in der Aufschrift der Sendung noch bei Näheren zu bezeichnen. Zu derartigen Bezeichnungen eignet sich die Angabe deS Staate« und bei größeren Staaten bei politischen Bezirk« (Provinz, Regierungsbezirk u. s. tn.), h* welchem der Bestimmungsort belegen ist, ober auch die Angab« von größeren Flüssen [(Ober), (Elbe), (Rhein), (Main) »e.j oder von Gebirgen ((Harz), (Riesenaebirge) n.) Nicht minder find zusätzliche Bezeichnungen, wie ((Thüringen), (Altmark). «kJ für den Zweck geeignet tfenbungen nach Ortschaften ohne Postanstalt if. außer dem eigentlichenBestimmung«ortenoch diejenige Post- anstatt anzugeben, von welcher au« die Bestellung der Sendung an den Empfänger bewirkt werden bez. die Abholung erfolgen soll. 6. Wenn der Bestimmungsort einer Sendung tn einem fremde» Poftgebiete belegen und zu den weniger bekannten Orten ixt rechnen ist, so ist außer dem Ortsnamen noch da« betreffend Land bez. der LandeStheil auf der Sendung anzugeben. Di« Beachtung dieser Punkte wird zur Herbeiführung einr: schleunigen öeberfunft der Sendungen an den Empfänger wesentlich beitragen, und e« liegt daher im eigenen Interesse der Absender bte Aufschriften der Smdungev hiernach genau anjufertigen. kirchliche Anzeigen de* Stadt Gietzen. Evangelische Gemeinde. Donnerstag den 14. November, ^Abends 8 Uhr, im Turnsaal der Dtadtknabenschule: Bibelstund«. (Brief de« JacobuS, Cap. 1, Der» 19 bis 27). Pfarrer Schlosser. Gottesdienst in der Synagoge Samstag den 16. November: Vorabend 4" Uhr, Morgen« 9 Uhr, Nachmittag« 8 Uhr, SabbathauSgang 5to Uhr. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft. Freitag Abend 4*° Uhr, SamStag Vormittag 8" Uhr, Nachmittag 3 Uhr, SabbathauSgang 5» Uhr. WochengotteSdienst Morgen« 7 Uhr, Abends 8 Uhr Witternngsbericht vom 13« November. Die Depression im Norden zieht langsam aus östlicher Bahn weiter und beherrscht nunmehr ganz Europa mit Ausnahme be« äußersten Ostens; ihr Centrum liegt heute vor der mittel norwegischen Küste. Im Bereich dieser Depression laufen verschiedene Furchen niederen Druckes südwärts durch den ganzen Continent. DaS Welter ist säst überall trüb und haben ausgedehnte Regenfälle stattgefunden. Die Temperaturen liegen noch immer verhältnißmäßig hoch. vo,aa»ftchtttch» »iitmmet Trübe» und regne ische», aber immer noch milde« Wetter. k — £ür iianbcl und ^erttehr. — Soeben erschien: Meyers Deutsches Derkehrslerikon. Ein Nachschlagebuch über Poft-, Telegraphen-, Eisenbahn- und SchiffahrtSftationen. «art-giert 1 Mk. 50 Pf. Zar Ansicht in jeder Buchhandlung. — Prospekte grati«. Verlag des bibliographischen InkMots kn Leipzig, e \ Academischer Concert-Ilerein in Marburg. tadtverordnetkwWahl! im Museiimssaale ca. 15 Ctm. Höhe. 9555 9576 9564 LooS 9540 Gießen. W aw r w, 9557 Frankfurter Börse vom 13. November 1895. 4Ve°/e Oesterr. Stiberrmt« 108.60 Gsldsort <« «ter 162.8 I Oesterr. Crcdtt-Actien 311°/« Dirmst. Bt^Lctteo Frankfurt a. M., den grat!»' Lende«) r fest. 1574 llbr, Im Turnsaal ! Jacobus, Gap. 1, LooS L‘oo6 Voo» 98.66 103 66 1044)0 313.25 209.30 163/0 163.90 33.60 314.00 209.70 153.80 163.50 33.90 yW*1' 5fiati‘>nelt 84.15 101.50 25.45 87.60 31.30 102.30 101.60 e. mlldeS Wetter. Die Stadt Wetzlar bedarf bis zum 1. April 1696 = 150 Kubik- «eter Basalt-Pflastersteine von Als geeignete Candidaten werden empfohlen: Ph. Euler IV., Schneidmüller. Carl Faber, Spenglermeister, ©r. r. Outfleiscll, Rechtsanwalt. Theodor Haubach, Kaufmann. 8. Heichelheim, Commerzienrath. Eouis Huhn, Architect. Carl Loos, Kaufmann. 8. Pascoe, Director. Eouis Petri II., Bauunternehmer. Wilhelm Wallenfels, Rentier. b. Schreinerarbeitenr 1: 17n Zellenthüren und Fußleisten, 11: Tritt stufen und Bohlenbelag, III: Arbeiten in den Wohnungen, c. Schlofserarbeitenr 1: 176 Zellentbürbeschläge, von den billigsten bis zu den feinsten. Puppenköpfe und Gestelle ; Gelenkpuppen in allen Grössen. O sowie alle PuppeBitheile, Puppen;Wäsche und . -Kleider, Schuhe und Strümpfe etc. H Ferner empfehle eine Parthie zurückgesetzte Puppen SMP Sonntag den 17. November, Abends 8 Uhr Jur Keier des Stiftungsfestes: Telegraphischer Coursbericht von Conrad Dietz, Bankgeschäft, Giessen ! Kegelbrüder I Humor und Kerngesund Tagesordnung: Stadtverordnetemvahl. Zusammenkunft: , ^ZantzseLW^ EcaigLM Bonn^erHivHainbu^ Alleinverkagf für Giessen bei J. Dirigent: Herr Universitäts-Musikdirector Gustav Jenner. Solist: Miss Fanny Davies, Pianistin aus London. Programm : 1. Weber: Ouvertüre zur Oper ,Euryantbee. 2. Beethoven : Klayierconcert, op. 58, G-dur. Vorgetragen von Miss Davies. 3. Wagner: Charfreitagszauber aus Parsifal 4. Schumann : Romanze, b-moll. Chopin: Nocturno, op 62, No. 1, h-dnr. Rubinstein: Staooato-Etude. Vor getragen von Miss Davies. 5. Beethoven : op. 92, Symphonie No. 7, A-dur. 9552 Nummerirte Karten zu Mk. 3.—, nichtnummenrte zu Mlc. 2, Studentenkarten zu Mk. 1.— sind in der N. G. El wert sehen Univ.-Buchhandlung zu haben jp- SM9T Nur Mitglieder haben Zutritt. Samstag, den 16. d. M, Abends 9 Uhr r Commers im Vereinslokal. Der Borstand. zu ganz billigem Preis. 9568 J. H. Fuhr, Sonnenstrasse 25. Britf 00.00 20.40 4.19 Coursbericht dm J. Kurz &= Giessen, Kahohofstrahe 63« Männer-Turnverein. k i j Sonntag, den 17. d. M., Abends 8 Uhr, Faber, Carl, Spenglermeister, Stadtverordneter. Heichelheim, Sigmund, Commerzienrath. Hein, Carl, Hotelier. Hnhn, Louis, Architect. Klein, Johs., Metzgermeister und Gastwirth. Petri, Louis II., Weißbindermeister Pirr, Louis, Metzgermeister. Wallenfels, Wilhelm, Rentner. Wenzel, Karl, Kaufmann. Viele Bürger ertigMS ID igen W Inder Samstag den Iß. öootmbtr, Nachmittag« 2 Uhr, im »«hier* (Marktplatz 20) zu Gießen werden durch den Unterzeichnelen öffentlich gegen Baarzahlung versteigert: 2 Schweine, 1 Handwagen, 1 Partie Nutzholz und Steinkohlen, 1 Drehbank. 1 Ladeneinrichtung, 1 Beit, diverse Polsterwöbel (neue und gebrauchte', 2 Commoden, 1 Regulator, 2 Kleiderschrärke, 4 Bettstellen, ein Silberschrank, 1 Jagdtisch v. s. w., ferner Musikautomat, 2 Kisten Nordhäuser und schweb. Lchnapb, ein Poften Wolle, eine Anzahl Oel- und sonstige Bilder. Versteigerung vorauss. theilw. bestimmt, namentlich auch betr. des SchnapseS. 9558 Geiget, Gerichtsvollzieher- Ge wer bt reibende! Zur bevorstehenden Stadtoerordnetenwahl erlauben wir uns, folgende Männer, die das Interesse des Gewerbes sowie das Wohl der Stadt im Auge habeu und dasselbe würdig zu vertreten wiffen, in Vorschlag zu bringen: Seltersberg. Die Mitglieder des früheren Seltersberg Vereins werden zu einer Besprechung auf heute, Donnerstag, S‘/2 Uhr Abends, auf der Schönen Aussicht eingeladen. Tages - Ordnung: „Wiederbelebung des Vereins." Nm Erscheinen wird dringend gebeten.__9578 /H»r bevorstehenden Stadt- Verordnetenwahl schla- gen wir als geeigneten Candidaten 9550 präcis 9 Uhr. Der Vorstand: H. K. im Festsaale des Caf^ Leib. Vereinsabzeichen.9511 Der Vorstand, Schreiner bei der 0. H. E. Mehrere Wähler. I Franz. Banknoten Oesterr. dto. Americ. rooll II: 183 Fensterbeschläge, kooS III: Arbeiten in den Wohnungen, d. Glaserarbeiten: koos I: 183 Zellenfenfterrahmen mit Verglasung und 85 qm Verglasung eiserner Fenster, Laos II: Arbeiten in den Wohnungen, werden bis Mittwoch den 4. De. eember l. I., 10 Uhr, angenommen. Die Verdtngungsunt.r- lagen liegen bis dahin zur Einsicht offen und können die Bedingungen und An- nebotsabdrucke gegen Einsendung von I 30 H für 1 Loos, I JL 70 für 2 Loose und 2 X für 3 Loose jeder Kategorie, zuzügl. je 40^ für die Zeichnungen zu LooS b. 1, o. I und c. n, und ie 1 vM für diejenigen zu Loos b. III, d. I und d. II portofrei bezogen werden. — Zuschlagsfrist: 3 Wochen. Butzbach, den 8 November 1895. Grohherzogliche Baubehörde für die ^ellenstrafanstalt Butzbach. D a u d t.2554 Brief ®eU> 81.25 169 20 4.15 aSS loutenber PA Stillung K jnHunggort^ » der nicht an fW es sich, bh 'ung noch bet jungen eignet ^Staaten -eß u. s. m.), h. Inuit K.J 3hä>t "M), sAItrnoch, Postanstalt ist diejenige Post, ung btt Smdmie lung erfolgen soll, rmern srernbev- tlannten Orten ir ch das betreffend anzugeben, cbeiführung eint: Plänaer wesenlltch fle btr Absender, lufertigen. Spklllll-MWe- n. AusstatliiWsesW'V von Otto Itathschlag 71 Seltersweg 71. (tzrofies Lager fertiger Damen-, Herren- und Kinderwäsche. » Anfertigung nach Angabe in kürzester Zeit und 1 tadelloser Ausführung. z 9072e| 20 Fromken-Gt. Engi. Sovereign« 8563 Dollars U «old Mitbürger! Eine zahlreiche Wählerversammlung empfiehlt nach reiflicher Erwägung folgende Herren als Candidaten für die bevorstehende Stadtrathswahl in der festen Ueberzeugung, daß dieselben in jeder Hinsicht des vollen Vertrauens ihrer Mitbürger würdig sind: 8*/|0/e Deutsche ReichSeml. 8°/c Prentz. Couiols 3Vi°/o Sr. Hesfische D6L 40/0 Stabt Dsrmstadt v. 1891. 40/, , Worm» unf. b. 1901 105.60 3o/0 Oesterr. 6t«etB6a6n v. 1886 89.40 4°/» Etsenb. Rentenb. Obi. No Nsmb. 61.70 5®/o Buderuit Obi. 31/-0/. Fr«kfurter Hyv. 8L 101L0 3Vs°/vH«mbrgr.Hyp.Bkumr.b.l90b 101.70 WrfTkw. SrL. ». 101.(0 3e/,°/°Preuß.Hyp.A.Br.unkch.l900 101.60 40/* DeutscheGrdsch^S.urlk d.lS04 105.00 4o/o Pomm.Hyp.ALSkumk.b.1904 105 50 Witbtl 101.50 4% Franks. Lendw. Cred. Bk. 103.00 Neuester Ernte ä Mk. 2,50, 3,—, 3,60, 4,—, 6 — pr. 1/2 Kilo vorzüglichster Qualität. M. Schulhof.[8636 Steuerzahler ! Nachdem wir alle Kandidatenlisten zur Stadtverordnetenwahl einer eingehenden Prüfung unterworfen haben, können wir nicht umhin, zu betonen, daß diejenige des Bürgervereins Süd^West entschieden die beste ist. Dieselbe kommt auch der Liste der bekannten großen Parteien am nächsten. Die vorgenommenen Veränderungen bedeuten indeß eine große Verbesserung. Denn Männer wie Heichelheim und Pascoe sind Kräfte, auf die eine jede städtische Vertretung stolz sein könnte. Herr Heichelheim ist ein Finanzmann erster Größe und Herr Paseoe ist auf allen Gebieten der Industrie uud des Gewerbes vollkommen zu Hause; er ist auch bekanntlich ein tüchtiger Kaufmann und in juristischen Dingen läßt er sich kein 3E vor einem U vormachen. Die beiden Herren gehören keiner Partei an, sind in jeder Hinsicht unabhängig nnd selbständig, sowie nicht weniger thatkräftig. Wir sind überzeugt, daß dieselbe« das wahre Interesse der Stadt zu ihrer höchsten Pflicht machen, das nicht Dringende von dem Dringenden unterscheiden und die Taschen der Steuerzahler schonen werden. Diese hervorragenden Kräfte lassen wir uns nicht entgehen und bitten unsere Mitbürger, möglichst einstimmig zu wühlen die Herren: S. Heichelheim, OninifBifiinitli, S. Pascoe, flrrgiiirrliihirrrtor. 9575 Wähler aus allen Stadttheileu. Zitherunterricht wird erthetlt. 2752 Zu erfragen in der Musikalienhandlung Ernst Shallier (Rudolphs Nachf.) Cellounterricht l ertheilt Otto Brandt Hautboist, 116. Regiment, Grünbergerstr. 41. i Äug. Voigt. 9547 »Hl». MM der Deutschen Kaffee-Import- Gesellschaft Köln a. Rh. erzielt im Gebrauche erhebliche Ersparnis» allen anderen gerösteten Kaffees gegenüber. Niederlagen zu den Preisen von 80, 85, 90 und 100 Pfg. pro Ve-Pfd.-Packet In tilESSEX bei: A. Geisse, Wilh. Haas, Jac. Häuser, Carl Laux. Fritz Lony Nachf.. 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Bl. niederzulegen. 94861 Tüchtiger, junger Mann der Colonialwaaren» oder Lande-producten» dranche für Lomptoir und kleinere Reisen gefncht. Off. m- Rekerenzen u. Ang. der Anspr. bef. »ub. D. 10 die Erped. d. Bl Dermiethungen. 9570] Stube mit Küche zu vermiet den Undevzagt SaplanSgaffe- Eine ältere deutsche Versiche- rungs-Gesellschaft sucht für den Platz Gießen und Umgegend einen tüchtigen Ober-Jnspector gegen hohes Fixum und Provision. Es wollen sich nur Herren melden, die in besseren Kreisen verkehren und in der Aquisition etwas Tüchtiges zu leisten im Staude sind. Off. u. Nr. 9342 a. d Exp. d. Bl. 9342 Eintrittskarten für Nichtmitglieder an _Ä 2.60 (tiperraitz X 3.50) sind bei Henn Ernst Cha liier (Rudolph'e Nachf), für Studirende bei Herrn Hausverwalter Storck in der neuen Aula zu i-rraiMig- Caudidateu als Stadtverordnete zu wählen: Ph. Euler IV.5 Kistenfabrikant. Dr. Gaffky, Professor. Dr. Gutfleisch, Rechtsanwalt. S. Heichelheim, Bankier. L. Huhn, Architect. J. Klein, Metzger und Gastwirth. Karl Loos, Kaufmann. S. Pascoe, Bergwerksdirector. L. Petri II., Weibbindermeister. Wilh. Wallenfels, Rentner. Ferd Windecker, Rentner. Vorzügliches Sauerkraut Ein tüchtiger Saulpeugler sofort auf dauernde Stellung gesucht Gi» Pferd, 8 Jabre alt r« verkaufe«. Nähere- durch Heb. Simon, Ein Haus In guter Geschäftslage, preiswürdig -u Vertavfen Offerten unter D. K. 3Ä 9580] Schän möbltrteS Zimmer mit Cabinet zu verm. Mlln-vnrg v. Größeres Kneiplocal abzugebcn. [9573] ^Wiener Hof." 9512] Gin t«n-«- Ä4bd)«n empfiebtt sich im VÜget« in und außer dem Haufe. _ ___________Nahran-llverg 1. 9566] Ein gewandte- Mädchen fmcht bet sehr bescheidenen Ansprüchen ren jetzt bi- Weihnachten Stellung al» Verkäuferin. Nähere- Arantfurtsrftraße 7», I. 9551] Junge- Mädchen facht Stell« tagsüber zu Rindern oder Hausarbeit. «aplametgaste 5. Kc-ction: L. Scheyda. — Druck und Vertag der Br übt'scheu llmversitLtl^vnch. und Gtetnbnuftrn (Pietsch * Echryda) in Sießeu. Pi« ßeiHige Kummer umfaßt 8 Zeiten. Kemteiivkrrin Gießen. Samstag den 16. November, Abends S Uhr, Abrnbunterhaltnng mit Ian; «572 im Caf6 Leib. lrib'schrr FrSlaal, Girßro. Donnerstag den 14. Novbr. 1895 t /LinmaligeS Dresdner — ■ -----Oefammt.(Saftspiel unter Leitung dr« Sri. «d«lh. r«m» darbt und Gastspiel von Henriette Waflon, Äöntfll Hoffchaufoiel,rin von DreSben und Herrn JntivS Westrt- vom Deutschen Theater in Berlin. Die beiden Leonoren Lustspiel in 4 Acten von P. Lindau. Billetoorverkauf von heute ab bei Herrn Ernst Shallter (Rudolph- Nachf.): 1. Parquet X 2.50, Abcndkaffe 3 X, V. Parquet X 1.50, Abendkasse 2 X, Estrade, unnummet trt, X 1.60, für die Herren Studirenden 1 X, Gallerte 60 4. Kassenäffnuna 7 Uhr. — Anfang 8 Uhr. Ende lOVi Uhr. 9468 Lenz'scher Felsenkcllcr. Heute Freitag Abend: Mthrlsuppt. Morgens: 9579 M. IDrOflrifdj mit Kraut. wozu freundlichst einladet. Ph. Kleiss. Wähler! Steuerzahler! Zu der am nächsten Sam-tag stattfindenden Stadtverordneten Wahl stellen wir die folgenden Candidaten auf: Julius Bräutigam, (folonialttmarrnbönblrr, Johannes Diehl, Schncider, Eduard Krumm, Matcrial- und Arbivaarenhändler. Wähler! Steuerzahler! Ein Jeder von Euch, der glaubt, daß die Stadt durch gerechte Ver- theilung der commnnalen Lasten, durch Vermeidung unnöthiger Ausgaben und durch Unterstützung der Benachtheiligten uud Nothleidenden an der Lö'ung der großen Frage der Zeit, der socialen Frage, mitzuarbeiten hat; ein Jeder von Euch, der der Ansicht ist, daß das freiheitliche und demokratische Princip auch in der Stadtverwaltung unverfälscht seinen Ausdruck finden müsse, der gebe feine Stimme den drei Obengenannten! l Der Vorsiand des soetaldemokratifcheu Wahlvereius Mineralwaflcrkrüae 9567 kauf«« Benner A Krumm. 9666] Such« zu Weihnachten d. I. «inen tüchtig«« Müllcrburfchcn, welchcr felbfiftSnbig arbeiten kann und perfecler Schärfer ist. H. K. Zimmer, _____Steintnüdle • Gründer A. Or<*heeter E-dur (II.