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Expedition und Druckerei: Kchutstratze Kr.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblutt für den Avers Gieren. chratisöeikage: chießener Kamilienblätter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bi» Dorm. 10 Uhr. Deutsche» Reich. Breslau, 12. October. Sozialdemokratischer Parteitag. Abg. Singer, welcher die heutige Schluß' fitzung leitete, theilte bei Beginn derselben mit, daß gegen Liebknecht wegen seiner Rede am Eröffnungstage das Verfahren wegen MajeftätS« Beleidigung eingeleitet ist. Alsdann werden OrgantsationSfragen berathen. Privatdocent Dr. AronS-Berlin ist mit der Zusammensetzung deS Partei« Vorstandes unzufrieden und beantragt, der Parteileitung noch einige Beisitzer betzugeben. Der Vorschlag wird vom Parteivorstande bis zum nächsten Parteitage in Erwägung gezogen werden. Hierauf wird die Danziger Angelegenheit, betreffend den Genoffen Jochem, besprochen. Als Ort deS nächsten Parteitages wird Gotha gewählt. Auf demselben werden folgende Themata besprochen: Frauen «Agitation (Genossin Zetkin) und Proportional« Wahlsystem. Ferner Debatten und verschiedene Anträge. Belfast, 12. October. 2000 Schifssbauarbeiter haben ihren AuSstand erklärt. Straßburg, 12. October. Der kaiserliche Statthalter Fürst zu Hohenlohe-Langenburg hat sich gestern in Begleitung des UnterstaatssecretärS von Schraut und mehrerer höherer Forstbeamten nach dem Staatswalddistrict Struht begeben. ES wird vermuthet, daß der Kaiser gelegentlich der Besichtigung deS seinen Namen tragenden Mutziger FortS einen Pürschgang in dem genannten Staats- Wald, der sehr reich an Hochwild ist, zu machen beabsichtigt und mit dieser Absicht die Reise deS Statthalters in Verbindung steht. Straßburg, 12. October. Der auf morgen in Straßburg auberaumt gewesene Parteitag der elsaß-lothringischen Volk spartet ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Metz, 12. October. Das nach einer Meldung aus Luxemburg dortselbst verbreitetete Gerücht, der Kaiser werde von Schloß Urville aus den Großherzog von Luxemburg in seiner Residenz besuchen, findet hier in gut unter« richteten Kreisen keinen Glauben. Ausland. PrzemySl, 12. October. Wegen Ermordung ihres Wachtmeisters wurden vom hiesigen Kriegsgericht zwei Husaren zum Tode, 30 zu Festungshaft verurtheilt, 15 frei- gesprochen. PariS, 12. October. Von dem wegen Spionage verhafteten früheren Polizei-Commissar Schwartz wird mitgetheilt, derselbe sei von seinem Postdn als Poltzei-Com- miffar am Bahnhofe von Hallein entlassen worden, weil er vertrauliche Schriftstücke, die ihm vom Präfecten zugeschickt worden waren, conservativen Blättern mitgetheilt hat. Aus einer späteren Unterredung geht hervor, daß Schwartz einem sozialistischen Blatte chiffrirte Telegramme vom Ministerium übermittelte. DaS Blatt bediente fich derselben zu heftigen Angriffen gegen einen hohen Beamten des Ministeriums. In diesem Augenblick ist man damit beschäftigt, die bei Schwartz beschlagnahmten Correspondenzen zu sichten. Pari», 12. October. Die Regierung läßt offictös erklären, eine Annexion MadagaScarS würde ernste internationale Schwierigkeiten herbeiführen. Am 5. August 1890 erkannte Frankreich Englands Protectorat über Sansibar an und gleichzeitig erkannte England Frankreichs Protectorat über Madagaskar an. Eine Annexion hätte daher diplomatische Weiterungen verursacht, welche Frankreich mindestens für überflüssig hält. Konstantinopel, 12. October. Die Zahl der a r m e n i s ch e n Opfer bet der letzten Metzelei In Trapezunt wird auf 200 geschätzt- die christliche Bevölkerung der verschiedenen Riten, welche ein eigenes Stadtviertel bewohnt und daher gemeinsam den Angriffen ausgesetzt ist, flüchtete nach der Citadelle, in welcher sie internirt ist. Konstantinopel, 12. October. Die Antwort der türkischen Regierung auf die Collectivnote der Botschafter bestreitet theilweise die erhobenen Beschuldigungen von Ausschreitungen der Behörden sowie der türkischen Bevölkerung und schreibt die Hauptschuld an den Vorgängen -en Armeniern zu. Die Antwortnote besagt sodann, daß nur zwei Fremde infolge ihrer Aehnlichkeir mit Armeniern verhaftet, aber bereits entlassen wurden und daß eine Commission sich mit der Untersuchung der Maflenverhaftungeu beschäftige. Ferner gibt die Note diejenigen Maßnahmen bekannt, die zur Erhöhung der Sicherheit und Beruhigung der Christen und Fremden ergriffen worden seien und daß der Scheik ul Islam eine beruhigende Kundmachung an die SoftaS erließ, sowie daß eine gleiche Kundmachung an die Bevölkerung in den Zeitungen und durch Plakate in den verschiedenen Stadttheilen veröffentlicht' worden sei. Schließlich erklärt die Note, daß alle Vorsichtsmaßregeln ergriffen worden und strenge Instructionen an die Behörden und die bewaffnete Macht ergangen seien und stattet dann den Botschaftern den Dank der Regierung für die angebotene Intervention ab. Neueste WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 13. October. Der Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe, sowie der russische Minister des Auswärtigen, Fürst Lobanow, find heute Abend 61/* Uhr aus HubertuS- stock hier wieder eingetroffen. Berlin, 13. October. Heute Abend 7^ Uhr findet bet dem Reichskanzler Fürsten zu Hohenlohe zu Ehren deS russischen Ministers des Auswärtigen, Fürsten Lobanow, ein Diner statt, zu welchem namentlich geladen sind: der russische Botschafter Graf von Osten-Sacken, daS Personal der russischen Botschaft, die Staatssecretäre Dr. v. Bötticher und Freiherr Marschall v. Biberstein, der italienische Botschafter Graf Lanza, sowie der französische und der öfter- retchisck ungari'che Geschäftsträger. Metz, 13. October. Der Verweser der Bürgermeisterei fordert die Bewohner durch Maueranschläge auf, ihre Häuser vom 15. bis zum 18. d. Mts. zu schmücken, da der Besuch Ihrer Majestäten des Kaisers und der Kaiserin erwartet wird. Der Tag des Besuches ist bisher noch nicht bestimmt. , Depeschen bei Bure«u .Herold". Berlin, 13. October. Der Ingenieur Pfeiffer, welcher bekanntlich am 21. v. M. in der Kölner Spionage- Affaire verhaftet wurde, wird, wie verlautet, in kürzester Frist von dem Moabiter Untersuchungsgefängniß nach Leipzig zur Untersuchungshaft überführt werden. Berlin, 13. October. Der russische Minister des Auswärtigen, Fürst Lobanow, ist gestern Abend 6 Uhr hier eingetroffen und von den Mitgliedern der russischen Botschaft am Bahnhofe empfangen worden. Bromberg, 13. October. In dem preußischen Grenzorte Pol an o wo haben dem „Browberger Tageblatt" zufolge drei russische Grenzsoldaten einen Raubmord verübt. Eine Gastwiuhtn und deren Dienstmädchen wurden erschossen, die Tochter der er Heren lebensgefährlich verwundet. Triest, 13. October. Die Polizei verhaftete den gefährlichen, aus Italien entflohenen Anarchisten Josef Giorgt. Konstantiuspel, 13. October. Die Wache vor dem kaiserlichen Palais ist neuerdings wieder durch eine EScadron Dragoner und eine Batterie Artillerie verstärkt worden. Die in der Moschee deS Sultans Mohamed des Eroberers aufgefundenen Flugschriften lauten: „Unsere Vorfahren haben das osmanische Reich gegründet und daS große Reich vergrößert. Die heutige Regierung ist im Begriff, daS Reich in den Abgrund zu stürzen, was nicht geduldet werden darf." H. Straßburg i. E., 14. October. Der Kaiser erließ auS Hubertusstock folgendes Telegramm an den Statthalter von Elsaß ° Lothringen: „Ich erfahre soeben aus den Zeitungen die Kunde von dem abscheulichen Morde des Fabrikherrn Schwartz auS Mülhausen. Ich bitte daher Euer Durchlaucht, in meinem und der Kaiserin Namen unser innigstes Beileid der unglücklichen Wittwe auszudrücken. Wieder ein Opfer mehr der von den Socialisten angefachten RevolutionS-Bewegung. Wenn unser Volk sich doch ermannte! Wilhelm." Gieße», ben 14. Octobcr lt&5 Empfang. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen am 12. October u. A.: Den Domänenpächter Brennemann von Ober Erlenbach, den Professor Dr. Behaghel, Rector der LandeSuniverfität Gießen, den Geheimen Kirchenrath Professor D. Kdftlin von Gießen, den Oberftlieutenant Cullmann, Commandeur des Gendarmerie- DistrictS Oberheflen. ♦♦ Kirchliche Dieustuachrichte«. Ernannt wurden: Pfarr« vicar Heußel zu Sickenhofen zum Pfarrverwalter daselbst- Pfarrvicar Stotz zu Langftadt zum Pfarroicar für Büttel« vorn - Pfarramlscandidat Werner zu Rimhorn zum Verwalter der zweiten Pfarrstelle zu Nieder Modau (Ernsthofen), mit Wirkung vom 1. November l. I. an. Allr Annoncen-Bureaux bei In- und Auslände» nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. •* Aus dem Bundesamt für das Heimathweseu. Der Ortsarmenverband Gießen klagte gegen den OrtSarmenver- band Weilburg auf Erstattung von 3 Mark, welche der Kläger zur Beschaffung von Schuhwerk für den Arbeiter Hohlfeld verausgabt hatte. Er begründete diesen Anspruch damit, daß H. bereits zuvor in Weilburg neue Schube dringend nothwendig gehabt, solche auch erbeten habe. Sie seien ihm aber nicht gegeben worden, sondern starr dessen habe er Reisegeld zur Weiterreise nach Wetzlar erhalten. ES liege sonach Abschiebung vor. Der Beklagte bestritt dies. Schuhe seien dem H. nicht gegeben worden, weil er sich da- malS noch im Besitze brauchbaren Schuhwerks befunden habe. Daß ihm Reisegeld gegeben worden sei, liege daran, daß er fußkrank gewesen sei und daher nicht habe wandern können. Der Bezirksausschuß zu Wiesbaden erkannte auf Klageabweisung, weil Abschiebung nicht erwiesen sei. Zur Begründung seiner Berufung führte der Kläger aus, daß er bie Klage auf Veranlassung deS Landarmenverbandes angestellt habe, um dem Unfug zu steuern, daß gewohnheitsmäßig von allen Seiten Landstreicher mit abgerissenem Schuhwerk nach Gießen abgeschoben würden, um sich dasselbe dort erneuern zu lassen. Abschiebung liege unzweifelhaft vor, da der Br- klagte zugegeben habe, daß er dem fußkranken H. Reisegeld gegeben habe, anstatt ihn heilen zu lassen. Das Bundesamt für das Heimathwesen erkannte jedoch am 12. October er. auf Bestätigung der Vorentscheidung auS folgenden Gründen: Daß H. schon in Weilburg neue Schuhe nothwendig bedurft habe, sei nicht erwiesen. (H. selbst ist nicht aufzufindeu gewesen und der betreffende Magistratsbeamte wußte fich der Sache nicht mehr zu entsinnen.) Ob im Uebrigen Abschiebung vorliege, sei unerheblich, da Curkosten vom Kläger ja nicht aufgewendet worden feien. ♦♦ Technische Hochschule Darmstadt. Die Festlichkeiten anläßlich der Einweihung der neuen Gebäude der Technischen Hochschule am Montag, 28. October, sind wie folgt festgesetzt: lO1^ Uhr Vormittags Festzug der Studierenden vom alten Gebäude nach den neuen Gebäuden. 12 Uhr Festact in der Aula des neuen Hauptgebäudes, nachher Rund- gang. 4 Uhr Festessen im großen Saale der „Vereinigten Gesellschaft" (Preis des trockenen Couverts 5 Mk.), 81/) Uhr (präcis) Festcommers der Studierenden im „Orpheum". ♦♦ Alle schlecht schreibenden Damen und Herren, deren Handschrist oft rätselhaften Inschriften starke Concurrenz macht, wollen wir auf den in den nächsten Tagen beginnenden Cuisus deS Calligrapheu Herrn O. Gottlieb aufmerksam machen, welcher jedem seiner Methode sich Anvertrauenden in fünf Lectionen eine schöne und gefällige Schrift beibrtngr. Wie zahlreiche Zeugnisse beweisen, ist die Lehrweise deS Herrn Gottlieb eine solche, wonach ein jeder eine schöne, deutliche und leserliche Handschrift fich aneignen muß. Wir empfehlen allen jungen Leuten, an den Unterrichtsstunden theilzunehmen, sie werden den größten Nutzen davon haben, und bitten, Meldungen bis zum 19. d. M. bet der Expedition dss. Bl. zu machen. •• Patent Anmeldungen. Heizkörper mit Luftleitschau- feln (Zusatz zum Patente 83,291): Hugo Buderus, Hirzenhain, 4. 2. 95. Anzün^Vorrichtung für Gasöfen u. dgl.: Derselbe 13 6. 95. »♦ Gebrauchs»!' r Eintragungen. Antriebsvorrichtung für Fahrräder bette* er Radzahl, bei welcher Kurbelscheiben mit dem eigentlichen Triebrad durch Stangen verbunden sind und diese durch excentrisch gelagerte Tritthebel bethätigt werden: M. Levi, Homberg a. d. Ohm, 26. 6. 95. Tragbarer SicherheitScontact für Kassenschränke u. dergl. mit verstellbarem, auf contsche Contactfedern wirkendem Pendel: F. Baumann, Gießen, 17. 8. 95. Das Sauerkraut wird theuer! Diese Mittheilnng werden zweifellos alle Hausfrauen mit Bedauern entgegen- nehmen. In einer in Neuß abgehaltenen Versammlung von Sauerkraut Fabrikanten deS Ober- und Niederrheins, die sehr zahlreich besucht war, wurde festgestellt, daß die Ernte- aussichten von Gemüsen, speziell des Weißkohls, nicht nur in den Rheinlanden, sondern in ganz Deutschland und auch in Holland sehr schlecht seien, daß in manchen Districten sogar eine völlige Mißernte zu verzeichnen wäre. Die Aussichten seien derart, daß kaum die Hälfte deS Ertrages früherer Jahre zu erwarten sei, in Folge dessen habe der Weißkohl heute schon den dreifachen Preis wie vor drei Wochen er» reicht. Die Versammlung beschloß daher einstimmig, die Sauerkrautpreise erheblich zu erhöhen. Daubriuge», 13. October. Bei der am 5. d. Mts. stattgefundenen Gemeinderathswahl wurden unsere drei bewährten seitherigen Gemeinderathömitglieder: Cigarren- fabrtkant Wilh. Schäferl., Landwirth Karl Hämmerle, Landwirth JohanneSKlingelhöfer, mit großer Majorität wiedergewählr. W.B. Laug Goa», 13. October. Herrn Lehrer Roth, welcher bereit- acht Jahre hier thätig ist, wurde anläßlich ferner Vermählung vom hiesigen Gesangverein „Frohsinn" unter Theilnahme der Gemeinde ein Ständchen gebracht. — In Hochelheim wurden dem Briefträger von einer Fran 60 Mark entwendet. Bei der sofort vorgenommenen Haussuchung wurde das Geld wiedergefunden. Anzeige ist erstattet. *♦* Friedberg. 13. October. Der Oberhessische Katholikentag, der heute im Saalbau dahier abgehalten wurde, war sehr stark besucht. Selbst die Nebenräume und Zugänge des geräumigen Saalbaues waren dicht gefüllt. JnstitutSvorsteher Dr. Kübel (Gießen) sprach über die politische Stellung und Haltung der Katholiken im Allgemeinen, RechtSanwalt Kellerhof (Wiesbaden) verbreitete sich über die socialpolitische Thätigkeit der EentrumSpartei und Kaufmann Molthan (Mainz) hatte Leo XIII. und die römische Frage als Thema seiner Rede. Die Redner sprachen ent- schieden, aber maßvoll und sachlich und schlugen stellenweise einen warmen, patriotischen Ton an. Nach Verlesung eines Telegramms an Papst Leo XIII. und der am Rochusberg zu Bingen gefaßten Resolutionen der hessischen CentrumSpartei und nach einigen kleineren Ansprachen wurde die Versammlung mit einem Hoch auf Papst Leo XIII. und den LandeS- türsten, den Großherzog Ernst Ludwig, geschloffen. — Während der Versammlung gelangte ein Flugblatt zur Der- theilung mit dem Titel: „Die neuen Bauernfreunde mit der rvthen Eravatte." n. Friedberg, 13. October. Die hiesige landwirth- schaftliche Winterschule beginnt am 5. November ihren 25. CursuS. Der Unterricht wird von drei Haupt- und drei Hilfslehrern ertheilt. — Die erweiterte Handwerkerschule hier fängt den Unterricht im Winterhalbjahr am Tage vorher an. Das Schulgeld beträgt 20 Mark. — Bet den hiesigen vereinigten Armenfonds gingen in der Zett vom 1. April bis 1. October d. I. inSgesammt zur Verwendung für Brennstoffe, Lebensmittel u. s. w. au Stadtarme ein 500 Mark, für daS BürgerhoSpital 81 Mark, für die Suppenküche 15 Mark 60 Pfg. § Rieder Moo», 12. October. Im Auftrag des hiesigen Ziegenzucht. Vereins find die Herren Dr. Nuß und Landwirth Herchenröder von Ober-MooS gestern nach der Schwei- abgereift, um 26 Saanenztegen zu holen. Unser Verein giebt sich, veranlaßt durch die letzthin auf der londwirthschaftlichen Ausstellung in Gießen erhaltenen drei Preise sowie den Ehrenpreis des Grafen Ortola, große Mühe, auch gedenkt der Verein, die große landwirthschaftliche Ausstellung in Stuttgart zu beschicken. n. Slockheim, 13. October. Die Planirar b eiten an der neuen KretSftraße von hier zur KretSstraße Friedberg-Ranstadt find beendet. Im kommenden Frühjahr wird mit den Ehaufftrarbeiten begonnen. Man hofft, diese so fördern zu können, daß die neue Straße noch im Laufe des nächsten JahreS dem Verkehr übergeben werden kann. Als die kürzeste der bis jetzt bestehenden Verbindungen zwischen Nidda- und Ntdderthal kommt fie einem lange gefühlten Be- dürfniß entgegen und wird noch an Bedeutung gewinnen, wenn erst einmal die schon so lange geplante Eisenbahn Frankfurt-Stockheim gebaut sein mird. — ES ist jetzt noch eine kürzere Strahenverbtndung zwischen den beiden genannten Fluhthälern in Vorschlag gebracht, nämlich Altenstadt-Stamm- hetm. Doch wird die Ausführung dieses Projektes noch eine Zeit lang anstehen. Bon der Bergstraße, 11. October. Der diesjährige Wein ist von ganz hervorragender Qualität und ist bezüglich der Güte zu den besten Jahrgängen dieses Jahrhunderts zu zählen. Der Zuckergehalt des Mostes wurde bis zu 102 Grad nach Oechsle festgestellt. Der Preis bewegt fich zwischen 95 und 100 Mark. In Auerbach wurde der Most sogar bis zu 120 Mark und in Seehetm bis zu 110 Mark per Ohm verkauft. Lorsch, 11. October. Unsere Tabaksbauern sind mit ihrer diesjährigen Ernte bis jetzt recht zufrieden. Der reichliche Ertrag entwickelt sich unter dem Dache zu einer qualitativ überaus brauchbaren Sorte. Wie verlautet, dürfte den Produzenten auch hierfür ein ziemlich annehmbarer Preis in Aussicht stehen. Darmst. T. Anz. A Mainz, 13. October. Im Laufe des nächsten MonatS finden die Ergänzungswahlen zu dem hiesigen Stadtverordnetencollegium statt, über deren Ausfall man um deßwillen besonders gespannt ist, weil sich seit der letzten Wahl vor drei Jahren die Zahl der Wähler fast verdoppelt hat. Der Grund dieser auffallenden Vermehrung der Wahlberechtigten liegt hauptsächlich darin, daß durch ein Gesetz vom 1. Juli dieses Jahres die Be- stimmung in Wegfall gekommen ist, wonach die Ausübung des Wahlrechtes in den Städten für alle Nichtortsbürger an die Erklärung gebunden war, nach zwei Jahren von dem Wahlrecht Gebrauch machen zu wollen. Außerdem kommt bei der Vermehrung der Wähler in Betracht, daß durch Reichsgesetz die Erwerbung des UnterftützungSwohnsitzeS vom 24. auf das 18. Lebensjahr herabgesetzt worden ist. Aus diesen Ursachen der Vermehrung der Wahlberechtigten läßt fich sehr leicht erkennen, daß die große Mehrzahl der neu htnzugekommenen Wähler NichtortSbürger find und viele jüngere Elemente in sich bergen. Nicht ohne Grund befürchtet man daher von vielen Seiten, daß die Socialdemo- traten einen starken Zuwachs in dem Stadtverordneten- collegtum erhalten würden, und ist man daher schon seit einiger Zeit unter den maßgebenden Personen der verschiedenen Parteien bemüht, auf der Grundlage der Wahrung des seitherigen Besitzstandes der Sitze lm Stadtverordnerencollegium ein Eartell zu vereinbaren, das fich selbstredend gegen die Socialdemokraten richten soll. Ob eine solche Vereinbarung zu Stande kommt und ob fie einen practischen Werth hat, muß erst die Zukunft lehren. Bei den letzten Wahlen hat man vorher auch allerlei Eompromiffe vereinbart, dieselben aber, wie der Wahltag herangekommen ist, außer Acht gelaffen. Vermifcbtei. * Werdorf, 7. October. In unserer festlich geschmückten Dorfkirche fand gestern im Anschluß an das Erntedanksest eine seltene Feier statt: ES wurden elf Schwestern deS evangelischen DiaconievereinS zu ihrem künftigen Berufe eingesegnet. Aus Nah und Fern waren Personen herbeigeströmt, um dem weihevollen Acte beizuwohnen. Nachdem Herr Pfarrer Repp, Vorsteher deS hiesigen Töchterheims, die Erntedankfestprecugt gehalten und einige Einleitungsworte zu der nun folgenden Handlung hinzugefügt hatte, betrat Herr Pfarrer Ohly-Elberfeld die Kanzel und ent- rollte ein kurzes Bild der Thätigkeit und Aufgaben der Diacontssinen. Er legte seiner Betrachtung die Worte auS Römer 12, VerS 11 zu Grunde. Namentlich berührte er die jetzt alle Welt bewegende Frauenfrage und hob hervor, daß auf dem Gebiete der Nächstenliebe und Selbstaufopferung noch ein großes Arbeitsfeld den am Markte müßig stehenden Arbeiterinnen offenftehe, und legte den Schwestern Capitel 13 des EorintherbriefeS an'S Herz. In begeisterten Worten wie- er sie hin auf ten nimmerruheaden Apostel Paulus. Nach Schluß seiner Rede sang die Gemeinde das Lied: „Mir nach, spricht Christus, unser Held." Darauf trat Herr Profeffor Dr. Zimm e r - Herborn vor den Altar und vollzog die heilige Weihe. Der VerS: „Ach bleib' mit deiner Treue" beendete sodann die schöne Feier. Die Namen der eingesegneten Schwestern find: Anna Margarethe von Delden, Oberin der städtischen Krankenanstalt Elberfeld, Johanna Mecke, Vorsteherin deS TöchterheimS Werdorf, Fräuletn Wittenberg, Vorsteherin deS Töchterheims Kassel, Lina AlmanS, Elise Adler, Dtrginie Schulte, Louise Müller, Oberin Elisabeth Schmidtborn Berlin, Elise Popcke-Marburg und Marte Schultz-Gnesen. Die drei erstgenannten Schwestern sind zugleich Mitglieder des AusschuffeS deS neugegründeten Schwestern-VerbandeS. Ms. Eaffel, 13. October. Laut Telegramm entstand gestern auf der Kgl. Domäne Marienrode bei Borken (Kreis Homberg) Großfeuer. Den Bemühungen der Feuerwehr gelang eS, daS Wohngebäude zu schützen, dagegen brannten bit Scheunen und Stallungen ab. Das Vieh konnte gerettet werden. Große Mengen an Getreide und Futter- vorräthen wurden vernichtet. Ms. Wabern, 12. October. In dem Dorfe Harle stieg der Leineweber Joh. Momberg auf den Futterboden, um Futter für's Vieh herunter zu werfen. Dabei rutschte er auS und brach das Genick. — Der Ackermann C. Boden- bender im Dorfe Schröck bei Kirchhain stieg auf einen Birnbaum, um sich selbst eine Birne zu holen, obschon er achtzig Jahre alt war. Der verwegene Greis mußte dieses Wagestück mit dem Leben büßen, denn nachdem er mit vieler Mühe fich auf den Baum hinaufgearbeitet hatte, stürzte er ab und trug dadurch solch' schwere innere Verletzungen davon, daß er kurz darauf starb. * Berlin, 11. October. Ein Bettler machte neulich in der Louisenstraße einen großen Zug. Er klingelte an der Thür einer Zimmervermtetherin, die seit einiger Zeit krank darniederliegt. Die kranke Frau, die den HauSwirth gebeten hatte, die Miethe am Dritten abholen zu laffen, weil ihre „möblirten Herren" erst am Zweiten bezahlen, glaubte beim Klingeln, der Wirth schicke um die Miethe, und sandte ihre kleine sechsjährige, zufällig anwesende Nichte mit 75 Mk. hinaus, welche diese dem Stromer auch richtig auSlteferte. Unter vielen Verbeugungen empfahl fich vorläufig der Herr Vagabund- er hat fich bis jetzt noch nicht wieder sehen laffen. ♦ Bocholt, 12. October. Der Besitzer des eingestürzten Neubaues der Spinnerei Beckmann und der Bauunternehmer Hülskamp sind verhaftet worden. * Leipzig, 11. October. Heute wurde, wie das „Leipziger Tgbl." meldet, die Entschädigungssumme von 100,000 Mk. im Auftrage der marokkanischen Regierung durch Vermittlung deS Auswärtigen Amtes der Mutter des ermordeten Rockstroh ausgezahlt. Die Regelung der Entschädigungsansprüche deS Geschäftshauses, für das Rockstroh reiste, steht bevor. * 3b Hamburg wurde zum Besten bedürftiger Veteranen von 1870/71 ein Volksfestspiel von Ludwig Schaper, betitelt: „Vor 25 Jahren" durch Dilettanten zur Aufführung gebracht. Nach den Berichten der Hamburger Blätter fand das Stück bei einem zahlreich versammelten Publikum die freundlichste Aufnahme. U-berall, wo man für wohlthätige, insbesondere für KriegervereinS-Zwecke Geldmittel ausbringen will, dürfte sich die Aufführung deS patriotischen Festspieles empfehlen. Näheres theilt die Redaction der „Hamburger Vereins Nachrichten" mit. • Pariser Weltausstellung 1900. Man schreibt auS Paris: Der Generalcommiffär der Weltausstellung von 1900 hat den Finanzplan für die durch die Ausgabe von BonS zu liefernden 60 Millionen, der demnächst den Kammern zur Genehmigung unterbreitet werden wird, auSgearbeitet. Die Emission, die schon in den ersten Monaten deS nächsten JahreS stattfinden soll, wird durch die großen Pariser Bankinstitute geleitet werden. Zur Subskription gelangen im Ganzen 3,250,000 BonS zu je 20 Francs, die nachstehende Vergünstigungen gewähren: 1) 20 Eintrittskarten für die Weltausstellung. 2) Preisermäßigung von 25 pCt. auf den Eisenbahn- und Dampfschifffahrten oder bei den EintrittS- gebühren innerhalb der Weltausstellung. Diese BonS sollen zu drei Reisen berechtigen, wenn die zurückzulegende Strecke zwischen 50 und 200 Kilometer beträgt, zu zwei für Strecken von 201 bis 500 und zu einer für die Strecken über 500 Kilometer. Die Ausländer hätten natürlich die Fahrpreisermäßigung von der französischen Grenze an. 3) Theilnahme an Gewinnstztehungeu bis zur Ausstellung für die fünf Treffer von je einer halben Million und 24 andere von je 100,000 Francs in Aussicht genommen find. Im Ganzen ioll die Summe von sechs Millionen durch Ber loosungrn vertheilt werden. — Man sieht, daß bet den für die nächste Weltausstellung zu schaffenden BonS nicht mehr die vollständige Tilgung aller zum EmifftonSpreise in Aussicht genommen ist. D,e BonS sind einfache Lotterieloose. * Ein „durchgeradelter" Kasfirer. Eia Kassirer, ter p r Zweirad durchgeht, daS ist doch wenigstens einmal ettv^S Neues. Aus Prag wird gemeldet: „Der Comptoirist Wilhelm Rödling, welcher nach Defraudirung von 9000 Mk. auf dem Zantrade durchging, ist heute in Hamburg verhaftet worden." * DaS kostbarste Zweirad der Welt dürfte der Sultan von Marokko besitzen. ES kostete 7000 Mark. Außerdem besitzt der Sultan ein electrifcheS Trichcle, welches einen Kostenaufwand von 2000 Mark erforderte. Der französische Millionär Lebandy, der durch seine Excentricitäten so be- kannt ist, hat ein ebenso tdeureS Zweirad. * Durchschaut. Student (der auf der Sparkaffe fünf Mark eingezahlr hat): „Entschuldigen Sie, wie lange bleibt die Kaffe heute geöffnet?" — Beamter: „Bis fünf ULc diesen Nachmittag .... können Sie daS Geld zurückholen." -g® f«?. » ,/n an W r" 1 w 5kn® ftjfl «uD1 i deiachen. ® •brt au» L H lasM u! itibt. datz filtber oni m |8nn' gemäß, auch über diese« Eapitel einmal einige Worte an unfe t Landwirthe zu richten. Noch ein Monat und die landwirthschsst-. litten Schulen beginnen ihre Wintcrl hrcurse Die Schüler vom vorigen Jahr, die erst die sog. untere Abtheilung durchgernacht haben 8549 tzenkma haben, I tobet t z«m E 8536 8uf An Statia A Zohatmi geb. Atck ota«h, werden schlußurt richt« vo tobt erfL Dero, fl ju Watzen Dem und 'Eiilabetha, 'ihre Ansprl tetaynbt du» Donner IM geltend z frei« sh D begrün laß den I timiienbe wird un keine 9ei Gießen ldroßl 8156 Ubt zu e Johg Wforbi iss; w Melden «art *4«n (Erbel 8157®* Da Freitag huist ntr L Ba llch zu se Be Johap 'n 'm «Ist. für tat, ll?*n Rtimbaitum fli! e** «hwÄ u8 ^ol0fn 111 g attet für ble lanbwhii flfc 'ut deren ttdiig, 1 Me wieder zweiM tonnten. Mit m- fr. H'dien HitsStaSeüm M- L-ndwtrth M Wung Irr Strfamihl onPwMH.F/lchnn, ’bgtwiijl, m Ciconomtr 9 unb MaMriMnz 'Htm UnfittütxMexun? Unwnih btr Rche im iaftiltf}«: N. Müiiex i ihre Dedeuiuntz für dnE. von Profchr m ^uä)f)aT\btl M Preii üwkihm nur aufs $tftt erstanbarie, welche jltz nahe märchenhaft hinau? int vorjüglicbt öbilbuu: /agshanfes Bong 46 t. zamtlienMfchrift ,Fiik »W11 i roUb wW, bu'B' . Mn anfttftxüß ’ der unzühiizen Glühlit Siluidarte schräg nach V. elfetneS Kreuz, auf W tr ruhi, über dem an uw ühlamM jufamwg indarte wirb durch m»M M gebildet, die dm Rau- kemes frei und daher bei auch an anderen prachd Liedersabeeint-AquarM bei m v. MW*. i-W verfetzi * *SÄ ur0d , ° M. ,1 Reich i* (jlntn pHtoirtto See ®u ’.j Lloxretit :’«?,& L'K-üS ‘Seite »S«md.w*»‘ n «tol? SÄ*‘“ « rtetfsj ji G>p-d^^LM>eu ic OG iW ^'Qlonen rö ho-, * da b n^n> M yion6Preife^ "lache Loiteu ,Ei° 4,00,t 'gftens Z ,btl Di 5?*ÄSk ° "trhaftel j?Ää?s $"*** nter- 6Iti6t üiSÄ rett.' — kommen fast alle von fclbst wieder, sie kennen ihre Schule und hängen an ihr, sie wollen lernen und lasten ihren Eltern keine Ruhe, bis diese ihnen auch den Besuch der oberen Abthrilung gestatten, wo sie die schwierigeren, aber auch wichtigsten Fächer lernen 'ollen. DaS ist der beste Beweis dafür, dah die Schulen einem Bedürfnih entsprechen. Die jungen Leute lernen sehr bald verstehen, dah das, was sie lernen, fürs ganze Leben dienen soll. Es macht einem viel Vergnügen zu verfolgen, n ie Eifer und Jnteresie bet den Schülern wächst, je wichtiger die Fächer werden. Es gibt freilich auch Schüler, mit denen wenig oder nichts anzufangen ist, die bleiben am besten von der Schule weg. Wo eben ein junger angehender Landwtrth Lust zum Lernen zeigt, da tollten ihn die Eltern unterstützen, jedenfalls nicht abhalten, eine der für ibn geschaffenen Fachschulen zu besuchen. Gar manche Väter vergessen eben im rang der Arbeit oder aus Oberflächlichkeit die richtige Zeit, ihre Söhne etwas lernen iu lassen, und laden sich dadurch eine Verantwortung auf, die für immer ein Vorwurf bleibt. Andere scheuen die Kosten und bedenken nicht, dah das, was sie dadurch ersparen, niemals Zinsen bringt. Wieder andere glauben, den Sohn der Arbeit wegen nickt entbehren zu können. Ist das aber recht, einen Sohn gerade in den Jahren, wo er Gelegenheit hätte, sich für seinen ganzen zukünftigen Lebensberuf ausbtlden zu können, und gerade in den Monaten, wo die Arbeit am wenigsten drängt, die jungen Leute, anstatt sie etwas lernen zu lasien, für feinen Zweck auSzunützen ? Leider gibt es auch noch einzelne Altkluge, die sich über alles wegsetzen mit Worten, wie: „9Blr haben ja auch keine Schule besucht und leben doch noch!" DaS kommt mir gerade so vor als wenn einer sagt: »Wir haben ja früher keine künstlichen Düngemittel gehabt, wozu sollen wir sie jetzt auf einmal brauchenI" oder: »Wir haben ja bisher immer Talglichter gebrannt, warum sollen wir denn j tzt Petroleum brennen?" Zum Glück steht die Mehrzahl heute ein, dah die heutige Landwirthschaft eine andere ist und mehr verlangt «18 die frühere, daß es heute gilt alles auszunützen, daß, wer nicht mttkomml, überrannt wird. Möchten doch diese Landwtrthe, ob sie nun selbst Söhne haben oder nicht, für den Besuch der Schulen warm dntreten, sie erfüllen damit ihre Pflicht, wäh'end die andern sich nicht wundern dürfen, wenn sie dereinst von ihrm Söhnen mit Recht Vorwürfe erhalten._______________________________________________________________ Witterurigsbericht vom 13» Cctofcer. Von dem nördlichen Minimnm, welches stch durch dncn Zuzug vom nördlichen atlantischen Ocean her neuerdings vertieft hat, verläuft eine Furche niederen Druckes über das Onfeegebiet Polen und Galizien zu den unteren Donauländern. Gleichzeitig hat sich das Minimum über West - Europa noch bedeutend verstärkt, sodaß sich die Druckabnahme gegen Norden hin heute ziemlich beträchtlich gestaltet. In Eentral-Europa herrscht demnach bei meist westlichen Winden mdstentheils trübes und regnerisches Wetter. Zunächst noch trübes, kühles Weiter mit Niederschlägen. TLirchltcheAnzeigen -er evang.Gemeinde. Erste Bidelstnnde am Montag, den 14. Oktober, Abends 8 Uhr, im Confirmandenfaal: 1. Brief des PetruS, Cap 1: Trostgruß, HoffnungSztel und Glaubenskrone. Pfarrer Dr. Naumann Kdn Heim ist schön und kein Heim ist II. gemülhlich, wenn es nicht st'tS in Ordnung und sauber ist. Dieses kann am besten »LnhnS Wasch- Grtrart* fertig bringen. Gebrauchen Sie deshalb immer »Lohns Wasch-Extraet* D. R. P. 82424.8381 Seiden-Damaste Mk. 1.35 hiS 18.65 p. Met. — sowie schwarze, weiße und sarb'ge chrnne« berg-Sside von 60 Pf. biS Mk- 18.65 p. Met. — glatt, gestreift, carrirt, gemustert, Damaste rc- (ca. 240 versch- Qual und 2000 versch. Farben, DesstnS rc-), porto- and steuerfrei ios Haus. Muster umgehend. $151 Seiden-Fabriken 6. Henneberg (k. ■. k. Ho«.), Zürich. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß der städtische Friedhof in der Zeit vom 16. October 1895 bis 15. März 1896 von Morgens 8 Uhr bis Abends 5 Uhr geöffnet bleibt und daß die auf dem Friedhof Verweilenden eine Viertelstunde vor Schluß desselben durch ein Glockenzeichen aufmerksam gemacht werden. Gießen, den 14. October 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 8549___________________Gnauth.______________________ Alle Diejenigen, welche gelegentlich der Sedanfeier zu dem Fonds für Errichtung eines Kriegerdenkmals beigesteuert haben oder an dem Gelingen des Werkes Jntereffe haben, laden wir zu einer Besprechung auf Freitag den 18. Oktober d. Js., Abends SVa Uhr. in den Saal des Hotel zum Einhorn hiermit ergebenst ein. Der provisorische Ausschuh. I- A.: 8536 ______________Jean Kirch._____Pfarrer Dr. Naumann. Bekanntmachung. Da ich meine Geschäftslocalitäten zu verlegen beabsichtige, laffe ich Freitag den 18. October, Mittags 3 Uhr, auf hiesigem Rath- hruse meine beiden Häuser, Bauplätze mit Magazinen am Bahnhof, Bauplatz am Solmser Hof, Garten und Baumstücke, öffent- lich zu sehr günstigen Bedingungen meistbietend versteigern. Bei annehmbarem Gebot wird der Zuschlag sofort ertheilt. Hungen, im October 1895. 8558 Louis Buch. Aufgebotsverfthren. Auf Antrag des Jacob Dern, der Maria Christina Arch, der Anna Elisabeths geb. Dern, Ehefrau des Johannes Burk, und der Elisabetha geb. Arch, Wittwe des Eberhard Da- mvsky, sämmtlich von Watzenborn, werden die Erben der durch Aus- schlußurtheil des unterzeichneten Gerichts vom 19. September 1895 für tobt erklärten Maria Christine Dern, geboren am 6. Februar 1819 zu Watzenborn, Tochter des Melchior Dern und deffen Ehefrau Katharina Elisabetha, geb. Archin, aufgefordert, ihre Ansprüche auf deren etwa 500 Mk. betragenden Nachlaß spätestens in bcm Aufgebotstermine Donnerstag, den S.Deeember 1895, Vorm. IO Uhr, geltend zu machen und durch Nach- weis ihrer Erbeneigenschaft näher zu begründen, widrigenfalls der Nachlaß den stch meldenden und sich legi- tiuürenben Erben verabfolgt werden wird und sie bei deffen Regelung leine Berücksichtigung finden können. Gießen, den 20. September 1895. Großherzogliches Amtsgericht. 8156 Zimmermann. Aufgebot. Johannes Ebel, geboren am 1. Juni 1805 zu Grosten-Liudeu, ist seit vielen Jahren verschollen. Sein Kurator Konrad Ebel I. von Lang-Göns hat beantragt, ihn für tobt zu erklären. Johannes Ebel wird daher migefordert, sich spätestens im Ter- mine Montag, den S Deeember 1895, Vorm. 11 Uhr, m melden, widrigenfalls er für tobt erklärt und sein Nachlaß den gesetz- litten Erben ausgeliefert werden wird. Gießen, den 26. September 1895. Großherzogliches Amtsgericht. 8157 Dornseiff._________ Neue Kastanien L. K.ll.h.L" Steckbrief. Gegen den Schnitter Ferdinand König aus Kriescht, geboren am 4. December 1867 zu Glienke, Kreis Bromberg, welcher flüchtig ist und sich verborgen hält, soll eine durch Urtheil des Königlichen Schöffengerichts zu Landsberg a. d. W., vom 2. Juli 1895, wegen Betruges erkannte Gefängnißstrafe von drei Wochen vollstreckt werden. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das nächste Amtsgerichtsgefängniß abzuliefern. V. D. 336/94. Landsberg a. d. W., 28. Sept. 1895. 8556 Königliches Amtsgericht. Auch die Erbreiterungs- rc. Arbeiten an den Wegen der Gemeinde Volpertshausen sind zu vergeben und Forderungen bis 16. ds. Mts., Vormittags 9 Uhr, hierhin einzu reichen. $ fcs Gr.-Rechtenbach, 11. October 1895. 8533 Das Bürgermeister Amt. ÄL MlaWüNs. Freibank. [8562 Heute und morgen: 8chwemefleifch nicht ladenrein, pr. Pfd. 45 Wg. Wegku Todesfalles sind im Jntereffe der minderjährigen Kinder folgende überflüssige Gegenstände zu verkaufen: 1 feingeschnitzter Eichenholztisch, 1 desgleichen Spiegel, 1 Eckbrett mit Spiegel (Geweih), 1 Kleiderbrett, 6 Mahagoniplüschstühle, 6 ditto mit Rohrsitz, 1 Mahagoniausziehtisch m. 6Einlagen, 2 dreiarmige Gasleuchter, 1 Waschmangel, 1 Waschmaschine, 1 Wringmaschine, 1 Waschbütte, mehrere Federkiffen, Steppdecken, blaue Rouleaux, Gallerien und Gardinenknöpfe, 1 sehr gut erhaltener Winterüberzieher, Frack, Gehrock u. sonst. Kleidungsstücke. 8551 Louis Emmelius. Die 7708 J. Ricker’sche Buchhandlung Südonlage 5 bringt hiermit ihren reichhaltigen Journal-Lesezirkel in empfehlende Erinnerung. Abonnement vierteljährl. von Mk. 1.50 an. Prospecte stehen zur Verfügung. 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Ick litt schon über 9 Jahre an Magen- und Unterleibeletdtn; seit 4 Jadren batte ich s«hr oft heftige Magenkrampfanfälle, war bei vielen Aerzten, aber um so schlimmer würbe mein Leiden, so daß ich von keinem Arzte m.hr was wissen mochte. Als aber meinBruderundmeineSchwester mir zuredeten, w-lche auch von langem Lesben durch Herrn Or. med. Voldeding, Vörnöopathtscher Arzt in Düffeldorf, Königeollee 6, gebellt wurden, wandte ich mich auch an denselben und es gelang diesem Herrn, mich sowohl von dem Magen- als auch von dem Unterleibs, leiden in kurzer Zett gesund zu machen Ebenso litt mein Mann längere Zeit an Magen» und bat Kind an großer Nerven, schwäche, w.lchen auch durch diesen Herrn geholfen wurde. Wir freuen uns der erlangten Gesundheit und sprechen dafür Herrn Dr. Volbedtng unfern innigsten Dank aus. Wir empfehlen diesen Htrrn allen ähnlich Leidenden. Ein erster Bäckergeselle, welcher gute Zeugnisse aufwetsen kann und leistungsfähig ist, wird gesucht. Lohn per Monat 60 Mark. 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Reichs'Anl. do....... 104.15 103 65 100.05 104.05 103.6 100.25 105 80 105.10 104.35 102.70 103.40 104 25 36.20 89.lt) 53.60 103.6t 86.2C 84 2! 41.2! 27 R( 104.90 103.90 99.30 105- 104.- 99.3( 106. - 105.25 104.3b 102.95 labgest. »'/, 5 5 4 5 1 1 4 4 *v, Rum. am. Rte. 9hiff.DbLD.80 Schweb. Dbl. . bo...... 101.20 101.55 101.80 101.80 71.20 71.20 68.90 101.05 25.40 103.40 99.05 105.65 100.7; 101.60 101.55 101.60 67.60 1'0.60 24.6t 103.' 5 99.80 105.60 4 <7, 37, 37, 37, 37, 4 Lissabon. . . . Rom II—VIII Buenos - Aires d. 1888. . . Aieudeehrl.Aul. do.S.-Braunf. do. Solms-Lich do.Jsnb. Birft. Grft. S.-Laub. «iffib.-Drioril. Deutsch«. Hess. Ludw. v. 1868 69 . . 72.151 88.40 79.30 101.50 102.— 95.— 101.70 71.80 88.35 78.90 101.50 102.— 95.— 101.70 4 3 4 3 3 4 5 4 4 5 47, 4',. 3 Prag-Dux 1891 Raab-Ded.v.91 Rudolsb. Gold Jtal. gar.E.B. Lworneser. . . Sicil. v. 1891 Toscanische. . Ruff. Südweff Rjäsan > Urals! Anatolische B. Portug. v. 86 . bo. v. 1889 . . Solon.-Mon. . Ifiittrieft. 100.90 82.- 103.80 55.20 57.70 87.90 93.95 102.80 95.35 67.60 39.— 60.60 83.50 103.95 54.8t) 57.45 87.30 93.50 102.30 95.25 68.- 38.85 59.- 4 4 37, 4 5 4 Pr.H.-Act. alte Pr.H.-Act.neue 101.60 104.20 101.20 105.05 102.30 165.— 180.— 171.20 166.20 220.60 233.40 101.65 104.20 101.20 104.85 102.60 102.30 166 — 180.— 198.— 164.20 216.40 229.— 4 4 5 37, do.Südb.(Lb). Deff.Rdw Ut.1. Gotthardbahn. Schwz. Central Schw,.Norboft Itl.Mittelmeer Pr.HenrisLxb.) yerfi-si. (nfr in ^rocnilOL Bad. Th. 100 . Bayer. Th. 100 Donau Reg. . Cöln-Minden. Th. 100 Madrid .... Mein. Th. 100 Desterr.v 1860 Dldenb. Th. 40 Raab Graz 100 Türk. frs. 400 liirftiel. fufe ter Ctü# t« Vlk. Ansbachers!. 7 AugSburg. , 7 Brschw.Thlr20 Fimüünd. , 10 Fretburg.fs.15 Mailander, 10 Memmgerfi 7 Pappenh. , 7 BenebigerL. 30 97«, 244«/, 182.30 146.— 144.40 96.— 82 20 147.45 159.50 118.20 142.45 44.— 142.10 131.90 97.40 48.30 48.80 26.60 106.— 30*— 13.90 26.50 24.75 97»/. 240«/, 177 30 139.- 137.60 95- 81.30 147.05 158.70 1 IM.40 142.30 43 5t 142.3* 131- 130.61 96.A 42.0 48 k 26.8-' 107.71 59.3» 29.4» 13.7» 24 5» 2631 24.7* Goth.unk.1903 yieerse ®bl. Buberus E. W. Eisenb. Rtenbk. genk-Artien. DtscheReichsbk. Frankstr. Bank verl.Hblsges.. Darmft. Bank. Deutsche Bank Disct.; Comm. Dresdner Bank Mittelb. Cr.Bk. Dest.Crd.Anft. likitrif'Xrtiti Rordd. Lloyd . HdchsterFarbw. Bochumer Guß Dortm. Union. Gelsenk. Brgw. Harpen. Brgw. Ver. ftömgS- u. Laura . . . Heff.Ludwigsb. Csac. Agram . Deft. StaatSb. Serb.Glb. Rte. bo. Tab. Rte. Spanische Rte. Türk.Zoll Dbl. bo.conv.Lit.C. bo. Lit.D. Ung. Gld. Rte. do Kron. Rte. do.E.B.Gold d.1889 . . . Preuß.ConsolS bo....... Bad. 6t. DbL v 1886 . . . Bayr. St -DbL bo. ßifb. DbL Brem.St.'Anl. v.1892 . . . 3 7, 4 9'/, 5 4 5 8 4 4'. 3 4 Hamb.St. Rte. v.1893 . . Hess. 6t.-DM bo.......