Donnerstag dm 15. August 189» Erstes Blatt Nr. 190 Gießener Anzeig er Kenerat-Mnzeiger. 2lmts< und Anzeigeblatt für den Kreis Gieren Hratisöeitage: Hießener Kamitienblätter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Alle Annoncen-Bureaux deS In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den /Gießener Anzeiger" entgegen. Redaction, ExpeditioO und Druderet: StSnkKrahe Kr.7. Fernsprecher 51. vierteljähriger LSoanementspreirr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezöge» 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener D.mtkienvcätter werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Amtlicher Theil. Gießen, den 12. August 1895. Betr.. Den Abverdienst uneinbringlicher Feldstrafen vom Jahre 1894/95. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grosth. Bürgermeistereien des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche noch mit der Vollstreckung des Abverdienstcs aus der I. bis IV. Feldrügegerichtsperiode 1894/95 im Rückstände sind, werden hiermit an die Er. ledigung binnen acht Tagen erinnert. I. V.: Dr. Melior. Bekanntmachung, betreffend Vorträge über Obstbau. Herr Obstbautechniker Metz des Oberhessischen Obst- bauvereinS beabsichtigt nachstehend angeführte Orte des Kreises Gießen zu besuchen und zwar: Donnerstag, 15. August Ltch, Sonntag, 18. August Leihgestern, Montag, 19. August Watzenborn-Steinberg. Dienstag, 20. August Gröningen, Mittwoch, 21. August Dorf-Gill, Donnerstag, 22. August Großen-Buseck, Freitag, 23. August Beuern, Samstag, 24. August Bersrod, Sonntag, 25. August Reiskirchen, Montag, 26. August Hattenrod, Dienstag, 27. August Harbach, Mittwoch, 28. August Ettingshausen, Donnerstag, 29. August Queckborn, Freitag, 30. August Stangenrod, Samstag, 31. August Beltershain, Sonntag, 1. September Grünberg, um daselbst Vorträge über Obstbau, verbunden mit praktischen Unterweisungen abzuhalten, zu welchen die Mitglieder des Vereins, sowie alle Interventen eingeladen werden. Sonntags finden die Versammlungen Nachmittags 3 Uhr, an Wochentagen Abends 8 Uhr, die praktischen Unterweisungen am nächstfolgenden Tage Vormittags statt. Die Großherzoglichen Bürgermeister werden ersucht, entsprechende Bekanntmachung in der Gemeinde zu erlassen, nach Maßgabe der besonderen Benachrichtigung. Gießen, den 8. August 1895. Der Vorsitzende des Vereins-Bezirks Gießen des Oberhessischen Obftbauvereins. Dr. Wallau. Bekanntmachung. Freitag, den 30. August 1895, Nachmittags -3 Uhr wird auf Lony's Felseukeller (Westanlage) zu Gießen eine General-Versammlung des landwirthschaftlichen BezirtSveretns Gießen abgehalten werden. Alle Mitglieder des landwirthschaftlichen Bezirksvereins und der Ortsvereine, sowie alle Freunde der Landwirthschaft werden zu dieser Versammlung hierdurch freundlichst ein- geladen. Die Herren Bürgermeister werden ergebenst ersucht, den in ihren Gemeinden wohnenden Mitgliedern des Vereins von dieser Einladung Kenntniß zu geben und auf möglichst zahlreichen Besuch der Versammlung hinzuwirken. Tagesordnung: 1) Dortrag des Herrn Professors Dr. Pflug von Gießen über die Impfung mit Tubercultn. 2) Die Landesausstellung zu Gießen. Bewilligung von Wegvergütungen für nicht prämiirtes und nicht verkauftes Vieh von Ausstellern aus dem Kreise Gießen. Bewilligung von Preisen für Aussteller aus dem Kreise Gießen. 3) Vorlage der Rechnung des landwirthschaftlichen Be- ztrksveretns pro 1894/95. 4) Vorlage des Voranschlags des landwirthschaftlichen BeztrksvereinS pro 1895/96. 5) Neuwahl des Ausschusses. 6) Nachträgliche Bewilligung einer Subvention für einen Schüler des Obstbau-Cursus und ähnliche Anträge. Gießen, den 10. August 1895. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen. Carl Jost, Regierungsrath i. P. Deutsche- Reich. Berlin, 13. August. Kaiser Wilhelm steht am Ende seines diesjährigen sommerlichen Besuches auf englischem Boden. Nach Beendigung seines Aufenthaltes auf der Insel Wight hat sich der Monarch nach Weftmoreland begeben, einer Jagdeinladung des Lord Lonsdale auf Lowther Castle Folge leistend. Am Montag unternahm er von Lowther Castle aus einen größeren JagdauSflug nach Wemmergde anläßlich der Eröffnung der Grouse-Jagd, von welchem die Rückkehr nach Lowther Castle erst am Abend erfolgte. — Das Befinden der Kai s er in hat sich in letzter Zeit wesentlich gehoben, doch bedarf die hohe Frau noch immer der Schonung. Ihre angekündigte Theilnahme an der Grundsteinlegung zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Berlin dürfte daher wohl auch noch nicht als ganz feststehend zu betrachten sein. — Der vielfach erwartete „kalte Wasserstrahl" von Berliner officio fer Seite nach London anläßlich der unqualifictrbaren Auslassungen großer Londoner Blätter über den Besuch des Kaisers in England und über das deutsch-englische Verhältniß ist jetzt endlich erfolgt. Die „Nordd. Allg. Ztg." veröffentlicht eine augenscheinlich hoch- officiöse Kundgebung speciell gegenüber dem vielbesprochenen „BegrüßungSartikel" des „Standard", sowie dem ebenfalls viel erörterten zweiten Artikel desselben Blattes über die deutschenglischen Beziehungen. In der erwähnten Kundgebung der „N. A. Z." wird dem „Standard" wegen seiner anmaßenden und dünkelhaften Haltung gegenüber Deutschland derb der Text gelesen und ~ hierbei deutlich auf die zweifelhafte Stellungnahme Englands zu Deutschland namentlich in colonialpolitischen Fragen hingewiesen. Besonders hält die AuSlaffung in der „N. A. 3 " dem englischen Blatte auch die Unziemlichkeit vor Augen, gerade den Besuch deS Kaisers in England als Gelegenheit zur Herausforderung einer solchen Zeitungsfehde zu benutzen, wie denn in der Antwort des Berliner Regierungsblattes auch gleich zu Anfang betont wird, daß letzteres während der Dauer des Besuches des Kaiser- am englischen Gestade bei Cowes davon Abstand genommen habe, auf die Ergüsse des „Standard" etwas zu erwidern. Hoffentlich wirkt diese dem „Standard" und hiermit zugleich allen anderen englischen Blättern, welche sich an Deutschland reiben möchten, von Berlin aus ertheilte Lection nach. — Die B erl in er Stadtverordneten - Versammlung genehmigte, den Anträgen des Magistrats Folge gebend, 50 000 Mk. zur Feier der 25jährigen Wiederkehr der Tage von 18 7 0/71, und 6000 Mk. zur Feier des Sedantages in den Berliner Schulen, ein Beschluß, der keineswegs für so sicher gegolten hatte. Außerdem wurden 10000 Mk. für die Brandcalawitosen von Brotterode bewilligt. — General der Infanterie z. D. v. Stosch, der verdiente frühere Chef unserer Marineverwaltung, feierte am 12. August sein sechzigjähriges Dienstjubiläum. Aus diesem Anlaß wurde der in Wiesbaden wohnende Jubilar vom Kaiser durch ein sehr huldvolles Glückwunsch- Telegramm ausgezeichnet. — Die bisherigen Blättermeldungen über die jüngst in Berlin abgehaltene JnnungSconferenz werden vom „Reichsanzeiger" als wesentliche Unrichtigkeiten enthaltend, bezeichnet. Ein glaubwürdiger Bericht über die Conferenzverhandlungen ist, dem osficiellen Organe zufolge, nächstens zu erwarten. Neueste Had^rid^en» Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 13. August. Gegenüber den abfälligen Beur- theilungen der Blätter, daß die Ergebnisse der am 14. Juni erfolgten Zählung der Arbeitslosen in Verbindung mit den Ergebnissen bei der Volkszählung am 2. December in einer zu wiederholenden Erhebung zu veröffentlichen find, weist die osficiöse „Berliner Correspondenz" darauf hin, daß bei den umfangreichen Erhebungen der Berufs- und Gewerbezählung im Juni das Ergebniß selbst hinsichtlich einzelner Fragen fich nicht schon nach wenigen Wochen übersehen lassen kann. Schon auf der sechs Wochen vor der Junizählung in Heidelberg abgehaltenen vorbereitenden Conferenz der Vertreter der Statistik 'des Reiches war man nicht im Zweifel, daß im besten Falle die Junierhebung nur ein Augenblicks- bild der Arbeitslosigkeit darbiete, das Ergänzung finden müsse. Den geltend gemachten Gründen kamen die verbündeten Regierungen auf daS Bereitwilligste nach und sind entschlossen, daher mit dem Ergebniß der Junizählung zu warten, bis die Ergebnisse der Decemberzählung vorliegen. Coburg, 13. August. Die heutige zweite Sitzung des Geologen-Congresses leitete Professor Baltzer-Bern. ES sprachen Professor Kayser-Marburg über das Borkommerr von tertiären Fossilien im Hessischen, Professor Beyschlag» Berlin über den Thüringer Wald, Dr. Dathe Berlin behandelte das Erdbeben in Schlesien vom 11. Juni cr., Dr. Gürich daS Paläozoicum des polnischen Mittelgebirge-, Professor Potonie-München wies die Autochthonie der polnischen Flötze nach. AlS nächstjähriger Versammlungsort wurde Stuttgart, zum Geschäftsführer Professor FraaS- Stuttgart gewählt. Bremen, 13. August. In der Kasse der Bremer Filiale der Deutschen Bank wurde heute einManco von etwa 40,000 Mk. entdeckt. Der Kassirer Ernst Kramer wird vermißt und ist angeblich geflüchtet. Lübeck, 13. August. Heute findet hier die feierliche Eröffnung des neuen Reichsbankgebäudes statt. Zu derselben ist Reichsbankpräsident Dr. Koch hier eingetroffen. Nachmittags wird vom Senat ein Festessen veranstaltet. Metz, 13. August. Der Großherzog und die Groß- Herzogin von Hessen sind gestern Abend zu zweitägtgem Besuche der Stadt und Umgegend hier eingetroffen. Paris, 13. August. Der Minister deS Auswärtigen richtete an den russischen Botschafter Baron Mohrenheim, der gegenwärtig in Cauterets weilt, ein Glückwunsch Telegramm gelegentlich des 25jährigen Dienstjubiläums deS Botschafters. Der Minister fügte hinzu, Frankreich hatte seinen Antheil an der langen Arbeit eines so ausgesüllten Lebens, ich bin sicher, einstimmigen Gefühlen Ausdruck zu geben dadurch, daß ich heute unsere Wünsche für Ihr und der Ihren Wohl Ihnen übermittelte. Paris, 13. August. Der Professor an der Universität in Genua, Maragliano, machte ift der gestrigen Sitzung des medicinischen Congreffes zu Bordeaux eine Mittheilung über eine neue Behandlung der Tuberkulose durch Serum. London, 13. August. Lord Lonsdale nahm die Einladung deS Kaisers zur Parade deS Gardecorps in Berlin am 2. September und zu den Kaisermanövern bei Stettin vom 6. bis 12. September an. London, 13. August. Die Yacht „Hohenzollern" ist mit der „Gefion" heute Vormittag auf der Rhede von Leith eingetroffen. Brussel, 13. August. Ein der Kammer vorgelegter Gesetzentwurf erhöht die Einfuhrzölle auf Tabak. Cigarren und Cigarretten sollen 500 FrcS. per 100 Kilo, andere Tabake 120, nicht verarbeitete ohne Rippen 120, mit Rippen 50 FrcS. Zoll zahlen. Der Gesetzentwurf stellt noch eine Reihe fiscalischer Maßregeln für den Anbau und die Verarbeitung einheimischer Tabake auf. Depeschen deS Buremr „Herold". Berlin, 13. August. Nach einer den „Berliner Neuesten Nachrichten" aus Kürzel i. L. zugehenden Meldung wird der Kaiser am 15. October bereits dort eintreffen und im Schlöffe Urville Aufenthalt nehmen. Am 18. October reift der Kaiser zur Denkmalseinweihung nach Wörth/ auch ein Besuch in Metz ift in Aussicht genommen. Berlin, 13. August. Der Kaiser wird nach den bisher getroffenen Bestimmungen sich am 15. d. M. in Leith wieder an Bord der „Hohenzollern" einschiffen, um über Brunsbüttel die Rückreise anzutreten. — Die Kaiserin dürfte, tote ans Kassel gemeldet wird, mit den beiden ältesten Prinzen am 16. d. Mts. Abends Wühelmshöhe verlassen und am 17. August früh im Neuen Palais wieder eintreffen. Die Kaiserin Friedrich wird am Freitag auf Schloß WilhelmS- höhe zum Besuche der Kaiserin Augusta Victoria erwartet. Berlin, 13. August. Nach hierher gelangten Privat- brtefen befindet sich Cultu sminister Dr. Bosse, der in Schruns in Vorarlberg weilt, recht wohl. Der Minister gedenkt Ende August nach Berlin zurückzukehren und am 1. September der Einweihung der Kaiser-Wilhelms-Gedächtniß- kirche beizuwohnen. Berlin, 13. August. Fürst Bismarck hat die Mittheilung hierher gelangen lassen, daß er durch seinen Gesundheitszustand zu seinem Bedauern verhindert sei, an der Feier der Grundsteinlegung zum Kaiser- Wilhelm- Denkmal theilzunehmen. Vom Abgeordnetenhause werden außer dem Präsidenten von Köller und den Geschäftssührern noch 59 Mitglieder der Feier beiwohnen. Die beiden Bice- präsidenten sind durch ihre Gesundheitsverhältnisse gezwungen, der Feier fern zu bleiben. Vom Herrenhause haben 48 Mitglieder ihre Theilnahme an der Feier mitgetheilt. Präsident Fürst Stolberg wird am Samstag zur Theilnahme an den Feierlichkeiten eintreffen; ebenso wird Freiherr v. Manteuffel in seiner Eigenschaft als erster Vicepräsident an der Feier Studenten, Anhänger StambulowS, ausführen wollten. stürmten das Rathhaus und plünderten dasselbe. Sodann zündeten fie den Gemeindewald an. Die Carabinieri flüchteten- Militär wurde Herbetgerufen. Dreißig der Ruhestörer wurden bisher verhaftet. Brüffel, 13. August. Heute Mittag wurde unter dem Vorsitze des Senatspräsidenten Descamp die 6. interparlamentarische FriedenSconferenz eröffnet. Die erste Sitzung wurde vollständig mit Begrüßungsreden ausgefüllt. Der deutsche Delegirte Dr. Hirsch führte in Schlacht bestimmt. — Aber wozu sind die weißen Handschuhe? — Man hat fie uns mitgegeben zum Parade- Einzug in Berlin. In Calais liegt fortwährend ein Dampfschiff bereit, um die Kaiserin der Franzosen nöthigenfalls herüber- zubrtngen. Bet der maffenhafeten Ausweisung der Deutschen aus Frankreich ist von Setten des Norddeutschen Bundes Anordnung getroffen, daß allen bedürftigen ausgewiesenen Deutschen das erforderliche Reisegeld.gewährt wird. Auch wegen bemnächstiger freier Beförderung der Ausgewiesenen auf den deutschen Eisenbahnen ist Einleitung getroffen. Die Noth der unteren DolkSklassen in Frankreich ist unbeschreiblich. Die Ernte ist schlecht und zwar überall, Arbeit gibt es schon lange nicht mehr, die meisten Geschäfte sind geschloffen und alle Preise für Lebensmittel und andere nothwendtge Bedürfntffe find auf eine unerhörte Höhe gestiegen. Cäsar tönt- aber ein besiegter Cäsar ist kein Cäsar mehr- ein besiegter Napoleontde kein Napoleon. „Vive Fempereur so tönt eS dem Sieger, „vae victo!“ heult es gellend in das Ohr des Besiegten. Heute ist NapoleonStag und da Frankreich diesen Tag nicht mehr feiert, so thun wir ein Palermo, 13. August. In der Nähe von SyracuS, in UebrigeS und feiern diesen letzten NapoleonStag. DaS deutsche Bucheri, sind Bauernunruhen ausgebrochen. 800 Bauern Heer auf Frankreichs Boden hat diese Feier eingeläutet durch ein siegreiches Gefecht am 14. August und vielleicht erhalten wir in wenig Stunden schon die Nachricht von der großen und entscheidenden Hauptfeier dieses TageS. N. A. Z. Nach den Schlachten von Weißenburg und Wörth fanden die Deutschen in allen Tornistern der Mac Mahon'schen Soldaten roth-weiße Bändchen von Seide und gestrickte weiße Handschuhe. Wozu? fragten sie ihre Gefangenen. — Die Bänder waren für die Orden und Medaillen nach der Dermifdpits* »Meerholz, 10. August. Der seltene Fall, daß eine Apotheke auf dem Wege der Zwangsversteigerung veräußert werden soll, ist hier eingetreten. Laut Bekanntmachung des hiesigen Amtsgerichts soll das Apotheken- grundstück zu Meerholz nebst dem darauf ruhenden Privilegium am 18. October, Vormittags 9 Uhr, an der angegebenen Gerichtsstelle meistbietend verkauft werden. * Hasen, 8. August. Die hiesige BahnhofSrestau- ration war in Folge des Todes des bisherigen Inhaber- von der Etsenbahn-Direction öffentlich ausgeschrieben worden- ES hatten sich über 90 Bewerber gemeldet. Die Angebote schwankten zwischen 6000 und 41,000 Mk. Nun ist der Zuschlag dem Höchstbietenden, Herrn Hotelier Schemann in Bochum, ertheilt worden. Der bisherige Inhaber der Restauration hat lange Jahre 12,000 Mk., zuletzt 18,000 Mk. Ä ®ie ™elften ilug-bot- schio-ukien zwilchen 20- u°d OU,UUU U/li. » Borke«, 12. August. In Rhedebrügge ist bet dem Brande e,neS Bauernhofes ein vierjähriger Knabe ttx» örannt. Das Kind hatte sich aus Furcht vor den Flammen unter dem Stroh versteckt. * Weimar, 9. August. Ein junger Mann, der auf der „schönen Aussicht" eine goldene Damenuhr fand und fie der Ergenthümerin überbrachte, erhielt von dieser eint glänzende Belohnung, ein — Zehapfennigstück. Der Finden wies jedoch mit Rücksicht auf diese Großmüthigkeit das Geld zurück, welches die Dame hierauf schmunzelnd verschwinde» ließ. ES gibt doch noch edle Menschen! I Kämpfern von 1870/71 schulden! Gerne möchten wir unseren" Pflegebefohlenen, die eS besonders bedürfen, diesmal eine besondere Gabe als JubiläumSgabe zuwenden. Hierzu bedarf es aber ganz besonders warmer Herzen und offener Hände. Wir bitten deshalb, man möge überall an den be- vorstehenden ErinnernngStagnl — wo immer man solche feiert, in den Gotteshäusern und bei sonstigen Vereinigungen oder tu privaten Kreisen — reichliche Gaben den Opfern deS Kriegs zuwenden. Die Gelegenheit hierzu wird sich diesmal nicht auf das Nationalfest vom 2. September und den bezüglichen FestgotteSdienft beschränken, sondern eS werden dazu hierneben auch viele örtliche Feiern und die Landes- feier in Darmstadt am 18. August reiche Gelegenheit bieten. Zur kirchlichen Feier des diesmaligen Nationalfestes aber hat Großh. Confistorium den 1. September bestimmt, und hierfür die seither schon übliche Kirchencollecte für Invaliden und Hinterbliebene angeordnet. Wir bitten die evangelischen Pfarrämter und Kirchenvorftande, für Erhebung derselben Sorge zu tragen. Unsere Zweigvereine ersuchen wir, wie I Zither, möglichst für die Verbreitung dieser Ansprache und Durchführung unserer Idee zu wirken, insbesondere an geeigneten Orten Sammelbüchsen aufzustellen. Alle, welche uns demnächst Einzelgabrn ober die Erträgniffe von Sammlungen zu übermitteln haben, bitten wir, dieselben durch Pofteinzahlung an unseren Schatzmeister, Herrn Regierung-- rath Hechler in Darmstadt, etnzusenden." Der Zweigverein Gießen des Eingang- erwähnten Hüls-oereinS hat in Verfolg I dieses Ausschreibens Sammelbüchsen, in welche Opfer für die Invaliden und die Wittwen und Waisen der im Kriege 1870/71 fürs Vaterland Gefallenen eingelegt werden können, in hie- sigen WirthSlocalitäten aufstellen lasten. Die Sxped. d. Bl. ist ebenfalls bereit, Gaben entgegen zu nehmen und weiter zu leiten, und wird hierüber demnächst öffentlich quittiren. * Kränze für die Gefallenen. Der Kranz, welchen die Stadt Gießen zur Schmückung des LandeSkriegerdenkmal- nach Darmstadt sandte, trägt die Inschrift: „Stadt Gießen, den Gefallenen von 1870/71". Die Abordnung, welche die i zahlreich eingegangenen Kranzspenden nach den Schlachtfeldern von Metz bringt, ist gestern von Darmstadt aus nach Metz abgeretft, um sich morgen (15. August) an der Schmückung der Gräber zu betheiligen. — Dem am 18. August bei Gravelotte gefallenen Lieutenant Karl Steinberger von hier widmeten deffen Geschwister einen Kranz mit der Inschrift: „Ihrem Bruder Karl Steinberger im 2. Hest. Inf.- Regt. Nro. 116." * * Za« Verwalter der hiesigen Zrrenklinik wurde der Finanzaspirant und BezirkSfelbwebel Theodor Bohne hier ernannt. * • Wackere Sänger. Daß auch die deutschen Sauger gern ihr Scherflein dazu beitragen, wenn es gilt, den Kämpfern von 1870/71 eine Freude zu bereiten, bewies der Bauer'sche Gesangverein. Derselbe überwies seinem einzigen noch activen Mitgliede, welches die Feldzüge von 1864, 1866 und 1870/71 mitgemacht, aus Anlaß des 25 jährigen Erinnerungsfestes eine Ehrengabe von 10 Mk. Bravo! • ♦P.A. 25jährige ErinnerungSfeier an 1870, zugleich Ber- bandsfest der Kriegerkameradschaft „Hasfia" zu Darmstadt. Der zu unseren Festtagen nach Darmstadt stattfindende große Bahnverkehr läßt die Bitte der Eisenbahndirectionen gerecht- fertigt erscheinen: daß die Männer möglichst die eingerich- teten Güterwagen, sofern solche eingestellt werden, be- nutzen, und die Personenwagen den eventl. Mitreisenden Frauen überlaffen bleiben, wie überhaupt, daß unsere Fest, gäste die Ansprüche auf bequeme Fayrplätze so viel wie möglich den auSuahmSweisen Derhältniffen anpaffen. — Nun- mehr hat auch die Söntgl. Preußische Eisenbahndirection Frankfurt a. M. sich bereit erklärt, doppelte Militärsahr» karten auszugeben, von denen die eine durch Abstempelung als zur Rückfahrt gültig gekennzeichnet ist. — Die Freiwilligen Krankenträger von 1870 schließen sich beim Feftzug dem Darmstädter Krankenträger'CorpS an. Sammelpunkt Vormittags 8% Uhr auf Kapellplatz. •* Berbaudsfest in Darmstadt. Wir machen die Besucher des am 18. August in Darmstadt stattfindenden Verbands- festes auf die in heutiger Nr. befindliche Bekanntmachung Kgl. Eisenbahndirection Frankfurt a. Mk., betr. Abfertigung von Sonderzügen an genanntem Tage, aufmerksam. längerer Rede aus, Deutschland wolle den Frieden. ES fei Pflicht der Regierungen, die Nationen fo viel als nur irgend möglich von den Militärlasten zu befreien, welche den Ruin der Völker ebenso herbeiführten wie der Krieg selbst. — Der Delegirte Dänemarks, Bayer, gab die Erklärung ab, daß man fich in seiner Heimath eifrig damit beschäftige, daS Pcinctp des internationalen Schiedsgerichts in die Gesetz- gebuug aufzunehmen. — Der Vertreter Oesterreichs, Baron Pinquet, wendete sich in seiner Rede hauptsächlich gegen die Unterdrückung der sloventschen, rumänischen und serbischen Nationalitäten in Ungarn. — Hierauf gaben die Vertreter der verschiedenen Nationen eine Uebersicht über die Fortschritte der Friedensliga in den einzelnen Ländern. Sodann wurde die Sitzung geschlossen. Brüffel, 13. August. Gestern Abend wurden die Mitglieder des interparlamentarischen Friedenscon- g ress es vom Vicepräsidenten DeScamp empfangen. Der- selbe begrüßte die Delegirten Namens Belgiens. Die gestrige Sitzung dauerte bis 10 Uhr Abends. Paris, 13. August. Am 15. August werden die Bona- partisten des Seine-DepartementS eine große Versammlung abhalten, an der alle hervorragenden Mitglieder der Partei theilnehmen werden. Diele derselben werden in dieser Versammlung daS Wort ergreifen. Paris, 13. August. Gestern Abend fanden anläßlich der Proclamation der Wahlresultate in Tourcoing (Arr. Lille) Zusammenstöße zwischen Collectivisten und republikanischen Wählern statt. Als ein Collectivist rief: „Nieder mit dem Vaterland- es lebe Ravachol", antwortete ein Soldat: „Es lebe Frankreich!" Hierauf überfielen die Collectivisten die Republikaner, welche sich in Caföhäuser flüchteten. Die Eollectivisten verfolgten dieselben und zerschlugen die Marmortische, Stühle und Gläser. Die Gendarmerie zersprengte die Kämpfenden und verhaftete vier Personen. Die Erregung ist groß. Während der ganzen Nacht durchzogen Patrouillen die Straßen. Loudon, 13. August. „Daily Chronicle" meldet aus Odessa: Der Czar überlaste allmältg der Kaiserin-Wittwe und den LieblingSmintstern die RegierungSleitung. Dieser Wechsel werde dem Einflusie der deutsch-sreundlichen Partei zugeschrteben. Sofia, 13. August. AuS Macedonten laufen schlimme Nachrtchlcn ein. ES sollen daselbst mehrere Gefechte stattgefunden haben und einige Ortschaften in Brand gesteckt worden sein. In die Ortschaft Yanakli soll eine ungefähr 100 Mann starke Bande eingedrungen sein, welche die Einwohner massacrirte und die Ortschaft zerstörte. vofia, 13. August. Morgen findet große Truppenrevue statt. Der Minister deS Aeußeren, Stotlow, erklärte einem fremden Diplomaten, alle Nachrichten über eine beab- sichtigte Unabhängigkeitserklärung Bulgariens seien völlig erfunden. Er bedauere, daß ganz Europa nach den letzten traurigen Vorfällen nicht aufhöre, durch Uebertreibung der falschen Nachrichten, welche auö dem Oppositionslager stammten, fich täuschen zu lasten. ' Newyork, 13. August. Bei Springfield in Ohio olne ®c*n' 016 ein Eisenbahnzug dieselbe »affine. 35 Wagen wurden zertrümmert. Viele Personen find getödret und verwundet worden. Washington, 13. August. Der amerikanische Gesandte in Peking telegraphirte seiner Regierung, die Regierung von China habe ihm da» Versprechen gegeben, unverzüglich die amertkanischeMission, welche neulich geplündert worden ist, für alle Verluste zu entschädigen. Woshingl-a, 13. August. Präsident Cleveland hat nunmehr rndgtltig abgelehnt, für eine dritte AmlSperiode zu canöibtrcn. ikseales rrird jtee&tatfeOefe. »ießev, den 14. August 1895. ** Bestätigung. Seine Königliche Hoheit der Groß' Herzog haben allergnädtgst geruht, der durch die Dekanats- synode des Dekanats Alsfeld auf die Dauer von drei Jahren vollzogenen Wahl des evangelischen Pfarrers Hermann Wörißhoffer zu Groß-Felda zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Alsfeld die Bestätigung zu ertheilen. *• Eigenhändig gebunden von Ihrer Kgl. Hoheit der Frau Prinzessin Heinrich von Preußen ist der Kranz, den Se. Kgl. Hoheit der Großherzog für die 1870/71 Gefallenen widmete. Er trägt die Inschrift: „Für die 1870 bei Metz gefallenen Hesten"; Ihre Großh. Hoheit Frau Prinzessin Ludwig von Battenberg versah den von ihr gespendeten Kranz mit der Jnschrist: „Den Getreuen von der Hessischen Divtfion gewidmet von der Tochter ihres tapferen Führers", Seine Großh. Hoheit Prinz Heinrich von Hesten widmet seinen Kranz: „Den gefallenen tapferen Kameraden von der Hest. Division", Seine Großh. Hoheit Prinz Wilhelm von Hessen „Den treuen Hessischen Kameraden in dankbarer Erinnerung 1870—95". •• Zur ErillueruugSfeter an daS Zahr 1870, iusbefou- bere zum 18. August und 2. September hat der Vorstand des HülsSvereinS im Großherzogthum Hessen für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde, als Landes- verein der Kaiser WilhelmS-Stiftung für deutsche Invaliden vom 19. Juli 1895, als den 25. Jahrestag der französischen Kriegserklärung folgenden Aufruf erlassen: „Seit Jahren wenden wir uns zum Nationalfest vom 2. September an unsere Mitbürger mit der Bitte um Gaben für die Jnva- ltden und Hinterbliebenen gefallener Soldaten des Kriegs | 1870/71. Wir haben hierfür stets willig Gehör gefunden, und überall her Beiträge erhalten. Rief doch jenes Fest die Erinnerung an die gewaltigen Ereignisse des Krieges und an daS, was er dem deutschen Volke Großes errungen, wach und dankend gedachte man dann der Brüder, die Leben und Gesundheit geopfert für die großen nationalen Güter, deren wlr uns nun erfreuen durften - dankend auch durch Gaben, dazu bestimmt, das Loos der Invaliden und der Hinter- bltebenen Gefallener noch über baß hinaus zu verbessern, was Reich und Staat für sie thun. Die fünfundzwanzigfte Wiederkehr der Tage von 1870 aber ruft mit ganz besonderer Lebhaftigkeit jene Erinnerungen zurück, redet mit ganz besonderer Kraft zu den Herzen unseres Volks, und mahnt ganz besonders laut und mächtig zu Dankbarkeit und deren tharkraft.ger Erwersung. Bleibt, was in dieser Hinsicht ge- schreht auch bei reichster Gabe, doch nur ein schwacher AuS- druck deS Dankes, den »ir unseren sieg- und ruhmreichen I theilnehmen Auch ber zweite Vicepräfident, Oberbürger- I Lima, 13. August. Don Nicolaus Pierona wurde meister Becker-Köln, hat sein Erscheinen angezeigt. zum Präsidenten der Republik Chile gewählt. Berlin, 13. August. Heute früh waren an der Arbeite- ■ - j-------l. — stelle für die Berliner Gewerbe-AuSstellung über 50 Zimmer- 1870171, leute erschienen, darunter 30, welche gestern mit ausständig . ...... " „ , . * o .. „„„ diesem Tage entfaltete bürg tagt - hier ein unb wurden mit Sonberzng ber Zahn- 108 £«” b-chst-n Glanz, Paris prangte tm rabbahn nach bem Rational-Denkmal befSrbert, wo eine Sl->nz ber Licht-r überstrahlte bk Gerne patriotifche Kundgebung stnttfand. Später wird die Gefell. ‘e8 "®!“’"8 ' ‘n b'n 8«ubt?bonner der Geschütze mischte schast nach Bingen übersetzt, von wo man um 6 Uhr die M DoIIlöneni’ btr Rus: „Vivo 1 empereur!« Heute ist Rückreise annitt der NapoleonStag, aber statt de- Glanze- schleicht da« Wien, 13. August. Wie die Blätter melden, erregt in im ®troanb‘ b‘S Allianeenbettler- einher, statt deS Marienbad di-polizeiliche Schließung de- Casino des 8cf-«ribt6 trauert Pan sm Sack und Asche, kein Licht ent- Etrangers und Cercle privü, woselbst die L-bewelt im »"»der sich zu Ehren diese- Tage-. In Angst und Sorge Roulette und anderen Hnzarbspielen allnächtlich große Summen ta“w! Frankreich dem Siegeidonner de- deutschen Heere« verspielte, großes Aussehen. und keiner rüst mehr: „Vivo Fempereur!“ - „Vive Budapest, 13. August. Wie nachträglich bekannt wirb, I Le.mPcreur' .Da- ist ber Jubelgruß, der bem siegreichen waren bei der Durchreise des Fürsten Ferdinand polizeiliche SicherheitSvorkehrungen getroffen worden, weil die Polizei von einem gegen den Fürsten geplanten Attentat Kenntniß erhielt, welches in Budapest weilende bulgarische “*•’1 erfa EM»’ Ä*« •S,T» unb ih" iu 01 8< ih--'» : larini« 6«u * Bon oct «dl «" „utttttt Dte SonferDati Unter ihnen be! o. Plbtz. Graf Hierauf W v. Saov, sta», fflalter, W sechs W* Holtz, «eist fN Lraübach, //Mthtlidku Par ^azwann und -ot ©eifert/ Joest, Z BlotS schwer ver» Bon den Mdtu Herbert Sißmatd aitfllitbetn Parlamtut an: v. Stumm, v. 5 Voc!'Aachtn,Gra • Sier Zeit wurde die < bmchtet, die ein w Tzrgedin Nm imbe daS und Wftmn malige Mobte ZachthauSsiraft, letzteren zu fünfze verurtheilt. WM V ftnbtnbtn Vnbanf fvr BewälligMA £Miuftn «"gmseibold Nerrodenbach Vulverfabrtk C:-aj St l-StNad p S.- SS' ■ s. ■ff*« Ckrrob *0$t6n,futte «1 £ tted> Sießen Sroßen.Linden Ung-GönS E-tbach W> ‘Ü NW kad-Nauheim ffriedberg bruchendrücken Nirber-WSllfiLbt vinim rvvüM 81lbtl BonameS ^üershtim Hockenheim itoulfa Darmstadt * Rappottsweiler, 10. August. Der StaatSsecretär Dr. v. Stephan hatte gestern Abend die hiesigen 10 Briefträger zu einem kleinen Imbiß in den Gasthof zur Stadt Nancy, wo er fast alltäglich zu verkehren pflegte, eingeladeu. Groß war die Freude der Geladenen ob dieser Auszeichnung. Der StaatSsecretär hielt am Schluß eine kleine Ansprache an seine Gäste, und ermahnte sie, im Dienste stark zu sein, und fest zu bleiben, wie die Berge zu Rappoltsweiler; auch empfahl er ihnen, stets zu ihrem unmittelbaren Vorgesetzten, dem Postmeister Kube, der so schön für sie sorge, zu stehen, und ihm zu gehorchen wie die Compagnie ihrem Hauptmann. Er theilte u. a. mit, daß nunmehr rund 160,000 Brieträger, darunter viele verhetrathete Männer mit etwa 264,000 Kindern, im Dienste der Retchspoft ständen.^ * Von oeo ReichStagsabgeordoeren ist ein beträchtlicher Theil an dem Jubiläum des Krieges von 1 87 0/71 betheiligt. Mehr als der siebente Theil unserer Volksvertreter zählt zu den activen Theiluehmern des Feldzugs. Die Conservativen stehen mir 23 Veteranen an der Spitze. Unter ihnen befinden sich Freiherr v. Manteuffel, Graf Roon, o. PlVtz, Graf Douglas, der Elsäfier Zorn v. Bulach. Hierauf folgen die Nattonalliberalen mit 9 Theilnehmern: v. Cuny, Placke, Wamhoff, Drexler, Münch, Ferber, Pteschel, Walter, Krüger und Hasse. Von der Reichspartei haben sechs Mitglieder den Feldzug mitgemacht: Freiherr v. Stumm, Holtz, Hanke, Engels, Baumbach, Arnim. Das Centrum weist fünf Jubilare auf- es sind das die Abgeordneten Euler, Braubach, Schättgen, Klose und Hubrich. Von den linksstehenden Parteien haben die freisinnigen Volksparteiler Lenzmann und Bohn, die Socialdemokraten Kühn, Klees, Seifert, Joeft, Zubeil und v. Vollmar, der bekanntlich bei Blois schwer verwundet wurde, am Kriege Theil genommen. Bon den „Wilden" sind Prinz Schönaich-Carolath und Graf Herbert Bismarck zu nennen. Von den Reichstagsmitgliedern der Kriegsjahre gehören noch jetzt dem Parlament an: v. Levetzow, Graf Kanttz, v. Kardorff, v. Stumm, v. Bennigsen, Benda, Hammacher, Glugowsky, Bock-Aachen, Graf Hompesch, Eugen Richter, Bebelund Liebknecht. * Vier junge Mädchen als Mörderinnen. Vor einiger Zeit wurde die SchreckenSthat vier schöner, junger Mädchen berichtet, die einen jungen Setfensiedergehilfeu in der Nähe von Szegedin in Ungarn ermordeten und ausraubten. Nun wurde das Urtheil erlaffen: Die Hauptbetheiligte und Anstifterin Marie Oroß, sowie Marie BalazS, die ehemalige Verlobte des Ermordeten, wurden zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe, die beiden mitbetheiligten Schwestern der letzteren zu fünfzehn-, beziehungsweise dreijährigem Gefängniß verurtheilk. Literatur «w6 Aanft. — Unter den Verlags-Unternehmungen der neuesten Zeit nehmen die Jllnstrirten Botts «vSgaben von Meisterwerken devtscher und ausländischer Massiker (Verlag der Literaturwerke Minerva, Berlin W., CorneltuSstraße 5) einen hervorragenden Rang ein und beanspruchen die größte Beachtung aller Bücherfreunde. Wir stehen nicht an zu erklären, daß für den beispiellos niedrigen Preis von 10 Pfg. die Lieferung, 20 Pfg. daS Doppelheft, wohl kaum etwas Aehultches dem Publikum bisher geboten worden ist. Uns liegen die ersten Hefte von Goethes Gedichten vor, welche jetzt im Erscheinen begriffen sind; bisher sind erschienen: Schiller: Gedichte — Tell — Jungfrau — Braut von Mefsina. Goethe: Hermann und Dorothea, Götz von Berlichtngen. Kleist: Zerbrochene Krug — Käthchen von Heilbronn. Shakefpeare: Lear — Kaufmann von Venedig — Hamlet — Romeo und Julia. Tegner: Frithjofssage. Uhland: Gedichte. , ! Joh anno von Sydows Monatsschrift für das deutsche Haus: »Die Praktische Küche* fährt fort, in ihren monatlich erscheinenden Heften eine reiche Auswahl elegant gefchriebener gediegenster Artikel zu bringen (Preis des Heftes 50 Pfg.; Verlag von Max Pasch, Berlin SW., Rttterstraße 50). Im Augustheft finden wir den Schluß von „Brautstand und Brautausstattung" mit vollständigem Schema für Leibwäsche und Porzellan, sowie Küchen- und Wtrthschaftseinrichtung; einen Beitrag zur modernen Erziehung: „Das junge Mädchen", die reizende Novelle: „Ein Experiment", von B. Herwi, „Rechtsschutz für den Frauenerwerb". Der practische Küchentheil enthält: „Der Einkauf im August" nebst Speisezettel; „lieber das Etnkochen"; „Kühlende Getränke" nebst einer Fülle von Original-Recepten zur Herstellung derselben; „Der Garten im August" rc. rc. Jede Leserin der originellen Monatsschrift wird aus ihrer Lectüre einen Gewinn davon tragen, sei es an nützlicher Anregung oder practrschen Hinweisungen. WöchmMche Ueberficht der Todesfälle in Gieße«. 32. Woche. Vom 4. August bis 10. August 1895. Einwohnerzahl: angenommen zu 22 400 (incl. 1600 3Renn Militär). SterblichkeÜSziffer für Gießen: 16,25, einschl. 2 Ortsfremde: 20,89°/«,. Kinder TS starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: Lungentuberkulose 1 (1) 1 (1) — — Knochentuberkulose 1 1 — — Herzleiden 1 (1) 1 (1) — — Lebensschwäche 1 1 — Gehirnhautentzünd. 1 — 1 — Stimmritzenkrampf 1 — 1 — Bronchitis 1 — 1 — Syphilis 1 — 1 — Krämpfen 1 — 1 — Summa: 9 (2) 3 (2) 6 — Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Verkehr, und Volkrwirthschafi. Gießen, 14. August. Viehmarktbericht. Auf dem gestrigen Vtehmarkt waren aufgetrieben 1200 Stück Rindvieh, Kühe, Rinder und Kälber. — Der Vormarkt, welcher schon am Freitag früh begann, erzielte ein flottes Geschäft in Milchkühen, worin ca. 300 bis 400 Stück zu guten Preisen umgesetzt wurden. Frischmelkende Kühe, erste Waare, waren sehr theuer, nach tragender und geringerer Waare war wenig Nachfrage, Mastrinder waren billiger ®ic am letzten Markt, '/-jährige Kälber zu Zuchtzwecken waren uberständtg^ Schlachtvieh sehr tbeuer. ES wurden gehandelt: Kühe 1. Qual. 450 bis 500 Mk., 2. Qual. 300 bis 350Ulf., Rinder 1'/, 2 3abr KW btä 150 Mk., -/«jährige Kälber 50 bis 120 Mk. Schlachtvieh wurde verkauft: Ochsen 72 bis74Mk., Kälber 1. Qual. 70 bis 75 Mk., 2. Qual. 64sbis 68 Mk. per 100 Pfund Schlachtgewicht. Witterungsbericht vom 13. August. Centraleuropa sowie der Süden des Erdtheils sind von hohem Drucke bedeckt, welcher einen kleinen Kern über dem Süden Bayerns und dem Alpengebiet auswetst. Ein zweites Maximum liegt im Nordosten und ist von ersterem durch eine Furche niederen Druckes getrennt, welche von Scandinavien über die südliche Ostsee, nach dem Südosten Rußlands verläuft. Der Nordwesten steht noch immer unter der Herrschaft einer ausgedehnten Depression, deren Centrum über den Hebriden liegt. Ein secundäres Maximum ist derselben an ihrer Südfett über England und dem Canal vorgelagert. Im südlichen Deutschland haben gesten ergiebige Regengüsse stattgefunden. Während am Morgen stellenweise Aufklärung eingetreten war, hat im Laufe des Tages die Bewölkung neuerdings wieder zugenommen. Die Temperaturen zeigen noch allgemein wenig Aenderung. BoranSstchttiche Witterung t Meist trübes, etwas kühleres Wetter mit Niederschlägen und einzelnen Gewittern. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeffen am 14. August, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Master 16°, Luft 13'/,° im Schatten. Rübsamen'sche Bade- und Schwimmanstall. □oooooooooooooooooooa 0 Cheviots, Loden, Kammgarn und Buxkin 0 0 ä Mk, 1.35 per Meter 6626 Q Q doppeltbreit, nadelfertig, in den vorzüglichsten Qualitäten, ft Oversenden in einzelnen Metern portofrei in’s Haus TuchVersandtgeschäft Oettinger & Co., Frankfurt a.M. ö Q —Musterauswahl umgehend franco. ----- □oooooooooooooooooooa Ausführliche Prospekte und Kataloge gratis und franko. Spezialität: Lieferung von Werken aller Art gegen Teilzahlungen. Erwerbung da» gesamte menschlich» Wissen umfassenden 17 Praohtbände zu Je 10 Mark. Die vorliegenden Bände 1 — 8 liefere ich sofort, die übrigen nach Erscheinen. Eine vorteilhaftere Universalwerks gibt es nicht. Glaubt jemand Ausstellungen machen zu können, so nehme ich es innerhalb 8 Tagen nach Empfang zurück. tn Teilzahlungen von monatlich 8 Mark oder vierteljährlich 9 Mark liefere ich an solide Leute ohne Aufschlag zu dem von der Verlagshandlung festgesetzten Preis franko per Poet die neueste, mit ca. 10,000 Abbildungen im Text und auf ungefähr 1000 Tafeln, darunter 168 Farbendrucktafeln i und 290 Kartenbeilagen, geschmückte neueste, fünfte Auflage von j H. 0. Sperling, Buchhandlung, Stuttgart, /. Gegen Ausgabe uon 10 Pfennig täglich Meyers Konversations- Lexikon Bekanntmachung. Anläßlich des am Sonntag den 18. August er. in Darmstadt stattfindenden Verbandsfestes der „Krieger-Kameradschaft „Hassia" werden zur Bewältigung des Personenverkehrs nachstehende Sonderzüge befördert: In der Richtung nach Darmstadt: von Darmstadt: Gießen ab 4.34 Vorm. Darmstadt ab 9.47 Nachm. Großen-Lindrn ff 4 45 n Frankfurt Hauptbahnhof ff 10.30 ff Lang-GönS ff 4.53 II Bockenheim H 10.37 M Butzbach 5.05 6.10 Eschersheim 10.45 n Ostheim bei Butzbach Bonames 10.50 ff Bad-Nauheim U 5.19 Berkersheim ff 10.55 * Friedberg 5.31 Vilbel 11.01 w Bruchenbrücken 5.39 Dortelweil 11.08 II Nieder-Wöllstadt 5.45 Groß-Karben 11.14 If Okarben 5.51 Okarben 11.19 If Groß-Karben 5.56 Nieder-Wöllstadt 11.25 II Dortelweil 6.02 Bruchenbrücken 11.31 ff Vilbel 6.17 Friedberg 11.53 II Berkersheim 6 23 Bad-Nauheim 12.01 Vorm- Bonames 6.27 ff Ostheim bei Butzbach 12.14 * Eschersheim Bockenheim 6.32 6.42 Butzbach Lang-Gons 12.21 12.34 Louisa ff 6.58 Großem Linden 12.40 Darmstadt an 7.43 • Gießen an 12.48 ff Gelnhausen ob 7.00 Vorm Darmstadt ab 7.00 Nachm. Meerholz H 7.06 ff Frankfurt Hauptbahnhof n 8.28 u Langenselbold ff 7.17 * Sachsenhausen n 8.39 ff Niederrodenbach ff 7.24 If Oberrad w 8.45 II Pulverfabrik II 7.35 II Offenbach if 9.06 Hanau 11 7.48 If Mühlheim h 9.15 Klein-Steinheim 7.54 V Klein-Steinheim 9.24 Mühlheim ff 8.04 If Hanau e 9.32 Offenbach * 8.15 M Pulverfabrik II 9.39 Oderrad n 8.21 If Niederrodenbach 11 9.47 Sachsenhausen 8.28 ff Langenselbold If 9.55 ff Louisa If 839 w Meerholz II 10.06 II Darmstadt an 9.05 ff Gelnhausen an 10.11 n Fulda ab 5.58 Vorm. Darmstadt ab 9.00 Nachm. Kerzell 6.09 n Frankfurt Hauptbahnhof V 10.10 n Neuhof 6.17 ff Sachsenhausen n 10 20 If Flieden 6.26 II Oberrad 10.26 mm 6.49 Offenbach 10.33 Schlüchtern 7.00 ff Mühlheim 10 42 II Steinau 7.10 n Klein-Stetnheim 10.61 ff Salmünster ff 7.19 !f Hanau 11.00 n Wächtersbach ff 7.28 n Pulverfabrik 11.07 Wirtheim ff 7.34 n Niederrodenbach 11.15 ii Gelnhausen II 7.45 if Langenselbold 11.23 ff Meerholz 7.61 n Meerholz 11.34 II Langenselbold I, 8.01 ff Gelnhausen 11.42 Niederrodenbach t> 8.07 II Wtrthetm 11.62 • Pulverfabrik ir 8.15 If Wächtersbach 12.00 Vorm. Hanau w 8.23 *11 Salmünster 12.12 Klein-Steinheim 1! 8.28 If Steinau 12.26 Mühlheim u 8.36 If Schlüchtern 1241 Offenbach II 8.46 II Elm 1.07 Oberrad II 8.62 ff Flieden 1.24 Sachsenhausen V 8.59 H Neuhof 1.32 Louisa V 911 If Kerzell 1.40 Darmstadt an 9.50 If Fulda an 1.51 ff Frankfurt a. M., den 13. August 1895. 6840 Königliche Eiseubahn-Direetion. Aafgehatsverfahren. Auf Antrag des Ludwig Katt- rein dahier werden die Erben der durch Ausschlußurtheil unterzeichneten Gerichts vom 10. November 1894 für tobt erklärten Margaretha Bertalot und Karl Bertalot von Gießen aufgefordert, ihre Ansprüche auf deren etwa 1400 Jt. betragenden Nachlaß spätestens in dem Aufgebotstermin Dienstag den 12. Nov. 1895, Vormittags 9 Uhr, geltend zu machen und durch den Nachweis ihrer Erbeneigenschaft näher zu begründen, widrigenfalls der Nachlaß den sich meldenden und legiti- mirenden Erben würde verabfolgt werden und sie bei dessen Regelung keine Berücksichtigung finden könnten. Gießen, den 9. August 1895. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. Neuenhagen. 6834 Kikferung eines Dampfkessels. Für die Waschküche der Großh. Landes- irrenanfialt zu Heppenheim soll ein zweiter stehender Dampfkessel gleich dem bereits vorhandenen geliefert werden. Der vorhandene Dampfkessel, sowie die Bedingungen für die Lieferung des neuen DampfkeffelS können an Ort und Stelle durch Vermitteluna des Großh. Haus, Verwalters Herrn Listmann in der genannten Anstalt, jedoch nur Vormittags etngesehen werden. Angebote find verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis Montag den 26. Angnst, Vormittag- 10 Uhr, bet der unterzeichneten Baubehörde einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Bensheim, den 8. August 1895. Grotzh. Hochbanamt BenSheim. __________, Jaeger.________6833 Freitag den 16. August L A, Nachmittags 2 uür. im »Adler* zu Gießen werden öffentlich gegen Baarzahlung versteigert: 2 Schweine, eine Partie Nutzholz, 2 Hobelbänke, 1 Eisschrank, eine eleg. Ladeneinrichtung, 1 Velo- ciped, 1 Billard, 1 Bett, mehrere neue Bettstellen und verschied, gebr. Möbel, 1 Nähmaschine, 1 Gewehr, eine Anzahl Oelbilder, Bücher, 1 Frack u. s. w Versteigerung vorauss. theilw. bestimmt. 6831 Engel, Gerichtsvollzieher- Donnerstag d. 15. Aug. l A, Nachmittags 2 Uhr, Beendigung der Versteigerung in der ehemals v. Rabenauschen Hofraithe. 6836 Geißler, Gerichtsvollzieher. Dommerfrucht« Versteigerung ju Londorf. Nächsten Freitag, den 16. d. Mts., von Vormittags 9 Uhr an, kommt sämmtliche Sommerfrucht aus den Oeconomieen des Rentmeisters und Rechners Schmidt zu Londorf an Ort und Stelle in Abheilungen zur öffentlichen freiwilligen Versteigerung. Zusammenkunft auf der Straße nach Nordeck. 6830 Mitteldeutscher Güterverkehr. Vom 15. d8. MtS. ab treten zwischen Gießen 0. H. und den Sächsischen Stationen Cunewalde, lDemitz, Großpostwitz, Schmölln bet Bischofswerda und Seitschen directe Frachtsätze in Kraft. Nähere Auskunft ertheilt die Güterabfertigung Gießen. Gießen, den 10. August 1895. Gr. Direction der Ooerhesstschen Eisenbahnen. 6351 Main-Neckar—Oberhessischer Thier- rc. Verkehr. In dem Tarif für vorbezeichneten Verkehr sind gestrichen worden: 1. Die Zusatzbesttmmung Ziffer 1 Abs. 1 zu S 44 (Zusammenladen von Groß- und Kleinvieh) 2. Die Bestimmung unter II. E. A. (Ver- kehrsbeschränkung mit Egelsbach). Gießen, den 10. August 1895. Gr. Direction der Oberhesfischen Eisenbahnen. 6850 ML Schlachthaus. Freibank. [-6822 Heute und morgen: 8chweineffei/ch nicht ladenrein, pr. Pfd. ttSPfa. örima neues Sauerkraut empfiehlt 6827 Heinrich Klotz, Mäusburg 17. Kart Kreös Leihbibliothek Schalstrasse IO. Abonnements werden von heute ab angenommen. 6835 Verlag vou Emil Roth in Gießen. Künzet-Solban GroMmgthum Kesse«. Lebensbilder aus Vergangenheit u. Gegenwart. Zweite umgearb. Aufl. — Mit dem Btldniß u. Faksimile Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen. — Ge- widm. Sr- Kgl. Hoh. Ernst Ludwig, dem Großherzog ,u Hessen u. bei Rhein.— BW In gediegenem Lederbd. JL 10.50; in Leinenband Jt 10.— -MU Borrüth. in alle« Buchhaudlunae«. la. Speisekartoffeln (Krührosa) liefert den Gentner zu Mk. 3*— frei ins Haus Chr. 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August, Nachmittags 5 Uhr, vom Sterbehaus, Nordanlage 18, aus statt. 6864 6826) Möbl- Zimmer zu vermiethen. _________________«derstratze 5, pari. 6829} Aw-i «nmSblirte Zimmer find an eine« einzelnen Herrn oder Dame zn vermiethen. Näheres Neustadt 78, 1 Treppe, am LSwaldSgarte«. Vermischte Anzeigen. 68M] Vravner, neuer ktzilzhut auf der Rvder.Reunlon in Steins «arten vertauscht worden! (Mutter: schwarz; s^trma: «retsch- mar, «öttiugen). Umzutauschen an ,L o HE, Seltersweg.________ 6854] Ein -ahrstuhl für «ranke leihweise oder zu kaufen gesucht. Näheres in der Exped- d- Bl._________ 6843] Wer ertheilt «lavierunter» richtf Offerten mit Stundenpreis unter «I. 470 an die Exped- d. Bl._________ Meinen Mitmenschen, welche an Magenbeschwerden, Verdauung?» schwäche, Appetitmangel rc- leiden, theile ich herzlich gern und «nentgelUich mit, wie sehr ich selbst daran gelitten und wie ich hiervon befreit wurde. Pastor a. D. lsypke in Schreiberhau, (Riesengebirge).[2265 Für Schneider. 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Au»kunst ertheilt die Ex- Petition biefefl Blatte«. 6738 MWr Stellensuch-nde jeden Berufs placirt schnell Leutei-'n Hareaa, Dresden. Dermoserstr._________3279 Heute Nacht verschied nach kurzem, aber schweren Leiden unsere gute Gattin, Mutter, Großmutter und Tante Katharina Weichsel, geb. Stierberger, im Alter von 62 Jahren, was wir Verwandten und Bekannten hierdurch mittheilen. [6847 Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 14. August 1895. Die Beerdigung findet Donnerstag Abends 6 Uhr, Marklstraße 8 statt. Korbflasche Waare.) 6747 20 15 10 5 1 1 1 1 Liter T> » » (Nur 1.50 1.30 1.— 0.70 wird für die leere Flasche zurückvergütet. •n n X 7) J» r> ä n 'n n Elisabeth Margolf, Schulstraste 4, Ä. Stock. mit meinem Siegel versehene Flaschen enthalten ächte 6073 Damen - Confection. 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August 1895. —Programm: — Vormittags 9 Uhr: Gottesdienst in der Zohanneskirche, „ 10 „ Gedächtnißfeier auf dem Friedhof und Schmückung der Kriegerdenkmäler; hierauf Abmarsch der beiden Vereine mit Mufik nach dem Gießener Festsaal (Cafä Leib),- dortselbst Bankett und Ueberreichung der von der Stadt gestifteten Fahnenbänder an die beiden Vereine. Zusammenkunft der Vereine 8ya Uhr im Cafe Leib. Abmarsch präcis 83/i Uhr. Verbandsabzeichen, Orden und Ehrenzeichen sind anzulegen. Die Einwohnerschaft wird gebeten, sich au dieser Feier zu betheiligeu, sowie auch die Häuser zu bestaggeu. 6745 Zur gefl. Beachtung. Wegen Umbau meines Geschäftslocals verkaufe von heute bis 1. September trotz des enorme« Lederausschlags Herren-, Damen- und Kinder - Fchuhwaaren in allen erdenklichen Sorten zu staunend billigen Preisen. Die weltberühmten Otto Herz S» Co. Schuhwaaren, von welchen ich den Alleinverkauf für Gießen direct ab Fabrik habe, werden auch zu billigeren Preisen abgegeben. L. 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J>it henUge Lummer umsaht 6 Seite». ,iti<«’Ialt 9‘* M» ««>"’ & «NN°HN"V°° fafofnbnt 1 1(16 Gkllßhl e0 die ®* ii”‘r ■ 25. Dioifton war < ton Fahrwrrkrn BtwatebtbäxW btt Sroßh. (25.) •tbfltbtn. Dir müssen Truppeu an Sie ton Fahrwerken Wben. Betr.: Die Eia unb llti an die mit 1 Stellen d Sir finb Di mit bti btt tlnt. lorbtrtntytyin D * bahn inner 8 hanttft bn Vnsrch inb H ® ollbalb zu buvd ten 8trld)ttn \bx Räikstände erleblj Die Großh. rubr. Geschäfte b stinfichtnahme mit (xal •r- Äenbotf, am Wuxti n- -Dttatze nach Lin Rohbau schon j ^ager für ble ^"liche Neubau hastefte ab von schmuckloser We kwßg an -er betrieb noch vo kouoea. - Ganz nach Rot b^°»ten Obftar iuai Brechen voll x*. Wir kdlhnhlger r,6o«nten hier J "L Pr • ^£"9ä: hrttl, 't* »°° r- Qb ’ dSS «ich Qö6 ji , i i in