e® Nd E an. l>«i W„, ?er. Kragen ab empfehle (!) I!) □ 'O 72 fl S 8 Q ► 3 v a ü □ 3 a N 3 s fjö ® d Ü) ' srL«^ Freitag den 15. März 1895 Erstes Blatt Nr. 63 Aints» und Anzeigeblatt für den Ureis Gieren. chralisbeikage: Hiekener Jamikienbkätter. 9U überweisen. Alle Annonces-Vureaux de» In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Die Gießener S-a«ttte»vrsi1er »erden dem Anzeiger wöchentlich dreimal deigelegt. Abg. Herbert (Soc) bekämpft den Antrag Heyl, dessen «osten die brodlos weidenden Arbeiter zu tragen haben würden. Abg. Beckh (frs. Dg.) findet es um so wunderbarer, daß Konservative und Nat'onalliberale einen solchen Antrag stellen, als ja gerade ste die Kreuzer bewilligt haben zum Schutze unseres Handels. Redner bekämpft dann namentlich noch das Verlangen nach dem Ouibracho - Zoll. Die B sitzer von Schälwaldungen lhäten bester, sich durch eine rationellere Kultur zu helfen. Charakteristisch fei eS, daß fich die eigene Firma deS Fre'herrn Heyl von Hernsheim gegen die Kündigung des argenttnilchen Handelsvertrages peäuhert habe. Der Reichstag möge sich hüien, die gewerblichen Interessen so mit Füßen zutreten, wie das bet Annahme dieses Antrages geschehen wurde. Abg. Dr. Hahn (fractionslos) empfiehlt den Antrag. Bedenke man, welche Lasten unsere Landwtrthschast, im Gegenlatze zu der argentinischen, zu tragen habe, so könne dieselbe es sehr wohl »er- I ... L r- V... CT.-k 1L - ... ClAUa hmm« l fötmtlPT hPÄ Nr Aufforderung an die Reichstagsabgeordneten, durch unge- schmälerte Bewilligung des MarinebudgetS dem Fürsten Bismarck zu dessen 80. Geburtstage eine Freude zu machen, und wieS auf den Vortrag des Kaisers in der Kriegsakademie hin. Thomson schloß mit der Bemerkung, daß die mächtige deutsche Kriegsmarine nicht blos eine Gefahr für den Handel und die Colonien Frankreichs bilde, sondern auch die Offensive an der Seegrenze ergreifen könne, da Deurschland eine entsprechende Militärmacht für darauf bezügliche Diversionen bef^e. — Der Marineminister Admiral Besnard führte auS: Ich mache hier keine detaillirten Angaben über unser Pro- I zu bezeichnen, gramm- ich erwähne lediglich, daß es auf 24 diensttauglichen 1 Panzerschiffen bafirt ist, welche 4 ESeadres zu 6 Schiffe« Ter Giehener Anzeiger «scheint täglich, mit Ausnahme de» Montag». Berlin, 13. März. Eine von etwa 500 Personen besuchte Versammlung der Met«lldrÜcker beschloß die Ein* Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag» für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Dorrn. 10 Uhr. Geh. Commerzienrath Frentzel in sachlicher, aber energischer Weise, um die Vorschläge des Grafen Kanitz als unausführbar Depeschen deS Bureau „Herold*. Berlin, 13. März. Die PetitionS-Commission deS Reichstages hat fich heute mit einer Petition, den Fürsten Bismarck zum Ehrenbürger des Deutschen Reiche» zu ernennen, beschäftigt. Nach kurzer Debatte wurde beschloffen, über die Petition unter Zuziehung eines RegierungScommtffar» eingehend zu verhandeln. Berlin, 13. März. Die meisten Abendblätter besprechen die Ernennung deS Grafen Wilhelm Bismarck zum Oberpräsidenten von Ostpreußen in sehr sympathischer Weise. Berlin, 13. März. Im preußischen Landtage wurde heute der Antrag betr. confessionelle Friedhöfe im Rheinland an eine I4gltedrige Commission verwiesen und der Antrag Böttinger-Vopel'uS auf Beseitigung der Doppelbesteuerung nach kurzer Debatte angenommen. Berlin, 13. März. Die „Berl. Corresp." meldet, der Oberpräfidialrath von Brandenstein in Potsdam ist zum Regierungspräsidenten in Hannover ernannt worden. Berlin, 13. März. Nach einer Meldung der „Miltt.- Polit. Corresp." wird bei der in Aussicht genommenen Feier der Krönung des Czaren in Moskau auf dieTheilnahme des deutschen Kaisers gerechnet. Berlin, 13. März. Der Präsident des Reichstages hat WerreljShriger >ßöBtttmrnt»prrU« 2 Mark 20 Pfg. «rit vringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Stbortion, Erpcditto» und Druckerei: -chutstraße Kr.7. Fernsprecher 51. „Vorwärts", gewisse bei der Annahme von Hand- I werkern zu Militärbauten verwandte Formulare seien I infolge der Publikation des „Vorwärts" abgeschaffr, stellt der I „RrichSanzeiger" fest, die Formulare seien seit dem 2. Februar abgeschafft, während die Publikation deS „Vorwärts" erst am I 8. März erschien. Berlin, 13. März. Der „Natlib. Corresp." zufolge beabsichtigt der Reichstagspräfident v. Levetzow zur Geburtstagsfeier deS Fürsten Bismarck die Veranstaltung eines parlamentarischen Festmahls in der Wandelhalle des Reichstages. Hamburg, 13. März. In einer heute zur Berathung der Währungsfrage einberufenen stark besuchten Versammlung des „Ehrbaren Kaufmanns" gelangte eine Resv' lution zur Annahme, die sich gegen jede Wertherschütterung der Grundlagen der deutschen Goldwährung und die Hoffnung auf Zurückweisung der bimetallistischen Bestrebungen auSspricht. Brügel, 13. März. Die Brüsseler Ar beit er-Der- einigung beschloß, im Falle der Annahme des von der Regierung eingebrachten Communalwahlgesetzes den allgemeinen Ausstand zu unterstützen. Paris, 13. März. Nach dem im „Journal Osficiell" veröffentlichten stenographischen Berichte über die gestrige Kammersitzuug beschäftigte sich der Referent Thomson eingehend mit den Bemühungen des Deutschen Kaisers, die Seemacht Deutschlands zu stärken, sowie mit seiner die Einladung deS AusfchuffeS zum Bismarck-Commer« angenommen. Desgleichen wird fich eine größere Anzahl von Mitgliedern des Hauses an der Huldigungsfahrt betheiligeu. Berlin, 13. März. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." hört, hat der Präsident des Reichstages die Absicht, die Oster- pause in den Verhandlungen ldes Reichstage- am 5. April beginnen zu laffen. Ob etwaige auf frühere Vertagung des Hauses gerichtete Wünsche Erfüllung finden können, dürfte von der Geschäftslage abhängen. Berlin, 13. März. In der gestrigen Sitzung der engeren Versammlung des StaaisratheS sprach nach der Eröffnung durch die Rede deS Kaisers zunächst Graf Kanitz, dem daS Referat über den ersten Punkt der Tagesordnung: „Maßregeln zur Hebung des Getreidepretses" übertragen war. Wie der „Post" mitgetheilt wird, trat Graf Kanitz in einer längeren Rede warm für die Vorschläge ein, die dem Antrag zu Grunde liegen, welcher seinen Namen trägt. Ihm antworteten der Kammerherr von Helldors-Bedra und der bilden. Diese Zahl ist offenbar ein Minimum, wenn ma« bedenkt, daß sich soeben eine sehr ernste und sehr wichtige Thatsache, betr. die Marine, sowie die ihr obliegende Küsten- vertheidigung, vollzogen hat: Die Vereinigung der Nordseeflotte und der Osise, flotte kann in sehr wenigen Stunde» vor sich gehen. Wenn man erwägt, daß alle deutschen Schiffe in einigen Stunden in die Nordsee sahren können, so ergibt sich, daß wir unserem Nordseegeschwader eine Krast und eine Cohaerenz geben müffen, welche uuS vollkommene Sicherheit gewährt. London, 13. März. Die Besorgnisse um de« spanischen Kreuzer „Reina Regente" find beträchtlich gewachsen, da in der Nähe von Tariffa Sch'ffstrümmer mit dem Namen des Schiffes aufgefunden wurden. Man befürchtet, daß daS Sch'ff während des heftigen Sturme» am Sonntag untergegaugen fei. Es befanden fich 420 Man» an Bord. Lowestoft, 13. März. Der Bürgermeister überreichte gestern der Mannschaft deS „Wild Flower" öffentlich eine Summe von 85 Pfund Sterling, welche für dieselbe gesammelt worden ist. Dem Capitän des „Wild Flower ; wurde eine Photographie der überlebenden Offiziere der I „E l b e" überreicht, welche die Osfiziere mit warmen Danke-- ausdrücken übersandt hatten. Gleichzeitig theilte der Bürgermeister mit, daß der Mannschaft deS „Wild Flower" später eine Summe von 100 Pfd., welche der „Norddeutsche Lloyd" für dieselbe bewilligte, übergeben werden würde. — Gestern hat der Bürgermeister auch der Mannschaft des Fischerboote- „Legion of Honor", welche die Mannschaft der deutsche» Bark „Titania" gerettet hat, eine Geldbelohnung übermittelt. Waldenbourgh (Colorado), 13. März. Als 9 I t a- I ltener, welche gedungen waren, den Deputy.Sherif zu I ermorden, von Polizeibeamteu nach dem Gesängniffe ge- I bracht werden sollten, wurde von im Hinterhalte liegende» I Leuten auf dieselben geschaffen. Vier der Gefangenen und I der Führer des Wagens wurden getödtet. Da die Italiener I sich bewaffnen, werden Ruhestörungen befürchtet. Gießener Anzeiger Kenerat-Anzeiger. Nes-efte Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 13. März. Der Antrag Kanitz wurde unterzeichnet von 59 Deutsch-Conservativen und 10 Reichspar- teilern, einem Narionalltberalen, 11 DeutsäpSocialen und Reformpanetlern, 8 Polen und 9 Parteilosen. Unter letzteren befindet sich Graf Herbert Bismarck. Berlin, 13. März. In parlamentarischen Kreisen heißt es, das Gerücht, der Retchscomm'ssar von Wtßmann sei zum Gouverneur von Ostafrika ernannt, werde von best- unterrichteter Seite für unzutreffend erklärt. Berlin, 13. März. Die Centrumssroction des Reichstags beschloß in der heutigen Fractionssitzung einstimmig die Ablehnung deS Antrages Kanitz. Die Fraction sprach sich ferner gegen das geplante Zusammengehen mit der Wirthschastlichen Vereinigung des Reichstag« auS- dagegen bildete sich aus dem Schooße der Fraction eine wirth- schastliche Abtherlung. Berlin, 13. März. Gegenüber der Behauptung deS Deutschem Reichstag. 59. Sitzung. Mittwoch, den 13. Marz 1895. Bor der Tagesordnung erklärt Abg. Gamp (RckSp), er habe »eulich bet Beralhung der Anträge dem ffend Verbot der Juden- Etuwanberung rc. nur auS zwingenden Gründen gefehlt. Er wurve aber felbftoeistündlich gegen die Anträge gestimmt haben. Zur Beralhung steht der Antrag Heyl o. Hernshetm. Der Reichstag wolle die verbündeten Regierungen ersuchen, den Handelsvertrag mit Argentinien auf Grund deS Artikels 14 diese- träges beriefen sich auf das Interesse der Jndustiie-Arbeiter. Aber wo bleibe dann, wenn die Landwtrthschaft ruinirt werde, die Masse der Landarbeiter?'. Und da orelfe man noch den Bund der Land- wtrthe an wegen einzelner Vorkommnisse. Diese Bewegung fei so königStreu wie nur jemals eine Bewegung gewesen fei. (Lebhafter Beifall rechts.). Redner verbreitet sich iodann unter Bezugnahme auf specielle Beispiele Über die Roth der Landwirthe. Es fei da der Ausdruck gefallen „Kornwucher ober B> obwucher". Sei denn aber FZebrtch der Große, ber eine ähnliche Maßnahme, wie bet Antrag Kanitz sie wolle, getroffen habe, ein Kornwucherer ober Brobwucherer gewesen? Man möge es ihm baher nickt übel nehmen wenn er zum Schluß ein Wort für ben Antrag Kanitz etnlege. (Beifall rechts!) Das Haus vertagt sick iobann. Morgen: Fortsetzung, fobann Postetat. 8n,t0Ä.’U“Ä(ntL): 1891 W. @raf gegen lieber sckwemmung mit Getretbe seien wir immer noch durch den 3i/e Mark-Zoll aesickert. DaS ist aber nicht richtig. Evenfo e» «**•«'•• v-«-, w ....... hat eS sich nicht bestätig'! baß bte HanbelSvertiäge unsere Handels- langen, baß der Staat ihr zu Hilfe komme. Die Gegner des An- bilani bessern würben. Diese l.tztere bat sich vielmehr verschlechtert, ) •-—« c>n,'r'n* h,r ^nbxtt.ie-Arbeiter. Aber auf Kosten unserer Lanbwttthsckcnt. Namentlich Hal bazu bas ar^n- ttnische Getretbe beigetragen. Einzelne meiner Freunde sind ber Ansicht, baß wir Argentinien nicht die Meistbegünstigung zu gute kommen lassen dürfen, nachdem Argentinien uns gegenüber seine Zölle erhöht. Andere Unterzeichner des Antrages, und zu diefen gehöre auch ich, meinen, daß wir der Ueberschwemmung mit über: seeischem Getreide, abgesehen von dem norbameritanifdien, entgegentreten, und da mit Argentinien den Anfang machen müssen. Indisches und australisches Getreide würden später nachzufotgen haben. Einem Weltmarktpreis, wie er sick j tzt bildet durch die Eoncurrenz deS argentinischen, indischen, australischen, russischen Getreides, kann fich Deutschland auf die Dauer nicht unterwerfen. Da auch andere Staat-n sich fckutz.öllnerifch gegen jeneS Getreide absperren, wurden jene Productionsländer voraussichtlich ihre Production mehr ein: schränken und dadurch auch auf dem Weltmarkre ber Preis sich heben. Argentinien hat überdies solche Valulenveihällnisse — ein Goldag o von 300% —, baß eS selbst Rußlanb gegenüber mit seinem Agio auf Papier von nur 45% bet ber Getreibeausfnhr im Vorsprung ist. Argentinien gerabe ist deshalb auf b.m Getreidewelima.kte au^ fchlaggebend. Durch baS hohe Gotbagio in Argentinien ist auch unserer Industrie bie Ausfuhr nach dort erschwert, ganz abgesehen von den schütz.ollnerischen Bestrebungen in Argentinien. Ob ein lhetl meiner Freunde noch weiteren Maßnahmen zustimmen wird, zur Hebung des GetreidepreiseS, wird von ben Eik errungen der Regierung abhängen, die allerdings leider heute nicht hier vertreten ^Abg.^Fr^se (frs. Vrg.): Die Bcunruhtgung, welche durch die Einbringung dieses Antrages veranlaßt worden ist, ist so groß, daß eine Erklärung ber Regierungen allerbtngs dringend nolhwenbtg ist. Wir sinb in Argentinien mit allen anderen Staaten glechgestellt Ein Wollzoll gegen Argentinien würde nur unsere Tex tltnbuftite schäbigen. Wir exporitren nach Argentinien für 80 Millionen Mar abgesehen von brutschen Waaren, die über Frankreich gehen. Argentinien würde sicher sofort, wenn diesem Anträge Folge gegebni wurde, k-sprungszeuan.ffe verlangen. Unser Export nach Argentinien ist von 1885—1893 um 24% gestiegen, der englische nur um 6/0 fle- sttegen. (Hört! hört!). Der Antrag bezweckt offenbar auch, auf Ouebracko einen Zoll zu legen. Ein solcher Zoll würde aber unsere Lederindustrie schwer schäbigen. Unsere Rhedereien in Bremen und Hamburg haben sich auf ben Handel gerade mit jenen Ländern ganz besonders etnrichten müssen, durch ben Bau ganz besonbers großer Schfffe, benn kleinere würden für diesen Verkehr nicht lohnend genug sein. Wenn bann Argentinien uns gegenüber einen Flaggenzoll ein» führte, so würde unseren Schiffen nichts übrig bleiben, als eine fremde Flagge anzunehmen. t u ni ... Abg. Graf Arnim (Retchsp.): ES handelt sich hier nicht um die Interessen von Rhederet und Handel, sondern um die der Land- wirthschafl. Den Antrag H.yl begrüße ich um so mehr, als er zeigt, daß jetzt auch bte tnbuftrteU productiven Kreise einen Schuh bet Lanbwrrthschast für geboten halten und bie Gefahr erkennen, welche nicht nur Deutschlanb, sonbern auch anberen europäisch nLanbern von den Sommerlänbern her broht. Rebner schilbert fobann bte Billigkeit der Production in Argentinien. Jedenfalls liege in dem Antrag ein wichtiger Gedanke. Die Verträge müßten revibirt werden, wenn nicht Deutschland und ganz Europa zu Grunde gehen sollen. Argentinien werde gewiß sich gegen die Reo>sion deS Vertrages nicht sträuben. Er gebe zu, daß unser Handel nach Argentinien etwas größer fei, als der Antragsteller gemeint habe, er betrage aber doch nur 1'/, pCt. unseres gesammten AutzlandshandelS. Europa mühte sich durch eine Zollunion gegen Amerika schützen, sonst gehe Europa zu Grunde. Abg. Münch-Ferber (ntl.) spricht gegen ben Antrag. Wenn man Argentinien ein Ausfuhr-Rohr verstopft, fo würbe das dortige Getreide doch andere Aussuhrwege etnschlagen. Es würbe den tonboner Markt sofort so über füllen, baß ber Rückschlag auf bie Weltmarktpreise und daher auch auf Deutschland nicht ausbleiben könnte. Der Antrag würde also unseren Lanbwirthen nichts helfen, »ufere Exportindustrie aber schwer schädigen. Da Argentinien sofort gegen Deutschland Differentialzölle einführen würde, wäre bas für ans eine Einbuße von 70 bis 80 Millionen, zum Schaben besonberS unserer Tex ilinbustrie. Die Wolle, die wir aus Argentinien beziehen, liebt in verarbeiteter Form gerabe wteber nach Amerika zurück. Besonders würde der Antrag, wenn ihm stattgegeben werbe, Tausenbe von Handwerkern in meinem Wahlkreise (Oberfranken) ruiniren. Abg. Graf Schwer tn-Löwitz erklärt Namens der Confervattoen: Wir werben für den Antrag stimmen, obwohl wir uns große wtrth- schaftltche Vortheile davon nicht versprechen und auch bte großen Schwierigkeiten nicht verkennen, welche mit ber Nothwendigkeit ber UrfprungSnachweife, oh»»-welche es ja künftig nicht abgehen würde, verknüpft sind. Wir halten es aber überhaupt für bedenklich, Metst- begünsttgungsoerträge mit Ländern zu haben, welche in ber Feststellung ihrer Zölle unbegrenzt sind. Auch unserer Exportindustrie hoffen wir damit zu nützen. Abg. Czmata (Clr.) stimmt für seine Person im Jntereffe ter Landwirthschast für ben Antrag. Er glaubt, daß die argentinische Wolle kein Bedürfniß für unsere Textilindustrie sei, wünscht einen Zoll auf Quebracho im Interesse unserer Schälwaldungen und be- vntragt schließlich, ben Antrag Heyl einer besonderen Commission dncincr Dom 3. 8at. 5. Lbürmq. Jus. Regrs. Obligation-recht, einen Redocleur Verathnngen der und endeten mit December 1887. h-tz im Sieg, Vortrag des Herrn Justizrath Dr. Reatz über das neu einzuführende Bürgerliche Gesetzbuch, gehalten im Nationalliberalen Verein zu (Sietzen (Ortginalbertcht M „@lt6cner Hn|dfl«e.) W. Die Sehnsucht des deutschen Volke-, so begann der Redner, nach einem einheitlichen ganz Deutschland um- fassenden bürgerlichen Rechte, sollte im Gegensatz zur Reich-verfassung, welche nur eine gemeinsame Gesetz, gebung über das Obligationsrecht kannte, erst durch Reichs- gesetz Dom Dlcember 1873 Befriedigung finden, indem da»« selbe die gemeinsame Gesetzgebung über das gefammte bürget» üdje Recht zur Sache des Reichs erk ärtc. Durch DundeSrarhSbeschlug vom 22. Juni 1874 wurde zur Bearbeitung eine- vollständigen Gesetz-Entwurf» eine aus 11 Juristen (Richter, Mitglieder Don Ministerien und Professoren der Rechte) bestehende Commission ernannt, welche am 17. September 1874 zu'ammentrat und zunächst nach den Dom BundeSrath im Allgemeinen bezeichneten Gesicht«, punkten die Methode der Bearbeirung des Werker bestimmte und für die Aufstellung von Vorentwürfen mit Mot ven für jede- der fünf Bücher, Allgemeiner Thett, Sachrecht, Familenrecht und Erbrecht, je bestellte. Im Ocloder 1881 begannen die Gesammtcommission über die Borentwürfe Veröffentlichung diese- Entwurf- erster Lesung nebst Motiven, die auf Gründ der von den Redacteuren ausgearbeiketen Motive und der von der Commission genehmigten Bcrathung-. Protokolle znlammengeftellt worden war, ohne jedoch einer Prüfung und Genehmigung der Gesammtcommission unterlegen zu haben. Im Borwort de- alsbald veröffentlichten Texte- dr- Entwurf- wurde au-drücklich btmtrft, daß ti nur willkomm-n fein würde, wenn nicht nur die 8et tretet der Rechtswissenschaft, sondern auch die Vertreter von wkth- Sachsen) — alle drei zu» 1. Jnli 1895 — versetzt. t Großeu Lmde», 14. März. In dem hiesigen Gemeinde- saselstall strhr ein Bulle, Smmenthaler Raffe, der da» hübsche Gewicht von 21 Centnern hat. nn. Darmstadt. 12. März. 5. evangelische Lande-- Synode. In der gestern Nachmittag stattgehabten Sitzung der Synode erfolgte die W-iterfützrung der Debatte über die Interpellation des Synodalen Dr. Dieffenbach. Der Interpellant beanstandet, daß am Predtgerseminar zu Fried- berg und an der theologischen Facultät der LandeSuniversität zu Gießen da- lutherische Bekenntnlß nicht genügend vet- treten sei und dadurch die Confession der Gemeinde bei Besetzung nicht richtig berücksichtigt werde. Hierin liege eine Beeinträchtigung de- Bekenntnisses, die noch besonder- darin zu finden sei, daß alle Gtmeinden und Pfarrer als evan- gelisch bezeichnet würden. Da» Kirchenregiment kann sich den Anschauungen deS Synodalen Dr. Dieffenbach nicht anschließen. Dasselbe ist überzeugt, daß waS hier verlangt werde, bereits geschehe. Ohne Verletzung deS der Berfaffung geleisteten Eides könne nicht mehr gethan werden. Synodale Dr. Weisfenbach weist die AuSsührungen deS Dr. Dieffen- bad) mit Entschiedenheit zurück, die nur geeignet seien, Un- friedcn zu stiften, wie der Protest von 214 Geistlichen gegen dieses Ansinizen beweise. Würde den Wünschen deS Jrner- pellanten ftartgegeben, so würde dies für die JHrdjc Der» hängnißvoll sein, welche doch eine allgemeine evangelische Landeskirche sei. Oberconsistorialrath Walz billigt da» Verhalten deS KirchenregimenrS in dieser wichtigen Frage. I Er hält in einer so bewegten Zeit wie die jetzige eS nicht I für richtig, Fragen von so gewaltiger Tragweite zum AuS- trag zu bringen. Die evangelische Kirche sei ka» bindende Band aller Gemeinden der verichiedtnsten Bekenntniffe. Oberconsistorialrath Köstlin bekennt sich mit Freuden zu den Ausführungen seine- Collegen und zu dem Standpunkt deS K'rchcnregimentS. Die Wahrung des Bekenntniffe- liege in erster Linie in der Hand der Gemeinden selbst. Da» Oderconsiftorium habe dabei nur zu wachen, daß keine lieber» griffe Vorkommen. Er verweist dabei noch auf Kurhessen, I roo der Generalsuperintendent der reformirten Gemeinden | ein Lutheraner sei. Nachdem noch Synodalen Stade, I Nickel, Pfaff, Wahl-Kirdorf, Siebert und Hager I für die Interpellation gesprochen, wird dieselbe für erledigt I erklärt. Auf die weitere Interpellation Heß wegen der I Maßregelung de- Pfarrer« Wenck erklärt da« Kirchen- I rtgtment, daß von einer Maßregelung feine Rede sein könne. I Uedrigen- sei dieser Gegenstand durch die neuen Erlasse er» I ledigt. In den Sonderausschuß für Prrffe, B-rem-wese- | und Mission werden Dreidert, Dornseiff, Hager, I Römheld und Stromberger gewählt. Die heutige I Tagung der Synode war bestimmt für die zweite Lesung I deS Voranschlags deS Centralkirchenfonds für 1895/1900, | ferner des Gesetzentwurf-, den § 3 der Geschäftsordnung für I die Landessynode sowie deS Gesetzentwurfs, die allgemeine | geistliche Wittwenkasse betreffend. Dabei wurden die Ent- I würfe conform der ersten Lesung ohne wesentliche Aende» I rangen angenommen und auch der Steuercoesficient der I Kirchensteuer von 1,6 auf 1,7 Psg. pro 1 Mk. Steuercapital I beibehalten. AuS Anlaß der Geburt einer Prinzessin be» [ schloß die Synode^ eine Glückwunschadreffe au Se. Königl. > Hoheit den Großherzog und die Großherzogin zu I richten. Daö Bureau wurde beauftragt, die Adreffe sofort j zu überreichen. In der Nachmittagssitzung wurden noch | einige geschäftliche Anträge und Interpellationen erled-gt I und vertagte sich hierauf die Synode auf unbestimmte Zett. Ins Regt-. Latser Wilhelm (2 Großh. Hess.) Nr 116 zum 3. Bat. 5. Tbüring. Ins. Regt». Nr. 94 (Großherzog von totales und provinzielles. Gießen, den 14. März 1895. Parlamentarische-. Die Erste Kammer der Stände tritt, wie schon gemeldet, am Dienstag, 19. März, Vormittags 9*/3 Uhr, -u ihrer 9. Sitzung zusammen. Aus der Tagesordnung steht u. A. die Bcrathung und Abstimmung über: Vorlage Grohherzoglichen StaatSministertum-, die hauögefetzlichen Dotalgelder für Ihre Großherzogltche Hoheit die Prinzessin Alix von Hessen betr.; — Vorlage Großherzoglichen Ministerium- deS Innern und der Justiz, die Vermehrung der Gendarmerie in Oberhessen um zwei Fußgendarmen betr.; Vorlage Grohherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz, die Heber» nähme der Kosten der Unterhaltung der den vier Groß- herzoglich Hessischen Gendarmerie'Offizieren au- der Armee gestellten vier Burschen betr.; — Antrag deS Abgeordneten Metz (Gießen), die Wiederherstellung deS Justizministeriums betr.; — Antrag de- Abgeordneten Schmitt und Genossen, Aufhebung des Ordensgesetzes betr.; — Vorlage Großherzoglichen Ministeriums deS Innern und der Justiz, die Erwerbung von Gelände an der psychiatrischen Klinik zu Gießen betr.; — Vorlage Grohherzoglichen fettigen Wunsch noch einmal „Der Herr Senator" von Franz von Schänthan und Gustav Kadelburg zur Aufführung und können nur Jedem, der den überaus lustigen Schwank noch nicht gesehen hat, rathen, diese Vorstellung nicht zu versäumen. Die Aufführung findet im Abonnement statt. • * Besitzwechsel. Die Liebigs-Höhe ist gestern für Mk. 36,000 an Herrn Wilhelm Löber (aus LöberS Hof) übergegangen. ♦ * Localvereine der Freisinnigen Volkspariei haben sich in Grünberg und Bad-Nauheim gebildet. ES ist dies der Thätigkeit des Provinzial-Verdandes dieser Partei zuzuschreiben. ♦ * Kriegerkameradschaft „hassta". Die Satzungen der Ernst Ludwig- und Victoria Melita-Stiftung sind von dem Großherzog genehmigt worden und werden dem Delegirtentag zur Enbloc-Annahme vorgeschlagen werden. Der Delegirtentag nimmt am 17. August, Vormittags elf Uhr, in Darmstadt seinen Anfang. Bei der 25jährigen Er- innerungSfeier an 1870 soll ein gemeinsames einfaches Festmahl in der Festhalle für die alten Siebenziger veranstaltet werden und sollen dieselben dort an Tischen nach der Ein« theilung der Division, wie sie 1870 auSgerückt, ranglrt werden. der Feststellung eine» ersten Entwurfs im — Bereits im Januar 1888 beschloß der BundeSrmh die führang deS Neun-StundentageS, eine» Stundenlohnes von 50 Pfg., Abschaffung der Ueberftunben und Anerkennung be; Arbeitsnachweises deS MetallarbeiterverbanbeS zu forbern; bejgl. des 1. Mai wurde absolute ArbeitSruhe verlangt. Es soll in sämmtlichen Werkstätten Berlins darüber abgestimmt werden und nach dem Ergebniß wird entfchieden werden, ob am 1. Mai die ArbeitSruhe eintritt oder nicht. Berliu, 13. März. Der Verein der Berliner Künstler hat den Fürsten Bismarck in einer Versammlung zum Ehrenmitglied ernannt. Die Ernennung erfolgte einstimmig und unter dem Ausdruck lebhafter Begeisterung. Berlin, 13. März. Der Staat Srath fetzte heute Vormittag 10 Uhr im Beisein von etwa 60 Herren seine «erathungen fort. Der Kaiser hatte den Vorsitz wieder über» nommen. Budapest, 13. März. Der Ministerpräsident Banffy wird sich heute nach Wien begeben, um dem Kaiser über die Situation Bericht zu erstatten. Budapest, 13. März. Im Bezirk Neutra find anläßlich der Wahlen blutige Zusammenstöße vorgekommen. Triest, 13. März. Gestern Abend 9 Uhr trat hier die Hoch flut h mit solcher Gewalt auf, wie sie bisher noch nicht beobachtet worden ist, die Dämme wurden überfluthet und die dem Meere zunächst gelegenen Gassen von dem Wasser meterhoch überschwemmt. Die Wassermassen drangen in Der- f4iebene Kaffeehäuser unb in baS Opernhaus. DaS Publikum konnte nur auf einer improvisicten Brücke daS HauS verlassen. Rom, 13. März. DaS an den Eröffnungsfeierlichkeiten deS Nord-Ostsee-CanalS theilnehmenoe italienische Geschwader besteht auS acht Panzerschiffen unb wird von dem Prinzen von Genua befehligt werden. Zum Admiral- schiff ist daS Thurmschtff Re Umberto auSersehen. Rom, 13. März. DaS Blatt „dorrten" meldet, Kaiser Wilhelm habe an König Humbert ein Schreiben gesandt, worin der Wunsch auSgedrückt wird, der König möge persönlich an den Kieler Festlichkeiten theilnehmen. — Dasselbe Blatt meldet, EriSpi werde mit dem Fürsten Hohenlohe anläßlich der nächsten Reise Kaiser Wilhelms nach Monza eine Unterredung mit demselben haben. Brussel, 13. März. Seitens vlämischer Abgeordneter wurde in der heutigen Kammerfitzung ein Gesetzentwurf eingebracht, wonach die belgischen Gesetze in Zukunft in französischer und vlämischer Sprache verfaßt, fanctionirt unb veröffentlicht werben sollen. Die Verhand- langen über biefen Antrag finben am nächsten Dienstag statt. Brüffcl, 13. März. Amtlich wirb mitgetheilt, der KriegSmtnister Brassine sei entschlossen, zu demissioniren, wenn bie Kammermehrheit bie Einführung bes persönlichen Militärdienstes ihm verweigere. Der Kriegs- Minister ist persönlich durch daS fortwährende Umsichgreifen der socialiftischen Ideen in der Armee sehr beunruhigt und sieht bie persönliche Dienstpflicht als einziges Mittel an gegen die social'stische Propaganda. Paris, 13. März, lieber die in Rive de Gier zwischen deutschen Glasarbeitern und Franzosen statt» gefundene Schlägerei wird gemeldet, daß die Deutschen mehrere Revolverschüsse abgegeben haben, ohne jedoch Jemanden schwer zu verletzen. Die Polizei hat sieben Verhaftungen vorgenommen. Paris, 13. März. Hier scheint ein Generalausstand ber Omnibuskutscher bevorzustehen. Die Gesellschaften finb aufgeforbert worben, ben schiedsrichterlichen Spruch an- zunehmen. Die Genossenschaft der Bahnbeamten, sowie ein Trupp von Minenarbeitern befinden sich ebenfalls im Ausstande. Madrid, 13.März. Ein furchtbarer Sturm wüthet in Cadix. Drei Schiffe sind beim Hafen gescheitert. Die Bemannung konnte sich rechtzeitig retten. Bestimmte Angaben über andere Schiffe, die fich in der Nähe des HafenS befinden, fehlen noch. London, 13. März. Die Morgenblätter veröffentlichen Telegramme aus Tokio, wonach Japan erst Peking einnehmen und dann erst mit dem Feinde unterhandeln wolle. London, 13. März. Aus Cuba wird gemeldet, daß ein spanischer Dampfer dem amerikanischen Schisse „Alliance" begegnet und daS letztere auf den spanischen Dampfer mehrere Kanonenschüsse abgefeuert und 25 Meilen weit verfolgt habe. Der Minister deS Aeußem in Washington wurde von dem Vorfall unterrichtet. London, 13. März. Der „Newyork Herald" veröffent- licht ein Telegramm, wonach König Humbert den Festlichkeiten in Riel beiwohnen unb per Bahn borthin reisen wird. ®lonta9 ^chneidei 156 fn । Kem «üch. d n» tz HO m 2(k ä,“* Lid-- 1gli Jv»a eni»®»*0 1 -— 19 1,6 ,um Realschulen deS SroßherzogthumS — Antrag deS j Abgeordneten Möllmger und Genossen, die Uebernahme der | Kosten der Volksschulen del Landes auf die Staatskasse^etr.; I — Antrag deS Abgeordneten Freiherrn von Söth, den Schul- I unterricht auf dem Lande betr.; — Bittgesuch bei Schul- | lehrerS i. P. Adam Volk in Harbach, Kreis Gießen, um | Erhöhung feines Gehalte-; — Vorstellung ber KreiSamtS- | Gehilfen hn Großherzogthum Hessen um Besserung ihrer Anstellung-- unb GehaltSverhältniffe; — Antrag deS Ab- georbneten Breimer, bie Erhöhung beS Beitrags zur LanbeS- Feuerlöschkasse betr.; — Vorlage Großherzoglichen Mmiste» riumS deS Innern und der Justiz, bie Eibauung von Be- amten-Wohnungen in ber Zellenstrafanstalt zu Butzbach betr.; — Vorstellungen auS Darmstabt unb anderen Orten um Zulassung ber Feuerbestattung, sowie bie Vorstellung des evangelischen PsarrvereinS im Großherzogthum Hessen, bie Zulassung der Feuerbestattung betr.; — 1) Antrag des Abgeordneten Muth, bie Errichtung eines weiteren Amtsgerichts I im süblichen Theile deS Amtsgerichtsbezirks Herbstein betr.; : 2) Eingabe der OrtSvorftände der Gemeinden ber Kirchspiele Crainfeld, Nieder»Moos und Freien-Steinau, 3) Eingabe der OrtSvorftände von Freien-Steinau, Holzmühl, Fleschenbach, Radmühl, Salz unb ReichloS um Errichtung eines Amtsgerichts zu Freien Steinau, sowie bie an die Erste Kammer gerichteten Vorstellungen : a. ber Ortsvorstänbe Nieder-MooS, Ober MooS, Gunzenau, MetzloS»Gehag, MctzloS, Zahmen, Wünsch -MooS, Heisters, Bannerod, Nösberts, Weid-MooS und Vaitshain, b. der. Ortsvorstänbe ber Gemeinben Freien- Steinau, Holzmühl, Fleschenbach, Radmühl unb Salz, bie Theilung bes AmtSgerichtsbezirkS Freien-Steinau betr.; — Vorstellung beS StabtvorstanbeS zu Ortenberg, die Unterhaltung ber AmtsgerichlSlocalitäten unb ber Wohnung beö Oberamtsrichters daselbst betr.; — Vorstillung der Hills- genchtSschreiber um Neuregulirung ihrer Gehaltsverhältnisse, sowie die an die Erste Kammer in gleichem Betreff gerichtete Vorstellung; — Vorstellung der GerlchtSschreiber-Aspiranten des Großherzogthum- wegen Ausbesserung ihrer Dienst- unb GehaltSverhältniffe, sowie auch bie an bie Erste Kammer in gleichem Betreff gerichtete Vorstellung; — Vorlage ber Großherzoglichen Ministerien bes Innern unb ber Justiz, sowie ber Finanzen, den Gesetzentwurf, die Organisation deS Forstschutzes betr., unb bas Gesuch von 118 Gemeinbeforst- warten um Regelung ihrer Gehalts- und PenfionSverhältnisse. •* Neues Theater. Morgen Freitag kommt auf viel» Erle x,l von de SlTü'Wt iU kn (Wr l aui Tt«ÄWi 1M2 tttoütne '< I M 9/32. edmdbtmui) Kövigl. Li SäMSlLtz -lach solle« aui dem b t-»■) Rr 1,6®“*' , r Want ubt” ' )^öach, 5), du w ?u Ntb. nid)t SenÜM 3 ,r ^ckde bn^ H'eri° liege eint ^besonders darin lb Ehrtet al- tl)Qn, Wwnk kann sich ^'^rnbach nicht an. hier verlangt lfl bt6 der Versasiung an werden. Sh^dale ^endesvr.Diesien- r geeignet seien, Un. 2H Geistlichen gegen Wäschen des ^ntcr«. $ iür die Kirche ver- rllzeweine evangelische ) Walz billigt d°- eftr wichtigen Frage. 1 die jetzige es mdit Tragweite jum SuS- 4e sei daS bindende rdinsten BekennMsie. sich mit tzrenden zn > dem Standpunkt des Bekenntnisses liege Gemeinden selbst. DaS wachen, Laß keine lleber- i noch auf Kurhessen, resormirten Gemeinden Synodalen Stade, Siebert und Hager d dieselbe für erledigt ton Hetz wegen dn erklärt das Kirchen« ferne Rede sein könne, die neuen Erlasse er* Presse, Mrtintotfen dvrnlet^i wxf gervM. Die lMigr K die zweite Wung rfonds für 1895(1900, der Geschäftsordnung für rtwurss, die allgemeine Dabei wurden die Eck' ohne wesentliche Aende- >r Steuercaefficient der 'pro 1M Steuercapital irt einer Prinzessin bv chadresse an Se. W t Grosiherzogln tragt. »M«»« JnW««*«™ «W e au[ inieüimm« 8'»- Dr. Sen* M (MOiich, 9itl61t,n r(jn jn « « Sollt«, irftt im ®i9t"M {an" 'e « *”* >ttr oöh {[$( jwmiili«”tl“ „sW 114 entrat »«* } INS de» " Motwen F ^twürstn -U ^ionSreä>t, ■ Thril, Db lfl ^dacieur < e„ „ <*»£ «>»«£ D,°,md" 88J; schaftlichen Interessen von demselben Kenntniß nehmen und «kt ihren Urteilen und Vorschlägen zur Berwerthung für die weitere Beschlußfaffung über den Entwurf hervortreten würden. , . Dieser Aufforderung deS BundeSrathS ist denn auch tu reichlichstem Maße entsprochen worden. In der alsbald eröffneten Kritik haben sich gleich von vorn herein über die fernere Behandlung deS Entwurfs drei Strömungen geltend gemacht; die eine, von bedeutenden Männern der Rechtswissenschaft geleitet, hat mit brau ender Gewalt den Entwurf in seinen Grundelementen zu erschüttern versucht und namentlich den Nachweis unternommen, daß er ein einseitiges romanistischeS Gebilde, ein in GesetzeSpara- graphen gegossenes Pandectencompendium sei und dem beut* scheu Rechte den Todesstoß zugedacht habe. Sine Rettung des deutschen Bolksthums sei nicht von einzelnen Befferungen, sondern nur zu erwarten von einer völligen Umschmelzung deS Eisens, mit reichlicher Zuthat deutschen Edelmetalls, durch eine ernste und lebhafte Beschäftigung weiterer Volks» kreise mit der geplanten Rechtsordnung. Diese Richtung fordert den Neuaufbau eine- Entwurfs Seitens einer neuen Commission unter Mitwirkung von Vertretern deS öffentlichen Rechts und gebildeter Laien, die kraft ihres Berufs mitten im praetischen Leben ständen und mit den Anforderungen und Bedürfnissen des Volks vertraut seien. Während diese Richtung den Entwurf als völlig ungeeignet zur Schaffung eines neuen Rechts bezeichnete, wollte eine minder starke Strömung, obwohl sie das Werk nicht für gelungen hielt, aus nationalen Gründen und im Jntereffe der baldigen Herbeiführung einer deutschen RechtSeinheit, den Entwurf zum Gesetz erhoben wiffen. Die überwiegende Mehrheit der Kritiken aber erblickte in dem Geschaffenen eine taugliche bezw. die nothwendige Grundlage für die weitere EodificationSarbeit. An der Kritik des Entwurfs haben sich außer den Bundesregierungen etwa 368 Einzelschriftsteller betheiligt, in erster Linie selbstverständlich Juristen, dann Vertreter der VolkSwirthschaft, der Land- und Forstwlrthschast, der Staatsverwaltung, der Armenpflege, des Handels, der Industrie und der Gewerbe, Aerzke, Thierärzte. Ferner 77 Eorpo* rationen und Vereine, der deutsche Handelstag, zahlreiche Handels» und Gewerbekammern, der Handwerkerbund, Land» wirthschastliche und VolkSwirthschafiliche Vereine, Gasthoss- besitzer re. (Fortsetzung folgt.) Verkehr, Land- unb VolkSwirthschaft- Limburg. 13. März Fruchtmarkt. Rather ®thrn X 11.55, weißer Wetzen X OO.Qa Korn X 8.40, Seifte X O.OO, Hafer -* 5.45. Hottksdierrst in der Synastoqe. SamStaa, den 16. März. Vorabend 6"° Ubr. Morgens 9«> Uhr, Nachmittags 3«> Uhr, SabbathauSgang 7,s Uhr. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft. Freitag Abend 6« Ubr, SamStag Vormittag 8" Uhr, Nachmittag 3 Uhr, SabbathauSgang 7‘o Uhr. Barometerstand. HL s 2 3 33 S ? witterrengsaitssichten am 14. Mär, Mittag« 12 Uhr (Wetterhäuschen in der Südanloge). Hygrometer: Neig. f. tr. Weiter. leeer!o*|: tHc punktirte Linie M der varometerscala gibt den Stand del vorhergehenden Lage» an. ' Tyermometerr min. — 1° R., max. + 21/g° R. LL____S i es Aür die notstleidende Familie tu »euer« gingen seiner in der Expedition des '^^gMk"?.-^ W. Mk. 3.—, Unbekannt 50 Pig-, M. M. Mk. L—, Unoei, n it Mk. 1.50 Bg. Mk. 5 -, I B. Mk. 3 -, Unbekannt Mk. 3 -, N. N. Mk. 1.-, N. N. 50 Pfg-, T. S. Mk. 2.-. Zusammen: Mk. 57.50. Weitere Gaben werden mit Dank entgegengenommen. 000000000000000000000 0 Frühjahrs- u. Sommer-Herren-Kleiderstoffe V Q echt englischer, sowie beeter deutscher Qualitäten a jlk. X. y : per Meter bis Mk 13.75 versenden in beliebiger Meter- g 0 1118 zahl franco ins Haus 0 Versandtgeschäft Oettinger & Co., Frankfurt a. M. 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März 1895, Bormittags 9V3 Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald, in den Districten Waldshute und Unterhag, gründ und Königstein, Gemeindewald I Versteigerung von t, , Dorlar. Brennholz, Brettern, altem Maecaroni, (Hemüsenudeln, Eiergemüsenudeln, Apfelringe, Apfelschnitzeu, Birnen, Brunellen, Kirschen, Cathar. Pflaumen, türk. Zwetschen, Gemischtes Obst 871] Schanzenstraße Re. 4 schöne Wohnung, 4 Zimmer und Zubehör, vom 1. Avril an zu vermieihen.__ in der Hirschapotheke, in der Peltkanapothete u. in der Gugel» UniversttätSapothets, sowie in den Drogerien von Benner «. Arurum, von GmU Fischbach, von Schusteryl \ JAVA- I XKAfFEE*/ Unentgeltl Nachweis von Familien» Wohnungen und möbl.Zimalkr. An von ausführlichen Fragebogen tun» g Herde Information- 3,74 C.Stiasny, Bahnhofstr.il, EckeKaplg. KB. Ca- WO Wohnungen tu Auftrag. lebend, ital. Gtlüßol gut u. billig beziehen will, vorlan«e PreiBlleto von Hans Mclor in Ulm a. D. Grosser fmaor*. ItaL Produkte. Krofdorf, 13. 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Großen» Linden, 13. März 1895. W* Für jede bei mtrr^artrte Uhr Gr. Bürgermeisterei Großen-Lindeu.11 2°hr reelle ®arant <:_jg----- f. tiinienlionig, selbstgezüchteten und prämiirt, verkauft per Pfund 1 Mark, in größerem Quantum billiger Ph. Bauer, Bienenzüchter 138] Bahnhofstraße 57. __Qn . Für Wiederverkäulsr! Samstag den 16 März 1895, empfieblt Nachmittags 2 Uhr, Cüocolade - Hasen im Adler zu Gtktzen werden durch den “, Unterzeichneten öffentlich gegen Baar und rvthe CuMkü - HaskN versteigert: billigst die 2205 Ladeneinrichtung, '»Ä Konditorei Lud. Döll, schränke u. and. Möbel, sodann eine Arnahl Bücher (jurist. und medicin. Inhalts), Gold- und S'lbersachen, eine Anzahl Oelbilder, Stahlstiche rc. Versteigerung vorauSf. th-ilw. bestimmt- SfiiifiüiisfrflHfli! 1 Annahme alter W-llsache» aller i Art gegen Lieferung von «leider-, Unter- rock - u- Mantelstoffen,Damentuchrn, BackS- ktnS, Strickwolle, Portiören, Schlat- und Trier a. d. Mosel, Weindcstillat ohne den geringsten Sprttzusatz. 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