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Durch die Post bezog«» 2 Mark 50 Pfg. Die Eießen er Anmtkieav tatter werden dem Anzeiger Ävöchentlich dreimal beigelegt. Der Oteßetrer Anzeiger erscheint täglich, mit Au-nahme de- MontagS. Zlints- und Anzeigeblutt für den Ttreis Gietzen. w £ Hratisöeikage: Hießener Kamilienblätter. ;°;8 Amtlicher Theil. Gießen, 11. September 1895. Betreffend: Die Beschäftigungsverhältniffe der in Ziegeleien beschäftigten Arbeiter. Da- Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Bei der Revision der Ziegeleien Seitens der Gewerbe- aufstchtsbeamten hat sich ergeben, daß in einer erheblichen Anzahl solcher Anlagen, in welchen Arbeiterinnen oder jugendliche Arbeiter beschäftigt werden, der in § 138 Abs. 2 der Gewerbeordnung bezw. unter III der Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 27. April 1893 (ReichSgefetzblatt S. 148) oorgeschrtebene Aushang fehlte. Wir weisen Sie deshalb darauf hin, daß in allen Ziegeleien, in welchen Arbeiterinnen oder jugendliche Arbeiter beschäftigt werden, der fragliche AuShang zu erfolgen hat und daß die Durchführung dieser Anordnung von Ihnen zu überwachen ist. Demgemäß werden Sie sich von Zeit zu Zeit ver- gewtsiern, ob in den in Ihren Dienstbezirken belegenen Anlagen der fraglichen Art, in denen Arbeiterinnen oder fügend- ltche Arbeiter beschästigt werden, der vorgeschriebene Aushang sich vorfindet und vernetnendenfalls den Arbeitgeber ver- anlaffen, denselben an der Arbeitsstätte, und zwar an einer in die Augen fallenden Stelle, anzubringen. Den Befolg ihrer Anordnung wollen Sie dann gleichfalls überwachen. v. Gagern. Bekanntmachung. Betr.: Die Durchführung der Versicherung der unständigen Arbeiter nach dem Jnvaliditäts- und Altersversicherungsgesetz. Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 31. Januar 1895 (Gießener Anzeiger Nr. 31) bringen wir hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß für den Controlbezirk des diesseitigen Kreises, welcher die südlich der Linie Holzheim, Grüningen, Dorf-Gill, Lich, Nieder- und Ober-Bessingen, Röthges (diese Orte einbegriffen) gelegenen Orte des Kreises Gießen umfaßt, an Stelle des Bürgermeistereigehilfen Rotte in Lich der Kreisbote Guld an zu Gießen zum Controlbeamten bestellt worden ist. Gießen, den 11. September 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern. Zur Frage der Renteneonverfion. Wieder einmal sind Gerüchte über eine bevorstehende Umwandlung der vterprocentigen preußischen Staatsanleihen (ConsolS) und der vterprocentigen Reichsanleihen in ver- muthltch dreiundeinhalbprocentige Schuldverschreibungen im Gange. Sie lasten sich zwar noch nicht auf ihre Genauigkeit hin prüfen, aber es scheint kaum mehr zweifelhaft zu sein, daß mau an den leitenden Finanzstellen diese ConversionS- projecte ernstlich erwägt. Ihre Verwirklichung ist wohl nur noch eine Frage der nächsten Zeit, denn allerdings drängen die Verhältnis des Geldmarktes die Reichsregierung und die preußische Regierung immer mehr zu einem solchen wichtigen finanzpolitischen Schritte, obwohl gegen denselben auf der anderen Seite mancherlei gewiß nicht zu unterschätzende Gründe sowohl volkSwirthschaftlicher als auch socialer und ethischer Natur sprechen. Aber wie nun die Dinge infolge des fortgesetzten Sinkens des Zinsfußes einmal liegen, muß eben doch mit der baldigen Herabsetzung der vterprocentigen Schuldtitel deö Reiches und Preußens gerechnet werden und vor Allem wird daher die kleine Capitalistenwelt, in deren Reihen jene Anleihen zum guten Theile untergebracht find, gut thun, sich mit dem Converfionsgedanken vertraut zu machen. In Preußen sind nun zwar schon rund 2 Milliarden ConsolS alS dreiundeinhalbprocentige auSgegeben worden, doch circuliren daneben noch immer vierprocentige Schuldtitel im Gesammtwerthe von ca. 3500 Millionen Mark, während die vterprocentigen Reichsanlethen eine Summe von ca. 450 Millionen Mark repräsentiren. Cs würde demnach bei einem RäckzahlungSangebote Preußens und des Reiches die gewaltige Summe von 4 Milliarden Mark mobilisirt werden, eine Umwälzung, die mit Naturnothwendigkeit auch eine Herabsetzung des Procentsatzes bei den anderen Staatsanleihen, ferner bei den Communalanleihen, bei den Anleihen von Actien-Gesellschaften usw. zur Folge haben müßte. ES wäre dies also eine förmliche Revolution auf finanziellem Gebiete und Pflicht der betheiligteu Regierungen ist es darum, eine derartige tiefgreifende Operation vorher noch einmal gründlichst zu prüfen und deren Folgen nach den verschiedenen Richtungen hin ernstlich inS Auge zu fasten. Andernfalls müßte eine Herabsetzung solcher erstklassiger Categorien auf dem Rentenmarkte, tote eS die vterprocentigen Reichs- und preußischen Staatsanleihen sind, wenn verfehlt in Angriff genommen, den gesammten Capitalmarkt tief erschüttern und zu den ver- hängnißvollsten Consequenzen führen. Vor Allem jedoch müßten neben den finanziellen Jn- teresten des Staates diejenigen der Kleincapitalisten berücksichtigt werden, welche ihr Vermögen ausschließlich in den vterprocentigen Reichs- und Staatsanleihen angelegt haben. Hierzu gehören sowohl zahlreiche Geschäftsleute, als auch Beamte, kleine Rentiers, Staatspensionäre usw., für welche Staatsbürger die geplante Zinsherabsetzung natürlich eine mehr oder weniger empfindliche Schmälerung ihres Einkommens bedeuten würde. Stellte man maßgebenden Ortes nicht die möglichst günstigsten Bedingungen für die Convertirung, so stünde zu befürchten, daß sich große Massen der Besitzer vierprocentiger staatlicher Renten derselben überhaupt entäußern und andere, vielleicht unsicherere, aber höhere Zinsen gebende Papiere erwerben würden, der Effect hiervon wäre dann die Umwandlung eines erheblichen TheileS der ZinSersparnisie des Reiches und Staates in Verluste für das Nationalvermögen. Anderseits darf aber bet der geplanten Convertirung daS fiskalische Jntereste nicht allzusehr in den Vordergrund treten, dies würde jedoch der Fall sein, wenn die Reichsregierung die umlaufenden 450 Millionen Mark ihrer vterprocentigen Anleihen in eine dreiprocentige Reichs-Prämienanleihe zum Zwecke einer einmaligen außerordentlichen Einnahme von 90 Millionen Mark umwandelte, welcher Operation der officiöse „Hamb. Corresp." das Wort redet. Das würde also im Grunde weiter nichts als eine auf die Spielsucht berechnete Lotterieanleihe des Reiches sein, eine Form deS Schuldenmachens, die aus verschiedenen Erwägungen ent- schiedene Zurückweisung verdiente. Deutsches Reich. Berlin, 12. September. Die Kaisermanöver in Pommern haben den denkbar besten Verlauf genommen und erneut die allen Anforderungen gewachsene Schlagfertigkeit und Tüchtigkeit des deutschen Heeres in glänzendstem Sinne gezeigt. Die erlauchten Manövergäste des Kaisers, vor Allem der Kaiser von Oesterreich und der König von Sachsen, bekundeten das lebhafteste Jntereste an den einzelnen Phasen der dreitägigen Manöver, Kaiser Wilhelm selbst aber kehrte stets als der letzte der Fürstlichkeiten aus dem Manöoer- gelände nach Stettin zurück. Ueberaus herzlich sind der Kaiser und seine fürstlichen Manövergäste von der Einwohnerschaft Stettins wie von der Bevölkerung des Manövergebiets begrüßt worden, und namentlich dem Kaiser Franz Joseph wurden immer wieder jubelnde Ovationen bereitet, waS im österreichischen Kaiserstaate tiefste Genugthuung hervorgerufen hat. Ein specielleS politisches Moment ist bei den Stettiner Kaisertagen nicht hervorgetreten, bemerkens- werthe Trinksprüche sind bet den Diners, welche die Fürstlichkeiten am Abend, resp. Nachmittag jedes Manövertages im Stettiner Schlosse vereinigten, von keiner Seite aus« gebracht worden, doch steht ja auch ohne derartige Aeußerlich- keiten die politische Bedeutung der Kaisermanöver und Kaisertage in Pommern als einer abermaligen Bekräftigung des Dreibundes fest. Eine Anzahl hoher österreichischer Würdenträger erhielten preußische Ordensauszeichnungen und umgekehrt wurden verschiedene hochgestellte deutsche Persönlichkeiten mit österreichischen Orden decorirt. Kaiser Wilhelm führte an den beiden letzten Manövertagen persönlich das Obercommando, am Mittwoch commandirte er die aus dem Gardecorps, einer Reservedivision und dem 3. Armeecorps zusammengesetzte Südarmee und drängte die aus dem 2. und 9. Corps bestehende Nordarwee aus ihren Stellungen. Dagegen hatte die Nordarmee am letzten Manövertage, am Donnerstag, die Ehre ibrer Führung durch den Kaiser. Metz, 10. September. Noch auf Jahrzehnte hinaus wird die Frage, wie der deutschen Sprache innerhalb der heute noch im französischen Sprachgebiet liegenden LandeS- theile Eingang zu verschaffen sei, im Vordergründe stehen. Bei deren Lösung wird selbstverständlich die Volksschule die Hauptarbeit zu verrichten haben und eS ist daher selbstverständlich, daß die Lehrerbildungsanstalten bei der Ausbildung der jungen Lehrer eine ganz besondere Ausbildung in Bezug auf den zweisprachigen Unterricht geben. Die Erfahrung hat nun gezeigt, daß die auS dem französischen Sprachgebiet stammenden Lehrer, deren Muttersprache also französisch ist, die Gewandtheit im Deutschsprechen wieder verlieren und mehr oder weniger verwelschen, weil ihnen eben in der rein französischen Umgebung jede Gelegenheit zur Uebung im Deutschreden fehlt. ES ist daher nothwendig geworden, daß innerhalb deS französischen Sprachgebiets deutsche Sprachcurse eingerichtet wurden, bei denen sich die Lehrer an schulfreien Donnerstagen versammeln, um unter Leitung eines des Deutschen vollständig mächtigen Collegen theoretische und practische Sprachstudien im Deutschen zu betreiben. Da die Betreffenden oft größere Strecken zurückzulegen haben, so werden ihnen entsprechende Tagegelder auSgezahlt. Leider ist bis jetzt für die Weiterbildung der Lehrerinnen noch nichts geschehen. Der Mehrzahl nach find sie Ordenspersonen, die von Haus auS das Französische bevorzugen. Wenn daher bei der Heranwachsenden weiblichen Jugend daS Deutsche nur ganz geringe Fortschritte aufweist, so braucht man sich weiter nicht zu wundern. Netteste WolffS telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 12. September. Der „ReichSanzeiger" schreibt anläßlich der Abreise des Kaisers von Oesterreich: Tausende erblickten in den letzten Tagen die ritterliche Gestalt gleich einer Verkörperung der treuen Bundesgenossen- schäft, worin Oesterreich-Ungarn mit dem Deutschen Reiche sich zu einem Bollwerk deS europäischen Friedens zusammengeschloffen hat. Die Begeisterung deS Empfanges möge den hohen Gast überzeugen, daß die Anhänglichkeit an das befreundete Nachbarland in den Herzen aller guten Deutschen unzerstörbar festgewurzelt ist und daß die Deutschen des Reiches mit den Brüdern in Oesterreich Ungarn eins sind in Liebe und Verehrung für den Kaiser Franz Josef. Berlin, 12. September. Anläßlich der diesjährigen großen Berliner Kunstausstellung wurde verliehen: die große goldene Medaille für Kunst: den Malern Prof. Graf Harrach - Berlin, Wilhelm Deibl-Aibling (Bayern), Ferdinand Rohbet-Paris, Bildhauer Jules Element Chapelin- Paris- die kleine goldene Medaille: den Malern Giovanni- Coldint Paris, Paul Schröter-München, Otto Reichert-Düffel« dorf, Wilhelm Feldmann-Berlin, Alexander Harison-PariS, Raubaud-München, John S.Sargent-London, Arthur Ferraris- Wien, Bildhauer Emil Pisi>Matland. Stettin, 12. September. Unter den sehr zahlreichen von dem Kaiser von Oesterreich decorirten Persönlichkeiten erhielten der commandirende General deS 9. Armeecorps, General der Cavallerie Graf Waldersee, das Großkreuz deS StefansordenS, die commandirenden Generale des GardecorpS und deS 2. ArmeecorpS, Generäle der Infanterie v. Winterfeld und v. Blomberg, daS Großkreuz deS LeopoldordenS und der Oberbürgermeister von Stettin, Geh. RegierungS- rath Haken den Orden der Eisernen Krone 2. Kl. Diesem verlieh auch der König von Sachsen das Comthurkreuz 2. Kl. des Albrechtordens. Der Kaiser von Oesterreich spendete für die Stettiner Armen 4000 Mk. Stettin, 12. September. Kaiser Wilhelm begleitete Kaiser Franz Josef zum Bahnhofe, wo auch der König von Sachsen erschien. Kaiser Wilhelm trug österreichische Husarenuniform und Kaiser Franz Josef die Uniform deS Kaiser-Franz-Garde-Grenadier-Regiment-, der König von Sachsen die Uniform seines Garde-Ulanen-RegimentS. Nach herzlicher Verabschiedung bestieg Kaiser Franz Josef den Sonderzug zur Rückreise nach Wien. Dann nahmen Kaiser Wilhelm und der König von Sachsen in inniger Weise von einander Abschied. Der letztere reiste um 5 Uhr 50 Min. nach Dresden ab, während sich Kaiser Wilhelm sofort an Bord der „Grille" begab und nach Swinemünde fuhr. In der Begleitung des Kaisers befanden sich der Graf von Turin und die Prinzen Leopold und Arnulf von Bayern, sowie die Prinzen Albrecht und Friedrich Leopold von Preußen. Swinemiinde, 12. September. Die „Grille" mit dem Kaiser an Bord traf um S1/»Ul)t hier ein. Der Monarch wurde vom Commandanten Arnim begrüßt und begab sich unter den begeisterten Zurufen der trotz des Regens harrenden Menge auf die „Hohenzollern". Die Abfahrt zum Geschwader erfolgt früh 1 Uhr. Pofen, 12. September. Der Handelüminister Freiherr v. Berlepsch traf heute Nachmittag in Begleitung des UnterftaatSsecretärs Lohmann von Berlin hier ein und begab sich in Begleitung deS Oberpräsidenten Frhrn. v. Wilawowitz- Möllendorf und deS Regierungspräsidenten v. Jagow nach be- PariS, 12. September. Gerüchtweise verlautet in der seit der Armeecorps ist geplatzt. Der aus beträchtlicher Beinbruch. Stettin, 12. ♦ ker Ltadt-Hl Gegensatz z Vorjahre tu war (1890/ jetzt nur not) märt fegar i nidjt als augei Btrlmtt Pstr für die Genth Stadt-Haupile auf eine Erl machen müfler * Zena.: ntedergedr ’ Dnsselt September. Der Ballon des zweiten heule Morgen während des Ausstieges in der Gondel befindliche Offizier stürzte Höhe auf die Erde herab und erlitt einen 1 vorgefchlagene Normal-Arbeitszeit im Bäckergewerbe auS- spricht. Die bisherigen Ausschußmitglieder Eckert-Frankfurt, Borfitzender, Binzer-Frankfurt und Fischer wurden wieder- gewäblt. Nächster BerbandStag 1897 in Offenbach. Lemberg, 12. September. Die Kaserne deS hiesigen 80. Infanterie-RegimenlS wurde währens der Regimentsmanöver durch eine Diebesbande vollständig auSgeraubt. Unter den gestohlenen Gegenständen befindet sich auch die GeoeralSuniform des letzten RegimenrSiuhaberS, des Herzogs von Schleswig-Holstein. Lern, 12. September. Zu dem Unglück, das sich auf dem Altelsgletscher zugetragen hat, wird gemeldet, daß der Glelscherabsturz Mittwoch früh 4% Uhr erfolgte. Der Luftdruck war enorm. Der Schutt liegt haushoch. Alle sechs auf der Alm befindlichen Personen find getödter worden,- 150 Stück Großvieh find verloren. Die Abfahrt von der Alm sollte Mittwoch Mittag stattfinden. Rom, 12. September. Der Papst hat den Katholiken Italiens Verhaltungsmaßregeln für den 20. September gegeben. Nach denselben haben sich alle Katholiken von den Kundgebungen fern zu halten. Die katholischen Municipalräthe sollen gegen alle Credite stimmen, welche zu dieser Feier verlangt werden. Diejenigen katholiichen Beamten jedoch, welche ohne schweren Schaden der Kundgebung nicht fern bleiben können, dürfen derselben beiwohnen, sollen aber jeden Beifall oder Zustimmung vermeiden. Finanzwelt, daß Baron AlphonS von Rothschild einiger Zeit durch die heftigen Angriffe, denen er in ... Presse durch die Attentate, die gegen ihn geplant waren, ausgesetzt ist, vollständig entmuthigt ist. Er beabsichtige, die Geschäfte niederzulegen und die Direction seines Hauses seinem Schwiegersöhne Lambert, welcher das Haus in Brüssel leitet, anzuvertrauen. Rom, 12. September. Bis jetzt find ca. 300 Bürger- meister und 4000 Lehrer aus der Provinz zur Th eil nähme an den Festlichkeiten am 20. September angemeldet. An dem Bolksbanket werden sich etwa 10 000 Personen theiligen. Gießen, ben 13. September 1395. * Bon der Universität. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, den ordentlichen Profeffor in der medicimschen Facul'ät der LandeS-Univerfitär vr. Robert Bonnet auf fein Nachsachen mit Wirkung vom 1. October d. I. an aus dem Dienste zu entlassen und den außerordentlichen Profeffor an der Universität Marburg Dr. HanS Strahl zum ordentlichen Profeffor in der medictnffchen Faculrät, insbesondere für das Fach der Anatomie, mit Wirkung vom 1. October 1895 an zu er ntnnen und in der gedachten Eigenschaft zu berufen. •* Zur landwirthschaftlichen Ausstellung in Gießen vom 19. bis 22 September 1895. Sehr dankbar zu begrüßen ist daS Entgegenkommen der verschiedenen Eisenbahndirectionen, welches dieselben der landwirthtchaftlicken Ausstellung in Gießen entgegengebracht haben. D,e AuSstellungSthiere und Gegenstände genießen, soweit sie nicht verkauft werden, freien Rücktransport. Die Besucher der Ausstellung haben auf ein- | faches Biller nach Gießen freie Rückfahrt. Für die ober- hessischen AuSstellungSthiere wird je ein Extrazug der Linie Gieren Fulda und Gießen—Gelnhausen am ersten Tage der Ausstellung fahren, der etwas nach 9 Uhr m Gießen eintrifft. ES sei aber besonders darauf aufmerksam gemacht, daß alle Diejenigen, die dieser Dortheile theilhafrig werden wollen, die Frachtbriefe bezw. die Fahrscheine auf dem Büreau der Au«, stellung, welches sich am Haupleingange der Festhalle auf dem Festplatze befindet, abstempeln laffen müssen. Die Direction der oberhesfischen Eisenbahnen hat ferner freundlichst in Aus- ficht gestellt, am 21. September je einen Extrazug auf ihren beiden Hauptlinien nach Gießen einzuschieben. Also auf zur landwirthschaftlichen Ausstellung zu Gießen am 19. bi* 22. September! * Mit einem neuen Seitengewehr werden eben in einigen Truppenrheilen Trageproben veranstaltet. Die Waffe stellt sich als eine Art Bajonnet dar, etwas länger und etwa so breit als da» Infanterie-Seitengewehr, daö gegenwärtig im Gebrauch ist. Der Hintere Theil der Parirstange fällt bei der neuen Waffe fort; der Grlff trägt an der Hinterseite nur einen starken Ring, mit dem das Bajonnet auf dem Gewehrluuf befestigt wird. Der vordere Theil der Parirstange ist dagegen wesentlich länger, als bei den jetzigen Seitengewehren und weit stärker gekrümmt. An der Seite Metallbeschläge fort. In der Säbelrasche wird die Waffe mit einem Lederriemen festgehalren, der an einem an der Scheide befindlichen Metallknopfe befestigt wird. §§ Lang Gou8, 10. September. In der am 2. d. M. abgehaltenen Generalversammlung de» hiesigen Spar- und Leihkasse-DereinS wurde der bisherige Director A. Henrich, Geometer, derzeit in Gießen wohnend, als solcher wieder gewählt, obgleich derselbe wiederholt den Wunsch auSsprach, daß man ihn wegen seines hohen Alters von diesem ihm lästigen Amt entbinden und einen anderen Director wählen wolle. Diese Wiederwahl ist gewiß ein ehrendes Zeugniß für den Gewählten und beweist, welche» Vertrauen derselbe genießt. Herr Director Henrich gründete I Jahre 1862 al» damaliger Bürgermeister, unter Mit- I Wirkung einiger intelligenter Männer, b,e Spar- und Leihkasse und wurde damals als Direktor (Lehrer Zeiß al» Rechner) gewählt,- hiernach fand bei Ablauf seiner Amrs- । Periode jedeSmal seine Wiederwahl statt; so bekleidete derselbe schon 33 Jahre dieses Amt mit seltener Pflichttreue in der uneigennützigsten Weise und man kann mir Recht ihm daS Zeugniß geben, daß als Bürgermeister sowohl wie al» Sparkasse-Director das Wohl der Gemeinde stete sein Ziel war. BiS zu der im April de» Jahres 1871 erfolgten Flacht deS Rechners Zeiß (wodurch der Verein um mehr al» 47 000 Mark geschädigt wurde) genoß unser Verein da» größte Vertrauen und war bereits 1869 das Vereinsvermögen (Einlagen, Stammcapital der Mitglieder und Reservefond) auf 340 000 Mark angewachsen, das eigene Vermögen (Stammcapital und Reservefond) betrug 21 000 Mark Durch die umsichtige Leitung deS Herrn Henrich hat sich der Verein das Vertrauen der Einleger wieder erobert und erhalten. R. Reichelsheim t. d. W., 11. September. Der gestrige Schweinemarkt fiel sehr flau auS, die Preise gingen in allen Sortimenten zurück, nur feite Schlachtthiere find sehr begehst und halten gute Preise. Die» hängt damit zusammen, daß die Schweinepest in Rheinhessen auSgebrochen ist, und besonders unter den Mastschweinen zahlreiche Opser fordert. — Am Abend nach dem Markte gab eS eine Keilerei, wobei das Messer eine Rolle spielte. — Die Halmfutterpreise ziehen, da die Hitze und Dürre sich gleichbleibt, beträchtlich an. Heute haben wir endlich eine Wendung zum Besseren, die Hitze hat nachgelassen, der Himmel ist bedeckt, und etwa» Sprühregen ging nieder. Auch an der Staatsstraße vertrocknen junge, mit Früchten behangene Obftbäume. — Man fängt mit der Kartoffelernte an, was aber sehr widerrathen werden muß, denn die Knollen find ganz heiß und welk in der Erde, weshalb fie sich zum Einkellern durchaus nicht eignen. Man kann jetzt mit Sicherheit auf kühle» Wetter rechnen und sollte darum mindesten» noch eine Woche mit der Kartoffelernte zuwarten. F. Friedberg, 12. September. Die Zeit der Spanferkel ist wiedergekommen, wie der gestern bei un» abge- halteue Schwernemarkt beweist. Von allen Selten kam Zuzug der Verkäufer, die in langen Reihen ihre lebendige, grunzende Maare aufgestapelt hatten. Kauflustige waren im Verhältniß zum Angebote nicht viele vorhanden, sodaß die an und für sich gedrückten Preise noch weiter herabsanken. Von Reichelsheim, welches am Dienstag und von Nidda, welches am Montage Schweinemarkt hatte, wurden sinkende Preise gemeldet, wodurch das Geschäft noch ungünstige? beeinflußt wurde. Wer gleich von vornherein losschlug, kam noch am besten weg. Gegen den Septembermarkt 1894 haben die 1895r Preise um 100 pCt. bi» 150 pLt. nach- gelassen. Wir waren dabei, daß ein Bauer drei Stück vier Wochen alte Milchserkel um elf Mark loSschlug, wonach da» Stück (sehr schöne Waare) aus 3 Mk. 67 Pfg. zu stehen kommt. Dazu kann man sich schon eher den Luxus erlauben, ein Spanferkel zu verspeisen. Die übrigen Sortimente: Läufer und Springer kamen, je nach Qualität, auf 20, 24 und 28 Mk. und wenig höher, also kaum auf den halben früheren Preis. Gemästete Schweine sind sehr gesucht- auch in Rheinpreußen soll die Schweinepest viele Opfer fordern. Wenn die Thiere davon befallen werden, verenden sie in wenigen Stunden. — Gestern und heute Haden roit Regen, wodurch die Herbstarbeiten eher möglich werden. Das Honig(Latwerge)kochen hat begonnen. DoS Obst hat, der großen Trockenheit wegen, nicht viel Saft. Man ergänzt ihn durch Ausprcssen der Zuckerrüben, welche dieses Jahr sehr zuckerreich sind. Die hiesige Zuckerfabrik beginnt thre Campagne Montag den 23. September d». I». -o- Blofeld, 12. September. Die Versteigerung deS Gemeindeobste» har stattgefunden und eS find recht befriedigende Preise erzielt worden. Nach ungefährer Schätzung Loudon, 12. September. Dedtr>lSnen Te •on den ynka 3BÄ1 Berft Reine in b »u jedem (3 , Ho topfen Msigem ; Co. ^atat, i inallenGrößen Sch. A. eröffnen zu können. age an. vorauSstchttiche Witterung r 7541 Mhiikilftche mit allem Zub Zubehör empfiehlt 7583 7572 Marttplatz 21. 7415 6521 Hch. Arnold II 28 Marttstraße 28. A. GRETSCHER ------ Neustadt 55. Der Bürgermeister. Kleine. Das Obst der Gemeinde Launs- bach soll am Dienstag den 17. d. Mts., von Nachmittags 2 Uhr ab. versteigert werden. ZU' sammenkunft am Lahnweg. Krofdorf, 11. September 1895. 6330] Em neu hergertchtetes Logis von 5 Zimmern nebst allem Zubehör ist alsbald zu oermiethen. GrünbergerstraSe 18. Bekanntmachung. Am 1. October d. IS. tritt der neue Winterfahrplan deS dieSsettigen Bezirks in Kraft, welcher schon jetzt bet allen diesseitigen Stationen eingesehen werden kann. Aushang und Taschenfahrpläne mm Preise von 40 und 10 das Stück sind spätestens vom 1. October ab bei allen diesseitigen Fahrkartenausgabestellen zu haben, öfterer umfaßt die Bezirke der Etsenbahn-Directionen Cassel, Mägde- bürg und Hannover. Für alle während der Winterfahrplanperiode etwa eintreten- den Fabrplan-Aend'erungen werden zu den Fahrplänen Deckblätter ausgegeben, welche von den Verkaufsstellen auf Anforderung unentgeltlich abgegeben werden. Cassel, den 10. September 1895. 7588] Königliche Eisenbahn-Direction. Triumps- klappflühle, Verandamöbel, Roll- Schutz- Wände Anzeigen dee Staöi Gietzen. Evangelische Semeiude. Gottesdienst. Sonntag den 15. September. 14. nach Trinitatis. I« der «tadttirche. Vormittags 73/< Uhr: Pfarrer Dr. Grein- Gottesdienst mit Christenlehre für die Neuconfirmirten aus der Marcusgemeinde. Vormittags 9Ve Uhr: Pfarrer Schlosser- Beichte und Feier des heil. Abendmahls für Matthäus- und MarcuSgemeinde. Anmeldungen bet dem Pfarrer jeder Gemeinde. Ernst Bloedner SelterSweg._______ Schutzmarke „Pfeilring“. in Blechdosen ä 20 und 10 Pf. in der Hirschapotheke, in der Pelikanapotheke u. in der «ngel- Untversttstt-apotheke, sowie in den Drogerien von Betmet «. Krumm, non Gmtt giischbach, von Otto Tchaaf und von A. tu «. WalleufelS. 1539 Temperatur der Lahn und Lust nach Reaumur gemessen am 13. Septbr., zwischen 11 und 12 Uhr Mittags« Waffer 13V,Luft 12V,° im Schatten. Rübs amen'sche Bade- und Schwimmanstalt 5855 Brück, 16. von sachverständigen Leuten wird der Doppelcentver gebrochener Tafeläpfel auf 14 bis 15 Mk. zu stehen kommen. Da das hiesige Obst anerkannt gute Eigenschaften besitzt, ist dieser Preis nicht zu hoch. Nachfragen treten jetzt auf. Recht werthvoll ist es gewesen, daß wir gestern einen Regen- tag hatten, wodurch die Obstbäume erfrischt wurden, denn fie waren in den letzten Wochen welk geworden und ließen die Früchte fallen. In den umliegenden Orten Geiß-Nidda, Berstadt, Rodheim u. a. finden die Versteigerungen morgen statt. Hungen, 10. September. Mit der Inangriffnahme der Erbauung der Bahn von hier nachFriedberg scheint es endl-ch ernst zu werden. Nach beendeter Gelände- erwerbung sind an den einzelnen Orten, welche durch die Bahnlinie berührt werden, wie Melbach, Wölfersheim u. s. w., am letzten Montag die Baubureaus eröffnet worden. Bei den geringen Schwierigkeiten, die das nur wellige Terrain dem Bahnbau bietet, hofft man in 1—1 Vr Jahren die Strecke Unübertroffen! als Schönheitsmittel u. zur Hautpflege, zur Bedeckung von Wunden u. in der Kinderstube Lanolin Lanolin der Lanolinfabrik, Martlnikenfelde bei Berlin. 7593] Mirabelle« pfunbrodfe abzugeben. Gg. Unverzagt. Dermieiyungen. 6435] In meinem Neubau, LSber- strotze 10, ist der zweite und dritte Stock mit 6 Zimmern und allem Zubehör bis 1. Octbr. zu verm Ehr. Schmidt. Die Ziehung der Alsfelder Lotterie findet bestimmt am 17. September 1895 statt. — Loose ä 1 Mk. sind noch zu haben bei § Bom höheren Vogelsberg, 11. September. Seit etwa 3 Wochen herrschte hier eine sehr warme Witterung, welche der Ernte unserer Gegend sehr günstig war. Das Heu konnte unberegnet eingebracht werden, ebenso sämmtliche Winter- wie Sommerfrucht und das Grummet bis auf einen kleinen Theil, welcher noch aussteht. Diele Landwirthe konnten nicht Alles in die Scheune unterbringen, so daß Räume gemiethet werden mußten. Sommersaat und Flachs dagegen haben infolge der Trockenheit sehr gelitten, ebenso wird von Dickwurz, Kohlraben und Weißkraut eine schlechte Ernie erzielt werden- auch hier haben die Raupen großen Schaden angerichtet. Darmstadt, 12. September. Heute, am Geburtstage des Höchstseligen Großherzogs Ludwig IV., trafen Se. Königliche Hoheit der Großherzog und seine drei z. Zt. in Wolfsgarten weilenden Schwestern, die Prinzesfinnen Victoria, Elisabeth und Irene zu Wagen dahier ein und legten im Mausoleum auf der Rosenhöhe an der Ruhestätte der geliebten Eltern Kränze nieder. A Aus Rheinhessen, 11. September. In Oberingelheim hat heute die Lese der Burgunder-Trauben begonnen. Dieselben haben reiche Syrupsäfte und 90 bis 100 Grad Mostgewicht. Der Preis beträgt allgemein Mk. 3.60 per Viertel. — In der Seitens der Regierung in Oppenheim errichteten Wein- und Ob st bau schule hat gestern der erste CurS seinen Anfang genommen. Die Zahl der Schüler ist 12. vermischtes. ♦ Berlin, 10. September. Der Jahresabschluß der Stadt-Hauptkasse ist für den 1. April 1894/95 im Gegensatz zu den früheren recht ungünstig. Während noch im Vorjahre em Ueberschuß von 2 272 496 Mk. zu verzeichnen war (1890/91 betrug er etwa 5*/2 Millionen), beträgt er jetzt nur noch 231 272 Mk., und vieler geringe Ueberschuß wäre sogar in einen Fehlbetrag verwandelt worden, wenn nicht als außerordentliche Einnahme der Beitrag der großen Berliner Pferdebahn-Gesellschaft von einer Million Mark für die Genehmigung zur Ueberschreitung der Linden in die Stadt-Hauptkaffe geflossen wäre. Wir werden uns also wohl auf eine Erhöhung der Gemeinde-Einkommensteuer gefaßt machen müssen. * Zeno, 11. September. In Königsee find 31 Scheunen nte d erg e b ra n n r. * Düffeldorf, 7. September. AuS einer hiesigen Ma- FSlHMftmii! Annahme alter Wollsache« aller Art gegen Lieferung von Kleider-, Unterrock' u. Mantelstoffen,Damentuchen, Buckskins, Strickwolle, Portieren, Schlaf- und Teppichdecken in den neuesten Mustern zu billigen Preisen durch 1202 R.Eichmann,Ballen8tedta.Harz leistungsfähigste Firma. Annahmestelle und Musterlager bet: Frl. Minna Leib, Wallthorstr. 14. Zur Saat empfehle Zncarnat- und Senffamtn. Frankfurter Würstchen, weltberühmtes Fabrikat, Neue Linsen empfehlen billigst A. & G. Wallenfels, Buhe für 8 Pfennige erhält man vor Fliegen, Schnaken, Flöhen uiw. durch „Dalma". Für 2 Pfennige davon tödtet alle Fliegen usw. eines Zimmers, der Küche oder Stallung in 3 Minuten unter Garantie. Für Menschen und Hausthiere unschädlich. GlaS 30 u. 50 Pfg., dazu gehöriger Patentbeutel 15 Pfg. In allen Apotheken auf Lager. In Gießen in der Hirschapotheke. 5664 Schrffsnochhdchten. Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten Carl LooS und I. M. Schulhof. Bremen, 12. Septbr. sPer transatlantischen Telegraph.] Der Schnelldampfer Spree, Capitän W. Wtlligerod, vom Nordd. Lloyd in Bremen, ist gestern, 9 Uhr Abends, wohlbehalten in Newyork angekommen. Zunächst noch unregelmäßiges Wetter. Bei ^wechselnder Bewölkung wenig veränderte Temperaturen b'n 8 iU Ntn ' 6,1 L. M .Ä* Ri 011 lern da, tota. ■ “Tr' «l« bei u ?" i ktaBi " 61111 Mit »• ®. i; i» Wb bwch, ««Mi, • /Bü germeifter, unter ”ntT' blt Spar- uni m, MK W ,li । "W fo MM btI. « mt fttotr »fMttteut I, ° kann mit Recht ihn Börgermeiftcr sowohl wie q[i der Gemeinde stets sein Zit I fcti Jahres 1871 erfolgtet urch der Verein um mehr all ■t) gevoy unser Verein dal iiS 1869 das VereinSvermögtii SRitgliebtr unb Reiervefond) 'n, bab tigtnt Krochen '(trug 21000 Warf. Quid) Henrich hat sich der Scrcta « nvdttt M i. tzehtmdn. %tt tzchüge L M, die Preise tzinyen in srüe Tchlnchtthierr sind sehr Dietz hangt damit julammtn, nhesien autzgebrochen ist, unb inen zahlreiche Opfer sndm. - tt gab es eine Keilerei, M ? - Die Halmfutterpreise zieho, gleichbleibt, beträchtlich e Wendung zum Besseren, ! mmel ist bedeckt, und etü j an der Staatsstraße bt bangene Obstbäume. — , was aber sehr aiber* sind ganz heiß und well« m Einlellern durchaus nicht Sicherheit aus Mtz Wetter üestrntz noch tint Wacht mit mfeer Die Reit der Spa»' 'ÄÄägs Mn W**‘2?''1884 100 I»; bi« ', 6,d &il - d°f, -Ä» ««,lf ) aus SM6A Um schon i, ie na« - den Haid W 01,0 fa^b sehr gesut hte Schio^"^ ,Tk,n verll t«16(l“n igt jiH. !e«"' it 3s#** | schine Fabrik sind vorgestern 2000 Jnstructionszeichnungen, | die für d e Fabrik zehntausend Mark Werth haben, gestohlen worden. Die Diebe find jetzt entdeckt und verhaftet worden- eS find drei Handlanger, welche die werthvollen Zeichnungen an einen Lumpenhändler in der Fahrstraße verkauft haben und zwar für wenig Geld. ♦ Frntigen, 12. September, lieber den bereits gemeldeten Absturz eines TheileS des AltelS-GletscherS erfährt ein Berichterstatter der „Frkf. Ztg." folgende Einzelheiten: Am Mittwoch früh um 5 Uhr löste flch vom AltelS (3634 Meter) in der Nähe des SchwarzenbacheS ungefähr der dritte Theil des Gletschers los; 6 Männer, 150 Stück Großvieh und die große Spittelalp (1905 Meter) wurde verschüttet. Das Schuttfeld hat drei Kilometer Ausdehnung. Das Unglück pasfirte auf der Berner Seite. Verschüttet wurden sechs Walliser- vier Leichen wurden am Mittwoch auSgegraben, sie find schrecklich verstümmelt. Unter den Tobten ist auch der Gemeindevicepräfident Rothen vom Bad Leuk- er war TagS vorher auf die Alp gegangen, um Käse zu vertheilen, da die Alp der Gemeinde Leuk gehört. Nationalrath Buehler, der eben von der Gemmi kam, erklärte, die Wirklichkeit sei schrecklicher als jede Vorstellung. Der Gletscher löste sich an einem großen Schrund ab, wahrscheinlich in Folge der großen Hitze. Der Gemmt-Weg ist verschüttet- die Berner Behörde sorgt für deffen Freimachung. ES regnet anhaltend. * Die Deutsche Laudwirthschafts-Gesellschaft erläßt soeben in ihren „Mittheilungen" ein Preisausschreiben für die Wanderausstellung zu Stuttgart Cannstatt, welche in den Tagen vom 11. bis 15. Juni nächsten Jahres auf der dortigen Cannstatter Wiese abgehalten wird. DaS Preisausschreiben bezieht sich auf Obst- und Gemüsedauerwaaren, die in der Weise zugerichtet sein sollen, daß sie für Schiffs- Versorgung und Verbrauch in den Tropen sich eignen. Nach früheren Vorgängen wird die Deutsche LandwirthschaftS- Gesellschaft diese Waaren auf eine Prüfungsreise nach Australien schicken. Die Gegenstände werden bann nach ihrer Rückkunft dem Richterurtheil unterworfen. Hierbei ist der Gedanke maßgebend gewesen, daß Deutschland der Einfuhr von Roh- > erzeugniffen mit einer Ausfuhr von feineren Erzeugniffen i begegnen soll. Süddeutschland mit seinem Obstreichthum ist wohl vor allem berufen, an die Ausfuhr zu denken. Auskunft ertheilt die Hauptgeschäftsstelle der Deutschen Land- wirthschaftS-Gesellschaft, Berlin SW., Kochstraße 73. Stadt Cassel. Mittwoch und SamStag Abeudr Has im Topf, ß Schlachtete heute ein junges, gut genährtes Pferd. Kessler, 7592 Pferdemetzger. Ger. Fr. Vratwürstchen ä 15 Pfg., • Wiener Würstchen • k 10 Pfg,, ______ SSS Leberkäse SS ä Pfund 1 Mark, • sowie Ansschnitt • b Pfund von 80 Pfg. bis 1 Mk. 40 Pfg. von jetzt ab wieder stets vorräthig. Fr, Schreiner, 7575 Seltersweg 65. 7358] Wtesenftratze 4r Bel-Etage, 4 Zimmer nebst Zubehör, Gartenantheil, per 1. October zu oermiethen. 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Vorabend 6« Ubr, Morgens 8” Uhr, Nachmittags 4« Uhr, SabbathauSgang 710 Uhr. Gottesdienst der israelittschen Religionsgelellich>'tt. Freitag Abend 6“ Uhr, SamStag Vormittag 8« Uhr, 'M* mittag 4« Uhr, SabbathauSgang 7»° Uhr. WochengotteSdlenst Morgens 5 Uhr, Abend« 6«- Uhr._________________________ Verkehr, Caitö* rrnd Volkrwiethschaft. S Rieder-MooS, 10. September. Der heutige zweite diesjährige Ziegen- und Schwetnemarkt war schwach befahren. Aufgetriebm waren 6 Saanen-Ziegenböcke, wovon 3 Stück verkauft wuroen, und 5 alte und 3 junge Ziegen, die unverkauft blieben. In Schweinen war bei Markt gut befahren, etwa mit 200 Stück, meistens Ferkeln, wovon auch ziemlich verkauft wurden; daS Paar 6 bis 7 Wochen alte kostete 16 bis 20 Mk., 8 bis 10 Wochen alte 25 bis 30 Mk. Frühjahrs-Ferkel (sogenannte Einlegeschweive) kosteten das Paar 60 biS 70 Mk., bessere 70 bis 90 Mk.__ Witterungsbericht vom 12. September. Das Centrum des Depressionsgebtetes, welche« auch heute noch den Nordm Europas in fast gleichem Umfange bedeckt, hat stch bi« nach der norwegischen Küste verlängert. Im Westen jJrlandS ist dagegen daS Barometer ebenso rasch wieder gestiegen, alS eS gestern gesunken war, und zieht sich von dort über Frankreich ein drucken hohen Druckes über den ganzen Alpenkamm, doch ist die Verthetlung de« Luftdruckes bei ImertHäen Unterschieden in Süddeutschland ungleichmäßig und dauert daher zunächst noch die unsichere Wetter- Nur lobt mit Zu haben in Zirmtubeu k 40 Pf. Versteigerung. Meine in der Hauptstraße gelegene und zu jedem Geschäftsbetrieb geeignete Hofraithe lasse ich nächsten Montag, den 16. September, Mittags 1 Uhr, auf hiesigem Rathhaus versteigern. Ferner stehen zum Verkauf bei mir: 7522 1 Pult, Comptoirstuhl, 2 Wagen, 2 Decimalwaagen, 1 Destillationsapparat, 1 Schleifpumpe u. f. w. H. Engel, Großell-Alldeu. 6535] Eine Ladentheke und zwe4 WevkbLnke zu verkaufen. M. 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Geissler. Sonntag den 15. und Montag den 16. September: Kirchweihfest in Allenborf a. b. Lumda. Zu recht zahlreichem Besuch labet ein 7576 Willi. Weber. Vermischte Anzeigen. Danksagung. Meine Tochter Anna, damals 7 yobre alt, litt vor 4 Jahren an schwerer Augen- entzündung und Schwerhörigkeit. Bei ihr war die TiphtheritiS nicht zum Ausbruch gelangt, sondern hatte sich auf die Augen und Ohren geworfen Die Hornhaut war mit Geschwüren bedeckt, schmerzten sehr und konnten die Augen kein Licht vertragen; außerdem war sie sehr schwerhörig geworden. Da das Geld, dgS ick an andere Aerzte behufs Heilung meines Kindes zahlte, rein weggeworfen war, wandte ich mich aus Anrathen an ben Homöopath, tlrit Herrn Dr. med. »oldeding in Düffeldorf, König»- alle« 6, welcher mein Kind binnen drei Monaten vollkommen berstellte, so daß die Augen jetzt noch vollkommen klar sind und sie sehr fein wied.r hört Ich fühle mich daher veranlaßt, Herrn Dr. med. Doldeding nachträglich meinen tiefsten Dank auSzusprechen. arm «chnlzedre», Vvod Schwefe b. Soest. Former finden fortwährend dauernde Beschäftigung bet der Fabrik Irischer Vefen Esch & Cie., 7tOO Man«hei», Fabrikstatton. 7598) Lüchttger Schmiedegeselle sofort «.sucht Schmiedemeister Weimer, Daubringen. Mdremu Bären ist Inhoffen’s gebrannter kaffee i Tüchtiger Pferdeknecht gesucht. Rübsamen Wwe. 7537) Braves Dienstmädchen gesucht. Aerber, Kirchenplatz 11, III. 7691J Ein Mädchen zum sofortigen Eintritt verlangt. Licherstraße 1, 1 7523] Ein tüchtiges Mädchen wird gegen guten Lohn sofort oder bis 1. Octover gesucht. Nähere« bet ____________Landau, Grabenstraße 11. 7475) Ein Mävmen vom Lande sofort gesucht. Sonnenstraße 19. 7587] Gesucht ein Laufmädche«. _____________va-nhafstraste 88. 7601] Lausmädche« ober -Arau gesucht Bergstraße 17. 4 Uhr an Concert und Tanz im Gietzeuer Feftsaal (Cafö Leib) statt. Der Borstand. Aus der vom 19. bis 22. September 1895 stattfindenden FinidimrUchgftljchku Ausstellung in Gieße» find wir mit einer reichhaltigen Collection Landwirthschastl. Maschinen u. Gerathe vertreten und laben zur Besichtigung derselben ein. 7562 Ph. Mayfarth & Co., Frankfurt a. M. 3 fünfer, Ludwtgsstraße Fff ßaiibach Ulme., Marburgerstr. kff. herrmnuv, SelterSweg. <. Solhlfof, SelterStbor. <Äg. Kinkel, Kreutplah Aid. fiödjlin, B'rgstraße. Iah. Mith. Kar,, Neustadt. Frih fang Nachf., Dammstraße. Peter frppln, Neustadt. fabin. k-lh, Wallthorstr. Fr. Walter jr.. Neustadt. to. W you, Ederstraße. ffmil Vrbig, Bahnhofstraße Carl Petri, Maikt. H 4. S--K, Neuenweg. Üub Schlabach,Nach) »Ludwtgyplah.