Nr. 189 Zweites Blatt. Mittwoch den 14. August 1894 Der Hießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Die Gießener IlamtkienvtLtter werden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigelegt. Gießener Anzeig er Kenerat-Anzeiger. Vierteljähriger A öonnemrntspret« r 2 Mark 20 Psg. mit Bringerlohu. Dur» die Post oerog« 2 Mark 50 Psg. ’ Redaction, Erpedit»o» und Druckerei: Kchutstraße Ar.7. Fernsprecher öl. Amts- und Anzeigeblatt für den 'Kreis Gieren. I Hrati-önk-g-- Ki-ß-n« AamikimMwr. | Amtlichen Theil. Gießen, 10. August 1895. Betr.: Die den Krankenkassen und örtlichen Stellen für die Einziehung der Jnvaliditäts- und Altersverficherungs- beiträge von der Versicherungsanstalt „Großherzog' thum Hessen" zu leistende Vergütung. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen au die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Die nachstehend abgedruckte Bekanntmachung wollen Sie zur Kenntniß der bezüglichen Rechner bringen und deren Beachtung veranlassen. I. V.: Dr. Melior. Bekmmtmachmlg, die den Krankenkassen und örtlichen Stellen für die Einziehung der Jnvaliditäts' und Altersversicherungsbeiträge von der Versicherungsanstalt „Großherzogthum Hessen" zu leistende Vergütung betreffend. Vom 2. Juli 1895. Die auf Grund des § 112, Absatz 3, des RetchSgesetzeS vom 22. Juni 1889, die Jnvaliditäts- und Altersversicherung betreffend (R.-G.-Bl. S. 95), von der Versicherungsanstalt „Großherzogthum Hessen" zu gewährende Vergütung für die Einziehung der Beiträge und für die Verwendung und Ent- werthung der den eingezogenen Beiträgen entsprechenden Marken wird, in theilweiser Abänderung unserer Bekanntmachung vom 23. März 1892 (Regierungsblatt von 1892, S. 75), für die Orts-, Innung«- und diejenigen Knappschaftskrankenkassen, welchen die Arbeiter einer größeren- Zahl von Werken angehören, ferner für die mit obigen Geschäften befaßten örtlichen Stellen, sowie für die G emcindekrankenversicher- ungen, mit Wirkung vom 1. Januar 1895 ab, auf fünf vom Hundert der etngezogenen Beiträge erhöht. Darmstadt, den 2. Juli 1895. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz. In Vertretung: v. Knorr. Dr. Wagner. Gießen, den 10. August 1895. Betr.: Remunertrung des Polizeiaufsichtspersonals. Da- GrMerzoqüche Kreisamt Gietzru an die Grosth. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Zur Remunerirung des Polizeiaufsichtspersonals ist unS auch für daS EtatSjahr 1895/96 von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz eine Summe zur Verfügung gestellt worden. Wir sehen daher binnen 14 Tagen Ihrem Berichte entgegen, welche Polizetbediensteten Ihrer resp. Gemeinden sich durch besonders gewissenhafte Pflichterfüllung einer Belohnung würdig gezeigt haben und wollen Sie hierbei das nachstehende Schema zur Anwendung bringen. In den Berichten ist ferner anzugeben, ob auch da- außerdienstliche Verhalten der Polizeibediensteten zu Klagen oder nicht Anlaß gegeben hat. Diejenigen Bediensteten, welche Sie einer Belohnung nicht würdig erachten, wollen Sie uns ebenfalls unter Angabe der Gründe namhaft machen. I. V.: Dr. Melior. Gießen, 8. August 1895. Name Alter Dienstjahre Anzahl der pro 1894/95 von den Polizei- bediensteten erhobenen Anzeigen Aeußerung über die Dienstführung Betr.: Die Ausführung des Unfallversicherungs-Gesetzes. Vas Großherzogliche Kreisamt Gießen •* die «ratzh. Bürgermeistereien de» Kreise». Da 1. die rechtzeitige Anmeldung von versicherungspflichtigen Betrieben gemäß § 35 ff. des Unsall-Verficherungsgesetzes vom 6. Juli 1884 nicht in jedem Falle rechtzeitig, vielmehr vielfach erst auf weitere Verfolgung des Genossenschafts- Vorstandes, 2. die Anmeldung zur Selbstverficherung gemäß § 49 a des Genossenschaft- - Statuts von selbstversicherungspflichtigen Bauhandwerkern — nach den bestehenden Bestimmungen ist ausnahmslos jeder allein ohne versicherungspflichtige Personen selbstständig arbeitende Bauhandwerker, ob ständig oder mit größeren oder kleineren Unterbrechungen ist gleichgültig, sowie jeder Bauhandwerker, welcher nicht regelmäßig einen Lohnarbeiter, d. h. an mindestens 250 Tagen im Jahr beschäftigt, der Selbstversicherung und Anmeldepflicht binnen 4 Wochen nach Beginn des Gewerbebetriebes ober nach Aufgabe der regelmäßigen Beschäftigung eines Lohnarbeiters unterworfen — ebenfalls selten erfolgt und 3. die im Bezirke zur Ausführung gelangenden Regiebauarbeiten im Sinne des BauunfallverstcherungSgesetzes vom 11. Juli 1887, wie in § 22 a. a. O. vorgeschrteben, nur theilweise vorschriftsmäßig zur Nachweisung kommen, zum Theil erst auf besonderes Verlangen des Vorstandes, zum Theil, wie auf Grund der Erfahrungen angenommen werden darf, aber gar nicht, bezw. erst dann, wenn ein Unfall eingerreten ist, sind wir veranlaßt, die Beachtung der vorgenannten Vorschriften Ihrer fortgesetzten Ueberwachung zu empfehlen. Auch wollen Sie darauf bedacht sein, daß die Nachweisungen über die zur Ausführung kommenden Regiebauarbeiten gemäß § 22 a. a. O. regelmäßig vorschriftsmäßig an den Vorstand der Hessen-Nassauischen Baugewerks-Berussgenossenschaft zur Vorlage bezw. Ueberweisung gelangen. I. V.: Dr. M e l t o r. Die Coneurrenz der Sträflings-Arbeiten. In dem erbitterten und steten Kampfe, welchen zahlreiche Handwerker und kleinere Fabrikanten um ihre geschäftliche Existenz nach allen Seiten hin führen müssen, stoßen sie häufig auf eine ganz besondere Coneurrenz, auf diejenige, welche ihren Betrieben durch die Arbeiten der Strafgefangenen erwächst. N.cht nur der Staat beschäftigt die in seinen verschiedenen Strafanstalten tnhaftirten Personen mit der Herstellung von allerlei Artikeln und Bedarfsgegenständen, die dann gewöhnlich zu einem recht niedrigen Preise in den Handel gebracht werden, sondern es thun dies auch unternehmende Privatleute und Industrielle. Sie geben den Sträflingen — natürlich mit Einwilligung und unter Aussicht der zuständigen Behörden — namentlich solche Artikel in Arbeit, welche sich mittels Strickmaschinen, Webmaschinen usw. leicht Herstellen lassen, wofür sie einen äußerst geringen Lohn bezahlen. Die Arbeitgeber in den betreffenden Zwkigen mit freien Arbeitern müssen letzteren einen drei- bis vierfach höheren Lohn zahlen, und sind sie genöthigt, hiernach auch den Preis ihrer Artikel zu stellen, die aber dann natürlich mit den von den Sträflingen gelieferten Arbeiten wegen des geringeren Preises derselben meist nicht zu concurriren vermögen, abgesehen etwa von wirklichen QualitätSwaaren. Die Folge dieser drückenden Coneurrenz für die Besitzer der betreffenden Betriebe ist die, daß sie, um einigermaßen in dem Wettbewerb mit der Strafhausarbeit bestehen zu können, die Löhne ihrer Arbeiter drücken müssen, und schon hieraus erhellt, auf wie weite Kreise sich die nachtheiligen Wirkungen der StrafhauSarbeit erstrecken. Im Speziellen empfinden aber die ganze Schwere dieser eigenartigen Coneurrenz gewisse Branchen der Hausindustrie, wie fie besonders im mittleren Deutschland und in Schlesien heimisch find, wie vor allem die HauSweberei und die ihr verwandten Beschäftigungen. Gerade im Interesse des Schutzes dieses Kleinbetriebes wäre es schon vom socialpolitischen Standpunkte aus durchaus angezeigt und nothwendig, wenn endlich e geeignete Schritte zur Betheiligung ober wenigstens Ein- bämmung ber bas reguläre Geschäft so schäbigenden Straf- Hausarbeit. eingeleitet würben. Gesetzgeberische Maßnahmen auf biesem Gebiete sinb aus ben Kreisen ber Hanbwerker unb Kleingewerbetreibenben schon seit langem erstrebt worben, leiber erfolglos, hoffentlich ist aber der Zeitpunkt nicht mehr fern, in welchem zunächst bie Lanbesgesetzgebungen sich zu positiven Schritten gegen bie Coneurrenz ber Sträflings- Arbeiten entschließen. Bis bahin aber könnte ber Staat schon insofern etwas zur Abschwächung bieser Coneurrenz thun, als er bie Insassen ber Strafanstalten anderweitig, etwa durch Anfertigung von Militär-Bekleidungsstücken u.s.w. beschäftigen könnte, was freilich mit Rücksicht auf die sogen. Oeconomie-Handwerker nicht so ohne Weiteres zu bewerkstelligen wäre. Vernriföte*. * Lieguitz, 10. August. Eine hiesige, aus fünf Personen bestehende Kaufmannsfamilie nebst Dienstboten ist infolge Genusses von Pilzen unter Vergiftungserscheinungen schwer erkrankt. * Mannheim, 10. August. Ein Arbeiter durch schnitt seinem 18 Monate alten Kinde den Hals und versuchte sich dann selbst zu entleiben. Er wurde verhaftet. * Berufskrankheiten. Eine Reihe Berufskrankheiten stellt die „Rheinische Zeitung" aus den Berichten der Fabrik- inspectoren zusammen. Wir entnehmen nach der „Deutschen Warte" daraus: 1. Kiefernknochenfraß, ein Leiden, dessen verheerenden Wirkungen die in der Zündholz-Fabrikation beschäftigten Arbeiter zum Opfer fallen. Um sich von den schrecklichen Qualen dieser Krankheit zu befreien, begehen die Erkrankten häufig Selbstmord. 2. Bleivergiftung, die die Fabrikinspectoren oft auf „mangelnde Vorsicht ber Arbeiter" zurückzuführen suchen. 3. Quecksilberkrankheiten, Special- krankheiten ber Spiegelbeleg • Anstalten. Diese Krankheit verursacht bas sogenannte „Klapperwerk", bie Zitterkrankheit. Bei ben zahlreichen in diesem Industriezweig beschäftigten Frauen verlaufen von allen Geburten nur 5 pCt. naturgemäß. 4. Kyanosis-Blausucht, herrscht unter den Arbeitern der Oxydirkammern und Anilinfärbereien. Hiergegen werden zwar Respiratoren, gefüllt mit Säure, empfohlen, was aber nichts anderes heißt, als den Teufel mit Beelzebub austreiben. * Ein menschlicher Oberschenkelknochen als CommerS- schläger. Das „Bayerische Vaterland" vorn 4. August schreibt: „Bei dem von Klinikern der medicinischen Facultät in Bonn zu Ehren deS (nach Leipzig berufenen) Geheime- raths Professor Dr. Trendelenburg veranstalteten AbschiedS- commerfe bediente sich das Präsidium statt deS üblichen Schlägers eines menschlichen Oberschenkelknochens. (Vor der Hand gehört wohl hinter diese Mittheilung ein großes Fragezeichen.) * Finis Germaniae 1870. Man schreibt den „M. N. N." : Es dürfte vielleicht Wenigen bekannt sein, daß Napoleon III. 1870 SiegeSmedaillen prägen ließ. Eine solche Denkmünze befindet sich im Besitze eines Herrn in RappoltSweiler und führt auf der einen Seite das mit Lorbeer urnkränzte Haupt Napoleons III. mit der Inschrift: „Napoleon III. Imperator", auf der anderen Seite stehen die Worte: „Finis Germaniae 1870.“ Die Münze besteht auS weißem Metall und hat die Größe eines ThalerS. * 6ine Taufe auf dem Schlachtfelde von Sedau. Hebet die Taufe von Sedan Böhme, dem Pathenkinde des fünften Jäger - Bataillons, schreibt Ober • Thelegraphen - Secretät Meyer in Görlitz: „Bekanntlich war unserer Marketenderin auf dem Schlachtfelde von Sedan ein Sohn geboren. Als nun die Mutter des Kindes hörte, daß der Divifionspfarrer käme, bat fie mich um Vermittelung, daß der Junge getauft würde. Nach beendeter Communion trug ich dem Herrn Divifionspfarrer das Anliegen der Mutter des Kindes vor. Es wurde vom Küster Wasser besorgt,- Fähnrich Graf Blücher und ich übernahmen freiwillig die Pathenschaft, und das Kind wurde getauft. Als der Pfarrer ben Segen sprach, flogen gerabe brei Granaten über uns. Die Mutter, von dem Gefühle überwältigt, vergoß Freuden- thränen. Später waren noch Seine Königliche Hoheit ber Kronprinz unb unser Hauptmann von Schwemmler zu Pathen gebeten worben'. Dieselben hatten bie Pathenstelle auch angenommen. Der Sohn der Marketenberin, Oberjäger Böhme, befindet sich jetzt noch beim Bataillon und zwar bei der 3. Compagnie." * Aristokratische Ladeudiebe. Unter den 4000 Laden- dieben, die im Laufe des ersten Halbjahres 1895 tn Paris feftgestellt wurden, befanden sich: eine russische Prinzessin, eine französische Gräfin, eine englische Herzogin und die Tochter eines regierenden Fürsten. Als von Kleptomanie behaftet, wurden dieselben nicht weiter verfolgt, hinterlegten aber zusammen für die Armen von Paris die respectable Summe von 100,000 Frcs. * Aus dem Badischen. Die Wuth, Feste zu feiern, wird recht treffend durch ein Fest des Turnvereins in Altlußheim illustrirt. Unter Theilnahme vier auswärtiger Vereine beging dieser Verein durch Fackelzug, musikalischen Weckruf, Festzug, Festball u. s. w. mit Aufbietung von Fest- Jungfrauen das welterfchütternde Ereigniß der Einweihung eines — TrinkhornS! ranüwirthschaftliche Minke uni Kathschlä-r. △ «us cberhesftv, Anfang August. D$e*M**r< 1892, ^^3. 1894 und 1895 haben und im H^blick aur Witterung und Wolke«,ug Harle Nüfle zu knacken gegebm. Der Bauer und seine Werkstatt: Feld, Wiesen, Wald und hangen an diesen beiden Dingen und sie spielen eine ßeupb r.°5f1 bei Erzeugung der landwirihschaftlichen Producte und ihrer richtigen Bergung. lafrren wurde in dieser Zeitung darauf hingewiesen, stets sorgfältig das Welter und die meicoto» «tttheiluuge« in den Sffentltchen Blättern studiren weeM . f’B er leine eigenen Erfahrungen und veobacht- ««ge« dabei nicht vernachläistgen dürfe. Schreiber dieser Zeilen notirt sich schon seit vielen Jahren die Witterungserschetnungen der em,einen Jahrgänge und Hal diese Notizen in Verbindung mit den Nachrichten der Seewarte schon ost mit Vortbeil angewandt. DaS Jahr 1895 hat manche Erfahrungen bestät'gl. ES möge folgende Angabe alß Beispiel dienen: Für die Sommerwitterung sind die Tage vom 6. bis 13. Juni, «uweilen auch vom 8. Sis 15. Juni von entschiedener Vorbedeutung, ähnlich wie eS die Tage vom 18. bis 26. anart für die Frühjahrswitterung zu sein pflegen. Ist die Witterung wahrend der letztgenannten Tage naßkalt, rauh und stürmisch, wie sie eS die-mal gewesen sind, so haben wir auf kein gemüthlicher Frühjahr zu rechnen. Wir erinnern an den unbehag- nchen Mai, der unS oom 15. des Wonnemonats einen solchen Temperaturrückschlag brachte, daß man die Ctfen Heizen und die Winterkleider hervorholen mußte. Hinsichtlich der Tage vom 6 bis 18. Juni roitb bemerkt: Sind sie mild, sturmlos, ohne Hagel, Schlag- und A^tzregen, so darf auf einen gutm Dorfommer gerechnet werden. Sind die Tage trocken mit Ostwmd, so bleibt der Vorsommer heiß daß der logische« müsse und inallenGrößen Verschlusses angewärmt. W TOD Familieo-Dnictata Verto bring»-, Vennählunge-Anielg*, Trauerbriefen etc.) «apfehh sm* Ä, BruhPsche Druckerei KSk SdMktrasM 7. Ia.uoäfnftigrt ZchweizerKSle 192 Garst. Walter, Mäusdurg 13. Abtheilang für Gangliihlicht 6784 sowie empfiehlt 4753 Wände \ Rebaction: A. 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Kein Odftproducmt sollte ver» säumen, fich rechtzeitig andtese Genossenschaften >u wenden und darum bringen wir sie zetzt schon dringmd in Erinnerung. Ebenso wichtig wie diese Genonmichafim sind die seit Kurzem SL8*6*! S^ufmen Ltesmv«g»genoffe«schafttn. Jedermann was durch dm Zwrichmhandel und durch Abgabe von viele» o f?bcn ®auCT verloren geht. Dabei wird die Qualität der Bodmerzeugnisie, ein möglichst hoher Grad von Feinheit Un-b£.*®£af,crfdt' ubersehm. Die Wetterauer Gerste verdient die aroßte Sorgfalt und wird alsdann die besten Preise erzielen. 3u Zwefe mußstchd«Bauer mit feinen Berussgmoffm zusammm, tpun. Einigkeit macht stark. Große Posten könnm dadurch zum Verkaufe gestellt werdm, welche den höchstm Grad der Feinheit und Sauberkell besitzen und dann auch preiSwürdig find. Beim Weizen und dm Kartoffeln ist kehlt unS, auf diesen hochwichtigm Gegmstand noch tiefer einzugehm, denn wenn Sichel und Smse erNingm, muß daS Schreibwerk zurücktreten. Wir konntm e» unß aber nicht ver- tunkte von Neuem in das Gedächtniß unserer Berufsgmosten zurückzurufm und damit mag es freute gmug sein. • beste (Qualitäten, von den grStzten bis zu den kleinste« Packungen aus der Weinbrennerei von Jacob Stuck Nach,, in Hanau a. M. -Ä Rcitzferd, perfect geritten, truppenfromm, preis - würdig zu verkaufen. 6784 M. Keßler, Pferdehändler. Ritterstr. 12. BERLIN S. Ritterstr. 18. und trocken. Man vergleiche die WttterungSoerhältniffe der Jahre 1392, 1893, 1894 und 1895 mit den Tagen oom 18. US 26. März und vorn 6. bis 15. Juni und wird eine überraschende Harmonie finden. Bei trockmem Juni pflegt in der zweiten Juliwoche Siegen einzutretm. Wir hattm während deS gangen Jmi fast ununterbrochene Nordostwinde, am 12. Juli trat die Wmdung zum Befierm ein. Im Jahre 1894 hattm wir am 11. Juli einen heftigen Sturm; drei Wochm lang vorher war es beiß und trockm; am 12. Juli gab eS Gewitter,^ am 14. Juli war der Cyclon in Bauern, welcher mehrere Dörfer zerstörte. Daß in diesem Sommer die Wmdung zum seuchtm Wetter am 12. Juli eintret, ist bereit# gesagt worden. Wir em- pfehlm dem Bauer dringend, auf diese Wmdetage vorn 18 btS 26. März und oom 6. bis 15. Juni alljährlich zu achtm, fie könnm ihm sehr werthvolle Fingerzeige gebm. Seil Jahrhundertm weisen die Baumregeln, die nichts anderes als practische Erfahrungen aus lahrhundertlangen Beobachtungen sind, auf diese Tage fr in. Man muß aber die Bauernregeln und WitterungS-VerSchm nicht gedankenlos nachsprechen und feinen Schlendrian ruhig wester fchlottern und bummeln, sondern muß aufmerksam beobachte« und die meteoro- logischm Nachrichten der öffmtlichm Blätter mit biefen Erfahrungm unb Merkzeichm in Derbinbung bringen, dann wirb man Erfolge habm. Für biesmal wollen wir eS bei ben von uns hervorgehobmm zwei Hamrtwetterreaeln im Mär, unb Juni jedes Jahres dewmdm lauen. Es gibt sich vielleicht Gelegmhett, ein anderes Mal wieder auf diesen Gegenstand zurückzukommen. Wir wollm aber noch einS frerDörfreoen: 8uf ©tnnbe und Minute läßt sich Regen und Sonnen- fchein niemals anfegen: aber der Wttterungscharacter läßt fich ganz gut für eine Zeit lang vorausbestimmen, wenn richtig beobachtet wirb. — Unaufhörlich muß man unseren BerufSgmossm das Genossen» 63301 Ein neu hergerichteteS Logis von 5 Zimmern nebst allem Zubehör ist alsbald zu vermiethen. Grünbergerstratze 13. Das echte Butzke’sche Gasglühlicht empfehlen wir als gutes, solides Licht, für dessen reichliche Leachtknifl von anderen Fabneaten unerreichte Brenndauer und sparsamen Gasverbrauch wir volle Garantie übernehmen. UnseJ" Gasglühhcht ist nicht nach Auor’sohen Patenten hergestellt, ?pe’*"afh denA”®r’"cJien Patenten ein nur annähernd wSnbEnn hiuhHcht überhaupt nicht hergestellt Gegenteilige Behauptungen, Drohungen und Warnungen vor Nachahmungen zielen nur darauf ab, die öffentliche Meinung zu verwirren und die eigene Sache über Wasser zu halten. 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Zuschlagsfrist: 4 Wochen. 6649 Frankfurt a. M., den 30. Juli 1895. König!. EtsenbahmBetriebS-Jnspection 2. Grummetgras. Versteigerung. Donnerstag den 15. l. M., Vormittags 9 Uhr, läßt die Actien- branerei Gießen das Grummetgras von circa 48000 qm Wiesen in 23 Parzellen meistbietend Der» fteigern. Der Anfang wird bei der ^Schönen Aussicht" gemacht. 6735 Aclikn-Arsuerki Güßen. Triumpf- klappstühle, Verandamöbel, Roll- fit EikßcM > Ä! Seit.: D-- ® Jahre Das Groß 01 di- Diejenigen v< bei Vverdienstes 1894/96 im M ltdigwg binnen 1 bett Herr Obftb knöereinS beabsi tzchu zu besuch Donnerstag, Sonntag, Montag, 19 Dienstag, 2 Mittwoch. 2 DonnnStay Fltitag, 22 SamStag, ! Sonntag, 2 Montag, 26 DlenStag, 21 Mttwvch, 28 DonnnStag, tzlritag, 30, SamStag, < Sonntag, 1 um daselbst Vor tische» Unterweis des Vereins, so» Sonntags st an Wochentagen A am nächstfolgende Die Großhe rntiprechrnde Bekc vrch M^gabt bei ^ir^rn, h Der btt » Uhr wird c tiot General dezirksvereins ( k Me M.tgli 106 der Ortsvei ""den zu diese leladev. Die Herren! Gemeind * Einladung ^yrluch der ^ag Ober die c Stoh^ ^Qnbi W ?üt^0en i n Aruwahl '•«.Xv Earl