führt V U»! lum haben, ih, 3m ‘'Uniterm, «ückungs, 8'«u Obe,» 8* HufeV"1' t’nccrt ®«be^eüi Ä* ‘ein, l& A ■. A-> ANg. Ä * die Wirthschas erhall-" 'N der Brauekt kel) und sind wärmt ü^fmerksam. trauen mir auch 6ti üh recht zahlreichen 599; laus I 13. M 189» fest rn. 6, den 15. d.K M Zm Krone" W MllgsaM Aplatz 10 ler beste [isatz. Lhr i. Baden. 1793. üllriDresdeolSW 1 mietet «mut# Kjlkhot itätte '• SSiS llt i,SchM« 1895. 86 Stlbrrrevt» 10| --Stock JI ® l ' x- Ml 1887 lfll 4* 0^ ¥ ObL .M $rtb. ^btr; Sonntag den 14. Juli Erstes Blatt. M. 163 1S9S Meßmer Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Amts- unb Anzeigeblatt für den Nreis Gieren. Hratisöeikage: chießener Iamitienölätter. Sebaction, Expedition und Druckerei: Schnkstraße Fr.7. Ferusprechcr 51. vierteljähriger Aöonnemeutsprei» r 2 Mart 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Pfg. Die Gießener ^«mikienvtätler werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Der -ießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme deS Montags. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für d« folgenden Tag erscheinenden Nummer- bis Dorrn. 10 Uhr. All: Aunoncen-Bureaux deS In» und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtlicher The». Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß start Biermanrr von Nidda zum Wasenmeister der Gemeinde Rabertshausen bestellt worden ist. Gießen, am 11. Juli 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 2 Armbänder, 1 gold. Broche, 1 Geldtasche, 2 Regenschirme, 1 Buch, 1 Brieftasche, 1 Schürze, 1 Körbchen, 1 Täschchen, 1 Henkel- korb, 1 Frauenjacke, 1 Kette und 1 Wagenkapsel. Auf dem Fcstplatz: 3 Armbänder, 1 Uhrkette, 3 Schirme, 3 Handschuhe, 1 Taschentuch, 1 Jäckchen und 1 Tiszange. Zugeflogen: 1 Kanarienvogel. Gießen, den 13. Juli 1895. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Wolff, Regierungs - Affeffor. XUudjte Nachrichten. Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Brrliv, 12. Juli. Die „Berliner Korrespondenz" schreibt: Der „Vorwärts" brachte kürzlich die Bemerkung, daß, da durch die diesjährige Volkszählung die Zahl der militärisch ausgebildeten oder nicht ausgebildeten Landsturmpflichtigen ermittelt werden soll, mit Sicherheit auf eine neue Mtlitär- tzorlag e geschloffen werden könne. Demgegenüber ist seftzu- stellen, daß mit der in Rede stehenden Maßregel lediglich ein militärisch statistisches Jntereffe verbunden ist. Es soll dadurch nur ermittelt werden, wieviel Landsturmpfltchrige überhaupt vorhanden find und wie sich diese auf die einzelnen Bezirke vertheilen. Hierüber kann die Militärverwaltung sich auf andere Weise nicht unterrichten, da eine gesetzliche Controlle .beö Landsturms nicht besteht. Als Unterlage für eine neue Mtlitärvorlage würde diese Statistik überhaupt keinen Werth haben können. Depeschen des Bureau .Herold". Berlin, 12. Juli. Die vier jüngsten kaiserlichen Hrinzen sind heute früh von der Wildparkstation mittels tzouderzuges nach Saßnitz gereist. Berlin, 12. Juli. Auf den großen Truppen-Uebungs- Plätzen werden demnächst bet acht Armeecorps umfangreiche Hebungen mit gemischten Waffen stattfinden. Der Hebung des 10. Armeecorps, die am 15. d. Mts. auf dem Truppen-Uebungsplatze Münster in der Lüneburger Haide beginnt, wird auch der Krtegsminister v. Bronsart bei- »ahnen. Berlin, 12. Juli. Die Handlungsgehilfen Berlins hielten gestern Abend eine Protestversammlung gegen Me Einschränkungen der Sonntagsruhe ab. Reichstags- abgeordneter Schmidt geiselte als Referent die verwerfliche Agitation gegen die Sonntagsruhe. Es wurde schließlich eine bahingehende Resolution angenommen. Berlin, 12. Juli. Wie das „Berliner Tageblatt" er- Phrt, dürfte demnächst eine Armee-Verordnung erscheinen, »eiche die Frage des UebertrittS activer deutscher Äfftztere in chinesische Dienste behandeln wird. Berlin, 12. Juli. Eine Explosion von Schieß- la umwolle wird aus Spandau gemeldet. In der lortigen Pulverfabrik, in der daS rauchfreie Pulver hergestellt vird, explodirten gestern 7 Kg. Schießbaumwolle. Ein Arbiter wurde leicht verletzt. Berlin, 12. Juli. Ueber die muthmaßliche Ermordung riues Engländers in Deutschland wird dem „Local- Anzeiger" aus London gemeldet: Aufsehen erregt hier die Ermordung eine- Engländers Namens ThorntonTurner. Derselbe ist der Sohn eines Elfenbeinschnitzers und wollte cm Freitag vor Pfingsten von Köln nach England reisen. Derselbe war im Besitze von 10,000 Mk. Seine Leiche Würbe in Köln als unbekannt beerdigt. Die deutschen Behörden haben eine Untersuchung eingeleitet. Es sollen bereits einige Verhaftungen vorgenommen worden sein. Wien, 12. Juli. DaS „Nene Wiener Tageblatt" meldet «s Rom: Der Kronprinz von Italien leidet an hochgradiger Nervosität und Melancholie, weßhalb er seinen Aufenthalt dauernd in einer Stadt am Meere, wahrscheinlich Neapel, nehmen wird. Wien, 12. Juli. DaS Gerücht über die angeblich bevorstehende Aufheb un g des Prager Ausnahmezustandes wird vom „Fremdenblatt" dementirt. Koniggräh, 12. Juli. In nächster Nähe deS Steueramtes wurde ein bombenartiges, mit 16 Zündern versehenes Lehmgefäß aufgefunden. Rom, 12. Juli. Einer Blättermeldung zufolge schweben Verhandlungen wegen der Verheirathung des italienischen Thronfolgers mit einer Tochter des Fürsten von Montenegro. Paris, 12. Juli. Die Pariser Ausgabe des „Newyork Herald" bringt aus Berlin die unglaubwürdige Nachricht, daß Fürst Hohenlohe auf dem Punkte stehe, vom Kaiser seine Entlassung vom Reichskanzlerposten zu verlangen. Die Gesundheit des Reichskanzlers sei mehr als erschüttert und besonders dringe seine Familie darauf, daß er seinen Rücktritt nachsuche. Paris, 12. Juli. Der „Figaro" veröffentlicht eine Correspondenz aus Panama, nach welcher das bet den Canalarbeiten verwendete electrische Licht nur selten functionirt und die Hitze 30 Grad beträgt. Nur 900 schlechtbezahlte Arbeiter seien thätig, so daß das Unternehmen wenig Aussicht auf Erfolg biete. Auch die electrische Bahn sei fallit. Paris, 12. Juli. Der Generalftabs-Chef General Boisdeffre, welcher von seiner Inspektionsreise aus den Vogesen zurückgekehrt ist, hatte eine Unterredung mit dem KrtegSmtnister, worin er seine Zufriedenheit über den Zustand der Festungen und die Dtscipltn der Truppen aussprach. Seine zweite JnspectionSreise nach den Alpen wird demnächst stattfinden,- General BoiSdeffre wrll auf derselben die Festungsarbeiten an der italienischen Grenze und die Reserve-Magazine, in Brianxon besichtigen. London, 12. Juli. Kaiser Wilhelm wird sich nach seiner Ankunft in Dover nach Cowes begeben und daselbst an der Katser-Regatta theilnehmen. Hierauf begibt sich der Kaiser nach Northumberland und von da nach Schottland, wo er der Jagd obliegen wird. London, 12. Juli. DaS italienische Geschwader wird bis Mitte künftiger Woche in Portsmouth bleiben. Während der ganzen Dauer seiner Anwesenheit werden Festlichkeiten veranstaltet. Die Blätter heben die Bedeutung dieser Festlichkeiten hervor. London, 12. Juli. Der Nationalrath der Arbeiterpartei hat ein Manifest erlaffen, in welchem er mittheilt, daß 29 Arbeiter-Candidaten aufgestellt worden seien und die Mitglieder der Partei auffordert, sich überall dort, wo keine Candidaten ausgestellt seien, der Wahl zu enthalten. Petersburg, 12. Juli. Die Polizei entdeckte eine terroristische Bewegung unter den Arbeitern von Petersburg. Di- Verschwörer richteten Drohbriefe an die Familie des Zaren. Viele Verhaftungen wurden vorgenommen. Athen, 12. Juli. In Naupl)a wurde gestern ein heftiger Erdstoß verspürt. Athen, 12. Juli. In den Provinzen haben neuerdings stürmische Volksversammlungen stattgefunden, in denen auf daS Heftigste gegen die Regierung opponirt wurde. Newyork, 12. Juli. In Detroit gerieth ein großer Viehstall in Brand. Zwei Kutscher und ca. hundert Pferde verbrannten. Newyork, 12. Juli. Nach einer Meldung auS Rio de Janeiro stießen gestern bei Sao Paolo zwei Aus- wandererschtffe zusammen, wobei fünfzehn Personen ertranken. Der Krieg von 1870|71, geschildert durch Ausschnitte aus Zeitungs-Nummern jener Zeit. (Nachdruck verboten.) 15. Znli. Paris, 15. Juli. Minister Olltvier erklärte in der Kammer: „ . . . Wir verlangten, daß der König von Preußen sich dem Verzichte des Prinzen anschließe. Wir verlangten, daß er sich verpflichte, wenn die Krone neuerlich den Hohen- zollern angeboten würde, die Genehmigung zur Annahme zu versagen. Unsere Forderung war eine gemäßigte und das Ausland bewunderte die Gerechtigkeit unserer Gründe. Um so größer war unsere Ueberraschung, als wir erfuhren, der König von Preußen habe sich geweigert, Benedetti zu empfangen, und die preußische Regierung habe dies amtlich bekannt gemacht. Zu gleicher Zeit erhielten wir die Nachricht, der preußische Gesandte v. Werther sei abberufen worden - wir erfuhren auch, daß Preußen rüste. Unter diesen Um- I ständen wäre eS ein Bergeffen unserer Würde und eine Un- klngheit gewesen, keine Vorbereitungen zu treffen. Wir haben uns bereitet, den Krieg, den man unS anbietet, anzunehmen, iudsm wir jedem seinen Antheil an der Verantwortlichkeit hierfür überlassen." Die Mobilmachung der gesammten norddeutschen Armee ist angeordnet. Auf den Bahnen nach dem Rhein finden Kanonentransporte statt. Der General der Infanterie Freiherr von Moltke ist von seinen Gütern gestern Abend nach Berlin zurück- gekehrt. «itits, den 13. Juli 1895. ** Neues Theater. Die Direction Tresper-BaarS eröffnet morgen Sonntag einen Chclns von Opern- und Operetten-Vorstellungen- Millöckers „Zigeunerbaron" kommt als Erstes zur Aufführung. ♦* In Steins Garten wird am Montag Abend die Ungarische Elite-Capelle Gyigyi-Laczi aus Budapest ein Concert geben. Die Capelle spielt in Landestracht und geht derselben ein vorzüglicher Ruf über ihre Leistungen voraus. Dieselbe spielte wiederholt mit großem Beifall in Bad-Nauheim. ** Turnerisches. Beim Kreis - Turnfest 1892 in Mainz beteiligten sich 100 Musterriegen, 736 Freiturner, 272 Wettturner mit 57 Siegern, 1893 in Darmstadt 131 Musterriegen, 890 Freiturner, 271 Wettturner mit 58 Siegern und 1895 in Gießen 117 Musterriegen, 864 Freiturner, 273 Wettturner mit 60 Siegern. •* AuS dru Kreise» der deutschen Turner liegen einige Neuigkeiten von allgemeinem Interesse vor: Das nächste deutsche Turnfest, das neunte, soll im Jahre 1898 in Hamburg stattfinden. Sämmtliche Turnvereine von Hamburg und Altona haben sich einstimmig dafür erklärt, und eine Abordnung hat sich bereits mit dem Senat und anderen Behörden wegen dieser Angelegenheit in Verbindung gesetzt. — Für sämmtliche Mitglieder der deutschen Turnerschaft, mehr als eine halbe Million, soll eine einheitliche Mitgliedskarte hergestellt werden. Ueber die Ausführung dieses Planes soll auf Antrag des Münchener Turngaues der deutsche Turntag in Eßlingen am 22. und 23. d. M. beschließen. Ebendaselbst soll auch eine einheitliche Turnsprache für die ganze deutsche Turnerschaft festgestellt werden. Zu dem in diesem Jahre stattfindenden „Internationalen Turnfest In Christiania" hat die deutsche Turnerschaft eine sehr herzliche Einladung erhalten, der verschiedene größere Turnvereine Folge leisten werden. ♦* Die schone Galathea ober das zur Wahrheit gewor- bene Märchen des Alterthums in dem JllusionStheater auf dem Juxplatz des Turnfestplatzes, erregte überall die größte Sensation, wo dieselbe bereits vorgezeigt wurde. Die Illusion zeigt auf der Bühne eine Marmorbüste der schönen Galathea, welche zur Verwunderung aller Anwesenden lebendig wird, um nach einiger Zeit wieder langsam zu Stein zu werden. »* tziue polizeiliche Milchrevifiou wurde heute an den Thoren der Stadt vorgenommen. ♦* Die beide» Affe» Jocko unb Mioka vom Sorger'schen Thierpark auf der „Schönen Aussicht", unfern Lesern schon von früher her als gefolgte Ausbrecher bekannt, haben den Trubel des Turnfestes benutzt, um sich wieder einmal in die goldene Freiheit zu begeben. Seit dem Samstag treiben die beiden Gesellen im Süden der Stadt, in den Gärten zahlreicher Villenbefitzer in der Nähe der katholischen Kirche, ihr Unwesen, indem sie in den Obstbäumen und den Beerenobststräuchern fürchterlich Hausen. Minka scheint dieses Vergnügens bald überdrüssig geworden zu sein, denn daS Thier kehrte am Dienstag freiwillig nach dem Etabliffement zurück, während Jocko noch allen Anstrengungen, seiner habhaft zu werden, trotzt, von Baum zu Baum springt, stolz die Straßen quert, in die Wohnungen steigt und allerhand Allotria treibt. So war eine Dame, welche auf dem Balcon ihres Hauses den Kaffeetisch für zu erwartenden Besuch hergerichtet hatte, nicht wenig in Verlegenheit, als Jocko inzwischen dem Kaffeetisch einen Besuch abstattete und sürchterliche Musterung unter den aufgestapelten Kuchenvorräihen abhielt. ES wird wohl, wenn dem Treiben deS Thteres nicht bald durch Ein- fangen desselben Einhalt gethan wird, schließlich nichts anderes übrig bleiben, als ihm daS Lebenslicht auSzublasen, denn der Schaden, den es anrichtet, wird von Tag zu Tag größer und die Gartenbesitzer haben sich an die Polizei gewendet mit dem Ersuchen, sie doch von dem unliebsamen Gesellen zu befreien. *• Der deutsche Werkmeister - Verband besitzt jetzt circa 28,000 Mitglieder und ein Verbandsvermögen von 1,045,000 Mart. Der Verband hat in den zehn Jahren seines Be- stthenß an Wittwen und Waisen von Mitgliedern 2 Millionen Sterbegelder gezahlt. Er geht jetzt mit der Absicht um, t'ne Altersversorgungs- und Invalid enkasse für seine Mitglieder zu gründen. Die idealen Bestrebungen deS Verbandes find darauf gerichtet, jugendlichen Arbeitern und Lehrlingen eine geeignete Vorbildung zu verschaffen. ** 25 jährige Srinuernugsfeier au 1870, zugleich Ber- bandsfest der ttriegerkameradschaft „Hasfia". Die Vereine der Zkriegerkameradschafr „Hassia" machen wir darauf aufmerksam, daß eS jetzt die höchste Zeit ist, allenfallfige Nachmeldungen zu dem Feste der 25 jährigen ErinnerungSfeier an 1870—71 zu bewerkstelligen, da am 20. Juli die Listen geschloffen werden müssen, und dann weitere Nachmeldungen nicht mehr berücksichtigt werden können. — Die Zahl der angrmeldeten Vereine beträgt biß jetzt nicht weniger als 504, davon aus der Provinz Starkenburg 182, aus Oberheffen 196, ans Rheinhessen 126. ** Obst- uud Kartoffel« arkt zu Darmstadt. Der im Herbst v. Iß. im „Darmstädter Hof" abgehaltene Ob stund Kartoffelmarkt fand, wie noch allgemein bekannt se.n dürfte, sowohl bei Produzenten, wie bei Consumenteu günstigste Aufnahme. Wurden doch auf dem Markte mehr wie 400 Verkäufe abgeschlossen, ohne der Geschäftßverbin- düngen zu gedenken, welche sich an den Markt anknüpsten. Ausstellungen an den gelieferten Producten kamen aber im «Ganzen nur sehr wenige. Mit Rücksicht auf den guten Erfolg des vorjährigen Marktes und im Hinblick auf den großen Anklang, den derselbe in Interessentenkreisen gefunden hat, beschloß daß Comitee für Abhaltung von Obst- und Kartoffelmärkten in Darmstadt auch dieses Jahr wieder einen solchen Markt unter Ausdehnung auf Gemüse in Darmstadt abzuhalten. Derselbe soll Mitte October (voraussichtlich 12. biß 15. October) stattfinden und mit einer Obst-, Ge- mü|e» und Kartoffelaußstellung verbunden werben. Außftel- lung und Markt finden in einem central gelegenen Locale der Stadt in gleicher Weise wie im Vorjahr statt; auch eine Prämiierung wird sich der Ausstellung wieder an» schließen. G. Bad Nauheim, 13.Juli. An Kurfremden sind in der Woche vom 5. biß 12. Juli 1079 (1894 — 900) angekommen. Hierzu Bestand nach voriger Kurliste 6906, Summa 7985 (1894 — 6863), wovon am 12. Juli noch 3369 anwesend waren. Vom 1. April biß einschließlich 6. Juli wurden 75,920 Bäder verabreicht. Butzbach, 11. Juli. Eine Zusammenstellung der Ergebnisse der am 14. o. M. vorgenommenen Berufs- und Gewerbezählung ergibt für die Stadt Butzbach 3293 Anwesende, darunter 1989 männlichen Geschlechts und 1304 weib- -rchen. Eß wurden außgegeben 639 Haußhaltungsliften, 420 Landwirthschaftskarten und 184 Gewerbebogen. Die Zahl 1989 begreift circa 332 Sträflinge in sich. D. Z. R. Reichelsheim i. b. W., 12. Juli. Unser Städtchen ist eben daran, sich wegen des am 14. und 15. Juli zu feiernden 50jährig en Stiftungsfestes b eß hiesigen Gesan gvereinS in das Feftgewand zu hüllen. ES werden 24 Gesangvereine aus Oberhessen erwartet. Von den Gründern deS Vereins aus dem Jahre 1844/45 sind noch 4 am Leben, denen im Festzuge ein besonderer Ehrenplatz reservirt ist. — Der Eisenbahnbau kann bei uns jeden Tag beginnen, nachdem sämmtliche Angelegenheiten in Bezug auf Feldbereinigung, Geländeabtretung und Wegeanlagen flott erledigt worden find. W. 8. Aus der südlichen Wetterau, 12. Juli. Die Spätkirsch en werden jetzt geerntet und zur Versendung g bracht. Man war der Anficht, daß dieses Obst billiger werden würde, als die Frühsorten, hat sich aber getäuscht. Der Grund liegt in den ungünstigen WitterungSverhältnissen, I welche Kern-, Stein- und Beerenobstarten wenig fördern. I Das Pfund Spätkirschen wird mit 20 Pfennigen bezahlt. Die Waldbeeren, alß: Himbeeren, Erdbeeren und Heidelbeeren (letztere sind bei unß sehr rar und werden aus der Gegend von Gelnhausen, wo Buntsandftein herrscht, eingeführt) lassen bei den trockenen Nordoftwinden im Ansetzen nach und ziehen im Preise an. Lauterbach, 12. Juli. Die im vorigen Monat vorgenommene Berufs- und Gewerbezählung ergab eine ortßanwesende Bevölkerung von 3461, hiervon 1610 männliche und 1851 weibliche Personen. AuSgefüllt wurden 800 Haushaltungslisten, 579 Landwirthschaftskarten und 154 Gewerbebogen. K. Walleruhauseu, 11. Juli. Bei der heute hier ftatt- gefuudenen Stichwahl zwischen Herrn Beigeordneten Reuning und Herrn Karl As muß wurde ersterer mit 73 Stimmen zum Bürgermeister gewählt, letzterer erhielt nur 68 Stimmen. -ck. Aus dem Kreise Alsfeld, 12. Juli. Die Heidel- beeren, die besonders im nördlichen Theile des Kreiseß wachsen, sind diese« Jahr in einer solchen Menge gediehen, daß der Preis für dieselben ein so niedriger ist, wie seit einem Jahrzehnt nicht. Man verkauft die Maß (— 2 Liter) Heidelbeeren außwärtß für 20 Pfennig, an den Orten, in deren Waldungen sie wachsen, aber noch viel billiger. Dieser außergewöhnliche Reichthum an Heidelbeeren und ihr unge- wohnlich billiger Preis bieten eine Gelegenheit für die Haushaltung, den vortrefflichen Heidelbeerwein zu erwerben, deren Benutzung nur Jedermann empfohlen werden kann. Wiewohl die Kenntniß in der Bereitung des Heidelbeerweins fich außgebreitet hat, so ist sie doch noch weit davon entfernt, Jedermanns Gemeingut geworden zu sein. Bücher mit trefflichen Anleitungen zur Bereitung deS Beerenweins sind genug erschienen, aber dem Landmaun sind sie meist unbekannt. Diese Umstände rechtfDrtigen wohl die Miltheilung eines ReceplS für solchen Wein an dieser Stelle. Nachdem man ' die Heidelbeeren in einer jetzt leicht zu habenden Beerenpresse , oder auch in einem Beutel auS grobem Leinentuch ausge- . drückt, gießt mau zu 1 Liter Saft 2 Liter Wasser und giebt 350 bis 400 Gramm Zucker hinzu, um einen guten HauS- trunk zu erzielen, für Tischwein aber 500 bis 600 Gramm Zucker und für Liqaeurwein 750 biß 900 Gramm Zucker. Den Zucker kocht man am besten vorher mit Wasser auf, wobei der sich bildende bräunliche Schaum, daß Ultramarin, sorgfältig abgeschöpft werden muß. Dann gießt man noch die erforderliche Wassermenge hinzu und mischt beides mit dem Saft. Daß Zuckerwasser darf jedoch nicht zu heiß, sondern in einer ca. 16« R. betragenden Temperatur zum Saft gegeben werden. Ist die Mischung vollzogen, so bringt man sie in ein Fäßchen oder bei kleineren Mengen in Flaschen und stellt daß Gefäß an einen Ort, der eine Temperatur von ca. 16 0 R. hat. Während der Gährung verzehrt der Wein etwas, es muß deshalb stets mit Saft oder Zuckerwasser nachgesüllt werden, um das Faß spundvoll zu halten. Ist der Wein klar geworden, so lasse mau ihn von der Hefe ab, fülle ihn—will man ihn bald verbrauchen — in Flaschen, oder lasse ihn noch feine Zeit lang in dem vorher gereinigten und geschwefelten Faß lagen, wodurch er an Gehalt gewinnt und fülle ihn hiernach in Flaschen._____________________________ Vermischtes. Ms. Cassel, 12. Juli. Mit dem Schneiden des Roggens ist gestern bei unserer Stadt bereits der Anfang gemacht worden. * AuS Ostpreußen, 8. Juli. Der Besitzer Groß aus Ramofchkehmen ist von zwei Knechten bei der Heimkehr von Darkehmen ermordet worden. Die Verbrechervermutheten, eine größere Geldsumme bei ihrem Opfer zu finden, wurden aber durch einen desselben Weges kommenden Besitzer verscheucht. Sie sind bereits verhaftet. * Badesouue uud vadelebeu und das ganze ungezwungene Sich gehen lassen am Meereßstrande hat das Motiv für die neueste Serie von Chromoß-Kärtchen abgegeben, die die Liebigs Fleisch-Extract-Compagnie herausgibt. Nizza, mit der von Palmen eingefaßten Promenade des Anglais, die Ostender Digue, auf der sich das internationale elegante Leben entfaltet, und der Strand von Scheveningen mit seinen Strandkörben und Strandzelten und den in den Strand „eingebuddelten" Badegästen wird uns in lebensvoller Darstellung vorgeführt. Reger Schiffsverkehr ent- wickelt sich am Strande von Brighton, den ein sportsmäßig gekleidetes englisches Völkchen belebt. Schroff und steil hebt sich das rothe Helgoland aus den Fluthen, während das letzte Kärtchen uns das blaue Wasser deß Luganer SeeS zeigt, durch bewaldete Berge und schmucke Villen abgeschlossen. Wer Vergnügen am Reisen findet — und wo wäre der moderne Mensch, der das nicht thäte! — wird seine Helle Freude an den hübschen, in bekannter Weise künstlerisch auS- gesührten Kärtchen haben. * Die Pflege der Kruppelkiuder. Die christliche Liebes- thätigkeit erstreckt sich auf alle Gebiete menschlichen Elends. Immer neue Wege und Mittel werden gesucht zur Linderung der Noth. So hat kürzlich der Provinzial-AuSschuß für Innere Mission in der Provinz Sachsen sein Augenmerk auch auf die Krüppelkinder gerichtet, deren es mehrere hundert, nach anderer Berechnung sogar mehrere tausend in der Provinz giebt, und eine Anstalt, nämlich das Johannesstift in Krakau, hat sich zur Aufnahme und Pflege solcher Unglück- lichen Geschöpfe bereit erklärt. Diese Krüppelkinder find im Allgemeinen zu unterscheiden von Schwachsinnigen und Blöden (wiewohl bet manchen leibliches und geistiges Siechthum zusammenfällt). Es handelt sich um solche Kinder, die ihrer großen leiblichen Gebrechen wegen in gewöhnlichen Verhältnissen nicht gefördert und zu irgend einem Lebensberuf nicht ausgebildet werden können. Diese armen Geschöpfe empfinden nicht nur ihr leibliches Gebrechen als eine Qual, sondern werden auch besonders durch das Gefühl ihrer Unbrauchbarkeit und der Belästigung der Ihrigen gedrückt und befinden sich daher in der Regel in einer äußerst traurigen GemüthSverfassung. Aber es kann ihnen geholfen werden! In Württemberg, Bayern, Frankreich, Dänemark und Schweden haben christliche Anstalten bereits mit dem größten Segen und Erfolg an solchen Geschöpfen gearbeitet, sie haben ihnen nicht nur ein menschenwürdiges Dasein und liebevolle Pflege, sondern auch christliche Bildung und die Ausrüstung zu einem LebenS- berufe geboten. So sind z. B. aus einer derartigen Anstalt in Bayern bis zum Jahre 1894 hervorgegangen: 2 Gelehrte, 3 Lehrer, 4 Musiker, 4 Buchhalter, 53 Schreiber, 59 Buch- binder, 23 Uhrmacher, 28 Schneider, 18 Galanteriearbeiter, 11 Maler, 13 Schreiner, 10 Pinselmacher, 9 Portefeuiller, 6 Lithographen, 5 Goldsticker, 7 Schuhmacher, 3 Blumen- macher, 4 Rentamtsgehilfen, 16 Oeconomiearbeiter, 6 Amts- gerichtögehilfen, 2 Sattler, 8 Papparbeiter, 56 Näherinnen, 11 Stickerinnen, 10 Zimmermädchen u. s. w. Nur 8% von allen in der Anstalt Verpflegten konnten wegen ihrer Gebrechen keinen selbstständigen Beruf erwählen. * Große uud Wassermaffe der Meere. Eine neue und genaue Berechnung des Flächen-Jnhaltß, der durchschnittlichen Tiefen und des Wassergehalts der indischen Oceane ist von Dr. K KarstenS auSgeführt worden. In Bezug auf Größe, Tiefe und Wassermasse steht bei Weitem allen voran der Große Ocean. Seine durchschnittliche Tiefe beträgt 4083 m, seine Oberfläche umfaßt 161 137 000 qkm und seine Wassermasse beträgt 658 Millionen Cubikktlometer. Ihm zunächst kommt der Atlantische Ocean mit einer mittleren Tiefe von 3763 rn, einem Flächen Inhalt von 79 776 000 qkm und einem Wasser-Jnhalt von 300 Millionen Cubikkllometer Der Indische Ocean hat eine mittlere Tiefe von 3650 m, seine Oberfläche umfaßt 72 563 000 qkm und sein Wasser- gehalt 265 Millionen Cubikkilometer. DaS Nördliche Eismeer ist am wenigsten tief, Karstens schätzt seine mittlere Tiefe zu 818 m, seine Oberfläche auf 12 796 000 qkm und seine Wassermasse auf 10 Millionen Cubikkilometer. Die durchschnittliche Tiefe deS Südlichen Eismeeres zu 1500 m und seine Oberfläche zu 15 630 000 qkm angenommen, er- giebt für dessen Wassermasse 23 Millionen Cubikkilometer.. Alle Mittelmeere der Erde zusammen schätzt Karstens auf 30 748 000 qkm, bei einer mittleren Tiefe derselben von 1060 m ergiebt sich dann ihr Wassergehalt von 321/2 Millionen Cubikkllometer. Die gesammte MeereSdecke der Erde umfaßt hiernach 367 900 000 qkm und die gesammte Wassermaffe aller Meere 1286 Millionen Cubikkilometer. Die Höhlung der oeeanischen Becken der Erde ist so groß, daß, wenn das ganze über dem heutigen Meeresspiegel aufragende Festland sammt allen seinen Ebenen und Gebirgsmassen in die Meeresabgründe geschüttet würde, diese Abgründe dadurch kaum 6tß zu 1/M ausgefüllt würden. * Briefträgeriuueu. Die Aachener Stadtpost „Merkur" hat seit einigen Tagen Briefträgerinnen angeftellt und die männlichen Briefboten entlassen. Die jungen Damen tragen x schwarze Kleider mit gelben Schleifen, einen schwarz lackirten Hut mit gelbem Baud und um die Schulter eine Ledertasche. Die Neueinrichtung erregt selbstverständlich viel Aufsehen. * Eiu verspäteter Haupttreffer. Aus Brünn wird dem „N. W. T." berichtet: Der hiesige Bäckergehilfe Strzelecky und dessen Geliebte hatten sich zu Pfingsten in den Schwarzawa- fluß gestürzt. Bei der letzten Ziehung der Jo sziv^oole fiel nun der Treffer von 20000 fl. auf ein L00S eben jenes Strzelecky, der den Selbstmord verübt hatte. Der Gewinnst wurde feiner Mutter ausbezahlt. Es ist zu bemerken, daß die beiden Liebeßleute deshalb freiwillig in den Tod gingen, weil sie sich aus Arrnuth nicht heirathen konnten. * Seltsame Familieuverhaltniffe. Eß ist kaum glaublich, aber doch wahr, daß zwei Halbschwestern, Töchter desselben Vaterß, so lebten, daß zwischen ihrem Tode 170 Jahre vergingen, und keine derselben lebte noch so lange, daß ihr Alter außerordentlich lange gedauert hatte. Der Großvater deS Ministers Fox, Sir Stephen Fox, heirathete im Jahre 1654 und im Jahre 1655 wurde ihm eine Tochter : geboten, welche noch in demselben Jahre starb. Er hatte ; noch mehrere Kinder, welche heranwuchsen und sich ver- heiratheten, aber sämmtlich vor dem Vater starben, ohne Kinder zu hinterlassen. Sir Stephen wollte nicht, daß fein großer Besitz in fremde Hände tarne; im hohen Alter heirathete er daher noch einmal und i?tn< jüngste Tochter wurde. 1727 geboren. Sie erreichte das hohe Alter von 98 Jahren und starb 1825, also 170 Jahre nach dem Tode ihrer ältesten ; Schwester. * „Bruder Heiurich". Die Frage, ob die Anrede „93iuber Heinrich" eine Beleidigung enthalte, wirb demnächst von den Gerichten entschieden werden. Ein Solinger beabsichtigt nämlich, einen Mann zu verklagen, der ihn jüngst mit dieser Anrede gekränkt hat. < * Eiu hübsches Stuckleiu aus Magdeburg läßt die „G. Z." sich von dort berichten: Das zu Ehren des neuen Oberbürgermeisters Schneider und deß scheidenden Äürger- meifterß Born veranstaltete Fe ftefse n hätte bald eine unliebsame Störung erfahren. Man hatte nämlich vergessen — die beiden Hauptpersonen einzuladen. * Widerspruch. Hausirer (der vom stillen Theilhaber einer Firma hinauß expedirt wurde): „Schwindel, elender'. Gibt er sich auß als stiller Theilhaber und ist tnin doch mit im Geschäft thätig!" *■ Rache. Wirth (zum Kellner): „WaS hat dps Pärchen, daß da in der dunklen Ecke sitzt, biß jetzt ver,zehn?" — „Den ganzen Nachmittag zwei Tassen Kaffee!" k- „Mehr nicht? Stecken Sie mal gleich eine Gasflamm'e in der Ecke an!" S Universitäts»Nachrichten. 4 — Bo« de« medicinischenAaerrULterr. Auß Münzen, 9. Juli, wird der „Frkf. Zlg." berichtet: Die größte Frequenz l”itte unter den deutschen medicinischen Facultäten in dem zu tz^nde gehenden Sommersemester München mit 1209 Hörern, darunter i 712 nichtbayerischen Deutschen. Nach München kommt Berlin > mit 1 einer Frequenz von 1080 (darunter nur 298 nichtpreußische Deuts 40. ES folgen: Würzburg mit 707 (567 nichtbayerische Deutft tOr Leipzig 617 (285 nichtfächsische Deutsche), Freiburg 443, Gre ist- wald 406, Kiel 399, BreSlau 338, Erlangen 332 (172 Nichtbar ern), Bonn 324, Straßburg 300, Heidelberg 275, Königsberg 246, Marburg 245, Halle 241, Göttingen 220, Tübingen 215, Jena 195, Gießen 137, Rostock 101. Die Gesammtzahl der Medicinftudir enden ist 8030 (1894er Sommersemester 8012, Wintersemester 1894/95 7 786). Es ist interessant, welche große Anziehung die Münchner un-d die Würzburger Facultät auf vie nichtbayerischen Studirenden au8x übt und wie gering die Berliner Facultät von nichtpreuß, JW« Deutschen besucht ist, überhaupt daß die Berliner Facultät nit^W die Frequenz der Münchner erreicht. Es darf dies ein AnsporIN für den bayerischen Landtag fein, die Hand nicht zuzuhalten, wer^m die bayerischen Universitäten im Budget zur Berathung kommen, ridamit diese sich auf ihrer wissenschaftlichen Höhe erhalten können, ©g eprüft wurden mit Erfolg in dem Prüfungsjahre 1893/94 in ganz D eutsch- land 1406 Eandidaten der Medizin. Davon erhielten l( *0 die Schlußcensur „sehr gut", 928 „gut", 378 „genügend". Die r meisten „Einser" kamen auf Leipzig (14 von 201), München (12 vor. ' 166), Würzburg (11 von 135). Berlin gab gar keine erste Note. Ä Dort cheint man also am Strengsten examinirt zu Haden. Die zuweilen Noten find überall weit überwiegend: Leipzig 146 (von 201), Ml inchen und Berlin je 111 (von 166 bezw. 169), Würzburg 96 (von 136) u^j> f- !1! Literatur unb Arrnft. ~ — Kriegs-»rirmernnge«. Wie wir ««ser «iser« SH e« erwarben, bearbeitet oon F. von DincklageCarnpe, Deutsa VerlagshauS Bong & Co., Berlin W., 15 Lieferungen A 50 ,r M 3n dem kürzlich erschienenen zweiten Heft dieses Lieserungs-Pr werkes erzählt der Tambour von Le Bourget, einer jener Hel die aus der Masse der Streiter im Augenblick der Roth heroortrett»L-»d, mit Einsetzung ihrer Person Schlachten gewinnen Helsen, wie er 27^ 1 seine Kameraden zum Vorgehen mit sich fortriß. . a J* »eigt sich immer deutlicher, ein wie glücklicher Gedanke «S war? die hervorragenden Kämpfer von 1870/71 als Mitarbeiter für eine flch aus einzelnen Episoden zusammensetzende Geschichte deS groben Jä lyshes ju gewinnen. Da berichtet der Unterosfizier Kaiser, wie er ' 19) den Grasen Sierstorff auS dem Todesritt der Brigade Bredow bei B ion- ville herausgerettet, da theilt der Unterosfizier Martin mit, wA IOK er bei Bapaume die Bataillonssahne gerettet und bei Magny vor DlOl-d* nn<*nrle J^®trouiÜenbunb mit der Schlinge gefangen und aOb^ls tteberlauser in deutsche Dienste genommen. Großartige Schlacht^ gemälde und ergreifende Einzelbilder, Ernst und Humor wechseln in’ ' festelnder Weise ab und geben ein buntes, mosaikartig zusammeni * ■ AZ.« £Lf(n gegen geE ffiferoklldtige^ Äre aut die M ÄuwS ictm. - Unter dm Ü ittaitn die Jllvükir «usb gffte JlltntTö«, » »Mden ‘Hang ein u Vitersreimde. Auch l kü;e geleistet, diel; Rationen von befti fliren, daß für dm b Wittling, 20'M dasL Wum Wer gebotet ihS fier die Gelegenhei einer guten und fcen die elften W 1 ft'itintn begriffen find - Et8 - 3ungfrftu - od Dorothea - Götz fruj - jWtn von ; cam von Waitbig - MDfag.. - UM kr Stobt überzeugen n htyanblung, sowie vorn Tech« - tim ttut (Rintn\d)t fRippaiMi laden und eis billigt die Nlim-Gesellschaft iis 6,5 m nach Vorsc leite gebi/bet werben H gelegt, zwischen ■trkn. Die Cbertant kri Zementbeton ausg kemluna, wenn man n liefe Konstruktion zeich »ll tg pro Quadratmeter eine große Trägst «et« au3. FLr den neu JJ» to SBerltn find 3 ft Miu worden. ।~ ®köt Anlaßf W WWferei; wenn d rofung oon 140 ffl und 35 Ms »edenunddieM^ -dessavresAi 77^' 3m ,BniL 0| «wmoni feste Lerbindung 1 mit 1 - J“ 5l»w lijt „ MX?“ fflffljg ßnAmmonium ui Usw, soll fix u y. disames ni taM N 9,75, RA?' Nen t vr. Mu y°- Enten p 80-70 15®$, Ms w kl ifltn TheiPss oindel, eW ft nm doch mit ob dir Amrdr enthalte, tiilib Ein Solinger i der ihn Mft i aßt die '6 neuen Ober» denden Äürgrr- «bald eine un= Itch vergeflen - hat dstsMchtt verzehrt?" - e!" ir- M Sflamr'e in der 5« en. Aus MüluM Bte Freouevr U»“ i indem ro^ Hörern, daE ommt Berlin ® EeDwtiN jertWe >mg 443, ®tr [172 ÄS gSberg 246, i 215, Jen- Jg «edtltostudrr Her 1894/95 < M WxtM ■ “ » i eüi MorFg ag kommen,^ i tonnen. 4 in ganr D.y hil md - Die' , itzk), chen (12 ool- jjon »»■jy h» Mm""' Mfl ’ Mutt ' ' ®<««Ä , uni dj, ,7 «uät t| " ®’i>t ji ftta* , et toüth. »Merknr" tragen ,gt«rttn£ 1 N< "'rt itm ’’ 'b°° jene» Getvinnst bentttfen, daß Singen, föu® glaublich, S« desselben 70 Jahre der. i”8t/ daß ihr Großvater heirathete in, m eine Tochter "b- Er hatte und sich ber, ' starben, ohne nicht, daß sein ohrn Alter hei- e Tochter wurde von 98 Jahren de ihrer ültesteo ser rtfera C-wl-e, DA [$j{ -ruvga Z W einer-LUL t ni flrIr“ '«= M Srebol°,^' aSjsq — OelfaureS «mmonium alS vorzügliche- Rei«ig«ngS- »tttel. Im „Bull ok Pharm,“ wird über Darstellung und Vcr- Wndung des Ammoniumoleats Folgendes berichtet: Dasselbe ist keine feste Verbindung, sondern nur zum Theil chemisch, zum andern Lh-tl mechanisch vereinigt. Man stellt es durch Schütteln von 1 Th. Oelsäure mit 1 Th. Spiritus und 14 Th. Salmiakgeist her. Oie Flüssigkeit läßt man in Ruhe so lange stehen, bis die Ver- Ihitlung vollständig geschehen und die Flüssigkeit klar geworden ist. Das fertige Product kann dann beliebig mit Master oder Salmiakgeist verdünn! werden — Zur Reinigung von Glasgegenständen benutzt man eine Mischung von 2 Th. gepulvertem Bimstein, 3 Th. illautem Ammonium und 11 Th. Salmiakgeist. — Für Gesptnnste, Solche usw. soll sich nachstehende Komposition vorzüg'ich eignen: 21h. ölsaures Ammonium, 2 Th. Salmiakgeist, 1 Th. Aether, 1 Th. Chloroform und 5 Th. Benzin. verkehr, Land, und Volkrwtrthschaft. Glatze«, 13. Juli. Marktbericht. Aut dem heutigen Mcheumarkt kostete: Butter pr. Vfd- * 0,80—0,90, Hühnereier kT.St. 5—6 2 6t 0 4, Enteneier pr. St 6—7 H, Gänseeier pr- St 10-12 4, Käse pr. St. 5-8 4, Käsematte pr. 6t 8 4, Lrbfeu pr. Ater 15 4, Ansen vr. Ater 26 4, Tauben pr. Paar Jfc 0,60 bis 0,75, Hühner pr. Stück 0,90 bis 1,20, Hahner pr. Stück x 1,00—1.30, Enten pr. St. 1,80—2,00, Ochsevfleisch pr. Pfd. 72-76 4, Kuh-u Rindfleisch pr. Pfd. 66—684, Schwein« fleisch pr. Wd. 60—70 4, Kalbfleisch pr. Pfd. 60—68 4, Hammelfleisch pr. M. 60—70 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo 7,00-8,00 JL, Wettzkraui pr- Stück —4, Zwiebeln pr. Centn er 9,00—10,00 JL, Milch n. Liter 16—20 4, Kirschen pr. Pfund 12—20 4- Gietze«, 13. Juli. Auf dem am 9. d. M. dahier abgehaltenen Viehmarkt waren aufgetrteben: 1625 Stuck Rindvieh und 484 Stück Schweine Trotzdem daß sich schon am Tage vor dem Markte ein lebhafter Handel entwickelte und auch viele Verkäufe abgeschlossen wurden, Technische Fortschritte. — «ine neue praktische Art, Decken z« bauen, (stönen'.che Rippendecken.) Als eine neue Deckenart bei Häuser- fcauten und als billigen Ersatz der üblichen Balkendecken empfiehlt die Actien-Gesellschaft für Manterbauten bei Spannweiten von 4,5 btz 6,5 m nach Vorschlag des Herrn Bauinspector Könen Decken, »eiche gebildet werden durch Träger, Normalprofil 8, in 25 cm Abstand gelegt, zwischen welche 13 cm hohe Rippenplalten eingelegt »erben. Die Oberkante wird zur Aufnahme des Dtelenbeleges durch Cemmtbeton ausgeglichen und bedarf die Unterseite nur der Bemalung, wenn man nicht die Rippen durch Bretter verdecken will. Diese Construction zeichnet sich durch das geringe Gewicht von 200 kg pro Quadratmeter und den billigen Preis von 700 bis 900 Mk., dagegen eine große Tragfähigkeit von 2500 bis 3000 kg pro Quadratmeter aus. Für den neuen Theateranbau des Kroll'schen Etablissements in Berlin sind 3000 qm, für die Hamburger Freihafen- Lagerhaus Gesellschaft 5000 qm Decken nach dieser Construction her- zestellt worden. L- T - Blaue Anlatzfarbe für «ifen. Eine dem natürlichen Anlassen ähnliche Färbung erzielt man nach der „Z. f. Maschinen b. irvd Schlosseret", wenn die blanken Etsengegenstänte in ein Gemisch einer Lösung von 140 Gr. unterschwefligsaurem Natron mit 1 Liter Nasser und 35 Gr. essigsaurem Bleioxyd in 1 Liter Wasser gelegt Derben und die Mischung allmählig bis zum Sieden erhitzt wird. L. Z. Sletztes Gesammt-Tableau der Ereigniffe, die mit der Neubegründung s deutschm Kaiserreichs abschlosten. — ^Der Stein per Welfen". In dem soeben erschienenen 34. Hefte dieser beliebten populär-wissenschaftlichen Revue, welche im Hictleben'schen Verlage (Wien) erscheint, sind einige lesenswerthe Abhandlungen enthalten, von welchen wir NowackS Schlagwetter- Üeorie und o.UrbanitzkyS fachliche Ausführungen über Erdmagnetismus unb Erdstrom besonders hervorheben. Fast alle größeren Abhand- lunflen find reichlich mit Abbildungen versehen, so vornehmlich L AbelS Architecturstudie Statuen und Monumentalbrunnen. Als technische Neuheit veröffentlicht das Heft eine durch Abbildungen unterstützte Befchreibung der neuen Typen-Setzmaschtne „Manoline , bekanntlich eine der sensationellsten Erfindungen aus^jüngster Zett. Den Abschluß bilden Artikel über das Celluloid, die künstliche Kreide und verschiedene kleine (illustrirte) Mtttheilvngen über Damen-Rad- fahren, einen neuen photographischen Stereoskop-Apparat, über Blitzröhren und physikalische Experimente u. dgl. Sehr instructto ist eine größere Abbildung, welche das Innere des Hofsalonwaggons des Großherzogs von Oldenburg oorstellt. A^s in Allem: Die Zeitschrift zeigt sich in ihrer bekannten Unermüdlichkeit, ihren Lesern immer wieder Neues und Interessantes in gefälliger Form und durch »ildwerke ausreichend unterstützt darzubteten. — $it Lehre von der Eleetrieität und deren p-aetifche Verwendung von Ingenieur Th. Schwartze. Mit 153 Abbtld- Mgrn. Preis 10 Mk. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Dieses Luch ist in der Absicht geschrieben worden, den neuesten wtssenschast- ltch-n Ergebnissen der Electricität^lehre mit Rücksicht auf die Electro- tudntk Rechnung zu tragen und zum Theil eigenen Anschauungen drs Verfaffers Ausdruck zu geben. Der Verfaffer ging von der Ansicht aus, daß an Büchern, welche die Electricitätslehre in der herkömmlichen Weise behandeln, kein Mangel ist und daß anderseits in dm Anschauungen über das Wesen der Electricität von Seiten hedeutender Glectriker eine Umwälzung angebahnt wird, indem ernste Sebenfen gegen gewisse übliche Begriffsbildungen und Formeln der Lehrbücher vielseitig erhoben werden. Der Verfasser stellte sich insbesondere auch die Aufgabe, die Eleclricitätslehre im Sinne Faradays in möglichste Uebereinstimmung mit den allgemeinen phyfikalischm Grundsätzen zu bringen, indem unzweifelhaft in der Natur alle Vorgänge einem einheitlichen, einfachen Gesetzthum unterliegen. Bei alledem haben die gegenwärtig noch üblichen Anschauungen im practischen Theile des Buches Berücksichtigung gefunden, indem durch die neueren Anschauungen nur die Begriffsbtldungen, aber keineswegs die ge- hräuchlichen Regeln und Rechnungsformeln der Electrotechnik beeinflußt »erben. — Unter den Verlags - Unternehmungen der neuestm Zeit nehmen die Jllntzrtrte« BolkS-Au-gaden von Meisterwerke« -Mischer und au-ländtfcher Klafftter (Verlag der Literatnr- verke Minerva, Berlin W., Cornetiusstraße 5) einen hervor- nflenben Rang ein und beanspruchen die größte Beachtung aller Sücherfreunde. Auch dem verwöhntesten Geschmack wird hier volle (genüge geleistet, die typographische Ausstattung ist mustergiltig, die Illustrationen von bestechendem Reiz. Wir stehen nicht an, zu erklären, daß für den beispiellos niedrigen Preis von 10 Pfg. die Lieferung, 20 Pfg. das Doppelheft, wohl kaum etwas Aehnliches dem Hubtikum bisher geboten worden ist; auch dem wenig Bemittelten »irb hier die Gelegenheit gegeben, sich mit geringen Opfern in den Atsih einer guten und hübschen Hausbibliothek zu setzen. Uns liegen die ersten Hefte von Goethe's Gedichten vor, welche jetzt im Erscheinen begriffen sind; bisher sind erschienen: Schiller: Gedichte, — Tell — Jungfrau — Braut von Messina. — Goethe: Hermann nnb Dorothea — Götz von Berlichingen. — Kleist: Zerbrochene Krug — Kätbchen von Heilbronn. — Shakespeare: Lear — Kaufmann von Venedig — Hamlet — Romeo und Julia. — Tegner: Frithjofssagt. - Uhland: Gedichte. Wer sich von der Ausstattung der Bände überzeugen will, verlange Probehefte, welche in jeder Buchhandlung, sowie vom Perlage selbst erhältlich sind. waren die Preise bei Jungvieh gedrückt, nach Fettvieh und Kälbern war größere Nachfrage, bet Schweinen hielten sich die Preise den früheren gleich. Nächster Markt Dienstag den 23. und Mittwoch den 24. d. M., am letzterm Tage auch Krämermarkt. — Leben-Versicherungs - Gesellschaft zu Leipzig, auf Gegenseitigkeit gegründet 1830 (alte Leipziger). Es sind vom 1. Januar bis Ende Juni 1895 3189 Versicherungen über 23184000 Mk. beantragt worden, 42 Versicherungen über 280 300 Mk. mehr als im gleichen Zeiträume des Vorjahres. Als gestorben wurden in derselben Zeit angemeldet 465 Mitglieder, die mit 2 877 350 Mk. versichert waren. Der Versicherungsbestand stellte sich Ende Juni 1895 auf 63100 Personen mit 442 Millionen Mark Versicherungssumme, das Vermögen auf 128 Millionen Mark. Für fällig gewordene Versicherungssummen sind bis jetzt auSgezahlt 88 Millionen Mark, als Dividenden an die Versicherten gewährt 43 Millionen Mark; Dividendenreserven in Höhe von 22 Millionen Mark liegen zur weiteren Vertheilung an die Verfichertm bereit. Bei der alten Leipziger Gesellschaft, die eine reine Gegenseitigkeitsanstalt ist, fließen alle Ueberschüsse den Versicherten wieder zu. Die Dividende der letzteren beträgt für die länger als fünf Jahre bestehenden Versicherungen im laufenden Jahre 42pCi. der ordentlichen Jahresprämie und bei abgekürzten Versicherungen außerdem l'/zpCt. der Summe der gezahltm Zusatzprämien, was mit Rücksicht auf anderweite Auslastungen über diesen Punkt hier ausdrücklich heroorgehoben werden mag.„ Würde eine Dividende auf die Zusatzprämie nicht gezahlt, so wäre der Dtvi- dmdensatz auf die ordentliche Jahresprämie noch wesentlich höher als 42 pCi. ____________ — Vertilgung -er «irgerliuge. In einem Bericht an den kgl. ungar. Ackerbauminister macht A. Lenzauer interessante Mittheilungen über Versuche, die er zur Vertilgung der Engerlinge angestellt hat. Diese erstreckten sich speciell auf die Vertilgung aus Sandweingärten, doch lassen sie sich zweifellos auch auf anderen belaubten Flächen mit leichterem Boden ausführen. Genannter zog um die neuangelegten Weingärten einen kleinen Graben von 35 bis 40 cm Tiefe und 20 bis 30 cm Breite, füllte diesen Graben mit Dünger von Pferden ober Ochsen voll (Schafdünger ist ausgeschlosten) und gab den ausgehobenen Sand, wenn möglich mit etwas Dünger gemengt, wieder auf den Graben. Ebenso gut kann man gleich den Graben, mit Sand und Dünger gemischt, füllen. Nach Vollendung der Arbeit bezeichne man sich die Richtungen mit Pfählen, damit nach einer Zeit, beim neuerlichen Aufgraben, die Richtungen leicht gefunden werden können. Am günstigsten ist der Erfolg, wenn diese Arbeit im Herbste vorgenommen wird, weil die Engerlinge um diese Zeit wärmere Orte aufsuchen, um zu überwintern. Im Frühjahre grabe man den mit Pfählen bezeichneten Graben wieder auf und entnehme die Engerlinge, die sich in colossalm Mengen von ein- bis dreijährigen Exemplaren augefammelt haben. Diese Procedur wird dann alle 14 bis 30 Tage wiederholt, jedoch ist es rathsam, auch den Boden unter dem Dünger zu durchsuchen, da auch dort größere Mengm von Engerlingen zu finden sind. Bei auf drei kleinen Plätzen mit drei Fuhren Dünger gemalten Versuchen, die im vergangenen Herbste angestellt wurden, fand man in diesem Frühjahre 1540 Engerlinge. — Die Au-wavl von Bruteier«. Da bei der Auswahl von Bruteiern zur Hühnerzucht sehr viel Fehler gemacht werden, so seien nach dem Urtheile eines Fachmannes in der L. Z. folgende Klugheitsregeln dabei den Landwirthen und Geflügelzüchtern empfohlen: Zu Bruteiern wähle man die Eier der zweijährigen Hennen, da die Eier von ganz jungen Thieren meist klein sind und deshalb auch kleine Hühnchen liefern. Doch dürfen die Eier nicht abnorm groß sein, da die außergewöhnlich großen Eier zwei Dottern enthalten und, wenn sie überhaupt brutfähig find, Mißgeburten liefern. Ferner darf das Ei nicht zu alt und muß unverletzt fein. Ein Ei mit einem Sprunge zu benutzen, ist nicht empfehlenswerth. Das Ei darf auch nicht beschmutzt sind, soll es nicht das Ausbrüten erschweren oder im Brüten sich an das Geflügel unlieben. Die (Ster, welche als Bruteier bestimmt fein, dürfen auch nicht lange liegen, weil durch längeres Liegen das innere Eihäutchen zu fest wird und das Hühnchen zu viel Mühe hat, sich aus der Schale zu befreien. Die zum Brüten aufzubewahrenden Eier müffen an einen trockenen Ort kommen und man lege sie ganz so, wie sie im Neste zu liegen pflegen. Auch lege man der Gluckhenne nicht mehr als 15 Eier zum Brüten unter. Brodpreif e vom 14. Juli bis 28. Juli 1895. Der hiefige« Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod......25 Pfg. 2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod......50 , 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod......23 , 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod......46 , 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot)......21 „ Roggen-Schwarzbrot) bei Ernst Muth ... 20 „ 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot)......42 „ Roggen-Schwarzbrod bei Ernst Muth u. W. Amend . 40 „ 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrot,......63 , Der au-wärttgerr Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod bei W. Weitzel von Lang-Göns 21 Pfg. Wilh. Fabel von Wiefeck 22 „ Aug. Deibel von Wiefeck 23 „ 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bet Gg. Ant. Heufervon Gr.-Linden 38 „ L. Schmidt von Gr.-Ltnden 40 „ W. Weitzel von Lang-Göns 42 „ 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot) bei Gg. A. Heufer v. Gr.-Ltnden u. Joh. Kd. Veite v. Kirch-GönS, 36 „ Louis Schmidt o. Gr.-Ltnden, W. Weitzel v. Lang-Göns F. Schön v. Ruttershausen, 38 „ W. Steinmüller v. Lang-Göns G. Jacoby o. Alten-Buseck 40 „ Aug. Deibel v. Wteseck 42 „ 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrot) bei G. Jacoby v. Alten-Buseck u. Wilh. Fabel von Wteseck 60 „ Balth. Christ. Ww. v. Wteseck Aug. Deibel von Wteseck 63 „ Der Brodverkävfer. Dteselbm Preise wie bet den hiesigen Bäckern. Gießen, den 13. Juli 1895. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Wolff, Regierungs-Affeffor. A»SMg aus den Stan&tMmtoregiftmi »er «tadt Bietzen, »«fgedote. Juli: 8. Heinrich Meyer, Schreiner zu Frankenthal, mit Katharine Blum dahier. 9 Dr. Paul Eduard B«uno Henneberg, Prosector dahier, mit Amalie Helene Fritze zu Magdeburg. 9. Dr. Heinrich August Siurmfels, Realgymnasiallehrer dahier, mit Catharine Mathilde Emilie Weege zu Frankfurt a. M. 9. Heinrich Haas, Fuhrmann zu Gießen, mit Katharine Nett hierselbst. 9. Marcellus Kurz, Fuhrmann zu Hanau, mit Karoltne Elisabeth Schenck dahier. 11. Johann Heinrich Karl Noll, Buchbinder und Schreibmatertenhandler dahier, mit Anna Henriette Montanus zu Hachenburg 11. Friedrich Karl Otto Raupp, Regterungsbaumeister dahier, mit Helene Emilie Wilhelmine von der Heyden zu Esien. 11. Heinrich Klinkel, Schreiner zu Lollar, mit Pauline Auguste Josephine Margarethe Wedell zu Treysa 11. Wilhelm Schöck, Taglöhner zu Holzheim, mit Margarethe Müller daselbst. «edoreve. Juni: 30. Dem Sergeanten Heinrich Johann Weber eine Tochter, Elisabeth. Juli: 4. Dem Taglohner Florenz Geffelmeyer eine Tochter, Käthchen Sophie. 5. Dem Eisendreher Heinrich'.Gebauer ein Sohn. 6. Dem Krankenwärter Heinrich Weber ein Sohn, Hans. 8. Dem Kaufmann Eduard Stlbereisen eine Tochter, Eleonore Caroline Babette Elisabeth. »efforde«e. Juli: 5. Emil Krause, 58 Jahre alt, Thierarzt zu Thorn. 7. Dr. Gustav Friedrich Spoerer, 72 Jahre alt, Professor zu Potsdam. 7. Johann Soltis, 61 Jahre alt, Orgeldreher von Wetzlar. 8. Auguste Elges, 27 Tage alt, Tochter von Restaurateur Heinrich ElgeS dahier. 9. Adolf Dapper, 5 Jahre alt, Sohn von Schneider Wilhelm Dapper zu Wteseck. 10. Henriette Stein, geb. Held, 40 Jahre alt, Ehefrau von Maurer Robert Stein zu Nisterberg. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gietze«. Svaugelische Gemeinde. Geraufte. Matthäusgemeinde. Den 7. Juli Dem Gärtner Johannes Kuba ein Sohn, Wllhelrn Konrad, geboren den 17 Juni. Denselben. Dem Schuhmacher Johannes Kneipp eine Tochter, Lina, geboren den 27. Mat. Denselben. Dem Bahnarbeiter Ludwig Hinterlang ein Sohn, Ernst Friedrich Wilhelm, geboren den 26. Juni. Markusgemeindc. Dm 7. Juli. Dem Schneider Christian Petersen ein Sohn, Heinrich Balthaser, geboren den 13. April. Denselben. Dem Posthilfsboten Georg Pfaff eine Tochter, Lina, geboren den 1. Juli. Den 11. Juli. Ein unehelicher Sohn, Wilhelm, geboren ben 3. Juli. Lukasgemeinde. Den 7. Juli. Dem Schmied Christoph Schmidt ein Sohn, Ernst Ludwig, geboren den 2. Juni. Johannesgemeinde. Den 8. Juli. Dem Dachdeckermeister Johann Lapp eine Tochter, Luise Katharine Marie Elisabethe Emilie, geboren den 21. Mai. Beerdigte. Auswärtige aus den Kliniken. Den 8. Juli Emil Krause, Schlachthausinspector in Thorn, 58 Jahre alt, starb den 5. Juli. Witterungsbericht vom 12. Juli. Der größte Theil Europas gehört einem ausgedehnten De- presssonsgebiet an, dessen Centrum über der Nordsee liegt. Der Einfluß des niederen Druckes mit trübem, unruhigem und regnerischem Wetter reichte heute Morgen bereits bis zum nördlichen Bayern. Im Südm Deutschlands war am Morgen bei stellenweiser Bewölkung die Witterung noch ruhig, jedoch nahm auch hier im Laufe des TageS bet stark sinkendem Barometer die Luftbewegung einen lebhafteren Character an. Der hohe Druck wurde nach dem Südwestm und dem Süden des ErdtheUs zurückgedrängt. voran-ftchttiche Witter««« r Zunächst unruhiges, meist ttübes Wetter mit Niederschlägen und Abkühlung. Thermometer: min. 95 R., max. + 15° R. Hygrometerr Regen und Wind. wttterHtNgOGHtsfichtG« am 13. Juli Mittag« 12 Uhr (Wetterhäuschen in der Südanlage). Barometerstand. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumm gemeffen am 13. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 16°, Luft 13« im Schattm. Rübf amen'sche Bade- und Schwimmanstalt. Verlag von J. F. Schreiber in Esslingen bei Stuttgart. 9 Vollständig in 96 Lieferungen ä 60 Pfennig. IV. Abteilung. Der Bon des enschlichen Körpers.. 10 Tafeln mit 100 Abbildungen. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen. : Jede'Buchharidlinig ist im Stande das, Werk zur Ans.Uit vorzuleqen. I. Abteilung: Das Tierreich. 91 Tafeln' mit 850 farbigen Abbildungen. IL Abteilung: Das flanzenreich. > 54 Tafeln mit 650 farbigen Abbildungen. Das Mineralreich 42 Tafeln mit 683 farbigen Abbildungen, Dr. G. H . v S'( Huberts M aturgeschiclite der drei D pipLp VI. mjt der Anatomie des Menschen. llUlV/LlV 2 S ® O Äbblldan9en anf 205 Farbdrucktafeln und 375 Seiten Text. III. Abteilung: Unübertroffenes naturgesohichtliches Werk für Schule und Familie. Besondere Vorzüge dieser Naturgeschichte sind die Bat"J^e^Acrut™,♦ farbigen Illustrationen. Bilder und Texte stehen auf der Hohe der ^eit. Autoren ersten Ranges haben daran mitgearbeitet. Rahe für 8 Pfennige erhält man vor Fliegen, Schnaken Flöhen usw. durch ^Dalma". Für 2 Pfennige davon tobtet alle F,liegen usw. eines Zimmers, der Küche oder Stallung in 3 Minuten unter Garantie. Für Menschen und Hausthiere unschädlich. Glas 30 u. 50 Pfg., dazu gehöriger Patentbeutel 15 Pfg. In allen Am>- theken auf Lager. In Gießen in der Hirschapotheke. 5664 Voigt, Seltersweg, 40 Pfg., an der Kasse 50 Pfg. 6074 A. Bier im Glas. Anfang 8 Uhr. 6059 Engel Gerichtsvollzieher. rie i-nwi- Keßler, Neuenweg. 6016 6065 Tb' UlleS Nähere die Tageszettel. "WC 6072 Leun. Wir machen einem verehrlichen Publikum die ergebene Mittheilung, daß die Wirthschast zur Liebigshöhe 6069 angekauft. Neuenbäuen 21. empfohlen. 6037 Carl Heldmann [6068] 3Ä" Montag den 15. Juli c. ist unsere Kasse geschloßen. 6067 Wiesenstratze 1 6063 Der Vorstand. 6070 lener Mann als 6008 6061 bei Korbflasche Waare.) Berger’s an die Exped. d. Bl. 6039 Brauselimonade Bonbons 6072 verkaufen. fort (Hain). 6028 Bouillon-Kapseln 1 1 1 1 Offerten mit Mustern sind bis zum 20. ds. Mts. an den Vorstand zu richten. r n (Nur a n y> Fabrik Robert Berger. Pössneck 1. Th. wird für die leere Flasche zurückvergütet. Wräuschte Anzeigen. Kauel'siher Gksailg-Vtteiu Henle Samstag Avendr Singstunde. Obstpreffe zu verleihen. Schlosser «Shlinger, Wetzsteinstr. 36- Ordentliches Mädchen tagsüber zu zwei Kindern gesucht. 5990 Gchtllerstratze 16, patt. Kehricht- «nd Aschehaufen werden unentgeldlich fortgefahren. Wilh. Amend, Bäckermeister, Bahnhofstraße 58. Für Ochsenmetzger. 6042] Ein fast neuer haindnchener Stock, zum Fleischhacken, billig zu oer» kaufen. Näheres in der Erped. d. 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Weber zu stellen, sowie Diejenigen, welche noch Zahlungen oder sonstige Abgaben an Gegenständen rc. zu machen haben, wollen solches innerhalb 14 Tagen an den Unterzeichneten bewerkstelligen. 6032 Gießen, den 13. Juli 1895. F. Weber, Neuenbäuen 20. mit meinem Siegel versehene Flaschen enthalten ächte 6073 Vie grobe $$ •n *** n. ' aiit im . ; iw«. ier Landtage bltti oiühe NW1' 1Db socialen «rebs tWMM utt’' echen. M la fcaß bie DchStagS Äeit btt parlawec BUf Mt Weise oirtMft zu hck bog M Pcogram llaterstüßung btt Beachtung aller I uihlige Durchführ Versteigerung Wegen Aufgabe eines Specerei- geschäftes werden Dienstag, den 16. Inti d. I., Nach«.»'/, Uhr, im Bieker'schen Saale, Neustadt 55, nachverzeichnete Maaren versteigert: Kaffee, Zucker, Reis, Mehl, 1 Tonne Häringe, Surrogat, Oel, Spirituosen aller Art, Seife u. s. w. 6065 I. A. Schneider. Dienstag den 16. Juli l. I., Nachmittags 2 Uhr, im zu Gießen frllen gegen Baarzabluvg öffentlich versteigert werden: 2 Schweine, 1 Partie Nutzholt, ein Eisschrank, Wirthstische und -Stühle, 1 Ladeneinrichtung, 1 Dectmal-, eine Tafel-, 1 Schoalwaage, 2 Eopbas, 2 Betten und sonstige Mobilien, Oel- unb sonstige Bilder, Porzellan rc. Versteigerung betreffs der Waagen bestimmt, betreffs deS Uebrtgen vorausficht- lich thetlweise bestimmt. * Karbarg, ; hiefigea Bahn JJ* Unglück zua 3 b“ i® Msq X" Sl$ °» ber! * uni --V-l. 6| "."7' -»di tm $aar u :***?äb: der H?4 * b. ? tin s°-beg i Neues Theater •« Giche«. Grußes Opern- md Operetteil-Ensewble Direettonr Tre*per-Baare. ** bdltlegt Technikum Mittweida — ßachwn. — •’ , ■ äse h Inen - legeelwSeta* Wwkmelitsr-Soäide Bektroteohnleohee Prakfltes, la. Salatbohue« ß n. Frühkartoffeln abzugeben CH. Nebe, Zozelsgaffe 9. 6057] Nene «artoffeln «nd Johannisbeeren verkauft Gg. Unverzagt, KoplanSgaffe. e^tckwnrzpflanzen abzugeben. 6046_______Hammstraße 5. 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