18»* Freitag den 14. Juni M. *37 Nerreste TUrcherchLett. Schwurgericht. W. Gießen, den 12. Juni 1895. (Fortsetzung.) Der Ehemann der Angeklagten Laug macht von dem Rechte der Zeugnißverweigerung Grbrauck. — Landgerichts- Vierteljähriger Aöonnementspreiir 2 Mart 20 Psg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge- 2 Mark 50 Pfg. Redaktion, Expcditio« und Druckerei: Schntstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, mit Ausnahme dcS Montags. Die Gießener Aamikienbtälter werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. DemtscheS Reich. _ Als erstes der fremden Geschwader, welche an der Eröffnungsfeier deö N ord ost fee-C anal e s theilnehmen, ist das vom Erzherzog Karl Stephan com- mandirte österreichisch-ungarische Geschwader am Dienstag Vormittag in Kiel eingerroffen und daselbst aus- zetchnend begrüßt worden. Der commandirende Admiral Knorr hat die Hasenordnung für die Canal sei er erlassen. Sie bestimmt u. A., daß am ersten Tage nur die dänischen, englischen, norwegischen und schwedischen Kriegsschiffe ihre Mannschaften beurlauben dürfen. Für den zweiten Tag haben diese Erlaubniß die holländischen, italienischen, russischen und portugiesischen Schiffe, für den dritten Tag die österreichischen, amerikanischen, französischen, rumani chen und spanischen Schiffe. Den Mannschaften des französischen Geschwaders ist es tndeffen vom Geschwadercommandavten Admiral Menard überhaupt verboten worden, in Kiel ans Land zu gehen. Gießener Anzeiger Keneral-Mnzeiger. Amts- und Anzeigeblatt für den Arris Gisszs» Alle Annoncen-BureäuHs In- und Auslandes nehm« Anzeigen für den „Gießener Anzriger" WolffS telegraphisches Correfpondmz-Bureau. | Berlin, 12. Juni. In der gestrigen Sitzung des CotonialraiheS theilie Coifful Bohlen mit: v°T°g°- (Somitee erhielt soeben die Drohtme düng aus Mtsahüh-, wonach vr Gruner mit vr. Göring dort -mg-kommen ist und den Vertrag mit dem Sultan von Gando am Niger f miibrachte. — Die genannten Herren hatten sich nach er- folntet Trennung von Herrn 6. Earnap, der mit den Kranken i den Niger hinuntersuhr, von Giris zunächst Togo e^ geben, und dort mit dem Sultan Omaro -inen Schutzvertrag abgeschiossen. Di- WLreise nach Wisahöhe war von Dr. ©tunet über Jloquande, Mangu, Kratht beabsichtigt. 1 Braunschweig. 12. Juni. Zu der 31. Ve r ° mm tu ng bei deutschen Tonkünstler sind bereits zahlreiche Corh- phäen der Musik aus ganz Deutschland hier eingetroffen. Gestern war zu Ehren der Gäste eine Festvorstellung tm K tbeater, wobei die „Loreley", Musik von Hans Sommer, ?n Szene ging. Die großen musikalischen BeranstMungen werlen heute Abend mit einer Aufführung von Berliozs ÄEqU«ÄnEni2. Juni. Der Lexikograph Proseffor Villatte ist heute im 80. Jahre gestorben. Brest, 12. Juni. Der türkische Aviso „Fuad ist auf der Fahrt nach Kiel heute früh hier eingelaufen, um Vor- i räthe einzunehmen. W. B. Berlin, 12. Juni. Der „Berliner Correspondenz^ I zufolge wurde durch den CulluSminister die Schließung der Krankenanstalt des Alextanerklofters Marraverg angeordnet. ____________ °"^Wien, 12. Juni. Die innerpolitische Lage wixd in parlamentarischen Kreisen als ernst bezeichnet. Mawchalt eine Krise sür unausbleiblich. Wenn der Budgetposten für das szenische Gymnasium in Cilli auch tmPlenum de, Abgeordnetenhauses angenommen wird, dann dürste der Rücktritt der vereinigten Linken au, der Coalition sosort "'"'Budapest. 12. Juni. In einer Ortschaft de, Arader Bezirks flüchteten gestern sieben Feldarbeiter bet einem Gewitter unter eine Linde, in welche der Blitz einschlug und sämmtliche sieben Personen tödtete. Baris, 12. Juni. Die Blätter bringen heute sehr shm- vathische Besprechungen über die seitens des deutschen Panzerschiffes „Kaiser" dem französischen Transport- dchiff'°C°m°rin" geleistete Hilse. Der „Kaiser" begegnete auf seiner Reise nach Ostasien zwischen Suez und Aden dem französischen Schiffe „Comorin", welches sich in manoverir, unfähigem Zustande befand. Das letztere wurde vom „Kaffer ins Schlepptau genommen so lange, bis die Maschine, an welcher die Hochdruck Kolbenstange gebrochen war , wieder reparirt war und der Dampfer seinen Weg wieder allein fOTt'C|ttti8,°ni2.' Juni. In einem Leitartikel des „Petit Parisien" wird gesagt, die Franzosen könnten mit Stolz nach Kiel gehen, weil selbst die Deutschen nach dem Kriege von 1870/71 die Tapferkeit und den Heldenmuth der französischen Marinetruppen anerkannt hätten. Loudon. 12. Juni. Aus der Fahrt von Legue nach Jersey ist aus dem englischen Kutter „Mhynot" ein Brand ! ausgebrochen. Das einzige Rettungsboot wurde von dem Copstän Wilkensen und der Mannschaft benutzt, wahrend die aus dem Schiffe befindlichen Passagiere ihrem Schicksale über- taffen wurden. Bewohnern von Erqueh gelang es, die in Gesahr befindlichen Personen zu retten. Gegen den Capitan ist die Untersuchung eingeleiter worden. U London. 12. Juni. Aus Konstantinopel geht dem Daily Chroniele" eine Nachricht zu, "°n°ch die Fremden ü, de?Türkei eine sanatische Erhebung besürchkeu. Sie erwarten sehnltchst das Eintreffen des europäischen Geschwaders h01 12. Juni. Aus Chengton wird gemeldet, daß sämmtliche Missionen von den Chinesen zerstört worden seien. Die Missionare sind mit dem Leben davon- gekommen.___ Depeschen des Bureau „Herold". Berli«, 12. Juni. Der Kaiser hat, wie der //Reichs- anzeiger" meldet, anläßlich der Einweihung des hiesigen Lutherdenkmals dem Vorsitzenden des Comttvs für Errichtung dieses Denkmals, Kammergerichtsrath Schröder, den Rothen Adlerorden dritter Klaffe mit der Schleffe verliehen. — Schröder ist Reichstagsabgeordneter und gehört der Frei- finvige^Bei-inigungn°n. „ bestätigt daß durch Verfü^ug des Ministers des Innern und des CulluS- Ministers bestimmt worden ist, die Privat-Krankenanstalt der Alertaner im Kloster Mariaberg von LandeSpolizet wegen z u schließen. Die zur Ausführung dieser Maßregel erforderlichen Anordnungen werden durch den Regierungspräsidenten in Aachen unverzüglich getroffen werden. Berlin 12. Juni. Wie die Abendblätter melden, hat der Berliner Magistrat infolge eines kürzlich veröffentlichten Artikels in der „Kölnischen Volkszeitung , in welchem^unter Bezugnahme auf die Vorgänge im Alexianerklosteriu Aachen behauptet war, in Dalldorf wäre es auch nicht anders, beschloffen, gegen die „Kölnische Volkszeitung Straf antrag wegen Verleumdung und Beleidigung zu stellen. Berlin, 12. Juni. Das Abgeordnetenhaus setzte heute die Berathung des Stempelsteuergesetzes fort und vertagte sodann die Sitzung auf morgen. Berlin, 12. Juni. In dem Verfahren gegen den Baron von Reischach und den Fretherrn von Kotze wegen deö Duells hat, wie der „Localanzetger" meldet, heute vor dem Militärgericht der Haupttermin stattgefunden. Ueber den Urtheilsspruch verlautet bei der absoluten Geheimhaltung de Verfahrens nichts. m Berlin, 12. Juni. Heute Vormittag wurde aus dem Tempelhvser Felde ein junger Mann von einem erepiiten G-schotz schwer verwundet. Derselbe ging bei den Schiebständen vorbei, als ein Geschoß über den Sicherherts- wall ging und den jungen Mann traf. Berlin, 12. Juni. Der „Localanzeiger meldet aus Rom: Während eines in der letzten Nacht niedergegangenen Gewitters schlug der Blitz in die Kuppel der Kirche Maria del Pianto und setzte dieselbe in Brand. E4 gelang, das Feuer, begünstigt von dem wolkenbruchartigen Regen, zu löschen. Die Kuppel droht einzustürzen. Friedrichsruh, 12. Juni. Neun badische Ober bürgermeister der Städte Baden - Baden, Bruchsal, Heidelberg. Freiburg, Karlsruhe, Eonstanz, Lahr, Mannheim und Pforzheim überreichten heute dem Fürsten Bismarck den gemeinsamen Ehrenbürg er brtefi Aus= Me ' d-S Oberbürgermeisters von Karlsruhe, S^netzler, erwiderte ! der Fürst dankend: Er gehöre zu den Leuten, die Werth ; auf ewe gute Grabschrift legen und auf ein gutes Zeugniß i ihrer Mitbürger, und besonders sei ihm werthvoll, zu totflen, daß sich das deutsche Volk im entferntesten Süden und Südosten wohl fühle und an der Haltbarkeit des Baues des Deutschen Reiches, so wie es ist, glaubt. DaS Grobherzo^ thum Baden habe durch seinen Landesherrn und durch feine Bewohner einen wesentlichen Anrheil an der nationalen Be- weaung genommen, manchmal unbequem, manchmal ftrderlich und wir haben in der Berliner Politik abwarten müssen, biS die Verhältnisse in Europa, und namentlich in Deutschland, soweit reif waren, daß wir die Grenzen fallen las^ko-M«^ Baden allein konnte es nicht machen, wir mußten den ganzen süddeutschen Block, den Bayern und Württemberg bilden, doch nothwendig gleich mit herein haben und so lange-warten, der Fall war. Weiter führte der Fürst aus. Ich b!n etwa» krank und matt, ich bin augenblicklich ein B°r°. meier geworden, jeder Witterungswechsel macht sich °° Körper fühlbar und ich habe deßhalb das Bedürft,-.mich mit den Herren Hinzujetzen und zur Stärkung ein @la6 2Bein "u trinken. Der Fürst schloß mit einem Hoch auf den Graß- Herzog von Baden, seinen Gönner. ~ Breslau, 12. Juni. Wie der „Breslauer General- Anzeiger" auf Grund amtlicher Feststellungen mittheilen kann beträgt' der G es a mmtverlust an Menschenleben bei dem Grubenunglück in „Antonienhütte zwei Steiger, drei Häuer, vierzehn Grubenarbeiter und ein Fuhr | mann. Am Donnerstag, also morgen, findet die Mafien 6 beerdiaung der Verunglückten statt. I Wien, 12. Juni. Die gestern stattgefundene Dersamm- | runa der Ziegelarbeiter in der Angelegenheit des i Wahlrechts ist ziemlich ruhig verlaufen, da von der socialistischen Parteileitung die Parole ausgegeben war, jede Ausschreitung zu vermeiden, um den maßgebenden Stellen jede Möglichkeit zur Verhängung des ^nah«e-«standeS nehmen. Nur in Meidlingen mußte wegen heftiger Reden gegen die Regierung die Versammlung polizeilich aufgelöst Unnahmc von Anzeigen zu der Nachmittag- für den folgenden Tag erscheinenden Nummer biS Vorm. 10 Uhr. Aus den Verhandlungen der Zweiten | Kammer der hessischen Stände. nn. Darmstadt, 11. Juni 1895. ( Die Kammer setzte heute Nachmittag um 5 Uhr ihre , Berathungen fort. Vor Eintritt in die Tagesordnung gibt , der Präsident dem Hause Kenntniß von einem Antrag I . Aba. Vogt u. Gen. betr., die Fahrpreis-Ermaßlgu g auf den hessischen Strecken für die Veteranen aus dem Feldzug 1870, welche sich an der Landesfeier am 18. August zu Darmstadt zu betheiligen gedenken. Ferner fragt der Abg. Metz- Darmstadt bet der Regierung an, ob die Rückverlegung der General-Agenturen, deren Sitz gesetzmäßig in Darmstadt sein soll, dem gefaßten Be schluß gemäß zur Ausführung gelangt ist. Hierauf tritt die Kammer in die Berathung der Ruck-k Äußerung Erster Kammer, betr. den Gesetz-Entwurf wegen Abänderung des Einkommensteuer' Gesetzes. Bekanntlich scheiterte das ganze Gesetz zum zweitenmal an dem Widerstand der Ersten Ständekammer hinsichtlich der Progresstonsscalen und es tft der Großherzogl. I Staatsregierung gewiß nur dankbar anzuerkennen, wenn sie I mit eiserner Zähigkeit an ihrem Steuer-Resormanfang fest- gehalten hat und heute der Zweiten Ständekommer zum drittenmal den Gesetz Entwurf zur Berathung vorge egt hat. Der Finanzausschuß ist daher auch von dem dringenden l Wunsch geleitet worden, zu einer Verständigung die Hand zu I bieten, damit das neue Gesetz, weiches nicht nure ne wesentliche Verbefierung unserer Etnkommensteuer-Verhaltntfie I bezweckt, sondern als Grundlage für die weitere Reform unseres directen und CommunalsteuerwesenS dienen soll, I nicht abermals scheitere. , , I Staatsminister Finger erklärt, die Reginung Habel die Michel'schen Anträge der Ersten Kammer zur Regierungs- | Vorlage gemacht und glaube damit den richtigen Weg gefunden zu haben und auch die Zustimmung Erster Kammer I werde erfolgen. Er bittet das Haus tm Interesse der geplanten Steuerreform, die Hand zu einer endlichen Verftan- I ^"^Abg'g?Hechler und Osann glauben an di- Bereitwilligkeit der Ersten Kammer nicht, nachdem dieselbe wiederholt das Gegentheil gezeigt habe. Sie werden daher auf ben früheren Befchlüffen sieben bleiben. Finanzminister Weber glaubt, nachbem in Erster Sammer die Anträge der Zweiten Kammer foroie der Wichet fche I Antrag mit nur einer Stimme Majorität gefallen feien, es doch je«, gelingen werde, das Gesetz in der Ersten Kammer durch, zubringen. Von der Nobteffe derselben erwarte er, daß diese auch der Regierung jetzt beitrete. . Der Abg. Schröder erklärt, für ihn handele es sich lediglich um das Zustandekommen des Gesetzes und darum habe er seinen früheren Standpunkt aufgegeben. Er werde für die Regierungsvorlage stimmen. Die Abgg. Ullrich und Wolfskehl als Bericht- erstatter empfehlen ebenfalls Annahme. Abg. HaaS-Offenbach will auf oem früheren Beschluß Die nunmehr erfolgte Abstimmung ergibt, daß die Regierungs-Vorlage mit 26 gegen 19 Stimmen zur Annahme gelangt ist. Die übrigen Disense werden nach dem Ausschuß-Antrag erledigt. Hierauf wird der ganze Gesetz-Ent- wurf gegen 4 Stimmen angenommen. Die Abänderung des Capitalrentenfteuer. Gesetzes findet einstimmig Annahme. Schluß l/,8 Uhr. Morgen Früh 9 Uhr S'tzung. rath Wehner war Untersuchungsrichter in dieser Sache und soll darüber Auskunft geben, welche Erklärungen Lang abgegeben hat, denn auch gegen ihn hat daS Verfahren wegen : betrügerischen Bankruts geschwebt. Die Vertheidigung vrotestirt gegen die Vernehmung des Zeugen über diesen Vunkt, weil sonst die Bestimmungen der CivilProzeßordnung wegen Zeugnißverweigerung eines dazu Berechtigten illusorisch gemacht würden. Der Gerichtshof beschließt die Vernehmung des Zeugen. Landgerichtsrath Wehner bekundet, Lang habe ihm gegenüber, als Beschuldigter vernommen, zugestanden, der Vertrag beim Amtsgericht Lauterbach vom Juli 1894 sei nur zu dem Zwecke abgeschlossen, um die Möbel rc. gegen Zwangsvollstreckung der Gläubiger zu schützen. — Pfarrer Otto-Maar hat der Ehefrau Lang gestattet, nach der Concurseröffnung in seiner Scheuer angeblich ihrer Mutter gehörige Sachen niederzulegen. Die Mutter hat diese Sachen einige Tage darauf in einem Sack abgeholt. — Der Concursverwalter Wahl-Lauterbach erklärt,ihm sei aufgefallen, daß nach der Eröffnung des Concurses bei der Inventaraufnahme so wenig Wäsche beim Gemeinschuldner vorhanden war. — Bürgermeister Weller von Maar theilt mit, daß er einen Tag vor dem Verkauf von Hackfrüchten, die noch auf dem Acker standen, den Acker mit den Ortsgerichtsmännern begangen und voll bestellt gefunden habe. Bei der Versteigerung habe von den Früchten Kartoffeln, Kraut und Dickwurz gefehlt. Nach der Vernehmung einiger weiterer Zeugen wurden die Fragen auf Grund des § 212 der ConcurSordnung sormulirt und für den Fall der Bejahung für beide Angeklagte die Frage nach mildernden Umständen gestellt. Staatsanwalt Zimmermann hält es für erwiesen, daß die Lang Ehefrau CreScentien, zwei Schweine, Wäsche, Leinen rc. im Jntereffe ihres Ehemanns, über deffen Vermögen der ConcurS eröffnet war, verheimlicht oder bei Seite geschafft bat; ja selbst wenn es nur feststände, daß eines oder das andere der bezeichneten Bermögensstücke den Concursgläubigern entzogen sei, so müßte die Schuldfrage voll und ganz bejaht werden, ebenso sei es für die Anklagebehörde zweifellos, daß die Wittwe Wienold, um sich einen Vermögensvortheil zu verschaffen, erdichtete oder theilweise erdichtete Forderungen zur Concursmasse des Lang angemeldet hat. Rechtsanwalt Reh (Alsfeld) schilderte den Geschworenen, wie die 70jährige Wienold ihren Kindern Alles gegeben, was sie besessen, die Beweisaufnahme habe unzweifelhaft festgestellt, daß sie ihre AuszugSftube vier Jahre vermiethet habe und daß der Mieth- zins an die Lang'schen Eheleute gekommen sei. Wenn seine Clientin die Restschuld auf dem Uebergabevertrag im Betrage von 500 Mk. quittirt und behaupte, sie habe den Gegenwerth nicht erhalten, so könne man ihr das glauben, denn wer ländliche Verhältnisse kenne, weiß, daß es häufig vorkommt, daß die Eltern, um ihren Kindern die Aufnahme von Hypotheken zu ermöglichen, so verfahren. Die Lang Ehefrau habe nichts gethan, um die Gläubiger zu schädigen, im Gegentheil, sie allein sei es gewesen, die im Interesse derselben gegen ihr eigenes Interesse, ja selbst gegen den Willen des Ehemannes den Concurs angemeldet hat. Der Vertheidiger plaidirt auch für diese Clientin auf Freisprechung und spricht seine Meinung dahin aus, daß die Geschworenen nur Gerechtigkeit üben würden, wenn sie die Schuldfrage wegen beider Angeklagten verneinen würden. Nach geschehener Rechtsbelehrung und nach dreiviertelstündiger Berathung verkündete der Obmann, Fabrikant Bender, Gießen, den Wahrspruch der Geschworenen, welcher die Schuldfragen für beide Angeklagte verneinte, worauf der Gerichtshof auf Freisprechung erkannte. Die Verhandlung dauerte bis Abends 10 Uhr. gönnen worden. Die Dauer des Urlaubs bewegt sich zwischen 5 und 10 Tagen je nach dem Dienstalter der Beamten. * * Ein übermäßiger Aufwand, welcher nach der Con- cursordnung die Bestrafung wegen Bankerotts zur Folge haben kann, liegt nach einem Urtheil des Reichsgerichts in Leipzig nicht vor, wenn der durch den Lebensbedarf und durch die soziale Stellung des Kaufmanns gebotene Aufwand in einem Mtßverhältniß zu den zeitigen, geringen Einnahmen des Geschäfts steht. Uebermäßig ist nur derjenige Aufwand, der die durch Umfang und Leistungsfähigkeit des Geschäfts gesteckten Grenzen überschreitet und mit dem thatsächlich vorhandenen Geschäftsvermögen in keinem angemeffenen Berhältniß steht; die Feststellung der Uebermäßigkeit habe sich nach der Geschäftslage z. Z. der Verausgabung der Summen zu richten; wenn den Ausgaben nur geringere Einnahmen gegenüberstehen, so könnten solche Ausgaben als übermäßig nicht gelten, die theils durch die Nothwendigkeit, theils durch die soziale Stellung des Kaufmanns geboten wären. * * Zur Beachtung. Ein Reisender aus Mühlhausen war kürzlich vom dortigen Schöffengericht zu einer Gefäng- nißstrafe von einem Monat verurtheilt worden, weil er auf ein Billet zweiter Klasse gefahren ist, welches ihm geschenkt worden war. Er verging sich dadurch gegen die Bestimmung, welche jeder Rückfahrtkarte aufgedruckt, daß dieselbe nicht übertragbar ist, d. h. nur von Demjenigen benutzt werden darf, der sie gelöst und vereils an einer Fahrstrecke benutzt hat. Daß, wie das „Mühlh. T." meldet, der betreffende Reisende nebenbei für die durchfahrene Strecke auch ein Billet dritter Klaffe gelöst hatte, konnte ihn von einer Strafe nicht frei machen. * * Hessische Militärmüfik bei deu Kieler Festlichkeiten. Die Capelle der hessischen Gardedragoner, Musikdtrector Engel, die den Ruf einer der besseren Cavallerie-Musiken genießt, hat vom Comite der Internationalen Festfeier zur Eröffnung des Nord-Ostsee-Kanals den ehrenvollen Antrag erhalten, während der Festfeier vom 16. bis 25. Juni dort zu concertiren. Musikdireclor Engel begiebt sich heute mit seiner Capelle auf die Reise und wird vorher noch in Hannover und Hamburg concertiren. ’* Beurlaubungen. Durch Allerhöchste Bestimmung sind die Regimenter der Ca v aller ie und der reitenden Feld-Artillerie ermächtigt, zum Herbst von den im zweiten Jahre dienenden Mannschaften einige zur Disposition der Regimenter auf unbestimmte Zeit zu beurlauben. ES wird darauf aufmerksam gemacht, daß derartige Beurlaubungen jetzt nur noch ausnahmsweise, unter besonderen Umständen und dann stattfinden, sofern die entstehenden offenen Stellen durch Einstellung von Rekruten oder Freiwilligen gedeckt werden können. Diejenigen Eltern, welche besondere Gründe für die Beurlaubung ihrer bei einem der obengenannten Truppentheile dienenden Söhne zu haben glauben, haben ihre Gesuche unverzüglich beim Großherzogl. Kreisamt einzureichen. * * Brauutweiubreunereie» in Hessen. In dem ab» gelaufenen Rechnungsjahr gab es im Großherzogthum 466 Branntweinbrennerelcn; davon waren aber nur 312 im Betrieb. Es kommen auf den Bezirk Darmstadt 100, Offenbach 82, Gießen 70, Worms 30, Mainz 18 und Bingen 12. An reinem Alkohol wurde produciert im Bezirk Gießen 10,026, Offenbach 5182, Darmstadt 1033, Worms 298, Mainz 142 urfb Bingen 96 Hektoliter. Die Gesammtemnahmen an Branntweinsteuer beliefen sich auf 1,337,798 Mk., davon kamen auf Gießen 836,568 Mk., Offenbach 225,952 Mki, Darmstadt 175,880 Mk., Worms 65,155 Mk., Mainz 12,325 Mk. und Bingen 21,918 Mk. * * Von den auf Guldenwährung lautenden Noten der Bank für Süddeutfchland stehen noch immer Stücke im Werth von 91,332 Mk., welche verloren, verbrannt, oder auf sonstige Weise abhanden gekommen sind, aus, d. h. wurden noch nicht zur Einlösung präsentiert. n. Friedberg. 12. Juni. Ein hiesiger Metzger gibt das Pfund Schweinefleisch zu 44 Pfg., Leber- und Blutwurst zum gleichen Preis. Auf dem Lande liegen noch sehr viele fette Schweine, nach denen wenig Nachfrage ist. E. Eichelsdorf, 10. Juni. Mit begreiflichem Jntereffe sieht der Landwirth den diesjährigen Futterpreisen entgegen. Es gibt vieles und gutes Futter, der Viehstand kann daher ergänzt und in sehr guten Nährzustand versetzt werden. Wie werden sich die Preise stellen? fragt man sich häufig — und auf diese Frage mögen einige practische Fälle entsprechende Antwort geben. In den Gemarkungen Eichelsdorf, Ober- Schmitten, Rainrod und Stornsels hat die erste fiScalische Heugrasversteigerung vor den Pfingstfeiertagen stattgefunden; eß wurde daß Heugras von rund 50 Morgen Wiesen versteigert, welches flotten Absatz fand. Es waren nicht bloS Liebhaber aus den vier genannten Orten, sondern auch aus Nidda, Kohden, Unter-Schmitten, EinartShausen und Ulfa erschienen. Besonders beliebt waren die Stücke der Neuanlagen in der Gemarkung Ober-Schmitten, welche in drei Abtheilungen vergeben wurden. Die Stücke Nr. 14 bis 25, je einen Normalmorgen groß, wurden mit 20 bis 28 Mk. bezahlt. Der ganze Ertrag, welcher zu rund 500 Mk. taxirt worden Barometerstand. L L dS. 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Während allerwärts über lieber» füllung der Gefängnisse Klagen geführt werden, ist von hier die erfreuliche Thatsache zu melden, daß das hiesige AmtS- gerichtSgefängniß „Ludwigshöhe" seit zehn Tagen keinen einzigen Insassen beherbergt. Die Frequenz dieses Ge- fängniffeS ist überhaupt während des ganzen Jahres nicht sonderlich beträchtlich. Büdingen, 9. Juni. Die hiesigen Bäcker überraschten die Bevölkerung mit dem Preisaufschlag deS Brodes auf 40 Pfg. pro Vierpfünder. Bon der Bergstraße, 10. Juni. Die Kirschenernte hat hier begonnen und verspricht dieselbe einen guten Ertrag. Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 13. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags. Wasser 160, Lust 12° im Schatten. Rübsamen'sche Bade- und Schwimmanstalt. Neustadt r>?, L Nohlermann II. Neustadt 41, frr Müller Neustadt 79, Pet. Leppla Mäusburgl4, Gebr Adami Neuebäue 10, W Schomber Schtllerstr. 7, Earl Schulze II. SelterSw. 33, Phil Herrma«« Seltersw. 2, Adolf Geitz«. 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Von den so sehr gut geratenen 1893er V !Bordeauxweinen habe ich eine größere un<> „ I Parthie leichter angenehmer Sorten auf Knaöen-Inzuge unb offcrire in in neuer Sendung eingetroffen bei! 1893er Laterlingue Amb6s, gereicht werden. Nähere Auskunft ertheilt der städtische Wiesenwärtec Bellof. 5205 Wohnungsveränderung. Wohne vom 10. Juni ab [5106 31 Bahnhofstraße 31 sSolmser Hof). M. Weber, Hebamme. Großkn-Fmdk«.—Möbellager-Empfehlung. Unterzeichnete eröffnen mit dem Heutigen ein » 7or Kachahmangen wird dringend gewarnt. Bei Bezügen verlange man stets das durch Patent geschützte allein echte Originalfabrikat Carbolineum & Steins Garten Delegirtentag im „Schönhof". ii UNd wird, daß auch Nichtfeuerwehrleute zu ermäßigten Preisen fahren. 20. Juni im 5222 Hessischen Hof Asthma Große Elite-Vorstellung 5223 Direktor Ammans 5206 Die Direction: W.Jmmans. ppstkeller 6221 «irchenplatz 11. 11 V l3/» 2V< Frau Müller, Teufelslustgärtchen 26. Von // Um // Cölner Filiale der Commandit-Gesellschaft für Pumpen- und Maschinen-Fabrikation W. Garvens CÖLN, Unter Goldschmied 10/16, empfiehlt und hält vorräthig: Zimmerleute finden bei 38 bis 45 Stundenlohn gebellt Ich litt schon neun Jahre an heftigen Asthmaanfällen und immerwäh, rendem Katarrh. Die Athemnoth stieg bisweilen so hoch, daß ich nur mit Mühe gehen konnte und auf der Straße nach 10 Pfge. Reichsstempel kostet das Loos, gültig für 2 Ziehungen. Auf 10 Loose I Freiloos. Auf 25 Loose 3 Frelloose. Hervorragende Neuheiten in Kinderwagen stets das Neueste, Zweckmäßigste u. Solideste zu den billigsten Preisen. 2013 Circa 200 Stück auf Lager. A. Kilbinger, Mersmg 19. Freibank. [5246 Heute und morgen: Ochsensteisch nicht labenrein, pr. Pfd. 5V Pfg. nach wenigen Tagen fühlte ich Linderung und bin jetzt von meinem neunjährigen Asthma leiden durch die Kur des ge nannnten Herrn vollständig hergestellt worden. Herm. Poppe, Milchhändler, EngelSdorf bei Sommerfeld, Bez. Leipzig. 4809 am 16. und 17. Juni d. I. in Lollar. * Programm. Sonntag, den 16. Juni: 8^4—10% Uhr Vorm. Empfang der Gäste. Heute Donnerstag Abend: ^Speisenfolge]:^ Erbsensuppe 4317 mit Schweinsohren. Schweinszungen Erbsenpurre u. Sauerkraut. vermischte Anzeigen. Stndpnt Semester, musikal.) MlUUvlll sucht Nachhilfestunden zu ertheilen, event. Hauslehrerstelle zu übernehmen. Offerten unter FB. S. an die Exoed, d. Bl. 5183 5237] Suche Privatstunden in den alten und neuen Sprachen zu ertheilen. Offerten unter P. II. E. an die Exped. d. Bl. DauksastRna- Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme am herben Verluste unseres unvergeßlichen, geliebten Gatten, Vaters, Schwiegervaters und Großvaters, Herrn Johann Georg Weber, unseren tiefgefühltesten herzlichsten Dank. 5235 Die trsruentden Hireterbliebenen. 5071 Das Festcomite. Uhr Hebung und Brandangriff der freiw. Feuerwehr Lollar. 11 Festessen im Schönhof. „ Aufstellung des Festzuges. „ Abmarsch des Festzuges nach dem Festplatz. Ansprache, Concert und Tanz. aller Arten (Saug-, Saug- und Hebe-, einfach- und doppeltwirkende Saug- und Druck-, Spritzpumpen etc., feststehend oder transportabel, für Hand- oder Kraftbetrieb) für häusliche. gewerbliche und öffentliche Zwecke, LandwirtliNChaft, Bauten und Industrie. Tiefbrunnen - Pumpwerke. Röhrenbrunnen. Hydraulische Widder. Gartenspritzen. aller Arten u. Grossen (aus Holz und Eisen oder ganz Eisen, verschiedenste Anordnungen in Decimal-, Centesim.- Laufgewichts- oder gleicharm. System, transportab. oder festst, versenkb., verlegb.) f. Handels-. Verkehrs-. Fabrik-, landwirthschaftllche und andere gewerkt. Zwecke u. f. Hausgebrauch. Waggon- und Fuhrwerkswaagen. Personenwaagen. Illustr. Preislisten, Auskunft etc, gratis und portofrei, Donnerstag den 13. Juni: I. Abonnement - Concert Anfang 7 Uhr. EntrLe 50 Pfg 5172] Kranfte, Großherzogl. Mufikdirector. Abonnementsliste liegt zum Einzeichnen an der Casse auf. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem $nv scheiden unsers inniggeliebten Töchterchens Emma sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dr. Gkein, die liebevolle Pflege der Schwestern und für die zahlreichen Blumenspenden sagen wir unfern innigsten Dank. 5234 Die tieftrauernden Hinterbliebenen: _____________W. Klein und Familie. Eine guteingeführte, alt. deut. Bers Ges. sucht für i. Lebens-, Töchter- u. Militärdienst-Branche für den Bezirk Gießen einen in Organisation u. Acquisition tüchtig. Insptttionsbeamtkn gegen Fixum und Reisediäten. Lehrer, Beamte, Kaufleute rc., die Tüchtiges zu leisten im Stande sind, wollen sich melden- Off. sub. 5229 an die Exped. d- Bl. [6229 der Gesellschaft Harkort in Oberhammer, Lothringen. 5233 22. Mittelrh. Kreisturusest. Hellner sechs bis acht solide, tüchtige werden gesucht für die Münchener Bierhalle. Anmeldungen bis zum 16. Derbllndstng Oberhesslscherfteilli. Fkuerwehrtn, verbunden mit dem 20. Stiftungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Dollar Fahrpreis 10 Pfg. Bo« und «ach dem Bahnhof. Fahrpreis 10 Pfg. 6 Uhr Morgen». ODUtibllS ■ VbrÜlllÜUllg 10 Uhr Abends, von «vd «ach dem «chiffenberger Wald Sonn- und Feiertags Nachm. 240 alle 20 Min. ( Fahrpreis Werktags Nachm. 3 und 3« ( an Pta- An Wochentagen Fahrkartenvorverkauf bei A. & S. Wallens tS (Telephon 4Sl. Morgen 1. Ziehung der XV. Weimar-Lotterie mit 6700 Gewinnen im Gesammtwerth von 200,000 Mk. Hauptgewinne worth:50000k, 20000m., 10000m. beid^dlÄe 1 Mk.“Reich?.6 " Loose '°« u '-‘0M. Reichsstempel. Ziehungen gültig, Stempel. 28 „ 25 BÄ. „ 2.80 M. „ sind allerorts zu haben in den durch Plakate kenntlichen Verkaufsstellen und durch den 4919 Vorstand der Ständigen Ausstellung in Weimar. frPCmnht sür Ende Juni zwei UCDUulll große leer von Wiesbaden nach Gießen zurückgehende Möbelwagen, ß Offerten in der Exped. d. BL abzugeben. Klatschrosen- Blätter kauft per Pfd. 20 Pfg. 5244 Hirschapotheke. Ieitungs-Waculatur mtrb angekauft. 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Rasselnde, pfeifende । mit abwechselndem Programm. und singende Geräusche ließen sich forts; . < "7" während in der Brust hören- Ich hatte "^8 vkö gksllMMj.KöllstlerpelsvNüis. theils keinen, theils schlechten Schlaf, da Ja jeder Hauptvorstellung Auftreten des ich weder auf dem Rücken noch auf der Direktor JmmanS rechten oder linken Seite dauernd liegen n mit feinen Brachte,i«iben konnte, so daß ich mich fürchtete, zu Bette ' rrachttrnnden zu gehen. Ich war durch das angestrengte Athemholen und Husten so schwach ge, • worden, daß mir jede Bewegung schwer' wurde. Die Kur des Herrn Paul Weidhaas in Ntederlößnitz bei Dresden, Hohestraße 72a schlug sofort an, schon! Lagerraum § ru vermiethen. Walltborstratze 7, 1856] Möbltrtes Zimmer zu vermietdei. _____L. Arohnhäufer, Mäusburg 7. 5159] Zwei unmöblirte Stübchen zu vermiethen. Auf der «ach 4. 5145] Hübsch möbltrtes oder unmöbl. Zimmer im Neubau zu vermiethen. Gg. Unverzagt, Kaplansgasse. 5u42] Möbltrtes Zimmer zu vermiethen. __Btkichstroße^S^ pari. b!87] Zwei ineinandergehende fein möblirte Zimmer «ganz neu eingerichtet) sofort zu vermiethen Westaulage 45,1. 5231] Möbl> Zimmer zu vermiethen. __SelterSweg 57, III. 5230] Möbl. Zimmer und Cabinet zu vermiethen, mit Pension. Auch können Herren guten bürgerlichen Mittagsttsch erhalten. Neustadt SO. 5243] Zwei möblirte Zimmer zu ver- w"then. Bleichstratze 15, in. 5158] Ein bis zwei Arbeiter können Schlafstelle erhalten. Tiefenweg 6, III. Mittwoch den 19. Ium: zwei große Concerte ausgeführt von der 53 Manu starken, mm 1. Mal aus der Kimstmse in Deutschland deßudlicheu Banda Mimicipale di Pratola. I. Concert Anfang 4 Uhr. II. Concert Anfang 8 Uhr. iikinU iffanrpisp ♦ 3m Vorverkauf bei den Herren Aug. Voigt, ♦ Seltersweg, und Friseur Gerhardt, Lindenplatz: Familienbillets (4 Personen) 3 Mk., Einzelbillets ä 1 Mk. — An der Kasse: 1 Mk. 20 Pfg. 5180 Gesangverein Heiterkeit. Sonntag, den 16. Juni: a«* Partie nach Braunfels.*WE Abfahrt 12 Uhr 10 Min. Fahrpreisermäßigung. 5242 Der Vorstand. ß Pferdeknecht MR 5165] Lapeziergehüife gesucht auf dauernde Beschäftigung. A. vtzmann, Schulstraße 4. 5075] Ein Lehrling gesucht von Wagner Mühlich, Dammstraße 24. Lshrlmg | per sofort gesucht. Gebrüder Baer, Manufactur- u. Confeclions-Geschäft. b2jyJ Für Hotels und Restaurants werden perfecte «Schinne« und bessere Zimmermädchen, welche auch servtren können, ges.