i6SS6n Splitt ft. ' Gle»«e0 M nsthandlun6 ei?e. I L-).'S * >->K»; m be^n§ empfehl iette von F. o,ri »tz-'L ' »Cavalleria ein werde, dem »ct* Hit lOirl^ OOöOOOt mellst Gießens! herzlichsten Dank J >K hmv' f 000000! :ker ashalte. tnügt, um 10 $fb. t Früchte grgtn Schim laben vnb Gelees. fit rom Feuer, ISftM tn auf, flieht sie in h reut etwas dm bu\tt r, bann halten sii» b man in 5 Liter gut MMbiMbannM ab Warinabw mtma' nutet man jum Ginrei djee, welches lange £ eile. 6ln Haut-gout fr wird dann etwas Heu baunä.tm 3nntra. urlöii in 1 bis 2 Wasier, benutzt man .m btt eingemachten FrüL Jiunft dot bem ElnbrN tirb nie IchunmeLg i iwals nach dem SW ß vollkommen un fflavt. ifteti benutzt werden ; Coethest-A eslehend in: - »ichtA. /ftanB^n M '■< 2 Zkachlschrankn äi* 3«9t*,: W»e- 87V Nr. 162 Der chietzener Anzeiger erscheint täglich, mitt Ausnahme deS Montags. Die Gießener Aamitienvtäller werden dem Anzeiger wöchentlich dreimal beigelegt. Samstag den 13. Juli 1S98 Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. Vierteljähriger Aöonnementsprei« r 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezöge« 2 Mark 50 Pfg. Redaction, ExpeditioK und Druckerei: Kchutstraße Ar.7. Fernsprecher 51. Amts- und Anzeigeblutt für den Ureis Gieren. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für den folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Norm. 10 Uhr. Hratisöeilage: Hießener Zamitienötätter. a Alle Annoncen-Bureaux deS In« und Auslandes nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtliche* Theil. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die nach § 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Aufschlags von Fünf vom Hundert pro Monat Juni 1895 für den Lieferungsverband Gießen pro 100 Kg betragen: Hafer Mk. 14,35, Heu Mk. 4,73, Stroh Mk. 3,68. Gießen, den 8. Juli 1895. GroßherzoglicheS Kreisamt Gießen, v. Gagern. Deutsches Reich. »erlitt, 11. Juli. Das characteriftische Merkmal der letztenWoche ist auf dem politischen Gebiete der Eintritt der sommerlichen Ruhe. Doch wenn dieselbe auch in den inneren Angelegenheiten wie alljährlich etngetreten ist, so wird man wohl in diesem Sommer wegen der Feier der bevorstehenden Gedenktage an die ruhmreichen deutschen Waffeuthaten von einer eigentlichen politischen Ruhe nicht reden können, denn die Erinnerung en diese große Zett giebt auch fortwährend zu allerlei politischen Erörterungen Anlaß. — In der Angelegenheit deS Schutzes der Bauhandwerker gegen die Ausbeutung durch gewissen- lose Bauunternehmer hat der Reichskanzler die Bundesregierungen im Anschluß an die Märzberathung im Reichs- amt des Innern um entsprchende Mittheilungen mit gutachtlichen Aeußerungen ersucht, wie eine Berücksichtigung der Wünsche der Bauhandwerker angängig sei. Neueste Hadert d^tett* Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau. Berlin, 11. Juli. Gestern sind die deutschen Kriegsschiffe „Stosch" und „Hagen" in Tanger, das Schiff „Kaiser" in Wosung eingetroffen. Berlin, 11. Juli. Die „Berliner Corresp." veröffentlicht einen Erlaß des Cultusministers vom 9. Juli d. I., welcher betont, daß, weil in neuerer Zeit wiederholt Verfügungen der Verwaltungsbehörde, die nicht für die Oeffent- Üchkeit bestimmt waren, infolge Vertrauensbruchs von Beamten von nichtdienstlicher Stelle wortgetreu veröffentlicht I wurden, eine Mittheilung amtlicher Schriftstücke an unbefugte I Dritte als schwere Verletzung der Pflicht der Amtsverschwiegenheit angesehen und mit ernsten DiSciplinarstrafen geahndet werde. Berlin, 11. Juli. Die Morgenblätter melden aus Breslau: Wegen Widerspruchs der polnischen Studenten gegen die akademische Ortsgruppe des Vereins zur Förderung des Deutschthums in den Ostmarken verbot der Rector der Universität Versammlungen in dieser Angelegenheit tn den Universitätsräumen. Berlin, 11. Juli. In der heutigen Plenarsitzung deS BundeSratheS wurde die Ausdehnung der Berechtigung der Reichstagsabgeordneten zur freien Eisenbahn- fahrt und Gepäckbeförderung zwischen ihrem Wohnorte und Berlin auf die Zett vom 10. bis 20. August d. I. ge- nehmigt. Dem Ausschußantrag betr. den Etat der Zollverwaltungskosten für das Großherzogthum Oldenburg wurde die Zustimmung ertheilt, ebenso dem AuSschußantrage betr. den Entwurf eines VertheilungSplanes für den durch daS Gesetz vom 22. Mat 1895 zur Verfügung gestellten Betrag zu Beihilfen an Bedürftige ehemaliger KrtegStheilnehmer. Dem Ausschuß-Antrag betr. den Entwurf der Bestimmungen für die Volkszählung 1895- wurde die Zustimmung ertheilt. Madrid, 11. Juli. Heute Nachmittag drang ein schlecht gekleidetes Individuum tn das königliche Palais ein und schoß sich in den Gallerten eine Ptstolenkugel in die Brust. Der Schwerverwundere wurde auf das Depot gebracht. Wie man annimmt, hatte der Selbstmörder lediglich die Absicht, die Aufmerksamkeit auf das Elend seiner Familie zu lenken. Stora Sundby, 11. Juli. Der Kaiser wohnte nach dem gestrigen Diner, das einen vertraulichen Character hatte, einer vom Grafen und der Gräfin Wedell gebotenen Abendunterhaltung an, bei welcher der bekannte Sänger Sven Schollaner mitwirkte. Heute sind des unsteten Wetters halber Vergnügen im Freien unterblieben. Der Kaiser unternahm mit dem Grafen Wedell einen mehrstündigen Spaziergang in der Nähe de- Schlosses. Heute Abend 6 Uhr wird der Kaiser nach Stockholm zurückkehren. Depeschen des Bureau .Herold". Berlin, 11. Juli. Der Kaiser wird der gegen Mitte Octoberstattfindeuden Enthüllung des Kaiser-Fried- rich-Denkmals beiwohnen. Berlin, 11. Juli. Wie mitgetheilt wird, ist unter den Schneidern Deutschlands eine Stimmung bemerkbar, welche sich mit dem Generalstrtke der Schneider beschäftigt. Den Anlaß dazu gibt der Ausstand der Berliner Confections- Schnetder. Sollten die Fabrikanten ihre Waaren außerhalb unfertigen lassen, so soll in den Strike eingetreten werden. Berlin, 11. Juli. Die antisemitische Volkspartei hielt gestern Abend eine Volksversammlung ab, in welcher Dr. Bö ck l über Freiheit und Offenheit in der Politik sprach. Redner verlangte die absolute Freiheit der Presse. Dem Staatsanwalt solle das Anklage-Monopol genommen werden. Entschädigung der unschuldig Verurtheilten werde die Volkspartei unablässig fordern. Die Vorwürfe, daß die Volkspartei aus verkappten Socialisten und Anarchisten bestehe, müsse er von sich weisen. Von den staatlichen Credit- genoffenschaften verspreche er sich wenig, denn der Bauer sei dazu noch gar nicht reif. Weiter erklärte Dr. Böckel, daß bei den kommenden Communalwahlen die antisemitische Volkspartei einschreiten werde. Berlin, 11. Juli. Der „Localanzeiger" meldet auö Rom: Dicht vor dem Thore Roms und zwar auf der Via ApPiaNuova wurden fünf Studenten, welche von einem Ausfluge nach. Albano Abends spät auf ihren Velocipedev zurückkehrten, von bewaffneten Räubern überfallen und ihres gesammten Geldes, sowie der Werthgegenstände beraubt. Berlin, 11. Juli. Das „Berl. Tageb." meldet auS Konstantinopel: Aus Aberglauben, daß heute am ersten Jahrestage des großen Erdbebens letzteres sich erneuern müsse, zogen viele Leute ins Freie und auf Schiffe. Die meisten öffentlichen Aemter, Schulen und Geschäfte, selbst Lebensmittelhandlungen find geschlossen. In allen Moscheen werden Gottesdienste abgehalten. Berlin, 11.Juli. Die vier jüngeren Söhne des Kaiserpaares und die Prinzessin begeben sich morgen früh zu längerem Aufenthalte nach Saßnitz auf .der Insel Rügen. Rom, 11. Juli. In vaticanischen Kreisen verlautet, der Papst sei §ehr erregt über das Vorgehen der französischen Regierung gegen die Bischöfe und Priester, welche gegen die Zuwachssteuer protestirten. Nom, 11. Juli. Das Gerücht, Kaiser Wilhelm werde zur Septemberfeter nach Rom kommen, wird officiöS dementirt. Paris, 11. Juli. Die Blätter veröffentlichen ein Telegramm aus PortSmouth, wonach die italienisch-englischen Festlichkeiten durch einen tragischenZwischenfall gestört wurden. Der Admiral Curtis wurde nämlich in dem Augenblick ohnmächtig, als er das italienische Schiff verlassen wollte. Er starb, ohne nochmals zur Besinnung gekommen zu sein. Odeffa, 11. Juli. Auf dem Schwarzen Me er wüthet ein furchtbarer Sturm. Drei türkische und zwei griechische Segelschiffe sind gesunken. Der russische Dampfer „Don" ist mit der ganzen Bemannung untergegangen. Sofia, 11. Juli. Minister Stoilow erklärte deme Feuilleton. An dir falsche Adresse. Von Marie Treuter. (Nachdruck verboten.) Eommerzieurath Spiegelthals Adele hatte Lesekränzchen. In dem luxuriös ausgestatteten Boudoir der einzigen Tochter deS Millionärs waren fünf junge Mädchen versammelt, alle in dem wonnigen Alter von sechzehn bis achtzehn Jahren. Wie ein Kranz duftiger Frühlingsblumen umrahmten die Hellen Gestalten den zierlichen Marmorttsch. Adele Spiegelthal, eine üppige Brünette mit einem hochmüthigen Gesicht, blickte tn unruhiger Erwartung auf die Thür. Die Peudule auf der schwarzen Marmorconsole unter dem Goldrahmensptegel verkündete mit Hellem Klang die sechste Stunde. „Sie kommt wieder nicht. Warten wir nicht länger," sagte sie mit einem ärgerlichen Achselzucken und setzte die Tischglocke in Bewegung. „Den Thee," herrschte sie den eiutretenden Diener an. „Unerhört! Was sie sich nur einbildet! Ich würde ■fte nicht wieder einladen. Sie kann froh sein, daß Du mit ihr verkehren willst," riefen die Mädchen entrüstet durcheinander. „verkehren?" rief Adele zornig. „Ich will nicht mit ihr verkehren. Ich mag diese Bettelprinzessin nicht leiden und habe sie nur eiugeladen, weil ich keinen besseren Ersatz für Betty von Reden augenblicklich finden konnte." „Jedenfalls glaubt sie, weil ihr verstorbener Vater General und ihre Mutter eine geborene Gräfin, sie könne darum mit Bürgerlichen nicht verkehren," warf Greta Holm, -eine entzückende Blondine, ein, welche ebenfalls die Tochter eine- Emporkömmlings war. „Pah, ich kann alle Tage einen Grafen heirathen," sagte Adele geringschätzig. „Graf Schlieben zeichnet in jeder Gesellschaft nur mich —" „Und Paula von Eschenbach aus. Das ist ein offenes Geheimniß," fiel ihr ein lang aufgeschossener Backfisch, der im Gegensatz zu seiner Länge „Mignon" genannt wurde, malitiös in die Rede. Adele warf der Boshaften einen bitterbösen Blick zu, daun zuckte sie hochmüthig die Achsel. „Die thut mir keinen Schaden," lachte sie verächtlich auf, „sie ist arm wie eine Kirchenmaus. Sie kann froh sein, wenn sie dereinst ein Subalternbeamter heirathen würde. „Schrei nicht so, Adele," rief die dicke, gutmüthige Tilli Sedaström, „die stolze, schöne Paula und einen Subalternbeamten, horribel!" „UebrtgenS ist Schlieben selber reich," warf Mignon ein. Adele beachtete den Einwurf nicht. „Gerade einen Subalternbeamten," fuhr sie in zorniger Erregung fort. „Sie müßte einmal so recht ordentlich ge- demüthigt werden, das stolze, hochmüthige Geschöpf. Ich glaube übrigens, fie arbeitet mit ihrer Mutter für Geld, um den äußeren Schein des Wohlstandes bewahren zu können." „Für Geld arbeiten, (pfui, wie ordinär," warf Greta Holm ein. „Wenn ich das wüßte, würde ich überhaupt nicht mit ihr verkehren." „Härt meinen Plan," rief Adele gebieterisch. Die Mädchen steckten die Köpfe zusammen. Adele sprach eifrig und mit glühenden Wangen. Ein tiefes Schweigen folgte der langen Rede. „Aber wenn es herauskommt," wagte endlich die sechzehnjährige Anny von Wildemann die bedeutungsvolle Stille zu brechen. „Kindskopf," schalt Greta Holm, „es kommt nichts heraus, außer wenn Du plauderst." Adele klingelte und befahl dem eintretenden Diener, ihr die neueste Nummer des „Berliner Tageblatt" zu bringen. Nach wenigen Minuten studirten alle fünf, eine über die andere hinwegsehend, eifrig die Rubrik der HeirathSannoncen. „Ein Ministerialbeamter (Rath) in den besten Jahren, mit einem Jahreseinkommen von 6000 Mark und einem erheblichen Baarvermögen, möchte sich verheirathen. Damen der besseren Stände im Alter von 18 bis 25 Jahren, auch ohne Vermögen, mögen vertrauensvoll ihre Adressen nebst Photographie unter M. St. 100 in der Expedition des „Berl. Tagebl." niederlegen," las Adele triumphirend. „Entzückend, herrlich, ganz für unseren Plan geschaffen," riefen alle einstimmig. „Adele muß schreiben, gleich —" „Gab Dir Paula nicht bet Sendens auch eine Photographie?" fragte Greta Holm. „Sie konnte nicht umhin," erwiderte Adele gereizt, „sie haßt mich, weil sie mich für ihre begünstigte Nebenbuhlerin hält. Ich opfere das Bild gern," fuhr Adele mit forcirter Heiterkeit fort. „Schreiben will ich auch, aber den Namen nicht, nur die Wohnung. O, es gibt einen Hauptspaß, wenn der Herr Secretär, oder was er sonst sein mag, um die stolze Paula von Eschenbach anhalten kommt. Aber schweigen, Kinder! Wer plaudert, ist ehrlos und ausgeschlossen von unserer Freundschaft." Sie reichten einander in feierlichem Schweigen die Hände. * * * „Zum Donnerwetter, Kerl, was soll das heißen?" fuhr der Lieutenant v. Schlieben seinen Burschen an, der neben dem Morgentmbtß seines Herrn einen Chimborasso von Briefen aufthürmte. „Zu Befehl, Herr Lieutenant, alles von wegen des Hundevieh," antwortete de? biedere Elsässer mit einem gutmüthigeu Grinsen. „Heiliges Kanonenrohr, mit dem Ballast kann ich ja einen ganzen Hundepark anlegen. Sie können gehen, Wiedensahler!" Der Bursche verschwand. türkischen Commifsär auf besten Vorstellungen, baß gar kein Grund vorhanden sei, größere türkische Truppenabtheilungen an die Grenze zu senden. Dran (Algier), 11. Juli. In Ain TedeleS wurde eine bedeurendePetroleumquelle entdeckt. Die Ingenieure behaupten, es sei die größte der Welt. In fünf Stunden wurden 5000 Liter gewonnen. Der Krieg von 1870|71, geschildert durch Ausschnitte aus Zeitung«-Nummern jener Zeit. (Nachdruck verboten.) 18. Juli. AuS EmS wird gemeldet: „Nachdem die Nachricht von der Entsagung des Prinzen von Hohenzollern auf die Thron- candidatur der französischen Regierung von Seiten der spanischen Regierung amtlich mitgetheilt worden, hat der französische Botschafter, Graf Benedetti, in Ems an Seine Majestät den König von Preußen die Forderung gestellt, ihn zu autorifiren, nach Paris telegraphiren zu dürfen, daß der König sich verpflichte, niemals seine Zustimmung zu geben, wenn Hohenzollern auf die spanische Throncandidatur wieder zurückkommen sollte. Der König hat es darauf abgelehnt, den französischen Botschafter nochmals zu empfangen und demselben durch den Adjutanten vom Dienst sagen lasten, daß Seine Majestät dem Botschafter nichts weiter mitzutheilen habe." Die ganze politische Welt ist in höchster Spannung, aber entscheidende Thatsachen fehlen heute noch. König Wilhelm steht in Bad EmS gleichsam auf der Bresche. Zu ihm eilen die Botschafter und Diplomaten, um die Entscheidung einzuholen. Wo ist das Weib, daS dahinter steckt? fragte ein geistvoller Franzose bet jedem öffentlichen oder geheimen Scandal. Hinter dem französischen Scandal soll Kaiserin Eugenie stecken. Sie soll mit Prim den Prinzen Friedrich, den jüngsten und unverheiratheten Sohn des Fürsten von Hohenzollern, zum spanischen Throncandidaten auSgewählt haben und zwar deßhalb, weil er ein Napoleonscher Vetter ist und weil er eine ihrer spanischen Nichten heirathen sollte. Als die Heiratb Anstoß fand und der ältere verheirathete Prinz Leopold plötzlich aufs Tapet kam, da gerteth sie in den heftigsten Zorn. Sie soll den Scandal vieler Pariser Blätter \ in Scene gesetzt haben und förmlich wüthen. Eines geht wenigstens aus diesen Plaudereien hervor und zwar etwas Wichtiges, daß Napoleon von der Prtm-Hohenzolleruschen Candidatur nicht überrascht worden ist, sondern daß er tief eingewetht war und sein Zorn ein gemachter ist. Zur landwirthschaftlichen Ausstellung in Gietzen. Die Anmeldungen zur landwirthschaftlichen Ausstellung in Gießen laufen allmählich ein, und wenn auch jetzt vor Schluß des AnmeldeterminS über den Umfang der Beschickung nichts Bestimmtes gesagt werden kann, so steht doch schon so viel fest, daß besonders auS allen Thetlen der Provinz Oberheffen eine rege Betheiltgung in allen Gruppen stattfinden wird. Sehr erfreulich ist eS ferner, daß auch die beiden anderen Provinzen des Großherzogthums sich für die Ausstellung interessiren und sie reichhaltig beschicken werden. Neben den zahlreichen Geldpreisen stehen nunmehr auch folgende Ehren- und Siegerpreise zur Verfügung: Vom LandeS-AuSschuffe der landwirthschaftlichen Vereine deS Großherzogthums Hessen: 300 Mk. für eine große Sammlung Vogelsberger Vieh, 200 „ „ „ kleine „ „ „ 300 „ „ „ große „ Simmenthaler „ ferner von Sr. Erlaucht dem Grafen SolmS-Laubach ein Ehrenpreis von 200 Mk. für die beste Sammlung von 5 Kühen rein Vogelsberger Rasse, von Herrn Grafen Oriola ein Siegerpreis von 100 Mk. für die beste Leistung in der Ziegenzucht und je zwei Preise L 50 Mk. für hervorragende Leistung in der Obstzucht. Bon verschiedenen Corporationen, Communalverbänden rc. stehen weitere Stiftungen von Ehrenpreisen in Aussicht. Bei dieser Gelegenheit machen wir darauf aufmerksam, daß Anmeldungen so schleunig wie möglich an die Geschäftsstelle der landwirthschaftlichen Ausstellung in Gießen zu richten sind, damit man mit der Anmeldung nicht als verspätet abgewiesen werde. Anmeldebogen werden vou dort aus kostenlos verabfolgt. ES wird noch angefügt, daß vom 10. d. M. an Herr Generalsecretär Dr. Rodewald aus Offenbach a. M. mit der Geschäftsführung für die landwirthschaftliche Ausstellung in Gießen beauftragt worden ist. Der Lieutenant trank ruhig seinen Kaffee, zündete sich eine Cigarrette an und begann die Briefe zu öffnen. AuS dem ersten Couvert fiel ihm die Photographie einer Dame entgegen. Befremdet laS er das Begleitschreiben, dann besah er die Adreffe Chiff. N. N. 100. Das stimmte - aber der Inhalt? „Eine Frau und ein Hund, daS ist immerhin ein Unterschied. Nun, ich will mirS überlegen." Belustigt griff er nach einem anderen Couvert. ES enthielt einen gedruckten Prospect einer renommirten Hundezüchterei. Er legte ihn zur Seite. AuS dem dritten zog er mit einem ironischen Lächeln wieder ein Bild. Aber im gleichen Augenblick verschwand das Lächeln und in dem hübschen, offenen Gesicht deS Offiziers spiegelte sich unverhohlenes Erstaunen. Hastig sprang er auf und hielt das Bild gegen daS Licht. Nein, er täuschte sich nicht. Er hielt daS Bild seiner angebeteten Paula in der Hand. # (Schluß folgt.) foeaic« «n- Gießen, den 12. Juli 1895. ** Gebrauchsmuster-Eintragung. Eingelegte Stahl- oder Eisenschienen zur Entlastung des GußkörperS und des Schlittens an Stauchmaschinen: L. Heyligenftaedt, Gießen. ** Verbrauch auf dem Festplatz. Während des Turnfestes find im Ganzen mit dem Verzapf in der Kantine während der Bauzeit in fünf Wirthschaften 480 Hectoliter Bier umgesetzt worden. Außer den 9000 Flaschen Wein find in der Schoppenhalle zwischen 14 und 15 Hectoliter Wein getrunken worden. Nahe an 3000 Flaschen natürliches und ebensoviel künstliches SelterSwasser wurde verbraucht. — In der Münchener Würftelhalle wurden 4000 Stück Würstel und ca. 150 Pfund Kraut verspeist. ** Brieftauben beim Turnfest. Die Offenbacher Turner haben ihre Ankunft in Gießen am Sonntag mittelst Brieftauben nach Offenbach gemeldet. Die von hier abgelaffene Taube traf um 1(45 Uhr Nachmittags in Offenbach ein mit einem Zettelchen: „Glücklich angekommen." ** In Amerika verstorbene Hessen. New-York City. Adam Buser, aus Froschhausen. William Rieß, aus Zwingenberg a. d. B. Elisabetha RiSkus geb. Flick, 79 Jahre alt, aus WormS a. Rh. Buffalo, N. - Y. John William Schlehr, 58 Jahre alt, auS Heffen-Darmftadt. Grover, St. Louis County, Mo. Mary Ziegenhein, 78 Jahre alt, aus Dirlammen bei Lauterbach. Summerst eld, Jll. Elisabetha Schöne, geb. Ritter, 62 Jahre alt, auS Rodheim, Kreis Friedberg. ** Die Postkarten haben gegen früher eine technische Veränderung erfahren, welche dem Publikum wohl noch kaum ausgefallen ist. Während früher die Postkarten in der rechten unteren Ecke der Adreßseite eine drei- oder vierstellige Zahl trugen, welche Monat und Jahr des Druckes bezeichneten, (z. B. 5. 93 d. h. Mai 1893), sind jetzt diese Angaben weggeblieben. Dafür trägt die Karte aber in Wasserdruck diese Zahlen, welche sichtbar werden, wenn man sie gegen das Licht hält. Auf die käuflichen Postkartenformulare ohne Marke bezieht sich diese Neuerung nicht, vielmehr tragen solche nach wie vor den Vermerk C 154. ** Bedingte Verurteilungen sind in Deutschland dermalen gesetzlich nicht zulässig. Man versteht darunter solche Verurtheilungen, welche die urtheilsmäßtge Festsetzung enthalten, daß die Strafe nicht vollzogen werden soll, falls sich der Verurtheilte innerhalb eines bestimmten Zeitraumes keines weiteren Verbrechens oder Vergehens schuldig macht. Um jedoch in dieser Richtung Erfahrungen zu sammeln, hat, wie der „W. Z." geschrieben wird, daS hessische Ministerium schon seit einer Reihe von Jahren nach theilweiser Verbüßung der erkannten Freiheitsstrafe häufig eine bedingte Begnadigung von Verurteilten eintreten lassen, indem es die Gewährung von Straferlassen im Gnadenwege an die Bedingung geknüpft hat, daß sich der Verurtheilte während einer mehrjährigen Zeitdauer keines im Strafgesetzbuch vorgesehenen Verbrechens oder Vergehens schuldig mache. Da die seitherigen Erfahrungen nicht ungünstig ausgefallen sind, ist man neuerdigS einen Schritt weiter gegangen und hat die Anordnung getroffen, daß die bedingte Aussetzung der Strafvollstreckung auf dem Gnadenwege in den geeigneten Fällen auch dann stattfinden solle, wenn mit dem Strafvollzug noch nicht begonnen worden ist. Als geeignete Fälle werden insbesondere solche bezeichnet, bet welchen es sich um jugendliche Personen zwischen zwölf und achtzehn Jahren handelt oder in welchen die mit dem Strafvollzüge verknüpften Nachtheile schwerer wiegen, als die Bedeutung der Strafthat selbst. ** Gesundheitspflege während der Eifenbahnfahrt ist ein Capitel, über welches sich heute wohl spreche«" läßt. Wer mit Engländern oder Engländerinnen je im Coupv geseffen, wird deren Gewohnheit kennen, sofort alle Fenster zu öffnen, sodaß die Insassen im besten Zuge sitzen. Wer das nicht dulden will, muß schon sehr derb werden, wenigstens häufig, sonst setzte er seinen Wunsch nicht durch. Solche rücksichtslosen Passagiere gibt eS aber auch bei uns, und es muß der Schaffner mitunter ein recht kräftig Wort sprechen, um Wandlung zu schaffen. Es ist ja recht gut, wenn Jeder scharfen Zug vertragen könnte, ohne Beschwerden zu fühlen, aber so weit sind wir nun einmal nicht. Essen und Trinken während der Bahnfahrt führen ebenfalls nicht selten Beschwerden herbei. Damit ist nicht gesagt, daß man überhaupt nicht effen und trinken soll, aber man soll Vorsicht walten lasten. DaS Bier ist oft eiskalt, oft, wenn es lange unter der Sonne umhergetragen wird, zu warm. In beiden Fällen halte man sich lieber an Obst, gute, reife Früchte natürlich. Reisen ist nun einmal nicht ganz ohne Beschwerden und man soll diese nicht noch dadurch vermehren, daß man planlos und wahllos hinunterstürzt und hinuntertrinkt, was gerade sich darbietet. ES gilt daS vornehmlich für Kinder, man weiß ja, wieviel Kinder nach Bahnfahrten sich unpäßlich fühlen. Der Durst während der Bahnfahrt ist ein schlimmes Ding, aber doch oft genug eingebildet. Lieber etwas warten, als darauf zu bestehen: ES muß getrunken werden! Mäßigkeit ist für eine Eisenbahnfahrt das allerbeste Recept, mit welchem man am Weitesten kommt, besten Nutzen man am Abschluß der Fahrt verspürt. Nicht Jeder kann einen Harmonikazug mit nummeririrten Plätzen benutzen, der Durchschnittsmensch stellt weniger hohe Ansprüche. Darum soll aber auch im Etsenbahncoupü die Rücksicht zu Hause sein, an der es bet unS noch immer mehr, als gerade wünschenSwerth ist, fehlt. Kein Paffagier hat ein größeres Recht als der Andere, Geduld und Entgegenkommen beseitigen am besten die obwaltenden Schwierigkeiten. •* Hinein ins Wasser! Daß die Volksgesundheit einer der wichtigsten Factoren des StaatSlebenS ist, daß auf ihr im Grunde doch immer schließlich daS Gedeihen einer Nation beruht, sollte in unserer Zeit mehr erkannt werden, als eS gemeinhin geschieht, und man sollte auS solcher Er- kenntniß auch wett mehr als bisher die praktischen Folgerungen ziehen! Die moderne Welt thut ja anerkennens, werth viel, um das Elend, das aus körperlichen und geistigen Krankheiten entsteht, zu lindern, sie thut aber viel zu wenig, um solche zu verhüten und die Bolksgesundheit zu heben. Eines der vielen Dinge, welche hierzu beitragen können und sollen, ist Baden, womöglich tägliches, und gerade damit sieht es in unserem deutschen Baterlande noch ziemlich traurig auS. Wie viele gibt eS unter unserer Arbeiter- und Landbevölkerung, welche, nachdem sie der Kinderbadewanne entwachsen find, niemals wieder zu einem Vollbade kommen, und wie viele glauben der Pflicht gegen ihre Gesundheit nachgekommen zu sein, wenn sie ein- oder zweimal im Jahre ihren Körper vollständig inS Master tauchen! Und doch wäre eS für die Volksgesundheit von außerordentlich günstigem Einfluß, wenn die Gewohnheit des täglichen Badens zur Volkssitte bei uns werden könnte. Solche allgemeine Sitte möchte wohl dazu beitragen, unser Volk gesunden zu lasten, nicht nur in körperlicher, sondern auch in geistiger und sittlicher Hinsicht. Daß es für die körperliche Gesundheit von der größten Bedeutung ist, wenn die Haut jeden Tag durch ein Vollbad gereinigt und erfrischt wird, dürfte allgemein anerkannt werden. Daß aber auch der Geist aus der Schlaffheit und Energielosigkeit, in welche unsere Zeit nach hastiger Anspannung und Erregung so vielfach versinkt, am besten durch die Gewohnheit einekalten Bades geweckt wird zu frischem, regem Leben, wird viel zu wenig von unfern Volksfreunden hervorgehoben. Und doch ist es so! Versucht es nur eine Zeit lang, ihr, die ihr eure Erholung von der Arbeit des Tages nur im Wirthshause sucht, wo ein paar Dämmerungsstunden mit Scatspielen oder oberflächlicher Unterhaltung zugebracht werden, und ihr, die ihr nur in einem kurzen Spaziergange die abgespannten Nerven zu kräftigen denkt! Hinein in Strom und See, jeden Tag, so bald es die Witterung erlaubt, und ihr werdet bald neue Frische und Stärke fühlen! Der heiße Sommer treibt ja den Menschen selbst dazu an, Erfrischung in der kühlenden Fluth zu suchen. Deutsche Männer und Frauen! Und ihr, deutsche Eltern und Erzieher, seht zu, daß die euch anvertrauten Kinder jeden Tag, mindestens im Sommer, ihr B »d l) iben! Mögen unsere Leser diesem Triebe folgen! + Lang-Gons, 11. Juli. Nächsten Sonntag findet dahier Kirchweihfest statt. Die letzte Kirchweihe war vor sechs Jahren. K. Stockheim, 11. Juli. Die Generalversammlung der Actien-ZuckerfabrikBüdingen in Stockheim findet Donnerstag den 25. d. Mts. Nachmittags 2% Uhr im Local des Herrn Gastwtrth Hartmann in Stockheim statt. Aus dem Verwaltungsbericht ist zu ersehen, daß im abgelaufenen Geschäftsjahr 847 630 (Str. Rüben mit einem Kaufpreise von 540 937,99 Mk. zur Verarbeitung kamen. Diese 9itiben wurden von 4552 Morgen geliefert, demnach betrug der Durchschnittsertrag pro Morgen 186 Str. gegen 145 Ctr. imVorjahr. Der Zuckergehalt betrug durchschnittlich 12,20pCt. gegen 12,17 pCt. in 1893/94; die Ausbeute war um 0,07 pCt. höher. Das abgelaufene Geschäftsjahr muß al« ein sehr ungünstiges bezeichnet werden, woran in erster Linie der durch Ueberproduction hervorgerufene niedrige Zucker- preis und der für Kaufrüben gezahlte höhere Preis (92 Pfg. per Ctr. im Durchschnitt) die Schuld tragen. Für die kommende Campagne bekommen Kaufrüben-Lieferanten 5 Pfg. per Ctr. Rüben weniger wie die Actionäre. Der Centner Zucker ist im Durchschnitt mit 9 Mk. 50 Pfg. verwerthel, gegen 14 Mk. 85 Pfg. in 1892/93 und 12 Mk. 95 Pfg. In 1893/94. Fertiggestellt sind 90 098 Ctr. und würde unter Zugrundelegung des vorjährigen Zuckerpreises, eine Mehreinnahme von 310 387 Mk. 88 Pfg. erzielt fein. Alsfeld, 10. Juli. Die diesjährige Generalver- । s ammlung der Mitglieder des Landesgewerbv Vereins wird voraussichtlich zu Anfang des Monats September hier abgehalten werden. Diejenigen Herren, welche beabsichtigen, bei dieser Versammlung Anträge zu stellen oder Vorträge zu halten, werden von Großh. Centralstelle für die Gewerbe ersucht, dieser Behörde hiervon bis spätestens den 1. August (. I. Kenntniß geben zu wollen. — Die gelegentlich der Generalversammlung von dem OrtSgewerbeverein Alsfeld beabsichtigte Ausstellung Oberhesfifcher Industrie- und Gewerbeerzeugnifse, wozu bereits zahlreiche Anmeldungen eingelaufen find, wird in den hierzu überlassenen Räumen der Realschule nebst anschließendem Terrain und die Ausstellun- von Zeichnungen und Schüler arbeiten der erweiterte« und anderen Handwerkerschulen der Provinz Oberheffen, sowie der AlicevereinSschnle in Gießen ebenfalls in de» Räumen der Realschule abgehalten werden. Eberstadt bet Darmstadt, 8. Juli. Heute Morgen in der Frühe ist hier ein Mann durch Selbstmord aus dem Leben geschieden, an dem eS offenbar ward, wie weit der übermäßige SchnapSgenuß einen Menschen bringen kann. Schon jahrelang war der sogenannte SchäferhanneS al- notorischer Säufer bekannt und mit dem Delirium tremens behaftet; die Frau hat infolge der Mißhandlungen die Nächte " meistens außerhalb verbracht. Heute in der Frühe suchte er sich nun auch an seinen schlafenden Kindern zu vergreifen. Auf die Hilferufe kam die Mutter zur Abwehr herbeigeeill, wurde aber von ihrem Manne mit einer rostigen Feile in so barbarischer Weise zugerichtet, daß ihre Verbringung li ein Darmstädter Spital nöthig wurde. Der Anblick der z» seinen Füßen liegenden, für tobt gehaltenen Frau brachte ihn, wie e- scheint, zur Ernüchterung. In seiner Angst ergriff er ein geladenes Terzerol, ein Schuß in den Mund machte seinem Leben ein Ende. Die schwer mißhandelte Frau hat trotz der denkbar traurigsten Familienverhältniffe ihre große Kinderschaar in ehrbarer Weise ernährt und wohl erzogen. △ Mainz, 11. Juli. Die Stadtverordneten-Bersamm- lung hat gestern der Errichtung eines städtischen Arbeitsamtes zugestimmt. Daffelbe soll bereits am 1. October »rottero^ Ä- yU®*, Vfß» eM * 2 ([ftSdigt8 End an -fahren Miy ♦ |?irtik7.3u r'StcomPteM gponnai« am W ernt Person, die flofienbottn o ,«*S- gluit aber 1*..Mn und »rÄefil &ici i« v verlangt die M sagten •*S”Ä SSj-S In dem G Seite 118 f. I Hütte bei £o Durch unb zwar füi bei am 28. Main-Wesers Geschäftsjahre^ in den Varstar Gießen, d I Zum GenH Saut Statut Men unter der Fit mit Arnchnschast M 1. ymw stand 2. gemei Die von bei erfolgen unter bei Mitgliedern, im „( fc die ßenoffenfi »enn fie dritten g Schicht in der SB, W ihre Ilnierschi Der Vorstand _ Die Einsicht ■Hfhmben Bietzen, ‘KW,, ?a?bem E İ««lung bejd 6,6 zum Lei öffeni Netzen, d« G fei Ne Alltag NmZ SM LSr LH. mit $flr ‘nen 9 tisch $JWtf «euer <2 9Ut eti®eg Bekanntmachung ARNSBURG | T$niiphpll?llApü chichte und Beschreibung vl'llllllUV||x doo 1/ Inof nro z . ... ' ’ Loose o Gesch des Klosters des □oooooooooo 6006 6015 empfiehlt 3035 billigen Preisen durch 1203 6022 räthig bei 6000 Brennholz 4550 empfiehlt billigst E. H. Müller, Schillerstraße. Bergstraße 17. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Georgi, Beigeordneter. empfiehlt Ph. Herrmann Seltersweg 33. Jeldbrand la. Qualität Jedes Quantum billigst. • Nahe und gute Abfahrt. O Auch können dieselben an die Bau- Weinfässer, garantirt rein (frisch entleert) fertig zum Einfüllen in allen Größen vor- R.Eichmann,Ballenstedta.Harz leistungsfähigste Firma. Annahmestelle und Musterlager bei: Frl. Minna Leib, Wallthorstr. 22. Johannes- und Stachelbeeren zu Wein und zum Eiumachen, > sonne Sauerkirschen zu verkaufen. Soruitag findet Hkchtvrthe war ut: Gießen, den 27. Juni 1895. Großh. Amtsgericht Gießen. ________________Neuenhagen. Herr Friedrich Schiele in Gießen in den Vorstand im Sinne des Art. 225a H. G. B. delegirt. Gießen, den 1. Juli 1895. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. Neuenhagen. in bekannt vorzüglicher Güte, stets Montags, Mittwochs u. Freitags zu haben. 6018 Fr. Noll, Hofbiicker, „Zum Stern", Mäusburg. in Wirksamkeit treten. Nach den Statuten soll daS neu» errichtete Amt hauptsächlich der ArbeitSvermittelung, in zweiter Linie aber der Schlichtung von Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern dienen. — Ein reicher Plantagenbesitzer aus Südamerika und dessen Frau, die seit einigen Tagen in einem hiesigen Hotel auf großem Fuße lebten, hatten gestern das Pech, mit den Polizeiorganen in Confiict zu geratheu, indem der Hotelier das Geld für die Zeche verlangte, die noblen Gäste aber nicht über einen Pfennig verfügten. Bei der Festnahme entpuppte sich die Gesellschaft als ein großes Schwindlerpaar und zwar der „Plantagenbefitzer" als ein stellenloser Steward eines See- dampfers und seine angebliche Frau als eine Dirne aus der Gegend von Gießen. Versteigerung. Montag den 15. Juli, Nachmittags S Uhr, lasse ich wegzugshalber in meiner Wohnung, Seltersweg 24, im zweiten Stock folgende Gegenstände meistbietend versteigern: Einen großen zweithürigen Kleiderschrank, einen großen Waschtisch mit Marmorplatte, einen Nachttisch mit Marmorplatte, mehrere Bilder und gut erhaltenes, fast neues Küchengeschirr, einen neuen großen Herren-Reiseplaid, eine Buchbinderpresse rc. rc. Frau Emilie Pietsch L, Seltersweg 24 (Fischbach). Louis Lind Kirchenplatz 10. In dem Gesellschaftsregifter des unterzeichneten Gerichts wurde auf Seite 118 f. f. „Buderus'sche Eisenwerke zur Main-Weser- Hütte bei Lollar" (Actiengesellschaft) heute Folgendes eingetragen: Durch Beschluß des Aufsichtsraths vom 29. Juni 1895 wurde, und zwar für die Zeit bis zur Anstellung eines Vorstandes, an Stelle des >m 28. Juni 1895 verstorbenen Herrn Georg Buderus zur Main-Weser-Hütte bei Lollar, aber höchstens bis zum Ablauf Geschäftsjahres VerMtsthtes» * Schmalkalden, 11. Juli. Bei dem Brand in Brotterode find 320Häuser abgebrannt, darunter sämmt- ltche öffentlichen Gebäude. Zwei 80jährige Frauen find umgekommen, vier Kinder werden noch vermißt. 2000 Menschen find obdachlos. ♦ Eine Kindesmörderin, die 26jährige Dienstmagd Josepha Wallot, die früher schon zwei eigene Slinber bald nach der Geburt umgebracht und im vorigen November ihr drittes, elftägiges Kind an einem Feldrain lebendig begraben hatte, wurde am Freitag vom Schwurgericht in Dresden zu zwölf Jahren Zuchthaus verurthetlt. * Paris, 7. Juli. Einem Kassenboten des Comptoir d'EScompte wurde gestern in der großen Halle des Credit Lyonnais am helllichten Tage die Geldtasche gestohlen. Eine Person, die fich an einem der Schalter an die Seite des Kaffenboten drängte, rief plötzlich aus: „Sie haben eine Bekanntmachung. Zum Genoffenschastsregister wurde eingetragen: Laut Statut vom 7. Mai 1895 hat sich mit dem Sitze zu Großen- Linden unter der Firma: „Landwirthschaftlicher Consumverein, eingetragene Genoffenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht zu Großen - Linden" eine Genoffenschaft gebildet. Gegenstand des Unternehmens ist: 1. gemeinschaftlicher Einkauf von Verbrauchsstoffen und Gegenständen des landwirthschaftlichen Betriebs, 2. gemeinschaftlicher Verkauf landwirthschaftlicher Erzeugniffe. Die von der Genoffenschaft ausgehenden öffentlichen Bekanntmachungen erfolgen unter der Firma der Genossenschaft, gezeichnet von zwei Vorstandsmitgliedern, im „Gießener Anzeiger". Die Willenserklärung und Zeichnung für die Genossenschaft muß durch zwei Vorstandsmitglieder ftattfinden, wenn sie Dritten gegenüber Rechtsverbindlichkeit haben soll. Die Zeichnung geschieht in der Weise, daß die Zeichnenden zu der Firma der Genossenschaft ihre Unterschrift beifügen. Der Vorstand besteht aus: 1. Johannes Henkel, 2. Philipp Pirr in., 3. Georg Müller IV., 4. Johannes Junker. Die Einsicht der Liste der Genossen ist während der gewöhnlichen Dienstftunden Jedermann gestattet. AlHmstM«! Annahme alte« Wollsachen aller Art »egen Lieferung von Kleider-, Unterrock - u Mantelstoffen,Damentuchen, Buckskins, Strickwolle, Portiören, Schlaft und Teppichdecken in den neuesten Mustern zu stelle geliefert werden. August Helfenbein Weserftraße 8. 5870 a 1 Mark, 11 Stück 10 M. Q empfiehlt die Generalagentur für * Gießen und Umgegend V A. Gretscher, Neustadt 55. 0 Bekanntmachung. Nachdem Großh. Kreisamt Gießen die von der Stadtverordnetenversammlung beschlossene Verlängerung der Ebelstraße von der Wilhelm- kraße bis zum Leihgesternerweg genehmigt hat, bringen wir dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, daß die Einsicht der bezüglichen Pläne auf dem Stadtbauamt Jedermann freisteht. Gießen, den 11. Juli 1895. Jtal. Rothwein, garantirt rein, pr. Fl. 60 Pfg., bei 12 Fl. 55 Pfg. o der Alsfelder Mene g o x~ DkiiWr Lqmc (garantirt rein) per Liter-Flasche incl. Glas !!!Mk. 1.80!!! Zwiebelkuchen j von heute ab: Freitag, Montag und Mittwoch von VzS Uhr an. Emil Noll, Backer, 5813 Löwengasse 23. Versteigerung. Donnerstag den 18. d. M., Vormittags 11 Uhr, soll im Saale des alten Rathhauses das Aufräumen von rund 16 000 lfd. m Fluthgräben in der Gemarkung Gießen, getheilt in zwei Loose, unter den bei der Versteigerung bekannt zu gebenden Bedingungen öffentlich versteigert werden Gießen, den 11. Juli 1895. Das Stadtbauamt. 6009 Schmandt. It iQ *tr 6|tl 9% Wt £ »'S Hel, ? 'S la* ”"b IN, ihr- (Ä verdenÄ'^' rtt"- »«i ab" 9 und Errrguv, ^vohnhett dm ^ben, J Uli • rlSt- 111 "«'« nur i. “"“Wtaben * ötUn9 zugrbrachi , ,enft! Hindu It 6,e Witterung rr- Stärke fühle« ln.W dazu a°, 1 iucheu. Demsch, ' Eltern und fr. n Binder jeden tag. 'en' Mögen unfere 6002] Zwei oder auch drei inetnander- gehende moblirte Zimmer zu vermtethen Krankfnrierstratze 11# eine Treppe 6019] Lire» 50 Wagen gnter Bangrnnd abzageven. ----- L. 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