W». rasse. P 8tl*e, lt: *>• Hnit mlung ‘*bet Weinen a0|«. ^LAasW». ^sÄs^st I JEnb6 81/1 Uk öeijamtnhng. iebes. Der Vorftmd, achte 'graphie. * B'li W, wirb i« ursus ag, deu 24. b. M., eil ■Cursus err C. Herber, geprüsta L 6- (incl Lehrnultel) u haben.505 >eud 501 Concert, Zur Reichtest. n drei Tier« 3.50 IW vier SU» 4- 2.10 4# Au dm drei riadtn. TINE E de IECAHP •ure) FrinkrM beste Äqueure. ,mer V* /d“ toe Etiqnette mit der neraVDirectorö: — W Emil «gyiSii. ‘^061^4, "K;.S ,e iS “ $ W\*M. „,125^*-^ jun nflb invung/-^ Nr. 11 Erstes Blatt. Sonntag deu 13, Januar 1895 Der fcitgetttr Auzciger «rfcheint täglich, mit Ausnahme des Montags. Die Gießener Aamilieu dtätter wer-en dnn Anzeiger wöchentlich dreimal brigelegt. Gießener Anzeiger Kenerat-Mnzeiger. vierteljähriger Avonnementspreisr 2 Mark 20 Pfg. et Bringerlohn. Durch die Post bezog« 2 Mark 50 Plg. «edactiou, Expedit»« und Druckerei: -chulstrahe Ar.2. Fernsprecher 5L Zlints- und Anzeigeblatt für den Areis Gieren. chratisöeitage: Gießener Kamilienökätter. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Vorm. 10 Uhr. Amtliche* Theil. Bekanntmachung, betreffend Abhaltung landwirthschaftlicher Vorträge in den Gemeinden des Kreises Gießen. Herr Landwirthschaftslehrer Leit Higer von Alsfeld wird Sonntag den 20. Januar L I, Nachmittags 3 Uhr, zu Grünberg im Gasthaus zum Englischen Hof einen Vortrag über „Fütterung des Rindviehes und der Schweine" halten. Zu diesem Vortroge werden alle Mitglieder des land- wirthschaftlichen Vereins und des landwirthschaftlichen Kränzchens und alle Freunde der Landwirthschaft hierdurch ergebens! eingeladen. Die Herren Bürgermeister von Grünberg und der benachbarten Gemeinden werden hierdurch ersucht, auf möglichst zahlreichen Besuch der Versammlung hinzuwirken. Gießen, den 12. Januar 1895. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen. Carl Jost. Äetr.: Die Ergänzungsivayt des Vorstandes der israelitischen Religionsgemeinde Gießen. Einladung zur Ergänzungswahl des Vorstandes der israelitischen Religionsgemeinde zu Gießen. Es wird zur Kenntniß der Interessenten gebracht, daß in Gemäßheit der Bestimmungen der Wahlordnung für die Wabl des Vorstandes der israelitischen Religions-Gemeinde zu Gießen vom 4. August 1871 in diesem Jahre das Mitglied Nathan Stamm aus dem Vorstande ausscheidet, und daß die hiernach erforderlich gewordene Ergänzungswahl Freitag, den 18. Januar 1895 in dem Saale des alten Rathhauses dahier statifinden soll. Sämmtliche nach § 2 der Wahlordnung Stimmberechtigten werden zu dieser Wahl mit dem Bemerken eingeladen, daß die Abstimmung Vormittags von 9 bis 12 Uhr rmd Nachmittags von 2 bis 4 Uhr stattstndet. Gießen, den 10. Januar 1895. Der von Großherzogl. Kreisamt Gießen ernannte Wahl-Commissär. _________________________H ach.__________________________ Gefunden: 1 Trauring, 1 Zwicker, 1 Palatin, 1 Terzerol, 1 Kette, 1 Peitsche, 1 Milchkanne, 1 Paar und 2 Kinder-Handschuhe und 1 Kinderstauchen. Gießen, den 12. Januar 1895. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. I. V.: Ro.th. Aus den Verhandlungen der Zweiten Kammer der hessischen Stände. nn. Darmstadt, 11. Januar 1895. Die Verhandlungen der zweiten Ständekammer wurden heute Morgen um ,/210 Uhr fortgesetzt Auf der Tagesordnung steht die Weiterberathung des Nachtrags zum Gesetz ton 1890 wegen weiterer Herstellung von Nebenbahnen im Großherzogthum Hessen. — Zunächst gibt der Präsident dem Hause Kenntniß von einer Interpellation des Abg. Westernacher wegen des Baues der Bahn Stockheim- Frankfurt, in welcher über Verzögerung der Herstellung der Bahn geklagt wird. Zur Berarhung der Nebenbahn-Vorlage übergehend, tritt der Abg. Heidenreich nochmals für die Bahnstrecke Mörlenbach.Wahlen ein. Die Abgg. Schroeder und Friedrich beantragen im Interesse der rascheren Ausführung nur bis lLaldmichelbach zu bauen und die Strecke bis Wahlen, sowie dir geforderten 500000 Mark zu streichen. Abg. HaaS- Offenbach beantragt, der Regierung in der Durchführung des ganzen ProjecteS freie Hand zu lassen, eventuell das Recht rinzuräumen, Thetlstrecken zu bauen und den Gemeinden die Beitrag-Pflicht zur Geländeerwerbung zu erlassen. Finanz- Minister Weber und Oberbaurath Wetz traten mit großer Wärme für die Regierungsvorlage, d. h. zum Bau der ganzen Linie Waldmichelbach Mörlenbach-Wahlen ein. Hierdurch werde der im Ulfathal befindlichen Industrie, sowie den Steinbruch- besitzrrn eine große Wohlthat erzeugt. Bezüglich der rheinhessischen Strecken Bodenheim- Heßloch-Dittelsheim, Worms-Gundheim, Alzey Obernheim und Dittelsheim Osthofen-GunterSblum wird die Regierungsvorlage ohne Debatte genehmigt. Die Linie Laubach-Mücke wird abgelehnt, dagegen wf Antrag des Abg. Schönfeld die Erbauung einer dtreeten Linie von Grünberg-Wetterfeld nach Laubach beschlossen, ' die Linie Lauterbach-Gedern sowie Wal dm ich elbach- [ Mörlenbach unter Strich der Fortsetzung bis Gahlen wird genehmigt. Desgleichen der Antrag Haas Offenbach auf Genehmigung des Weiterbaues der Strecke Mörlenbach-Wahlen durch die Regierung im Bedürfnißfall. Die Abgg. Hirsch und Schroeder beantragen die Verlegung der Station bet der Bahn Dittelsheim Heßloch und fordern einen dementsprechenden Credit. Der Antrag wird genehmigt. Ebenso findet die Vorlage der Regierung betr. den Personal-Etat der Nebenbahnen Weinheim-Fürth und B ckenbach Seehetm ohne Bemerkung die Zustimmung des Hauses. Der Antrag auf Erbauung einer Bahn von Friedberg-Homburg gibt dem Abg. Graf O r t o l a Veranlassung, sich über die Verzögerung des Baues dieser Bahn durch die hessische und preußische Regierung beschwerdesührend zu äußern. Er führt dabei aus, es handle sich hier um ein längst von Regierung und Kammer als nöthig erkanntes Bahnproject, um die Gegend dem Verkehr zu erschließen. Durch die Verschleppung der Ausführung würden auch die Bewohner und Arbeiter geschädigt. Erstere beabsichtigen Durchführung der Feldbereintgung, was n'cht möglich sei, solange noch keine Trace festgelegt sei. Das seien unhaltbare Zustände, um deren Beseitigung er bittet. Finanzminister Weber verspricht energische Förderung, soweit es an ihm liege. Wie Preußen sich zu der Frage stelle, könne er noch nicht sagen. Sicher sei, daß die Regierung Alles gethan habe, um die Sache im Fluß zu erhalten. — Abgeordneter Was serburg erklärt, was im Interesse von Preußen liege, werde von Preußen gefördert. Er verweise nur auf den Kauf der Main - Weser - Bahn von Hessen, bet dem Preußen alle Hebel in Bewegung gesetzt habe, den Ankauf perfect zu machen. — Finanzminister Weber weist den Vorwurf des Abg. Wasserburg zu'ück, ebenso Abg. Schröder, der gewünscht hätte, daß diese Worte nicht gefallen wären. — Hierm't wird die Sitzung um P/i Uhr g-scklossen. Deutscher Reichstag. 12. Sitzung. Freitag, deu 11. Januar 1895. Die Berathung der Umsturzvorlage wird sortgesiht. Abg. o. WolSzlegier-Gilgenburg (Pole): Kein Staat ohne (Sott! Auch die allen Kulturvölker könnten ohne Religion ihren'Staat nicht auf die Dauer halten. Aus unserer polnischen Geschichte kann ich als Pole mit Stolz hervorheben, daß in derselben kein Atientat aus einen König und auch kein Köntgsmord vorgekommen ist. Auch die Umsturzbewegung hat in unserer Bevö.ke» rung keinen Boden gefunden. Entlauben ist die Umsturzbewegung auf dem Boden der deutschen socialdemokralischen Arbeiterbewegung. Der beste Schutz gegen den Umsturz ist die Zufriedenheit. Will man die polnische Bevölkerung zum Bundesgenossen in dem Kampfe gegen den Umstu'z haben, so soll man ihr auch auf anderen Gebieten die gleichen R äste lassen, wie den Anderen. Vor Allem muß man dem Volke, um ihm die Religion zu eihrlten, den Religionsunterricht in der Multerlpiache lassen. Man sollte vor Allem die Oldensthatig- keit unbeschränkt zulassen. Dann brauchte man die ganze Socialdemokratie nicht zu fürchten. Die Umsturzvorlage erscheint uns überaus bedenklich. Will man die Religion schützen, so sollte man auch auf die Flugblätter achten, welche die katholiicke Kirche und ihre Einrichtungen angreifen und die Jesuiten beschimpfen. Hat doch sogar Herzog Ernst II. von Coburg gesagt: Die Jesuiten för- deiten den Umsturz! Was soll man dazu sagen? Sollte die Vorlage in ihrer jetzigen Form zur Abstimmung gelangen, so würden meine Freunde mit N in stimmen. Minister v. Köller: Bisher haben leider nur wenige der Herren Abgeordneten der Vorlage unbedingt zugestimmt. Nur die Herren Conseroaliven, Freiconseroativen und Natronalliberalen haben dies im Prmcip gethan. D«e Gegner der Vorlage haben hauptsächlich geltend gemacht, es sähe gar so schlimm nicht aus, und selbst wenn die Uebelstände so schlimm seien, sei doch die Vorlage nicht geeignet, Abhilfe zu schassen. Man hat die Frage gestreift: Aus- nahmegefetz oder gemeines Recht! Aber bei früheren Verhandlungen, über das Socialistengefetz, Hal man ja gerade erklärt. Kein Ausnahmegesetz, sondern gemeines Recht! Entgegen der gestrigen Deutung des Abgeordneten Barth hat auch Herr Haenel s. Z. versichert, wenn die Lage es erfordere, seien „wir alle verrfl ästet", auf dem Wege des gemeinen Rechts zu gehen. Wir sollten uns jetzt nicht mit doktrinären Streitereien aufhalten, sondern entichlossen dafür sorgen, daß Wandel geschaffen wird. Wir gleichen fönst dem Wanderer, der am Kreuzweg nicht weiß, ob er links oder rechts gehen soll, und deshalb keinen Schritt vorwärts thut. Der Abg. Colbus sagte gestern, an der Straßburger Universität sei keine Spur von Religion und Gottseligkeit. Ich kann das Gegentheil bezeugen. Entgegen einer gestrigen Behauptung desselben Abgeordnet-n kann ich ferner fesistellen, daß in Eifaß Lothringen feit 6 Jahren nur einmal der Dictatui Paragraph in Anwendung gekommen ist, und zwar gegen ein socialdernokralisches Blatt. In Elsaß Lothringen hat die Verbitterung überhaupt nicht zu-, fonben abgenommen. Die Abgeordneten Munckel und Barth leugnen die Größe der Gefahr. Ebenso hat dies neulich der Abg. Aüx Meyer in einer Volksversammlung gethan. Derselbe hat aber dabei hinzugethan, daß, „wenn wieder anarchistische Verbrechen vorkämen", bann allerdings ein Einschreiten nothwendig sei. Wir sehen keineswegs zu schwarz. Aber es ist b-ffet) vorzuthun und nachzubedenken, als umgekehrt. Endlich bat I sich der Herr Vertreter einer anderen Partei geäußert: „Wir sind es ja nicht, welche zur Gewalt treiben". Nun, schon der Herr Justiz- Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Minister hat ja gesagt, woraus schließen denn bann diese Herren, daß die Vo läge gegen sie, die Socialdemokraten, gerichtet sei?! Sie richtet sich nicht gegen eine einzelne Partei, sondern gegen Alle, welche auf Gewaltsamkeit hintreiben. Herr Auer meinte, die „Freiheit" sei mit polizeilichem Gelbe e> halten. Das ist eine arge Verleumdung der Personen, welche die betreffenden staatlichen Fonds zu verwalten hab.n, wie ich beweisen kann. Auch den „Soc ältst" hat Herr Auer veigeblich von den ©odalbemofraten abzuschüttel» gesucht. Es ist eine starke Zumuthung, daß Sie verlangen, rott soll n glauben, daß Sie mit dem Allem nichts zu tbun haben. 1893 tagte Herr Liebknecht: „Wir haben gar keinen Grund, die Nihilisten zu verltugnen." Einige Jahre früher bat Herr Liebknecht in London „die sociale Revolution" leben lassen. Und ein andermal: „die deuttchen VendSme Säulen werden auch einmal umgeworsen weiden." Und auf einen Zwischenruf „friedlich?" setzte Herr Liebknecht hinzu: „je nachdem." (Heiterkeit.) Also, Sie können nicht Alles abfchütteln, was sie abfchüiteln möchten! Auch nicht die H tze- reien, die alle Tage vorkommen. Wir haben Ihnen die B'st>afung der Glorification von Verbrechen vorgeschlagen. Man hat glorificirt den DiebNahl. In einer Versammlung in Halle hat ein Redner den Diebstahl bittet gebilligt. Auf dem Parteitag in Halle wmde gesagt: „man könne nicht das, was nach bürgerlicher Ansicht ehrlos sei, auch für die Socialdemokraten als ehrlos reclamiren. Wenn Jemand aus Notb ein Stück Brot stehle, könne man ihn nickt verdammen." In 1884 schrieb der „Socialdemokrat", damals osfic'öseS Parteiorgan: „Ja wohl, wir sind Euere Feinde und wollen Euch vernichten. Wir werden der Gewalt mit Gewalt begegnen." (Redner gibt noch einige weitere Citate.) Auch dtn Meineid habe der „Socialdemokrat" als eine „n chk absolut unehrenhafte Handlung" bezeichnet. Ferner habe Bebel einmal gesagt: „Sie können unS doch nicht mehr einnben, daß, wenn ein Fürst gemordet wird, biel ein größeres Verbrechen ift, als wenn ein anderer Mtnsch gemordet wird." Und in Ihrer Presse und Verhandlungen predigen Sie die offene Revolution. So ein Schlosser Möller in Frankfurt a. M., der da sagte, „wenn man den Staat schädigen und untergraben kann, so soll man das tbun!" Die Staatsanwaltschaft lehnte ei» Einschreiten gegen Möller als fruchtlos ob. Nun, rst da nicht die Lücke vorhanden, von der Herr Haenel sprach?! Was für aufreizende G-dtchte bringt nicht der Kalender des „Proletarier" in ßangenbielau! Und da spricht Herr Barth so ger'Ngschötz'g von reoolutionäien „Redensarten", üverschäumenden! Haven denn die socialdemokratischen Führer ihre L-ute so in der Hand, daß diese nicht über ihre Köpfe hinweg gewaltsam vorgehen?!- lieber die Gefahr solcher aufreizender Reden in Veifammlungen hat sich auch Herr Haenel klar ausgesprochen. Die Vorlage beschränkt fich ja ferner nur auf Strafbestimmungen gegen Äeußerungen, welche ,,t» einer den öffentlichen Frieden gesährdenben Weise", Religion, Eherc. beschimpfen. Redner cilirt bann weiter eine R-'he münblicher unb gedruckter Äeußerungen gegen Monarchie, Ehe, Religion. Alles btefi ist u. A. als vorsündfluthltcher U flath, als dreizinkige Unrath- ober Mtstgabel der Uncultur rc. bezeichnet worden. Auch das unschuldige Gemüth der Kinder sucht man fitzt zu vergiften. Ein Buch für Kmd-r enthält auf dem Deckel ein Bild der Wahrheit mit der Fackel in der Ha»b unb mit der Inschrift: „Lass-t die Kindlein zu mir kommen! (R chls Ausrufe der Entrüstuno.) Das Empörendste ist, baß in einem solchen Buch der freiwillige Tob Ehristi als Selbstmord hingestellt wird. Wollen Sie so etwas dulden? An Sie, Herr Gioeder uyd das Centrum wende ich mich da vor Allem und b tte Sie, vereinige Sie sich mit uns, auf daß solche Dinge ausbörenl (Lebhafter Beifall rechts.) Auch Frauen nehmen an der Bewegung Theil. Dem Hau'e liegt ja auch bereits eine Petition vor, w iche den Frauen die politische Arena freigegeben wissen will. Ich hoffe, wir werden uns in der Commission mit dem Centrum einige». Es kommt darauf an — noch ist es Zeit — daß die staatserhaltende» Parteien sich zuiammenthun, um unter Weglassung kleinlicher Streitigkeiten und Zänkereien die heiligsten Güter vor Infamien zu schützen. (Lebhafter Beifall rechts.) Abg. Liebermann v. Sonnenberg (Antis.): Uns r Eintreten für Religion, S tte und Ordnung entbindet uns nicht der Pflicht einer gründuchen P'üiung der Vorlage. Einen großen U belstand erbi tten wir in den Mängeln des von Lasker geschaffenen Strafgesetzes, das auch antisozial wirkt. Das alte Soz alistengesetz hat sich nicht bewährt, wie das Umsturzgefetz wirken werde, bleibe abiuroarten. Die Herren Revolutionäre im Schlafrrck und Pantoffeln, die neben der revolutionären Thätigkeit auch ihre heutige Behaglichkeit in den Häusern mit dem „Ausgang für Herrschaften" beidehalten wollen, wissen ganz genau, daß es in den Gefängnisse», solchen Luxus noch nicht giebt. Herr Munckel, der über die Interpellationen sonderbare Ausführungen zum Besten gab, weiß selbst am Besten, was man vor Gericht leisten kann in der Beschimpfung politischer Gegner und er hat das gegen den Hofprediger Stöcker bewiesen. So wie die Vorlage jetzt ist, können wir derselben nicht zustimmen, aber wir sind bereit, in der Commission mitiuberatben. Die Beschimpfung der Religion ist ein dehnbarer Begriff. 'Sollen Angriffe auf d«n Talmud verboten sein? Man wird sagen müssen, daß die „christliche Religion" geschützt werden soll. Die Monarchie ist schon geschützt. Durch den König wild jeder Einzelne geschützt; nichts ist gefährlicher, als der souveräne Pöbel, der keinen schont. (Beifall rechts.) lieber die Ehe denken auch socialdemokratische Frauen ganz wie wir; die Gattin eines sozialdemokratischen Abgeordneten hat darüber ganz vernünftige Ansichten geäußert, so daß ich fast fürchte, es hat darob eine kleine häusliche Scene stattgefunden. (Heiterkeit.) Will man unzüchtige Schriften verfolgen, so ist es unbegreiflich, wie man gewisse Erzählungen in Tagesb altern übersehen konnte. Will man die Revolution bekämpfen,.so soll man vor allen Dingen das Judenthum bekämpfen. In der Rechtspflege haben sich namentlich in Preußen seltene Dinge ereignet. Eine Aenderung des Preßgesetzes ist nöthig, hauptsächlich um die Stellung des verantwortlichen Redacteurs zu präzisiren. Redner schildert daS Voraehen des V.reins zur Abwehr des Antisemitismus und dessen Vorschiebung eines Bureauboten als R.dacteur. Bismarck verlangte für Deutschlands Wohlergeh.n ein starkes Heer, gute Finanzen unb eine zufriedene Bevölkerung. Ern starkes Heer haben wir, gute Finanzen könnten wir auch burch bas Getreibemonopol erlangen; um die Bevölkerung zufrieden zu stellen, sollten wir namentlich darauf halten, daß der deutsche Rame auch im Auslande refpeettrt Neueste Nachrlchten. WolffS telegraphische« Corrtspondens-BureaL Berlin, 11. Januar. Bei dem Abschiedsdiner des Offiztercorp« des Kaiser Alexander - Regiments für Gras Schuwalow toastete der Kaiser auf den RegtmentSchef Kaiser Nikolaus und Schuwalow auf den Kaiser Wilhelm. Die russische und preußische Nationalhymne begleitete die Toaste. Nach weiteren An'prachen toastete der Kaiser Namens deS Offiziercorps auf Graf Schuwalow als Regimentskameraden, dessen Scheiden für Alle schmerzlich sei und pnes ihn als Sieger von Ph'lippopel und Erstürmer der Feste Arabkonak. Tiefbewegt toastete Schuwalow nochmals auf den Kaiser Namens des Czaren. Berlin, 11. Januar. Dor der 1. Strafkammer des Landgerichts kam heute der Wucherproceß gegen den Kaufmann Heinrich GrebS und den Seifenhändler Eugen Vogel zur Verhandlung. Ersterer wurde des gewerbs-und gewohnheitsmäßigen Wuchers in zehn Fällen schuldig befunden und zu 23/< Jahren Gefängniß, 5000 Mk. Geldstrafe und öjährigem Ehrverlust verurtheilt. Vogel wurde frei- gesprochen. Wilhelmshaven, N. Januar. Zum wirksamen Schutz der Nordseeftscherei sollen dem Vernehmen nach auch das Wacht- und Maschinen - Schulschiff, die Torpedoboote und die bei Helgoland stationirten Wachtboote herangezogeu werden. Triest, 11. Januar. Das slovenische Blatt „Edinost" veröffentlicht eine Zuschrift der vier slovenischen Ab- geordneten des Triester Landtags an den Bürgermeister Pitterie, in der erklärt wird, sie würden von den Landtagsverhandlungen fernbleiben, weil sich die compacte italienische Mehrheit gegenüber den Jnterrffen der slovenischen B völkerung principtell ablehnend verhalte und weil sie im Landtage Insulten von Seiten der Galerien schutzlos ausgesetzt seien. Paris, 11. Januar. Aus Tamat ave wird gemeldet: Die französischen Kreuzer und Landbatterien bombardirten am 28. Dec mber Tamatave und die umgebenden FortS und richteten beträchtlichen Schaden an. Die Geschütze der HovaS erwiderten das Feuer, verursachten indeffen keinen Schaden und wurden alsbald zum Schweigen gebracht. Der Kreuzer Primongnet" ist am 29. Deccmber abgegaogeo, um Majunga z« besetze«. ______________ Locale, un» provinzielle». Sieben, den 12. Januar 1895. ♦♦ 6t. Sxeelleuz Staatsminister Finger, welcher morgen (Sonntag) tie Feier seines 70. Geburtstages begeht, widmete die Großherzogl. Landesuniverfität ein prachtvoll anS- gestattetes Diplom, die einzelnen Facultäten ehrende Glückwunschschreiben. Wir werden über diese Ehrung Sr. Excellenz noch eingehender berichten. ♦» NeneS Theater. Nachdem das Bestreben des Herrn ReinerS, dem hiesigen Theaterpublikum stets Neues und Gutes zu bieten, uns vor Kurzem die Bekanntschaft mit de« Schlier seeer Bauerntheater vermittelt hat, wird eS unS am nächsten Montag einen hohen Kunstgenuß anderer Art verschaffen. Wie wir schon gestern mittheilten, ist eS der Direction Reiners gelungen, Herrn Dr. Pohl au« Berlin zu einem Gastspiel zu gewinnen. Für sein erstes Auftreten hat der bedeutende Darsteller „Wohlthäter der Menschheit" von Felix Philippi gewählt. Diese Wahl ist insofern für unS eine befonderS glückliche, als sie Herrn Dr. Pohl in einer seiner besten Rollen zeigen und uns ein Stück vorführeu wird, daS überall den größten Erfolg errungen hat. Der Inhalt des dreiactigen Schauspiels, daS mit zu den besten Erzeug- niffen der neueren Bühnenliteratur gehört, ist kurz folgender. Der Geheimrath von Fortenbach, der Leibarzt eines Herzogs und als medicinische Autorität ersten Ranges anerkannt, hat bei einer schweren Eikrankung seines Herrn eine falsche Diagnose gestellt und demnach auch die Behandlung deS Patienten verfehlt. Seine Eitelkeit verschließt sich aber der besseren Einsicht und läßt ihn auf seinem Jrrthum beharren, auch als er diesen erkennt. Der Erbprinz, durch daS Ausbleiben der immer wieder verheißenen Befferung im Befinde« seines Vaters aufs höchste beunruhigt, veranlaßt eine Untersuchung des Kranken durch den Schwiegersohn ForteubachS, Dr. Martins, der wegen seiner liberalen Anschauungen „der rothe Doctor" genannt und von seinem Schwiegervater an jedem Emporkommen gehindert wird. Dr. Martius, der erst nach langem Widerstreben dem Drängen des Erbprinzen nachgegeben hat, gelangt durch die Untersuchung zur Ueberzeugung, daß der Kranke gänzlich falsch behandelt worden und mm rettungslos verloren ist, daß er aber hätte gerettet werden können, wenn Fortenback dem Urtheile eines vor Wochen zu Rathe gezogenen auswärtigen ProfefforS nachgebend zur Operation geschritten wäre. Auch jetzt noch beharrt der Geheimrath auf seinem Jrrthum. Als aber der Eibprinz von ihm und MarttuS schriftliche Gutachten für das Staatsarchiv einsordert, sucht er durch Versprechungen seinen Schwiegersohn von der Abgabe des Gutachtens abzuhalteu. In dieser Unterredung entdeckt Dr. MarttuS, daß Fortenbach auf seinem Standpunkt beharrt, obgleich er sich seines Jrrthums bewußt ist. Aber auch die Aussicht, durch ein Zurückbehalten des Gutachtens die Ehre seines Schwiegervaters zu retten, kann den ehrlichen charactersesten Mann nicht vom Wege der Pflicht abbringen. Auch die Bitten, Vorstellungen und Drohungen seiner Gattin vermögen es nicht. Diese, die ihren Vater mehr liebt als den Gatten, stellt sich auf die Sette des ersteren und als ihr Martins in höchster Erregung seinen furchtbaren ihm zur Gewißheit gewordene« Verdacht mittheilt, verläßt sie zornbebend den Gatten. Aber die Ereigniffe geben Martius Ueberzeugung recht. Der Fürst stirbt noch am selben Morgen. Auch die Section, deren Ergebniß noch die letzte Hoffnung Fortenbach« und seiner Tochter war, erwies, daß die Diagnose des jungen Arztes „Haarschars" dem Bilde der Krankheit entsprach. Von der Section als gebrochener Mann zurückkehrend, gesteht der Geheimrath seinen Kindern in einer erschütternden Scene seine entsetzliche Schuld. AlS sich alles von ihm wendet, begeht er im Nebenzimmer einen Selbstmordversuch. Seine« schnell Herbetgerufenen Schwiegersohn gelingt eS, da« fliehende Leben aufzuhalten. Ein Bote des neuen Fürsten bringt die Kunde, daß »hm dieser verziehen hat und den sonst verdiente» Mann in allen Ehren entlasten wird. Frau Dr. MarttuS findet den Weg zu ihrem Gatten zurück. Damit erhalt da« Stück einen versöhnenden Abschluß. Der Aufbau deS Ganze« ist höchst wirkungsvoll, der Dialog lebhaft und natürlich. Den Höhepunkt erreicht das Schauspiel im zweiten Act, de» besten von allen, in den beiden großen Scenen zwischen MarttuS und Fortenbach und MartiuS und seiner Gattin, in denen über die Abgabe des Gutachtens verhandelt wird. Von tiefergreifender Wirkung ist dann noch jenes Selbst- bekenntniß des Geheimraths im dritten Act. Die Ehoracte« des Stückes sind scharf gezeichnet. Der vornehme Hoiman«, der unbeirrt seinen geraden Weg gehende „rothe Doctor*, der aus Ehre und Pflicht stehende Soldat, Sohn Fortenbach« und Adjutant deS Erbprinzen, dann die älteste Tochter Katarine, die F»au des Dr. Martius, die in den furchtbare, Confiict geräth, zwischen Vater und Gatten wählen zu wüsten: alles Gestalten voll warmen frischen LebenS, die de» Stück stets zum Erfolge verhelfen werden. Panorama. Garz neue B'lder vom Feldzug 1870/71 kommen morgen, Sonntag, im Panorama Neuen väue 1, zur Ausstellung. Bon den Ansichten, welche hier zum erste« , Male ausgestellt »erden und von großartiger plastischer Wirkung sind, nenne« wir folgende: Sturm ans Spicher», in den Weinbergen «nd Schlacht bei Wörth, bei Lotgntz a« Depeschen de« Bwre« Berlin, 11. Januar. Der Kaiser hat neuerdmgS, wie die „Post" erfährt, Bericht über die Lage der Land- wirthschäft und Vorschläge eingefordert, wie eine Besse- runa einzuführen sei. Dem Vernehmen nach ist eine erheb- liche Erhöhung deS DrSposilionSfond« deS Minister« der Laudwtrthschaft im nächsten E'at vorgesehen. Berlin, 11. Januar. Der „Reichsanzeiger veroffeot- licht die Ernennung deS früheren Gesandten in Rio de Janeiro, Grafen von Dönhoff, zum Gesandten am Grobherzoglich hessischen Hofe. ~ v , Berlin, 11. Januar. Wie auS Frredrichsruh ge- meldet wird, ist der Flügeladjutant Graf Molrke tmÄuf. trage deS Kaisers mit einem Blumenstrauß für den Fürsten Bismarck dort eingetroffen. Der Besuch oeS Kaisers beim Fürsten BtSwarck findet vermuthlich Anfangs März in Schönhausen statt, doch ist es unbestimmt, ob der Fürst alsdann nach FriedrichSruh zurückkehren wird. Möglicherweise feiert er seinen 80. Geburtstag in Darziu. Berlin, 11. Januar. Wie verlautet, wird die Ge- schäftsordnungs-Commiffiou deS Reichstags zur Berathung über die Verstärkung der DiScipliuar- oewalt des Präsidenten am Montag zusawmentreten. Berlin, 11. Januar. In der Wahlprüfung« Com- mtsfion des Reichstags wurde heute die Wahl des Abgeord- neten Kasselmann (freis. VolkSpartei) sür ungiltig erklärt. Berlin, 11. Januar. In einer gestern Abend hier abgehaltenen öffentlichen Versammlung der Delegirten der Gewerkschafts-Commission wurde abermals über bte Aufhebung deS BierbohcottS debattirt. Der Brauer Schneider verlangte die Proclamirung des stillen BoycottS, so lange, bis die Brauereien alle Versprechungen erfüllt Härten. Der Brauer Eiermann theilte hierauf mit, daß nicht 33, wie angegeben, sondern 205 Brauereiarbeiter dem Elend preis- gegeben seien. Die Mittheilung wurde mit großer Entrüstung entgegengenommen. Zum Schluß wurde ein Antrag angenommen, wonach der Ausschuß der Gewerkschafts-Commission feststellen solle, inwieweit die Brauereien die Liste der Ausgesperrten ignortrt hätten. Nach diesem Ergebniß soll dann daS Weitere beschloffen werden. — Nach einer Meldung der „Staatsbürger-Zeitung" hat der antisemitische ReichstagS- abgeordnete Ahlwardt seinen Beitritt in die Fraclion der deutsch-socialen Reformpartei, ohne weitere Bedingungen aufzustellen , angemeldet und gehört nunmehr, gemäß den Beschlüffen der Eisenacher Confereuz, der Partei als HoSpt« tont an. Berlin, 11. Januar. Der BundeSrath ist mit der Frage beschäftigt, den in Deutsch Ostafrtka und anderen Schutzgebieten dienenden Unteroffizieren den Civildienst- Berechtigungsschein zu. verleihen. Der Ausschuß des BundeSraths, welcher sich am Donnerstag mit der Angelegenheit befaßte, hat sich tu bejahendem Sinne entschieden. Daher ist anzunehmen, daß der Bundesrath über die Angelegenheit in diesem Sinne Beschluß faßt. — Ja der Budget- Commission des Reichstags hat bei Besprechung der Mischehen-Frage der Abg. Gröber NamenS des Centrums die Erklärung abgegeben, daß das Centrum sich Vorbehalte, eine Denkschrift an das Plenum zu richten. Karlsruhe, 11. Januar. In Erwiderung der Glückwünsche des badischen Militärvereins „Vaterland" zum Jahreswechsel sagte der Großherzog: „Es ist der Vorzug der Kriegervereine, im engeren Verkehr die Freundschast zu pflegen und dadurch die Kraft zu gewinnen, den unvermeidlichen Mängeln und Sorgen des Lebens muthiger zu widerstehen. Das ist auch der Weg, in Gemeinde und Staat nützlich und friedlich zu wirken. Mögen es sich die Gau- Vorstände zur Aufgabe machen, einen festen Zusommenschluß der Vereine zu fördern und dadurch vor allen Dingen das Werk deS Friedens zn sichern und die zerstörenden Elemente zu beseitigen. Hoch halte ich die Fahne des Landes und rufe allen treuen Soldaten des Vaterlandes zu: Auch im neuen Jahre steht fest zu derselben und bleibt bereit, wie bisher für des Reiches und des Landes Ehre einzustehen!" Budapest, 11. Januar. Trotz der liberalen Partei hat sich eine starke Gruppe gebildet, welche die Hrltung Wekerles und TiszaS verurtheilt und eine schlimme Folge für die liberale Partei vorauösagt. Diese Gruppe hat auf heute eine Confereuz anberaumt, um die Art und Weise, wie mau den Wünschen der Krone entgegenkommen könne, zu berathen. Budapest, 11. Januar. Die Kris»S ist infolge deS Rücktritts deS Grafen Khuen Hedervary von der Mission der CabtnetSbildung eine hochernste geworden. Man glaubt, daß, nachdem auch Coloman Szell dem Kaiser die Unmöglichkeit einer CabinetSbildung bekannt gab, in Folge der ablehnenden Haltung WekerleS und TiSzaS, die Krone mit Nachdruck ein- greisen wird, um die Krisis durch Ernennung einer Perfön- lichkeit, deren Namen noch geheim gehalten wird, zu beseitigen. Ob die Ernennung im Sinne Wekerles sein dürste, steht noch dahin. Na«, 11. Januar. Ministerpräsident CriSpi hat daS HochzritSgeschenk des ehemaligen Minister« Br in mit folgenden Worten zurückgesandt: „Ich verstehe, daß mein politischer Gegner mein persönlicher Freund sein kann, allein den Verbündeten meiner Verleumder kann ich nicht alS meinen Freund ansehen." — König Humbert sandte solgendeS Telegramm a« CriSpi: „ES liegt mir daran, Ihnen an diesem Tage meine herzlichsten Glückwünsche für Ihr Glück, sowie für dasjenige de« Brautpaares auszusprechen. Ihr wohlwollender Vetter Humbert." Triest, 11. Januar. Nachrichten aus Istrien und Oberitalie« melde« fortdauernd große Schneeftürme. Oberitalie« liegt stark in E»S und Schnee. Alle Gewäsfir find gefroren. Die Fabriken feiern und daS Elend der Ar- I heiter ist sehr groß. Bei Udine fiel eine Schneelawine ans da« Bahngeleise. A« den Lüsten von Corsica «nd Sardinien im Ar Mitt, toi MtHtigitt en WtfoNtnitte vau- und Waai Kuchen-Abschnitt ^Vagntthoh wfr'Wtt tu Heu, Hm "‘"‘«l, tat ' v«Dl|nt I jz *11 >. V «»' l,jh(nb w ■Hilt»'* £lib(« 3e| L«-»„ der ®orlutnt I Sttaska"""' *■“ E,8 Arbeiter iss* edinT '$ $«- - rfil ier MW * .. M gschschule, iw tie Schabe gest ^iti aülzubilden, i ■it aud) '» 8lllu® ...BB bescheidenen L MhIschHie-be tat ift, nii »ie viel »ritt-,en hm, leuchte Ai» bi; Lestttbungen eiabt besser gewürdig taher aud) an rr'Nlerksam und bitten unten zu wollen. 5 t ■ teniübtt beichäsiigi " tii Lndecker i Monat-versa Deutschen und Oestri Piralzynenasiallrhrn $ gibti Achate-, oder ^eitgeirllen nicht al ,,.ie oufe andk jmb Weite bet £)ert ,-ro ße gelegen: sond , clbfttn zu sehen, un ,1660 gehörig gewesei /argem Bedenken, wi ,inb nützlichen anzufte , ützrlechra Registern, ,dK auch der sürnernft i f.». „in Verlag Gec €• ter Litel -eS erster i deutscher Eyrachr $ bti ^esyrechuu^ dti aichreckkndr- MM ternhigjährigeu Krieg z Wttong io recht der । Publikums nach dem Q brechend, brachte es di )ohaullkt JanssoniuS »Üthet ei« orkanartiger Stur«. Biele UoglückSfälle werde« 8eme$ari«, 11. Januar. „Rappel" veröffentlicht' ein Ju- terwiev seines römischenKorrespondenten mit Bong hi. Der letztere habe erklärt, daß der König beschloffen habe. C r iS-p i ans seinem Posten zu belasten und die Sammer aufzulösen, sowie Neuwahlen anzuordnen. London, 11. Januar. Die Gerüchte über de« Tod deS König« von Korea sind unbegründet. London, 11. Januar. AuS Shanghai wird gemeldet, daß nördUch von Tichorl, 120 Meilen von Peking, blutige Kämpfe staltfanden. Chinesi-che Verwundete wurden z« Hunderten in T'enrsin einadMert. _____________ wirb, und nicht Dinge pasfirm, wie kürzlich in Mittelamerika M« sollte lernm, berechtigte G-südle »n ichon-n und nicht dulden, daß die Gebeine unserer bei Metz gefallenen Krieger, wie es geschieht exhumirt und in Massengräbern unttrgebracht werden. Ferner sollte m-n SlMh-« d-rüb-r fd>aft n, ob bk str-ng- S.auffüstkiung bet Turnvereine sich auf die aniis.mNtschen Tu noeretne erstrecken foU. Der Herr Minister verneint ba8; ich stelle bas vor bem ganzen Lande fest. (Heiterkeit^ Rebner empfiehlt u. A. als Maßnahmen rur Bekämpfung der Socialdemokratie Gewährung von Diäten an die Abgeordneten, Bekämpfung der 2'den durch neue Besttmmungm im Strafgesetzbuch an. Den Fall ^Lweinitz hat Auer zu Unrecht so aufgedauscht; hatte der Graf da« Geld nicht 6^^', dann hätte e« aedettzen seht Atfer’ erst hatte er Verkehr mit der Person und bann läßt 'n sie nicht mal begraben! (Heiterkeit.) .^r Bellegung des sozialen Kampfes könne die Regi-rung durch 'ine gesunde und energische Miitclstandspolitik viel thun. Vor Allem mutz aber eine Umkehr in den oberen Gesellschaftskreisen statifinden. Dann mag an deutschem Wesen einmal die Welt genesen. (^r,aö0^ . m>eient- Slbg. Frhr. v. Hodenberg (Welfe) schlieht sich im Wesens liche« den Ausführungen des Abg. Gröber an. ® mfaeftfce® Paragraphen ablehnen, der den Character eines Ausnahmegrleyrs annehmen könnte. Das alte bannov-rsche Strafgesttzbuch war al« da« jetzige deutsche Strafgesetzbuch; eS sihte auf ben ^ocbonratO die geschärfte Todesstrafe und doch hat^e« den deulschm Nation - W ^«b^ Kröb er (südd. Volksp) stimmt gegen das Gesetz. Unsere Rechtspflege ist unzuverlässig. Was ist denn Hochverrath. Wenn die That glückt, ist sie eine ruhmreiche Tbat, mißglückt sie aber, so heißt sie Lochoerratb! (Sehr richtig! links.) Die Vorlage lege i-dem Menschen den Strick um den Hals. Bei der Schlußsteinlegung des Reichstags habe er den Eindruck gehabt, als finde eine Leichenseier statt zur Bestattung der politischen Freiheit. Abg. Dr. Sigl. Es ist sonderbar, in dem Lande ein solche« Gesetz zu finden, wo der König Fri drich H da« Wort von den Gazellen sprach, die nicht genirt sein sollten; selbst den Münchnern ist dies Gesktz iu viel, die sich doch nie durch einen Ueberfluß an Muth ausgezeichnet haben. (Heiterkeit.) Die PretzsreiheU tst mit diesem Gesetz unmöglich. D'M Ebristenthum ha: man.auch Umsturz vachgeiragen und eS hat sich doch durchgerungen, (^hr riw'S!) 1870 hat man mich in 6 Wochen 86 Mal covfi'eirt (Große Heiter fett), aber nicht vor den Riwter verwiesen. (Redner erzähl nun eine Reihe seiner Preßerlebnisse unter anbauernbtr Heiterkeit deS Hauses.) Es geht mit dem alten Gesetz auch, wir brachen kein neues Gesetz; d-s sehen wir wieder an dm Bauern von MMuhl. Die Redacteure hat man schon verurtheilt, die Bauern, 160 Mann, werden noch veruriheilt werden. Wer sich von den socialdemokratischkn Reden vergiften läßt, der ist ein Schaf. (Stürmische'H^erkeit.) Die allgemeine Unzufriedenheit veranlaßt Diele, locialdemoDaii^ zu wählen. Ich kenne ein Mitglied am höchsten bayerischen Gerichtshof in München, der socialdemokratische Wahlzettel abgab, nur nm, wie ” sagte, seinem Ekel und Abscheu mit den bestehenden De.höU- nissen Ausdruck zu geben. Im Deutschen Reich ist Niemand zufrieden; höchstens der frühere Reichskanzler, und der ist nicht in Deutschland, sondern in Montreux. (Große Heiterkeit.) Im Hause de« Gehängten soll man nicht vom Strick redeni und» in Berlin nicht vom Umsturz; wo so viel umgesturzt ist wie! in^Berlin seit 1866 da solle man nicht so dicke thun geg'N den Umsturz. (Lachen.)' Mazzini, Garibaldi warm Verbündete Preußens, man soll sich nicht wundern, wenn solcher fortwäh, ende- Umnur, von oben auch Umsturz Ideen im unteren Do ke erzeugt. Gegen Um^ stürz helfen nicht Schießprügel und Gefangn^se °uch nicht daS Ras. sein de« Krieasministers n it dem SarraS (^iter^.) Mit solchen Gesetzen schafft man kein opferfreudiges Volk sür den Fall eine« unglücklichen Krieges, an dem ich unschuldig bim (Heitrrkeit.) Das Volk will dies Gesetz nicht. (Widerspruchs Ba^rn will e, nicht, Preußen kann sich ja ein Spezialgesetz machen. Dir ttpfm freilich keine Könige und Minister wie es früher in England geschuh, abn wir können Minister und Kanzler wegfegen ebensogut wie sie durch höheren Willen weggefegt werden. (Widerspruch.) Schaffen Sie sich Friedm mit dem Volke. Weiterberathung morgm. nfil|Ql Ma ’ 6otl fytinn St,Nibti« ' 12‘ ^Höt 1885 8 °'8ch, toib, dt' " P~«itboB .u, ' Saculkaten (hrfttb, n btefe Ehruvg Tr. 5 WM des ■fcwfcwmSS ®t ,gntIN mit b!e W ee Wt am Ä1, 1(1 “ to UH?’*”14®"1*« » I I« «tftel «U|t,tlte «i»t« dn mw. wsosttu stl trat «ra Dr. Pohl in einer etnSlückvvchhmM, JD8tn h°t. Der Inhalt t zu den besten Tijrug' khört, ist kurz solgender. r Leibarzt eines Herzogs Ranges aneitannt, hat l>eS Herrn eine falsche $ die Behandlung des vnichlich sitz oder der einem ^rrthum beharren, Erbprinz, durch das Aus- -en Besserung im Befind» gt, veranlaßt eine Unter« ch-viegersbhn Fortenbachs, eralen Anichauungen ^der n Lchiviegeroater an jedem . Martins, der erst nach :n drS Erbprinz» nach- csuchung zur Urberzeugung, handelt worden und nun -,ber hätte gerettet werden •ile eine- vor Noch» ja ofeffors nachgebend zur , ich noch WxxX ^tx M aber dn E^priuz Sutachten für das Staats- cch Versprechungen seiner es Gutachtens abzuhalten. . MartiuS, daß Foitenbach ^gleich er sich srines er auch die Äusficht, durch die Ehre seines Tchwieger- ichen charactersesten Mann bringen. Auch dir WJ r Gattin vermögen es mchtt als den Gatten, stellt stch l6 jfir Martins in höchster :« WM S**" «’S W f »“J Dr. ■**, W * “ °l°« 1!ilaLllt, »et, W «ulpi-l^L« i*’ en 8'*” h (itner 6«* Dlattiu« ®b 11((t *■ gut*’5 6t,L| ge»r ist ‘“"«"Ait®1”'1* brilti" « • h°!< Der voraer» $ott/ f®tD ifrfOA1 S^lder drenea ® ß(J % fiiss**** 2. December, vor Paris, vor le ManS, Gravelotte, Dijon, Orleans u. f. w. An gutem Besuch wird eS bet dieser Serie nicht fehlen und machen wir Militär- und Kriegerveretne hierauf besonders aufmerksam, daß diese Serie nur bis Mittwoch Abend stehen bleibt und dann eine neue Serie, das Leben und Leiden Jesu von der Geburt bis zur Kreuzigung, ausgestellt wird. ** Turnerisches. Die erste diesjährige Bezirksvorturner- tunde des ersten Bezirks des Gaues Hessen findet Sonntag Nachmittag 1/2 2 Uhr in der Turnhalle des Turnvereins statt. Hiera» anschuetzeud wird ein gemüthliches Zusammensein rettens der Borturnerschast bei einem Glase Bier stattfinden. •* Berurtheiluog wegen MajestätSbeleidiguug. In der blutige* Straskammersitzung verurtheilte der Gerichtshof den 40jährigen Arbeiter Ern st. Lenz von Stoppet, zuletzt in Gießen, welcher am 6. December v. I. in der Keßler'schen Wirthfchaft eine beleidigende Aeußerung in Bezug auf den Kaiser gethau hat, wegen Majestätsbeleidigung zu 4 Monaten Gefangrriß, unter Anrechnung von einem Monat Untersuch- »lngShaft. Der Staatsanwalt hatte 6 Monate Gefängniß beantragt. Der Angeklagte bedauerte, die Aeußerung gechan z« haben und erklärte, angetrunken gewesen zu sein. •• Kochschule. Am 21. Januar soll wieder ein neuer CursuS der Kochschule deS Allg. Vereins sür Armen« und Krankenpflege eröffnet werden. Der Verein hat sich in feiner Sochschule, im Unterschied von der des Aliccvereins, nicht die Aufgabe gestellt, sür die feinere Küche deS reichen HauseS auszubilden, sondern will vielmehr Anleitung geben, »ie auch im gering bemittelten Hause mit den da vorhandene» bescheidenen Mitteln eine möglichst nahrhafte und wohlschmeckende Kost hergestellt werden kann. Wie wichtig daS Ist, und wie viel diese Kunst zum Wohlsein des HauseS beitragen kann, leuchtet Jedermann ein. Nichtsdestoweniger stad die Bestrebungen des Vereins bisher außerhalb unserer Stadt bester gewürdigt worden, als in Gießen selbst. Wir mache» daher auch an dieser Stelle auf den neuen Cursus assmerksam und bitten, die jungen Mädchen zum Besuch ermuntern zu wollen. Der Verein ist gerne bereit, solchen, die tagsüber beschäftigt find, einen Avendcursus zu halten. *• Ei» Badecker vor zveihundert Jahren. In der vor- zestrige» Monatsversammlung der hiesigen Section des Deutschen und Oesterreichischen Alpenveretns sprach Herr iiralgymnafiallehrer Hedderich über Martin Zeillers FdnS Achates, ober „getreuer Reisgesert, welcher seinen MiSgesellen nicht allein, zum Thetl auß eigner Erfahrung, Theil auß anderer Schrifften und Berichten die Meilen »und Weite der Oerter von einander: deßgleichen wie und v®o fie gelegen: sondern auch bey vilen, was vornemlich da- „'elbsten zu sehen, und wem solche umb daS Jahr Christi ,1660 gehörig gewesen, anzeigen thut. Zu fambt einem ,kartzem Bedenken, wie etwan die Reisen ins gemein wol ,unb nützlichen anzustellen seyn mögen. Auch zwkyen auß- ,sührlichen Registern, sowol der hierin begriffenen Reisen; »als auch der fürnemsten Oerter, durch welche solche gehen" «. s. w. „in Verlag Georg Wildehsens zu Ulm. An. 1661." So der Titel des ersten Führers durch deutsche Lande, der in deutscher Sprache geschrieben ist. Der Redner verstand eS, bei Besprechung dieses Buches ein lebhaftes, wenn auch erschreckendes Sittenbild jener Zeit unmittelbar nach dem dreißigjährigen Krieg zu entrollen. In seiner ärmlichen Ausstattung so recht der geringen Kaufkraft des deutschen Lese- Publikums nach dem Elend deS dreißigjährigen Krieges entsprechend, brachte es dem Verleger nur kargen Gewinn- denn Johannes JanstoniuS scheute sich nicht „ohne deß Autoris „und deß Herr» Verlegers Vergünstigung dtseS Raißbüchleiu „in Amsterdam An. 1658 nachzudrucken- daß die Herren Käuffer „sich vor solchem Nachdruck hüten wollen. Dann, zudem es „eine schwere und segenfreffende Sünde wider^daö Stbende „Gebott einem anderen ehrlichen Verleger, so ein Buch recht- „mäßiger Weise an sich gebracht, dasselbe nachzudruckea und „Ihme also seinen verhassten Nutzen zu entziehen, so ist auch „solcher Janssonische Nachdruck nicht just, und über das wegen „der beygesügten Rupfer»Figuren (die auch ihre Fähler) gar „theuer- dargegen man dieses Raißbüchleiu in Deutsch und „Lateiniicher Spraach allhie in rechtem Gelt haben kau." — DaS Büchlein stellt uns in seiner Vorrede den unentwickelten Verkehr und all die Schwierigkeiten, die hieraus dem Verfasser des Reise'oüchleins entstehen, vor Augen- namentlich wendet er sich gegen diejenigen Benützer seines Buchs, die darin sich findende Ungenau'gkeiten dem Verfasser zur Last legten und offenbar auch über unrichtige Angabe der Entfernungen von einem zum anderen Ort klagten. „Wie nichts „beständiges in dieser Welt, also geschieht es auch mit denen „Orten und Herren derselben, die verändert werden oder gar „absterben: und man also immer etwas an dergleichen Büchern, „sonderlich auch der widerwärtigen (—widersprechenden)Berichte „halber so Einem Beschreiber (der nicht an alle Orth selber „raisen ober der Meilen und nächsten Wegs halber „Feldmesser bestellen und auf seinen Kosten Botten hin und „wider außschicken fan) zukommen, zu flicken und zu verbessern „hat. Es haben im durchraisen dergleichen Personen, so sich „gegenwärtigen Ra'ßbüchletns gebraucht, den Autoren besucht, „seine angewente Mühe gerümt, sich auch deßwegen bedanckt, „aber bißweilen dabey vermeldet, daß sie theils Orte, die ,/auffgezeichnete Sachen nicht mehr also gefunden, gleichwohl „ihnen noch die Stell und die Gelegenheit, wo Sie gewesen, „angezaigt ober gewisen worden: dessen bann sonderlich zü „Kriegszeiten man sich nicht wunder nehmen lassen dar ff." Das Reisebuch ist mit einer einzigen Karte von Deutschland geschmückt, von deren Genauigkeit schon ihre Größe, 12 zu 8 cm, einen Begriff giebt. Vom Böhmer Wald btß in unsere Gegend erstreckt sich eine schnurgrade Allee von 14 dicht aneinander stehenden Bäumen: eine weitere Jndividualisirung unserer Mittelgebirge ist nicht versucht. Nürnberg liegt z. B. am Main. Desto heiterer stimmt uns jetzt daher das naive Selbftbewußtsein, das den Verfasser unter baß so beschaffene Kartenbild die Worte des Psalmisten setzen läßt: „Ich wil „dir den Weg zeigen, den du wandeln solt, Ich Wil dich mit „meinen Augen letzten." Zum großen Theil vortresflrch sind dagegen die Rathschläge, die unser Zerller in seiner Ein« leitung g'ebt, dem „unvergreisfl chen Bedrucken, tote die R.ysen „ins gemein wol und nützlichen angeordnet und verrichtet „werden mögen." — Ec hat von der Bedeutung der Reise für eine gediegene Bildung die höchste Meinung. Sein Reisegepäck entspricht in seiner Zusammenstellung den staatlichen und gesellschaftlichen Zuständen nach dem dreißigjährigen Krieg; ferne Reiseapotheke und htzgienischeuRathschläge geben in manchen Zügen einen hübschen Einblick in ben herrschenben Aberglauben. Z. B. empfiehlt er Waschungen mit kaltem Wasser „welches verursache, baß die innere Wärme im Leib bleibe „unb die äußerliche Kälte nicht in denselben komme", ober er rät sich „unter den Haselstauden nicht ntdersetzen ober „schlaffen, bieweil ihr Schatten bem Kopfs schäbltch „seyn soll". Die auf diese Bedenken folgenden 160 Reisen sind vielfältig interessant. Sie vermögen besser wie lang« athwige Schilderungen die jammervolle staatliche Zerrissenheit uns vor Auge zu führen. Die äußerst gewissenhafte Aufzählung der Sehenswürdigkeiten einer jeden Stadt zeigt uns die ungeheuere Veränderung der letzten 200 Jahre: Von Berlin derichiet er nur, unb weiter war offenbar nichts zu berichten. „Dies ist die CdurfÜrstliche Brandenburgische „Hoffstadt, und das Haupt in der Maik Brandenburg, an „Der Spree gelegen; unb ist doppelt, deren der eine Theil „eigentlich Berlin, der eine aber Cöln an der Spree genarbt „wild, in welchem auch der Thurm ober bie Stiftskirchen „und das Churfürstliche Schloß sampt den zugehörigen Ge« „bäuben, der Schloß-Kirchen, Cantzley, Apotheken, Marstall, „Rüstkammer unb dergleichen zu besichtigen " Was muß man schließlich in Gießen sehen? „Ligt im Obern Fürsten« „thumb Hiss n und ist tieft; allda die Kirch zu S. Paukratio, „bas Collegium der Anno 1607 allhie eingesührten hohen „Schul, die Fürstliche Resodentz, unb baß ansehenliche Zeug- „haus »u befntitiaen." aus den Stande-amtsregifte*« -er Stadt Gietzerr. Aufgrdoir. Januar: 5. Oskar Theodor Konoid, Schutzmann zu Darmstadt, mit Anna H rmtne Barbara Zwcfch bie» selbst. 5. Jacob Velten, Taolöhner zu Oberndort, mit Anna Marie Theiß zu Oberndorf. 7. Albert August Holland, Fußgendarm dahier, mit Barbara E.isa- b?tha Sandmann zu Lauterbach. 7. Heinrich Bor schel, Taglöhner zu Weiterode, mit Maria Gerhard daselbst. 7. Ka-I Wilhelm Konrad Giau, Schlosser dahier, mit Elisabeth Phttippine Wilhelmine Schneider hier selbst. 9 Martin Johannes Heremann, Locomotivhetzer dahier, mit Dorothea Wetter zu Dingelstädt. 9. Karl Herr, Dienstknecht dahier, mit Maria Schmidt Hierselbst. 9. Dr. Carl Georg Winheim, pract. Arzt zu Grünberg, mit Karoline Johanna Moria Henriette Warth Hierselbst. 11. Carl Jacob Rinderknecht, Tagiöhner dahier, mit Margarethe Katharine Eusadeth Krausmüller htersclbst. Januar: '9. Dr. R charb W lhelm Einst Martin Melde, pract. Arzt zu Alsheim, mit Bertha Wilhelmine Ida Bork dahier. Januar: 5. Dem Professor Dr. Arthur Benno Schmidt eie Sohn. 6. Dem Spenglerm^ister Christian Arnold eine Tochter. 7. Dem Schaffner bei den Oderhesstschen Bahnen Heinrich B-nder eine Tochter, Lina. 8. Dem Hausirer Philipp Fischer eine Tochter. Januar: 5 Lina Stork, geb. Pohl 32 Jahre alt, Ehesrau von Hilfsbremser Heinrich Stork dahier. 6. Johann Fischer, 26 Jahre alt, Schubmacher habier.__________________________________________ Auszug aus den Airehenbüchern Ver Stavt Gießen. Lsangelische Gemeinde. Setranrs. Markusgemetnde. Den 6 Januar. Joseph Schumann, Fuhrmann in Gieße«, und Anna El'sabethe Johanna Zahrt, Tochter von Laternenwärter Heinrich Zahrt zu Gietzen. Lukasgemeinde. Den 10. Januar. Dr. Richard Melde. Arzt zu ^l^beim, und Ida Bork zu Gießen, Tochter des verstorbenen Landg^richlsraths Eduard Bork in Marburg. Matthäusgemeinde. Den 6. Januar. Dem Schreiner Heinrich Vollmöller eine Tochter, Elisabeth, geboren den 10. December. Markusgemetnde. Den 6 Januar. Dem Bterorau r Joseph Gentner eine Tochter, Anna Marie Elisabeth Helene, geboren den 23. November. Militärgemeinde. Den 6. Januar. Dem Premierlieutenant Alfred von CarlS- hausen eine Tochter, Maria Hedwig, Eleonore Gertrud Carla, geboten den 2 October. Veerdigtt. Markusgemeinde. Den 6. Januar. Richard Falkmeyer, Kürschnergehilfe, gebürtig aus Kaukehmen in Ostpreußen, 31 Jahre alt, starb den 4. Januar. Lukasgemeinde. Dm 8. Januar. Lina Stork, geb. Pohl, Ehefrau deS HilsS- bremsers Heinrich Stork, 32 Jahre alt, starb den 5. Januar. Nutzholzversteigerung im Arnsburger Walde. Mittwoch den 16* Januar l. I. Iple« in den Districten Nußgarten, Kl. Seif, Hain, Kalkofen und Hardt Mentlich versteigert werden: 1 Linden-Abschnitt mit 1,18 fm (50 cm mittl. Durchmesser), 120 Eichen Abschnitte mit 45 fm (18—47 cm mittl. Durchm.), meist Bau- und Wagnerholz und etwa 4 fm Schnittholz, 35 Buchen-Abschnrtte mit 28 fm (30—67 cm mittl. Durchm.), Schnüt- »nb Wagnerholz), 25 Kiesern-Abschnitte mit 20 fm (26—40 cm mittl. Durchm.), meist Schnittholz), 75 Kiesern-Abschnitte mit 26 fm (17—30 cm mittl. Durchm.), Bauholz, 60 Fichten-Abschnitte mit 18 fm (15—28 cm mittl. Durchm.), Bauholz, 800 Fickten.Derbstangen mit 35 fm, Gerüst- und Laltenstangen, Baumstützen, 100 rm Fichten Reiserstangen, Baumstützen, Lattenstangen, 3 ra Eichen-Nutzscheitholz, 3 rm Eichen-Nutzprügelholz (Pfosten), 7 rm Kiefern-Nutzprügelholz und 2 rm Ltnden Rollen. Zusammenkunft Vormittags 10 Uhr im District Nutzgarten am Dorf- ziller Fußpfad. Arnsburg, den 9. Januar 1895. 46____________________________Gräfliche Oberförfterei. ZM. Derein für Armen- und Krunkenp-ese. Unsere Kochschule (West Anlage) beginnt Montag, den 2^ Januar, einen neuen Cursus. Das Schulgeld beträgt lonatlid) 1 Mk., wofür die Schülerinnen unentgeltlich an den Mahlzeiten cheilnehmen. 524 ^Anmeldungen werden bis spätestens Freitag, den 18. Januar, ir. Schwesternhaus, Lonystr. 2, erbeten. Etwaige Gesuche um Freistellen M ebendaselbst anzubringen. __________________Der Vorstand: Schlosser.____________________ Atelier f. H'ortraitsmalerei. — Auch Unterricht daselbst. — sa Otto Fritz, Bleichftraße 24. Grotzh. Hessische Staatseisenbahnen. Verdingung der Lieferung von 10 000 cbm Badnschotter an die Neuvaulinie Grünberg—Londorf im Ganze« oder in Theilen. Die Verdingungsunterlagen sind im Bureau der unterzeichne'en Behörde in Gießen (Frankfurterstraße 64) ober der Neubau-Abtheilung HI in Grünberg) «Gasthauszum englisch-nHof) e'nzufeben, können auch bei der erstgenannten Stelle gegen postfreie Einsendung von 7u Pfennig bezogen werden. Angebote sind postfrei, mit entsprech-nder Aufschrift versehen, an die unterreichnete Behörde bis Donnen tag den 31 J inuar d I, Vormittags 10 Uhr, einzureich n, zu welcher Stunde die Eröffnung der- ftlben erfolgt. Auschlaztzfrisi zwei Wochen 584 Großh. Baubehörde für Nebenbahnen in ______________Ober be>ien_______________ Alice-Schuke. In den Bügel-Cursus können noch einige Schülerinnen aufgenommen werden. Beginn 14. Jauuar. Anmeldungen bei 446________Frl. L. Möser. Stabt. Slhiachthallb. Freibank. [563 Heute Kalbfleisch, nickt ladenrein, ver Pfd. 40 Psg. Toilette-Absal-Skift Glyc.-Transp.-Zkise in vorzüglicher Qualität ompfi.hlt 538_____H. Tichy, Seltersweg 43. 5*51 Gut erhaltene Militärxnäntel billig >u verkaufen. Näheres in der Expedition d. Bl- Aechte Kieler Fett-Bücklinge per Stück 5 Psg. 12 Stück 50 Pfg. 547 J« M. Schulhof- Marinirte Heringe, Bismarck-Heringe, Ostsee-Del ic.-Heringe, Brat-Heringe, Rollmöpse, russ. Sardin. Sardellen, Ural-Caviar, Christ. Anchovis, Anchovis-Paste, Bücklinge. Sardinen in Oel, Krou en-Hammer. Ochsen-, Kalbs- und Hammels-Zungen, Büchsenfleisch, Gothaer Cervelatwurst empfiehlt 305 Emil Orbig. MAtt-Mcklinge 3 Stück 10 Psg. empfiehlt 548 J. M. Schulhof. 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