p» Mikroscope’) i’.xperimentir- \ ' Elen”"*! J • I > ♦ > ♦ ■ I ♦ V l 4 ♦ ♦ ♦ Inders UNd iai,q- Klagens. fortsetzen, M Mmde zu bereiten. ‘aßi geschenkte Wohi- te lomie Geldspende» Mitgliedern: Friseur milHeuser, Bahn, -icherstraße, sowie in auser eher Seite aufs Beate eine > \ Haus- rr 16) des^J, feinst Cognafc ie äybwc ^Lothvelr Weisswein) M Mdkme iil ItltpiroSi 55 ti Gießen: m Flasche 18 W 20 . 23 . 23 . LnfertiguBg von: eitung® *apm*avht. aadeeinrlcW - in vorzüg'ictiet iBter Verwend so« «t ™ irituren l8erteitu"l)e";. •8SI jJrfm «sw- ien ■— u jettst' , ,.n «ft Nr. 266 Drr Oiete«er Anzeiger erscheint täglich, ent Ausnahme bei Montag«. Die Gießener A.mtkieuvlLlter »erden dem Anzeiger Wöchentlich dreimal beigrlegt. Erstes Blatt. Dienstag den 12. November ISf^S ---—■ — — 11 1 Gießener Anzeig er Kenerat-Wnzeiger. vierteljähriger > Avonnemcatspreisr 2 Mark 20 Pfg. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen 2 Mark 60 Pfg. Redaction, Lrpcditio» und Druckerei: ScSntstraße Kr.^ Fernsprecher 61. Amts- unb Anzeigeblertt für den Äveis (ßiefcen. Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für de« folgenden Lag erscheinenden Nummer bi« Vorm. 10 Uhr. Hratisöeikage: Hießener Kamitienötätter. Alle Annoncen-Bureaux des In- und Ausländer nehmen Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen. Amtliche- TKeil. Bekamttmachttng, betreffend die Maul- und Klauenseuche; hier Abhaltung von Viehmärkten. Nachdem durch den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in mehreren Gemarkungen unseres KreifcS eine „erhöhte Seucdengefahr" besteht, verbieten wir bis auf Weiteres die Abhaltung von Viehmärkten, mit Ausnahme von Pferdemärkteu, im Kreise Gießen. ^Insbesondere werden von diesem Verbote getroffen die Biehmärkte am 13. November l. I. zu Allendorf a. d. Lda., 19. und 20. November zu Gießen, 10. und 11. December l. I. zu Gießen, 14. November zu Grimberg, 9. December zu Hungen, 5. December zu Treis a. d. Lda. Gießen, den 11. November 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Gagern. Gießen, den 11. November 1895. DaS Grotzherzogliche Kreisamt Gieheu Ml die Grssth. Bürgermeistereien des ÄwHH. Unter Hinweis aus vorstehende Bekanntmachung rubr. Betreffs beauftragen wir Sie, solche alsbald in Ihrer Gemeinde ortsüblich veröffentlichen zu lassen. v. Gagern. Deutsche- Reich. Berlin, 9. November. In Bezug auf die in den letzten Tagen durch die Presse gegangenen Mittheilungen über Verhandlungen, welche im preußischen Staatsministerium in Sachen der Militärstrafgerichtsverordnung ftatt- gefunden haben sollen, wird der „Nat.-Ztg." Grieben: Die Nachrichten hierüber könnten nur durch Indiscretion ihren Weg in die Oeffentlichkeit gefunden haben. Demgemäß hätten fie ketneu Anspruch auf absolute Richtigkeit. Nur das Eine dürfe als sicher angenommen werden, daß sich das Staatsministerium ihatsächlich mit dieser Angelegenheit beschäftigt habe. In dem Schreiben heißt eß weiter, was wohl die IndiScretionen bezweckten, die den Anstoß zu der gegenwärtigen Behandlung der Frage betreffend die MilitärstrafgerichtS- verordnung in der Tagespreffe gegeben hätten. Sollten sie von Stellen ausgehen, welche die neue Militärstrafgerichts' Verordnung nicht zu Stande kommen lassen möchten? Man solle doch nicht vorzeitig Dinge in die Oeffentlichkeit bringen, zu denen erst dann Stellung genommen werden könne, wenn fie völlig ausgeretft seien. Andernfalls liege die Gefahr vor, daß die Sache uunöthig aufgehalten werde. Berit«, 9. November. Anläßlich deS Erinnerungstages des Sieges des deutschen Kriegsschiffes „Meteor" über den französischen Aviso „Bouvet" fand heute Abend zu Ehren deS Admirals Knorr im „Kaiserhof" ein Diner statt, woran einige siebzig Marineoffiziere theilnahmen. Knorr wurde von drn Festtheilnehmern begrüßt und von Admiral Hollmann auf den Ehrenplatz geleitet, ihm gegenüber saß Bendemanu. Während der Tafel trafen zahlreiche Glückwunschtelegramme ein. Knorr toastete auf den Kaiser und schloß mit einem Hoch auf die Marine, Hollmann auf Knorr. Der Kaiser sandte Morgens folgendes Telegramm: „Bei der Wiederkehr des Gefechtes bei Havana erinnere ich mich gern deS von Ihnen als Commandant des „Meteor" geführten siegreichen Gefechts und spreche Ihnen meinen warmen Glückwunsch zu dem heutigen in der. Marine fast einzig dastehenden Gedenktage auS." verliu, 9. November. Wie die „National-Zeitung" schreibt, finden heute hier commtffarische Verhandlungen in Betreff der Uebertragung der UnterhaltungSpflicht der ftscaltschen Land-Heerstraßen auf die Provinzen oder Kreise statt. Kol«. 9. November. Die „Köln. Ztg." findet eS bei Besprechung der Lage in der Türkei begreiflich, daß die deutschen Familien nicht ganz ohne Besorgniß wegen ihrer Angehörigen in der Türket find, angefichts der dort herrschenden Zustände. Man dürfe indeß überzeugt fern, daß daS Auswärtige Amt bereits der Frage bezüglich Schutzes der deutschen Staatsangehörigen seine Aufmerksamkeit ge- widmet habe und dafür energisch eintreten werde. Deutschland werde auch fernerhin im Orient die Rolle deS uneigennützigen Maklers beibehalten, sodaß es umsomehr befähigt Einer Meldung auS Shanghai sein ronbe, den Schutz seiner Angeaörigen mit allem Nachdruck wahrzunehmen. des 10. 85. Räuber sind entkommen. Loudon, 10. November. Annahme, daß Rußland auf dem Getreideweltmarkte bald einer gefährlicheren Concurrenz begegnen wird, als die bisherige eS ist. — Ein Land wie Argentinien, welches sehr weite, fruchtbare Länderftrecken besitzt, welche in kürzester Zeit bevölkert und bebaut worden sind, verfolgt denselben Weg wie Rußland in der jüngsten Vergangenheit. ES wird für Rußland sehr schwierig sein, die Concurrenz mit den Ländern zu bestehen, welche das Getreide auf ursprüngliche und in Folge dessen auf billige Weise productren, denn unser Acker muß sorgfältiger bestellt werden und deshalb können wir das Getreide nicht so billig Herstellen. Andererseits werden die vermehrten Urbarmachungen in den genannten Ländern sicherlich zu einer Verminderung der Viehzucht führen. In Folge dessen müssen wir jetzt unsere Aufmerk- samkeit auf diesen Thetl der Landwtrthschaft bei uns in Rußland richten, damit also bald die nothwendigen Veränderungen für den Export der Erzeugnisse unserer Landwirth- schäft eintreten. GeburtStageS. Deoeschen deS Bure« „Herold" Berlin, 10. November. Unter pockenähnlichen Er- Arr-land. Wien, 9. November. Die neue Bürgermeisterwahl findet am 13. d. M. Vormittags statt. Triest, 9. November. Eine Gruppe hier und in Con« stantinopel ansässiger, griechischer Bankiers beschloß die Gründung einer großen Mittelmeer'DampfschifffahrtS'Gesell- schaft. Die Hauptstationen dieser geplanten Linie werden I sein: Constantinopel, Triest, Alexandrien und London. Rom, 9. November. Die öffentliche Sicherheit auf Sicilien läßt fortwährend zu wünschen übrig. Die Blätter verlangen, daß die Regierung Maßregeln treffe, um diesem Uebelstande abzuhelfen. Mehrere Räuber gehen als Ordensbrüder verkleidet. Paris, 9. November. Der Marineminifter Lockroh hat trotz der Bitte des Präsidenten Faure den Generalstabschef der Marine, Humann, seines Postens enthoben. Der Admiral war von dem jetzigen Präsidenten Faurc in seiner früheren Eigenschaft als Marineminister auf diesen hohen Posten berufen worden. Paris, 9. November. Mit großer Genugthuung wird von der katholischen Preffe die Nachrickt ausgenommen, daß der apostolische Nuntius in Paris sämmtlichev Ministern Besuche machte, welche alle Minister erwiderten. Madrid, 9. November. Der Jnsurgentenführer Roloff erläßt ein Manifest, worin er den Landleuten mittheilt, daß I er alle Diejenigen erschießen lassen werde, welche eS wagen sollten, in der Provinz Villas zu ernten. Marschall Martinez Campos hat soeben in dieser Provinz die Concentration seiner Truppen begonnen und will die Pflanzungen energisch vertheidigen. Warschau, 9. November. Neuerdings wurden auf Befehl der Regierung in Russisch-Polen zahlreiche katholische Kirchen und Klöster geschlossen. Petersburg, 9. November. Seit mehreren Tagen circu- liren hier Gerüchte über eine Judenhetze in Kutais, welche sich als richtig erwiesen haben. Durch einen unwesentlichen | Streit zwischen einer alten Frau und einem Judenknaben | entstand daselbst ein Tumult, welcher schließlich solche Dirnen- i fionen annahm, daß der dortige Gouverneur Kosaken requt- riren mußte. Bis 2 Uhr Nachmittags wurde demolirt, dann trat Ruhe ein, welche einige Stunden später wieder unter- brochen wurde. Die Tumultuanten griffen die jüdische Bevölkerung fortgesetzt an, wobei mehrere Juden gefährlich verwundet wurden. Erft durch das Einschreiten eines Bataillons Infanterie und einer Kosaken-Abtheilung konnte die Ruhe wieder hergestellt werden. Am folgenden Tage mußten sämmtliche jüdischen Magazine geschlossen bleiben und das von Juden bewohnte Stadtviertel von Truppen cernirt werden. Infolge der Ermordung eines Russen bet dem Tumult wurden 10 Juden verhaftet. Petersburg, 8. November. Die Münze hat den Auftrag erhalten, sich im nächsten Jahre zur Prägung folgender Münzen vorzubereiten: 100 Millionen Rubel in Gold, 25 Millionen vollwerthige Silbermünzen, 300 Tausend Rubel Scheidemünzen (nicht vollwerthig) und 800 Tausend Rubel in Kupsergeld. — Folgende Veränderungen bezüglich der allgemeinen Verwaltung der Preßangelegenheiten werden demnächst erwartet: Der Chef der Verwaltung, der Geheime Staatsrath Jeoktistoff, ist zum Senator ernannt worden und verläßt seinen Posten in der Verwaltung. Der Chefredacteur deS „Regierungsboten", Kammerherr Slütschewsky, tritt an seine Stelle, wie auch der Kanzleidirector des General- GouverneurS von Moskau, der Hofgroßmeister Istomine. Petersburg, 9. November. Der Minister für Land- wirthschaft und Kron-Domänen, Geh. Staatsrath Ermolo ff, machte in einem Bortrage im Staatsrath in Betreff der Vermehrung der Zuwendung zur Verbesserung der russischen Landwirthschaft folgende, im Hinblick auf die WirthschastS- polittk interessante Mittheilungen: Man machte gute und verhältnißmäßig sichere Ernten auf dem fruchtbaren Boden des Ackerlandes nur in der ersten Zeit, so lange diese Länder, striche den Charakter jungfräulichen Bodens bewahrten und am wenigsten unter Dürre und Ueberwucherung durch Unkraut litten. Der Ertrag dieser Böden verminderte sich überall von Jahr zu Jahr, seitdem diese Länderstriche erschöpft waren und man machte sehr häufig schlechte Ernten. Um dies zu vermeiden und um unsere Landwirthschaft sicherer zu stellen, ist eß nothwendig, den Ackerbau rationeller zu betreiben, immer mehr die Fruchtarten zu wechseln und die Viehzucht im höchsten Maße zu heben. Auch die Bedingungen beß Weltmarkteß zwingen unß dazu, denn man hat Grund zur zufolge hat der Oberführer der Rebellen, Dunganca, der chinesischen Regierung ein Ultimatum zugehen lassen. Er will, falls ihm die Antwort hierauf nicht genügt, auf Peking loßmarschiren. Außer dem Hauptorte Lantutau haben die Rebellen in der Provinz Kansu noch mehrere andere Ortschaften eingenommen und eine Anzahl geplündert, sowie die Bevölkerung maffacrirt. Der Krieg von 1870[71, geschildert durch Ausschnitte tu8 ZeituugS-Nummern jener Zeit. (Nachdruck verboten.) 12. November. Jugendlicher Uebermuth, vielleicht auch Langeweile, verleiteten einen Freiwilligen auß Berlin zu der Wette, er wollte der Festung Thionmlle einen Besuch machen. Als Bauer gekleidet, kam er glücklich hinein und zechte mit Bürgern in einem WirthShauß- französisch sprach er prächtig, aber an seinen Fingern glänzten Diamantringe und unter der blauen Bluse lugte eine goldene Uhrkette hervor. Das verrieth ihn, er wurde als Spion verhaftet und anderen Tages trotz aller Verwendung erschossen. Er ist der einzige Sohn eines Berliner Kaufmanns, der über Millionen commandirt. Versailles, 12. November. Im Gefechte des Generals v. d. Tann am 9. d. M. wurden sämmtliche Angriffe des Feinde« mit großem Verluste desselben zurückgewiesen und erst hierauf der Abmarsch angetreten. Am 10. Mittags verirrte sich eine Abtheilung der bayerischen MunitionS- reserve, bet welcher sich zwei Reserve-Geschütze befanden, und fiel in die Hände deS Feindes. ES ist ein eigenthümlicheS Zusammentreffen, daß die Deutschen die erste Niederlage vor Orleans gerade am 10. November, dem Geburtstage Schillers, er- Nerrefte Wolffs telegraphisches Eorrefpondenz-Bureau. Verliu, 10. November. Durch den starken Sturmscheinungen sind im Krankenhauie abermals zwet Personen erkrankt und zwar zwei Studenten derMedicin, die zu ihrer Ausbildung im Krankenhause beschäftigt waren. Ob eß sich um wirkliche schwarze Pocken handelt, ist noch nicht fistgeftellt. Bis jetzt find inSgesammt neun Personen erkrankt. Wien, 10. November. Das Befinden des Grafen Taaffe hat sich derartig verschlimmert, das stündlich die Katastrophe zu erwarten ist. Budapest, 10. November. Wie auS Martonfalda berichtet wird, haben daselbst vermummte Räuber daS Gemeindehaus überfallen, den Ortsvorsteher, den Gemeinde- kasfirer' und deren Frauen mißhandelt und geknebelt, die Gemeindekaffe gesprengt und daS ganze Geld geraubt. Die wind am gestrigen Abend wurde daSGerüst an dem Thurme der im Bau befindlichen neuen Garr.isonskirche an der Blücher- straße in einer Höhe von 18 Meter umgerisien und stürzte unter donnerähnlichem Krachen auf das Dach der Kirche, welches erheblich beschädigt wurde. Auch in der Mühlen- ftraße wurde daS Gerüst eines Neubaues umgeworfen und in anderen Stadttheilen zahlreiche Spiegelscheiben zertrümmert. Berlin, 10. November. Der „Nattonalzeitung" zufolge begeht heute der ehemalige Präsident des Reichstags und Reichsgerichts, Eduard von Simson (geboren am November 1810 zu Königsberg) die Feier seines litten, der seine „Jungfrau von Orleans" diese Retterin Frankreichs, rufen läßt: Nicht? von Verträgen, nicht- von Ü bergabe! Der Retter naht, er rüstet sich zum Kampf. Dor Orleans soll das Glück des Feindes scheitern. Wenn das Victor Hugo wüßte! Er würde : „Der Himmel schickt uns Trost! Gott ist mit Frankreich !" so laut schreien, ba§ die deutschen Alpen erzitterten, aber nicht die deutschen Männer. (MontagSztg.) unb ptöHttjjUCk». Gieße», den 11. November 1^96. *• Empfang. Seine König!. Hoheit der Groß Herzog empfingen am 9. November den Oeconom Zimmer von der Bingmühle bei Lauter.f •* Vortrag der Colonial-Sefellschaft. Ueber den für nächsten Donnerstag Abend angekündtgteu Redner erfahren wir Nachstehendes: Hugo von Francois, Premier- licutenant, wurde am 12. Mat 1861 zu Reichenbach t. Schl., als Sohn des bet Erstürmung der Spicherer Höhen am 6. August 1870 gefallenen Generals v. Francois geboren. Nach feinem Austritt aus dem CadettencorpS wurde er dem 1. Magd. Jnf.-Reg. Nr. 26 überwiesen und 1886 in demselben Adjutant. Im Mat 1889 entsandte ihn daS AuS wärtige Amt mit der ersten 21 Mann starken Schutztruppe nach Südwestafrtka. Dort befand er fich in der Eigenschaft als Stellvertreter des Führers der Truppe und zeitweise des CommtffarS. Innerhalb der Truppe war er beauftragt mit allen die Ausbildung und die Verwaltung betreffenden Angelegenheiten. Während der Jahre 1889 und 1890 war er S'ationSchcf von TsaobiS und StationSchef in Windhoek vom October 1890 bis zu feiner Rückkehr nach Deutschland »m Juni 1894. Er nahm thätigen Antheil au der Errichtung der Stationen TsaobiS, HeußiS und besonders Klein- und Groß-Windhoek, machte verschiedene Reisen im Herero- und Nama- Lande und war in steten Beziehungen mit den Herero-Häuptlingen Maharero, Manaffe, Kambasembt, Kahi- m:ma, sowie mit Hendrik Witbooi und den Bastards. Im Juli 1892 kam er für zwei Monate nach Deutschland, um sich zu verhetrathen und führte seine Frau nach Windhoek. Die von ihm eingesandten Berichte gaben mit Veranlassung zum Einschreiten gegen Hendrik Witbooi. In dem Kriege gegen diesen nahm er als Compagnieführer theil, au der Erstürmung von HoornkranS am 12. April 1893, an den Gefechten bei HoornkranS im Mai 1893, an dem Gefecht bet Windhoek im Juli 1893, an dem Gefecht am rothen Berge am 2. October 1893, am Zuge gegen die Lambert- und Goklaö-Hottentotten im Februar und März 1894 und bei den Gefechten an der Nau Kluft im Mai 1894. Einige seiner Berichte sind im Colonialblatt erschienen. Er ist Ver- faffcr deS soeben veröffentlichten Werkes: ,Nama- und Da- mara, Deutsch Südwestafrika." ** Dresdener Gesammt Barsteüung. Ein hochintereffanter Gastspiel Abend steht uns für Donnerstag den 14. November im Leib'schen Saale bevor. DaS in ganz Deutschland gleich der Meininger und Münchener Ensemble- renommirte Dresdener Ensemble, welches an allen großen Theatern Deutschlands, wir nennen nur Leipzig (Stadttheater), Bremen, BreSIau, Cöln, Elberfeld, Magdeburg, Hannover, Halle, Königsberg, Danzig, wahre Triumphe feierte, wird hier in Anschluß an Marburg einmal am Donnerstag gastiren. Zweifellos dürfte dieser Theaterabend auf gleich künstlerischer Höhe wie der Frankfurter stehen, und eS ist wohl auzu- nehmen, daß die Betheiligung eine außerordentlich große sein wird. Wir erwähnen noch, daß Frl. Bernhardt zweimal je zehn Abende von Sr. Hoheit dem Herzog von Sachsen- Altenburg sein Hostheater zu einem Ehren Gastspiele überlasten erhielt, eine Auszeichnung, welche nur dem Meininger Ensemble zu Theil wurde. Wir dürfen diesem glänzenden Gastspiel-Abend deßhalb das vollste Jatereffe entgegenbringen. BilletS sind von heute ab bei Herrn Cha liier zu ent- »ehmen. ES empfiehlt fich jedenfalls frühzeitige Sicherung der BilletS. ** ßitCMB Althoff. Die Vorstellungen finden allgemein den Beifall des Publikums, was die gestrigen Sonntags- Vorstellungen bewiesen. Die gute Ausführung des stets reichhaltigen Programms verdient besondere Beachtung und ist der Besuch deS CircuS empfehlenSwerth. •*P Vom S. Mittelrheinkreis der deutschen Turnerschaft. Die Dorturnerschule de» 9. MittelrheinkreiseS, welche gestern in Wiesbaden stattfand, war von Gauturnwarten sehr stark besucht. ES wurde von Vormittag 10 Uhr bis Nachmittags 3 Uhr geturnt, und beschlossen, daS VereinSwettturnen im Kreis vorerst provisorisch einzusühren und practisch zu erproben, ob diese Turnart der bisherigen Musterriegenbildung vorzuziehen sei. Der Bericht Über das Gießener Kreisturnfest konnte der vorgerückten Zett wegen nicht erstattet werden, doch wurde bemerkt, daß der bei diesem Fest zur Verfügung gestandene Raum als Turnplatz für ein KreiSfeft nicht ge- "üge, resp. zu klein gewesen sei, und nach dieser Richtung für die Folge weiter gehende Ansprüche als bisher gestellt werden müßten. •• Kriegerdenkmäler im Krohherzogthn« Hessen. ES dürfte die nachstehende Notiz, da auch Gießen demnächst au Errichtung eines Kriegerdenkmal» ernstlich herangeht, all- gemein interessiren. In Heffen stehen in 219 Orten Krieger- benfmfiler; 81 Gedenktafeln in Kirchen, Rathhäusern rc. find zum Gedächtniß an die Woffenthaten der Armee angebracht. Für diese Denkmäler und Gedenktafeln wurden im Ganzen verausgabt Mk. 317,790, wobei das Landeskriegerdenkmal nicht in Betracht gezogen ist. Worm» hat da» kostbarste Denkmal errichtet und hierfür Mk. 40,000 aufgewendet, dann folgen Offenbach (Mk. 20,000), Alzey (Mk. 18,000), Mainz, Siegerkranz (Mk.8500), Laubach (Mk. 5500), Pfed- derSheim (Mk. 5500), Osthofen (Mk. 5000), Mombach (Mk. 4000), Bensheim (Mk. 3500), Ortenberg und Siefersheim mit je Mk. 3200. Die anderen Denkmäler kosten fämmtlich unter Mk. 3000. **nn Die Taodstummeu «ustalte« in Sroßherzagthun Hessen zu BenSheim und Frtedberg hatten im Schuljahr 1894/95 folgenden Bestand: DaS Lehrerpersonal an der Anstalt zu Friedberg bestand aus einem Direktor, vier ordentlichen, einem provisorischen, einem HülfSlehrer und einer Jndu- ftrielebrerin, zusammen acht. Die Zahl der Zöglinge, die in 22 Pflegehäusern in der Stadt untergebracht waren, betru, Ende 1894/95 20 Knaben und 27 Mädchen, zusammen 47. Don dieser Gesammtzahl find auS Starkenburg 5, Ober» Hessen 33, Rheinhessen 7, auS Bayern 2, evangelisch waren 44, israelitisch 3. An der Anstalt zu BenSheim find folgende Lehrkräfte thätig: ein Director, fünf ordentliche, ein HülfSlehrer, drei ReltgionSlehrer und eine Jnduftrielehrerin. Die Zahl der Zöglinge betrug inSgesammt 40 Knaben und 32 Mädchen. Dieselben waren in 62 Pflegehäusern untergebracht. Von dieser Zahl waren 43 auS Starkenburg, 3 auS Oberheffen, aus Rheinhessen 24, auS Preußen 1 und aus Baden 1. Katholisch waren 39, evangelisch 31, israelitisch 2 Zöglinge. Taubgeboren waren 42, durch Krankheit taub geworden 30 Zöglinge. •♦nn Die für daS Jahr 1894/95 auSgeschlagenen und zur Erhebung überwiesenen biterten Steuers für das Grohherzag- thum Hesse« vertheilen sich in folgender Weise. 1. Einkommensteuer : Provinz Starkenburg 1,932,088 Mk., Provinz Oder- Hessen 903,007 Mk., Provinz Rheinhessen 2,098,732 Mk., inSgesammt 4,933,827 Mk. 2. Gewerbesteuer: Provinz Starkenburg 371,014 Mk., Oberheffen 150,847 Mk., Rhein- Hessen 474,513 Mk., inSgesammt 996,347 Mk. 3. Grund- steuern: Provinz Starkenburg 1,072,549 Mk., Oberheffen 884,625 Mk., Provinz Rheinhessen 1,144,783 Mk., ins- gelammt 3,101,957 Mk. 4. Capitalrentenfteuer: Provinz Starkenburg 176,570 Mk., Oberhessen 76,085 Mk., Provinz Rheinhessen 155,670 Mk. Die Gesammtsumme der Einkommen-, Gewerbe-, Grund- und Capitalrentenfteuer betrug für die Provinz Starkenburg 3,552,221 Mk., Provinz Oberheffen 2,014,564 Mk., Provinz Rheinhessen 3.873,698 Mk., inSgesammt beträgt der Steuerausschlag für die dtrecten Steuern 9,440,483 Mk. ♦♦nn Die Octroieinnahme« der Städte Mainz, Darmstadt, Gießen, WormS, Offenbach, Friedberg, Alsfeld und Lauterbach für daS Rechnungsjahr 1894/95 beziffern fich nach Abzug der Rückvergütungen rote folgt: Mainz 534,254 Mk., Darmstadt 512,504 Mk., Offenbach 264,704 Mk., WormS 200,353 Mk., Gießen 92,654 Mk., Friedberg 7093 Mk., Alsfeld 4131 Mk. und Lauterbach 2277 Mk. •• Der Setreibemarkt. (BerichtSrooche vom 2. November bis 8. November.) In Folge des immer wieder auftretenden starken Angebotes an Weizen und Roggen ist aus den sammt- lichen Getreidemärkten eine gewisse Ermattung eingetreten, die aber bann stets einer kleinen Belebung Platz macht, wenn nach Weizen ober Roggen Nachfragen auftreten. In Berlin und Leipzig wurden gekauft: Weizen per 20 Centn» zu 135 bis 148 Mk., Roggen zu 116 bis 122 Mk., Gerste zu 114 bis 175 Mk., Hafer zu 115 bi» 148 Mk. Tendenz war auch für Hafer recht matt. §§ Grebenhain, 8. November. Schon an einem der letzten Sonntage sollte in einem nahegelegenen Walddistrict ein Volksfest gefeiert werden, mußte jedoch infolge der ungünstigen Witterung auf einen der kommenden Sonntage verschoben werden. Auf diesem Volksfest soll ein Schwein am Spieß im Walde gebraten werden. § Himbach, 8. November. Der hiesige Handelsmann Simon Fnld hat seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht. Seine Frau war vor einigen Jahren ebenfalls freiwillig aus dem Leben geschieden. Darmstadt, 9. November. Der Landwirth Jakob Buscher auS Eich bei WormS drang gestern Abend hier in die Wohnung seiner Schwiegermutter, der Wachtmeisters- wittwe Eierdam, ein und schoß dieselbe mit einem Revolver nieder. Buscher wurde später auf dem Geleise der Main - Nekar - Bahn tobt aufgefunden - der linke Arm war ihm abgefahren, außerdem zeigte die Stirne eine Schußwunde auf. △ Mainz, 10. November. Mainz, welches mit Recht den Ruf genießt, seine zahlreiche Neubauten im Gegensatz zu vielen anderen Städten io großer Solidität auszusühren, hatte nun gestern auch die Katastrophe eines Haus- einsturzeS zu erleben. Ein in der Neustadt unfern de» Zollhafen« errichteter fünfstöckiger Neubau, der bis auf ein Theil der Dachdeckerarbeiten im Rohbau, bereit» vollendet, türzte gegen 2 Uhr gestern Nachmittag mit furchtbarem Getöse zusammen und zwar derart, daß von dem ganzen Bau nur noch eine Seitenmauer stehen blieb. Am Morgen chon hatte man in dem Mauerwerk große Sprünge und Riffe wahrgenommen, weshalb von der Bauleitung für den Mittag Absprießungen angeordnet waren. Kaum hatten ungefähr 30 Mann mit den Absprießungen begonnen, als chon die Mauern in Bewegung kamen und in wenigen Augenblicken der Bau mit dounerähnlichem Getöse in sich j usammenstürzte. Glücklicher Weise hatten fich bis auf einen Dachdecker sämmtliche Arbeiter, al» sich die ersten Anzeichen des drohenden Einstürze» bemerkbar machten, in da« Freie geflüchtet und so ihr Leben gerettet. Der Dachdecker, sonst keine Rettung für möglich haltend, sprang in dem letzten Augenblick von dem ersten Stockwerk auf die Straße und kam so auch glücklich davon. Ein zweiter Dachdecker, ein Familienvater von sech» Kindern, drang, al» der Bau schon im Wanken war, thörichter Weise nochmals in denselben ein, um ein zurückgelassenes Kleidungsstück zu holen. Kaum war der Mann in dem Erdgeschoß, da stürzten auch schon die Mauern und verschütteten alle AuSgänge, sodaß der Unglückliche unter dem Mauerwerk begraben wurde. Sofort angestellte Rettungsarbeiten hatten zur Folge, daß man ermittelte, daß der Verschüttete fich zwischen Gebälk eingezwängt noch lebend in einem Kellergewölbe befand, von wo er fich über feine Rettung mit feinen im Freien befindlichen Arbeit». genossen verständigen konnte. Da die ftehengebliebene Mau» jeden Augenblick einzustürzen drohte, so waren die Ab- raumungSarbeiten mit den größten Schwierigkeiten verknüpft, zumal man befürchten mußte, daß die Situation de» Verschütteten durch Weiterrutschen deS MautrwerkS verschlimmert werde. Während des ganzen gestrigen Nachmittage», die folgende Nacht durch, den heutigen Tag über di» zu dieser Stunde — wurden die «ufräumungSarbciten von zahlreichen Arbeitskräften uuabläsfig fortgesetzt, ohne daß man bis jetzt auf den Verschütteten gestoßen. DaS letzte Lebenszeichen, da» der Unglückliche von sich gegeben, geschah zwischen 4 unb 5 Uhr h eute Morgen- seit dieser Zeit wurde au» dem Gewölbe kein Laut mehr vernommen und befürchtet man allgemein, daß man den Verschütteten nur noch alS Leiche au» den Trümmern hervo rbring en werde. Heber die Ursache deS Einsturzes circulircn die verschiedenartigste« Gerüchte, welche dem Erbauer de» Hause», einem in den letzten Jahren viel genannten Bauunternehmer, Namen» ©über, schweres Verschulden beimessen. Wa» an den Gerüchten wahr ist, wird er ft die bereit» eingeleitete gerichtliche Unter- fuchung zu Tage fördern. Thatsache ist nur, daß der Bau in sehr leichter Construction und in kurzer Zeit aufgeführt worden ist. • Wetzlar, 9. November. Der fett dem 16. October vermißte Arbeiter Christian Goldberg ist heute Morgen bei der Macrander'schen Mühle au» der Lahn gezogen worden. Ms. Cassel, 10. November. Heute Mittag durchritte die Schreckenskunde die Stadt, auf der Fulda mitten in der Stadt, unterhalb der Fuldabrücke, habe sich ein entsetz- licheS Unglück zugetragen, e» seien acht, nach einer anderen LeSart fünf Personen ertrunken, der Kcffel de» Boote» sei geplatzt uiw. Wie ich mich an Ort und Stelle informirte, hat daS Gerücht zwar übertrieben, aber da» geschehene Unglück ist groß unb schwer genug, um in den weitesten Schichten der Bevölkerung Antheilnahme zu erwecken: eS sind drei Personen ertrunken, während vier Personen gerettet werden konnten. Auf dem Deiml er'scheu Motorboot „Marie", welches diesen Sommer Hunderte von Luftfahrten nach der „grauen Katze" unternahm und daS 40 Personen aufnehmen kann, unternahmen heute Vormittag i/jll Uhr folgende 7 Herren eine Luftfahrt: Der Vertreter der Gesellschaft Kaufmann F. Tegethof, der Pächter de» BooteS Schlossermeifter I. Lattemann, Steueramts- Kafsirer C. Weitzmann, BootsfÜbrer Maschinist Co ui» Schmidt, Schreiner Wilh Wolf, Schlosser Juliu» Grün berg und Schlosser Jean Bretscher. Man wollte diesmal stromaufwärts nach der „Neuen Mühle" fahren, fuhr deshalb von den Bleichen am Weferthvr den Mühlgraben der Vogt'fchen Kunstmühle hinauf. Kaum hatte man die Schleuse passirt, da wurde da» Boot von der starken Strömung — die am heutigen Sonntag um so stärker war, als die Bogt'sche Mühle stillstand — zu dem großen (von der Fuldabrücke au« sichtbaren) Wehr getrieben; tn dem Bestreben, daS Boot von der Strömung abzudringen, zerriß plötzlich die Kette des Steuerruders und das Motorboot war nun ei« Spielball der wilden Wogen. Auch da« eifrigste Bemühen, mittelst Rudern unb Stangen da» Boot zu lenken, mußte mißlingen und da» Boot trieb, vom Strome erfaßt, dem Absturz des Wehres zu. Ein siebenfacher markerfchütternder Hülfeschrei durchzitterte die Luft, die Leute eilten auf die Brücke, an die Fenster, an die Ufer, tnbeffen ehe sie die Situation erfaßt und Hülfe bringen konnten war das Unglück schon geschehen, daS Boot war über die Stromschnellen quer hinabgestürzt, die Insassen, fich fest umschlungen haltend, waren im Boot drin geblieben, e» kenterte zwar nicht, füllte sich aber sofort voll Wasser und trieb fort. Lattemann, Tegethof, Bretscher unb Wolf sprangen in ben Strom unb versuchten schwimmend eine kleine Insel in der Fulda, den sog. „Finkenherd" zu erreichen- ben drei ersteren gelang e», während Wolf ertrank. Weiter unterhalb sprangen Weitzmann und Schmidt auS dem Boote und ertranken beim Versuch, an'S Ufer zu schwimmen, während Grünberg, der fich an da» forttreibende Boot festgeklammert hatte, später von Lohgerber Fröhlich gerettet wurde. Weitzmann hinterläßt drei, Schmidt vier Kinder, Wolf war ledig. Die beiden letzteren Leichen inb noch nicht gesunden. Briefkasten. r. B. Ist btS jetzt noch nicht bestimmt: oermuthlich Anfang Januar. Verkehr, €ommer Hundette von unternahm unb das ^men heute Vormittag ifahrt: Der Vertreter >of, der Patter des naun, SteueramtS- er Maschinist LoniS , Schlosser Julius Bretscher. Maa der ,Neuen Mhlt* ! am Weserthor den ühle hinauf. Raum be ba8 float von btt onmag um so (taxltx ^btm^x^tTv^ou jäW&i w.ttxi8r= vx^rrt, inxitz pW Motorboot war nun tii )aS eisrigste Bemühe^ vor zu lenken, muhte Strome ersaht, dem cher maikerschiitternder Leute eilten aus die , indeffeu ehe sie die nten. war daS Unglück ie Stromschnellen quer umschlungen haltend, ierte zwar nicht, füllte leb fort. Lattemann, en in den Strom und sei in der Fulda, den rei elfteren gelang es. ;b sprangen Weitzmaun tranken beim Versuch, nbetfl, der sich an d°S später von Lohgttbn w» Md, e* beibin 8114,1 I -KZ • YSssZ K'Li^Ä 00,00, Ä«w''w Holzverkauf. Der alljährliche Submissions-Termin für das Holz aus den Standes- herrlichm und Gemeinde - Waldungen der Umgegend von Gießen wird Montag, den 18. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr im Lenz'schen Aelseukeller zu Gießen abgehalten. Angebote find bis zum 17. d. Mts. an das Fürstliche Forstamt zu Büdingen einzusenden. Am 18. werden keine Gebote mehr angenommen. Zu näherer Auskunft sind die Lokalforstbehörden bereit. Es bieten au«: 1. Gräfliche Oberförsterei Laubach. Buche 500 fm Schnittholz. „ 500 rm Reiserprügel (Kohlholz). Fichte 150 fm Bauholz (Thiergarten, Schifferberg, Borngraben). „ 200 „ Derbstangen (Schornberg, Heinzeberg, Hauenberg). Erle 30 „ Stammholz (Ruthardshausen). 2. Gräfliche Oberförsterei Arnsburg bei Lich. Siche 50 fm Schwellenholz, Revier Arnsburg. „ 50 „ Grubenholz, „ „ Dichte 40 „ Bauholz, Revier Wernings. „ 100 , Derbstangen, „ „ Kiefer 20 „ Bauholz „ M „ 75 „ Grubenholz, „ „ Nadelholz 100 rm Grubenholz, Revier Wernings. 3. Fürstlich Solms-Lich'sche Forftverwaltung zu Lich. Siche 150 fm Schwellenholz. „ 350 n Grubenholz. Kiefer 200 n „ 4. Groflherzogliche Oberförsterei Laubach. Eiche 85 fm Bauholz. „ 295 „ Grubenholz. Buche 15 „ Schnittholz. Esche 5 „ Stammholz. Dichte 5 „ Schnittholz. n 105 „ Bauholz. ,, 200 „ Gerüststangen. „ 3000 Stück Hopfenstangen. Kiefer 230 fm Bauholz. „ 310 „ Grubenholz. Lärche 50 , Bauholz.___________________________________________9450 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Keffelbach für 1896/97 liegt vom 13. d. Mts. auf dem Bürgermeisterei-Büreau acht Tage lang zur Einsicht der Jntereffenten offen. Kesselbach, den 9. November 1895. Großherzogliche Bürgermeisterei Keffelbach. ___________________________Stein._____________________ 9466 Woriß Kregori & Sohn empfehlen zur Saison ihr großes Lager in: Gekleideten Puppen, Gelenk-Puppen Gestellen, Köpfen, Schuhen, Strümpfen, Hüten, Armen re. Puppenwäsche. Pappengarderobe etc. van Houten’s Cacao. Bester — im Gebrauch billigster, 8672 ■■ Probe - Local — ■ Bahnhofstrasse Nr. 1. 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Referent: College Wiehle, Hannover. 9454 Der Eiuberuser. Bürgerverein Süd-West. Moutag, deu 11. November, Abends 8V2 Uhr im Saale des Lenz'schen Felfenkellers: General-Versammlung Tages-Ordnung: Stadtverordnetenwahl. 9436 Der Vorstand. Bezirks-Verein Nord-Ost. Moutag, 11. November 1895, Abends 8V2 Nhr: Restauration Bourgeois Maueret Röhrte- Stabt. Schlachthaus. Freibank. (947? Heute und morgen: Ochsenfleisch nicht ladenrein, pr. Pfd. 46 Pfa. Verlag von Emil Roth in Gietzen. Künzel-Soldan Großhrrmglhum hrsteu. Lebensbilder aus Vergangenheit ».Gegenwart. Zweite umgearb. Aust. — Mit dem Btldnih u. Facstmtle Sr. ÄgL Hoheit des GrohherzogS Ernst Ludwig von Hesien. — Ge- wtdm. Sr. Kgl-Hoh. Ernst Ludwig, dem Großherzog zu Hessen u.beiRhein.— In gediegenem Lederbd. X10.50; in Letnendand JL 10.— -MR BorrLth in all«« Vtt»hattdltt«g<«. Prima Stürnberger Ochsen- maulfalat empfiehlt A. Stod) Nachfolger, 9475 Neuenbäuen 21. Gut erh. 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Rosenthal 9449 Bahnhofstraße 11. 9320 'm ®"n^nw6ul6r.r Vmllidus-Verbillänllg (Abonnement billiger) B C D Marburgerftraße—Bahnhof Grünbergerstraße—Bahnhof Markt—Schiffenbergerwald Marburgerftraße—Wteseck Linie Linie Linie Linie Tüchtige Verkäuferinnen finden stets Stellung durch das PlactrungSbureau von C. Stiaeny, 94271 Zwei Herrsevaftgköchinnen und bessere Hau-mädchen erhallen sehr gute Stellen durch Frau Hüttenberger. 9417] Ein geringes HauSbürschchen auf sofort gesucht. Grünbergerftratze 20. Derrn Commerzienrath Deichelheim durch die Wahl zum Stadtverordneten auch äußerlich einen Ehrenvlatz unter seinen Mitbürgern einzuräumen, den er nach unserer vollen lieber* zeugung schon längst verdient hat. Einige dem Parteigetriede Fernstehende. 9426] Eine Kinderfrau oder älteres Mädchen findet Stellung durch Frau Hüttenberger, Seltersweg 67. Hausbursche für die Apotheke der Neuen Der Vorstand des soeialdemokratischen Wahlvereins Mädchen, B-ru! btm Krankenpflegerinnen widmen wollen, werden ersucht, sich an untenstehende Adresse zu wenden. Mainz, Große Bleiche 564/10 5843 im Alice-Helm. Altientllckerfilbllk ßüdingku in Stockheim Frische Kaufschnitzel werden nicht mehr abgegeben. Stockheim, 4. November 1895. 9455 Actien Zuckerfabrik Büdingen in Stockheim. 9435] Braver, stadtkundiger Laufbursche erhält von jetzt bi- Ostern Stellung im „Kebetock“. M'scher Festfaal, Gieße«. Donnerstag de« 14. Novbr. 1895: ckLinmaligeS Dresdner--- = Gefammt-Gastspiel unter Leitung des Frl. «delh. ver«. Hardt und Gastspiel von Henriette Vtasto«, König!. Hofschauspielerin von Dresden und Herrn JnltnS WestelS vom Deutschen Theater in Berlin. Tie beidenLeonoren Lustspiel in 4 Acten von P. Lindau. Billeivoroerkauf von heute ab bei Herrn Ernst Challier (Rudolphs Nachs.): 1. Parquet JL 2.50, Abendkafie 3 JL, 2. Parquet JL 160, Abendkasse 2 JL, Estrade, numerirt, 1.60, für die Herren Studirenden 1 ^L, Gallerte 60 Kassenöffnung 7 Ubr. — Anfang 8 Uhr. Ende lOVa Ubr. 9458 Tüchtiger, zuverlässiger H-fer-eknecht Zur StühtocrorbnctcnmiiliL Nachdem der fr et finnige und der nationalliberale Verein u. a. für die bevorstchende Stadtverordnetcnwahl Vorschläge haben ergehen lasten, fällt e- auf, daß einer der hervorragendsten und besähigsten Bürger unserer Stadt in jenen keine Stelle gefunden hat, nämlich Derr CommerzienrathS. Deichelheim. Derselbe, ein geborener Gießener, hat sich durch seinen Gemeinsin» als vortrefflicher Bürger bewährt, ist durch keinerlei Parteiintereffe in seinen Erwägungen beeinflußt, war und ist allzeit für das Wohl seiner Vaterstadt opferbereit, hat durch seine wohlthätigen Stiftungen fich bei Hoch und Niedrig die größte Achtung erworben und ist vermöge feiner Intelligenz und reichen Erfahrung sowie seines biederen Charakter» vor* zug-weise geeignet, im Interesse der Stadt in der That ersprießlich |i wirken. I WM* Stellensuchende jeden Berufs vlacirt schnell Benter’* Bureau, Dresden, Retnhardstr. 16. 7824 und zurück. und zurück. I.tih nirflrf (nur Sonntag» bei und zurück günfhger Witterung), und zurück. Wähler! Steuerzahler! Zu der am nächsten Samstag stattfindenden Stadtverordnetenwahl stellen wir die folgenden Kandidaten auf: Julius Bräutigam, Colonilllmarenhälidler, Johannes Diehl, Schneider, Eduard Krumm, Material- und Fardmaarenhändler. Wähler! Steuerzahler! Ein Jeder von Euch, der glaubt, daß die Stadt durch gerechte Ver- theilung der communalcn Lasten, durch Vermeidung uunöthiger Ausgaben und durch Unterstützung der Benachtheiligteu und Nothleidenden an der Löiung der großen Frage der Zeit, der socialen Frage, mitzuarbetten hat; ein Jeder von Euch, der der Anficht ist, daß da- freiheitliche und demo« kratische Princip auch in der Stadtverwaltung unverfälscht seinen Ausdruck finden müsse, der gebe Mitbürger! Als Stadträthe empfehlen wir: Christ. Frntig, Zahntechniker, Martin Dörr, Kunstschlosser, Krumm, Kaufmann, Senling, Architect, Salomon Falk, Kaufmann, Jean Kirch, Hoftraiteur. Gros der Bürgerschaft, __________die das Wohl der Stadt im Auge hat. 9456) Ein tüchtiges, sauberes Mädchen sucht Stelle in besserer Familie. Zu erfragen Marttstratze 8. 9444J Ein älteres, anständiges Mäd* cheu sucht per 27. December Stelle. Näheres________Bergstraße 15, I. Mitbürger! Wählet zur städtischen Vertretung tüchtige, unabhängige Männer. Wir schlagen folgende Herren vor: Faber, Carl, Zpenglermeistcr, Br. entfleisch, Rechtsanwalt, Jughardt, H. E., Kaufmann, Fetri, Eouis H - UeitzbiudermciKer, Br. Bloch, Arg, Wallenfels, Wilh., Rentner, Heichelheim, S., Commersteurath, Eoos, Carl, Kanfmnnn, Hanbach, Th., Kanfmann /l*tit iifiitt it MEodellhüte, fomie VI 111111 llll.ll sämmtlicher Neuheiten der Saison in Hüten, Bändern, Sammeten, Zur bevorstehenden Sladtver« ordneten'Wohl wird empfohlen: lle.Enül Heuser. Mehrere Mitglieder des 9469 E, A. V, 9293) Ein Schretuergeselle alsbald gesucht. Heinrich Sack, Müblgasse 6. 938dj Junger, angevender Kellner »der flelluerlehrltng wird gesucht. _________________.Hesstscher chof." fl^tr suchen Per sofort einen jungen Mann als Ausläufer. Friedel & Asprion, aiüi len-DrucksachCH (Gtbnrts-, Vorlobnn.Ts-, VennählnngB-AiiEel^ee, Trauerbnefen etc.) •mphehrt sich -he Bruhl’sche Druckerei Sdwietraise 7. von Conrsbericht von Conrad Bietz, Bankgeschäft, Gießen, Schulstraße 10. •tcbachon: » Echeyb». — Druck und Verlag der Brühl'scheu llnrverfitäts-Buch* und Ktemdruckerei (Pietsch * Scheyda) in Greß en. Die hnttige Kuwuicr umfaßt 6 Seiten. I Soursc vom - 1 Evnrse vom f*v Eonrse vom rv ffoorfr vom tfourfc vom ■ DO* j 2./11 | 9JJ 2./11.1 9./11 2./11. 9./11. 2./11. 9/11. 2./11. 9./11. 2./11. 9/11. Staat,papiere. 5 Rum. am. Rte. 99.90 97.- 4 Lissabon. . . . 71.30 70.50 4 Prag-Durl891 100.75 4 Pr.H.-Act. alte 101.80 101.60 do.Südb.(Lb). SS — 6»M 4 Rufs. Obl. v. 80 100.70 99.50 4 ütorn II—VIII 87.- ■■ - 3 Raab-Led.v.91 81.— 81.50 4 Pr.H.-Act.neue 104.20 104.20 Lest.RdwUt-s —.— 215.75 D. Reichü.Anl. 105.20 105.- 4abgcst. 31,, Schwed. Obl. . —.— 97.- 47, Buenos - Aires 4 Rudolfb. Gold 103.30 102.95 37, do....... 101.10 101.10 Gotthardbahn. 175 70 168.— <7. do....... do...... 104.20 99.40 103.80 98.10 do....... 101.— _ _ v. 1888 . . . 78.30 75.80 3 Jtal. gar.E.B. Lworneser. . . 53.75 56.— 52 — Goth unk. 1903 ßiaerse «bl. BuderuS E.W. Eisenb. Rtenbk. ßaaK-Arti». DtscheReichSbk. 104.75 104.30 Schwz. Central Schwz.Rordost 133.90 129.29 5 Serb.Gld.-Rte. 67.— AiuKeshrl.Aul. 3 54.60 132 60 127.— 17, 8 PreußConsolS do....... do....... 105.10 104.30 99.40 105.— 104.70 103.70 98.30 5 4 5 do. Tab.-Rte. Spanische Rte. Türk Zoll Obl. 97.10 96.- « nm« do. S.-Braunf. do. Solms-Lich do.Jsnb. Birst. Grfl. S.-Laub. 100.20 102.— 94.15 101.70 99.50 102.— 4 5 4 Sicil. v. 1891 ToScanische. . Ruff. Südwest Rjäsan: Urals! Anatolische B. 86.10 91.60 102.— 85.10 89.- 101.30 5 4 102.— 102.30 101.80 102.30 Jtl.M'ttelmeer Pr.Henri (Lxb.) ßeuiial. (ufr l* Vto (UtrlL Bad. Th. 100 . 93.80 80 50 90 99 4 Bad. St.'Obl. v. 1886 . . . 105.30 1 1 bo.coroJjit.C. do. Lit.D. 23.80 22.50 20.90 101'70 4 5 90'95 101.70 88.- 163.10 162.20 4 145.60 145.— 4 Bayr. 5t. Obl. 105.50 105.30 4 Ung. Gld. Rte. 102.70 101.4V Gileob.'priarit. 47, Portug. v. 86 . 66.75 65.50 Frankftr. Bank 174.70 173.— 4 Bayer. Th. 100 — _— 157.29 •7, do Eisb. Obl. 104.— 103.90 4 do.Kron.'Rte. 99.30 97.90 Trutf»<. 41 do. v. 1889 . . 37.50 - — Lerl.Hdlsges.. 161.60 150.— 197 — 210.81 161.20 107.— 3145,8 5 Donau Reg. . 119.— 11«.50 17, Brem.St.'Anl. 47, do.E.B.Gold 4 Hess. Ludw. v. 1868,69 . . do.v. 1874 . . do.v.1875 78 do....... 3 Ealon.-Mon. . 57.50 55- Darmst. Bank. 160.10 37, Eöln-Kmden. •7» 4 v. 1892 . . . Hamb.St. Rte. ü. 1893. . . Hess. St. Obl. 103.— 102.60 104.50 102.90 101.80 105.20 5 47, b'a v. 1889 . . . Arg. inn. Änl. do dufj.0.1888 ObinesischeAnl. 105.60 58.50 50.60 105.20 105.20 56.- 105.20 4 l 101.70 101.30 101.90 102.— 101.60 101.35 101.60 101.90 4 1 1 87, 4 Ifuikirft. D. Grndschuld- bank V-VI do. i-n do....... Fkf.Hyp-Bk.IN do....... do. Hyp.Cred. 105.- 100.80 101.80 104.70 101.20 102.— 105.— 100.80 Deutsche Bank DiSct.- Comm. Dresdner Bank M'Ueld. Cr.Bk. Lest. Erd.-Anst. 223.40 176.— 112.50 331.50 3 4 5 Th. 100 Madrid .... Mem. Th. 100 Lesterr.v 1860 142.50 43.10 141.80 141.96 4) 9t 141.70 128.— 8* , do..... 103.80 31.50 103.70 4 ägyptische unis. Mexic. v. 1890 do. Eisenb. . do. Silber. . 104.20 103.— 4 7» 4 4 Homburger!. . Pfälzer Nordb. fluei&nblfdjt. Elisab.-B. stfr. Lldenb.TH.40 Raab-Graz 100 Türk. frs. 400 SuniiiHiiff —— _ — J—* 6 «u,l*n>tfd)<. Griech.L B v 1890 . . . . 6 5 3 91.50 84.— 26.60 87.70 76.- 25.31 104.30 103.30 104.20 103.30 101.— 104.50 101.20 102.— -ibißrie-)rtiei Rordd. Lloyd . HöchsterFarbw. Bochumer Guß 111.50 443 — 165.80 105.20 437 - 155 27, 3 97.40 38.90 97.— 34.35 4 do. Mon An! 33.76 4 Kaschau Oderb. 4 do. 1905 uni. 52.IC 170 — 165 50 rtr te S!. 5 Jtal. Ate. St Stüb-eiL v. 1891 . . . - - _ — S 27 ... 105.20 105.20 Dortm. Union. Gelsenk. Brgw. Harpen. Brgw. 186.— 181.80 AnSbacher st. 7 48.40 48.40 1000—4000 87.10 84.80 37, Franks. 0.1893 102.— 4 Lombardische . 102.50 101.81 S 28 ... 101.20 101.20 Augsburg. , 7 26.60 26.99 8 do....... 52.50 51.10 3* , Darmst. 88/94 Gießen .... 101.55 102- 3 Lombardische . Lest. Staatsb. 71 20 70.- 117.60 41 . ibw. Crcd. Bk. 103.15 103.05 Brfchw.Ihlr 20 FinnlLnd. , 10 106.50 106.99 4 Lest. Gold Nie. 103.20 102.- 3' , 102 — 5 4 Hamburg. Hyp. 101.— 100.60 Ber. «SnigS- u. 156.— 146.— 58.— —.— 4* . Oest.Silb.-Rte. Oesterr.Localb. verfiaatl. . 85.50 83.— 3‘/, 4 Mamz. . 101.10 102 40 4 do....... 104.40 104.1.-' 4 do. unk. b. 1900 104 — 103.60 Freiburg. fS. 15 Mailänder, 10 Meininger fl. 7 29.— 28.99 8 Oft end. v. 1892 Ü'itßb. , 1887 104 — bo.L-VIII.em. do. IX. Em. . 92.10 92.30 do....... 100.20 100.— fifnb.-lrlin. 13.80 83.30 82.80 37, 102.50 3 91.10 90.45 4 Mern.Hyp alte 100.05 100.50 HessLudwigs-. 119.80 118.10 24.10 24.39 4'/, Port. et. Änl. 40.30 40.11 4 Worms . . . . 105.50 105.50 3 do. v. 1885 . . 90.20 89.80 4 do. neue 104.30 104.11 Csac. Agram . 221 25 Ml 4 Papperch. , 7 26.50 26.80 3 do....... 26.50 25.90 87, DormS . . . . 101.10 3 do. Srg.-Netz . 92.20 91.- 3* do...... 101.50 101.50 Lest. Staatsb. 326.25 1 306.— Venediger L. 30 I 24.- 24.55-